wie spricht man einen Oberstudiendirektor an?
a) beim Schriftwechsel
b) im persönlichen Gespräch
Im konkreten Fall geht es um eine Bewerbung bzw. Vorstellungsgespräch.
Gruß
Uwe
>Peter Bruells meinte:
>
>> "Sehr geehrter Herr"
>
>Evtl. Dr.
[...]
Nur wenn er tatsächlich die Doktorwürde hat.
Hier geht es mir nur um den Beamtenrang Direktor.
Gruß
Uwe
> wie spricht man einen Oberstudiendirektor an?
>
> a) beim Schriftwechsel
Wahlweise mit Titel+Name oder nur mit Namen. Im Zweifelsfall würde ich
zumindest in der Briefanrede den Titel dazusetzen und im Text darauf
verzichten.
> b) im persönlichen Gespräch
Nur mit Namen.
Ich habe mir zwar auch angewöhnt, zumindest in akademischen Kontexten
einen mir noch unbekannten Professor korrekt mit "Herr Professor
Dingenskirchen" (ohne Dr., obwohl es sich meist um einen Prof.Dr.
handelt) anzureden, aber meiner Erfahrung nach empfinden die meisten
Profs das als affektiert und bitten ihr Gegenüber, auf die Titel zu
verzichten.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Der Kreis in ein Grad Entfernung vom Pol hat naeherungsweise 6 Grad Umfang,
nicht 360 Grad." (Matthias Busch in de.sci.astronomie)
Anrede als Herr Dr. Soundso
>> Davon ist abzuraten, wenn nicht
>> positiv bekannt ist, dass die Person einen Doktor hat.
MR> Oh ja. Unbedingt.
Es sei denn, daß es sich um Frau Doktor handelt.
mfG,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --
"Ohne Pressefreiheit, Vereins- und Versammlungsrecht ist keine
Arbeiterbewegung möglich" - Friedrich Engels (Februar 1865)
Ohne "Oberstudiendirektor". (Den einzigen Oberstudiendirektor, den ich
kenne, spreche ich mit "Pater J." an.)
-fn-
On Mon, 19 Apr 2004 18:26:51 +0200, "Kai Doerner" <kai_d...@t-online.de> wrote:
> "Uwe Schwöbel" <1mal...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:c6025v$6gb5i$1...@ID-115380.news.uni-berlin.de...
>
> > wie spricht man einen Oberstudiendirektor an?
> >
> > a) beim Schriftwechsel
>
> Sehr geehrter Herr ...
Ja.
> Allerdings würde ich die Anschrift in etwa so formulieren:
> ..
Meiner Meinung nach:
Lessing-Gymnasium
Herrn Oberstudiendirektor Dingsbums
Schulschwänzerstraße 1a
99999 Hintertupfingen
> > b) im persönlichen Gespräch
>
> Guten Tag Herr ...
Auf jeden Fall!
Viel Erfolg
Thiemo
Die hat ja auch einen Doktor.
hp
--
_ | Peter J. Holzer | I think we need two definitions:
|_|_) | Sysadmin WSR | 1) The problem the *users* want us to solve
| | | h...@hjp.at | 2) The problem our solution addresses.
__/ | http://www.hjp.at/ | -- Phillip Hallam-Baker on spam
> Meiner Meinung nach:
>
> Lessing-Gymnasium
> Herrn Oberstudiendirektor Dingsbums
> Schulschwänzerstraße 1a
>
> 99999 Hintertupfingen
Würde ich auch sagen, aber zwischen Straße und Ort würde ich keine
Leerzeile setzen.
>>> b) im persönlichen Gespräch
>>
>> Guten Tag Herr ...
>
> Auf jeden Fall!
Ohne Komma?
Florian
Dazu bringt er mit seinem Nachnamen gute Voraussetzungen mit: Zu meiner
Schulzeit gab es bei der Schulbehörde auch einen Herrn Schwöbel,
immerhin nach A15 bezahlt - das ist doch eine Aussicht, oder? :-)
Gruß,
Michael
Nun ja, zum OStD wird es wohl nicht reichen, da müsste ich doch wohl
Beamter werden (ob ich das will?) und dann noch den Aufstieg in die
höhere Laufbahn absolvieren.
Gruß
Uwe
>Uwe Schwöbel wrote:
>
>> wie spricht man einen Oberstudiendirektor an?
>>
>> a) beim Schriftwechsel
>
>Wahlweise mit Titel+Name oder nur mit Namen. Im Zweifelsfall würde ich
>zumindest in der Briefanrede den Titel dazusetzen und im Text darauf
>verzichten.
>
>> b) im persönlichen Gespräch
>
>Nur mit Namen.
>
>Ich habe mir zwar auch angewöhnt, zumindest in akademischen Kontexten
>einen mir noch unbekannten Professor korrekt mit "Herr Professor
>Dingenskirchen" (ohne Dr., obwohl es sich meist um einen Prof.Dr.
>handelt) anzureden, aber meiner Erfahrung nach empfinden die meisten
>Profs das als affektiert und bitten ihr Gegenüber, auf die Titel zu
>verzichten.
Genau so hielt ich es bisher auch.
Nur will ich in diesem speziellen Fall keinen formellen Fehler machen.
Ich kenne den Herrn noch nicht persönlich und weiss noch nicht _wie er
es gerne hat_.
Gruß
Uwe
Du würdest also freiwillig und gerne bei/mit/unter jemanden arbeiten, der
sich beständig mit "Oberstudiendirektor" anreden lassen will?
Lars
Warum, damit geht doch der Arbeitstag schnell rum ...
Gruß,
Michael
Warum nicht - damit geht doch der Arbeitstag schnell rum ...
Gruß,
Michael
Was genau sind eigentlich "Oberstudien" und weshalb unterstehen die denn
einem Direktor?
;-)
--
Yvonne Steiner
Eigentlich nicht, aber wenn es vorerst zum Erlangen des angestrebten
Jobs hilft ...
Uwe
Das ist wohl eine Kellner-(sprich 'Ober')-Akademie. Und natürlich
gibt es auch für das Oberstudium einen Direktor ...
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Ich schick dir dann ein Engobe!"
| | | |_| | "Was soll denn das sein?"
| | | _ | "Naja, ich wollte Email nur fachlich ausdrücken!"
|_|a |_| |_|a (Dialog in einer Newsgroup)
Ja, lästere Du nur mal über unsere Beamteten. Welche klangvollen Titel
haben Lehrer denn so auf Eidgenössisch?
Gruß,
Michael
> Yvonne Steiner wrote:
[Oberstudiendirektor]
> > Was genau sind eigentlich "Oberstudien" und weshalb unterstehen die denn
> > einem Direktor?
>
> Ja, lästere Du nur mal über unsere Beamteten.
> Welche klangvollen Titel haben Lehrer denn so auf Eidgenössisch?
Ob unsere Direktoren hierzulande Volksschulen, Gymnasien, Mittelschulen,
Fach(hoch)schulen, Hochschul-Institute, Hotels, Theater, Museen, Banken,
Spitäler o. dgl. m. leiten, angesprochen werden alle einfach nur mit:
Herr bzw. Frau Direktor.
--
Yvonne Steiner
> > > Was genau sind eigentlich "Oberstudien" und weshalb unterstehen die denn
> > > einem Direktor?
> >
> > Ja, lästere Du nur mal über unsere Beamteten.
> > Welche klangvollen Titel haben Lehrer denn so auf Eidgenössisch?
>
> Ob unsere Direktoren hierzulande Volksschulen, Gymnasien, Mittelschulen,
> Fach(hoch)schulen, Hochschul-Institute, Hotels, Theater, Museen, Banken,
> Spitäler o. dgl. m. leiten, angesprochen werden alle einfach nur mit:
> Herr bzw. Frau Direktor.
Weshalb so servil? Wir sind doch nicht in der EU! "Herr Müller" reicht
als *Anrede* vollkommen. Und bei uns im Institut ist die einschleimende
Frage "Härr Profässer, e Kchäfeli?" bereits geflügelt.
Christian
--
Posted via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG
> "Yvonne Steiner" <yste...@swissonline.ch> wrote in message
>
>> > > Was genau sind eigentlich "Oberstudien" und weshalb unterstehen die denn
>> > > einem Direktor?
>> >
>> > Ja, lästere Du nur mal über unsere Beamteten.
>> > Welche klangvollen Titel haben Lehrer denn so auf Eidgenössisch?
>>
>> Ob unsere Direktoren hierzulande Volksschulen, Gymnasien, Mittelschulen,
>> Fach(hoch)schulen, Hochschul-Institute, Hotels, Theater, Museen, Banken,
>> Spitäler o. dgl. m. leiten, angesprochen werden alle einfach nur mit:
>> Herr bzw. Frau Direktor.
>
> Weshalb so servil? Wir sind doch nicht in der EU! "Herr Müller" reicht
> als *Anrede* vollkommen.
Nein, diese Schweizer nun wieder, Anarchie und Lotterleben.
Auf der Alm gibt's kein Gesetz. Aber dann sich wundern, wenn
der BGS endlich mal durchgreift, das haben wir gern.
Allerdings hat das mit der Frage nichts zu tun. Schweizer
Lehrer haben vermutlich gar keine klangvollen Titel, weil
sie ja nicht mal Beamte sind.
- Sebastian
-- Corporations aren't people; with wisdom and courage, and
yes the luck to find the right people at the right time,
immortality can be theirs.
(John Walker, Mitgründer von Autodesk)
Im Gegenteil! Denn das wäre ja nicht sauber.
> Auf der Alm
Die Alm ist in Bayern und Österreich. Hier sagt man: Alp.
> gibt's kein Gesetz. Aber dann sich wundern, wenn
> der BGS endlich mal durchgreift, das haben wir gern.
>
> Allerdings hat das mit der Frage nichts zu tun. Schweizer
> Lehrer haben vermutlich gar keine klangvollen Titel,
Doch, am Gymnasium gab es sogar den höchst klangvollen Titel
"Professor an der Kantonsschule". Den kriegten mit Ausnahme der
Sportlehrer alle "gewählten" (= verbeamteten) Lehrer nach einer
gewissen Zeit. Für unseren Chemielehrer ging ein Lebenstraum
in Erfüllung, als er seine kopierten Unterrichtsmaterialien mit
"Prof. Dr. D." (oben rechts) signieren durfte.
> weil
> sie ja nicht mal Beamte sind.
Doch, Beamte gib/gab es je nach Kanton schon. Die mussten einfach alle
sechs Jahre wiedergewählt werden, was man allerdings fast automatisch
getan hat - es sei denn, es handelte sich um Deutsche. Da war/ist man
froh um diese Regelung, wie jüngst an der ETH Lausanne geschehen.
Auf der Alm, da läßt sich lieben,
Denn im Herbst wird abgetrieben - FR
> "Sebastian Koppehel" <ba...@bastisoft.de> wrote in message
> news:5btol1...@bastisoft.de
Falls es jemand nicht lesen kann: Diesen Artikel hatte ich
eigentlich Minuten später gecancelt, aus technischen
Gründen, aber irgendwo bleibt ja immer was hängen ...
>> Allerdings hat das mit der Frage nichts zu tun. Schweizer
>> Lehrer haben vermutlich gar keine klangvollen Titel,
>
> Doch, am Gymnasium gab es sogar den höchst klangvollen Titel
> "Professor an der Kantonsschule".
Das ist ja schon mal nicht übel.
>> weil
>> sie ja nicht mal Beamte sind.
>
> Doch, Beamte gib/gab es je nach Kanton schon.
Ich dachte, der Beamtenstatus wäre mittlerweile schweizweit
abgeschafft. In Zürich auf jeden Fall - und damit auch die
Wahl und Amtsdauer.
- Sebastian
--
We encourage and support an affirmative advertising and marketing program
in which there are no barriers to obtaining housing because of race, color,
religion, sex, handicap, familial status or national origin.
(www.trumpworldtower.com)
» ich will mit ihm hinauf zum Öhi, es muss dort bleiben.«
»Was, beim Alm-Öhi soll das Kind bleiben?«.
War's dann doch der Alp-Öhi und nicht der Alm-Öhi?
Hatte sich Frau Spöri so geirrt?
> Doch, am Gymnasium gab es sogar den höchst klangvollen Titel
> "Professor an der Kantonsschule". Den kriegten mit Ausnahme der
> Sportlehrer alle "gewählten" (= verbeamteten) Lehrer nach einer
> gewissen Zeit. Für unseren Chemielehrer ging ein Lebenstraum
> in Erfüllung, als er seine kopierten Unterrichtsmaterialien mit
> "Prof. Dr. D." (oben rechts) signieren durfte.
Früher waren in Dtl. Gymnasiallehrer auch Professoren.
Aber damals gab's ja auch noch Bildung. :-)
Lars
> >> Auf der Alm
> >
> > Die Alm ist in Bayern und Österreich. Hier sagt man: Alp.
>
> » ich will mit ihm hinauf zum Öhi, es muss dort bleiben.«
> »Was, beim Alm-Öhi soll das Kind bleiben?«.
>
> War's dann doch der Alp-Öhi und nicht der Alm-Öhi?
> Hatte sich Frau Spöri so geirrt?
Also, in der "Heidi"-Fassung, die *ich* kenne (leider momentan nicht
zur Hand habe), heißt er "Alp-Öhi". Alles andere klingt in Schweizer
Ohren geradezu grotesk. Kann immerhin sein, dass Johanna Spyri
bzw. ihr deutscher Verleger dann Konzessionen ans reichsdeutsche
Publikum gemacht haben.
Ich muss es wissen, denn einer meiner Uni-Professoren war seinerzeit
im "Aktivdienst" (gegen euch) Kommandant des Heidi-Dörflis gewesen!
Eine bekannte Innerschweizer Spezialität heißt übrigens "Älpler-
Magronen" (Makkaroni mit Käsesauce, würg!). Und das typischste
nationale Sportereignis heißt "Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest".
> Aber damals gab's ja auch noch Bildung. :-)
Dafür hat man ja heute praktischerweise den Herrn Schwanitz.
> > Auf der Alm gibt's kein Gesetz.
>
> Auf der Alm, da läßt sich lieben,
> Denn im Herbst wird abgetrieben
Oder man macht es so:
"Eines Tages kamen Alpknechte auf die Idee, sie sollten auch ein
Weibervolk haben. Darum küferten sie aus alten Lumpen, Stroh und Holz
einen grossen Toggel zusammen und legten ihm Weiberkleider an. Manchmal
tauften sie ihn sogar. Und sie kochten für die Puppe die leckerhaftesten
Alpspeisen, fütterten sie, haben mit ihr geschwätzt und sie auf den
Armen herumgetragen. Mit dem Tunscheli trieben sie dann allerlei
Gugelfuhr, nahmen es abwechslungsweise zu sich ins Bett und trieben alle
Laster mit ihm."
Ch.
>Oder man macht es so:
Besser nicht, oder regnet es durchs Hüttendach?
Liebe Grüße
Astrid
>> wie spricht man einen Oberstudiendirektor an?
>>
>> a) beim Schriftwechsel
>Wahlweise mit Titel+Name oder nur mit Namen. Im Zweifelsfall würde ich
>zumindest in der Briefanrede den Titel dazusetzen und im Text darauf
>verzichten.
Das hinzufügen der Amtsbezeichnung ist, jedenfalls in den mir bekannten
Teilen des öffentlichen Dienstes (mit Ausnmahme des Militärs), inzwischen
vollkommen unüblich bzw. ein Anachronismus. Es sei denn, es handelt sich um
/besonders/ herausgehobene Kollegen (von der Dienststellung und von der
Besoldungsgruppe her), oder man meint es ironisch.
Gruß,
Volker
--
Da ich [...] in Urlaub bin [....], sendet bitte solange keine Beitraege bzw.
nur das, was wirklich wichtig ist. Sonst muss ich [...] soviel auf einmal
downloaden, was ziemlich teuer ist und aufwendig ist.
<Karl.S...@gmx.de>
> Volker Gringmuth <eink...@gmx.net> schrieb:
>
> >Wahlweise mit Titel+Name oder nur mit Namen. Im Zweifelsfall würde ich
> >zumindest in der Briefanrede den Titel dazusetzen und im Text darauf
> >verzichten.
>
> Das hinzufügen der Amtsbezeichnung ist, jedenfalls in den mir bekannten
> Teilen des öffentlichen Dienstes (mit Ausnmahme des Militärs),
Letzeres glaube ich sofort.
> inzwischen
> vollkommen unüblich bzw. ein Anachronismus. Es sei denn, es handelt sich um
> /besonders/ herausgehobene Kollegen (von der Dienststellung und von der
> Besoldungsgruppe her), oder man meint es ironisch.
Da könnte man gleich schreiben:
"Sogenannter Herr Oberstudiendirektor, ..."
Ja, ich gebe Dir recht. Die Amtsbezeichnung gehört allenfalls ins
Adreßfeld.
Ralf
--
Kuckuck Wir Vögel singen nicht egal;
Der singet laut, der andre leise,
Kauz nicht wie ich, ich nicht wie Nachtigall,
(Matthias Claudius) Ein jeder hat so seine Weise.