Wenn ich einen Nachnamen _vor_ dem Vornamen schrieb, trennte ich ersteren
durch ein Komma ab:
"Reichen, Daniel"
Wenn ich jedoch den Vornamen zuerst erwähnte, schrieb ich _kein_ Komma:
"Daniel Reichen"
Kürzlich hörte ich, dass man nun _kein_ Komma mehr setzt, auch wenn der
Nachname zuerst genannt wird.
Ist das korrekt? Auch in der Schweiz? Und wenn ja, seit wann?
Für jede Hilfe vielen Dank schon jetzt!
--
Es grüsst euch
Daniel Reichen
Auch wenn ich Dir darauf keine Antwort direkt geben kann, früher scheint man
oft den Nachnamen zuerst ausgesprochen zu haben, zumindest redet meine liebe
Omi in dieser Form von anderen Menschen: die Müllers Gabi, Schmitz' Klaus,
...
Viele Grüße,
Andreas
> Wenn ich einen Nachnamen _vor_ dem Vornamen schrieb, trennte ich
> ersteren durch ein Komma ab:
> "Reichen, Daniel"
Darfst Du, musst aber nicht.
> Wenn ich jedoch den Vornamen zuerst erwähnte, schrieb ich _kein_
> Komma:
> "Daniel Reichen"
Das stimmt auf jeden Fall.
> Kürzlich hörte ich, dass man nun _kein_ Komma mehr setzt, auch wenn
> der Nachname zuerst genannt wird.
> Ist das korrekt? Auch in der Schweiz? Und wenn ja, seit wann?
Das war und ist Dir freigestellt, da gibt's keine fixe Regel, weder in
der Schweiz noch sonstwo.
> Für jede Hilfe vielen Dank schon jetzt!
Bitte gern.
Ist trotzdem nett, weil es Namen gibt die sowohl Vor- als auch Nachname
sein können. Dann sieht man zumindest, welcher Name der Vorname ist und
welcher Name der Nachname.
>>Kürzlich hörte ich, dass man nun _kein_ Komma mehr setzt, auch wenn
>>der Nachname zuerst genannt wird.
>>Ist das korrekt? Auch in der Schweiz? Und wenn ja, seit wann?
>
>Das war und ist Dir freigestellt, da gibt's keine fixe Regel, weder in
>der Schweiz noch sonstwo.
Ich bestreite aber, dass ich "van der Borgt Rian" heiße. Vor allem in
Anschriften o.ä. sehe ich keinen Grund, die Namen umgekehrt zu
schreiben. Und das ist hierzulande leider eine unausrottbare Sitte.
Grüße,
Rian
--
Rian van der Borgt, Leuven/Löwen, Belgien.
email: rvdb...@xs4all.nl www: http://www.xs4all.nl/~rvdborgt/
> Ich bestreite aber, dass ich "van der Borgt Rian" heiße. Vor allem in
> Anschriften o.ä. sehe ich keinen Grund, die Namen umgekehrt zu
> schreiben. Und das ist hierzulande leider eine unausrottbare Sitte.
Ich würde dann eher "Borgt, Rian van der" schreiben. Wenn es schon eine
umgekehrte Schreibweise sein muß, halte ich ein Komma für eine gute Idee. Es
gibt auch Nachnamen, die wie Vornamen klingen: Martin, Ulrich, Thomas.
Thomas
...die, wie ich neulich gelernt habe, wohl aus Ungarn (wo's
standardsprachlich ist) über Österreich nach Bayern kam.
Bisher dachte ich bloß, sie hätte am Main haltgemacht, wobei
ich weder vom schon erwähnten Genitiv-s (diesmal ist es eins)
oder auch -sch rede (Castorps bzw. Castorpsch Hans) noch von
der eher amtlich anmutenden Schreibweise mit Komma.
Kommt ein Castorp Hans nun also auch in nördlicheren Gegenden
vor?
Viele Grüße
Steffen
--
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"Daniel Reichen" <d.re...@balcab.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:acue76$1d67$1...@news.imp.ch...
> Hallo Leute
>
> Wenn ich einen Nachnamen _vor_ dem Vornamen schrieb, trennte ich ersteren
> durch ein Komma ab:
>
> "Reichen, Daniel"
>
> Wenn ich jedoch den Vornamen zuerst erwähnte, schrieb ich _kein_ Komma:
>
> "Daniel Reichen"
>
> Kürzlich hörte ich, dass man nun _kein_ Komma mehr setzt, auch wenn der
> Nachname zuerst genannt wird.
>
> Ist das korrekt? Auch in der Schweiz? Und wenn ja, seit wann?
-snip Signature-
Vielen Dank für eure zahlreichen und interessanten Antworten.
Eine Antwort sagte aus, dass es der Regel entspräche, den Nachnamen mit oder
ohne Komma vom folgenden Vornamen abzutrennen.
Wo kann ich (auf die Schweiz bezogen) _offiziell_ nachlesen, ob das richtig
ist, bzw. wie die Regel genau lautet?
Könnte mir hierzu jemand eine Auskunft erteilen?
Aus der Schweiz grüsst euch
Daniel Reichen
> Wo kann ich (auf die Schweiz bezogen) _offiziell_ nachlesen, ob das
> richtig ist, bzw. wie die Regel genau lautet?
Nirgends, weil ich Dir schon einmal gesagt habe, dass eine
diesbezügliche offizielle Regelung nicht existiert.
Was es gibt, sind mehr oder weniger verbreitete Usancen, die z.B. aber
bei der PTT im Telefonbuch andere sein können als beim Schweizer
Militär oder Wirteverband.
M.
In den Niederlanden schon, in Belgien aber nicht. "Van der" und
dergleichen wird hier unter V einsortiert.
Ich dachte eigentlich, dass sie aus Frankreich in Belgien gekommen war.
Die Franzosen können es natürlich wieder aus Ungarn haben.
> Kommt ein Castorp Hans nun also auch in nördlicheren Gegenden
> vor?
Nein, zumindest nicht in den Regionen, die ich kenne. Formulierungen wie
"der Huber Erwin" kenne ich nur aus Bayern und Österreich.
Bei alten Menschen in Ostdeutschland kommt manchmal so eine Konstruktion mit
dem von Dir erwähnten Genitiv-s vor, aber ohne Artikel: "Meyers Horst". Und
wenn Horst noch jung ist und zudem der einzige Sohn der Meyers ist: "Meyers
ihrer".
Thomas
> Kürzlich hörte ich, dass man nun _kein_ Komma mehr setzt, auch wenn der
> Nachname zuerst genannt wird.
>
> Ist das korrekt? Auch in der Schweiz? Und wenn ja, seit wann?
>
Wer hat das behauptet? Und vor allem: mit welchem Anspruch?
Abgesehen davon, daß es nur bestimmte Fälle gibt, in denen es sinnvoll
und erforderlich ist, den Nachnamen dem Vornamen voranzustellen, kann
niemand anderen hausinterne Regeln vorschreiben.
Umgekehrt gibt es solche Regelungen. Im Berliner Telefonbuch -- und
wahrscheinlich auch in allen anderen in D -- wird genau so verfahren: zu
erst der Nach- dann ohne Komma der Vorname. Wie ist das in AT und CH?
Ich kenne auch Online-Bibliothekskataloge, die aus technischen Gründen
so verfahren. Die Ausdrücke werden mit UND verknüpft und dem ersten wird
wohl der Vorrang bei der Suche gegeben.
Solche Regeln sind aber nicht allgemeingültig.
Ralf
Das sah mein letzter Deutschlehrer (ansonsten ein relativ verständiger
Mann) aber ganz anders. Auf Klassenarbeiten/Klausuren/wie-auch-immer
musste "<Nachname>, <Vorname>" stehen - wer das Komma wegließ, fiel
ebenso in Ungnade wie jener, der die Namen in ihrer natürlichen
Reihenfolge hinschrieb.
Gruß,
Michael
>> Das war und ist Dir freigestellt, da gibt's keine fixe Regel,
>> weder in der Schweiz noch sonstwo.
> Das sah mein letzter Deutschlehrer (ansonsten ein relativ
> verständiger Mann) aber ganz anders. Auf
> Klassenarbeiten/Klausuren/wie-auch-immer musste "<Nachname>,
> <Vorname>" stehen - wer das Komma wegließ, fiel ebenso in Ungnade
> wie jener, der die Namen in ihrer natürlichen Reihenfolge
> hinschrieb.
Bornierte Lehrer mit übereifrigem Privatregelungswahn hat's immer
schon gegeben, was nichts daran ändert, dass es keine offizielle
Regelung diesbezüglich gibt.
M.