On Mon, 28 Nov 2022, Lars Gebauer wrote:
> Am 28.11.2022 um 15:06 schrieb Helmut Richter:
> > On Mon, 28 Nov 2022, Lars Gebauer wrote:
> > > Nichtsdestotrotz ist allerdings die Verteilung der Karten eher zufällig.
> > > (Jedenfalls, so lange nicht beschissen wird.) Und da gibt es einfach
> > > keinen
> > > Grund für die Annahme, daß häufiger ein Grün- als ein Schellenspiel
> > > zusammen
> > > kommt.
> > >
> > > Der "Vorteil" zeigt sich nur dann, wenn beide Spiele gleichermaßen möglich
> > > sind.
> >
> > Das wird sicher selten sein, aber durchaus denkbar: einer hat ein
> > halbseidenes Grünspiel auf der Hand (durchaus gewinnbar, aber nicht
> > unverlierbar), der andere ein ebensolches Schellenspiel, und beide würden
> > sich trauen.
>
> Natürlich ist es denkbar, gar keine Frage.
>
> Insbesondere, wenn der Eine mit und der Andere ohne Zwei reizt.
>
> > Dann würde das Grünspiel gespielt. Der genau umgekehrte Fall
> > tritt nie ein; also ist die Wahrscheinlichkeit, dass Grün gespielt wird,
> > ein wenig höher.
>
> A hält eine signifikante Anzahl Grün, B eine Anzahl Schellen. Und was bleibt
> dann eigentlich für C noch übrig?
A hat (vor der Skataufnahme) den alten und den kleinen Unter, 4 Grün z.B.
10-K-9-8, Eichel As-10, Rot und Schellen je eine Lusche. Was anderes als
Grün mit 6 Trümpfen kann man damit kaum spielen, aber Grün kann man
riskieren und hoffen, dass man nicht im Skat aus jedem Stall ein Pferd
findet, sondern eine Farbe blank kriegt.
B hat die mittleren beiden Unter, 5 Schellen unterschiedlicher Höhe, die
beiden anderen Assen. Mit 7 Trümpfen und 2 Farb-Assen eigentlich
unverlierbar.
C kann nicht viel machen, wenn ihm für eine Null die passenden Luschen
fehlen.
Solche Verteilungen sind alles andere als selten. Und da wird Grün
gespielt, wenn sich A traut.
> Der vermeintliche Vorteil ist eher theoretischer Natur.
Einen „Vorteil“ gibt es für keinen der Skatspieler, aber durchaus für den,
der unabhängig vom Skatspiel Wetten darauf abschließt, welche Farbspiele
häufiger gespielt werden als andere. Nur um diese Wahrscheinlichkeit ging
es.
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Helmut Richter