Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

versöhnen - wie richtig gendern?

72 views
Skip to first unread message

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 9:56:31 AM2/17/22
to

Betreff sagt schon alles.

Detlef

Antonia H.

unread,
Feb 17, 2022, 10:17:17 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>
> Betreff sagt schon alles.
>
> Detlef

verkindern

Christina Kunze

unread,
Feb 17, 2022, 10:21:19 AM2/17/22
to
Das ist so ungefähr so neu und so geistreich, wie jede
Buchstabenkombination "er" durch "sie" zu ersetzen. Beim ersten Mal war
es vielleicht witzig, aber die paar Hunderttausend nachäffenden
Stammtischwitzler sind einfach nur noch lahm.

chr

Antonia H.

unread,
Feb 17, 2022, 10:26:00 AM2/17/22
to
Das finde ich auch. Bot sich halt so an...

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 10:33:38 AM2/17/22
to

Am 17.02.2022 um 16:21 schrieb Christina Kunze:
> Am 17.02.2022 um 16:17 schrieb Antonia H.:
>> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>>
>>> Betreff sagt schon alles.
>>>
>> verkindern
>
> Das ist so ungefähr so neu und so geistreich, wie jede
> Buchstabenkombination "er" durch "sie" zu ersetzen. Beim ersten Mal war
> es vielleicht witzig, aber die paar Hunderttausend nachäffenden
> Stammtischwitzler sind einfach nur noch lahm.
>
Ja nun, hast du einen Vorschlag oder hat's dir die Sprache völlig
verschlagen?
Oder meinst du etwa, man müsse das nicht gendern?

Detlef

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 17, 2022, 10:37:08 AM2/17/22
to
Na ... vertöchtern halt. Aber wie soll man sich mit einer Tochter
vertragen, die kein Sohn ist, so dass man ... mein Duden meint, das
hätte früher mal "versühnen" geheißen, was soll man daraus machen -
versiehnen? Komm mal in die Pöttin. Guter Nachter.

--
Johannes Leckebusch - AR3

https://johannes-leckebusch.de/
https://johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
https://foto.ungruen.de/index2.html
https://flickr.com/photos/johannes_leckebusch/

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 17, 2022, 10:38:59 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>
> Betreff sagt schon alles.

Ach Detlevine Meißned.

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 10:40:19 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 16:17 schrieb Antonia H.:
> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>
>> Betreff sagt schon alles.
>>
> verkindern
>
Ja, ist mehr gegendert als "vertöchtern".

Detlef

Antonia H.

unread,
Feb 17, 2022, 10:49:46 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 16:21 schrieb Christina Kunze:
Übrigens...bin ich kein nachäffender Stammtischwitzler.
Moral hin, Moral her...

A.

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 11:00:47 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 16:39 schrieb Johannes Leckebusch:
> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>
>> Betreff sagt schon alles.
>
> Ach Detlevine Meißned.

Ich bestehe darauf, mit f geschrieben zu werden!

Detlef

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 17, 2022, 11:06:32 AM2/17/22
to
Vinde ich jetzt doof, aber dann halt Delvine - äh, dammd, Detlefie.

Warum dürfen sich Frauen heutzutage nicht mehr verjüngen?

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 17, 2022, 11:13:09 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>
> Betreff sagt schon alles.

Du willst uns doch eh nur mal wieder verallkatzen.

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 11:14:24 AM2/17/22
to
Johannes Leckebusch schrieb:
> Am 17.02.2022 um 16:33 schrieb Detlef Meißner:
>>
>> Am 17.02.2022 um 16:21 schrieb Christina Kunze:
>>> Am 17.02.2022 um 16:17 schrieb Antonia H.:
>>>> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>>>>
>>>>> Betreff sagt schon alles.
>>>>>
>>>> verkindern
>>>
>>> Das ist so ungefähr so neu und so geistreich, wie jede
>>> Buchstabenkombination "er" durch "sie" zu ersetzen. Beim ersten Mal war
>>> es vielleicht witzig, aber die paar Hunderttausend nachäffenden
>>> Stammtischwitzler sind einfach nur noch lahm.
>>>
>> Ja nun, hast du einen Vorschlag oder hat's dir die Sprache völlig
>> verschlagen?
>> Oder meinst du etwa, man müsse das nicht gendern?
>
> Na ... vertöchtern halt. Aber wie soll man sich mit einer Tochter vertragen,
> die kein Sohn ist, so dass man ... mein Duden meint, das hätte früher mal
> "versühnen" geheißen, was soll man daraus machen - versiehnen? Komm mal in
> die Pöttin. Guter Nachter.

Jetzt hammer den Salat! Kommt also von "Sühne".
Wer weiß das schon! Frau kann ja nicht alles wissen!
Es gibt zwar Nachschlagewerke für die deutsche Sprache, aber ... ist
egal.
Suche mal im Netz nach "vertöchtern".
Gibt es bereits seit etlichen Jahren.

Detlef

--
Möge der geneigte Leser selbst entscheiden ob er da-mit-gemeint ist.

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 11:16:22 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 17:06 schrieb Johannes Leckebusch:
> Am 17.02.2022 um 17:00 schrieb Detlef Meißner:
>> Am 17.02.2022 um 16:39 schrieb Johannes Leckebusch:
>>> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>>>
>>>> Betreff sagt schon alles.
>>>
>>> Ach Detlevine Meißned.
>>
>> Ich bestehe darauf, mit f geschrieben zu werden!
>>
>> Detlef
>
> Vinde ich jetzt doof, aber dann halt Delvine - äh, dammd, Detlefie.
>
> Warum dürfen sich Frauen heutzutage nicht mehr verjüngen?

Nach oben oder nach unten?

Detlef

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 17, 2022, 11:19:35 AM2/17/22
to
Mann, Weib: In die Mitte!

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 11:41:35 AM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 17:19 schrieb Johannes Leckebusch:
> Am 17.02.2022 um 17:16 schrieb Detlef Meißner:
>> Am 17.02.2022 um 17:06 schrieb Johannes Leckebusch:
>>> Am 17.02.2022 um 17:00 schrieb Detlef Meißner:
>>>> Am 17.02.2022 um 16:39 schrieb Johannes Leckebusch:
>>>>> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>>>>>
>>>>>> Betreff sagt schon alles.
>>>>>
>>>>> Ach Detlevine Meißned.
>>>>
>>>> Ich bestehe darauf, mit f geschrieben zu werden!
>>>>
>>>> Detlef
>>>
>>> Vinde ich jetzt doof, aber dann halt Delvine - äh, dammd, Detlefie.
>>>
>>> Warum dürfen sich Frauen heutzutage nicht mehr verjüngen?
>>
>> Nach oben oder nach unten?
>
> Mann, Weib: In die Mitte!
>
Ich verjünge mich, von der Mitte ausgehend, nach oben und nach unten.

Detlef

Diedrich Ehlerding

unread,
Feb 17, 2022, 11:52:18 AM2/17/22
to
Detlef Meißner meinte:

>> Warum dürfen sich Frauen heutzutage nicht mehr verjüngen?
>
> Nach oben oder nach unten?

Offenbar hast du es nicht verstande. Das heißt jetzt "vermädchenen" oder
"vermaiden".
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Detlef Meißner

unread,
Feb 17, 2022, 12:00:13 PM2/17/22
to
Am 17.02.2022 um 17:37 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Detlef Meißner meinte:
>
>>> Warum dürfen sich Frauen heutzutage nicht mehr verjüngen?
>>
>> Nach oben oder nach unten?
>
> Offenbar hast du es nicht verstande. Das heißt jetzt "vermädchenen" oder
> "vermaiden".
>
Stimmt. Falsche Richtung gedacht.
Wobei: "Junge" kommt von "jung". Allein das muss doch schon empören.

Detlef

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 17, 2022, 12:00:57 PM2/17/22
to
Bauchvergreisung, das is ja nu ganz verkehrt herum.

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 17, 2022, 12:02:46 PM2/17/22
to
Tss tss - 'ne junge Frau ist verquer, dagegen darf man heutzutage nix
mehr haben. Höchstens 'ne Alte.

Matthias Opatz

unread,
Feb 17, 2022, 3:39:48 PM2/17/22
to
Dies schrieb Detlef Meißner:

> Subject: versöhnen - wie richtig gendern?

Das is metaphorisch.

Die drei Geschwister (!) teilen nicht brüderlich (!).
Sie sind entzweit (!).

Matthias

Quinn C

unread,
Feb 17, 2022, 10:19:44 PM2/17/22
to
* Matthias Opatz:
"Brüderlich geteilt, schwesterlich aufgefressen" war einer der
Standardsprüche meiner Mutter (die selber keine Schwester hatte).

--
Ihre E-Mail-ID Haben Sie gewann Ł 500.000,00 GBP in der
SAMSUNG UK Promotion Lotterie ziehen.
-- SPAMPOESIE

Christina Kunze

unread,
Feb 18, 2022, 1:36:23 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 05:00 schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in
> news:sulp5d$1b4jf$1...@solani.org:
>
>> Am 17.02.2022 um 16:17 schrieb Antonia H.:
>>> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>>>
>>>> Betreff sagt schon alles.
>>>>
>>>> Detlef
>>>
>>> verkindern
>>
>> Das ist so ungefähr so neu und so geistreich, wie jede
>> Buchstabenkombination "er" durch "sie" zu ersetzen.
>
> Darauf haben die Misfits ihr gesamte Karriere aufgebaut.
>
>> Beim ersten Mal war
>> es vielleicht witzig, aber die paar Hunderttausend nachäffenden
>> Stammtischwitzler sind einfach nur noch lahm.
>
> Du bist eingeladen, neue Witze über Gendersprache zu erfinden. Aber
> zumindest mir war "versöhnen" <-> "vertöchtern" neu und ich finde es
> originell.

Vielleicht fand ich es nicht lustig, weil es mir 2002 zum ersten Mal
begegnet ist -- und zwar im Ernst.

chr

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 3:40:55 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 07:36 schrieb Christina Kunze:
> Am 18.02.2022 um 05:00 schrieb wolfgang sch:

Wie bringt Wolfgang es eigentlich fertig, mit schöner Regelmäßigkeit ein
"ReZ" ins Subject einzubauen?

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 3:42:48 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 04:19 schrieb Quinn C:
> * Matthias Opatz:
>
>> Dies schrieb Detlef Meißner:
>>
>>> Subject: versöhnen - wie richtig gendern?
>>
>> Das is metaphorisch.
>>
>> Die drei Geschwister (!) teilen nicht brüderlich (!).
>> Sie sind entzweit (!).
>
> "Brüderlich geteilt, schwesterlich aufgefressen" war einer der
> Standardsprüche meiner Mutter (die selber keine Schwester hatte).

Was aufgefressen, sich gegenseitig oder das zuvor Geteilte?

Henning Sponbiel

unread,
Feb 18, 2022, 4:36:30 AM2/18/22
to
On Fri, 18 Feb 2022 04:00:02 -0000 (UTC), wolfgang sch wrote:

>Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
>leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
>verarscht, muss sein.

+1


Henning

Christina Kunze

unread,
Feb 18, 2022, 4:48:33 AM2/18/22
to
Ob nun aber reines Wiederkäuen der Thesen dieser Ideologie mit
ironischem Tonfall da besonders geistreich ist, darf bezweifelt werden.

chr

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 4:57:23 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 05:00 schrieb wolfgang sch:

> Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
> leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
> verarscht, muss sein.
>
Wurde die Genderei von der Allgemeinheit jahrelang nicht so ganz für
voll genommen und nur von wenigen Leuten thematisiert, so werden die
Menschen inzwischen konkret damit konfrontiert. Gendern in
Nachrichtensendungen (Kleber) geht gar nicht.
Jetzt formiert sich deutlicher Widerstand, nicht nur in Form von Verarsche.
Momentan geht folgendes Video viral:
https://www.youtube.com/watch?v=aZaBzeVbLnQ

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 4:58:25 AM2/18/22
to
Muss es denn geistreich sein?

Detlef





Diedrich Ehlerding

unread,
Feb 18, 2022, 5:00:47 AM2/18/22
to
Christina Kunze meinte:

>>> Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
>>> leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
>>> verarscht, muss sein.
>>
>> +1
>
> Ob nun aber reines Wiederkäuen der Thesen dieser Ideologie mit
> ironischem Tonfall da besonders geistreich ist, darf bezweifelt
> werden.
>

Immerhin reagieren die anhänger der hier diskutierten Ideologie genervt
- es ist also wirksam.

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 5:10:07 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 10:58 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Christina Kunze meinte:
>
>>>> Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
>>>> leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
>>>> verarscht, muss sein.
>>>
>>> +1
>>
>> Ob nun aber reines Wiederkäuen der Thesen dieser Ideologie mit
>> ironischem Tonfall da besonders geistreich ist, darf bezweifelt
>> werden.
>>
>
> Immerhin reagieren die anhänger der hier diskutierten Ideologie genervt
> - es ist also wirksam.
>
Die Frage ist nur, in welcher Hinsicht.

Lassen sie von ihrer Ideologie ab oder steigern sie sich noch
verbissener hinein?

Das gilt für alle Ideologien.

Detlef

Christina Kunze

unread,
Feb 18, 2022, 5:14:01 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 10:58 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Christina Kunze meinte:
>
>>>> Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
>>>> leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
>>>> verarscht, muss sein.
>>>
>>> +1
>>
>> Ob nun aber reines Wiederkäuen der Thesen dieser Ideologie mit
>> ironischem Tonfall da besonders geistreich ist, darf bezweifelt
>> werden.
>>
>
> Immerhin reagieren die anhänger der hier diskutierten Ideologie genervt
> - es ist also wirksam.

Genervt habe bisher, wenn ich richtig sehe, nur ich reagiert, und als
"Anhängerin der hier diskutierten Ideologie" sehe ich mich aus
verschiedenen Gründen nicht.

Zum einen ist dieses Ideologie-Gerede Quatsch. Man kann sehr
unterschiedliche Gründe haben, sprachlichen Entwicklungen nicht per se
feindlich gegenüberzustehen.
Du vereinfachst alle Dir widerstrebenden Meinungen zu einem Block. Klar,
das ist einfach, dann brauchst Du Dich nicht damit auseinanderzusetzen
und hast sie mit einem Wisch vom Tisch.
(Zum Glück kriege ich es hin, z.B. Deine Auffassung und die von Detlef
nicht in denselben Topf zu werfen, oder jedenfalls nur da, wo ihr Euch
übereinstimmend äußert. Da muss ich nicht gegen eine Ideologie
ankämpfen, sondern nur MEinungen zur Kenntnis nehmen.)

Zum anderen kann ich Dir versichern, dass ich beim ersten Mal, als mir
nämlich dieses "vertöchtern" von einer frauenbewegten Dame präsentiert
wurde, noch erheblich gereizter reagiert habe. Dagegen war das hier
wirklich nur ein müdes Abwinken.

Mit geht es nicht darum, einer "Ideologie" anzuhängen, sondern darum,
verschiedene Meinungen kennenzulernen und mir meine eigene zu bilden.
Die kann dann teilweise mit der der einen oder der der anderen
übereinstimmen oder sich sogar ganz unterscheiden.

chr

Matthias Opatz

unread,
Feb 18, 2022, 5:43:56 AM2/18/22
to
Dies schrieb wolfgang sch:

> Ist "entzweit" eigentlich synonym zu "vereint"?

Meintest du antonym?

Online-Duden führt übrigens auch ein "Antonym zu antonym" auf (synonym).


Matthias

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 5:46:59 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 11:13 schrieb Christina Kunze:
> Am 18.02.2022 um 10:58 schrieb Diedrich Ehlerding:
>> Christina Kunze meinte:
>>
>>>>> Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
>>>>> leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
>>>>> verarscht, muss sein.
>>>>
>>>> +1
>>>
>>> Ob nun aber reines Wiederkäuen der Thesen dieser Ideologie mit
>>> ironischem Tonfall da besonders geistreich ist, darf bezweifelt
>>> werden.
>>>
>>
>> Immerhin reagieren die anhänger der hier diskutierten Ideologie genervt
>> - es ist also wirksam.
>
> Genervt habe bisher, wenn ich richtig sehe, nur ich reagiert, und als
> "Anhängerin der hier diskutierten Ideologie" sehe ich mich aus
> verschiedenen Gründen nicht.

Ich sehe seine Aussage allgemeiner, weniger auf dich gemünzt.

Aber da du dich dann doch ausführlicher dazu äußerst, fühlst du dich
getroffen.

> Zum einen ist dieses Ideologie-Gerede Quatsch. Man kann sehr
> unterschiedliche Gründe haben, sprachlichen Entwicklungen nicht per se
> feindlich gegenüberzustehen.

In Teilen ist es eine Ideologie, weil es ja nicht nur um Sprache,
sondern um ein "Gesamtpaket" geht.

> Du vereinfachst alle Dir widerstrebenden Meinungen zu einem Block. Klar,
> das ist einfach, dann brauchst Du Dich nicht damit auseinanderzusetzen
> und hast sie mit einem Wisch vom Tisch.

Auch das dürfte eine Vereinfachung sein.

> (Zum Glück kriege ich es hin, z.B. Deine Auffassung und die von Detlef
> nicht in denselben Topf zu werfen, oder jedenfalls nur da, wo ihr Euch
> übereinstimmend äußert. Da muss ich nicht gegen eine Ideologie
> ankämpfen, sondern nur MEinungen zur Kenntnis nehmen.)

Man muss die noch nicht einmal zur Kenntnis nehmen.

> Zum anderen kann ich Dir versichern, dass ich beim ersten Mal, als mir
> nämlich dieses "vertöchtern" von einer frauenbewegten Dame präsentiert
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Genau darum geht es. Die Ideologie verheddert sich im Gewirr der
deutschen Sprache.

> wurde, noch erheblich gereizter reagiert habe. Dagegen war das hier
> wirklich nur ein müdes Abwinken.

Und warum?
Was hast du vorgebracht. Hat die bewegte Dame deine Argumente verstanden?

> Mit geht es nicht darum, einer "Ideologie" anzuhängen, sondern darum,
> verschiedene Meinungen kennenzulernen und mir meine eigene zu bilden.
> Die kann dann teilweise mit der der einen oder der der anderen
> übereinstimmen oder sich sogar ganz unterscheiden.

Na, ist doch prima. :-)
Detlef

Antonia H.

unread,
Feb 18, 2022, 6:06:50 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 05:00 schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in
> news:sulp5d$1b4jf$1...@solani.org:
>
>> Am 17.02.2022 um 16:17 schrieb Antonia H.:
>>> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>>>
>>>> Betreff sagt schon alles.
>>>>
>>>> Detlef
>>>
>>> verkindern
>>
>> Das ist so ungefähr so neu und so geistreich, wie jede
>> Buchstabenkombination "er" durch "sie" zu ersetzen.
>
> Darauf haben die Misfits ihr gesamte Karriere aufgebaut.
>
>> Beim ersten Mal war
>> es vielleicht witzig, aber die paar Hunderttausend nachäffenden
>> Stammtischwitzler sind einfach nur noch lahm.
>
> Du bist eingeladen, neue Witze über Gendersprache zu erfinden. Aber
> zumindest mir war "versöhnen" <-> "vertöchtern" neu und ich finde es
> originell.
>
Jetzt muss ich mal mein "verkindern" verteidigen..:-)
Wenn schon in verschiedenen schulischen Kreisen diskutiert wird,
nicht mehr "Vater" oder "Mutter" zu sagen oder zu schreiben,
sondern sie nur als *Elternteile* zu bezeichnen, ist es
doch naheliegend "Söhne" und "Töchter" nur als *Kinder* zu benennen, oder?

A.

Christina Kunze

unread,
Feb 18, 2022, 6:07:13 AM2/18/22
to
Man kann "ent-zweit" auch so lesen, dass irgendwelche, die vorher zwei
waren, jetzt nicht mehr zwei sind, sondern - tata - "vereint".

chr

Christina Kunze

unread,
Feb 18, 2022, 6:17:39 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 12:11 schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in
> news:sunep5$1c5hh$1...@solani.org:
>
>> Vielleicht fand ich es nicht lustig, weil es mir 2002 zum ersten Mal
>> begegnet ist -- und zwar im Ernst.
>
> Wirklich ganz ernst? Da "versöhnen" nicht mit "Sohn" kognat ist, ist
> das eigentlich nur als ironisches Wortspiel denkbar.
>
Da kann man unterschiedlicher Auffassung sein, und nicht immer zu
Unrecht, aber hier.

Ich nehme an, die Verwenderin hat nicht bis zu etymologischen Fragen
gedacht, sie hat "Sohn" gehört, und auf die Frage der Wortherkunft ist
sie nicht gekommen.

(An anderer Stelle finde ich solche Überlegungen berechtigt. Zum
Beispiel weiß ich zwar, dass "bis zur Vergasung" nicht aus der Zeit der
Judenmorde stammt, aber trotzdem verwende ich es nicht, weil beim Hören
dieser Zusammenhang geschaffen werden kann, na, und es ist ja auch kein
Ausdruck, den man unbedingt braucht, es gibt benutzbare Synonyme.)

Bei "Versöhnung" hätte ich auch gedacht, dass man das nur ironisch
ändern kann, aber Du glaubst nicht, was es alles gibt, man denkt sich
eine ironische Bemerkung aus, und irgendwer hat es schon in vollem Ernst
genauso gesagt.

chr

Matthias Opatz

unread,
Feb 18, 2022, 6:17:56 AM2/18/22
to
Dies schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze wrote:

>> Vielleicht fand ich es nicht lustig, weil es mir 2002 zum ersten Mal
>> begegnet ist -- und zwar im Ernst.
>
> Wirklich ganz ernst? Da "versöhnen" nicht mit "Sohn" kognat ist, ist
> das eigentlich nur als ironisches Wortspiel denkbar.

Das wissen aber nur Linguisten ... oder Leute, die nachgesehen haben.

Matthias

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 6:30:53 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 12:17 schrieb Christina Kunze:
> Am 18.02.2022 um 12:11 schrieb wolfgang sch:
>> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in
>> news:sunep5$1c5hh$1...@solani.org:
>>
>>> Vielleicht fand ich es nicht lustig, weil es mir 2002 zum ersten Mal
>>> begegnet ist -- und zwar im Ernst.
>>
>> Wirklich ganz ernst? Da "versöhnen" nicht mit "Sohn" kognat ist, ist
>> das eigentlich nur als ironisches Wortspiel denkbar.
>>
> Da kann man unterschiedlicher Auffassung sein, und nicht immer zu
> Unrecht, aber hier.
>
> Ich nehme an, die Verwenderin hat nicht bis zu etymologischen Fragen
> gedacht, sie hat "Sohn" gehört, und auf die Frage der Wortherkunft ist
> sie nicht gekommen.

Eben!
Das ist es ja: Nicht gedacht.

Und wer "Gästinnen", "Kinderinnen" und "Salzburgerin Richterin"
schreibt, hat auch nicht gedacht, sondern nur reflexartig reagiert.

Das ist ja das Problem!

Detlef


Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 6:36:01 AM2/18/22
to
Ja sicher. Trotzdem sollte man nicht gedankenlos/pauschal genderisieren.

Allerdings merken das die meisten Adressaten sowieso nicht. "Ah, da
gendert jemand, der ist auf unserer Seite."

Gendern ist übrigens eine Methode, um "Kunden" zu generieren, aber halt
auch nur eine bestimmte Sorte.

Detlef


Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 6:37:58 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 12:17 schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:sunrh6$9ks9$1...@solani.org:
>
>> Zum einen ist dieses Ideologie-Gerede Quatsch.
>
> Also dass die Gendersprache eine Erfindung des Feminismus ist, ist kein
> Quatsch sondern Fakt. Dass nicht jeder einzelne der da mitmacht ein
> Erzfeminist sein muss wissen wir, aber das spielt doch gar keine Rolle.
>
>> Zum anderen kann ich Dir versichern, dass ich beim ersten Mal, als mir
>> nämlich dieses "vertöchtern" von einer frauenbewegten Dame präsentiert
>> wurde, noch erheblich gereizter reagiert habe.
>
> Ich höre dieses konkrete Beispiel zum ersten Mal. Aber da du bestätigst
> es unironisch gehört zu haben, sind Witze darüber doch auf den Punkt.
> Sie karikieren etwas das es wirklich gibt.

Eine Suche im Netz nach "vertöchtern" führt zum Erfolg.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 6:41:21 AM2/18/22
to
Ja, wenn ... dann.

BTW: Sind die Väter und Mütter eigentlich gefragt worden, wie sie
bezeichnet werden wollen?

Quinn verlangt doch, dass man eine ihm genehme Ansprache wählt, warum
nicht in diesem Falle?
Wer maßt sich da etwas an, was ihm nicht zusteht?

Wird hier möglicherweise mit zweierlei Maß gemessen?

Detlef

Ulf Kutzner

unread,
Feb 18, 2022, 6:53:04 AM2/18/22
to
Oder Leute, die zu Weihnachten dem Kirchengesangbuch
einen Liedtext zwecks Mitsingen entnehmen können und
sich dann auch noch etwas Gedanken machen.

Gruß, ULF

Antonia H.

unread,
Feb 18, 2022, 6:54:06 AM2/18/22
to
Ich hoffe doch sehr, der zweite Teil meines o.g. Satzes wurde
als ironisch erkannt.

A.

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 7:00:40 AM2/18/22
to

Am 18.02.2022 um 12:48 schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:sunv8h$9nnf$1...@solani.org:
>
>> Ich nehme an, die Verwenderin hat nicht bis zu etymologischen Fragen
>> gedacht, sie hat "Sohn" gehört, und auf die Frage der Wortherkunft ist
>> sie nicht gekommen.
>
> Das wäre deprimierend. Es gibt da das andere Beispiel "herstory", das
> nach allem was man weiß ironisch gebildet ist, da die Erfinder
> vermutlich wussten dass "history" nicht aus "his" + "story" gebildet
> ist.
>
Ja, die Erfinder!
Aber schau mal ins Netz. Dort siehst du, wie sich dieser Begriff
etabliert hat. Offensichtlich wird er nicht ironisch verwendet.

"Über Jahrhunderte erzählten und deuteten Männer Geschichte, schrieben
HISTORY, waren Maß und Norm für Wissenschaft, Rechtsprechung und
Ingenieurskunst.
„HERstory“ findet: Es ist Zeit, endlich das ganze Bild zu malen. Nicht
allein aus Prinzip, aus dem Wunsch nach Gleichbehandlung, sondern weil
es im Extremfall sogar tödlich sein kann, wenn die Hälfte der Menschheit
im toten Winkel bleibt."
https://historische-kommission.ard.de/herstory/

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 7:05:04 AM2/18/22
to
Durchaus. Aber weiß man's wirklich? ;-)

Es gibt Menschen, die überzeichnen extrem, dass man denkt könnte, es
wäre ironisch gemeint, dabei meinen sie es ernst, bitterernst.

Detlef


Antonia H.

unread,
Feb 18, 2022, 7:30:44 AM2/18/22
to
Ich sehe mich als eine Genderablehnerin.
Als Frau fühle ich mich keineswegs diskriminiert,
wenn von Patienten, Kunden, Radfahrern, Autofahrern,
Teilnehmern, Bürgern, Ministerpräsidenten, Wählern,
Spießbürgern, Klienten, Zuschauern, Gynäkologen
Ärzten, Juristen, Reitern, Pastoren usw...
die Rede ist.
Im deutschen Fernsehen sind die Außmaße am Gendern
unerträglich.

A.

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 7:31:02 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 13:18 schrieb wolfgang sch:
> Detlef Meiÿner <unge...@mailinator.com>
> wrote in news:j79g36...@mid.individual.net:
>
>> Ja, die Erfinder!
>> Aber schau mal ins Netz. Dort siehst du, wie sich dieser Begriff
>> etabliert hat. Offensichtlich wird er nicht ironisch verwendet.
>>
>> "Über Jahrhunderte erzählten und deuteten Männer Geschichte, schrieben
>> HISTORY, waren Maß und Norm für Wissenschaft, Rechtsprechung und
>> Ingenieurskunst.
>
> Ich finde das lässt sich daraus nicht herleiten.
>
> Die Erfinder von "herstory" wollten aussagen "Die bisherige
> Geschichtsschreibung ist männlich" (strittige These, aber anderes
> Thema), und das wollten sie durch ein Wortspiel untersteichen. Diese
> Damen (und Herren) waren aber sicherlich soweit gebildet, dass ihnen
> die tatsächlich Etymologie von "history" bekannt war. Genau darauf
> basiert ja das Wortspiel.
>
> Deinem Zitat ist nicht zu entnehmen, dass dessen Autoren das nicht
> verstanden hätten.
>
Richtig. Die Frage, die sich stellt und der man weiter nachgehen könnte,
wie wird das Wortspiel verstanden und an anderen Stellen verwendet (von
denen, die es vermutlich nicht verstanden haben)?

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 7:43:02 AM2/18/22
to
Gendern generell halte ich für wichtig, da die Berücksichtigung der Frau
oftmals zu kurz gekommen ist (z.B. Gender-Medizin).

Allerdings behaupten ja andere Strömungen/Ideologien, Männer und Frauen
seien grundsätzlich gleich. Dann passt das natürlich nicht zusammen.

> Als Frau fühle ich mich keineswegs diskriminiert,
> wenn von Patienten, Kunden, Radfahrern, Autofahrern,
> Teilnehmern, Bürgern, Ministerpräsidenten, Wählern,
> Spießbürgern, Klienten, Zuschauern, Gynäkologen
> Ärzten, Juristen, Reitern, Pastoren usw...
> die Rede ist.
> Im deutschen Fernsehen sind die Außmaße am Gendern
> unerträglich.

Och, das ist ja erst der Anfang. ;-)
Aber man kann ja abschalten - noch!

Detlef

Bärbel Nolden

unread,
Feb 18, 2022, 7:48:15 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 13:18 schrieb wolfgang sch:

> Die Erfinder von "herstory" wollten aussagen "Die bisherige
> Geschichtsschreibung ist männlich" (strittige These, aber anderes
> Thema), und das wollten sie durch ein Wortspiel untersteichen. Diese
> Damen (und Herren) waren aber sicherlich soweit gebildet, dass ihnen
> die tatsächlich Etymologie von "history" bekannt war. Genau darauf
> basiert ja das Wortspiel.

Und was machen wir mit dem überzähligen "s"?

Im übrigen plädiere ich dafür, den Egoismus, der sich im "ich" des Worts
Geschichte manifestiert, durch Zusammengehörigkeit, das Wort "wir" etwa,
zu ersetzen: Geschwirte.

Bärbel

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 18, 2022, 7:52:33 AM2/18/22
to

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 7:54:00 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 13:48 schrieb Bärbel Nolden:
> Am 18.02.2022 um 13:18 schrieb wolfgang sch:
>
>> Die Erfinder von "herstory" wollten aussagen "Die bisherige
>> Geschichtsschreibung ist männlich" (strittige These, aber anderes
>> Thema), und das wollten sie durch ein Wortspiel untersteichen. Diese
>> Damen (und Herren) waren aber sicherlich soweit gebildet, dass ihnen
>> die tatsächlich Etymologie von "history" bekannt war. Genau darauf
>> basiert ja das Wortspiel.
>
> Und was machen wir mit dem überzähligen "s"?

So genau wollen wir doch gar nicht sein. ;-)

> Im übrigen plädiere ich dafür, den Egoismus, der sich im "ich" des Worts
> Geschichte manifestiert, durch Zusammengehörigkeit, das Wort "wir" etwa,
> zu ersetzen: Geschwirte.
>
Stöhn. Noch ein Add-On!
Erst "er" durch "sie" ersetzen, jetzt auch noch "ich" durch "wir".

Da fällt mir auf: Wir können/dürfen wieder "Negsie" und Zigeunsie"
verwenden. ;-)

Detlef

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 18, 2022, 7:58:16 AM2/18/22
to
Es soll Fälle geben, da wird ein Kind von zwei Männern oder von zwei Frauen
großgezogen. Das wird durch "Elterteile" problemlos abgedeckt, durch
"Vater"/"Mutter" eher nicht.

Und es ist kürzer: "Das Kind ist auf dem Sommerfest von einem Elternteil zu
begleiten" ist kürzer als "von seiner Mutter oder seinem Vater".

Wobei ich im Zusammenhang mit Schule auch oft von "Erziehungsberechtigen"
gelesen habe, aber das klingt etwas sehr juristisch.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 18, 2022, 8:00:48 AM2/18/22
to
Am Fri, 18 Feb 2022 13:30:44 +0100 schrieb Antonia H.:

> Im deutschen Fernsehen sind die Außmaße am Gendern
> unerträglich.

Im Radio kommt es auf den einzelnen Sprecher an, manche gendern, andere
nicht. Bei manchen klingt es fast schon nach Sprachfehler, wenn sie
"Bürger- innen" so extrem überbetonen.

Grüße,

Frank

Helmut Richter

unread,
Feb 18, 2022, 8:12:47 AM2/18/22
to
On Fri, 18 Feb 2022, wolfgang sch wrote:

> Detlef Meiÿner <unge...@mailinator.com>
> wrote in news:j79g36...@mid.individual.net:
>
> > Ja, die Erfinder!
> > Aber schau mal ins Netz. Dort siehst du, wie sich dieser Begriff
> > etabliert hat. Offensichtlich wird er nicht ironisch verwendet.
> >
> > "Über Jahrhunderte erzählten und deuteten Männer Geschichte, schrieben
> > HISTORY, waren Maß und Norm für Wissenschaft, Rechtsprechung und
> > Ingenieurskunst.
>
> Ich finde das lässt sich daraus nicht herleiten.

So ist es. Denselben Einwand wollte ich auch gerade erheben.

> Die Erfinder von "herstory" wollten aussagen "Die bisherige
> Geschichtsschreibung ist männlich" (strittige These, aber anderes
> Thema), und das wollten sie durch ein Wortspiel untersteichen.

Möglicherweise wollten sie zusätzlich die Bedeutung von „history“
einengend verändern, dass sie durch Schaffung eines neuen Wortes
demonstrieren, dass das Wort „history“ die Geschichte von Frauen nicht mit
abdeckt – sonst hätte es ja des neues Wortes nicht bedurft.

Nicht im Sinne einer Neudefinition von „history“, sondern einfach durch
das ansonsten überflüssige Wort, ganz analog zu „Lehrer*in“.

--
Helmut Richter

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 8:47:46 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 13:58 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Fri, 18 Feb 2022 12:41:13 +0100 schrieb Detlef Meißner:
>> Am 18.02.2022 um 12:06 schrieb Antonia H.:

>>> Jetzt muss ich mal mein "verkindern" verteidigen..:-)
>>> Wenn schon in verschiedenen schulischen Kreisen diskutiert wird,
>>> nicht mehr "Vater" oder "Mutter" zu sagen oder zu schreiben,
>>> sondern sie nur als *Elternteile* zu bezeichnen, ist es
>>> doch naheliegend "Söhne" und "Töchter" nur als *Kinder* zu benennen, oder?
>>
>> Ja, wenn ... dann.
>>
>> BTW: Sind die Väter und Mütter eigentlich gefragt worden, wie sie
>> bezeichnet werden wollen?
>
> Es soll Fälle geben, da wird ein Kind von zwei Männern oder von zwei Frauen
> großgezogen. Das wird durch "Elterteile" problemlos abgedeckt, durch
> "Vater"/"Mutter" eher nicht.

Klar.

> Und es ist kürzer: "Das Kind ist auf dem Sommerfest von einem Elternteil zu
> begleiten" ist kürzer als "von seiner Mutter oder seinem Vater".
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
So etwas wird auch niemand schreiben und hat es in der Vergangenheit
auch nie getan.

Es geht wohl eher darum, dass in Unterlagen/Karteikarten die
Formulierungen "Vater" und "Mutter" verschwinden sollen.

Da steht dann nur noch "1. Elternteil", "2. Elternteil".
Aber wer wird zuerst genannt?

> Wobei ich im Zusammenhang mit Schule auch oft von "Erziehungsberechtigen"
> gelesen habe, aber das klingt etwas sehr juristisch.

Unter dem Zeugnis oder unter Schreiben steht die Zeile "Unterschrift
eines/r Erziehungsberechtigten". Früher "Unterschrift des
Erziehungsberechtigten". Manchmal auch "Erziehungsberechtigte". Da
mussten/sollten dann beide unterschreiben. Mal stand da auch
"Unterschrift eines Elternteils".
Ganz früher: "Unterschrift des Vaters oder seines Stellvertreters".

Aber wer sich damit zufrieden gibt, nur ein Teil zu sein...

Und wenn das eine Teil fehlt, ist man dann ganz?

Detlwef

Quinn C

unread,
Feb 18, 2022, 9:12:35 AM2/18/22
to
* Johannes Leckebusch:

> Am 18.02.2022 um 12:37 schrieb Detlef Meißner:
>> Am 18.02.2022 um 12:17 schrieb wolfgang sch:
>>> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:sunrh6$9ks9$1...@solani.org:
>>>
>>>> Zum einen ist dieses Ideologie-Gerede Quatsch.
>>>
>>> Also dass die Gendersprache eine Erfindung des Feminismus ist, ist kein
>>> Quatsch sondern Fakt. Dass nicht jeder einzelne der da mitmacht ein
>>> Erzfeminist sein muss wissen wir, aber das spielt doch gar keine Rolle.
>>>
>>>> Zum anderen kann ich Dir versichern, dass ich beim ersten Mal, als mir
>>>> nämlich dieses "vertöchtern" von einer frauenbewegten Dame präsentiert
>>>> wurde, noch erheblich gereizter reagiert habe.
>>>
>>> Ich höre dieses konkrete Beispiel zum ersten Mal. Aber da du bestätigst
>>> es unironisch gehört zu haben, sind Witze darüber doch auf den Punkt.
>>> Sie karikieren etwas das es wirklich gibt.
>>
>> Eine Suche im Netz nach "vertöchtern" führt zum Erfolg.
>
> Aua, ja.
>
> <Pflästerin hol>

Es hat aber schon lange genug existiert, daß wir beruhigt davon ausgehen
können, daß es sich nicht durchgesetzt hat und das auch in Zukunft nicht
passieren wird.

Die erwähnte "herstory", durchaus ernstgemeint und gepusht, überlebt
zwar, aber hat auch nie wirklich Fahrt aufgenommen. "Frauengeschichte"
oder "Geschichte aus Frauenperspektive" reicht weiterhin den meisten,
und die vollständige Ersetzung der "alten" "history" wollen nur wenige.

--
*Klicken Sie auf "Antwort" Fill the Grid Informationen.
Klicken Sie dann auf "Senden" One After-Füllung. *
-- SPAMPOESIE

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 9:20:15 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 15:12 schrieb Quinn C:
> * Johannes Leckebusch:
>> Am 18.02.2022 um 12:37 schrieb Detlef Meißner:

>>> Eine Suche im Netz nach "vertöchtern" führt zum Erfolg.
>>
>> Aua, ja.
>>
>> <Pflästerin hol>
>
> Es hat aber schon lange genug existiert, daß wir beruhigt davon ausgehen
> können, daß es sich nicht durchgesetzt hat und das auch in Zukunft nicht
> passieren wird.

Man ist auch davon ausgegangen, dass die Deeutschen aus der
Vergangenheit gelernt haben und es nie wieder rechtsextreme Tendenzen
geben wird.

Und auf die Idee, dass die Ablehnung des Darwinismus durch religiöse
Eiferer so große Zuspruch erhält, wäre auch niemand gekommen.

Man sollte also nichts ausschließen, sondern stets auf das "Unmögliche"
gefasst sein.

Detlef

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 10:17:16 AM2/18/22
to
Welchen Hinweis liefert denn der Liedtext zur Etymologie von "versöhnen"?

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 10:23:49 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 10:48 schrieb Christina Kunze:
> Am 18.02.2022 um 10:36 schrieb Henning Sponbiel:
>> On Fri, 18 Feb 2022 04:00:02 -0000 (UTC), wolfgang sch wrote:
>>
>>> Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
>>> leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
>>> verarscht, muss sein.
>>
>> +1
>
> Ob nun aber reines Wiederkäuen der Thesen dieser Ideologie mit
> ironischem Tonfall da besonders geistreich ist, darf bezweifelt werden.

Wer schon zugibt, dass das Veralbern bei ihm eine Zwangsstörung ist, bei
dem darf man nun wirklich nichts Geistreiches erwarten.

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 10:26:04 AM2/18/22
to
Weihnachten ist ja auch schon lange vorbei.

Detlef

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 10:30:41 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 11:10 schrieb Detlef Meißner:
> Am 18.02.2022 um 10:58 schrieb Diedrich Ehlerding:
>> Christina Kunze meinte:
>>
>>>>> Wenn du meinst, Gendersprache sollte nicht verarscht werden: Tut mir
>>>>> leid, is nich im Angebot. Jede Ideologie wird nach Strich und Faden
>>>>> verarscht, muss sein.
>>>>
>>>> +1
>>>
>>> Ob nun aber reines Wiederkäuen der Thesen dieser Ideologie mit
>>> ironischem Tonfall da besonders geistreich ist, darf bezweifelt
>>> werden.
>>>
>>
>> Immerhin reagieren die anhänger der hier diskutierten Ideologie genervt
>> - es ist also wirksam.
>>
> Die Frage ist nur, in welcher Hinsicht.
>
> Lassen sie von ihrer Ideologie ab oder steigern sie sich noch
> verbissener hinein?

Nein, in völlig anderer Hinsicht.

Effektiver kann man sich als Diskussionsteilnehmer nicht disqualifizieren.

Ulf Kutzner

unread,
Feb 18, 2022, 10:31:24 AM2/18/22
to
Stefan Schmitz schrieb am Freitag, 18. Februar 2022 um 16:17:16 UTC+1:
> Am 18.02.2022 um 12:53 schrieb Ulf Kutzner:
> > Matthias Opatz schrieb am Freitag, 18. Februar 2022 um 12:17:56 UTC+1:
> >> Dies schrieb wolfgang sch:

> >>> Wirklich ganz ernst? Da "versöhnen" nicht mit "Sohn" kognat ist, ist
> >>> das eigentlich nur als ironisches Wortspiel denkbar.

> >> Das wissen aber nur Linguisten ... oder Leute, die nachgesehen haben.
> >
> > Oder Leute, die zu Weihnachten dem Kirchengesangbuch
> > einen Liedtext zwecks Mitsingen entnehmen können und
> > sich dann auch noch etwas Gedanken machen.

> Welchen Hinweis liefert denn der Liedtext zur Etymologie von "versöhnen"?

Denen, die mit dem Liedtext nicht vertraut sind: überhaupt keinen.

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 10:37:22 AM2/18/22
to
Das war jetzt geistreich!

Detlef

Christina Kunze

unread,
Feb 18, 2022, 10:45:33 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 12:48 schrieb wolfgang sch:
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:sunv8h$9nnf$1...@solani.org:
>
>> Ich nehme an, die Verwenderin hat nicht bis zu etymologischen Fragen
>> gedacht, sie hat "Sohn" gehört, und auf die Frage der Wortherkunft ist
>> sie nicht gekommen.
>
> Das wäre deprimierend.

In der Tat.

> Es gibt da das andere Beispiel "herstory", das
> nach allem was man weiß ironisch gebildet ist, da die Erfinder
> vermutlich wussten dass "history" nicht aus "his" + "story" gebildet
> ist.

Und als Slogan für "Guck mal, Geschichte ist nicht nur von Männern für
Männer gemacht" taugt es doch bestens. Wie die Fragen eines lesenden
Arbeiters, nur auf Geschlechterdifferenzen bezogen.

chr

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 10:45:51 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 13:30 schrieb Antonia H.:

> Ich sehe mich als eine Genderablehnerin.
> Als Frau fühle ich mich keineswegs diskriminiert,
> wenn von Patienten, Kunden, Radfahrern, Autofahrern,
> Teilnehmern, Bürgern, Ministerpräsidenten, Wählern,
> Spießbürgern, Klienten, Zuschauern, Gynäkologen
> Ärzten, Juristen, Reitern, Pastoren usw...
> die Rede ist.

Es geht ja nicht darum, ob Frauen sich dadurch diskriminiert fühlen,
sondern ob man meint, es gehe nur um männliche Patienten, Kunden,...

> Im deutschen Fernsehen sind die Außmaße am Gendern
> unerträglich.

Unerträglich finde ich es, wenn in einem Beitrag über steigende
Mietpreise immer von "Mieterinnen und Mietern" die Rede ist. Als wenn
weibliche Mieter nicht in gleicher Weise wie männliche betroffen wären.

Dagegen finde ich "Mieter*innen" geradezu erholsam für mein Sprachzentrum.

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 10:57:16 AM2/18/22
to
Ach, eben reichte es noch, ihn lesen zu können.
Welchen meinst du denn überhaupt?

Ulf Kutzner

unread,
Feb 18, 2022, 11:10:58 AM2/18/22
to
Damit man ihn findet, wird die Liednummer an der Innenwand der
Kirche angeschlagen oder eingeblendet. Wer den Text auswendig kennt,
die Melodie noch dazu, der lasse sich vom Orgelanspiel inspirieren.

> Welchen meinst du denn überhaupt?

Meiner Meinung nach bist Du mit dem Text eher nicht vertraut.

Stefan Schmitz

unread,
Feb 18, 2022, 11:21:59 AM2/18/22
to
Du hast keine Nummer genannt.

>> Welchen meinst du denn überhaupt?
>
> Meiner Meinung nach bist Du mit dem Text eher nicht vertraut.

Mit dem Text sämlicher Kirchenlieder gewiss nicht. Warum verheimlichst
du, welches du meinst?

Christina Kunze

unread,
Feb 18, 2022, 11:25:15 AM2/18/22
to
Mensch: Weihnachten, versöhnen, und es geht die Etymologie daraus hervor.
Da kommt ja nicht so viel in Frage.

chr

Matthias Opatz

unread,
Feb 18, 2022, 11:33:43 AM2/18/22
to
Dies schrieb Christina Kunze:

> Mensch: Weihnachten, versöhnen, und es geht die Etymologie daraus hervor.
> Da kommt ja nicht so viel in Frage.

Das lahmarschigste Weihnachtslied* wo gibt, aber auf keine Christvesper
und bei keinem Krippenspiel fehlen darf: Oh du fröhliche.

*) Manne Krug hat es einst wenigstesn ein bissel angejazzt gesungen

Matthias

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 11:47:33 AM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 16:45 schrieb Stefan Schmitz:
> Am 18.02.2022 um 13:30 schrieb Antonia H.:
>
>> Ich sehe mich als eine Genderablehnerin.
>> Als Frau fühle ich mich keineswegs diskriminiert,
>> wenn von Patienten, Kunden, Radfahrern, Autofahrern,
>> Teilnehmern, Bürgern, Ministerpräsidenten, Wählern,
>> Spießbürgern, Klienten, Zuschauern, Gynäkologen
>> Ärzten, Juristen, Reitern, Pastoren usw...
>> die Rede ist.
>
> Es geht ja nicht darum, ob Frauen sich dadurch diskriminiert fühlen,
> sondern ob man meint, es gehe nur um männliche Patienten, Kunden,...

Wer meint das?

Detlef

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 18, 2022, 11:56:53 AM2/18/22
to
Am Thu, 17 Feb 2022 21:39:44 +0100 schrieb Matthias Opatz:

> Dies schrieb Detlef Meißner:
>
>> Subject: versöhnen - wie richtig gendern?
>
> Das is metaphorisch.
>
> Die drei Geschwister (!) teilen nicht brüderlich (!).

"Drei Geschwister" ist im deutschen Polizeifunk der Code für "Junkie". Von
"BTM" (Betäubungsmittel) = "Drei Buchstaben" (wird auch manchmal verwendet)
zum neutraleren "drei Geschwister".

Da heißt es dann "Der Schmitz hat drei Geschwister". Das klingt für
Umstehende, die den Funk zufällig mithören, recht harmlos, die betreffenden
Beamten wissen dann aber, daß sie dem Herrn Schmitz nicht so einfach in die
Taschen greifen sollten, denn da könnte sich eine benützte Kanüle befinden.
"BTMK" als Code gibt es auch noch ("Betäubungsmittelkonsument").

Grüße,

Frank

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 12:13:03 PM2/18/22
to
Am 18.02.2022 um 17:21 schrieb Stefan Schmitz:
Warum gelingt es dir nicht, mittels Google das einmal selbst herauszufinden?
Tut auch gar nicht weh.

Detlef

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 18, 2022, 12:16:17 PM2/18/22
to
Nö ... nach allem Vorgerede hier nicht mehr.

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
https://www.katholisch.de/artikel/1976-liedtext-o-du-froehliche

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 12:18:34 PM2/18/22
to
Dumm nur, dass im Text "versühnen" steht.

Da hilft dann selbst Google nicht weiter, wenn man sonst keine Ahnung hat.

Detlef


Ulf Kutzner

unread,
Feb 18, 2022, 12:22:08 PM2/18/22
to
Mach mal halblang.

Johannes Leckebusch

unread,
Feb 18, 2022, 12:23:44 PM2/18/22
to
Traurigerweise gibt es seltene Fälle, in denen man Google mit eigener,
evtl. menschlicher Intelligenz und Leseumerfahrung koppeln muss. Also
Lesearbeiter sein ...

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 12:34:35 PM2/18/22
to
Du meinst, ich habe untertrieben?

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Feb 18, 2022, 12:37:46 PM2/18/22
to
Die Fälle, wo man das tun muss, sind leider sehr häufig.
Lass mal unerfahrene Menschen googlen. Du wirst dich wundern, was dabei
herauskommt.

Detlef

Quinn C

unread,
Feb 18, 2022, 1:32:02 PM2/18/22
to
* Matthias Opatz:

> Dies schrieb wolfgang sch:
>
>> Ist "entzweit" eigentlich synonym zu "vereint"?
>
> Meintest du antonym?
>
> Online-Duden führt übrigens auch ein "Antonym zu antonym" auf (synonym).

Und Synonym ist ein Synonym zu Synonynm?

--
1234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890
-- SPAMPOESIE

Aleks

unread,
Feb 18, 2022, 3:27:06 PM2/18/22
to
Am 17.02.2022 um 17:13 schrieb Johannes Leckebusch:
> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
>>
>> Betreff sagt schon alles.
>
> Du willst uns doch eh nur mal wieder verallkatzen.
>
TE sagt schon alles...

Lars Bräsicke

unread,
Feb 18, 2022, 5:39:50 PM2/18/22
to
Christina Kunze schrieb am Freitag, 18. Februar 2022 um 07:36:23 UTC+1:
> Am 18.02.2022 um 05:00 schrieb wolfgang sch:
> > Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in
> > news:sulp5d$1b4jf$1...@solani.org:
> >
> >> Am 17.02.2022 um 16:17 schrieb Antonia H.:
> >>> Am 17.02.2022 um 15:56 schrieb Detlef Meißner:
> >>>>
> >>>> Betreff sagt schon alles.
> >>>>
> >>>> Detlef
> >>>
> >>> verkindern
> >>
> >> Das ist so ungefähr so neu und so geistreich, wie jede
> >> Buchstabenkombination "er" durch "sie" zu ersetzen.
> >
> > Darauf haben die Misfits ihr gesamte Karriere aufgebaut.
> >
> >> Beim ersten Mal war
> >> es vielleicht witzig, aber die paar Hunderttausend nachäffenden
> >> Stammtischwitzler sind einfach nur noch lahm.
> >
> > Du bist eingeladen, neue Witze über Gendersprache zu erfinden. Aber
> > zumindest mir war "versöhnen" <-> "vertöchtern" neu und ich finde es
> > originell.
>
> Vielleicht fand ich es nicht lustig, weil es mir 2002 zum ersten Mal
> begegnet ist -- und zwar im Ernst.

Besser als im Detlef.

Manfred Hoß

unread,
Feb 19, 2022, 12:28:38 AM2/19/22
to
Am Fri, 18 Feb 2022 13:52:37 +0100 schrieb Johannes Leckebusch:

> Am 18.02.2022 um 12:37 schrieb Detlef Meißner:
>> Am 18.02.2022 um 12:17 schrieb wolfgang sch:
>>> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote in news:sunrh6$9ks9$1...@solani.org:
>>>
>>>> Zum einen ist dieses Ideologie-Gerede Quatsch.
>>>
>>> Also dass die Gendersprache eine Erfindung des Feminismus ist, ist kein
>>> Quatsch sondern Fakt. Dass nicht jeder einzelne der da mitmacht ein
>>> Erzfeminist sein muss wissen wir, aber das spielt doch gar keine Rolle.
>>>
>>>> Zum anderen kann ich Dir versichern, dass ich beim ersten Mal, als mir
>>>> nämlich dieses "vertöchtern" von einer frauenbewegten Dame präsentiert
>>>> wurde, noch erheblich gereizter reagiert habe.
>>>
>>> Ich höre dieses konkrete Beispiel zum ersten Mal. Aber da du bestätigst
>>> es unironisch gehört zu haben, sind Witze darüber doch auf den Punkt.
>>> Sie karikieren etwas das es wirklich gibt.
>>
>> Eine Suche im Netz nach "vertöchtern" führt zum Erfolg.
>
> Aua, ja.
>
> <Pflästerin hol>

So langsam hoffe ich, dass sich die Gendersprache durchsetzt, weil ihr dann
allesamt einen Herzkasper bekommt.

SCNR
Manfred.

Detlef Meißner

unread,
Feb 19, 2022, 4:13:45 AM2/19/22
to
Am 19.02.2022 um 06:28 schrieb Manfred Hoß:

> So langsam hoffe ich, dass sich die Gendersprache durchsetzt, weil ihr dann
> allesamt einen Herzkasper bekommt.
^^^^^^^^^^
Bitte gendern!

Detlef

Uwe Schickedanz

unread,
Feb 19, 2022, 5:16:32 AM2/19/22
to
On Fri, 18 Feb 2022 14:00:49 +0100, Frank Hucklenbroich
<huckle...@gmx.net> wrote:

>Am Fri, 18 Feb 2022 13:30:44 +0100 schrieb Antonia H.:
>
>> Im deutschen Fernsehen sind die Außmaße am Gendern
>> unerträglich.
>
>Im Radio kommt es auf den einzelnen Sprecher an, manche gendern, andere
>nicht. Bei manchen klingt es fast schon nach Sprachfehler, wenn sie
>"Bürger- innen" so extrem überbetonen.

Das ist aber kein Sprach- sondern ein Hirnfehler.


Gruß Uwe

--
Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Detlef Meißner

unread,
Feb 19, 2022, 5:27:18 AM2/19/22
to
Am 18.02.2022 um 14:00 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Fri, 18 Feb 2022 13:30:44 +0100 schrieb Antonia H.:
>
>> Im deutschen Fernsehen sind die Außmaße am Gendern
>> unerträglich.
>
> Im Radio kommt es auf den einzelnen Sprecher an, manche gendern, andere
> nicht. Bei manchen klingt es fast schon nach Sprachfehler, wenn sie
> "Bürger- innen" so extrem überbetonen.
>
Aber sie meinen es doch nur gut!

Detlef

Bärbel Nolden

unread,
Feb 19, 2022, 8:16:23 AM2/19/22
to
Am 18.02.2022 um 18:18 schrieb Detlef Meißner:
Damit wird der Reim aber auch nicht orntlich bedient.

Bärbel

Detlef Meißner

unread,
Feb 19, 2022, 8:36:43 AM2/19/22
to
Es geht ums Suchen im Netz. Wenn ich nach "versöhnen" suche, wird's
nicht (so leicht) gefunden.

Detlef


Quinn C

unread,
Feb 19, 2022, 12:08:00 PM2/19/22
to
* Manfred Hoß:
Das erinnert mich jetzt an die Transperson, die auf die Frage, welche
Pronomen man benutzen solle, antwortete: "whichever makes you feel most
uncomfortable", wie übersetzt man das, "das, das Dir das meiste
Unbehagen bereitet."

--
Aufgrundder Überlastung aller Yahoo-Nutzer und die Entfernung
aller unbenutzten YahooAccounts, würde Yahoo haben, um Ihr Konto
zu schließen [...]
-- SPAMPOESIE

Quinn C

unread,
Feb 19, 2022, 7:46:44 PM2/19/22
to
* Martin Gerdes:

> Quinn C <lispa...@crommatograph.info> schrieb:
>
>>> So langsam hoffe ich, dass sich die Gendersprache durchsetzt, weil ihr dann
>>> allesamt einen Herzkasper bekommt.
>
>> Das erinnert mich jetzt an die Transperson, die auf die Frage, welche
>> Pronomen man benutzen solle, antwortete: "whichever makes you feel most
>> uncomfortable", wie übersetzt man das, "das, das Dir das meiste
>> Unbehagen bereitet."
>
> Entlarvende Antwort.

Die Antwort ist für Leute gedacht, die schon bei dem Gedanken daran,
"Pronomen benutzen zu sollen" Unbehagen zeigen.

--
Good day.
Did You Get The Last Email We Sent You?
(das ist der ganze Inhalt)
-- SPAMPOESIE

Manfred Hoß

unread,
Feb 20, 2022, 1:01:55 AM2/20/22
to
Ich gendere nicht. Und selbst Gender-Befürworter würden bei der
Beschreibung des folgenden Fotos nicht versucht sein, zu gendern:

https://image.stern.de/31641764/t/_-/v3/w960/r1.7778/-/tisch-voller-maenner.jpg

Gruß
Manfred.

Detlef Meißner

unread,
Feb 20, 2022, 3:53:54 AM2/20/22
to
Ob da nicht ein paar Diverse zwischen sind
Detlef


Peter Veith

unread,
Feb 20, 2022, 4:04:23 AM2/20/22
to
Würde "Herzclown" reichen?

Veith
--
Schafe tun alles, was sie können, um die Wahrheit nicht zu sehen.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

Stefan Schmitz

unread,
Feb 20, 2022, 5:48:00 AM2/20/22
to
Am 19.02.2022 um 06:28 schrieb Manfred Hoß:
Ob ihre Erregung wirklich dadurch noch gesteigert werden kann, wenn mehr
Leute gendern? Ich glaube nicht daran.

Erste Erregungsstufe war, als einzelne Vorreiter mit der Genderei
anfingen. Über diese Deppen konnte man sich noch lustig machen.
Zweite Stufe war das systematische Gendern in behördlichen und
Rechtstexten. Das war schon ärgerlich, aber im Alltag hatte man nichts
damit zu tun.
Dass jetzt auch Journalisten gendern, kommt als brutaler Einbruch in die
eigene Sprachwelt daher. Nun kann man der Seuche nur noch entrinnen,
wenn man auf seriösen Journalismus verzichtet, Wenn jetzt auch noch der
Bäcker oder der Nachbar so spräche, wäre das kein gravierender
Unterschied mehr.
Ich glaube, noch mehr Wut kann nur noch erzeugt werden, wenn man
öffentlich dafür kritisiert wird, nicht zu gendern. (Oder meintest du
das mit "durchsetzen"? Die Vermeidung des N-Worts hat sich in dem Sinne
durchgesetzt, nicht nur im Sinne allgemeiner Praxis.)

Stefan Schmitz

unread,
Feb 20, 2022, 5:50:00 AM2/20/22
to
Am 20.02.2022 um 01:46 schrieb Quinn C:
> * Martin Gerdes:
>
>> Quinn C <lispa...@crommatograph.info> schrieb:
>>
>>>> So langsam hoffe ich, dass sich die Gendersprache durchsetzt, weil ihr dann
>>>> allesamt einen Herzkasper bekommt.
>>
>>> Das erinnert mich jetzt an die Transperson, die auf die Frage, welche
>>> Pronomen man benutzen solle, antwortete: "whichever makes you feel most
>>> uncomfortable", wie übersetzt man das, "das, das Dir das meiste
>>> Unbehagen bereitet."
>>
>> Entlarvende Antwort.
>
> Die Antwort ist für Leute gedacht, die schon bei dem Gedanken daran,
> "Pronomen benutzen zu sollen" Unbehagen zeigen.

Würden die denn überhaupt so eine Frage stellen?

wolfgang sch

unread,
Feb 20, 2022, 5:56:25 AM2/20/22
to
Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> Schrieb in der Nachricht:

> Nun kann man der Seuche nur noch entrinnen,
> wenn man auf seriösen Journalismus verzichtet,

Meinten Sie "auf UNseriösen Journalismus verzichtet"?

Surely ist Gendersprache ein Indiz dafür dass der Autor ein Depp ist. Ich begrüße es deshalb dass die Deppen sich so offen zu erkennen geben, man weiß dann genau welchen Text zu lesen die Mühe nicht lohnt. Deshalb verwende ich auch nicht "Binnen-I-Be-Gone". Also nicht Ärger sondern Segen.

Ärgerlich ist nur, dass ich die Deppen unfreiwillig bezahle. Das Problem wird aber die Zeit lösen.


--
usenet_...@wschwanke.de

Detlef Meißner

unread,
Feb 20, 2022, 6:19:40 AM2/20/22
to
Am 20.02.2022 um 11:47 schrieb Stefan Schmitz:
tun.
> Dass jetzt auch Journalisten gendern, kommt als brutaler Einbruch in die
> eigene Sprachwelt daher. Nun kann man der Seuche nur noch entrinnen,
> wenn man auf seriösen Journalismus verzichtet.

Seriöser Journalismus zeichnet sich durch Gendern aus?

Na dann ...

Stefan Schmitz

unread,
Feb 20, 2022, 9:32:59 AM2/20/22
to
Ist denn nicht dein Problem, dass dort inzwischen überall gegendert wird?

Detlef Meißner

unread,
Feb 20, 2022, 9:41:29 AM2/20/22
to
Ich versteh deine Frage nicht.

Detlef
It is loading more messages.
0 new messages