Das �Internet� wei� es lt. Google offenbar nicht. Aber vielleicht wei�
es jemand der hiesigen Philologen und Philosophen: Woher kommt der
Ausspruch �Holla, die Waldfee!�, die ugs. einem Erstaunen Ausdruck
verleiht?
Gru�. Friedrich
--
Kinderl�rm ist Zukunftsmusik.
vatolin (at) me (dot) com
> Friedrich Vosberg schrieb:
>
> > Das Internet weiß es lt. Google offenbar nicht.
>
> Aber diese Gruppe (und damit Google-Groups).
> Es kommt alle Jahre wieder. Ein Fall für die FAQ?
Bestimmt - wenn du mal kurz erläutern könntest,
woher es kommt. In den bisherigen Fundstellen
steht nur, was es bedeutet - das dürfte klar sein -
und welche Abwandlungen die Anwesenden kennen.
Danach hat der OP aber nicht gefragt.
Lt K�ソスpper:
Waldfee f
husch,husch, die Waldfee! = a) Ausruf junger M�ソスnner angesichts eines
vorbeilaufenden jungen M�ソスdchens. M�ソスrchenfreunde kennen die Fee fast nur
als sch�ソスne Frauengestalt. Die Waldfee ist die dichterische Nachfolgerin
der Waldnymphe aus der altgriechischen Mythologie. /1910ff, jug./
b) schnell, behutsam! meist in Verbindung mit dem Warnruf: "Kopf weg, -
es kommt was geflogen!" /Sold 1914 ff./
c) Ausruf bei unhaltbarem Torball. /Jug 1920 ff/
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25�ソス07'58"N 121�ソス27'56"E
--
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Wenn meine Mutter (Oberschlesierin) zu einem von uns Kindern "Jetzt
aber husch, husch, die Waldfee!" sagte, bedeutete das eher "Jetzt
aber zack, zack, sonst setzt es was ...!".
Erinnert sich
Reinhard
Ja, das kenne ich. Meist in Zusammenhang mit 'jetzt aber ab ins Bett!'.
--
Space - The final frontier
>Das �Internet� wei� es lt. Google offenbar nicht. Aber vielleicht wei�
>es jemand der hiesigen Philologen und Philosophen: Woher kommt der
>Ausspruch �Holla, die Waldfee!�, die ugs. einem Erstaunen Ausdruck
>verleiht?
Versuche es einmal mit der Google-Groups-Suche: Das wurde hier schon
einmal - IIRC - ersch�pfend diskutiert.
Henning
So sieht es auch Duden 11: Redewendungen und sprichw�rtliche Redensarten.
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25�07'58"N 121�27'56"E
> On Mon, 4 Jan 2010 21:48:42 +0100, Friedrich Vosberg wrote:
>
> > �Holla, die Waldfee!�
>
> Das wurde hier schon einmal - IIRC - ersch�pfend diskutiert.
�Ersch�pfend�? M�glicherweise die Diskutanten, nicht aber das Thema. Es
wurde breitgetreten, welche �hnlich klingenden Redewendungen es gibt,
insb. die �Husch-Husch-Variante�.
Jedoch wurde weder die Herkunft der Redewendung er�rtert noch wenigstens
mal versucht fest zu stellen, seit wann die Redewendung in Gebrauch ist.
�ber dies wurde beinahe nur auf Beispiele abgestellt, wo eine solche
Redewendung zur Eile antreiben soll oder auf Eiligkeit hinweist.
Hier im brandenburgischen und s�chsischen Raum wird die Redewendung aber
verwendet um �berraschtheit, insb. Erstaunen Ausdruck zu geben. Eine
solche Verwendung ist in den von Matthias Opatz verlinkten Threads
einmal erw�hnt aber auch dort ist kein wirklich brauchbarer Hinweis auf
den Ursprung der Redewendung zu finden.
Nat�rlich ist klar und bedarf keiner vertieften Belehrung, dass Holla
von Holda, Hulda o.�. kommen k�nnte und welche Herkunft und Bedeutung
Waldfeen haben.
Wirklich interessant ist doch nur, seit wann und warum genau die
Wortkombination �Holla, die Waldfee!� verwendet wird, um einem Erstaunen
Ausdruck zu verleihen.
Wiedermal also ein Fall, wo �das Internet� viel redet, aber nichts wei�.
Ein paar Infos stehen mittlerweile schon im Thread.
>
> Wiedermal also ein Fall, wo �das Internet� viel redet, aber nichts wei�.
>
Wer hat dir denn versprochen, dass es alles wei�?
BTW: Usenet ist nicht Internet. ...
--
Bis die Tage!
Heinz L.
25�07'58"N 121�27'56"E
Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not
truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music.
Music is the best. F.Z. 1940-1993
"Husch husch die Waldfee" benutzte man gelegentlich bei Beauftragungen
der Kinderm�dchen, Pflichtjahrm�dchen, K�chenhilfen vom Dorf,
dann auch wenns f�r f�r die Kinder ger�uschlos schnell ins Bett gehen
sollte.
"Holla die Waldfee" war zB in G�ttingen �blich beim Auspielen der Dame
beim Doppelkopf und folglicherweise auch sonst bei jedem gelungenen Coup
mit �berrraschungsmoment und Ansage.
--
Roland Franzius
Heureka!
Also wenn pl�tzlich etwas �berraschendes passiert bzw. etwas schnell
passieren soll.
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25�07'58"N 121�27'56"E
> "Husch - husch - die Waldfee" ist klasisches Theaterrepertoire.
>
> Seit mindestens 150 Jahren. Okay, Oskar von Redwitz ist nicht mehr en
> vogue, seine Waldfee aber ist es allemal.
Hossa! Gro�artig!
Das ist zwar nicht die Redewendung, nach der *ich* gefragt hatte, aber
es ist endlich nach so vielen Jahren die Kl�rung des �Husch, Husch --
die Waldfee!�-Geheimnisses.
Vielen Dank. Sehr sch�n.
Jetzt muss nur nach gefunden werden, wo �Holla, die Waldfee!� herkommt.
Genau so kenne ich es auch von meiner Oma (auch Oberschlesien).
Der Tonfall war so ungef�hr wie bei "w�rdest du dich jetzt BITTE
ein bisschen beeilen!!!"
"Macht ma hinne", sag ich zu den Kindern, wenn ich nicht die
Waldfee bem�he.
chr
> Hier im brandenburgischen und s�chsischen Raum wird die Redewendung aber
> verwendet um �berraschtheit, insb. Erstaunen Ausdruck zu geben.
In dieser Bedeutung ist mir die Redewendung noch nie untergekommen.
Und in Berlin bin ich zumindest vom brandenburgischen Raum nicht
allzu weit entfernt.
chr
> > Wenn meine Mutter (Oberschlesierin) zu einem von uns Kindern "Jetzt
> > aber husch, husch, die Waldfee!" sagte, bedeutete das eher "Jetzt
> > aber zack, zack, sonst setzt es was ...!".
>
> Genau so kenne ich es auch von meiner Oma (auch Oberschlesien).
> Der Tonfall war so ungef hr wie bei "w rdest du dich jetzt BITTE
> ein bisschen beeilen!!!"
> "Macht ma hinne", sag ich zu den Kindern, wenn ich nicht die Waldfee bemühe.
So, so, und ist verwundert, wenn der Kleene berlinert, so er
Bauarbeiter spielt (1 Elefant vergißt nix!) - FR
> Wenn meine Mutter (Oberschlesierin) zu einem von uns Kindern "Jetzt
> aber husch, husch, die Waldfee!" sagte, bedeutete das eher "Jetzt
> aber zack, > zack, sonst setzt es was ...!".
Ich kenne sowohl "husch husch" als auch "holla", das ist MUSEN aber nucht
synonym. "Husch, husch, die Waldfee" kenne ich auch in der Bedeutung
"jetzt aber los", hingegen bedeutet "holla, die Waldfee" eher eine
überraschte Anerkennung, dass irgendetwas besonders groß/schön/schnell
ist. Um im Kontext zu bleiben: eine Mutter, die ihre Kinder mit "husch
husch, die Waldfee" ins Bett schicken will und feststellt: die liegen
schon drin, könnte mit "das ging aber blitzartig, holla die Waldfee!"
reagieren.
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
> Um im Kontext zu bleiben: eine Mutter, die ihre Kinder mit "husch
> husch, die Waldfee" ins Bett schicken will und feststellt: die liegen
> schon drin, k�nnte mit "das ging aber blitzartig, holla die Waldfee!"
> reagieren.
Genau so kenne ich die Verwendung der Floskel auch.
>> "Macht ma hinne", sag ich zu den Kindern, wenn ich nicht die Waldfee bem�he.
>
> So, so, und ist verwundert, wenn der Kleene berlinert, so er
> Bauarbeiter spielt (1 Elefant vergi�t nix!) - FR
Ist "hinne" speziell berlinerisch? Mir klingt das ganz unspezifisch
norddeutsch.
Gr��e
J�rg.
--
"Recht hat er, der Dingsbums!"
�berrascht-anerkennend, so ist mir "holla die Waldfee" auch vertraut -
im Kartenspiel und im Alltag. "Husch husch" kenn ich in Verbindung mit
der Waldfee nicht - bei meiner (b�hmischen) Gro�mutter hie� es vorm
Schlafengehen "husch husch ins K�rbchen".
> Florian Ritter schrieb:
>> On 9 Jan., 00:52, "Christina Kunze" <k...@revesz.de> wrote:
>
>>> "Macht ma hinne", sag ich zu den Kindern, wenn ich nicht die Waldfee
>>> bemühe.
>>
>> So, so, und ist verwundert, wenn der Kleene berlinert, so er
>> Bauarbeiter spielt (1 Elefant vergißt nix!) - FR
>
> Ist "hinne" speziell berlinerisch? Mir klingt das ganz unspezifisch
> norddeutsch.
>
Für mich nordhessisch, vermutlich, weil ich es nur dort öfter mal gehört
habe.
Joachim
> >> "Macht ma hinne", sag ich zu den Kindern, wenn ich nicht die Waldfee bemühe.
>
> > So, so, und ist verwundert, wenn der Kleene berlinert, so er
> > Bauarbeiter spielt (1 Elefant vergißt nix!)
>
> Ist "hinne" speziell berlinerisch?
Möchte so sprechen.
> Mir klingt das ganz unspezifisch norddeutsch.
Der Noddt. sagt "mach zu" oder op Platt "mock to".
So, Jung, mach hinne, wir essen zeitich - FR
> > Und in Berlin bin ich zumindest vom brandenburgischen Raum nicht
> > allzu weit entfernt.
>
> Um nicht zu sagen, Berlin liegt mittendrin im Markischen,
Nicht im "Markischen", im Maerkischen (so geschrieben, weil irgendein
Unhold hier Umlaute entwendet).
> was wohl die Mark Brandenburg bezieht
Richtig.
> (heutige L ndergrenzen sind daf r unerheblich).
Zum Land Bbg. zaehlen dztg. auch Teile der Uckermark, der Altmark, vor
'45 die gesamte Neumark (hinter Ffo. sehr schoene, seenreiche
Endmoraenenlandschaft, hatte da mal eine Ferienwohnung); im jetzt
kathol. Kloster "Paradies" trug uns ein Mönch auf Deutsch aus der
Geschichte des Hauses vor, sein Aktendeckel trug die Aufschrift
"Jugendarbeit 1937", der Pole als solcher scheint da ziemlich
schmerzfrei zu sein - FR
> Am 09.01.2010 schrieb Joerg Digmayer:
> >
> > �berrascht-anerkennend, so ist mir "holla die Waldfee" auch vertraut -
> > im Kartenspiel
>
> Genau, wenn man zur Verbl�ffung des Gegners doch noch einen Trumpf hat
> und auf einmal das Spiel �bernimmt.
Ja doch! Dass die Floskel insbesondere im Skatjargon gel�ufig ist, ist
bekannt. Aber wie ist sie dahin gekommen?
Ich k�nnte mir sogar vorstellen, dass die Floskel im Zusammenhang mit
der Farbe Gr�n im deutschen Skatblatt verwendet wird. F�r mich einzig
interessant ist aber, wer diese Waldfee Holla ist. Ich kann mir gut
vorstellen, dass irgend ein Singspiel o.�. aus dem 19. Jh. der Ursprung
der Redewendung ist.
Aber jedenfalls haben wir hier eine spannende und unterhaltsame
Diskussion.
Hi R�sseltier, ich finde "mach ma hinne" eigentlich nur
norddeutsch und nicht typisch berlinerisch.
Au�erdem wundere ich mich nicht, wenn mein Kind berlinert,
wenn es Bauarbeiter spielt, sondern ich finde es gut, weil
er die beiden Sprechweisen (das Berlinern und das hier
sonst verwendete Hochdeutsch) sauber voneinander trennen
kann.
chr
Da steht es: Holla ist ein lautmalerischer Ausruf der Überrraschung,
des Erstaunens, der Verblüffung - "Horch, was kommt von draußen
rein ..."
Mein Vorschlag für eine Vertiefung, Weiterführung und Übertragung
dieser Diskussion:
Analyse, Vergleich und kritische Bewertung gesellschaftlicher und
geschlechtsspezificher Relevanz von Etymologie und Verbreitung der
lautmalerischen Begriffe "Holla" und "Hoppla" - in regiolektischer
Bezogenheit einer Abgrenzung zu "Hoppala" - unter besonderer
Berücksichtigung des Skatspiel in der ersten Dekade des 21.
Jahrhunderts
Gruß
Gunhild
> Mein Vorschlag f�r eine Vertiefung, Weiterf�hrung und
> �bertragung dieser Diskussion:
>
> Analyse, Vergleich und kritische Bewertung gesellschaftlicher
> und geschlechtsspezificher Relevanz von Etymologie und
> Verbreitung der lautmalerischen Begriffe "Holla" und "Hoppla" -
> in regiolektischer Bezogenheit einer Abgrenzung zu "Hoppala" -
> unter besonderer Ber�cksichtigung des Skatspiel in der ersten
> Dekade des 21. Jahrhunderts
Abgelehnt. Was soll in zehn Tagen*) denn schon viel passiert
sein?
*) Wahrig:
| *De'ka�de* <f.; -, -n>
| *1* /Zeitraum von zehn Tagen/
| *2* /Anzahl von zehn St�ck/
| [< frz. /d�cade/ "Dekade"; zu grch. /deka/ "zehn"]
M.
> Abgelehnt. Was soll in zehn Tagen*) denn schon viel passiert
> sein?
>
> *) Wahrig:
Da ist das Wiktion�rterbuch* schon etwas weiter:
| Bedeutungen:
[1] allgemein: Einheit von Zehn, Menge von Zehn
[2] Zeitraum von:
[a] zehn Tagen,
[b] zehn Wochen (selten gebr�uchlich),
[c] zehn Monaten (selten gebr�uchlich) oder
[d] zehn Jahren
[3] Literaturwissenschaft: Einheit von zehn Gedichten oder zehn B�chern
[4] Mathematik: das Verh�ltnis zweier Zahlen von eins zu zehn
vG
* So sch�n wie bei "Wikip�die" gehts hier leider net.
> Da steht es: Holla ist ein lautmalerischer Ausruf der �berrraschung,
> des Erstaunens, der Verbl�ffung - "Horch, was kommt von drau�en
> rein ..."
Genau so kenne ich das auch. Es gibt doch auch den Ausdruck "Aber holla!",
wenn man �berraschung ausdr�cken will ("Hat das gestern vielleicht viel
geschneit, aber holla!").
Gr��e,
Frank
> Da ist das Wiktion�rterbuch* schon etwas weiter:
>
> [...]
>
> * So sch�n wie bei "Wikip�die" gehts hier leider net.
Spr�che etwas gegen "Wiktion�r"?
M.
>> * So sch�n wie bei "Wikip�die" gehts hier leider net.
>
> Spr�che etwas gegen "Wiktion�r"?
Sagst Du zu einem W�rterbuch auch "Diktion�r?"
vG
> > Mein Vorschlag für eine Vertiefung, Weiterführung und
> > Übertragung dieser Diskussion:
>
> > Analyse, Vergleich und kritische Bewertung gesellschaftlicher
> > und geschlechtsspezificher Relevanz von Etymologie und
> > Verbreitung der lautmalerischen Begriffe "Holla" und "Hoppla" -
> > in regiolektischer Bezogenheit einer Abgrenzung zu "Hoppala" -
> > unter besonderer Berücksichtigung des Skatspiel in der ersten
> > Dekade des 21. Jahrhunderts
>
> Abgelehnt. Was soll in zehn Tagen*) denn schon viel passiert sein?
Ick hätte z.B. 'n Grand Hand oder 'n Null ouvert haben könn' - FR
> > Nicht im "Markischen"
>
> Ei freilich, Vertipper.
"In den Marken" gibts aber fei scho, gell - FR
>>> * So sch�n wie bei "Wikip�die" gehts hier leider net.
>> Spr�che etwas gegen "Wiktion�r"?
> Sagst Du zu einem W�rterbuch auch "Diktion�r?"
Du wirst lachen: gelegentlich ja. Aber das d�rfte nicht
standardsprachlich sein; MUSE st��t sich aber nicht daran.
M.
>>> Mein Vorschlag f�r eine Vertiefung, Weiterf�hrung und
>>> �bertragung dieser Diskussion:
>>>
>>> Analyse, Vergleich und kritische Bewertung gesellschaftlicher
>>> und geschlechtsspezificher Relevanz von Etymologie und
>>> Verbreitung �der lautmalerischen Begriffe "Holla" und "Hoppla" -
>>> in regiolektischer Bezogenheit einer Abgrenzung zu "Hoppala" -
>>> unter besonderer Ber�cksichtigung des Skatspiel in der ersten
>>> Dekade des 21. Jahrhunderts
>> Abgelehnt. Was soll in zehn Tagen*) denn schon viel passiert sein?
> Ick h�tte z.B. 'n Grand Hand oder 'n Null ouvert haben k�nn' - FR
Holla, Hoppla, Hoppala!
M.
> >>> Analyse, Vergleich und kritische Bewertung gesellschaftlicher
> >>> und geschlechtsspezificher Relevanz von Etymologie und
> >>> Verbreitung der lautmalerischen Begriffe "Holla" und "Hoppla" -
> >>> in regiolektischer Bezogenheit einer Abgrenzung zu "Hoppala" -
> >>> unter besonderer Berücksichtigung des Skatspiel in der ersten
> >>> Dekade des 21. Jahrhunderts
> >> Abgelehnt. Was soll in zehn Tagen*) denn schon viel passiert sein?
> > Ick hätte z.B. 'n Grand Hand oder 'n Null ouvert haben könn'.
>
> Holla, Hoppla, Hoppala!
Ja, ja, die Trümpfe liegen heute wieder saubraun - FR
Neijen. In'n Noorden sacht man nich hinne, da sacht man zu oder to:
Mock man to, mien Deern.
Du solltest mal auf den Großen Flori hören.
> Außerdem wundere ich mich nicht, wenn mein Kind berlinert,
> wenn es Bauarbeiter spielt, sondern ich finde es gut, weil
> er die beiden Sprechweisen...
Müßte das nicht "es" heißen weil auf "Kind" sich beziehend? Ick frach
ja bloß, wa.
FR
Jede Wette, dass Holla der Name der Waldfee ist. Holla, Hulda und Hilde
oder so �hnlich. Das klingt nach irgend einem leich anz�glichen
Fr�hlingsspiel: Holla, die Draufg�ngerische, Hulda, die G�tige und
Hilde, die Best�ndige. Sommernachtstraum oder irgend sowas in die
Richtung.
Das mag ja richtig sein. Aber wenn danach �Waldfee� kommt, liegt die
Vermutung nahe, dass sich hier jemand den Spa� gemacht und das erstaunte
Ho(ppa)lla in Beziehung zu einer Waldfee dergestallt gesetzt hat, dass
nun Holla der Name derselben ist.
Und um zu wissen, ob das reine Bl�delei ist oder eben doch einen
literarischen Bezug hat, m�sste man wissen, ob es in der Literatur eine
Waldfee gibt, die Holla hei�t.
Wette lieber nicht. Der gro�e Duden sieht da nur einen Ausruf, die
Grimms schreiben folgendes:
HOLLA [Lfg. 10,8], interj. neben hola sp. 1733.
1) aufmunternd oder zum aufmerken auffordernd: holla probetur, das man
sing! Garg. 48b; holla schenk ein, wirtsknecht. 83b; holla hieher zu
trinken. 101a; holla frisch auf! 242a; holla bub, zur trenk, schenk,
senk, dasz ich mein gehenk zu guter nacht schwenk. 248a; holla, holla,
frischen wein her! 248b; holla, bindet die frawen ledig und losz. H. J.
V. BRAUNSCHWEIG 103; holla bauer, das vieh her ...[weiter]
2) zum hemmen und einhalten: da rufet Keibkamp: holla ir stallbr�der,
holla, h�pschlich ihr jungherrn, h�pschlich, was wolt ihr mit mir
anfangen, ihr secht doch, ich bin nur ein armer teufel. Garg. 228b;
holla, holla, thut gemach. H. J. V. BRAUNSCHWEIG 133; haltet einen (lies
haltet ein ein) weinig mit der Susanne, holla, stehet stille. 135;
holla, gn�diger herr, fiel ihm Pedrillo ein, mit erlau ...[weiter]
3) an die bedeutung 2 lehnt die redensart an: damit holla, damit
fertig, genug: damit aus und holla. Siegfr. v. Lindenb. 2, 416; unser
liebwertisten eltern lieszeten die zwei reisenden [10,1744]
handwerksb�rscheln brav auszfeuchteln und damit holla! o das ware uns
zum erstaunen gesund. SCHWABE tintenf. a 7a.
... mein Namensw�rterbuch sagt nix, der Herkunftsduden hat nur eine
*Frau Holle* im Angebot. Wenn ich mich richtig an das M�rchen erinnere,
dann war das keine Frau, bei der Mann spontan ausrief: "Holla, die Waldfee!"
--
mfg
Heinz Lohmann
Danshui, Taiwan
25�07'58"N 121�27'56"E
--
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.
Lies noch mal mein Posting vom 5.1., den Hinweis auf das Theaterst�ck
sowie andere inhaltsreiche Beitr�ge in diesem Thread. Dann m�sste dir
eigentlich klar werden, dass holla mit gro�er Wahrscheinlichkeit hier
kein Frauenname ist, sondern eine Interjektion.
Literarische Dinge �ndern sich rasch. Im Netz gibt es schon ein M�rchen
von einer Fee mit Vornamen Husch Husch. Angeblich aufgesammelt von einer
zu Unrecht vergessenen Schwester Grimm und k�rzlichst wieder aufgefunden.
--
Roland Franzius
> Das mag ja richtig sein. Aber wenn danach »Waldfee« kommt, liegt die
> Vermutung nahe, dass sich hier jemand den Spaß gemacht und das erstaunte
> Ho(ppa)lla in Beziehung zu einer Waldfee dergestallt gesetzt hat, dass
> nun Holla der Name derselben ist.
Jaja, schon gut.
> Literarische Dinge ändern sich rasch. Im Netz gibt es schon ein Märchen
> von einer Fee mit Vornamen Husch Husch. Angeblich aufgesammelt von einer
> zu Unrecht vergessenen Schwester Grimm und kürzlichst wieder aufgefunden.
"Ich bin der Frühling" sage ich öfter zu meinem Cousin
Haschmich. Wehe, wenn daraus auch eine Redensart wird.
>> Literarische Dinge �ndern sich rasch. Im Netz gibt es schon ein M�rchen
>> von einer Fee mit Vornamen Husch Husch. Angeblich aufgesammelt von einer
>> zu Unrecht vergessenen Schwester Grimm und k�rzlichst wieder aufgefunden.
>
> "Ich bin der Fr�hling" sage ich �fter zu meinem Cousin
> Haschmich. Wehe, wenn daraus auch eine Redensart wird.
Wenn ja, werde ich das einfach ignorieren und mich unter einem
unauff�lligen Pseudonym ("Igel" oder "Fuchs" oder so was) vorstellen.
vG
Cape me ver sum.
Ciao
Wolfram
--
Das Gesetz verbietet jedem mit gleicher Majestät, dem Reichen wie dem
Armen, unter der Brücke zu schlafen!
ANATOLE FRANCE
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> Lothar Frings <Lothar.Fri...@gmx.de> wrote:
> >> Literarische Dinge ändern sich rasch. Im Netz gibt es schon ein Märchen
> >> von einer Fee mit Vornamen Husch Husch. Angeblich aufgesammelt von einer
> >> zu Unrecht vergessenen Schwester Grimm und kürzlichst wieder aufgefunden.
>
> > "Ich bin der Frühling" sage ich öfter zu meinem Cousin
> > Haschmich. Wehe, wenn daraus auch eine Redensart wird.
>
> Wenn ja, werde ich das einfach ignorieren und mich unter einem
> unauffälligen Pseudonym ("Igel" oder "Fuchs" oder so was) vorstellen.
Nimm doch "Peter Panter" oder "Theobald Tiger".
Das fällt bestimmt nicht auf.
Jedenfalls wird Frings, frühlings im durchsichtigen Gewand gehacht, die
Fantasie befeehigen.
--
Roland Franzius
Frings, wenn er frühlings sein Füllhorn leert - ich mag es mir nicht allzu
deutlich vorstellen.
Ciao
Wolfram
--
English is so light
I say you what! What say I you?
> >> Cape me ver sum.
> >
> > Jedenfalls wird Frings, frühlings im durchsichtigen Gewand gehacht, die
> > Fantasie befeehigen.
>
> Frings, wenn er frühlings sein Füllhorn leert - ich mag es mir nicht allzu
> deutlich vorstellen.
Das ist aber doch etwas sehr Natürliches.
vG
--
"Wenn auf einem Parteitag zwei Leute für denselben Job kandidieren, dann
schreibt die Presse gleich von einer Kampf-kan-di-da-tur! Oh, eine
Kampfkandidatur! Wenn nur einer antritt, dann ist es 'ne Wahl." (Volker
Pispers, "Bis neulich")
> Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>>>> Cape me ver sum.
>>>
>>> Jedenfalls wird Frings, frühlings im durchsichtigen Gewand gehacht, die
>>> Fantasie befeehigen.
>>
>> Frings, wenn er frühlings sein Füllhorn leert - ich mag es mir nicht allzu
>> deutlich vorstellen.
>
> Das ist aber doch etwas sehr Natürliches.
>
Es gibt so wahnsinnig viel Natürliches, was ich gar nicht vorstellen
möchte.
Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, der Frangsä sagt "Löff" für aroa und "Dösö" für
zwoaroa. Da wundert's ihn nicht, sagt er, wenn den Frangsä keiner versteht.