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Semmel für Stuten

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Stefan Blumenrath

unread,
Oct 9, 2009, 5:18:02 PM10/9/09
to
Hallo,
mein Sohn fragte mich neulich, wo das Wort Semmel her kᅵme. Flugs
gesucht und similia (lat. Weizenmehl) sowie Samidu (assyrisch fᅵr weiᅵes
Mehl) als Wortstamm gefunden. Mein Sohn war zufrieden aber ich habe bei
der Gelegenheit noch ein wenig weiter gesucht, denn das, was die Meisten
hier unter Semmel verstehen, heiᅵt hier (in Solingen) Brᅵtchen. Einen
Semmel gibt es allerdings auch. Der ist aber zum einen mᅵnnlich und
bezeichnet zum anderen das, was landlᅵufig als Stuten (oder Platz)
bekannt ist. Ich war sehr ᅵberrascht, dass "unser Semmel" so eine
regionale Besonderheit ist.

Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
der Semmel ein sᅵᅵes Brot bezeichnet.

Auch wᅵrde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
fᅵr nicht-Solinger ungebrᅵuchlich ist; das hat mir schon im benachbarten
Rheinland unglᅵubige Blicke eingebracht.

Schᅵne Grᅵᅵe,
Stefan


--
<www.der-mut-macher.de> Texte meines Lebensmutes
aber auch des Schmerzes

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Dieter Bruegmann

unread,
Oct 9, 2009, 9:06:53 PM10/9/09
to
Stefan Blumenrath (9.10.2009 23:18):

> Auch w�rde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
> f�r nicht-Solinger ungebr�uchlich ist; das hat mir schon im benachbarten
> Rheinland ungl�ubige Blicke eingebracht.

In Hamburg war das durchaus gebr�uchlich, in Berlin w�rde man
vielleicht mehr "sich eine Stulle schmieren" sagen.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: Horst Evers - Gottesindiz

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 10, 2009, 12:35:50 AM10/10/09
to
Am Fri, 09 Oct 2009 23:18:02 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:

> Auch würde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
> für nicht-Solinger ungebräuchlich ist;

In Bayern ist das ganz unauffällig.

Ciao
Wolfram
--
Es ist ein Schande, aber ich muß bekennen: Ich habe nichts zu bekennen.
FANNY BURNEY
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 1:34:28 AM10/10/09
to
Dieter Bruegmann schrieb:

> Stefan Blumenrath (9.10.2009 23:18):
>
>> Auch wᅵrde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
>> fᅵr nicht-Solinger ungebrᅵuchlich ist

> In Hamburg war das durchaus gebrᅵuchlich, in Berlin wᅵrde man


> vielleicht mehr "sich eine Stulle schmieren" sagen.

Dann kann ich meine Brote ja beruhigt weiter schmieren und essen.

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 1:36:03 AM10/10/09
to
Wolfram Heinrich schrieb:

> Am Fri, 09 Oct 2009 23:18:02 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:
>
>> Auch wᅵrde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
>> fᅵr nicht-Solinger ungebrᅵuchlich ist;
>
> In Bayern ist das ganz unauffᅵllig.

Also kann ich mich von Hamburg bis Bayern in guter Gesellschaft wᅵhnen.

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 10, 2009, 1:54:53 AM10/10/09
to
Am Sat, 10 Oct 2009 07:36:03 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:

> Wolfram Heinrich schrieb:
>> Am Fri, 09 Oct 2009 23:18:02 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:
>>

>>> Auch würde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
>>> für nicht-Solinger ungebräuchlich ist;
>>
>> In Bayern ist das ganz unauffällig.
>
> Also kann ich mich von Hamburg bis Bayern in guter Gesellschaft wähnen.
>
Ob in guter weiß ich nicht, auf jeden Fall in zahlreicher Gesellschaft.

Ciao
Wolfram
--
mein kopf ist bewundernswert schön. besonders der linke

Dieter Bruegmann

unread,
Oct 10, 2009, 2:03:38 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath (10.10.2009 7:34):

>>> Auch w�rde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"

>>> f�r nicht-Solinger ungebr�uchlich ist
>
>> In Hamburg war das durchaus gebr�uchlich, in Berlin w�rde man


>> vielleicht mehr "sich eine Stulle schmieren" sagen.
>
> Dann kann ich meine Brote ja beruhigt weiter schmieren und essen.

Ja, ein gef�llter Magen beruhigt ungemein.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

* 1964: Vera R. Schung, fiktive Scambaiterin

Arnim Sommer

unread,
Oct 10, 2009, 2:39:36 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath schrieb:

> Hallo,
> mein Sohn fragte mich neulich, wo das Wort Semmel her kᅵme. Flugs
> gesucht und similia (lat. Weizenmehl) sowie Samidu (assyrisch fᅵr weiᅵes
> Mehl) als Wortstamm gefunden. Mein Sohn war zufrieden aber ich habe bei
> der Gelegenheit noch ein wenig weiter gesucht, denn das, was die Meisten
> hier unter Semmel verstehen, heiᅵt hier (in Solingen) Brᅵtchen. Einen
> Semmel gibt es allerdings auch. Der ist aber zum einen mᅵnnlich und
> bezeichnet zum anderen das, was landlᅵufig als Stuten (oder Platz)
> bekannt ist. Ich war sehr ᅵberrascht, dass "unser Semmel" so eine
> regionale Besonderheit ist.
>
> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
> der Semmel ein sᅵᅵes Brot bezeichnet.
>
In Duisburg gibt es sowohl das "Stᅵtchen" als auch den Stuten.
In Dᅵsseldorf habe ich schon "Mᅵrbchen" gelesen (kann aber auch
Markenbezeichnung sein).
Mir geistert aber auch irgendwoher die Bezeichnung "Milchbrᅵtchen" durch den Kopf.

Aber gehe ich recht in der Annahme, daᅵ dort, wo das Brᅵtchen vorherrscht,
auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?

A!S
--
Wenn morgens abstᅵrzt dein Computer, wird der Tag bestimmt kein guter.

Dirk Schneïder

unread,
Oct 10, 2009, 2:49:09 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath schrieb am 10.10.2009 07:36:

>>> Auch wᅵrde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
>>> fᅵr nicht-Solinger ungebrᅵuchlich ist;

> Also kann ich mich von Hamburg bis Bayern in guter Gesellschaft wᅵhnen.

Ja, sogar incl. Siegerland. Auch hier der normale Ausdruck, um ... um
... , ᅵh - um sich eben ein Butterbrot zu schmieren.

Aber Semmel gibt es hier nicht, das Wort kenne ich nur von Hᅵren fᅵr
Brᅵtchen.

Dirk

Gunhild Simon

unread,
Oct 10, 2009, 3:42:53 AM10/10/09
to
On 10 Okt., 08:49, Dirk Schneïder <spam_scd...@gmx.de> wrote:
> Stefan Blumenrath schrieb am 10.10.2009 07:36:
>
> >>> Auch würde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
> >>> für nicht-Solinger ungebräuchlich ist;
> > Also kann ich mich von Hamburg bis Bayern in guter Gesellschaft wähnen.

>
> Ja, sogar incl. Siegerland. Auch hier der normale Ausdruck, um ... um
> ... , äh - um sich eben ein Butterbrot zu schmieren.
>
> Aber Semmel gibt es hier nicht, das Wort kenne ich nur von Hören für
> Brötchen.

In Hamburg müssen die Bäcker ihr Angebot gliedern und immer neu und
attraktiv machen.

Daher haben sie keine Scheu, auch weithergeholte Namen zu verwenden.
Selbst als Einheimischer steht man bisweilen ratlos nach Worten
ringend vor der Menge, derweil die nachrückende Schlange genervt, die
Backwarenfachverkäuferin verständnislos reagiert:
Schnitt-, Milch-, Roggen-, Splitter-, Franz-, Vollkorn-, Laugen-, usw-
brötchen, Rundstück, Semmel, Wecke, Krüstchen, Hörnchen ...

Wenn man einmal die Fachbegriffe des Ladens einer Kette gelernt hat,
traut man sich kaum in den einer anderen, denn da ist wieder alles
anders benannt. Da wird die Spitzwecke zum Kornspitz, das
Schnittbrötchen zum Goldjung', das Spitterbrötchen zum dänischen. Dann
gibt es noch Brötchen, Feierabend- und Abendbrötchen, was wohl etwas
über ihre Frische aussagen soll.

Ich jedenfalls memoriere schon vor dem Laden genau meine Wünsche,
statt mich durch das Angebot leiten zu lassen und mir den Unwillen der
Anderen zuzuziehen.

Gruß
Gunhild

Roland Franzius

unread,
Oct 10, 2009, 3:43:33 AM10/10/09
to
Arnim Sommer schrieb:

Roggenbrᅵtchen sind wie alkoholfreies Bier und Schaumfestiger wohl eine
rezente Erfindung der chemischen Industrie. Es war mit herkommlichen
Treibmitteln nahezu unmᅵglich, den schweren, klebrigen Roggenteig in die
luftige Form von Schrippen/Brᅵtchen/Semmeln zu ᅵberfᅵhren ohne sich mit
Treibmittel zu vergiften. Die Urform ohne Gasanteil gibts noch im
Bioladen mit dem circa dreifachen spezifischen Gewicht eines
Weizenbrᅵtchens.

--

Roland Franzius

Arnim Sommer

unread,
Oct 10, 2009, 4:26:23 AM10/10/09
to
Roland Franzius schrieb:
> Arnim Sommer schrieb:

>> Aber gehe ich recht in der Annahme, daᅵ dort, wo das Brᅵtchen
>> vorherrscht,
>> auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?
>>
>
> Roggenbrᅵtchen sind wie alkoholfreies Bier und Schaumfestiger wohl eine
> rezente Erfindung der chemischen Industrie. Es war mit herkommlichen
> Treibmitteln nahezu unmᅵglich, den schweren, klebrigen Roggenteig in die
> luftige Form von Schrippen/Brᅵtchen/Semmeln zu ᅵberfᅵhren ohne sich mit
> Treibmittel zu vergiften. Die Urform ohne Gasanteil gibts noch im
> Bioladen mit dem circa dreifachen spezifischen Gewicht eines
> Weizenbrᅵtchens.
>
Wer von einem Rᅵggelchen das spezifische Gewicht eines Backstᅵckes erwartet,
verdient die Segnungen der chemischen Industrie.

Arnim Sommer

unread,
Oct 10, 2009, 4:29:08 AM10/10/09
to
verdient die Segnungen der chemischen Industrie. Der Rest beklagt den
Untergang der Kultur...

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 5:26:40 AM10/10/09
to
Arnim Sommer schrieb:
> Stefan Blumenrath schrieb:
>>
>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
>> der Semmel ein sᅵᅵes Brot bezeichnet.
>>
> In Duisburg gibt es sowohl das "Stᅵtchen" als auch den Stuten.
> In Dᅵsseldorf habe ich schon "Mᅵrbchen" gelesen (kann aber auch
> Markenbezeichnung sein).
> Mir geistert aber auch irgendwoher die Bezeichnung "Milchbrᅵtchen" durch den Kopf.

Genau, das sind alles "Portionsbrote", also Brᅵtchen. Unser Semmel kann
aber gerne 750 g wiegen. Das wᅵre fᅵr ein Milchbrᅵtchen doch recht viel.
Mᅵrbchen kenne ich hier auch. Die sind aber etwas trockener.

> Aber gehe ich recht in der Annahme, daᅵ dort, wo das Brᅵtchen vorherrscht,
> auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?

Du meinst "Rᅵggelchen"? Die gibt es bei uns, machen auch deutlich satter
als Weizenbrᅵtchen.

Schᅵne Grᅵᅵe,

Stefan, der froh ist, schon gefrᅵhstᅵckt zu haben.

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 5:57:45 AM10/10/09
to
Dirk Schneᅵder schrieb:

> Stefan Blumenrath schrieb am 10.10.2009 07:36:
>
>> Also kann ich mich von Hamburg bis Bayern in guter Gesellschaft wᅵhnen.
>
> Ja, sogar incl. Siegerland. Auch hier der normale Ausdruck, um ... um
> ... , ᅵh - um sich eben ein Butterbrot zu schmieren.

Dann schlussfolgere ich jetzt einfach, dass dieser Ausdruck in ganz
Deutschland, auᅵer in Leverkusen, verstanden wird. Und in Bayerstadt
nimmt man dann wahrscheinlich Brotsurrogate.
Ich habe allerdings seinerzeit verpasst zu fragen, wie die staunenden
Leverkusener denn ihr "Brot schmieren" nennen.

> Aber Semmel gibt es hier nicht, das Wort kenne ich nur von Hᅵren fᅵr
> Brᅵtchen.

Hmm, Mandelsemmel, Rosinensemmel, Streuselsemmel...

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 6:05:44 AM10/10/09
to
Arnim Sommer schrieb:

Tja, hier im Bergischen gibt es das kleine, kompakte Rᅵggelchen auch
noch beim Bᅵcker. Ich mᅵchte mich jetzt aber nicht so weit aus dem
Fenster lehnen und behaupten, Solingen wᅵre Kulturstadt. Auch wenn wir
einige interessante "Einrichtungen" haben.

Thomas Schade

unread,
Oct 10, 2009, 7:02:25 AM10/10/09
to
On 09.10.2009 23:18, Stefan Blumenrath wrote:

> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen

> der Semmel ein s��es Brot bezeichnet.

Aus dem Westf�lischen kenne ich 'Semmel' �berhaupt nicht, das ist mir
erst seit den bayerischen Zeiten ein Begriff. Als Kind war f�r mich ein
s��es (Hefe-)-brot immer ein 'Stuten'; sowas z.B.:
http://www.chefkoch.de/rezepte/290851108052658/Stuten-Brot.html


Ciao
Toscha
--
And I believe in this and this is tested by research
that he who fucks nuns will later join the church.
[The Clash: Death or Glory]

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Walter Schmid

unread,
Oct 10, 2009, 7:17:09 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath schrieb:
> Hallo,
> mein Sohn fragte mich neulich, wo das Wort Semmel her käme. Flugs
> gesucht und similia (lat. Weizenmehl) sowie Samidu (assyrisch für weißes

> Mehl) als Wortstamm gefunden. Mein Sohn war zufrieden aber ich habe bei
> der Gelegenheit noch ein wenig weiter gesucht, denn das, was die Meisten
> hier unter Semmel verstehen, heißt hier (in Solingen) Brötchen. Einen
> Semmel gibt es allerdings auch. Der ist aber zum einen männlich und
> bezeichnet zum anderen das, was landläufig als Stuten (oder Platz)
> bekannt ist. Ich war sehr überrascht, dass "unser Semmel" so eine

> regionale Besonderheit ist.
>
> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
> der Semmel ein süßes Brot bezeichnet.

Süsse Brötchen heissen in der Schweiz "Zuckerweggli". "Semmeln"
haben wir aber auch: das sind einfach kleine Weissmehlbrötchen.
Semmeln heissen in Basel "Schlumbi", während Schweizer "Weggli"
hier "Schwöbli" heissen.

Gruss

Walter

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Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 7:24:21 AM10/10/09
to
Ralf Heinrich Arning schrieb:

> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> wrote:
>
>> Semmel gibt es allerdings auch. Der ist aber zum einen mᅵnnlich und
>> bezeichnet zum anderen das, was landlᅵufig als Stuten (oder Platz)
>> bekannt ist.
>
> Er ist also so groᅵ wie ein Brot?

Ja, zum Teil, wenn er richtig aufgegangen ist, mit einer Kantenlᅵnge von
15-20 cm. Und lecker!

>> Ich war sehr ᅵberrascht, dass "unser Semmel" so eine
>> regionale Besonderheit ist.
>

> Ich kenne es weder aus dem Mᅵnsterland, wo man "Stuten" sagt, noch aus
> Berlin, wo mir dieses Gebᅵck noch nicht begegnet ist.

Wie, die Berliner haben keine Semmel, Stuten, Platz oder ᅵhnliches?
Kᅵnnen die eventuell nicht mit Hefeteig umgehen. Dafᅵr heiᅵt das, was
ich unter "Berliner Ballen" kenne (In Fett ausgebackener und mit
Marmelade gefᅵllter Hefeteig) dort "Pfannkuchen", oder? Wo sich dann die
Frage anschlieᅵt, wie meine Pfannkuchen (Omeletts mit viel weniger Ei
aber mit Mehl) dort heiᅵen.

>> Auch wᅵrde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
>> fᅵr nicht-Solinger ungebrᅵuchlich ist; das hat mir schon im benachbarten
>> Rheinland unglᅵubige Blicke eingebracht.
>

> Das ist mir aus dem Mᅵnsterland vᅵllig gelᅵufig. Wie andere schon
> schrieben, heiᅵt es in Berlin Variante "Stulle schmieren". Die kenne ich
> aber auch aus dem Mᅵnsterland.

Das habe ich jetzt auch schon als Bundesweit gᅵltig abgespeichert.

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Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 7:29:47 AM10/10/09
to
Thomas Schade schrieb:

> On 09.10.2009 23:18, Stefan Blumenrath wrote:
>
>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
>> der Semmel ein sᅵᅵes Brot bezeichnet.
>
> Aus dem Westfᅵlischen kenne ich 'Semmel' ᅵberhaupt nicht, das ist mir

> erst seit den bayerischen Zeiten ein Begriff.

Auch nicht: "ein paar gesemmelt kriegen" fᅵr Backpfeifen um in der
Backstube zu bleiben, im Gemᅵseladen nennt man die wohl Ohrfeigen.

> Als Kind war fᅵr mich ein
> sᅵᅵes (Hefe-)-brot immer ein 'Stuten'; sowas z.B.:
> http://www.chefkoch.de/rezepte/290851108052658/Stuten-Brot.html

Ja, wobei ich als nicht-Bᅵcker statt Dosenmilch mit Wasser nur Milch
nehmen wᅵrde.

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 7:31:52 AM10/10/09
to
Walter Schmid schrieb:

>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen

>> der Semmel ein sᅵᅵes Brot bezeichnet.
>

> Sᅵsse Brᅵtchen heissen in der Schweiz "Zuckerweggli". "Semmeln"
> haben wir aber auch: das sind einfach kleine Weissmehlbrᅵtchen.
> Semmeln heissen in Basel "Schlumbi", wᅵhrend Schweizer "Weggli"
> hier "Schwᅵbli" heissen.

Aber das sind, soweit ich weiᅵ, alles kleine Backwaren. Gibt es das in
der Schweiz auch in gro0, etwa wie ein Hefezopf?

Schᅵne Grᅵᅵe,
Stefan

--

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Thomas Schade

unread,
Oct 10, 2009, 7:43:12 AM10/10/09
to
On 10.10.2009 13:29, Stefan Blumenrath wrote:
> Thomas Schade schrieb:
>> On 09.10.2009 23:18, Stefan Blumenrath wrote:

>>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen

>>> der Semmel ein s��es Brot bezeichnet.
>>

>> Aus dem Westf�lischen kenne ich 'Semmel' �berhaupt nicht, das ist mir


>> erst seit den bayerischen Zeiten ein Begriff.
>

> Auch nicht: "ein paar gesemmelt kriegen" f�r Backpfeifen um in der
> Backstube zu bleiben, im Gem�seladen nennt man die wohl Ohrfeigen.

Nat�rlich ist mir 'eine gesemmelt kriegen' bekannt. Ich traue mich
allerdings nicht, zu beurteilen, ob ich das als Kind schon kannte (also
noch aus meiner Ruhrgebietszeit) oder ob mir das erst sp�ter gel�ufig wurde.


Ciao
Toscha
--
Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch,
sonst hie�e es ja Buchung. (Dieter Hildebrandt)

Oliver Voß

unread,
Oct 10, 2009, 7:41:17 AM10/10/09
to
Am Sat, 10 Oct 2009 13:12:43 +0200 schrieb Wolfgang Schwanke:


>
> "Die Semmel" ist zunächst im süddeutschen Raum die generische
> Bezeichnung für das, was im größten Teil Norddeutschlands "Brötchen", in
> Hamburg "Rundstück" und im Berliner Raum "Schrippe" heißt. Falls Du
> etwas anderes darunter verstehst, bitte dazusagen.
>
Gehe ich recht in der Annahme, daß ein "Rundstück" was anderes ist als
ein "Brötchen"? Jedenfalls habe ich das vor kurzem so in einer
norddeutschen Bäckerei gesehen: Da hatten sie "Schnittbrötchen" (also
länglich und in der Mitte geteilt) und "Rundstücke" (also rund, ohne
Schlitz).

Gruß,

Oliver


--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.mydarc.de/dl1yov

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 7:49:02 AM10/10/09
to
Wolfgang Schwanke schrieb:
> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> wrote
> in news:hao9aa$ik4$02$1...@news.t-online.com:

>
>> der Gelegenheit noch ein wenig weiter gesucht, denn das, was die
>> Meisten hier unter Semmel verstehen, heiᅵt hier (in Solingen)
>> Brᅵtchen.
>
> Bezeichnungen fᅵr Backwaren weichen regional stark ab. Ein Wort, das in
> einer Region gebrᅵuchlich ist, kann in einer anderen Region vᅵllig
> unbekannt sein. Oder - und das ist eine besondere Falle fᅵr
> Missverstᅵndnisse - ein Wort, das in einer Region eine bestimmte Sorte
> Gebᅵck oder Brot bedeutet, kann in einer anderen Region eine andere
> Sorte bezeichnen.
>
> "Die Semmel" ist zunᅵchst im sᅵddeutschen Raum die generische
> Bezeichnung fᅵr das, was im grᅵᅵten Teil Norddeutschlands "Brᅵtchen", in
> Hamburg "Rundstᅵck" und im Berliner Raum "Schrippe" heiᅵt. Falls Du

> etwas anderes darunter verstehst, bitte dazusagen.


Die regionalen Unterschiede sind mir ja im Grundsatz bekannt, allerdings
bin ich bislang noch nicht in Verlegenheit gekommen, auf Reisen einen
Semmel zu kaufen. Dass dieses Wort aber nur in einer Stadt vorkommt, hat
mich schon sehr ᅵberrascht. Ich werde bei Gelegenheit in unseren
Nachbarstᅵdten recherchieren.


> "Stuten" ist m.E. eine regionale Bezeichnung fᅵr sᅵᅵes Hefegebᅵck, aber
> ich bin mir nicht sicher ob das stimmt und wo die Bezeichnung gᅵngig
> ist. Mit Semmeln/Brᅵtchen hat das m.E. wenig zu tun.

Das der Stuten auch nur regional gebrᅵuchlich ist, ist mir neu, daher
nahm ich diesen als Referenz an. Das Wort "Platz" kenne ich,
Bᅵckereiketten sei Dank, auch seit einigen Jahren.
Das Wort "Gebᅵck" erinnert mich eher an kleine "Teilchen", beim Bᅵcker
wᅵrde ich da nichts erwarten, was grᅵᅵer als eine Hand ist.

Walter Schmid

unread,
Oct 10, 2009, 7:57:26 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath schrieb:

> Walter Schmid schrieb:
>
>>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
>>> der Semmel ein süßes Brot bezeichnet.
>> Süsse Brötchen heissen in der Schweiz "Zuckerweggli". "Semmeln"
>> haben wir aber auch: das sind einfach kleine Weissmehlbrötchen.
>> Semmeln heissen in Basel "Schlumbi", während Schweizer "Weggli"
>> hier "Schwöbli" heissen.
>
> Aber das sind, soweit ich weiß, alles kleine Backwaren.

Ja, etwa faustgross.

> Gibt es das in
> der Schweiz auch in gro0, etwa wie ein Hefezopf?

Das heisst bei uns "Butterzopf", und den gibt es von 250 gr bis
3 Kg oder noch mehr. Es gibt aber auch grosse "Weggen" von etwa
300 gr.

Gruss

Walter

Walter Schmid

unread,
Oct 10, 2009, 7:57:55 AM10/10/09
to
Ralf Heinrich Arning schrieb:

> Walter Schmid <paulwalt...@vtxmail.ch> wrote:
>
>> Süsse Brötchen heissen in der Schweiz "Zuckerweggli". "Semmeln"
>> haben wir aber auch: das sind einfach kleine Weissmehlbrötchen.
>> Semmeln heissen in Basel "Schlumbi", während Schweizer "Weggli"
>> hier "Schwöbli" heissen.
>>
> "Kleine Schwaben"?

erraten!

Gruss

Walter

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 8:19:08 AM10/10/09
to
Walter Schmid schrieb:
> Stefan Blumenrath schrieb:

>> Gibt es das in
>> der Schweiz auch in gro0, etwa wie ein Hefezopf?
>
> Das heisst bei uns "Butterzopf", und den gibt es von 250 gr bis
> 3 Kg oder noch mehr. Es gibt aber auch grosse "Weggen" von etwa
> 300 gr.

Das nenne ich mal Auswahl! Wer soll denn 3 kg Hefezopf essen, oder kommt
der Butterzopf auch Nachmittags auf den Tisch? Ich esse hier "den
Semmel" eher zum Frᅵhstᅵck.
Sind eure "Weggen" denn noch, hmm, ein-Personen tauglich?

Alexander Schloegl

unread,
Oct 10, 2009, 8:23:44 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath schrieb:
> Können die eventuell nicht mit Hefeteig umgehen. Dafür heißt das, was

> ich unter "Berliner Ballen" kenne (In Fett ausgebackener und mit
> Marmelade gefüllter Hefeteig) dort "Pfannkuchen", oder? Wo sich dann die
> Frage anschließt, wie meine Pfannkuchen (Omeletts mit viel weniger Ei
> aber mit Mehl) dort heißen.

Genau das habe ich kürzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
euch die Berliner Pfannkuchen heißen, wie heißen dann die Pfannkuchen?"

Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".

LG Alex

--
Too old to die young...

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Walter Schmid

unread,
Oct 10, 2009, 8:39:22 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath schrieb:

> Walter Schmid schrieb:
>> Stefan Blumenrath schrieb:
>
>>> Gibt es das in
>>> der Schweiz auch in gro0, etwa wie ein Hefezopf?
>> Das heisst bei uns "Butterzopf", und den gibt es von 250 gr bis
>> 3 Kg oder noch mehr. Es gibt aber auch grosse "Weggen" von etwa
>> 300 gr.
>
> Das nenne ich mal Auswahl! Wer soll denn 3 kg Hefezopf essen,

Den kann man scheibenweise kaufen. Hat weniger Kruste!
Kinderfreundlich. :-)

> oder kommt
> der Butterzopf auch Nachmittags auf den Tisch? Ich esse hier "den

> Semmel" eher zum Frühstück.


> Sind eure "Weggen" denn noch, hmm, ein-Personen tauglich?

Es hat vielleicht so viel Chemie drin, dass es eine Woche lang
frisch bleibt. (Nicht alles, was aus der Chemischen Industrie
stammt, ist ungesund.)

Gruss

Walter

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Yvonne Steiner

unread,
Oct 10, 2009, 8:55:34 AM10/10/09
to
Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> wrote:

> Walter Schmid schrieb:
> > Stefan Blumenrath schrieb:
>
> >> Gibt es das in
> >> der Schweiz auch in gro0, etwa wie ein Hefezopf?
> >
> > Das heisst bei uns "Butterzopf", und den gibt es von 250 gr bis
> > 3 Kg oder noch mehr. Es gibt aber auch grosse "Weggen" von etwa
> > 300 gr.
>
> Das nenne ich mal Auswahl! Wer soll denn 3 kg Hefezopf essen, oder kommt
> der Butterzopf auch Nachmittags auf den Tisch? Ich esse hier "den

> Semmel" eher zum Fr�hst�ck.


> Sind eure "Weggen" denn noch, hmm, ein-Personen tauglich?

Nat�rlich gibt es auch kleinere; ab 50 gr.
Der Butterzopf von 3 kg d�rfte f�r ca. 20-25 Personen gut ausreichen.

--
Yvonne Steiner

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 9:04:40 AM10/10/09
to
Matthias Opatz schrieb:
> Alexander Schloegl schrieb:
>
>> Genau das habe ich kᅵrzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
>> euch die Berliner Pfannkuchen heiᅵen, wie heiᅵen dann die Pfannkuchen?"

>>
>> Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".
>
> Ist Eierkuchen im Dafᅵrpfannkuchensagland nicht verstᅵndlich?

Ich wᅵrde unter einem Eierkuchen eher ein Omelett verstehen. Zu meinen
Pfannkuchen Eierkuchen zu sagen, fᅵnde ich ᅵbertrieben. Zur
Verdeutlichung mein Rezept fᅵr ca. 8-10 Pfannkuchen:

1 Liter Milch
500 g Weizenmehl
3 Eier
etwas Butter/Margarine
etwas Salz und Zucker

Und zum "einbraten" noch ᅵpfel oder Schinken, Tomate und Kᅵse

Womit langsam der Bogen vom Frᅵhstᅵck zum Mittagessen gefunden wᅵre.

Guten Appetit
Stefan

Arnim Sommer

unread,
Oct 10, 2009, 9:15:42 AM10/10/09
to
Ralf Heinrich Arning schrieb:
> Arnim Sommer <use...@ranthoron.de> wrote:
>> Aber gehe ich recht in der Annahme, daᅵ dort, wo das Brᅵtchen vorherrscht,
>> auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?
>
> Soll das heiᅵen, daᅵ, wo man "die Semmel", "Schrippe" oder "Wecke" (mit
> Varianten) sagt, keine Kleinbackwaren mit hohem Roggenmehlanteil
> gebacken wᅵrden? Das glaube ich nicht.
>
Ich nehme es aber an, deshalb habe ich derart provokant um Fakten gebeten.

A!S
--
Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.
-- Sigmund Freud

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 10, 2009, 9:31:36 AM10/10/09
to
Am Sat, 10 Oct 2009 14:37:10 +0200 schrieb Matthias Opatz:

> Alexander Schloegl schrieb:


>
>> Genau das habe ich kürzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
>> euch die Berliner Pfannkuchen heißen, wie heißen dann die Pfannkuchen?"
>>
>> Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".
>

> Ist Eierkuchen im Dafürpfannkuchensagland nicht verständlich?
>
Nicht spontan. Bei Kuchen denk ich jedenfalls erst mal an einen Kuchen.

Ciao
Wolfram
--
professionelle kälte / imker / hatten angefangen
metzger / folgten bald
bäcker / wolltens auch erlangen
doch / es wurd zu kalt
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Thomas Schade

unread,
Oct 10, 2009, 9:36:20 AM10/10/09
to
On 10.10.2009 15:31, Wolfram Heinrich wrote:
> Am Sat, 10 Oct 2009 14:37:10 +0200 schrieb Matthias Opatz:

>>> Genau das habe ich k�rzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
>>> euch die Berliner Pfannkuchen hei�en, wie hei�en dann die Pfannkuchen?"


>>>
>>> Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".
>>

>> Ist Eierkuchen im Daf�rpfannkuchensagland nicht verst�ndlich?


>>
> Nicht spontan. Bei Kuchen denk ich jedenfalls erst mal an einen Kuchen.

Nicht dass ich 'Eierkuchen' f�r 'Pfannkuchen' nicht auch als
missverst�ndlich empf�nde, ich d�chte da auch eher an ein Omelette, aber
wenn du bei '...kuchen' zuerst an Kuchen denkst, welches Bild formt sich
bei dir dann bei 'Pfannkuchen' im Kopf?


Ciao
Toscha
--
So kiss me, I'm shitfaced
I'm soaked, I'm soiled and brown
in the trousers, she kissed me
And I only bought her one round [Dropkick Murphys]

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 9:35:27 AM10/10/09
to
Wolfgang Schwanke schrieb:
> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de>
> wrote in news:hapsb7$lqf$00$1...@news.t-online.com:

>
>> Die regionalen Unterschiede sind mir ja im Grundsatz bekannt,
>> allerdings bin ich bislang noch nicht in Verlegenheit gekommen, auf
>> Reisen einen Semmel zu kaufen. Dass dieses Wort aber nur in einer
>> Stadt vorkommt, hat mich schon sehr ᅵberrascht.
>
> Das tut es nicht, es ist im gesamten sᅵddeutschen Raum verbreitet. Wenn
> ein einzelner Bᅵcker auᅵerhalb der "Stammregion" entscheidet, das Wort
> fᅵr eine bestimmte Backware zu verwenden, sollte man daraus nicht zuviel
> ableiten.

Wir reden etwas aneinander vorbei. Der Semmel ist im ganzen Stadtgebiet
(160.000 Einwohner) verbreitet, das ist nicht nur _ein_ Bᅵcker. Und mir
wollte noch niemand in Solingen ein Brᅵtchen geben, wenn ich nach einem
Semmel fragte. Das kann natᅵrlich auch daran liegen, dass ich nicht zu
den Brᅵtchen schaue, sondern halt zum Semmel.
Und ich meinte im obigen Abschnitt mit "Wort" eigentlich eher die
"Bedeutung fᅵr dieses Wort".

>> Das der Stuten auch nur regional gebrᅵuchlich ist, ist mir neu, daher
>> nahm ich diesen als Referenz an. Das Wort "Platz" kenne ich,
>> Bᅵckereiketten sei Dank, auch seit einigen Jahren.

> Ist das ein groᅵes Plᅵtzchen?

Nein, der Imperativ nach dem alleinigen Verspeisen.

>> Das Wort "Gebᅵck" erinnert mich eher an kleine "Teilchen", beim Bᅵcker
>> wᅵrde ich da nichts erwarten, was grᅵᅵer als eine Hand ist.
>

> "Teilchen" ist auch regional. ... Ich kenne kein ᅵberregionales Synonym
> dafᅵr, obwohl es ganz praktisch wᅵre.

Wahrscheinlich wird es erst ᅵberregional, wenn ein "Mc" davorsteht -
McPuddingbrezel.

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 9:47:10 AM10/10/09
to
Walter Schmid schrieb:
> Stefan Blumenrath schrieb:

>>


>> Das nenne ich mal Auswahl! Wer soll denn 3 kg Hefezopf essen,
>
> Den kann man scheibenweise kaufen. Hat weniger Kruste!
> Kinderfreundlich. :-)

Na gut, meine zeigen bei den Schulbroten auch immer deutliche Symptome
von Kau-unlust, je gesᅵnder das Brot desto geringer die von Kindern
verwertbare Menge (unzulᅵssige Verallgemeinerung, ich weiss).

Das Aufschneiden von Brot bereits beim Bᅵcker kommt fᅵr mich ᅵbrigens
nicht in Frage, das Brot trocknet schneller aus und ich kᅵnnte die Dicke
der Scheibe nicht mehr ja nach Appetit und Frische des Brotes variieren.

>> oder kommt
>> der Butterzopf auch Nachmittags auf den Tisch? Ich esse hier "den

>> Semmel" eher zum Frᅵhstᅵck.


>> Sind eure "Weggen" denn noch, hmm, ein-Personen tauglich?
>
> Es hat vielleicht so viel Chemie drin, dass es eine Woche lang
> frisch bleibt. (Nicht alles, was aus der Chemischen Industrie
> stammt, ist ungesund.)

Das mag sein, aber ich kauf mein Brot halt gerne beim Bᅵcker, am Stᅵck,
siehe oben.

Flori

unread,
Oct 10, 2009, 9:55:52 AM10/10/09
to
On 10 Okt., 09:43, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:

> > Aber gehe ich recht in der Annahme, daß dort, wo das Brötchen vorherrscht,


> > auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?
>

> Roggenbrötchen sind wie alkoholfreies Bier und Schaumfestiger wohl eine
> rezente Erfindung der chemischen Industrie. Es war mit herkommlichen
> Treibmitteln nahezu unmöglich, den schweren, klebrigen Roggenteig in die
> luftige Form von Schrippen/Brötchen/Semmeln zu überführen ohne sich mit
> Treibmittel zu vergiften.

Dies möchte der Schreibende aber striktissime ins Reich der Legende
verweisen. Der Berliner "Schusterjunge" ist seit Urzeiten ein
Roggenbrötchen - FR

Message has been deleted
Message has been deleted

Roland Franzius

unread,
Oct 10, 2009, 10:06:01 AM10/10/09
to
Flori schrieb:

> On 10 Okt., 09:43, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:
>
>>> Aber gehe ich recht in der Annahme, da� dort, wo das Br�tchen vorherrscht,

>>> auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?
>> Roggenbr�tchen sind wie alkoholfreies Bier und Schaumfestiger wohl eine

>> rezente Erfindung der chemischen Industrie. Es war mit herkommlichen
>> Treibmitteln nahezu unm�glich, den schweren, klebrigen Roggenteig in die
>> luftige Form von Schrippen/Br�tchen/Semmeln zu �berf�hren ohne sich mit
>> Treibmittel zu vergiften.
>
> Dies m�chte der Schreibende aber striktissime ins Reich der Legende

> verweisen. Der Berliner "Schusterjunge" ist seit Urzeiten ein
> Roggenbr�tchen - FR

Richtig, zu etwa 2/3, wof�r wiki auch das Rezept wei�.

--

Roland Franzius

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 10, 2009, 10:34:23 AM10/10/09
to
Am Sat, 10 Oct 2009 15:55:28 +0200 schrieb Wolfgang Schwanke:

> Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote in
> news:14h1wwwm...@www.theodor-rieh.de:


>
>> Am Sat, 10 Oct 2009 14:37:10 +0200 schrieb Matthias Opatz:
>>
>>> Alexander Schloegl schrieb:
>>>
>>>> Genau das habe ich kürzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
>>>> euch die Berliner Pfannkuchen heißen, wie heißen dann die Pfannkuchen?"
>>>>
>>>> Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".
>>>
>>> Ist Eierkuchen im Dafürpfannkuchensagland nicht verständlich?
>>>
>> Nicht spontan. Bei Kuchen denk ich jedenfalls erst mal an einen Kuchen.
>

> Außer bei Pfannkuchen oder wie.

Außer bei Pfannkuchen, klar. Das Wort kenne ich ja, wenn wir zuhause auch
meist Omelett dazu sagten. Seit ich weiß, daß der Gebildete unter "Omelett"
meist ein Omelett versteht und weniger einen Pfannkuchen, bevorzuge ich
"Pfannkuchen", wenn ich ein Omelett meine.

Ciao
Wolfram
--
Würden die Arbeiter endlich etwas unternehmen, müßten die Unternehmer
arbeiten
SPONTIFEX MAXIMUS

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 10, 2009, 10:35:24 AM10/10/09
to
Am Sat, 10 Oct 2009 15:36:20 +0200 schrieb Thomas Schade:

> On 10.10.2009 15:31, Wolfram Heinrich wrote:
>> Am Sat, 10 Oct 2009 14:37:10 +0200 schrieb Matthias Opatz:
>

>>>> Genau das habe ich kürzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
>>>> euch die Berliner Pfannkuchen heißen, wie heißen dann die Pfannkuchen?"


>>>>
>>>> Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".
>>>

>>> Ist Eierkuchen im Dafürpfannkuchensagland nicht verständlich?


>>>
>> Nicht spontan. Bei Kuchen denk ich jedenfalls erst mal an einen Kuchen.
>

> Nicht dass ich 'Eierkuchen' für 'Pfannkuchen' nicht auch als
> missverständlich empfände, ich dächte da auch eher an ein Omelette, aber


> wenn du bei '...kuchen' zuerst an Kuchen denkst, welches Bild formt sich
> bei dir dann bei 'Pfannkuchen' im Kopf?
>

Da denke ich an einen Pfannkuchen, weil dies Wort kenne ich ja. Ein
Eierkuchen wäre eher ein mürber Napfkuchen mit viel Ei drin.

Ciao
Wolfram
--
zum kotzen
mutter mutter / sprach herr lutter / just alsbald als dieser kutter /
spendet für die fische futter
spend' ich auch / spend' ich auch

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 10:38:00 AM10/10/09
to
Wolfgang Schwanke schrieb:

> Puddingbrezeln gibt es bei uns auch. Auch Nussecken und
> Hefeteigschnecken und und Quarkbeutel und wie das alles heiᅵt. Es gibt
> dafᅵr nur keinen Oberbegriff.
>
> Was schade ist, weil auᅵerhalb des Teilchen-Landes niemand den Kalauer
> mit Teilchenbeschleunigern versteht.
>
> http://www.wiwo.de/mediadatabase/teilchenbeschleuniger.jpg

Sehr schᅵn.

Stefan

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 10, 2009, 10:39:59 AM10/10/09
to
Yvonne Steiner schrieb:

>> Sind eure "Weggen" denn noch, hmm, ein-Personen tauglich?
>

> Natᅵrlich gibt es auch kleinere; ab 50 gr.

Aber das wᅵren doch dann "Weggli", oder?

Message has been deleted

Gunhild Simon

unread,
Oct 10, 2009, 12:00:58 PM10/10/09
to
On 10 Okt., 13:41, Oliver Voß <voss.oli...@t-online.de> wrote:
> Am Sat, 10 Oct 2009 13:12:43 +0200 schrieb Wolfgang Schwanke:
>
>
>
> > "Die Semmel" ist zunächst im süddeutschen Raum die generische
> > Bezeichnung für das, was im größten Teil Norddeutschlands "Brötchen", in
> > Hamburg "Rundstück" und im Berliner Raum "Schrippe" heißt. Falls Du

> > etwas anderes darunter verstehst, bitte dazusagen.
>
> Gehe ich recht in der Annahme, daß ein "Rundstück" was anderes ist als
> ein "Brötchen"? Jedenfalls habe ich das vor kurzem so in einer
> norddeutschen Bäckerei gesehen: Da hatten sie "Schnittbrötchen" (also
> länglich und in der Mitte geteilt) und "Rundstücke" (also rund, ohne
> Schlitz).

Ja. So ist es.

Gruß
Gunhild


Gunhild Simon

unread,
Oct 10, 2009, 12:16:41 PM10/10/09
to
On 10 Okt., 15:55, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
> Wolfram Heinrich <i...@theodor-rieh.de> wrote innews:14h1wwwm...@www.theodor-rieh.de:

>
> > Am Sat, 10 Oct 2009 14:37:10 +0200 schrieb Matthias Opatz:
>
> >> Alexander Schloegl schrieb:
>
> >>> Genau das habe ich kürzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
> >>> euch die Berliner Pfannkuchen heißen, wie heißen dann die Pfannkuchen?"
>
> >>> Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".
>
> >> Ist Eierkuchen im Dafürpfannkuchensagland nicht verständlich?
>
> > Nicht spontan. Bei Kuchen denk ich jedenfalls erst mal an einen Kuchen.
>
> Außer bei Pfannkuchen oder wie.

Also bietet sich an, wieder einmal der Herkunft des Wortes Kuchen
nachzugehen.

Gemeinhin versteht man darunter Feingebäck.
Gebacken wird zwar überwiegend im Backofen, aber man kann auch in
Ermangelung eines solchen Geräts Kuchen oder Küchlein in heißem Fett
ausbacken - etwa wie Berliner, Liebeskochen Mutzenmandeln. Ein anderes
Verfahren wäre also den Kuchenteig in der Pfanne in heißem Fett zu
garen Das ergibt Pfannkuchen, Puffer, Plinsen oder Blini.
Auch in geschlossenen Formen im Wasserbad lassen sich Kuchen
herstellen. Die sind dann eher blaß.

Zu Kuchen erfahre ich in der Du Ety, es sei entstanden aus einem
kindlichen Lallwort mit einer weiten Bedeutung von Brei, Papp - also
Teig.

Es ist noch nicht allzulange her, daß wir hier darüber diskutierten,
Ich entsinne mich des Stichworts Plazenta - Mutterkuchen.

Gruß
Gunild

G.O.Tuhls

unread,
Oct 10, 2009, 3:28:18 PM10/10/09
to
On 10 Okt., 15:04, Stefan Blumenrath wrote:

> > Ist Eierkuchen im Dafürpfannkuchensagland nicht verständlich?
>

> Ich würde unter einem Eierkuchen eher ein Omelett verstehen. Zu meinen
> Pfannkuchen Eierkuchen zu sagen, fände ich übertrieben. Zur
> Verdeutlichung mein Rezept für ca. 8-10 Pfannkuchen:


>
> 1 Liter Milch
> 500 g Weizenmehl
> 3 Eier
> etwas Butter/Margarine
> etwas Salz und Zucker

Mit dem geringen Ei-Gehalt wäre "Eierkuchen" ja auch
Etikettenschwindel!
6 - 8 Eier sind das Minimum für Deine Mehl-Milch-Anteile.
Das Fett gehört übrinx in die Pfanne und ncht in den Teig.

Gruß
G.O.

Arnold Schiller

unread,
Oct 10, 2009, 3:44:06 PM10/10/09
to
Am Sat, 10 Oct 2009 12:05:44 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:

> Arnim Sommer schrieb:
>> Roland Franzius schrieb:
>>> Arnim Sommer schrieb:
>>>> Aber gehe ich recht in der Annahme, daß dort, wo das Brötchen


>>>> vorherrscht,
>>>> auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?
>
>

>>> Roggenbrötchen sind wie alkoholfreies Bier und Schaumfestiger wohl


>>> eine rezente Erfindung der chemischen Industrie.

Häh?
>>> Es war mit
>>> herkommlichen Treibmitteln nahezu unmöglich, den schweren, klebrigen
>>> Roggenteig in die luftige Form von Schrippen/Brötchen/Semmeln zu
>>> überführen ohne sich mit Treibmittel zu vergiften.
Wie bitte?
>>> Die Urform ohne
>>> Gasanteil gibts noch im Bioladen mit dem circa dreifachen spezifischen
>>> Gewicht eines Weizenbrötchens.

Oder man macht es halt einfach selbst, so schwierig ist das nicht, es
benötigt nur Zeit.

>> Wer von einem Röggelchen das spezifische Gewicht eines Backstückes
>> erwartet, verdient die Segnungen der chemischen Industrie. Der Rest
>> beklagt den Untergang der Kultur...
>
> Tja, hier im Bergischen gibt es das kleine, kompakte Röggelchen auch
> noch beim Bäcker. Ich möchte mich jetzt aber nicht so weit aus dem
> Fenster lehnen und behaupten, Solingen wäre Kulturstadt. Auch wenn wir
> einige interessante "Einrichtungen" haben.
>

Wieso sollten Roggenbrötchen klebrig und klumpig sein. Ob der Sauerteig
treibt oder nicht treibt und ob der Teig was wird, ist eine Frage seiner
Pflege. Das Problem dürfte allerdings sein, dass der moderne Mensch nicht
die Zeit und die Muse hat einen Sauerteig mindestens einmal wöchentlich
zu hegen und zu pflegen und das der Bäcker unter Umständen eben
Massenindustrievorfertigungssauerteig verwendet, weil auch in der
kleinsten Backstube die Pflege eines Sauerteiges ausserhalb der
zeitlichen Möglichkeiten eine ökonomischen Betriebsführung liegt.

Nach dem 3 stufigen Grundteig der schon mal drei Tage braucht, aber wie
schreibt Pöt der Administrator von www.der-sauerteig.com "eine
Sauerteigkultur ansetzen ist ganz einfach. Und was man dazu braucht, hast
man meist im Haus, denn es sind nur: Mehl und Wasser."

Damit der Sauerteig aufgeht ist es eine Frage der Pflege Hege und des
Alters und das braucht dann Zeit und regelmässiges Backen, aber mit einem
selbstgepflegten Sauerteig werden auch selbstgemachte Roggenbrötchen
luftig ohne jegliche Chemie.

Wenn mir mal eine Sauerteigkultur nicht so gut gelungen ist, dann werden
sie allerdings klein und fest, nicht dass sie deswegen umbedingt schlecht
schmecken müssen, aber ich weiss, dass es auch anders geht. Da ich nicht
die Zeit habe immer wöchentlich zu backen, ist es halt so, dass es keine
jahrelang gepflegte Sauerteigzucht gibt. Trifft man also auf einen Bäcker
der eine Sauerteigkultur hat, die fluffige Roggenbrötchen hat, dann kann
man ihn ja um ein Schälchen Anstellgut bitten, da seine Kultur wohl
anscheinend gut gepflegt ist, hat er das nicht, dann hat er wohl doch mit
Chemie getrickst. Betrüger mag es immer mal geben. Aber nicht jedes
fluffige Roggenbrötchen muss von einem Betrüger stammen.

Grüße,
Arnold

Marc Olschok

unread,
Oct 10, 2009, 7:18:36 PM10/10/09
to
Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de>
> wrote in news:hapsb7$lqf$00$1...@news.t-online.com:
>
>[...]
> >> "Stuten" ist m.E. eine regionale Bezeichnung für süßes Hefegebäck,
> >> aber ich bin mir nicht sicher ob das stimmt und wo die Bezeichnung
> >> gängig ist. Mit Semmeln/Brötchen hat das m.E. wenig zu tun.
> >
> > Das der Stuten auch nur regional gebräuchlich ist, ist mir neu, daher

> > nahm ich diesen als Referenz an. Das Wort "Platz" kenne ich,
> > Bäckereiketten sei Dank, auch seit einigen Jahren.
>
> Ist das ein großes Plätzchen?

Es ist ein Stuten in Rundform. Dadurch sieht es wirklich so aus wie
ein großes Plätzchen, von daher ist die Bezeichnung gar nicht so verkehrt.

--
Marc

Martin Udelhoven

unread,
Oct 11, 2009, 6:30:29 AM10/11/09
to
"Gunhild Simon" schrieb:

> Also bietet sich an, wieder einmal der Herkunft des Wortes Kuchen
> nachzugehen.
>

> Gemeinhin versteht man darunter Feingeb�ck.
> Gebacken wird zwar �berwiegend im Backofen, aber man kann auch in
> Ermangelung eines solchen Ger�ts Kuchen oder K�chlein in hei�em Fett


> ausbacken - etwa wie Berliner, Liebeskochen Mutzenmandeln. Ein anderes

> Verfahren w�re also den Kuchenteig in der Pfanne in hei�em Fett zu


> garen Das ergibt Pfannkuchen, Puffer, Plinsen oder Blini.

Richtig, daher wird der Pfannkuchen auch gebacken, trotz Pfanne
(-> trockene Hitze - wir hatten das erst neulich hier).

> Auch in geschlossenen Formen im Wasserbad lassen sich Kuchen

> herstellen. Die sind dann eher bla�.

Das sind dann aber eigentlich echte Puddings, sofern der St�rke- bzw.
Mehlgehalt entsprechend gering ist.

Martin

Martin Udelhoven

unread,
Oct 11, 2009, 6:29:55 AM10/11/09
to
"Ralf Heinrich Arning" schrieb:

>> Mir geistert aber auch irgendwoher die Bezeichnung "Milchbr�tchen"
>> durch
>> den Kopf.
>
> Die kenne ich auch noch aus dem M�nsterland. Sie sind absichtlich
> nicht
> knusprig, sondern weich, eher etwas f�r zahnlose Greise und Kinder.

Kennt hier jemand ein �hnliches Geb�ck, P�ffert genannt, mir aus dem
Bergischen Kreis bekannt?
Es wird, glaube ich, zwar ohne Zucker hergestellt, ist aber dennoch wie
ein Stuten bzw. Blatz, aber es enth�lt gestampfte gekochte Kartoffeln.
Die Krume ist weich und erstaunlich elastisch, es schmeckt umwerfend mit
guter Marmelade und Butter.

Martin

Dieter Bruegmann

unread,
Oct 11, 2009, 6:50:49 AM10/11/09
to
Martin Udelhoven (11.10.2009 12:29):

> "Ralf Heinrich Arning" schrieb:
>
>>> Mir geistert aber auch irgendwoher die Bezeichnung "Milchbrᅵtchen"
>>> durch
>>> den Kopf.
>>
>> Die kenne ich auch noch aus dem Mᅵnsterland. Sie sind absichtlich
>> nicht
>> knusprig, sondern weich, eher etwas fᅵr zahnlose Greise und Kinder.
>
> Kennt hier jemand ein ᅵhnliches Gebᅵck, Pᅵffert genannt, mir aus dem


> Bergischen Kreis bekannt?
> Es wird, glaube ich, zwar ohne Zucker hergestellt, ist aber dennoch wie

> ein Stuten bzw. Blatz, aber es enthᅵlt gestampfte gekochte Kartoffeln.


> Die Krume ist weich und erstaunlich elastisch, es schmeckt umwerfend mit
> guter Marmelade und Butter.

Ist es das gleiche, was es in Holland als Poffertjes gibt? Die sind
mir allerdings nur von Weihnachts- und anderen Mᅵrkten bekannt. Und
auch nur vom Lesen.


Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
OS 42% (-41) * Ostkreuz 64 (+62) * Waschtach +69% * Atlantis -85,9ᅵ *
30$ * VATIKAN: Aber Mutti hat Migrᅵne * Haarstrom 43% (-27) * Schweine
sse -63,89% * Souflatsiki +91,98ᅵ * Negertief +88,48ᅵ * Alles auᅵer Ti

Martin Udelhoven

unread,
Oct 11, 2009, 7:07:56 AM10/11/09
to
"Dieter Bruegmann" schrieb:

>> Kennt hier jemand ein ᅵhnliches Gebᅵck, Pᅵffert genannt, mir aus dem
>> Bergischen Kreis bekannt?
>> Es wird, glaube ich, zwar ohne Zucker hergestellt, ist aber dennoch
>> wie
>> ein Stuten bzw. Blatz, aber es enthᅵlt gestampfte gekochte
>> Kartoffeln.
>> Die Krume ist weich und erstaunlich elastisch, es schmeckt umwerfend
>> mit
>> guter Marmelade und Butter.
>
> Ist es das gleiche, was es in Holland als Poffertjes gibt? Die sind
> mir allerdings nur von Weihnachts- und anderen Mᅵrkten bekannt. Und
> auch nur vom Lesen.

Nein, es ist wie ein weiches Brot, wird auch in einer Brotform gebacken.
Mit den niederlᅵndischen Poffertjes hat es wohl nur den Kartoffelanteil
gemein.

Martin

Dieter Bruegmann

unread,
Oct 11, 2009, 7:23:41 AM10/11/09
to
Martin Udelhoven (11.10.2009 13:07):

>>> Kennt hier jemand ein �hnliches Geb�ck, P�ffert genannt, mir aus dem


>>> Bergischen Kreis bekannt?
>>> Es wird, glaube ich, zwar ohne Zucker hergestellt, ist aber dennoch
>>> wie

>>> ein Stuten bzw. Blatz, aber es enth�lt gestampfte gekochte


>>> Kartoffeln.
>>> Die Krume ist weich und erstaunlich elastisch, es schmeckt umwerfend
>>> mit
>>> guter Marmelade und Butter.
>>
>> Ist es das gleiche, was es in Holland als Poffertjes gibt? Die sind

>> mir allerdings nur von Weihnachts- und anderen M�rkten bekannt. Und


>> auch nur vom Lesen.
>
> Nein, es ist wie ein weiches Brot, wird auch in einer Brotform gebacken.

> Mit den niederl�ndischen Poffertjes hat es wohl nur den Kartoffelanteil
> gemein.

Danke.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

Wer Fakten ironisiert, ist ein Dadidi.
(Lelarge in ds.geschichte/das.Vau)

Arnim Sommer

unread,
Oct 11, 2009, 9:00:19 AM10/11/09
to
Martin Udelhoven schrieb:
> Kennt hier jemand ein ᅵhnliches Gebᅵck, Pᅵffert genannt, mir aus dem

> Bergischen Kreis bekannt?
> Es wird, glaube ich, zwar ohne Zucker hergestellt, ist aber dennoch wie
> ein Stuten bzw. Blatz, aber es enthᅵlt gestampfte gekochte Kartoffeln.

> Die Krume ist weich und erstaunlich elastisch, es schmeckt umwerfend mit
> guter Marmelade und Butter.
>
Es hᅵrt sich zumindest interessant an; ist vielleicht an ein Rezept zu kommen?

Fup2drm
A!S
--
Bei den Kontroversen darauf zu sehen, wer das punctum saliens
getroffen.
-- Goethe, Maximen und Reflektionen, Nr. 1330

Christina Kunze

unread,
Oct 11, 2009, 5:26:49 PM10/11/09
to
"Roland Franzius" <roland....@uos.de> schrieb
>
> Roggenbrᅵtchen sind wie alkoholfreies Bier und Schaumfestiger wohl eine rezente Erfindung der chemischen Industrie. Es war mit
> herkommlichen Treibmitteln nahezu unmᅵglich, den schweren, klebrigen Roggenteig in die luftige Form von Schrippen/Brᅵtchen/Semmeln
> zu ᅵberfᅵhren ohne sich mit Treibmittel zu vergiften.

Reiner Roggenteig wird es ja wohl auch nicht gewesen sein.
Und dann: auch Weizenbrᅵtchen mᅵssen nicht so aufgeflufft daherkommen
wie heutzutage. Ich hab lieber echtes Brot statt Schaumgummi.

chr

Markus Loch

unread,
Oct 11, 2009, 7:46:23 PM10/11/09
to
Stefan Blumenrath schrieb:
> Hallo,
> mein Sohn fragte mich neulich, wo das Wort Semmel her kᅵme. Flugs
> gesucht und similia (lat. Weizenmehl) sowie Samidu (assyrisch fᅵr weiᅵes
> Mehl) als Wortstamm gefunden.


Das Wort simila gelangt jedoch nicht auf direktem Weg vom semitischen
ins Latein sondern auf dem Umweg ᅵber das Griechische Wort
"semidalis" mit der Bedeutung "feinstes Weizenmehl".

Letzlich ist also "Semmel" ein semitisches Lehnwort, das ᅵber mehrere
Zwischenstationen im Deutschen ankommt.

Gruss
Markus

Peter Gründler

unread,
Oct 12, 2009, 2:59:04 AM10/12/09
to
Am Fri, 09 Oct 2009 23:18:02 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:

> Auch würde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
> für nicht-Solinger ungebräuchlich ist; das hat mir schon im benachbarten
> Rheinland ungläubige Blicke eingebracht.

"I schmier mir a Butterbrot" ist durchaus auch in Wien noch und im Rest von
Österreich soweit mir bekannt soweiso gebräuchlich. Es mag aber allgemein
veraltend sein.

P

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 12, 2009, 3:03:39 AM10/12/09
to

Eine Wiener Verwandte hat mich mal gefragt: "Soll ich dir eine schmieren?"
Sie meinte eine Semmel, sie hat mir keine Watschn angedroht.
Ist das in Wien nicht gebräuchlich fürs Watschnandrohen: "Ich schmier dir
gleich eine?"

Ciao
Wolfram
--
Der Moldenhauer Franz / Hat einen dicken Schwanz. / Das Moldauenhauer
Fränzchen / Das hat ein dünnes Schwänzchen.

Uwe Waldmann

unread,
Oct 12, 2009, 10:26:20 AM10/12/09
to
Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> schreibt:

> [...] was die Meisten hier unter Semmel verstehen, hei�t hier
> (in Solingen) Br�tchen. Einen Semmel gibt es allerdings auch. Der
> ist aber zum einen m�nnlich und bezeichnet zum anderen das, was
> landl�ufig als Stuten (oder Platz) bekannt ist. Ich war sehr
> �berrascht, dass "unser Semmel" so eine regionale Besonderheit ist.
>
> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in
> denen der Semmel ein s��es Brot bezeichnet.

In Hagen, also etwa 40 km nord�stlich von Solingen, ist die
Bezeichnung ebenfalls �blich. Wie sieht es sonst im Bergischen
Land und Sauerland aus?

Uwe

Andreas Höfeld

unread,
Oct 12, 2009, 12:58:38 PM10/12/09
to
Flori schrieb:

> On 10 Okt., 09:43, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:
>
>>> Aber gehe ich recht in der Annahme, da� dort, wo das Br�tchen vorherrscht,

>>> auch Roggen in kleiner Form verbacken wird?
>> Roggenbr�tchen sind wie alkoholfreies Bier und Schaumfestiger wohl eine

>> rezente Erfindung der chemischen Industrie. Es war mit herkommlichen
>> Treibmitteln nahezu unm�glich, den schweren, klebrigen Roggenteig in die
>> luftige Form von Schrippen/Br�tchen/Semmeln zu �berf�hren ohne sich mit
>> Treibmittel zu vergiften.
>
> Dies m�chte der Schreibende aber striktissime ins Reich der Legende

> verweisen. Der Berliner "Schusterjunge" ist seit Urzeiten ein
> Roggenbr�tchen - FR

Gibts da auch Hurenkinder zu essen?

Andreas

Peter Gründler

unread,
Oct 12, 2009, 1:57:49 PM10/12/09
to
Am Mon, 12 Oct 2009 09:03:39 +0200 schrieb Wolfram Heinrich:

> Am Mon, 12 Oct 2009 08:59:04 +0200 schrieb Peter Gründler:
>
>> Am Fri, 09 Oct 2009 23:18:02 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:
>>
>>> Auch würde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
>>> für nicht-Solinger ungebräuchlich ist; das hat mir schon im benachbarten
>>> Rheinland ungläubige Blicke eingebracht.
>>
>> "I schmier mir a Butterbrot" ist durchaus auch in Wien noch und im Rest von
>> Österreich soweit mir bekannt soweiso gebräuchlich. Es mag aber allgemein
>> veraltend sein.
>>
> Eine Wiener Verwandte hat mich mal gefragt: "Soll ich dir eine schmieren?"
> Sie meinte eine Semmel, sie hat mir keine Watschn angedroht.
> Ist das in Wien nicht gebräuchlich fürs Watschnandrohen: "Ich schmier dir
> gleich eine?"

Ohja, natürlich. Das war also ein Wortspiel von ihr, das offenbar ins
Nirwana gegangen ist.

P

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 12, 2009, 2:05:45 PM10/12/09
to

In dem speziellen Fall war das kein beabsichtigtes Wortspiel. Sie reagiert
etwas verwundert, als ich verwundert reagierte und ich mußte ihr die Sache
mit "einem eine schmieren" erst erklären.

Ciao
Wolfram
--
Wenn Elefanten kämpfen leidet das Gras.
AFRIKANISCHES SPRICHWORT

Helmut P. Einfalt

unread,
Oct 13, 2009, 1:05:56 AM10/13/09
to
Wolfram Heinrich beliebte zu schreiben :

> Am Mon, 12 Oct 2009 19:57:49 +0200 schrieb Peter Gründler:
>
>> Am Mon, 12 Oct 2009 09:03:39 +0200 schrieb Wolfram Heinrich:
>>
>>> Eine Wiener Verwandte hat mich mal gefragt: "Soll ich dir eine
>>> schmieren?" Sie meinte eine Semmel, sie hat mir keine Watschn
>>> angedroht.
>>> Ist das in Wien nicht gebräuchlich fürs Watschnandrohen: "Ich
>>> schmier dir gleich eine?"
>>
>> Ohja, natürlich. Das war also ein Wortspiel von ihr, das offenbar ins
>> Nirwana gegangen ist.
>>
> In dem speziellen Fall war das kein beabsichtigtes Wortspiel. Sie
> reagiert etwas verwundert, als ich verwundert reagierte und ich mußte
> ihr die Sache mit "einem eine schmieren" erst erklären.

Torberg erläutert irgendwo das "schmieren" im Pragerdeutsch mit dem
Beispielsatz "Was schmieren Sie Ihrer um elf?", womit gemeint ist, was
die andere Hausfrau ihrer Bedienten zur Jause herrichte.

Ich hätte das oben zitierte Wortspiel auf jeden Fall verstanden, aber
vielleicht war die Wiener Verwandte irgendwo sozialisiert, wo "jemandem
eine schmieren" nicht (auch) die Bedeutung hat "jemandem eine panschen".

HElmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr

Wolfram Heinrich

unread,
Oct 13, 2009, 10:54:04 AM10/13/09
to
Am Tue, 13 Oct 2009 07:05:56 +0200 schrieb Helmut P. Einfalt:

> Wolfram Heinrich beliebte zu schreiben :

>> In dem speziellen Fall war das kein beabsichtigtes Wortspiel. Sie


>> reagiert etwas verwundert, als ich verwundert reagierte und ich mußte
>> ihr die Sache mit "einem eine schmieren" erst erklären.
>
> Torberg erläutert irgendwo das "schmieren" im Pragerdeutsch mit dem
> Beispielsatz "Was schmieren Sie Ihrer um elf?", womit gemeint ist, was
> die andere Hausfrau ihrer Bedienten zur Jause herrichte.
>
> Ich hätte das oben zitierte Wortspiel auf jeden Fall verstanden, aber
> vielleicht war die Wiener Verwandte irgendwo sozialisiert, wo "jemandem
> eine schmieren" nicht (auch) die Bedeutung hat "jemandem eine panschen".
>

Oder sie kam in dem Moment nicht auf den Doppelsinn, wie ich ja auch. Ruhig
und bedachtsam analysierend wäre ich ja wohl auch auf diesen Doppelsinn
gekommen. "Sole daroane schmian?" (ohne präzisierendes Substantiv nach dem
"eine") war in meinem Sprachgebrauch ganz klar eine Drohung mit einer
Watschn, "Sole dara Semme schmian?" wäre dagegen eindeutig gewesen.

Ciao
Wolfram
--
Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen.
GEORG SCHRAMM

Oliver Cromm

unread,
Oct 13, 2009, 6:18:08 PM10/13/09
to
* Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:

> Was schade ist, weil au�erhalb des Teilchen-Landes niemand den Kalauer


> mit Teilchenbeschleunigern versteht.
>
> http://www.wiwo.de/mediadatabase/teilchenbeschleuniger.jpg

Bei uns zuhause hei�t das St�ckchen (oder in Langform Kaffest�ckchen);
das Wort Teilchen habe ich daher sehr schnell und einfach gelernt. Aber
tats�chlich erst in G�ttingen.

--
GOGELN, vb., flattern, sich (schwankend) hin und her bewegen, gaukelei
treiben, gesticulari. zur herkunft vgl. gogel, adj., und gaukeln, vb.;
in fast allen mundarten verbreitet, literarisch bis ins 17. jh. bezeugt;
s. auch gugeln und gageln.
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

Oliver Cromm

unread,
Oct 13, 2009, 6:18:08 PM10/13/09
to
* Peter Gr�ndler <usene...@fahr-zur-hoelle.org> wrote:

> Am Fri, 09 Oct 2009 23:18:02 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:
>

>> Auch w�rde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
>> f�r nicht-Solinger ungebr�uchlich ist; das hat mir schon im benachbarten
>> Rheinland ungl�ubige Blicke eingebracht.


>
> "I schmier mir a Butterbrot" ist durchaus auch in Wien noch und im Rest von

> �sterreich soweit mir bekannt soweiso gebr�uchlich. Es mag aber allgemein
> veraltend sein.

Zugunsten von ...?

--
gugelgesang, m., m�nchsgesang, pejorativ
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

Oliver Cromm

unread,
Oct 13, 2009, 6:18:09 PM10/13/09
to
* Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> wrote:

> On 10 Okt., 13:41, Oliver Vo� <voss.oli...@t-online.de> wrote:
>
>> Gehe ich recht in der Annahme, da� ein "Rundst�ck" was anderes ist als
>> ein "Br�tchen"? Jedenfalls habe ich das vor kurzem so in einer
>> norddeutschen B�ckerei gesehen: Da hatten sie "Schnittbr�tchen" (also
>> l�nglich und in der Mitte geteilt) und "Rundst�cke" (also rund, ohne


>> Schlitz).
>
> Ja. So ist es.

Andernorts fallen die aber alle unter Br�tchen. Sind Rundst�cke also
wirklich was anderes als Br�tchen, oder nur was anderes als
Schnittbr�tchen?

--
die gugelm�nner schleppen leichen, kranke LILIENCRON
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

Helmut P. Einfalt

unread,
Oct 14, 2009, 12:51:56 AM10/14/09
to
Oliver Cromm beliebte zu schreiben :

>>> Auch w�rde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot
>>> schmieren" f�r nicht-Solinger ungebr�uchlich ist; das hat mir schon
>>> im benachbarten Rheinland ungl�ubige Blicke eingebracht.
>>
>> "I schmier mir a Butterbrot" ist durchaus auch in Wien noch und im
>> Rest von �sterreich soweit mir bekannt soweiso gebr�uchlich. Es mag
>> aber allgemein veraltend sein.
>
> Zugunsten von ...?

I kauf mar an Schnausn bein Anker.

Helmut
--
"Schnausen" war der Versuch der Ankerbrot-B�ckerei,
"schnelle Jausen" als Portmanteau-Wort zu etablieren.

Helga Schulz

unread,
Oct 14, 2009, 5:07:26 PM10/14/09
to
Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> schrieb
vorher:

>Matthias Opatz schrieb:
>> Alexander Schloegl schrieb:
>>
>>> Genau das habe ich k�rzlich eine Berliner Freundin gefragt: "Wenn bei
>>> euch die Berliner Pfannkuchen hei�en, wie hei�en dann die Pfannkuchen?"


>>>
>>> Zur Antwort bekam ich "Eierkuchen".
>>

>> Ist Eierkuchen im Daf�rpfannkuchensagland nicht verst�ndlich?
>
>Ich w�rde unter einem Eierkuchen eher ein Omelett verstehen. Zu meinen
>Pfannkuchen Eierkuchen zu sagen, f�nde ich �bertrieben. Zur
>Verdeutlichung mein Rezept f�r ca. 8-10 Pfannkuchen:


>
>1 Liter Milch
>500 g Weizenmehl
>3 Eier
>etwas Butter/Margarine
>etwas Salz und Zucker
>

>Und zum "einbraten" noch �pfel oder Schinken, Tomate und K�se
>
Du meinst das Fett f�r die Pfanne, oder?
Kommt mir etwas mehlig vor, allerdings habe ich noch nie das Mehl
anders als wie mit dem EL abgemessen - der Teig mu� eine
bestimmte Konsistenz haben, die man auch mit nur 1 Ei und viel
Mehl erreicht. Ob es allerdings 500 g sind, wei� ich nicht, kommt
mir auf den ersten Blick etwas viel vor auf 1 l Milch.
Das sind dann Plinsen. Mit 3 oder 4 Eiern, wie bei Dir, auch
Omelett gehei�en (nur in D, in F ist Omelett ohne Mehl, und in D
ist Omelett ohne Mehl Eierkuchen).
Etwas Muskatnu� tut nicht schaden, und Salz mu� immer, auch wenn
man Marmelad drauftut (beim letzten).
Lauchgem�s ist gut dazu: Lauch waschen und schneiden, mit einem
Eckchen Butter, Milch und etwas Salz weichkochen, mit Mehlpapp
(wichtig!! mit was anderem schmeckt es nicht![0]) etwas andicken,
nochmal kurz aufkochen lassen [1], damit Omelett bestreichen und
aufrollen.
Wenn einem mal nach Nicht-Fleisch ist.

[0] 1-2 EL Mehl mit Wasser klumpenfrei glattr�hren
[1] Unerl��lich bei Andicken mit Mehlpapp, sonst schmeckt es u.U.
scheu�lich

Helga Schulz

unread,
Oct 14, 2009, 5:07:25 PM10/14/09
to
Arnim Sommer <use...@ranthoron.de> schrieb vorher:

>Stefan Blumenrath schrieb:
>> Hallo,
>> mein Sohn fragte mich neulich, wo das Wort Semmel her k�me. Flugs
>> gesucht und similia (lat. Weizenmehl) sowie Samidu (assyrisch f�r wei�es
>> Mehl) als Wortstamm gefunden. Mein Sohn war zufrieden aber ich habe bei
>> der Gelegenheit noch ein wenig weiter gesucht, denn das, was die Meisten


>> hier unter Semmel verstehen, hei�t hier (in Solingen) Br�tchen. Einen
>> Semmel gibt es allerdings auch. Der ist aber zum einen m�nnlich und
>> bezeichnet zum anderen das, was landl�ufig als Stuten (oder Platz)
>> bekannt ist. Ich war sehr �berrascht, dass "unser Semmel" so eine
>> regionale Besonderheit ist.
>>
>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
>> der Semmel ein s��es Brot bezeichnet.
>>

>Mir geistert aber auch irgendwoher die Bezeichnung "Milchbr�tchen" durch den Kopf.

Ja, jetzt!
In meiner Herkunftsgegend (S�dbaden) gab es "Semmeln" allenfalls
als Exotikum, n�mlich als Milchbr�tchen. Sie sind nicht wirklich
s��, aber f�r meinen Geschmack unangenehm zopfig.
Wasserweckle (im allgemeinen nur "Weckle" genannt, salzig,
poriger) schmeckten weitaus besser.
So etwas wie Stuten gibt es dort n�herungsweise als Einback oder
geflochten als Zopf, allerdings eher beim Konditor als beim
B�cker.

Helga Schulz

unread,
Oct 14, 2009, 5:07:26 PM10/14/09
to
Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> schrieb
vorher:

>Arnim Sommer schrieb:
>> Stefan Blumenrath schrieb:


>>>
>>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
>>> der Semmel ein s��es Brot bezeichnet.
>>>

>> In Duisburg gibt es sowohl das "St�tchen" als auch den Stuten.
>> In D�sseldorf habe ich schon "M�rbchen" gelesen (kann aber auch
>> Markenbezeichnung sein).


>> Mir geistert aber auch irgendwoher die Bezeichnung "Milchbr�tchen" durch den Kopf.
>

>Genau, das sind alles "Portionsbrote", also Br�tchen. Unser Semmel kann
>aber gerne 750 g wiegen. Das w�re f�r ein Milchbr�tchen doch recht viel.
>M�rbchen kenne ich hier auch. Die sind aber etwas trockener.
>
Du erz�hlst Neues - erz�hl mehr davon!
Also "Semmel" ist in Solingen und Umgebung ein kleineres Brot?
Was f�r eine Art Teig ist das?
Und M�rbchen sind anscheinend nicht aus M�rbeteig, wenn ich Dich
richtig verstehe, sondern Brotteig? Wie ist der?
Feinporig/gro�porig/ohne Poren, weich/fest, wei�, grau, dunkel,
hell..?

>Du meinst "R�ggelchen"? Die gibt es bei uns, machen auch deutlich satter
>als Weizenbr�tchen.

N�rdlich der Mainlinie hat man schon seit Jahrhunderten Roggen
angebaut und gegessen, aber auch s�dlich der Mainlinie gab und
gibt es Schwarzbrot mit Roggenanteil.


Stefan Blumenrath

unread,
Oct 15, 2009, 10:57:21 AM10/15/09
to
Uwe Waldmann schrieb:

>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in

>> denen der Semmel ein sᅵᅵes Brot bezeichnet.
>
> In Hagen, also etwa 40 km nordᅵstlich von Solingen, ist die
> Bezeichnung ebenfalls ᅵblich. Wie sieht es sonst im Bergischen
> Land und Sauerland aus?

Das sind zwar nur 40 km, aber es ist doch ein groᅵer Sprung: vom
Rheinland nach Westfalen oder auch vom Bergischen Land in das
Ruhrgebiet. Aber schᅵn zu wissen, dass es auch noch anderswo Semmel
gibt. Gibt es den bei euch auch mit Mandeln oder Rosinen?

Schᅵne Grᅵᅵe,
Stefan

--
<www.der-mut-macher.de> Texte meines Lebensmutes
aber auch des Schmerzes

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 15, 2009, 10:57:32 AM10/15/09
to
Marc Olschok schrieb:

> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de>
>> wrote in news:hapsb7$lqf$00$1...@news.t-online.com:
>>
>> [...]
>>>> "Stuten" ist m.E. eine regionale Bezeichnung fᅵr sᅵᅵes Hefegebᅵck,

>>>> aber ich bin mir nicht sicher ob das stimmt und wo die Bezeichnung
>>>> gᅵngig ist. Mit Semmeln/Brᅵtchen hat das m.E. wenig zu tun.
>>>
>>> Das der Stuten auch nur regional gebrᅵuchlich ist, ist mir neu, daher

>>> nahm ich diesen als Referenz an. Das Wort "Platz" kenne ich,
>>> Bᅵckereiketten sei Dank, auch seit einigen Jahren.
>>
>> Ist das ein groᅵes Plᅵtzchen?

>
> Es ist ein Stuten in Rundform. Dadurch sieht es wirklich so aus wie
> ein groᅵes Plᅵtzchen, von daher ist die Bezeichnung gar nicht so verkehrt.

Hier ist der Platz in den Bᅵckereiketten, die einen solchen fᅵhren,
kastenfᅵrmig. Nix mit Plᅵtzchen!

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 15, 2009, 10:57:54 AM10/15/09
to
Thomas Schade schrieb:
> On 10.10.2009 13:29, Stefan Blumenrath wrote:

>> Auch nicht: "ein paar gesemmelt kriegen" fᅵr Backpfeifen um in der
>> Backstube zu bleiben, im Gemᅵseladen nennt man die wohl Ohrfeigen.
>
> Natᅵrlich ist mir 'eine gesemmelt kriegen' bekannt. Ich traue mich
> allerdings nicht, zu beurteilen, ob ich das als Kind schon kannte (also
> noch aus meiner Ruhrgebietszeit) oder ob mir das erst spᅵter gelᅵufig wurde.

Man kᅵnnte an dieser Stelle noch den Querverweis zum "hinsemmeln" im
Sinne von Motorradsturz ziehen. Den hat's (hin-)gesemmelt oder zersemmelt.

Schᅵne Grᅵᅵe,
Stefan

--

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 15, 2009, 10:58:40 AM10/15/09
to
Helga Schulz schrieb:
> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> schrieb

>> Ich wᅵrde unter einem Eierkuchen eher ein Omelett verstehen. Zu meinen
>> Pfannkuchen Eierkuchen zu sagen, fᅵnde ich ᅵbertrieben. Zur
>> Verdeutlichung mein Rezept fᅵr ca. 8-10 Pfannkuchen:


>>
>> 1 Liter Milch
>> 500 g Weizenmehl
>> 3 Eier
>> etwas Butter/Margarine
>> etwas Salz und Zucker
>>

> Du meinst das Fett fᅵr die Pfanne, oder?

Da _auch_. Ich rᅵhre aber immer noch etwas mit in den Teig, ob das nᅵtig
ist, weiᅵ ich nicht, schaden kann es aber auch nicht.

> Kommt mir etwas mehlig vor, allerdings habe ich noch nie das Mehl

> anders als wie mit dem EL abgemessen - der Teig muᅵ eine


> bestimmte Konsistenz haben, die man auch mit nur 1 Ei und viel

> Mehl erreicht. Ob es allerdings 500 g sind, weiᅵ ich nicht, kommt


> mir auf den ersten Blick etwas viel vor auf 1 l Milch.

Tja, wie soll ich sagen, das ist zugegebenermaᅵen eine eher pragmatische
Herangehensweise. Aber so komm ich schnell zu meinem Teig. Als ich
neulich mal mehr Eier fᅵr den Teig nahm (Acht, damit sie nicht schlecht
werden), fragten meine Kinder, ob das Rᅵhrei sei. Also bleibe ich bei
weniger Eiern.Es gibt auch noch die Variante mit Sprudelwasser statt
Milch, angeblich wird der Teig dadurch lockerer. Aber mir schmeckt es
nicht so gut.

> Das sind dann Plinsen. Mit 3 oder 4 Eiern, wie bei Dir, auch

> Omelett geheiᅵen (nur in D, in F ist Omelett ohne Mehl, und in D


> ist Omelett ohne Mehl Eierkuchen).

> Etwas Muskatnuᅵ tut nicht schaden, und Salz muᅵ immer, auch wenn


> man Marmelad drauftut (beim letzten).

> Lauchgemᅵs ist gut dazu: Lauch waschen und schneiden, mit einem


> Eckchen Butter, Milch und etwas Salz weichkochen, mit Mehlpapp
> (wichtig!! mit was anderem schmeckt es nicht![0]) etwas andicken,
> nochmal kurz aufkochen lassen [1], damit Omelett bestreichen und
> aufrollen.

Das widerspricht aber meiner Pfannkuchenideologie; diese besagt, dass es
schnell gehen sollte und ich nur eine Pfanne benutzen muᅵ. Klingt aber
trotzdem lecker.

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 15, 2009, 10:58:51 AM10/15/09
to
Helga Schulz schrieb:

> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> schrieb
> vorher:
>
>> Arnim Sommer schrieb:
>>> Stefan Blumenrath schrieb:
>>>>
>>>> Ich frage mich nun, ob es vielleicht noch andere Gegenden gibt, in denen
>>>> der Semmel ein sᅵᅵes Brot bezeichnet.
>>>>
>>> In Duisburg gibt es sowohl das "Stᅵtchen" als auch den Stuten.
>>> In Dᅵsseldorf habe ich schon "Mᅵrbchen" gelesen (kann aber auch
>>> Markenbezeichnung sein).
>>> Mir geistert aber auch irgendwoher die Bezeichnung "Milchbrᅵtchen" durch den Kopf.
>>
>> Genau, das sind alles "Portionsbrote", also Brᅵtchen. Unser Semmel kann
>> aber gerne 750 g wiegen. Das wᅵre fᅵr ein Milchbrᅵtchen doch recht viel.
>> Mᅵrbchen kenne ich hier auch. Die sind aber etwas trockener.
>>
> Du erzᅵhlst Neues - erzᅵhl mehr davon!

> Also "Semmel" ist in Solingen und Umgebung ein kleineres Brot?
> Was fᅵr eine Art Teig ist das?

Nun, wie gesagt ist der Semmel in Solingen ein Brot, kleiner wᅵrde ich
dazu nicht sagen, ᅵbliche Grᅵᅵen sind 500, 750 und 1000 Gramm. Der Teig
ist, meines in dieser Hinsicht bescheidenen Wissens nach, ein sᅵᅵer
Hefeteig, wahrscheinlich eher mit Milch als mit Wasser. Die Umgebung von
Solingen kannst auch streichen, zumindest was den Semmel angeht. So weit
ich weiᅵ ist an der Stadtgrenze Schluss mit Semmel, daher auch meine
Frage. Offensichtlich hat es aber auch in Hagen (40-50 km Entfernung)
auch noch eine Semmelzone.

> Und Mᅵrbchen sind anscheinend nicht aus Mᅵrbeteig, wenn ich Dich


> richtig verstehe, sondern Brotteig? Wie ist der?

> Feinporig/groᅵporig/ohne Poren, weich/fest, weiᅵ, grau, dunkel,
> hell..?

Vielleicht ist es Mᅵrbeteig, nach meinem Verstᅵndnis mᅵssten das dann
kompakte Streusel sein... De facto sind es aber eher sᅵᅵe Brᅵtchen,
gerne mit Rosinen, also fein- bis mittelporig, weich, weiᅵ und hell. Ich
glaube eher an einen Hefeteig, ich bin aber kein Bᅵcker. Wenn sie nicht
frisch gegessen wurden, kann man sie auch noch gut in Milch einweichen
und mit Zimt und Zucker essen.

Thomas Schade

unread,
Oct 15, 2009, 1:57:55 PM10/15/09
to
On 15.10.2009 16:57, Stefan Blumenrath wrote:
> Thomas Schade schrieb:

>>> Auch nicht: "ein paar gesemmelt kriegen" f�r Backpfeifen um in der
>>> Backstube zu bleiben, im Gem�seladen nennt man die wohl Ohrfeigen.
>>
>> Nat�rlich ist mir 'eine gesemmelt kriegen' bekannt. Ich traue mich


>> allerdings nicht, zu beurteilen, ob ich das als Kind schon kannte (also

>> noch aus meiner Ruhrgebietszeit) oder ob mir das erst sp�ter gel�ufig wurde.
>
> Man k�nnte an dieser Stelle noch den Querverweis zum "hinsemmeln" im


> Sinne von Motorradsturz ziehen. Den hat's (hin-)gesemmelt oder zersemmelt.

Ist das wirklich auf St�rze mit dem Motorrad beschr�nkt? Mir scheint,
auch zum Sturz auf Schiern w�rde so gesagt. Interessant in dem
Zusammenhang finde ich, dass St�rze gern mit Teigwaren in Verbindung
gebracht werden. So gibt es neben dem 'Hinsemmeln' ja auch noch das
'Zerbr�seln', bzw. in Bayern das 'Derbreseln'.
Nur das 'Verkr�meln' f�llt mal wieder aus der Reihe.


Ciao
Toscha
--
Spontanit�t will gut �berlegt sein.

Stefan Blumenrath

unread,
Oct 15, 2009, 2:12:26 PM10/15/09
to
Thomas Schade schrieb:

> On 15.10.2009 16:57, Stefan Blumenrath wrote:

>> Man kᅵnnte an dieser Stelle noch den Querverweis zum "hinsemmeln" im


>> Sinne von Motorradsturz ziehen. Den hat's (hin-)gesemmelt oder zersemmelt.
>

> Ist das wirklich auf Stᅵrze mit dem Motorrad beschrᅵnkt? Mir scheint,
> auch zum Sturz auf Schiern wᅵrde so gesagt.

Ich denke, (schneller) Sturz im Allgemeinen. Auf Skiern stand ich noch
nie, daher meine Moppedassoziation und die Pluralungewissheit bei Ski.

> Interessant in dem
> Zusammenhang finde ich, dass Stᅵrze gern mit Teigwaren in Verbindung


> gebracht werden. So gibt es neben dem 'Hinsemmeln' ja auch noch das

> 'Zerbrᅵseln', bzw. in Bayern das 'Derbreseln'.

"Der ist voll im Brᅵtchen", und Brᅵsel mit Teig- oder Backwaren ist mir
eher fremd. Da gab es doch mal einen Comiczeichner...

> Nur das 'Verkrᅵmeln' fᅵllt mal wieder aus der Reihe

Tja, so ists halt.

Roman Figaj

unread,
Oct 15, 2009, 5:12:43 PM10/15/09
to
Marc Olschok <nob...@nowhere.invalid> wrote:

> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
> >
> > Ist das ein gro�es Pl�tzchen?


>
> Es ist ein Stuten in Rundform. Dadurch sieht es wirklich so aus wie

> ein gro�es Pl�tzchen, von daher ist die Bezeichnung gar nicht so verkehrt.

Danke. WWG. Ich habe mich immer schon gefragt, von was Pl�tzchen der
Diminutiv ist. Platz in dieser Bedeutung war mir bis eben v�llig
unbekannt.

Gru�
Roman
--
lay down all thought surrender to the void

Roman Figaj

unread,
Oct 15, 2009, 5:12:41 PM10/15/09
to
Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:

>
> Bei uns zuhause

S�dhessen, gell? Da bin ich auch und habe das Wort hier gelernt.

> hei�t das St�ckchen (oder in Langform Kaffest�ckchen);


> das Wort Teilchen habe ich daher sehr schnell und einfach gelernt.

Das war bei meinen Gro�eltern (Westfalen bzw. s�dl. Niedersachsen) wie
auch in der Kindheit in K�ln der gebr�uchliche Ausdruck.

Roman Figaj

unread,
Oct 15, 2009, 5:12:45 PM10/15/09
to
Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:

> * Peter Gr�ndler <usene...@fahr-zur-hoelle.org> wrote:
>
> > Am Fri, 09 Oct 2009 23:18:02 +0200 schrieb Stefan Blumenrath:
> >
> >> Auch w�rde mich interessieren, ob der Ausdruck "sich ein Brot schmieren"
> >> f�r nicht-Solinger ungebr�uchlich ist; das hat mir schon im benachbarten
> >> Rheinland ungl�ubige Blicke eingebracht.
> >
> > "I schmier mir a Butterbrot" ist durchaus auch in Wien noch und im Rest von
> > �sterreich soweit mir bekannt soweiso gebr�uchlich. Es mag aber allgemein
> > veraltend sein.
>
> Zugunsten von ...?

"Da ist ein McDonald's!"

SCNR

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Oliver Cromm

unread,
Oct 15, 2009, 6:02:17 PM10/15/09
to
* Helga Schulz <h...@colorcraze.de> wrote:

> der Teig mu� eine
> bestimmte Konsistenz haben, die man auch mit nur 1 Ei und viel
> Mehl erreicht. Ob es allerdings 500 g sind, wei� ich nicht, kommt
> mir auf den ersten Blick etwas viel vor auf 1 l Milch.
> Das sind dann Plinsen. Mit 3 oder 4 Eiern, wie bei Dir, auch
> Omelett gehei�en (nur in D, in F ist Omelett ohne Mehl, und in D
> ist Omelett ohne Mehl Eierkuchen).

"Deutschland" ist in Deinen Ausf�hrungen eine zu gro�e Referenz - Du
meinst sicher "diesseits der Grenze".

F�r mich ist "Eierkuchen" ein anderes Wort f�r Pfannkuchen, und Omelette
ist ohne Mehl. Deine Bezeichnungsweisen sind mir im Alltag noch nicht
begegnet.

Und Pfannkuchen ist f�r mich ein Sammelbegriff; Plinsen, Cr�pes etc.
sind Formen davon. Das kann aber pers�nliche Marotte sein, ich mag
Oberbegriffe, wahrscheinlich unter anderem, weil ich mich in mehreren
Sprachen bewege, und sonst das �bersetzen zu kompliziert wird (wenn etwa
im Deutschen "Cr�pes" nur d�nne Pfannkuchen franz�sischen Stils
bezeichnet, w�hrend im Franz�sischen auch unsere Pfannkuchen oder die
amerikanischen - recht trocken, mit Backpulver - alle unter "Cr�pes"
fallen).

--
GUGELFUHR(E), f., scherz, spasz, narrheit,
GRIMM, Deutsches W�rterbuch

Michael Pronay

unread,
Oct 16, 2009, 3:14:29 AM10/16/09
to
Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:

>> "I schmier mir a Butterbrot" ist durchaus auch in Wien noch und
>> im Rest von �sterreich soweit mir bekannt soweiso gebr�uchlich.
>> Es mag aber allgemein veraltend sein.

> Zugunsten von ...?

Ein Butterbrot streichen.

M.

Andreas Scharrer

unread,
Oct 16, 2009, 5:19:39 AM10/16/09
to
Roman Figaj wrote:

> S�dhessen, gell? [...]


>> hei�t das St�ckchen (oder in Langform Kaffest�ckchen);

An der Gep�ckausgabe (ja, mit P) am Frankfurter Flughafen
gibt es derzeit sch�ne Werbetafeln mit hessischen Ausdr�cken:

"'Zast�' as we say for money"
"'Schneggsche' as we say for girl"
"'St�ggsche' as we say for Danish"
etc.

(Keine Garantie f�r die Schreibweise.)

Andreas.

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Marc Olschok

unread,
Oct 17, 2009, 1:04:18 PM10/17/09
to
Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de> wrote:
> Marc Olschok schrieb:
> > Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
> >> Stefan Blumenrath <Stefan.B...@der-mut-macher.de>
> >> wrote in news:hapsb7$lqf$00$1...@news.t-online.com:
> >>
> >> [...]
> >>>> "Stuten" ist m.E. eine regionale Bezeichnung für süßes Hefegebäck,

> >>>> aber ich bin mir nicht sicher ob das stimmt und wo die Bezeichnung
> >>>> gängig ist. Mit Semmeln/Brötchen hat das m.E. wenig zu tun.
> >>>
> >>> Das der Stuten auch nur regional gebräuchlich ist, ist mir neu, daher

> >>> nahm ich diesen als Referenz an. Das Wort "Platz" kenne ich,
> >>> Bäckereiketten sei Dank, auch seit einigen Jahren.
> >>
> >> Ist das ein großes Plätzchen?

> >
> > Es ist ein Stuten in Rundform. Dadurch sieht es wirklich so aus wie
> > ein großes Plätzchen, von daher ist die Bezeichnung gar nicht so verkehrt.
>
> Hier ist der Platz in den Bäckereiketten, die einen solchen führen,
> kastenförmig. Nix mit Plätzchen!

Wo ist aus Deiner Sicht "Hier"?
Die Kastenform kenne ich auch als die ursprünglichere, wobei in
meinem niederrheinischen Heimatdorf das "Stuten" genannt wurde.
Die Rundform habe ich (als "Platz") das erste mal in der Pfalz
gesehen (mit Stuten konnte dort keiner etwas anfangen).
Mittlerweile kenne ich beide Sorten.

--
Marc

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