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Das Berühren der Figüren...

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Sören Müller

unread,
Jan 13, 2006, 5:12:34 AM1/13/06
to
Hallo, zusammen,

wer weiß, woher folgender Ausspruch stammt:

"Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten."

Der Duden "Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten" verzeichnet
ihn zwar ("ugs.; scherzh.: körperliche Annäherungsversuche sind
unerwünscht"), gibt aber keine Herkunft an.

Beim Googlen bin ich auf zwei Fährten gestoßen: An einer Stelle wurde
angegeben, der Ausspruch stamme von Joachim Ringelnatz (ohne genaue
Quellenangabe), an anderer Stelle war zu lesen, sie gehe auf Heinz
Erhard zurück.

Wer weiß Genaueres?

Viele Grüße,

Sören

Andreas Pohlke

unread,
Jan 13, 2006, 6:05:01 AM1/13/06
to

Sören Müller wrote:
> Beim Googlen bin ich auf zwei Fährten gestoßen: An einer Stelle wurde
> angegeben, der Ausspruch stamme von Joachim Ringelnatz (ohne genaue
> Quellenangabe), an anderer Stelle war zu lesen, sie gehe auf Heinz
> Erhard zurück.

ich bin mir ziemlich sicher, dass es _nicht_ von Heinz Erhardt ist,
deshalb würde ich auf Ringelnatz tippen (in Falle entweder-oder), aber
ich habe gerade nichts von Ringelnatz zur Hand.

Grüße,
Andreas.

--
Eala Earendel engla beorhtast
ofer middangeard monnum sended

Holger Kunadt

unread,
Jan 13, 2006, 6:12:16 AM1/13/06
to
Sören Müller schrieb:

> "Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten."

[...]


> An einer Stelle wurde
> angegeben, der Ausspruch stamme von Joachim Ringelnatz (ohne genaue
> Quellenangabe), an anderer Stelle war zu lesen, sie gehe auf Heinz
> Erhard zurück.

Mein Bauch sagt, wenn einer von den beiden, dann eher Ringelnatz. Aber
begründen kann ich's nicht.

Qno

--
Ein Synonym ist ein Wort, das man benutzt, wenn man nicht weiß,
wie das andere geschrieben wird.

Pether Hubert

unread,
Jan 13, 2006, 6:22:23 AM1/13/06
to
Holger Kunadt <qno_a...@gmx.de> writes:
> Sören Müller schrieb:
>> "Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten."
> [...]
>> An einer Stelle wurde angegeben, der Ausspruch stamme von Joachim
>> Ringelnatz (ohne genaue Quellenangabe), an anderer Stelle war zu
>> lesen, sie gehe auf Heinz Erhard zurück.
> Mein Bauch sagt, wenn einer von den beiden, dann eher Ringelnatz.
> Aber begründen kann ich's nicht.

Ich habe mal einen Erhardt-Film gesehen, in dem das vorkam, aber das
bedeutet ja noch nicht, daß es auch ursprünglich von ihm stammen muß.
Ich weiß leider nicht mehr, welcher Film das war.

Ciao,

Pether
--
Gelegenheit wartet auf niemanden. (Erwerbsregel 148)

Michael Pronay

unread,
Jan 14, 2006, 7:10:13 AM1/14/06
to
"Sören Müller" <soe...@gmx.de> wrote:

> wer weiß, woher folgender Ausspruch stammt:
>
> "Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten."

Ziemlich sicher von Ringelnatz.

M.

Votti

unread,
Jan 15, 2006, 7:11:36 AM1/15/06
to
Michael Pronay:
Das kommt aus dem Rottweiler Herrengramerischem Kripple

Sören Müller

unread,
Jan 15, 2006, 1:36:56 PM1/15/06
to
Schon einmal vielen Dank für diese Info! :-)

Hast du jetzt noch einen Tipp für mich, in welchem Werk ich
Ringelnatz' "Rottweiler Herrengramerischem Kripple" finde?

Ich habe danach gegoogelt und weiß jetzt zwar, dass in der Stadt
Rottweil (im Süden Baden-Württembergs) in der Weihnachtszeit das
"Herrenkramersche Kripple" (Krippenspiel?) "lebig" gemacht wird
(aufgeführt wird?), aber im Zusammenhang mit Ringelnatz als dem Titel
einer seiner Gedichte oder humoristischen Lebensweisheiten konnte ich
nichts finden. :-(

Viele Grüße aus Hamburg, wo manch sich mit dem Lebigmachen von
Kripplen nicht allzu gut auskennt ;-),

Sören

Sören Müller

unread,
Jan 16, 2006, 3:51:22 PM1/16/06
to
Hallo, noch einmal,

ich habe eine Email an die Joachim-Ringelnatz-Stiftung geschrieben mit
der Frage, ob der Ausspruch von Ringelnatz stamme (wie hier gemutmaßt
wurde). Prof. Dr. phil. Frank Möbus, wissenschaftlicher Leiter der
Stiftung, hat mir folgende Antwort zukommen lassen:

"Lieber Herr Müller,

leider weiß ich auch nicht, von wem der Spruch stammt - aber eines
kann ich sicher sagen: nicht von Joachim Ringelnatz!

Beste Grüße
Ihr Frank Möbus"

Ringelnatz war also eine falsche Fährte... :-(

Matthias Opatz

unread,
Jan 16, 2006, 4:11:34 PM1/16/06
to
Sören Müller schrieb:

> Ringelnatz war also eine falsche Fährte... :-(

Dann mal 'ne andere: Edwin Erich Dwinger zitiert es in "Die letzten
Reiter" (1935):
| Der andere aber, anscheinen ein Berliner, sang als Mahnung einen Vers,
| den er immer wieder von vorne begann, wenn er hinten gerade aufgehört
| hatte: "Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten! "

(Gefunden via DWDS-Korpus)

Matthias

--
Es hat seinen Grund, daß 12jährige Kinder noch kein Wahlrecht haben. Die-
se Gruppe würde problemlos Robbie Williams zum Präsidenten der USA wählen.
Andererseits -- ob das dann schlechter wäre? M. Gerdes in desd
=== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ===

Michael Pronay

unread,
Jan 16, 2006, 4:20:27 PM1/16/06
to
"Sören Müller" <soe...@gmx.de> wrote:

> Ringelnatz war also eine falsche Fährte... :-(

Schade.

Irgendwie klingelt's noch bei Wilhelm Busch - kann das sein? Tante
Gu hilft nicht weiter, aber vielleicht gibt's sowas wie eine
Wilhelm-Busch-Autorität, die man fragen könnte?

M.

Andreas Pohlke

unread,
Jan 17, 2006, 3:45:58 AM1/17/06
to
Hi,

Sören Müller wrote:
(...)


> Ringelnatz war also eine falsche Fährte... :-(

gut zu wissen. Wir haben "in der Familie" gestern Heinz Erhardt
durch zeitlich ausgeschlossen: Erhardt hat erst ab 1938 als
Kabarettist gearbeitet und wurde erst nach dem Krieg beim NWDR
wirklich bekannt, aber den Spruch kannte schon die Ur-ur-oma
vor dem WK II.
Das hätte (zeitlich) schon eher auf Ringelnatz gedeutet, aber: tja.

Was ist es nun? Berliner Volksweisheit?

Tassilo Halbritter

unread,
Jan 17, 2006, 4:02:02 AM1/17/06
to
Andreas Pohlke wrote:
> Hi,
>
> Sören Müller wrote:
> (...)
> > Ringelnatz war also eine falsche Fährte... :-(
>
> gut zu wissen. Wir haben "in der Familie" gestern Heinz Erhardt
> durch zeitlich ausgeschlossen: Erhardt hat erst ab 1938 als
> Kabarettist gearbeitet und wurde erst nach dem Krieg beim NWDR
> wirklich bekannt, aber den Spruch kannte schon die Ur-ur-oma
> vor dem WK II.
> Das hätte (zeitlich) schon eher auf Ringelnatz gedeutet, aber: tja.
>
> Was ist es nun? Berliner Volksweisheit?
>

Nachdem es auch meine Eltern bereits verwendeten (beide lange tot),
ist es sichtlich wirklich schon länger in Gebrauch.
Ich tippe auf irgendeinen Schwank, ein Volksstück o.ä. als Herkunft.

--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Die Furcht vor denjenigen unsichtbaren Mächten,
| | | |_| | welche der Staat anerkennt, ist Religion, die Furcht
| | | _ | vor solchen, welche er nicht anerkennt, Aberglaube."
|_|a |_| |_|a (Philosophisches Wörterbuch)

michelle...@gmail.com

unread,
Feb 21, 2019, 4:51:05 AM2/21/19
to
Bei SpongeBob kams vor

Detlef Meißner

unread,
Feb 21, 2019, 5:16:49 AM2/21/19
to
michelle...@gmail.com schrieb:
> Bei SpongeBob kams vor

Ach wie schön, dass ein Google-Poster, der gern SpongeBob schaut, auf
einen Beitrag von 2006 antwortet.

Detlef

--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)

Michael Pachta

unread,
Feb 21, 2019, 8:00:19 AM2/21/19
to
Am 21.02.2019 um 11:16 schrieb Detlef Meißner:
> michelle...@gmail.com schrieb:
>> Bei SpongeBob kams vor
>
> Ach wie schön, dass ein Google-Poster, der gern SpongeBob schaut, auf
> einen Beitrag von 2006 antwortet.

Das Mädel wollte auch mal was sagen. Zwar weiß keiner, mangels Zitat,
worum es überhaupt geht, aber bei Facebook zitiert ja auch keiner .. so!

René Marquardt

unread,
Feb 21, 2019, 8:09:13 AM2/21/19
to
Der Original-Beitrag war von Soeren Mueller, der/die/das da einstmals fragte:

> wer weiß, woher folgender Ausspruch stammt:
> "Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten."

Der Konsens der Diskussion war dann: is alt, aelter als Erhard,
aelter als Ringelnatz.

Roland Franzius

unread,
Feb 21, 2019, 8:13:46 AM2/21/19
to

Detlef Meißner

unread,
Feb 21, 2019, 8:43:22 AM2/21/19
to
Michael Pachta schrieb:
Wenn man den ganzen Diskussionsfeden überblicken kann, ist ein Zitieren
auch nicht unbedingt notwendig. Aber Google-Poster wissen ja nichts vom
Usenet (von ein paar Ausnahmen mal abgesehen).

annesc...@gmail.com

unread,
Apr 2, 2020, 6:29:02 PM4/2/20
to
Von Heinz erhart

Penn Erwin

unread,
Apr 2, 2020, 7:36:56 PM4/2/20
to
Am 03.04.2020 um 00:29 schrieb annesc...@gmail.com:
> Von Heinz erhart


...ein mittelmäßiger Komiker, der fast alles von irgendwem geklaut hat.

--
Erwin

Dorothee Hermann

unread,
Apr 2, 2020, 8:36:12 PM4/2/20
to
Am 03.04.20 um 00:29 schrieb annesc...@gmail.com:
> Von Heinz erhart

Heinz Erhardt


Der Original-Thread ist vom 13.01.2006 (!), er wurde 2019 kurz
aufgewärmt und nun 2020 von Dir!
https://de.etc.sprache.deutsch.narkive.com/gHKPO2x0/das-beruhren-der-figuren

Konnte bisher nicht belegt werden, ob der Satz "Das Berühren der Figüren
mit den Pfoten ist verboten" von Joachim Ringelnatz oder Heinz Erhardt ist.

Dorothee
--
https://www.ringelnatz.net/ringelnatz-gedichte/#negerin
https://rp-online.de/kultur/kunst/sein-sohn-erinnert-sich_aid-12386567

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 3, 2020, 12:46:44 AM4/3/20
to
Am Freitag, 3. April 2020 02:36:12 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:

> > Von Heinz erhart
>
> Heinz Erhardt
>
>
> Der Original-Thread ist vom 13.01.2006 (!), er wurde 2019 kurz
> aufgewärmt und nun 2020 von Dir!
> https://de.etc.sprache.deutsch.narkive.com/gHKPO2x0/das-beruhren-der-figuren
>
> Konnte bisher nicht belegt werden, ob der Satz "Das Berühren der Figüren
> mit den Pfoten ist verboten" von Joachim Ringelnatz oder Heinz Erhardt ist.

Hätte jetzt Darbieterinnen in Berliner Nachtlokalen
etwa zur Zwischenkriegszeit vermutet, die eben
nicht angegrabscht werden wollten.

Gruß, ULF

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 3, 2020, 4:09:36 AM4/3/20
to
Am 03.04.2020 um 02:36 schrieb Dorothee Hermann:
>
> Konnte bisher nicht belegt werden, ob der Satz "Das Berühren der Figüren
> mit den Pfoten ist verboten" von Joachim Ringelnatz oder Heinz Erhardt ist.

Es spricht aber einiges dafür, daß es weder von einen noch vom
anderen ist. Denn in der Generation der um 1900 Geborenen wurde
es schon zitiert, aber in Ringelnatzens Gesamtwerk (digibib 121)
ist es nicht zu finden. Und um das auch gleich auszuräumen: Bei
Tucholsky (digibib 015) auch nicht.
Bleiben eigentlich zur Befriedigung der Zitatomanen nur Mark Twain
oder G.B.Shaw. ;)
--
j/\a

Roland Franzius

unread,
Apr 3, 2020, 5:18:36 AM4/3/20
to
Es spricht einiges dafür, s. zB. in der Arbeit

Diachronischer Aspekt der strukturell-semantischen Substitution

dass die apollinische Metamorphose der simplen Schachspieler-Regel
"berührt-geführt" als Instruktionsinterpretation "Das Berühren der
Figuren mit den Händen ist verboten" ins Reimartige von praktisch jedem
lyrisch veranlagten Oberstufenpennäler, der es noch nicht gehört hatte,
zB in der Schach-AG einmal selbst neu erfunden wurde.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
Apr 3, 2020, 6:04:54 AM4/3/20
to
Ingrid:

DWDS wirft als einzigen Beleg den Autor

Dwinger, Edwin Erich: Die letzten Reiter, Jena: Eugen Diederichs 1935,
S. 73

aus. Ein ausgewiesener Nazischriftsteller, was dann Heinz Erhard als
Erfinder wohl ausschließt, der zu der Zeit in Riga lebte.

--

Roland Franzius

Dorothee Hermann

unread,
Apr 3, 2020, 7:21:53 AM4/3/20
to
Am 03.04.20 um 11:18 schrieb Roland Franzius:
> Am 03.04.2020 um 10:09 schrieb Jakob Achterndiek:
Du meinst, dass jemand diese Schach-Regel für ein Wortspiel genommen hat?
Möglich wäre es (Heinz Erhardt?), denn durch die "Figüren" (damit es
sich reimt) und auch die "Pfoten" kommt es sehr einprägsam daher.

Vielleicht ist es aber auch ein Satz, der dem Anfassen (Glücks- und/oder
Heilsbringer wie Steine, Gemälde (Pyramiden), Gewänder, Figuren (Prag,
Jüngling) Einhalt gebieten soll?! Und nicht so hart daher kommt wie
"Berühren/Küssen verboten".


Dorothee
--
https://www.dwds.de/r?h=1&q=Fig%C3%BCren&corpus=kern&from=wb

Dorothee Hermann

unread,
Apr 3, 2020, 7:22:14 AM4/3/20
to
Am 03.04.20 um 10:09 schrieb Jakob Achterndiek:
> Am 03.04.2020 schrieb Dorothee Hermann:
>> Konnte bisher nicht belegt werden, ob der Satz "Das Berühren der
>> Figüren mit den Pfoten ist verboten" von Joachim Ringelnatz oder
>> Heinz Erhardt ist.

> Es spricht aber einiges dafür, daß es weder von einen noch vom
> anderen ist. Denn in der Generation der um 1900 Geborenen wurde es
> schon zitiert,

Ich fand
https://www.dwds.de/r?h=1&q=Fig%C3%BCren&corpus=kern&from=wb
aber da steht es vielleicht mit "Figuren"?

> aber in Ringelnatzens Gesamtwerk (digibib 121) ist es
> nicht zu finden. Und um das auch gleich auszuräumen: Bei Tucholsky
> (digibib 015) auch nicht. Bleiben eigentlich zur Befriedigung der
> Zitatomanen nur Mark Twain oder G.B.Shaw. ;)

Hört sich sehr glaubwürdig an! Vielleicht kommt in paar Jahren wieder
jemand, der eine /Meinung/ dazu hat?! ;-)

Die den Thread auflebenlassende "Anne Schubel" hat mir per PM
geschrieben: "Doch definitiv von h. Erhart".
(Da es so ein ... beweisträchtiger Satz ist, erlaube ich mir, eine
PM zu zitieren)

Dorothee

Dorothee Hermann

unread,
Apr 3, 2020, 7:22:27 AM4/3/20
to
Am 03.04.20 um 06:46 schrieb Ulf Kutzner:
> Am Freitag, 3. April 2020 schrieb Dorothee Hermann:
>> Am 03.04.20 um 00:29 schrieb Anne Schubel33 et mail.com:
>>> Von Heinz erhart

>> Heinz Erhardt

>> Der Original-Thread ist vom 13.01.2006 (!), er wurde 2019
>> kurz aufgewärmt und nun 2020 von Dir!
>> https://de.etc.sprache.deutsch.narkive.com/gHKPO2x0/das-beruhren-der-figuren
>> Konnte bisher nicht belegt werden, ob der Satz "Das Berühren der
>> Figüren mit den Pfoten ist verboten" von Joachim Ringelnatz oder
>> Heinz Erhardt ist.

> Hätte jetzt Darbieterinnen in Berliner Nachtlokalen etwa zur
> Zwischenkriegszeit vermutet, die eben nicht angegrabscht werden
> wollten.

Interessante These. Und der Satz ist dann Erhardt ("Figüren")
zugeschrieben worden - oder eher "Volksmund"?


BtW:
Hast Du extra die Zeilenlänge so kurz (ca. 52 statt 72 Anschläge)
eingestellt? In
Message-ID: <2314d8e6-31a9-466b...@googlegroups.com>
sieht man es deutlich.
Nicht dass es mich störte, wollte ich Dir nur als Rückmeldung geben.


Dorothee

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 3, 2020, 7:57:26 AM4/3/20
to
Am 03.04.2020 um 13:22 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 03.04.20 um 10:09 schrieb Jakob Achterndiek:
>>
>> Es spricht aber einiges dafür, daß es weder von einen noch vom
>> anderen ist. Denn in der Generation der um 1900 Geborenen wurde es
>> schon zitiert,
> Ich fand
> https://www.dwds.de/r?h=1&q=Fig%C3%BCren&corpus=kern&from=wb
> aber da steht es vielleicht mit "Figuren"?

Ich kenne den Spruch auch in einem besonderen Missingsch, welches
Plattdeutsch ohne Scheu mit foin gebüldetem Französisch vermengt:
Das Berühren der (frz. auszusprechen) figuren
mit die Poten is verboten.
Fritz Reuter und John Brinkmann haben diese mecklenburgische
Variante einer Kleinbürgersprache literaturtauglich gemacht.

--
j/\a

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 3, 2020, 8:13:43 AM4/3/20
to

Ulf.K...@web.de

unread,
Apr 3, 2020, 8:29:00 AM4/3/20
to
Am Freitag, 3. April 2020 13:22:27 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 03.04.20 um 06:46 schrieb Ulf Kutzner:
> > Am Freitag, 3. April 2020 schrieb Dorothee Hermann:
> >> Am 03.04.20 um 00:29 schrieb Anne Schubel33 et mail.com:
> >>> Von Heinz erhart
>
> >> Heinz Erhardt
>
> >> Der Original-Thread ist vom 13.01.2006 (!), er wurde 2019
> >> kurz aufgewärmt und nun 2020 von Dir!
> >> https://de.etc.sprache.deutsch.narkive.com/gHKPO2x0/das-beruhren-der-figuren
> >> Konnte bisher nicht belegt werden, ob der Satz "Das Berühren der
> >> Figüren mit den Pfoten ist verboten" von Joachim Ringelnatz oder
> >> Heinz Erhardt ist.
>
> > Hätte jetzt Darbieterinnen in Berliner Nachtlokalen etwa zur
> > Zwischenkriegszeit vermutet, die eben nicht angegrabscht werden
> > wollten.
>
> Interessante These. Und der Satz ist dann Erhardt ("Figüren")
> zugeschrieben worden - oder eher "Volksmund"?

Frag mich was Leichteres.
Vgl. jedoch https://books.google.de/books?id=HYEoCwAAQBAJ&pg=PA106&dq=%22ber%C3%BChren+der+fig%C3%BCren%22&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiS5tOGl8zoAhXCjKQKHVTRDPoQ6AEIKDAA#v=onepage&q=%22ber%C3%BChren%20der%20fig%C3%BCren%22&f=false
(kannte ich beim Verfassen des von Dir zitierten Artikels
noch nicht. Ich meine, ich hatte es aus einem
Schwarzweißfilm.

> BtW:
> Hast Du extra die Zeilenlänge so kurz (ca. 52 statt 72 Anschläge)
> eingestellt? In
> Message-ID: <2314d8e6-31a9-466b...@googlegroups.com>
> sieht man es deutlich.
> Nicht dass es mich störte, wollte ich Dir nur als Rückmeldung geben.

Die stelle ich händisch ein.

Gruß, ULF

Dorothee Hermann

unread,
Apr 3, 2020, 11:46:28 AM4/3/20
to
Am 03.04.20 um 14:13 schrieb Ulf Kutzner:

> Wer richtig sucht, der findet besser.

;-)

> 1906/1907:
> https://books.google.de/books?id=u4O4XE_j9yAC&q=%22ber%C3%BChren+der+fig%C3%BCren%22&dq=%22ber%C3%BChren+der+fig%C3%BCren%22&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwii4q61l8zoAhXSDewKHa65Br8Q6AEINjAC


DAS schließt die bisherigen Vermutungen aus!


Dorothee


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