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Wie sagt man höflich "Sie Arschloch"?

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Arno

unread,
Jan 23, 2013, 10:37:01 AM1/23/13
to
Hallo,

eine mir nicht pers�nlich bekannte Person hat mich ver�rgert. Sie soll
nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann ich das in
h�flichen Worten r�berbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich um
eine weibliche Person.

--
Seit ... nutze ich:
1960: Diese Erde. 1963: Fahrr�der.
1985: Apple Computer. 1999: Das Internet
2012: Newsgroups..

Holger Marzen

unread,
Jan 23, 2013, 10:43:52 AM1/23/13
to
* On Wed, 23 Jan 2013 16:37:01 +0100, Arno wrote:

> eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert. Sie soll
> nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann ich das in
> höflichen Worten rüberbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich um
> eine weibliche Person.

Für Briefe gibt es die Grußformel "Mit der Ihnen zustehenden
Hochachtung". Fairerweise sollte man aber vorher im Text erklären,
welches konkrete Verhalten man kritisiert.

Helmut Richter

unread,
Jan 23, 2013, 11:02:33 AM1/23/13
to
On Wed, 23 Jan 2013, Holger Marzen wrote:

> * On Wed, 23 Jan 2013 16:37:01 +0100, Arno wrote:
>
> > eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert. Sie soll
> > nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann ich das in
> > höflichen Worten rüberbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich um
> > eine weibliche Person.

Es kommt darauf an, ob man die Person beleidigen oder zum Nachdenken über ihr
Verhalten bewegen will; beides geht nicht, denn niemand lässt sich etwas von
jemandem sagen, der einen beleidigt.

Hast du das zweite vor, dann versuche, zwei Dinge zu kombinieren: eine
eindeutige Stellungnahme mit einem nicht nur formal höflichen und
respektvollen Ton. Dazu gehört vor allem, Rückzugsmöglichkeiten zu eröffnen.
"Was du getan hast, fand ich nicht gut, weil ..." lässt im (leider selten
eintretenden) Extremfall sogar zu, dass der Adressat sein eigenes Verhalten im
Nachhinein bedauert; "wieder mal typisch du: asozial bis zum Gehtnichtmehr"
verbaut das wirkungsvoll.

> Für Briefe gibt es die Grußformel "Mit der Ihnen zustehenden
> Hochachtung". Fairerweise sollte man aber vorher im Text erklären,
> welches konkrete Verhalten man kritisiert.

Es ist witzig, aber wirkungslos. Außerdem schon Jahrzehnte bekannt. Na ja,
uralte Witze haben manchmal ihren Charme. Aber nur manchmal.

--
Helmut Richter

Hanspeter Mathys

unread,
Jan 23, 2013, 11:23:08 AM1/23/13
to
Am 23.01.2013 16:37, schrieb Arno:
> Wie kann ich das in
> h�flichen Worten r�berbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich um
> eine weibliche Person.

Ich erinnere an den ber�hmten Ausspruch von Joschka Fischer: "Mit
Verlaub, Herr Pr�sident, Sie sind ein ...."

Auch schon geh�rt: "Das ist mir, mit Verlaub gesagt, zu langweilig".

http://www.duden.de/rechtschreibung/Verlaub
http://de.wiktionary.org/wiki/mit_Verlaub

Gruss
Hans-Peter Mathys




Florian Ritter

unread,
Jan 23, 2013, 11:36:41 AM1/23/13
to
On 23 Jan., 17:02, Helmut Richter <hh...@web.de> wrote:

> > Für Briefe gibt es die Grußformel "Mit der Ihnen zustehenden

Resp. "gebührenden"

> > Hochachtung". Fairerweise sollte man aber vorher im Text erklären,
> > welches konkrete Verhalten man kritisiert.
>
> Es ist witzig, aber wirkungslos.

Die Witzigkeit hält sich in Grenzen, die Wirkung kann aber fulminant
sein, und zwar anders als der Schreiber sich's dachte. Ein in den
Westen geflohener Wissenschaftler schrieb mit dieser Schlußformel an
seinen ehem. Chef in Ostbln., der aber ließ seiner nicht spotten und
wandte sich an seinen Westkollegen, worauf der Schreiber auch seinen
neuen Job los war - FR

Florian Ritter

unread,
Jan 23, 2013, 11:41:06 AM1/23/13
to
On 23 Jan., 17:23, Hanspeter Mathys <hanspeter-mat...@bluewin.ch>
wrote:

> > Wie kann ich das in
> > h flichen Worten r berbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich um
> > eine weibliche Person.
>
> Ich erinnere an den ber hmten Ausspruch von Joschka Fischer: "Mit
> Verlaub, Herr Pr sident, Sie sind ein ...."

Bundesdeutsche Angelegenheiten scheinen ja für Schweizer wahnsinnig
intressant zu sein...

Kammersänger Slezak lud in solchem Falle den Betreffenden auf eine
intime Goethefeier - FR

Bertel Lund Hansen

unread,
Jan 23, 2013, 12:28:18 PM1/23/13
to
Arno skrev:

> eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert.
> Sie soll nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde.

Warum erklärst du sie das nicht direkt?

--
Gruß
Bertel, Dänemark

Werner Tann

unread,
Jan 23, 2013, 1:38:40 PM1/23/13
to
Bertel Lund Hansen <kanon...@lundhansen.dk> schrieb:

>Warum erkl�rst du sie das nicht direkt?

Hier
http://de.wiktionary.org/wiki/sie
erf�hrst Du rechts in der Tabelle den Dativ von "sie".

Wie man Dativ und Akkusativ auseinanderh�lt, haben wir neulich hier
durchgenommen.

Daniela Duerbeck

unread,
Jan 23, 2013, 7:18:06 PM1/23/13
to
Arno wrote:
> Hallo,
>
> eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert. Sie soll
> nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann ich das in
> höflichen Worten rüberbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich um
> eine weibliche Person.
>

Also ich schreibe "Sehr geehrter Herr Soundso", wenn üblicherweise ein
salopperer Ton gepflegt wird.
Schließen tue ich unfreundliche Mails mit "MfG", da ich es als unhöflich
empfinde, Grußformeln abzukürzen. Wenn ich ganz sauer bin, schreibe ich
"Grußlos" unter eine Mail.

Viele Grüße von Dani
Message has been deleted

Paul Ney

unread,
Jan 23, 2013, 11:22:08 PM1/23/13
to

"Arno" <ArnoSa...@web.de> schrieb am 23.01.2013 16:37 den Newsbeitrag
news:1kx5sar.726rvq107z65oN%ArnoSa...@web.de

> eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert. Sie soll
> nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann ich das in
> höflichen Worten rüberbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich
> um eine weibliche Person.

Eine Nachrichtensprecherin eines Senders hat eine eigene Website und da
schrieb sie über einen bestimmten Mann u.a. "Er kann mich am A*sch
lecken". Wie Sie sehen, kann so manche Anrede ein gewisses Interesse
vermitteln, also nicht unbedingt die zugedachte ideelle Botschaft...

Übrigens, eine ziemlich ähnliche Frage in dieser NG hat vor ein paar
Jahren große Resonanz erzielt.

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Lothar Frings

unread,
Jan 24, 2013, 3:05:53 AM1/24/13
to
Sepp Neuper tat kund:

> Churchill wird in solchen Fällen immer gerne zitiert, aber seine
> verbalen "Kämpfe" mit Lady Astor waren genaugenommen
> eigentlich bloß ziemliche Unhöflichkeiten.

Waren das die beiden mit

- "Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihren Tee vergiften!"
- "Wenn Sie meine Frau wären, würde ich ihn trinken."?

Werner Tann

unread,
Jan 24, 2013, 3:19:09 AM1/24/13
to
Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> schrieb:

>Ein Gentleman "r�cht" sich �berhaupt nicht gegen�ber Damen,
>sondern nimmt es entweder hin wie ein Mann, oder entgegnet
>allenfalls nur ein witziges Bonmot.

Dein Ratschlag hat den Haken, da� es heute kaum noch Gentlemen und
Damen gibt, zumindest wollen sich immer weniger Menschen so verstanden
wissen. Hinter der Auffassung, man "r�che" sich nicht an Damen, steht
die frauenfeindliche Haltung, sie seien gar nicht satisfaktionsf�hig.
Frauen *konnten* einen Mann gar nicht beleidigen, so wenig wie im
Mittelalter ein Bauer einen Edelmann, weil beide weit unter dem
(edlen) Manne standen. Die Herabw�rdigung von Frauen durch die
diversen H�flichkeitsrituale der M�nner ihnen gegen�ber wurde schon
vor Jahrzehnten festgestellt. Gleichheit existiert nicht, solange
M�nner der Ansicht sind, dieses oder jenes Verhalten m�sse man bei
Frauen zeigen oder vermeiden.

Aus m�nnlicher Sicht gesehen ist es Dummheit, Frauen, die inzwischen
alle Mittel der M�nner einsetzen, wie Damen zu behandeln, die sie
nicht (mehr) sind.

Die Amis wollen jetzt Soldatinnen vermehrt direkt an der Front in der
k�mpfenden Truppe einsetzen. Es ist daran zu zweifeln, da� sich der
Feind mit "Bonmots" revanchiert.
http://tinyurl.com/aaeov99
(www.faz.net)

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 24, 2013, 3:21:20 AM1/24/13
to
Am Thu, 24 Jan 2013 00:05:53 -0800 (PST) schrieb Lothar Frings:

> Sepp Neuper tat kund:
>
>> Churchill wird in solchen F�llen immer gerne zitiert, aber seine
>> verbalen "K�mpfe" mit Lady Astor waren genaugenommen
>> eigentlich blo� ziemliche Unh�flichkeiten.
>
> Waren das die beiden mit
>
> - "Wenn Sie mein Mann w�ren, w�rde ich Ihren Tee vergiften!"
> - "Wenn Sie meine Frau w�ren, w�rde ich ihn trinken."?

Ich kenne nur: "Heute mag ich betrunken sein, aber morgen bin ich wieder
n�chtern und Sie sind dann immer noch h��lich".

Sinngem�� aus dem Ged�chtnis zitiert.

Gr��e,

Frank

Horst-D.Winzler

unread,
Jan 24, 2013, 3:35:19 AM1/24/13
to
Am 24.01.2013 09:19, schrieb Werner Tann:
> Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> schrieb:

>
> Aus männlicher Sicht gesehen ist es Dummheit, Frauen, die inzwischen
> alle Mittel der Männer einsetzen, wie Damen zu behandeln, die sie
> nicht (mehr) sind.

Höflicher Umgang sollte, egal ob Frau oder Mann, selbtsverständlich sein.

> Die Amis wollen jetzt Soldatinnen vermehrt direkt an der Front in der
> kämpfenden Truppe einsetzen. Es ist daran zu zweifeln, daß sich der
> Feind mit "Bonmots" revanchiert.
> http://tinyurl.com/aaeov99
> (www.faz.net)
>

Als ob Frauen an der Front was neues wären. Für Amis vielleicht.
Selbst in der Antike wird von Frauen (Amazonen) als Kriegerinnen
berichtet. Und selbst Mohammed ist während seiner größten Niederlage
(Berg Hood)solange von einer Frau mit ihren Waffen beschützt worden, bis
Entsatz eintraf.

Russische Soldatinnen WK_II. Siehe Link:

http://russische-frauen.russian-women.net/Russische-Frauen-in-Kriegs-Info.shtml
--
mfg hdw

Dieter Britz

unread,
Jan 24, 2013, 3:54:51 AM1/24/13
to
On Wed, 23 Jan 2013 18:28:18 +0100, Bertel Lund Hansen wrote:

> Arno skrev:
>
>> eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert.
>> Sie soll nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde.
>
> Warum erklärst du sie das nicht direkt?

Genau das wollte ich schreiben, also sag ihr
"Ich finde dein Verhalten asozial". Das ist klar
und höflich genug.

--
Dieter Britz

Volker Gringmuth

unread,
Jan 24, 2013, 4:27:46 AM1/24/13
to
Frank Hucklenbroich wrote:

> > - "Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihren Tee vergiften!"
> > - "Wenn Sie meine Frau wären, würde ich ihn trinken."?
>
> Ich kenne nur: "Heute mag ich betrunken sein, aber morgen bin ich wieder
> nüchtern und Sie sind dann immer noch häßlich".

Ich bin dick, du bist doof. Ich kann abnehmen.


vG

Volker Gringmuth

unread,
Jan 24, 2013, 4:33:01 AM1/24/13
to
Arno wrote:

> eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert. Sie soll
> nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann ich das in
> höflichen Worten rüberbringen?

„Ihr Verhalten irritiert mich, und zwar aus folgenden Gründen: …“

Das im Betreff Umschriebene läuft nicht auf das im Text von dir Gewünschte
hinaus, da die betreffende Person dadurch mitnichten wüßte, daß du ihr
Verhalten asozial findest, sondern lediglich, daß du auf kommunikative
Probleme mit Beschimpfungen ad personam reagierst, dich also - genau:
asozial verhältst.


vG

Bertel Lund Hansen

unread,
Jan 24, 2013, 5:03:49 AM1/24/13
to
Dieter Britz skrev:

>> Warum erklärst du sie das nicht direkt?

> Genau das wollte ich schreiben, also sag ihr
> "Ich finde dein Verhalten asozial". Das ist klar
> und höflich genug.

ich dachte, dass ein bißchen Erklärung auch eine gute Idee wäre.
Was hat sie getan, wie hat das auf dich eingewirkt, und warum
magst du das nicht?

Dabei hat sie eine Chance das Problem zu verstehen.

--
Gruß
Bertel, Dänemark

Lothar Frings

unread,
Jan 24, 2013, 5:57:37 AM1/24/13
to
Arno tat kund:

> Hallo, eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert.
> Sie soll nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann
> ich das in höflichen Worten rüberbringen?

Du kannst jemandem nicht höflich sagen, daß du
ihn für ein Arschloch hältst, denn ihn so zu
bezeichnen, auf welche Art auch immer, ist nicht höflich.

Werner Tann

unread,
Jan 24, 2013, 7:41:15 AM1/24/13
to
"Horst-D.Winzler" <horst.d...@web.de> schrieb:

>> Aus männlicher Sicht gesehen ist es Dummheit, Frauen, die inzwischen
>> alle Mittel der Männer einsetzen, wie Damen zu behandeln, die sie
>> nicht (mehr) sind.
>
>Höflicher Umgang sollte, egal ob Frau oder Mann, selbtsverständlich sein.

Es ging hier nicht um geschlechtsunabhängige Höflichkeit, sondern
darum, als Mann selbst gegenüber jenen Frauen höflich zu bleiben, die
einen ärgern und verletzen. Wer, wie Sepp, das so formuliert, würde
Männern gegenüber nicht höflich bleiben. Anders wäre der spezielle
Bezug auf die Damen, also einen Unterschied zu machen, völlig
sinnfrei.

>Als ob Frauen an der Front was neues wären. Für Amis vielleicht.
>Selbst in der Antike wird von Frauen (Amazonen) als Kriegerinnen
>berichtet.

Alles ist (wieder) neu, wenn es jahrhundertelang im zivilisierten
Westen anders gehandhabt worden ist.

Andy Angerer

unread,
Jan 24, 2013, 8:52:26 AM1/24/13
to
Daniela Duerbeck formulierte aufs eloquenteste:

> Schlieᅵen tue ich unfreundliche Mails mit "MfG"

"Mit fiesem Grinsen"


--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de
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Horst-D.Winzler

unread,
Jan 25, 2013, 1:38:43 AM1/25/13
to
Am 23.01.2013 16:37, schrieb Arno:
> Hallo,
>
> eine mir nicht persönlich bekannte Person hat mich verärgert. Sie soll
> nun wissen, das ich ihr Verhalten asozial finde. Wie kann ich das in
> höflichen Worten rüberbringen? Falls es relevant ist: Es handelt sich um
> eine weibliche Person.
>

Indem ich die Kommunikation auf das nötige Mindestmaß beschränke, abslut
sachlich bleibe und sie ansonsten ignoriere. Schont die eigenen Nerven.

--
mfg hdw

Volker Gringmuth

unread,
Jan 25, 2013, 2:16:25 AM1/25/13
to
Sepp Neuper wrote:

> >„Ihr Verhalten irritiert mich, und zwar aus folgenden Gründen: …“
>
> Dann kann es passieren, daß dich die Frau für ein weinerliches
> Weichei hält und dich dadurch noch mehr verachtet.

Dann wäre mir das ziemlich wurscht.


vG

Lothar Frings

unread,
Jan 25, 2013, 2:28:57 AM1/25/13
to
Sepp Neuper tat kund:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:

> > Ich kenne nur: "Heute mag ich betrunken sein, aber morgen bin ich wieder
> > nüchtern und Sie sind dann immer noch häßlich".
> > Sinngemäß aus dem Gedächtnis zitiert.

> Dies wurde sogar in "Family Guy" parodiert:

Und in "Mad" vor ca. 40 Jahren (Barbra-
Streisand-Häme), und vermutlich ein paar
hundert Mal woanders.

Werner Tann

unread,
Jan 25, 2013, 3:03:20 AM1/25/13
to
Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> schrieb:

>>Frauen *konnten* einen Mann gar nicht beleidigen, so wenig wie im
>>Mittelalter ein Bauer einen Edelmann, weil beide weit unter dem
>>(edlen) Manne standen.
>
>Und genau so ist es heute immer noch.
>Der Mann gilt als der St�rkere, sowohl k�rperlich als auch intellek-
>tuell, und die Starken vergreifen sich eben nicht an den Schwachen.

�ber die angebliche k�rperliche �berlegenheit der M�nner m�ssen wir
hier nicht nachdenken, da der OP mit der betreffenden Frau nicht
raufen m�chte, sondern sie (zur�ck)beleidigen. Da� Frauen in ihrer
Schlagfertigkeit und psychischen Robustheit dem Mann durchschnittlich
nicht nachstehen, kann man t�glich beobachten. Daher sehe ich f�r eine
m�nnliche, "h�fliche" Zur�ckhaltung keine Gr�nde - au�er solche, die
auch gegen�ber anderen M�nnern gelten w�rden. Wir reden aber von einer
speziellen Zur�ckhaltung gegen�ber Frauen.

>Vielleicht wollen die M�nner imgrunde gar keine Gleichheit der Ge-
>schlechter? Nach aussen hin nat�rlich schon. Aber wie sieht es mit
>der wahren Ansicht dazu bei dem einen oder anderen Mann aus?

Was M�nner wollen, ist f�r die Frage hier ohne Belang. Zweifellos
haben die meisten M�nner Frauen lieber, bei denen sie nicht im Usenet
nachfragen m�ssen, wie man am h�flichsten zu ihnen "Arschloch" sagt.

Arno

unread,
Jan 25, 2013, 3:36:38 AM1/25/13
to
Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:

> da der OP mit der betreffenden Frau nicht
> raufen m�chte, sondern sie (zur�ck)beleidigen.

Nein, nicht beleidigen, nur zum Ausdruck bringen das sie sich eben wie
ein Arsch benommen hat.

--
Seit ... nutze ich:
1960: Diese Erde. 1963: Fahrr�der.
1985: Apple Computer. 1999: Das Internet
2012: Newsgroups..

Dr. Falstaff

unread,
Jan 25, 2013, 6:25:18 AM1/25/13
to
> "Er kann mich am Arsch lecken".
______________
( lekker Arsch )
--------------
o
o
__
U--U\.'@@@@@@`.
\__/(@@@@@@@@@@)
(@@@@@@@@)
`YY~~~~YY'
|| ||

horst-d.winzler

unread,
Jan 25, 2013, 6:28:16 AM1/25/13
to
Nichts als leer Versprechen auf Schokolade.

--
hdw
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Werner Tann

unread,
Jan 26, 2013, 3:15:09 AM1/26/13
to
Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> schrieb:

>Nat�rlich gibt es einen Grund: Die m�nnliche Ehre.
>M�nner k�nnen sich ehrenhaft oder auch unehrenhaft nur gegen�ber
>anderen M�nnern verhalten. Dieser Ehrencodex ist

... von gestern, wie ich schon sagte, und Ausdruck einer
patriarchalischen Gesellschaft, in der Konflikte unter M�nnern
teilweise noch per Duell abgewickelt wurden, was Frauen nicht m�glich
war usw. usf.

>D.h. wenn sich ein Mann gegen�ber einer Frau zur�ckh�lt, dann
>zeigt er dadurch seinen Geschlechtsgenossen, da� es sich bei
>ihm um einen ehrenhaften wahren Mann handelt.
>
>W�rde er hingegen in seinem Verhalten gegen�ber einer Frau keinen
>Unterschied machen, beg�be er sich damit auf deren Niveau herab.
>Er w�rde sich somit selbst entmannen, sich selbst entehren und
>nat�rlich den Respekt aller anderen M�nner verlieren.

Ich behaupte, das erleben die meisten M�nner und Frauen, zumindest die
Unter-60-J�hrigen, heute nicht mehr so. Beleg: Ich kenne keine
Literatur �ber Konfliktbew�ltigung in Partnerschaft, Beruf usw., die
danach differenzieren w�rde, ob man es mit einem m�nnlichen oder
weiblichen Kontrahenten zu tun hat. Die einzusetzende Strategie
richtet sich nach der Art des Affronts, nicht nach dem Geschlecht des
anderen oder dem eigenen.
Message has been deleted

Andy Angerer

unread,
Jan 26, 2013, 1:34:08 PM1/26/13
to
Sepp Neuper formulierte aufs eloquenteste:

> Wᅵrde er hingegen in seinem Verhalten gegenᅵber einer Frau keinen
> Unterschied machen, begᅵbe er sich damit auf deren Niveau herab.

Postulierst Du hier ein generell niedrigeres Niveau bei Frauen als bei
Mᅵnnern?

Werner Tann

unread,
Jan 27, 2013, 3:06:42 AM1/27/13
to
Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> schrieb:

>Was sie dabei aber offenbar nicht bemerken, ist, da� genau dieser Art
>von Rummel den M�nnern und ihrem Ehrencodex in die H�nde spielt.
>
>Frauen sind eben weiterhin nur die armen, sensiblen Opfer, die sich
>nicht alleine wehren k�nnen und deshalb von der m�nnlichen Kraft der
>Wei�en Ritter gerettet und besch�tzt werden m�ssen.

Das hat nichts mit "Ehrenkodex" zu tun, weil umgekehrt M�nner in
solchen Situationen genauso "wehrlos" w�ren und sind. Nur sind halt
sexuelle Bel�stigungen von M�nnern durch Frauen relativ selten. Da�
die politische Korrektheit zeitgeistig schon hyperventiliert, wenn ein
Mann auf der Stra�e einer fremden Frau nachpfeift, ist eine zweite
Debatte. Diese �bertreibung f�hrt zu dem Ph�nomen, das Du als
"Ehrenkodex" mi�verstehst. Es sind schlie�lich auch viele - wehrhafte
- Frauen sofort Gewehr bei Fu�, wenn es gilt, die - wehrlosen -
Geschlechtsgenossinnen zu verteidigen.

Allerdings r�ume ich ein, inzwischen den �berblick verloren zu haben,
wann Du welche Aussage ironisch-zitativ meinst und wann ernst. Von mir
daher eod.

Peter J. Holzer

unread,
Jan 27, 2013, 1:14:28 PM1/27/13
to
On 2013-01-25 22:42, Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> wrote:
> Diese Nachfragen zeigen, da� viele M�nner inzwischen schon sehr
> verwirrt sind und nicht mehr wissen, wie sie sich in einer solchen
> Situation ehrenhaft m�nnlich verhalten sollen.

Und das ist gut so. Auf deine Vorstellungen von m�nnliche Ehre kann die
Gesellschaft verzichten.

hp


--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | Sysadmin WSR | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | h...@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpa�t. -- Ralph Babel
Message has been deleted

Lothar Frings

unread,
Jan 28, 2013, 4:51:47 AM1/28/13
to
Peter J. Holzer tat kund:

> On 2013-01-25 22:42, Sepp Neuper <Sepp_...@web.de> wrote:
> > Diese Nachfragen zeigen, daß viele Männer inzwischen schon sehr
> > verwirrt sind und nicht mehr wissen, wie sie sich in einer solchen
> > Situation ehrenhaft männlich verhalten sollen.

> Und das ist gut so. Auf deine Vorstellungen von männliche Ehre kann die
> Gesellschaft verzichten.

Könntest du vielleicht, um Zeit zu sparen, auch noch
alles andere zusammenstellen, auf das die Gesellschaft
verzichten kann? Nur, damit die Gesellschaft Bescheid weiß.

Peter J. Holzer

unread,
Jan 28, 2013, 7:45:46 AM1/28/13
to
On 2013-01-28 09:51, Lothar Frings <Lothar...@gmx.de> wrote:
> Peter J. Holzer tat kund:
[Sepp Neuper beklagt die Ehrlosigkeit des modernen Mannes™]
>> Und das ist gut so. Auf deine Vorstellungen von männliche Ehre kann die
>> Gesellschaft verzichten.
>
> Könntest du vielleicht, um Zeit zu sparen, auch noch
> alles andere zusammenstellen, auf das die Gesellschaft
> verzichten kann?

Sorry, die Liste wäre zu lang. Soviel Zeit habe ich nicht.

> Nur, damit die Gesellschaft Bescheid weiß.

Die liest hier eh nicht mit.

hp

--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | Sysadmin WSR | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | h...@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpaßt. -- Ralph Babel

Andy Angerer

unread,
Jan 28, 2013, 11:39:32 AM1/28/13
to
Sepp Neuper formulierte aufs eloquenteste:

> Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> schrieb:
>
>>Sepp Neuper formulierte aufs eloquenteste:
>>> Würde er hingegen in seinem Verhalten gegenüber einer Frau keinen
>>> Unterschied machen, begäbe er sich damit auf deren Niveau herab.
>
>>Postulierst Du hier ein generell niedrigeres Niveau bei Frauen als bei
>>Männern?
>
> Generell nicht.

Sondern?

Florian Ritter

unread,
Jan 28, 2013, 12:32:09 PM1/28/13
to
On 28 Jan., 10:51, Lothar Frings <Lothar.Fri...@gmx.de> wrote:

> > > Diese Nachfragen zeigen, daß viele Männer inzwischen schon sehr
> > > verwirrt sind und nicht mehr wissen, wie sie sich in einer solchen
> > > Situation ehrenhaft männlich verhalten sollen.
> > Und das ist gut so. Auf deine Vorstellungen von männliche Ehre kann die
> > Gesellschaft verzichten.
>
> Könntest du vielleicht, um Zeit zu sparen, auch noch
> alles andere zusammenstellen, auf das die Gesellschaft
> verzichten kann? Nur, damit die Gesellschaft Bescheid weiß.

Der Besuch einer Tchibo-Filiale wird der Gesellschaft eine reiche
Auswahl verzichtbarer Dinge vor Augen führen - FR
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