On 9/29/2017 5:00 PM, Heinz Lohmann wrote:
> Am 29.09.2017 um 21:50 schrieb Christina Kunze:
>> Am 29.09.2017 um 15:12 schrieb
wo...@wp.pl:
>>> Guten Tag, worauf beruht diese Politik?
>>>
>>> BILD 28.09.17 Dem damaligen Parteichef Rudolf Scharping warf die
>>> eine "Lirum-Larum-Löffelstiel"-Politik vor.
>> Ich weiß nicht, worauf sich Frau Nahles bezog, als sie das zu
>> Scharping gesagt hat.
>>
>> Lirum-larum-Löffelstil ist der Anfang eines
>> Kinderliedes/Abzählverses, der bei uns weiterging mit "wer das
>> nicht kann, der kann nicht viel".
>> [...]
> [...]
Keine Antwort auf die Frage, aber wenn's interessiert ...
Nach der Wikipedia wurde das Volkslied erstmals 1808 von Clemens
Brentano und Achim von Arnim für die Sammlung "Des Knaben Wunderhorn"
aufgeschrieben.
Die Wortreihe "Lirum, Larum, Löffelstiel" kommt auch im "Anhang zu dem
dreyzehnten bis vier und zwanzigsten Bande der allgemeinen deutschen
Bibliothek", Berlin und Stettin, 1777, unter "Scherzhafte Rätzel" vor
(S. "691", eigentlich S. 961):
| 145. /Lirum/, /Larum/, Löffelstiel, schreib mir das mit drey
| Buchstaben? Antw. Ich schreibe mit drey Buchstaben das Wörtlein das.
<
https://archive.org/stream/allgemeinedeuts87unkngoog#page/n1058/mode/2up>
Wander:
| *Lirumlarum*
|
| *2.* Das ist Lirumlarum Löffelstiel.
|
| Am Niederrhein, um zu sagen: das ist Unsinn.
<
http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=Wander&lemid=WL00772>
Zu "Lirumlarum" steht bei Grimm und im Schweizerischen Idiotikon auch etwas:
<
http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&lemid=GL06263>
<
https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id3.htm#!page/31361/mode/1up>
Und Grimm erwähnt, daß Löffelstiel "als theil eines kehrreims in
gassenhauern" verwendet wird:
<
http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GL06589#XGL06589>
--
Steve
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