Das haben internationale Wissenschaftler soeben herausgefunden bzw.
unter zwanzigtausend Einsendungen (an wen?) herausgesucht.
Silber ging an "Geborgenheit", Bronze an "Lieben" oder "Leben", das habe
ich nicht so genau verstanden. Es kam nämlich gerade eben in den
Nachrichten des eigentlich als seriös bekannten Deutschlandfunks.
Weiß jemand etwas über diesen Wettbewerb bzw. dieses auswählende Gremium?
Ob wohl auch "Schifffahrt" nominiert war?
Gruß
Rainer
> Weiß jemand etwas über diesen Wettbewerb bzw. dieses auswählende
> Gremium?
Das war ja einfach, schon gefunden:
> Das schönste deutsche Wort – Die Preisverleihung 15.09.2004 Das
> schönste deutsche Wort – Die Preisverleihung
>
> Mit einer Fülle von Einsendungen schöner Wörter und begleitet von
> einem großen, interna-tionalen Medienecho ist der vom Deutschen
> Sprachrat und dem Goethe-Institut initiierte, internationale
> Wettbewerb „Das schönste deutsche Wort“ am 1. August dieses Jahres zu
> Ende gegangen. Jetzt sind die Juroren des Wettbewerbs an der Reihe:
> Sie haben die Qual der Wahl und dürfen entscheiden, welches deutsche
> Wort sie zum allerschönsten küren möchten.
>
> Die Sieger werden am Sonntag, dem 24. Oktober, von 11 bis 12.30 Uhr,
> im Rahmen der Sendung „westART“, dem Kulturmagazin des WDR, bekannt
> gegeben. Die Sendung wird sowohl im Fernsehen (über Kabel bundesweit
> zu empfangen) als auch im Rundfunk auf WDR 5 live übertragen. Die
> Präsidentin des Goethe-Instituts Jutta Limbach wird dabei sein ebenso
> wie der Schriftsteller Uwe Timm und Matthias Wermke, Leiter der Duden
> Redaktion. Der Sprach- und Sprechkünstler Marcus Jeroch präsentiert
> intelligente Wort- und Buchstabenkunststücke.
>
> Insgesamt 22.838 Wörter nebst Begründungen aus 102 Ländern gingen bei
> den Veranstaltern des Wettbewerbs ein. Für Jutta Limbach steht fest,
> dass der deutsche Sprachrat damit schon jetzt sein „vornehmstes Ziel“
> erreicht hat: die Aufmerksamkeit auf den Reichtum der deutschen
> Sprache zu lenken.
Vollständiger Text unter http://vhs-dvv.server.de/servlet/is/14477/
Rainer
http://news.search.ch/?cat=2&id=906d2c74a68cc188c8a87f899ec4ed5f
> ... lautet "Habseligkeiten".
>
> Silber ging an "Geborgenheit", Bronze an "Lieben" oder "Leben"
Bei Bronze haben die Juroren möglicherweise mehr an den Inhalt gedacht.
Gerfragt war mMn aber ausschließlich die Gefälligkeit der Form.
Matthias
--
Wenn wir annehmen, dass eine Kanonenkugel in wenigen Sekunden eine
Viertelstunde fliegt, so kömmt sie etwa bis Erfurt. Prof. Galletti
* Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de/ *
-- Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen --
> ... lautet "Habseligkeiten".
> Das haben internationale Wissenschaftler soeben herausgefunden
> bzw. unter zwanzigtausend Einsendungen (an wen?) herausgesucht.
> Silber ging an "Geborgenheit", Bronze an "Lieben" oder "Leben", das
> habe ich nicht so genau verstanden. Es kam nämlich gerade eben in den
> Nachrichten des eigentlich als seriös bekannten Deutschlandfunks.
Ich dacht mir schon, daß ich dazu hier einen Thread finde. Es hat mich
beeindruckt, daß dies auch den niederländischen (!) Radionachrichten
eine Meldung wert war.
> Weiß jemand etwas über diesen Wettbewerb bzw. dieses auswählende Gremium?
Vor allem würde mich interessieren, ob derartig grundsätzliche
Betrachtungen steuerfinanziert sind...
--
Space - the final frontier
> Rainer Schneehorst schrieb:
>
>> ... lautet "Habseligkeiten".
>>
>> Silber ging an "Geborgenheit", Bronze an "Lieben" oder "Leben"
>
> Bei Bronze haben die Juroren möglicherweise mehr an den Inhalt
> gedacht. Gerfragt war mMn aber ausschließlich die Gefälligkeit der
> Form.
Eine polyglotte ausländische Freundin meinte vor Jahren einmal, daß das
schönste Wort in irgendeiner Sprache der deutsche "Stau" sei. Es
bedürfe schon einer großen, gleichermaßen poetischen wie automobilen
Nation, um die Hilflosigkeit des Individuums angesichts des
unausweichlichen kollektiven Stillstands mit derart wenigen,
beklemmenden Lauten treffend und überzeugend zu beschreiben.
Immer, wenn wir im Verkehr steckenblieben, murmelte sie diese vier
Buchstaben mit einer entrückten Hingabe, als sei die Ruhe in der Eile
das größte nur denkbare Menschheitsglück. Damit auch unsere
Staugenossen in den Wagen zur Linken und zur Rechten an ihrem Glück
Anteil nahmen, hauchte sie das Wort mit ekstatischen Lippenbewegung zu
allen Scheiben hinaus. Das öffnete auch meine Augen und Ohren für die
Schönheit der Muttersprache in diesem Punkte.
Stau - ein Wort, wie es deutscher und eleganter nicht sein könnte. Ein
Kulturgut, auf welches das Mutterland der Autobahn in Wort und Bild
maßlos stolz sein kann.
Ich wünsche allen Mitlesern, die jetzt noch unterwegs sind, eine
angenehme und ruhige Heimreise und empfehle ihnen, sich im Falle von
Verkehrsstörungen deren wundervollen Namen auf der Zunge zergehen zu
lassen.
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.
>>... lautet "Habseligkeiten".
>>
>>Silber ging an "Geborgenheit", Bronze an "Lieben" oder "Leben"
>
> Bei Bronze haben die Juroren möglicherweise mehr an den Inhalt gedacht.
> Gerfragt war mMn aber ausschließlich die Gefälligkeit der Form.
Möglicherweise auch bei Gold, denn was könnte schon schöner sein als
Besitz? So oder so will sich mir nicht so recht erschließen, was gerade
»Lieben« oder »Leben« als drittschönste Wörter der deutschen Sprache
auszeichnet. Da gäbe es doch sooo viele mehr
(http://emmanuel.dammerer.at/woerter.html) ...
Gruß,
Herr Th.
>Vor allem würde mich interessieren, ob derartig grundsätzliche
>Betrachtungen steuerfinanziert sind...
bei einer Jury, die aus dem volksetymologischen Hungerbauch vermutet,
Habseligkeiten sei ein Kompositum aus Haben und Seligkeit, läßt sich
blind vermuten, daß hier Steuergelder vergeudet wurden und auch die
Rechtschreibreformer nicht weit sind.
Gruß
Gregor
> ... lautet "Habseligkeiten".
[...]
>
> Ob wohl auch "Schifffahrt" nominiert war?
Keine Ahnung. Ich habe "Steuersenkung" vorgeschlagen. Angesichts
der derzeitigen wirtschaftlichen Situation finde ich es aber
durchaus gerechtfertigt, die Allgemeinheit auf das Anfreunden
mit obigem Begriff vorzubereiten.
Gruesse, Lothar
--
Lothar Kimmeringer E-Mail: spam...@kimmeringer.de
PGP-encrypted mails preferred (Key-ID: 0x8BC3CD81)
Always remember: The answer is forty-two, there can only be wrong
questions!
> ... lautet "Habseligkeiten".
Assoziiere ICH irgendwie mit "Raffgier": Selig sind, die da haben...
(Und das zweitschönste ist bestimmt "Pfandbriefe und
Kommunalobligationen")
> Das haben internationale Wissenschaftler soeben herausgefunden bzw.
> unter zwanzigtausend Einsendungen (an wen?) herausgesucht.
23.000 NOMINIERUNGEN, bitte!
Mein liebstes deutsches Wort lautet übrigens nach wie vor
"Gemütlichkeit"! Diesen bräsigen, selbstzufriedenen metaphysischen
Zustand kann uns keine Nation dieser Welt streitig machen.
(Unter deutscher Gemütlichkeit stelle ich mir immer vor, in einer Wanne
voll mit lauwarmen Schoko- und Vanillepudding zu baden und dabei den
ZDF-Fernsehgarten zu gucken...)
> Silber ging an "Geborgenheit", Bronze an "Lieben" oder "Leben", das
> habe ich nicht so genau verstanden. Es kam nämlich gerade eben in den
> Nachrichten des eigentlich als seriös bekannten Deutschlandfunks.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3730298_TYP_THE_NAV_REF2,00.html
> Weiß jemand etwas über diesen Wettbewerb bzw. dieses auswählende
> Gremium?
"Eine Jury aus Künstlern, Journalisten und Wissenschaftlern" Na denn
kann ja nix mehr schiefgehen...
> Ob wohl auch "Schifffahrt" nominiert war?
Ebenso wie "Stalllaterne" nur auf einer Außenseiterposition...
Unsere KINDER empfanden übrigens "Libelle" als das schönste Wort.
(Und keineswegs "Playstation" oder "Handy-Klingelton"!) Das lässt
doch zumindest wieder ein bisschen hoffen...
Klaus
--
Kanzler Schröder begrüßt Streikende bei Opel.
Als (schwache) Begründung habe ich bislang nur Folgendes gefunden:
"Laut dem Deutschen Sprachrat gab nicht die Anzahl Vorschläge, sondern "der
Charme der Begründung" den Ausschlag für die Platzierung. Am besten gelang
dies nach Ansicht der Juroren Doris Kalka aus Tübingen. Sie hatte sich für
"Habseligkeiten" entschieden, weil es den Gegensatz des menschlichen
Strebens nach Besitz mit dem "unerreichbaren Ziel" der Seligkeit vereine."
(http://news.search.ch/?cat=2&id=906d2c74a68cc188c8a87f899ec4ed5f)
Das ist doch sicher eine Privtetymologie, oder?
Das GWB hat folgende Einträge zum Thema:
HABSELIG [Lfg. 10,1], adj. mit habe gesegnet, reich an habe, wie mhd.
guotsælic: habsälig, reich FRISCH 1, 389c.
HABSELIGKEIT [Lfg. 10,1], f. opulentia, habentia STIELER 1993, biens,
substance FRISCH teutsch-franz. wb. (1730) 278. bei den neueren wird das
wort in mehr ironischem sinne für geringe, wertarme habe gebraucht:
jedermann, dessen ganze habseligkeit in diesem vermeinten kleinode bestehen
möchte. KANT 5, 266; ein gleichmäsziger trieb beseelte sie alle, geschwind
raften sie ihre habseligkeiten zusammen. MUSÄUS die deutschen volksm.
(1804) 1, 216; er fragte ob die andern auch so glücklich gewesen, ihre
habseligkeiten zu retten. GÖTHE 19, 40, ähnlich 53.
Nächster Eintrag dort ist übrigens Habsucht.
Auf die Begründung der anderen Juroren bzw. des Gremiums bin ich schon
gespannt.
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not
truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music.
Music is the best. F.Z. 1940-1993
Begründung gerade bei der Deutschen Welle gefunden:
24.10.2004
Warum "Habseligkeiten"?
Die Gewinnerin des Wettbewerbs um das schönste deutsche Wort hat ihre Wahl
für den Begriff "Habseligkeiten" nach Angaben des Deutschen Sprachrates und
des Goethe-Institutes wie folgt begründet.
"Das Wort bezeichnet nicht den Besitz, nicht das Vermögen eines Menschen,
wohl aber seine Besitztümer, und es tut dies mit einem
freundlich-mitleidigen Unterton, der uns den Eigentümer dieser Dinge
sympathisch und liebenswert erscheinen lässt. Typischer Vertreter dieser
Klasse von Eigentümern ist etwa ein 6-jähriges Kind, das den Inhalt seiner
Hosentaschen ausbreitet, um sich am Reichtum, an der Vielfalt der geliebten
Sammlung zu erfreuen.
Oder das Wort bezeichnet - die mehr vom Mitleid geprägte Variante - den
spärlichen Besitz dessen, der sein Zuhause verliert und sein karges Hab und
Gut für alle sichtbar transportieren muss, zu welchem Unterschlupf auch
immer. Nur schwer lässt sich das Wort im Singular vorstellen: Eine
Habseligkeit? - So einfach ist die Seligkeit nicht zu erringen.
Vielfältig und wie zufällig muss die Ansammlung von auf den ersten Blick
wertlosen Gegenständen sein, um das Prädikat der Habseligkeiten zu
verdienen. Dabei muss sie aber zugleich für ihren Besitzer einen Wert
darstellen, der sich aus seinem individuellen seelischen Erleben ergibt und
für Außenstehende nicht leicht erkennbar ist.
Lexikalisch gesehen verbindet das Wort zwei Bereiche unseres, die
entgegengesetzter nicht sein könnten: das höchst weltliche Haben, d.h. den
irdischen Besitz, und das höchste und im irdischen Leben unerreichbare Ziel
des menschlichen Glücksstrebens: die Seligkeit. Diese Spannung ist es, die
uns dazu bringt, dem Besitzer der Habseligkeiten positive Gefühle
entgegenzubringen, wie sie gemeinhin den Besitzern von Vermögen und
Reichtümern oder Eigentümern von Krempel, Gerümpel und Altpapier versagt
bleiben.
Und wo sonst der Weg zum spirituellen Glück, zur Seligkeit also, eher in
der Abwendung von weltlichen Gütern oder doch zumindest in der inneren
Loslösung aus der Abhängigkeit von Weltlichem gesehen wird, so fassen wir
hier die Liebe zu Dingen, allerdings zu den kleinen, den wertlosen Dingen
auf als Voraussetzung zum Glück."
http://www.dw-world.de/dw/article/0,1564,1373439,00.html
http://www.dw-world.de © Deutsche Welle
... und dazu ein Foto mit der Unterschrift "Flüchtlinge aus Basra mit ihren
Habseligkeiten (2003)"
Wie schön!
> ... lautet "Habseligkeiten".
>
Was auch immer da genau passiert ist, 1961 schreibt der Duden schlicht
(Besitztum). Heute muss ich viel dazu lesen. Hat man sich früher weniger
Gedanken über solche Wörter gemacht?
Und nochwas, gibt es mit Hab~ mehr negativ belegte Wörter. Habgier,
Habsucht...
ja Habenichts und Habedank gibts ja auch noch. Aber Habeselig?
Habeewig...
> Silber ging an "Geborgenheit", Bronze an "Lieben" oder "Leben", das
> habe ich nicht so genau verstanden.
Dazu müsste man mal wirklich andere Sprachen anschauen.
'Liebe' ohne 'i'.
'life', 'live' und 'love'. 'aimer' und 'vi(vr)e' aber auch 'âme'. Auf
die schnelle finde ich in noch anderen Sprachen etwas aehnliche
Zusammenhaenge.
Geborgenheit ist doch sehr im sozialen und religiösen Bereich
beheimatet.
> Ob wohl auch "Schifffahrt" nominiert war?
>
Ob das eine Absage an die Technik war?
cj
Die schönste Wortbedeutung oder der schönste Wortlaut?, vermutlich beides
undifferenziert. In einer Kindersendung kam das Wort Libelle als Schönstes
vor.
"Irden" soll wohl anheimelnd klingen, in etwa wie "allerlei" oder
"Lattenkiste".
Ich finde "Knute" oder "Büttelknüttel" (Polizeischlagstock)
sehr schön, sowohl wegen des Wortlautes, als auch der Vorstellung des
leidenschaftlichen Zuhauens.
Wäre es kein Fremdwort, würde das allgemein als Schönstes empfundene Wort
"Mamma" sein,
schon wegen des Urlautes ma-ma. Mamma, mamma! Wer kann sich dieser Laut-Magie
entziehen.
Gruß.
Sondern? Es kommt vom heute ungebräuchl. Sing. Habsal, wie Schicksal oder
Trübsal.
<Habseligkeiten> bedeutet <dürftige Habe>.
Die Assoziation zu <gering> und <selig> (fromm) ist wohl da, und bewirkt die
Aufwertung
des Wortes.
Gruß.
Geben Sie sich zur Zeit, oder haben Sie sich jemals grundsaetzlichen
Betrachtungen auf Steuerzahlerkosten hingegeben? Ich habe und tue, und
deswegen betrachte ich mein Recht, anderer Tierchen Plaisierchen in
Erbsensuppe fuer Arbeitslose umzurechnen, als verwirkt...
>> bei einer Jury, die aus dem volksetymologischen Hungerbauch vermutet,
>> Habseligkeiten sei ein Kompositum aus Haben und Seligkeit,
>Sondern? Es kommt vom heute ungebräuchl. Sing. Habsal, wie Schicksal oder
>Trübsal.
Da sind wir uns ja einig. In den von Dir aufgezählten Fällen wurde ein
Abstraktum durch das Anhängen eines vollkommen seelenlosen Suffixes
gebildet.
><Habseligkeiten> bedeutet <dürftige Habe>.
Bei gesichertem Monatseinkommen kann man das gern als wild romantisch
empfinden; ein Besitzer von im Wortsinne "Habseligkeiten" sollte es
als persönliche Beleidigung nehmen, daß seine armseliger Besitz hier
halbamtlich verkitscht wird.
>Die Assoziation zu <gering> und <selig> (fromm) ist wohl da, und bewirkt die
>Aufwertung des Wortes.
Die Aufwertung des Wortes wird nicht bewirkt sondern nur behauptet.
Gerne erführe man, wieviele der Juroren sich überhaupt mit den Wurzeln
dieses Wörtleins befaßt hatten. Ob wenigstens einer darunter war, der
aus sich heraus (Bildung!) wußte, daß diese spezielle Seligkeit aus
dem suffix -sal gebildet wurde?
Dann hätte man es bei der Preisverleihung wohl nicht verschwiegen,
diese vielleicht sogar ausfallen lassen.
Gruß
Gregor
Habdank, Habenichts zu Hadern (Habern?):
*Habsal* (Sg.) und Habsburg (Sg.) Habsburgen (Pl.) Habsburger (Sg.+Pl.)
...nicht auch noch hablich. :-?
cj
--
"Sal"-"selig": Mal Salat oder Saladin me:lig ... (ta1)
>> ... lautet "Habseligkeiten".
CJ> Was auch immer da genau passiert ist, 1961 schreibt der Duden
CJ> schlicht (Besitztum). Heute muss ich viel dazu lesen. Hat man sich
CJ> früher weniger Gedanken über solche Wörter gemacht?
In Zeiten der Agenda 2010 und Hartz IV müssen sich mehr Leute damit
anfreunden, nur noch ein paar Habseligkeiten haben zu können.
Mfg,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --
"Ohne Pressefreiheit, Vereins- und Versammlungsrecht ist keine
Arbeiterbewegung möglich" - Friedrich Engels (Februar 1865)
> In Zeiten der Agenda 2010 und Hartz IV müssen sich mehr Leute damit
>anfreunden, nur noch ein paar Habseligkeiten haben zu können.
aber ist es nicht schön, wenn die verlausten und verschimmelten
Habseligkeiten eines Penners von ebenso gerührten wie beamteten
Gutbürgern sprachlich geadelt werden.
Und diese wissen von ihren Wellness-Beratern genau, wie schwer das
Loslassen sein kann ...
Es muß eine Erklärung geben für diese makabre Wahl, ich habe keine!
Gruß
Gregor
Habern ist eine Nebenform zu Hafer.
Habsburg ist Kurzform zu Habichtsburg.
Habdank und Habenichts kommt offenbar von haben.
Hadern ist wieder was anderes.
Das ist der einzig wahre Kommentar zu dieser Entscheidung! Vielen Dank!
Gruß
Christoph
--
Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr,
plötzlich aus der Mode zu kommen.
-- Oscar Wilde
Gregor Frowein schrieb:
> "Klaus Scholl" <sch...@sensualium.cjb.net> wrote:
>><Habseligkeiten> bedeutet <dürftige Habe>.
>
> Bei gesichertem Monatseinkommen kann man das gern als wild romantisch
> empfinden; ein Besitzer von im Wortsinne "Habseligkeiten" sollte es
> als persönliche Beleidigung nehmen, daß seine armseliger Besitz hier
> halbamtlich verkitscht wird.
^^^^^^^^^^^ ^^^^^^^^^^ !!!
>>Die Assoziation zu <gering> und <selig> (fromm) ist wohl da, und bewirkt
>>die Aufwertung des Wortes.
>
> Die Aufwertung des Wortes wird nicht bewirkt sondern nur behauptet.
Richtig, es wird meist abwertend gebraucht. Um die geistigen
Habseligkeiten der Juroren mache ich mir jetzt mal keine Sorgen.
Schön ist halt relativ.
Ein Haar in der Suppe ist relativ viel, ein Haar auf dem Kopf ist relativ
wenig.
Es ist doch erschreckend, wieviele Menschen sich in dieser Gesellschaft um
produktive Arbeit drücken -- und mit welchen Methoden.
Gruß, Carsten cPUNKTthuATarcor.de
--
"Du meinst wohl: survival of the fiesest!"
Verena
> Oliver Jennrich wrote:
>> * Rainer Schneehorst writes:
>>
>>> ... lautet "Habseligkeiten".
>>> Das haben internationale Wissenschaftler soeben herausgefunden
>>> bzw. unter zwanzigtausend Einsendungen (an wen?) herausgesucht.
>> Vor allem würde mich interessieren, ob derartig grundsätzliche
>> Betrachtungen steuerfinanziert sind...
> Geben Sie sich zur Zeit, oder haben Sie sich jemals grundsaetzlichen
> Betrachtungen auf Steuerzahlerkosten hingegeben?
Ich weiß zwar nicht, wie ich zu der zweifelhaften Ehre komme, im Usenet
gesiezt zu werde, aber sei's drum.
Ja und Ja.
> Ich habe und tue, und deswegen betrachte ich mein Recht, anderer
> Tierchen Plaisierchen in Erbsensuppe fuer Arbeitslose umzurechnen,
> als verwirkt...
Wo siehst du ein Umrechnen in Erbsensuppe? Es interessierte mich
wirklich, wer hinter den "internationalen Wissenschaftlern" steht,
*das* kam hier nämlich nicht in den Nachrichten. Und weil das "Unwort
des Jahres" von der Gesellschaft für deutsche Sprache erkoren wird,
vermutete ich zunächst auch diese Leute hinter dem schönsten Wort.
Für verwirkt erachte ich mein Recht zur kritischen Betrachtung schon
alleine deshalb nicht, weil das zumindestens zum Teil meinen
Dienstpflichten zuwiderliefe, die nämlich verlangen daß ich
mich gelegentlich auch über die Plaisierchen anderer Tierchen wertend
äußere, wobei es sich dabei allerdings wenigstens um die gleiche
Spezies handelt.
Rainer Schneehorst schrieb:
> ... lautet "Habseligkeiten".
>
> Das haben internationale Wissenschaftler soeben herausgefunden bzw.
> unter zwanzigtausend Einsendungen (an wen?) herausgesucht.
Und mein persönliches Lieblingswort ist es nicht geworden. *schnüff* Die
"Kuschelmuschel" hat es leider nicht geschafft....
Ciao Christine
--
Gott lenkt,
der Mensch denkt,
der Saarländer schwenkt.
> Und mein persönliches Lieblingswort ist es nicht geworden. *schnüff*
> Die "Kuschelmuschel" hat es leider nicht geschafft....
Tröste dich! Die von mir favorisierte "Muschelsuppe" ebenfalls nicht...
Klaus
>(Unter deutscher Gemütlichkeit stelle ich mir immer vor, in einer Wanne
>voll mit lauwarmen Schoko- und Vanillepudding zu baden und dabei den
>ZDF-Fernsehgarten zu gucken...)
Soweit ich weiß, verbietet die Genfer Konvention die Folter :-)
Obwohl, in SM-Kreisen könnte das gut ankommen...
-peter
--
> Die "Kuschelmuschel" hat es leider nicht geschafft....
Die? Und Substantiv? Ich hätte es eher adjektivisch gebraucht.
So wie "muschebubu".
>Gregor Frowein schrieb:
>>
>> Es muß eine Erklärung geben für diese makabre Wahl, ich habe keine!
>
>Das ist der einzig wahre Kommentar zu dieser Entscheidung! Vielen Dank!
Eine Gruppe von Menschen schreibt, um Aufmerksamkeit zu erregen, einen
harmlosen Wettbewerb aus und beendet ihn offensichtlich spielerisch
und mit einem Augenzwinkern.
Ich frage mich, ob es noch andere Länder gibt, in denen so etwas als
makaber bezeichnet wird und diese Bezeichnung auch noch irgendwelche
Akklamatöre hinterm Ofen vorlockt.
Ich möchte ja niemanden zu nahe treten; aber wir sind, wie's scheint,
schon ein besonders blödes Volk.
--
Viele Grüße
Gerald Fix
Schön, daß Du das so siehst. Ich bin durchaus der Meinung, daß die Wahl,
die diese Menschen getroffen haben, zu Kritik Anlaß gibt. Es geht
nämlich nicht nur um einen harmlosen Unfug, sondern schon allein durch die
Aufmerksamkeit, die der Wettbewerb bekommen hat hat die Entscheidung
eine größere Tragweite bekommen, und damit ist die Rechtfertigung, die
ja als Entscheidungskriterium diente von Belang.
Und das Wort Habseligkeiten mit Seligkeit in Zusammenhang zu bringen,
hat, wenn man sich die Verwendung des Wortes vor Augen führt, genau den
Zynismus, den Gregor aufgezeigt hat. Das Ganze ist natürlich kein
Beinbruch, aber schon bemerkenswert, wenn man sich die Anzahl der
eingesandten Vorschläge vor Augen hält.
> Ich möchte ja niemanden zu nahe treten; aber wir sind, wie's scheint,
> schon ein besonders blödes Volk.
Nein, nur Gregor und ich - das wolltest Du doch sagen.
Gruß
Christoph
--
Ich verstehe nichts von Musik. In meinem Fach ist das nicht nötig.
-- Elvis Presley
> So wie "muschebubu".
Der Begriff "Muschebubu" ist doch sowieso schon längst in die Rabusche
geraten.
Qno
--
»Im Prinzip war die Erde unbewohnt und unbewohnbar
und ist es noch immer.«
Aus dem Kommentar zum »Gesetz über die Zeitschleifen (ZeSchG)«
http://www.urania-dresden.de/terrasse/zeschg.htm
>Schön, daß Du das so siehst. Ich bin durchaus der Meinung, daß die Wahl,
>die diese Menschen getroffen haben, zu Kritik Anlaß gibt. Es geht
>nämlich nicht nur um einen harmlosen Unfug, sondern schon allein durch die
>Aufmerksamkeit, die der Wettbewerb bekommen hat hat die Entscheidung
>eine größere Tragweite bekommen, und damit ist die Rechtfertigung, die
>ja als Entscheidungskriterium diente von Belang.
Ach was. Andere unbedeutende Ereignisse erregen auch -und mehr-
Aufmerksamkeit. Dennoch muss man nicht aus jedem Furz einen Taifun
machen.
Wie kommt es eigentlich, dass Woerter mit vielen U so sinister klingen?
Blutrunst, Trunksucht, Umsturz, Blutdurst, Unzucht, Sturztrunk.
Ich wollte nur den Fragestil etwas ins Inquisitorisch-Bohrende
lappen lassen. Ich duze selbstverstaendlich weiterhin Goetter,
Gelehrte bis W2 (frueher C3), Verwandte, Kinder, Tiere und
Usenetteilnehmer.
> Ja und Ja.
>
>
>>Ich habe und tue, und deswegen betrachte ich mein Recht, anderer
>>Tierchen Plaisierchen in Erbsensuppe fuer Arbeitslose umzurechnen,
>>als verwirkt...
>
>
> Wo siehst du ein Umrechnen in Erbsensuppe?
Noch nicht, ich wollte das bloss im Keine ersticken. Die Leute
interessieren sich fuer verschiedene Dinge, der eine fuer metaplektische
Mannigfaltigkeiten, der andere fuer elisabethanische Dramen, und
bei allen stuermt irgendwann der Buerger ins Buero, stemmt die
Arme in die Hueften und frag streng: "Etwa mit Steuermitteln?",
und das schoene Geld, und was man damit alles.
> Es interessierte mich
> wirklich, wer hinter den "internationalen Wissenschaftlern" steht,
> *das* kam hier nämlich nicht in den Nachrichten. Und weil das "Unwort
> des Jahres" von der Gesellschaft für deutsche Sprache erkoren wird,
> vermutete ich zunächst auch diese Leute hinter dem schönsten Wort.
>
> Für verwirkt erachte ich mein Recht zur kritischen Betrachtung schon
> alleine deshalb nicht, weil das zumindestens zum Teil meinen
> Dienstpflichten zuwiderliefe, die nämlich verlangen daß ich
> mich gelegentlich auch über die Plaisierchen anderer Tierchen wertend
> äußere, wobei es sich dabei allerdings wenigstens um die gleiche
> Spezies handelt.
Bei der gleichen Spezies kommt aber dann als mildernder Mechanismus
ins Spiel, dass man weiss, dass es auch mal umgekehrt kommen kann.
Andreas
>On 25 Oct 2004 11:01:51 GMT, Christoph Bohm <bo...@muenster.de> wrote:
>
>>Gregor Frowein schrieb:
>>>
>>> Es muß eine Erklärung geben für diese makabre Wahl, ich habe keine!
>>
>>Das ist der einzig wahre Kommentar zu dieser Entscheidung! Vielen Dank!
>
>Eine Gruppe von Menschen schreibt, um Aufmerksamkeit zu erregen, einen
>harmlosen Wettbewerb aus und beendet ihn offensichtlich spielerisch
>und mit einem Augenzwinkern.
Ist das nicht eine ähnlich zusammengesetzte "Gruppe von Menschen", die
mir jährlich toternst und ohne Augenzwinkern das Unwort des Jahres
oktroyiert. (Intellektuell übrigens auf ähnlich hohem Niveau) Einmal
soll ich also heulen und einmal soll ich lachen. Zu Befehl! Schön daß
Du es mir genau erklärst, was gerade opportun ist.
>Ich frage mich, ob es noch andere Länder gibt, in denen so etwas als
>makaber bezeichnet wird und diese Bezeichnung auch noch irgendwelche
>Akklamatöre hinterm Ofen vorlockt.
Hervorlocken, das ist auch ein schönes Wort.
>Ich möchte ja niemanden zu nahe treten; aber wir sind, wie's scheint,
>schon ein besonders blödes Volk.
Ach geh'. Wer wüßte das nicht.
Gruß
Gregor
> Der Begriff "Muschebubu"
Bergmann "Kleines sächsisches Wörterbuch" kennt ihn leider nicht.
> ist doch sowieso schon längst in die Rabusche
> geraten.
Aber den!
Rabusche`=> Rapuse
"Das Wort ist fremder, aber ungeklärter Herkunft."
Aber was man hier so alles wiederfindet!
Rabusche ist nämlich auch selbst schon die Rabusche gekommen.
>Für verwirkt erachte ich mein Recht zur kritischen Betrachtung schon
>alleine deshalb nicht, weil das zumindestens zum Teil meinen
>Dienstpflichten zuwiderliefe, die nämlich verlangen daß ich
>mich gelegentlich auch über die Plaisierchen anderer Tierchen wertend
>äußere, wobei es sich dabei allerdings wenigstens um die gleiche
>Spezies handelt.
Lehrer? Richter? Kunstkritiker? Sportreporter?
F.
>Aber Scherz beiseite, u ist der dunkelste Vokal und damit für dunkle
>Gestalten/Ideen besonders geeignet.
Mürder, Rüber, Vergewultiger und andere Verbrucher können das
sicher bestätigen.
>Ein wenig Lautmalerei steckt auch
>im Deutschen noch.
Das ist universell, booba kiki.
Gruß,
--Thorsten
Oliver Cromm schrieb:
> Carsten Thumulla wrote:
>
>> Es ist doch erschreckend, wieviele Menschen sich in dieser
>> Gesellschaft um produktive Arbeit drücken -- und mit welchen
>> Methoden.
>
> Ah ja. Und wer hat die Definitionsmacht für «produktiv»? Sind
> Juweliere, Straßenmusiker und Fußballprofis produktiv und warum?
das ist ein Problem. Wortspielerein sind sicher noch unproduktiver.
Sie produzieren Klunkern.
Sie produzieren Geräusche.
Sie produzieren Tore.
Das Kriterium in dieser Gesellschaft ist das Geld. Wenn unproduktive
"Arbeit" hoch bewertet wird, dann sollten wir nicht darüber klagen. Das war
sicher ein Fehler von mir. Man sollte sich aber fragen, warum die
Gesellschaft, also der Markt, einige Tätigkeiten unverhältnismäßig hoch
bewertet und dann darüber klagt.
Ist das Usenet produktiv?
Gruß, Carsten cPUNKTthuATarcor.de
--
Ein Maler und ein Musikus,
So Wand an Wand, das gibt Verdruß Wilhelm Busch
Ist Mama ein Fremdwort? Wenn ja, aus welcher Sprache wurde es entlehnt?
Das Wort kommt m.W. in fast allen Sprachen dieser Welt in der gleichen
Bedeutung vor, scheint mir also eher ein Urwort zu sein als ein
Fremdwort.
Merriam-Websters meint zu Mama übrigens: Etymology: baby talk
hp
--
_ | Peter J. Holzer | Je höher der Norden, desto weniger wird
|_|_) | Sysadmin WSR | überhaupt gesprochen, also auch kein Dialekt.
| | | h...@hjp.at | Hallig Gröde ist fast gänzlich dialektfrei.
__/ | http://www.hjp.at/ | -- Hannes Petersen in desd
> > Ah ja. Und wer hat die Definitionsmacht für «produktiv»? Sind
> > Juweliere, Straßenmusiker und Fußballprofis produktiv und warum?
>
> das ist ein Problem. Wortspielerein sind sicher noch unproduktiver.
>
> Sie produzieren Klunkern.
> Sie produzieren Geräusche.
> Sie produzieren Tore.
>
> Das Kriterium in dieser Gesellschaft ist das Geld. Wenn unproduktive
> "Arbeit" hoch bewertet wird, dann sollten wir nicht darüber klagen. Das war
> sicher ein Fehler von mir. Man sollte sich aber fragen, warum die
> Gesellschaft, also der Markt, einige Tätigkeiten unverhältnismäßig hoch
> bewertet und dann darüber klagt.
Da wir (vorgeblich) im Kapitalismus leben, denke ich, dass
"Produktivität" in Bezug auf Arbeit mit dem Bruttosozialprodukt
in Zusammenhang steht.
> Ist das Usenet produktiv?
Was geistige Produktivität betrifft, schon,
was arbeitsbezogene Produktivität betrifft, wohl eher nicht.
Gruss,
Dirk
Warum sollte ein Kind die Mutter "Mama", den Vater "Papa" nennen,
wenn man es ihm nicht vorsprechen würde? Die Elternteile
könnten genauso einfach "Gaga" oder "Wäwä" ausgesprochen werden.
Wie die Mammographie kommt das Wort Mamma aus dem Römischen;
es geht also um die weibl. Brust, welche das Kind
als ersten und wichtigsten Bezugspunkt (Objekt) kennenlernt;
daraufhin wurde, auch weil das Wort so leicht zu sprechen ist,
die ganze Mutter -- pars pro toto, als Brust bezeichnet.
Gruß.
> Warum sollte ein Kind die Mutter "Mama", den Vater "Papa" nennen,
> wenn man es ihm nicht vorsprechen würde? Die Elternteile
> könnten genauso einfach "Gaga" oder "Wäwä" ausgesprochen werden.
Ich kann nur aus der Erfahrung mit den eigenen Kindern sprechen, aber
ich vermute, es gilt allgemein, dass die Konsonanten von vorne nach
hinten gelernt werden, und zwar Liquide vor Plosiven: zuerst m und b,
dann n und d, dann erst ng und g. Mancher tleine Tnirps tann mit fünf
noch tein k sprechen: ist zwar ein Sprachfehler, aber sicher ein
*viel* häufigerer als dass einer kein m oder b spricht.
Und weil die Mama meist vor dem Papa intensiven Kontakt hat, fühlt sie
sich von den allerersten Lauten angesprochen, der Papa kriegt dann
erst das zweite identifizierbare Wort ab, oft Variationen von Baba
(z.B. Deutsch, Chinesisch, Swahili, Hebräisch). Der umgekehrte Fall,
wo Mama und Baba gerade vertauscht sind, ist viel seltener
(z.B. Georgisch).
> Wie die Mammographie kommt das Wort Mamma aus dem Römischen;
> es geht also um die weibl. Brust, welche das Kind
> als ersten und wichtigsten Bezugspunkt (Objekt) kennenlernt;
> daraufhin wurde, auch weil das Wort so leicht zu sprechen ist,
> die ganze Mutter -- pars pro toto, als Brust bezeichnet.
Dass Babys erst Latein lernen, um dann die Mama korrekt anzureden,
halte ich für eine zwar naheliegende, aber vielleicht doch
unzutreffende Erklärung.
Helmut Richter
> Und weil die Mama meist vor dem Papa intensiven Kontakt hat, fühlt sie
> sich von den allerersten Lauten angesprochen, der Papa kriegt dann
> erst das zweite identifizierbare Wort ab, oft Variationen von Baba
> (z.B. Deutsch, Chinesisch, Swahili, Hebräisch). Der umgekehrte Fall,
> wo Mama und Baba gerade vertauscht sind, ist viel seltener
> (z.B. Georgisch).
[...]
Zur Ergänzung und zum Nachlesen: es gibt einen sehr unterhaltsamen
Aufsatz von Larry Trask, "Where do mama/papa words come from?", auf
http://www.sussex.ac.uk/linguistics/documents/where_do_mama2.pdf
Lukas Pietsch
> Aber Scherz beiseite, u ist der dunkelste Vokal und damit für dunkle
> Gestalten/Ideen besonders geeignet. Ein wenig Lautmalerei steckt auch
> im Deutschen noch.
Was genau ist denn das dunkle an den dunklen Vokalen? Mir fällt
dazu nur ein, daß "dunkel" einen dunklen Vokal enthält, "hell"
hingegen einen hellen.
Interessanter Artikel, danke.
>>Eine Gruppe von Menschen schreibt, um Aufmerksamkeit zu erregen, einen
>>harmlosen Wettbewerb aus und beendet ihn offensichtlich spielerisch
>>und mit einem Augenzwinkern.
>
>Ist das nicht eine ähnlich zusammengesetzte "Gruppe von Menschen", die
>mir jährlich toternst und ohne Augenzwinkern das Unwort des Jahres
>oktroyiert. (Intellektuell übrigens auf ähnlich hohem Niveau) Einmal
>soll ich also heulen und einmal soll ich lachen. Zu Befehl! Schön daß
>Du es mir genau erklärst, was gerade opportun ist.
Wer zwingt dir etwas auf? Niemand muss Habseligkeit oder sonstwas für
ein schönes Wort halten. Aber etwas in die Wahl hineingeheimsen (auch
ein schönes Wort)?
Zwischen der Schönwortspielerei und dem Unwort besteht natürlich ein
gewaltiger Unterschied. Die Unwortleute wollen ja entlarven, der
Gesellschaft, die Rentnerschwemme sagt, die Maske vom Gesicht reißen.
Das ist schon deswegen blöd, weil die Gesellschaft heute zu ihrem
hässlichen Gesicht steht und Masken out sind.
Weißt du, mir fällt da eine Geschichte aus der "Titanic" ein - ein
Brief an das Fernsehallerlei Nina Ruge. Die hat einen Fragebogen der
FAZ ausgefüllt - den kleinen Bruder des großen Fragebogens, den, der
in der Technikbeilage auftaucht. Dort werden solche weltbewegenden
Fragen gestellt wie "Welches ist das unnützeste technische Gerät" -
und die Leute antworten dann "elektrischer Eierschneider" oder
"beleuchtetes Stopfei". Nina Ruge nannte "Landminen". Die Titanic
schrieb ihr, sie habe diesen kleinen, in einer Nische blühenden
Fragebogen, der niemanden etwas zuleide getan habe, mit ihrer
großkotzigen Gesinnungshuberei einfach umgebracht. Und sie solle sich
was schämen. Ich glaube aber nicht, dass sie das getan hat.
>Hervorlocken, das ist auch ein schönes Wort.
Gell.
> Weißt du, mir fällt da eine Geschichte aus der "Titanic" ein - ein
> Brief an das Fernsehallerlei Nina Ruge. Die hat einen Fragebogen der
> FAZ ausgefüllt - den kleinen Bruder des großen Fragebogens, den, der
> in der Technikbeilage auftaucht. Dort werden solche weltbewegenden
> Fragen gestellt wie "Welches ist das unnützeste technische Gerät" -
> und die Leute antworten dann "elektrischer Eierschneider" oder
> "beleuchtetes Stopfei". Nina Ruge nannte "Landminen".
Da koennte jetzt aber wieder halb Deutschland auf dem Sofa sitzen
und uebelnehmen. Warum nicht Kernwaffen oder Giftgas?
> Die Titanic
> schrieb ihr, sie habe diesen kleinen, in einer Nische blühenden
> Fragebogen, der niemanden etwas zuleide getan habe, mit ihrer
> großkotzigen Gesinnungshuberei einfach umgebracht. Und sie solle sich
> was schämen. Ich glaube aber nicht, dass sie das getan hat.
Der grosse Fragebogen ist das aber schon laengst. "Keine" koennten
sie ja bei "Welche militaerische Leistung bewundern Sie am
meisten" gleich dazudrucken.
> Was genau ist denn das dunkle an den dunklen Vokalen? Mir fällt
> dazu nur ein, daß "dunkel" einen dunklen Vokal enthält, "hell"
> hingegen einen hellen.
Wenn man den Mund nur wenig öffnet, ist es darin dunkel.
Jörn
_______________________________________________________________________________
Posted Via Uncensored-News.Com - Accounts Starting At $6.95 - http://www.uncensored-news.com
<><><><><><><> The Worlds Uncensored News Source <><><><><><><><>
AK> Der grosse Fragebogen ist das aber schon laengst. "Keine" koennten
AK> sie ja bei "Welche militaerische Leistung bewundern Sie am
AK> meisten" gleich dazudrucken.
Da hätte ich aber eine einfache und schnelle Antwort zu: Operación
Carlota, oder konkret: Cuito Cuanvale im Frühjahr 1988.
MfG,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --
"Es sind nicht die Generäle und Könige, die die Geschichte machen,
sondern die breiten Massen des Volkes" - Nelson Mandela
Das hilft leider überhaupt nicht weiter bei der Frage, warum
tiefe Frequenzen mit Dunkelheit in Verbindung gebracht werden.
Schaun wir mal in den Herkunftsduden:
... "dunkel" im Sinne von "dunstig, neblig" mit "Dampf" verwandt ...
Das hilft uns noch nicht weiter.
"hell" ist mit "Hall", "holen" im Sinne von "herbeirufen"
verwandt.
| ... und gehört zu der idg. Wurzel *kel, *kle "rufen, schreien,
| lärmen". Es bezog sich also zunächst ausschließlich auf
| Gehörseindrücke und wurde dann auch auf Gesichtseindrücke
| übertragen und als Gegensatz zu dunkel empfunden. (...)
Aha. Also liegt zunächst die Übertragung
hell = viel Schall -> viel Licht
von einem akustischen Phänomen auf das korrespondierende
optische Phänomen zu Grunde. In diesem Sinne müßte akustisches
"dunkel" eigentlich ein Synonym zu "leise" sein.
Nun geht aber lautes Rufen einher mit dem Wechsel zu
höheren Frequenzen. Daher also die Assoziation:
hell = laut und hochfrequent
und demzufolge akustisch "dunkel" gleich niederfrequent.
Interessantes Phänomen, wie ich finde: Zunächst entwickelt
sich aus der akustischen Bedeutung durch Übertragung eines
Aspektes (hier der Quantität "viel Schall->viel Licht")
in plausibler Weise eine neue Bedeutung auf dem Gebiet der
Optik.
Daraufhin wird der existiernde Gegenbegriff aus dem
Gebiet der Optik seinerseits auch zum Gegenbegriff
auf dem Gebiet der Akustik - aber unter einem gänzlich
anderen Aspekt, (hier der Qualität "Tonhöhe"), der für
sich betrachtet nicht mehr unmittelbar einleuchtet.
Jow, nur weil mich die "mama" etwas nachdenklich machte. Das "*m*m*" ist
zwar sehr verbreitet, aber nicht "patentiert".
Auch in vorhergehenden Postings angesprochene "Urwort"-Thesen und
"Laut-Magien", sowie die "Liquid" und "Plosiv" Erklaerungen reichen
AFAIK wohl nicht eindeutig aus. Sicher, leicht zu artikulierende Laute
müssen es schon sein.
Gibt's irgendwo Untersuchungen mit zweisprachig aufgewachsenen Kindern?
Und das besondere waeren hier Sprachen, die etwas unterschiedliche
Kosenamen benutzen.
Ach, vielleicht dazu eine ganz einfache Tabelle (von Kindern?) mit sehr
vielen Sprachbeispielen (hat leider fast nur die Schreibweise, ohne die
_genaue_ Aussprache). Vielleicht gibt es irgendwo noch mehr Beispiele...
http://www.blinde-kuh.de/sprachen/menschen.html
"m", "n", "p", "b", "d" usw. dominieren, aber...
...Auffaelligkeiten für eine Sprachgruppen-Systematik zu benutzen,
erinnert mich sehr an etwas, was ich ales _kindisch_ bezeichnen könnte.
Ein Kleinkind entwickelt die ersten "tönenden" Geraeusche. Und die
Eltern initiieren die ersten "sinnvollen" Lautungen.
Hat man eigentlich mal die ersten Tierlaute systematisiert (z.B. bei
Affen, Vögeln, ja Fische geht sicher nicht)?
Was hatte Kaspar Hauser für Laute von sich gegeben. Ach, hatte der
überhaupt eine Bezugsperson. Na und den Mogli gibts nur im Comic und
Sinema.
Ach, weshalb ich jetzt doch posten musste?
.--------------------------------------------------------------------
As a result, we find the mama/papa words in languages all over the
planet, in much the same form everywhere, and we frequently find them in
the process of displacing older and more formal words, which themselves
may be the greatly changed remains of earlier mama/papa words.
...
. Why is the "ancient" word for 'mother' of the form mama, and not zuzu
or fifi or kangaroo or something?
...
. Why have these "ancient" words changed so little, while other words
have changed their forms dramatically?
...
Children universally produce the sounds [m] and [a] earlier than other
sounds, followed by [b], [p], [n], [d] and [t], and parents almost
universally assign the meanings 'mother' and 'father' to the child's
first identifiable noises.
'---------------------------------------------------------------------
Diese Aussagen kann ich nicht richtig interpretieren. Sind dies
gesicherte Erkenntnisse, oder nur Thesen, entsprechend den beiden Fragen
in der Mitte der Zitate.
cj
>> Ist das Usenet produktiv?
>
> Was geistige Produktivität betrifft, schon,
> was arbeitsbezogene Produktivität betrifft, wohl eher nicht.
Ich dachte manchmal schon an die (oft erwaehnte) bekannteste Nebensache
der Welt.
Nun, kommen mir Charta usw. in den Sinn.
Wenn ich jetzt über z.B. "das schönste Wort" rede, es in den
Zusammenhang mit Sprache bringe (Deutsch ist sicher die Praemisse), ja
was soll nun produktiv und Produktivität im Zusammenhang mit Schönheit.
Ich spüre das Glatteis unter meinen Füssen, aber Schönheit, Kunst, Mode,
Natur...
...wer spricht denn nun von Arbeit?
cj, redet auch wenig von Interessen.
> Aber Scherz beiseite, u ist der dunkelste Vokal und damit für dunkle
> Gestalten/Ideen besonders geeignet. Ein wenig Lautmalerei steckt auch
> im Deutschen noch.
Ja, und die Umlaute, oder soll ich besser Punkt(e) sagen, trennen.
Aber man diese Position und Negation (hell/dunkel) mit Gerade und Kreis
wieder ein wenig entschärfen.
Nur, damit jeder versteht, was ich anspreche:
Die Lautmalerei umfaßt nicht nur Helligkeiten, Schattierungen,
Intensitäten, es gibt auch noch geometrische Muster. Flach oder gerade,
rund, eiförmig...
cj
> Wie die Mammographie kommt das Wort Mamma aus dem Römischen;
> es geht also um die weibl. Brust, welche das Kind
> als ersten und wichtigsten Bezugspunkt (Objekt) kennenlernt;
> daraufhin wurde, auch weil das Wort so leicht zu sprechen ist,
> die ganze Mutter -- pars pro toto, als Brust bezeichnet.
>
Egal, jetzt kommt's eben hier ein. An anderer Stelle sagte ich
bereits, dass ich nicht bereit bin solchen Theorien ernsthaft
Glauben zu schenken.
Nun gut. Im türkischen heißt die Mutter 'anne'.
Die kleinen Kinder hört man sicher auch in Deutschland 'anneeee'
rufen.
'mama' gibt's aber auch bei Kleinkindern. Was heißt das denn nun?
Essen, ist «'mama' machen» sollen die Kleinen.
Nein nicht 'kaka', 'gaga'. Und nicht 'baba', 'papa'.
Wenn wir jetzt beim Essen gelandet sind, und die Brust wurde oben
ins Spiel gebracht, dann steht wieder einiges an weiterführenden
Erklärungen zur Disposition.
cj
>Zwischen der Schönwortspielerei und dem Unwort besteht natürlich ein
>gewaltiger Unterschied.
Nein.
In beiden Fällen mißbraucht man die Sprache als Vehikel für ein
öffentliches Spektakel, das niemandem nützt außer den Veranstaltern
selbst.
Es ist über das Unwort alles gesagt und über das Schönwort auch schon
genug und man wird beide nun immer wieder wählen, alle 12 Monate ...
Gruß
Gregor
... und noch mehr dazu sagen.
Amen.
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
Dies haben unsere Vorfahren aus gutem Grunde so geordnet, und wir
stellen es aus gutem Grunde nun wieder ab.
- Georg Christoph Lichtenberg (Sudelbuch C 234)
> Lehrer? Richter? Kunstkritiker? Sportreporter?
Wissenschaftler im öffentlichen Dienst.
--
Space - the final frontier
>>> Sondern? Es kommt vom heute ungebräuchl. Sing. Habsal, wie Schicksal
>>> oder Trübsal.
>> Habdank, Habenichts zu Hadern (Habern?):
>>
>> *Habsal* (Sg.) und Habsburg (Sg.) Habsburgen (Pl.) Habsburger
>> (Sg.+Pl.) ...nicht auch noch hablich. :-?
>>
>
> Habern ist eine Nebenform zu Hafer.
*Haber(n)*
Ich habe mich leider mit diesem Wort doch etwas, vielleicht zu sehr,
angefreundet. Dazu kam auch noch, dass es im türkischen Programm
regelmaessig eine Sendung gibt, bei der ein Uni Professor sehr
allgemeinverstaendlich über ein Wort oder eine Wortgruppe redet. Gibts
dazu eigentlich eine vergleichbare Sendung auf einem deutschen Kanal.
Hoffentlich hab ich jetzt kein Patent verbraten. Aber die Idee fand ich
nett und es hat mich oft angeregt. Ja, die Sendung ist fast so, wie
manche Threads sich hier schon entwickelt haben.
In türkischen ist der Hafer aus dem griech. entlehnt 'yulaf'.
Und bei Getreide, ob Hafer, Roggen, Weizen usw. werde ich immer nervös.
Denn so Grundnahrungsmittel sind nun mal sehr alt.
Aber nur mal so: shufaan (arab.) ) avena (lat.) hober (jidd.)
bei den anderen Getreidearten gibts vergleichbare Aehnlichkeiten.
> Habsburg ist Kurzform zu Habichtsburg.
Waren die Habsburger Habichte? Sie haben diesen Vogel im Wappen. Dieser
Vogel war ein Jagdvogel. Der Falke ist es auch. Die Habsburger waren
auch international=weltweit unterwegs.
Woher kommt eigentlich der Habicht, der Name natürlich.
> Habdank und Habenichts kommt offenbar von haben.
Ja, Habedank gibts laut Duden auch noch.
> Hadern ist wieder was anderes.
Ja, ich habs nur genommen, weil das b gedreht wurde.
> Habern ist eine Nebenform zu Hafer.
> Habsburg ist Kurzform zu Habichtsburg.
> Habdank und Habenichts kommt offenbar von haben.
> Hadern ist wieder was anderes.
Aber die Habseligkeiten gehen mir immer noch nicht aus dem Kopf.
Nur mal so zum Spass: Das "l" wird zum "w" gemacht.
Alles Wortspielerlei...
cj
>Eine polyglotte ausländische Freundin meinte vor Jahren einmal, daß das
>schönste Wort in irgendeiner Sprache der deutsche "Stau" sei.
Dafür würde zumindest sprechen, dass er sich sogar schon als
Germanizismus in den Verkehrsnachrichten der BFBS (engl.
Soldatensender) etabliert hat:
"There's a 2 K stau on the A3 from Cologne to Leverkusen"
David
> Habern ist eine Nebenform zu Hafer.
Ich poste es jetzt doch einmal, bin im Zusammenhang mit dem
anderen komischen Wort (Drahd....) erst jetzt draufgestossen.
Was so alles im Netz verbreitet wird.
"Hawara, der = Freund, Kumpel (auch: Haberer)"
???
cj
--
Da isses her
http://www.seffcheque.com/Kl_Seff.html
> "Hawara, der = Freund, Kumpel (auch: Haberer)"
> ???
ÖWB:
| *Ha|be|rer* der, -s/- (reg., bes. W, ugs., sal.):
| Freund | Liebhaber | Kumpan
M.
> Habern ist eine Nebenform zu Hafer
^?
... "habern" heisst in der Schweiz (ugs.) noch: essen.
"Brot habern" kommt also nicht von ungefähr, denn statt "Hafer" sagen
auch hierzulande viele "Haber".
--
Yvonne Steiner
> ... "habern" heisst in der Schweiz (ugs.) noch: essen.
In AT hat "habern" ausschließlich die Bedeutung von mampfen.
M.
Lange wurde angenommen, daß der 'Haberer' (= Freund, Kumpan) vom ge-
meinsamen Essen (habern) und dieses wiederum vom Hafer käme.
Inzwischen ist die Etymologie klar: Jidd. chawer = Genosse.
Beachte auch die Vokalfarbe, denn wenn der Hafer (Hob(w)ern) der Ur-
sprung wäre, dann gäbe es kein helles a im Haberer.
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Viele haben aus Täuschungen und falschen Wundern
| | | |_| | ein Geschäft gemacht und führen die törichte Menge
| | | _ | hinters Licht."
|_|a |_| |_|a (Leonardo da Vinci)