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Putzfrau

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wort

unread,
Nov 16, 2011, 8:15:35 AM11/16/11
to
Guten Tag,
wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??
Gruß
Marcin

Jakob Achterndiek

unread,
Nov 16, 2011, 8:43:55 AM11/16/11
to
Am 16.11.2011, 14:15 Uhr, schrieb wort <wo...@wp.pl>:

> Guten Tag,
> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
> Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??

Unsere Putzfrau hat keine negative Konnotation, die sie
verbergen müßte!!

Nur gelegentlich begegnet sie einem hochnäsigen Esel, der
meint, er dürfe seine Nase rümpfen, weil er mit leichterer
Arbeit mehr Geld verdient. Dem würde sie vielleicht sagen,
sie sei "Reinigungsfachkraft".

j/\a
--

Andrea Hoffmann

unread,
Nov 16, 2011, 8:43:43 AM11/16/11
to
Hi Marcin,

mein letzter Stand ist, dass man sie als Raumpflegerin bezeichnet -
interessant, wie vielschichtig die Assoziationen sind, die diese Bezeichnung
auslöst... Ich für meinen Teil habe diverse Bilder gleichzeitig im Kopf,
sobald ich das Wort höre oder lese :).

Grüße
Andrea

"wort" <wo...@wp.pl> wrote in message
news:c87c55fa-a96e-4968...@l19g2000yqc.googlegroups.com...

Paul Ney

unread,
Nov 16, 2011, 8:58:36 AM11/16/11
to

"Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> schrieb am 16.11.2011 14:43
den Newsbeitrag news:op.v41kf...@0000000000-0000.dialin.buzemann.de

> Am 16.11.2011, 14:15 Uhr, schrieb wort <wo...@wp.pl>:
>
>> Guten Tag,
>> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
>> Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??
>
> Unsere Putzfrau hat keine negative Konnotation, die sie
> verbergen müßte!!

Das ist allg. richtig, aber die in der Bezeichnung enthaltene Angabe zum
Geschlecht könnte m.E. eine negative Konnotation vermitteln. "Putzmann"
habe ich noch nie gehört; vielleicht ist er so leise ;-) ("Putze" dürfte
allg. als negativ gelten.)

> Nur gelegentlich begegnet sie einem hochnäsigen Esel, der
> meint, er dürfe seine Nase rümpfen, weil er mit leichterer
> Arbeit mehr Geld verdient. Dem würde sie vielleicht sagen,
> sie sei "Reinigungsfachkraft".

Oder nur "Reinigungskraft", wenn sie noch keine Ausbildung zur Benutzung
der Reinigungsmittel usw. absolviert hat.

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Lothar Frings

unread,
Nov 16, 2011, 9:05:21 AM11/16/11
to
Andrea Hoffmann tat kund:

> mein letzter Stand ist, dass man sie als Raumpflegerin bezeichnet -
> interessant, wie vielschichtig die Assoziationen sind, die diese Bezeichnung
> auslöst... Ich für meinen Teil habe diverse Bilder gleichzeitig im Kopf,
> sobald ich das Wort höre oder lese :).

Ich zwar nicht, aber die Assoziationen könnten
damit zusammenhängen, daß man gerade für diesen
Beruf mit Ausbrechen der Political Correctness[*]
alle möglichen lustig übertriebenen Bezeichnungen
fand, z. B. "Parkettkosmetikerin".

-----
[*] Die IIRC inzwischen "Social Awareness" heißt,
wenn sie nicht schon wieder umgetauft wurde.

Bertel Lund Hansen

unread,
Nov 16, 2011, 9:28:27 AM11/16/11
to
wort skrev:

> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
> Konnotation zu verbergen?

Wieso negativ? Putzfrauen in Dänemark geniesen Respekt. Wenn man
sie nicht höflich behandelt, weiss man nicht, wie der
Schreibtisch am nächsten Tag aussieht.

--
Gruß
Bertel, Dänemark

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 16, 2011, 9:36:03 AM11/16/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 14:58:36 +0100 schrieb Paul Ney:

> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> schrieb am 16.11.2011 14:43
> den Newsbeitrag news:op.v41kf...@0000000000-0000.dialin.buzemann.de
>
>> Am 16.11.2011, 14:15 Uhr, schrieb wort <wo...@wp.pl>:
>>
>>> Guten Tag,
>>> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
>>> Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??
>>
>> Unsere Putzfrau hat keine negative Konnotation, die sie
>> verbergen müßte!!
>
> Das ist allg. richtig, aber die in der Bezeichnung enthaltene Angabe zum
> Geschlecht könnte m.E. eine negative Konnotation vermitteln. "Putzmann"
> habe ich noch nie gehört; vielleicht ist er so leise ;-)

Putzmann habe ich auch schon gehört. Als Bezeichnung für männliche
Toilettenfrauen (auch so ein Wort) ;-)

> ("Putze" dürfte
> allg. als negativ gelten.)

Ja.

>> Nur gelegentlich begegnet sie einem hochnäsigen Esel, der
>> meint, er dürfe seine Nase rümpfen, weil er mit leichterer
>> Arbeit mehr Geld verdient. Dem würde sie vielleicht sagen,
>> sie sei "Reinigungsfachkraft".

Reinigungsfachkraft ist ein weiter Begriff. Das kann auch ein Fensterputzer
sein oder eine Truppe die Baustellen reinigt oder der Mensch der nachts auf
dem Bahnhof die Kehrmaschine fährt. Der korrekte Fachbegriff für die
Putzfrau ist wohl tatsächlich die "Raumpflegerin".

Grüße,

Frank

Carsten Thumulla

unread,
Nov 16, 2011, 9:39:35 AM11/16/11
to
Am 16.11.2011 15:28, schrieb Bertel Lund Hansen:
> wort skrev:
>
>> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
>> Konnotation zu verbergen?
>
> Wieso negativ? Putzfrauen in Dänemark geniesen Respekt.

genießen

> Wenn man sie nicht höflich behandelt, weiss man nicht, wie der
> Schreibtisch am nächsten Tag aussieht.

Naja, Mafiosi genießen hier auch Respekt.


ct


nicked

unread,
Nov 16, 2011, 9:55:05 AM11/16/11
to
On 16 Nov., 13:43, "Andrea Hoffmann" <andrea.hoffm...@sap.com> wrote:
> Hi Marcin,
>
> mein letzter Stand ist, dass man sie als Raumpflegerin bezeichnet -
> interessant, wie vielschichtig die Assoziationen sind, die diese Bezeichnung
> auslöst... Ich für meinen Teil habe diverse Bilder gleichzeitig im Kopf,
> sobald ich das Wort höre oder lese :).
>
> Grüße
> Andrea
>
> "wort" <w...@wp.pl> wrote in message
>
> news:c87c55fa-a96e-4968...@l19g2000yqc.googlegroups.com...
>
>
>
>
>
>
>
> > Guten Tag,
> > wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
> > Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??
> > Gruß
> > Marcin

Wie steht der Bezug nun zur 'Hausgehilfin'?

Gruß
Richard

Paul Ney

unread,
Nov 16, 2011, 10:09:04 AM11/16/11
to

"Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> schrieb am 16.11.2011
15:36 den Newsbeitrag news:xnm37ridkpws$.4hbt5i2f...@40tude.net

> Am Wed, 16 Nov 2011 14:58:36 +0100 schrieb Paul Ney:
>
>> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> schrieb am 16.11.2011
>> 14:43 den Newsbeitrag news:op.v41kf...@0000000000-0000.dialin.buzemann.de

>> "Putzmann" habe ich noch nie gehört; vielleicht ist er so leise ;-)
>
> Putzmann habe ich auch schon gehört. Als Bezeichnung für männliche
> Toilettenfrauen (auch so ein Wort) ;-)

;-)

>>> Nur gelegentlich begegnet sie einem hochnäsigen Esel, der
>>> meint, er dürfe seine Nase rümpfen, weil er mit leichterer
>>> Arbeit mehr Geld verdient. Dem würde sie vielleicht sagen,
>>> sie sei "Reinigungsfachkraft".
>
> Reinigungsfachkraft ist ein weiter Begriff. Das kann auch ein
> Fensterputzer sein oder eine Truppe die Baustellen reinigt oder der
> Mensch der nachts auf dem Bahnhof die Kehrmaschine fährt. Der korrekte
> Fachbegriff für die Putzfrau ist wohl tatsächlich die "Raumpflegerin".

Der Ausdruck ist häufig in Gebrauch, mir ist nur ohne "Fach" bekannt.
Aber ich habe http://www.arbeitsagentur.de/ aufgesucht. Siehe eine
Klassifizierung z.B. hier:
http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/themeSearch.do?themeId=20

Eine "Suche nach nicht aktuellen Berufen" " Raumpflegerin" über
http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/archivSearch.do ergibt
| 1 Garderoben-, Toilettenwärter/in
| 2 Helfer/in - Reinigung
| 3 Helfer/in - Textilreinigung
| 4 Reiniger/in - Bürogeräte

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Paul Ney

unread,
Nov 16, 2011, 10:10:39 AM11/16/11
to

"Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> schrieb am 16.11.2011
15:36 den Newsbeitrag news:xnm37ridkpws$.4hbt5i2f...@40tude.net

> Am Wed, 16 Nov 2011 14:58:36 +0100 schrieb Paul Ney:
>
>> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> schrieb am 16.11.2011
>> 14:43 den Newsbeitrag news:op.v41kf...@0000000000-0000.dialin.buzemann.de

>> "Putzmann" habe ich noch nie gehört; vielleicht ist er so leise ;-)
>
> Putzmann habe ich auch schon gehört. Als Bezeichnung für männliche
> Toilettenfrauen (auch so ein Wort) ;-)

;-)

>>> Nur gelegentlich begegnet sie einem hochnäsigen Esel, der
>>> meint, er dürfe seine Nase rümpfen, weil er mit leichterer
>>> Arbeit mehr Geld verdient. Dem würde sie vielleicht sagen,
>>> sie sei "Reinigungsfachkraft".
>
> Reinigungsfachkraft ist ein weiter Begriff. Das kann auch ein
> Fensterputzer sein oder eine Truppe die Baustellen reinigt oder der
> Mensch der nachts auf dem Bahnhof die Kehrmaschine fährt. Der korrekte
> Fachbegriff für die Putzfrau ist wohl tatsächlich die "Raumpflegerin".

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 16, 2011, 10:18:07 AM11/16/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 16:09:04 +0100 schrieb Paul Ney:

> Eine "Suche nach nicht aktuellen Berufen" " Raumpflegerin" �ber
> http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/archivSearch.do ergibt
>| 1 Garderoben-, Toilettenw�rter/in

Toilettenw�rter? Wer sagt denn sowas? W�rter gibts im Gef�ngnis und im Zoo!

Gr��e,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 16, 2011, 10:20:10 AM11/16/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 06:55:05 -0800 (PST) schrieb nicked:

> Wie steht der Bezug nun zur 'Hausgehilfin'?

Eine Hausgehilfin bügelt und kocht auch und erledingt mitunter kleine
Einkäufe, während eine Putzfrau tatsächlich nur das Haus reinigt.

Grüße,

Frank

Jon J Panury

unread,
Nov 16, 2011, 11:46:05 AM11/16/11
to
wort <wo...@wp.pl> schrieb:

>Guten Tag,
>wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
>Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??

Putzfrau

Reinigungskraft

Putzkraft

Klaus Drechsler

unread,
Nov 16, 2011, 11:49:30 AM11/16/11
to
Am 16.11.2011 15:05, schrieb Lothar Frings:
> Andrea Hoffmann tat kund:
>
> [...]
> [*] Die IIRC inzwischen "Social Awareness" heißt,
> wenn sie nicht schon wieder umgetauft wurde.

Hmmm, ... wie kürzt man "Social Awareness" eigentlich ab, wenn man PC
sein will?

Gerald Fix

unread,
Nov 16, 2011, 11:58:48 AM11/16/11
to
On Wed, 16 Nov 2011 17:46:05 +0100, Jon J Panury <io.f...@online.de>
wrote:
Reinemakefrau, heißt es in "dead men don't wear plaid", wenn ich mich
recht erinnere. 1982 muss dieses Wort also schon geläufig gewesen
sein.



--
Viele Grüße
Gerald Fix
Message has been deleted
Message has been deleted

Manfred Hoß

unread,
Nov 16, 2011, 12:47:16 PM11/16/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 17:58:48 +0100 schrieb Gerald Fix:

> Reinemakefrau, heißt es in "dead men don't wear plaid", wenn ich mich
> recht erinnere. 1982 muss dieses Wort also schon geläufig gewesen
> sein.

In einem der Brösel'schen Werner-Comics, leider weiß ich nicht mehr genau
in welchem, aber es war eins der ersten, ging eine Frau in eine Wohnung,
kackte auf den Teppich und antwortete auf die Frage des dort wohnenden
Mannes, was sie da eigentlich mache, sie sei die neue Reinmachfrau.

Gruß
Manfred.

Oliver Cromm

unread,
Nov 16, 2011, 12:56:11 PM11/16/11
to
* Frank Hucklenbroich:

> Am Wed, 16 Nov 2011 16:09:04 +0100 schrieb Paul Ney:
>
>> Eine "Suche nach nicht aktuellen Berufen" " Raumpflegerin" über
>> http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/archivSearch.do ergibt
>>| 1 Garderoben-, Toilettenwärter/in
>
> Toilettenwärter? Wer sagt denn sowas? Wärter gibts im Gefängnis
> und im Zoo!

Naja, Du hast ja auch die Gehilfin nicht bemängelt - wenn Du also
Strafvollzugsbeamte und Tierpfleger Wärter nennst, sprichst Du
auch noch von Gendarmen?

--
Bill Gates working as a waiter:
- Waiter, there's a fly in my soup
- Try again, maybe it won't be there this time

Oliver Cromm

unread,
Nov 16, 2011, 12:56:12 PM11/16/11
to
* Frank Hucklenbroich:
Und heißt heutzutage z.B. Haushaltshilfe.

--
If the aeroplane industry had advanced at the same rate as the
computer industry, today's planes could circumnavigate the world
in ten seconds, be two inches long, and crash twice a day.
Peter Moylan in alt.usage.english

Oliver Cromm

unread,
Nov 16, 2011, 12:56:08 PM11/16/11
to
* Carsten Thumulla:
Oder vielmehr: Mafiosi genießen hier auch "Respekt".

--
Failover worked - the system failed, then it was over.
(freely translated from a remark by Dietz Proepper
in de.alt.sysadmin.recovery)

Gunhild Simon

unread,
Nov 16, 2011, 1:49:31 PM11/16/11
to
On 16 Nov., 18:31, rhausenet2...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning)
wrote:
...
>
> P. S.: Im Film "Tote tragen keine Karos" ist das Wort "Reinemachefrau".

So auch in der Schule, der hAmburger Schulbehörde(?):


Offenbar ist "Reinmachefrau" * anders konnotiert als "Putzfrau".

*Gesammelt wurde zu Weihnachten strikt für diese.

Gruß
Gunhild

Roland Franzius

unread,
Nov 16, 2011, 2:05:21 PM11/16/11
to
Am 16.11.2011 15:28, schrieb Bertel Lund Hansen:
Projektionen. Die Benutzung zutreffender Berufbezeichnungen fürchten
halt Leute, die sie zu fürchten hätten, Gewerkschafter, Pfarrer, Ärzte,
Professoren, Banker, Lehrer, Hähnchenzüchter, Ratingagenten.

Den Perlen der Nation ist die Benutzung der Begriffs "Putzfrau" völlig
egal, solange die Entlohnung stimmt und die Herrschaft sich dem Diktat
beugt.

--

Roland Franzius

Reinhard Gonaus

unread,
Nov 16, 2011, 2:10:14 PM11/16/11
to
Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
Aber ich sag einfach: die Martina.

Stephen Hust

unread,
Nov 16, 2011, 2:24:28 PM11/16/11
to
Reinhard Gonaus <rein...@ibido.at> wrote:

> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
> Aber ich sag einfach: die Martina.

Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon gehört,
weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz verwenden würde,
wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die Perle kommt
morgen"?

--
Steve

My e-mail address works as is.

Stephen Hust

unread,
Nov 16, 2011, 2:29:52 PM11/16/11
to
Stephen Hust <shNO...@a1.net> wrote:

> Reinhard Gonaus <rein...@ibido.at> wrote:

>> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
>> Aber ich sag einfach: die Martina.

> Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon
> gehört, weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz
> verwenden würde, wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die
> Perle kommt morgen"?

Ich habe übersehen, daß Roland das Wort schon erwähnt hat.

Aber jetzt scheint mir, ich hab's vielleicht vor Jahren in der
Zeitung gelesen. "Das alternde Ehepaar wurde von der 'Perle'
bestohlen" oder so.

Diedrich Ehlerding

unread,
Nov 16, 2011, 2:29:50 PM11/16/11
to
wort meinte:


> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
> Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??

Die offizielle Berufsbezeichnung für Leute, die bei großen
Reinigungsfirmen angestellt sind, heißt wohl "Gebäudereiniger". Auch
"Raumpflegerin" ist in offiziellem Kontext (Behörden etc.) gebräuchlich,
auch "Reinigungsfachkraft".

Die hier schon genannten Versionen wie "Fußbodenkosmetikerin" sind mehr
oder weniger lustige Euphemismen, die letztlich das krampfhafte Vermeiden
von "Putzfrau" glossieren.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Yvonne Steiner

unread,
Nov 16, 2011, 2:36:26 PM11/16/11
to
Stephen Hust <shNO...@a1.net> wrote:

> Reinhard Gonaus <rein...@ibido.at> wrote:
>
> > Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
> > Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon gehört,
> weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz verwenden würde,
> wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die Perle kommt
> morgen"?

Vermutlich würde man dann eher sagen: Unsere Perle ...

--
Yvonne Steiner

Thomas Schade

unread,
Nov 16, 2011, 2:56:49 PM11/16/11
to
On 16.11.2011 19:49, Gunhild Simon wrote:

> So auch in der Schule, der hAmburger Schulbehörde(?):

aPart.


Ciao
Toscha
--
This is no time to make new enemies.
[Voltaire, when asked on his deathbed to forswear Satan]

Andreas Karrer

unread,
Nov 16, 2011, 3:06:08 PM11/16/11
to
* Gerald Fix <gf...@kabelbw.de>:

> Reinemakefrau, heißt es in "dead men don't wear plaid", wenn ich mich
> recht erinnere.

Da hiess es "cleaning woman". In der deutschen Version, wie Ralf
schreibt, "Reinemachefrau".

> 1982 muss dieses Wort also schon geläufig gewesen
> sein.

Im "Spiegel" gabs das Wort schon ab 1948. "reinemachen" kombt mir
ohnehin sehr nordisch vor; kann gut sein, dass es in Süddeutschland
erst später aufkam. In der Schweiz ist es nach wir vor ungebräuchlich.

"Raumpflegerin" tritt im Spiegel zuerst 1961 auf, noch ironisch in
Anführungszeichen; ein Jahr später schon ohne. Ich kann mich gut
erinnern, dass es, ein zwei Jahre später, für mich das erste Wort war,
an dem ich den Mechanismus der PC-Sprache durchschaut habe.


Übrigens:
Reinemachefrau: 98700 goo
Reinemachfrau: 23100
Reinemacherfrau: 2200
Reinemachenfrau: 90


- Andi

Andreas Karrer

unread,
Nov 16, 2011, 3:09:24 PM11/16/11
to
* Andreas Karrer <ak...@gmx.ch>:

> Übrigens:
> Reinemachefrau: 98700 goo
> Reinemachfrau: 23100
> Reinemacherfrau: 2200
> Reinemachenfrau: 90

Reinmachfrau: 30900
Reinmachefrau: 19800


- Ingrid

Roland Franzius

unread,
Nov 16, 2011, 3:11:19 PM11/16/11
to
Meinerachefrau 7

--

Roland Franzius

Stephen Hust

unread,
Nov 16, 2011, 3:11:38 PM11/16/11
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:

> * Gerald Fix <gf...@kabelbw.de>:

>> Reinemakefrau, heißt es in "dead men don't wear plaid", wenn
>> ich mich recht erinnere.

> Da hiess es "cleaning woman". In der deutschen Version, wie Ralf
> schreibt, "Reinemachefrau".

Aber das deutsche Wort kommt in der englischen Version vor.

<http://www.imdb.com/title/tt0083798/quotes?qt=qt0356007>

Florian Ritter

unread,
Nov 16, 2011, 3:45:38 PM11/16/11
to
On 16 Nov., 15:36, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>
wrote:

> >> Nur gelegentlich begegnet sie einem hochnäsigen Esel, der
> >> meint, er dürfe seine Nase rümpfen, weil er mit leichterer
> >> Arbeit mehr Geld verdient. Dem würde sie vielleicht sagen,
> >> sie sei "Reinigungsfachkraft".
>
> Reinigungsfachkraft ist ein weiter Begriff. Das kann auch ein Fensterputzer
> sein oder eine Truppe die Baustellen reinigt oder der Mensch der nachts auf
> dem Bahnhof die Kehrmaschine fährt. Der korrekte Fachbegriff für die
> Putzfrau ist wohl tatsächlich die "Raumpflegerin".

Es gibt seit einiger Zeit den Lehrberuf "Facharbeiter für Glas- und
Gebäudereinigung" - FR

Christina Kunze

unread,
Nov 16, 2011, 4:48:17 PM11/16/11
to
Am 16.11.2011 15:55, schrieb nicked:
> On 16 Nov., 13:43, "Andrea Hoffmann"<andrea.hoffm...@sap.com> wrote:
>> "wort"<w...@wp.pl> wrote
>>
>>> Guten Tag,
>>> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
>>> Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??
>>
>> mein letzter Stand ist, dass man sie als Raumpflegerin bezeichnet -
>
> Wie steht der Bezug nun zur 'Hausgehilfin'?

Die Hausgehilfin ist in Privathaushalten tätig, während Putzfrauen auch
in Büros und Krankenhäusern arbeiten.
Außerdem ist ihr Aufgabenkreis vermutlich größer; ich kenne weder
jemanden, der das arbeitet, noch jemanden, der eine Hausgehilfin hat.


chr

Walter P. Zähl

unread,
Nov 16, 2011, 5:06:33 PM11/16/11
to
Wie schon Klein Ernas Oma auf die Fage nach dem Namen ihres Dackel
antwortete:
"Also eigentlich heißt er ja Hannibal. Aber ich ruf immer nur 'Kömm!', und
denn kömmt er."

/Walter

Stefan Schmitz

unread,
Nov 16, 2011, 5:11:36 PM11/16/11
to
On 16 Nov., 20:24, Stephen Hust <shNOS...@a1.net> wrote:
> Reinhard Gonaus <reinh...@ibido.at> wrote:
> > Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
> > Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon gehört,
> weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz verwenden würde,
> wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die Perle kommt
> morgen"?

Sowohl unter Perle als auch unter Zugehfrau würde ich Hausangestellte
unterschiedlicher Art verstehen, nicht nur die Putzfrau.

Für die Zugehfrau wird das auf Wikipedia bestätigt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hauspersonal#Zugehfrauen_und_-m.C3.A4nner

Gideon Becker

unread,
Nov 16, 2011, 5:15:02 PM11/16/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 17:49:30 +0100 schrieb Klaus Drechsler:

> Hmmm, ... wie kürzt man "Social Awareness" eigentlich ab, wenn man PC
> sein will?

Diese Abkürzung habe ich auch einmal in einer Bildunterschrift zu einem
Foto von Paul Spiegel gesehen. Dort stand es mit der Bedeutung "seligen
Angedenkens".
Message has been deleted
Message has been deleted

Manfred Hoß

unread,
Nov 16, 2011, 6:28:51 PM11/16/11
to
Am 16 Nov 2011 20:06:08 GMT schrieb Andreas Karrer:

> * Gerald Fix <gf...@kabelbw.de>:

[Reinmachfrau]
>> 1982 muss dieses Wort also schon geläufig gewesen
>> sein.
>
> Im "Spiegel" gabs das Wort schon ab 1948.

"Reinmachefrauen" kommt bereits 1925 in einer Kurzgeschichte von Kurt
Tucholsky vor.

> "reinemachen" kombt mir
> ohnehin sehr nordisch vor; kann gut sein, dass es in Süddeutschland
> erst später aufkam. In der Schweiz ist es nach wir vor ungebräuchlich.

In der 1911 erschienenen 3. Ausgabe von Karl Erbes Wörterbuch, das recht
Süddeutsch angehaucht ist, kommt "rein(e)machen" vor. Das Wort taucht aber
bereits in Adolph Freiherr von Knigges Buch "Roman meines Lebens in Briefen
herausgegeben", das zwischen 1781 und 1783 erschien, auf, und ebenso,
wahrscheinlich für die Bekanntheit bedeutsamer, in Wilhelm Hauffs 1827
erschienenem Märchen "Zwerg Nase".

Gruß
Manfred.

Oliver Cromm

unread,
Nov 16, 2011, 6:44:26 PM11/16/11
to
* Stephen Hust:

> Reinhard Gonaus <rein...@ibido.at> wrote:
>
>> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
>> Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon gehört,
> weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz verwenden würde,
> wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die Perle kommt
> morgen"?

Ich erinnere mich, das in den 70ern, als es mir erstmals, ich
glaube in Witzen, begegnete, als veraltet wahrgenommen zu haben.

--
Pentiums melt in your PC, not in your hand.

Oliver Cromm

unread,
Nov 16, 2011, 6:44:26 PM11/16/11
to
* Stefan Ram:

> Ein Schüler kann also durchaus »Banker« sein
> (wenn er Fachmann für Banken ist),

Falls ein Schüler ein solcher Fachmann sein kann.

> aber der Leiter
> der Kreditabteilung einer Bank ist im allgemeinen
> kein »Banker« (wenn er nicht auch im Vorstand sitzt,
> oder Inhaber oder [Bankfachmann] ist).

Und Du meinst, das kommt vor, daß der Leiter der Kreditabteilung
einer Bank kein Bankfachmann ist (z.B. Bankkaufmann oder
Bankangestellter mit mehrjähriger Erfahrung)?

> PS: Ist jemandem etwas aufgefallen? Das ist gar kein
> Wörterbuch im klassischen Sinne! Es gibt das nämlich nicht
> auf Papier gedruckt, sondern nur verbunden. Falls der Text
> oben unauffällig war, zeigt dies, daß »-buch« für »-site«
> (englisch) durchaus unauffällig sein kann, denn »-buch« läßt
> sich hier nicht damit begründen, daß es die verbundene
> Repräsentation eines Papierbuchs ist.

Ist Dir schon mal aufgefallen, daß die Buchstaben in einem
Papier-"Buch" gar nicht in Buchen oder Buchenholz eingeritzt sind?
Erstaunlich, was!

--
*Hardware* /n./ The parts of a computer that can be kicked
Message has been deleted

Stephen Hust

unread,
Nov 16, 2011, 7:02:21 PM11/16/11
to
Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> wrote:

> Am 16 Nov 2011 20:06:08 GMT schrieb Andreas Karrer:

>> * Gerald Fix <gf...@kabelbw.de>:

> [Reinmachfrau]
>>> 1982 muss dieses Wort also schon geläufig gewesen
>>> sein.
>>
>> Im "Spiegel" gabs das Wort schon ab 1948.

> "Reinmachefrauen" kommt bereits 1925 in einer Kurzgeschichte von
> Kurt Tucholsky vor.

1854, "A Dictionary of the English and German and German and
English Languages" von Newton Ivory Lucas, Bremen und London, S.
313:

| *Chair-Woman* [...]}
| } /s./, die Reinmachefrau, die Scheuerfrau.
| *Char-Woman* [...]}

"Reinmachefrau" gibt's auch in einigen wenigen Büchern aus den
1890er Jahren.

"Reinmachefrauen" steht in zwei Büchern aus 1880 ("Berichte des
Freien Deutschen Hochstiftes für Wissenschaften, Künste und
allgemeine Bildung in Goethe's Vaterhause", S. 297;
"Vierteljahrsschrift für gerichtliche Medicin und öffentliches
Sanitätswesen", Neue Folge, XXXIII. Band, Fußnote 3 auf S. 167)
und in einigen aus den 1890ern.

"Reinemachefrau" findet sich im "Archiv für pathologische Anatomie
und Physiologie und für klinische Medicin", Herausgegeben von
Rudolf Virchow, Band 152, Folge XV, Band II, 1898, S. 468:

| Bei einer alten Frau, die als "Reinemachefrau" viel auf den
| Knien arbeitete [...]

"Reinemachefrauen" steht auch in ein paar Publikationen von 1898.

"Reinmachfrau" (1875) und "Reinmachfrauen" (1902, 1907, 1908)
findet man auch.
Message has been deleted

Paul Ney

unread,
Nov 16, 2011, 7:45:08 PM11/16/11
to

"Ralf Heinrich Arning" <rhause...@t-online.de> schrieb am 16.11.2011
18:31 den Newsbeitrag news:1kau7tf.ta2x3c1i9sjlyN%rhause...@t-online.de

> Paul Ney <Paul...@t-online.de> wrote:
>
>> "Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> schrieb am 16.11.2011
>> 15:36 den Newsbeitrag news:xnm37ridkpws$.4hbt5i2f...@40tude.net

>> > Der korrekte Fachbegriff für die Putzfrau ist wohl tatsächlich die
>> > "Raumpflegerin".
>
> Mit "Raumpflegerin" sagt man, daß man nicht "Putzfrau" sagen will.

>> Eine "Suche nach nicht aktuellen Berufen" " Raumpflegerin" über
>> http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/archivSearch.do ergibt
>> | 1 Garderoben-, Toilettenwärter/in
>> | 2 Helfer/in - Reinigung
>> | 3 Helfer/in - Textilreinigung
>> | 4 Reiniger/in - Bürogeräte
>>
> Die Putzfrau wäre (2). Aber kein Mensch nennt eine Putzfrau so, auch
> nicht "Reinigungshelferin". Das Wort klingt bürokratisch und ist zu
> allgemein.

Ja, aber die Berufs-Bezeichnung und auch das -Profil (2) dürften nicht
mehr aktuell sein. Vielleicht hat die Website auch ein Archiv.

> Marcins Frage läßt sich ohne Zusammenhang nicht beantworten. In einem
> Geschäftsbrief würde ich "Reinigungskraft" schreiben.

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Paul Ney

unread,
Nov 16, 2011, 7:45:15 PM11/16/11
to

"Paul Ney" <Paul...@t-online.de> schrieb am 16.11.2011 16:10 den
Newsbeitrag news:ja0jqk$137$1...@py.eternal-september.org

[Info] Pardon: Dieses Posting ist mit dem von 16:09 identisch und wurde
ohne Absicht veröffentlicht. Ich habe einen komischen "try later"-Code von
meinem Newsserver bekommen, auf Abbruch geklickt und den Beitrag erneut
verschickt. Da müßte ich nachsehen, ob Sofortcancel möglich ist bzw.
angeboten wird; bereits beantwortete Postings löscht man aber nicht

Doch auch etwas zum Thema des Threads: In der großen Reinigungsbranche
gibt es auch "Häschen in Höschen"...

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Paul Ney

unread,
Nov 16, 2011, 7:52:16 PM11/16/11
to

"Frank Hucklenbroich" <Hucklen...@aol.com> schrieb am 16.11.2011
16:18 den Newsbeitrag news:1eh6la6wnsm61$.kd8y1z5kvfy5$.d...@40tude.net
> Am Wed, 16 Nov 2011 16:09:04 +0100 schrieb Paul Ney:
>
>> Eine "Suche nach nicht aktuellen Berufen" " Raumpflegerin" über
>> http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/archivSearch.do ergibt
>>| 1 Garderoben-, Toilettenwärter/in
>
> Toilettenwärter? Wer sagt denn sowas? Wärter gibts im Gefängnis und im
> Zoo!

Der Beruf soll also nicht mehr aktuell sein, aber vielleicht hat man
früher Kunden ohne Obulus in eine Kabine eingeschlossen ;-)

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Gunhild Simon

unread,
Nov 17, 2011, 12:02:38 AM11/17/11
to
On 17 Nov., 00:44, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:
> * Stephen Hust:
>
> > Reinhard Gonaus <reinh...@ibido.at> wrote:
>
> >> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
> >> Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> > Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon gehört,
> > weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz verwenden würde,
> > wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die Perle kommt
> > morgen"?
>
> Ich erinnere mich, das in den 70ern, als es mir erstmals, ich
> glaube in Witzen, begegnete, als veraltet wahrgenommen zu haben.


Ich glaube, "veraltet" ist nicht das richtige Wort.

"Perle" ist eine halb ironische, halb selbstironische - in jedem Fall
euphemisierende - Bezeichnung für Putzfrau. Ich höre das Wort auch
gelegentlich noch und würde es verwenden, wenn, ...ja, wenn nur!

Ironisch, weil sie in den Augen der Hausfrau oft genug in den
Ekelecken schlampt, selbstironisch, weil die Hausfrau sie beschäftigt,
um selbst all diesen Niederungen des Haushalts zu entgehen.

Gruß
Gunhild

Gunhild Simon

unread,
Nov 17, 2011, 12:18:50 AM11/17/11
to
In meiner Kindheit hatte man ein "Mädchen" oder "Dienstmädchen". Das
war in der Nachkriegszeit wohl üblich, besonders, wenn es mehrere
Kinder gab. In meiner Erinnerung machten öffneten sie die Tür, halfen
in der Küche, im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.

Für die Bezeichnung "Putzfrau", was offenbar immer verpönt war zu
sagen, kenne ich noch aus dieser Zeit die "Aufwartefrau" und aus
meinen frühen Hamburger Jahren die "Morgenfau". Letztere war eine
Vertrauensperson, die sich, wie mir schien, besonders eines
Junggesellenhaushalts annahm: "Morgenfrau gesucht" - so lautete eine
oft zu lesende Anzeige.

Gruß
Gunhild

Stephen Hust

unread,
Nov 17, 2011, 1:08:16 AM11/17/11
to
Reinhard Gonaus <rein...@ibido.at> wrote:

> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
> Aber ich sag einfach: die Martina.

Mir ist noch etwas gerade eingefallen. Wurde "Bedienerin" schon
erwähnt?

Gunhild Simon

unread,
Nov 17, 2011, 1:21:26 AM11/17/11
to
On 17 Nov., 07:08, Stephen Hust <shNOS...@a1.net> wrote:
> Reinhard Gonaus <reinh...@ibido.at> wrote:
> > Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
> > Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> Mir ist noch etwas gerade eingefallen. Wurde "Bedienerin" schon
> erwähnt?

Jetzt von Dir.

Ich habe den Begriff nie gehört, gleichwohl ich ihn verstehe:
Aufwartefrau.

Gruß
Gunhild

Gunhild Simon

unread,
Nov 17, 2011, 1:24:44 AM11/17/11
to
On 17 Nov., 07:08, Stephen Hust <shNOS...@a1.net> wrote:
> Reinhard Gonaus <reinh...@ibido.at> wrote:
> > Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
> > Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> Mir ist noch etwas gerade eingefallen. Wurde "Bedienerin" schon
> erwähnt?
>
Mir fällt eben ein: Bei Fontane habe ich von der
"Aufwärterin" (Roswitha in "Effi Briest"?) gelesen.

Gruß
Gunhild

Roland Franzius

unread,
Nov 17, 2011, 1:51:33 AM11/17/11
to
Da liegt ja wohl vom Sanskrit über das Deutsche bis zum englischen
"book" ein weitverbreiteter volksetymologischer Irrtum vor.

In Buchen wurde nicht geschrieben, sondern man benutzte Buchenstäbchen
oder sonstiges lokales Hölzchen zum Streichholzziehen um bei einer Wette
oder eine Wahl zu entscheiden, wer den Kürzeren zog. Diese Bedeutung hat
sich im Buchmacher erhalten. Buchen mit Buch in Verbindung zu bringen
ist in etwa so zwingend wie Knobel aus Bein mit laserbelichteten
Siliziumchips.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
Nov 17, 2011, 1:57:52 AM11/17/11
to
Am 17.11.2011 00:44, schrieb Oliver Cromm:
Das geschah schon Ende der 1959er Jahre, als die Perle mit
frontgeknotetem Kopftuch durch die meist südländisch anmutende
Gebäudehygienemanagerin ersetzt wurde, da erstere Gruppe einen mit fünf
Stundenmark entlohnten Arbeitsplatz am Band bei VW gefunden hatte.

--

Roland Franzius

Andreas Karrer

unread,
Nov 17, 2011, 3:44:37 AM11/17/11
to
* Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info>:
> * Stephen Hust:

>> Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon gehört,
>> weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz verwenden würde,
>> wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die Perle kommt
>> morgen"?
>
> Ich erinnere mich, das in den 70ern, als es mir erstmals, ich
> glaube in Witzen, begegnete, als veraltet wahrgenommen zu haben.

Wenn "Perle" nur eine Putzfau bezeichnet, ist es ironisch gemeint oder
hat einen ironische Unterton.

In der Familie eines Studienkollegen - er ist heute Prof an der Uni
Zurich, Frau Chefärztin an der hiesigen Uniklinik, zwei Kinder - wurde
das Wort für die Haushälterin/Putzfrau/Kindermädchen usw. unbefangen
und völlig unironisch verwendet. Die damit Bedachte war mit der
Bezeichnung ganz einverstanden.

- Andi

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 17, 2011, 3:53:21 AM11/17/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 19:24:28 +0000 (UTC) schrieb Stephen Hust:

> Reinhard Gonaus <rein...@ibido.at> wrote:
>
>> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
>> Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> Die Perle. Ich habe das Wort in diesem Zusammenhang schon gehört,
> weiß aber nicht recht, wie man es in einem Satz verwenden würde,
> wenn man's heute überhaupt noch verwendet. "Die Perle kommt
> morgen"?

Im Ruhrpott kann "Perle" auch "Freundin" oder "attraktives Mädchen"
bedeuten. Jedenfalls habe ich es von Leuten aus Herne schon in dem
Zusammenhang gehört ("Bringst Du morgen zur Party Deine Perle mit?").

Grüße,

Frank

Lothar Frings

unread,
Nov 17, 2011, 3:57:26 AM11/17/11
to
Roland Franzius tat kund:

> Das geschah schon Ende der 1959er Jahre

Davon gab es ja wohl nicht so viele.
Und geschehen ist es dann so ab Oktober?

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 17, 2011, 4:06:20 AM11/17/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 12:56:11 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Frank Hucklenbroich:
>
>> Am Wed, 16 Nov 2011 16:09:04 +0100 schrieb Paul Ney:
>>
>>> Eine "Suche nach nicht aktuellen Berufen" " Raumpflegerin" über
>>> http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/archivSearch.do ergibt
>>>| 1 Garderoben-, Toilettenwärter/in
>>
>> Toilettenwärter? Wer sagt denn sowas? Wärter gibts im Gefängnis
>> und im Zoo!
>
> Naja, Du hast ja auch die Gehilfin nicht bemängelt - wenn Du also
> Strafvollzugsbeamte und Tierpfleger Wärter nennst, sprichst Du
> auch noch von Gendarmen?

Nein, das nicht. Ich war aber überrascht, daß die Kinder am Gymnasium
meines Sohnes (7.Klasse) noch "Räuber und Gendarm" spielen (nein, von mir
haben die das nicht). Irgendwie scheint der "Gendarm" sich gehalten zu
haben, obwohl das Wort eigentlich niemand mehr benutzt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 17, 2011, 4:11:30 AM11/17/11
to
Am Wed, 16 Nov 2011 10:49:31 -0800 (PST) schrieb Gunhild Simon:

> Offenbar ist "Reinmachefrau" * anders konnotiert als "Putzfrau".

Kennst Du den Film "Tote tragen keine Karos"? Da spielt das Wort
"Reinemachefrau" eine wichtige Rolle (soweit ich mich erinnern kann, auch
in der englischen Originalfassung).

http://de.wikipedia.org/wiki/Tote_tragen_keine_Karos

Grüße,

Frank

Jakob Achterndiek

unread,
Nov 17, 2011, 4:26:45 AM11/17/11
to
Am 17.11.2011, 07:24 Uhr, schrieb Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de>:

> Mir fällt eben ein: Bei Fontane habe ich von der
> "Aufwärterin" (Roswitha in "Effi Briest"?) gelesen.

Einziges Vorkommen bei Fontane in den "Wanderungen .." aus Anlaß
einer Einladung in den literarischen Zirkel der Mathilde von Rohr
in der Berliner Behrenstraße 72:
| ... eine für den Abend engagierte Aufwärterin, die sich durch
| ein kleines vertrauliches Lächeln auszeichnete, öffnete.

Zahlreiche Vorkommen in: Deutsche Literatur von Luther bis Tucholsky.
Gute Herkunfts-Erklärung bei Adelung, dort auch die unterschiedliche
Wertung und Bedeutung von "jemandem aufwarten" und "jemandem seine
Aufwartung machen".

Letzteres sinngemäß auf die Stelle bei Fontane angewendet: Eine
Aufwärterin öffnet, als Fontane, begleitet vom Herrn von "Lepel,
der den Introdukteur zu machen hatte", dem Fräulein von Rohr seine
Aufwartung macht.

j/\a
--

Joachim Parsch

unread,
Nov 17, 2011, 4:33:39 AM11/17/11
to


Frank Hucklenbroich schrieb:
Das war doch bei uns, vor 30 Jahren, nicht anders. Der "Gendarm" war
aus der Alltagssprache längst verschwunden ("Polizist" war der bei weitem
häufigste Begriff, gefolgt von "Bulle"), das Spiel hieß dennoch
"Räuber und Gendarm". Für die anderen Teilnehmer des Spiels, die "Räuber",
gilt und galt dasselbe: in der Alltagssprache hießen die Kandidaten
"Dieb", "Ladendieb", "Einbrecher", was auch immer, mit dem "Räuber" habe
ich schon als Kind nie was anderes als die früher mal im Wald beheimateten
sinistren Gesellen assoziiert.

Gruß
Joachim

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 4:38:32 AM11/17/11
to
Frank Hucklenbroich wrote:
>> sprichst Du
>> auch noch von Gendarmen?
>
> Irgendwie scheint der "Gendarm" sich
> gehalten zu haben, obwohl das Wort eigentlich niemand mehr benutzt.

Naja, bis vor wenigen Jahren hieß die österreichische
Bundesgendarmerie noch "Gendarmerie".

Dann haben wir einen Minister bekommen, der mit so einem komplizierten
Wort sprech- wie rechtschreibtechnisch offenbar überfordert war, ergo
wurde die Gendarmerie nach über 150 Jahren unter dieser Bezeichnung
schleunigst umbenannt, jetzt heißt sie ministergerecht "Polizei".

Was besagter Innenminister aber nicht geschnallt hat, ist, dass es in
Österreich etliche Städte gibt, die von ihrem Recht, einen
Polizeiwachkörper zu haben, Gebrauch gemacht haben.
So gibt es jetzt neben der Polizei auch noch die Polizei. Oder
umgekehrt. Zumindest ein Dutzend österreichische Städte haben also
zwei Polizeie. Oder Polizeien. Oder Poliwasweißich... wieauchimmer der
Plural von "Polizei" lautet.

Was macht also der Eingeborene, wenn er die bundeseigene Polizei
braucht? Richtig, er ruft die Gendarmerie.

Soifts.

(Das ist natürlich kein Phänomen der Landeshauptstädte, weil dort die
Polizeiaufgaben seit jeher nicht von der Gendarmerie, sondern von der
BundesPolizei wahrgenommen wurden -- die Städte mit eigenem Statut
haben daher gleich gar keine eigene Polizei eingerichtet.)

Helmut
--
Es ist ja alles
so maßlos traurig!

Lothar Frings

unread,
Nov 17, 2011, 4:53:21 AM11/17/11
to
helmut.p.einfalt tat kund:

> Naja, bis vor wenigen Jahren hieß die österreichische
> Bundesgendarmerie noch "Gendarmerie".

Naja, die Özis... da gibt es ja auch einen
Landeshauptmann, der mich immer an
"Räuberhauptmann" erinnert.

Yvonne Steiner

unread,
Nov 17, 2011, 5:05:25 AM11/17/11
to
Auch im Grimm steht das Wort "reinmachen". Gleiche Bedeutung wie heute.
Unter dem Stichwort "putzen (butzen)", findet man dort aber zuerst die
Beispiele, die aufzeigen, dass das Wort damals, neben derselben Bedeutung
in der wir es heute allein gebrauchen, zusätzlich noch die von "etw./sich
herausputzen/schmücken" hatte.

<http://urts55.uni-trier.de:8080/Projekte/WBB2009/DWB/call_wbgui_py_from_f
orm?textpattern=&lemmapattern=putzen>

--
Yvonne Steiner

Reinhard Gonaus

unread,
Nov 17, 2011, 5:11:21 AM11/17/11
to
Am 16.11.2011 23:06, schrieb Walter P. Zähl:
> Reinhard Gonaus<rein...@ibido.at> wrote:
>> Am 16.11.2011 14:43, schrieb Andrea Hoffmann:
>>> Hi Marcin,
>>>
>>> mein letzter Stand ist, dass man sie als Raumpflegerin bezeichnet -
>>> interessant, wie vielschichtig die Assoziationen sind, die diese
>>> Bezeichnung auslöst... Ich für meinen Teil habe diverse Bilder
>>> gleichzeitig im Kopf, sobald ich das Wort höre oder lese :).
>>>
>>> Grüße
>>> Andrea
>>>
>>> "wort"<wo...@wp.pl> wrote in message
>>> news:c87c55fa-a96e-4968...@l19g2000yqc.googlegroups.com...
>>>> Guten Tag,
>>>> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
>>>> Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??
>>>> Gruß
>>>> Marcin
>>>
>>
>> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
>> Aber ich sag einfach: die Martina.
>
> Wie schon Klein Ernas Oma auf die Fage nach dem Namen ihres Dackel
> antwortete:
> "Also eigentlich heißt er ja Hannibal. Aber ich ruf immer nur 'Kömm!', und
> denn kömmt er."
>
> /Walter
Ich sag zu meinem: Kommst oder nicht?
Dann kommt er oder nicht.

Helmut Richter

unread,
Nov 17, 2011, 5:11:42 AM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011, helmut.p.einfalt wrote:

> Was besagter Innenminister aber nicht geschnallt hat, ist, dass es in
> Österreich etliche Städte gibt, die von ihrem Recht, einen
> Polizeiwachkörper zu haben, Gebrauch gemacht haben.
> So gibt es jetzt neben der Polizei auch noch die Polizei. Oder
> umgekehrt. Zumindest ein Dutzend österreichische Städte haben also
> zwei Polizeie. Oder Polizeien. Oder Poliwasweißich... wieauchimmer der
> Plural von "Polizei" lautet.

Polizeien, wie Bäckereien.

In Dld haben wir uns daran gewöhnt, dass es mehrere Polizeien gibt,
insbesondere Landes- und Bundespolizei. Die hieß früher Grenzschutz, als
es noch eine Grenze zu schützen gab, die das Inland vom Inland trennte,
weswegen die Bundeswehr nicht richtig zuständig war.

--
Helmut Richter

Lothar Frings

unread,
Nov 17, 2011, 5:24:26 AM11/17/11
to
Helmut Richter tat kund:

> In Dld haben wir uns daran gewöhnt, dass es mehrere Polizeien gibt,
> insbesondere Landes- und Bundespolizei.

Im angeblich so entspannten Italien gibt
es auch etliche Polizeien. Funktionieren
tut trotzdem nichts.

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 17, 2011, 5:32:01 AM11/17/11
to
Am Thu, 17 Nov 2011 11:11:42 +0100 schrieb Helmut Richter:

> On Thu, 17 Nov 2011, helmut.p.einfalt wrote:
>
>> Was besagter Innenminister aber nicht geschnallt hat, ist, dass es in
>> Österreich etliche Städte gibt, die von ihrem Recht, einen
>> Polizeiwachkörper zu haben, Gebrauch gemacht haben.
>> So gibt es jetzt neben der Polizei auch noch die Polizei. Oder
>> umgekehrt. Zumindest ein Dutzend österreichische Städte haben also
>> zwei Polizeie. Oder Polizeien. Oder Poliwasweißich... wieauchimmer der
>> Plural von "Polizei" lautet.
>
> Polizeien, wie Bäckereien.
>
> In Dld haben wir uns daran gewöhnt, dass es mehrere Polizeien gibt,
> insbesondere Landes- und Bundespolizei.

Der Normalbürger macht diesen Unterschied aber eigentlich nicht. Wenn er
die Polizei ruft, wählt er die 110. Wie man die Bundespolizei kontaktiert,
und ob die überhaupt eine eigene Notrufnummer haben, wüßte ich jetzt so
spontan auch gar nicht (ohne zu googeln).

> Die hieß früher Grenzschutz, als
> es noch eine Grenze zu schützen gab, die das Inland vom Inland trennte,
> weswegen die Bundeswehr nicht richtig zuständig war.

...und die Bahnpolizei, die wurde ebenfalls mit in die Bundespolizei
übernommen.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 17, 2011, 5:32:39 AM11/17/11
to
/Ingrid/

Ich sehe gerade, da� der Film schon weiter unten im Faden erw�hnt wurde.

/Ingrid off/

Lothar Frings

unread,
Nov 17, 2011, 5:40:16 AM11/17/11
to
Frank Hucklenbroich tat kund:

> Der Normalbürger macht diesen Unterschied aber eigentlich nicht. Wenn er
> die Polizei ruft, wählt er die 110. Wie man die Bundespolizei kontaktiert,
> und ob die überhaupt eine eigene Notrufnummer haben, wüßte ich jetzt so
> spontan auch gar nicht (ohne zu googeln).

Weil die "normale" Polizei die Unterscheidung
für ihn macht. Je nachdem, ob er durchgibt
"Hier ist ein Autounfall mit Blechschaden" oder
"Übermorgen werden am Hafen 300 Kalaschnikows
verkauft".

Lothar Frings

unread,
Nov 17, 2011, 5:14:57 AM11/17/11
to
Yvonne Steiner tat kund:

> Manfred Hoß <rostker...@arcor.de> wrote:

> > In der 1911 erschienenen 3. Ausgabe von Karl Erbes Wörterbuch, das recht
> > Süddeutsch angehaucht ist, kommt "rein(e)machen" vor. Das Wort taucht aber
> > bereits in Adolph Freiherr von Knigges Buch "Roman meines Lebens in Briefen
> > herausgegeben", das zwischen 1781 und 1783 erschien, auf, und ebenso,
> > wahrscheinlich für die Bekanntheit bedeutsamer, in Wilhelm Hauffs 1827
> > erschienenem Märchen "Zwerg Nase".
>
> Auch im Grimm steht das Wort "reinmachen". Gleiche Bedeutung wie heute.

Und dann gibt es noch das, was sich
Rötger Feldmann ("Werner", norddeutsch) unter einer
Reinmachfrau vorstellte.

Florian Ritter

unread,
Nov 17, 2011, 7:55:57 AM11/17/11
to
On 16 Nov., 22:48, Christina Kunze <k...@revesz.de> wrote:

> > Wie steht der Bezug nun zur 'Hausgehilfin'?
>
> Die Hausgehilfin ist in Privathaushalten tätig, während Putzfrauen auch

Statt Hausgehilfin setze Haushaltshilfe, von meiner Mutter auch Perle,
von meiner Großmutter Mädchen genannt.

> in Büros und Krankenhäusern arbeiten.
> Außerdem ist ihr Aufgabenkreis vermutlich größer; ich kenne weder
> jemanden, der das arbeitet, noch jemanden, der eine Hausgehilfin hat.

Nicht nur, daß sie mich als Kinderschreck verunglimpft, nein, jetzt
leugnet sie auch noch, mich überhaupt zu kennen. Ich faß es ja nich.

FR

Oliver Cromm

unread,
Nov 17, 2011, 8:39:23 AM11/17/11
to
* helmut.p.einfalt:

> [...] Zumindest ein Dutzend österreichische Städte haben also
> zwei Polizeie. Oder Polizeien. Oder Poliwasweißich... wieauchimmer der
> Plural von "Polizei" lautet.
>
> Was macht also der Eingeborene, wenn er die bundeseigene Polizei
> braucht? Richtig, er ruft die Gendarmerie.
>
> Soifts.

Und wann braucht der Eingeborene die bundeseigene Polizei? Ich
wüßte da nicht zu unterscheiden, wie Frank würde ich immer nur
"die Polizei rufen", auch wenn es in Wirklichkeit mehrere gibt.

> (Das ist natürlich kein Phänomen der Landeshauptstädte, weil dort die
> Polizeiaufgaben seit jeher nicht von der Gendarmerie, sondern von der
> BundesPolizei wahrgenommen wurden -- die Städte mit eigenem Statut
> haben daher gleich gar keine eigene Polizei eingerichtet.)

Das verstehe ich jetzt nicht: es gab schon vorher eine
Bundespolizei neben der Gendarmerie, jetzt hat der Bund eine
Bundespolizei und eine Polizei?

Dank französischer Sprache sind die drei Ebenen, die es hier gibt,
hier recht gut auseinanderzuhalten: SPVM, Service de police de la
ville de Montréal - SQ, Sûreté Québec - GRC, Gendarmerie royale du
Canada. In Toronto hat man es hingegen mit dem Toronto Police
Service, der Ontario Provincial Police und der Royal Canadian
Mounted Police zu tun. Außerhalb von Quebec und Ontario gibt es
fast nur die Bundespolizei, die berühmten Mounties; hier in
Montreal sieht man die so gut wie gar nicht.

--
If the aeroplane industry had advanced at the same rate as the
computer industry, today's planes could circumnavigate the world
in ten seconds, be two inches long, and crash twice a day.
Peter Moylan in alt.usage.english

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 17, 2011, 8:44:48 AM11/17/11
to
Am Thu, 17 Nov 2011 02:14:57 -0800 (PST) schrieb Lothar Frings:

> Yvonne Steiner tat kund:
>
>> Manfred Ho� <rostker...@arcor.de> wrote:
>
>>> In der 1911 erschienenen 3. Ausgabe von Karl Erbes W�rterbuch, das recht
>>> S�ddeutsch angehaucht ist, kommt "rein(e)machen" vor. Das Wort taucht aber
>>> bereits in Adolph Freiherr von Knigges Buch "Roman meines Lebens in Briefen
>>> herausgegeben", das zwischen 1781 und 1783 erschien, auf, und ebenso,
>>> wahrscheinlich f�r die Bekanntheit bedeutsamer, in Wilhelm Hauffs 1827
>>> erschienenem M�rchen "Zwerg Nase".
>>
>> Auch im Grimm steht das Wort "reinmachen". Gleiche Bedeutung wie heute.
>
> Und dann gibt es noch das, was sich
> R�tger Feldmann ("Werner", norddeutsch) unter einer
> Reinmachfrau vorstellte.

Bei dem gibts auch den Rheinschiffer, funktioniert ganz �hnlich (der Mensch
auf dem Arbeitsamt h�lt dem Rheinschiffer einen Nachttopf hin mit den
Worten "Na dann zeigen Sie doch mal was Sie k�nnen!").

Gr��e,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 17, 2011, 8:51:44 AM11/17/11
to
Am Thu, 17 Nov 2011 02:24:26 -0800 (PST) schrieb Lothar Frings:

> Helmut Richter tat kund:
>
>> In Dld haben wir uns daran gew�hnt, dass es mehrere Polizeien gibt,
>> insbesondere Landes- und Bundespolizei.
>
> Im angeblich so entspannten Italien gibt
> es auch etliche Polizeien. Funktionieren
> tut trotzdem nichts.

Die haben teilweise sogar eigene Grenzkontrollstellen. Wenn man von der
Deutschschweiz nach Ascona f�hrt, dann kommt man durch ein kleines St�ck
Italien, da stehen dann in einem kleinen Dorf mehrere Zollh�uschen
hintereinander. Polizei, Grenzwache, Finanzpolizei. Letztere kontrolliert
wohl nur LKW. War einigerma�en verwirren, ich wu�te gar nicht, wo ich
anhalten sollte und wo man einfach durchf�hrt.

Das mit den vielen Polizeien gibt es in Spanien auch. Ich war letztes Jahr
in Mallorca in der N�he der Kathedrale, als sich da wohl jemand wichtiges
aufhielt. Da standen teilweise 5 verschieden uniformierte Leute jeweils in
Gr�ppchen nebeneinander (Stadtpolizei, Landespolizei, Guardia Civil,
Milit�rpolizei und noch irgendwelche Hanseln), vermutlich mu�te da einer
auf den anderen aufpassen. H�tte die Burschen gerne mal abgelichtet, aber
dann h�tten die mich sicher verhaftet oder erschossen.

Gr��e,

Frank

Oliver Cromm

unread,
Nov 17, 2011, 8:58:44 AM11/17/11
to
* Gunhild Simon:

> On 17 Nov., 00:44, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
> wrote:

["Perle" für die Haushaltshilfe]
>> Ich erinnere mich, das in den 70ern, als es mir erstmals, ich
>> glaube in Witzen, begegnete, als veraltet wahrgenommen zu haben.
>
> Ich glaube, "veraltet" ist nicht das richtige Wort.

Ich war bemüht, meine Wahrnehmung als subjektive zu kennzeichnen.
Mir ist das Wort in Witzen und Geschichten meist aus der
Vorkriegszeit begegnet, in modernen Zusammenhängen, zu meinen
Lebzeiten, nicht mehr. Das von Roland gezeichnete Bild mit dem
vorne geknoteten Kopftuch paßte auch in meiner Vorstellung sehr
gut zu dem Wort. Ich verkehre aber auch nicht in den richtigen
Kreisen, um die Anwendung dieses Wortes persönlich zu erleben.

--
"Bother", said the Borg, as they assimilated Pooh.

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 9:32:30 AM11/17/11
to
Oliver Cromm wrote:
> * helmut.p.einfalt:
>
>> [...] Zumindest ein Dutzend österreichische Städte haben also
>> zwei Polizeie. Oder Polizeien. Oder Poliwasweißich... wieauchimmer
>> der Plural von "Polizei" lautet.
>>
>> (Das ist natürlich kein Phänomen der Landeshauptstädte, weil dort
>> die
>> Polizeiaufgaben seit jeher nicht von der Gendarmerie, sondern von
>> der
>> BundesPolizei wahrgenommen wurden -- die Städte mit eigenem Statut
>> haben daher gleich gar keine eigene Polizei eingerichtet.)
>
> Das verstehe ich jetzt nicht: es gab schon vorher eine
> Bundespolizei neben der Gendarmerie, jetzt hat der Bund eine
> Bundespolizei und eine Polizei?

Die Republik hatte
-- in den Städten mit eigenem Statut eine (Bundes-) Polizei,
-- in allen anderen Bezirken eine (Bundes-) Gendarmerie.

Die Bundespolizeidirektion in den Statutarstädten entsprach dem
Bezirksgendarmeriekommando am Land.

Einige Städte -- nicht aber die Statutarstädte -- hatten (und haben)
ihre eigene (Stadt-) Polizei.

Die Bundesländer haben garnix, weil sie keine einschlägige Kompetenz
haben.

Als man dann meinte, Gendarmerie und (Bundes-)Polizei zusammenlegen zu
müssen, entstand eine gemeinsame (Bundes-) Polizei. Die heißt:
Polizei, weil mehr als sieben Buchstaben konnte man dem Herrn Minister
nicht zumuten, wo er sich doch schon die drei Ziffern des Notrufs
(133) hat merken müssen...

So weit, so gut.

Nur gibts jetzt in etwelchen Städten neben dieser Bundespolizei noch
immer die stadteigene Polizei, ergo firmieren beide unter dem Namen
"Polizei", aber als selbständige getrennte Wachkörper.

Früher: Polizei (egal ob Bund oder Stadt) grün, Gendarmerie grau. War
dort gut auseinanderzuhalten, wo es zwei Wachkörper gab.
Heute: Polizei blau, und Polizei blau.

Wie also behilft sich der Einheimische zur Unterscheidung?

Er nennt das "Gendarmerie", was er schon immer "Gendarmerie" genannt
hat.

Selbst die Polizei tut das übrigens: Als ich nämlich mit einem
Strafzettel -- auf dem "Polizei" draufstand un ich ergo nicht wusste,
welche der beiden "Polizeien", die beide dazu befugt sind, mir ihn
aufgebrummt hatte -- zur nahegelegenen Polizeiwache ging, auf der auch
"Polizei" draufsteht: "Na, da san mir net zuaständig, da miassns aussi
auf d'Gendarmerie!"

*Das* hättma auch billiger haben können!

Helmut
--
De scheenste Marie
is de Schandarmarie...

Message has been deleted

Helmut Richter

unread,
Nov 17, 2011, 10:15:09 AM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011, Oliver Cromm wrote:

> ["Perle" für die Haushaltshilfe]
> >> Ich erinnere mich, das in den 70ern, als es mir erstmals, ich
> >> glaube in Witzen, begegnete, als veraltet wahrgenommen zu haben.
> >
> > Ich glaube, "veraltet" ist nicht das richtige Wort.
>
> Ich war bemüht, meine Wahrnehmung als subjektive zu kennzeichnen.
> Mir ist das Wort in Witzen und Geschichten meist aus der
> Vorkriegszeit begegnet, in modernen Zusammenhängen, zu meinen
> Lebzeiten, nicht mehr. Das von Roland gezeichnete Bild mit dem
> vorne geknoteten Kopftuch paßte auch in meiner Vorstellung sehr
> gut zu dem Wort.

In meiner nicht. Das vorne geknotete Kopftuch hat die Putzfrau (eher älter
und korpulent), die auf dem Boden kniend denselben schrubbt; die "Perle"
macht feinere Aufräumarbeiten, kocht, näht und wischt Staub, macht aber
keine Knochenarbeit, die das Kopftuch rechtfertigen würden.

Aber ich kenne Perlen auch nicht mehr aus eigener Anschauung.

--
Helmut Richter

Lothar Frings

unread,
Nov 17, 2011, 10:59:43 AM11/17/11
to
Oliver Cromm tat kund:

> Außerhalb von Quebec und Ontario gibt es
> fast nur die Bundespolizei, die berühmten Mounties; hier in
> Montreal sieht man die so gut wie gar nicht.

Bei dem Weg - früher habe ich ab und zu
"Ein Mountie in Chicago" gesehen. Der wurde
als echter Supermann dargestellt; konnte
alles, wußte alles, schaffte alles. Orientierte
sich auch gern mal an Sternbildern, wo andere
ein Navi brauchten. Gelten die in Kanada
tatsächlich als Eliteeinheit?

Gerald Fix

unread,
Nov 17, 2011, 12:00:59 PM11/17/11
to
On Wed, 16 Nov 2011 20:11:38 +0000 (UTC), Stephen Hust
<shNO...@a1.net> wrote:

>Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>
>> * Gerald Fix <gf...@kabelbw.de>:
>
>>> Reinemakefrau, heißt es in "dead men don't wear plaid", wenn
>>> ich mich recht erinnere.
>
>> Da hiess es "cleaning woman". In der deutschen Version, wie Ralf
>> schreibt, "Reinemachefrau".
>
>Aber das deutsche Wort kommt in der englischen Version vor.
>
><http://www.imdb.com/title/tt0083798/quotes?qt=qt0356007>

Ja. Steve Martin gerät in Wut, wenn er "cleaning woman" hört und die
Wut richtet sich den Sprecher. Der deutsche Offizier soll dazu
verleitet werden, es auszusprechen und deshalb wirft ihm Rachel Ward
den Brocken Reinemachefrau hin, er soll es übersetzen.

Übrigens ein Film, der in der deutschen Version verboten gehört. Den
MUSS man im Original sehen.

--
Viele Grüße
Gerald Fix

Florian Ritter

unread,
Nov 17, 2011, 12:26:03 PM11/17/11
to
On 17 Nov., 14:44, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>
wrote:

> > Und dann gibt es noch das, was sich
> > R tger Feldmann ("Werner", norddeutsch) unter einer
> > Reinmachfrau vorstellte.
>
> Bei dem gibts auch den Rheinschiffer, funktioniert ganz hnlich (der Mensch
> auf dem Arbeitsamt h lt dem Rheinschiffer einen Nachttopf hin mit den
> Worten "Na dann zeigen Sie doch mal was Sie k nnen!").

Aus der Humorbeilage des "Hucklenbroicher Generalanzeigers" - FR

Oliver Cromm

unread,
Nov 17, 2011, 1:07:45 PM11/17/11
to
* Lothar Frings:
Früher sicher, heutzutage sind sie eher ein Mythos, den die
Kanadier gerne, auch mit Augenzwinkern, pflegen.

Sowas wie die Orientierung an den Sternbildern sagt ja auch nicht
nur "Elite", sondern spiegelt das Bild Kanadas als "backwater",
als gottverlassene Gegend fern der Zivilisation wieder.

Das Bild der Mounties kommt vermutlich aus der
Besiedlungsgeschichte. Im Gegensatz zu den USA, deren Mythos
zufolge Siedler in den Wilden Westen vordrangen und in Notfällen
die Kavallerie rufen mußten, ist das Bild in Kanada das, daß man
die Mounties vorschickte, und erst, als die für Ordnung gesorgt
hatten, kamen die Siedler.

Auch wenn beide Geschichten nur teilweise der Wahrheit
entsprechen, sind sie doch vermutlich prägend für die
unterschiedliche Selbst- und Weltwahrnehmung der beiden Nationen.

Hier kann man mehr erfahren:
<http://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Canadian_Mounted_Police#History>

Die Aufgaben im wilden Norden, wo es noch keine funktionierenden
Institutionen gab, waren halt sehr vielfältig (von Grenzschutz
über Drogenaufsicht bis hin zu geheimdienstlichen Aufgaben), und
die Lebensbedingungen hart.

--
Strategy: A long-range plan whose merit cannot be evaluated
until sometime after those creating it have left the organization.

Oliver Cromm

unread,
Nov 17, 2011, 1:07:47 PM11/17/11
to
* Helmut Richter:

> On Thu, 17 Nov 2011, Oliver Cromm wrote:
>
>> ["Perle" für die Haushaltshilfe]

>> Mir ist das Wort in Witzen und Geschichten meist aus der
>> Vorkriegszeit begegnet, in modernen Zusammenhängen, zu meinen
>> Lebzeiten, nicht mehr. Das von Roland gezeichnete Bild mit dem
>> vorne geknoteten Kopftuch paßte auch in meiner Vorstellung sehr
>> gut zu dem Wort.
>
> In meiner nicht. Das vorne geknotete Kopftuch hat die Putzfrau (eher älter
> und korpulent), die auf dem Boden kniend denselben schrubbt; die "Perle"
> macht feinere Aufräumarbeiten, kocht, näht und wischt Staub, macht aber
> keine Knochenarbeit, die das Kopftuch rechtfertigen würden.
>
> Aber ich kenne Perlen auch nicht mehr aus eigener Anschauung.

Gut möglich, daß meine Vorstellung von der "Perle" da nicht
differenziert genug ist. Es ging aber auch um die zeitliche
Einordnung, denn das vorne gebundene Kopftuch kenne ich ebenfalls
hauptsächlich aus Witzzeichnungen und kaum noch aus eigener
Anschauung.

--
WinErr 008: Erroneous error. Nothing is wrong.

Andreas Karrer

unread,
Nov 17, 2011, 2:48:05 PM11/17/11
to
* Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com>:

> Wenn man von der
> Deutschschweiz nach Ascona fährt, dann kommt man durch ein kleines Stück
> Italien,

Wo soll das sein?

Enklaven gibt es in der Schweiz; Büsingen (D) bei Schaffhausen,
Campione (I) im Tessin. Es gibt auch ein paar Strassen oder
Eisenbahnlinien zwischen schweizerischen Ortschaften, die über
ausländisches Gebiet verlaufen - aber zwischen der Deutschschweiz und
Ascona findet sich nichts derartiges.

- Andi

Joerg Digmayer

unread,
Nov 17, 2011, 4:07:54 PM11/17/11
to
Am 17/11/2011 09:53, schrieb Frank Hucklenbroich:

> Im Ruhrpott kann "Perle" auch "Freundin" oder "attraktives Mädchen"
> bedeuten. Jedenfalls habe ich es von Leuten aus Herne schon in dem
> Zusammenhang gehört ("Bringst Du morgen zur Party Deine Perle mit?").

Eine Quelle meines Umfeldes mit westfälischem Hintergrund verwendet
"Perle" in diesem Sinne leicht ironisch im Sinne von "bessere Hälfte" -
auch durchaus als "meine Perle [hat gesacht]".

Mich hat das anfänglich ziemlich verwirrt, kannte ich die Perle bis
dahin nur im Sinne der (unverzichtbaren) Haushaltshilfe.

Grüße
Jörg.

--
"Recht hat er, der Dingsbums."

Joerg Digmayer

unread,
Nov 17, 2011, 4:11:15 PM11/17/11
to
Am 17/11/2011 10:11, schrieb Frank Hucklenbroich:

> Kennst Du den Film "Tote tragen keine Karos"? Da spielt das Wort
> "Reinemachefrau" eine wichtige Rolle (soweit ich mich erinnern kann, auch
> in der englischen Originalfassung).


Ich mag jetzt nicht nachschlagen: Gibts davon überhaupt eine deutsche
Synchronfassung? Ich kenns nur als OmU.

Oliver Jennrich

unread,
Nov 17, 2011, 4:18:27 PM11/17/11
to
Joerg Digmayer <joergs.s...@gmx.de> writes:

> Am 17/11/2011 10:11, schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> Kennst Du den Film "Tote tragen keine Karos"? Da spielt das Wort
>> "Reinemachefrau" eine wichtige Rolle (soweit ich mich erinnern kann, auch
>> in der englischen Originalfassung).
>
>
> Ich mag jetzt nicht nachschlagen: Gibts davon überhaupt eine deutsche
> Synchronfassung?

Muss wohl. Im Original ist es jedenfalls 'cleaning woman'.

--
Space - The final frontier

Joachim Pense

unread,
Nov 17, 2011, 4:32:29 PM11/17/11
to
Es geht im Original um die deutsche Übersetzung von "Cleaning Woman".
Sie sagen dann glaube ich "Reinmachefrau".

Joachim

Christina Kunze

unread,
Nov 17, 2011, 4:55:12 PM11/17/11
to
Am 17.11.2011 07:21, schrieb Gunhild Simon:
> On 17 Nov., 07:08, Stephen Hust<shNOS...@a1.net> wrote:
>> Reinhard Gonaus<reinh...@ibido.at> wrote:
>>> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
>>> Aber ich sag einfach: die Martina.
>>
>> Mir ist noch etwas gerade eingefallen. Wurde "Bedienerin" schon
>> erwähnt?
>
> Jetzt von Dir.
>
> Ich habe den Begriff nie gehört, gleichwohl ich ihn verstehe:
> Aufwartefrau.

Die Verwendung von "gleichwohl" kommt mir sonderbar vor, ich hätte
"gleichwohl verstehe ich ihn" geschrieben.
Geht beides?

chr

Walter P. Zähl

unread,
Nov 17, 2011, 5:21:04 PM11/17/11
to
Reinhard Gonaus <rein...@ibido.at> wrote:
> Am 16.11.2011 23:06, schrieb Walter P. Zähl:
>> Reinhard Gonaus<rein...@ibido.at> wrote:
>>> Am 16.11.2011 14:43, schrieb Andrea Hoffmann:
>>>> Hi Marcin,
>>>>
>>>> mein letzter Stand ist, dass man sie als Raumpflegerin bezeichnet -
>>>> interessant, wie vielschichtig die Assoziationen sind, die diese
>>>> Bezeichnung auslöst... Ich für meinen Teil habe diverse Bilder
>>>> gleichzeitig im Kopf, sobald ich das Wort höre oder lese :).
>>>>
>>>> Grüße
>>>> Andrea
>>>>
>>>> "wort"<wo...@wp.pl> wrote in message
>>>> news:c87c55fa-a96e-4968...@l19g2000yqc.googlegroups.com...
>>>>> Guten Tag,
>>>>> wie bezeichnet man auf Deutsch eine Putzfrau, um die negative
>>>>> Konnotation zu verbergen? Reinigungsdame??
>>>>> Gruß
>>>>> Marcin
>>>>
>>>
>>> Zugehfrau hab ich schon öfters gelesen.
>>> Aber ich sag einfach: die Martina.
>>
>> Wie schon Klein Ernas Oma auf die Fage nach dem Namen ihres Dackel
>> antwortete:
>> "Also eigentlich heißt er ja Hannibal. Aber ich ruf immer nur 'Kömm!', und
>> denn kömmt er."
>>
>> /Walter
> Ich sag zu meinem: Kommst oder nicht?
> Dann kommt er oder nicht.

Siehste, und deshalb habe ich Katzen - die kann man rufen oder nicht,
sie kommen sowieso nur, wenn sie wollen.

/Walter

Walter P. Zähl

unread,
Nov 17, 2011, 5:45:34 PM11/17/11
to
Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:
> Am Thu, 17 Nov 2011 02:14:57 -0800 (PST) schrieb Lothar Frings:
>
>> Yvonne Steiner tat kund:
>>
>>> Manfred Hoß <rostker...@arcor.de> wrote:
>>
>>>> In der 1911 erschienenen 3. Ausgabe von Karl Erbes Wörterbuch, das recht
>>>> Süddeutsch angehaucht ist, kommt "rein(e)machen" vor. Das Wort taucht aber
>>>> bereits in Adolph Freiherr von Knigges Buch "Roman meines Lebens in Briefen
>>>> herausgegeben", das zwischen 1781 und 1783 erschien, auf, und ebenso,
>>>> wahrscheinlich für die Bekanntheit bedeutsamer, in Wilhelm Hauffs 1827
>>>> erschienenem Märchen "Zwerg Nase".
>>>
>>> Auch im Grimm steht das Wort "reinmachen". Gleiche Bedeutung wie heute.
>>
>> Und dann gibt es noch das, was sich
>> Rötger Feldmann ("Werner", norddeutsch) unter einer
>> Reinmachfrau vorstellte.
>
> Bei dem gibts auch den Rheinschiffer, funktioniert ganz ähnlich (der Mensch
> auf dem Arbeitsamt hält dem Rheinschiffer einen Nachttopf hin mit den
> Worten "Na dann zeigen Sie doch mal was Sie können!").
>

Und natürlich den Herrn Reinsch, der seinen Hut in der Bahn verloren hatte.
Glücklicherweise stand sein Name im Schweißband, wodurch der Schaffner
problemlos mit dem Hute in der Hand durch die Bahn gehen und fragen
konnte: "Jemand hier, der Reinsch heißt?"

Apropos:
Ich habe heute mein Handy in der Bahn liegen lassen. Wurde auch nach einem
Anruf des freundlichen Bahnbediensteten bei der nächsten Station gleich im
Zug
gefunden und dann ca 100 km weiter auf einem Bahnhof deponiert.
Und da hätte ich es dann auch problemlos abholen können.

Per Nachnahme schicken lassen ist dann doch billiger, das kostet "nur" 20
Euro.

Irgendwie hatte ich mir Service anders vorgestellt ... im Ansatz war's
einfach zu gut,
und dann ließ es ganz schnell nach.

/Walter

Oliver Cromm

unread,
Nov 17, 2011, 5:48:40 PM11/17/11
to
* Andreas Karrer:
Außer man rechnet die Gegend um Zermatt zur Deutschschweiz und
sieht 45 km als ein "kleines Stück" Italien an. Nur so als
Hypothese.

Diese Enklave scheint eine Kasinostadt zu sein. Wir waren statt
dessen zum Mittagessen am Comer See, da war man auch ziemlich
abrupt in Italien.

--
ASCII to ASCII, DOS to DOS

Walter P. Zähl

unread,
Nov 17, 2011, 5:51:01 PM11/17/11
to
Bei dem Bild sehe ich Heidi Kabel (Tratsch im Treppenhaus?) oder Inge
Meysel
(die Unverbesserlichen), hilfsweise Mama Hesselbach.
Ja, ich weiß, ich bin alt.

/Walter

gregor herrmann

unread,
Nov 17, 2011, 10:07:38 PM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011 08:39:23 -0500, Oliver Cromm wrote:

>> Was macht also der Eingeborene, wenn er die bundeseigene Polizei
>> braucht? Richtig, er ruft die Gendarmerie.
> Und wann braucht der Eingeborene die bundeseigene Polizei?

Wenn er "die Polizei" braucht.

>> (Das ist nat�rlich kein Ph�nomen der Landeshauptst�dte, weil dort die
>> Polizeiaufgaben seit jeher nicht von der Gendarmerie, sondern von der
>> BundesPolizei wahrgenommen wurden -- die St�dte mit eigenem Statut
>> haben daher gleich gar keine eigene Polizei eingerichtet.)
> Das verstehe ich jetzt nicht: es gab schon vorher eine
> Bundespolizei neben der Gendarmerie, jetzt hat der Bund eine
> Bundespolizei und eine Polizei?

(Freihaendig:)
Frueher gab es bundesweit die Polizei (in Staedten) und die
Gendarmerie (am Land). Plus irgendwelche Gemeindepolizeien.
Polizei und Gendarmerie wurden zusammengelegt zur Polizei, diese
Gemeindetruppen gibts noch.

(Mit Hilfe von https://de.wikipedia.org/wiki/Polizei_%28%D6sterreich%29 :)
2005: Zusammenlegung von "in gr��eren St�dten angesiedelten
Bundessicherheitswachekorps und Kriminalbeamtenkorps
(umgangssprachlich Polizei genannt) und der Bundesgendarmerie" zum
Wachkoerper Bundespolizei. ... "Neben der Bundespolizei existieren
noch weitere 48 Gemeindewachk�rper, die auch als
Gemeindesicherheitswachen, �rtliche Sicherheits-, Gemeinde- oder
Stadtpolizeien bezeichnet werden."
(Zu diesen --> https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeindewachk%C3%B6rper )


gregor
--
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`- NP: Ludwig Hirsch: Regen

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 18, 2011, 4:35:47 AM11/18/11
to
Am 17 Nov 2011 19:48:05 GMT schrieb Andreas Karrer:

> * Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com>:
>
>> Wenn man von der
>> Deutschschweiz nach Ascona fährt, dann kommt man durch ein kleines Stück
>> Italien,
>
> Wo soll das sein?

Mit dem Autoverlad von Kandersteg durch den Lötschberg nach Brig, dann
Richtung Domodossola, und später durch Santa Maria Maggiore und bei
Centovalli wieder in die Schweiz rein nach Ascona. Landschaftlich sehr
schöne Tour.

Okay, "kleines Stück Italien" war dann wohl etwas untertrieben, einige
Kilometer sind das schon, wenn ich es mir auf der Karte nochmal so anschaue
(ist Jahre her, so genau hatte ich das nicht mehr im Kopf).
Die gestaffelten Grenzhäuschen müssen dann wohl bei "San Marco" gewesen
sein.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 18, 2011, 4:38:05 AM11/18/11
to
So ist es, ausgesprochen "Reinemackefrau".

Grüße,

Frank
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