Gruß
Christoph
>Bislang waren es ja wohl i. a. Schurnalisten, bisweilen Jurnalisten.
Auf Schornalist koennten wir uns einigen ...
>Mittlerweile höre ich des öfteren Tschurnalisten. Ist das hip?
Ja, das ist hip.
Insbesondere unter angehenden "Tschornalisten".
Als ich ein Grundstudium in Publizistik durchlief, sah ich einige, die
sich als angehende "Tschornalisten" bezeichneten.
Nichts desto weniger trotz ist es falsch.
mfg
+ogs
--
O.G. Schwenk -> http://www.home.pages.de/~ogs/
Literatur -> http://www.short-stories.de/
Es ist immer wieder ueberraschend, was man mit einem netten Wort
erreichen kann, wenn man dabei einen grossen Knueppel in der Hand hat.
> Bislang waren es ja wohl i. a. Schurnalisten, bisweilen Jurnalisten.
> Mittlerweile höre ich des öfteren Tschurnalisten. Ist das hip?
das kommt ganz darauf an, ob es Inschinoere oder Indschendschoere
gesagt haben.
Peter Groepper
Wir Inschenoere haben's schon schwoer genuch, jetz solln wir uns auch
noch mit Aussprache von Djurnalistn rumaergern?
Da mach ich aba nich mit.
Helmut
christo...@landshut.org meinte am 19.04.99
in /de/etc/sprache/deutsch
zum Thema "Aussprache: Journalisten":
> Bislang waren es ja wohl i. a. Schurnalisten, bisweilen
> Jurnalisten. Mittlerweile hoere ich des oefteren
> Tschurnalisten. Ist das hip?
Nein, sondern schade. Seit man neben Englisch als Pflichtfach die Wahl
zwischen Latein und Mittelhochkoreanisch hat, ist fuer viele ein weiterer
Startklotz in die Allgemeinbildung poerdjuh (engl. oder was?).
Echt nix gegen Russisch oder Spanisch, aber nun sollten vielleicht
Deutschlehrer aufmerksamer die Aussprache nichtenglischer und
nichtmittelhochkoreanischer Fremdwoerter beobachten und gegf. korrigieren.
Ciao!
Arnulf
as...@on-luebeck.de (Arnulf Sopp)
http://www.on-luebeck.de/~asopp/
Ne, einfach nur ärgerlich. Besonders in der TV-Synchronisation. Da
wimmelt es in englischsprachigen Filmen von 'Tschimms', 'Tschonns' und
'Tschäcks'. Ich habe mich auch immer gewundert, warum so viele Frauen
'KC' (engl. gesprochen) heißen, bis ich merkte, daß das 'Kathy' heißen
soll.
Aber, ich glaube, solange man hierzulande zwischen 'hartem' und
'weichem' g, b und d (bzw. p, t, k) kaum unterscheiden kann (rod, krün,
plau), wird sich das in so schwierigen (französischen und englischen,
geschweige denn _slawischen_ (**schauder**)) Ausdrücken und Namen kaum
ändern.
Ich darf schimpfen. Ich bin ein Opfer. Kein Mensch kann sich meinen
Namen auf Anhieb richtig merken. (Schreibweise und Aussprache sind zwei
separate schwierige Hürden). Vielleicht sollte ich zur
Opfer-Täter-Ausgleichsgruppe gehen, um wieder ausgeglichen zu werden.
Ach ja.
Gruß,
Harro 'Koptschik' Kobzik. [k'optsik]
>Aber, ich glaube, solange man hierzulande zwischen 'hartem' und
>'weichem' g, b und d (bzw. p, t, k) kaum unterscheiden kann (rod, krün,
>plau), wird sich das in so schwierigen (französischen und englischen,
>geschweige denn _slawischen_ (**schauder**)) Ausdrücken und Namen kaum
>ändern.
Auf der anderen Seite gibts aber auch nog die ganz deutlig
aussprechend Wollenden, die sich wohl zu fein fühlen, korrekterweise
Könich oder Berch zu akzentuieren.
CU!
Ulrig
Das schreibt sich dann aber eher Cathie.
(Oder allenfalls Katey, was aber eher zu 'KT' werden muesste.)
Kathy wird ueblicherweise mit kurzem ae ausgesprochen.
Andreas
O.G. Schwenk <O.G.S...@urz.uni-heidelberg.de> schrieb im Beitrag
<371b1855...@news.uni-heidelberg.de>...
"Christoph Götz" <christo...@landshut.org> wrote:
>Bislang waren es ja wohl i. a. Schurnalisten, bisweilen Jurnalisten.
Auf Schornalist koennten wir uns einigen ...
>Mittlerweile höre ich des öfteren Tschurnalisten. Ist das hip?
.
Also ich würde sagen "Schornalist", allerdings wenn, dann mit stimmhaften
sch, wie in franz.: jour oder in journal. Der Tschörnalist kommt wohl aus
dem englischen.....aber es ist so eine eigenart der deutschen franz.
lehnworte, die es auch im englischen gibt, nun doch neustens englisch
auszusprechen...wohl der globalisierung wegen....
>Auf der anderen Seite gibts aber auch nog die ganz deutlig
>aussprechend Wollenden, die sich wohl zu fein fühlen, korrekterweise
>Könich oder Berch zu akzentuieren.
Ich find aber Berch nich richtich.
(Soviel zu "korrekterweise")
Christina
Isset auch nicht. Nur in manchen Gegenden des Sprachraums. Da wo et
auch Wech heißen tut.
Gruß
Frank
Eigentlich wuerden "Cathie" und "Kathy" (sowohl wie "Kathie" "Kathi" "Cathi"
und "Cathy" ) fuer Englischsprechende Homonyme sein. Das sind nur
orthographische Varianten (bei Maedchennamen sehr haeufig in den meisten
Englischsprechenden Laendern).
Gregory
>
hak> Aber, ich glaube, solange man hierzulande zwischen 'hartem' und
hak> 'weichem' g, b und d (bzw. p, t, k) kaum unterscheiden kann (rod, krün,
hak> plau), wird sich das in so schwierigen (französischen und englischen,
hak> geschweige denn _slawischen_ (**schauder**)) Ausdrücken und Namen kaum
hak> ändern.
Hierzulande heißt Hessen? Liegt Kassel schon südlich des Mains?
Ich dachte nämlich bisher, diese pesondere Pehinderunk sei ein
typisches Merkmal der süddeutschen Dialekte, in denen statt
der Stimmhaftigkeit [bdg] -- [ptk] die Lenis-Fortis-Korrelation
das unterscheidende Merkmal ist. Sprecher dieser Dialekte
können weder [b], [d] noch [g], aber haben dafür je ein starkes
und ein schwaches [p], [t] und [k].
Wir müssen Verständnis dafür haben, daß unsere Stammesbrüder
jenseits des Limes somit der Artikulation reinen Hochdeutschs
nicht ohne weiteres fähig sind.
hak> Harro 'Koptschik' Kobzik. [k'optsik]
Gruß,
--Thorsten
Mist, daneben. Ich hätte auf [kobz<pzd>ik] getippt.
> Andreas Kyriacou wrote in message <7fhsq0$l85$1...@dino.active.ch>...
> >Harro Kobzik wrote:
> >> [snip] Ich habe mich auch immer gewundert, warum so viele Frauen
> >> 'KC' (engl. gesprochen) heißen, bis ich merkte, daß das 'Kathy' heißen
> >> soll.
> >
> >Das schreibt sich dann aber eher Cathie.
> >(Oder allenfalls Katey, was aber eher zu 'KT' werden muesste.)
> >Kathy wird ueblicherweise mit kurzem ae ausgesprochen.
> Eigentlich wuerden "Cathie" und "Kathy" (sowohl wie "Kathie" "Kathi"
"Cathi"
> und "Cathy" ) fuer Englischsprechende Homonyme sein. Das sind nur
> orthographische Varianten (bei Maedchennamen sehr haeufig in den meisten
> Englischsprechenden Laendern).
Wie Leute getauft oder im Pass genannt werden und wie sie sich dann selbst
bezeichnen, muss natuerlich nicht uebereinstimmen.
Dennoch:
Bei Cathie/Katey ist das a (wenigstens im Britischen Raum) "ej" gesprochen,
Katey ist ja eine Koseform zu "Kate", die wie engl. "date" gesprochen wird.
bei Kathy ist es (von Katherine) mit ae (wie in engl. "hat").
Die unterschiedlichen Schreibweisen widerspiegeln meies Erachtens schon
einigermassen die Ausspracheregeln (die bei diesen Kurz-/Koseformen von den
"Normalformen" uebernommen wurden.
(Inzwischen habe ich den "BBC Pronouncing Dictionary of British Names" (*)
und den Cassels zu Rate gezogen, die machen die Unterscheidung auch.
(*) Ein Wunderwerk, welches z. B. genau zeigt, welches Houghton [hotn],
[ho:tn], [houtn] bzw. [hautn] gesprochen wird.
Andreas
--
Time doth slit, oh shit! (Dorothy Parker)
==============================
Andreas Kyriacou, Spitalgasse 8, 8001 Zürich, Switzerland
Tel/Fax: +41 1 253 1896, email: andreas....@schweiz.org
Nachtbus Glattal neu unter http://www.nachtbus.ch
> Der Tschörnalist kommt wohl aus
> dem englischen.....aber es ist so eine eigenart der deutschen franz.
Aber im Englischen heisst es doch wohl "Dschoernalist", sonst wuerden
die doch "chournalist" schreiben...
"Zhornalist" finde ich auch nicht schoen, es muss schon "Zhurnalist"
heissen, wobei das "u" gerne kurz und offen sein darf, und nicht lang
und geschlossen wie im Franzoesischen.
Jaakob
P.S. "Zh" steht hier fuer das stimmhafte "Sch", dass es im Deutschen
(ausser nach "D" wie in "Dschungel" wohl nicht gibt).
> Ich dachte nämlich bisher, diese pesondere Pehinderunk sei ein
> typisches Merkmal der süddeutschen Dialekte, in denen statt
> der Stimmhaftigkeit [bdg] -- [ptk] die Lenis-Fortis-Korrelation
> das unterscheidende Merkmal ist. Sprecher dieser Dialekte
> können weder [b], [d] noch [g], aber haben dafür je ein starkes
> und ein schwaches [p], [t] und [k].
Geh nicht zu weit suedlich mit Deiner Klassifizierung. In den meisten
deutschschweizer Dialekten wird b-p-ph, d-t-th sowie ch-g-k unterschieden. So
richtig augenscheinlich wurde das neulich bei einem Experiment mit Voice
on-set time (VOT)-Variierungen zur Unterscheidung von ba und pa.
Es gab in der Testgruppe, bei der ich auch Proband war, ueberhaupt keine
klare Grenze, ab wann ein ba oder ein pa gehoert wurde. Uns wurden 10 Laute
vorgespielt, und wir mussten aufschreiben, was wir da hoerten. Es war eine
Sequenz mit immer laengerer VOT. Bei Leuten, die auf anstaendiges deutsch
getrimmt sind, stellt sich ca. ab dem 4. Laut ein "pa" ein. In dieser
CH-Testgruppe kamen sehr unterschiedliche Resultate zustande. Ich selbst hab
beim 2. Abspielen auch nicht annaehernd dieselbe Sequenz gehoert wie beim 1.
Durchlauf.
Einige Beispiele der 3-Fach-Unterscheidung:
ba in Bad
pa in paar
Pha in Pack
de in deet (dort)
te in Teckel (Deckel)
The in Teer
Chu in Chuchi (Kueche)
Gu in Gufe (Nadel)
Ku in Kufe (Buendner- und Baselseutsch haben kein CH-Laut)
PsycholinguistInnen, vergesst englisch und hollaendisch! Lernt
Schweizerdeutsch, es ist voller Abenteuer! (zugegeben, Korpora muessen erst
noch erstellt werden)
Andreas
---
VOT-Variierung: Dehnung oder Kuerzung der Zeit zwischen Phonemauslaut
des Explosivlauts und des Vokalanfang (meist in Abstaenden von ca. 10 msec.)
Zu diesem Phänomen gibt es interessante Untersuchungen von Hennin Wode (Uni
Kiel).
Klaus
Das muß natürlich Henning heißen. Bitte um Entschuldigung
Klaus
Definitiv nicht? Wo sind hier denn die Germaniker (Hallo, Arnulf ;-)),
die mir bestätigen könnten, daß ein "g" am Wortende im Deutschen sehr
wohl - Manchmal? Immer? - als weiches "ch" gesprochen wird? <heul>
Sonz werd' ich hier noch als Kohlenpöttler, der wo nich richtich
sprechen tut, abgequalifiziert. Beim genannten Nomen "Weg" würde ich
auch ein "g" als korrekt gesprochen ansehen. Im Sinne von "weg" =
"hinfort" zweifle ich hinwieder.
CU!
Ulrich
--
Millionen von Irren können nicht fliegen.
Andreas
Definitiv nicht. Also immer auf die ganz reine Bühnensprache bezogen.
Ganz korrekt ist es wahrscheinlich sogar, das -g als -k zu sprechen
("Auslautverhärtung"). Ausnahme: die Endung -ig, die als "-ich" zu
sprechen ist. Ausnahme von der Ausnahme: Wenn nach der Endung "-ig"
noch einmal etwas mit "-ig" oder "-ich" folgt, wird wieder "g" daraus.
Also: "Könich", aber "köni_g_lich".
> Sonz werd' ich hier noch als Kohlenpöttler, der wo nich richtich
> sprechen tut, abgequalifiziert.
Man sacht ja auch Könich-Pilsner, ne. Und um dat zu vermeiden, heißt
et Köpi.
Deine Sprache verrät Dich!
> Beim genannten Nomen "Weg" würde ich
> auch ein "g" als korrekt gesprochen ansehen. Im Sinne von "weg" =
> "hinfort" zweifle ich hinwieder.
Hinwiederum gilt das oben Gesagte auch hier.
Gruß
Frank
Das beste ist, du schreibst ihn persönlich an.
Henning Wode
Englisches Seminar
Uni Kiel
Leibnitz-Str. 12
KIEL
Ich erinnere mich an einen Tagungsvortrag, wo er von Untersuchungen bezüglich der
Wahrnehmung von phonetischen Unterschieden (unser normales "t" (= Zunge flach an den
Oberkiefer gepresst) und dem indischen "t" (= Zunge nach innen gerollt an den
Oberkiefer gepresst). Wenn ich mich recht erinnere, konnten Kleinkinder die
unterschiedlichen "t" auch bei extrem kurzen Abständen differenzieren, während
ältere Probanden (Jugendliche und Erwachsene) erst bei Vergrößerung des Abstandes
die Laute einzeln und differenziert erkennen konnten.
Vielleicht hilft dir das weiter
Klaus
>"Christoph Götz" wrote:
>> Bislang waren es ja wohl i. a. Schurnalisten, bisweilen Jurnalisten.
>> Mittlerweile höre ich des öfteren Tschurnalisten. Ist das hip?
>Ne, einfach nur ärgerlich. Besonders in der TV-Synchronisation. Da
>wimmelt es in englischsprachigen Filmen von 'Tschimms', 'Tschonns' und
>'Tschäcks'. Ich habe mich auch immer gewundert, warum so viele Frauen
>'KC' (engl. gesprochen) heißen, bis ich merkte, daß das 'Kathy' heißen
>soll.
Man hört viele Ausspracheweisen. Korrekt wäre wohl ein
weiches "sch" am Anfang - damit hat der gemeine Süddeutsche
aber seine Probleme, viele sprechen ein stimmloses "Tsch"
stattdessen.
In Hamburg hingegen habe ich oft ein "Jonnie" ("j" wie in
"Jagd") gehört, einen "Injenjör" und eben einen
"Jurnalisten".
:-)
>Aber, ich glaube, solange man hierzulande zwischen 'hartem' und
>'weichem' g, b und d (bzw. p, t, k) kaum unterscheiden kann (rod, krün,
>plau), wird sich das in so schwierigen (französischen und englischen,
>geschweige denn _slawischen_ (**schauder**)) Ausdrücken und Namen kaum
>ändern.
>Ich darf schimpfen. Ich bin ein Opfer. Kein Mensch kann sich meinen
>Namen auf Anhieb richtig merken.
Wir bedauern Dich alle. Armer schwarzer Kater.
Wenn man nicht präzise weiß, woher ein slawischer Name
kommt, liegt man in der Aussprache oft daneben.
Akzentzeichen werden in der Ursprungssprache geschrieben -
bei uns nicht - und mancher Träger eines slawischen Namens
wünscht die ihm eigene Überzeugung von Aussprache realisiert
zu hören.
Der eine Herr Nitecki freut sich, wenn man ihn (in der
Ursprungslautung "Nitetzki" anspricht - der andere verbittet
sich das und wünscht seinen Namen "Nitekki" gesprochen.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Gerdes
>>Aber, ich glaube, solange man hierzulande zwischen 'hartem' und
>>'weichem' g, b und d (bzw. p, t, k) kaum unterscheiden kann (rod, krün,
>>plau), wird sich das in so schwierigen (französischen und englischen,
>>geschweige denn _slawischen_ (**schauder**)) Ausdrücken und Namen kaum
>>ändern.
>Auf der anderen Seite gibts aber auch nog die ganz deutlig
>aussprechend Wollenden, die sich wohl zu fein fühlen, korrekterweise
>Könich oder Berch zu akzentuieren.
Du täuschest Dich.
Du meinst diejenigen, die nicht wahrhaben wollen, daß in
verschiedenen Gegenden Deutschlands minimal (oder größer)
verschiedene Ausspracheweisen gängig sind - und bei gutem
Willen auch problemlos verstanden werden.
Am auffälligsten ist das beim Buchstaben "r", der in München
so wunderbar gerrrrrrollt wird (ja, ja, Carrrolin Rrrreiber)
- und in manchen nooooddoitschen Gegenden praktisch
weggelassen.
"Standard"sprache ist eine Fiktion - nichts anderes als just
another dialect.
Ärgerlich wird es immer dann, wenn in einem Regiolekt
mehrere Laute vorhanden sind, die "standardsprachlich" auf
nur ein Phonem abgebildet werden, weil diese Umsetzung
nämlich nur in eine Richtung eindeutig funktioniert.
Unterscheidet unsereiner beispielsweise "König" und "Ulrich"
in der Lautung - so lautet der vermeintliche
Standardsprachler "Könich" und "Ulrich" - und demonstriert
nichts anderes als seine eigene Borniertheit, wenn er
"König" und "Ulrig" unterstellt.
Nich?
>>Christina Kunze wrote:
>>> Ich find aber Berch nich richtich.
>>Isset auch nicht. Nur in manchen Gegenden des Sprachraums. Da wo et
>>auch Wech heißen tut.
>Definitiv nicht? Wo sind hier denn die Germaniker (Hallo, Arnulf ;-)),
>die mir bestätigen könnten, daß ein "g" am Wortende im Deutschen sehr
>wohl - Manchmal? Immer? - als weiches "ch" gesprochen wird? <heul>
>Sonz werd' ich hier noch als Kohlenpöttler, der wo nich richtich
>sprechen tut, abgequalifiziert. Beim genannten Nomen "Weg" würde ich
>auch ein "g" als korrekt gesprochen ansehen. Im Sinne von "weg" =
>"hinfort" zweifle ich hinwieder.
"Wech" kenne ich nicht.
In Ostwestfalen ist man höchst stolz auf die Aussprache
"Weeeeijch" für "Weg" und "wäch" (sehr kurzes ä) für "weg".
Ich spreche Wäägh und wägg.
Stimmt schon. Es ist ja auch nicht sooo schlimm. Ich mag halt diese Gerd
Rubenbauers nicht, die mir die Lust am Sportkucken nehmen mit ihrem
Schwachsinns-Gefasele.
> In Hamburg hingegen habe ich oft ein "Jonnie" ("j" wie in
> "Jagd") gehört, einen "Injenjör" und eben einen
> "Jurnalisten".
>
> :-)
Zugegeben. Dabei fällt mir noch ein gutes Argument gegen mich ein, das
ich hier nicht vorenthalten will: Das weiche 'sch' in beispielsweise
'Schugendherberge' oder 'lütten Schung' (kleiner Junge).
> >Ich darf schimpfen. Ich bin ein Opfer. Kein Mensch kann sich meinen
> >Namen auf Anhieb richtig merken.
>
> Wir bedauern Dich alle. Armer schwarzer Kater.
Danke.
>
> Wenn man nicht präzise weiß, woher ein slawischer Name
> kommt, liegt man in der Aussprache oft daneben.
> Akzentzeichen werden in der Ursprungssprache geschrieben -
> bei uns nicht - und mancher Träger eines slawischen Namens
> wünscht die ihm eigene Überzeugung von Aussprache realisiert
> zu hören.
>
> Der eine Herr Nitecki freut sich, wenn man ihn (in der
> Ursprungslautung "Nitetzki" anspricht - der andere verbittet
> sich das und wünscht seinen Namen "Nitekki" gesprochen.
>
Stimmt. Allerdings bezweifle ich, daß Du zu jemandem gesagt hast, daß Du
Gerdes heißt, und der nennt Dich keine Minute später 'Gerdesch' oder so.
Bei mir ständig. Ich sage 'Kobzik' [Koptsik] und das Gegenüber sagt:
'Ja, Herr [Koptschik], was kann ich für Sie tun'.
Ich begreif's eigentlich als Entgegenkommen: Man will meinen Namen
korrekt aussprechen und verhaut sich dabei permanent.
Ist also wie gesagt alles nicht so schlimm. Muß ich nur manchmal sagen.
Vielen Dank für Dein Verständnis.
Schönen Gruß,
Harro.
>> Man hört viele Ausspracheweisen. Korrekt wäre wohl ein
>> weiches "sch" am Anfang - damit hat der gemeine Süddeutsche
>> aber seine Probleme, viele sprechen ein stimmloses "Tsch"
>> stattdessen.
>Stimmt schon. Es ist ja auch nicht sooo schlimm. Ich mag halt diese Gerd
>Rubenbauers nicht, die mir die Lust am Sportkucken nehmen mit ihrem
>Schwachsinns-Gefasele.
..wobei Faseln und Akzent allerdings zwei Paar Stiefel sind.
>> In Hamburg hingegen habe ich oft ein "Jonnie" ("j" wie in
>> "Jagd") gehört, einen "Injenjör" und eben einen
>> "Jurnalisten".
>> :-)
>Zugegeben. Dabei fällt mir noch ein gutes Argument gegen mich ein, das
>ich hier nicht vorenthalten will: Das weiche 'sch' in beispielsweise
>'Schugendherberge' oder 'lütten Schung' (kleiner Junge).
Nein - kein Argument gegen Dich.
Wenn man sich verstehen _will_, kann man fürchterlich
radebrechen und unterhält sich prächtig. Das habe ich erst
gestern wieder mit einem Freund aus Paris exerziert, mit dem
Telefonate stets von beiden Seiten ein schlimmes
Kauderwelsch sind.
Ich wende mich gegen Leute, die im Brustton der Überzeugung
ihre Ausspracheweise als Norm darstellen. Wer für sich
selbst Perfektion beansprucht, kann durch ein einziges
Gegenbeispiel argumentativ vom Sockel gekippt werden.
Wir anderen aber dürfen als Menschen durchaus unsere Fehler
haben. (Wenn wir sie nicht gerade kultivieren)
>Stimmt. Allerdings bezweifle ich, daß Du zu jemandem gesagt hast, daß Du
>Gerdes heißt, und der nennt Dich keine Minute später 'Gerdesch' oder so.
Du bezweifelst zu unrecht.
Ich halte meinen Namen nur für mäßig verformbar, werde
allerdings immer wieder vom Gegenteil überzeugt.
in de.etc.sprache.deutsch Ulrich F. Heidenreich <u.heid...@gmx.de> wrote:
> >> Ich find aber Berch nich richtich.
> >
> >Isset auch nicht. Nur in manchen Gegenden des Sprachraums. Da wo et
> >auch Wech heißen tut.
> Definitiv nicht? Wo sind hier denn die Germaniker (Hallo, Arnulf ;-)),
> die mir bestätigen könnten, daß ein "g" am Wortende im Deutschen sehr
> wohl - Manchmal? Immer? - als weiches "ch" gesprochen wird? <heul>
Nur das "ig"! Nicht "eg" oder andere.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Lieber Arm dran als Arm ab.
.....
> Also: "Könich", aber "köni_g_lich".
>
>
> Hinwiederum gilt das oben Gesagte auch hier.
>
> Gruß
> Frank
---
Du hast recht. Daß der König in der hochdeutschen Aussprache Könich heisst
und die Zahl zwanzig zwanzich ausgesprochen wird, weiß jeder Schauspieler
und das lernt auch jeder Opernsänger, der kein Deutsch kann, aber eine
deutsch gesungende Rolle kriegt. Und in der Tat: köni-g-lich ist richtig und
zwanzi-g-fach auch.
Sibylle
--
>Du hast recht. Daß der König in der hochdeutschen Aussprache Könich heisst
>und die Zahl zwanzig zwanzich ausgesprochen wird, weiß jeder Schauspieler
>und das lernt auch jeder Opernsänger, der kein Deutsch kann, aber eine
>deutsch gesungende Rolle kriegt. Und in der Tat: köni-g-lich ist richtig und
>zwanzi-g-fach auch.
Danke allerseits. Da habe ich doch glatt versehentlig daß mit dem -ig
auf andere -g-Endungen interpoliert. War halt in Mathe immer etwas
besser als in Deutsch :-)
extrapoliert
>War halt in Mathe immer etwas besser als in Deutsch :-)
Hmmm ... ;-)
M.
>Hmmm ... ;-)
Hab ich was von Korifee gesagt?
CU!
Ulrich - Deutsch 5, Mathe 4.
diesseits!
Gruss,
Jochen
>typisches Merkmal der süddeutschen Dialekte, in denen statt
>der Stimmhaftigkeit [bdg] -- [ptk]
>die Lenis-Fortis-Korrelation
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Watt n datt?
>das unterscheidende Merkmal ist.
Sorry bin kein Linguist und bitte hoeflichst um Aufklärung.
Danke Klaus
PS möchte als Süddeutscher schon gerne wissen, was das ist, was ich da
der Sprache antue, wie das heißt weiß ich ja jetzt.