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? Aussprache "Hendl"

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Ulf.K...@web.de

unread,
Oct 14, 2017, 6:21:10 AM10/14/17
to
Moin,

hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl',
hatte eher, ohne es in Bajuwarien oder in
Österreich vernommen zu haben, mit
'Hänndl' gerechnet?

Gibt es beide Varianten?

Ist nur die erste echt?

Gruß, ULF

xylo...@gmail.com

unread,
Oct 14, 2017, 7:14:29 AM10/14/17
to
Auf dem Oktoberfest hört man nur Heendl, auf der Wettbewerbsveranstaltung
Canstatter Wasen heißt's Göckele - FR
Message has been deleted

Dorothee Hermann

unread,
Oct 14, 2017, 10:54:37 AM10/14/17
to
Am 14.10.2017 um 12:21 schrieb Ulf Kutzner:
> hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher, ohne es
> in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben, mit 'Hänndl'
> gerechnet? Gibt es beide Varianten?

In Oberbayern sagt man eher 'Gockerl', hier (Gegend Allgäu) hör ich
nur 'Hendl' (also mit langgezogenem "e").

> Ist nur die erste echt?

Was meinst Du mit "echt"?
;-)
Andere Gegend, andere Wörter, andere Aussprache.


Meistens sind es ganz junge Hühnchen, nicht Hähnchen, die auf den Grill
kommen.


Dorothee

Detlef Meißner

unread,
Oct 14, 2017, 10:54:54 AM10/14/17
to
Am 14.10.2017 um 16:51 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 14.10.2017 um 12:21 schrieb Ulf Kutzner:
>
>> hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher, ohne es
>> in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben, mit 'Hänndl'
>> gerechnet? Gibt es beide Varianten?
>
> In Oberbayern sagt man eher 'Gockerl', hier (Allgäu) und natürlich hör
> ich nur 'Hendl' (also mit langgezogenem "e").
>
>> Ist nur die erste echt?
> Andere Gegend, andere Wörter, andere Aussprache.
>
> Meistens sind es ganz junge Hühnchen, nicht Hähnchen, die auf den Grill
> kommen.
>
Ja, nur junge Hühner haben zartes Fleisch.

Detlef

Ulf.K...@web.de

unread,
Oct 14, 2017, 10:55:44 AM10/14/17
to
Moin,

Am Samstag, 14. Oktober 2017 16:51:06 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:

> > hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher, ohne es
> > in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben, mit 'Hänndl'
> > gerechnet? Gibt es beide Varianten?
>
> In Oberbayern sagt man eher 'Gockerl',

Das waren eher keine Hennen.

> hier (Allgäu) und natürlich hör
> ich nur 'Hendl' (also mit langgezogenem "e").
>
> > Ist nur die erste echt?
> Andere Gegend, andere Wörter,

Nachdem derlei wohl auch im weiland Wienerwald auflag,
wird es legitim sein, nach Varianten eines Wortes zu fragen.

> andere Aussprache.

Schon klar. Heißen hier auch Hinkel, wobei
meist nicht am Grillstand.

> Meistens sind es ganz junge Hühnchen, nicht Hähnchen, die auf den Grill
> kommen.

Gruß, ULF

Heinz Lohmann

unread,
Oct 14, 2017, 11:26:09 AM10/14/17
to
Am 14.10.2017 um 22:55 schrieb Ulf.K...@web.de:
> Nachdem derlei wohl auch im weiland Wienerwald auflag,
> wird es legitim sein, nach Varianten eines Wortes zu fragen.

Damals gern auch "Gummiadler" oder "Flattermann".

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Aleks Holub

unread,
Oct 14, 2017, 4:20:53 PM10/14/17
to
Am 14.10.2017 um 16:54 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 14.10.2017 um 12:21 schrieb Ulf Kutzner:
>> hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher, ohne es
>> in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben, mit 'Hänndl'
>> gerechnet? Gibt es beide Varianten?
>
> In Oberbayern sagt man eher 'Gockerl'

Sagt wer? Googerl?

Dann bestell hier mal ein (halbes) Gockerl. Man wird zwar wissen, was Du
meinst, Dich aber für eine ausländische Touristin halten.

Dorothee Hermann

unread,
Oct 14, 2017, 6:07:02 PM10/14/17
to
Am 14.10.2017 um 22:20 schrieb Aleks Holub:

>> In Oberbayern sagt man eher 'Gockerl'

> Sagt wer? Googerl?

Nein.

> Dann bestell hier mal ein (halbes) Gockerl. Man wird zwar wissen, was Du
> meinst, Dich aber für eine ausländische Touristin halten.

Dann wirst Du es wahrscheinlich (für Deine Region?) besser wissen, als
ich, die ich bis vor ca. zwei Jahren in der Nähe von Regensburg gute
Freundin oft besuchte. Und da auch ihr Umfeld kennenlernte.

Aber nach Deinen Worten hab ich gegoogelt, fand u.a. diesen Artikel
(aber der ist auch schon älter, ob das was ausmacht?):
https://www.herbstfest-rosenheim.de/mittendrin/aktuell/ovb-serie-hendl-gockl-oder-gockerl-herbstfest-903878.html
|Dort gibt's aber gar keine "Hendl", sondern "Gockerl". "Hendl, dees
|is münchnerisch! Bei ins sogdma Gockerl", erklärt der
|Hendlbraterei-Chef
und weiterhin ist von "Gockl", dann "Gockerl", "Giggerl" die Rede.

Dorothee

Helmut Richter

unread,
Oct 14, 2017, 6:38:19 PM10/14/17
to
Am 15.10.2017 um 00:07 schrieb Dorothee Hermann:

> Am 14.10.2017 um 22:20 schrieb Aleks Holub:
>
>>> In Oberbayern sagt man eher 'Gockerl'

Aus München (Obb.) kenn ich nur Hendl.

>> Dann bestell hier mal ein (halbes) Gockerl. Man wird zwar wissen, was Du
>> meinst, Dich aber für eine ausländische Touristin halten.
>
> Dann wirst Du es wahrscheinlich (für Deine Region?) besser wissen, als
> ich, die ich bis vor ca. zwei Jahren in der Nähe von Regensburg gute
> Freundin oft besuchte. Und da auch ihr Umfeld kennenlernte.

Regensburg ist nicht Obb., sondern Opf. (sogar die Hauptstadt). Aber
frag mich nicht, ob die Hendl-Grenze auf halbem Weg bei Mainburg an der
Grenze Obb./Ndb. oder erst kurz vor Regensburg an der Grenze Ndb./Opf.
liegt. Oder ganz woanders.

> Aber nach Deinen Worten hab ich gegoogelt, fand u.a. diesen Artikel
> (aber der ist auch schon älter, ob das was ausmacht?):
> https://www.herbstfest-rosenheim.de/mittendrin/aktuell/ovb-serie-hendl-gockl-oder-gockerl-herbstfest-903878.html
> |Dort gibt's aber gar keine "Hendl", sondern "Gockerl". "Hendl, dees
> |is münchnerisch! Bei ins sogdma Gockerl", erklärt der
> |Hendlbraterei-Chef
> und weiterhin ist von "Gockl", dann "Gockerl", "Giggerl" die Rede.

Die Etymologie von "Hendl" wäre interessant: kommt es von "Henne", die
sich mit halblangem und geschlossenem [e] spricht?

--
Helmut Richter

Ulf.K...@web.de

unread,
Oct 15, 2017, 9:15:03 AM10/15/17
to
Moin,

Am Samstag, 14. Oktober 2017 13:14:29 UTC+2 schrieb xylo...@gmail.com:

> > hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl',
> > hatte eher, ohne es in Bajuwarien oder in
> > Österreich vernommen zu haben, mit
> > 'Hänndl' gerechnet?
> >
> > Gibt es beide Varianten?
> >
> > Ist nur die erste echt?
>
> Auf dem Oktoberfest hört man nur Heendl,

Beim Duden finde ich etwas, was fast wie
die Aussprachenorm von "Händel" aussieht:

http://www.duden.de/rechtschreibung/Hendl
https://de.wiktionary.org/wiki/H%C3%A4ndel
(gut, da noch ergänzend mit silbischem 'l' [l̩]
dargestellt.)

Gruß, ULF

Dorothee Hermann

unread,
Oct 15, 2017, 1:21:53 PM10/15/17
to
Am 15.10.2017 um 00:39 schrieb Helmut Richter:
> Am 15.10.2017 schrieb Dorothee Hermann:

>> ... der Nähe von Regensburg

> Regensburg ist nicht Obb., sondern Opf. (sogar die Hauptstadt).

Irrtum!
Muss Rosenheim heißen.


Dorothee

Der Habakuk.

unread,
Oct 16, 2017, 12:39:44 AM10/16/17
to
Die zweite ist mMn jedenfalls falsch.

--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*

Dorothee Hermann

unread,
Oct 16, 2017, 5:06:14 AM10/16/17
to
Am 16.10.2017 um 06:39 schrieb Habakuk.:
> On 14.10.2017 12:21, Ulf Kutzner wrote:
>> hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher, ohne
>> es in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben, mit
>> 'Hänndl' gerechnet? Gibt es beide Varianten? Ist nur die erste
>> echt?

> Die zweite ist mMn jedenfalls falsch.


Na ja - "Hänndl" hört sich bisschen so nach Streit an.

Oder vielleicht eher das Gegenteil: 'Hänndl wiss käär'.


Dorothee
--
"Herr, ich habe dein Gerücht gehört, dass ich mich entsetze"
Habakuk, Kap.3,2


Detlef Meißner

unread,
Oct 16, 2017, 5:15:20 AM10/16/17
to
Am 16.10.2017 um 11:06 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 16.10.2017 um 06:39 schrieb Habakuk.:
>> On 14.10.2017 12:21, Ulf Kutzner wrote:
>>> hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher, ohne
>>> es in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben, mit
>>> 'Hänndl' gerechnet? Gibt es beide Varianten? Ist nur die erste
>>> echt?
>
>> Die zweite ist mMn jedenfalls falsch.
>
>
> Na ja - "Hänndl" hört sich bisschen so nach Streit an.

Oder Musik.

Detlef

Reinhold {Rey} Aman

unread,
Oct 16, 2017, 12:38:55 PM10/16/17
to
Helmut Richter schrieb:
>
> Die Etymologie von "Hendl" wäre interessant: kommt es von "Henne",
> die sich mit halblangem und geschlossenem [e] spricht?
>
Ja, "Hendl" kommt von "Henne", nicht "Hahn".
In manchen bayrischen Wörtern wird der Sproßkonsonant <d> vor der
Diminutiv-Endung <-l> eingeschoben. Beispiele:

Deutsch Bayrisch Diminutiv
------------------------------
Henne Henn Hendl
Mann Mõ Màndl oder Mànndl
Pfanne Pfann Pfàndl
Wanne Wann Wàndl
Kanne Kann Kàndl
Fahne Faan Fàndl

[à = helles A; õ = nasales O]

~~~ Reinhold {"Wörter-Aktivist"} Aman ~~~

Frank Hucklenbroich

unread,
Oct 17, 2017, 2:32:20 AM10/17/17
to
Am Mon, 16 Oct 2017 09:38:57 -0700 schrieb Reinhold {Rey} Aman:

> Helmut Richter schrieb:
>>
>> Die Etymologie von "Hendl" wäre interessant: kommt es von "Henne",
>> die sich mit halblangem und geschlossenem [e] spricht?
>>
> Ja, "Hendl" kommt von "Henne", nicht "Hahn".

Wieder was gelernt. Ich dachte immer, das sei das bayrische Pendant zum
"Hähnchen".

Grüße,

Frank

Fritz

unread,
Oct 17, 2017, 8:53:34 AM10/17/17
to
Am 16.10.17 um 11:06 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 16.10.2017 um 06:39 schrieb Habakuk.:
>> On 14.10.2017 12:21, Ulf Kutzner wrote:
>>> hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher, ohne
>>> es in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben, mit
>>> 'Hänndl' gerechnet? Gibt es beide Varianten? Ist nur die erste
>>> echt?
>
>> Die zweite ist mMn jedenfalls falsch.
>
>
> Na ja - "Hänndl" hört sich bisschen so nach Streit an.
>
> Oder vielleicht eher das Gegenteil: 'Hänndl wiss käär'.
(weanarisch is ost-boarisch)

Es soidats dees amoi lesn a hendl rennt auf da wiesn und gockad wauns a
ei glegt hot;-))

<http://www.ostarrichi.org/woerterbuch.html>
<http://www.oesterreichisch.net/index.html?limit=0>

<http://www.noe-mundart.at/>
<http://www.mostviertler-dialekt.at/>

<http://www.franzstelzhamer.at/Publikation.php?Pid=71>
<http://www.franzstelzhamer.at/nzMundart.htm>

<http://www.mundartig.at/index.php/projekte/articles/DMF2012.html>

<https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Wienerisch>
<https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Wiener_Dialekt>
<http://regiowiki.at/wiki/Wienerisch>

<http://www.villacher.net/weatabuach/wbuach.asp?buchstabe=alle>

<http://www.bairische-sprache.at>
<http://www.bairische-sprache.at/Raamaremarawengboarisch.html>

<http://www.fim.uni-linz.ac.at/Woerterbuch_oesterr_deut_englisch.htm>

<http://www.noe-mundart.at/pdf/leseprobe_2.pdf>
<http://www.links234.at/links234/redewendungen.htm>
<http://weanerisch.blogspot.co.at/p/lexikon.html>
<http://www.hojas.co.at/Gruppen/Woerterbuch/Wienerisch.html>

<https://www.janko.at/Wienerisch/index.htm>
<https://www.janko.at/Wienerisch/>
<http://www.vokabeln.de/v3/vorschau/Oesterreichisch_Wienerisch.htm>

<http://www.bildspur.at/wienerisch/sites/glossar/glexikon.html>

Das "Wörterbuch der Wiener Mundart"
<http://sciencev1.orf.at/science/news/58848>

<https://www.50plus-treff.at/forum/wienerisch-dialekte-und-ausdruecke-aus-Österreich-t15410.html>

<http://www.reisemobilstellplatz-wien.at/deutsch/wien/Lexikon/lexikon.htm>

<https://www.germanscooterforum.de/topic/133836-kleines-wörterbuch-wienerisch-deutsch/>

<http://www.echtwien.at/home/literatur/lexikon/>
<http://www.echtwien.at/home/literatur/lexikon/A>
<http://www.1020-wien.at/wienerisch-weanarisch.php>
<https://www.deutschakademie.com/blog/wienerisch-das-andere-deutsch/>
<http://members.aon.at/berri/wienerische_idiomen.htm>
<http://www.wien-bilder.at/2015/06/wiener-dialekt/>

<http://www.sattlegger.net/books/DaZuagraste/DaZuagraste_Leseprobe.pdf>

<https://de.wikipedia.org/wiki/Österreichisches_Wörterbuch>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Österreichisches_Deutsch>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Dialekte_in_Bayern>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte>
<https://bar.wikipedia.org/wiki/Weanarisch>
<https://bar.wikipedia.org/wiki/Ostmiddlboarisch>
<https://bar.wikipedia.org/wiki/Boarisch>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Austriazismen>

<https://de.wikipedia.org/wiki/Wörterbuch_der_bairischen_Mundarten_in_Österreich>

<http://www.bayrisches-woerterbuch.de/aussprache-bayrisch/>
<http://www.woerterbuch-deutsch-bayerisch.de>

<http://www.mundart-burgenland.at/woerterbuch.php>
<http://www.mundart-burgenland.at/woerterbuch.php?lang=hianzisch&char=A>

<https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Symbole/Jiddisch>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Wörter_aus_dem_Hebräischen_und_Jiddischen>

<http://www.ostarrichi.org/>
<http://www.oesterreichisch.net/>

<http://www.stupidedia.org/stupi/Österreichisch>
<http://www.stupidedia.org/stupi/Bayrisch>
<http://www.stupidedia.org/stupi/Deutsch>

<http://www.mundl.net/sprueche/>
<http://www.mundl.net/woerterbuch/>

--
Fritz
Das bunte Treiben der Kreischer hierconfs:
'Alternative Wahrheiten' 'Alternative Fakten' 'Postfaktische Wahrheiten'
'Fake News' 'Bunte Sprache'

Dorothee Hermann

unread,
Oct 17, 2017, 10:25:28 AM10/17/17
to
Am 17.10.2017 um 14:53 schrieb Fritz at tb nomailinvalid:
Ich hab mal den Betreffwechsel gerichtet! ;-)


Lieber "Fritz-Invalid",
ich nenne ja auch gern ein/zwei/drei Links zur Bekräftigung meiner Sätze.
Aber Du übertriffst alles!
Alles!
Sollte mich irgendwann jemand damit nerven, dass ich Links nenne - so
werde ich Dich als Beispiel nennen - der Du hast immerhin *55 Links*
genannt!
(Ich bin gespannt, wer alles 'was' liest) ;-)
Die Seite aus Deinem Sortiment kann ich zum Fall "Hendl" empfehlen:
http://www.ostarrichi.org/dictionary-search.html?search=Hendl

Dorothee

Fritz

unread,
Oct 17, 2017, 12:15:17 PM10/17/17
to
Am 17.10.17 um 16:25 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 17.10.2017 um 14:53 schrieb Fritz at tb nomailinvalid:
> Ich hab mal den Betreffwechsel gerichtet! ;-)

woa ~ war ~ was

> Lieber "Fritz-Invalid",
> ich nenne ja auch gern ein/zwei/drei Links zur Bekräftigung meiner Sätze.
> Aber Du übertriffst alles!
> Alles!
> Sollte mich irgendwann jemand damit nerven, dass ich Links nenne - so
> werde ich Dich als Beispiel nennen - der Du hast immerhin *55 Links*
> genannt!
> (Ich bin gespannt, wer alles 'was' liest) ;-)

Willkommen im Usenet 4.0 ;-)))

Oba dees paast ah dazua:

DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN

dees finst a aum staumtisch .... ;-)

Stefan Froehlich

unread,
Oct 17, 2017, 1:07:56 PM10/17/17
to
On Mon, 16 Oct 2017 11:06:12 Dorothee Hermann wrote:
> Am 16.10.2017 um 06:39 schrieb Habakuk.:
> > On 14.10.2017 12:21, Ulf Kutzner wrote:
> >> hörte letztens zu meiner Überraschung 'Heendl', hatte eher,
> >> ohne es in Bajuwarien oder in Österreich vernommen zu haben,
> >> mit 'Hänndl' gerechnet? Gibt es beide Varianten? Ist nur die
> >> erste echt?

> > Die zweite ist mMn jedenfalls falsch.

> Na ja - "Hänndl" hört sich bisschen so nach Streit an.

Ich halte es für müßig, bei nicht-normierten Dialektschreibweisen
über "ä" vs. "e" zu streiten. Die Interpretation der Leser dürfte
breiter sein, als das, was damit an Unterschied ausgedrückt werden
soll.

Ich würde ein kleines Huhn jederzeit (schriftlich) als "Hendl"
titulieren, das Wort aber exakt gleich aussprechen wie G.F. Händl.
Insofern.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

In Stefan steckt mehr, als man wünscht.
(Sloganizer)

Stefan Schmitz

unread,
Oct 17, 2017, 4:58:13 PM10/17/17
to
Am Dienstag, 17. Oktober 2017 18:15:17 UTC+2 schrieb Fritz:

> DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN

^^

Das bekomme ich nicht übersetzt. Ist das vielleicht zuviel?

Christina Kunze

unread,
Oct 17, 2017, 5:05:05 PM10/17/17
to
Da bin ich ja gespannt. Bei mir bleibt kein Rest.

chr

Dorothee Hermann

unread,
Oct 17, 2017, 5:22:25 PM10/17/17
to
Am 17.10.2017 um 22:58 schrieb Stefan Schmitz:
> Am Dienstag, 17. Oktober 2017 18:15 schrieb Fritz:

>> DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN
>
> ^^

> Das bekomme ich nicht übersetzt. Ist das vielleicht zuviel?


DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN

Da hocken die da, die alleweil da hocken.

Da sitzen die da, die immer da sitzen.

('Super-Hochdeutsch') ;-)


Dorothee

Stefan Schmitz

unread,
Oct 17, 2017, 5:26:29 PM10/17/17
to
Am Dienstag, 17. Oktober 2017 23:22:25 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 17.10.2017 um 22:58 schrieb Stefan Schmitz:
> > Am Dienstag, 17. Oktober 2017 18:15 schrieb Fritz:
>
> >> DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN
> >
> > ^^
>
> > Das bekomme ich nicht übersetzt. Ist das vielleicht zuviel?
>
>
> DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN
>
> Da hocken die da, die alleweil da hocken.

Welchen Sinn hat das zweite "da"? Ohne fände ich es natürlicher.

Dorothee Hermann

unread,
Oct 17, 2017, 5:45:59 PM10/17/17
to
Am 17.10.2017 um 23:26 schrieb Stefan Schmitz:
Wieso "Sinn"? ("Natürlicher" nur in Deinen Ohren)
;-)

*Man weiß, wo sie hocken, nämlich "da".
*Von der Satzmelodie klingt's besser.


In Bayern würde es ungefähr so heißen:
Da hocken die, die wo immer da hocken.


Dorothee

Frank Hucklenbroich

unread,
Oct 18, 2017, 2:12:16 AM10/18/17
to
Am Tue, 17 Oct 2017 14:26:28 -0700 (PDT) schrieb Stefan Schmitz:

> Am Dienstag, 17. Oktober 2017 23:22:25 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:
>> Am 17.10.2017 um 22:58 schrieb Stefan Schmitz:
>>> Am Dienstag, 17. Oktober 2017 18:15 schrieb Fritz:
>>
>>>> DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN
>>>
>>> ^^
>>
>>> Das bekomme ich nicht übersetzt. Ist das vielleicht zuviel?
>>
>>
>> DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN
>>
>> Da hocken die da, die alleweil da hocken.

Danke, das "OIWEI" hatte ich auch nicht verstanden.

> Welchen Sinn hat das zweite "da"? Ohne fände ich es natürlicher.

Ich finde es so schon ziemlich passend. Die hocken eben so da rum (z.B. am
Stammtisch).

Grüße,

Frank

Fritz

unread,
Oct 18, 2017, 3:15:52 AM10/18/17
to
Am 18.10.17 um 08:12 schrieb Frank Hucklenbroich:
schee eich amoi eecht deitsch beizbringa, so wia an da schnobi gwochsn
is ;-)))

Ulf.K...@web.de

unread,
Oct 18, 2017, 4:06:43 AM10/18/17
to
Am Dienstag, 17. Oktober 2017 16:25:28 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:

> Die Seite aus Deinem Sortiment kann ich zum Fall "Hendl" empfehlen:
> http://www.ostarrichi.org/dictionary-search.html?search=Hendl

In Wien also keine Henne.

Gruß, ULF

Dorothee Hermann

unread,
Oct 18, 2017, 5:17:20 AM10/18/17
to
Am 18.10.2017 um 09:15 schrieb Fritz:
> Am 18.10.17 um 08:12 schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Tue, 17 Oct 2017 14:26 schrieb Stefan Schmitz:
>>> Am Dienstag, 17. Oktober 2017 23:22 schrieb Dorothee Hermann:
>>>> Am 17.10.2017 um 22:58 schrieb Stefan Schmitz:
>>>>> Am Dienstag, 17. Oktober 2017 18:15 schrieb Fritz:
>>>>>> DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN
>>>>> ^^ Das bekomme ich nicht übersetzt. Ist das vielleicht
>>>>> zuviel?

>>>> DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN

>>>> Da hocken die da, die alleweil da hocken.

>> Danke, das "OIWEI" hatte ich auch nicht verstanden.

>>> Welchen Sinn hat das zweite "da"? Ohne fände ich es natürlicher.

>> Ich finde es so schon ziemlich passend. Die hocken eben so da rum
>> (z.B. am Stammtisch).

> schee eich amoi eecht deitsch beizbringa, so wia an da schnobi
> gwochsn is ;-)))


Das ist kein Deutsch - das ist Dialekt!

https://www.tz.de/politik/tz-auf-bairisch-ere108588/schuiminisdda-spaenle-so-wichtig-is-mundart-fuer-schueler-6140522.html

Dorothee
--
Vorsichtshalber: Semikolon, Minus, Klammer zu

xylo...@gmail.com

unread,
Oct 18, 2017, 8:07:10 AM10/18/17
to
Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 11:17:20 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:

>>>>> DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN

>>>>> Da hocken die da, die alleweil da hocken.

Hier sitzen die, die immer hier sitzen.

>>>> Welchen Sinn hat das zweite "da"? Ohne fände ich es natürlicher.

>> schee eich amoi eecht deitsch beizbringa, so wia an da schnobi
>> gwochsn is ;-)))

> Das ist kein Deutsch - das ist Dialekt!

Ja, und zwar derjenige der Schlawiener - evoziert schnell
einen Ekelherpes.

FR

Dorothee Hermann

unread,
Oct 18, 2017, 3:32:29 PM10/18/17
to
Am 18.10.2017 um 14:07 schrieb Florian Ritter:
> Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 Dorothee Hermann:
>>>>> Fritz schrieb:
>>>>>> DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN

>>>>>> Da hocken die da, die alleweil da hocken.

> Hier sitzen die, die immer hier sitzen.

Das ist aber nicht richtig übersetzt.

>>>>> Welchen Sinn hat das zweite "da"? Ohne fände ich es natürlicher.

>>> schee eich amoi eecht deitsch beizbringa, so wia an da schnobi
>>> gwochsn is ;-)))

>> Das ist kein Deutsch - das ist Dialekt!

> Ja, und zwar derjenige der Schlawiener
^^^^^^

Könnte tatsächlich sein, dass der Fritz ein Österreicher ist.
;-)

> - evoziert schnell einen Ekelherpes.

Ja oder nein?


Dorothee

Stefan Schmitz

unread,
Oct 18, 2017, 4:51:05 PM10/18/17
to
Ah ja, im Sinne von "herum" passt dieses "da". Die anderen beiden entsprechen
ja dem üblichen "dort".

Stephen Hust

unread,
Oct 18, 2017, 5:11:33 PM10/18/17
to
| Hendl Henne
|
(Peter Wehle, "Sprechen Sie Wienerisch?", Wien - Heidelberg, 1980, S. 160.)

| *Hendl*, *Henderl*, das; -s, -n [Vkl. von Henne = weibliches Huhn; das
| d ist ein Sprosskonsonant zwischen -n- und -l bzw. -erl zur leichteren
| Aussprache, wie in Dirndl] (Küchenspr., auch bair.; in D ansonsten:
| Brathähnchen, d. h. Vkl. von Hahn = männliches Huhn; gegessen werden
| in beiden Ländern sowohl weibliche als auch männliche Hühner, ohne
| dass sie als solche ausgewiesen werden) (Küchenspr., auch süddt.):
| /Huhn/ [...]
|
(Robert Sedlaczek, Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs, Innsbruck
- Wien, 2011, S. 132. Im Original ist nach "ausgewiesen werden" eine
eckige Klammer und die Kommas nach "Hendl" und "Henderl" in der ersten
Zeile sind fettgedruckt.)

| *Hendl*, *Henderl*, das; -s, -n [Vkl. von Henn [sic!]; in der
| Küchenspr. ist allerdings ein Huhn jeglichen Geschlechts gemeint, denn
| zum Verzehr geeignete Hendln (Backhendln, Brathendln) können sowohl
| weiblich als auch männlich sein (in D meist Hähnchen = Vkl. von
| männliches Huhn, in der dortigen Küchenspr. ebenfalls gleichgültig, ob
| weiblich oder männlich; das d in Hendl ist ein Sprosskonsonant
| zwischen -n- und -l bzw. -erl zur leichteren Aussprache, wie in Dirndl
| etc.; (Küchenspr., auch bair.)]: /Huhn/ [...]
|
(Robert Sedlaczek, Wörterbuch des Wienerischen, Innsbruck - Wien, 2011,
S. 126. Ich nehme an, daß "Henn" in der ersten Zeile ein Druckfehler
ist. Im Original sind die Kommas nach "Hendl" und "Henderl" in der
ersten Zeile fettgedruckt.)

Eine Grammatikfrage: Im zweiten Sedlaczek-Zitat steht:

| in D meist Hähnchen = Vkl. von männliches Huhn

Stimmt hier "von männliches Huhn" (anstatt z. B. "vom männlichen Huhn"
oder "von männlichem Huhn")? Wenn ja, warum? Die Nominativ-Variante
kommt mir irgendwie komisch vor, die Dativ-Varianten aber auch.

--
Steve

My e-mail address works as is.

René Marquardt

unread,
Oct 18, 2017, 5:33:14 PM10/18/17
to
"Stammtisch".

Heinz Lohmann

unread,
Oct 18, 2017, 8:43:05 PM10/18/17
to
Am 19.10.2017 um 05:11 schrieb Stephen Hust:
> Eine Grammatikfrage: Im zweiten Sedlaczek-Zitat steht:
>
> | in D meist Hähnchen = Vkl. von männliches Huhn
>
> Stimmt hier "von männliches Huhn" (anstatt z. B. "vom männlichen Huhn"
> oder "von männlichem Huhn")? Wenn ja, warum? Die Nominativ-Variante
> kommt mir irgendwie komisch vor, die Dativ-Varianten aber auch.

Ich vermute, er meint es so:
Verkleinerung von "männliches Huhn" (= das undeklinierte Stichwort).

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Reinhold {Rey} Aman

unread,
Oct 19, 2017, 1:08:43 AM10/19/17
to
Dorothee Hermann schrieb:
>
> Fritz:
>> DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN
>
> Da hocken die da, die alleweil da hocken.
>
Nachdem Du nun "ost-boarisch" (wissenschaftlich:
Ostmittelbairisch) erfolgreich ins Deutsche übersetzt hast,
eine Kostprobe aus dem Westmittelbairischen (Niederbayern
und Oberbayern).

Wie der Wiener Fritz, schreibe ich die Wörter auch
zusammen, um es ein bißchen schwieriger zu machen:

A: "Bàddàmààdu!"
B: "Mààddennàbàddàràà? Mõmààdu!"

[Wie üblich: à = helles A wie in "Bàzi"]

~~~ Reinhold {Rey} Aman ~~~

Fritz

unread,
Oct 19, 2017, 1:43:57 AM10/19/17
to
Am 18.10.17 um 23:11 schrieb Stephen Hust:
> (Robert Sedlaczek, Wörterbuch des Wienerischen, Innsbruck - Wien, 2011,
> S. 126. Ich nehme an, daß "Henn" in der ersten Zeile ein Druckfehler
> ist. Im Original sind die Kommas nach "Hendl" und "Henderl" in der
> ersten Zeile fettgedruckt.)

'de Henn' ist im ländlichen Raum (NÖ - Weinviertel) durchaus gebräuchlich!

Fritz

unread,
Oct 19, 2017, 1:46:12 AM10/19/17
to
Am 18.10.17 um 23:11 schrieb Stephen Hust:
> (Robert Sedlaczek, Wörterbuch des Wienerischen, Innsbruck - Wien, 2011,
> S. 126. Ich nehme an, daß "Henn" in der ersten Zeile ein Druckfehler
> ist. Im Original sind die Kommas nach "Hendl" und "Henderl" in der
> ersten Zeile fettgedruckt.)

'de Henn' ist im ländlichen Raum (NÖ - Weinviertel) durchaus gebräuchlich!

Mit 'dei/sei Henn' meint man u.U. etwa nicht das Federvieh, sondern die
Freundin eines Burschens.

Fritz

unread,
Oct 19, 2017, 1:57:02 AM10/19/17
to
Am 18.10.17 um 21:32 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 18.10.2017 um 14:07 schrieb Florian Ritter:
>> Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 Dorothee Hermann:
>>>>>> Fritz schrieb:
>>>>>>> DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN
>>>>>>> Da hocken die da, die alleweil da hocken.
>> Hier sitzen die, die immer hier sitzen.
> Das ist aber nicht richtig übersetzt.
>
>>>>>> Welchen Sinn hat das zweite "da"? Ohne fände ich es natürlicher.
>>>> schee eich amoi eecht deitsch beizbringa, so wia an da schnobi
>>>> gwochsn is ;-)))
>>> Das ist kein Deutsch - das ist Dialekt!
>> Ja, und zwar derjenige der Schlawiener
> ^^^^^^
>
> Könnte tatsächlich sein, dass der Fritz ein Österreicher ist.

Wie kommst du nur auf so etwas? :-))))

Viele Niederösterreicher (Weinviertler) und Alt-Wiener (die sind schon
seit K&K Zeiten eine Minderheit) sich nach Osten ausgewanderte
Ost-Boarische.

<https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b8/Historische_Innviertler_Karte_%281779%29.jpg>

<https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b8/Bayern_um_788.png>

Bayern 952-976:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Bayerns#/media/File:Karte_Herzogtum_Bayern_im_10._Jahrhundert.png>

Damals waren NÖ und Wien auch Teil von Bayern.
Nicht umsonst ist 'Ostboarisch' noch Teil von Wienerisch und
Weinviertlerisch

Bayern, Alamannia, Francia, Carantanien, Ostarrihi u. Böhmen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Bayerns#/media/File:Bajovaria_1000AD.png>

Bayern 1688 (inkl. Salzburg & Wolfgangsee):
<https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/05/Circulus_Bavaricus-1688.jpg>

Bayern 1808 (inkl. Innsbruck, Meran, Bozen, Brixen, Trient):
<https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Eintheilung_des_K%C3%B6nigreichs_Baiern_1808.jpg>

Fritz

unread,
Oct 19, 2017, 2:10:37 AM10/19/17
to
Am 18.10.17 um 23:33 schrieb René Marquardt:
DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN
oder kurz gefasst
DHDDDODH
steht in Holz geschnitzt auf so manchem Stammtisch im ländlichen Raum.

Sergio Gatti

unread,
Oct 19, 2017, 4:00:59 AM10/19/17
to
Fritz hat am 19.10.2017 um 07:57 geschrieben:

> Bayern 1808 (inkl. Innsbruck, Meran, Bozen, Brixen, Trient):
> <https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Eintheilung_des_K%C3%B6nigreichs_Baiern_1808.jpg>


Na ja, das war aber eine sehr kurzfristige Entwicklung von
Napoleons Gnaden. Sag nie Bayer zu einem Tiroler!

Dorothee Hermann

unread,
Oct 19, 2017, 4:42:25 AM10/19/17
to
Am 19.10.2017 um 07:08 schrieb Reinhold {Rey} Aman:

> ... schreibe ich die Wörter auch zusammen, um es ein bißchen
> schwieriger zu machen:

Wirklich nur ein bisschen ;-)

> A: "Bàddàmààdu!"

(Badda, ma a du)
Pater, mäh (auch) du.

> B: "Mààddennàbàddàràà? Mõmààdu!"

Mäht denn ein Pater auch? Mann, mäh auch du.


Dorothee, oder so ähnlich - bin ja kein Übersetzer
;-)

xylo...@gmail.com

unread,
Oct 19, 2017, 5:52:27 AM10/19/17
to
Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 21:32:29 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:

>>>>>>> DO HUCKN DE DO DE OIWEI DO HOCKN

>>>>>>> Da hocken die da, die alleweil da hocken.

>> Hier sitzen die, die immer hier sitzen.

> Das ist aber nicht richtig übersetzt.

Der gemeine Austriake sagt "da" wenn er "hier" meint.

>>>> schee eich amoi eecht deitsch beizbringa, so wia an da schnobi
>>>> gwochsn is ;-)))

>>> Das ist kein Deutsch - das ist Dialekt!

>> Ja, und zwar derjenige der Schlawiener

> Könnte tatsächlich sein, dass der Fritz ein Österreicher ist.

Echt jetzt mal?

>> evoziert schnell einen Ekelherpes.

> Ja oder nein?

Vor diese Wahl gestellt, entscheide ich mich für "darüber" - FR

Ulf.K...@web.de

unread,
Oct 19, 2017, 6:26:59 AM10/19/17
to
Moin,

Am Dienstag, 17. Oktober 2017 18:15:17 UTC+2 schrieb Fritz:

> Oba dees paast ah dazua:
>
> DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN

Rheingau- und Rheinhessenfränkisch:

"Do hocke die wo immer do hocke."

http://www.rheingau-echo.de/nachrichten/region/geisenheim/do-hocke-immer-do-hocke-id16283.html

Gruß, ULF

Fritz

unread,
Oct 19, 2017, 7:29:41 AM10/19/17
to
Am 19.10.17 um 10:00 schrieb Sergio Gatti:
Nun denn, lies mal bitte dieses:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tirol#R.C3.B6merzeit>
»In dieser Zeit übernahmen die in Tirol lebenden illyrischen und
rätischen Stämme das Vulgärlatein und verbanden es mit ihrer eigenen
Sprache. Daraus wurde dann das noch heute gesprochene Rätoromanisch.«

»In der Spätantike (ab 476 n. Chr.) gehörte Tirol zum Reich der
ostgermanischen Ostgoten. 534 überließen diese den Vinschgau mit Meran
bis zur Passer den westgermanischen Franken. Nach dem Zusammenbruch des
Ostgotenreichs (550/553) erfolgte von Norden her die Einwanderung der
westgermanischen Bajuwaren (Baiern), während ab 568 die ostgermanischen
Langobarden weite Teile Italiens eroberten und von Süden heraufdrangen.
Im heutigen Trentino, dem ehem. Welschtirol, errichteten sie das
langobardische Herzogtum Trient, das bis Bozen reichte. Von Osten
erfolgte slawische Besiedelung, die wohl bis zur Eroberung Kärntens
durch die Baiuwaren an die Grenzen Osttirols herangereicht hat.[4]«

<https://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwaren>
»Bajuwaren (auch Baiuwaren) ist die ursprüngliche Namensform der Baiern,
eines gegen Ende der Völkerwanderung entstandenen Volkes, das den
Großteil Altbayerns, Österreichs und Südtirols besiedelte.«

<https://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwaren#/media/File:Bairisches_Mundartgebiet.PNG>

Fritz

unread,
Oct 19, 2017, 7:35:29 AM10/19/17
to
Am 19.10.17 um 07:46 schrieb 'Ingrid' Fritz:
> Am 18.10.17 um 23:11 schrieb Stephen Hust:
>> (Robert Sedlaczek, Wörterbuch des Wienerischen, Innsbruck - Wien,
>> 2011, S. 126. Ich nehme an, daß "Henn" in der ersten Zeile ein
>> Druckfehler ist. Im Original sind die Kommas nach "Hendl" und
>> "Henderl" in der ersten Zeile fettgedruckt.)
>
> 'de Henn' ist im ländlichen Raum (NÖ - Weinviertel) durchaus gebräuchlich!
>
> Mit 'dei/sei Henn' meint man u.U. etwa nicht das Federvieh, sondern die
> Freundin eines Burschens.
>

a steule Henn = ein fesches aufreizendes Madl.

xylo...@gmail.com

unread,
Oct 19, 2017, 9:35:19 AM10/19/17
to
Am Donnerstag, 19. Oktober 2017 13:29:41 UTC+2 schrieb Fritz:

> <https://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwaren>
> »Bajuwaren (auch Baiuwaren) ist die ursprüngliche Namensform der Baiern,
> eines gegen Ende der Völkerwanderung entstandenen Volkes, das den
> Großteil Altbayerns, Österreichs und Südtirols besiedelte.«

Man nennt sie auch Findelkind der Völkerwanderung - FR

Frank Hucklenbroich

unread,
Oct 19, 2017, 10:44:49 AM10/19/17
to
Am Thu, 19 Oct 2017 02:52:26 -0700 (PDT) schrieb xylo...@gmail.com:

> Der gemeine Austriake sagt "da" wenn er "hier" meint.

Die Computersprecherin in den Kölner Straßenbahnen offensichtlich auch: Vor
der Endstation heißt es "Diese Fahrt endet dort. Wir bitten Sie, dort
auszusteigen".

Grüße,

Frank

Stefan Schmitz

unread,
Oct 19, 2017, 11:26:30 AM10/19/17
to
*Vor* der Endstation ist es ja noch nicht "hier".
Wenn der Spruch auch *an* der Endstation kommt, ist das was anderes.

Reinhold {Rey} Aman

unread,
Oct 19, 2017, 11:34:31 AM10/19/17
to
Dorothee Hermann schrieb:
>
> Am 19.10.2017 schrieb Reinhold {Rey} Aman:
>
>> ... schreibe ich die Wörter auch zusammen, um es ein bißchen
>> schwieriger zu machen:
>
> Wirklich nur ein bisschen ;-)
>
>> A: "Bàddàmààdu!"
>
> (Badda, ma a du)
>
Badda, maa du
>
> Pater, mäh (auch) du.
>
Pater, mäh du.
>
>> B: "Mààddennàbàddàràà? Mõmààdu!"
>
> Mäht denn ein Pater auch? Mann, mäh auch du.
>
Mann, mäh du.

Das Wort "màà" (mäh) hat ein langes helles A, ist also
nicht "mà" + "à" (mäh + auch).

Sonst ausgezeichnet! Respekt!
>
> Dorothee, oder so ähnlich - bin ja kein Übersetzer
> ;-)

~~~ Reinhold {"Wörter-Aktivist"} Aman ~~~

Dorothee Hermann

unread,
Oct 19, 2017, 12:33:14 PM10/19/17
to
Am 19.10.2017 um 17:34 schrieb Reinhold {Rey} Aman:

>>> bißchen schwieriger zu machen:

>> Wirklich nur ein bisschen ;-)


> Sonst ausgezeichnet! Respekt!

Danke *rotwerd*

>> Dorothee, oder so ähnlich - bin ja kein Übersetzer ;-)

> ~~~ Reinhold {"Wörter-Aktivist"} Aman ~~~

*schmunzel* Ich kenn Dich!


Dorothee, und was ist mit "bisschen"?

Jakob Achterndiek

unread,
Oct 19, 2017, 1:54:28 PM10/19/17
to
Hinter vorgehaltener Hand auch die Fußkranken der Völkerwanderung.
--
j/\a

xylo...@gmail.com

unread,
Oct 20, 2017, 1:20:23 PM10/20/17
to
Am Donnerstag, 19. Oktober 2017 19:54:28 UTC+2 schrieb Jakob Achterndiek:

>>> »Bajuwaren (auch Baiuwaren) ist die ursprüngliche Namensform der Baiern,
>>> eines gegen Ende der Völkerwanderung entstandenen Volkes, das den
>>> Großteil Altbayerns, Österreichs und Südtirols besiedelte.«

>> Man nennt sie auch Findelkind der Völkerwanderung

> Hinter vorgehaltener Hand auch die Fußkranken der Völkerwanderung.

Aus den niederbayerischen Rundschädeln sollen die auf dem
Lechfeld geschlagenen Ungarn zu uns sprechen - FR

Sergio Gatti

unread,
Oct 21, 2017, 11:16:35 AM10/21/17
to
Fritz hat am 19.10.2017 um 13:29 geschrieben:
Gelesen. Einen Zusammenhang mit der Entwicklung Bayerns und
Tirols seit z. B. dem Jahr 1200 kann ich aber immer noch
nicht erkennen.

Henning Sponbiel

unread,
Oct 21, 2017, 12:48:54 PM10/21/17
to
On Sat, 21 Oct 2017 17:16:33 +0200, Sergio Gatti wrote:

>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwaren>
>> »Bajuwaren (auch Baiuwaren) ist die ursprüngliche Namensform
>> der Baiern, eines gegen Ende der Völkerwanderung
>> entstandenen Volkes, das den Großteil Altbayerns,
>> Österreichs und Südtirols besiedelte.«
...^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

>>
>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwaren#/media/File:Bairisches_Mundartgebiet.PNG>
>
>
>Gelesen. Einen Zusammenhang mit der Entwicklung Bayerns und
>Tirols seit z. B. dem Jahr 1200 kann ich aber immer noch
>nicht erkennen.

Tirol ist/ Südtirol war ein Teil Österreichs.


Henning

Sergio Gatti

unread,
Oct 21, 2017, 1:45:07 PM10/21/17
to
Henning Sponbiel hat am 21.10.2017 um 18:43 geschrieben:
Schon besser als Ulf.
Richtig ist aber nur:
> On Sat, 21 Oct 2017 17:16:33 +0200, Sergio Gatti wrote:
>> Fritz hat am 19.10.2017 um 13:29 geschrieben:
>
>>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwaren>
>>> »Bajuwaren ...

Und jetzt inhaltlich.
Südtirol heißt Südtirol, weil ...
Na, denk mal darüber nach.

Richtig: Weil es jahrhundertelang ein Teil von Tirol war.

Reinhold {Rey} Aman

unread,
Oct 21, 2017, 9:02:02 PM10/21/17
to
Dorothee Hermann schrieb:
>
> Am 19.10.2017 um 17:34 schrieb Reinhold {Rey} Aman:
>
>>>> bißchen schwieriger zu machen:
>
>>> Wirklich nur ein bisschen ;-)
>
>> Sonst ausgezeichnet! Respekt!
>
> Danke *rotwerd*
>
> Dorothee, und was ist mit "bisschen"?
>
Das versteh ich nicht.

Hier sind westmittelbairische Konsonantenhäufungen, mit denen Du Dir die
Zähne ausbeißen kannst:

Dkejnàrinhåådsbschdeggfiànschbeegzschbààdbschdejd.

René Marquardt

unread,
Oct 21, 2017, 9:50:20 PM10/21/17
to
Die Kellnerin hat das Besteck für einen ... ...

Der Habakuk.

unread,
Oct 22, 2017, 3:28:46 AM10/22/17
to
... Speck zu spät bestellt
>


--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*

Dorothee Hermann

unread,
Oct 22, 2017, 7:55:34 AM10/22/17
to
Am 22.10.2017 um 03:02 schrieb Reinhold {Rey} Aman:

>> und was ist mit "bisschen"?

>>> Das versteh ich nicht.

Du legst Wert auf bestimmte Wörter.
Warum schreibst du dann 'bißchen' statt 'bisschen'?
Aus Protest?

> Hier sind westmittelbairische Konsonantenhäufungen, mit denen Du Dir die
> Zähne ausbeißen kannst:
> Dkejnàrinhåådsbschdeggfiànschbeegzschbààdbschdejd.

Man muss es sagen oder auseinanderzupfen, dann versteht man es besser.

D kejnàrin hååd s bschdegg fi àn schbeeg z schbààd bschdejd
Die Kellnerin hat das Besteck für den Speck zu spät bestellt.

Ich kenn es etwas anders geschrieben: Bsteck oder Pschdegg, usw.

Dorothee

Fritz

unread,
Oct 22, 2017, 8:50:38 AM10/22/17
to
Am 21.10.17 um 17:16 schrieb Sergio Gatti:
Die vorherigen (Bajuwaren) Bewohner haben sich ja nicht plötzlich in
Luft aufgelöst. Genau so wie die Latiner waren und sind sie bis heute
noch da!

Fritz

unread,
Oct 22, 2017, 8:52:37 AM10/22/17
to
Am 22.10.17 um 13:55 schrieb Dorothee Hermann:
Durchaus auch für Ost-Boarische verständlich ;-)))

Sergio Gatti

unread,
Oct 22, 2017, 10:01:36 AM10/22/17
to
Antwort am Ende.

Fritz hat am 22.10.2017 um 14:50 geschrieben:
Die Latiner sind noch da? ROFL!
Und willst du etwa behaupten, die Tiroler seien eigentlich
Bajuwaren oder Baiern? Noch mal ROFL!



Reinhold {Rey} Aman

unread,
Oct 22, 2017, 12:43:13 PM10/22/17
to
Dorothee Hermann schrieb:
>
> Am 22.10.2017 schrieb Reinhold {Rey} Aman:
>
>>> und was ist mit "bisschen"?
>
>>>> Das versteh ich nicht.
>
> Du legst Wert auf bestimmte Wörter.
> Warum schreibst du dann 'bißchen' statt 'bisschen'?
> Aus Protest?
>
Nein, aus Gewohnheit. "Bißchen" und "bisschen", wie "Wörter" und
"Woerter", sind das *gleiche* Wort, nur anders geschrieben. Hingegen
"Wörter" und "Worte" sind zwei *verschiedene* Wörter.

Fritz

unread,
Oct 22, 2017, 1:01:29 PM10/22/17
to
Am 22.10.17 um 16:01 schrieb Sergio Gatti:
> Die Latiner sind noch da? ROFL!
> Und willst du etwa behaupten, die Tiroler seien eigentlich
> Bajuwaren oder Baiern? Noch mal ROFL!

Sicherlich sind die Nachkommen der Bajuwaren und Ladiner noch da - nur
nicht erkennbar.

Recherchieren und lesen bildet:

<http://tirol-geschichte.tsn.at/website/geschichte/voelkerwanderung/voelkerwanderung-haupttext.html>

Die Höfe der Bajuwaren
<http://www.sudtirol.com/de/geschichte-suedtirol/die-hoefe-der-bajuwaren.htm>

<https://de.wikipedia.org/wiki/Tiroler_Ortsnamen#Germanisch_bzw._Deutsch>

Ladinische Sprache und Kultur in Südtirol
<https://www.suedtirol-tirol.com/geschichte-brauchtum/ladinische-sprache-und-kultur-in-suedtirol/>

<https://de.wikipedia.org/wiki/Ladiner>

Sergio Gatti

unread,
Oct 22, 2017, 2:00:22 PM10/22/17
to
Antwort zwischen den Zeilen.

Fritz hat am 22.10.2017 um 19:01 geschrieben:
> Am 22.10.17 um 16:01 schrieb Sergio Gatti:
>> Die Latiner sind noch da? ROFL!
>> Und willst du etwa behaupten, die Tiroler seien eigentlich
>> Bajuwaren oder Baiern? Noch mal ROFL!
>
> Sicherlich sind die Nachkommen der Bajuwaren und Ladiner
> noch da - nur nicht erkennbar.

Bajuwaren: Schon deshalb nicht erkennbar, weil sie schon im
letzten Jahrtausend in andere Bevölkerungsgruppen
aufgegangen sind.
Ladiner: siehe unten.
Gegen wen kämpften die Tiroler 1809? Ich lese hier:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Hofer#Tiroler_Volksaufstand_von_1809>
... gegen die bayerische Herrschaft. Warum wohl, wenn sie
Bajuwaren oder sogar Bayern gewesen wären?
Mit dem gebührenden Respekt: Wer Latiner und Ladiner
verwechselt, macht sich zum Brot.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Latiner>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Ladiner>
EOD.

Fritz

unread,
Oct 23, 2017, 1:09:01 PM10/23/17
to
Am 22.10.17 um 20:00 schrieb Sergio Gatti:
> Mit dem gebührenden Respekt: Wer Latiner und Ladiner
> verwechselt, macht sich zum Brot.
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Latiner>
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Ladiner>

Quatsch keinen Unsinn Troll, ich habs bemerkt und auch ausgebessert ...

Ulf.K...@web.de

unread,
Oct 23, 2017, 1:13:58 PM10/23/17
to
Am Sonntag, 22. Oktober 2017 20:00:22 UTC+2 schrieb Sergio Gatti:

> Mit dem gebührenden Respekt: Wer Latiner und Ladiner
> verwechselt, macht sich zum Brot.

Mit Respekt hat es Sergio die Woche nicht so sehr.


> EOD.

Jaja.

Josef

unread,
Dec 8, 2018, 5:06:38 PM12/8/18
to
On Tue, 17 Oct 2017 18:15:14 +0200, Fritz <fr...@tb.nomail.invalid>
wrote:

>Am 17.10.17 um 16:25 schrieb Dorothee Hermann:
>> Am 17.10.2017 um 14:53 schrieb Fritz at tb nomailinvalid:
>> Ich hab mal den Betreffwechsel gerichtet! ;-)
>
>woa ~ war ~ was
>
>> Lieber "Fritz-Invalid",
>> ich nenne ja auch gern ein/zwei/drei Links zur Bekräftigung meiner Sätze.
>> Aber Du übertriffst alles!
>> Alles!
>> Sollte mich irgendwann jemand damit nerven, dass ich Links nenne - so
>> werde ich Dich als Beispiel nennen - der Du hast immerhin *55 Links*
>> genannt!
>> (Ich bin gespannt, wer alles 'was' liest) ;-)
>
>Willkommen im Usenet 4.0 ;-)))
>
>Oba dees paast ah dazua:
>
>DOHUCKNDEDODEOIWEIDOHOCKN
>
>dees finst a aum staumtisch .... ;-)



Kann man das Bayerische (donaubairisch und südbairisch) überhaupt noch
als deutsch bezeichnen?
Es ist fast schon - wie das Flämische / Niederländische - eine eigene
Sprache wie auch das Schwyzerdütsch.
Allerdings folgen die "echten" Deutschen ihrem storchen-ähnlichen
Drang in den Süden. So werden sie wohl dafür sorgen, dass Bayern
deutsch bleibt und im Gefolge auch Österreich. Die Schweiz dank des
Fincken und anderer ebenso.

Josef

Ralf Joerres

unread,
Dec 12, 2018, 5:00:33 AM12/12/18
to
Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 23:11:33 UTC+2 schrieb Stephen Hust:
> On 10/18/2017 10:06 AM, Ulf.K...@web.de wrote:
>
> > Am Dienstag, 17. Oktober 2017 16:25:28 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:
>
> >> Die Seite aus Deinem Sortiment kann ich zum Fall "Hendl" empfehlen:
> >> http://www.ostarrichi.org/dictionary-search.html?search=Hendl
>
> > In Wien also keine Henne.
>
> | Hendl Henne
> |
> (Peter Wehle, "Sprechen Sie Wienerisch?", Wien - Heidelberg, 1980, S. 160.)
>
> | *Hendl*, *Henderl*, das; -s, -n [Vkl. von Henne = weibliches Huhn; das
> | d ist ein Sprosskonsonant zwischen -n- und -l bzw. -erl zur leichteren
> | Aussprache, wie in Dirndl] (Küchenspr., auch bair.; in D ansonsten:
> | Brathähnchen, d. h. Vkl. von Hahn = männliches Huhn; gegessen werden
> | in beiden Ländern sowohl weibliche als auch männliche Hühner, ohne
> | dass sie als solche ausgewiesen werden) (Küchenspr., auch süddt.):
> | /Huhn/ [...]
> |
> (Robert Sedlaczek, Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs, Innsbruck
> - Wien, 2011, S. 132. Im Original ist nach "ausgewiesen werden" eine
> eckige Klammer und die Kommas nach "Hendl" und "Henderl" in der ersten
> Zeile sind fettgedruckt.)
>
> | *Hendl*, *Henderl*, das; -s, -n [Vkl. von Henn [sic!]; in der
> | Küchenspr. ist allerdings ein Huhn jeglichen Geschlechts gemeint, denn
> | zum Verzehr geeignete Hendln (Backhendln, Brathendln) können sowohl
> | weiblich als auch männlich sein (in D meist Hähnchen = Vkl. von
> | männliches Huhn, in der dortigen Küchenspr. ebenfalls gleichgültig, ob
> | weiblich oder männlich; das d in Hendl ist ein Sprosskonsonant
> | zwischen -n- und -l bzw. -erl zur leichteren Aussprache, wie in Dirndl
> | etc.; (Küchenspr., auch bair.)]: /Huhn/ [...]

Nu, ein Wortbildungsmuster scheint es nicht zu sein, oder gibt's auch
Strendln, Fendln, Bendln, Zendln usw.? Wasserhendln scheint's auch nicht
zu geben.

Gruß Ralf Joerres

Helmut Richter

unread,
Dec 12, 2018, 6:22:23 AM12/12/18
to

Helmut Richter

unread,
Dec 12, 2018, 6:44:16 AM12/12/18
to
[ Da hat eben mein Beitrag gefehlt. Wird jetzt nachgeholt. ]

On Wed, 12 Dec 2018, Ralf Joerres wrote:

> Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 23:11:33 UTC+2 schrieb Stephen Hust:

> > | *Hendl*, *Henderl*, das; -s, -n [Vkl. von Henne = weibliches Huhn; das
> > | d ist ein Sprosskonsonant zwischen -n- und -l bzw. -erl zur leichteren
> > | Aussprache, wie in Dirndl] (Küchenspr., auch bair.; in D ansonsten:
> > | Brathähnchen, d. h. Vkl. von Hahn = männliches Huhn; gegessen werden
> > | in beiden Ländern sowohl weibliche als auch männliche Hühner, ohne
> > | dass sie als solche ausgewiesen werden) (Küchenspr., auch süddt.):
> > | /Huhn/ [...]
> > |
> > (Robert Sedlaczek, Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs, Innsbruck
> > - Wien, 2011, S. 132. Im Original ist nach "ausgewiesen werden" eine
> > eckige Klammer und die Kommas nach "Hendl" und "Henderl" in der ersten
> > Zeile sind fettgedruckt.)
> > [...]

> Nu, ein Wortbildungsmuster scheint es nicht zu sein, oder gibt's auch
> Strendln, Fendln, Bendln, Zendln usw.?

Kleine Strannen/Strennen, Bannen/Bennen, ... ?

Es gibt jedenfalls ein Fahndl (Fahne, Fähnlein = Landsknechteinheit), ein
Mandl (Männlein), ein Kandl (Kännchen), Pfandl (Pfännchen), Schweind[er]l
(Schweinchen), Boandl (Knochen) und vielleicht noch mehr, an die ich nicht
denke. Sieht also schon nach Wortbildungsmuster aus.

Bei Schweinderl denkt meine Generation an Robert Lembke, bei Fahndl an das
Wiesn-Festzelt „Winzerer Fahndl“, bei Mandl an ein Zwetschgenmandl, bei
Boandl an den Boandlkramer (Sensenmann). Und man kann durchaus im Café ein
Kandl Kaffee bestellen, dagegen sollte man sich vor Gaststätten mit
pseudobairischer Diminutiv-Speisekarte hüten, wo es heißt: „Herzerl vom
Schweinderl mit Ofenkartofferl und deftigem Bratensoßerl“.

--
Helmut Richter

Ulf.K...@web.de

unread,
Dec 12, 2018, 7:02:29 AM12/12/18
to
Am Mittwoch, 12. Dezember 2018 12:44:16 UTC+1 schrieb Helmut Richter:
> [ Da hat eben mein Beitrag gefehlt. Wird jetzt nachgeholt. ]
>
> On Wed, 12 Dec 2018, Ralf Joerres wrote:
>
> > Am Mittwoch, 18. Oktober 2017 23:11:33 UTC+2 schrieb Stephen Hust:
>
> > > | *Hendl*, *Henderl*, das; -s, -n [Vkl. von Henne = weibliches Huhn; das
> > > | d ist ein Sprosskonsonant zwischen -n- und -l bzw. -erl zur leichteren
> > > | Aussprache, wie in Dirndl] (Küchenspr., auch bair.; in D ansonsten:
> > > | Brathähnchen, d. h. Vkl. von Hahn = männliches Huhn; gegessen werden
> > > | in beiden Ländern sowohl weibliche als auch männliche Hühner, ohne
> > > | dass sie als solche ausgewiesen werden) (Küchenspr., auch süddt.):
> > > | /Huhn/ [...]
> > > |
> > > (Robert Sedlaczek, Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs, Innsbruck
> > > - Wien, 2011, S. 132. Im Original ist nach "ausgewiesen werden" eine
> > > eckige Klammer und die Kommas nach "Hendl" und "Henderl" in der ersten
> > > Zeile sind fettgedruckt.)
> > > [...]
>
> > Nu, ein Wortbildungsmuster scheint es nicht zu sein, oder gibt's auch
> > Strendln, Fendln, Bendln, Zendln usw.?
>
> Kleine Strannen/Strennen, Bannen/Bennen, ... ?

Für 'Kendl' gibt es hier eine Fundstelle: https://bibeltext.com/bairisch/2_kings/18.htm

Gruß, ULF

Ewald Pfau

unread,
Dec 12, 2018, 7:26:18 AM12/12/18
to
Ralf Joerres <rjoe...@gmail.com>:

(wo immer das nun herkommt, quotingmäßig)
>>> In Wien also keine Henne.

Das Wort ist viel zu groß für das kleine Vieh. Das geht nicht.

>> (Peter Wehle, "Sprechen Sie Wienerisch?", Wien - Heidelberg, 1980, S. 160.)

>> (Robert Sedlaczek, Wörterbuch der Alltagssprache Österreichs, Innsbruck

Und beide haben sie das Grundlegende nicht dabei, dass dies eine
Verkleinerungsform ist.

Merke: Man muss die Welt nicht immer so ernst nehmen wie sie tut dass sie
sei. Das gibt dann den Reim. Und wenn das nicht geht, dann muss man erstmal
ordentlich dagegen anparadieren, dass sie merkt, die Welt, mit wem sie es zu
tun hat, und wenn sie dann immer noch eine Nummer größer ist als angenommen,
muss man eben von rundum abkupfern, wo man selbst qua notorischem Ansatz der
impertinenten Diminuition nicht draufkommt. Oder man schaltet in der
Dialektik einen Gang weiter, dann wird aus der Diminuition ein
Diminuitionerl. Versteht gleich wieder jeder, nur kann auf so etwas nicht
jeder draufkommen. Da sind wir dann aber schon bei den Spielregeln zur
feineren Distinktion.

Ralf Joerres

unread,
Dec 12, 2018, 7:49:18 AM12/12/18
to
Ja, aber da sind Herleitung und Bedeutung anders, kommt wohl von Kandel.
Ich hatte an 'Kahn > Kähnchen' gedacht, wobei Helmut noch ein - tatsächlich
in Umlauf befindliches - Wort aus einem weiteren Ursprung anbietet: Das
bairische Kännchen heißt demnach 'Kandl'.

Gruß Ralf Joerres

Ralf Joerres

unread,
Dec 12, 2018, 7:51:28 AM12/12/18
to
Am Mittwoch, 12. Dezember 2018 12:44:16 UTC+1 schrieb Helmut Richter:
Ist doch interessant, was man als Flachlandtiroler so alles nicht weiß -
danke für die Nachhilfestunde.

Gruß Ralf Joerres

Helmut Richter

unread,
Dec 12, 2018, 8:10:58 AM12/12/18
to
On Wed, 12 Dec 2018, Ulf.K...@web.de wrote:

> Für 'Kendl' gibt es hier eine Fundstelle: https://bibeltext.com/bairisch/2_kings/18.htm

Fragt sich nur, was das für eine Sprache sein soll. Der Text enthält
durchaus ein paar Bavarismen, ist aber sonst unverständlich. Ich würde
einen solchen Dialekt eher im Osten der Gegend verorten, wo es bairischen
Einfluss gibt (Riesengebirge?). Und die Orthographie ist ungefähr so
leserlich, wie wenn man Jiddisch nach angloamerikanischer Aussprache
schreibt, um Ähnlichkeiten mit Deutsch zu vermeiden (z.B.: „ayn“, was wohl
„ein“ heißen soll, aber im Bairischen nicht vorkommt, sondern entweder
unbetont „a“ oder betont „oa(n)“).

--
Helmut Richter

Ralph Aichinger

unread,
Dec 12, 2018, 9:13:28 AM12/12/18
to
Ralf Joerres <rjoe...@gmail.com> wrote:
> Ja, aber da sind Herleitung und Bedeutung anders, kommt wohl von Kandel.
> Ich hatte an 'Kahn > Kähnchen' gedacht, wobei Helmut noch ein - tatsächlich
> in Umlauf befindliches - Wort aus einem weiteren Ursprung anbietet: Das
> bairische Kännchen heißt demnach 'Kandl'.

Ja, kann ich bestätigen, halbe Strecke Wien-München (Linz), und das
Wort ist bei uns durchaus der Alltagsbegriff für eine kleine
Kanne (in der Küche, oder eine Ölkanne), zumindest in der Umgangssprache.

"Kännchen" würde mir aktiv nie aus dem Mund kommen, außer um
einen (Nord)deutschen zu persiflieren ;) Das verwenden bei uns nur Unter-
schichtjugendliche, die zuviel RTL gesehen haben, oder so.

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund

Stefan Froehlich

unread,
Dec 12, 2018, 9:15:56 AM12/12/18
to
On Sun, 15 Oct 2017 21:19:12 Martin Gerdes wrote:
> Helmut Richter <hh...@web.de> schrieb:
> >Die Etymologie von "Hendl" wäre interessant: kommt es von
> >"Henne", die sich mit halblangem und geschlossenem [e] spricht?

> Oder? Von Hahn?

Für mich ist "Hendl" das eindeutig der Diminuitiv zu "Henne".

> Ich spreche das Wort "Henne" mit kurzem, geschlossenen e. Die
> Verdoppelung des Konsonanten deutet an, daß er davorstehende Vokal
> ein kurzer ist.

Ich ebenso, und Hendl um keinen Deut anders.

Servus,
Stefan

--
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Stefan - so ein sanfter Gedanke.
(Sloganizer)

Werner Tann

unread,
Dec 12, 2018, 9:36:47 AM12/12/18
to
Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:

>Für mich ist "Hendl" das eindeutig der Diminuitiv zu "Henne".

Es heißt Diminutiv.

>Ich ebenso, und Hendl um keinen Deut anders.

Du bist ein Jahr zu spät dran. Außerdem ist jetzt das Gansl angesagt.

Stefan Froehlich

unread,
Dec 13, 2018, 4:40:59 AM12/13/18
to
On Wed, 12 Dec 2018 15:36:45 Werner Tann wrote:
> Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:
> >Ich ebenso, und Hendl um keinen Deut anders.

> Du bist ein Jahr zu spät dran.

Ralf Joerres ist schuld, der hat den Thread wiederaufgewärmt.

Servus,
Stefan

--
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Welch ein klammer Gedanke: Stefan!
(Sloganizer)

Stefan Froehlich

unread,
Dec 13, 2018, 4:42:37 AM12/13/18
to
On Wed, 12 Dec 2018 15:13:27 Ralph Aichinger wrote:
> Ralf Joerres <rjoe...@gmail.com> wrote:
> > Ja, aber da sind Herleitung und Bedeutung anders, kommt wohl von
> > Kandel. Ich hatte an 'Kahn > Kähnchen' gedacht, wobei Helmut
> > noch ein - tatsächlich in Umlauf befindliches - Wort aus einem
> > weiteren Ursprung anbietet: Das bairische Kännchen heißt demnach
> > 'Kandl'.

> Ja, kann ich bestätigen, halbe Strecke Wien-München (Linz), und
> das Wort ist bei uns durchaus der Alltagsbegriff für eine kleine
> Kanne (in der Küche, oder eine Ölkanne), zumindest in der
> Umgangssprache.

Ja, natürlich. Vergleiche auch "Mandl" vs. "Männchen". Ums allseits
beliebte Dirndl ist es wohl ähnlich bestellt, allerdings gab es da
inzwischen ein paar Bedeutungsverschiebungen.

Servus,
Stefan

--
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Blicken mit Stefan - geständig werden mit Lachen.
(Sloganizer)

Helmut Richter

unread,
Dec 13, 2018, 5:05:31 AM12/13/18
to
On Thu, 13 Dec 2018, Stefan Froehlich wrote:

> Ja, natürlich. Vergleiche auch "Mandl" vs. "Männchen". Ums allseits
> beliebte Dirndl ist es wohl ähnlich bestellt, allerdings gab es da
> inzwischen ein paar Bedeutungsverschiebungen.

Dass eine Missingsche Deern und ein bairisches Dirndl nur etymologisch mit
einer standardsprachlichen Dirne zu tun haben, ist doch wohlbekannt (oder:
wohl bekannt).

Man sieht dort aber ein neues Muster für den Sprosskonsonanten n + l → ndl:
Dirndl, Kerndl (von Kern oder Korn), Birndl (vor allem kleine Glühbirne),
Hörndl, Sterndl, ...

--
Helmut Richter

Ralf Joerres

unread,
Dec 13, 2018, 8:56:21 AM12/13/18
to
Na siehste mal, da rundet sich das Bild. Hat man erst einmal ein Muster, dann
wird es auch genutzt und ausgebaut. Spricht man die Kerndln und Sterndln mit
'e' oder mit 'ä' oder mit irgendwas dazwischen?

Ralf Joerres

Stefan Froehlich

unread,
Dec 13, 2018, 9:59:13 AM12/13/18
to
On Thu, 13 Dec 2018 14:56:20 Ralf Joerres wrote:
> Am Donnerstag, 13. Dezember 2018 11:05:31 UTC+1 schrieb Helmut Richter:
> > On Thu, 13 Dec 2018, Stefan Froehlich wrote:
> > > Vergleiche auch "Mandl" vs. "Männchen". Ums allseits beliebte
> > > Dirndl ist es wohl ähnlich bestellt, allerdings gab es da
> > > inzwischen ein paar Bedeutungsverschiebungen.

> > Man sieht dort aber ein neues Muster für den Sprosskonsonanten n
> > + l → ndl: Dirndl, Kerndl (von Kern oder Korn), Birndl (vor
> > allem kleine Glühbirne), Hörndl, Sterndl, ...

> Na siehste mal, da rundet sich das Bild. Hat man erst einmal ein
> Muster, dann wird es auch genutzt und ausgebaut. Spricht man die
> Kerndln und Sterndln mit 'e' oder mit 'ä' oder mit irgendwas
> dazwischen?

Zumindestens in Wien (das dürfte aber im Westen nicht sehr viel
anders sein) sind das alles Diphtonge. Bei Hörndl gibt es vmtl.
Unterschied zwischen ö->a (im Osten) und e->a (im Westen), bei
Kerndln tippe ich flächendeckend auf e->a (wenn es um kleine Kerne
geht - bei kleinen Körnern läuft es analog zu den Hörnern).

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - die Entscheidung zu schmecken!
(Sloganizer)

Ulf.K...@web.de

unread,
Dec 13, 2018, 11:37:10 AM12/13/18
to
Am Donnerstag, 13. Dezember 2018 15:59:13 UTC+1 schrieb Stefan Froehlich:
> On Thu, 13 Dec 2018 14:56:20 Ralf Joerres wrote:
> > Am Donnerstag, 13. Dezember 2018 11:05:31 UTC+1 schrieb Helmut Richter:
> > > On Thu, 13 Dec 2018, Stefan Froehlich wrote:
> > > > Vergleiche auch "Mandl" vs. "Männchen". Ums allseits beliebte
> > > > Dirndl ist es wohl ähnlich bestellt, allerdings gab es da
> > > > inzwischen ein paar Bedeutungsverschiebungen.
>
> > > Man sieht dort aber ein neues Muster für den Sprosskonsonanten n
> > > + l → ndl: Dirndl, Kerndl (von Kern oder Korn), Birndl (vor
> > > allem kleine Glühbirne), Hörndl, Sterndl, ...
>
> > Na siehste mal, da rundet sich das Bild. Hat man erst einmal ein
> > Muster, dann wird es auch genutzt und ausgebaut. Spricht man die
> > Kerndln und Sterndln mit 'e' oder mit 'ä' oder mit irgendwas
> > dazwischen?
>
> Zumindestens in Wien (das dürfte aber im Westen nicht sehr viel
> anders sein) sind das alles Diphtonge.

Dazu braucht's in Wean aber keinen Diminutiv.
Und generell spart man im Bairischen mit derlei nicht.

> Bei Hörndl gibt es vmtl.
> Unterschied zwischen ö->a (im Osten) und e->a (im Westen), bei
> Kerndln tippe ich flächendeckend auf e->a (wenn es um kleine Kerne
> geht - bei kleinen Körnern läuft es analog zu den Hörnern).

Wie diminufiziert man bei Euch passend die Hand,
entsprechen -> Händchen, Händlein?

Gruß, ULF

Ralph Aichinger

unread,
Dec 13, 2018, 1:25:24 PM12/13/18
to
Ulf.K...@web.de wrote:
> Wie diminufiziert man bei Euch passend die Hand,
> entsprechen -> Händchen, Händlein?

Hanterl

Erik Meltzer

unread,
Dec 13, 2018, 5:40:03 PM12/13/18
to
Moin!

On 13.12.2018 19:25, Ralph Aichinger wrote:
> Ulf.K...@web.de wrote:
>> Wie diminufiziert man bei Euch passend die Hand,
>> entsprechen -> Händchen, Händlein?
>
> Hanterl

Und wie heißt dann eine kleine Hantel?

Liebe Grüße,
Ermel.
--
Nach 10 Jahren oder so zurück im Usenet.
Schmeckt wie früher.

Ewald Pfau

unread,
Dec 13, 2018, 8:23:44 PM12/13/18
to
Erik Meltzer <er...@ermel.org>:
> On 13.12.2018 19:25, Ralph Aichinger wrote:
>> Ulf.K...@web.de wrote:

>>> Wie diminufiziert man bei Euch passend die Hand,
>>> entsprechen -> Händchen, Händlein?
>>
>> Hanterl

weiches d, bitte. Nur weil man d und t gleich ausspricht, kann man ja
trotzdem immer noch d schreiben.

> Und wie heißt dann eine kleine Hantel?

Handerlerl wird bestimmt gleich verstanden.

Die Handerln halten. Bei Großen. Wenn sie so etwas tun, kann man das auch so
sagen. Die Handerlern halten. Wenn die Großen von den Kleinen reden. Oder
die Großen ironisch von den Großen. Wenn das mit der Hand ernsthaft sein
soll, werden auch die Pratz'n draus. Die Vokabel hat einen performativen
Aspekt, mit einem leichten Schuss Emotion, und wenn die Emotion inkompatibel
ist zur Situation, muss die andere Vokabel einspringen.

Handerlerln klingt betont schnuckelig, sollte aber trotzdem meist als
unauffällig durchgehen. Wenn man das nicht will, muss man adjektivieren, wie
sonst normal auch immer.

Stefan Froehlich

unread,
Dec 14, 2018, 9:15:35 AM12/14/18
to
On Fri, 14 Dec 2018 02:23:42 Ewald Pfau wrote:
> Erik Meltzer <er...@ermel.org>:
> > On 13.12.2018 19:25, Ralph Aichinger wrote:
> >> Ulf.K...@web.de wrote:
>
> >>> Wie diminufiziert man bei Euch passend die Hand,
> >>> entsprechen -> Händchen, Händlein?
> >>
> >> Hanterl
>
> weiches d, bitte. Nur weil man d und t gleich ausspricht, kann man
> ja trotzdem immer noch d schreiben.

Man sollte überhaupt viel mehr weiche Konsonanten schreiben :-)

> > Und wie heißt dann eine kleine Hantel?
>
> Handerlerl wird bestimmt gleich verstanden.

Wenn ich Hanterln schupfen gehe, findet man mich in der Regel beim
McFit, und dass die Hanterln akustisch kaum bis gar nicht von den
(zu haltenden, nicht zu schupfenden) Handerln meiner Freundin zu
unterscheiden sind, hat bis dato noch keine verheerenden
Missverständnisse erzeugt.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Im siebten Himmel. Mit Stefan. Ein zähes Vergnügen!
(Sloganizer)

Ralph Aichinger

unread,
Dec 14, 2018, 8:15:50 PM12/14/18
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> schrieb:
>
>>> Wie diminufiziert man bei Euch passend die Hand,
>>> entsprechen -> Händchen, Händlein?
>
>>Hanterl
>
> Ich hätte jetzt "Handerl" erwartet. Woher kommt das t?

Oder so.
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