Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Wörter, die ich als Kind falsch verstanden/gehört habe

725 views
Skip to first unread message

Jens von Stich

unread,
Oct 28, 2004, 3:33:40 PM10/28/04
to
Hallo,

folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?

Ameise -> Armeise
Postleitzahl -> Postleihzahl (gedacht: die Zahl ist von der Post
geliehen, damit der Brief ankommt)
Joghurt -> Jughurt
provisorisch -> professorisch (hier glaubte ich sogar an die
gegenteilige Bedeutung: gemacht wie von einem Professor, also
besonders gut - ganz und gar nicht provisorisch)
Gebärmutter -> Gebärmuda
Hubraum -> Hupraum (gedacht: hat etwas mit der Lautstärke der Hupe zu
tun)

...

Matthias Opatz

unread,
Oct 28, 2004, 3:43:55 PM10/28/04
to
Jens von Stich schrieb:

> Wer hat weitere Beispiele?

Umfall => Umfall

Matthias

--
Brutus und Cassius ermordeten den Caesar auf eine seiner Gesundheit
höchst nachtheilige Weise. Prof. Galletti
* Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de/ *
-- Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen --

Matthias Opatz

unread,
Oct 28, 2004, 3:44:14 PM10/28/04
to
Jens von Stich schrieb:

> Wer hat weitere Beispiele?

Unfall => Umfall

Andreas Kabel

unread,
Oct 28, 2004, 4:09:00 PM10/28/04
to
Jens von Stich wrote:
> Hallo,
>
> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
> wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
> richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?


Mein vierjaehriger Sohn isst zum Nachtisch gerne Wasser- oder Honigbelohne.


Hauke Moeller

unread,
Oct 28, 2004, 6:10:24 PM10/28/04
to
Jens von Stich <vst...@sofort-mail.de> wrote:

> Wer hat weitere Beispiele?

Kurzsüchtig und weitsüchtig.

Gregor Frowein

unread,
Oct 28, 2004, 6:14:28 PM10/28/04
to
Gregor Frowein <grgr...@gmx.de> wrote:

>wollte+n

Rudolf Zeitschek

unread,
Oct 28, 2004, 6:22:08 PM10/28/04
to Jens von Stich
Einheitsseife (gab es im Krieg, d.h. vor 1945) -> Einheiz-Seife


Fabian Kupferschmid

unread,
Oct 28, 2004, 6:51:17 PM10/28/04
to
Jens von Stich wrote:

> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?

Bestseller -> Besteller (wird oft bestellt)

Gruss
Fabian°

Message has been deleted

René

unread,
Oct 28, 2004, 8:45:12 PM10/28/04
to
Jens von Stich wrote:
> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?


Die Reibeisenbank.

--
Any and all mail sent to ka...@the-coalition.us will be deleted
automagically. Reply here or use Reply-To: instead


Thomas Bliesener

unread,
Oct 28, 2004, 9:45:13 PM10/28/04
to
begin quoting, Jens von Stich schrieb:

> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
> wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
> richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?

Teenager - wenn einem das nur schriftlich unterkommt und man noch kein
Englisch versteht ...

Gelantine - Das hatte ich lange falsch im Kopf, dann korrigiert und erst
bei einer früheren desd-Diskussion bemerkt, daß dies Wort gar nicht so
selten ist.

Gute Miene zum bösen Spiel machen. - Dafür habe ich *sehr* lange
gebraucht.
--
bli

Volker Gringmuth

unread,
Oct 29, 2004, 12:13:29 AM10/29/04
to
Thomas Bliesener wrote:

> Teenager - wenn einem das nur schriftlich unterkommt und man noch
> kein Englisch versteht ...

O ja - ich hab mich auch immer gefragt, wieso manche Leute es lustig
finden, am Tee zu nagen, und wie sie das überhaupt machen. Unabhängig
von meinem Englisch-Verständnis - schließlich erschließt sich nicht auf
den ersten Blick, daß das ein englisches Wort ist. Nicht einmal dann,
wenn "Tien-äidscher" akustisch schon bekannt ist.

> Gelantine - Das hatte ich lange falsch im Kopf, dann korrigiert
> und erst bei einer früheren desd-Diskussion bemerkt, daß dies Wort
> gar nicht so selten ist.

Den Fehler hab ich AFAIR erstaunlicherweise nie gemacht, sondern mich
immer nur gewundert, wie viele andere ihn machen.

> Gute Miene zum bösen Spiel machen. - Dafür habe ich *sehr* lange
> gebraucht.

Vor allem, wenn man schon Asterix liest. Was soll denn Gutemine zum
bösen Spiel machen?


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die Zeit vergeht um so schneller, je glücklicher man dabei ist.
(Plinius)

Volker Gringmuth

unread,
Oct 29, 2004, 12:06:01 AM10/29/04
to
Gregor Frowein wrote:

> ich habe mir als früh frommer katholischer Knabe jahrelang den Kopf
> über die "Schuldigern" zerbrochen.
>
> (" ... wie auch wir vergeben unseren ...")

Als zwei Wörter - "... unseren Schuldi gern"?

> Ich wagte nicht zu fragen, wer oder was diese Schuldi(s)s waren und
> was sie verdammt noch mal gern taten oder waren. Daß beide Teile
> inhaltlich und grammatikalisch nicht recht zusammenpassen wollte
> merkte ich schon. Das brachte mich aber der Lösung des Problems auch
> nicht näher.

Das gehört ja schon in die Kategorie von "Gottes Sohn Owi lacht".

Ich hatte lange Probleme damit, das Wort "hoffentlich" einzuordnen, das
für mich immer etwas mit einem Koffer zu tun hatte. Da es in meiner
Umgebung fast wie "hoffmplich" ausgesprochen wurde, erschloß sich dem
Grundschüler Volker G. der Zusammenhang zu "hoffen" nur salamiweise.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Du bist vermutlich Keyboarder! Oder sonst einer dieser Menschen, die noch nicht
begriffen haben, warum der Lautstärkeregler *Lautstärke*regler heißt und nicht
Flüsterpoti." (Christian Hauschke in de.rec.musik.machen)

Tassilo Halbritter

unread,
Oct 29, 2004, 12:46:40 AM10/29/04
to
In article <clrqog$b6o$1...@rzsun03.rrz.uni-hamburg.de>, Hauke Moeller

Neger-tief (das (Foto)Negativ), schwarz ist es ja ...


--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Viele haben aus Täuschungen und falschen Wundern
| | | |_| | ein Geschäft gemacht und führen die törichte Menge
| | | _ | hinters Licht."
|_|a |_| |_|a (Leonardo da Vinci)

Christina Kunze

unread,
Oct 28, 2004, 4:59:43 PM10/28/04
to
"Andreas Kabel" <andrea...@gmx.net> schrieb

>
> Mein vierjaehriger Sohn isst zum Nachtisch gerne Wasser- oder
Honigbelohne.

Der Pfarrer hat darüber gesprochen, daß Jesus Johannes den Teufel traf.

chr

Andreas Kaestner

unread,
Oct 29, 2004, 2:39:24 AM10/29/04
to
Jens von Stich (vst...@sofort-mail.de) schrieb/wrote:

> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf,

zum Ballspiel - zum Beispiel
Leberparty - Labour Party

Gruß
Andreas

Gregor Frowein

unread,
Oct 29, 2004, 3:07:16 AM10/29/04
to
Volker Gringmuth <eink...@gmx.net> wrote:

>Gregor Frowein wrote:

>> (" ... wie auch wir vergeben unseren ...")
>
>Als zwei Wörter - "... unseren Schuldi gern"?

Ja.

>Das gehört ja schon in die Kategorie von "Gottes Sohn Owi lacht".

In meiner Familie wurden keine zweiten Strophen gesungen.

Aber wenn wir schon dabei sind: Die erste Strophe erschien mir schon
als wirr genug. Wie konnte ein "hochheiliges Paar" in der nächsten
Verszeile zum einem "Knabe[n] im lockigen Haar" werden und kaum war
dieses Problem angedacht wurde man - vor der Bescherung! - ultimativ
aufgefordert, in himmlicher Ruh' zu schlafen.

Gruß
Gregor

christine lohr

unread,
Oct 29, 2004, 3:09:03 AM10/29/04
to
Moin!

Volker Gringmuth schrieb:


> Gregor Frowein wrote:
>
>
>>ich habe mir als früh frommer katholischer Knabe jahrelang den Kopf
>>über die "Schuldigern" zerbrochen.
>>
>>(" ... wie auch wir vergeben unseren ...")
>
>
> Als zwei Wörter - "... unseren Schuldi gern"?
>
>
>>Ich wagte nicht zu fragen, wer oder was diese Schuldi(s)s waren und
>>was sie verdammt noch mal gern taten oder waren. Daß beide Teile
>>inhaltlich und grammatikalisch nicht recht zusammenpassen wollte
>>merkte ich schon. Das brachte mich aber der Lösung des Problems auch
>>nicht näher.
>
>
> Das gehört ja schon in die Kategorie von "Gottes Sohn Owi lacht".

Insbesondere, weil ein Freund meiner Eltern immer "Owi" genannt wurde.

Ich habe mich hingegen immer gefragt, wass das Christkind mit den ganzen
Sägen will ("...kehrt mit seinem Segen - ein in jedes Haus....."). Und
meine Cousine hat als Kind immer "nach Beelen hin" statt "nach
Bethlehem" verstanden.
Denn "Beelen" kannte sie - da wohnt schließlich Tante Paula (meine
Mutter). Und "nach .. hin" ist eine gewöhnliche Floskel im Westfälischem.

Aber noch heute weiß eigentlich kaum einer, was "gebenedeit" eigentlich
bedeutet, wie ich durch Zufall erfahren habe....

Ciao Christine

--
Gott lenkt,
der Mensch denkt,
der Saarländer schwenkt.

Ralf R. Radermacher

unread,
Oct 29, 2004, 3:25:23 AM10/29/04
to
Jens von Stich <vst...@sofort-mail.de> wrote:

> Wer hat weitere Beispiele?

Knopflochwurst (wurde hierzuköln "Knopplochwoosch" ausgesprochen).

Ralf

--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated April 29, 2004
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses

Message has been deleted

Fabian Kupferschmid

unread,
Oct 29, 2004, 3:44:11 AM10/29/04
to
Thomas Bliesener wrote:

> Teenager - wenn einem das nur schriftlich unterkommt und man noch kein
> Englisch versteht ...

Bei meinem Englischlehrer war's umgekehrt, kurz nachdem er in
die Schweiz kam.

Auf der Menükarte des Restaurants: Tageshit -> "Tage Shit"

Oder bei der Versicherungspolice. ("Hä, was will die Polizei von mir?")

Gruss
Fabian°

Message has been deleted

Conny Diederich

unread,
Oct 29, 2004, 5:30:52 AM10/29/04
to
christine lohr schrieb am 29.10.2004:

> Ich habe mich hingegen immer gefragt, wass das Christkind mit den ganzen
> Sägen will ("...kehrt mit seinem Segen - ein in jedes Haus.....").

Ich fand die Aussage "ohne Gewehr" (bei der Ziehung der Lottozahlen) immer
etwas seltsam.

Liebe Grüße,
Codi

Message has been deleted

Volker Glave

unread,
Oct 29, 2004, 6:14:36 AM10/29/04
to
vst...@sofort-mail.de (Jens von Stich) wrote in message news:<e6412afb.04102...@posting.google.com>...

>
> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
> wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
> richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?
>
> Ameise -> Armeise
> [...]

Firmament -> Firnament

(Offenbar häufiger Effekt, wie ich per Suchmaschine gerade sehe.
War auch hier 2003-01-06 bereits Thema,
Message-ID: <avcich$e4ef8$1...@ID-99355.news.dfncis.de> .)

V.

Bernd Gramlich

unread,
Oct 29, 2004, 7:31:02 AM10/29/04
to
Jens von Stich wrote:

> Wer hat weitere Beispiele?

Ich wuchs in einem kleinen deutschen Städtchen zu Füßen einer riesigen
amerikanischen Kaserne auf. Das Militärpersonal brachte es, zusammen
mit seinen Angehörigen, beinahe auf dieselbe Kopfzahl wie die
Stadtbevölkerung und schuf sich eine eigene, fremd anmutende Vorstadt
mit Hochhäusern und extrabreiten Autos, die nicht so recht zum übrigen
provinziellen Stadtbild passen wollte.

Als ich in den Kindergarten kam, lag der Dollarkurs gerade ungewöhnlich
hoch. Darum waren die "Amis" täglich in großer Zahl in der Altstadt, um
günstig einzukaufen. Die Männer trugen meist ihre Uniform, ab und zu
hatte einer sogar einmal eine Waffe dabei, und alle unterhielten sich
in einem fremden, für mich unverständlichen Singsang, der vom
Verkaufspersonal etwas weniger melodisch nachgeahmt wurde, damit
möglichst viele Geldscheine über die Theke flossen.

Die Amis waren für mich als Kind überall. Meine Großväter erzählten
verschiedene Geschichten über sie. Der eine fühlte sich von ihnen
beschützt, der andere bedroht. Irgendwann vor gar nicht allzulanger
Zeit hatte es wohl einmal einen Krieg gegeben, in dem vielen Menschen
sehr, sehr weh getan worden war. Die Amis hatten gewonnen und waren
jetzt da, um zu verhindern, daß es je wieder Krieg gäbe. Und deswegen
zeigten sie, daß sie sehr, sehr stark waren und jederzeit wieder Leuten
weh tun und gewinnen würden.

Es war Spätherbst. Das Städtchen war damals, lange vor der
Umgehungsstraße, durch einen Bahnübergang verkehrstechnisch in zwei
Hälften geteilt. Einerseits mochte ich den Bahnübergang sehr, weil
ich mir dort die Dampflokomotiven und die haltenden Autos in Ruhe
anschauen konnte. Andererseits hatte ich große Angst davor, denn nicht
jeder Zug war ein Personenzug. Das Städtchen lag an einer wichtigen
Eisenbahnnebenstrecke, und beinahe jeden Tag fuhren Züge durch, auf
denen die Amis Militärfahrzeuge mal hierhin, mal dorthin verschickten.
Es waren endlos lange Züge mit düsterem, dunkelgrünen, grauen oder
braunen, oft staubig wirkenden Gerät, das am trüben Herbsthimmel
bedrohlich über mir vorbeizog. Die Amis waren wirklich sehr, sehr
stark.

Zu Hause spielte ich damals mit eher klassischem Spielzeug - ich legte
Bauklötzchen aufeinander, bastelte mir damit Bahnübergänge und schob
meine schmalen deutschen Modellautos dorthin, wo sie warten mußten, bis
die imaginären Züge der Amis vorbeigefahren waren. Wenn mir das zu
trist wurde, ging ich in den Verkaufsraum der Familienmetzgerei und
brachte Unordnung in die Idylle der geschnitzten Wildschweine in der
Schaufensterauslage, während irgendein Ami sich gerade wieder ein
halbes Dutzend Koteletts ersang und eine junge Verkäuferin beim Zählen
der Geldscheine durcheinanderkam.

Fernsehen durfte ich nahezu überhaupt nicht, weil das für Kinder viel
zu grausam war. Dafür hatte ich auch großes Verständnis. Vermutlich
ging es im Fernsehen um noch viel schlimmere Sachen als Bahnübergänge
im Herbstdunst, und die wollte ich wirklich nicht sehen. Die anderen
Kinder im Kindergarten schienen jedoch aus härterem Holz geschnitzt als
ich. Jedenfalls sahen sie eifrig fern und erzählten begeistert davon.
In morbider Neugier hörte ich ihnen zu und wollte von ihnen ein bißchen
mehr über die große, weite Welt erfahren. Leider war keine ihrer
Erzählungen inhaltlich zusammenhängend - im wesentlichen jubelten die
Kinder beim Spielen nur kurz auf, identifizierten sich lauthals mit
dieser oder jener Fernsehfigur, von der ich noch nie etwas gehört
hatte, und wandten sich dann wieder scheinbar übergangslos dem Spiel
zu. Mir blieb dabei jeglicher konkreter Zusammenhang verborgen.
Fernsehen war rätselhaft.

Nur eines schien durch seine häufige Erwähnung im Kindergarten klar:
Die wichtigste Figur im Fernsehen war der rosarote Panzer! Nach allem,
was ich gehört hatte, mußte er sehr groß und sehr stark sein. Bestimmt
war auch er ein Ami.

So stand ich denn am trüben Spätnachmittag wieder am Bahnübergang, als
ein Militärzug durchfuhr. Und wie ich da im abziehenden Lokomotivqualm
mit offenem Mund ängstlich dem Vorbeidonnern der Waggons zusah und
schon lange nicht mehr mitzählen konnte, weil mir die Zahlwörter
ausgegangen waren, erlebte ich meine erste politische Reifung. Was
sollte eigentlich der ganze Quatsch? Welchen Unterschied würde es
machen, wenn einer der vielen Panzer rosarot wäre? Man würde damit den
Leuten genauso weh tun können wie mit einem grauen Panzer. Und wenn ein
Ami in schweinchenrosa Uniform in den Laden käme und sich seine
Koteletts ersänge, würden dieselben Geldscheine über die Theke wandern
wie immer und die Verkäuferin würde sich genauso verzählen wie zuvor,
und niemand würde sich für die schönen, geschnitzten Wildschweine im
Schaufenster interessieren.

Der rosarote Panzer schien also nur Augenwischerei. Propaganda, um die
Kinder im Kindergarten von der Grausamkeit des Lebens abzulenken und an
eine bessere Welt glauben zu lassen, die es aber so nicht gab. Ich
erahnte, daß man schon kritisch sein mußte, um im politischen Leben
nicht übers Ohr gehauen zu werden.

***

Es dauerte ein paar Wochen, bis ich ausnahmsweise auch einmal den
rosaroten Panzer im Fernsehen anschauen durfte, um mir mein eigenes
Bild zu machen. Damals schämte ich mich ein bißchen, weil mein
Vorurteil über ihn so sehr danebengelegen hatte. Wenn ich heute jedoch
darauf zurückblicke, scheint mir fast, als läge in meinem
unzutreffenden, kindlichen Bild mehr Wahrheit, als die Fernsehserie dem
oberflächlichen Zuschauer je vermitteln konnte.

--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.

Volker Borst

unread,
Oct 29, 2004, 8:06:36 AM10/29/04
to
Conny Diederich schrieb:

> Ich fand die Aussage "ohne Gewehr" (bei der Ziehung der Lottozahlen) immer
> etwas seltsam.

Dito. Außerdem habe ich lange nicht verstanden, warum im örtlichen
Hallenbad allen Kindern unter zwölf Jahren nur in Bekleidung Erwachsener
Zutritt gewährt wurde. :-)

Volker

P.S.: schöner Thread, ich bin die ganze Zeit am Grinsen.

christine lohr

unread,
Oct 29, 2004, 8:25:58 AM10/29/04
to
Moin!

Bernd Gramlich schrieb:

> Es dauerte ein paar Wochen, bis ich ausnahmsweise auch einmal den
> rosaroten Panzer im Fernsehen anschauen durfte, um mir mein eigenes
> Bild zu machen. Damals schämte ich mich ein bißchen, weil mein
> Vorurteil über ihn so sehr danebengelegen hatte. Wenn ich heute jedoch
> darauf zurückblicke, scheint mir fast, als läge in meinem
> unzutreffenden, kindlichen Bild mehr Wahrheit, als die Fernsehserie dem
> oberflächlichen Zuschauer je vermitteln konnte.

Danke für die nette Anekdote....

Dirk Rauscher

unread,
Oct 29, 2004, 4:22:00 AM10/29/04
to
Neulich beim Vorbeifahren an einem Schild richtung Schulzentrum:

"Was zum Geier ist ein Schulzen-Trum?"

Gruss,
Dirk


Michael Hemmer

unread,
Oct 29, 2004, 8:52:20 AM10/29/04
to
Matthias Opatz wrote:
> Jens von Stich schrieb:
>>Wer hat weitere Beispiele?
>
> Unfall => Umfall

Irgendwie hat das Nf einen schweren Stand im Deutschen ...

Gruß,

Michael
(der einen Schulkameraden laut Todesanzeige durch einen
"tragischen Umfalltod" verlor)

Gerald Fix

unread,
Oct 29, 2004, 8:53:46 AM10/29/04
to
On 28 Oct 2004 12:33:40 -0700, vst...@sofort-mail.de (Jens von Stich)
wrote:


>folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
>wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
>richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?

>Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?

Ich entsinne mich, dass in einem Lassie-Roman meiner Kindheit eine
Frau namens Karin vorkam, die ich überhaupt nicht einordnen konnte:
Die Bibliothekarin.


--
Viele Grüße
Gerald Fix

Thomas Bliesener

unread,
Oct 29, 2004, 8:32:50 AM10/29/04
to
begin quoting, Gregor Frowein schrieb:
>>>Ameise -> Armeise
>>
>>Hyperkorrektur eines postvokalen r.
>
> Quatsch

http://www.google.com/search?q=barf%C3%B6g

> Gruß
> Gregoa
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Oct 29, 2004, 8:28:00 AM10/29/04
to
begin quoting, Stefan Ram schrieb:

>>Gute Miene zum bösen Spiel machen. - Dafür habe ich *sehr*
>>lange gebraucht.
>
> "Gelantine" wäre falsch, aber "Miene" richtig.

Es ist aber nicht gemeint, einen freundlichen Gesichtsausdruck in ein böses
Spiel zu verwandeln, ähnlich wie "aus Spaß wurde Ernst".
--
bli

Matthias Opatz

unread,
Oct 29, 2004, 9:44:28 AM10/29/04
to
Bernd Gramlich schrieb:

[Die Geschichte vom Rosaroten Panzer]

Schön!

Matthias

--
Brutus und Cassius ermordeten den Caesar auf eine seiner Gesundheit
höchst nachtheilige Weise. Prof. Galletti
* Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de/ *
-- Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen --

Dietmar Kulsch

unread,
Oct 29, 2004, 9:48:56 AM10/29/04
to
Bernd Gramlich schrieb:

[Die Geschichte vom Rosaroten Panzer]

Gähn!

Michael Pronay

unread,
Oct 29, 2004, 9:59:21 AM10/29/04
to
Dietmar Kulsch <dk.n...@kulsch.de> wrote:

> [Die Geschichte vom Rosaroten Panzer]
>
> Gähn!

Halt Dir die Hand vor den Mund - es braucht keiner wissen, wenn
Dich was nicht interessiert.

M.

Dietmar Kulsch

unread,
Oct 29, 2004, 10:03:05 AM10/29/04
to
Michael Pronay schrieb:

Tschulligung, hätte mein Posting wohl besser an das von Matthias
dranhängen sollen. ;-)

Stephan L.

unread,
Oct 29, 2004, 10:19:23 AM10/29/04
to
Thomas Bliesener <nos...@melix.com.mx> wrote in message news:<slrnco3859...@melix.com.mx>...

> Gute Miene zum bösen Spiel machen. - Dafür habe ich *sehr* lange
> gebraucht.

Ich auch, aber inzwischen kann ich das perfekt.

Conny Diederich

unread,
Oct 29, 2004, 10:26:41 AM10/29/04
to
Bernd Gramlich schrieb am 29.10.2004:

[...]


> Nur eines schien durch seine häufige Erwähnung im Kindergarten klar:
> Die wichtigste Figur im Fernsehen war der rosarote Panzer!

[...]

Da fallen mir "Die drei Muskeltiere" ein. :)

Liebe Grüße,
Codi

Thomas Bliesener

unread,
Oct 29, 2004, 11:46:07 AM10/29/04
to
begin quoting, Andreas Kabel schrieb:

> Mein vierjaehriger Sohn isst zum Nachtisch gerne Wasser- oder Honigbelohne.

Die bekommt er aber nur, wenn er artig war?

Meiner Einjährigen, die zweisprachig aufwächst, habe ich vor einiger Zeit
die Körperteile abgefragt. Hals, Mund, Nase, Auge und so weiter kann sie
alle auf deutsch oder spanisch richtig benennen. Nur als ich an mein Ohr
tippte, rief sie freudig "reloj" aus.

Nach einem kurzen Moment der Verblüffung ob dieses Fehlers hatte ich ein
Aha-Erlebnis und eine vage Ahnung, was in so einem kleinen Kopf vorgeht.
Dazu muß man wissen, daß "reloj" auf deutsch "Uhr" heißt.
--
bli

Gregor Frowein

unread,
Oct 29, 2004, 12:40:59 PM10/29/04
to
Thomas Bliesener <nos...@melix.com.mx> wrote:

>begin quoting, Gregor Frowein schrieb:
>>>>Ameise -> Armeise
>>>
>>>Hyperkorrektur eines postvokalen r.
>>
>> Quatsch
>
>http://www.google.com/search?q=barf%C3%B6g

Da hast Du einen ähnlichen Fall gefunden, sehr schön. Aber auch hier
von Hyperkorrektur keine Spur. Sach ich mal.

Das ist es nämlich: Wenn unser Kanzler nicht mehr weiß, auf welchen
Wörtern er noch herumstelzen soll, um die Rede auf eingebildete Höhe
des Redners zu bringen. Wörter mit falschen Prestige falsch aufladen,
das ist Hyperkorrektur. Die Armeise hingegen ist ein schöner
etymologischer Versuch des Kindes das Jens war, dem Wort eine
Bedeutung zu geben.

Am Rande noch: Der echte Kanzler mit seiner Gechichte war nur ein
Opfer der regionalen Unfähigkeit, diese ganzen vermaledeiten ch- und
sch-Laute richtig auszusprechen, so sie im Wechsel dicht aufeinander
folgen. (Leider auch, wenn sie vereinzelt auftreten).

Gruß
Gregor

Andreas Kabel

unread,
Oct 29, 2004, 12:43:16 PM10/29/04
to
Thomas Bliesener wrote:
> begin quoting, Andreas Kabel schrieb:
>
>>Mein vierjaehriger Sohn isst zum Nachtisch gerne Wasser- oder Honigbelohne.
>
>
> Die bekommt er aber nur, wenn er artig war?


Im Prinzip ja. Eigentlich aber immer.


> Meiner Einjährigen, die zweisprachig aufwächst, habe ich vor einiger Zeit
> die Körperteile abgefragt. Hals, Mund, Nase, Auge und so weiter kann sie
> alle auf deutsch oder spanisch richtig benennen. Nur als ich an mein Ohr
> tippte, rief sie freudig "reloj" aus.
>
> Nach einem kurzen Moment der Verblüffung ob dieses Fehlers hatte ich ein
> Aha-Erlebnis und eine vage Ahnung, was in so einem kleinen Kopf vorgeht.
> Dazu muß man wissen, daß "reloj" auf deutsch "Uhr" heißt.

Das ist bei uns genauso. Zwischen Deutsch und Englisch wird woertlich,
und gelegentlich phonetisch-woertlich, hin- und heruebersetzt.

Message has been deleted

Andreas Kabel

unread,
Oct 29, 2004, 12:50:05 PM10/29/04
to

Meine Schwaegerin war als Vikarin einer sehr laendlichen
Gemeinde zugewiesen worden. Am Anfang ihrer Dienstzeit versuchte
sie, telephonisch einen Geburtstagsbesuch bei einer 80jaehrigen
anzubahnen. Trotz minutenlangen Agitierens war die Betroffene
nicht davon abzubringen, dass sie (die Schwaegerin) Karin hiesse
und dem Pfarrer im Haushalt helfe.

Oliver Voß

unread,
Oct 29, 2004, 1:15:13 PM10/29/04
to
Jens von Stich wrote:
> Hallo,

>
> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
> wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
> richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?
>
Ich habe als Kind geglaubt, der Präsident der USA hieße "Jimmy Kater"
und die Hauptstadt "Woschinken". Und außerdem bin ich jahrelang davon
ausgegangen, daß es "Preisaufschreiben" (statt "Preisausschreiben")
hieße und habe es davon abgeleitet, daß man dabei zuerst etwas
aufschreiben muß, um dann gewinnen zu können.

Gruß,

Oliver

--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.qsl.net/dl1yov
Städtepartnerschaft Delbrück - Roncq: http://oliver-voss.privat.t-online.de

René

unread,
Oct 29, 2004, 1:07:03 PM10/29/04
to
Dirk Rauscher wrote:
> Neulich beim Vorbeifahren an einem Schild richtung Schulzentrum:
>
> "Was zum Geier ist ein Schulzen-Trum?"

Die Frau Schulze, aka Bürgermeisterin?

--
Any and all mail sent to ka...@the-coalition.us will be deleted
automagically. Reply here or use Reply-To: instead


Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Diedrich Ehlerding

unread,
Oct 29, 2004, 1:26:40 PM10/29/04
to
Jens von Stich meinte:


> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
> wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
> richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?

Als ich Kind war, hatte einen Freund, der am 19.12. Geburtstag hatte. Sein
älterer Bruder sogar am 24.12.

Gesungen haben wir natürlich nur von der "knabenbringenden Weihnachtszeit".

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.

Andreas Kabel

unread,
Oct 29, 2004, 1:37:09 PM10/29/04
to
Diedrich Ehlerding wrote:
> Jens von Stich meinte:

>
>
>
> Gesungen haben wir natürlich nur von der "knabenbringenden Weihnachtszeit".

Richtig ist natuerlich "gabenbringend".

Matthias Opatz

unread,
Oct 29, 2004, 2:03:07 PM10/29/04
to
Martin Gerdes schrieb:

> Das (häufigere) Gegenstück "vermaledeit" dürfte auch kaum einer mehr
> kennen.

Och, doch.

Peter Wetschnigg

unread,
Oct 29, 2004, 2:27:54 PM10/29/04
to
Es war zu der Zeit, als mir mein Vater - damals noch Deutschprofessor in
Amt und Würden - immer Gutenachtgeschichten von Seeräubern, Schatzinseln
und holzbeinigen Schiffskapitänen erzählte, als mir plötzlich klar wurde,
warum die See sein Lieblingsthema war: Eines Tages entdeckte ich nämlich
auf seinem Nachtschränkchen ein Buch, und da ich gerade Druckbuchstaben
lesen lernte, nahm ich mir mal das große Titelwort vor. Endlich hatte ich
es entziffert: SEMANTIK. Jetzt war's mir natürlich klar: Mein Papa hatte
einen Seemanntick!

P. W.

Tassilo Halbritter

unread,
Oct 29, 2004, 3:04:14 PM10/29/04
to
In article <clts2t$er5$1...@news.Stanford.EDU>, Andreas Kabel

Eine Schulkollegin hatte sich in England verheiratet und anläßlich
eines Englandaufenthaltes besuchte ich sie. Sie bestand darauf, daß
ich mit ihrer dreijährigen Tochter deutsch sprach, damit diese mehr
Übung bekäme. Wir gingen ein englisches Bilderbuch durch und ich ver-
langte die deutschen Begriffe von ihr. Beim Caterpillar stutzte sie
kurz und bot mir dann einen 'Raupenpiller' an.

--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Viele haben aus Täuschungen und falschen Wundern
| | | |_| | ein Geschäft gemacht und führen die törichte Menge
| | | _ | hinters Licht."
|_|a |_| |_|a (Leonardo da Vinci)

Message has been deleted
Message has been deleted

Rochus Otker

unread,
Oct 29, 2004, 5:32:03 PM10/29/04
to
> vst...@sofort-mail.de (Jens von Stich) wrote:

>> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf...

Sohnemann kam mit Freunden vor kurzem nach Hause. Erzählten
durcheinander und kichernd vom Unterricht: Wörter wie Schwule, Hochmoos
(wurde von mir übersetzt mit _Homos_) wurden ergänzt von durchaus
richtigen biologischen Einzelheiten. Nur die Nachfrage nach der
_weiblichen Variante_ brachte kurzes Nachdenken - dann sagte Sohn: "Ach
so, die heissen _Läppisch_".
Fällt mir seitdem bei jedem diesbezüglichen Zeitungsartikel wieder ein
;-)
Gruß
Rochus

Clemens Jerg

unread,
Oct 29, 2004, 7:07:47 PM10/29/04
to
Matthias Opatz wrote:
> Martin Gerdes schrieb:
>
>> Das (häufigere) Gegenstück "vermaledeit" dürfte auch kaum einer mehr
>> kennen.
>
> Och, doch.

Na gebenedeit und das oben ist ja im Praesens noch akzeptabel.

Nun wird die letzte Silbe auch benutzt i.S.v. "er hat gedeit" und man
zeigt den Finger. Bei Kindern heißt es: "Mit dem Finger 'deit' man net".

Und s'schlimmste ist das Präteritum.

"gebenedidde" und "gemeledidde", letzteres nicht sehr gebräuchlich.

Aber "er hot uff mich gedidde" ist eine häufige Wendung.

cj

Clemens Jerg

unread,
Oct 29, 2004, 7:07:42 PM10/29/04
to

Bevor es hier, in dieser Ecke ganz einschläft:

Rittmuss ist angesagt. Was auch immer man als Kind darunter verstehen
wollte, schreiben konnte man das Wort kaum.

Und beim RinTinTinTin paßt nur wegen den 4/4 Takt(?)

Sa-ra-ze-ne

War noch nichts mit den Sah(a)razähne...

cj


Andreas Kabel

unread,
Oct 29, 2004, 6:58:35 PM10/29/04
to
Tassilo Halbritter wrote:

> Eine Schulkollegin hatte sich in England verheiratet und anläßlich
> eines Englandaufenthaltes besuchte ich sie. Sie bestand darauf, daß
> ich mit ihrer dreijährigen Tochter deutsch sprach, damit diese mehr
> Übung bekäme. Wir gingen ein englisches Bilderbuch durch und ich ver-
> langte die deutschen Begriffe von ihr. Beim Caterpillar stutzte sie
> kurz und bot mir dann einen 'Raupenpiller' an.

Wo wir gerade bei Dreijaehrigen und Raupen sind: Ein (damals
dreijaehriger) Kindergartenfreund meines Sohnes hat beidseitig
Gentechnikheinis als Eltern. So. Jetzt bekommen sie im Kindergarten das
Buch "The Very Hungry Caterpillar" ("Die kleine Raupe Nimmersatt")
vorgelesen; auf der letzten Seite verwandelt sie sich in einen
wunderschoenen Schmetterling, und in die ergriffene Dreijaehrigenstille
hinein spricht er das eine Wort: "Metamophorsis."

Clemens Jerg

unread,
Oct 29, 2004, 10:38:30 PM10/29/04
to
[(Neu)SprachWissensHaft]
von nehmig hatte der se'en Mann-Tick, von dick, von eh Tick, von-Ethik.
Linguis, Link ui, ne Liguster, nix Teak. (=versibbt)
Sünd, sind tacktig, syn-taktik (=verhunzt)
Kram, Gramm, Gram-artig (=verheult)
Retro, Reto, Retorig (=verkeert).
Herr mehn heutig (=verpennt)
lex, leck, sie kann, kahlig (=versifft, censored)
jetzt ist aber Schluss, [engl./deu.] more for Logik, more voll logisch.
[xxx.]
Es perant oh, au tokor rektur, autiss muss, au die tief, erröt, errhööt
[franz.]
guljo gully jo teen, giljotin, schillett
[ugs.]
gu, aua, aus, las, lasch, 'asch'

heute mal mit, ch<===

> "Endlich hatte ich es entziffert",
als ich es einen Tag spaeter wieder (l)aß.


Peter Wetschnigg

unread,
Oct 30, 2004, 2:52:53 AM10/30/04
to
Am Fri, 29 Oct 2004 00:00:24 +0200 schrieb Martin Gerdes:

> vst...@sofort-mail.de (Jens von Stich) schrieb:


>
>>folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
>>wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
>>richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
>>Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?
>

>>Ameise -> Armeise
>
> Hyperkorrektur eines postvokalen r.

> Meist andersrum, seufzt
>
> Maatin.

Und da war doch noch die lecker Mamalade (klar, hat ja auch Mama gemacht).

P. W.

Thomas Bliesener

unread,
Oct 30, 2004, 2:54:08 AM10/30/04
to
begin quoting, Martin Gerdes schrieb:
> Ich habe damals unter Studierendinnen und Studierenden eine Umfrage
> gemacht, was denn das Wort "behende" bedeute (es zählt bekanntlich zu
> den Kotau-Wörtern der BRaZ). Etwa zehn nicht repräsentative Menschinnen
> und Menschen habe ich gefragt. KEINER von denen kannte das Wort.

Ich vermute eher, daß ein Teil keine Lust hatte, das Wort zu erklären. Bei
schwierigen, aber unwichtigen Fragen zucke ich aus Bequemlichkeit auch
schon mal mit der Schulter anstatt eine Antwort zu geben. Vielleicht
besteht ja die Möglichkeit, diese Frage in eine Prüfung einzubauen, um zu
einem aussagekräftigeren Ergebnis zu kommen. ;-)
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Oct 30, 2004, 2:44:53 AM10/30/04
to
begin quoting, Gregor Frowein schrieb:
>>http://www.google.com/search?q=barf%C3%B6g
>
> Da hast Du einen ähnlichen Fall gefunden, sehr schön. Aber auch hier
> von Hyperkorrektur keine Spur. Sach ich mal.

Dann nehmen wir mal, hm, "Bahrn":
|... die auf renn bahrn soll.
|Herkunft: lünne niedersachsen
http://board.mofapower.de/27631.html

"Rennbahrn":
|Zu erreichen: U Horner Rennbahrn
|Hamburg-Horner TV von 1905
http://www.kindernetz-hamburg.de/detail.php?plz_id=159&datum=26.10.04&ang_id=103024

"Wahrlen":
|allgemeinen Wahrlen
|Anschrift des Autors: Tietzenweg 98, 12203 Berlin,
http://lists.ffii.org/pipermail/logsys-de/2000-September/000815.html

Sind jeweils Treffer oben. Zufällig lassen sich diese Hyperkorrekturen
geografisch zuordnen. Weniger zufällig ist es nicht Süddeutschland. Mit
Flugharfen, Zahrnrad, Radnarbe, Klappsparten und ähnlichen Wörtern kannst
Du wohl selba weitagoogeln.

> Die Armeise hingegen ist ein schöner etymologischer Versuch des Kindes,


> das Jens war, dem Wort eine Bedeutung zu geben.

Worin siehst Du in einer Ar-Meise mehr Bedeutung als in einer A-Meise?
--
bli

Thomas Bliesener

unread,
Oct 30, 2004, 3:05:22 AM10/30/04
to
begin quoting, Andreas Kabel schrieb:
>> Meiner Einjährigen, die zweisprachig aufwächst, habe ich vor einiger Zeit
>> die Körperteile abgefragt. Hals, Mund, Nase, Auge und so weiter kann sie
>> alle auf deutsch oder spanisch richtig benennen. Nur als ich an mein Ohr
>> tippte, rief sie freudig "reloj" aus.
>>
>> Nach einem kurzen Moment der Verblüffung ob dieses Fehlers hatte ich ein
>> Aha-Erlebnis und eine vage Ahnung, was in so einem kleinen Kopf vorgeht.
>> Dazu muß man wissen, daß "reloj" auf deutsch "Uhr" heißt.
>
> Das ist bei uns genauso. Zwischen Deutsch und Englisch wird woertlich,
> und gelegentlich phonetisch-woertlich, hin- und heruebersetzt.

Ja, das sowieso. :) Aber das oben geschilderte Erlebnis finde ich besonders
interessant, hat sich doch das kleine Ungeheuer dabei verraten, daß es auf
meine auf deutsch gestellte Frage sehr wohl die deutsche Antwort kannte,
aber aus irgendeinem (oder keinem) Grund auf Spanisch antworten wollte.
(Schwierigkeiten, u und o zu unterscheiden, hat sie auch bei anderen
Begriffen.)

--
bli

Peter Wetschnigg

unread,
Oct 30, 2004, 3:19:43 AM10/30/04
to
Am Sat, 30 Oct 2004 05:38:30 +0300 schrieb Clemens Jerg:

> [(Neu)SprachWissensHaft]
> von nehmig hatte der se'en Mann-Tick, von dick, von eh Tick, von-Ethik.
> Linguis, Link ui, ne Liguster, nix Teak. (=versibbt)
> Sünd, sind tacktig, syn-taktik (=verhunzt)
> Kram, Gramm, Gram-artig (=verheult)

[... und weitere Wirrnisse]

Welches Kraut rauchst Du eigentlich? ;-)

P. W.

Message has been deleted
Message has been deleted

Thomas Frieling

unread,
Oct 30, 2004, 4:42:55 AM10/30/04
to
foto...@gmx.de (Ralf R. Radermacher) wrote in message news:<1gmevcc.1wtt3gi10yd100N%foto...@gmx.de>...
> Jens von Stich <vst...@sofort-mail.de> wrote:
>
> > Wer hat weitere Beispiele?
>
> Knopflochwurst (wurde hierzuköln "Knopplochwoosch" ausgesprochen).
>
> Ralf

Omibus
Kreuzverdrähdsel
Reisverschluß (weil die Zacken wie Reiskörner aussehen)

Und außerdem hab ich mich bei 'Lobet den Herren' lange Zeit gefragt,
was denn 'Adelers Fittichen' ist bzw. wo er sein Fittichen hat. Ich
fand das sehr obszön.

Thomas

Gregor Frowein

unread,
Oct 30, 2004, 4:49:00 AM10/30/04
to
Thomas Bliesener <nos...@melix.com.mx> wrote:

>Worin siehst Du in einer Ar-Meise mehr Bedeutung als in einer A-Meise?

Es wird Dich nur mäßig beeindrucken, aber wenn Du mal nach oben
schaust, steht dort als Vorgabe: "was ich falsch _verstanden/gehört_
habe".

Warum also legst du mir die unmotivierte Aufteilung Ar-Meise in den
Mund? Damit Du recht behalten darfst. Von mir aus.

Ich schließe nicht aus, daß dem Kind eine Arm-Meise vorschwebte mit
reichen Assoziationen für beide Wortteile und keiner Spur von
Hyperkorrektur. (Keiner Spur von Hyperkorrektur, keiner Spur von
Hyperkorrektur .... )

Warum, verdammt noch mal, machst Du dich nicht einfach mal schlau, was
eine Hyperkorrektur ist.

Oder wolltest Du Dich einfach nur an dem noch zu gründenden Wettbewerb
"Das hyperkorrekteste Wort des Jahres" beteiligen. Da will ich dann
nicht weiter stören ...

Gruß
Gregor

Gerald Fix

unread,
Oct 30, 2004, 5:03:56 AM10/30/04
to
On Sat, 30 Oct 2004 09:36:38 +0200, Astrid Schleicher
<astrid.s...@gmx.de> wrote:

>>Sind jeweils Treffer oben. Zufällig lassen sich diese Hyperkorrekturen
>>geografisch zuordnen. Weniger zufällig ist es nicht Süddeutschland. Mit
>>Flugharfen, Zahrnrad, Radnarbe, Klappsparten und ähnlichen Wörtern kannst
>>Du wohl selba weitagoogeln.
>

>Das beliebte und usenetweit verbreitete "nachharken" nicht zu
>vergessen. Als weiteres Beispiel für eine Hyperkorrektur habe ich für
>die "Appel"-Gegend die "Apfrikose" ergoggelt, Treffer außerhalb dieses
>Kontexts gibts auch, aber selten.

Wörter wie Radnarbe oder nachharken könnten aber auch auf
Unverständnis zurückgehen, wie das Wort wirklich heißt - ähnlich wie
Trapez oder Tablett für Tapet. Bei Flugharfen oder Klappsparten ist
das ausgeschlossen.


--
Viele Grüße
Gerald Fix

Yvonne Steiner

unread,
Oct 30, 2004, 5:13:12 AM10/30/04
to
Thomas Frieling <thomas....@arcor.de> wrote:


> Und außerdem hab ich mich bei 'Lobet den Herren' lange Zeit gefragt,
> was denn 'Adelers Fittichen' ist bzw. wo er sein Fittichen hat. Ich
> fand das sehr obszön.

Was man, hier im Thread, den Kindern so alles in den Mund legt!

Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Kind eher weiss was obszön ist,
als was Fittiche sind.

--
Yvonne Steiner

Tassilo Halbritter

unread,
Oct 30, 2004, 6:45:29 AM10/30/04
to
In article <c4562412.04103...@posting.google.com>, Thomas Frieling

Was ist an Adlerflügeln obszön?
Oder verstandestu gar 'Flittchen'?

Andreas Karrer

unread,
Oct 30, 2004, 7:20:27 AM10/30/04
to
* Jens von Stich <vst...@sofort-mail.de>:

> Ameise -> Armeise

Das alteingesessene Spielwarengeschäft hierzustadt (Bahnhofstrasse
Zürich) heisst "Franz Carl Weber" und gibt seit Generationen in der
Adventzseit einen Katalog heraus; Lieblingslektüre aller Kinder in der
Vorweihnachtszeit.

Bei den Kindern meiner Schwester hiess das Geschäft "Apfenzkranzweber"
(Adventskranz-Weber).

- Andi

Matthias Opatz

unread,
Oct 30, 2004, 8:08:23 AM10/30/04
to
Yvonne Steiner schrieb:

> Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Kind eher weiss was obszön ist,
> als was Fittiche sind.

Aber es hart ein /Gefühl/ dafür, was anstößig sein könnte.

Und welche /Ausdrücke/ aus dem Kindergarten zu Hause vielleicht nicht gut
ankommen (und deshalb vermieden bzw. erst recht ausprobiert werden).

Matthias Opatz

unread,
Oct 30, 2004, 8:09:52 AM10/30/04
to
Andreas Karrer schrieb:

> Bei den Kindern meiner Schwester hiess das Geschäft "Apfenzkranzweber"
> (Adventskranz-Weber).

Sagen nur Austriaken Adventkranz, Zürcher nicht?

Diedrich Ehlerding

unread,
Oct 30, 2004, 7:55:30 AM10/30/04
to
Thomas Frieling meinte:


> Reisverschluß (weil die Zacken wie Reiskörner aussehen)

Dabei heißt der doch Reizverschluss!

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.

Matthias Opatz

unread,
Oct 30, 2004, 8:33:22 AM10/30/04
to
Yvonne Steiner schrieb:

> Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Kind eher weiss was obszön ist,
> als was Fittiche sind.

Aber es hat ein /Gefühl/ dafür, was /anstößig/ sein könnte (ganz egal,
welche Begriffe für /anstößig/ unsereiner alles so in petto hat).

Und welche /Ausdrücke/ aus dem Kindergarten zu Hause vielleicht nicht gut
ankommen (und deshalb vermieden bzw. erst recht ausprobiert werden).

Matthias

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Wolfgang Schwengber

unread,
Oct 30, 2004, 10:00:15 AM10/30/04
to
Ich kenne das Problem. Bei mir kommt neben der undeutlichen Aussprache noch
"dat" Kölsche hinzu. Ich finde dat "jut" so. Meine Deutschlehrerinfand
dieses aber ganz und gar nicht komisch.
...

"Jens von Stich" <vst...@sofort-mail.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e6412afb.04102...@posting.google.com...
> Hallo,


>
> folgende Wörter hatte ich als Kind jahrelang falsch im Kopf, entweder
> wegen der undeutlichen Aussprache der Erwachsenen oder weil ich nicht
> richtig hingehört habe.. oder, weil meine Mutter keine deutsche ist?
> Oder geht es vielen so? Wer hat weitere Beispiele?
>
> Ameise -> Armeise

> Postleitzahl -> Postleihzahl (gedacht: die Zahl ist von der Post
> geliehen, damit der Brief ankommt)
> Joghurt -> Jughurt
> provisorisch -> professorisch (hier glaubte ich sogar an die
> gegenteilige Bedeutung: gemacht wie von einem Professor, also
> besonders gut - ganz und gar nicht provisorisch)
> Gebärmutter -> Gebärmuda
> Hubraum -> Hupraum (gedacht: hat etwas mit der Lautstärke der Hupe zu
> tun)
>
> ...


Andreas Karrer

unread,
Oct 30, 2004, 10:09:31 AM10/30/04
to
* Rüdiger Silberer <Silberer...@lycos.de>:

> Am 30.10.2004 schrieb Andreas Karrer:
>
>> Das alteingesessene Spielwarengeschäft hierzustadt (Bahnhofstrasse
>> Zürich) heisst "Franz Carl Weber" [..]
>
> Lustigerweise gibt es hier in Ansbach auch einen alteingesessenen
> Spielwaren-Weber.

Leicht möglich, dass das kein Zufall ist. Naja, Die
Spielwarenhauptstadt Nürnberg ist ja auch in dieser Ecke. Der Gründer
des Zürcher Fachgeschäfts, Franz Philipp Karl Friedrich (der sich
später "Carl" schrieb) kam aus Schwarzenbach in der Oberpfalz und hatte
sein Handwerk bei einer Spielwarenfirma in Fürth gelernt.

- Andi

Lars Braesicke

unread,
Oct 30, 2004, 2:23:35 PM10/30/04
to
Thomas Bliesener schrieb:

> Worin siehst Du in einer Ar-Meise mehr Bedeutung als in einer A-Meise?

Ameisen ar-beiten ziemlich viel, so heißt es, und sie sind ar-meeartig
organisiert, zumindest in manchen Kinderbüchern. Nicht zuletzt, wenn auch
weit hergeholt, ist die ganze Welt einer Ameise nicht größer als ein Ar. Es
könnten demnach durchaus Ar-meisen sein.

Lars

Thomas Bliesener

unread,
Oct 30, 2004, 2:36:11 PM10/30/04
to
begin quoting, Gregor Frowein schrieb:
> Es wird Dich nur mäßig beeindrucken, aber wenn Du mal nach oben
> schaust, steht dort als Vorgabe: "was ich falsch _verstanden/gehört_
> habe".

Ich bin durchaus beeindruckt, bei mir steht das nämlich nicht.

> Warum also legst du mir die unmotivierte Aufteilung Ar-Meise in den
> Mund?

Ich war davon ausgegangen, daß ein Kind eine Meise - ebenfalls ein Tier -
kennt. Damit lag für mich die Synthese in A(r) und Meise auf der Hand.

> Ich schließe nicht aus, daß dem Kind eine Arm-Meise vorschwebte

Davon hat der OP aber nicht geschrieben

> Warum, verdammt noch mal, machst Du dich nicht einfach mal schlau, was
> eine Hyperkorrektur ist.

Zum Beispiel auf Wikipedia? Wenn Dir jene dort nicht zusagt, kannst Du sie
ja verbessern.
--
bli

Gregor Frowein

unread,
Oct 30, 2004, 4:46:32 PM10/30/04
to
Thomas Bliesener <nos...@melix.com.mx> wrote:

>> Warum, verdammt noch mal, machst Du dich nicht einfach mal schlau, was
>> eine Hyperkorrektur ist.
>
>Zum Beispiel auf Wikipedia? Wenn Dir jene dort nicht zusagt, kannst Du sie
>ja verbessern.

Die Erklärung dort ist trotz ihrer Kürze eigentlich recht
verständlich.

Wir reden übrigens von der Armeise und ich bin der Meinung, daß es
hier um das Lexikon (Du weißt, was das ist?) eines Kindes und dessen
Anwendung auf ein zweisilbiges Wort geht und nicht um Hyperkorrektur.

Gruß
Gregor

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Clemens Jerg

unread,
Oct 30, 2004, 8:20:31 AM10/30/04
to
Peter Wetschnigg wrote:
> Am Sat, 30 Oct 2004 05:38:30 +0300 schrieb Clemens Jerg:
>
>> [(Neu)SprachWissensHaft]
> [... und weitere Wirrnisse]
>
> Welches Kraut rauchst Du eigentlich? ;-)

Undd 1:1.000.000 wusste ich, das muss mal wieder kommen...

Mur wer, das war die Frage. :-)

cj

Clemens Jerg

unread,
Oct 31, 2004, 1:28:44 AM10/31/04
to
Dirk Rauscher wrote:
> Neulich beim Vorbeifahren an einem Schild richtung Schulzentrum:
>
> "Was zum Geier ist ein Schulzen-Trum?"

Vielleicht eine Abwantlung vom Schul-zen-Trauma...,
oder war es etwa ohne "u"?

ursprünglich nur Volksschule und höhere Schule...dann noch
schtudiert
cj


Clemens Jerg

unread,
Oct 31, 2004, 1:31:25 AM10/31/04
to
Ralf R. Radermacher wrote:
> Jens von Stich <vst...@sofort-mail.de> wrote:
>
>> Wer hat weitere Beispiele?
>
> Knopflochwurst (wurde hierzuköln "Knopplochwoosch" ausgesprochen).

ganz divizil, ja "ff".

Das Loch für den Knobb ist manchmal irrtümlich zur Wurst mutiert.
Aber der Knowloch vom Acker, manchmal wegen dem "Kn" mehr Nowloch (wir
sprechen jetzt absolut kein english), war schon immer das, was der Wurst
den Namen gegeben hat.

Und gestunken hat man immer nach dem Genuß dieser Wurst, obwohl es bei
einigen vorgekommen war, dass bei offenen Knobbloch auch Gerüche
entstanden... lol

wooscht odder worscht, nur zwei Endungen für diese Sorte. Ach Knowlisch
gibt's ab und zu auch noch. Ist aber auch vom Acker.

cj

Carsten Thumulla

unread,
Oct 31, 2004, 4:51:39 AM10/31/04
to
Hallo Jens,

Jens von Stich schrieb:

> Ameise -> Armeise
> Postleitzahl -> Postleihzahl (gedacht: die Zahl ist von der Post
> geliehen, damit der Brief ankommt)
> Joghurt -> Jughurt
> provisorisch -> professorisch (hier glaubte ich sogar an die
> gegenteilige Bedeutung: gemacht wie von einem Professor, also
> besonders gut - ganz und gar nicht provisorisch)
> Gebärmutter -> Gebärmuda
> Hubraum -> Hupraum (gedacht: hat etwas mit der Lautstärke der Hupe zu
> tun)

Das Hupraumproblem hatte ich auch mal, als ich gaaanz klein war.


Gott vergelds? :)

morjen, morjen? :(


Gruß, Carsten cPUNKTthuATarcor.de

--
Hau mir auf die Augen - Kleines.

Carsten Thumulla

unread,
Oct 31, 2004, 4:56:29 AM10/31/04
to
Hallo Wolfgang,

Wolfgang Schwengber schrieb:

> Ich kenne das Problem. Bei mir kommt neben der undeutlichen Aussprache
> noch "dat" Kölsche hinzu. Ich finde dat "jut" so. Meine
> Deutschlehrerinfand dieses aber ganz und gar nicht komisch.

Ich schrieb einmal "Partei neuen Typhus".

Der Stabilehrer war not amused.


Gruß, Carsten cPUNKTthuATarcor.de

--
"Es ist kaum zu glauben, wie wenig die Menschen selbst aus den
härtesten Erfahrungen lernen." A.Einstein 1948

http://rechtsquellen.org

Carsten Thumulla

unread,
Oct 31, 2004, 4:59:00 AM10/31/04
to
Hallo Andreas,

Andreas Karrer schrieb:

> Bei den Kindern meiner Schwester hiess das Geschäft "Apfenzkranzweber"
> (Adventskranz-Weber).

Bekannte wollten zu "Wiener Blut". Daraufhin deren kleine Tochter: "Schon
wieder 'n Krimi!"


Gruß, Carsten cPUNKTthuATarcor.de

--
"Bounces lösen das Spamproblem." Chiap Zap

It is loading more messages.
0 new messages