Carsten Thumulla meinte:
>> "Er sagt, es gebe ...":
>>
>> Er sagt und meint, dass es wirklich so sei.
>
> Und warum sagt er nicht, es gäbe?
Weil das Zweifel zum Ausdruck brächte. "Er sagte, es gebe ..." zitiert
jemanden mit dem Stilmittel "indirekte Rede", ohne seine Aussage in
Zweifel zu ziehen.
>
>> "Er sagt, es gäbe ...":
>>
>> Er berichtet, dass es das angeblich gibt, aber er zweifelt daran.
>
> Und warum sagt er nicht, angeblich gäbe es...?
Weil der Irrealis "gäbe" dies schon zum Ausdruck bringt.
>> Der Unterschied ist gewaltig!
>
> wie man sieht ä und e.
Es ging zunächst mal um den Bedeutungsunterschied. Im Übrigen ist auch der
Ausspracheunterschied gewaltig, und es gibt viele Minimalpaare zu "e" vs.
"ä" (Segen/sägen, Seele/Säle, Reet/rät, seht/sät, wehren/währen,
Wege/wäge, Schemen/schämen usw. usf.)
> Gebe von gibt?
Ja sicher. Inwiefern erscheint dir das zweifelhaft?
> Du kannst es also auch nicht -- das e begründen.
Es ist ein völlig regelmäßig gebildeter Konjunktiv I zu "geben"
Diedrich
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