Wie kann ich das "Sehr geehrte/r Dame(n) und Herr(en)!" bzw. das "Mit
freundlichen Grüßen" in Geschäftsbriefen umgehen?
Habe schon in desd gekramt, fand aber nur "nichteinklagbare
Schlussfloskeln". Wie wäre in diesem Fall eine passende Anrede?
Und wenn ich nur nett sein will, aber nicht abgedroschen - wie kann
ich Anrede und Schlußfloskel umformulieren - grüble darüber schon seit
längerem.
Auf Vorschläge wartend
Michael
> Wie kann ich das "Sehr geehrte/r Dame(n) und Herr(en)!" bzw. das "Mit
> freundlichen Grüßen" in Geschäftsbriefen umgehen?
Die Anrede:
Indem du den Namen deines Korrespondenten ermittelst.
Sehr geehrter Herr ... / geehrte Frau ...
Werter Herr ... / Werte Frau ...
Werte Damen und Herren
Nicht so gut finde ich:
Guten Tag, sehr geehrter Herr ...
Hallo, Herr ...
Lieber Herr ... / Liebe Frau ...
usw. Erinnert zu sehr an Werbeschreiben.
Der Schluß:
Hochachtungsvoll
Mit vorzüglicher Hochachtung
Mit (den) besten Grüßen/Empfehlungen
Mit freundlichem Gruß
Freundliche/herzliche/beste Grüße
Davor kommt natürlich noch ein höflicher Schlußsatz.
> Und wenn ich nur nett sein will, aber nicht abgedroschen - wie kann
> ich Anrede und Schlußfloskel umformulieren - grüble darüber schon seit
> längerem.
"Sehr geehrte Damen und Herren" und "Mit freundlichen Grüßen" sind
genausowenig abgedroschen wie deine Postleitzahl, auch wenn die
ebenfalls jeder in der Stadt schon in seine Briefe schreibt.
- Sebastian
Naja, ich finde, daß das dermaßen distanziert klingt, daß man es nur noch in
Mahnschreiben (kurz bevor man den Mahnbescheid erwirkt) oder Abmahnungen
verwendet.
> Und wenn ich nur nett sein will, aber nicht abgedroschen - wie kann
> ich Anrede und Schlußfloskel umformulieren - grüble darüber schon seit
> längerem.
>
>
Selber gelesen habe ich:
In einem Angebot: Wir hoffen, unser Angebot entspricht Ihren Vorstellungen,
und sehen Ihrer Bestellung mit Interesse entgegen.
Oder: Wir danken für Ihr Vertrauen und verbleiben mit freundlichen Grüßen
Oder: Mit freundlichen Grüßen aus $Firmensitz
> Michael Strodl wrote:
>
> > Wie kann ich das "Sehr geehrte/r Dame(n) und Herr(en)!" bzw. das "Mit
> > freundlichen Grüßen" in Geschäftsbriefen umgehen?
> Werter Herr ... / Werte Frau ...
> Werte Damen und Herren
Vorsicht! Das halten einige für die Einleitung einer Mahnung, weil sie
es in ihrer westdeutschen Sozialisation so gelernt haben. In der DDR war
es aber wohl eine übliche Anrede, wie hierzugruppe gelegentlich
erläutert wurde.
> Hallo, Herr ...
"Hallo" in Schriftform geht m. E. in Schriftform nur für Leute die man
duzt, aber zugleich nicht so gut kennt, daß man "Liebe ..." bzw.
"Lieber ..." schreiben möchte.
> Lieber Herr ... / Liebe Frau ...
Das geht für Leute die man näher kennt, aber nicht duzt. Voraussetzung
ist eine persönliche Beziehung, z. B. aus einer Zusammenarbeit. Wenn die
Beziehung über Geld vermittelt wird, halte ich das für unpassend.
> usw. Erinnert zu sehr an Werbeschreiben.
Nicht unbedingt.
>
> Der Schluß:
>
> Hochachtungsvoll
> Mit vorzüglicher Hochachtung
> Mit (den) besten Grüßen/Empfehlungen
> Mit freundlichem Gruß
> Freundliche/herzliche/beste Grüße
Die gelten alle nicht als gleichwertig.
Mit freundlichen Grüßen auch an die Frau Gemahlin
Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld
> > Wie kann ich das "Sehr geehrte/r Dame(n) und Herr(en)!" bzw. das "Mit
> > freundlichen Grüßen" in Geschäftsbriefen umgehen?
>
> Die Anrede:
>
> Indem du den Namen deines Korrespondenten ermittelst.
>
> Sehr geehrter Herr ... / geehrte Frau ...
> Werter Herr ... / Werte Frau ...
> Werte Damen und Herren
Davon würde ich dringendst abraten; das hat einen unangenehmen
Geschmack nach DDR. Die polizeilichen Vorladungen begannen also:
Werter Bürger Koppehel! zur Klärung eines Sachverhaltes werden Sie
aufgefordert am...
Indem ich Dich meiner aufrichtigen Wertschätzung versichere, verbleibe
ich mit der Bitte um Empfehlung an die verehrungswürdige Frau Gemahlin
und
mit kollegialem Gruß als
Dein
FR
> Sebastian Koppehel <ba...@bastisoft.de> wrote:
>
>> Werter Herr ... / Werte Frau ...
>> Werte Damen und Herren
>
> Vorsicht! Das halten einige für die Einleitung einer Mahnung, weil sie
> es in ihrer westdeutschen Sozialisation so gelernt haben.
Kenne ich nicht so. Ich bekomme nun allerdings auch wieder nicht soo
viele Mahnungen :-)
> In der DDR war es aber wohl eine übliche Anrede, wie hierzugruppe
> gelegentlich erläutert wurde.
Hm, ist wohl mit Vorsicht zu gebrauchen.
>> Hochachtungsvoll
>> Mit vorzüglicher Hochachtung
>> Mit (den) besten Grüßen/Empfehlungen
>> Mit freundlichem Gruß
>> Freundliche/herzliche/beste Grüße
>
> Die gelten alle nicht als gleichwertig.
Sicher nicht. In dem Moment, wo man vom Standardgruß MfG abweicht,
wird man sich auch über die Wirkung des Grußes Gedanken machen müssen.
Am wenigsten auffällig ist wohl noch die Einzahl-Variante "Mit
freundlichem Gruß"; allerdings keine besonders dolle Variation.
> Mit freundlichen Grüßen auch an die Frau Gemahlin
Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
Stets Ihr ergebener
S.
> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>
>> Mit freundlichen Grüßen auch an die Frau Gemahlin
>
> Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
> meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
Ich darf hier anmerken, daß ich mich, wenn überhaupt jemals, dann seit
einiger Zeit nicht mehr zu diesen allen zähle.
> Stets Ihr ergebener
>
> S.
Genehmigen Sie gütigst, mich in die Zahl Ihrer ergebenen und
ehrerbietigen Freunde zu rechnen.
jovo
> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>
> > Mit freundlichen Grüßen auch an die Frau Gemahlin
>
> Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
> meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
Nimm doch nicht alles so persönlich!
>
> Stets Ihr ergebener
>
> S.
Untertänigst
> > Stets Ihr ergebener
> >
> > S.
>
> Untertänigst
>
> Ralf
BTW: Welche Schlußfloskel verwendet(e) der höhere Adel bzw. das
Herrscherhaus? "Mit freundlichen Grüßen, Ihr König..." wohl kaum.
lg,
Tamas
> "Ralf Heinrich Arning" schrieb
>> Untertänigst
>>
> BTW: Welche Schlußfloskel verwendet(e) der höhere Adel bzw. das
> Herrscherhaus? "Mit freundlichen Grüßen, Ihr König..." wohl kaum.
Ich bin Euer wohl affektionirter König.
> lg,
> Tamas
Hiermit Gott befohlen
jovo
> > BTW: Welche Schlußfloskel verwendet(e) der höhere Adel bzw. das
> > Herrscherhaus? "Mit freundlichen Grüßen, Ihr König.." wohl kaum
> Ich bin Euer wohl affektionirter König.
"Ich bin Euer wohl erregter König"? *g* Mir geneigt dies nicht als
treffender Abschiedsgruss. :-)
> Hiermit Gott befohlen
> jovo
(Vielleicht so?)
Von Königs Gnaden Obertan
Tamás Graf Zichy zu Zich und Vásonykeö
Doch, doch - das war durchaus üblich. Allerdings ist die Erregung nicht
so sehr leidenschaftlich-sinnlicher Natur als vielmehr Ausdruck
freundlich-wohlwollender Gesinnung.
> (Vielleicht so?)
> Von Königs Gnaden Obertan
> Tamás Graf Zichy zu Zich und Vásonykeö
Bei allem Respekt, Graf Zichy, es ging wohl, so hatte ich jedenfalls
guten Grund anzunehmen, um den höheren Adel. Die Grafen Zichy werden in
der Abteilung B der Gräflichen Häuser des Gotha geführt. Demnach sind
sie von denjenigen Familien, die man gemeinhin zum Hochadel zählt und
die darum auch im Almanach de Gotha (also den heutigen drei Bänden
Hochadeliger Häuser) verzeichnet sind, scharf zu scheiden.
Diesem kühnen Einspruch zum Trotze bitte ich Sie, Graf Zichy, mir auch
künftighin Ihre gütige Gewogenheit zu erhalten und die Versicherung
meiner ausgezeichnetesten Verehrung anzunehmen.
jovo
> Sebastian Koppehel <ba...@bastisoft.de> wrote:
>> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>>
>> > Mit freundlichen Grüßen auch an die Frau Gemahlin
>>
>> Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
>> meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
>
> Nimm doch nicht alles so persönlich!
Wieso wird ausgerechnet mir vorgeworfen, alles immer so persönlich zu
nehmen!
SCNR---
- Sebastian
> "Johannes Volkmar" <johannes...@unibw-muenchen.de> schrieb
>
>> > BTW: Welche Schlußfloskel verwendet(e) der höhere Adel bzw. das
>> > Herrscherhaus? "Mit freundlichen Grüßen, Ihr König.." wohl kaum
>
>> Ich bin Euer wohl affektionirter König.
>
> "Ich bin Euer wohl erregter König"? *g* Mir geneigt dies nicht als
> treffender Abschiedsgruss. :-)
"Affektioniert" heißt ja auch nicht erregt, unbeschadet der Tatsache,
daß eine Affektion auch Zustände der Erregung nach sich ziehen kann,
sondern "wohlgesonnen" oder "geneigt".
- Sebastian
>> Werter Herr ... / Werte Frau ...
>> Werte Damen und Herren
>
> Davon würde ich dringendst abraten; das hat einen unangenehmen
> Geschmack nach DDR. Die polizeilichen Vorladungen begannen also:
> Werter Bürger Koppehel! zur Klärung eines Sachverhaltes werden Sie
> aufgefordert am...
Du scheinst zu viele Vorladungen bekommen zu haben.
Wenn etwas Standard ist, dann kann man auch keine Schlüsse daraus ziehen.
Mit "Werte Eltern" luden die Lehrer zum Elternabend ein, mit "Werte Frau
Müller" teilten die Eltern das krankheitsbedingte Fernbleiben von der Schule
mit, Schreiben an Betriebe, Ämter und Behörden begannen mit "Werter Herr
Bergmann-Borsig" (nur 150%ige schrieben "Lieber Genosse Bergmann-Borsig"),
die KWV lud mit "Werte Mieter" zur Mieterversammlung, PÜrivatpersonen, mit
denen man nicht per Du war, schrieb man mit "Werte Frau Beimer" usw.
Heute ist eben "Sehr geehrte(r)" Standard, und man kann genau so viel oder
wenig Schlüsse daraus ziehen wie aus "Werte(r)". Man kann das sogar als
Vorteil ansehen - durch Rückgriff auf Standards kann ich, wenn gewollt,
meine Abneigung oder meine Vorliebe gegenüber einem Gesprächspartner
verbergen, dem gegenüber gerade ein neutraler Umgang besser angebracht ist.
Statt den Ostdeutschen (die mehrheitlich immer noch den Lehrerbrief mit
"Werte Frau Müller" einleiten) einzureden, "Werte(r)" schreibt man nicht,
hielte ich es für angemessener, die Westdeutschen davon zu überzeugen, dass
"Werte(r)" genau so distanzneutral ist wie "Sehr geehrte(r)". Ich weiß, das
ist unrealistisch ...
Matthias
--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen drei, vier und noch
mehr Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. [Galletti]
also ich empfehle da mal die seiten der Bundesregierung
(www.bundesregierung.de), dort findet man einen Link (
> >> > BTW: Welche Schlußfloskel verwendet(e) der höhere Adel bzw. das
> >> > Herrscherhaus? "Mit freundlichen Grüßen, Ihr König.." wohl kaum
>
> >> Ich bin Euer wohl affektionirter König.
> >
> > "Ich bin Euer wohl erregter König"? *g* Mir geneigt dies nicht als
> > treffender Abschiedsgruss. :-)
>
> "Affektioniert" heißt ja auch nicht erregt, unbeschadet der Tatsache,
> daß eine Affektion auch Zustände der Erregung nach sich ziehen kann,
> sondern "wohlgesonnen" oder "geneigt".
Und desterwejen muß es heißen: "Ich bin der Ihnen wohlaffektionierte FR"
> >> Werter Herr ... / Werte Frau ...
> >> Werte Damen und Herren
> >
> > Davon würde ich dringendst abraten; das hat einen unangenehmen
> > Geschmack nach DDR. Die polizeilichen Vorladungen begannen also:
> > Werter Bürger Koppehel! zur Klärung eines Sachverhaltes werden Sie
> > aufgefordert am...
>
> Du scheinst zu viele Vorladungen bekommen zu haben.
Oh Gott, ja. Einmal sind mir zwei Polizisten in Greifswald sogar in
einen Lebensmittelladen gefolgt, um mir zu verkünden: "Wir kriegen sie
noch!" - ich war mit ca. 100 und ausgräumten Schalldämpfern auf JAWA
die Bahnhofstraße runtergedonnert. Das Verhältnis wurde aber bald ein
familäres, so daß es bei einer Verkehrskontrolle am Bahnübergang
Grimmer Str. hieß: "Den kenn ich, den kannste fahren lassen."
Hauptwachtmeister Westphal, die treue, leider allzufrüh von uns
gegangene Seele, sperrte sogar einmal den Straßenverkehr, damit wir
ein Faß Bier über den Bahnhofsplatz rollen konnten.
Als ich dort wg. Stauung über den Bürgersteig gefegt bin, fummelte ein
Trapo nervös an seiner überdimensionierten Kartentasche, meine Nummer
zu notieren: Da konnte ich nur hohnlachen, es kam nie was nach. So
organisiert war die DDR nicht.
Als man mein Motorrad beschlagnahmt hatte, da Fahrgestell-Nr. nicht
mit der in den Papieren angegebenen übereinstimmte, habe ich einfach
eine Blanko-Rechnung frisiert - ging durch. Bei der Gelegenheit wies
mich der Polizist im VPKA daraufhin, daß ich schriftlich anzeigen
müßte, daß mein Krad jetzt für länger in Gwd. stationiert wäre (ich
hatte ja Blner. Nummernschild) und überreichte mir das entspr.
Formular. Ich wandte ein, wo ich doch nun schon mal hier wäre...
Vergeblich, ich sollte das ausgefüllte Papier per Post schicken. Einen
Dreck habe ich getan - kam auch nie was nach.
Und einmal, in Ost-Bln., war ich der lachende Dritte in einem Streit
zwischen Polizei und Stasi - die konnten sich nehmich gegenseitig
nicht ausstehen.
> Wenn etwas Standard ist, dann kann man auch keine Schlüsse daraus ziehen.
> Mit "Werte Eltern" luden die Lehrer zum Elternabend ein, mit "Werte Frau
> Müller" teilten die Eltern das krankheitsbedingte Fernbleiben von der Schule
> mit, Schreiben an Betriebe, Ämter und Behörden begannen mit "Werter Herr
> Bergmann-Borsig" (nur 150%ige schrieben "Lieber Genosse Bergmann-Borsig"),
> die KWV lud mit "Werte Mieter" zur Mieterversammlung, PÜrivatpersonen, mit
> denen man nicht per Du war, schrieb man mit "Werte Frau Beimer" usw.
Ehmt, un deshalb hat "Werte(r)" für mich was proletig DDR-haftes - FR
[Ich bin Euer wohl affektionierter König]
> Doch, doch - das war durchaus üblich.
Aha, danke für die Aufklärung. Ich war zunächst verwundert, weil der
gehobene Stand -meines mageren Wissens nach- eher die vornehmere
französische Wortwahl verwendete als trockene lateinische Ausdrücke.
Und "affektioniert" klingt mir zu technokratisch und für damals nicht
zeitgemäß.
> Diesem kühnen Einspruch zum Trotze bitte ich Sie, Graf Zichy, mir
> auch künftighin Ihre gütige Gewogenheit zu erhalten und die
> Versicherung meiner ausgezeichnetesten Verehrung anzunehmen.
*g* Also, diese Formulierung ist so gut, daß ich sie im nächsten
Schreiben ans Finanzamt verwenden sollte :-)
lg,
Tamas
> Wie kann ich das "Sehr geehrte/r Dame(n) und Herr(en)!" bzw. das "Mit
> freundlichen Grüßen" in Geschäftsbriefen umgehen?
Edgar Allan Poe hat einmal eine fuer mich etwas verwirrend erscheinende
(fiktive Pseudo-)Analyse von Handschriften gemacht. Dabei hat er den
Leuten Briefe geschrieben und jeweils sehr altertuemliche, aber
wunderschoene Anreden verwendet. Vielleicht findest Du dort irgendwelche
Anregungen ;-) !
Bye, Marc
--
Computer, Technik und Security http://www.computec.ch/
"Alle Technik ist ein faustischer Pakt mit dem Teufel."
Neil Postman, US-amerikanischer Soziologe und Medienkritiker
> "Affektioniert" heißt ja auch nicht erregt, unbeschadet der Tatsache,
> daß eine Affektion auch Zustände der Erregung nach sich ziehen kann,
> sondern "wohlgesonnen" oder "geneigt".
Wenn schon, dann "wohlgesinnt". Das Wort "wohlgesonnen" gibt es in korrektem
Deutsch nicht.
gesinnt sein: von einer bestimmten Gesinnung sein
gesonnen sein: etwas im Sinne haben
Gruß Armin
[ "wohlgesonnen" oder "geneigt"]
>Wenn schon, dann "wohlgesinnt". Das Wort "wohlgesonnen" gibt es in korrektem
>Deutsch nicht.
>gesinnt sein: von einer bestimmten Gesinnung sein
>gesonnen sein: etwas im Sinne haben
Danach stimmte aber "wohlgesonnen". Wem ich geneigt bin, dessen
Gesinnung teile ich nicht zwangsläufig, der ist mir auch nicht
Gesinnung, sondern den schätze ich, den habe ich wohl im Sinn.
Liebe Grüße
Astrid
[ "wohlgesonnen" oder "geneigt"]
Liebe Grüße
Astrid
_________________________________
Ich bin gesonnen, dies oder das zu tun, heißt so viel wie: ich bin willens,
es zu tun.
Zur anderen Wortgruppe gehören: übel gesinnt, freundlich gesinnt,
wohlgesinnt, etc.
Grüße von
Armin
>>>> Ich bin Euer wohl affektionirter König.
>>>
>>> "Ich bin Euer wohl erregter König"? *g* Mir geneigt dies nicht als
>>> treffender Abschiedsgruss. :-)
>>
>> "Affektioniert" heißt ja auch nicht erregt, unbeschadet der Tatsache,
>> daß eine Affektion auch Zustände der Erregung nach sich ziehen kann,
>> sondern "wohlgesonnen" oder "geneigt".
>
> Und desterwejen muß es heißen: "Ich bin der Ihnen wohlaffektionierte FR"
Ganz schön vermessen, ein solches Urteil - obzwar im hier betrachteten
Falle den Tatsachen offenbar entsprechend - über die Deutschkenntnisse
Seines Königs zu fällen. Selbiger gäb' sicherlich in Anerkennung der
hier gezeigten Courage Ordre, dem Hrn. Magister das Amt eines
Königlichen Sprachmeisters anzutragen. Als ein solcher müßte Er sich mit
dem Dichter Lessing ins Einvernehmen setzen, um alsogleich die
entsprechenden Passagen der "Minna von Barnhelm" zu korrigieren.
Möge Gott die Welt und den König schützen!
jovo
> Sebastian Koppehel wrote:
>> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>>
>>> Mit freundlichen Grüßen auch an die Frau Gemahlin
>>
>> Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
>> meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
>
> Ich darf hier anmerken, daß ich mich, wenn überhaupt jemals, dann seit
> einiger Zeit nicht mehr zu diesen allen zähle.
Ah richtig, wir schnitten das Thema ja andernorts bereits einmal an.
Man wird es aber verstehen, wenn ich in diesem Punkt auf Akkuratesse
bestehen muß, denn es soll ja kein falscher Eindruck entstehen.
Mit den besten Wünschen für das weitere Wohlergehen grüßt Sie
freundschaftlichst Ihr ergebener
S.
>
> Edgar Allan Poe hat einmal eine fuer mich etwas verwirrend erscheinende
> (fiktive Pseudo-)Analyse von Handschriften gemacht. Dabei hat er den
> Leuten Briefe geschrieben und jeweils sehr altertuemliche, aber
> wunderschoene Anreden verwendet. Vielleicht findest Du dort irgendwelche
> Anregungen ;-) !
Wo denn genau? Genauere Quellenabgabe wär nützlich
Tschau mit "AU"
Mich*es-grüßt-herzlichst*ael
> Bye, Marc
PS. Wenn man in Wien im Gemeindebau lebt, und was erreichen will ist
die Formel "Mit freundschaftlichem Gruß" äußerst hilfreich.
>>> Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
>>> meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
>>
>> Ich darf hier anmerken, daß ich mich, wenn überhaupt jemals, dann seit
>> einiger Zeit nicht mehr zu diesen allen zähle.
>
> Ah richtig, wir schnitten das Thema ja andernorts bereits einmal an.
> Man wird es aber verstehen, wenn ich in diesem Punkt auf Akkuratesse
> bestehen muß, denn es soll ja kein falscher Eindruck entstehen.
Durchaus; allerdings greift dann das "alle" eben doch zu weit, es sei
denn, man rechnet nicht mit mir als einem vollwertigen Teil des hiesigen
Publikums (was ja leider bspw. beim von mir sehr geschätzten Hrn. Arning
immer noch der Fall zu sein scheint.) Ich wäre untröstlich, ausgerechnet
hier ebenfalls geringgeschätzt zu werden.
> Mit den besten Wünschen für das weitere Wohlergehen grüßt Sie
> freundschaftlichst Ihr ergebener
>
> S.
Leben Sie wohl, lieber Freund, und vergessen Sie, bitte, nicht den
Schreiber dieser Zeilen, der Ihnen, wie Sie ja wissen, in aufrichtiger
Liebe zugetan ist.
Ihr sehr ergebener jovo
> >>> Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
> >>> meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
> >>
> >> Ich darf hier anmerken, daß ich mich, wenn überhaupt jemals, dann seit
> >> einiger Zeit nicht mehr zu diesen allen zähle.
> >
> > Ah richtig, wir schnitten das Thema ja andernorts bereits einmal an.
> > Man wird es aber verstehen, wenn ich in diesem Punkt auf Akkuratesse
> > bestehen muß, denn es soll ja kein falscher Eindruck entstehen.
>
> Durchaus; allerdings greift dann das "alle" eben doch zu weit, es sei
> denn, man rechnet nicht mit mir als einem vollwertigen Teil des hiesigen
> Publikums (was ja leider bspw. beim von mir sehr geschätzten Hrn. Arning
> immer noch der Fall zu sein scheint.) Ich wäre untröstlich, ausgerechnet
> hier ebenfalls geringgeschätzt zu werden.
>
> > Mit den besten Wünschen für das weitere Wohlergehen grüßt Sie
> > freundschaftlichst Ihr ergebener
>
> Leben Sie wohl, lieber Freund, und vergessen Sie, bitte, nicht den
> Schreiber dieser Zeilen, der Ihnen, wie Sie ja wissen, in aufrichtiger
> Liebe zugetan ist.
Wir haben Ihrer oft gedacht, und immer mit Rührung (AvH) - FR
> >> "Affektioniert" heißt ja auch nicht erregt, unbeschadet der Tatsache,
> >> daß eine Affektion auch Zustände der Erregung nach sich ziehen kann,
> >> sondern "wohlgesonnen" oder "geneigt".
> >
> > Und desterwejen muß es heißen: "Ich bin der Ihnen wohlaffektionierte FR"
>
> Ganz schön vermessen, ein solches Urteil - obzwar im hier betrachteten
> Falle den Tatsachen offenbar entsprechend - über die Deutschkenntnisse
> Seines Königs zu fällen. Selbiger gäb' sicherlich in Anerkennung der
> hier gezeigten Courage Ordre, dem Hrn. Magister das Amt eines
> Königlichen Sprachmeisters anzutragen.
Ich bin doch schon k. konzess. Ohrlöffelschmied.
Dero Serviteur - FR
>> Leben Sie wohl, lieber Freund, und vergessen Sie, bitte, nicht den
>> Schreiber dieser Zeilen, der Ihnen, wie Sie ja wissen, in aufrichtiger
>> Liebe zugetan ist.
>
> Wir haben Ihrer oft gedacht, und immer mit Rührung (AvH) - FR
Ich danke Ihnen tausendmal für das außerordentliche Wohlwollen, mit dem
Sie mir Ihre Ansicht mitgeteilt haben, und ich wünsche mir aufrichtig
Glück, daß ich jetzt eine so gute Gelegenheit gefunden habe, nicht nur
meine persönliche Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, sondern auch die
Gefühle der Bewunderung und der tiefen Hochachtung, die ich stets für
Ew. Hochwohlgeboren empfunden und gezeigt habe.
Ganz und von Herzen der Ihrige
jovo
>> Selbiger gäb' sicherlich in Anerkennung der
>> hier gezeigten Courage Ordre, dem Hrn. Magister das Amt eines
>> Königlichen Sprachmeisters anzutragen.
>
> Ich bin doch schon k. konzess. Ohrlöffelschmied.
Na, wenn's schon so steht, avanciert's sich damit freilich nicht recht.
Entstammt das verwendete Gold eigentlich ebenfalls heimischer
Produktion?
> Dero Serviteur - FR
Annuit coeptis i.d.u.h.Z. jovo
> Sebastian Koppehel wrote:
>> Johannes Volkmar schrieb:
>>> Sebastian Koppehel wrote:
>
>>>> Wieso glauben hier alle, ich hätte eine Frau Gemahlin? Es muß wohl an
>>>> meinem ausgeglichenen Gemüt liegen ...
>>>
>>> Ich darf hier anmerken, daß ich mich, wenn überhaupt jemals, dann seit
>>> einiger Zeit nicht mehr zu diesen allen zähle.
>>
>> Ah richtig, wir schnitten das Thema ja andernorts bereits einmal an.
>> Man wird es aber verstehen, wenn ich in diesem Punkt auf Akkuratesse
>> bestehen muß, denn es soll ja kein falscher Eindruck entstehen.
>
> Durchaus; allerdings greift dann das "alle" eben doch zu weit,
Ah, selbstverständlich darf man "alle" hier nicht als die Gesamtheit
aller Menschen auffassen, die mein Posting je gelesen haben bzw. lesen
werden, sondern nur als salopp zusammengefaßte Gruppe solcher, welche
sich in diesem Zusammenhang zur der Frage meiner Vermähltheit geäußert
haben.
Ich hoffe, mit dieser Klarstellung alle Zweifel zu Staub zerfallen
lassen zu haben, die bis dahin ihre nagenden Zähne an Höchstdero
Selbstvertrauen zu setzen wagten, und nutze die Gelegenheit dankbar,
mich mit den aufrichtigsten Versicherungen meiner tief und innig
empfundenen Hochachtung als Ihr treuer und ergebener Diener zu
empfehlen.
S.: Wem der große Wurf gelungen, eines Freundes Freund zu sein,
Wer ein holdes Weib errungen, mische seinen Jubel ein!
Ja, wer auch nur eine Seele sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer's nie gekonnt, der stehle weinend sich aus diesem Bund!
Sebastian Koppehel wrote:
> Ah, selbstverständlich darf man "alle" hier nicht als die Gesamtheit
> aller Menschen auffassen, die mein Posting je gelesen haben bzw. lesen
> werden, sondern nur als salopp zusammengefaßte Gruppe solcher, welche
> sich in diesem Zusammenhang zur der Frage meiner Vermähltheit geäußert
> haben.
Wenn ich die Korrespondenz recht überblicke, dann hat außer dem
Hochgelehrten Hrn. Arning niemand weiters sich hierzu geäußert. Nun
erscheint mir die Verwendung des "alle" darum auch etwas seltsam.
Gleichwohl hätte ich wissen müssen, daß eine so reine und aufrichtige
Seele, als welche die Ihrige oft genug sich hat erweiset, unmöglich
einer solchen Kälte und Abweisung fähig ist. Die Gnade und Gewogenheit,
welche Sie, theuerster Freund, mir trotz den unsäglichen
Verdächtigungen, die ich gegen Sie ausgestoßen, angedeihen zu lassen so
gütig sind, rührt an mein Herz, und ich weine darob die heißesten Zähren
in aufrichtiger Reue.
> Ich hoffe, mit dieser Klarstellung alle Zweifel zu Staub zerfallen
> lassen zu haben, die bis dahin ihre nagenden Zähne an Höchstdero
> Selbstvertrauen zu setzen wagten, und nutze die Gelegenheit dankbar,
> mich mit den aufrichtigsten Versicherungen meiner tief und innig
> empfundenen Hochachtung als Ihr treuer und ergebener Diener zu
> empfehlen.
Eure Worte sind süß wie Honig und belebend wie der Tau am Morgen. Seien
Sie dessen versichert, daß ich durch Ihren Zuspruch wieder zu alter
Kraft und Gewißheit gefunden habe, jene, welche durch keinen Feind
jemals kann in dieser Weise erschüttert werden, als wenn sicher und
unverbrüchlich geglaubte Kameradschaft von schnödem Abfall befleckt
wird. Als ein Zeichen meines wiedererlangten Selbstvertrauens, mehr
noch: meines felsenfesten Vertrauens auf den Rückhalt, den jederzeit in
Euch zu finden ich mich glücklich schätze, nehme ich mir die Freiheit,
Euch anzuzeigen, daß die gleichzeitige Verwendung von "Höchstdero" und
"Ergebener" nicht zur Gänze den Gepflogenheiten entspricht. Wie nämlich
mit dem ersteren Hoher und gar Höchster Adel (bis hinauf zum König)
angeredet wird, so verlangt's zum Beschlusse in der rechten Folge, daß
man schreibt: "Unterthänigster". Als der Hocherfahrene Hr. Kusmierz
weiland schrieb, die Welt sei in der Tat allenthalben in Auflösung
begriffen, da sprach er ein wahres Wort. Um so mehr gebieten die
gegenwärtigen Zustände, daß man nicht auch noch die letzten Reste
irgendeiner Ordnung zertrümmert, als gebe es kein Morgen.
> S.
Leben Sie herzlich wohl! Lassen Sie uns freundschaftlich vereinigt
bleiben und noch Gutes stiften, soviel es in der allgemeinen Anarchie
möglich ist.
Von Herzen Ihr jovo
> Als ein Zeichen meines wiedererlangten Selbstvertrauens, mehr
> noch: meines felsenfesten Vertrauens auf den Rückhalt, den jederzeit in
> Euch zu finden ich mich glücklich schätze, nehme ich mir die Freiheit,
> Euch anzuzeigen, daß die gleichzeitige Verwendung von "Höchstdero" und
> "Ergebener" nicht zur Gänze den Gepflogenheiten entspricht. Wie nämlich
> mit dem ersteren Hoher und gar Höchster Adel
Höre er, wie traurig heunt die Tschinellen tun. Glaube er mir, heunt
ist ein unedles Unglück g'schehn, das greulich an meine hochen Ohren
sein wird - FR
Ja, ja, stattgegeben. Indem ich diese, sagen wir, eher ungebräuchliche
Vokabel verwandte, ließ ich mich einzig von dem Ziele leiten, denjenigen
lieben Mitbrüdern, denen anitzt bloß geringe Einsicht in diese tiefen
Geheimnisse geschenkt, die Unterschiede in den Abstufungen klar und
deutlich vor Augen zu führen, und da verwirrt die Zuordnung des
"Höchstdero" oder auch "Höchstdieselben" zum Hohen, wenn auch zum *ganz*
Hohen Adel nur, wenn man nämlich bedenkt, daß auf einer tiefern Stufe
noch "Hochdero" und "Hochdieselben" existieren. In diese Logik fügt sich
ohne weiteres auch die Stellung Seiner
Allerdurchlauchtigsten, Großmächtigsten und Unüberwindlichsten Majestät,
durch Gottes Gnaden Erwählten Römischen Kaisers ein, den man ob seines
übergeordneten Ranges mit "Allerhöchstderselbe" tituliert und dem man
sich als allerunterthänigsten Diener empfiehlt. Daß hierbei immer noch
nicht die höchste Stufe erreicht ist, steht freilich ebenso außer
Zweifel, und nur in Ermangelung eines geeigneten Hyperlativs verzichten
wir ganz auf eine Fortführung dieser Begrifflichkeiten.
> - FR
Sanctitatis Vestrae obsequens Filius
jovo
> "Johannes Volkmar" schrieb:
>> Diesem kühnen Einspruch zum Trotze bitte ich Sie, Graf Zichy, mir
>> auch künftighin Ihre gütige Gewogenheit zu erhalten und die
>> Versicherung meiner ausgezeichnetesten Verehrung anzunehmen.
>
> *g* Also, diese Formulierung ist so gut, daß ich sie im nächsten
> Schreiben ans Finanzamt verwenden sollte :-)
Da Eure Hochgeboren die Gewogenheit hatten, meine bescheidenen Gaben
gütigst anzunehmen, wage ich es, Hochdero Aufmerksamkeit auf eine
weitere Angelegenheit zu lenken.
> -meines mageren Wissens nach-
Nach alter Väter Sitte und Gebrauch, denen Ihr, Graf Zichy, in diesen
schweren Zeiten auf solch hochehrbare Weise zu ihrem gewohnten Recht
verhelft, verlangt das "nach" gleichwie das "mit", "bei", "seit", "von",
"zu" und "aus", daß man das Folgende (in hiesigen Falle das
Vorhergehende) im Dativ schreibe.
> lg,
> Tamas
Geruhen Eure Hochgeboren gütigst zu erlauben, daß der Unterzeichnete in
dem Gefühl der tiefsten Verehrung beharre.
jovo
> Sebastian Koppehel wrote:
>
>> Ah, selbstverständlich darf man "alle" hier nicht als die Gesamtheit
>> aller Menschen auffassen, die mein Posting je gelesen haben bzw. lesen
>> werden, sondern nur als salopp zusammengefaßte Gruppe solcher, welche
>> sich in diesem Zusammenhang zur der Frage meiner Vermähltheit geäußert
>> haben.
>
> Wenn ich die Korrespondenz recht überblicke, dann hat außer dem
> Hochgelehrten Hrn. Arning niemand weiters sich hierzu geäußert.
Auch unser geschätzter Mitreaktionär FR ließ dergleichen anklingen.
>> Ich hoffe, mit dieser Klarstellung alle Zweifel zu Staub zerfallen
>> lassen zu haben, die bis dahin ihre nagenden Zähne an Höchstdero
>> Selbstvertrauen zu setzen wagten, und nutze die Gelegenheit dankbar,
>> mich mit den aufrichtigsten Versicherungen meiner tief und innig
>> empfundenen Hochachtung als Ihr treuer und ergebener Diener zu
>> empfehlen.
>
> Eure Worte sind süß wie Honig und belebend wie der Tau am Morgen. Seien
> Sie dessen versichert, daß ich durch Ihren Zuspruch wieder zu alter
> Kraft und Gewißheit gefunden habe, jene, welche durch keinen Feind
> jemals kann in dieser Weise erschüttert werden, als wenn sicher und
> unverbrüchlich geglaubte Kameradschaft von schnödem Abfall befleckt
> wird. Als ein Zeichen meines wiedererlangten Selbstvertrauens, mehr
> noch: meines felsenfesten Vertrauens auf den Rückhalt, den jederzeit in
> Euch zu finden ich mich glücklich schätze, nehme ich mir die Freiheit,
> Euch anzuzeigen, daß die gleichzeitige Verwendung von "Höchstdero" und
> "Ergebener" nicht zur Gänze den Gepflogenheiten entspricht. Wie nämlich
> mit dem ersteren Hoher und gar Höchster Adel (bis hinauf zum König)
> angeredet wird, so verlangt's zum Beschlusse in der rechten Folge, daß
> man schreibt: "Unterthänigster".
Ich winde mich vor Ihnen im Staube, wo ich hingehöre. Gedankenlos ließ
ich die Tinte von meiner Feder rinnen, oder vielmehr den Strom der
Lettern aus meiner Tastatur, und sah sie Worte formen, die in meinen
Ohren wohl klingen wollten, die ich aber nicht verstand, und war es
zufrieden. Berechtigt trifft mich die Strafe, gleich jenem Angehörigen
der britischen Streitkräfte, dessen schandhaftes Verhalten im
Millionenquiz erst kürzlich zwischen uns zur Sprache kam, durch die
prompte Entdeckung meiner unehrenhaften Tat noch einmal so schlecht
auszusehen.
Hallo Mister Gott, hier spricht Anna:
- Sebastian
> > *g* Also, diese Formulierung ist so gut, daß ich sie im nächsten
> > Schreiben ans Finanzamt verwenden sollte :-)
> Da Eure Hochgeboren die Gewogenheit hatten, meine bescheidenen Gaben
> gütigst anzunehmen, wage ich es, Hochdero Aufmerksamkeit auf eine
> weitere Angelegenheit zu lenken.
Grandios, Deine Formulierungen. Wo lernt man sowas? Ich habe diesen
Thread mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und bin jedesmal zu tiefst
erstaunt ob Deiner Wortwahl. :-)
> > -meines mageren Wissens nach-
>
> Nach alter Väter Sitte und Gebrauch, denen Ihr, Graf Zichy, in
> diesen schweren Zeiten auf solch hochehrbare Weise zu ihrem
> gewohnten Rechtverhelft, verlangt das "nach" gleichwie das
> "mit", "bei", "seit", "von", "zu" und "aus", daß man das Folgende
> (in hiesigen Falle das Vorhergehende) im Dativ schreibe.
Danke für die Aufklärung. Heißt es ergo "-meinem mageren Wissen
nach-"?
Da meine Muttersprache die Polnische ist, sei mir bitte diese
Unwissenheit zu verzeihen. Trotz Studiums der besten deutschsprachigen
Literatur wird meine ausländische Provenienz wohl immer bis ans
Lebensende ersichtlich sein.
Und nenne mich bitte zukünftig Tamás, so wie all meine Freunde. Zudem
ist im hungaro-ostarrichischem Raume sowie im altehrwürdigen Polen das
offizielle Tragen von Adelstiteln heutzutage verpönt. Der Einzige, dem
ich die Anrede "Graf" gestatten würde, wäre der jetzige
Landeshauptmann von Kärntnen.
> Geruhen Eure Hochgeboren gütigst zu erlauben, daß der Unterzeichnete
> in dem Gefühl der tiefsten Verehrung beharre.
> jovo
Eure Verehrung sei mir gestattet, und auch ich bedarf eine
wohlwollende Anerkennung ihrerseits, da ich noch viel von Euch zu
lernen glaube.
lg,
Tamas
(heri, hodie, semper)
> Grandios, Deine Formulierungen.
No, bitte: Ihr beschämt mich.
> Wo lernt man sowas?
Ich bin glühender Verfechter der Schliemannschen Methode, und ich weiß
mich da des Beistands manches Sprachgewaltigen sicher, wird doch etwann
der Hochgelehrte und Gestrenge Hr. Gerdes nicht müde, auf diese Art des
Lernens hinzuweisen.
>>> -meines mageren Wissens nach-
> Danke für die Aufklärung. Heißt es ergo "-meinem mageren Wissen
> nach-"?
So ist es.
> Da meine Muttersprache die Polnische ist, sei mir bitte diese
> Unwissenheit zu verzeihen. Trotz Studiums der besten deutsch-
> sprachigen Literatur wird meine ausländische Provenienz wohl immer
> bis ans Lebensende ersichtlich sein.
Nun, aufs gesprochene Wort bezogen, vermag ich darin nichts Schlechts zu
erkennen. Soll doch jeder wissen, welcher Scholle man entsproß. Im
übrigen hatte ich tatsächlich gedacht, es wäre in Ihrem Fall die
ungarische.
> Zudem ist im hungaro-ostarrichischem Raume sowie im altehrwürdigen
> Polen das offizielle Tragen von Adelstiteln heutzutage verpönt.
Pah! - Republikaner.
> Und nenne mich bitte zukünftig Tamás, so wie all meine Freunde. Der
> Einzige, dem ich die Anrede "Graf" gestatten würde, wäre der jetzige
> Landeshauptmann von Kärntnen.
Ich bitte tausendmal um Vergebung. Aber mir geschieht ganz recht, habe
ich doch die Warnung des Barons v. Mirbach in den Wind geschlagen, der
uns Staubgeborenen anempfiehlt, so wir denn in Umgange mit adeligen
Herrschaften zu treten wünschen bzw. gezwungen sind, uns nach der Art,
wie dem jeweiligen Gegenüber angesprochen zu werden beliebt, zu
erkundigen. Da Eure Hochgeboren nun also gnädigst anzubefehlen geruhten,
mit Hochdero Vornamen angeredet zu werden, so will ich mich dem nicht
verschließen und hinfort sagen: Tamás.
> Eure Verehrung sei mir gestattet, und auch ich bedarf eine
> wohlwollende Anerkennung ihrerseits, da ich noch viel von Euch zu
> lernen glaube.
Es wäre mir eine unverdiente Ehre, und ich bitte Euer Hochgeboren -
Tamás -, sich zu überzeugen, daß jede Gelegenheit, welche sich mir zur
Erfüllung Ihrer hohen Befehle darbietet, den größten Teil meines Glückes
ausmacht.
Erhalten Sie mir Ihr Wohlwollen, und rechnen Sie mit Gewißheit
ununterbrochen auf meine lebhafteste und innigste Verehrung und
Anhänglichkeit.
jovo
[Frage meiner Vermähltheit]
>> Wenn ich die Korrespondenz recht überblicke, dann hat außer dem
>> Hochgelehrten Hrn. Arning niemand weiters sich hierzu geäußert.
>
> Auch unser geschätzter Mitreaktionär FR ließ dergleichen anklingen.
Das stimmt wohl, obgleich's mit diesem honorigen Hrn. wieder ganz
besonders steht, läßt doch sein Zugang, was Aktualisierungsrate,
Übermittlungsgeschwindigkeit und Systematik anbetrifft, arg zu wünschen
übrig. Aber wir wollen ihn darum nicht schelten, genießt er doch als
Ältester in unserm Kreise gewisser Vorrechte.
>> Als ein Zeichen meines Vertrauens nehme ich mir die Freiheit,
>> Euch anzuzeigen, daß die gleichzeitige Verwendung von "Höchstdero" und
>> "Ergebener" nicht zur Gänze den Gepflogenheiten entspricht. Wie nämlich
>> mit dem ersteren Hoher und gar Höchster Adel (bis hinauf zum König)
>> angeredet wird, so verlangt's zum Beschlusse in der rechten Folge, daß
>> man schreibt: "Unterthänigster".
>
> Ich winde mich vor Ihnen im Staube, wo ich hingehöre.
Oh, bitte! Nein! Ihr stürzet mich in größte Verlegenheit mit Eurer durch
nichts gerechtfertigten Erniedrigung. Den 24. d.M., da ich Eure
Confutatio las, ecce da zerstoben meine Zweifel und meine
Verdachtsgründe fielen über Haufen. Schamesröte bedeckte da mein
Antlitz, und ich bereuete bitterlich. Alsogleich übersandte ich Euch als
ein Zeichen meiner neuerlichen Anhänglichkeit die bewußten Sätze und
wünschte, Ihr möget sie als solche gütigst annehmen. Aber ach! - das
Beste erhoffend, bewirkte ich armer Tropf wiederum bloß Mißhelligkeiten.
> Berechtigt trifft mich die Strafe
So schweiget mir, ich bitt' Euch drum, von allem diesen fürchterlichen
Zeuchs. Denn sehet, am andern Orte verrohen die Sitten, und man rottet
sich zusammen, schreit gar nach der Guillotine. Nun steht es freilich
nicht so schlimm, als daß unsereins fürchten müsse, irgendwie blessiert
zu werden, denn jeder einzelne von uns kann sich wohl aus eigener Kraft
der kläffenden Meute erwehren. Nichtsdestominder erscheint es mir
wünschenswert, und ich darf annehmen, ich spreche da in Eurem Sinne, daß
man sich nicht in solch müßige Betrachtungen, wie hier geschehn,
hineinverirrt. Um so lustvoller nämlich der Disput, wenn man sieht, wie
die unter mancherlei Fahnen fechtenden Pelotons der Argumente sich auf
dem Felde vereinigen und die Bataille oratoire zum vollständigen Cannae
geraten lassen.
> Hallo Mister Gott, hier spricht Anna:
Der Hochgelehrte Hr. Cromm hatte die Gewogenheit, uns Suchenden
bedeutsame Hinweise in dieser Sache zuteil werden zu lassen. Und,
fürwahr, er hat recht gesprochen, denn gibt man Höchstdero und
Ergebenster gleichermaßen ein, so wird uns lediglich ein Resultat
ausgeworfen, darinnen man ersiehet, daß nicht ein und dieselbe Person
mit beidem bedacht wird. Statt dessen, lassen wir nur nach Höchstdero
suchen, finden sich etzliche Documenta, die den rechtmäßigen Gebrauch,
wie ich ihn dargestellt, belegen.
> - Sebastian
Mit den Gesinnungen der vorzüglichsten Hochachtung habe ich die Ehre zu
sein
jovo
> > Wo lernt man sowas?
> Ich bin glühender Verfechter der Schliemannschen Methode, [...]
Interessant. Kann man in knappen Worten zusammenfassen, was diese
Schliemannsche Methode ist? Ich wäre sehr dankbar.
> > Da meine Muttersprache die Polnische ist, sei mir bitte diese
> > Unwissenheit zu verzeihen.
> Nun, aufs gesprochene Wort bezogen, vermag ich darin nichts
> Schlechts zu erkennen. Soll doch jeder wissen, welcher Scholle
> man entsproß. Im übrigen hatte ich tatsächlich gedacht, es wäre
> in Ihrem Fall die ungarische.
Danke. Nun, die Erklärung ist einfach. Meine ist Polin, mein Vater ein
Ungar. Sie lebten in Polen Jener verstarb leider nach meiner Geburt
und so wuchs ich im polnischen Kulturraum auf, bis wir in meinem
sechsten Lebensjahr nach Wien übersiedelten. Daher der ungarische
Name, aber die polnische Muttersprache.
> > Zudem ist im hungaro-ostarrichischem Raume sowie im altehrwürdigen
> > Polen das offizielle Tragen von Adelstiteln heutzutage verpönt.
>
> Pah! - Republikaner.
Der ich auch einer bin. Ich will die würdigen Leistungen jener
Menschen dadurch nicht schmälern um mich mit meinem
schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen. :-)
lg,
Tamas
Bald ist Schluß mit "ausländisch"! Dann sind wir "alle" E.U.ropäer!
Willkommen!
>> Geruhen Eure Hochgeboren gütigst zu erlauben, daß der Unterzeichnete
>> in dem Gefühl der tiefsten Verehrung beharre.
>> jovo
^^^^^^^^^^
ver-harre?
Gruß
KH
>>> Geruhen Eure Hochgeboren gütigst zu erlauben, daß der Unterzeichnete
>>> in dem Gefühl der tiefsten Verehrung beharre.
> ^^^^^^^^^^
> ver-harre?
Auch dies, aber seltener.
> Gruß
> KH
Gruß zurück jovo
Ganz knapp: Lesen bildet.
Ansonsten: http://www.berlinx.de/ego/699/art3.htm
>>> Zudem ist im hungaro-ostarrichischem Raume sowie im altehrwürdigen
>>> Polen das offizielle Tragen von Adelstiteln heutzutage verpönt.
>>
>> Pah! - Republikaner.
>
> Der ich auch einer bin. Ich will die würdigen Leistungen jener
> Menschen dadurch nicht schmälern um mich mit meinem
> schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen. :-)
Wodurch? Oder, wenn's so gar nicht gemeint war, statt "um mich mit
meinem schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen" schreibe besser
"daß ich mich mit meinem schicksalsbehaftetem Blutadel besserstelle".
In dem Buch "Zwanzig Jahre später" läßt Alexandre Dumas den Musketier
Athos gewichtige Worte über diese Dinge sprechen.
> lg,
> Tamas
Gruß jovo
Ganz knapp: Lesen bildet.
Ansonsten: http://www.berlinx.de/ego/699/art3.htm
>>> Zudem ist im hungaro-ostarrichischem Raume sowie im altehrwürdigen
>>> Polen das offizielle Tragen von Adelstiteln heutzutage verpönt.
>>
>> Pah! - Republikaner.
>
> Der ich auch einer bin. Ich will die würdigen Leistungen jener
> Menschen dadurch nicht schmälern um mich mit meinem
> schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen. :-)
Wodurch? Oder, wenn's so gar nicht gemeint war, statt "um mich mit
meinem schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen" schreibe besser
"daß ich mich mit meinem schicksalsbehafteten Blutadel besserstelle".
Johannes Volkmar schrieb:
> >> Ich bin glühender Verfechter der Schliemannschen Methode, [...]
> >
> > Interessant. Kann man in knappen Worten zusammenfassen, was diese
> > Schliemannsche Methode ist? Ich wäre sehr dankbar.
>
> Ganz knapp: Lesen bildet.
> Ansonsten: http://www.berlinx.de/ego/699/art3.htm
Scheint wirklich einfach zu sein, diese Methode. Liest man doch
da:
|Wie haben diese Leute Sprachen gelernt? Sie kauften sich
|ein Wörterbuch und eine Grammatik.
Herzliche Grüße
Uli
> > Interessant. Kann man in knappen Worten zusammenfassen, was diese
> > Schliemannsche Methode ist? Ich wäre sehr dankbar.
> Ganz knapp: Lesen bildet.
Das ist die Schliemannsche Methode? Ich hab aus Neugier recherchiert
und festgestellt, daß Heinrich Schliemann seine 10 Fremdsprachen
dadurch schnell lernte, indem er laut las, kaum Übersetzungen machte
und Textstücke auswendig lernte. Ist es das, worin Du glühender
Verfechter bist?
Ansonsten gebe ich Dir Recht: Lesen bildet.
> > Der ich auch einer bin. Ich will die würdigen Leistungen jener
> > Menschen dadurch nicht schmälern um mich mit meinem
> > schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen. :-)
> Wodurch? Oder, wenn's so gar nicht gemeint war, statt "um mich mit
> meinem schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen" schreibe
> besser "daß ich mich mit meinem schicksalsbehafteten Blutadel
> besserstelle".
Also, je länger ich unsere beiden Sätze lese, desto geringer fällt mir
ein Unterschied auf. Was ich -zugegeben etwas ironisch- meinte ist die
Wertigkeit zwischen Tat und Person, wie:
"Ich habe das höchste Gebäude der Welt erbaut"
"Na und, ich bin ein Baron"
> In dem Buch "Zwanzig Jahre später" läßt Alexandre Dumas den
> Musketier Athos gewichtige Worte über diese Dinge sprechen.
Interessanter Hinweis. Da werde ich mal einen Blick in dieses Büchlein
werfen.
lg,
Tamas
> "Johannes Volkmar" schrieb:
>>> Ich will die würdigen Leistungen jener
>>> Menschen dadurch nicht schmälern um mich mit meinem
>>> schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen. :-)
>
>> Wodurch? Oder, wenn's so gar nicht gemeint war, statt "um mich mit
>> meinem schicksalsbehaftetem Blutadel besserzustellen" schreibe
>> besser "daß ich mich mit meinem schicksalsbehafteten Blutadel
>> besserstelle".
>
> Also, je länger ich unsere beiden Sätze lese, desto geringer fällt mir
> ein Unterschied auf.
Mit "um zu" werden Finalsätze eingeleitet, "dadurch" weist aber auf
einen Grund. Im Originalsatz ist also entweder die Konjunktion falsch
gewählt, wenn nämlich anstelle des Final- ein Modalanschluß folgen
sollte, oder, falls das "um zu" wirklich so gemeint war, die Frage nach
der Art und Weise, nach dem "wodurch" ist berechtigt.
Zu den Feinheiten von Finalkonstruktionen hat Hr. Saam vor einiger Zeit
eine Diskussion gestartet. Und hier ging's los:
aqp599$1lmo$1...@news.uni-koblenz.de
> Was ich -zugegeben etwas ironisch- meinte ist die
> Wertigkeit zwischen Tat und Person, wie:
> "Ich habe das höchste Gebäude der Welt erbaut"
> "Na und, ich bin ein Baron"
Was man oft vergißt: Herrschaft verpflichtet. Das Verhältnis des
Gutsherrn zu seinen Leuten ist wie dasjenige des Offiziers zu seinen
Untergebenen, er trägt eine Fürsorgeverantwortung. Es ist also nicht so,
daß nur die einen leisten, die andern bloß schmarotzen. Derjenige, der
sich durch seine Taten erst einen Namen erwerben muß, kann darauf auch
verzichten; er besitzt die Freiheit, aus der Versenkung hervorzutreten
oder Teil der anonymen Masse zu bleiben, ohne daß man ihm dies zum
Vorwurf machen könnte. Der andere aber, welcher bereits einen Namen
trägt, hat diese Freiheit nicht; er wird in die Pflicht genommen und
*muß* etwas leisten, *muß* durch Taten erweisen, daß er mit Fug sich auf
die Ahnenreihe beruft.
> lg,
> Tamas
Verzeihen Sie meine Ermahnungen; mein Amt ist ja das Predigen.
Von Herzen adieu
jovo
Wie aus dem folgenden richtig hervorgeht, muß natürlich auch hier Weise
anstelle von Grund stehen. Ich bitte, dies zu entschuldigen.
> Im Originalsatz ist also entweder die Konjunktion falsch
> gewählt, wenn nämlich anstelle des Final- ein Modalanschluß folgen
> sollte, oder, falls das "um zu" wirklich so gemeint war, die Frage nach
> der Art und Weise, nach dem "wodurch" ist berechtigt.
> jovo
Lebe wohl, lieber Freund, vielleicht auf baldiges Wiedersehen?
Derselbe