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Skatsprache und Pik Sieben

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Axel Reichert

unread,
Nov 19, 2022, 3:10:49 AM11/19/22
to
Servus zusammen,

es gibt ja viele Ueberlappungen zwischen Redewendungen aus der
Skatsprache und der Alltagssprache (mir ist nicht immer klar, in welche
Richtung der Transfer erfolgte), siehe

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Skatbegriffen

fuer Beispiele, etwa Hinterhand, Ramsch, aus dem Schneider sein, blank
ziehen, Lusche, Maurer.

Den Ausspruch "wie Pik Sieben dastehen" kann ich mir aber nicht aus dem
Skatspiel herleiten, und ich kenne auch kein anderes Kartenspiel, in dem
die Pik Sieben eine besondere Bedeutung hat, die diese Wendung erklaeren
koennte.

Sachdienliche Hinweise?

Danke und tschoe!

Axel

Ulf Kutzner

unread,
Nov 19, 2022, 3:21:00 AM11/19/22
to
Moin,

Axel Reichert schrieb am Samstag, 19. November 2022 um 09:10:49 UTC+1:

> Den Ausspruch "wie Pik Sieben dastehen" kann ich mir aber nicht aus dem
> Skatspiel herleiten, und ich kenne auch kein anderes Kartenspiel, in dem
> die Pik Sieben eine besondere Bedeutung hat, die diese Wendung erklaeren
> koennte.
>
> Sachdienliche Hinweise?

Leichtes Gurgeln ergab, wie einer, der nichts zu bieten hat,
der belämmert dasteht, vgl. geringer Kartenwert. Wobei Pik
jetzt beim Skat nicht die am schwächsten bewertete Farbe ist.

Gruß, ULF

Axel Reichert

unread,
Nov 19, 2022, 3:27:45 AM11/19/22
to
Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> writes:

> Leichtes Gurgeln ergab, wie einer, der nichts zu bieten hat,
> der belämmert dasteht, vgl. geringer Kartenwert. Wobei Pik
> jetzt beim Skat nicht die am schwächsten bewertete Farbe ist.

Eben. Man koennte fast genauso berechtigt von Karo Acht reden. Was die
Wendung bedeutet, weiss ich natuerlich, aber die Herkunft ist unklar.

Tschoe!

Axel

Stefan Schmitz

unread,
Nov 19, 2022, 3:44:43 AM11/19/22
to
Niedriger als Sieben geht nicht. Warum gerade Pik? Vielleicht, weil die
Farbe am hässlichsten aussieht und nicht die höchste ist. Oder weil es
im Gegensatz zu Karo einsilbig ist und Herz ein positives Wort ist.

Detlef Meißner

unread,
Nov 19, 2022, 4:02:03 AM11/19/22
to
Am 19.11.2022 um 09:10 schrieb Axel Reichert:
> Servus zusammen,
>
> es gibt ja viele Ueberlappungen zwischen Redewendungen aus der
> Skatsprache und der Alltagssprache (mir ist nicht immer klar, in welche
> Richtung der Transfer erfolgte), siehe
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Skatbegriffen
>
> fuer Beispiele, etwa Hinterhand, Ramsch, aus dem Schneider sein, blank
> ziehen, Lusche, Maurer.

Stellt sich die Frage, ob all diese Begriffe vom Skat kommen. Es
gibt/gab auch andere ältere Kartenspiele.


> Den Ausspruch "wie Pik Sieben dastehen" kann ich mir aber nicht aus dem
> Skatspiel herleiten, und ich kenne auch kein anderes Kartenspiel, in dem
> die Pik Sieben eine besondere Bedeutung hat, die diese Wendung erklaeren
> koennte.

Beim Bridge ist Pik die höchste Farbe.

Detlef

--
Mach mit!
Boykott der Fußball-WM in Katar.

Axel Reichert

unread,
Nov 19, 2022, 6:24:32 AM11/19/22
to
Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> writes:

> Beim Bridge ist Pik die höchste Farbe.

... aber bei weitem nicht der niedrigste Rang.

Axel

Axel Reichert

unread,
Nov 19, 2022, 6:28:20 AM11/19/22
to
Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> writes:

> Beim Bridge ist Pik die höchste Farbe.

... und die Sieben bei weitem nicht der niedrigste Rang.

Axel

Detlef Meißner

unread,
Nov 19, 2022, 6:35:01 AM11/19/22
to
Wird ja auch nicht mit 'nem Skatblatt gespielt.

Und bei Mau-Mau ist die 7 ziemlich hoch.;-)

Heinz Lohmann

unread,
Nov 19, 2022, 9:47:32 AM11/19/22
to
Küpper "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" meint zu Pik-Sieben:
1. wie ~ = untätig, müßig, ratlos, zwecklos.
Die Pik-Sieben ist im Skatspiel eine niedrige Karte, die keine Punkte
zählt. Sie kann kaum etwas ausrichten, es sei denn, daß Pik Trumpf ist.
[...]

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Detlef Meißner

unread,
Nov 19, 2022, 10:27:53 AM11/19/22
to
Am 19.11.2022 um 15:47 schrieb Heinz Lohmann:
> Am 19.11.2022 um 16:10 schrieb Axel Reichert:
>> Servus zusammen,
>>
>> es gibt ja viele Ueberlappungen zwischen Redewendungen aus der
>> Skatsprache und der Alltagssprache (mir ist nicht immer klar, in welche
>> Richtung der Transfer erfolgte), siehe
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Skatbegriffen
>>
>> fuer Beispiele, etwa Hinterhand, Ramsch, aus dem Schneider sein, blank
>> ziehen, Lusche, Maurer.
>>
>> Den Ausspruch "wie Pik Sieben dastehen" kann ich mir aber nicht aus dem
>> Skatspiel herleiten, und ich kenne auch kein anderes Kartenspiel, in dem
>> die Pik Sieben eine besondere Bedeutung hat, die diese Wendung erklaeren
>> koennte.
>
> Küpper "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" meint zu Pik-Sieben:
> 1. wie ~ = untätig, müßig, ratlos, zwecklos.
> Die Pik-Sieben ist im Skatspiel eine niedrige Karte, die keine Punkte
> zählt. Sie kann kaum etwas ausrichten, es sei denn, daß Pik Trumpf ist.
> [...]
>
Die Karo-Sieben ist eine niedrigste Karte (die niedrigste).

Warum wurde aber Pik gewählt?

Manfred Hoß

unread,
Nov 19, 2022, 6:06:20 PM11/19/22
to
Pik-Sieben
Dastehen (dasitzen, aussehen) wie Pik-Sieben: sich in Verlegenheit
befinden, verblüfft, dumm dastehen; der Nichtbeachtete, Übertölpelte sein;
entsprechend: ›Gucken wie Pik-Sieben‹; ›Die Pik Sieben ziehen‹, die
geringste Erfolgsaussicht wählen. Diese Redensarten beruhen auf der
Geringwertigkeit der Pik-Sieben im Kartenspiel. Die Wendung ist ungefähr um
1900 aufgekommen und hat sich seitdem weit verbreitet, vor allem in
Norddeutschland.
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Pik-Sieben. Lexikon der
sprichwörtlichen Redensarten, S. 4721
(vgl. Röhrich-LdspR Bd. 4, S. 1182) (c) Verlag Herder]

Gruß
Manfred.

Ingo

unread,
Nov 20, 2022, 7:06:45 AM11/20/22
to
Am 19.11.2022 um 09:10 schrieb Axel Reichert:
> Den Ausspruch "wie Pik Sieben dastehen" kann ich mir aber nicht aus dem
> Skatspiel herleiten, und ich kenne auch kein anderes Kartenspiel, in dem
> die Pik Sieben eine besondere Bedeutung hat, die diese Wendung erklaeren
> koennte.
>
> Sachdienliche Hinweise?

Vielleicht ist aus dem Kartenlegen was rübergeschwappt?

https://www.kartenlegen-lernen.com/Skatkarten/Deutung-Pik-7.html

Detlef Meißner

unread,
Nov 20, 2022, 7:27:08 AM11/20/22
to
Schön, dass endlich mal jemand vom Skat weg ist und diese Seite gefunden
hat. :-)

Es sind wohl verschiedene Gründe, weshalb gerade die Pik 7 für den
Ausspruch gewählt wurde.

Möglicherweise bedeutet ursprünglich "Pik" auch etwas ganz anderes, was
nicht mit dem Kartenspiel zu tun hat. Evtl. eine Namensähnlichkeit.

Peter Veith

unread,
Nov 20, 2022, 8:17:59 AM11/20/22
to
Am 20.11.2022 um 13:27 schrieb Detlef Meißner:

> Am 20.11.2022 um 13:06 schrieb Ingo:
>> Vielleicht ist aus dem Kartenlegen was rübergeschwappt?
>> https://www.kartenlegen-lernen.com/Skatkarten/Deutung-Pik-7.html
>
> Es sind wohl verschiedene Gründe, weshalb gerade die Pik 7 für den
> Ausspruch gewählt wurde.
>
> Möglicherweise bedeutet ursprünglich "Pik" auch etwas ganz anderes, was
> nicht mit dem Kartenspiel zu tun hat. Evtl. eine Namensähnlichkeit.

Pike
https://de.wikipedia.org/wiki/Spie%C3%9F

Veith
--
Wem "Kosovo" recht ist, dem muß die "Krim und den Donbass" billig sein.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com

Ulf Kutzner

unread,
Nov 20, 2022, 8:35:20 AM11/20/22
to
Peter Veith schrieb am Sonntag, 20. November 2022 um 14:17:59 UTC+1:

> Pike
> https://de.wikipedia.org/wiki/Spie%C3%9F

Nett, die dort hinterlegten Spießgesellen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Spie%C3%9F#/media/Datei:Tercio_piquiers.jpg

Peter Veith

unread,
Nov 20, 2022, 10:18:23 AM11/20/22
to
Besser als Schell Lusche.

Axel Reichert

unread,
Nov 22, 2022, 2:04:33 AM11/22/22
to
Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> writes:

> Diese Redensarten beruhen auf der Geringwertigkeit der Pik-Sieben im
> Kartenspiel. Die Wendung ist ungefähr um 1900 aufgekommen und hat sich
> seitdem weit verbreitet, vor allem in Norddeutschland.

Danke. Viel Spezifischeres als hier schon gemutmasst wurde gibt es also
offenbar nicht.

Tschoe!

Axel

Matthias Opatz

unread,
Nov 28, 2022, 5:38:48 AM11/28/22
to
Dies schrieb Heinz Lohmann:

> Küpper "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" meint zu Pik-Sieben:
> 1. wie ~ = untätig, müßig, ratlos, zwecklos.
> Die Pik-Sieben ist im Skatspiel eine niedrige Karte, die keine Punkte
> zählt. Sie kann kaum etwas ausrichten, es sei denn, daß Pik Trumpf ist.
> [...]

Das wirft wiederum die Frage auf, warum nicht Schell-Sieben (Karo-Sieben)?

Daß Grün Trumpf ist, ist wahrscheinlicher, als daß es Schellen ist.

Matthias

Matthias Opatz

unread,
Nov 28, 2022, 5:42:13 AM11/28/22
to
Dies schrieb Manfred Hoß:

> Die Wendung ist ungefähr um
> 1900 aufgekommen und hat sich seitdem weit verbreitet, vor allem in
> Norddeutschland.

Das wiederum ist der dortigen Beliebtheit des französischen Blatts zu
schulden. Siehe die Verbreitungskarte hier:

<https://deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/skat/>

Matthias



Lars Gebauer

unread,
Nov 28, 2022, 6:01:17 AM11/28/22
to
Am 28.11.2022 um 11:38 schrieb Matthias Opatz:
> Dies schrieb Heinz Lohmann:
>> Küpper "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" meint zu Pik-Sieben:
>> 1. wie ~ = untätig, müßig, ratlos, zwecklos.
>> Die Pik-Sieben ist im Skatspiel eine niedrige Karte, die keine Punkte
>> zählt. Sie kann kaum etwas ausrichten, es sei denn, daß Pik Trumpf ist.
>> [...]
>
> Das wirft wiederum die Frage auf, warum nicht Schell-Sieben (Karo-Sieben)?

Eben. Es gibt insofern keinen Unterschied zwischen den einzelnen Siebenen.

> Daß Grün Trumpf ist, ist wahrscheinlicher, als daß es Schellen ist.

Ach. Warum sollte das so sein?
--
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet
werden wollen."
--Vince Ebert

Ulf Kutzner

unread,
Nov 28, 2022, 6:21:55 AM11/28/22
to
Lars Gebauer schrieb am Montag, 28. November 2022 um 12:01:17 UTC+1:
> Am 28.11.2022 um 11:38 schrieb Matthias Opatz:

> > Daß Grün Trumpf ist, ist wahrscheinlicher, als daß es Schellen ist.

> Ach. Warum sollte das so sein?

Du solltest einen Grundkurs Reizen mitmachen.

Matthias Opatz

unread,
Nov 28, 2022, 8:01:37 AM11/28/22
to
Dies schrieb Lars Gebauer:

>> Daß Grün Trumpf ist, ist wahrscheinlicher, als daß es Schellen ist.
>
> Ach. Warum sollte das so sein?

Weil bei vergleichbarem Blatt für ein Farbspiel die Reizwerte
in der Reihenfolge Eichel, Grün, Herz und Schellen sinken.

Hat also einer vor, ein Schellen "mit einem" zu spielen, aber ein
anderer eine beliebige andere Farbe "ohne einen", reizt der andere
immer höher.

Matthias

Lars Gebauer

unread,
Nov 28, 2022, 8:41:22 AM11/28/22
to
Am 28.11.2022 um 14:01 schrieb Matthias Opatz:
> Dies schrieb Lars Gebauer:
>>> Daß Grün Trumpf ist, ist wahrscheinlicher, als daß es Schellen ist.
>>
>> Ach. Warum sollte das so sein?
>
> Weil bei vergleichbarem Blatt für ein Farbspiel die Reizwerte
> in der Reihenfolge Eichel, Grün, Herz und Schellen sinken.

Das weiß ich auch.

Nichtsdestotrotz ist allerdings die Verteilung der Karten eher zufällig.
(Jedenfalls, so lange nicht beschissen wird.) Und da gibt es einfach
keinen Grund für die Annahme, daß häufiger ein Grün- als ein
Schellenspiel zusammen kommt.

Der "Vorteil" zeigt sich nur dann, wenn beide Spiele gleichermaßen
möglich sind.

Helmut Richter

unread,
Nov 28, 2022, 9:06:26 AM11/28/22
to
On Mon, 28 Nov 2022, Lars Gebauer wrote:

> Am 28.11.2022 um 14:01 schrieb Matthias Opatz:
> > Dies schrieb Lars Gebauer:
> > > > Daß Grün Trumpf ist, ist wahrscheinlicher, als daß es Schellen ist.
> > >
> > > Ach. Warum sollte das so sein?
> >
> > Weil bei vergleichbarem Blatt für ein Farbspiel die Reizwerte
> > in der Reihenfolge Eichel, Grün, Herz und Schellen sinken.
>
> Das weiß ich auch.
>
> Nichtsdestotrotz ist allerdings die Verteilung der Karten eher zufällig.
> (Jedenfalls, so lange nicht beschissen wird.) Und da gibt es einfach keinen
> Grund für die Annahme, daß häufiger ein Grün- als ein Schellenspiel zusammen
> kommt.
>
> Der "Vorteil" zeigt sich nur dann, wenn beide Spiele gleichermaßen möglich
> sind.

Das wird sicher selten sein, aber durchaus denkbar: einer hat ein
halbseidenes Grünspiel auf der Hand (durchaus gewinnbar, aber nicht
unverlierbar), der andere ein ebensolches Schellenspiel, und beide würden
sich trauen. Dann würde das Grünspiel gespielt. Der genau umgekehrte Fall
tritt nie ein; also ist die Wahrscheinlichkeit, dass Grün gespielt wird,
ein wenig höher.

--
Helmut Richter

Lars Gebauer

unread,
Nov 28, 2022, 9:36:26 AM11/28/22
to
Am 28.11.2022 um 15:06 schrieb Helmut Richter:
> On Mon, 28 Nov 2022, Lars Gebauer wrote:
>> Nichtsdestotrotz ist allerdings die Verteilung der Karten eher zufällig.
>> (Jedenfalls, so lange nicht beschissen wird.) Und da gibt es einfach keinen
>> Grund für die Annahme, daß häufiger ein Grün- als ein Schellenspiel zusammen
>> kommt.
>>
>> Der "Vorteil" zeigt sich nur dann, wenn beide Spiele gleichermaßen möglich
>> sind.
>
> Das wird sicher selten sein, aber durchaus denkbar: einer hat ein
> halbseidenes Grünspiel auf der Hand (durchaus gewinnbar, aber nicht
> unverlierbar), der andere ein ebensolches Schellenspiel, und beide würden
> sich trauen.

Natürlich ist es denkbar, gar keine Frage.

Insbesondere, wenn der Eine mit und der Andere ohne Zwei reizt.

> Dann würde das Grünspiel gespielt. Der genau umgekehrte Fall
> tritt nie ein; also ist die Wahrscheinlichkeit, dass Grün gespielt wird,
> ein wenig höher.

A hält eine signifikante Anzahl Grün, B eine Anzahl Schellen. Und was
bleibt dann eigentlich für C noch übrig?

Der vermeintliche Vorteil ist eher theoretischer Natur.

Matthias Opatz

unread,
Nov 28, 2022, 9:49:59 AM11/28/22
to
Dies schrieb Lars Gebauer:

> Der "Vorteil" zeigt sich nur dann, wenn beide Spiele gleichermaßen
> möglich sind.

Es kommt relativ häufig vor, daß der Reizwert-Multiplikator, der sich
aus der Verteilung der Jungs ergibt, bei zwei Spielern gleich ist.

Einer ohne einen - ein anderer mit einem
Einer ohne zwei - ein anderer mit zwei (oder mit/ohne einem und Hand)

Hier ist der jenige, der ein Schellspiel vorhat, *immer* im Nachteil.
Ich weiß nicht, was daran nicht einleuchten soll.

Matthias

Quinn C

unread,
Nov 28, 2022, 11:13:50 AM11/28/22
to
* Matthias Opatz:
Bei uns galt: Skat spielt man mit französischem Blatt, deutsches Blatt
ist für Schafkopf.
--
Sie benötigen einen Kredit zu beginnen, eine neue Geschäftskultur?
-- SPAMPOESIE

Helmut Richter

unread,
Nov 28, 2022, 12:35:10 PM11/28/22
to
On Mon, 28 Nov 2022, Lars Gebauer wrote:

> Am 28.11.2022 um 15:06 schrieb Helmut Richter:
> > On Mon, 28 Nov 2022, Lars Gebauer wrote:
> > > Nichtsdestotrotz ist allerdings die Verteilung der Karten eher zufällig.
> > > (Jedenfalls, so lange nicht beschissen wird.) Und da gibt es einfach
> > > keinen
> > > Grund für die Annahme, daß häufiger ein Grün- als ein Schellenspiel
> > > zusammen
> > > kommt.
> > >
> > > Der "Vorteil" zeigt sich nur dann, wenn beide Spiele gleichermaßen möglich
> > > sind.
> >
> > Das wird sicher selten sein, aber durchaus denkbar: einer hat ein
> > halbseidenes Grünspiel auf der Hand (durchaus gewinnbar, aber nicht
> > unverlierbar), der andere ein ebensolches Schellenspiel, und beide würden
> > sich trauen.
>
> Natürlich ist es denkbar, gar keine Frage.
>
> Insbesondere, wenn der Eine mit und der Andere ohne Zwei reizt.
>
> > Dann würde das Grünspiel gespielt. Der genau umgekehrte Fall
> > tritt nie ein; also ist die Wahrscheinlichkeit, dass Grün gespielt wird,
> > ein wenig höher.
>
> A hält eine signifikante Anzahl Grün, B eine Anzahl Schellen. Und was bleibt
> dann eigentlich für C noch übrig?

A hat (vor der Skataufnahme) den alten und den kleinen Unter, 4 Grün z.B.
10-K-9-8, Eichel As-10, Rot und Schellen je eine Lusche. Was anderes als
Grün mit 6 Trümpfen kann man damit kaum spielen, aber Grün kann man
riskieren und hoffen, dass man nicht im Skat aus jedem Stall ein Pferd
findet, sondern eine Farbe blank kriegt.

B hat die mittleren beiden Unter, 5 Schellen unterschiedlicher Höhe, die
beiden anderen Assen. Mit 7 Trümpfen und 2 Farb-Assen eigentlich
unverlierbar.

C kann nicht viel machen, wenn ihm für eine Null die passenden Luschen
fehlen.

Solche Verteilungen sind alles andere als selten. Und da wird Grün
gespielt, wenn sich A traut.

> Der vermeintliche Vorteil ist eher theoretischer Natur.

Einen „Vorteil“ gibt es für keinen der Skatspieler, aber durchaus für den,
der unabhängig vom Skatspiel Wetten darauf abschließt, welche Farbspiele
häufiger gespielt werden als andere. Nur um diese Wahrscheinlichkeit ging
es.

--
Helmut Richter

Lars Gebauer

unread,
Nov 28, 2022, 2:26:22 PM11/28/22
to
Am 28.11.2022 um 18:35 schrieb Helmut Richter:
> On Mon, 28 Nov 2022, Lars Gebauer wrote:
>> A hält eine signifikante Anzahl Grün, B eine Anzahl Schellen. Und was bleibt
>> dann eigentlich für C noch übrig?
>
> A hat (vor der Skataufnahme) den alten und den kleinen Unter, 4 Grün z.B.
> 10-K-9-8, Eichel As-10, Rot und Schellen je eine Lusche. Was anderes als
> Grün mit 6 Trümpfen kann man damit kaum spielen, aber Grün kann man
> riskieren und hoffen, dass man nicht im Skat aus jedem Stall ein Pferd
> findet, sondern eine Farbe blank kriegt.
>
> B hat die mittleren beiden Unter, 5 Schellen unterschiedlicher Höhe, die
> beiden anderen Assen. Mit 7 Trümpfen und 2 Farb-Assen eigentlich
> unverlierbar.
>
> C kann nicht viel machen, wenn ihm für eine Null die passenden Luschen
> fehlen.

Für C bleiben in meiner Konstellation immer noch Eichel und Rot übrig.
Und über die Wenzel hatte ich ganz bewußt kein Wort verloren. Ebenso
darüber nicht, wer eigentlich in Vorhand sitzt.

> Solche Verteilungen sind alles andere als selten. Und da wird Grün
> gespielt, wenn sich A traut.

Verteilungen lassen sich fast beliebig zusammentheoretisieren. Und in
der Praxis kommt das gewiß auch mal vor. Bzw. ist, bei der Unzahl der
bisher gespielten Spiele, ganz bestimmt schon mehrfach vorgekommen.

>> Der vermeintliche Vorteil ist eher theoretischer Natur.
>
> Einen „Vorteil“ gibt es für keinen der Skatspieler, aber durchaus für den,
> der unabhängig vom Skatspiel Wetten darauf abschließt, welche Farbspiele
> häufiger gespielt werden als andere. Nur um diese Wahrscheinlichkeit ging
> es.

Bei wieviel Spielen würdest Du wieviel setzen?

Manfred Hoß

unread,
Nov 28, 2022, 2:32:34 PM11/28/22
to
Am Mon, 28 Nov 2022 11:13:41 -0500 schrieb Quinn C:

> Bei uns galt: Skat spielt man mit französischem Blatt, deutsches Blatt
> ist für Schafkopf.

Ich habe, der Karte auf der oben verlinkten Seite zufolge, im vorgeblich
Deutsches-Blatt-Bereich das Skatspiel erlernt, aber, wie du, stets mit
französischem Blatt Skat gespielt.

Gruß
Manfred.

Frank Möller

unread,
Nov 28, 2022, 3:47:29 PM11/28/22
to
Axel Reichert:

> Den Ausspruch "wie Pik Sieben dastehen" kann ich mir aber nicht aus dem
> Skatspiel herleiten...

Könnte aber gut von da kommen, ich meine es schon in dem Zusammenhang
gehört zu haben, etwa so (an den Geber gerichtet): "Wääh, geh' Dir mal
Hände waschen, das ist ja wie Pik 7!"

Mit einer 7 machst Du definitiv keinen Stich - egal, welches Spiel angesagt
ist. Na ja, und Pik ist halt nix besonderes. Bei Kreuz oder Herz könnte
theoretisch die Farbe noch eine Bedeutung (im übertragenen Sinne) haben.

Kreuz ist die "höchste" Farbe, bei Herz kommen auch immer Assoziationen.
Pik ist irgendwie nix besonderes.

Tja, und Karo sind zwei Silben, da muß man auch noch länger reden. Das
macht dafür, daß man nur sagen will, daß mit irgendeinem Krempel nix
anzufangen ist, ja dann auch keinen Spaß.

--

Es ist wie es ist;
und so, wie es ist, so ist es.

Lars Gebauer

unread,
Nov 28, 2022, 5:00:30 PM11/28/22
to
Am 28.11.2022 um 21:47 schrieb Frank Möller:
> Mit einer 7 machst Du definitiv keinen Stich - egal, welches Spiel angesagt
> ist.

Das ist selbstverständlich dermaßen falsch, dass noch nicht einmal das
Gegenteil richtig ist.

Frank Möller

unread,
Nov 28, 2022, 5:08:12 PM11/28/22
to
Matthias Opatz:
Ich kenne es so, daß etwa Sachsen und Thüringer keine Berührungsängste
haben und durchaus gerne sowohl mit deutschem als auch mit französischem
Blatt Skat spielen.

Hängt möglicherweise mit der ehemaligen napoleonischen Besatzung zusammen.

Seitdem gibt es in der Region ja auch viele französische Ausdrücke. Eine
alte Tante von mit hat z. B. immer "Borablie" gesagt, womit sie "parapluie"
meinte. Es gibt da reichlich Beispiele.

Frank Möller

unread,
Nov 28, 2022, 5:20:14 PM11/28/22
to
Lars Gebauer:
> Am 28.11.2022 um 21:47 schrieb Frank Möller:

>> Mit einer 7 machst Du definitiv keinen Stich - egal, welches Spiel angesagt
>> ist.

> Das ist selbstverständlich dermaßen falsch, dass noch nicht einmal das
> Gegenteil richtig ist.

Na logisch, der werte Genosse Hilfs-VoPo hat da immer einen Grand auf der
Bratze, bei dem die anderen auf die Pik 7 dann immer noch die letzten Asse
zugeben müssen. Is chlor.

Sergio Gatti

unread,
Nov 29, 2022, 5:30:48 AM11/29/22
to
Frank Möller hat am 28.11.2022 um 23:18 geschrieben:
> Lars Gebauer:
>> Am 28.11.2022 um 21:47 schrieb Frank Möller:
>
>>> Mit einer 7 machst Du definitiv keinen Stich - egal, welches Spiel angesagt
>>> ist.
>
>> Das ist selbstverständlich dermaßen falsch, dass noch nicht einmal das
>> Gegenteil richtig ist.
>
> Na logisch, der werte Genosse Hilfs-VoPo hat da immer einen Grand auf der
> Bratze, bei dem die anderen auf die Pik 7 dann immer noch die letzten Asse
> zugeben müssen. Is chlor.


Es reicht, wenn Pik Trumpf ist und alle anderen Trümpfe schon gespielt
wurden. Die Wahrscheinlichkeit, damit gerade zwei Asse zu gewinnen, ist
freilich sehr gering. Aber niemand hat das Gegenteil behauptet.
Theoretisch reicht es sogar - aber das kommt wohl so gut wie nie vor -,
wenn der erste die Pik-7 spielt und die anderen zwei weder Trümpfe noch
Pik haben.
Damit wir zum DESD-Thema zurückkehren: Spricht etwas gegen die
Gedankenstriche im vorigen Satz?

Lars Gebauer

unread,
Nov 29, 2022, 6:04:11 AM11/29/22
to
Am 29.11.2022 um 11:30 schrieb Sergio Gatti:
> Theoretisch reicht es sogar - aber das kommt wohl so gut wie nie vor -,
> wenn der erste die Pik-7 spielt und die anderen zwei weder Trümpfe noch
> Pik haben.
Daß eine solche Konstellation "so gut wie nie" vorkommt kann eigentlich
nur jemand sagen, der Skat bestenfalls vom Hörensagen kennt.

Ulf Kutzner

unread,
Nov 29, 2022, 6:15:16 AM11/29/22
to
Dann spielt man besser einen Grand Ouvert schwarz angesagt,
denn der Alleinspieler muß Pik extralang und alle Bauern haben.

Matthias Opatz

unread,
Nov 29, 2022, 8:17:23 AM11/29/22
to
Dies schrieb Lars Gebauer:

> Verteilungen lassen sich fast beliebig zusammentheoretisieren.

Daher hier mal die Praxis:

<https://www.skatfuchs.eu/statistik.htm>

Datengrundlage: 20'000 Spiele bei Großturnieren in Sachen.

Ich finde die Unterschiede in den Häufigkeiten signifikant - und erwartet.

Matthias

Matthias Opatz

unread,
Nov 29, 2022, 8:26:05 AM11/29/22
to
Dies schrieb Frank Möller:

> Mit einer 7 machst Du definitiv keinen Stich - egal, welches Spiel angesagt
> ist.

Warum nicht?

Man kann in Mittel- oder Hinterhand mit einer Trumpf-7 einen Farbstich
machen.

Man kann in Vorderhand sogar mit einer Farb-7 einen Stich machen (sei es,
weil es meine lange Ferbe im Grand ist, oder sei es, weil gegen Ende nur
noch andere Farbkarten im Spiel sind).

Matthias

Christina Kunze

unread,
Nov 29, 2022, 12:21:30 PM11/29/22
to
Am 29.11.2022 um 11:30 schrieb Sergio Gatti:
Das unmittelbare Nacheinander von Gedankenstrich und Komma wird als
typographisch weniger ansprechend empfunden.
Der eingeschobene Satz ist MUSEN grenzwertig, eigentlich soll der
Ausdruck in der Parenthese mit dem umgebenden Satz in keinem
strukturellen Zusammenhang stehen.

Für die Wiedergabe gesprochener Sprache ist die Konstruktion völlig in
Ordnung.

chr

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 29, 2022, 3:02:34 PM11/29/22
to
Mehr Grands als alles andere - immer, wenn ich mal außerhalb der
Familie spiele, frage ich mich immer, wie die das machen.


Gruß Uwe

--
Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Axel Reichert

unread,
Nov 29, 2022, 5:47:09 PM11/29/22
to
Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> writes:

> Mehr Grands als alles andere - immer, wenn ich mal außerhalb der
> Familie spiele, frage ich mich immer, wie die das machen.

Sie befolgen die alte Regel: "Wer nichts hat, spielt Grand" (-:

Axel

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 30, 2022, 3:51:59 AM11/30/22
to
Kenn ich auch. Bei mir ist es dann jedesmal ein verlorener Grand.

Matthias Opatz

unread,
Nov 30, 2022, 4:18:53 AM11/30/22
to
Dies schrieb Uwe Schickedanz:

> Mehr Grands als alles andere - immer, wenn ich mal außerhalb der
> Familie spiele, frage ich mich immer, wie die das machen.

63 Prozent Farbspiele, 30 Prozent Grand und 7 Prozent Nullspiele ... das
könnte /ungefähr/ hinkommen. Mag sein, daß in Gelegenheitsrunden ein paar
Grand-Prozente weniger vorkommen als in Turnierspielen. Der geübte
Turnierspieler spielt wohl manches Mal mit demselben Blatt ein Grand, mit
dem unsereiner nur zum Farbspiel macht.

Matthias Opatz

unread,
Nov 30, 2022, 4:28:08 AM11/30/22
to
Dies schrieb Uwe Schickedanz:

> Mehr Grands als alles andere - immer, wenn ich mal außerhalb der
> Familie spiele, frage ich mich immer, wie die das machen.

63 Prozent Farbspiele, 30 Prozent Grand und 7 Prozent Nullspiele ... das
könnte /ungefähr/ hinkommen. Mag sein, daß in Gelegenheitsrunden ein paar
Grand-Prozente weniger vorkommen als in Turnierspielen. Der geübte
Turnierspieler spielt wohl manches Mal mit demselben Blatt ein Grand, mit
dem unsereiner nur zum Farbspiel neigt.

Matthias

Helmut Richter

unread,
Nov 30, 2022, 4:31:05 AM11/30/22
to
On Wed, 30 Nov 2022, Matthias Opatz wrote:

> 63 Prozent Farbspiele, 30 Prozent Grand und 7 Prozent Nullspiele ... das
> könnte /ungefähr/ hinkommen. Mag sein, daß in Gelegenheitsrunden ein paar
> Grand-Prozente weniger vorkommen als in Turnierspielen. Der geübte
> Turnierspieler spielt wohl manches Mal mit demselben Blatt ein Grand, mit
> dem unsereiner nur zum Farbspiel macht.

Bei uns gilt die Regel, dass man in einer Ramschrunde (nicht bei Ramsch
wegen Einpassen) einen Grand-Hand spielen kann. Manchmal macht man das
nur, wenn (und weil) ein verlorener Grand-Hand billiger ist als ein
verlorener Ramsch. Aber es ist bemerkenswert, wie viele Grand-Hand
gewonnen werden, von denen man das nicht erwartet hätte.

--
Helmut Richter

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 30, 2022, 5:29:26 AM11/30/22
to
On Wed, 30 Nov 2022 10:28:02 +0100, Matthias Opatz
<inv...@invalid.invalid> wrote:

>Dies schrieb Uwe Schickedanz:
>
>> Mehr Grands als alles andere - immer, wenn ich mal außerhalb der
>> Familie spiele, frage ich mich immer, wie die das machen.
>
>63 Prozent Farbspiele, 30 Prozent Grand und 7 Prozent Nullspiele ... das
>könnte /ungefähr/ hinkommen.

Ja, aber mehr Grand als jeweils Eicheln, Grün, Rot oder Schellen.

>Mag sein, daß in Gelegenheitsrunden ein paar
>Grand-Prozente weniger vorkommen als in Turnierspielen. Der geübte
>Turnierspieler spielt wohl manches Mal mit demselben Blatt ein Grand, mit
>dem unsereiner nur zum Farbspiel neigt.

Das stimmt.

Lars Gebauer

unread,
Nov 30, 2022, 6:15:22 AM11/30/22
to
Am 29.11.2022 um 14:17 schrieb Matthias Opatz:
> Dies schrieb Lars Gebauer:
>> Verteilungen lassen sich fast beliebig zusammentheoretisieren.
>
> Daher hier mal die Praxis:
>
> <https://www.skatfuchs.eu/statistik.htm>
>
> Datengrundlage: 20'000 Spiele bei Großturnieren in Sachen.

Sag' ich doch: Ein eher theoretischer "Vorteil". Denn wie lange braucht
der durchschnittliche Skatspieler, um 20.000 Spiele zu absolvieren? Bis
daß sich der Tend manifestiert und verstetigt hat?

> Ich finde die Unterschiede in den Häufigkeiten signifikant - und erwartet.

Wie viele Spiele werden an einem durchschnittlichen Skatabend gespielt?
- Da ist jede Verteilung reiner Zufall. Und gleichwahrscheinlich.

Ulf Kutzner

unread,
Nov 30, 2022, 6:16:06 AM11/30/22
to
Hand hat allerhand...

(Gut, beim Nullspiel heißt das eher, daß keine Farbe abgeworfen werden
konnte und der Alleinspieler schon weiß, warum er nicht ouvert spielt.)

Ulf Kutzner

unread,
Nov 30, 2022, 6:19:48 AM11/30/22
to
Lars Gebauer blubberte am Mittwoch, 30. November 2022 um 12:15:22 UTC+1:
> Am 29.11.2022 um 14:17 schrieb Matthias Opatz:
> > Dies schrieb Lars Gebauer:
> >> Verteilungen lassen sich fast beliebig zusammentheoretisieren.
> >
> > Daher hier mal die Praxis:
> >
> > <https://www.skatfuchs.eu/statistik.htm>
> >
> > Datengrundlage: 20'000 Spiele bei Großturnieren in Sachen.

> Sag' ich doch: Ein eher theoretischer "Vorteil". Denn wie lange braucht
> der durchschnittliche Skatspieler, um 20.000 Spiele zu absolvieren? Bis
> daß sich der Tend manifestiert und verstetigt hat?

> > Ich finde die Unterschiede in den Häufigkeiten signifikant - und erwartet.

> Wie viele Spiele werden an einem durchschnittlichen Skatabend gespielt?
> - Da ist jede Verteilung reiner Zufall. Und gleichwahrscheinlich.

Ach so...

Lars Gebauer

unread,
Nov 30, 2022, 8:24:36 AM11/30/22
to
Am 30.11.2022 um 10:31 schrieb Helmut Richter:
> Aber es ist bemerkenswert, wie viele Grand-Hand
> gewonnen werden, von denen man das nicht erwartet hätte.

Allerdings, ja.

Vor 40+ Jahren brachte mir ein damaliger Bekannter, Peter T. genannt
Titte, das Kartenspielen um Geld bei. Tittes stehender und fast schon
legendärer Spruch war "Zwei Buben und zwei Asse sind fast schon ein
Grand-Hand" - und er zeigte immer wieder, wie recht er damit hatte.

Gerald Gruner

unread,
Dec 1, 2022, 6:23:00 PM12/1/22
to
Uwe Schickedanz schrieb am 30.11.22:

> On Wed, 30 Nov 2022 10:28:02 +0100, Matthias Opatz
> <inv...@invalid.invalid> wrote:
>
>>Dies schrieb Uwe Schickedanz:
>>
>>> Mehr Grands als alles andere - immer, wenn ich mal außerhalb der
>>> Familie spiele, frage ich mich immer, wie die das machen.
>>
>>63 Prozent Farbspiele, 30 Prozent Grand und 7 Prozent Nullspiele ... das
>>könnte /ungefähr/ hinkommen.
>
> Ja, aber mehr Grand als jeweils Eicheln, Grün, Rot oder Schellen.

Und mehr Kreuz als Pik, mehr Pik als Herz und Karo am wenigsten, schlicht
weil man bei ansonsten gleicher Qualität des Blatts mit Kreuz höher reizen
kann und das Spiel bekommt. Vermutlich betrifft das analog auch die
Grand-Spiele.
Also "Survivorship Bias" bezogen auf gewonnenes Reizen?

MfG
Gerald

--
Liebe Veganer, es hat schon seinen Grund, dass es "dahin vegetieren"
heißt und nicht "dahin schnitzeln..."
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