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Deutsch-deutsche Sprache

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Detlef Mueller

unread,
Jun 6, 1998, 3:00:00 AM6/6/98
to

Als Westdeutscher lebe ich bereits seit einigen Jahren in
Ostdeutschland und finde die sprachlichen Unterschiede immmer wieder
interessant und auch amüsant. Mit der anders formulierten Uhrzeit habe
ich immer noch so meine Probleme (dreiviertel acht..), aber diese
Formulierung ist wohl auch in Süddeutschland üblich. Auch in den
hiesigen Restaurants muss man manchmal überlegen, was gemeint ist:
Sättigungsbeilage oder Warmanteil; die Bezeichnung "Steak" meint auch
nicht unbedingt das, was ich in Westdeutschland damit verbunden habe.
Hier hat man seinen "Ferienplatz" und nicht "Urlaub gebucht",
Unterlagen werden "abgehoften" und nicht "abgeheftet" (das kann aber
auch von Region zu Region unterschiedlich sein), die etwas älteren
Leute sagen im Dienst noch "Teilnehmer", wenn sie das Telefon bedienen,
vom Broiler ganz zu schweigen ... usw.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Detlef

Dirk Bindmann

unread,
Jun 6, 1998, 3:00:00 AM6/6/98
to

Detlef Mueller <Mueller....@t-online.de> schrieb:

> Als Westdeutscher lebe ich bereits seit einigen Jahren in
> Ostdeutschland und finde die sprachlichen Unterschiede immmer wieder
> interessant und auch amüsant. Mit der anders formulierten Uhrzeit habe
> ich immer noch so meine Probleme (dreiviertel acht..), aber diese
> Formulierung ist wohl auch in Süddeutschland üblich. Auch in den
> hiesigen Restaurants muss man manchmal überlegen, was gemeint ist:
> Sättigungsbeilage oder Warmanteil;

Es gibt noch Gaststätten, wo Sättigungsbeilagen angeboten werden? Was
ist denn ein Warmanteil? Davon habe ich noch nie gehört.

> die Bezeichnung "Steak" meint auch
> nicht unbedingt das, was ich in Westdeutschland damit verbunden habe.
> Hier hat man seinen "Ferienplatz" und nicht "Urlaub gebucht",
> Unterlagen werden "abgehoften" und nicht "abgeheftet" (das kann aber
> auch von Region zu Region unterschiedlich sein),

So wird es sein. "Abgehoften" habe ich noch nie gehört.

> die etwas älteren
> Leute sagen im Dienst noch "Teilnehmer", wenn sie das Telefon bedienen,
> vom Broiler ganz zu schweigen ... usw.

"Broiler" ist kein ursprünglicher DDR-Ausdruck. Das ist ein Fachbegriff
aus den USA. In der DDR ist dieser Fachbegriff nur populär geworden.

Herzliche Grüße
Dirk

Oliver Gassner

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Mueller....@t-online.de (Detlef Mueller) wrote/schrieb:

>die etwas älteren
>Leute sagen im Dienst noch "Teilnehmer", wenn sie das Telefon bedienen,

Bitte? Wie sagen sie was?

Nennen sie das Telefon "Teilnehmer" oder melden sie sich mit
"Teilnehmer"?

OG
--
>> [snip]@nospam.telekabel.at
>Ich werde keine Domains killfilen. Ich werde keine Domains killfilen.
>Ich werde keine Domains killfilen. Ich werde keine Domains killfilen.
>Ich ... (Frank Hufschmid in de.rec.startrek.misc)


Detlef Mueller

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Sie melden sich am Telefon mit "Teilnehmer", wobei die Stimme wie bei
einer Frage am Ende leicht angehoben wird. Aber man hört's wirklich nur
noch ganz selten.
Gruß
Detlef

Detlef Mueller

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Hallo!


> Es gibt noch Gaststätten, wo Sättigungsbeilagen angeboten werden? Was

> ist denn ein Warmanteil? Davon habe ich noch nie gehört.

Sättigungsbeilagen gibt es tatsächlich noch. Auf jeder besseren
Speisekarte werden sie angeboten. Habe mir selbst vor einigen Tagen in
einem ziemlich neuen Hotel mit Restaurant in Wismar eine
Sättigungsbeilage aussuchen können. Den "Warmanteil" konnte ich am
nächsten Morgen auf dem Frühstücksbuffet finden: in diesem Fall
Rühreier.

> So wird es sein. "Abgehoften" habe ich noch nie gehört. Wird benutzt
in der Lausitz/Niederlausitz.


> "Broiler" ist kein ursprünglicher DDR-Ausdruck. Das ist ein
Fachbegriff
> aus den USA. In der DDR ist dieser Fachbegriff nur populär geworden.

Stimmt! to broil kommt in der Tat aus der englischen Sprache und ist
dann in den normalen Sprachgebrauch eingedeutscht worden. In der
Steigerung übrigens als Gold-Broiler.
Gruss
Detlef

Detlef Mueller

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

Genau diese regionalen Unterschiede habe ich doch optional eingeräumt.
Sind wir uns also einig.
Gruß
Detlef
> Man sollte vorsichtig sein, regionale Unterschiede faelschlich als
> Ost/West-Unterschied zu interpretieren. Ein Grossteil der
> so wahrgenommen Unterschiede ist einfach regional/dialektal,
> d.h. nur auf einen Teil des ehem. "Ostens" beschraenkt, oder
> auch in manchen westdeutschen Regionen ueblich.

Alex Glintschert

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

On 6 Jun 1998, Detlef Mueller wrote:

-->Als Westdeutscher lebe ich bereits seit einigen Jahren in
-->Ostdeutschland ...

Herzlich willkommen :-)

-->die Bezeichnung "Steak" meint auch nicht unbedingt das, was ich in
-->Westdeutschland damit verbunden habe.

So? Das ist mir noch nicht aufgefallen? Wo ist denn da der Unterschied?

-->werden "abgehoften" und nicht "abgeheftet" (das kann aber auch von Region zu
-->Region unterschiedlich sein),

Genau. "abgehoften" habe ich noch nie gehoert. Dafuer aber so huebsche Sachen
wie "droffen" statt "drauf" bzw. "darauf".

-->die etwas älteren Leute sagen im Dienst noch "Teilnehmer", wenn sie das
-->Telefon bedienen, vom Broiler ganz zu schweigen ... usw. Hat jemand ähnliche
-->Erfahrungen?

Naja, da gibt's natuerlich so einiges. Aber ob das nun unbedingt
Ost/Westunterschiede sind?

In der DDR gab es uebrigens keine "Hamburger" (diese McDoof-Dinger). Die wurden
da "Grilletta" genannt. Und "Cheeseburger" und das ganze Drumherum hiessen dann
einfach "Grilletta mit ..." oder "...-Grilletta". Und HotDogs hiessen
"Ketwurst" :-) Woher kommt eigentlich dieser Begriff und was soll er eigentlich
bedeuten?

Und dann hat mir mal irgendjemand erzaehlt, der "Dispatcher" sei auch ein
Begriff, der vorrangig in der DDR verwendet wurde. Die Berliner Verkehrsbetriebe
(BVB) hatten da ihre mobilen "Dispatcher", die die Strecken abfuhren und
nachsahen, ob alles i.O. waere. Bei Problemen haben die dann die
Problembeseitigung koordiniert.

Die "Plaste" hat hier schon jemand erwaehnt. Dementsprechend gab's auch die
"Elaste". Ich hab es noch heute im Ohr: "Plaste und Elaste von Pneumant..." :-)

Mir ist noch aufgefallen, dass Mineralwasser sehr unterschiedlich bezeichnet
wird. Bei uns ist das immer Selters oder Selterswasser. Im Westen sagt man da
immer Sprudel oder eben Mineralwasser. Wahrscheinlich, weil Selters da ein
Markenname ist, oder? Da durfte das wohl nur vom Hersteller selbst benutzt
werden und hat sich damit nicht eingebuergert. Ist das nicht das, das erst
unbedingt durch ein tiefen Stein muss? :-)

Alex.

--
"A good traveller has no fixed plans Lao Tzu (570-490 BC)
and is not intent on arriving."
--------------------------------------------------------------------
Alexander Glintschert (http://www.informatik.hu-berlin.de/~glintsch)
See also: CityGuide Berlin - http://www.berlin-mitte.de


Heinz Brueckner

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to

am 7 Jun 1998 15:10:36 GMT schrieb wo...@berlin.snafu.de (Wolfgang
Schwanke):

> Mueller....@t-online.de (Detlef Mueller) writes:
>
> >Als Westdeutscher lebe ich bereits seit einigen Jahren in

> >Ostdeutschland und finde die sprachlichen Unterschiede immmer wieder
> >interessant und auch amüsant.
>

> Man sollte vorsichtig sein, regionale Unterschiede faelschlich als
> Ost/West-Unterschied zu interpretieren. Ein Grossteil der
> so wahrgenommen Unterschiede ist einfach regional/dialektal,
> d.h. nur auf einen Teil des ehem. "Ostens" beschraenkt, oder
> auch in manchen westdeutschen Regionen ueblich.

Da verstehe ich die Empfehlung zur "Vorsicht" nicht so ganz:
Dialekt-Ausdrücke, die 40 Jahre lang komplett hinter der Mauer waren
sind "Ost-Eigenheiten". Damit sind doch nicht ausschließlich
DDR-politisch geprägte Spracherrungenschaften gemeint, oder? Jedenfalls
ist, zum Beispiel, der Kantor emeritus bei Karl May seit jeher ein
"Ossi" für mich gewesen, aus einem Land kommend, in das ich weniger als
in alle anderen benachbarten reisen konnte.

> Der dtv-Atlas "Deutsche Sprache" z.B. enthaelt eine ganze Menge
> von Sprachkarten fuer die verschiedensten Ausdruecke. Und unter
> den mehreren Dutzend Beispielen findet sich dort nur ein einziges,
> dessen Isoglosse mit der DDR/BRD-Grenze uebereinstimmt: Plaste/Plastik

Willst Du damit sagen, "Ost-Eigenheit" sei nur, was in der ganzen DDR
verbreitet war/ist? Das verstehe ich nicht so:
Es gibt ja genügend spezifisch bayerische Ausdrücke, die sich nicht in
ganz Bayern finden. Aus genügend großer Entfernung betrachtet bleiben
das doch trotzdem bayerische Eigenheiten.

Wenn Du nur sagen wolltest, man solle "den Osten" nicht über einen Kamm
scheren, muß ich natürlich zustimmen. Das soll man auch mit dem Westen
nicht tun. Genauer: Mit nichts.

Gruss, Heinz

--
Interessante Selbstgespräche
setzen einen klugen Partner voraus.
(H.G.Wells)

Detlef Mueller

unread,
Jun 7, 1998, 3:00:00 AM6/7/98
to


-->die Bezeichnung "Steak" meint auch nicht unbedingt das, was ich in
-->Westdeutschland damit verbunden habe.

So? Das ist mir noch nicht aufgefallen? Wo ist denn da der Unterschied?

Ein klassisches Steak besteht ausschliesslich aus Rind. Hierzulande
wird alles als Steak bezeichnet, was die optische Form eines Steaks
hat, aber durchaus aus Schweinefleisch ist.

Naja, da gibt's natuerlich so einiges. Aber ob das nun unbedingt
Ost/Westunterschiede sind?

Sprachliche Unterschiede schon...

"Ketwurst" :-) Woher kommt eigentlich dieser Begriff und was soll er
eigentlich
bedeuten?

Keine Ahnung, ich habe sofort herumgehorcht, aber bislang auf keine
Ergebnisse gestossen.
Und dann hat mir mal irgendjemand erzaehlt, der "Dispatcher" -schnipp-
Das stimmt. Ein Dispatcher wird im Westen als Disponent bezeichnet. In
einer Spedition z.B. Der Disponent/Dispatcher koordiniert u.a. den
Einsatz der LKW.

Mir ist noch aufgefallen, dass Mineralwasser sehr unterschiedlich
bezeichnet

wird. Bei uns ist das immer Selters oder Selterswasser. Ja,
eigentlich ist Selters der Markenname. Im Westen bestellt man einfach
"ein Wasser" und bekommt irgendein Mineralwasser. Hier bestellt man
"ein Selters" und bekommt auch irgendein Mineralwasser.
Detlef

Wolfram Meyer von Gagern

unread,
Jun 8, 1998, 3:00:00 AM6/8/98
to

Detlef Mueller schrieb in Nachricht <6letkg$4tr$1...@news01.btx.dtag.de>...


>>
>>
>>-->die Bezeichnung "Steak" meint auch nicht unbedingt das, was ich in
>>-->Westdeutschland damit verbunden habe.
>>
>>So? Das ist mir noch nicht aufgefallen? Wo ist denn da der
Unterschied?
>Ein klassisches Steak besteht ausschliesslich aus Rind. Hierzulande
>wird alles als Steak bezeichnet, was die optische Form eines Steaks
>hat, aber durchaus aus Schweinefleisch ist.


Das stimmt nicht. Ein Steak muss auch im Westen nicht aus Rind sein. Das
kannst Du sogar im Fremdwörterduden nachschlagen ;-))) (Auflage aus der
Zeit vor der Wende übrigens):
"Steak [..] Fleischscheibe aus der Lende (vor allem von Rind, Kalb,
Schwein), die nur kurz gebraten wird."

Wolli


Dirk Bindmann

unread,
Jun 8, 1998, 3:00:00 AM6/8/98
to

Alex Glintschert <glin...@informatik.hu-berlin.de> schrieb:

> Und dann hat mir mal irgendjemand erzaehlt, der "Dispatcher" sei auch ein
> Begriff, der vorrangig in der DDR verwendet wurde.

Voriges Jahr hat hier mal einer von Dispatchern in der Schweiz
berichtet.

> Die "Plaste" hat hier schon jemand erwaehnt. Dementsprechend gab's auch die

> "Elaste". Ich hab es noch heute im Ohr: "Plaste und Elaste von Pneumant..."=
> :-)

Plaste und Elaste sind chemische Fachbegriffe, die nicht nur in der DDR
verwendet werden. Im Westen sind diese Fachbegriffe nur nicht so
bekannt.

Herzliche Grüße
Dirk

Detlef Mueller

unread,
Jun 9, 1998, 3:00:00 AM6/9/98
to

>
> > Auch in den
> > hiesigen Restaurants muss man manchmal überlegen, was gemeint ist:
> > Sättigungsbeilage oder Warmanteil;
>

> Daß es solche Ausdrücke heute noch geben soll, finde ich nicht
> glaubwürdig. Schon zu DDR-Zeiten habe ich sie im Osten nie gelesen.
Bei
> der Schulspreisung und in den Betriebskantinen stand immer klipp und
> klar auf der Speisekarte, was es geben würde und das gab es dann
auch.

Ich lade Dich herzlich in das Restaurant "Streecks Gasthaus" in Wismar
ein. Dort koennen wir aus einer reichhaltigen Auswahl namentlich
genannter Saettigungsbeilagen auswaehlen und morgens zum
Fruehstuecksbuffet schmackhafte Warmanteile zu uns nehmen. In diesem
Falle handelte es sich um Ruehreier. Nicht vor der Wende, sondern
letzte Woche !


> > Hier hat man seinen "Ferienplatz" und nicht "Urlaub gebucht",
>

> Komisch. Auch dieses Wort kenne ich nur noch bis 1989. Arbeitest Du
> vielleicht mit Ostgreisen zusammen?

Diese Bemerkung streichen wir lieber, da sie doch arg diskriminierend
ist. Besonders der Zusatz "Ost-"
davor. Es gibt auch Westgreise, rheinlaendische Greise,
Kuestengreise....usw.

> > Unterlagen werden "abgehoften" und nicht "abgeheftet" (das kann
aber
> > auch von Region zu Region unterschiedlich sein),

Ich lade Dich wiederum ganz herzlich in die Lausitz/Niederlausitz ein.
Dort wird die Form "abgehoften"
benutzt. Wenn man keine Sachkenntnisse vorweisen kann, sollte man sich
evtl. aus oeffentlichen Diskussionen besser heraushalten und einfach
nur zuhoeren, wenn sich Erwachsene unterhalten...
> Nie gehört. Sogar in Sachsen heißt es abgeheftet.
>
> > die etwas älteren
> > Leute sagen im Dienst noch "Teilnehmer", wenn sie das Telefon
bedienen,
>
> Der Teilnehmer ist aber doch schon seit den Urzeiten des Telefons ein
> Begriff.

Aber gewiss nicht als Begruessung am Telefon anstelle des Namens oder
eines freundlichen "Hallo".

> > Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
>
> Ja, genau entgegengesetzte. Im Rheinland heißt die Uhrzeit immer
Viertel
> vor oder Viertel nach. Ein Stück Kuchen heißt dort Teilchen. Ein
Hader
> oder Lappen ist ein Aufnehmer. Ein Pfannkuchen ein Berliner. Ein
> Eierkuchen ein Pfannkuchen. Ein Omelett ein Eierkuchen. Etc. etc...

Na, dann hast Du doch identische Erfahrungen, nur eben anderswo..

Detlef

Detlef Mueller

unread,
Jun 9, 1998, 3:00:00 AM6/9/98
to

>
> Hätte ich nicht gedacht. Steht da wenigstens unter den
> Sättigungsbeilagen und Warmanteilen geschrieben, was es ist? Oder muß
> ich blind bestellen in der Hoffnung, daß etwas eßbares ankommt?
Solche
> Restaurants würde ich nämlich meiden.

Du kannst schon Deine Saettigungsbeilage aussuchen, blind musst Du
nicht bestellen. Warmanteile am besagten Fruehstuecksbuffet waren
allerdings namentlich nicht gekennzeichnet.

> Ich finde als eingeborener Busch-Ossi nichts diskriminierendes an der
> Vorsilbe "Ost-" oder an dem Wörtchen "-greise". Es gibt hier eine
ganze
> Menge von Leuten, die im Kopf 1989 stehengeblieben sind, à la "früher
> war alles besser". Und für die habe ich dann meine
Spezialbezeichnungen.
> ;)
Ja doch, stimmt schon, aber "Greise" allein haette schon gereicht.



> > Wenn man keine Sachkenntnisse vorweisen kann, sollte man sich
> > evtl. aus oeffentlichen Diskussionen besser heraushalten und
einfach
> > nur zuhoeren, wenn sich Erwachsene unterhalten...
>

> Ja, Papi.
War nicht so gemeint, Kind!


> > > Der Teilnehmer ist aber doch schon seit den Urzeiten des Telefons
ein
> > > Begriff.
>
> > Aber gewiss nicht als Begruessung am Telefon anstelle des Namens
oder
> > eines freundlichen "Hallo".
>

> Da scheinst Du ja im tiefsten Urwald gelandet zu sein. Ich hoffe, die
> Buschzulage gleicht Dir das aus. ;)

Es reicht, um meine Saettigungsbeilagen, meinen Warmanteil sowie meine
Telefonrechnung zu bezahlen...
Die forsche Meldung "Teilnehmer!?" kam uebrigens aus Erfurt. Eine Stadt
zumindest am Rande des Urwaldes.
Detlef

Detlef Mueller

unread,
Jun 9, 1998, 3:00:00 AM6/9/98
to


Detlef Mueller <Mueller....@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6lbr2r$jg1$1...@news02.btx.dtag.de>...


> Als Westdeutscher lebe ich bereits seit einigen Jahren in
> Ostdeutschland und finde die sprachlichen Unterschiede immmer wieder

> interessant und auch amüsant....

Leute, ich fasse mal kurz zusammen:

Wir sind uns einig, dass es durchaus Begriffe gibt, die nur in der
ehemaligen DDR benutzt wurden wie
Reisekader, Kollektiv (im Sinne von Belegschaft), Brigade (im Sinne von
Arbeitsgruppe/Team) u.a. und Begriffe, die von Region zu Region
verschieden sind ohne speziellen Bezug zu Ost- und Westsprache wie
dreiviertelacht u.a.

Ist das nun sachlich und korrekt ausgedrueckt?!
Schoenen Abend noch!
Detlef

Detlef Mueller

unread,
Jun 9, 1998, 3:00:00 AM6/9/98
to

> >Ein klassisches Steak besteht ausschliesslich aus Rind. Hierzulande
> >wird alles als Steak bezeichnet, was die optische Form eines Steaks
> >hat, aber durchaus aus Schweinefleisch ist.

> Das stimmt nicht. Ein Steak muss auch im Westen nicht aus Rind sein.
Das
> kannst Du sogar im Fremdwörterduden nachschlagen ;-))) (Auflage aus
der
> Zeit vor der Wende übrigens):
> "Steak [..] Fleischscheibe aus der Lende (vor allem von Rind, Kalb,
> Schwein), die nur kurz gebraten wird."

Gut, dem Duden will ich Glauben schenken. Aber wenn ich in Hamburg ein
Steak bestelle, erwarte ich ein mittelgrosses Steak (moeglichst Filet)
vom Angus-Rind mit dem Fettauge und natuerlich einer
Saettigungsbeilage..
Detlef

Dr. Peter Kittel

unread,
Jun 9, 1998, 3:00:00 AM6/9/98
to

In article <Pine.GSO.3.96.980607214423.6853A-100000@bob> Alex Glintschert <glin...@informatik.hu-berlin.de> writes:
>
>Und dann hat mir mal irgendjemand erzaehlt, der "Dispatcher" sei auch ein
>Begriff, der vorrangig in der DDR verwendet wurde. Die Berliner Verkehrsbetriebe
>(BVB) hatten da ihre mobilen "Dispatcher", die die Strecken abfuhren und
>nachsahen, ob alles i.O. waere. Bei Problemen haben die dann die
>Problembeseitigung koordiniert.

Also Dispatcher gibt es auch schon lange im Westen, allerdings vielleicht
seltener. Mein Vater arbeitete bei der Pipeline von Wilhelmshaven nach
Köln, und dort arbeiten Dispatcher in der Steuerzentrale, die dann
einstellen, welches Öl aus welchem Tank in die Pipeline bis zu welchem
Punkt gepumpt wird.

>Mir ist noch aufgefallen, dass Mineralwasser sehr unterschiedlich bezeichnet

>wird. Bei uns ist das immer Selters oder Selterswasser. Im Westen sagt man da
>immer Sprudel oder eben Mineralwasser. Wahrscheinlich, weil Selters da ein
>Markenname ist, oder?

Ich habe bisher nur Neuselters gefunden. Aber zu meiner Kinderzeit in
Hamburg wurde Selterwasser auch als Gattungsbegriff benutzt. Und seitdem
ich in Frankfurt bin, weiß ich sogar, daß Selters gar nicht weit weg im
Taunus liegt.

--
Best Regards, Dr. Peter Kittel // http://www.pios.de of PIOS
Private Site in Frankfurt, Germany \X/ office: peterk @ pios.de


Udo Seyfarth

unread,
Jun 10, 1998, 3:00:00 AM6/10/98
to

Wenn Du so fragst: nein!

Viele der genannten Begriffe wurden auch in der DDR gebraucht.
Nur in der ehemaligen DDR dürften nur sehr wenige Begriffe zu Hause
sein, vielleicht Schimpfworte für Wessis.

Bei dem was Du eigentlich meinst gibt es auch noch einen interessanten
Aspekt.
Kollektiv -wie Du schreibst im Sinne von Belegschaft- ist ein
offizieller Begriff. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind hier oft
die direkten Kollegen gemeint.
Als offiziellen Begriff gab es viele Wörter, die nicht im Sprachgebrauch
der Bevölkerung waren (z.B. auch die Sättigungsbeilage oder der
Warmanteil - gastronomische Begriffe, die an die Schnittstelle zum
Kunden drangen). Durch Propaganda kam es nicht selten sogar soweit,
daß Begriffe im Sprachgebrauch im Westen bei Gesprächen über die
DDR häufiger waren als im _privaten_ Sprachgebrauch in der DDR.
Zusätzlich gibt es auch noch reine Westschöpfungen wie "Vopo" oder
auch "_der_ Stasi".
Möglich ist weiterhin sicherlich, daß sich Grenzen sprachlicher
Eigenheiten im Zusammenhang mit den realen Grenzen leicht verschoben
haben.

Udo

Udo Seyfarth

unread,
Jun 10, 1998, 3:00:00 AM6/10/98
to

Konrad Dalit wrote:

>
> Detlef Mueller <Mueller....@t-online.de> wrote:
>
> > Ich lade Dich herzlich in das Restaurant "Streecks Gasthaus" in Wismar
> > ein. Dort koennen wir aus einer reichhaltigen Auswahl namentlich
> > genannter Saettigungsbeilagen auswaehlen und morgens zum
> > Fruehstuecksbuffet schmackhafte Warmanteile zu uns nehmen. In diesem
> > Falle handelte es sich um Ruehreier. Nicht vor der Wende, sondern
> > letzte Woche !
>
> Wie man mir per Mail mitteilte, soll es diese Wörter auch in Restaurants
> auf Rügen noch geben. Demnach scheint in Mecklenburg-Vorpommern die Zeit
> stehengeblieben zu sein. Aus Sachsen, Brandenburg und Thüringen kenne
> ich es nicht. Hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

So, haltet euch mal fest: auf
http://www.afag.de/press/71
ist die
Bayerische Jugendmannschaftsmeisterschaften der
bayerischen Berufsschulen um den
HOGA-Jugend-Pokal-Bayern 1997
beschrieben. Ratet mal, was die Teilnehmer dort kochen müssen:


1. Suppe: Nach eigener Wahl
2. Warmes Zwischengericht vom Fisch:
Seezunge mit einer Beilage und einer passenden Sauce
3. Hauptgang:
Truthahnbrust mit mindestens zwei
verschiedenen
Gemüsebeilagen und einer Sättigungsbeilage
4. Dessert: Nach eigener Wahl

Fazit: Wie beim Broiler ist die DDR-Besonderheit in der Benutzung
des Fachbegriffes gegenüber dem Kunden zu sehen.


Udo

Detlef Mueller

unread,
Jun 10, 1998, 3:00:00 AM6/10/98
to

Hmm, hoert sich lecker an...


1. Suppe: Nach eigener Wahl
2. Warmes Zwischengericht vom Fisch:
Seezunge mit einer Beilage und einer passenden Sauce
3. Hauptgang:
Truthahnbrust mit mindestens zwei
verschiedenen
Gemüsebeilagen und einer Sättigungsbeilage
4. Dessert: Nach eigener Wahl

Fazit: Wie beim Broiler ist die DDR-Besonderheit in der Benutzung
des Fachbegriffes gegenüber dem Kunden zu sehen.

Oder: Der Koch/Schiedrichter/Uebungsleiter o.ae. ist aus dem Osten
uebergesiedelt...
Detlef

Detlef Mueller

unread,
Jun 10, 1998, 3:00:00 AM6/10/98
to


> Wie man mir per Mail mitteilte, soll es diese Wörter auch in
Restaurants
> auf Rügen noch geben. Demnach scheint in Mecklenburg-Vorpommern die
Zeit
> stehengeblieben zu sein. Aus Sachsen, Brandenburg und Thüringen kenne
> ich es nicht. Hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

In MV gehen die Uhren tatsaechlich etwas langsamer.. Ich widerspreche
Dir nur ungern, aber ich komme sehr viel herum im Lande und habe
gleiche Restaurant-Erfahrungen auch in Brandenburg, Thueringen und
Sachsen gemacht. Eigentlich ueberall.... Ausser in den wenigen
auslaendischen Lokalen, die sich bisher in Ostdeutschland etablieren
konnten.
Detlef

Dr. Peter Kittel

unread,
Jun 11, 1998, 3:00:00 AM6/11/98
to

In article <1da9li2.1vx...@ppp-c5.freiepresse.de> du...@usa.net (Konrad Dalit) writes:
>
>Ich finde es hingegen interessant, daß anscheinend noch immer ein großer
>Teil der Leute im Westen glaubt, in allen fünf Ostländern werde
>sächsisch gesprochen.

Den Eindruck *mußte* man früher bekommen, wenn die einzige Informations-
quelle das Fernsehen war (Politikerreden im Westfernsehen und damals in
Braunschweig auch ein bißchen Ostfernsehen pur). Alle Leute dort im
Fernsehen redeten sächsisch oder (bei den Ansagern) reines Hochdeutsch.
Das war einer meiner größten Aha-Effekte nach der Wiedervereinigung, als
da plötzlich auch Mecklenburger zu hören waren, die ein "ganz normales"
Platt sprachen, wie man/ich es auch aus dem Hamburger Umland kannte.

>Allein in Sachsen gibt es unzählige Dialekte neben
>den Hauptformen des Sächsischen, die in Dresden, Chemnitz und Leipzig
>allein schon sehr verschieden sind.

Also solche Feinheiten kann man erst raushören, wenn man in einem
Akzent sehr gut zuhause ist. Analog kann ich auch keinen Texaner
von einem New-Yorker unterscheiden, obwohl erstere doch angeblich
beim Sprechen so signifikant "singen" sollen.

Christina Kunze

unread,
Jun 11, 1998, 3:00:00 AM6/11/98
to

(Konrad - glaube ich - hat dies geschrieben; die Originalnachricht ist
bei mir nicht angekommen)

>> Demnach scheint in Mecklenburg-Vorpommern die
>Zeit
>> stehengeblieben zu sein.

War es Bismark, der gesagt hat: "Wenn die WElt untergeht, gehe ich nach
Mecklenburg, denn dort geht sie hundert Jahre später unter."?

Christina


Dirk Taggesell

unread,
Jun 14, 1998, 3:00:00 AM6/14/98
to

Alex Glintschert wrote:
> In der DDR gab es uebrigens keine "Hamburger" (diese McDoof-Dinger). Die wurden
> da "Grilletta" genannt. Und "Cheeseburger" und das ganze Drumherum hiessen dann
> einfach "Grilletta mit ..." oder "...-Grilletta". Und HotDogs hiessen
> "Ketwurst" :-) Woher kommt eigentlich dieser Begriff und was soll er eigentlich
> bedeuten?

Das kommt einfach daher, daß man damals auch im Osten Hamburger und
Hotdogs
verkaufen wollte, diese aber wegen amerikanisch-monopolkapitalistischer
Unkultur auf keinen Fall Hamburger und Hotdogs heißen durften. Und in
einem
totalitären Staat kann man halt den (offiziellen) Sprachgebrauch zentral
steuern.

> Und dann hat mir mal irgendjemand erzaehlt, der "Dispatcher" sei auch ein
> Begriff, der vorrangig in der DDR verwendet wurde. Die Berliner Verkehrsbetriebe
> (BVB) hatten da ihre mobilen "Dispatcher", die die Strecken abfuhren und
> nachsahen, ob alles i.O. waere. Bei Problemen haben die dann die
> Problembeseitigung koordiniert.

So isses, pardon, so war's.


--
Dirk Taggesell
di...@lechner.de

Dirk Taggesell

unread,
Jun 14, 1998, 3:00:00 AM6/14/98
to

Konrad Dalit wrote:
>
> Detlef Mueller <Mueller....@t-online.de> wrote:
>
> > Ich lade Dich herzlich in das Restaurant "Streecks Gasthaus" in Wismar
> > ein. Dort koennen wir aus einer reichhaltigen Auswahl namentlich
> > genannter Saettigungsbeilagen auswaehlen und morgens zum
> > Fruehstuecksbuffet schmackhafte Warmanteile zu uns nehmen. In diesem
> > Falle handelte es sich um Ruehreier. Nicht vor der Wende, sondern
> > letzte Woche !
>
> Wie man mir per Mail mitteilte, soll es diese Wörter auch in Restaurants
> auf Rügen noch geben. Demnach scheint in Mecklenburg-Vorpommern die Zeit
> stehengeblieben zu sein.

Hat doch schon der Alte Fritz gesagt: In Mecklenburg kommt alles hundert
Jahre später...

--
Dirk Taggesell
di...@lechner.de

Christina Kunze

unread,
Jun 14, 1998, 3:00:00 AM6/14/98
to

Alex Glintschert wrote:
> In der DDR gab es uebrigens keine "Hamburger" (diese McDoof-Dinger).
Die wurden
> da "Grilletta" genannt. Und "Cheeseburger" und das ganze Drumherum
hiessen dann
> einfach "Grilletta mit ..." oder "...-Grilletta". Und HotDogs hiessen
> "Ketwurst" :-) Woher kommt eigentlich dieser Begriff und was soll er
eigentlich
> bedeuten?


Ket(schup)-Wurst?

Christina


Till Hanisch

unread,
Jun 14, 1998, 3:00:00 AM6/14/98
to

On Sun, 7 Jun 1998 22:04:52 +0200, Alex Glintschert
<glin...@informatik.hu-berlin.de> wrote:

> Und HotDogs hiessen
>"Ketwurst" :-) Woher kommt eigentlich dieser Begriff und was soll er eigentlich
>bedeuten?

Ich *vermute* mal, es war eine Abkuerzung fuer Ketchup und Wurst,
allerdings keine sehr appettitanregende. In meinen Ohren klingt es
mehr nach dem, was morgens im Katzenklo liegt.


Till

Dirk Taggesell

unread,
Jun 14, 1998, 3:00:00 AM6/14/98
to

Dirk Taggesell wrote:

> Hat doch schon der Alte Fritz gesagt: In Mecklenburg kommt alles hundert
> Jahre später...

Hmm, war es vielleicht nicht der Alte Fritz, sondern Bismark?

--
Dirk Taggesell
di...@lechner.de

Alex Glintschert

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

On Sun, 14 Jun 1998, Dirk Taggesell wrote:

-->Alex Glintschert wrote:
-->> ... Und HotDogs hiessen "Ketwurst" :-) Woher kommt eigentlich dieser
-->> Begriff und was soll er eigentlich bedeuten?
-->
-->Das kommt einfach daher, daß man damals auch im Osten Hamburger und Hotdogs
-->verkaufen wollte, diese aber wegen amerikanisch-monopolkapitalistischer
-->Unkultur auf keinen Fall Hamburger und Hotdogs heißen durften. Und in einem
-->totalitären Staat kann man halt den (offiziellen) Sprachgebrauch zentral
-->steuern.

Ja, das ist mir schon klar. Nur leider geht die Antwort an meiner Frage vorbei.
Was ich wissen wollte, ist, wie der Begriff gebildet wurde. Oder noch direkter:
Was ist 'Ket'?

Alex.
--
"Zu den Steinen hat einer gesagt: 'Seid menschlich.'
Die Steine haben gesagt: 'Wir sind noch nicht hart genug.'"
(Erich Fried)

Kai Thiessenhusen

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

Konrad Dalit (du...@usa.net) wrote:

: >
: > >Was ist 'Ket'?
: >
: > -chup

: Ketwurst tatsächlich als Abkürzung für Ketchupwurst? Dann hätte man aber
: eher Kettwurst schreiben sollen.

Kettschapp? ;-)

Ich fürchte eher, es waren Quantenphysiker am Werk:
In der Quantenmechanik gibt es naemlich neben dem
bra-Symbol "<" auch das ket-Symbol ">" (vom engl.
"bracket", Klammer).

Und als Analogon zur Bra(t)wurst wurde dann eben
auch die Ketwurst eingefuehrt. ;-)

Wobei das mit "deutsch-deutscher Sprache" eher wenig
zu tun hat: Ausserhalb Berlins waren Ketwurst und
Grilletta kaum verbreitet.

Und noch heute gibt es ein Imbißrestaurant namens
"Grilletta" in der Schönhauser Allee in Berlin.


Kai

Richard Loebner

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

The message <6m8q96$p...@zeppelin.rz.uni-potsdam.de>
from k...@rz.uni-potsdam.de ( Kai Thiessenhusen) contains these words:


> Konrad Dalit (du...@usa.net) wrote:

> : >
> : > >Was ist 'Ket'?
> : >
> : > -chup

> snip <

Falls wir hier von der Tomatensauce die in England als "Tomato
Ketchup" hauptsächlichst von der Firma Heinz vertrieben wird
sprechen, dann kann ich bestätigen, daß "Ketchup" angeblich von
"cat's soup" entstanden ist.

Würstchen die mit so einem Präparat serviert werden dürften im Laufe
der Zeit den Namen "Kett(chup)wurst" erhalten haben, Oder?

Wer weiß etwas genaueres darüber?

MfG
--
Richard
Crowthorne Berkshire UK


Dirk Taggesell

unread,
Jun 17, 1998, 3:00:00 AM6/17/98
to

Alex Glintschert wrote:

> Ja, das ist mir schon klar. Nur leider geht die Antwort an meiner Frage vorbei.
> Was ich wissen wollte, ist, wie der Begriff gebildet wurde. Oder noch direkter:
> Was ist 'Ket'?

Ach so, das kommt wohl vom Ketchup. IMHO.

--
Dirk Taggesell
di...@lechner.de

Henry Leyh

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Wolfgang Schwanke schrieb:

>
> du...@usa.net (Konrad Dalit) writes:
>
> >Ketwurst tatsächlich als Abkürzung für Ketchupwurst?
>
> Nu?
>
> >Dann hätte man aber
> >eher Kettwurst schreiben sollen. Ketwurst lese ich nämlich als Keetwurst
> >(mit gedehntem E).
>
> Aber Ketchup schreibt man ja auch nur mit einem t. "Kettwurst" klaenge
> fuer mich nach Kett-Car. Und mit Ketten hat die Wurst ja schliesslich
> nichts zu tun. (Das Kett-Car schon).

Höchstens insofern, als sie herstellungsbedingt aneinanderhängen.
Frische Bock- und (zumindest die schlabbrigen Thüringer) Bratwürste
bekommt man beim Metzger oft zusammenhängend, als (traraaa!) Kette.

Nebenbei bemerkt, ich bin nun seit 28 Jahren Ossi, aber den Begriff
Ket(t)wurst kenne ich nur als sagenumwobenen, exotischen Begriff.
Wirklich gehört (im Sinne von "Ich ess jetz ma ne Ketwurst."),
geschweige denn selbst gebraucht habe ich ihn noch nie.

--
Gruß,
Henry (BLACK SABBATH FAN CLUB GERMANY)

"So ein paar grundgelehrte Zitate sind eine Zier für den Menschen."
-- Heinrich Heine

Dieter Vogel

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Wolfgang Schwanke <wo...@berlin.snafu.de> schreibt:

> Aber Ketchup schreibt man ja auch nur mit einem t. "Kettwurst" klaenge
> fuer mich nach Kett-Car. Und mit Ketten hat die Wurst ja schliesslich
> nichts zu tun. (Das Kett-Car schon).

Was ist ein Kett-Car?


Dieter


Dirk Bindmann

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Wolfgang Schwanke <wo...@berlin.snafu.de> schrieb:

> Die Erklaerung der absichtlich vom Westen abweichenden Neupraegungen
> in der DDR wurde ja schon gebracht. "Ketwuerste" waren sowas aehnliches
> wie Hot Dogs.

Anmerken möchte ich nur, dass Ketwürste, Grillettas und ähnliche Speisen
in der DDR kaum verbreitet waren. Solche Dinge kenne ich nur aus
Großstädten. Ich nehme an, Kleinstädter oder Dörfler, die wenig gereist
sind, haben noch nie etwas von Grillettas und Ketwürsten gehört.

DDR-typisches Fastfood sind Roster, Bockwurst und Fischbrötchen.

Herzliche Grüße
Dirk

Gernot Zander

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hi,

in de.etc.sprache.deutsch Konrad Dalit <du...@usa.net> wrote:
> > >Was ist 'Ket'?
> >
> > -chup

> Ketwurst tatsächlich als Abkürzung für Ketchupwurst? Dann hätte man aber


> eher Kettwurst schreiben sollen. Ketwurst lese ich nämlich als Keetwurst
> (mit gedehntem E).

Wurde aber mit kurzem e gesprochen.

> Aber egal ob Kettwurst oder Keetwurst; aufgrund ihrer Namen, würde ich
> beide nicht essen wollen. Die Funktionäre hätten den Hot Dog dann schon

Du hättest sie auch aufgrund des verwendeten Ketchups nicht essen
wollen :-)

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Wenn alle das täten, was sie mich könnten, käme ich nicht mehr
zum Sitzen.

Kai Thiessenhusen

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Wolfgang Schwanke (wo...@berlin.snafu.de) wrote:
: Henry Leyh <le...@inp-greifswald.de> writes:

: >Nebenbei bemerkt, ich bin nun seit 28 Jahren Ossi, aber den Begriff


: >Ket(t)wurst kenne ich nur als sagenumwobenen, exotischen Begriff.

: Als gelegentlicher West-Besucher in Ost-Berlin bestaetige ich
: ausdruecklich, dass am Alex Imbissbuden mit "Ketwurst" standen.

Genau. Und das prägt den Eindruck.
An die fraglichen Buden kann ich mich auch erinnern,
ich glaube, auch an ein oder zwei anderen Stellen
in Ost-Berlin gabs das Zeug auch. Ansonsten ist
Ketwurst für uns genauso exotisch gewesen wie für
Westberliner oder Bundis.


Kai

Gernot Zander

unread,
Jun 18, 1998, 3:00:00 AM6/18/98
to

Hi,

in de.etc.sprache.deutsch Henry Leyh <le...@inp-greifswald.de> wrote:
> Nebenbei bemerkt, ich bin nun seit 28 Jahren Ossi, aber den Begriff
> Ket(t)wurst kenne ich nur als sagenumwobenen, exotischen Begriff.

> Wirklich gehört (im Sinne von "Ich ess jetz ma ne Ketwurst."),
> geschweige denn selbst gebraucht habe ich ihn noch nie.

Die gab es auch nur rund um den Alexanderplatz... (4-5 km meine
ich, in Treptow waren die schon nicht mehr anzutreffen!).

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Ausgewählte Mails aus erstklassigen Buchstaben garantieren echten
Lesegenuß.

Julia Hummerich

unread,
Jun 19, 1998, 3:00:00 AM6/19/98
to

Dirk Bindmann (wal...@t-online.de) wrote:

> Anmerken möchte ich nur, dass Ketwürste, Grillettas und ähnliche Speisen
> in der DDR kaum verbreitet waren. Solche Dinge kenne ich nur aus
> Großstädten. Ich nehme an, Kleinstädter oder Dörfler, die wenig gereist
> sind, haben noch nie etwas von Grillettas und Ketwürsten gehört.

> DDR-typisches Fastfood sind Roster, Bockwurst und Fischbrötchen.

Bockwurst und Fischbrötchen gibt es im Westen auch. Von Rostern hab ich aber
noch nie gehört. Ist das so eine Art Rostbratwurst?

Julia
--
Julia Hummerich *** eMail un...@rz.uni-karlsruhe.de

Otto Stolz

unread,
Jun 19, 1998, 3:00:00 AM6/19/98
to

Wolfgang Schwanke wrote:
> mit Ketten hat die Wurst ja schliesslich nichts zu tun.
> (Das Kett-Car schon).

Ich denke, das Kett-Car hat seinen Namen von der Herstellerfirma
Kettler. Wer weiß Genaueres?

Gruß,
Otto Stolz

Dirk Bindmann

unread,
Jun 19, 1998, 3:00:00 AM6/19/98
to

Julia Hummerich <un...@rzstud1.rz.uni-karlsruhe.de> schrieb:

> Bockwurst und Fischbrötchen gibt es im Westen auch. Von Rostern hab ich aber
> noch nie gehört. Ist das so eine Art Rostbratwurst?

Das ist es. Eine Thüringer Roster ist ja _die_ Rostbratwurst
schlechthin. Für manchen Wessi hat sich die deutsche Einheit allein
wegen des ungehinderten Zugangs zur Thüringer Roster gelohnt. Ich esse
zwar keine zermanschten toten Tiere im Darm und kann mir somit kein
Urteil erlauben, aber Thüringer Roster sollen besser oder anders gewürzt
sein als die nachgemachten Rostbratwürste.

Herzliche Grüße
Dirk

Detlef Mueller

unread,
Jun 20, 1998, 3:00:00 AM6/20/98
to


> DDR-typisches Fastfood sind Roster, Bockwurst und Fischbrötchen.

Bockwurst und Bockwurst koennen aber sehr unterschiedlich sein: Hier
(im Osten) sind damit grosse unhandliche Bruehwuerste gemeint, im
Westen (zumindest in Bremen) bekommt man eher duenne elegante
Wuerstchen, die man im Osten wiederum als Wiener bezeichnen wuerde.
Beide Arten duerfen aber auf keinen Fall mit der Bruehpolnischen
verwechselt werden.

Fischbroetchen als gaengiger Snack mitten in Thueringen??? Wo sollen
denn die Bismarckheringe herkommen? Vielleicht eine bislang
unentdeckte Heringsgattung auf dem Rennsteig...Nein, ordentliche
Fischbroetchen kann man nur an der Kueste bekommen. Entweder an der
Nordseekueste oder an der Ostseekueste.
Gruss
Detlef

Detlef Mueller

unread,
Jun 20, 1998, 3:00:00 AM6/20/98
to

> mit Ketten hat die Wurst ja schliesslich nichts zu tun.
> (Das Kett-Car schon).

Ich denke, das Kett-Car hat seinen Namen von der Herstellerfirma
Kettler. Wer weiß Genaueres?

Trotz allem moechte ich davon Abstand nehmen, ein Kett-Car zwischen
zwei Broetchen zu packen und verzehren zu wollen. Doch etwas
unhandlich... Aber in der Tat: Das beruehmte Kett-Car hat seinen Namen
von der Herstellerfirma.
Detlef


Christina Kunze

unread,
Jun 20, 1998, 3:00:00 AM6/20/98
to

Julia Hummerich schrieb in Nachricht
<6mdfd4$6l7$1...@nz12.rz.uni-karlsruhe.de>...


>> DDR-typisches Fastfood sind Roster, Bockwurst und Fischbrötchen.
>

>Bockwurst und Fischbrötchen gibt es im Westen auch.

Aber nicht solche wie es in der DDR gab. Brrr, welche Erinnerung.

Christina


Dirk Bindmann

unread,
Jun 20, 1998, 3:00:00 AM6/20/98
to

Detlef Mueller <Mueller....@t-online.de> schrieb:

> > DDR-typisches Fastfood sind Roster, Bockwurst und Fischbrötchen.

> Fischbroetchen als gaengiger Snack mitten in Thueringen???

Die DDR war größer als Thüringen. Außerdem hatten die Ossis bereits eine
Zivilisationsstufe erreicht, auf der Warenaustausch nicht zu
ungewöhnlich war.

Da wir hier in d.e.s.d sind: Haben die drei Fragezeichen einen
besonderen Sinn?

Herzliche Grüße
Dirk

Detlef Mueller

unread,
Jun 21, 1998, 3:00:00 AM6/21/98
to


> Da wir hier in d.e.s.d sind: Haben die drei Fragezeichen einen
> besonderen Sinn?

Ein Fragezeichen = Frage
Zwei Fragezeichen = erstaunte Frage
Drei Fragezeichen = sehr erstaunte Frage mit Hinwendung zum Unglauben
Drei Fragezeichen mit zusaetzlichem Ausrufungszeichen = so'n Quatsch

Gruss
Detlef

Message has been deleted

Dirk Bindmann

unread,
Jul 4, 1998, 3:00:00 AM7/4/98
to

Marcel Dietsch <marcel....@t-online.de> schrieb:

> Also ich habe noch nichts von "Roster" o.ä. gehoert. Hier, in Thueringen,
> heisst das
> einfach Bratwurst (oder Rostbratwurst).

Rostbratwurst ist einfach der korrekte Ausdruck für Roster. Ich kenne
Thüringen von der Helme bis zur Ilz und von der Ulster bis zur Pleiße.
In Schmalkalden war ich zwar nur zwei Tage, aber ich nehme nicht an,
dass man ausgerechnet dort das Kurzwort "Roster" nicht versteht.

In manchen Gegenden ist "Bratwurst" zweideutig. Damit ist sowohl die
Rostbratwurst gemeint als auch so etwas ähnliches wie eine Knackwurst
(Kurzwort: Knacker).

> Und bei der Firma, die die Wuerste
> (u.a. Fleischwaren)
> herstellt, heisst das auch eindeutig (Rost)Bratwurst. Diese Firma hat Ihren
> Sitz
> uebrigens hier in Schmalkalden (www.schmalkalden.de).

Thüringer Roster werden nicht nur in Schmalkalden hergestellt. Jeder
Thüringer Fleischer, der etwas auf sich hält, bietet selbstgemachte
Roster an.

Herzliche Grüße
Dirk

Marcel Dietsch

unread,
Jul 4, 1998, 3:00:00 AM7/4/98
to

>In Schmalkalden war ich zwar nur zwei Tage, aber ich nehme nicht an,
>dass man ausgerechnet dort das Kurzwort "Roster" nicht versteht.

Meiner Meinung (und Erfahrung) nach, ist "Roster" hier absolut nicht
ueblich. Fragen Sie den Chef der "Fleisch & Wurstwaren Schmalkalden
Thueringen GmbH", der weiss es am besten.

>In manchen Gegenden ist "Bratwurst" zweideutig.

Hier nicht.

>Thüringer Roster werden nicht nur in Schmalkalden hergestellt. Jeder
>Thüringer Fleischer, der etwas auf sich hält, bietet selbstgemachte
>Roster an.

Ja, aber da gibt es erhebliche Unterschiede. Wenn Sie ein paar Kilometer
ueber den Thueringer Wald kommen, werden die Bratwuerste mit teilw.
anderen Zutaten hergestellt.
Nicht nur fuer unsere Region sind die Schmalkaldener Bratwuerste die
"richtigen" Thueringer Bratwuerste. Die, schon erwaehnte, Schmalkaldener
Fleisch & Wurst Firma liefert die originalen Th. Bratwuerste in viele Teile
Deutschlands. Diese Bratwuerste werden sogar tonnenweise nach Spanien
exportiert. Also, es gibt viele Fleischer, die originale Thueringer
Bratwuerste
machen und auch als solche verkaufen, aber die echte Bratwurst ist fuer
mich die Schmalkaldener.

--
Marcel Dietsch
Philipp Melanchthon Gymnasium
eMail: die...@gmx.de

Dirk Bindmann

unread,
Jul 5, 1998, 3:00:00 AM7/5/98
to

Marcel Dietsch <marcel....@t-online.de> schrieb:

> Mein Hinweis sollte eigentlich nicht in einer solchen Diskussion enden...

Hat aber Spaß gemacht!

> >Oh! Ich wusste nicht, dass die Frage, ob Rostbratwürste auch Roster
> >genannt werden dürfen, eine solche Bedeutung für Dich hat. Ich bin
>
> Hat sie nicht. Ausserdem habe ich NICHT behauptet, dass Rostbratwuerste
> nicht Roster genannt werden duerfen. Ich wollte lediglich darauf hinweisen,
> dass diese Bezeichnung HIER nicht ueblich ist.

Wobei Du das Hier etwas weit gefasst hattest. Wenn ich mal aus Deinem
Artikel <6nj4kg$mah$1...@news00.btx.dtag.de> zitieren darf: "Also ich habe

noch nichts von 'Roster' o.ä. gehoert. Hier, in Thueringen, heisst das

einfach Bratwurst (oder Rostbratwurst)." Irgendeiner musste sich opfern
und darauf hinweisen, dass Thüringen größer ist als das Tal, in dem die
Schmalkalde gulgert.

> >Um Dir einen ersten Angriffspunkt zu bieten, hier meine These: "Roster"
> >wird außerhalb Schmalkaldens häufiger verwendet als "Rostbratwurst" und
> >"Bratwurst" zusammen.
>
> Eine Behauptung, die zu beweisen waere, aber das wird wirklich ein bisschen
> langweilig.

Schade! Ich hatte mir eine wirklich unterhaltsame Argumentations-
Strategie ausgedacht:

Meine Behauptung lässt sich natürlich kinderleicht beweisen, indem man
mit Alta Vista nach "Roster", "Bratwurst" und "Rostbratwurst" sucht. Wer
meint, es gäbe eine Welt außerhalb des Netzes, ist ein hoffnungsloser
Phantast. Mit Alta Vista habe ich heute um 21.00 Uhr 199 963 WWW-Seiten
gefunden, in denen "Roster" vorkam. WWW-Seiten mit "Bratwurst" gab es
nur 3589 und WWW-Seiten mit "Rostbratwurst" nur 103. 3589 plus 103 ist
3692, und das ist weniger als 199 963. Gewonnen!

Da ich meine paar Brocken Englisch im Dunstkreis Hollywoods gelernt habe
und die Vokabel für Besetzungsplan/Dienstplan kenne, kann ich mir dieses
Phänomen auch erklären. Nun könnte irgendein Korinthenkacker einwenden,
das englische "roster" schriebe man klein. So kleinlich darf man aber
nicht sein, denn eine solche Rechtschreibregel gibt es nicht.
Schließlich sind auch in der Verfassung der USA alle Substantive groß
geschrieben, nach deutscher Manier.

Einige nervende Mitgeschöpfe schöpfen leider nie aus Lethes Fluten und
bestehen ständig darauf, dass man sachlich diskutiere. Hier gehe es
nicht um Besetzungspläne, sondern um die Wurst, und überhaupt sei man
hier nicht in alt.usage.english, sondern in de.etc.sprache.deutsch. Auch
vor diesem Einwand zuckt der gelernte Rabulist nicht zurück, schlägt
seinen Ratgeber auf "Wie behalte ich garantiert das letzte Wort?" und
verweist mit ernster Miene auf die Tücken der deutschen Sprache und die
Zweideutigkeit des Satzes "'Roster' wird außerhalb Schmalkaldens
häufiger verwendet als 'Rostbratwurst' und 'Bratwurst' zusammen."
Natürlich verwendet man die beiden Wörter "Rostbratwurst" und
"Bratwurst" nur selten zusammen.

> Ich hoffe, dass das damit gegessen ist. Ich esse "Bratwurst" und Du isst
> eben "Roster", OK?

Igitt! Ich bin Vegetarier. Eigentlich habe ich von Bratwürsten gar keine
Ahnung.

Herzliche Grüße
Dirk

Michael Pronay

unread,
Jul 5, 1998, 3:00:00 AM7/5/98
to

Dirk Bindmann schrieb

>p. s.: Leider wird seit einigen Monaten die FAQL zu
>de.etc.sprache.deutsch nicht mehr gesendet.
>Darin war noch zu lesen: (. . .)

Aber das Nachlesen ist jedermann möglich
und h ö c h s t empfehlenswert:

http://x9.dejanews.com/getdoc.xp?AN=329668131

Michael


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Manfred Russ

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to

Am Mon, 06 Jul 1998 16:15:50 GMT schrieb Oliver Gassner:

> >Wie kömmt es eigentlich, daß Postings von T-Online häufig mehrere Tage
> >Verspätung haben?
[...]
> >
> >Werden die alle erst bei TOL gelesen und zensiert?
>
> Schlimmer. Datenverarbeitet.

Was wollt ihr? Immerhin wird das Ausgangkörbchen von TOL jetzt
schon zweimal wöchentlich geleert.


Manfred
--
Suche von Wladimir Woinowitsch:
"Ihr seid auf dem richtigen Weg, Genossen?"

Oliver Gassner

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to
marcel....@t-online.de (Marcel Dietsch) wrote/schrieb:

>Dirk Bindmann schrieb in Nachricht <6nooc1$v0f$1...@news01.btx.dtag.de>...


>
>>> Mein Hinweis sollte eigentlich nicht in einer solchen Diskussion enden...
>>
>>Hat aber Spaß gemacht!
>

>Es hat Spass gemacht, ganz richtig. Ich hab echt keine Zeit mehr (die
>Postings werden ja schliesslich immer laenger) fuer so eine Diskussion.
>
>*Plonk*

Du bist sicher, dass du weisst, was *Plonk* heisst?

OG
--
Literatur am Draht:
http://www.carpe.com/lit/
Meine "private" Homepage:
http://lit-inf.home.pages.de/


Peter Wuensche

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to

>
>Du bist sicher, dass du weisst, was *Plonk* heisst?
>

Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, aber das würde mich auch
interessieren.
Peter Wuensche
Bamberg

peter.w...@ktheo.uni-bamberg.de

Oliver Gassner

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to
peter.w...@ktheo.uni-bamberg.de (Peter Wuensche) wrote/schrieb:

>
>>
>>Du bist sicher, dass du weisst, was *Plonk* heisst?
>>
>
>Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, aber das würde mich auch
>interessieren.

Es ist die oeffentliche Ankuendigung, dass man eine *Person* (wegen
deren unakzeptablen Diskussionverhaltens) ins Killfile nimmt. D.h.
weitere Messages dieser Person ignorieren wird.

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