Grüss Di, Servus, Habe die Ehre, Grüß Gott
Zur genaueren Lokalisierung: Ich treibe mich im Oberpfälzischen herum
:-)
Thomas
P.S. Hoffe, das ist hier nicht OT
woa dreibst de na genau in da Stoapfalz umma?
Grejsn daade a so:
Servus, Sers, Sersn, Dere, Habadere, Pfirdi, Grirßdi, Mahlzeit.
Mehr fald ma aidsa a nird ei.
pfirdi
marc
Thomas Nordhaus wrote:
>
> Als "Zugereister" habe ich noch einige Probleme mit der richtigen
> Begrüßung. Zum Teil werde ich von wildfremden Leuten mit "Grüß Di!"
> angeredet, dabei bin ich im "Mitlife-Stadium". Welche Regeln und
Was ist das Mitlife-Stadium? Mitleid mit dem Midlife.
SCNR
caba
Keine Ahnung, wie die Opferpfälzer das so machen (ich komm aus München).
Es gibt im Bayerischen aber auch noch statt "Grüß Gott" (und das ist der
Standardgruß zwischen Erwachsenen) das formalere "Gott zum Gruße".
"Grias di" (oder anders ausgesprochen, je nach Region) ist schon
vertraulicher, weil 2. Person singular. Manche setzen sich damit bewusst
über formale/gesellschaftliche Unterschiede hinweg.
"Habe die Ehre" ist neutral und durchaus respektvoll.
"Servus" ist klassisch, aber eigentlich nur im privat-persönlichen
Umgang.
MfG
Ulrich Dirr
Gibt es in Bayern nicht auch Griaß Ihna bzw. Eana?
Emmanuel Dammerer (emu)
[aus österreich]
>"Habe die Ehre" ist neutral und durchaus respektvoll.
Mit der Standardantwort "Habe die Masern"...
Ein sehr beliebter Gruß ist auch "Mahlzeit", vor allem in der Arbeit,
so ab 10 Uhr bis zum späten Nachmittag. Der Gruß hat den großen
Vorteil, daß man sich nicht drum kümmern muß, wie vertraut
(Duzen="Grüß Dich"/Siezen="Grüß Gott") man mit dem Angesprochenen ist.
Allerdings muß man sich als Polt-Kenner stets das Schmunzeln
verkneifen. ("Mahlzeit!" - "Mahlzeit!" - "Mahlzeit!" - "Guten
Appetit." - "Wer warn des?" - "Ach, ein Neuer.")
Gruß vom
Michi
Gruß,
Oliver
--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.qsl.net/dl1yov
> Ein sehr beliebter Gruß ist auch "Mahlzeit", vor allem in der Arbeit,
> so ab 10 Uhr bis zum späten Nachmittag. Der Gruß hat den großen
> Vorteil, daß man sich nicht drum kümmern muß, wie vertraut
> (Duzen="Grüß Dich"/Siezen="Grüß Gott") man mit dem Angesprochenen ist.
"Mahlzeit!" -- "Mahl dir deine Zeit selber!"
Gruß Dirk.
> Als "Zugereister" habe ich noch einige Probleme mit der richtigen
> Begrüßung. Zum Teil werde ich von wildfremden Leuten mit "Grüß Di!"
> angeredet, dabei bin ich im "Mitlife-Stadium". Welche Regeln und
> "Anwendungsfälle" gibts denn da so? Bisher sind mir die folgenden
> Grüße untergekommen:
>
> Grüss Di, Servus, Habe die Ehre, Grüß Gott
Fuer Atheisten und auch sonst gibt es noch "Griass Eana" und "Pfiadd
Eana", das ich bei zu Siezenden normalerweise anwende. Ausserdem
empfinde ich es als persoenlicher.
--
Wolfgang Mederle
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
http://www.mederle.de/
ICQ# 1435333
> Fuer Atheisten und auch sonst gibt es noch "Griass Eana" und "Pfiadd
> Eana", das ich bei zu Siezenden normalerweise anwende.
Und Du meinst, daß "Pfiat di (Gott)" (sp?) für Atheisten sonderlich
geeignet ist?
Schöne Grüße,
Matthias
--
Matthias Damm
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> Wenn ein Nichtbayer versucht, bayerisch zu sprechen, wird er i.d.R.
> ziemlich komisch angeschaut.
Sowas wollte ich auch eben schreiben.
> Daher würde ich dir empfehlen, die Leute
> einfach so zu begrüßen wie du es bisher auch immer getan hast (also mit
> "Guten Tag" o.ä.), ich denke nicht, daß dir das irgendjemand krumm
> nimmt.
Es kann aber durchaus passieren, daß man - in gewissen
Bevölkerungsgruppen - auf ein "Tschüß" eine abschätzige Antwort erntet.
(Ganz unverfängliche) schöne Grüße,
[...]
>>
>> Grüss Di, Servus, Habe die Ehre, Grüß Gott
>
> Fuer Atheisten und auch sonst gibt es noch "Griass Eana" und "Pfiadd
> Eana", das ich bei zu Siezenden normalerweise anwende. Ausserdem
> empfinde ich es als persoenlicher.
IMHO steckt in "Griass Eana" viel Vertrautheit und Nähe.
Zu Fremden würde ich das nie sagen.
"Griass God" oder auch "Grüß Gott" enthalten mehr Distanz,
und auf möglichen Atheismus braucht man keine Rücksicht zu nehmen.
In Bayern ist man normalerweise weltanschaulich tolerant :-)
Spaß beiseite:
Über das "Grüß Gott" haben sich mir gegenüber
bisher nur Nordlichter mokiert.
Bremische Grüße
K. St.
> Wolfgang Mederle <wolfgang...@stud.uni-muenchen.de> wrote:
>
>> Fuer Atheisten und auch sonst gibt es noch "Griass Eana" und "Pfiadd
>> Eana", das ich bei zu Siezenden normalerweise anwende.
>
> Und Du meinst, daß "Pfiat di (Gott)" (sp?) für Atheisten sonderlich
> geeignet ist?
Ich meine, dass das eigentlich wurscht ist, weil es sich um eine Floskel
ohne so gemeinten religioesen Bezug handelt. Smileys habe ich
vorsorglich in den Headern abgelegt, falls man einen vermisst.
Und "tschüß" geht Atheisten doch ebenfalls längst leicht über die Lippen.
Guten Morgen!-----Laura
> Ich meine, dass das eigentlich wurscht ist, weil es sich um eine Floskel
> ohne so gemeinten religioesen Bezug handelt. Smileys habe ich
> vorsorglich in den Headern abgelegt, falls man einen vermisst.
Warum Smileys? Ist doch ein ernstes Thema.
Du bist also der Meinung, daß "Grüß Gott" immer im Bewußtsein der
religiösen Bedeutung gesagt wird?
AOL. Das gilt für alle Dialekte. Es ist einfach lächerlich.
> > Daher würde ich dir empfehlen, die Leute
> > einfach so zu begrüßen wie du es bisher auch immer getan hast (also mit
> > "Guten Tag" o.ä.), ich denke nicht, daß dir das irgendjemand krumm
> > nimmt.
>
> Es kann aber durchaus passieren, daß man - in gewissen
> Bevölkerungsgruppen - auf ein "Tschüß" eine abschätzige Antwort erntet.
Auf ein "Guten Tag" durchaus ebenfalls, was nicht von den
Bevölkerungsgruppen abhängt. Ich halte es für /sehr/ unhöflich, wenn
ein Nichtbayer, der längere Zeit in Bayern lebt (also nicht nur im
Urlaub), eisern am "Guten Tag" festhält. Dabei fasse ich mich an die
eigene Nase, ich brauchte etwa ein Jahr, bis mir ein "Grüß Gott" von
den Lippen kam. Natürlich sollte das dann Hochdeutsch sein, siehe
oben. Dasselbe gilt übrigens für "Servus" (und bitte nur mit
stimmlosem s!), das ich alternativ verwende, wenn der Gesprächspartner
gleich alt oder jünger ist. Oder wenn wir höher als 1000 Meter sind.
Ein "tschüs" (sic!) zum Abschied ist in der Tat in Bayern völlig
verpönt, hier sagt man "ciao".
Viele Grüße
Steffen
> Ein "tschüs" (sic!) zum Abschied ist in der Tat in Bayern völlig
> verpönt, hier sagt man "ciao".
Naja, in München vielleicht, in den weniger zivilisierten Regionen wird
das doch eher wie "tschüs" (*) behandelt.
Dann doch eher noch "Ade".
Ist "Servus" eigentlich der einzige nicht-religiöse Abschiedsgruß (außer
"Auf Wiedersehen" etc.)?
Schöne Grüße,
Matthias
(*) In der Tat, nur so schreibt man das klassisch (laut altem Duden),
Neuschreib kennt (nur?) die Doppel-S-Variante.
wortschatz.uni-leipzig.de sagt:
tschüs - Häufigkeitsklasse: 17
tschüss - Häufigkeitsklasse: 19
tschüß - Häufigkeitsklasse: 18
(je höher die Zahl, desto seltener)
Interessant, ist da wirklich derart viel Überwindung dabei? Ich Guten-Tage
seit ich in Darmstadt ankam, und bisher ist mir einmal versehentlich ein
"Grüss Gott" entfleucht. Das ist übrigens wirklich ein Indiz für Bayern,
sobald man in Aschaffenburg ist, wird man mit "Grüss Gott" begrüsst. Es geht
übrigens das Gerücht um, dass die bayrische Staatskanzlei einmal ein
Telefonauskunftssystem neu besprechen liess, weil es mit "Guten Tag"
grüsste, Quellenangabe hab ich da aber keine, ich glaube es war das SZ
Streiflicht.
> Ein "tschüs" (sic!) zum Abschied ist in der Tat in Bayern völlig
> verpönt, hier sagt man "ciao".
Soweit ich weiss wird vermutet, dass tschüs von ciao abgeleitet ist - die
hamburger Seeleute haben diesen Gruss aufgeschnappt und verballhort. Ich hab
tschüs in at übrigens abwechselnd mit ciao gebraucht, es gibt allerdings
wirklich Augenbrauen-Hochzieher bei diesem Gruss. Auf jeden fall ist beides
genauso vertraulich wie "servus" oder "grias di", nicht eine allgemeine
Abschiedsformel wie hier in Hessen. Für den verbindlichen Umgang miteinander
würde ich eher "(auf) wiedersehen/wiederschaun" (oder wiederhören am
Telefon) empfehlen.
Andreas
--
Eine Sig ist eine ernste Angelegenheit. Woher soll mein Posting sonst
wissen daß es zuende ist?
Peter Ikier in de.alt.fan.konsumterror
> Ist "Servus" eigentlich der einzige nicht-religiöse Abschiedsgruß
> (außer "Auf Wiedersehen" etc.)?
Im engeren Freundeskreis verwende ich auch "Mach's gut" oder "Bis
$Verabredung". "Servus" dient bei mir eher zur Begrüßung denn zum
Abschied.
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.
Soweit ich weiss wird vermutet, dass tschüs von ciao abgeleitet ist - die
hamburger Seeleute haben diesen Gruss aufgeschnappt und verballhort.
Aus Duden 7:
|| tschüs!: Der Abschiedsgruß ist gekürzt aus der im Niederd. seit dem
|| Anfang des 20. Jh.s bezeugten Form atschüs!, die durch Erweichung
|| des j aus dem niederd. adjüs (dafür auch kurz: tjüs) entstanden
|| ist. Diesem liegt wohl der früher bei Seeleuten beliebte span.
|| Abschiedsgruß adiós zugrunde ( = a diós "Zu Gott").
Ich habe auch schon von einer Vermutung gehört, tschüs sei eine
Verbalhornung des franz. adieu -> "adschee" aus der Zeit der
napoleonischen Besatzung. In Mainz wurde ich schon mit "adschees"
verabschiedet.
Manfred
> Wenn ein Nichtbayer versucht, bayerisch zu sprechen, wird er i.d.R.
> ziemlich komisch angeschaut. Daher würde ich dir empfehlen, die Leute
> einfach so zu begrüßen wie du es bisher auch immer getan hast (also mit
> "Guten Tag" o.ä.), ich denke nicht, daß dir das irgendjemand krumm
> nimmt.
Während meiner Jahre im fränkischen Exil habe ich häufig auch "Grüß
Gott" gesagt, ohne deswegen komisch angeschaut worden zu sein. Dass
ich kein Einheimischer war, ließ sich anhand meiner Aus-)Sprache
ohnehin zweifelsfrei erkennen. Wenn ich durch ein bewusstes "Guten
Tag" extra darauf hingewiesen habe, war deutlich eher eine leichte
Irritation zu bemerken - ein unausgesprochenes "was ist das denn für
einer?".
XL
> Ein sehr beliebter Gruß ist auch "Mahlzeit", vor allem in der Arbeit,
> so ab 10 Uhr bis zum späten Nachmittag.
Vorsicht! Als gänzlich unpassend gilt es, seinen Arbeitskollegen auf diese
Art zu grüßen, wenn man sich gerade auf der Toilette trifft.
A. S.
Fast richtig! Auf alle Fälle mehr als in "Griaß God", dass auch in
hochdeutscher Sprache mehr und mehr in Bayern akzeptiert wird.
Folgende Grüße wirken nur richtig, wenn sie auch im Dialekt
ausgesprochen werden (wie auch schon mehrfach in der NG geschrieben wurde):
"Griaßt Eahna (God)."
wird (auch von mir) verwendet wenn ich die Hand zum Gruße reiche, die
Person noch nicht kenne und die Atmosphäre ein (noch) etwas
distanzierteres Verhältnis verlangt.
"Giaß Di (God)."
"Griaßt Eich (God)."
*Eine* Regel ist "Je ländlicher desto häufiger".
Auch gegenüber Fremden wird dieser Gruß gebraucht, wenn die Atmosphäre
oder die Zielgruppe paßt.
Beispiele für die Atmosphäre:
Auf dem Oktoberfest/Volksfest.
In einer "griabigen Boatzen" (=gemütlichen urigen Wirtschaft).
Beim alteingesessenen Bäcker, Metzger, Tante-Emma-Laden, ... des eigenen
"Einzugsbereiches".
In einem 200-Seelen-Dorf oder 2000-Seelen-Gemeinde (wobei die Zahlen als
Beipiele stehen sollen).
Beispiele für Zielgruppe:
Wenn die Gesprächspartner etwas gemein haben (z.B im bayerischen
Vereinsleben, Landwirt A aus B mit Landwirt C aus D, ...).
Gegenüber jüngeren/gleichaltrigen Personen.
> Zu Fremden würde ich das nie sagen.
Ich schon.
Beim automatischen "Griaß Di/Griaßt Eich" habe ich dagegen schon
Skrupel. Während es für ältere Personen immer noch eine
Selbstverständlichkeit ist.
> "Griass God" oder auch "Grüß Gott" enthalten mehr Distanz,
> und auf möglichen Atheismus braucht man keine Rücksicht zu nehmen.
> In Bayern ist man normalerweise weltanschaulich tolerant :-)
ACK.
> Spaß beiseite:
> Über das "Grüß Gott" haben sich mir gegenüber
> bisher nur Nordlichter mokiert.
ACK.
>
> Bremische Grüße
> K. St.
>
Im (vor)städtischen Bereich etabliert sich das mMn unpersönliche "Grüß
Gott" oder auch das "Hallo".
Auch auf dem Land wird man "vorsichtiger" und der zuständige Polizist
wird nicht mehr automatisch mit "Griaß Di" begrüßt, sondern schon mit
"Griaßt Eahna" oder "Grüß Gott".
Für die Verabschiedung gilt dasselbe, man muss nur "Griaß(t)" durch
"Pfia(t)" ersetzen, statt "Griaß God" verwendet man "(Auf) Wiedaschaung"
und für "Grüß Gott" gilt "(Auf) Wiedersehen".
Ciao/Servus/Habe die Ehre aus dem Münchner Norden
Walter
--
Fuer die einen ist es Windows 95.
Fuer die anderen die teuersten Leerdisketten der Welt.
:-------W._Tasin,_FB_04,_FHM-------------------PGP-KeyID:0x7961A645----------:
<Key-Fingerprint: 1610 835F 0080 32F4 6140 6CF7 A7D0 44CD 7961A645>
<http://wwwkeys.pgp.net:11371/pks/lookup?op=index&search=0x7961A645&fingerprint=on>
Ich dachte, es ist ohnehin unueblich, sich auf der Toilette zu gruessen.
("Wo hammsen jedient? Sin doch hier nich uff der Fritz Heckert!")
Gruss,
--
Henry
"Ciao" hat nichts damit zu tun, sondern ist eine venezianische Dialektform
von "schiavo suo"(1) , womit wir wieder beim "servus" (2) wären: g'schamster
Diener!
(1) wörtlich "Ihr Sklave"
(2) "Diener"
Gruß----Laura
> Wolfgang Mederle <wolfgang...@stud.uni-muenchen.de> wrote:
>
>> Ich meine, dass das eigentlich wurscht ist, weil es sich um eine
>> Floskel ohne so gemeinten religioesen Bezug handelt. Smileys habe ich
>> vorsorglich in den Headern abgelegt, falls man einen vermisst.
>
> Warum Smileys? Ist doch ein ernstes Thema.
Jetzt, wo Du's sagst ...
> Du bist also der Meinung, daß "Grüß Gott" immer im Bewußtsein der
> religiösen Bedeutung gesagt wird?
Ach Gott.
Landkreis Cham
> Grejsn daade a so:
> Servus, Sers, Sersn, Dere, Habadere, Pfirdi, Grirßdi, Mahlzeit.
> Mehr fald ma aidsa a nird ei.
Hört sich fei g'schert an ;-)
Thomas
>
> pfirdi
> marc
Ich halt's derweil mit "Grüß Gott". "Servus" grüß ich z.B. andere
Mountain-Biker. Pfüat Di, Grüß Di etc. benutz' ich nicht, weil ichs
nicht richtig aussprechen kann. Mit "Habe die Ehre" scheinen sich gute
Bekannte (aber nicht unbedingt Freunde) zu grüßen (mit einem gewissen
Respekt, bzw. Humor) - da brauchts wohl noch ein paar Jahre.
Thomas
>
> Gruß,
>
> Oliver
> Keine Ahnung, wie die Opferpfälzer das so machen (ich komm aus München).
> Es gibt im Bayerischen aber auch noch statt "Grüß Gott" (und das ist der
> Standardgruß zwischen Erwachsenen) das formalere "Gott zum Gruße".
Und zum Abschied: Geh mit Gott / Gott befohlen / Adieu.
- Sebastian
Demgegenüber aber: "sag beim Abschied leise Servus", mit
schluchzenden Geigen etc. im Hintergrund.
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD auf den üblichen Servern
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
"Adieu" und "Adios" bedeuten beide: "Gott befohlen". "Ciao" wird
demgegenüber aber von italienisch "schiavo", "ich bin Dein Sklave"
hergeleitet: auf deutsch bzw. bairisch "Servus".
Hatte ich nicht mehr im Kopf, aber jetzt wo du es sagst. Diese Vermutung sei
hiermit wiederrufen.
fup2p
Andreas
Das Thema wird regelmäßig in den Leserbriefen [1] aufgegriffen, wenn
es ums Aussterben des Bairischen geht. "Tschüß" wird als
nicht-bairisch verteufelt. Am meisten von den Schreibern aus den
"weniger zivilisierten Regionen".
Mir kommt das Tschüß deshalb niemals gar nie nicht über die Lippen -
obwohl ich es besser weiß (dank desd).
Gruß vom
Michi
[1] zumindest im Münchner Merkur, seit Jaaahren
Habe ich eigentlich mit meinem Posting um 13.38 total in den Wind geredet?
fragt sich verwundert ---- Laura
> Was ist das Mitlife-Stadium? Mitleid mit dem Midlife.
Aus einen Kabarett-Text von Lukas Resetarits (den wienerischen
Dialekt, der zwischen g und k nicht unterscheidet, bitte
mitzudenken):
| Wos is' des, "Midlife Crisis"? Des is, wann man a bissl scho' a
| Mitläufer, aber no net ganz a Greis is'.
M.
> Ich habe auch schon von einer Vermutung gehört, tschüs sei eine
> Verbalhornung des franz. adieu -> "adschee" aus der Zeit der
> napoleonischen Besatzung.
Vor dessen Verwendung in heutigem Französisch allerdings gewarnt werden
muß: Es hat heute den Sinn von "Lebewohl!" und wird gebraucht, wenn man
einander voraussichtlich niemals wiedersehen wird.
Gruß
Ingo
--
Ingo Dierck, dierck & meyer mediengestaltung
mailto:ingo....@addcom.de
Dann habe ich es ja damals zum Ende des Schüleraustausches genau richtig
verwendet ...!
Qu'à la fin de l'envoi, je touche,
Frank