Als politsch korrekter Mensch äußert man sich ja über die Hautfarbe seiner
Mitmenschen besser nicht mehr.
Früher hingegen sprach man von "Weißen", "Schwarzen", gar "Rothäuten" und so
weiter. Für sogenannte "Mischlinge" gab es besondere Bezeichnungen:
"Mulatte" für die Nachkommen eines weißen und eines schwarzen Elternteils,
"Mestize" für die Nachkommen eines weißen und eines indianischen
Elternteils, wohl eher auf Mittelamerika beschränkt?
Gibt es oder gab es in unserer Sprache weitere Fachausdrücke für
"Mischlinge", in anderen Sprachen vielleicht ganz unüblich?
Ich grüße aus der Vordereifel
H. Lamberti
> Gibt es oder gab es in unserer Sprache weitere Fachausdrücke für
> "Mischlinge", in anderen Sprachen vielleicht ganz unüblich?
Es gäbe noch "Bastard", aber das Wort ist wohl eher in der
rassistischen Ecke gebräuchlich.
Da "Dem Rassisten stinken die Neger." Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) http://bruhaha.de
Sinnlose Wortschwallereien durchgeknallter Möchtegern-Studenten.
(A. Pietschmann in de.talk.jokes.d ueber detebe)
In unserer Sprache wohl nur Bastard. Alle diesbezüglichen Wörter sind
Entlehnungen aus den jeweiligen Gegenden, wo diese Mischlinge vorkom-
men/vorkamen. Aufgrund von pc gibt es ja jetzt keine Rassen mehr ;-)
Eine Auswahl (es gibt weit mehr):
Mestigo = Chinese/Malaie
Mestize = Weißer/Indianer
Mulatte = Weißer/Neger
Sambo, Cubra = Mulatte/Neger
Mango = Sambo/Neger
Zambo, Cafuso = Indianer/Neger
HTH
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Die Politik beruht darauf, daß man den Depperten
| | | |_| | nicht sagt, daß sie deppert sind, weil sie einen
| | | _ | sonst nicht wählen würden." (Georg A. Siegl)
|_|a |_| |_|a
>> Gibt es oder gab es in unserer Sprache weitere Fachausdrücke für
>> "Mischlinge", in anderen Sprachen vielleicht ganz unüblich?
> In unserer Sprache wohl nur Bastard.
Und Halbblut.
Viele Grüße
Steffen
> Hubert und Marita Lamberti (Mon, 30 Apr 2007 09:09:05 +0200):
>
>> Gibt es oder gab es in unserer Sprache weitere Fachausdrücke für
>> "Mischlinge", in anderen Sprachen vielleicht ganz unüblich?
>
> Es gäbe noch "Bastard", aber das Wort ist wohl eher in der
> rassistischen Ecke gebräuchlich.
>
Bastard uneheliches Kind: Das seit mhd. Zeit belegte Substantiv (mhd.
bast[h]art) beruht auf gleichbed. afrz. bastard (=~frz. bâtard), das neben
gleichbed. afrz. fils (bzw. fille) de bast' steht. Das frz. Wort selbst,
dessen weitere Herkunft nicht gesichert ist, war ursprünglich ein fester
Terminus des Feudalwesens zur Bezeichnung für das von einem Adligen in
außerehelicher Verbindung gezeugte, aber von ihm rechtlich anerkannte Kind.
(c) Dudenverlag
In der Geschichte von Jeanne d'Arc spielt der "Bastard von Frankreich" eine
Rolle, der uneheliche Sohn des Königs, der Truppen befehligte. Das war
damals ein Titel, kein Schimpfwort. Und meines Wissens hatte das Wort mit
Rassenmischung nie was zu tun (außer bei Hunden).
Ciao
Wolfram
--
Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns Zwergobst.
G. CH. LICHTENBERG
www.theodor-rieh.de, www.theodor-rieh.de/heinrich
Hast Du da mal 'ne Quelle? Weder Wikipedia noch Gugel scheinen
das zu kennen.
Hier (Singapur) wird die Mischkultur von Chinesen/Malaien
'Nonya oder Peranakan' (auch mal: Baba) genannt, aber einen
eigentlichen begriff für den einzelnen mischling kenne ich nicht
(nur für Mischlinge von Europäern und Asiaten allgemein: Eurasier,
und das sogar amtlich!)
Meine Quelle: Werner Lenz, Merk-Würdiges von A - Z, Praesentverlag,
o.J. (1959), Seite 104 'Mischlinge'.
Peranakan wird ebenfalls angeführt, Eurasier (auch Halfcast) sowieso,
ferner Liplap = Weißer/Javanerin.
Der gr. Brockhaus erwähnt unter 'Mischling' nur Mestize, Mulatte und
Zambo.
Ich weiß, daß es noch viel genauere Bezeichnung für Drittel- und Vier-
telmischlinge gibt, zB in Mexiko, finde die Quelle aber dzt. nicht.
Nach genauem Studium fand ich heraus, daß der Autor das Archiv der
Bertelsmann Lexikon-Redaktion in Gütersloh benutzte.
> Es gäbe noch "Bastard", aber das Wort ist wohl eher in der
> rassistischen Ecke gebräuchlich.
Aber nur, wenn man sich das Wort von den Ignoranten klauen läßt.
Ein Bastard war im Sprachgebrauch früherer Jahrhunderte auch jemand,
der nicht in vollgültiger und standesgemäßer Ehe geboren war. Da das
vor allem in den oberen Etagen der Gesellschaft häufig vorkam und dort
sogar von der Geistlichkeit toleriert wurde (u.a. weil der hohe Clerus
dort seinen Nachwuchs rekrutierte), konnte das geradezu ein Ehrentitel
sein. Siehe z.B. in Schillers "Jungfrau von Orléans" den Grafen Dunois,
Bastard von Orleans.
j/\a
>> Es gäbe noch "Bastard", aber das Wort ist wohl eher in der
>> rassistischen Ecke gebräuchlich.
>
> Aber nur, wenn man sich das Wort von den Ignoranten klauen läßt.
Das ist dann wohl so wie mit "Jedem das Seine".
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) http://bruhaha.de
Vier kleine Glatzen fragte man: "Was ist Zwei mal Zwei?",
das hat das Hirn nicht mitgemacht, da war'n es nur noch drei.
> Ich weiß, daß es noch viel genauere Bezeichnung für Drittel- und
> Viertelmischlinge gibt, zB in Mexiko, finde die Quelle aber dzt. nicht.
Drittel stelle ich mir kompliziert vor. Aber es gibt zum Beispiel
Quadroons und Octaroons.
--
My computer is so fast it can execute an infinite loop in 3 seconds.
> Gibt es oder gab es in unserer Sprache weitere Fachausdrücke für
> "Mischlinge", in anderen Sprachen vielleicht ganz unüblich?
>
> Ich grüße aus der Vordereifel
Wie heißen denn Mischlinge aus Vorder- und Hintereifelern?
Lars
Die gibt es, wenn überhaupt, erst seit so kurzer Zeit daß sie noch
keinen eigenen Namen haben.
Hen-"Dein Stammbaum isn Dorf inner Eifel!"-ning
> Lars Braesicke schrieb:
>
> > Hubert und Marita Lamberti schrieb:
>
> >> Gibt es oder gab es in unserer Sprache weitere Fachausdrücke für
> >> "Mischlinge", in anderen Sprachen vielleicht ganz unüblich?
>
> >> Ich grüße aus der Vordereifel
>
> > Wie heißen denn Mischlinge aus Vorder- und Hintereifelern?
>
> Die gibt es, wenn überhaupt, erst seit so kurzer Zeit daß sie noch
> keinen eigenen Namen haben.
Darf ich dann "Pfuiteifeler" vorschlagen?
> Gibt es oder gab es in unserer Sprache weitere Fachausdr�cke f�r
> "Mischlinge", in anderen Sprachen vielleicht ganz un�blich?
'Eurasier' ist mir noch geläufig.
Ciao
Toscha
--
Kein Alkohol ist auch keine Lösung.
[Die Toten Hosen]
>
> 'Eurasier' ist mir noch geläufig.
>
>
Das ist aber eine Hunderasse (seit 1973).
Eine Mischung aus Wolfsspitz und Chow-Chow.
Gruß
Uli
>> 'Eurasier' ist mir noch gel�ufig.
>>
>>
>
> Das ist aber eine Hunderasse (seit 1973).
>
> Eine Mischung aus Wolfsspitz und Chow-Chow.
Eine hübsche noch dazu.
Ändert aber nichts an der anderen Bedeutung des Begriffes, wie er z.B.
hier verwendet wird:
http://www.uni-bielefeld.de/tdrc/publications/working_papers/wp338.pdf
Ciao
To'OK, wegen BI natürlich tendenziell angreifbar'scha
--
Ich bremse auch für Biere.
Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
--
Moin+Gruss Alexander
Kreole = Weißer/schwarzer Sklave (jedoch sehr unscharf, nachlesen)
--
Moin+Gruss Alexander
>> Wie heißen denn Mischlinge aus Vorder- und Hintereifelern?
>
> Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
Fehler am hinteren Ei. Das war einfach.
--
If the aeroplane industry had advanced at the same rate as the computer
industry, today's planes could circumnavigate the world in ten seconds,
be two inches long, and crash twice a day.
Peter Moylan in alt.usage.english
>>> Wie heißen denn Mischlinge aus Vorder- und Hintereifelern?
>>
>> Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
>
> Fehler am hinteren Ei. Das war einfach.
Aber wer trägt denn seine Eier hintereinander?
vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.
>>> Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
>>
>> Fehler am hinteren Ei. Das war einfach.
>
> Aber wer trägt denn seine Eier hintereinander?
Unter Eunuchen ist der Eineiige König.
Ciao
Toscha
--
To finish first,
You first have to finish.
>>>> Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
>>>
>>> Fehler am hinteren Ei. Das war einfach.
>>
>> Aber wer trägt denn seine Eier hintereinander?
>
> Unter Eunuchen ist der Eineiige König.
Das sei ihm ja gegönnt, löst aber das Problem nicht.
Wo hätte der sein hinteres Ei?
>>>>> Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
>>>>
>>>> Fehler am hinteren Ei. Das war einfach.
>>>
>>> Aber wer trägt denn seine Eier hintereinander?
>>
>> Unter Eunuchen ist der Eineiige König.
>
> Das sei ihm ja gegönnt, löst aber das Problem nicht.
> Wo hätte der sein hinteres Ei?
Bei nur einem Ei ein nicht einmal akademisches Problem, oder? Da fehlt
doch irgendwie der Bezugspunkt, um nicht zu sagen, das Bezugsei.
Ciao
Toscha
--
Und führe mich nicht in Versuchung...,
die finde ich auch von allein.
> On 01.05.2007 18:52, Volker Gringmuth wrote:
>> Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:
>
>>>> Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
>>>
>>> Fehler am hinteren Ei. Das war einfach.
>>
>> Aber wer trägt denn seine Eier hintereinander?
>
> Unter Eunuchen ist der Eineiige König.
Unter den Linden sitzt der einbeinige Bettler.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) http://bruhaha.de
No smilies were harmed in the making of this message ;)
>>>> Wie heißen denn Mischlinge aus Vorder- und Hintereifelern?
>>>
>>> Was sind denn Hinter-Ei-Fehler?
>>
>> Fehler am hinteren Ei. Das war einfach.
>
> Aber wer trägt denn seine Eier hintereinander?
Das ist ja der Fehler.
HTH
Steffen
> René schrieb:
>
> > Drittel stelle ich mir kompliziert vor.
>
> 1/3 = dezimal 0.33333333333333333333... = binär 0.010101010101.........
> d.h. wenn man eine arische Oma hat, und eins der anderen Großeltern eine
> ebensolche, davon dann wiederum eins der anderen, usw. ..., und wenn alle
> anderen Ahnen Chinesen oder Sioux oder sonstwas sind, dann ist man
> drittelarisch. Auf die Schnelle komme ich nicht drauf, ob man das auch mit
> Basen-Vettern-Ehe kurzschließen könnte, vermute aber, daß nicht.
Mir ist beim besten Willen nicht klar, wie Du ohne Inzest
Abstammungstechnisch auf 1/3 irgendwas kommen willst. Man addiert
doch immer Werte der Form 1/(2^n).
> Peter Bruells schrieb:
>
> > Mir ist beim besten Willen nicht klar, wie Du ohne Inzest
> > Abstammungstechnisch auf 1/3 irgendwas kommen willst. Man addiert
> > doch immer Werte der Form 1/(2^n).
>
> unendlich viele, wie eben im Dezimalsystem $3 \sum_{n=0}^\infty 10^{-n}$.
Das ist für mich die Reihe
3 * 0.1 + 3 * 0.01 + 3 * 0.001 etc = 1/3.
Aber was hat das mit der Frage zu tun?
> Ja, du kommst auf 1/3, obwohl du nur Werte der Form 1/(10^n) addierst. So
> ist eben 1/4 + 1/16 + 1/64 + 1/256 + ... = 1/4 * 1/(1-1/4) = 1/3.
Aber es gibt doch eben nicht unendlich viele Vorfahren.
Wenn jemand 21/64 deutsche, 21/64 äthiopische und 22/64 chinesische
Vorfahren hat, würde ich ihn in der Praxis als "je zu einem Drittel"
durchgehen lassen.
--
Oliver C.
Ein Phänomen, das der Genealoge als "Ahnenschwund"
bezeichnet. Wir stammen alle, alle, von Karl dem Großen ab.