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Bedeutung cand.rer.oec.

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Sookrates

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Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Hej :-)

"Jörg Wilhelmi" wrote:
>
> Hallo!
>
> Vor kurzem sind mir folgende Bezeichnungen untergekommen:
> cand.rer.oec. ? und lic.oec.?
> Handelt es sich dabei um akademische Titel, oder was bedeuten sie?
>

Ja, und wahrscheinlich welche skandinavischer Provenienz.
Cand.: Kandidat
lic: Licentiat

Beide Titel entsprechen in etwa dem deutschen Doktortitel da beide Titel
nur mit einer Abhandlung zu erreichen sind, wobei "Lic" der etwas
"wertvollere" Titel ist...

Allenfalls gibt es in den skandinavischen Laendern nicht die
inflationaere Anzahl von Doctores jedweglicher Richtung wie in
Deutschland ;-)

Ich wuerde mal sagen, dass beide Titel am ehesten einem deutschen
Dr.rer.pol. entsprechen oder aehnlichem in BWL oder VWL.


> Wenn Ihr eine Antwort habt, dann schreibt mir bitte!
> Vielen Dank.
> Jörg
>


Viele Gruesse und "hej" aus Daenemrk
Peter Heinen

Roland Schmitt-Hartmann

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Jörg Wilhelmi wrote:
>
> Hallo!
>
> Vor kurzem sind mir folgende Bezeichnungen untergekommen:
> cand.rer.oec. ? und lic.oec.?
> Handelt es sich dabei um akademische Titel, oder was bedeuten sie?
>
> Wenn Ihr eine Antwort habt, dann schreibt mir bitte!
> Vielen Dank.
>
Es handelt sich um akademische Titel. Man erhält einen "cand, xxx"
nach der Zwischenprüfung oder dem Vordiplom. Allerdings wird
der Titel - im Gegensatz zum Diplom oder Doktor - nicht formal
verliehen. Ob "cand. xxx" (vermutlich "candidatus") gesetzlich
geschützt ist, weiß ich nicht.

<subjektiv>
Es ist ÄUSSERST unüblich, diesen Titel zu verwenden. Bei mir
signalisiert die Verwendung, dass der Verwender noch im 19.
Jahrhundert steht oder wahnsinnig eingebildet und überheblich
ist - oder beides.
<\subjektiv>

Roland
--
V Roland Schmitt-Hartmann, System Planning NWM
+---------------+ Alcatel SEL,Network Applications Division,MS/EOB
| A L C A T E L | Tel: +49-711821-49106, Fax:-47336, Alcanet: 259-
+---------------+ mailto:Roland.Schm...@ks.sel.alcatel.de

Sookrates

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Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to

Roland Schmitt-Hartmann wrote:
>

> <subjektiv>
> Es ist ÄUSSERST unüblich, diesen Titel zu verwenden. Bei mir
> signalisiert die Verwendung, dass der Verwender noch im 19.
> Jahrhundert steht oder wahnsinnig eingebildet und überheblich
> ist - oder beides.
> <\subjektiv>
>

NEIN, nicht in Skandinavien !

D.h. in Skandinavien wendet auch ein Dr. oder ein Prof. meistens seinen
Titel nicht an! So auch in meiner Firma (einer groesseren), da haben wir
Vor- und Nachnamen :-)))...Titel sind da unerheblich !


Mit vielen Gruessen und "hej" aus Daenemark
Peter Heinen
Dr. mad. bull.
Environment Promotor & Survival Engineer
:-)))))

Christian Weisgerber

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Roland Schmitt-Hartmann <rsch...@ks.sel.alcatel.de> wrote:

> Es handelt sich um akademische Titel. Man erhält einen "cand, xxx"
> nach der Zwischenprüfung oder dem Vordiplom.

Also im Wesentlichen bedeutet "cand.": Studi, der noch gar nix ist.

> Es ist ÄUSSERST unüblich, diesen Titel zu verwenden.

Kommt auf den Zusammenhang an. Wenn man vor dem Diplom als Mitautor
einer akademischen Publikation o.ä. auftaucht, dann wird man
typischerweise nicht nur mit dem Namen, sondern als "cand."
aufgeführt.

Wenn Leute mit sowas unterschreiben, dann löst das (zumindest bei
uns an der Uni) aber auch nur Gelächter aus.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.rhein-neckar.de

Joerg Digmayer

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Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
"Jörg Wilhelmi" <joerg.w...@phbguss.de> schrieb in
de.etc.sprache.deutsch:

>Vor kurzem sind mir folgende Bezeichnungen untergekommen:
>cand.rer.oec. ? und lic.oec.?
>Handelt es sich dabei um akademische Titel, oder was bedeuten sie?

Zur Übersetzung vgl. die bisherigen Artikel.

Cand.rer.oec. ist ein Wirtschaftswissenschaftler nach dem Vordiplom,
aber vorm Examen. Die Verwendung dieses "Titels" ist außerhalb der Uni
in Deutschland unüblich. Im Universitätsbetrieb ist das anders: Auf
Deckblättern von Diplomarbeiten oder bei der Einteilung für Prüfungen
wird er verwendet.

Den Lic.oec. gibts in der Schweiz, z.B. an der Hochschule St. Gallen.
Er entspricht dem deutschen Diplom-Kaufmann bzw. dem Diplom-Volkswirt.

Grüße
Jörg.
--
Jörg Digmayer; digm...@uni-passau.de
"Recht hat er, der Dingsbums!"

Katharina Bleuer

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to

"Joerg Digmayer" wrote:

> Den Lic.oec. gibts in der Schweiz, z.B. an der Hochschule St.
> Gallen.
> Er entspricht dem deutschen Diplom-Kaufmann bzw. dem
> Diplom-Volkswirt.

Bist Du Dir ganz sicher? Für die Schweiz:
Lic. bedeutet allgemein Staatsexamen, also mindestens 4 Jahre
Universtität oder universitäre Einrichtung, inkl. Abschlussarbeit und
Prüfungen. Ein "dipl." wiederum kann überall erworben (besser:
erarbeitet) werden, d.h. setzt nicht zwangsläufig ein unversitäres
Studium voraus. Ein "dipl. Wirtschaftsinformatiker" wird man an der
Uni Neuchâtel bereits in 2 Jahren. Aber es gibt auch "dipl. Irgendwas
Ingenieur ETH oder HTL" und der ist dann gleichviel "Wert" wie ein
"Lic.".

Ziemlich unübersichtlich das Ganze

Katharina

Roland Schmitt-Hartmann

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Christian Weisgerber wrote:
>
> Roland Schmitt-Hartmann <rsch...@ks.sel.alcatel.de> wrote:
>
> > Es handelt sich um akademische Titel. Man erhält einen "cand, xxx"
> > nach der Zwischenprüfung oder dem Vordiplom.
>
> Also im Wesentlichen bedeutet "cand.": Studi, der noch gar nix ist.
>
> > Es ist ÄUSSERST unüblich, diesen Titel zu verwenden.
>
> Kommt auf den Zusammenhang an. Wenn man vor dem Diplom als Mitautor
> einer akademischen Publikation o.ä. auftaucht, dann wird man
> typischerweise nicht nur mit dem Namen, sondern als "cand."
> aufgeführt.

Gut, den Fall habe ich nicht erlebt ;-)


>
> Wenn Leute mit sowas unterschreiben, dann löst das (zumindest bei
> uns an der Uni) aber auch nur Gelächter aus.
>

Ja.

Gruß, Roland

Roland Schmitt-Hartmann

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Joerg Digmayer wrote:
>
> Cand.rer.oec. ist ein Wirtschaftswissenschaftler nach dem Vordiplom,
> aber vorm Examen. Die Verwendung dieses "Titels" ist außerhalb der Uni
> in Deutschland unüblich. Im Universitätsbetrieb ist das anders: Auf
> Deckblättern von Diplomarbeiten oder bei der Einteilung für Prüfungen
> wird er verwendet.

Vielleicht kommt das auf die Uni oder aufs Studienfach an. Ich habe
"cand." nie erlebt oder verwendet.

Michael Pronay

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Sookrates schrieb in Nachricht <384E0A5E...@gmx.de>...

>
>Ich wuerde mal sagen, dass beide Titel am ehesten
>einem deutschen Dr.rer.pol. entsprechen oder
>aehnlichem in BWL oder VWL.

Das stimmt aber _nur_ für den Fall, dass es sich um
skandinavische Titel handelt.

M-.


Michael Pronay

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Katharina Bleuer schrieb in Nachricht
<82llgl$kkf$1...@pacifica.access.ch>...

>
>"Joerg Digmayer" wrote:
>
>> Den Lic.oec. gibts in der Schweiz, z.B. an der
>> Hochschule St. Gallen.
>> Er entspricht dem deutschen Diplom-Kaufmann bzw.
>> dem Diplom-Volkswirt.
>
>Bist Du Dir ganz sicher? Für die Schweiz: [...]

Warum soll er sich nicht sicher sein? Er hat ja
deutlich geschrieben, dass der Lic. oec. dem
_deutschen_ Dkfm. oder DVw. entspricht. Und das
stimmt auch.

Michael


Jaakob Kind

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Christian Weisgerber wrote:
>
> Kommt auf den Zusammenhang an. Wenn man vor dem Diplom als Mitautor
> einer akademischen Publikation o.ä. auftaucht, dann wird man
> typischerweise nicht nur mit dem Namen, sondern als "cand."
> aufgeführt.
>
In welchem Fach? Ich habe noch nie erlebt, daß auf irgendeiner
Publikation ein cand., Dipl., Dr. oder Prof. gestanden hat und habe das
auch noch nie so gemacht. Bei IEEE-Zeitschriften gibt es hinten einen
kurzen Lebenslauf mit Bild, da stehen dann auch die Abschlüsse drin, das
ist alles, was ich kenne.

Viele Grüße
Jaakob

Jaakob Kind

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Roland Schmitt-Hartmann wrote:
>
>
> Vielleicht kommt das auf die Uni oder aufs Studienfach an. Ich habe
> "cand." nie erlebt oder verwendet.
>
Ich habe mal einen Brief von meinem Diplomarbeitsbetreuer bekommen, der
mit
cand. math. adressiert war, was ich ziemlich überflüssig fand. Ansonsten
ist mir
dieser "Titel" im Studium nicht begegnet. Ihn selbst zu verwenden, wäre
mir nie
in den Sinn gekommen. Selbst den "Dipl.-Math" verwende ich nur, wenn in
irgendeinem
Formular danach gefragt wird.

Bei Medizinern sieht man den cand. med. (= Physikum bestanden)
gelegentlich.

Viele Grüße
Jaakob

Martin Gelter

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Jaakob Kind schrieb in Nachricht
<384E90C7...@stochastik.rwth-aachen.de>...

Der "cand. iur." ist zumindest bei österreichischen Jusstudenten (in
Deutschland heißen diese kurioserweise Jurastudenten) ziemlich üblich, und
zwar nach Abschluß des ersten Studienabschnitts (der planmäßig zwei Semester
dauern sollte).

Zum Beweis der Webauftritt des Instituts für römisches Recht an der
Universität Wien -- man beachte insbesondere ist zahlreichen "Stud.-Ass.":
http://www.univie.ac.at/juridicum/frameset/f_inst.htm

--
Martin Gelter, Mag.iur. et Mag.rer.soc.oec.
mailto:gel...@tripple.at

Jaakob Kind

unread,
Dec 8, 1999, 3:00:00 AM12/8/99
to
Martin Gelter wrote:

> > Der "cand. iur." ist zumindest bei österreichischen Jusstudenten (in
> Deutschland heißen diese kurioserweise Jurastudenten) ziemlich üblich, und
> zwar nach Abschluß des ersten Studienabschnitts (der planmäßig zwei Semester
> dauern sollte).
>
> Zum Beweis der Webauftritt des Instituts für römisches Recht an der
> Universität Wien -- man beachte insbesondere ist zahlreichen "Stud.-Ass.":
> http://www.univie.ac.at/juridicum/frameset/f_inst.htm
>

Interessant. Das machen wir bei unseren Hilfskräften nicht, obwohl die
auch alle cand. math. oder cand. inf. heißen dürften. Bei den
Diplomierten steht es dann doch dabei, warum auch immer...

Jaakob

Dr. Jochen Temper

unread,
Dec 9, 1999, 3:00:00 AM12/9/99
to
> Der "cand. iur." ist zumindest bei österreichischen Jusstudenten (in
> Deutschland heißen diese kurioserweise Jurastudenten) ziemlich üblich, und
> zwar nach Abschluß des ersten Studienabschnitts (der planmäßig zwei
Semester
> dauern sollte).

Ob das mit dem besonderen österreichischen Faible für Titel zusammenhängt?
Das "cand. xyz" (oder schlimmer: "stud. xyz") führen sonst üblicherweise nur
diejenigen mit dem Namen, die es auch nötig haben (jaja, die Formulierung
ist böser als sie aussieht). Namenslisten von offizieller Uniseite sind da
eher die Ausnahme.
Grüßle,
Jochen
(der nur zu faul ist, die Einstellungen für nichtdienstliche Mails zu
ändern)


Michael Pronay

unread,
Dec 9, 1999, 3:00:00 AM12/9/99
to
Dr. Jochen Temper schrieb

>
>Ob das mit dem besonderen österreichischen Faible
>für Titel zusammenhängt? [...]

Keine Ahnung, und warum fragst Du mich das per
personal Mail?

Michael


Dr. Jochen Temper

unread,
Dec 9, 1999, 3:00:00 AM12/9/99
to

Michael Pronay <pro...@teleweb.at> schrieb in im Newsbeitrag:
bEK34.12060$523.4...@news.chello.at...

Ich habe nochmal in meinem "gesendete Objekte"-Ordner nachgesehen - nur NG,
keine PM. Allerdings traue ich M$-Outlook Express nicht sehr weit. Trotzdem
sorry!
Grüßle, Jochen

Christina Kunze

unread,
Dec 9, 1999, 3:00:00 AM12/9/99
to

Roland Schmitt-Hartmann schrieb in Nachricht
<384E68...@ks.sel.alcatel.de>...

>Vielleicht kommt das auf die Uni oder aufs Studienfach an. Ich habe
>"cand." nie erlebt oder verwendet.


Bei Theologiestudenten ist mir cand. theol. schon begegnet.

chr

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