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Rassist (was: Gesichtsmasken und Vermummungsverbot)

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Dorothee Hermann

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Apr 23, 2020, 10:37:55 AM4/23/20
to
Am 23.04.20 um 15:10 schrieb Ralf Schneider:

> Gestern hat vor unserer Tür jemand mit dem laufenden Auto gestanden
> und 20 Minuten den Motor laufen lassen, bevor er ausgestiegen ist und
> geklingelt hat. Das ist verboten, aber die Polizei hat keiner
> angerufen. Ich habe es auch nicht getan, sonst hätte man mich als
> Rassist beschimpfen können.

"Rassist" ist vielleicht die falsche Bezeichnung in diesem Falle.
Wüsste auch die Polizei, die Dich u.a. auch damit nicht "beschimpft" hätte.

Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich, fremdenfeindlich;
(bildungssprachlich) xenophob".

Wenn Du magst, geh mit in die NG de.etc.sprache.deutsch.

fup d.e.s.d


Dorothee

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 23, 2020, 10:52:59 AM4/23/20
to
Am Thu, 23 Apr 2020 16:37:53 +0200 schrieb Dorothee Hermann:

> Am 23.04.20 um 15:10 schrieb Ralf Schneider:
>
>> Gestern hat vor unserer Tür jemand mit dem laufenden Auto gestanden
>> und 20 Minuten den Motor laufen lassen, bevor er ausgestiegen ist und
>> geklingelt hat. Das ist verboten, aber die Polizei hat keiner
>> angerufen. Ich habe es auch nicht getan, sonst hätte man mich als
>> Rassist beschimpfen können.
>
> "Rassist" ist vielleicht die falsche Bezeichnung in diesem Falle.
> Wüsste auch die Polizei, die Dich u.a. auch damit nicht "beschimpft" hätte.
>
> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich, fremdenfeindlich;
> (bildungssprachlich) xenophob".

Vermutlich sucht er das Wort "Denunziant" ("Wer ist der größte Lump im
Land, das ist und bleibt der Denunziant!").

Grüße,

Frank

Detlef Meißner

unread,
Apr 23, 2020, 11:00:24 AM4/23/20
to
Am 23.04.2020 um 16:37 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 23.04.20 um 15:10 schrieb Ralf Schneider:
>
>> Gestern hat vor unserer Tür jemand mit dem laufenden Auto gestanden
>> und 20 Minuten den Motor laufen lassen, bevor er ausgestiegen ist und
>> geklingelt hat. Das ist verboten, aber die Polizei hat keiner
>> angerufen. Ich habe es auch nicht getan, sonst hätte man mich als
>> Rassist beschimpfen können.
>
> "Rassist" ist vielleicht die falsche Bezeichnung in diesem Falle.
> Wüsste auch die Polizei, die Dich u.a. auch damit nicht "beschimpft" hätte.
>
> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich, fremdenfeindlich;
> (bildungssprachlich) xenophob".

Ich vermute, er wollte andeuten, der Fahrer sei kein Biodeutscher gewesen.

Detlef

Werner Holtfreter

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Apr 23, 2020, 3:07:41 PM4/23/20
to
Dorothee Hermann wrote:

> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich,
> fremdenfeindlich; (bildungssprachlich) xenophob".

Auch der Duden folgt also der politisch korrekten, sachlich aber
falschen Definition.

Rassismus bezieht sich sprachlich klar auf Rassen. Aber da es Rassen
angeblich nicht gibt, wird Rassismus umgedeutet als
Fremdenfeindlichkeit.
--
Gruß Werner
https://www.youtube.com/watch?v=fN--klIm3DQ
Ramelow dankt der CDU-Fraktion, dass sie
ihm durch Enthaltung den Weg geebnet habe.

Heinz Lohmann

unread,
Apr 23, 2020, 9:39:36 PM4/23/20
to
Am 24.04.2020 um 03:07 schrieb Werner Holtfreter:
> Dorothee Hermann wrote:
>
>> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich,
>> fremdenfeindlich; (bildungssprachlich) xenophob".
>
> Auch der Duden folgt also der politisch korrekten, sachlich aber
> falschen Definition.
>
> Rassismus bezieht sich sprachlich klar auf Rassen. Aber da es Rassen
> angeblich nicht gibt, wird Rassismus umgedeutet als
> Fremdenfeindlichkeit.
>

Man kann es aber auch so sehen, dass man den anderen einer "nicht
existenten Rasse" zuordnet, die man negativ bewertet.

Gibt es auch umgekehrten Rassismus? Also, dass ich meine eigene "Rasse"
für prinzipiell höherwertig halte?

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Sergio Gatti

unread,
Apr 24, 2020, 4:26:43 AM4/24/20
to
Heinz Lohmann hat am 24.04.2020 um 03:39 geschrieben:
> Gibt es auch umgekehrten Rassismus? Also, dass ich meine eigene "Rasse"
> für prinzipiell höherwertig halte?

Ich wage zu behaupten, dass *alle* Rassisten ihre eigene "Rasse" für
prinzipiell höherwertig halten.

Werner Tann

unread,
Apr 24, 2020, 5:27:27 AM4/24/20
to
wolfgang sch <s...@sig.nature> schrieb:

>Nein, es gibt/gab zB jüdische Antisemiten oder schwarze White
>Supremacists. Außerdem muss Rassismus nicht notwendigerweise einer
>höher/niedriger-Wertung enthalten, sondern einfach nur die Behauptung
>dass Menschenrassen unterschiedliche Charaktereigenschaften hätten.

So "neutral"-wissenschaftlich haben das wohl nur die "Rassisten" des
19. Jahrhunderts gesehen. Ich bezweifle, ob man diese damals als
Rassisten bezeichnet hat.

Werner Tann

unread,
Apr 24, 2020, 5:27:28 AM4/24/20
to
Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> schrieb:

>> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich,
>> fremdenfeindlich; (bildungssprachlich) xenophob".
>
>Auch der Duden folgt also der politisch korrekten, sachlich aber
>falschen Definition.
>
>Rassismus bezieht sich sprachlich klar auf Rassen. Aber da es Rassen
>angeblich nicht gibt, wird Rassismus umgedeutet als
>Fremdenfeindlichkeit.

Das ist IMO nicht der Punkt. Man kann Rassismus verstehen als
Ideologie, zu deren Bestandteilen die Behauptung zählt, dass es Rassen
gebe.

Analog wird z. B. der Begriff des Spiritismus nicht dadurch hinfällig,
dass die etablierte Wissenschaft die Existenz von Geistern bislang
nicht hat beweisen können. Spiritisten sind davon überzeugt, dass es
Geister gibt. Rassisten sind davon überzeugt, dass es Rassen gibt.

Du hast aber recht, dass es sich der Duden (auch wenn er kein Lexikon
ist) zu leicht macht. Rassismus ist kein Synonym zu
Fremdenfeindlichkeit. Zum Rassismus gehören essentiell die politische
Ausgrenzung, Unterdrückung, Verfolgung. Der Rassist stellt nicht nur
Unterschiede der eigenen "Rasse" zu anderen Völkern fest, er versucht
daraus auch eine Berechtigung zur Beherrschung der anderen abzuleiten.

Werner Tann

unread,
Apr 24, 2020, 5:27:28 AM4/24/20
to
Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> schrieb:

>Gibt es auch umgekehrten Rassismus? Also, dass ich meine eigene "Rasse"
>für prinzipiell höherwertig halte?

Was heißt "umgekehrt"? Die Überzeugung, die eigene Rasse sei die
beste, ist notwendiger Bestandteil eines jeden Rassismus.

Roland Franzius

unread,
Apr 24, 2020, 5:31:17 AM4/24/20
to
Nein, es gibt auch schwarze Rassisten, die die elenden Lebensbedingungen
der Schwarzen Communities in den alten Sklavenhalterstaaten als
Voraussetzung für ihre zukünftige Überlegenheit halten.

Auch die Nazis vom Typ Hitler sahen in den deutschen und
angelsächsischen Juden ja keine minderwertige Rasse, sondern eine
überlgenene, sozial und politisch gefährliche, die die Weltherrschaft
anstrebte. Als besonders gefährlich galt auch hier wieder Geist bei den
Männern und Schönheit der Frauen, die für den tumben, blauäugigen
Bauersmann und Handwerker gefährlich ist.

Und dann gibts ja immer noch Fürstin Gloria, die allein schon die
Schnaksel-Potenz der Vermehrung in Schwarz-Afrika als Gefahr für die
Gesellschaft mit Reprorate unter 1 fürchtet. Damit kann man noch heute
jeden streitbaren niederbairischen Biertisch einen, von Österreich mal
ganz zu schweigen.

--

Roland Franzius

Werner Tann

unread,
Apr 24, 2020, 8:12:06 AM4/24/20
to
Roland Franzius <roland....@uos.de> schrieb:

>> Ich wage zu behaupten, dass *alle* Rassisten ihre eigene "Rasse" für
>> prinzipiell höherwertig halten.
>>
>Nein, es gibt auch schwarze Rassisten, die die elenden Lebensbedingungen
>der Schwarzen Communities in den alten Sklavenhalterstaaten als
>Voraussetzung für ihre zukünftige Überlegenheit halten.

Auch eine konstruierte zukünftige Überlegenheit ist eine
Überlegenheit. Erinnert mich ein wenig an die Tröstung des
Christentums, dass die Gerechten einst sitzen werden zur rechten Hand
Gottes.

>Auch die Nazis vom Typ Hitler sahen in den deutschen und
>angelsächsischen Juden ja keine minderwertige Rasse, sondern eine
>überlgenene, sozial und politisch gefährliche, die die Weltherrschaft
>anstrebte.

Dafür hätte ich gerne ein Hitler-Zitat. Freilich ist ein Feind
gefährlich. Einen machtlosen Feind braucht man nicht ernstzunehmen,
selbst ihn Feind zu nennen, hätte etwas Lächerliches. Das Unkraut ist
der Feind des Gärtners, weil es die Macht hat, seinen Pflänzchen zu
schaden. Aber käme er auf die Idee zu sagen, das Unkraut wäre
höherwertiger als sein Grünzeug? Wäre es so, dann würde er Unkraut
züchten anstatt Rosen.

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 24, 2020, 9:37:32 AM4/24/20
to
Am Freitag, 24. April 2020 11:27:28 UTC+2 schrieb Werner Tann:

> >Gibt es auch umgekehrten Rassismus? Also, dass ich meine eigene "Rasse"
> >für prinzipiell höherwertig halte?
>
> Was heißt "umgekehrt"? Die Überzeugung, die eigene Rasse sei die
> beste, ist notwendiger Bestandteil eines jeden Rassismus.

Theoretisch könnte man sich auch mit einer Zweitbestenüberzeugung
von ungeliebten Anrainern abgrenzen, indem man diese in seiner
Zählung weiter hinten einsortiert.

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 24, 2020, 9:42:19 AM4/24/20
to
Am Freitag, 24. April 2020 14:12:06 UTC+2 schrieb Werner Tann:

> Einen machtlosen Feind braucht man nicht ernstzunehmen,
> selbst ihn Feind zu nennen, hätte etwas Lächerliches. Das Unkraut ist
> der Feind des Gärtners, weil es die Macht hat, seinen Pflänzchen zu
> schaden. Aber käme er auf die Idee zu sagen, das Unkraut wäre
> höherwertiger als sein Grünzeug? Wäre es so, dann würde er Unkraut
> züchten anstatt Rosen.

Wenn ein mehr oder weniger intuitiver Anhänger
einer Rassenlehre ein Volk bewundert wegen
Körperbau, Augenfarbe oder was auch immer,
wie formt er sich und seine Leute um außer
langfristig durch Versuche, dort einzuheiraten?

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 24, 2020, 9:50:13 AM4/24/20
to
Am Freitag, 24. April 2020 11:31:17 UTC+2 schrieb Roland Franzius:

> Und dann gibts ja immer noch Fürstin Gloria, die allein schon die
> Schnaksel-Potenz der Vermehrung in Schwarz-Afrika als Gefahr für die
> Gesellschaft mit Reprorate unter 1 fürchtet.

Und ich Esel dachte, sie habe über die
Ausbreitung von Retroviren gesprochen.

Manfred Hoß

unread,
Apr 24, 2020, 11:48:02 AM4/24/20
to
Am Fri, 24 Apr 2020 11:27:25 +0200 schrieb Werner Tann:

> Zum Rassismus gehören essentiell die politische
> Ausgrenzung, Unterdrückung, Verfolgung. Der Rassist stellt nicht nur
> Unterschiede der eigenen "Rasse" zu anderen Völkern fest, er versucht
> daraus auch eine Berechtigung zur Beherrschung der anderen abzuleiten.

"Rassismus

M. (-; ohne Pl.), im 20. Jh. gebildete subst. Ableitung zu → Rasse 4 in der
Bed. ‘Rassenideologie, Gesamtheit rassenideologischer Denk- und
Verhaltensweisen’, eine im Zusammenhang mit imperialistischen,
faschistischen und reaktionären Bestrebungen auftretende Ideologie, die
sich zur Rechtfertigung der Diskriminierung, Unterdrückung bis zur
Ausrottung mißliebiger Minderheiten des (naturwissenschaftliche und
sozialhistorische Tatsachen und Erkenntnisse verkennenden oder diese
fälschenden) rassentheoretischen Postulats der Höher- oder Minderwertigkeit
der verschiedenen Menschenrassen bedient (vgl. Nationalsozialismus in
Deutschland und heute bes. die Schwarz-Weiß-Auseinandersetzungen in
Südafrika und den USA). Dazu in jüngster Zeit die subst. Ableitung Rassist
M. (-en; -en) ‘Vertreter, Anhänger des Rassismus’ mit der dazugehörigen
adj. Ableitung rassistisch ‘auf der Grundlage, im Sinne des Rassismus’."

Quelle: https://www.owid.de/artikel/320744

Gruß
Manfred.

R. Schneider

unread,
Apr 24, 2020, 12:10:28 PM4/24/20
to
Am Thu, 23 Apr 2020 16:37:53 +0200 schrieb Dorothee Hermann:

Die Polizei sicher nicht, aber die Nachbarn.



--
http://www.kr-db.de

Christian Weisgerber

unread,
Apr 24, 2020, 12:30:06 PM4/24/20
to
On 2020-04-23, Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> wrote:

>> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich,
>> fremdenfeindlich; (bildungssprachlich) xenophob".
>
> Auch der Duden folgt also der politisch korrekten, sachlich aber
> falschen Definition.

Der Duden beschreibt oben den tatsächlichen Sprachgebrauch, was
auch dem Selbstverständnis der Redaktion entspricht.

Wer will, kann sich hinsetzen und eigene Wörterbücher und Stilführer
schreiben, wo er festlegt, wie die Leute seiner Ansicht nach schreiben
sollen. Dort kann man dann darauf beharren, dass „rassistisch“ einen
Bezug zum Blumenbach’schen Rassenbegriff haben muss; oder dass die
Leute statt des unnötigen lateinischen Lehnworts „Tisch“ doch einfach
„Brett“ sagen sollen; usw.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Ewald Pfau

unread,
Apr 24, 2020, 12:35:05 PM4/24/20
to
Werner Tann <wt...@gmx.at>:

> Auch eine konstruierte zukünftige Überlegenheit ist eine Überlegenheit.

Ist ja sagenhaft.

So grüßt immer wieder neu die ontologische Kapriole des perfekten Futurs.

Bittesehr, die arme Grammatik kann nix dafür. Da muss schon der fette Topf
mit den Ressentiments her, sonst wird das nix.

***

Wenn man nun zuschaut, wie so ein zugehöriger Blödheitstest gerade global
aufgeführt wird, kann einem etwas schräg im Gemüt werden. Wie groß war doch
gleich die Normalsterblichkeit pro Jahr?

Bei Lebenserwartung 80 Jahre stirbt pro Jahr ein Achtzigstel. Oder ist da
jetzt ein Denkfehler?

Ab wann beginnt dann Übersterblichkeit? Nein, solches gibt es im Moment so
oder so nicht, Hysterie hin oder her, es war ein milder Winter ... wohl aber
gibt es den ausdrücklichen Verzicht auf umfassende Tests zugunsten
belastbarer Aussagen. Und die Oberberater der Regierungen schleichen
drumherum wie um den heißen Brei, belastbare Aussagen zu vermeiden.

Der Epidemologe und Mikrobiologe stand gerade eine gute Stunde im
veröffentlichten Gespräch, hier findet sich Klarheit zu diesen Punkten, dass
mit wissenschaftlich fundierten Aussagen hantiert sei, vom Fachmann des
Metiers -

https://www.youtube.com/watch?v=Y6W-JIMCfmo

"KenFM am Set: Gespräch mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi zu Covid-19"

und der Boulevard des Mainstreams heult dagegen an, was zählen schon 35
Berufsjahre, 1200 Studenten, die er ausgebildet hat, wissenschaftliche
Entdeckungen, die auf ihn zurückgehen ... wenn die Luder vom Boulevard
geruhen, die ganze ARD rauf und runter, als Oberlehrer rotzen zu wollen,
eben, die Definitionsgewalt alleine für ihre Seite reklamieren, wie für ein
Futur vom angenommenen Zustand des Perfekt zu schwadronieren sei ...

***

Und nun schwebt obendrüber eine WHO, die Dreck am Stecken hat, noch und
noch, mit ein paar oligarchischen Gierhälsen drumherum, feist verwickelt ins
Gegenteil

des Schnackselns (bitte, wenn schon, dann mit c):

der Eugenik.

Bill Gates, kürzlich, live auf der Bühne:

Per Impfaktionen kann die Weltbevölkerung um 10 bis 15 Prozent reduziert
werden.

Genau! zuhören!

nicht vergessen, bei solchem Schwadronieren auf einer verbrecherischen
Kategorie der obersten Schiene! Das ist eine Aussage von jetzt, diese Tage.
Peter König hat sie auf Globalresearch aufgegriffen:

https://www.globalresearch.ca/
bill-gates-and-the-depopulation-agenda-
robert-f-kennedy-junior-calls-for-an-investigation/5710021

(“If we are doing a real good job vaccinating childen, we can reduce the
world population by 10% to 15%”)

Den Dreck am Stecken hat kürzlich Robert Kennedy jr, Neffe des ermordeten
JFK, Rechtsanwalt und aktiv in Kinderrechtsfragen, zusammengetragen, wo die
WHO zusammen mit Gates überall hochkant hinausgeworfen wurden, weil ihr
Wirken Not und Elend verbreitete, gelähmte Kinder, Todesfälle, und obendrein
unfruchtbare Frauen im angestrebten Millionenmaßstab hinterließ.

https://kenfm.de/tagesdosis-23-4-2020-
bill-wie-gates-weiter-impfstoff-ist-vertrauen/

In Zeiten von angemessenem Verstandesgebrauch nennt man das vorsätzlichen
Völkermord, wovon hier die Rede ist.

***

Das ist der Unterschied zu obigem Hantieren mit einem perfekten Futur auf
dem Boulevard, hier sind es Absichtserklärungen mit entsprechend Kapital
plus Handlungsspielraum dahinter, noch dazu, wenn die ganze WHO nach dieser
Pfeife tanzt, die John-Hopkins-Universität plus ihre Datengräber, die
überall zitiert werden, das deutsche Robert-Koch-Institut darf indirekt hier
mit eingereiht werden ... dass solches Hantieren mit haarsträubenden
Aussichten als Vision im perfekten Futur als Drohung ernstgenommen werden
muss.

Das ist der Unterschied mit dem Boulevard des Mainstream dieser Tage. Da
kommen keine Recherchen mehr, da kommt immer nur mehr dieselbe Leier, und
Gates ist ihr Held. Das perfekte Futur, im Zirkus der Hysterie, den
Ressentiments zu dienen, immer brav zur Stelle, wo es Stiefel zu lecken gibt
anstatt die anstehende Arbeit zu erledigen, die beginnt bei Journalisten
damit, so eine Idee von einem perfekten Futur genau als die idiotische
Perfidie zu entlarven, die damit zu kaschieren ist, vorauseilender
Gehorsam.

***

Zum Rassismus gibt es hier nebenbei eine direkte Linie (sagte ich
andernfadens schon), der Clan der Gates (die Mär vom Tellerwäscher zum
Millionär ist albern wie sonst noch was) ist langfristig mit dem Clan der
Rockefellers befreundet, letztere wiederum hatten schon um 1930 ein stark
ausgeprägtes Faible für Eugenik und Bevölkerungskontrolle, der Vater des
Bill war hier ebenfalls einschlägig beruflich engagiert, die Rockefellers
finanzierten der NSDAP ihre Institute zur Rassenhygiene (!), eben, weil es
voll auf ihrer Linie lag,

und bei den jetzigen Ambitionen ist diese Haltung über die Umtriebigkeit des
nun jüngsten Sprosses der Clans regelrecht zum Wahn mutiert, wie sich leicht
nachlesen lässt,

wenn man denn hinschauen will,

Gesundheit kommt nur aus der Spritze, und von sonst nirgendwo, und was da
drin ist, definiert die Industrie bzw. deren Oberkapitän, Gates spritzt
überall mit Millionen und Milliarden herum, wo es ihm Einfluss sichert.

Opportun in Ressentiments des vorauseilenden Gehorsams schwelgen, so
gebärdet sich dabei der Mainstream, und wenn man dort auch noch leicht
erschauert dumm gafft, bei dem Overkill des Aktionismus dieser Tage, so wird
man sich tunlichst hüten, mit belastbarer Analyse aufzuwarten. Ein Futur im
imaginierten Perfekt, zelebriert per Modus der vorsorglichen Unterwerfung.

Journalismus wie im Film geboten, der einst auf Arte ausgestrahlten
Produktion, Profiteure der Angst, von 2009, zu den Machenschaften der WHO,
in gemeinsamer Sache mit der Pharmaindustrie Riesenprofite herauszukeilen,
in Anbetracht einer Schweinegrippe damals, auch wenn diese nurmehr sich als
aufgepushter Flop darstellte, und dennoch schnell noch als Pandemie
ausgerufen wurde ...

diese Art Journalismus auf dem Mainstream kann man für diese jetzigen Tage
sich abschminken. Die Nachrichten sind woanders hin gewandert, der
Mainstream ergießt sich darin, zu desavouieren, herunterzuputzen, schlecht
zu machen -

eben: Ressentiments schüren ... das Perfekt im Futur hat der eigenen
Definition zu gehorchen, deshalb ist man mit der politischen Macht im
gleichen Kuschellager, egal, wie man die Tatsachen verdrehen muss, um den
grammatischen Unfug nicht auffliegen zu lassen.

2009 war es das Verdienst des Dr. Wodarg, für Klarheit zu sorgen, zugleich
je in seiner Rolle als Verwaltungsmediziner, als gelernter Virologe,
praktizierender Arzt und politischer Mandatar. Und dass er damals recht
hatte, wird ihm nun zum Vorwurf gemacht, das geht ja nun garnicht, dass sein
Wort bei diesem Hintergrund Gewicht hat ...

so miserabel kommt das Gewäsch im Mainstream schon auf dem Zahnfleisch
seiner Dürftigkeit daher.

***

Aber gut, ich sehe, ganz oben wird das perfekte Futur schon damit
strapaziert, dass es zumindest grammatisch irgendwie nicht falsch ist. Das
ist zweifellos noch eine Nummer armseliger, wenn das schon rein als
unreflektierte Gewohnheit locker aus dem Ärmel geschüttelt sein soll. Die
Welt ist, weil ich sagen kann, dass sie ist, dann kann das ja wohl nicht
falsch sein. Egal, was ich sage. Oder so.

Es gäbe ja Abhilfe dagegen, zur besseren Treffsicherheit in Richtung pure
Empirie, nur könnte es dann leicht sein, dass man plötzlich nicht mehr so
einfach der lockere Haberer von den Freunden des übelsten Populärboulevard
ist.

Thomas Schade

unread,
Apr 24, 2020, 12:45:31 PM4/24/20
to
On 24.04.2020 18:35, Ewald Pfau wrote:
> Werner Tann <wt...@gmx.at>:

>> Auch eine konstruierte zukünftige Überlegenheit ist eine Überlegenheit.
>
> Ist ja sagenhaft.

Kerlchen, schieb dir deinen verschwurbelten Schwachsinn dort hin, wo die
Sonne nicht scheint. Schwurbel-Pfau und Tannenbraun, die Zecken von desd.


Ciao
Toscha
--
In the country, the quiet country no nurses sleep at night.
But in the White House the full-of-shite house the liar tweets tonight.
https://www.youtube.com/watch?v=TkU1ob_lHCw

Stefan Schmitz

unread,
Apr 24, 2020, 2:24:19 PM4/24/20
to
Am Freitag, 24. April 2020 18:45:31 UTC+2 schrieb Thomas Schade:
> On 24.04.2020 18:35, Ewald Pfau wrote:
> > Werner Tann <wt...@gmx.at>:
>
> >> Auch eine konstruierte zukünftige Überlegenheit ist eine Überlegenheit.
> >
> > Ist ja sagenhaft.
>
> Kerlchen, schieb dir deinen verschwurbelten Schwachsinn dort hin, wo die
> Sonne nicht scheint. Schwurbel-Pfau und Tannenbraun, die Zecken von desd.

Du erkennst darin tatsächlich Schwachsinn?
Mir ist es noch nie gelungen, den Inhalt eines Pfau-Postings zu erfassen.

Detlef Meißner

unread,
Apr 24, 2020, 2:45:59 PM4/24/20
to
Stefan Schmitz schrieb:
Das geht mir runter wie Öl! :-)

Detlef

--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.

Thomas Schade

unread,
Apr 24, 2020, 3:40:10 PM4/24/20
to
On 24.04.2020 20:24, Stefan Schmitz wrote:
> Am Freitag, 24. April 2020 18:45:31 UTC+2 schrieb Thomas Schade:
>> On 24.04.2020 18:35, Ewald Pfau wrote:

>>>> Auch eine konstruierte zukünftige Überlegenheit ist eine Überlegenheit.
>>>
>>> Ist ja sagenhaft.
>>
>> Kerlchen, schieb dir deinen verschwurbelten Schwachsinn dort hin, wo die
>> Sonne nicht scheint. Schwurbel-Pfau und Tannenbraun, die Zecken von desd.
>
> Du erkennst darin tatsächlich Schwachsinn?

Dafür reicht eine einzige Zeile:
|"KenFM am Set: Gespräch mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi zu Covid-19"

> Mir ist es noch nie gelungen, den Inhalt eines Pfau-Postings zu erfassen.

Das gelingt bei dieser obskuren Mischung aus selbstgefälliger, maligner
Logorrhoe und rechts-esoterischem Verschwörungsgedöns wohl niemandem.

Ewald Pfau

unread,
Apr 24, 2020, 5:29:24 PM4/24/20
to
Detlef Meißner <unge...@mailinator.com>:
> Stefan Schmitz schrieb:

>> Mir ist es noch nie gelungen, den Inhalt eines Pfau-Postings zu erfassen.

Lesen hilft ungemein. Allerdings hatte ich nicht vor, eine literarische
Nummer zum Konsum anzubieten. Eher ein Mosaik mit Zutaten aus verschiedenen
Seiten. Die gedankliche Interaktion beim Lesen hilft also auch, wie man sich
das Mosaik zusammensetzt.

(Oder war dieser Absatz jetzt auch schon zu schwer?)

> Das geht mir runter wie Öl! :-)

Ach ... soll ich jetzt gerührt sein? Mei-o-mei.

Der Vorposter ist mit einschlägiger Agenda unterwegs, spielt den Wurschtel
und verrät sich mit mit manipulativem Geschick. Muss man nichts weiter dazu
sagen. Brauchma net, danke.

Wollen wir konstruktiv bleiben, so nimmst du die sprachliche Ebene, die der
Knabe unterschlagen hat, um per Unterschlagung saublöde Assoziationen zu
pushen - hat sich gerade hier auch nochmal angehängt, und wenn man das
sieht, dann weiß man doch, was einen echten Billyboy-Fan auszeichnet,
Globalistenfanatiker wollen immer nur missionieren, jaja. Das einschlägige
Klima zum offenen Diskurs ist in Deutschland aus dieser Ecke mittlerweile
massiv vergiftet, dieserthalben, das geht hin bis zu Schlägereien vor
Veranstaltungen, die solcherlei Gesockse glaubt zensurieren zu müssen, nicht
globalistenfanatisch genug, oder so. Brauchma net. Sagte ich schon.

Also die Windung zum sprachlichen hin ist selbst wiederum sprachlich einfach
..

in der Grammatik ein Futur, das, indem es ausgedrückt wird, als Perfekt
angenommen wird. Aber wirklich als eines. Nicht nur fiktiv.

Und dann kommt die Journaille. Und dann die ganze Propagandalinie.

Diese grammatische Wendung ist dort das tägliche Brot.

Ungefähr so, wie Märchen beginnen: es war einmal.
Nur eben genau andersrum: wir aber sagen euch.

Und im Moment bekommt die ganze Welt eingebrockt, wie es die Geschichte noch
nie gesehen hat, das ist doch sagenhaft. Da wird man doch wohl ein Wort dazu
verlieren können, und wenn der ganze Mainstream immer nur A sagt, und das
kompetente Fachpersonal sagt hingegen B, also die Leute, die oft genug
bewiesen haben, dass sie überblicken, was abgeht, weil das ihr täglich Brot
ist, bei den Profis im Beruf, dann braucht man den Mainstream nicht mehr
dazu, das mitzunehmen, dass es nicht nur A gibt, sondern auch B. Die Welt
der Medien hat sich gewandelt. Auch wenn die Flimmerröhre immer wieder
einmal sperrt, oder der Googleapparat oder die bei den Fratzen manipulieren
was das Zeug hält (sie machen keinen Hehl daraus).

Das ist doch jetzt einfach.

Dann aber daraufhin zu sagen, es ist schwierig, das zu lesen, was von mir
kommt - nun ja ...

Grammatisch gesehen ist es ein Ding mit einem Futur, in dem ein Perfekt
verpackt wird. Sprache ist ja doch faszinierend. Um im Bilde zu bleiben.

Da geb ich zu, das ist dann nicht mehr ganz so einfach. Von der Logik und
von den Konsequenzen her. Von der Sprache her ist es immer noch einfach.

Und das kann man dann dagegenstellen, wo man dies auch schlimm verhunzen
kann, was doch eben mein Vorposter getan hat, wie ich denke, es gezeigt
haben zu können. Habe ich denn doch wohl begründet.

Man sollte sich da von den Billyfanboys nicht gleich irre machen lassen. Die
sind ja womöglich noch schlimmer als die Kronenzeitungszitierer. Wobei ich
mir an sich beiderlei Spezies eher vom Leib zu halten trachte.

Werner Holtfreter

unread,
Apr 24, 2020, 6:31:15 PM4/24/20
to
Werner Tann wrote:

> Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> schrieb:
>
>> Rassismus bezieht sich sprachlich klar auf Rassen. Aber da es
>> Rassen angeblich nicht gibt, wird Rassismus umgedeutet als
>> Fremdenfeindlichkeit.
>
> Das ist IMO nicht der Punkt. Man kann Rassismus verstehen als
> Ideologie, zu deren Bestandteilen die Behauptung zählt, dass es
> Rassen gebe.
>
> Analog wird z. B. der Begriff des Spiritismus nicht dadurch
> hinfällig, dass die etablierte Wissenschaft die Existenz von
> Geistern bislang nicht hat beweisen können. Spiritisten sind davon
> überzeugt, dass es Geister gibt. Rassisten sind davon überzeugt,
> dass es Rassen gibt.

Das überzeugt mich.

> Du hast aber recht, dass es sich der Duden (auch wenn er kein
> Lexikon ist) zu leicht macht. Rassismus ist kein Synonym zu
> Fremdenfeindlichkeit. Zum Rassismus gehören essentiell die
> politische Ausgrenzung, Unterdrückung, Verfolgung. Der Rassist
> stellt nicht nur Unterschiede der eigenen "Rasse" zu anderen
> Völkern fest, er versucht daraus auch eine Berechtigung zur
> Beherrschung der anderen abzuleiten.

Dann wären die Leute in amerikanischen Universitäten, die Negern
Bonuspunkte und Asiaten Maluspunkte bei der Aufnahmeprüfung geben,
um deren unterschiedliche mittlere Intelligenz auszugleichen,
*keine* Rassisten?

Werner Holtfreter

unread,
Apr 24, 2020, 6:40:50 PM4/24/20
to
Heinz Lohmann wrote:

> Gibt es auch umgekehrten Rassismus? Also, dass ich meine eigene
> "Rasse" für prinzipiell höherwertig halte?

Ich meine, der Begriff "umgekehrter Rassismus" beschreibt eine
Situation wie in Südafrika, wo die einstige Diskriminierung der
Neger durch die Buren im umgekehrten Sinne fortgesetzt wird.

Werner Holtfreter

unread,
Apr 24, 2020, 6:51:32 PM4/24/20
to
Ewald Pfau wrote:

> Lesen hilft ungemein.

Die Länge deines letzten Postings entspricht ungefähr dem, was man
maximal lesen möchte. Aber dein vorletztes im Thread würde durch
eine vorangestellte Zusammenfassung für den flüchtigen Leser eine
Aufwertung erfahren. Immerhin habe ich beim flüchtigen Lesen einen
interessanten Link gefunden.

Werner Tann

unread,
Apr 25, 2020, 3:12:27 AM4/25/20
to
Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> schrieb:

>Dann wären die Leute in amerikanischen Universitäten, die Negern
>Bonuspunkte und Asiaten Maluspunkte bei der Aufnahmeprüfung geben,
>um deren unterschiedliche mittlere Intelligenz auszugleichen,
>*keine* Rassisten?

Dahinter steckt der alte linke Grundsatz, statt Chancengleicheit
Chancengerechtigkeit zu realisieren. Bei Chanchengleichheit verlieren
die gesellschaftlich Benachteiligten immer, daher müsse man den
Zu-Kurz-Gekommenen eine Starthilfe, einen Vorsprung geben, sonst
können sie, bildlich gesprochen, als Humpelnde den Wettlauf nie
gewinnen. Andere wiederum nennen das positive Diskriminierung, zumal
im realen Leben gar nicht immer ausgemacht ist, ob de facto eine
Benachteiligung vorliegt (sind Neger dümmer?).

So diffizil wollte ich das gar nicht analysieren. Mir kam's darauf an,
festzuhalten, dass Abneigung, Haß und Verachtung gegenüber Fremden
nicht hinreichen, um von Rassismus zu sprechen. Das kann man, je nach
politischer Überzeugung, fremdenfeindlich nennen, aber rassistisch
wird's erst, wenn eine politische Haltung vorliegt, deren deutlichster
Ausdruck der Ausschluss anderer Ethnien von der politischen Teilhabe
ist, wenn man ihnen also das Wahlrecht abspricht oder absprechen will.
Ein Vater, der seiner Tochter verbietet, mit einem Neger zusammen zu
sein, der aber ansonsten ein politisch unauffälliger braver
Staatsbürger ist, ist kein "Rassist". Dem braucht nur der "richtige"
Neger unterzukommen, der ihn zu nehmen weiß, und die beiden werden
gute Nachbarn. Der angebliche Rassismus vieler Leute besteht in einer
Haltung, wie sie Clint Eastwood in "Gran Torino" zeigt. Er mag die
Asiaten nicht, riskiert letztlich aber sein Leben für sie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gran_Torino

Werner Tann

unread,
Apr 25, 2020, 3:12:27 AM4/25/20
to
wolfgang sch <s...@sig.nature> schrieb:

>Abgesehen von bestimmten Kreisen ist es heute nämlich Konsens, dass
>Nationalcharakter nicht genetisch sondern anerzogen ist,

Nun ist aber seit Entdeckung der Neuroplastizität die alte Debatte um
Erbe-oder-Umwelt überholt. Offenbar schreibt sich Kultur in die
Biologie ein. Der Unterschied zur alten Sicht ist die (theoretische)
Veränderbarkeit. Freilich wissen alle, wie schwierig Menschen zu
ändern sind.

Heißt: Nein, der Nationalcharakter ist nicht nur eine "Gedankenblase"
im Kopf, heute so, morgen anders, praktisch "aufgesetzt" aufs Fleisch,
nein, er ist "eingegraben" im Gehirn, sozusagen biologisch verankert.

Jemand mit fremder Kultur ist also nicht einer, der halt "ein bissl
andere Anschauungen hat". Er ist auch einer - ganz weit formuliert -
dessen Körper anders formatiert ist. Das entspricht natürlich nicht
den alten Rasse-Gedanken, aber so frei und luftig, wie sich die alte
neue Linke die kulturellen Prägungen zusammenphantasiert hat, scheint
all das nicht zu sein.

Ewald Pfau

unread,
Apr 25, 2020, 7:54:58 AM4/25/20
to
wolfgang sch <s...@sig.nature>:

> Abgesehen von bestimmten Kreisen ist es heute nämlich Konsens, dass
> Nationalcharakter nicht genetisch sondern anerzogen ist, oder dass das
> was man landläufig "schwarze Kultur" nennt, nicht biologisch an die
> Hautfarbe geknüpft, sondern tradiert ist. Deswegen nennt man die
> gegenteilige Auffassung auch in ihrer milden, nicht wertenden Form,
> Rassismus.

Anerzogen. Angeboren. Und Ende der Durchsage. Aus so einem Topf für die
Schwarz-Weiß-Malerei lässt sich fürtrefflich schöpfen, ist das doch so
billig, was da herauskommt, dass man es jedem Dahergelaufenen einfach um den
Hals hängen kannm, friss es und sei still.

Als da mir die Strukturale Anthropologie im Anschluss an Claude Lévy-Strauss
lange ein Anliegen war und weiter ist (soweit konstruktiv wirkende Reste
davon wahrnehmbar sind), stehe ich da etwas kopfschüttelnd davor - immerhin
müssen immer wieder die Scherben mit Gewalt und ganz ohne Umsicht
zusammengekehrt werden, die nach so einer Schwarz-Weiß-Malerei um sich
greifen.

Natürlich passt dies auch fein in den christlichen Horizont, tue Buße und
bekenne, weil du bist ein Schuldiger, und wenn nicht, dann bist du ein böser
Häretiker und gehörst geköpft.

Die bürgerliche Aufklärung hat das dann abgemildert und konterkariert, und
das mit dem Köpfen ist nurmehr Sitte am Hofe, wo dem Prediger Wahhabi
gehuldigt wird, sowie seinen Kriegern, den Söldnern im Geiste der
Salafisten, die tragen dies fort, ganz im Solde und per elektronischem
Spielzeug plus Waffen aus höchst christlichen Provenienz, wahrscheinlich der
rabiatesten solchen, die im Moment unter dem Titel der Pfingstler bzw.
Evangelikalen in Nord- udn Südamerika fett und breit bis in die höchsten
Kreise die Runde macht. Friss es und sei still.

Schwarz-Weiß. Und bist du nicht für uns, dann bist du gegen uns.

***

So wird das aber nix, das mit dem feineren Verständnis, was abgeht, wenn
Menschen nicht nur kurz einmal rasch einander Guten Tag! sagen, sondern über
Jahrhunderte und länger die Zeit miteinander verbringen.

Und isses nicht angeboren, dass Menschen einander sehr massiv zugehörig
sehen, heißa, dann kann ich sie in großen Massen von hinnen nach dannen
verfrachten, so spricht die Schwarz-Weiß-Malerei, den Menschen zur Wet-Ware
gestempelt, rein nur als industrielle Komponente rubriziert.

Der Intrigantenstadel rund um die UNO hat dies in Verlautbarungsform
gegossen und das Recht auf Migration draus gemacht. Zu einem Recht darauf,
zuhause zu bleiben, hat es dann nicht mehr gereicht.

Der Intrigantenstadel gehorcht den Industrie-Interessen, und die sind nun
einmal, in global-kolonialistischer Manier, genau in der Nachfolge jener
christlichen Schwarz-Weiß-Malerei. Und nichts anderes ist dahinter, als
jenes Geschwätz, das sich je als kurz angebunden verkaufen lässt. Für etwas
anderes reicht die Geduld der Investoren nicht. Das muss man verstehen.

Solches Schwarz-Weiß, also voll kompatibel mit dem stupiden Trott des
Neo-Liberalala-undsoweiter.

***

Unter Ethnologen ist die Sicht durch die Brille einer Strukturalen
Anthropologie wohlvertraut, und ich will sie hier nicht allzu weit
strapazieren, bekannt möge sein, dass Lévy-Strauss die Errungenschaft des
Strukturalismus in der Linguistik verallgemeinert hat, um das Zusammenleben
von Menschen im Geflecht ihrer Völkerschaften zu beschreiben.

In der Linguistik hat diese Methode den rieisigen Vorteil (und das wird hier
auch gut bekannt sein, hoffe ich), dass die Beschreibung alleine aus der
Idee heraus erfolgen kann, die Beschreibung von Sprache ent-dinglicht werden
kann.

Für Materialfetischisten ist das natürlich ein ungemütlicher Zustand, wenn
man beschreibt, ohne etwas angreifen zu können, außer wiederum Details aus
dem gedanklichen Konstrukt.

Aber von sich aus ist das ein epochaler Fortschritt, nach Ferdinand de
Saussure (der, wie gelegentlich zu vernehmen, seinerseits auf Gedanken von
Emile Durckheim aufsetzt, was wiederum in die Soziologie verweist, mit dem
Verhalten von Menschen statt ihrer Verständigung per Symbolisierungen.

***

Die Strukturale Anthropologie wird man leicht der Blüte der bürgerlichen
Aufklärung zuordnen können, im gedanklich sehr regen Frankreich bis Mitte
der 1970er. Sehr eigenartigerweise ist diese Blüte in der Zeit danach den
Bach hinuntergerauscht, rasch und ziemlich unvermittelt, ein letzter
Vermittler, Foucault, sieht man letzlich noch in unwürdigen Verhältnissen an
einer U-S-Uni abtauchen, in Puff-ähnlichen Umständen verkommen und umkommen.
Seltsam, das.

Genau dieses Erbe nach Lévy-Strauss, eines der letzten ausformulierten
Zeugnisse, ist hernach nur viel zu wenig mehr bekannt geworden.

Dafür scheint die Methode wo ganz anders auf, ebenso wie die Strukturale
Linguistik - klammheimlich als tragendes Gerüst dessen, wie die Giganten der
Datentechnik nun vorgehen.

Das ist der Strukturalismus in voller Blüte, unter absoluter Verheimlichung
seiner Genese, wo das herkommt, eben, wie Google operiert, wie Youtube
operiert, was bei Facebook als tragendes Gerüst anzunehmen ist, die Massen
von verbalen Bekundungen seines Milliardenpublikums mehr oder weniger
manipulativ herumzuschieben.

Der Strukturalismus in voller Blüte. Eine kleine Windung weiter und es wird
Waffentechnik daraus, wie bei den Yankees stets anzunehmen, wo diese
Giganten operieren, bei entsprechender Anhäufung vielversprechender
Möglichkeiten.

Da ist das hingegangen, zum Profit unter kommerziell-imperialen Vorzeichen,
was als spätere Frucht der bürgerlichen Aufklärung einer breiten Form von
Emanzipation, Hilfe zur gesellschaftlicehn Partizipation, zugute hätte
kommen können.

***

Es braucht diese infantile Herumzeigerei mit einem Rassenbegriff nicht, das
ist Unfug höchsten Ausmaßes, geeignet vor allem, um Menschen gegeneinander
auszuspielen und für blöd zu verkaufen. Man könnte die spätere Frucht der
bürgerlichen Aufklärung, als einen Fortschritt, den die 1930er Jahr noch
nicht kannten, sich zunutze machen. Aber lieber wird fadenscheinig mit einem
Erbe von verkappten Genies operiert, die ihrerseits einen Rassenbegriff
missbraucht hatten, und die bürgerliche Intelligenz hatte dem nichts
entgegenzusetzen als stupiden Opportunismus, und viele Jahrzehnte später ist
immer noch die Aufarbeitung blockiert, weil unter einem Titel von Geniekult
firmierend. Vielleicht braucht das nochmal 200 Jahre, bis man freiwillig die
gegenseitigen Abhängigkeiten beim Namen nennt, wo Kapital herkam, wo
opportune Unterstützung und derlei mehr. Bis dahin ist zu befürchten, dass
ein Hochhalten eines Geniekults, auch unter makabren Vorzeichen, weiterhin
Schaden anrichtet. Vielleicht ist das so gut genug protegiert, um weiter das
Publikum für dumm zu verkaufen, fast möchte es so scheinen.

Jedenfalls kann sich unter solchen Vorzeichen keine nüchterne Betrachtung
entwickeln, wie das zu verstehen ist, wie Menschen über Jahrhunderte und
noch viel mehr stabil Zusammenhalt beweisen, dieser Zusammenhalt seine
Prägungen hitnerlässt. Mit der Sturkutralen Anthropologie hätte es so eine
stabile Methode gegeben, hier hilfreich einzuspringen, aber die ist nun
leider irgendwie verschollen, irgendwohin in eine Form von Heimlichkeit,
Profite schöpfen zu können.

***

Was es für den Menscehn braucht, das ist seine Verwurzelung im Kontext der
Historie von seinesgleichen, wie es die Menschen geprägt hat und weiter
prägt, wie es langsam wächst und wie es Verhaltensformen reifen lässt, die
bis in die feinsten Hirnwindungen reichen. Das sind Prozesse, die leicht
über Jahrhunderte und viel mehr reichen - China und Persien, z.T. auch
Indien, rechnen nach vielen Tausenden von Jahren im Strang von stabiler
Zivilisation, dokumentierte Geschichte, und nicht mythische Konstrukte.

Und solches zu vermitteln, Aufklärung über das Zusammenleben in langen
Zeitachsen, das ist mit einem neoliberalen Konzept von Kolonialismus radikal
unvereinbar, von daher wird man eine Kultivierung dieser Blickweise auf dem
Rückzug finden, sobald Finanztechnik das Wirtschaften dominiert, also
beliebige Austauschbarkeit von allem gegen alles zum Maß wird, auch für
Menschen, deren Persönlichkeit dann nach einem Cluster von einzufordernden
Eigenschaften taxiert werden, Geschichte des Zusammenlebens eingetauscht
wird, gegen merkantil handelbare künstlich generierter Mythen.

***

Da geht sie dahin, die menschliche Intelligenz, ein Dasein auf dem Planeten
koordinieren zu können, weil die Dummköpfe, die dieserart dann als Gierhälse
den Diskurs angeben, eben mehr als einen Smalltalk von jetzt auf gleich nie
werden auf die Beine bringen können. Eher hacken sie sich gegenseitig noch
schnell mit ihren Geheimgesellschaften die Augen aus, solchem stupiden
Ersatz für die Traditionen, die sich im Zusammenleben von Völkern und deren
Gesellschaften verkörpern.

All diese Dummköpfe mit missionierendem Aufschlag zur Machtakkumulation, die
der finanztechnischen Anhäufung von unvorstellbaren Vermögensansammlungen
entspringen, kann man hier anführen, ob an Personen gebunden wie Soros oder
Gates, oder an Clubs die sie sich geschaffen haben, wie den WEF, usw., sie
haben dies gemein, eben die Strukturen des Zusammenlebens, wie sie die
Gesellschaften der Völker prägen, zu zerschlagen und rein willkürlich nach
profitgetriebenem Gutdünken zusammenzusetzen.

Ein Rassenbegriff als rotes Tuch ist da natürlich schon praktisch, zumindest
zur Ablenkung. Aber die Zeit, dass dieser für irgendwelche Erklärungen per
se benötigt würde, ist seit einigen Jahrzehnten definitiv vorbei.

Quinn C

unread,
Apr 25, 2020, 1:47:06 PM4/25/20
to
* Roland Franzius:

> von Österreich mal ganz zu schweigen.

Gute Idee.

--
GUGELFAHRT, f., mutwilliges treiben, lärmende lustbarkeit
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Quinn C

unread,
Apr 25, 2020, 2:00:37 PM4/25/20
to
* Manfred Hoß:

> im Zusammenhang mit imperialistischen,
> faschistischen und reaktionären Bestrebungen auftretende Ideologie

Quelle: DDR?

--
selbstheiligen und vom himmel dünkelheilige gefallene gugelfritzen
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Quinn C

unread,
Apr 25, 2020, 2:02:42 PM4/25/20
to
* Werner Holtfreter:

> Dorothee Hermann wrote:
>
>> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich,
>> fremdenfeindlich; (bildungssprachlich) xenophob".
>
> Auch der Duden folgt also der politisch korrekten, sachlich aber
> falschen Definition.

Der Duden folgt wie jedes vernünftige Wörterbuch dem tatsächlichen
Sprachgebrauch, der in diesem Fall die feine Unterscheidung zwischen
Fremden und Ganzfremden nicht für erheblich hält.

Lehrreich ist auch, mal nachzuschauen, worum es in dem Roman "Zwischen
den Rassen" von Heinrich Mann geht.

--
GOGEL, adj., ausgelassen, lustig, übermütig; lascivus.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Quinn C

unread,
Apr 25, 2020, 2:02:42 PM4/25/20
to
* Sergio Gatti:

> Heinz Lohmann hat am 24.04.2020 um 03:39 geschrieben:
>> Gibt es auch umgekehrten Rassismus? Also, dass ich meine eigene "Rasse"
>> für prinzipiell höherwertig halte?
>
> Ich wage zu behaupten, dass *alle* Rassisten ihre eigene "Rasse" für
> prinzipiell höherwertig halten.

Wenn man als weißer Mensch in die Welt hinausgeht, begegnet man der
Zwiespältigkeit der Vorurteile, die einem entgegengebracht werden. Man
wird zwar einerseits als fremd ausgeschlossen, andererseits aber auch
bewundert, gefürchtet, manchmal gehätschelt, manchmal für alle Übel der
Welt verantwortlich gemacht.

Japan, wo ich die meisten solchen Erfahrungen gemacht habe, ist ein
Paradebeispiel fûr die Komplexität dieser Frage. Ein tiefverwurzelter
Minderwertigkeitskomplex, der sie dazu treibt, sich von ihren
Nachbarvölkern abzugrenzen, weil sie mehr "wie Europäer/Amerikaner"
seien (Weiße werden oft ungefragt als Amerikaner eingeordnet), aber
natürlich auch immer mal wieder aufflammendes Ungehaltensein darüber,
daß diese eine Sorte Fremde der Maßstab für alles sein soll, wenn
Japaner doch fast alles auch und noch besser können.

Am Ende sind das aber alles Nebeneffekte des "klassischen" Rassismus.

--
das beten vermöge niemant dann die grawen gugler EBERLIN V. GÜNZBURG
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Manfred Hoß

unread,
Apr 25, 2020, 2:11:52 PM4/25/20
to
Am Sat, 25 Apr 2020 14:01:24 -0400 schrieb Quinn C:

> * Manfred Hoß:
>
>> im Zusammenhang mit imperialistischen,
>> faschistischen und reaktionären Bestrebungen auftretende Ideologie
>
> Quelle: DDR?

Die Definition stammt aus dem Deutschen Fremdwörterbuch, 1. Auflage.

"Das DFWB wurde 1913 von Hans Schulz begonnen, später von Otto Basler bis
zum Buchstaben Q weitergeführt, und von 1974 bis 1988 am Institut für
Deutsche Sprache fertiggestellt. Seit 1990 wird die noch auf Schulz und
Basler zurückgehende Buchstabenstrecke A bis Q völlig neu erarbeitet."
(Quelle https://www.owid.de/wb/dfwb/start.html)

Das Institut für Deutsche Sprache wurde 1964 in Mannheim gegründet und hat
seitdem dort seinen Sitz.

Gruß
Manfred.

Werner Holtfreter

unread,
Apr 25, 2020, 7:29:28 PM4/25/20
to
Werner Tann wrote:

> Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> schrieb:
>
>> Dann wären die Leute in amerikanischen Universitäten, die Negern
>> Bonuspunkte und Asiaten Maluspunkte bei der Aufnahmeprüfung
>> geben, um deren unterschiedliche mittlere Intelligenz
>> auszugleichen, *keine* Rassisten?
>
> Dahinter steckt der alte linke Grundsatz, statt Chancengleicheit
> Chancengerechtigkeit zu realisieren.

Letzteres hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Ich verstehe aber was
du meinst und würde sagen, gleiches Recht versus gleiches Ergebnis.
(Beides geht nicht.)

> Bei Chanchengleichheit verlieren die gesellschaftlich
> Benachteiligten immer,

Es verlieren die im Sinne der Anforderungen unfähigeren. Also
nichts, was von vornherein schlecht wäre.

> Der angebliche Rassismus vieler Leute besteht in einer Haltung,
> wie sie Clint Eastwood in "Gran Torino" zeigt. Er mag die
> Asiaten nicht, riskiert letztlich aber sein Leben für sie.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Gran_Torino

Ja, auch ich finde es völlig in Ordnung, die einen zu mögen und die
anderen eben nicht:

https://www.facebook.com/wsdvm8y1/videos/511688252374104/

Werner Holtfreter

unread,
Apr 25, 2020, 7:29:57 PM4/25/20
to
Christian Weisgerber wrote:

> On 2020-04-23, Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> wrote:
>
>>> Duden meint, rassistisch wäre "ausländerfeindlich,
>>> fremdenfeindlich; (bildungssprachlich) xenophob".
>>
>> Auch der Duden folgt also der politisch korrekten, sachlich aber
>> falschen Definition.
>
> Der Duden beschreibt oben den tatsächlichen Sprachgebrauch, was
> auch dem Selbstverständnis der Redaktion entspricht.

Dieser Sprachgebrauch entsteht aber nicht spontan, sondern wird
maßgeblich und bewusst von den Medien geprägt. Wer die Sprache
beherrscht, beherrscht das denken. Der Begriff "Framing" ist ja
breiter bekannt, seit sich die ARD für viel Geld dazu beraten ließ:

https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-framing-gutachten-der-ard/

Gegenwehr, die die Wörter in ihrer hergebrachten Weise oder
überhaupt verwendet, statt sie sich verbieten zu lassen, wie
etwa "Neger", halte ich daher für legitim.

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 26, 2020, 1:43:22 AM4/26/20
to
Am Sonntag, 26. April 2020 01:29:57 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:

> Wer die Sprache
> beherrscht, beherrscht das denken.

Da besteht bei Dir keine Gefahr.

Helmut Richter

unread,
Apr 26, 2020, 7:58:47 AM4/26/20
to
On Sun, 26 Apr 2020, wolfgang sch wrote:

> Nimm ein schwarzes Baby aus dem
> tiefsten Afrika, lass es in Deutschland aufwachsen, und du bekommst
> einen Deutschen mit allen zugehörigen Charaktereigenschaften einschl.
> Bedenkenträgerei, German Angst und Mülltrennung.

Und alle anderen Deutschen fragen:

– „Und wo kommst du her?“
– „Wieso? Ich bin hier geboren.“
– „Ja, schon. Aber wo kommst du *wirklich* her?“

In manchen der anderen Beispiele ists vielleicht genauso, aber in manchen
vielleicht auch auch nicht.

--
Helmut Richter

Dorothee Hermann

unread,
Apr 26, 2020, 8:02:24 AM4/26/20
to
Am 26.04.20 um 13:58 schrieb Helmut Richter:
> On Sun, 26 Apr 2020, Wolfgang Sch. wrote:

>> Nimm ein schwarzes Baby aus dem tiefsten Afrika, lass es in
>> Deutschland aufwachsen, und du bekommst einen Deutschen mit allen
>> zugehörigen Charaktereigenschaften einschl. Bedenkenträgerei,
>> German Angst und Mülltrennung.

> Und alle anderen Deutschen fragen:
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Ne, ne!

> – „Und wo kommst du her?“ – „Wieso? Ich bin hier geboren.“ – „Ja,
> schon. Aber wo kommst du *wirklich* her?“

Kommt darauf an, in welchem Dunstkreis man unterwegs ist.

> In manchen der anderen Beispiele ists vielleicht genauso, aber in
> manchen vielleicht auch auch nicht.

Oder so.
;-)


Dorothee

Werner Tann

unread,
Apr 26, 2020, 8:03:38 AM4/26/20
to
wolfgang sch <s...@sig.nature> schrieb:

>Ich bin überrascht, dass die Feststellung Widerspruch auslöst. Sie ist
>völlig ideologiefrei und leicht belegbar: Nimm ein japanisches Baby,
>lass es in den USA aufwachsen, und du bekommst einen Ami.

Da erinnere ich mich lebhaft an die in meiner Uni-Zeit rauf- und
runterzitierten Zwillingsforschungen. Gleiche Erbanlage und trotzdem
... Das alles ist nicht so einfach. Um auf deinen Ami zu kommen: Da
brauchst du erstmal einen Merkmalkatalog all dessen, was den typischen
Ami ausmacht. Zweitens musst du dann in der Lage sein, den Japan-Ami
treffsicher zu vermessen, also "alles" an ihm erkennen.
Wissenschaftlich gesehen dürfte schon der Merkmalskatalog schwierig
werden, wenn man sich nicht auf Nationalklischees beschränken will.
Ganz kritisch wird's bei der Persönlichkeitsanalyse, die wie jede
Analyse oft mehr über den Analytiker aussagt als über den
Analysierten.

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 26, 2020, 8:20:37 AM4/26/20
to
Am Sonntag, 26. April 2020 14:02:24 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 26.04.20 um 13:58 schrieb Helmut Richter:
> > On Sun, 26 Apr 2020, Wolfgang Sch. wrote:
>
> >> Nimm ein schwarzes Baby aus dem tiefsten Afrika, lass es in
> >> Deutschland aufwachsen, und du bekommst einen Deutschen mit allen
> >> zugehörigen Charaktereigenschaften einschl. Bedenkenträgerei,
> >> German Angst und Mülltrennung.
>
> > Und alle anderen Deutschen fragen:
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Ne, ne!
>
> > – „Und wo kommst du her?“ – „Wieso? Ich bin hier geboren.“ – „Ja,
> > schon. Aber wo kommst du *wirklich* her?“
>
> Kommt darauf an, in welchem Dunstkreis man unterwegs ist.

Auch unter Türken soll es üblich sein, zu
fragen, in welcher Gegend die familiären Wurzeln
des anderen liegen.

Werner Tann

unread,
Apr 26, 2020, 9:15:51 AM4/26/20
to
Dorothee Hermann <Dorothe...@gmx.net> schrieb:

>> – „Und wo kommst du her?“ – „Wieso? Ich bin hier geboren.“ – „Ja,
>> schon. Aber wo kommst du *wirklich* her?“
>
>Kommt darauf an, in welchem Dunstkreis man unterwegs ist.

Du findest es also ungehörig, unpassend, gegen die Etiquette,
*rassistisch*, etwa auf einer Party neugierig zu sein und dieser
Neugierde mit der Frage Ausdruck zu verleihen, woher die Eltern,
Großeltern des Negers kommen? Also etwa: "Hey, war dein Opa Zulu-King
oder Plantagen-Sklave?" Und ja, das war ein Späßle, ich weiß
schließlich, dass manche Neger ebenso wie die meisten Gutmenschen
recht humorlos sind, würde das also so nicht fragen.

Abschließend der Witz zum Sonntag über die kleine Dorothee, die nicht
nach der Herkunft fragt:

Dorothees Eltern (nach entsetztem Blick in die Wiege): "Oh mein Gott,
das Kind ist ja ganz schwarz? Wer ist denn der Papa?!"
Dorothee: "Ich weiß nicht, er hat sich mir als Deutscher vorgestellt,
und ich wollte nicht nachfragen."

Dorothee Hermann

unread,
Apr 26, 2020, 9:36:42 AM4/26/20
to
Am 26.04.20 um 14:20 schrieb Ulf.K...@web.de:
Wenn Du den Satz ernst meinst, hast du aber nicht verstanden, um was es
geht.


Dorothee

Dorothee Hermann

unread,
Apr 26, 2020, 9:36:52 AM4/26/20
to
Am 26.04.20 um 15:15 schrieb Werner Tann:
> Dorothee Hermann <Dorothe...@gmx.net> schrieb:
>>> – „Und wo kommst du her?“ – „Wieso? Ich bin hier geboren.“ –
>>> „Ja, schon. Aber wo kommst du *wirklich* her?“

>> Kommt darauf an, in welchem Dunstkreis man unterwegs ist.

> Du findest es also ungehörig, unpassend, gegen die Etiquette,
> *rassistisch*,

Ja. Ist find's sogar dumm-dreist und doof!

> etwa auf einer Party neugierig zu sein und dieser Neugierde
> mit der Frage Ausdruck zu verleihen, woher die Eltern,
> Großeltern des Negers kommen? Also etwa: "Hey, war dein Opa
> Zulu-King oder Plantagen-Sklave?"
> Und ja, das war ein Späßle, ich weiß schließlich, dass manche Neger
> ebenso wie die meisten Gutmenschen recht humorlos sind, würde das
> also so nicht fragen.

Ich glaube nicht, dass wir beide uns auf einer Party treffen würden.
Das meinte ich mit Dunstkreis!

> Abschließend der Witz zum Sonntag über die kleine Dorothee, die
> nicht nach der Herkunft fragt:
> Dorothees Eltern (nach entsetztem Blick in die Wiege): "Oh mein
> Gott, das Kind ist ja ganz schwarz? Wer ist denn der Papa?!"
> Dorothee: "Ich weiß nicht, er hat sich mir als Deutscher
> vorgestellt, und ich wollte nicht nachfragen."

Ach Du liebe Güte - hab ich Dich getroffen, so dass Du persönlich wirst?
Kannst Du nicht normal diskutieren?

Na gut, wenn es Dich glücklich macht, schreib nur!

Ich antworte ganz bestimmt nicht mit einem Hinweis auf alter Mann oder
Weeeerner!


Dorothee

Ewald Pfau

unread,
Apr 26, 2020, 10:04:23 AM4/26/20
to
wolfgang sch <s...@sig.nature>:
> Nimm ein japanisches Baby, lass es in den USA aufwachsen, und du bekommst
> einen Ami.

[...]

Ja, eben, schön, daber ich seh da nichts, was den Namen Rasse verdient.

Rasse gehört zum Züchterkauderwelsch, unsere Breiten sind leider voll damit
infiziert, als da die machtakkumulierende Schicht der Bevölkerung genau das
vormachte, sich Durchficken um des Erhalts der Stammbäume wegen und den Rest
zum Narren halten. Bei Hunden und Schweinen geht das ja noch durch, die
haben dann einen Züchter, wenn es Haus- oder Nutztiere sind.

Aber Mensch als erstes grundlegendes Phänomen des Menschen widerstrebt
solcher Analogie von Grund auf.

Die Einordnung in ein Fortschrittsszenatio zähle ich eher zu einer Art
Neurose in Folge von Problemen bei der Identifikationsfindung, inszeniert,
um eine schräge Erzählweise, mit Strängen zur eigenen Genese, aufrechthalten
zu können. Damit ist aber nichts zum Menschen an sich gesagt.

Andersherum würde es erst mit so einem Szenario sinnvoll, Mensch von
Menschen in Rassenzweigen zu scheiden. Das geht sich aber nicht aus, als da
Mensch zu Mensch als symboverarbeitender Zweibeiner prinzipiell der eine dem
anderen ähnlich ist.

Egal wo man auf einen solchen trifft und wie der aussieht.

***

Was aber den Riesenunterschied macht, das sind die Bedingungen, eben nicht
nur des Heranwachsens eines Individuums (diese Reduktion verrät einiges vom
Erbärmlichen der Kurchsichtigkeit), sondern des Teilens einer Geschichte und
von Methoden, sich auf der Welt zurechtzufinden. Über Jahrhunderte und mehr.

Und da kann man ganz anders die Spreu vom Weizen sondern, wenn man die
Völkerschaften hernimmt, die ihre Existenz auf Lüge und verkappte Brutalität
aufbauen, gegen solche, die stolz auf eine irre lange Geschichte
zurückblicken können. Erstere wirst du immer nur mit entweder Größenwahn
oder fetten Geldbeträgen ermuntern können, den Hintern hochzubekommen,

klar schon, woran ich hier denke, hastu den Wahn der Einzigartigkeit,
darfstu alle anderen von oben herab missionieren, hastu also Motivation, das
ist dann aber auf purer Aggressivität gegründet -

oder zugleich einer genauen Gegenidentität hierzu, die aber wiederum im
Grunde genommen ebenso heimatlos ist, dort, wo die Leute sagen, sie seien
dort zuhause,

und vielerlei Gefräßigkeit tagtäglich an den Tag legen müssen um ständig neu
ein Wohlbehagen zu simulieren. Das ist ein Beispiel von Entwurzelung per se,
die auch mit ewiger Kokettierei, das sei alles ganz anders, und tagtäglich
kommt eine neue Mode und will alles von gestern über den Haufen werfen,
nicht besser wird.

Homogenität und die Belastbarkeit kraft elementarer Redlichkeit der
Erzählweisen machen den Unterschied.

Schaustu dann woanders hin, da überdauern Massen von Menschen mit ihren
stabilen Erzählweisen die größten Trübseligkeiten, die ärgsten Nöte und
widerstehen dennoch kraftvoll jedweden Versuchen, ihnen per Entmündigung,
diesen Zusammenhalt betreffend, die Ressourcen zu stehlen.

Nein, die Yankees wissen nicht, warum nach und anch die ganze Welt gegen sie
ist. Dabei ist es so einfach. Siehe die obigen Zeilen.

Und das macht den Unterschied, dass man eben das für bare Münze nimmt,
Mensch kann Mensch nicht von Grund auf erklären, jedes Ansinnen in solche
Richtung, Mensch sei durch den Menschen erklärbar und also auch sortierbar,
ist erstmal Unfug, oder Lüge, oder Ablenkung von anderem.

Siehstu das ein, dann wirstu zustimmen, dass jeder Versuch, da mit einem
Rassebegriff zu hantieren, nur lächerlich ist.

***

Aber, wie gesagt, von Europa aus macht der Rassebegriff zum Menschen über
den Züchtungswahn seiner verblichenen Oberen einen eigenen Sinn, jenseits
von belastbarer Vernunft, die haben ja auch unentwegt Kriege geführt, das
hat sich nie entwickeln können zu einem Ausblick auf dauerhafte friedliche
Koëxistenz, Grundlage einer Zivilisation, der eine wirklich lange Geschichte
erst zuwachsen kann.

Und jenseits von belastbarer Vernunft geistert der Begriff dann weiter
herum, Gier nach solch mächtiger Vereinfachung kraft Schwarz-Weiß-Malerei,
wie ich anführte, die ihrerseits aber doch nur die Unfähigkeit zeigt, jemals
einen Frieden mit dem ewigen Trott der begleitenden Erzählweisen der
Menschen zu finden.

Tun wir den Monotheïsmus dazu, dann erläutert es sich vielleicht noch um
eine Spur leichter, als da diesem der Zwang gern beigefügt wird, unbedingt
den Rest belehren zu müssen, keine anderen Erzählweisen zu dulden.

***

Das alles sind durchaus Gründe, dass ein Rassebegriff ständig weiterschwelt.

Jenseits von Sinn und Verstand. Weil, Mensch zu Mensch ist sich prinzipiell
verwandt im Geiste, deshalb ist er Mensch. Da ständig hineinkeilen zu
wollen, ist zuerst einmal nur blöde, als da die entsprechenden keilenden
Gestalten einfach lernunwillig sind, beginnend damit, damit überfordert zu
sein, dass sie als Menschen unter Menschen auf dem Planeten sind.

Die NATO will Krieg und marschiert an der Grenze des riesigen Russland auf.
All die Blödheit auf einen Haufen in gebündelter Form kann man hier sehen -

diese Unfähigkeit des entsprechenden Personals, mit sich selbst Frieden
darin zu schaffen,

dass ringsum die Völkerschaften die Zeit im Kontinuum ihrer jeweiligen, zum
Teil sehr unterschiedlichen Erzählweisen verbringen,

gebärdet sich dermaßen rabiat, dass man fürchten muss, sie würden lieber
alles Leben überhaupt abschaffen, als diesen einfachen Prinzipien
menschlicher Existenz zuzustimmen.

Kürzlich hat einer der NATO-Oberen vorgeschlagen, wegen der derzeitigen
Grippewelle und des angschlossenen Karnevals der Hysterie den
NATO-Bündnisfall auszurufen.

Willstu noch mehr Hinweise auf die Blödheit, die dort herrscht, wo der
Begriff von menschlichen Rassen haust?

Gut, der einstige Wahn von sagenhafter Überlegenheit kraft unterstellter
Hochwohlgeborenheit ist dem Wahn von Überlegenheit kraft finanztechnischen
Overkills gewichen, das ist aber nur eine oberflächliche Lackschicht, die
sich damit geändert hat, das trübt den Blick dann ein wenig, darauf, dass im
Prinzip nichts neues dazugekommen ist.

Werner Holtfreter

unread,
Apr 30, 2020, 8:27:40 PM4/30/20
to
| Ich stelle fest, daß Du mit Deinem Latein am Ende bist.
| Ein untrügliches Zeichen dafür ist, daß Du nun nicht
| mehr auf der sachlichen Ebene diskutierst, sondern
| persönlich wirst.
Martin Gerdes

Stephan Seitz

unread,
May 1, 2020, 7:41:39 AM5/1/20
to
Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> wrote:
> | Ich stelle fest, daß Du mit Deinem Latein am Ende bist.
> | Ein untrügliches Zeichen dafür ist, daß Du nun nicht
> | mehr auf der sachlichen Ebene diskutierst, sondern
> | persönlich wirst.
> Martin Gerdes

Es ist Ulf, was erwartest du da?

Stephan

--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+...@rootsland.net |
| If your life was a horse, you'd have to shoot it. |

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 10:46:01 AM5/1/20
to
Quinn C wrote:

> Der Duden folgt wie jedes vernünftige Wörterbuch dem tatsächlichen
> Sprachgebrauch, der in diesem Fall die feine Unterscheidung
> zwischen Fremden und Ganzfremden nicht für erheblich hält.
>
> Lehrreich ist auch, mal nachzuschauen, worum es in dem Roman
> "Zwischen den Rassen" von Heinrich Mann geht.

Ich lasse mich gern belehren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwischen_den_Rassen

| Heinrich Mann verwendet den Begriff Rasse nicht ideologisch,
| sondern phänotypisch. Lola sagt von sich, sie habe „beide Rassen“
| in sich, „die germanische und die lateinische“. Also beobachtet
| sie im phänotypischen Sinne Merkmale an sich. Von der
| lateinamerikanischen Mutter habe sie das Temperament und vom Vater
| die Tiefe.

Genau darum geht es. Wer heute behauptet, es gäbe keine Rassen, weil
es keine wesentlichen Unterschiede in den Genen gäbe, verkennt die
offensichtlichen unterschiedlichen Merkmale. Auch für Heinrich Mann
werden Rassemerkmale vererbt, sind also keine alleinige Prägung
durch die Kultur.

Ein Neger ist nicht das gleiche wie Schwarzer und schon gar nicht,
wie ein Farbiger oder ein Südländer. Wer das Wort Neger ausmerzt,
handelt aus ideologischen Motiven und vermindert die Präzision der
Sprache.

Stefan Schmitz

unread,
May 1, 2020, 11:05:11 AM5/1/20
to
Am Freitag, 1. Mai 2020 16:46:01 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:

> Ein Neger ist nicht das gleiche wie Schwarzer und schon gar nicht,
> wie ein Farbiger

Was ist denn da der Unterschied für dich?

> oder ein Südländer.

Darunter habe ich immer Südeuropäer verstanden.

Detlef Meißner

unread,
May 1, 2020, 11:08:17 AM5/1/20
to
Werner Holtfreter schrieb:
> Quinn C wrote:
>
>> Der Duden folgt wie jedes vernünftige Wörterbuch dem tatsächlichen
>> Sprachgebrauch, der in diesem Fall die feine Unterscheidung
>> zwischen Fremden und Ganzfremden nicht für erheblich hält.
>>
>> Lehrreich ist auch, mal nachzuschauen, worum es in dem Roman
>> "Zwischen den Rassen" von Heinrich Mann geht.
>
> Ich lasse mich gern belehren.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Zwischen_den_Rassen
>
>> Heinrich Mann verwendet den Begriff Rasse nicht ideologisch,
>> sondern phänotypisch. Lola sagt von sich, sie habe „beide Rassen“
>> in sich, „die germanische und die lateinische“. Also beobachtet
>> sie im phänotypischen Sinne Merkmale an sich. Von der
>> lateinamerikanischen Mutter habe sie das Temperament und vom Vater
>> die Tiefe.
>
> Genau darum geht es. Wer heute behauptet, es gäbe keine Rassen, weil
> es keine wesentlichen Unterschiede in den Genen gäbe, verkennt die
> offensichtlichen unterschiedlichen Merkmale. Auch für Heinrich Mann
> werden Rassemerkmale vererbt, sind also keine alleinige Prägung
> durch die Kultur.

"Vom Vater hab ich die Statur,
Des Lebens ernstes Führen,
Vom Mütterchen die Frohnatur
Und Lust zu fabulieren."

Welche zwei Rassen sind das denn nun?

Detlef

--
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im
Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
(Mark Twain)

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 11:43:10 AM5/1/20
to
Stefan Schmitz wrote:

> Am Freitag, 1. Mai 2020 16:46:01 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
>
>> Ein Neger ist nicht das gleiche wie Schwarzer und schon gar
>> nicht, wie ein Farbiger
>
> Was ist denn da der Unterschied für dich?

Neger: Mensch mit sehr dunkler Haut.

Schwarzer: Ist mehrdeutig, Neger oder CDU-Anhänger.

Farbiger: Ist mehrdeutig, Neger oder Angehöriger eine anderen
nichtweißen Rasse.

>> oder ein Südländer.
>
> Darunter habe ich immer Südeuropäer verstanden.

Das zeigt das Problem mit Neusprech.

Stefan Schmitz

unread,
May 1, 2020, 12:10:08 PM5/1/20
to
Am Freitag, 1. Mai 2020 17:43:10 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
> Stefan Schmitz wrote:
>
> > Am Freitag, 1. Mai 2020 16:46:01 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
> >
> >> Ein Neger ist nicht das gleiche wie Schwarzer und schon gar
> >> nicht, wie ein Farbiger
> >
> > Was ist denn da der Unterschied für dich?
>
> Neger: Mensch mit sehr dunkler Haut.
>
> Schwarzer: Ist mehrdeutig, Neger oder CDU-Anhänger.

In die Gelegenheit, das verwechseln zu können, dürfte kaum jemand je kommen.

> Farbiger: Ist mehrdeutig, Neger oder Angehöriger eine anderen
> nichtweißen Rasse.

Also ein Begriff, mit dem man nichts anfangen kann.

> >> oder ein Südländer.
> >
> > Darunter habe ich immer Südeuropäer verstanden.

Damit hast du bewiesen, dass es beim Beharren auf "Neger" eben nicht um
Präzision geht, sondern ausschließlich um Rassismus.

Ulf.K...@web.de

unread,
May 1, 2020, 12:38:42 PM5/1/20
to
Am Freitag, 1. Mai 2020 13:41:39 UTC+2 schrieb Stephan Seitz:


> > | Ich stelle fest, daß Du mit Deinem Latein am Ende bist.
> > | Ein untrügliches Zeichen dafür ist, daß Du nun nicht
> > | mehr auf der sachlichen Ebene diskutierst, sondern
> > | persönlich wirst.
> > Martin Gerdes

Warum steht bei Dir Gerdes im Zitat?

> Es ist Ulf, was erwartest du da?

Von Holtfreter kam:

"Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."

Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
ich sogar beim Gruppenthema.

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 1:08:35 PM5/1/20
to
Stefan Schmitz wrote:

> Am Freitag, 1. Mai 2020 17:43:10 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
>> Stefan Schmitz wrote:
>>> Am 1. Mai 2020 16:46:01 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
>>>
>>>> Ein Neger ist nicht das gleiche wie Schwarzer und schon gar
>>>> nicht, wie ein Farbiger
>>>
>>> Was ist denn da der Unterschied für dich?
>>
>> Neger: Mensch mit sehr dunkler Haut.
>>
>> Schwarzer: Ist mehrdeutig, Neger oder CDU-Anhänger.
>
> In die Gelegenheit, das verwechseln zu können, dürfte kaum jemand
> je kommen.

Vieles erschließt sich aus dem Zusammenhang. Das ist aber kein
Argument gegen Begriffe, die ohne Kontext eindeutig sind.

>> Farbiger: Ist mehrdeutig, Neger oder Angehöriger eine anderen
>> nichtweißen Rasse.
>
> Also ein Begriff, mit dem man nichts anfangen kann.

Er wurde nicht von mir als Alternative zu "Neger" erfunden.

>>>> oder ein Südländer.
>>>
>>> Darunter habe ich immer Südeuropäer verstanden.
>
> Damit hast du bewiesen, dass es beim Beharren auf "Neger" eben
> nicht um Präzision geht, sondern ausschließlich um Rassismus.

Womit habe ich etwas bewiesen? Ich kann nur sagen, dass "Neger"
deren traditionelle Selbstbezeichnung ist und dass der Begriff in
den 60er Jahren in der Schule im Rahmen der Erziehung zur
Völkerfreundschaft verwendet wurde.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Neger als Personen damals
irgendwie negativ gesehen wurden. Nur als Exoten, auf die man sich
diskret aufmerksam gemacht hat, wenn man mal einen sah.

Hat die Ächtung des Begriffs vielleicht weniger mit unserer
Kolonialgeschichte zu tun, als mit der negativen Wahrnehmung der
inzwischen zahlreicher bei uns heimischen Neger? So nach dem Motto,
wir nehmen dir den Begriff, damit du nicht so leicht negativ über
sie sprechen kannst?

Ralph Aichinger

unread,
May 1, 2020, 1:14:30 PM5/1/20
to
Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> wrote:
> Womit habe ich etwas bewiesen? Ich kann nur sagen, dass "Neger"
> deren traditionelle Selbstbezeichnung ist und dass der Begriff in
> den 60er Jahren in der Schule im Rahmen der Erziehung zur
> Völkerfreundschaft verwendet wurde.

Mit anderen Worten, du bist ein alter Mann, der geistig schon
so weit abgebaut hat, daß er nicht mehr lernfähig ist. Wahrscheinlich
nennst du die Netzspannung auch noch "220V" wie man es dir beigebracht
hat, du rechnest vermutlich auch noch in Mark um, weil du dich an den
Euro nicht gewöhnt hast, und Pluto ist für dich noch ein Planet.

Leute wie du werden zum Glück bald wegsterben.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund

Detlef Meißner

unread,
May 1, 2020, 1:18:14 PM5/1/20
to
Ralph Aichinger schrieb:
> Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> wrote:
>> Womit habe ich etwas bewiesen? Ich kann nur sagen, dass "Neger"
>> deren traditionelle Selbstbezeichnung ist und dass der Begriff in
>> den 60er Jahren in der Schule im Rahmen der Erziehung zur
>> Völkerfreundschaft verwendet wurde.
>
> Mit anderen Worten, du bist ein alter Mann, der geistig schon
> so weit abgebaut hat, daß er nicht mehr lernfähig ist. Wahrscheinlich
> nennst du die Netzspannung auch noch "220V" wie man es dir beigebracht
> hat, du rechnest vermutlich auch noch in Mark um, weil du dich an den
> Euro nicht gewöhnt hast,

Ist nicht so schlimm.

> und Pluto ist für dich noch ein Planet.

Oder wieder.

Detlef

--
Unfähigkeit ist nicht ganz durch Gewalt zu ersetzen.
(Brupbacher)

Detlef Meißner

unread,
May 1, 2020, 1:30:12 PM5/1/20
to
Ulf.K...@web.de schrieb:
> Am Freitag, 1. Mai 2020 13:41:39 UTC+2 schrieb Stephan Seitz:
>
>
>>>> Ich stelle fest, daß Du mit Deinem Latein am Ende bist.
>>>> Ein untrügliches Zeichen dafür ist, daß Du nun nicht
>>>> mehr auf der sachlichen Ebene diskutierst, sondern
>>>> persönlich wirst.
>>> Martin Gerdes
>
> Warum steht bei Dir Gerdes im Zitat?

Möglicherweise ist das von ihm.

Inzwischen sind wir hier bereits so weit, dass Äußerungen von Regulars
als Aphrorismen gehandelt werden.

BTW: Früher hätte man so etwas gesammelt und online gestellt.

>> Es ist Ulf, was erwartest du da?
>
> Von Holtfreter kam:
>
> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."
>
> Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
> ich sogar beim Gruppenthema.

Die einen möchten auf Fehler hingewiesen werden, andere fühlen sich
dadurch in ihrer Ehre gekränkt.

Detlef

--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)

Quinn C

unread,
May 1, 2020, 1:37:25 PM5/1/20
to
* Werner Holtfreter:

> Stefan Schmitz wrote:
>
>> Am Freitag, 1. Mai 2020 16:46:01 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
>>
>>> Ein Neger ist nicht das gleiche wie Schwarzer und schon gar
>>> nicht, wie ein Farbiger
>>
>> Was ist denn da der Unterschied für dich?
>
> Neger: Mensch mit sehr dunkler Haut.
>
> Schwarzer: Ist mehrdeutig, Neger oder CDU-Anhänger.

Geschenkt. Für meine Oma war es auch noch ein Schwarzhaariger.

> Farbiger: Ist mehrdeutig, Neger oder Angehöriger eine anderen
> nichtweißen Rasse.

Ach, die Grünen zählen diesmal nicht?

--
(1) Vollstandiger Name:
(2) parmanent Adresse & Country:
(3) Sex & Alter:
-- SPAMPOESIE

Quinn C

unread,
May 1, 2020, 1:44:29 PM5/1/20
to
* Werner Holtfreter:

> Quinn C wrote:
>
>> Der Duden folgt wie jedes vernünftige Wörterbuch dem tatsächlichen
>> Sprachgebrauch, der in diesem Fall die feine Unterscheidung
>> zwischen Fremden und Ganzfremden nicht für erheblich hält.
>>
>> Lehrreich ist auch, mal nachzuschauen, worum es in dem Roman
>> "Zwischen den Rassen" von Heinrich Mann geht.
>
> Ich lasse mich gern belehren.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Zwischen_den_Rassen
>
>| Heinrich Mann verwendet den Begriff Rasse nicht ideologisch,
>| sondern phänotypisch. Lola sagt von sich, sie habe „beide Rassen“
>| in sich, „die germanische und die lateinische“. Also beobachtet
>| sie im phänotypischen Sinne Merkmale an sich. Von der
>| lateinamerikanischen Mutter habe sie das Temperament und vom Vater
>| die Tiefe.
>
> Genau darum geht es. Wer heute behauptet, es gäbe keine Rassen, weil
> es keine wesentlichen Unterschiede in den Genen gäbe, verkennt die
> offensichtlichen unterschiedlichen Merkmale. Auch für Heinrich Mann
> werden Rassemerkmale vererbt, sind also keine alleinige Prägung
> durch die Kultur.

Worum es mir ging: Mann betrachtete einen Menschen mit zwei deutschen
Eltern und einen mit einem deutschen und einem südeuropäischen
Elternteil als so verschieden, daß man von einem Rassenunterschied
sprechen konnte. Dieser Unterschied ist heutzutage kaum der Erwähnung
wert, und hoffentlich mit keinerlei "genetischen" Erwartungen verbunden.

Wer zur gleichen Rasse zählt oder nicht, kann sich, wie man sieht, in
wenigen Jahrzehnten dramatisch ändern. Es ist weitgehend beliebig.

--
Um zu unserem neuen Sicherheits-System zu verbinden und
zum Schutz vor Betrug.
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-- SPAMPOESIE

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 1:48:22 PM5/1/20
to
Ralph Aichinger wrote:

> Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> wrote:

>> Womit habe ich etwas bewiesen? Ich kann nur sagen, dass "Neger"
>> deren traditionelle Selbstbezeichnung ist und dass der Begriff in
>> den 60er Jahren in der Schule im Rahmen der Erziehung zur
>> Völkerfreundschaft verwendet wurde.
>
> Mit anderen Worten, du bist ein alter Mann, der geistig schon
> so weit abgebaut hat, daß er nicht mehr lernfähig ist.
> Wahrscheinlich nennst du die Netzspannung auch noch "220V" wie man
> es dir beigebracht hat,

Schlimmer: Ein Dreieck berechne ich nach Pythagoras, der noch viel
früher gelehrt hat.

Lernen bedeutet nicht, dem Zeitgeist blind zu folgen.

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 1:48:45 PM5/1/20
to
Detlef Meißner wrote:

> Ulf.K...@web.de schrieb:

>> Von Holtfreter kam:
>>
>> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."
>>
>> Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
>> ich sogar beim Gruppenthema.
>
> Die einen möchten auf Fehler hingewiesen werden, andere fühlen
> sich dadurch in ihrer Ehre gekränkt.

Hinweise auf Fehler sind mir willkommen. Einen solchen Hinweis gab
es aber nicht.

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 1:52:25 PM5/1/20
to
Quinn C wrote:

> * Werner Holtfreter:
>
>> Neger: Mensch mit sehr dunkler Haut.
>>
>> Schwarzer: Ist mehrdeutig, Neger oder CDU-Anhänger.
>
> Geschenkt. Für meine Oma war es auch noch ein Schwarzhaariger.

Stimmt, noch eine Bedeutung.

>> Farbiger: Ist mehrdeutig, Neger oder Angehöriger eine anderen
>> nichtweißen Rasse.
>
> Ach, die Grünen zählen diesmal nicht?

Nein, die Grünen zählen zu den Bunten.

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 1:56:19 PM5/1/20
to
Quinn C wrote:

> Worum es mir ging: Mann betrachtete einen Menschen mit zwei
> deutschen Eltern und einen mit einem deutschen und einem
> südeuropäischen Elternteil als so verschieden, daß man von einem
> Rassenunterschied sprechen konnte. Dieser Unterschied ist
> heutzutage kaum der Erwähnung wert, und hoffentlich mit keinerlei
> "genetischen" Erwartungen verbunden.
>
> Wer zur gleichen Rasse zählt oder nicht, kann sich, wie man sieht,
> in wenigen Jahrzehnten dramatisch ändern. Es ist weitgehend
> beliebig.

Einverstanden. Auch die Übergänge sind zwangsläufig fließend.

Roland Franzius

unread,
May 1, 2020, 1:58:17 PM5/1/20
to
Am 01.05.2020 um 19:48 schrieb Werner Holtfreter:

> Schlimmer: Ein Dreieck berechne ich nach Pythagoras, der noch viel
> früher gelehrt hat.
>
> Lernen bedeutet nicht, dem Zeitgeist blind zu folgen.

Da dürfte der Weg zum Viereck schwierig werden.

--

Roland Franzius

Manfred Hoß

unread,
May 1, 2020, 2:07:55 PM5/1/20
to
Am Fri, 01 May 2020 17:43:09 +0200 schrieb Werner Holtfreter:

> Neger:
Ernst, Dachdeckermeister und Sänger, trat häufig im Mainzer Karneval auf.

Gruß
Manfred.

Detlef Meißner

unread,
May 1, 2020, 2:16:48 PM5/1/20
to
Werner Holtfreter schrieb:
> Detlef Meißner wrote:
>
>> Ulf.K...@web.de schrieb:
>
>>> Von Holtfreter kam:
>>>
>>> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."
>>>
>>> Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
>>> ich sogar beim Gruppenthema.
>>
>> Die einen möchten auf Fehler hingewiesen werden, andere fühlen
>> sich dadurch in ihrer Ehre gekränkt.
>
> Hinweise auf Fehler sind mir willkommen. Einen solchen Hinweis gab
> es aber nicht.

Ich fand, der Hinweis "Da besteht bei Dir keine Gefahr" war
überdeutlich.
Aber nicht jeder mag Ulfs spitze Zunge.

Detlef Meißner

unread,
May 1, 2020, 2:19:13 PM5/1/20
to
Werner Holtfreter schrieb:
> Ralph Aichinger wrote:
>
>> Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> wrote:
>
>>> Womit habe ich etwas bewiesen? Ich kann nur sagen, dass "Neger"
>>> deren traditionelle Selbstbezeichnung ist und dass der Begriff in
>>> den 60er Jahren in der Schule im Rahmen der Erziehung zur
>>> Völkerfreundschaft verwendet wurde.
>>
>> Mit anderen Worten, du bist ein alter Mann, der geistig schon
>> so weit abgebaut hat, daß er nicht mehr lernfähig ist.
>> Wahrscheinlich nennst du die Netzspannung auch noch "220V" wie man
>> es dir beigebracht hat,
>
> Schlimmer: Ein Dreieck berechne ich nach Pythagoras, der noch viel
> früher gelehrt hat.

Nimmst du dafür Taschenrechner oder Rechenschieber?
>
> Lernen bedeutet nicht, dem Zeitgeist blind zu folgen.

So mancher glaubt, nicht blind zu sein.

Detlef

--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 4:32:23 PM5/1/20
to
Detlef Meißner wrote:

> Werner Holtfreter schrieb:
>> Detlef Meißner wrote:
>>
>>> Ulf.K...@web.de schrieb:
>>
>>>> Von Holtfreter kam:
>>>>
>>>> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."
>>>>
>>>> Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
>>>> ich sogar beim Gruppenthema.
>>>
>>> Die einen möchten auf Fehler hingewiesen werden, andere fühlen
>>> sich dadurch in ihrer Ehre gekränkt.
>>
>> Hinweise auf Fehler sind mir willkommen. Einen solchen Hinweis
>> gab es aber nicht.
>
> Ich fand, der Hinweis "Da besteht bei Dir keine Gefahr" war
> überdeutlich.

Auf welchen konkreten Fehler wurde denn hingewiesen?

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 4:54:02 PM5/1/20
to
und weigert sich beharrlich, sein Firmenlogo abzuändern, das einen
Neger auf dem Dach zeigt.

Die Hersteller der Negerküsse sind eingeknickt.

Ulf.K...@web.de

unread,
May 1, 2020, 5:14:15 PM5/1/20
to
Am Freitag, 1. Mai 2020 19:48:45 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
> Detlef Meißner wrote:


> >> Von Holtfreter kam:
> >>
> >> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."
> >>
> >> Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
> >> ich sogar beim Gruppenthema.
> >
> > Die einen möchten auf Fehler hingewiesen werden, andere fühlen
> > sich dadurch in ihrer Ehre gekränkt.
>
> Hinweise auf Fehler sind mir willkommen. Einen solchen Hinweis gab
> es aber nicht.

Hatte mein Silbertablett gerade nicht zur Hand.

Ulf.K...@web.de

unread,
May 1, 2020, 5:18:35 PM5/1/20
to
Am Freitag, 1. Mai 2020 22:54:02 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
> Manfred Hoß wrote:


> >> Neger:
> > Ernst, Dachdeckermeister und Sänger, trat häufig im Mainzer
> > Karneval auf.
> und weigert sich

Obwohl er über 30 Jahre tot ist.

> beharrlich, sein

nach seinem Tod verändertes

Sergio Gatti

unread,
May 1, 2020, 5:22:02 PM5/1/20
to
> * Werner Holtfreter:
>> | Heinrich Mann verwendet den Begriff Rasse nicht ideologisch,
>> | sondern phänotypisch. Lola sagt von sich, sie habe „beide Rassen“
>> | in sich, „die germanische und die lateinische“. Also beobachtet
>> | sie im phänotypischen Sinne Merkmale an sich. Von der
>> | lateinamerikanischen Mutter habe sie das Temperament und vom Vater
>> | die Tiefe.
>>
>> Genau darum geht es. Wer heute behauptet, es gäbe keine Rassen, weil
>> es keine wesentlichen Unterschiede in den Genen gäbe, verkennt die
>> offensichtlichen unterschiedlichen Merkmale. Auch für Heinrich Mann
>> werden Rassemerkmale vererbt, sind also keine alleinige Prägung
>> durch die Kultur.


Als italienischer Vater von zwei deutschen Kindern sage ich dir in aller
Deutlichkeit: Leck mich am A*!

Übrigens: Dich habe ich schon vor Jahren mit dem Vermerk
"Holocaust-Leugner" gefiltert. Warum wundert mich deine hirnrissige
Behauptung, die ich nur durch die Antwort von Quinn C lesen musste,
überhaupt nicht?

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 5:32:08 PM5/1/20
to
Ulf.K...@web.de wrote:

> Am Freitag, 1. Mai 2020 22:54:02 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:

>> Manfred Hoß wrote:
>
>>>> Neger:
>>> Ernst, Dachdeckermeister und Sänger, trat häufig im Mainzer
>>> Karneval auf.
>> und weigert sich
>
> Obwohl er über 30 Jahre tot ist.

Sein Sohn ist aus dem gleichen Holz geschnitzt. Bei der militanten
Intoleranz der Toleranten kann man das nicht hoch genug werten.

https://www.welt.de/vermischtes/article138949295/Das-Logo-der-Firma-Neger-sorgt-fuer-hitzigen-Streit.html

Ulf.K...@web.de

unread,
May 1, 2020, 5:39:55 PM5/1/20
to
Am Freitag, 1. Mai 2020 23:32:08 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:

> >>>> Neger:
> >>> Ernst, Dachdeckermeister und Sänger, trat häufig im Mainzer
> >>> Karneval auf.
> >> und weigert sich
> >
> > Obwohl er über 30 Jahre tot ist.
>
> Sein Sohn ist aus dem gleichen Holz geschnitzt.

Dann hätte er das Firmenlogo nicht
umgestalten lassen müssen. Ich schätze,
er ist eher nach Dir geraten.

Detlef Meißner

unread,
May 1, 2020, 5:46:14 PM5/1/20
to
Werner Holtfreter schrieb:
> Detlef Meißner wrote:
>
>> Werner Holtfreter schrieb:
>>> Detlef Meißner wrote:
>>>
>>>> Ulf.K...@web.de schrieb:
>>>
>>>>> Von Holtfreter kam:
>>>>>
>>>>> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."
>>>>>
>>>>> Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
>>>>> ich sogar beim Gruppenthema.
>>>>
>>>> Die einen möchten auf Fehler hingewiesen werden, andere fühlen
>>>> sich dadurch in ihrer Ehre gekränkt.
>>>
>>> Hinweise auf Fehler sind mir willkommen. Einen solchen Hinweis
>>> gab es aber nicht.
>>
>> Ich fand, der Hinweis "Da besteht bei Dir keine Gefahr" war
>> überdeutlich.
>
> Auf welchen konkreten Fehler wurde denn hingewiesen?

So viele Möglichkeiten gibt es ja nun wirklich nicht.

Ewald Pfau

unread,
May 1, 2020, 6:36:52 PM5/1/20
to
Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de>:

> Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Neger als Personen damals
> irgendwie negativ gesehen wurden. Nur als Exoten, auf die man sich
> diskret aufmerksam gemacht hat, wenn man mal einen sah.

Im Zuge meiner Sozialisation sehe ich den Schwenk gut verankert, irgendwann,
von Schwarzen zu reden und Neger strikt zu vermeiden. Das ist dann zumindest
als Gewohnheit resistent, gleich wie die umgebende Semantik changiert.

> Hat die Ächtung des Begriffs vielleicht weniger mit unserer
> Kolonialgeschichte zu tun, als mit der negativen Wahrnehmung der
> inzwischen zahlreicher bei uns heimischen Neger? So nach dem Motto,
> wir nehmen dir den Begriff, damit du nicht so leicht negativ über
> sie sprechen kannst?

Das äußerliche Merkmal zur Sprache zu bringen, ist keine Hexerei, das ist
nicht ein Hinweis auf Minderwertigkeit oder etwas in ähnlich schäbiger
Kragenweite.

Dazu wird es erst im kolonialistischen Schlepptau, und dieses ist leider
nicht ausgemerzt, im Gegenteil mit dem ganzen Neoliberalala-Plunder in
höchster Blüte, ist das besser präsent denn je, es gibt die Völkerschaften,
die es gefälligst zu verdauen haben, dass sie ausgebeutet werden und es gibt
die Besser-Leute, die sich mit den damit eingefädelten billigen Lieferungen
dank feudaler Vorzugsvertragssituationen, gesichert durch faktisch ewige
Schuldknechtschaft, einen wunderschönen Lenz machen.

Damit lebt der Kolonialismus weiter, in bester und ungeschmälerter Blüte.

Und damit lebt unterschwellig Rassismus weiter.

Und prompt ist man dann sprachlich gehandicapt, als da man einfache
Äußerlichkeiten des Unterschieds in der Erscheinung hernach nicht zur
Sprache bringen soll, wenn eben diese per neokolonialistischem Imperialismus
weiterblühende Verdrängung als Annahme von den überlegenen Rassen, die sich
einen schönen Lenz machen dürfen, stets als fetter Elefant mitten im Raum
steht.

Darüber reden soll man auch nicht dürfen, als da die Herrlichkeit
ausbeuterischer Finanztechnik, die Grundlage des neuzeitlichen
Neololonialismus via blühendem Imperialismus, eine heilige Kuh ist, und
absolut tabu. Wer will sich schon mit dem saturierten Wohlstandskonsumbürger
anlegen, der zur Legitimation von imperialen Entscheidungsweisen als
universelles Alibi gut ist?

Über diesen Umweg ist dann der einfache Vermerk, dass ich gerade eine
Unterhaltung mit einem Schwarzen hatte, mit einer rassistischen Konnotation
belegt, das bleibt dann fett im Raum stehen und lässt sich kaum oder nur
umständlich ausbügeln, eine Verkleisterung von Schablonen, die unter
vernünftigen Leuten an sich als gegen Sinn und Verstand zu werten wäre. Im
Kontext diffiziler zivilisatorischer Prägung, entsprechend der Konventionen
in westlichen Breiten, lässt sich dieser Unfug aber nicht einfach
abschütteln. Wie gesagt, jedenfalls zugleich damit, dass Imperialismus als
heilige Kuh verehrt wird und zugleich die Behäbigkeit einer gemütlichen
Existenz als Massenerscheinung daran gekettet ist.

Und, bitte, bei so heiklem Zeug sollte man denn die Wikianer außen vor
lassen! Die haben sich oft genug selbst als unbrauchbar geoutet wenn es um
gesellschaftspolitisch relevante Themen geht. Bei Wikihausen kann man
nachlesen oder -schauen, wie das dort über die internen Mechanismen
durchgedrückt wird, frei nach Gutsherrenart in paternalistischer und gut
gehüteter Intransparenz, dass eben nur das, was - eben genau im imperialen
Sinn! - opportun ist, dann auch in diesem! imperialen Machtinstrument erster
Klasse als mehr oder weniger kaschierte Propaganda zu erwarten ist.

Mit den derzeit verabreichten Zutaten wird das nicht besser. Da kann man mit
gli-gla-globu-lililalinks-liberalala Identitätsfurzerei o.ä. einen
Kindergarten dagegen aufführen, so inbrünstig abgesondert wie auch immer die
Mode gerade diktiert, und wie es zuweilen im Wahn einer Gier nach
Rechthaberei auch vor offenen Schlägereien im öffentlichen Raum nicht
haltmacht, als da die obige kognitive Dissonanz per se als nicht vorhanden
zu deklarieren sein muss.

Das ist ein ziemlich kaputtes Theater. Redlichkeit ist woanders.

Als ein Detail, das mir an der Stelle noch einfällt, entsinne ich mich
dessen, dass Andre Vltchek manchmal Erfrischendes zu diesem unappetitlichen
Brei zu schreiben vermag, als da er als ein rund um den Planeten
vielreisender und per kritischer Dokumentationen Publizierender eben diese
Mechanisen zum einen analysiert und durchschaut, und zum anderen zugleich
aus der Warte der Distanz seiner eigenen immer wieder wechselnden
Lebensumstände zu schildern vermag.

Acuh er wird gewiss nicht solch trauriges Zeugnis unserer Zeit, das real
ablaufende pralle Leben mit so viel Elend dahinter, in einem Lexikonartikel
einbetonieren wollen. Bei ihm kann man eher die Hoffnung lernen - wenn man
die Aufhänger denn nicht woanders findet -, dass sich da vielleicht einmal
etwas ändert, weil das kein Zustand ist, das.

Dass Menschen auf Augenhöhe Beschreibungen füreinander finden, auf der
phänomenalen Basis, dass Menschen untereinander prinzipiell im Geiste
verwandt sind, ist jedenfalls ganz etwas anderes, als wenn solche
Verwandtschaft geleugnet oder als Bagatelle relativiert wird, um Top Down
sortieren zu wollen, wobei immer schon klar war, und per Interessenlage
fundiert, dass die Sortierer zugleich als Kolonialisten stets die zuoberst
Sortierten und damit Auserwählten sind. Anders wurde so ein Spiel nie
getrieben und ist auch nicht zu erwarten.

Im Moment ist eine Obersortiererei gerade als Supervirus unterwegs, genau
solche imperiale Sicht auf die Spitze zu treiben, und viel zu wenige sorgen
dafür, dass klargestellt wird, wie die per Finanzinteressen gesteuerte WHO
mitsamt Billyboy und einschlägiger Cliquen auf diesem Planeten, eben im
genannten kolonialen Sinn, verbrecherisch (!) unterwegs war, mit einer
Schneise von Tod und Elend hinter Experimenten mit Massenimpfungen hinter
sich herziehend - die Obersortierer sind unterwegs, wahnsinniger denn je,
der Schoß ist fruchtbar weiterhin, das Gesindel zur Propagierung verkehrt in
den besten Kreisen.

Werner Holtfreter

unread,
May 1, 2020, 8:14:52 PM5/1/20
to
An dieser Stelle des Geplänkels bleibt Unklar, ob der Oberkellner
seinem ungeschickten Boy Detlef den Rücken stärken oder in den
Arsch treten will, der einen Hinweis auf Fehler erkannt zu haben
behauptet.

Heinz Lohmann

unread,
May 1, 2020, 9:02:44 PM5/1/20
to
Am 01.05.2020 um 08:27 schrieb Werner Holtfreter:
> Ulf.K...@web.de wrote:
>
>> 26. April 2020 01:29:57 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
>>
>>> Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken.
>>
>> Da besteht bei Dir keine Gefahr.
>
> | Ich stelle fest, daß Du mit Deinem Latein am Ende bist.
> | Ein untrügliches Zeichen dafür ist, daß Du nun nicht
> | mehr auf der sachlichen Ebene diskutierst, sondern
> | persönlich wirst.
> Martin Gerdes
>

Er meinte wohl die fehlende Großschreibung.
"Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das Denken".

Großes Gewese um einen Flüchtigkeitsfehler?

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Werner Tann

unread,
May 2, 2020, 2:06:34 AM5/2/20
to
Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de> schrieb:

>Die Hersteller der Negerküsse sind eingeknickt.

Viele sind eingeknickt. So auch das österreichische
Traditionsunternehmen Meinl. Die hatten als ihr Logo den Kopf eines
Negerkindes mit Fez.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Julius_Meinl_International_Logo.svg

Seit einigen Jahren trägt der Bursche den Kopf selbstbewusst erhoben,
und das Logo ist zur Gänze monochrom rot umgefärbt. Damit man um
Gottes Willen ja keine Assoziationen zu NEGERN weckt und zu Sklaverei
und Kolonialisierung.

Ulf.K...@web.de

unread,
May 2, 2020, 2:15:00 AM5/2/20
to
Am Samstag, 2. Mai 2020 03:02:44 UTC+2 schrieb Heinz Lohmann:

> Er meinte wohl die fehlende Großschreibung.
> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das Denken".
>
> Großes Gewese um einen Flüchtigkeitsfehler?

Normalerweise nicht, aber wenn er quasi neben dem
Ausdruck "Sprachbeherrschung" steht, kann man ihn
schon einmal anmerken. In der Folge wäre jedenfalls
ein Sprachbeherrscher auch drauf gekommen.

Roland Franzius

unread,
May 2, 2020, 2:21:23 AM5/2/20
to
Wärest du in Westfalen beheimatet, wüsstest du.

Die westfälischen Pfaffen reagierten auf den Ukas aus Paris und später
ab 1815 aus Berlin, jedermann mit einem Familiennamen zu belegen, mit
einem festen Schema: Dreisilber, die Familieneigenschaften möglichst
einfach zusammenfassend.

Da sich die Westfalen ansonsten untereinander und auch die Eheleute kaum
unterscheiden, konnte man so anhand der Ohrenbeichte die Schäfchen
anhand ihrer Namen aufs Beste beraten.

https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/22648830_Woher-stammen-unsere-komischen-Familiennamen-im-Kreis-Guetersloh.html

Du kannst nun allerdings auf einen Westfalen solange einreden oder
eindreschen wie du willst, der ändert sich nicht.

Umgekehrt haben die Pfaffen es denn auch aufgegeben, sie zur
Nächstenliebe anzuhalten.

Liegt wohl in den Genen, sie mögen einander nicht und sich nicht mal
selbst und siedeln, wie schon Tacitus berichtet und man es heute noch
sieht, auf ihren Kotten in den Wiesen in etwa 1/2 römischen Meile Abstand.

Mit dem Verstehen haben sie ohrenbedingte Schwierigkeiten, Witz ist
ihnen eine Fremdwort und zum Lachen gehen sie sprichwörtlich in den Keller.

Dafür reden sie immer sehr laut, und - gerade mal wieder im MHO beim
Besuch im Mehrbettzimmer beobachtet - sobald einer zu anworten sucht,
drehen sie um 30 db auf, dass die Trommlefelle zittern.

Eine weitere Besonderheit, die einen Niedersachsen von jenseits der
Weser oder nördlich des Kanals überrascht, sie halten ihre Feiern immer
im Vorgarten ab, keiner der Gäste darf ins Haus und die Kippen müssen
ins Beet des Nachbarn geworfen werden.

Genaueres findet man bei Grimmelshausens Jäger von Soest, in Voltaires
Candide und natürlich bei Heine.

Zur Zeit der Flüchtlingskrise wagte ein rheinischer Kabarettist ja die
Behauptung, die eigentliche Gefahr drohe nicht durch die Syrer sondern
von der Überflutung des Rheinlands durch die Westfalen.

Die erstaunlichste Folge der flächendeckenden Überziehung der Republik
im Westen mit Schulen für Sprache und höheres Bildungsgut ist ja, dass
inzwischen Westfalen an praktisch jedem Schalthebel sitzen, den die
Saarländer noch nicht besetzen konnten.

Das liegt eben daran, dass die Westfalen die anderen noch weniger mögen
als sich selbst und daher, gefördert vom Bischofsdreieck Münster,
Paderborn und Osnabrück, politisch zusammenhalten wie Pech.

Der Rest wird halt von Aachen, Köln und aus Trier versucht zu regeln,
aber die kann man als Westfale nicht wirklich ernst nehmen.

Soviel zur fälischen Rasse. Als ich den Lexikonartikel zur Rassenkunde
als Schüler durchlas, war ich jedenfalls bestens gerüstet und die
weitverzweigte Famile bot erstaunliche Studienmöglichkeiten.

Erstaunt hatte mich nur ein Bild von Franco, der als "orientalid"
bezeichnet wurde, wo ich doch gerade lernte, dass der Orient im Osten liegt.

--

Roland Franzius

Ralph Aichinger

unread,
May 2, 2020, 2:23:36 AM5/2/20
to
Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:
> Seit einigen Jahren trägt der Bursche den Kopf selbstbewusst erhoben,
> und das Logo ist zur Gänze monochrom rot umgefärbt. Damit man um
> Gottes Willen ja keine Assoziationen zu NEGERN weckt und zu Sklaverei
> und Kolonialisierung.

Eher wollte man von den finanziellen Problemen der Meinl-Bank

https://www.derstandard.at/story/2000115234054/ex-meinl-bank-hat-konkurs-beantragt

und den Malversationen bei der Meinl European Land ablenken:

https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5679827/Meinl-European-Land_Vergleich_ExMeinlBank-zahlt-36-Millionen-Euro

Erstaunt es, daß eine Firma die mit ihrem rassistischen Logo irgenwann
in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts hängengeblieben ist in
wirtschaftliche Probleme geraten ist? Nein. Beides ist Ausdruck der
gleichen Geisteshaltung: Hängengeblieben in der Vergangenheit.

Das letzte was von Meinl übergeblieben ist, ist die Kaffeemarke,
aber der hat schlicht eine dem Preis nicht angemessene Qualität
(schmeckt auch nicht besser als Billigmarken). Nichts von Wert
geht verloren, wenn die untergehen.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund

Ulf.K...@web.de

unread,
May 2, 2020, 2:31:18 AM5/2/20
to
Am Samstag, 2. Mai 2020 08:21:23 UTC+2 schrieb Roland Franzius:

> Die erstaunlichste Folge der flächendeckenden Überziehung der Republik
> im Westen mit Schulen für Sprache und höheres Bildungsgut ist ja, dass
> inzwischen Westfalen an praktisch jedem Schalthebel sitzen, den die
> Saarländer noch nicht besetzen konnten.

Wobei die in Saarbrücken eine durchaus brauchbare
Ausbildungsstätte für Dolmetscherey betreiben.

> Das liegt eben daran, dass die Westfalen die anderen noch weniger mögen
> als sich selbst und daher, gefördert vom Bischofsdreieck Münster,
> Paderborn und Osnabrück, politisch zusammenhalten wie Pech.
>
> Der Rest wird halt von Aachen, Köln und aus Trier versucht zu regeln,
> aber die kann man als Westfale nicht wirklich ernst nehmen.
>
> Soviel zur fälischen Rasse. Als ich den Lexikonartikel zur Rassenkunde
> als Schüler durchlas, war ich jedenfalls bestens gerüstet und die
> weitverzweigte Famile bot erstaunliche Studienmöglichkeiten.
>
> Erstaunt hatte mich nur ein Bild von Franco, der als "orientalid"
> bezeichnet wurde, wo ich doch gerade lernte, dass der Orient im Osten liegt.

Nach Iberien sind längst nicht nur Goten eingewandert.

Roland Franzius

unread,
May 2, 2020, 2:36:52 AM5/2/20
to
Am 02.05.2020 um 03:02 schrieb Heinz Lohmann:
> Am 01.05.2020 um 08:27 schrieb Werner Holtfreter:
>> Ulf.K...@web.de wrote:
>>
>>> 26. April 2020 01:29:57 UTC+2 schrieb Werner Holtfreter:
>>>
>>>> Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken.
>>>
>>> Da besteht bei Dir keine Gefahr.
>>
>> | Ich stelle fest, daß Du mit Deinem Latein am Ende bist.
>> | Ein untrügliches Zeichen dafür ist, daß Du nun nicht
>> | mehr auf der sachlichen Ebene diskutierst, sondern
>> | persönlich wirst.
>>                              Martin Gerdes
>>
>
> Er meinte wohl die fehlende Großschreibung.
> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das Denken".
>
> Großes Gewese um einen Flüchtigkeitsfehler?
>

Nein, darum, dass die kritiklose Wiederholung jahrzehntelang überholter
Formeln als "denken" karikiert wird.

Er meinte ja wahrscheinlich Goebbels Ansatz: Wer den Rundfunk
beherrscht, beherrscht die Menschen.

Heute ist das Trumps Ansatz: Zwei verblödete Twitterthesen pro Tag vom
großen Vorsitzenden und alle anderen Themen sind vom Tisch.

Das hat er sich vermutlich von den um 2007 das Usenet mit ihrem
Flachwitz flutenden Rechtsradikalen abgeguckt.

--

Roland Franzius

--

Roland Franzius

Stefan Froehlich

unread,
May 2, 2020, 2:40:30 AM5/2/20
to
On Sat, 02 May 2020 08:23:35 Ralph Aichinger wrote:
> Das letzte was von Meinl übergeblieben ist, ist die Kaffeemarke,

Nein, vor allem die einzig verbliebene Filiale (am Graben) - der
einzige Supermarkt, wo die Tiefkühlpizza neben Trüffeln und
Wachteleiern im Regal steht. Wer die letzten verbliebenen
Hofratswitwen Wiens einkaufen sehen möchte, ist dort gut aufgehoben.

> Nichts von Wert geht verloren, wenn die untergehen.

In dem Fall hängt dann tatsächlich ein bisschen Nostalgie mit dran.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - das genialste Geschenk des Jahrtausends.
(Sloganizer)

Ulf.K...@web.de

unread,
May 2, 2020, 2:43:04 AM5/2/20
to
Am Samstag, 2. Mai 2020 08:23:36 UTC+2 schrieb Ralph Aichinger:

> > Seit einigen Jahren trägt der Bursche den Kopf selbstbewusst erhoben,
> > und das Logo ist zur Gänze monochrom rot umgefärbt. Damit man um
> > Gottes Willen ja keine Assoziationen zu NEGERN weckt und zu Sklaverei
> > und Kolonialisierung.
>
> Eher wollte man von den finanziellen Problemen der Meinl-Bank
>
> https://www.derstandard.at/story/2000115234054/ex-meinl-bank-hat-konkurs-beantragt

Da war Julius Meinl V. (die numerierten sich durch
wie sonst nur Monarchen und US-Großbürger) aber
schon länger aus dem Geschäft.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anglo_Austrian_AAB_Bank

> und den Malversationen bei der Meinl European Land ablenken:
>
> https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5679827/Meinl-European-Land_Vergleich_ExMeinlBank-zahlt-36-Millionen-Euro
>
> Erstaunt es, daß eine Firma die mit ihrem rassistischen Logo irgenwann
> in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts hängengeblieben ist in
> wirtschaftliche Probleme geraten ist? Nein. Beides ist Ausdruck der
> gleichen Geisteshaltung: Hängengeblieben in der Vergangenheit.
>
> Das letzte was von Meinl übergeblieben ist, ist die Kaffeemarke,
> aber der hat schlicht eine dem Preis nicht angemessene Qualität
> (schmeckt auch nicht besser als Billigmarken). Nichts von Wert
> geht verloren, wenn die untergehen.

Rösterei haben sie noch, und ein Haus am Graben,
in das Touristen gerne ihr Geld tragen. Neuerdings
auch Filialen in Chicago.

Gruß, ULF

Werner Tann

unread,
May 2, 2020, 3:13:54 AM5/2/20
to
Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> schrieb:

>Eher wollte man von den finanziellen Problemen der Meinl-Bank
>
>https://www.derstandard.at/story/2000115234054/ex-meinl-bank-hat-konkurs-beantragt
>
>und den Malversationen bei der Meinl European Land ablenken:
>
>https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5679827/Meinl-European-Land_Vergleich_ExMeinlBank-zahlt-36-Millionen-Euro

Die Links sind aus 2020 und 2019. Das Logo wurde schon 2004 geändert.

>Erstaunt es, daß eine Firma die mit ihrem rassistischen Logo irgenwann
>in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts hängengeblieben ist in
>wirtschaftliche Probleme geraten ist? Nein.

Das nenne ich mal Ursachenzuschreibung ...

>Beides ist Ausdruck der
>gleichen Geisteshaltung: Hängengeblieben in der Vergangenheit.

Was dem einen "Hängenbleiben in der Vergangenheit", ist dem anderen
Traditionsbewahrung. Erregst du dich auch über den tourismuswirksamen
Habsburgerkult? Die Habsburger waren bitteschön auch keine braven
Demokraten und wurden spätestens in den 1920er Jahren vom neuen Geist
der Zeit überrollt. Trotzdem zelebriert sie die
Fremdenverkehrsindustrie, als wäre der Adel in AT noch eine politische
und gesellschaftliche Kraft. Wogegen grundsätzlich nichts spricht,
wenn man zur Differenzierung fähig ist. Wenn man Vergangenheit und
Gegenwart unterscheiden kann ... auch in bezug auf eine alte Marke mit
altem Logo, das nicht notwendigerweise die heutige Geisteshaltung des
Unternehmens abbilden muss. Wobei noch dazukommt, dass der Mohrenkopf
bei Einführung 1924 und bis weit in die 70er mit Sicherheit nicht als
rassistisch empfunden wurde.

>Das letzte was von Meinl übergeblieben ist, ist die Kaffeemarke,
>aber der hat schlicht eine dem Preis nicht angemessene Qualität
>(schmeckt auch nicht besser als Billigmarken). Nichts von Wert
>geht verloren, wenn die untergehen.

Wie gut der Kaffee ist, ist irrelevant für die Logo-Diskussion.

Ralph Aichinger

unread,
May 2, 2020, 3:34:51 AM5/2/20
to
Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:
> Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> schrieb:
>
>>Eher wollte man von den finanziellen Problemen der Meinl-Bank
>>
>>https://www.derstandard.at/story/2000115234054/ex-meinl-bank-hat-konkurs-beantragt
>>
>>und den Malversationen bei der Meinl European Land ablenken:
>>
>>https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5679827/Meinl-European-Land_Vergleich_ExMeinlBank-zahlt-36-Millionen-Euro
>
> Die Links sind aus 2020 und 2019. Das Logo wurde schon 2004 geändert.

Das Meindl-"Imperium" mit seinen pseudoaristokratischen Protagonisten
ist seit Jahrzehnten eine Dauerbaustelle.

> Was dem einen "Hängenbleiben in der Vergangenheit", ist dem anderen
> Traditionsbewahrung.

Genau so ist es. Gut, daß *diese* Art von Traditionsbewahrung
im 21. Jahrhundert langsam verschwindet.

Uwe Schickedanz

unread,
May 2, 2020, 4:18:05 AM5/2/20
to
On Sat, 02 May 2020 09:13:52 +0200, Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:

>Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> schrieb:
>
>>Eher wollte man von den finanziellen Problemen der Meinl-Bank
>>
>>https://www.derstandard.at/story/2000115234054/ex-meinl-bank-hat-konkurs-beantragt
>>
>>und den Malversationen bei der Meinl European Land ablenken:
>>
>>https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5679827/Meinl-European-Land_Vergleich_ExMeinlBank-zahlt-36-Millionen-Euro
>
>Die Links sind aus 2020 und 2019. Das Logo wurde schon 2004 geändert.
>
>>Erstaunt es, daß eine Firma die mit ihrem rassistischen Logo irgenwann
>>in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts hängengeblieben ist in
>>wirtschaftliche Probleme geraten ist? Nein.
>
>Das nenne ich mal Ursachenzuschreibung ...

Man könnte also sagen, daß die finanziellen Schwierigkeiten ihre
Ursache im geänderten Logo haben. Das ist auch nicht unlogischer als
Ralphs Schlußfolgerung.
*eg*

Gruß Uwe

--
"Wir haben der CDU ganz dringend ans Herz gelegt, sich im dritten
Wahlgang zu enthalten...Leider sind die Abgeordneten sozusagen
ihrer eigenen Entscheidung gefolgt." (AKK)
=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Ulf.K...@web.de

unread,
May 2, 2020, 4:47:43 AM5/2/20
to
Am Samstag, 2. Mai 2020 09:13:54 UTC+2 schrieb Werner Tann:

> >Das letzte was von Meinl übergeblieben ist, ist die Kaffeemarke,
> >aber der hat schlicht eine dem Preis nicht angemessene Qualität
> >(schmeckt auch nicht besser als Billigmarken). Nichts von Wert
> >geht verloren, wenn die untergehen.
>
> Wie gut der Kaffee ist, ist irrelevant für die Logo-Diskussion.

Wer Qualität bietet, kann und sollte das
mit seriösem Logoauftritt tun.

Wer das nicht will, bei dem braucht man
Qualität nicht zu erwarten. Und es wäre
für den Unternehmer rausgeschmissen Geld,
dann noch welche zu liefern.

Quinn C

unread,
May 2, 2020, 10:51:06 AM5/2/20
to
* Roland Franzius:

> Erstaunt hatte mich nur ein Bild von Franco, der als "orientalid"
> bezeichnet wurde, wo ich doch gerade lernte, dass der Orient im Osten liegt.

Über Franco habe ich solches noch nicht gehört, aber die entsprechende
Frage habe ich mir einst in Bezug auf Marokko gestellt, was ja durchaus
zusammenhängen könnte.

--
BITTE AUSFUILLEN DEIN DATAS AUS UNTEN.
-- SPAMPOESIE

Werner Holtfreter

unread,
May 2, 2020, 11:07:11 AM5/2/20
to
Ewald Pfau wrote:

> Werner Holtfreter <holtf...@gmx.de>:
>
>> Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Neger als Personen
>> damals irgendwie negativ gesehen wurden. Nur als Exoten, auf die
>> man sich diskret aufmerksam gemacht hat, wenn man mal einen sah.
>
> Das äußerliche Merkmal zur Sprache zu bringen, ist kein[...]
> Hinweis auf Minderwertigkeit oder etwas in ähnlich schäbiger
> Kragenweite.

Eben.

> es gibt die Besser-Leute,
> die sich mit den damit eingefädelten billigen Lieferungen dank
> feudaler Vorzugsvertragssituationen, gesichert durch faktisch
> ewige Schuldknechtschaft, einen wunderschönen Lenz machen.

Du entmündigst die Leute in der 3. Welt erneut, wenn du ihnen die
Verantwortung für die Verträge und Kredite absprichst, die sie
unterschrieben haben.

Auch die Schuldzuweisung mittels des historischen Kolonialismus
überzeugt nach jahrzehntelanger Entwicklungshilfe (die man heute
politisch korrekt Entwicklungszusammenarbeit nennt) nicht mehr,
zumal der Kolonialismus damals Struktur und Infrastruktur
geschaffen hat, die heute noch genutzt wird.

Das Elend der 3. Welt hat viele Ursachen: Misswirtschaft, ethnische
Konflikte, Sozialismus, Islam, Korruption, obszönes Luxusleben der
Oberschicht und Mentalität. Auch der Westen muss sich fragen
lassen, ob es sinnvoll ist, den Export der Entwicklungsländer durch
Zölle zu behindern.

> Darüber reden soll man auch nicht dürfen, als da die Herrlichkeit
> ausbeuterischer Finanztechnik, die Grundlage des neuzeitlichen
> Neololonialismus via blühendem Imperialismus, eine heilige Kuh
> ist, und absolut tabu.

Den Neokapitalismus für alle Übel verantwortlich zu machen,
insbesondere in der Dritten Welt, ist kein Tabu sondern Mainstream.

> Und, bitte, bei so heiklem Zeug sollte man denn die Wikianer außen
> vor lassen! Die haben sich oft genug selbst als unbrauchbar
> geoutet wenn es um gesellschaftspolitisch relevante Themen geht.

z.B.: www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA

Quinn C

unread,
May 2, 2020, 11:24:29 AM5/2/20
to
* Ralph Aichinger:

> Eher wollte man von den finanziellen Problemen der Meinl-Bank
> und den Malversationen bei der Meinl European Land ablenken:
>
> [...]
> Das letzte was von Meinl übergeblieben ist, ist die Kaffeemarke,

Ich frug mich oben gleich, ob die zusammenhängen, denn außer dem Kaffee
kannte ich den Namen nicht. Meinen Suchmaschinenergebnissen zufolge ist
im englischen Sprachraum anscheinend Meinl Percussions am bekanntesten.

--
gugelfechten, vb., sich närrisch aufführen, narren, fantasieren,
gauglen und gugelfechten ZWENGEL formularbuch (1568) 39b. --
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Florian Ritter

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May 3, 2020, 1:53:02 PM5/3/20
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Am Freitag, 1. Mai 2020 18:38:42 UTC+2 schrieb Ulf.K...@web.de:

> Warum steht bei Dir Gerdes im Zitat?

>> Es ist Ulf, was erwartest du da?
>
> Von Holtfreter kam:
>
> "Wer die Sprache beherrscht, beherrscht das denken."
>
> Sprachbeherrschung geht anders, da bleibe
> ich sogar beim Gruppenthema.

Du, Ulfi, sei doch ganz einfach mal Du selbst - FR

Florian Ritter

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May 3, 2020, 2:30:24 PM5/3/20
to
Am Samstag, 2. Mai 2020 09:13:54 UTC+2 schrieb Werner Tann:

>> Beides ist Ausdruck der
>> gleichen Geisteshaltung: Hängengeblieben in der Vergangenheit.

> Was dem einen "Hängenbleiben in der Vergangenheit", ist dem anderen
> Traditionsbewahrung. Erregst du dich auch über den tourismuswirksamen
> Habsburgerkult? Die Habsburger waren bitteschön auch keine braven
> Demokraten und wurden spätestens in den 1920er Jahren vom neuen Geist
> der Zeit überrollt. Trotzdem zelebriert sie die
> Fremdenverkehrsindustrie, als wäre der Adel in AT noch eine politische
> und gesellschaftliche Kraft.

Ich habe keine Veranlassung anzunehmen, es wäre nicht mehr
so, daß in der Prager Schankwirtschaft "Zum Kelch" (bekannt
durch den "Schwejk") ein großes, ein sehr großes Bild
hängt, darstellend Kaiser Franz Joseph.
Dieser Ausschank schien mir ein Magnet für österreichische
Touristen zu sein.
Ich traf mich in unregelmäßigen Abständen mit einem
Mitarbeiter eines österreichischen Zulieferers in
einem Restaurant. Einmal, ein einziges Mal, brachte der
seine Frau mit. Natürlich werden bei einem solchen Treffen
Brancheninterna durchgehechelt, was allsogleich der
Gemahlin Unmut hervorrief. Als eine Serviererin an den
Tisch trat, die Bestellung aufzunehmen, wurde diese
aus heiterem Himmel mit den Worten bedacht: "Sie müssen
wissen, mir san kaisertreu".
Da fiel es mir denn doch schwer, die Contenance zu
wahren - FR

Florian Ritter

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May 3, 2020, 2:51:56 PM5/3/20
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Am Samstag, 2. Mai 2020 08:21:23 UTC+2 schrieb Roland Franzius:

>> Übrigens: Dich habe ich schon vor Jahren mit dem Vermerk
>> "Holocaust-Leugner" gefiltert. Warum wundert mich deine hirnrissige
>> Behauptung, die ich nur durch die Antwort von Quinn C lesen musste,
>> überhaupt nicht?

> Wärest du in Westfalen beheimatet, wüsstest du.

> Dafür reden sie immer sehr laut, und - gerade mal wieder im MHO beim

MHO? Militärische Handelsorganisation?

> Besuch im Mehrbettzimmer beobachtet - sobald einer zu anworten sucht,
> drehen sie um 30 db auf, dass die Trommlefelle zittern.
>
> Eine weitere Besonderheit, die einen Niedersachsen von jenseits der
> Weser oder nördlich des Kanals überrascht, sie halten ihre Feiern immer
> im Vorgarten ab, keiner der Gäste darf ins Haus und die Kippen müssen
> ins Beet des Nachbarn geworfen werden.
>
> Genaueres findet man bei Grimmelshausens Jäger von Soest, in Voltaires
> Candide und natürlich bei Heine.

Johanna Schopenhauer berichtete auch Erstaunliches aus
Westfalen.
Östlich der Elbe kann man übrigens anhand des Baustyles
der Dorfkirchen erkennen, ob die Siedler aus Niedersachsen
oder Westfalen kamen. Mental scheint mir der Pommer
dem Westfalen ähnlich zu sein - FR

Ulf.K...@web.de

unread,
May 3, 2020, 4:53:40 PM5/3/20
to
Am Sonntag, 3. Mai 2020 19:53:02 UTC+2 schrieb Florian Ritter:

> Du, Ulfi, sei doch ganz einfach mal Du selbst

Ach, Rittiflori, wenn ich da
Rat suchen wollte, würde ich
mir vielleicht überlegen, an
wen ich mich wenden würde.

Weiß aber jetzt schon, an wen
nicht.

Ulf.K...@web.de

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May 3, 2020, 4:59:58 PM5/3/20
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Am Sonntag, 3. Mai 2020 20:51:56 UTC+2 schrieb Florian Ritter:
> Am Samstag, 2. Mai 2020 08:21:23 UTC+2 schrieb Roland Franzius:
>
> >> Übrigens: Dich habe ich schon vor Jahren mit dem Vermerk
> >> "Holocaust-Leugner" gefiltert. Warum wundert mich deine hirnrissige
> >> Behauptung, die ich nur durch die Antwort von Quinn C lesen musste,
> >> überhaupt nicht?
>
> > Wärest du in Westfalen beheimatet, wüsstest du.
>
> > Dafür reden sie immer sehr laut, und - gerade mal wieder im MHO beim
>
> MHO? Militärische Handelsorganisation?

Im Organisation. Von alters her. Man
beachte nunmehr die Kleinschreibung.

Werner Tann

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May 4, 2020, 2:15:53 AM5/4/20
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Florian Ritter <hansr...@googlemail.com> schrieb:

>Gemahlin Unmut hervorrief. Als eine Serviererin an den
>Tisch trat, die Bestellung aufzunehmen, wurde diese
>aus heiterem Himmel mit den Worten bedacht: "Sie müssen
>wissen, mir san kaisertreu".

Solche seltenen Gewächse sind heute zum Glück eher spaßig als
be-merkens-wert. Bestimmt findet sich im Gegenzug auch heute noch in
Wien der eine oder andere, der sich immer noch der "Gruppe
revolutionärer Marxisten" (*) zurechnet, die - wie ich gerade in der
Wikipedia sehe - tatsächlich immer noch existiert.

(*) https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Alternative_(SOAL)
... " die österreichische Sektion der trotzkistischen Vierten
Internationalen", bei der damals, in den 70ern, auch der später grüne
Peter Pilz dabei war. :-)

Florian Ritter

unread,
May 4, 2020, 10:07:36 AM5/4/20
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Am Montag, 4. Mai 2020 08:15:53 UTC+2 schrieb Werner Tann:

>> Gemahlin Unmut hervorrief. Als eine Serviererin an den
>> Tisch trat, die Bestellung aufzunehmen, wurde diese
>> aus heiterem Himmel mit den Worten bedacht: "Sie müssen
>> wissen, mir san kaisertreu".

> Solche seltenen Gewächse sind heute zum Glück eher spaßig als
> be-merkens-wert.

Sie kam aus sehr wohlhabender Steirischer Familie.
Ich vermutete, die Gute hätte schon einige geistige
Getränke zu sich genommen. Sie verzog sich auch bald
darauf aufs Zimmer im gleichen Hause - FR
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