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Regionale Einprägungen

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Gunhild Simon

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Jul 26, 2007, 5:05:25 AM7/26/07
to
Man ist ja sprachlich meist sehr aufnahmefähig und -bereit.

Eigentümlicherweise versagt dieses Talent bei Begriffen, die in
familiärer Intimität und regionaler Privatesse schon früh angelegt
wurden.

So habe ich mich bis heute nicht von dem vertrauten (hessischen)
Begriffspaar "Schippchen und Beschen" verabschiedet, was wohl auf
Hochdeutsch "Handbesen und Kehrschaufel" heißt, andernorts ist wohl
auch eine "Uhle" im Spiel. Auch der Hamburger "Feudel" wollte sich
trotz seiner Prägnanz nie in meinen Wortschatz integrieren,
ebensowenig wie der vornehme Ausdruck "Aufnehmer" oder der
Fachausdruck "Scheuertuch"; Ich nenne ihn profan und nachkriegsgerecht
"Aufwischlappen".

Interessanterweise haben meine Kinder diese hier eher merkwürdig
anmutenden Begriffe übernommen.

Welche Geständnisse auf diesem Felde sprachlicher Konventionen könnt
Ihr machen?

Gruß,
Gunhild

Dieter Bruegmann

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Jul 26, 2007, 5:24:33 AM7/26/07
to
Gunhild Simon schrieb am 26.7.2007 um 11:05:

> So habe ich mich bis heute nicht von dem vertrauten (hessischen)
> Begriffspaar "Schippchen und Beschen" verabschiedet, was wohl auf
> Hochdeutsch "Handbesen und Kehrschaufel" heißt, andernorts ist wohl
> auch eine "Uhle" im Spiel.

Die "Handeule".


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) www.bruhaha.de
Wußten Sie schon, daß auf den Klos einer Uni nicht nur Klugscheißer
hocken?

Gunhild Simon

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Jul 26, 2007, 5:54:20 AM7/26/07
to
On 26 Jul., 11:24, Dieter Bruegmann <nutzn...@bruhaha.de> wrote:
> Gunhild Simon schrieb am 26.7.2007 um 11:05:
> andernorts ist wohl
> > auch eine "Uhle" im Spiel.
>
> Die "Handeule".

Was legt den Vergleich mit der Eule nahe?
Ein Eulenflügel?
(Gedankenblitz aus längst vergangnen Tagen: Wie gelegentlich - mein
Vater benutzte ihn bei der Imkerei, um die Bienen sanft von der Wabe
zu fegen - der Gänseflügel?)

Gruß,
Gunhild


Thomas Frieling

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Jul 26, 2007, 7:10:39 AM7/26/07
to
On 26 Jul., 11:05, Gunhild Simon <famsim2...@yahoo.de> wrote:
> (...)

> So habe ich mich bis heute nicht von dem vertrauten (hessischen)
> Begriffspaar "Schippchen und Beschen" verabschiedet, was wohl auf
> Hochdeutsch "Handbesen und Kehrschaufel" heißt, andernorts ist wohl
> auch eine "Uhle" im Spiel.

Bei uns immer "Handfeger und Dreckschüppe".

> Auch der Hamburger "Feudel" wollte sich
> trotz seiner Prägnanz nie in meinen Wortschatz integrieren,
> ebensowenig wie der vornehme Ausdruck "Aufnehmer" oder der
> Fachausdruck "Scheuertuch"; Ich nenne ihn profan und nachkriegsgerecht

> "Aufwischlappen". (...)

Bei uns war es der Aufnehmer. Vornehm kam mir das nie vor.

Interessant ist noch "die Apfelmengel" für den ... Apfelrest(?). Das
habe ich seit her nie weider gehört, und auch Gugl findet nur drei
Stellen.

Thomas

Thomas Frieling

unread,
Jul 26, 2007, 7:18:09 AM7/26/07
to
On 26 Jul., 13:10, Thomas Frieling <thomas.friel...@arcor.de> wrote:
> (...) seit her nie weider (...)

Lies: (...) seither nie wieder (...)

Oliver Cromm

unread,
Jul 26, 2007, 8:49:53 AM7/26/07
to

Mach nur so weider ...
--
Oliver C.

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Helga Buß

unread,
Jul 26, 2007, 9:33:10 AM7/26/07
to
Gunhild Simon schrieb:


Handfeger und Kehrblech - aus Niedersachsen und Mecklenburg.

Beeindruckender waren bei uns die Fremdsprachen für Sandkasten-Nutzer:
Sand + Wasser = Eierpampe - aus Berlin
= Kallermatsche - aus Niedersachsen :-)

Helga

Dieter Bruegmann

unread,
Jul 26, 2007, 9:48:14 AM7/26/07
to
Helga Buß schrieb am 26.7.2007 um 15:33:

> Beeindruckender waren bei uns die Fremdsprachen für Sandkasten-Nutzer:
> Sand + Wasser = Eierpampe - aus Berlin
> = Kallermatsche - aus Niedersachsen :-)

Baggermatsch (Hamburg)


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) www.bruhaha.de

Du machst einfach zu gern auf Bloedmann, also musst Du damit leben,
wenn man Dich auch dafuer haelt. [Norbert Marzahn]

Patrick Bonacker

unread,
Jul 26, 2007, 10:02:41 AM7/26/07
to
Hallo,

on Thu, 26 Jul 2007 15:48:14 +0200, Dieter Bruegmann
<nutz...@bruhaha.de> wrote:

>Helga Buß schrieb am 26.7.2007 um 15:33:
>
>> Beeindruckender waren bei uns die Fremdsprachen für Sandkasten-Nutzer:
>> Sand + Wasser = Eierpampe - aus Berlin
>> = Kallermatsche - aus Niedersachsen :-)
>
>Baggermatsch (Hamburg)

Modder, Moddergatsch, Moddergatsche
(besteht aber i. d. R. aus feinerem Material, als Sand)

Von kleineren Kindern auch schon in der merkwürdigen Form
"Gottigatsch" gehört.

Auch Kombinationen oder Verkürzungen der o. g. (Matsch, Matsche,
Matschpampe, Matschepampe).

Patrick

Dirk Schneider

unread,
Jul 26, 2007, 10:54:13 AM7/26/07
to
Helga Buß schrieb am 26.07.2007 15:33:

> Handfeger und Kehrblech - aus Niedersachsen und Mecklenburg.

Und aus Südwestfalen. Wir sprechen aber gar kein Westfälisch, wie ich
letztens hier erstaunt gelernt habe.

Gruß Dirk.

Gunhild Simon

unread,
Jul 26, 2007, 11:28:10 AM7/26/07
to
On 26 Jul., 15:00, Martin Gerdes <martin.ger...@gmx.de> wrote:
> Gunhild Simon <famsim2...@yahoo.de> schrieb:

> >Interessanterweise haben meine Kinder diese hier eher merkwürdig
> >anmutenden Begriffe übernommen.
>

> Warum verblüfft Dich das? Sie dürften diese Begriffe noch vor der
> Kindergartenzeit gehört haben. Programmieren ist meist einfacher als
> umprogrammieren.

Ich fürchte, du missverstehst die Tendenz meiner Aussage:
Es ist nicht die Übernahme der Muttersprache, die mich verblüfft,
sondern die Beibehaltung unpopulärer, oder hierzulande
unverständlicher Bezeichnungen. Sind sie stoischer - oder vielleicht
flexibler - als man denkt?

Gruß,
Gunhild

P.S. Kann denn nun jemand die Herkunft der Handeule oder Uhle
herleiten?
Und wenn meine Assoziation mit dem Gänseflügel in die richtige
Richtung wies, hat man denn Eulen deshalb getötet?

Robert

unread,
Jul 26, 2007, 1:16:11 PM7/26/07
to
In article <f8acim$7nh$01$1...@news.t-online.com>, spam_...@gmx.de
says...
Schäufele und Besele ...

Gruß, Robert

Oliver Cromm

unread,
Jul 26, 2007, 1:52:46 PM7/26/07
to
On Thu, 26 Jul 2007 15:00:04 +0200, Martin Gerdes wrote:

> Gunhild Simon <famsi...@yahoo.de> schrieb:


>
>>So habe ich mich bis heute nicht von dem vertrauten (hessischen)
>>Begriffspaar "Schippchen und Beschen" verabschiedet,
>

> Meinst Du damit "Kutterschaufel und Kehrwisch"?
> Ach wie schön wäre doch, wenn es im Deutschen noch die beiden Formen des s
> gäbe (oder eine Kennzeichnung für den Knacklaut).


>
>>was wohl auf Hochdeutsch "Handbesen und Kehrschaufel" heißt,
>

> Hierzustadt sind das "Handfeger und Kehrblech".

Dann schlage ich das von mir seit Kindheit unverändert benutzte
"Handfeger und Kehrschaufel" als überregionalen Kompromiß vor. Das
"Bes'chen" ist mir in (Süd)hessen nie (bewußt) begegnet, ich hoff, mer
is mer deswesche net bees.

>>Interessanterweise haben meine Kinder diese hier eher merkwürdig
>>anmutenden Begriffe übernommen.
>

> Warum verblüfft Dich das? Sie dürften diese Begriffe noch vor der
> Kindergartenzeit gehört haben. Programmieren ist meist einfacher als
> umprogrammieren.

Och, das würde ich so generell nicht sagen. Mein Sohn will einige Wörter
partout nicht so aussprechen wie ich, bei zwei Beispielen weiß ich, daß
andere Kinder das auch so sagen und vermute das als Grund ("prisont" und
"mines" statt "mine", das ich zuerst für einen Germanismus gehalten
habe, aber wohl ein verbreiteter englischer Infantilismus ist).

--
Oliver C.

Kai- Uwe Thiessenhusen

unread,
Jul 26, 2007, 4:48:21 PM7/26/07
to
Patrick Bonacker schrieb:

>>> Beeindruckender waren bei uns die Fremdsprachen für Sandkasten-Nutzer:
>>> Sand + Wasser = Eierpampe - aus Berlin
>>> = Kallermatsche - aus Niedersachsen :-)
>> Baggermatsch (Hamburg)
>
> Modder, Moddergatsch, Moddergatsche
> (besteht aber i. d. R. aus feinerem Material, als Sand)
>
> Von kleineren Kindern auch schon in der merkwürdigen Form
> "Gottigatsch" gehört.

Aus der gleichen Gegend wie Du ein paar Jahre vorher: Gillegatsch.

-kut

Tassilo Halbritter

unread,
Jul 26, 2007, 5:06:00 PM7/26/07
to
In article <MPG.2112f54a5...@news.individual.de>, Robert

In Wien: Schauferl und Beserl
oder: Bartwisch und Mistschaufel


--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Es gibt in der Geschichte so manche glaubenlose
| | | |_| | Epoche, die sich im politischen Wahnsinn einen
| | | _ | Ersatz für religiösen Wahnsinn schafft."
|_|a |_| |_|a (Joachim Fernau)

Gunhild Simon

unread,
Jul 26, 2007, 5:12:10 PM7/26/07
to
On 26 Jul., 19:16, Robert <rfk...@gmx.de> wrote:

> Schäufele und Besele ...


Süß. Ist ja Schippchen und Beschen 1:1 auf schwäbisch.
Schäufele kenne ich auch als geräucherte Schulter(?) - das
Schulterblatt hat ja eine entfernte Ähnlichkeit mit einer Schaufel -
aus den Vesperkarten im Kaiserstuhl.

Gruß,
Gunhild

Gunhild Simon

unread,
Jul 26, 2007, 5:21:40 PM7/26/07
to
On 26 Jul., 15:33, Helga Buß <1542-2...@onlinehome.de> wrote:

> Handfeger und Kehrblech - aus Niedersachsen und Mecklenburg.

Eigenartig auch, dass der Kehricht aus dem Sprachschatz verschwunden
ist. Ich kenne ihn aus Riki-Tiki-Tavi von Kipling. Da trägt der
Hausdiener den Kadaver Nags, der männlichen Königskobra, auf den
Kehricht. Ich fand das Wort fortan eklig.

Gruß,
Gunhild

Yvonne Steiner

unread,
Jul 26, 2007, 5:54:47 PM7/26/07
to
Robert <rfk...@gmx.de> wrote:

> In article <f8acim$7nh$01$1...@news.t-online.com>, spam_...@gmx.de
> says...
> > Helga Buß schrieb am 26.07.2007 15:33:
> >
> > > Handfeger und Kehrblech - aus Niedersachsen und Mecklenburg.
> >
> > Und aus Südwestfalen. Wir sprechen aber gar kein Westfälisch, wie ich
> > letztens hier erstaunt gelernt habe.
> >

> Schäufele und Besele ...

In Zürich: Schüüfeli und Bäseli
Schüüfeli und Wüscherli

--
Yvonne Steiner

Yvonne Steiner

unread,
Jul 26, 2007, 6:02:09 PM7/26/07
to
Gunhild Simon <famsi...@yahoo.de> wrote:

> Eigenartig auch, dass der Kehricht aus dem Sprachschatz verschwunden
> ist.

In der Schweiz ist das Wort erhalten geblieben (auf Schriftdeutsch!),
und zwar bei den "Kehrichtsäcken". -- Müllsäcke gibt es hier nicht.

--
Yvonne Steiner

Andreas Karrer

unread,
Jul 26, 2007, 6:58:37 PM7/26/07
to
* Gunhild Simon <famsi...@yahoo.de>:

> On 26 Jul., 15:33, Helga Buß <1542-2...@onlinehome.de> wrote:
>
>> Handfeger und Kehrblech - aus Niedersachsen und Mecklenburg.

Hier (CH) "Schüfeli und Wüscherli", Schäufelchen und Wischerchen.

> Eigenartig auch, dass der Kehricht aus dem Sprachschatz verschwunden
> ist.

Das ist in der Schweiz der normale Ausdruck für Haushaltsabfälle.

"Müll" dagegen war bis vor 20, 30 Jahren sehr ungebräuchlich. Der
Dorfname Müllheim (Autobahn Konstanz-Zürich) hatte nichts Lächerliches
an sich. Das war bei Müllheim im Markgräflerland (das ist das Gebiet
ganz unten links auf der D-Karte) vermutlich auch nicht anders.


- Andi

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Klaus Peter

unread,
Jul 27, 2007, 3:42:39 AM7/27/07
to
Gunhild Simon merkte an:

> On 26 Jul., 15:33, Helga Buß <1542-2...@onlinehome.de> wrote:
>
> > Handfeger und Kehrblech - aus Niedersachsen und Mecklenburg.

Bei uns geschah es mal im Eifer des Gefechts, dass beim Tischdecken
noch das Besteck fehlte und das Mütterlein verlangte, noch Handfeger
und Kehrblech aufzulegen. Das wurde dann zum stehenden Scherz, so dass
wir ab und an den Fußbodendreck mit Messer und Gabel aufhoben.

> Eigenartig auch, dass der Kehricht aus dem Sprachschatz verschwunden
> ist. Ich kenne ihn aus Riki-Tiki-Tavi von Kipling.

Der Kehricht erinnert mich immer an ein Märchen, in dem der Königssohn
incognito den Dorfmädchen anträgt, Kehricht in Gold umzutauschen. Das
Jüngferlein mit fast leerer Kehrschaufel - sie hatte in allen Ecken
gefegt, aber nicht mehr gefunden - hat er denn geehelicht. Da sage man
noch, in früheren Zeiten legten die Männer keinen Wert auf
Reinlichkeit...

Klaus Peter

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Matthias Opatz

unread,
Jul 27, 2007, 6:26:56 AM7/27/07
to
Rüdiger Silberer schrieb:

> Der Kehricht ist im Fränkischen noch gebräuchlich.

Aus Sachsen und Thüringen ist mir das auch geläufig. Aber jetzt wo des es
erwähnst, wird mir klar, das es vom aktiven (Kindheit) in den passiven
Wortschatz gewandert ist. Sowas geschieht ja meistens unbewußt. Meine
Tochter (11) war sich jetzt nicht sicher, was das ist.

Matthias

--
Die Regierungen der Päpste waren nur kurz, obgleich immer der Vater
auf den Sohn folgte. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? => <http://www.galletti.de/>
= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. =

Matthias Opatz

unread,
Jul 27, 2007, 6:30:28 AM7/27/07
to
Rüdiger Silberer schrieb:

> Der Kehricht ist im Fränkischen noch gebräuchlich.

Aus Sachsen und Thüringen ist mir das auch geläufig. Aber jetzt wo Du es

Harald Babucke

unread,
Jul 27, 2007, 6:46:16 AM7/27/07
to
On 26 Jul., 11:05, Gunhild Simon <famsim2...@yahoo.de> wrote:

> der Hamburger "Feudel"

In Schwerin habe ich Feudel und Lappen auch in der Verwendung als
Schimpfwort erlebt.

In Berlin: Scheuerlappen.

Sächsisch: Hader (Haderlump fällt mir da ein).

Mein Geständnis
Ich wohne in Schwaben, sage aber immer noch
'anders' statt 'anderst' oder
'alles' statt 'Alice'.

Viele Grüße
Harald

Helmut Richter

unread,
Jul 27, 2007, 6:52:16 AM7/27/07
to
On Fri, 27 Jul 2007, Rüdiger Silberer wrote:

> Der Kehricht ist im Fränkischen noch gebräuchlich.

Der wurde in unserer Familie zum Vorbild für eine neue Wortschöpfung
genommen. Salziges Zeug, was man nebenbei isst (Salzstangen, Chips und vor
allem das japanische Zeug, an dem sich die Geister scheiden), heißt
"Knabbericht".

--
Helmut Richter

Dieter Bruegmann

unread,
Jul 27, 2007, 7:50:03 AM7/27/07
to
Harald Babucke schrieb am 27.7.2007 um 12:46:

> Ich wohne in Schwaben, sage aber immer noch
> 'anders' statt 'anderst' oder

In der Kurpfals höre ich immer 'anderscht'.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) www.bruhaha.de

Krahl's Law: Nach der Erfüllung eines der Usenet-Laws ist die
Diskussion beendet. Wer dennoch weiterdiskutiert, hat es nur noch
nicht gemerkt.

Message has been deleted

Harald Babucke

unread,
Jul 31, 2007, 8:18:07 AM7/31/07
to
On 27 Jul., 13:50, Dieter Bruegmann <nutzn...@bruhaha.de> wrote:
> Harald Babucke schrieb am 27.7.2007 um 12:46:
>
> > Ich wohne in Schwaben, sage aber immer noch
> > 'anders' statt 'anderst' oder
>
> In der Kurpfals höre ich immer 'anderscht'.
>
> Da Didi

Ich korrigiere nach Rückfrage bei Eingeborenen: Schwäbisch muss es
'anderschd' oder 'anderschda' heißen.

Viele Grüße
Harald

Dieter Bruegmann

unread,
Jul 31, 2007, 8:44:28 AM7/31/07
to
Harald Babucke (Tue, 31 Jul 2007 05:18:07 -0700):

>>> Ich wohne in Schwaben, sage aber immer noch
>>> 'anders' statt 'anderst' oder
>>
>> In der Kurpfals höre ich immer 'anderscht'.

^ *selbstpatscht*

> Ich korrigiere nach Rückfrage bei Eingeborenen: Schwäbisch muss es
> 'anderschd' oder 'anderschda' heißen.

Dann strahlt das Schwäbische eben in die Kurpfalz aus. Ob nun ein
hartes oder weiches 'Dä', ist wohl nicht so entscheident.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) www.bruhaha.de

Früher, bevor die Chinesen erfunden wurden, waren die Gelben alle
Japaner. (Wolfram Heinrich, de.etc.sprache.deutsch, 15.5.2007)

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Michael Baumgartner

unread,
Aug 1, 2007, 3:21:33 PM8/1/07
to
Am Thu, 26 Jul 2007 04:10:39 -0700 schrieb Thomas Frieling:

> On 26 Jul., 11:05, Gunhild Simon <famsim2...@yahoo.de> wrote:

>> (...)


>> So habe ich mich bis heute nicht von dem vertrauten (hessischen)

>> Begriffspaar "Schippchen und Beschen" verabschiedet, was wohl auf
>> Hochdeutsch "Handbesen und Kehrschaufel" heißt, andernorts ist wohl
>> auch eine "Uhle" im Spiel.
>
> Bei uns immer "Handfeger und Dreckschüppe".

"Schaiferl und Beserl".

--
Schönen Gruß aus der "lebenswertesten Stadt der Welt"!
http://www.iht.com/articles/2007/06/18/arts/rmon1munich.php

Michael

A.Lange

unread,
Aug 2, 2007, 4:21:33 AM8/2/07
to
Michael Baumgartner schrieb:

> Am Thu, 26 Jul 2007 04:10:39 -0700 schrieb Thomas Frieling:
>
>> On 26 Jul., 11:05, Gunhild Simon <famsim2...@yahoo.de> wrote:
>>> (...)
>>> So habe ich mich bis heute nicht von dem vertrauten (hessischen)
>>> Begriffspaar "Schippchen und Beschen" verabschiedet, was wohl auf
>>> Hochdeutsch "Handbesen und Kehrschaufel" heißt, andernorts ist wohl
>>> auch eine "Uhle" im Spiel.
>> Bei uns immer "Handfeger und Dreckschüppe".
>
> "Schaiferl und Beserl".

Müllschippe und Handfeger.

"Handkehrer und Kehrblech" soll es aber auch geben.

--
Gruß
Andreas

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