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ist "öffnen" ein intransitives Verb?

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Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 9, 2009, 12:43:43 PM12/9/09
to
Hier zu Nahverkehr hat man diverse Hochbahnsteige gebaut (zwischen den
Gleisen). Während man also normalerweise (vom und zum Straßenrand)
durch die rechten Türen der Straßenbahn ein- und aussteigt, benutzt man
bei einem solchen Hochbahnsteig die Türen auf der linken Seite.
Angesagt wird das mit "Achtung - Türen öffnen links".

MUSE zuckt jedesmal zusammen - für mich öffnen Türen nicht, sondern sie
öffnen sich.

Wie sieht EUSE das?

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
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Stephen Hust

unread,
Dec 9, 2009, 2:06:27 PM12/9/09
to
Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> wrote:

> Hier zu Nahverkehr hat man diverse Hochbahnsteige gebaut

> (zwischen den Gleisen). W�hrend man also normalerweise (vom und
> zum Stra�enrand) durch die rechten T�ren der Stra�enbahn ein-


> und aussteigt, benutzt man bei einem solchen Hochbahnsteig die

> T�ren auf der linken Seite. Angesagt wird das mit "Achtung -
> T�ren �ffnen links".
>
> MUSE zuckt jedesmal zusammen - f�r mich �ffnen T�ren nicht,
> sondern sie �ffnen sich.
>
> Wie sieht EUSE das?

Nicht MUSE, sondern DUDEN, sieht das so:

| *�ff|nen* [...] *2.* <�. + sich> *a)* ge�ffnet werden: das
| Fenster �ffnete sich durch den Luftzug; ihre Lippen �ffneten
| sich zu einem L�cheln; <auch ohne "sich":> die T�r �ffnet und
| schlie�t automatisch [...]
|
(DUDEN - Deutsches Universalw�rterbuch.)

<http://app.mr-check.de/Mrcheck.php?CL=zeit&SP=%F6ffnen>

--
Steve

My e-mail address works as is.

Gerald Fix

unread,
Dec 9, 2009, 2:06:21 PM12/9/09
to
On Wed, 09 Dec 2009 18:43:43 +0100, Diedrich Ehlerding
<diedrich....@t-online.de> wrote:

>Hier zu Nahverkehr hat man diverse Hochbahnsteige gebaut (zwischen den

>Gleisen). W�hrend man also normalerweise (vom und zum Stra�enrand)
>durch die rechten T�ren der Stra�enbahn ein- und aussteigt, benutzt man
>bei einem solchen Hochbahnsteig die T�ren auf der linken Seite.
>Angesagt wird das mit "Achtung - T�ren �ffnen links".


>
>MUSE zuckt jedesmal zusammen - f�r mich �ffnen T�ren nicht, sondern sie
>�ffnen sich.

Wieso? Ich �ffne die T�re. Oder �ffnen sich die T�ren
automatisch?

--
Viele Gr��e
Gerald Fix

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 9, 2009, 3:23:35 PM12/9/09
to
Gerald Fix meinte:

>>Angesagt wird das mit "Achtung - Türen öffnen links".
>>
>>MUSE zuckt jedesmal zusammen - für mich öffnen Türen nicht, sondern
>>sie öffnen sich.
>

> Wieso? Ich öffne die Türe. Oder öffnen sich die Türen
> automatisch?

An der Haltestelle öffnen sie sich bei nichtnegativen Außentemperaturen
automatisch bzw. werden durch den Fahrer, nicht aber den Fahrgast
geöffnet.

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Christina Kunze

unread,
Dec 9, 2009, 4:12:59 PM12/9/09
to
"Gerald Fix" <geral...@t-online.de> schrieb

Wenn sie die von Diedrich zitierte Aufschrift tragen, denke
ich spontan an automatische T�ren, ja.
Und mir fehlt das "sich" auch.
Anglizismus?

chr

Frank Husel

unread,
Dec 9, 2009, 5:42:19 PM12/9/09
to
Matthias Opatz schrieb:
> Diedrich Ehlerding schrieb:

>>Subject: ist "�ffnen" ein intransitives Verb?


>>
>>MUSE zuckt jedesmal zusammen - f�r mich �ffnen T�ren nicht, sondern sie
>>�ffnen sich.
>

> Meintest Du: Ist "�ffnen" ein unechtes reflexives verb?
>
> Echte reflexive Verben k�nnen /nur/ reflexiv gebraucht werden (sich
> beschweren, sich b�cken, sich erholen; /fr�her auch/: sich erinnern).
>
> Unechte reflexive Verben k�nnen /auch/ reflexiv gebraucht werden
> (waschen, irren, fragen, umdrehen), aber nicht irreflexiv (hei�t das
> so?) gebrauchten Verben sind dann transitiv (Du irrst!).

Dieser Satz nicht klar. Was nun wie? Du vermengst hier mindestens zwei
Typen. Ein transitives Verb, bei dem das Objekt weggelassen wird, ist
nicht zwangsl�ufig intransitiv gebraucht. Und es w�re wenigstens
sinnvoll, direktes und indirektes Objekt zu unterscheiden. Und was ist
an 'du irrst' bitte transitiv?


> �ffnen geht sowohl reflexiv (Die T�r �ffnet sich), transitiv (ich
> �ffne die T�r) als auch intransitiv (es l�utet => ich �ffne). Dabei
> verschiebt sich allerdings die Bedeutung. Passive Dinge (wie T�ren)

/Grammatisch/ intransitiv, ja. Man kann auch argumentieren, hier sei
einfach das Objekt weggelassen worden. Und hier gibt es keine
Bedeutungsverschiebung. *Wer* �ffnet, /geht/ nicht auf, sondern er
/macht/ auf. Aber *was* �ffnet, kann sowohl auf/machen/ (trans.) als
auch auf/gehen/ (intr.) - Alles ugs.


> Passive Dinge (wie T�ren)
> k�nnen weder intransitiv noch irreflexiv �ffnen. MUSEN jedenfalls.

Da sagen der Sprachgebrauch und die WB aber was anderes.

F.

Bertel Lund Hansen

unread,
Dec 9, 2009, 5:43:01 PM12/9/09
to
Christina Kunze skrev:

> >>Angesagt wird das mit "Achtung - T�ren �ffnen links".

> Wenn sie die von Diedrich zitierte Aufschrift tragen, denke


> ich spontan an automatische T�ren, ja.
> Und mir fehlt das "sich" auch.
> Anglizismus?

The doors open left.

Ich glaube nicht. Im D�nischen benutzen wir "�bne" sowohl als
transitives als auch intransitives Verb. "D�ren �bner til h�jre"
w�re problemlos (ohne "sig" = "sich").

--
Bertel
http://bertel.lundhansen.dk/ FIDUSO: http://fiduso.dk/

Message has been deleted
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Frank Husel

unread,
Dec 9, 2009, 6:09:16 PM12/9/09
to
Matthias Opatz schrieb:
> Frank Husel schrieb:

>
>
>>>Unechte reflexive Verben k�nnen /auch/ reflexiv gebraucht werden
>>>(waschen, irren, fragen, umdrehen), aber nicht irreflexiv (hei�t das
>>>so?) gebrauchten Verben sind dann transitiv (Du irrst!).
>>
>>Dieser Satz nicht klar.
>
>
> Das ist auch kein Wunder. Es fehlen zwei W�rter. 8(
> Nochmal im Ganzen:

> Unechte reflexive Verben k�nnen /auch/ reflexiv gebraucht werden
> (waschen, irren, fragen, umdrehen), aber nicht irreflexiv (hei�t das
> so?) gebrauchten Verben sind nicht automatisch transitiv (Du irrst!).

>
>
>>Was nun wie? Du vermengst hier mindestens zwei
>>Typen. Ein transitives Verb, bei dem das Objekt weggelassen wird, ist
>>nicht zwangsl�ufig intransitiv gebraucht.
>
>
> Aber manche schon, etwas waschen. "Ich wasche heute!" (= Ich habe
> heute Waschtag!), hier ist das Objekt nicht einfach weggelassen,
> es spielt inhaltlich keine Rolle.

Ja, richtig. Ich widerspreche mir ja sogar selbst. WIMRE gibt es da
zwei bis vier Muster im Deutschen, nach denen die Verben mit und ohne
Objekt systematisch die Bedeutung wechseln:

(1) Drehen: Das Rad dreht. Das Rad dreht sich. Er dreht das Rad.
Zu diesem typ geh�rt auch '�ffnen'. Kein Unterschied zwischen Gebrauch
mit und ohne 'sich'. Mal transitiv (Kausativ, glaube ich), mal
intransitiv.

(2) Waschen: Er w�scht. Er w�scht etwas. Er w�scht sich.
Eigentlich rein und echt transitiv, mal mit, mal ohne Objekt, das auch
mit dem Subjekt identisch sein kann.

Wei� jetzt nciht mehr, ob's noch einen dritten und vierten Typ gibt,
ich krieg das jetzt nicht zusammen.

>>Und es w�re wenigstens
>>sinnvoll, direktes und indirektes Objekt zu unterscheiden. Und was ist
>>an 'du irrst' bitte transitiv?
>

> Ist es nat�rlich nicht.
> Siehe oben (mein verkorkster satz hat Dich in die Irre geleitet).

Ja, hat er. Hab aber trotzdem nicht richtig �berlegt.


Gr��e
Frank

Frank Husel

unread,
Dec 9, 2009, 6:33:47 PM12/9/09
to
Frank Husel schrieb:

> Ja, richtig. Ich widerspreche mir ja sogar selbst. WIMRE gibt es da zwei
> bis vier Muster im Deutschen, nach denen die Verben mit und ohne Objekt
> systematisch die Bedeutung wechseln:
>
> (1) Drehen: Das Rad dreht. Das Rad dreht sich. Er dreht das Rad.
> Zu diesem typ geh�rt auch '�ffnen'. Kein Unterschied zwischen Gebrauch
> mit und ohne 'sich'. Mal transitiv (Kausativ, glaube ich), mal intransitiv.
>
> (2) Waschen: Er w�scht. Er w�scht etwas. Er w�scht sich.
> Eigentlich rein und echt transitiv, mal mit, mal ohne Objekt, das auch
> mit dem Subjekt identisch sein kann.

Erg�nzung/Korrektur: Offenbar folgt '�ffnen' beiden Mustern. Man
m�sste jetzt genauer betrachten, welche Art von Handlung/Vorgang
einzelne Verben beschreiben und in welche der vorgenannten Kategorien
sie damit fallen.

F.

Christian Weisgerber

unread,
Dec 9, 2009, 5:30:12 PM12/9/09
to
Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> wrote:

> Angesagt wird das mit "Achtung - Tᅵren ᅵffnen links".
>
> MUSE zuckt jedesmal zusammen - fᅵr mich ᅵffnen Tᅵren nicht, sondern sie
> ᅵffnen sich.

Im Zusammenhang mit selbsttᅵtig ᅵffnenden Tᅵren ist dieser Gebrauch
meines Erachtens fest etabliert.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Helmut Richter

unread,
Dec 10, 2009, 2:55:36 AM12/10/09
to
On Wed, 9 Dec 2009, Bertel Lund Hansen wrote:

> Ich glaube nicht. Im D�nischen benutzen wir "�bne" sowohl als
> transitives als auch intransitives Verb. "D�ren �bner til h�jre"
> w�re problemlos (ohne "sig" = "sich").

Eine �hnlichen Beitrag, in dem die verschiedenen Muster (mit und ohne
"sich") in mehreren Sprachen (en, de, ru) verglichen wurden, habe ich
schon mal gschrieben:
<slrnd0v4ln....@lxhri01.lrz.lrz-muenchen.de>.

Auf die darin gestellte Frage wei� ich noch keine Antwort. Vielleicht
hilft der damalige Beitrage f�r die heutige Diskussion.

--
Helmut Richter

Klaus Scholl

unread,
Dec 10, 2009, 2:59:58 AM12/10/09
to
Matthias Opatz schrieb:
> "Ich wasche heute!"

Stimmt schon. Aber die Diskussion scheitert dann, wenn man nur mit
Bezeichnungen fᅵr Formen jongliert, und nicht von grammat. Funktionen
ausgeht.

Die reflexive Funktion des Verbs "ᅵffnen" verlangt reflexive Form: "ich
ᅵffne mich". (Ich tue etwas dafᅵr)

Die mediale Funktion des Verbs "ᅵffnen" verlangt ebenfalls reflexive
Form: "die Tᅵr ᅵffnet sich".

Die transitive Funktion [2] des Verbs "ᅵffnen" verlangen transitive
Form, wobei "transtive Form" keinen Objekt-Zwang impliziert, d.h. ein
direkte Objekt ist nicht obligatorisch. [1]

[1] Zitat: "Als transitiv ... werden ... Verben bezeichnet, die ein
direktes Objekt ... bei sich haben kᅵnnen" ("kᅵnnen", nicht "mᅵssen".)

[2] Die Bez. "Kausativ" versuche ich aus Grᅵnden, die hier nichts zur
Sache tun, zu vermeiden, deshalb spreche ich ich hier sozusagen
substituierend von "transitiver Funktion".

Gunhild Simon

unread,
Dec 10, 2009, 4:40:54 AM12/10/09
to
On 10 Dez., 08:59, Klaus Scholl <kl...@sensualium.cjb.net> wrote:
> Matthias Opatz schrieb:
>
> > "Ich wasche heute!"
>
> Stimmt schon. Aber die Diskussion scheitert dann, wenn man nur mit
> Bezeichnungen für Formen jongliert, und nicht von grammat. Funktionen
> ausgeht.
>
> Die reflexive Funktion des Verbs "öffnen" verlangt reflexive Form: "ich
> öffne mich". (Ich tue etwas dafür)
>
> Die mediale Funktion des Verbs "öffnen" verlangt ebenfalls reflexive
> Form: "die Tür öffnet sich".
>
> Die transitive Funktion [2] des Verbs "öffnen" verlangen transitive

> Form, wobei "transtive Form" keinen Objekt-Zwang impliziert, d.h. ein
> direkte Objekt ist nicht obligatorisch. [1]
...

Ich habe den Beiträgen entnommen, daß öffnen folgendermaßen gebraucht
werden kann:

- etwas öffnen (mit Akk.Obj. - transitiv, Gegenprobe Passiv: "Ich
öffne die Tür. Die Tür wird geöffnet.)
- sich öffnen (reflexiv: "Die Tür öffnet sich.")
- öffnen (Vollverb ohne explizit benanntes, aber aus dem Zusammenhang
sich erklärendes Objekt: "Es klingelt. Ich öffne.")
- öffnen (Verwaltungssprache für "Die Tür öffnet sich ..." bei
selbsttätigen Türen u.ä. Ein Adverbial ist aber zwingend: "Tür öffnet
automatisch/ selbsttätig/ rechts/ links/ vorn/ hinten/ nach innen/
nach außen")

Gruß
Gunhild

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Michael Pronay

unread,
Dec 10, 2009, 9:29:44 AM12/10/09
to
na...@mips.inka.de (Christian Weisgerber) wrote:

>> Angesagt wird das mit "Achtung - T�ren �ffnen links".

>>
>> MUSE zuckt jedesmal zusammen - f�r mich �ffnen T�ren nicht,
>> sondern sie �ffnen sich.

> Im Zusammenhang mit selbstt�tig �ffnenden T�ren ist dieser

> Gebrauch meines Erachtens fest etabliert.

So wie Du's siehst: ja. Ich t�t's allerdings "im Zusammenhang mit
*sich* selbstt�tig �ffnenden T�ren" sehen, und dann ginge mir das
"sich" in der Tat ab.

M.

Andreas Karrer

unread,
Dec 10, 2009, 9:46:02 AM12/10/09
to
* Christian Weisgerber <na...@mips.inka.de>:
> Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> wrote:
>
>> Angesagt wird das mit "Achtung - T�ren �ffnen links".

>>
>> MUSE zuckt jedesmal zusammen - f�r mich �ffnen T�ren nicht, sondern sie
>> �ffnen sich.
>
> Im Zusammenhang mit selbstt�tig �ffnenden T�ren ist dieser Gebrauch
> meines Erachtens fest etabliert.

Erstaunlich ist das schon. Bevor es automatische T�ren gab,
hat man durchaus "die T�re �ffnet sich" gesagt, wenn nicht klar war,
was das �ffnen der T�r verursacht hat - aber es war immer klar, dass es
die T�re nicht selbt getan hat, sondern der Wind, ein Gespenst, ein
vor�bergehender Engel usw.

Aber jetzt, da es automatische T�ren gibt, von denen man mit mehr Recht
sagen kann, dass sie sich tats�chlich selbst �ffnen, l�sst man das
"sich" weg.

- Andi

Klaus Scholl

unread,
Dec 10, 2009, 5:55:16 PM12/10/09
to
Andreas Karrer schrieb:

> Aber jetzt, da es automatische T�ren gibt, von denen man mit mehr Recht
> sagen kann, dass sie sich tats�chlich selbst �ffnen, l�sst man das
> "sich" weg.

Tats�chlich? "Die T�r �ffnet"? Wo sagt man das, habe das noch nie geh�rt.

Thomas Schade

unread,
Dec 10, 2009, 6:09:36 PM12/10/09
to

'Die T�r �ffnet noch innen/hinten.' finde ich nicht sonderlich
ungew�hnlich. Aber das mag eine fadeninduzierte Einbildung sein.


Ciao
Toscha
--
Wimps and posers leave the hall!.
[Manowar]

Klaus Scholl

unread,
Dec 10, 2009, 6:15:45 PM12/10/09
to
Thomas Schade schrieb:
> 'Die Tᅵr ᅵffnet noch innen/hinten.' finde ich nicht sonderlich
> ungewᅵhnlich. Aber das mag eine fadeninduzierte Einbildung sein.

In der Tat. Je ᅵfter ich es hᅵrer, desto unauffᅵlliger klingt es. Let's
wandel die deutsche Sprachnorm.

Thomas Schade

unread,
Dec 10, 2009, 6:15:33 PM12/10/09
to
On 11.12.2009 00:09, Thomas Schade wrote:
> On 10.12.2009 23:55, Klaus Scholl wrote:

>> > Aber jetzt, da es automatische T�ren gibt, von denen man mit mehr Recht
>>> sagen kann, dass sie sich tats�chlich selbst �ffnen, l�sst man das
>>> "sich" weg.
>>
>> Tats�chlich? "Die T�r �ffnet"? Wo sagt man das, habe das noch nie geh�rt.
>
> 'Die T�r �ffnet noch innen/hinten.' finde ich nicht sonderlich

nach (ist vielleicht weniger irritierend ...)


> ungew�hnlich. Aber das mag eine fadeninduzierte Einbildung sein.


Ciao
Toscha
--
Give Beer a Chance

Roland Franzius

unread,
Dec 11, 2009, 3:15:17 AM12/11/09
to
Klaus Scholl schrieb:

Ist Technikersprache. Schalter, Ventile und Fahrstuhlt�ren �ffen und
schlie�en im Programmablauf. Da weder das Steuerprogramm noch die T�ren
dabei aktiv werden, wird einfach nur das generische Ereignis
beschrieben. Wenn dagegen ein konkretes Ereignis vorliegt, sagt der
Erz�hler nat�rlich, "die Liftt�r �ffnete sich".

--

Roland Franzius

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Dieter Bruegmann

unread,
Dec 11, 2009, 10:09:06 AM12/11/09
to
Ralf Heinrich Arning (11.12.2009 15:50):

> Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
>
>> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>>
>>> Den Verdacht hatte ich auch, weil sich mir der entsprechende Spruch des
>>> U-Bahn-Lokomotivf�hrers* (oder wie das hei�t) von Washington D.C.
>>> eingepr�gt hat: The door opens to the right.
>>>
>>> *) Es kam -- lang ist's her -- erkennbar nicht vom Band.
>>
>> Vom Band w�re auch schon 'ne Weile her. Sowas speicherchipt jetzt.
>
> Traurige Entwicklung.
> In Berlin konnte man fr�her erleben, da� Busfahrer �bers Mikrophon Witze
> erz�hlten. Und einer nannte nicht nur die n�chste Haltestelle, sondern
> auch, welche Kneipen in der N�he sind.

Es gab im Nachtprogramm des SFB au�er den F�hrerstandsmitfahrten auch
mal die Mitfahrt im Bus der Linie 100 (von Bhf. Zoo nach
Alexanderplatz). Da gab es n�mlich einen Fahrer, der die historischen
Orte launig kommentierte. Am Brandenburger Tor - damals noch direkt
durchfahren - wurde er allerdings nervig, weil er �ber die
Lautsprecher bl�kte, da� man hier vor wenigen Jahren noch erschossen
worden w�re...


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: Peter Cornelius - Reif f�r die Insel

Wolfram Heinrich

unread,
Dec 11, 2009, 10:10:17 AM12/11/09
to
Am Fri, 11 Dec 2009 15:50:34 +0100 schrieb Ralf Heinrich Arning:

> Traurige Entwicklung.
> In Berlin konnte man früher erleben, daß Busfahrer übers Mikrophon Witze
> erzählten. Und einer nannte nicht nur die nächste Haltestelle, sondern
> auch, welche Kneipen in der Nähe sind.
>
Im Ernst? Da erzähle mir nochmal einer was von preußischer Korrektheit.
Janz Berlin is eene Wolke.

Ciao
Wolfram
--
Als Gott, der Schnee und die Kosaken die besten Kräfte des Napoleon
zerstört hatten, erhielten wir Deutsche den allerhöchsten Befehl, uns vom
fremden Joche zu befreien, und wir loderten auf in männlichem Zorn ob der
allzulang ertragenen Knechtschaft, und wir begeisterten uns durch die guten
Melodien und schlechten Verse der Körnerschen Lieder, und wir erkämpften
die Freiheit; denn wir tun alles, was uns von unseren Fürsten befohlen
wird.
HEINRICH HEINE
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Joerg Digmayer

unread,
Dec 11, 2009, 10:34:59 AM12/11/09
to
Ralf Heinrich Arning schrieb:

> In Berlin konnte man fr�her erleben, da� Busfahrer �bers Mikrophon Witze

> erz�hlten. Und einer nannte nicht nur die n�chste Haltestelle, sondern
> auch, welche Kneipen in der N�he sind.

Von Durchsagen lassen die sich auch heute durch die Ansageautomatik
nicht abhalten. Ich wurde im 128'er neulich zweisprachig in Berlin
willkommen gehei�en, vor Taschendieben gewarnt - und am
Kurt-Schumacher-Platz rausgeschmissen: "Sie hams jeh�rt: Alle, die zur
U-Bahn wollen, jetzt aussteigen. Aber Vorsicht: Links und rechts
jekuckt, dasse nicht vonem Radfahrer umjefahrn wern!" Das sollte wohl zu
dieser seltsamen Freundlichkeitsoffensive der BVG z�hlen ...

Gr��e
J�rg.

--
"Recht hat er, der Dingsbums!"

Frank Steinmetzger

unread,
Dec 11, 2009, 4:28:15 PM12/11/09
to
Matthias Opatz schrob:

> Echte reflexive Verben können /nur/ reflexiv gebraucht werden (sich
> beschweren, sich bücken, sich erholen; /früher auch/: sich erinnern).
-----------------------------------------^^^^^^^^^^^^^^

Willst Du mir sagen, daß es heutzutage legitim ist, „Ich erinnere das.” zu
sagen?

Fra - auch mal so n Spruch im Namen haben will - nk
--
Gruß | Greetings | Qapla'
Ich denke - also bin ich hier falsch.

Andreas Karrer

unread,
Dec 11, 2009, 4:36:42 PM12/11/09
to
* Ralf Heinrich Arning <rha...@t-online.de>:

> In Berlin konnte man fr�her erleben, da� Busfahrer �bers Mikrophon Witze
> erz�hlten. Und einer nannte nicht nur die n�chste Haltestelle, sondern
> auch, welche Kneipen in der N�he sind.

In Z�rich haben bestimmte Busse in der N�he des vorderen rechten
Blinkers einen kleinen Aussenlautsprecher. Damit erlauben sich manche
Fahrer sehr nette Witzchen. Fussg�nger und Velofahrer rechnen einfach
nicht damit, von einem Bus angesprochen zu werden. Leider ist der
Lautsprecher nur etwa 1 m �ber Boden angebracht; auf Kopfh�he w�re das
zweifelsohne noch wirkungsvoller.

- Andi

Andreas Karrer

unread,
Dec 11, 2009, 5:05:02 PM12/11/09
to
* Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de>:

> den 60ern, das mitmachen w�rde. Da ist nichts mit digital. Auch die
> meisten U-Bahn-Wagen sind 35-40 Jahre alt.

Das ist (oder war) bei Bahnen v�llig normal und ist auch bei
Strassenbahnen ziemlich �blich. In Z�rich fahren noch einige
Strassenbahnen aus den 60ern, und von den SBB-Loks der Serie Ae 3/6 I
waren einige 70 Jahre in Betrieb.

> Einige haben eine zu ihrer
> Zeit sicher supermoderne L�mpchen-Matrixanzeige f�r die Uhrzeit und
> Werbung [1].
><http://blog.fagstein.com/wp-content/uploads/2009/03/telecite.jpg>
><http://www.youtube.com/watch?v=HG_zyodzp7g>

L�mpchen? Das sind Dreifarben-LED mit je einem roten, gelben und
gr�nen Chip, vermutlich in der klassischen 5-mm-Bauform. Gabs im Laden
so etwa ab 1982.

- Andi

Michael Pronay

unread,
Dec 12, 2009, 3:54:30 AM12/12/09
to
Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:

> Als hier in Montreal vor einigen Jahren eine U-Bahn-Linie um
> drei Stationen verl�ngert wurde, war eine Zeitlang nicht klar,
> ob die Kommunikationsinfrastruktur, original aus den 60ern, das


> mitmachen w�rde. Da ist nichts mit digital. Auch die meisten
> U-Bahn-Wagen sind 35-40 Jahre alt.

Wenn mich mein Ged�chtnis nicht t�uscht, wurde die zur Expo 1967
("Vive le Qu�bec libre!", sagte damals ein hochgewachsener
europ�ischer Staatsmann und l�ste ein mittleres politisches
Erdbeben aus) gebaut.

Wie ich 1969/70 ein Schuljahr in Montreal (Coll�ge Stanislas)
absolviert habe, war sie also noch ziemlich neu und der ganze
Stolz der Stadt.

M.

Michael Pronay

unread,
Dec 12, 2009, 3:58:31 AM12/12/09
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:

> von den SBB-Loks der Serie Ae 3/6 I waren einige 70 Jahre in
> Betrieb.

Interessant, das was Du "Serie" nennst, hie�e in DE und AT "Reihe".

Immerhin wei� ich heute noch, was das Zeichengewirr bedeuten soll:

A Schnellzuglokomotive
e elektrischer Antrieb
3 angetriebene Achsen
6 Achsen insgesamt
I 1. Baureihe (gibt's nur, wenn's sp�ter eine zweite
- II - gegeben hat)

M.

Andreas Karrer

unread,
Dec 12, 2009, 6:41:13 AM12/12/09
to
* Michael Pronay <m...@privacy.net>:

> Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>
>> von den SBB-Loks der Serie Ae 3/6 I waren einige 70 Jahre in
>> Betrieb.
>
> Interessant, das was Du "Serie" nennst, hie�e in DE und AT "Reihe".

Naja, wenn der elektrische Teil einer Lok von den Ateliers de S�cheron
stammt ... Der Ausdruck "Baureihe" ist im SBB-Umfeld nach wie vor un�blich.

> Immerhin wei� ich heute noch, was das Zeichengewirr bedeuten soll:
>
> A Schnellzuglokomotive

Schnellzug in der Terminologie der 20er. Sp�ter hat alles, was noch
schneller als die damalige H�chstgeschwindigkeit von 100 km/h lief, ein
"R" bekommen.

> e elektrischer Antrieb
> 3 angetriebene Achsen
> 6 Achsen insgesamt
> I 1. Baureihe (gibt's nur, wenn's sp�ter eine zweite
> - II - gegeben hat)

Seit etwa 50 Jahren werden fast ausschliesslich Loks mit 4 oder 6
Achsen gebaut, die alle angetrieben sind (Bo'Bo' oder Co'Co'). Deshalb
hat sich das Benennungschema �berlebt und wurde vor 20 Jahren oder so
aufgegeben.

- Andi

Michael Pronay

unread,
Dec 13, 2009, 5:59:59 AM12/13/09
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:

>>> von den SBB-Loks der Serie Ae 3/6 I waren einige 70 Jahre in
>>> Betrieb.

>> Interessant, das was Du "Serie" nennst, hie�e in DE und AT
>> "Reihe".

> Naja, wenn der elektrische Teil einer Lok von den Ateliers de
> S�cheron stammt ... Der Ausdruck "Baureihe" ist im SBB-Umfeld
> nach wie vor un�blich.

Sollte ja auch kein Vorwurf sein, nur der Hinweis auf einen
Eisenbahn-Helvetismus.

>> Immerhin wei� ich heute noch, was das Zeichengewirr bedeuten
>> soll:
>>
>> A Schnellzuglokomotive

> Schnellzug in der Terminologie der 20er. Sp�ter hat alles, was
> noch schneller als die damalige H�chstgeschwindigkeit von 100
> km/h lief, ein "R" bekommen.

"R" wiederum habe ich als "Leichtschnellzuglok" in Erinnerung;
eine Re 4/4 II zog so manchen Zug, den ich vor Jahrzehnten zu
ben�tzen pflegte, von Sargans Richtung Z�rich.

>> e elektrischer Antrieb
>> 3 angetriebene Achsen
>> 6 Achsen insgesamt
>> I 1. Baureihe (gibt's nur, wenn's sp�ter
>> eine zweite - II - gegeben hat)

> Seit etwa 50 Jahren werden fast ausschliesslich Loks mit 4 oder
> 6 Achsen gebaut, die alle

einzeln (-> "o")

> angetrieben sind (Bo'Bo' oder Co'Co')

und Drehgestelle (-> "'") haben.

Die Ae 6/6 war seinerzeit ebenfalls recht bekannt.

> Deshalb hat sich das Benennungschema �berlebt und wurde vor 20
> Jahren oder so aufgegeben.

Aha, danke f�r den Hinweis, wusste ich nicht. War schon zu lange
nimmer in der Schweiz (Umsteigen in Kloten einmal ausgenommen).

Und wieder haben wir ein weiteres Kapitel f�rs "Handbuch
des sinnlosen Wissens" (typische Musterfrage daraus: Was
ist schneller, eine Biene oder ein Pferd?).

M.

Christina Kunze

unread,
Dec 13, 2009, 4:35:59 PM12/13/09
to
"Dieter Bruegmann" <dieterb...@gmx.net> schrieb

> Es gab im Nachtprogramm des SFB au�er den F�hrerstandsmitfahrten auch
> mal die Mitfahrt im Bus der Linie 100 (von Bhf. Zoo nach
> Alexanderplatz). Da gab es n�mlich einen Fahrer, der die historischen
> Orte launig kommentierte.

F�r die Touris war das ganz witzig. Ich bin ein paar
Wochen mit dem 100er die Linden langgefahren, nach
dem dritten Mal - naja.

chr

Christina Kunze

unread,
Dec 13, 2009, 4:37:56 PM12/13/09
to
"Joerg Digmayer" <joergs.s...@gmx.de> schrieb

> Von Durchsagen lassen die sich auch heute durch die Ansageautomatik nicht abhalten. Ich wurde im 128'er neulich zweisprachig in
> Berlin willkommen gehei�en, vor Taschendieben gewarnt - und am Kurt-Schumacher-Platz rausgeschmissen: "Sie hams jeh�rt: Alle, die
> zur U-Bahn wollen, jetzt aussteigen. Aber Vorsicht: Links und rechts jekuckt, dasse nicht vonem Radfahrer umjefahrn wern!" Das
> sollte wohl zu dieser seltsamen Freundlichkeitsoffensive der BVG z�hlen ...

N�, manche machen das immer.
"Wegen unserer erheblichen Versp�tung f�hrt dieser Zug in
die Schleife - ja, wat soll dat denn?! Also, liebe FAhrj�ste,
tut mir leid, dass wir nich nur zu sp�t sind, sondern
Sie ooch noch umsteigen m�ssen ..."

LEbendiger als eine Automatik ist das allemal.

chr

Christina Kunze

unread,
Dec 13, 2009, 4:41:17 PM12/13/09
to
"Frank Steinmetzger" <War...@gmx.de> schrieb

> Matthias Opatz schrob:
>
>> Echte reflexive Verben können /nur/ reflexiv gebraucht werden (sich
>> beschweren, sich bücken, sich erholen; /früher auch/: sich erinnern).
> -----------------------------------------^^^^^^^^^^^^^^
>
> Willst Du mir sagen, daß es heutzutage legitim ist, „Ich erinnere das.” zu
> sagen?
>
Legitim nicht, aber SEHR weit verbreitet.
Wenn man Matthias' 'Satz nicht prä-, sondern deskriptiv versteht,
trifft er doch genau die Lage.
Wie Du selber sprichst, entscheidest Du.

chr

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Dieter Bruegmann

unread,
Dec 13, 2009, 10:07:59 PM12/13/09
to
Christina Kunze (13.12.2009 22:35):

>> Es gab im Nachtprogramm des SFB auᅵer den Fᅵhrerstandsmitfahrten auch


>> mal die Mitfahrt im Bus der Linie 100 (von Bhf. Zoo nach

>> Alexanderplatz). Da gab es nᅵmlich einen Fahrer, der die historischen
>> Orte launig kommentierte.
>
> Fᅵr die Touris war das ganz witzig. Ich bin ein paar


> Wochen mit dem 100er die Linden langgefahren, nach
> dem dritten Mal - naja.

Ebenst!

Wenn der dann jede Kleinigkeit lautstark kommentiert, geht's auf den
Geist.


Da Didi
--
Dieter Brᅵgmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

$ * Pharmaschinken 8$ * Kaumbuchen 36,68% * Plemplem 37,19 * Tass Kaff
warzfᅵᅵe +23 * Wischmop +42,33 * Leckmi & Amorsch +31ᅵ * ANDECHS: Ozap

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Klaus Scholl

unread,
Dec 14, 2009, 2:08:10 AM12/14/09
to
Roland Franzius schrieb:

> Ist Technikersprache. Schalter, Ventile und Fahrstuhlt�ren �ffen und
> schlie�en im Programmablauf. Da weder das Steuerprogramm noch die T�ren
> dabei aktiv werden, wird einfach nur das generische Ereignis
> beschrieben. Wenn dagegen ein konkretes Ereignis vorliegt, sagt der
> Erz�hler nat�rlich, "die Liftt�r �ffnete sich".

Pardon, ich sehe hier nicht den Unterschied zw. der Liftt�r die sich
�ffnet, und die Fahrstuhlt�r, die im Programmablauf "�ffnet". Und was
meinst du mit "aktiv"? T�tig durch eigenen Antrieb? Oder nur: es regt
sich was, ganz egal wer es antreibt? Die Form "sich �ffnen" fa�t ja
schon beide diathetischen Varianten, medial und (semantischer) reflexiv,
zusammen. Beispiel: Wenn ich "mich entwickele", bleibt damit auch offen,
wer f�r die Entwicklung verantwortlich ist: niemand bzw. die Natur
(medial), ich selbst (semantischer reflexiv), oder jemand anderes
(kausativ).

Lothar Frings

unread,
Dec 14, 2009, 2:39:09 AM12/14/09
to
Klaus Scholl tat kund:

> Roland Franzius schrieb:
>
> > Ist Technikersprache. Schalter, Ventile und Fahrstuhltüren öffen und
> > schließen im Programmablauf. Da weder das Steuerprogramm noch die Türen


> > dabei aktiv werden, wird einfach nur das generische Ereignis
> > beschrieben. Wenn dagegen ein konkretes Ereignis vorliegt, sagt der

> > Erzähler natürlich, "die Lifttür öffnete sich".
>
> Pardon, ich sehe hier nicht den Unterschied zw. der Lifttür die sich
> öffnet, und die Fahrstuhltür, die im Programmablauf "öffnet".

Ich auch nicht. Vor allem kann die Tür doch in
beiden Fällen nichts anderes öffnen als sich.
Warum hat man dann zwei verschiedene Ausdrücke dafür?

Gunhild Simon

unread,
Dec 14, 2009, 2:42:20 AM12/14/09
to
On 14 Dez., 08:08, Klaus Scholl <kl...@sensualium.cjb.net> wrote:
> Roland Franzius schrieb:
>
> > Ist Technikersprache. Schalter, Ventile und Fahrstuhltüren öffen und
> > schließen im Programmablauf. Da weder das Steuerprogramm noch die Türen

> > dabei aktiv werden, wird einfach nur das generische Ereignis
> > beschrieben. Wenn dagegen ein konkretes Ereignis vorliegt, sagt der
> > Erzähler natürlich, "die Lifttür öffnete sich".
>
> Pardon, ich sehe hier nicht den Unterschied zw. der Lifttür die sich
> öffnet, und die Fahrstuhltür, die im Programmablauf "öffnet"...

Ich entnehme dem, daß Fachsprachen anders funktionieren. Da werden
Dinge akzentuiert - wie hier der Programmablauf - die der Laie nicht
durchschaut, die aus dessen Perspektive auch unbedeutend sind. Deshalb
gilt hier ein anderer Maßstab für Sprachpräzision.

Gruß
Gunhild

Lothar Frings

unread,
Dec 14, 2009, 2:46:01 AM12/14/09
to
Gunhild Simon tat kund:

> Ich entnehme dem, daß Fachsprachen anders funktionieren. Da werden
> Dinge akzentuiert - wie hier der Programmablauf - die der Laie nicht
> durchschaut, die aus dessen Perspektive auch unbedeutend sind. Deshalb
> gilt hier ein anderer Maßstab für Sprachpräzision.

Gerade dann sollte man aber wenigstens den Unterschied
erklären können. Das habe ich hier aber noch nicht gesehen.

Andreas Höfeld

unread,
Dec 14, 2009, 3:05:35 AM12/14/09
to
Matthias Opatz schrieb um 4.12 Uhr:
> Dieter Bruegmann schrieb:

>
>> Wenn der dann jede Kleinigkeit lautstark kommentiert, geht's auf den
>> Geist.
>
> Mir scheint "auf den Geist gehen" auch ziemlich reflexiv.
>
> Ja, klar, Du beweist gerade, dass nicht ...

Dunkel ist deiner fr�hmorgendlichen Rede Sinn.

Andreas

Wolfram Heinrich

unread,
Dec 14, 2009, 3:07:40 AM12/14/09
to
Am Mon, 14 Dec 2009 02:01:51 +0100 schrieb Matthias Opatz:

> Michael Pronay schrieb:
>
>> Wie ich 1969/70 ein Schuljahr in Montreal (Collège Stanislas)

>> absolviert habe, war sie also noch ziemlich neu und der ganze
>> Stolz der Stadt.
>

> "Wie"? Austriazismus oder Versehen?
>
Austria- und Bavarizismus.

Ciao
Wolfram
--
Zyniker: Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind,
statt wie sie sein sollten.
AMBROSE BIERCE

Lothar Frings

unread,
Dec 14, 2009, 3:13:23 AM12/14/09
to
Dieter Bruegmann tat kund:

> Christina Kunze (13.12.2009 22:35):
>

> >> Es gab im Nachtprogramm des SFB außer den Führerstandsmitfahrten auch


> >> mal die Mitfahrt im Bus der Linie 100 (von Bhf. Zoo nach

> >> Alexanderplatz). Da gab es nämlich einen Fahrer, der die historischen
> >> Orte launig kommentierte.
>
> > Für die Touris war das ganz witzig. Ich bin ein paar


> > Wochen mit dem 100er die Linden langgefahren, nach
> > dem dritten Mal - naja.
>
> Ebenst!
>
> Wenn der dann jede Kleinigkeit lautstark kommentiert, geht's auf den
> Geist.

Irgendwann wird man ihn als visionären Twitter-Pionier
feiern.

Klaus Scholl

unread,
Dec 14, 2009, 3:18:47 AM12/14/09
to
Lothar Frings schrieb:
> Ich auch nicht. Vor allem kann die Tᅵr doch in
> beiden Fᅵllen nichts anderes ᅵffnen als sich.
> Warum hat man dann zwei verschiedene Ausdrᅵcke dafᅵr?

Mich dᅵnkt, das Phᅵnomen kommt aus der Kiste "Kurzformen". So wie auch
diverse fachsprachl. Abbreviationen, oder auch "Mutter" fᅵr
"Schraubenmutter" u.dgl. Man kann das positiv als Spracheffizienz und
negativ als Maulfaulheit betrachten. Aber ich mᅵchte hier gar nicht werten.

Lothar Frings

unread,
Dec 14, 2009, 3:18:27 AM12/14/09
to
Christina Kunze tat kund:

> Nö, manche machen das immer.
> "Wegen unserer erheblichen Verspätung fährt dieser Zug in
> die Schleife - ja, wat soll dat denn?! Also, liebe FAhrjäste,
> tut mir leid, dass wir nich nur zu spät sind, sondern
> Sie ooch noch umsteigen müssen ..."


>
> LEbendiger als eine Automatik ist das allemal.

Solange man aus den ganzen Verzierungen noch heraushört,
wann man wo in was umsteigen muß, um das Primäranliegen
der Reise - das Ankommen möglichst mahe am gewünschten
Ziel - zu verwirklichen.

Michael Pronay

unread,
Dec 14, 2009, 4:43:50 AM12/14/09
to
Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

>>> Wie ich 1969/70 ein Schuljahr in Montreal (Collège Stanislas)
>>> absolviert habe, war sie also noch ziemlich neu und der ganze
>>> Stolz der Stadt.

>> "Wie"? Austriazismus oder Versehen?

> Austria- und Bavarizismus.

wwg, danke.

M.

Helmut P. Einfalt

unread,
Dec 14, 2009, 5:26:16 AM12/14/09
to
Michael Pronay beliebte zu schreiben :

Denk an den KK:

In dieser gro�en Zeit
die ich noch gekannt habe, wie sie so klein war;
die wieder klein werden wird, wenn ihr dazu noch
Zeit bleibt...

(Fackel 404,1 [1914])

Irgendwo gibts sp�ter zu diesem "wie" eine auf�hrliche Glosse, die WIMRE
auch vom FT irgendwo zitiert wird.

Und dass in Bayern das temporale "wie" ebenfalls v�llig unauff�llig ist,
wei� ich noch seit damals, wie ich regelm��ig auf Minga aussikemma bin.

Helmut
--
Nach dera Zei'n kimmt nix mehr

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Michael Pronay

unread,
Dec 14, 2009, 5:42:36 AM12/14/09
to
"Helmut P. Einfalt" <helmut.p.einfalt_DELETETHIS@_XXX_aon.at>
wrote:

>>>>> Wie ich 1969/70 ein Schuljahr in Montreal (Coll�ge
>>>>> Stanislas) absolviert habe, war sie [die Metro] also

>>>>> noch ziemlich neu und der ganze Stolz der Stadt.

>>>> "Wie"? Austriazismus oder Versehen?

>>> Austria- und Bavarizismus.

>> wwg, danke.

> Denk an den KK:
>
> In dieser gro�en Zeit
> die ich noch gekannt habe, wie sie so klein war; die wieder
> klein werden wird, wenn ihr dazu noch Zeit bleibt...
>
> (Fackel 404,1 [1914])

Danke f�r den Hinweis. Mir war dieses "wie" so unauff�llig, dass
ich �berhaupt nicht daran gedacht habe, dass es nicht �berregional
sein k�nnte. Wahrig kennt's "in temporalen Nebens�tzen", aber "nur
im Pr�sens": "und wie ich aus dem Fenster schaue, sehe ich ..."

> Irgendwo gibts sp�ter zu diesem "wie" eine auf�hrliche Glosse,
> die WIMRE auch vom FT irgendwo zitiert wird.

In der Gschwinden finde ich nur "als und wie" (Die Sprache,
Suhrkamp-TB S. 222), da geht's aber offenbar nicht um dieses
"wie".

> Und dass in Bayern das temporale "wie" ebenfalls v�llig
> unauff�llig ist, wei� ich noch seit damals, wie ich regelm��ig
> auf Minga aussikemma bin.

No bitte.

M.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 14, 2009, 7:14:31 AM12/14/09
to
Am Fri, 11 Dec 2009 10:06:02 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:
>
>> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>>
>>> Den Verdacht hatte ich auch, weil sich mir der entsprechende Spruch des
>>> U-Bahn-Lokomotivf�hrers* (oder wie das hei�t) von Washington D.C.
>>> eingepr�gt hat: The door opens to the right.
>>>
>>> *) Es kam -- lang ist's her -- erkennbar nicht vom Band.
>>
>> Vom Band w�re auch schon 'ne Weile her. Sowas speicherchipt jetzt.
>
> Trotzdem finde ich "vom Band" nicht falsch, in der allgemeineren
> Bedeutung "Tonkonserve". So wie ich "Schallplatte" f�r eine CD nicht
> falsch finde.

Bis vor ca. 10 Jahren gab es in den Bahnen der K�lner KVB auch noch Ansagen
per Band. Das konnte man recht gut raush�ren, weil die B�nder bei �lteren
Bahnen irgendwann leierten. Speziell der Gong klang gar grauslich, wenn er
leierte.

Jetzt wird gespeicherchipt, und die Ansagen klingen ziemlich merkw�rdig,
was Satzbau und Betonung angeht. Das hei�t es dann z.B. "Dieser Zug endet
*dort*. Bitte steigen *Sie* dort aus" (die mit * markierten W�rter werden
betont). Keine Ahnung, wer das programmiert hat, vielleicht der Praktikant
vom Goethe-Institut in Bombay?

Gr��e,

Frank

Michael Pronay

unread,
Dec 14, 2009, 8:50:47 AM12/14/09
to
Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote:

> Jetzt wird [in K�ln] gespeicherchipt, und die Ansagen [in den
> �ffis] klingen ziemlich merkw�rdig, was Satzbau und Betonung

> angeht. Das hei�t es dann z.B. "Dieser Zug endet *dort*. Bitte
> steigen *Sie* dort aus" (die mit * markierten W�rter werden
> betont). Keine Ahnung, wer das programmiert hat, vielleicht der
> Praktikant vom Goethe-Institut in Bombay?

Die Wiener Linien (vormals "Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe")
sind ganz stolz darauf, dass einer ihrer Angestellten die B�nder
bzw. neuerdings die Chips besprochen hat. Der spricht soweit ganz
okay, bis auf die Tatsache, das "Stra�e" bei ihm wie "Gasse"
klingt, was mich jedesmal rei�t.

Die �BB besch�ftigt wenigstens einen Profi: eine (inzwischen
pensionierte) ORF-TV-Sprecherin, Chris Lohner. Die sich aber
nicht immer an die amtliche Lautung der Bahnhofsnamen h�lt:
"Neumarkt in Steiermark" wird bei ihr - MUSEN durchaus zu
recht - "Neumarkt in der Steiermark".

M.

Helmut P. Einfalt

unread,
Dec 14, 2009, 9:02:36 AM12/14/09
to
Michael Pronay beliebte zu schreiben :

> Die �BB besch�ftigt wenigstens einen Profi: eine (inzwischen
> pensionierte) ORF-TV-Sprecherin, Chris Lohner.

B�ttersch��n auf nejches Zug von �b�b� R�ldsch��t, was fahrt zwischen
Minchen und Budapescht, wird angesagt auf magyarisch wie funktioniert
R�ldsch��t, was klingt komisch, weil nach Dajtsch und Englisch ise sich
nicht die Lohner was spricht.

Michael Pronay

unread,
Dec 14, 2009, 9:06:26 AM12/14/09
to
"Helmut P. Einfalt" <helmut.p.einfalt_DELETETHIS@_XXX_aon.at>
wrote:

> Michael Pronay beliebte zu schreiben :

>> Die �BB besch�ftigt wenigstens einen Profi: eine (inzwischen
>> pensionierte) ORF-TV-Sprecherin, Chris Lohner.

> B�ttersch��n auf nejches Zug von �b�b� R�ldsch��t, was fahrt
> zwischen Minchen

M_�_nchen, bitt�sch��n; Magyaren sind, im G�g�nsazz zu B�mmen,
durchaus imstand�, korr�ktes "�" zu spr�chen, wie man von
"Sz�rkebarat" w�iss.

> und Budapescht, wird angesagt auf magyarisch wie funktioniert
> R�ldsch��t, was klingt komisch, weil nach Dajtsch und Englisch
> ise sich nicht die Lohner was spricht.

Nasowasaberauch!

M.

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Helmut P. Einfalt

unread,
Dec 14, 2009, 9:36:14 AM12/14/09
to
Michael Pronay beliebte zu schreiben :

>> B�ttersch��n auf nejches Zug von �b�b� R�ldsch��t, was fahrt


>> zwischen Minchen
>
> M_�_nchen, bitt�sch��n; Magyaren sind, im G�g�nsazz zu B�mmen,
> durchaus imstand�, korr�ktes "�" zu spr�chen, wie man von
> "Sz�rkebarat" w�iss.

Jo, i woas's eh, der Ungar kann ja auch sogar akzentfrei �d�g�d�ck�h�ng�
sagn, was ihn zum naturalisierten Ober�sterreicher macht!

Aber wenn sogar der Bayer "Minga" sagt, sollte sich der Ungar anpassen!

>> und Budapescht, wird angesagt auf magyarisch wie funktioniert
>> R�ldsch��t, was klingt komisch, weil nach Dajtsch und Englisch
>> ise sich nicht die Lohner was spricht.
>
> Nasowasaberauch!

Naja: der Lohner ihre Stimme ist man gewohnt, das h�rt man, horcht aber
nicht hin, weil's eh nur die Lohner ist, und dann kommt nach zwei
Lohners pl�tzlich was Unverst�ndliches hintennach und das auch noch
halbwegs gehetzt, so als m�sste es sich ganz schnell vor dem n�chsten
Halt noch ausgehen -- das irritiert!

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 14, 2009, 10:10:21 AM12/14/09
to
Am Mon, 14 Dec 2009 09:26:41 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Frank Hucklenbroich wrote:
>
>> Bis vor ca. 10 Jahren gab es in den Bahnen der K�lner KVB auch noch Ansagen
>> per Band. Das konnte man recht gut raush�ren, weil die B�nder bei �lteren
>> Bahnen irgendwann leierten. Speziell der Gong klang gar grauslich, wenn er
>> leierte.
>

> Digitales Leiern, wie es beim Nachlassen der Batterie vorkommt, klingt
> aber erst recht grauslich. Bekannt, wenn sonst nicht, dann vielleicht
> von piependen Gl�ckwunschkarten. Das sollte nat�rlich in Bahnen nicht
> vorkommen.

Wenn Bahn keinen Saft mehr hat d�rfte die Ansage das geringste Problem sein
;-)

Gr��e,

Frank

Yvonne Steiner

unread,
Dec 14, 2009, 10:52:52 AM12/14/09
to
Michael Pronay <m...@privacy.net> wrote:

> "Helmut P. Einfalt" <helmut.p.einfalt_DELETETHIS@_XXX_aon.at>
> wrote:
>
> >>>>> Wie ich 1969/70 ein Schuljahr in Montreal (Coll�ge
> >>>>> Stanislas) absolviert habe, war sie [die Metro] also
> >>>>> noch ziemlich neu und der ganze Stolz der Stadt.
>
> >>>> "Wie"? Austriazismus oder Versehen?
>
> >>> Austria- und Bavarizismus.
>
> >> wwg, danke.
>
> > Denk an den KK:
> >
> > In dieser gro�en Zeit
> > die ich noch gekannt habe, wie sie so klein war; die wieder
> > klein werden wird, wenn ihr dazu noch Zeit bleibt...
> >
> > (Fackel 404,1 [1914])
>
> Danke f�r den Hinweis. Mir war dieses "wie" so unauff�llig, dass
> ich �berhaupt nicht daran gedacht habe, dass es nicht �berregional
> sein k�nnte. Wahrig kennt's "in temporalen Nebens�tzen", aber "nur
> im Pr�sens": "und wie ich aus dem Fenster schaue, sehe ich ..."

So ist es. Im Pr�sens w�rdest sicher auch du nicht sagen: "als ich aus
dem Fenster schaue".
Vermutlich w�rdest du aber sagen k�nnen: "und wie ich aus dem Fenster
schaute, sah ich ...", was andere wiederum nicht sagen w�rden. da hiesse
es dann: "und als ich aus dem Fenster schaute, sah ich ..."

Zu Kommunikationsschwierigkeiten d�rfte das aber kaum f�hren.

--
Yvonne Steiner

Gunhild Simon

unread,
Dec 14, 2009, 11:30:29 AM12/14/09
to
On 14 Dez., 16:52, ystei...@swissonline.ch (Yvonne Steiner) wrote:
> Michael Pronay <m...@privacy.net> wrote:
...
> > Wahrig kennt's "in temporalen Nebensätzen", aber "nur
> > im Präsens": "und wie ich aus dem Fenster schaue, sehe ich ..."
>
> So ist es. Im Präsens würdest sicher auch du nicht sagen: "als ich aus
> dem Fenster schaue".
> Vermutlich würdest du aber sagen können: "und wie ich aus dem Fenster
> schaute, sah ich ...", was andere wiederum nicht sagen würden. da hiesse

> es dann: "und als ich aus dem Fenster schaute, sah ich ..."

In den besagten Volksmärchen wird öfter ein erzählendes Präsens
anstelle des Präteritums verwendet - vielleicht nennt man das
historisches Präsens.

In diesen Zusammenhängen wird das temporale "als" für formal
gegenwartsbezogene Situationen verwendet, während der Zusammenhang die
Vergangenheit herstellt, denkbar etwa: "... und als sie an sich
herabschaut, da ist das Kleid aus purem Gold."

Gruß
Gunhild

Christian Seidl

unread,
Dec 14, 2009, 1:11:09 PM12/14/09
to
On 14 Dez., 14:50, Michael Pronay <m...@privacy.net> wrote:

> Die Wiener Linien (vormals "Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe")

> sind ganz stolz darauf, dass einer ihrer Angestellten die Bänder


> bzw. neuerdings die Chips besprochen hat. Der spricht soweit ganz

> okay, bis auf die Tatsache, das "Straße" bei ihm wie "Gasse"
> klingt, was mich jedesmal reißt.

Mich hat es auch gerissen, als ich das seinerzeit zum ersten Mal
gehört habe ("Alser Strasse – Stadtbahn – Kurzstreggengrenze", im
43er, eh scho wissen, als es noch keine U-Bahn gab). Es ist aber gut
(älter-)wienerisch. Peter Wiesinger, *der* Kenner der österreichischen
Mundarten, hat diesen Umstand (und dass man das so in den
Tramwaydurchsagen hört) sogar in einem Aufsatz zum österreichischen
Deutsch erwähnt.

Die Regel im (älteren) Wienerischen lautet(e), dass Langvokale vor
scharfem Reibelaut (also /ff/, /ss/) durchgängig gekürzt werden.

> Die ÖBB beschäftigt wenigstens einen Profi: eine (inzwischen


> pensionierte) ORF-TV-Sprecherin, Chris Lohner. Die sich aber

> nicht immer an die amtliche Lautung der Bahnhofsnamen hält:


> "Neumarkt in Steiermark" wird bei ihr - MUSEN durchaus zu
> recht - "Neumarkt in der Steiermark".

Du wirst doch nicht einem wilden Bergvolk hinter dem Semmering
befehlen wollen, wie sie ihre Misth..., äh, Siedlungen zu benennen
haben?!

Ch.

Message has been deleted

Christian Seidl

unread,
Dec 14, 2009, 1:13:55 PM12/14/09
to
On 14 Dez., 15:36, "Helmut P. Einfalt"
<helmut.p.einfalt_DELETETHIS@_XXX_aon.at> wrote:

> Naja: der Lohner ihre Stimme ist man gewohnt, das hört man, horcht aber


> nicht hin, weil's eh nur die Lohner ist,

Also bitte: *Ich* horch bei der Lohner immer hin, weil sie eine
ausgesucht melodiöse Stimme hat, wie der alte Grissemann.

Ch.

Helmut P. Einfalt

unread,
Dec 14, 2009, 2:34:46 PM12/14/09
to
Christian Seidl beliebte zu schreiben :

>> Naja: der Lohner ihre Stimme ist man gewohnt, das h�rt man, horcht


>> aber nicht hin, weil's eh nur die Lohner ist,
>
> Also bitte: *Ich* horch bei der Lohner immer hin, weil sie eine

> ausgesucht melodi�se Stimme hat, wie der alte Grissemann.

Ja, und �hnlich fesselnd wie der Axel Corti -- das stimmt schon.

Aber wennst im R�ldschett von Salzburg nach Wien West f�hrst, dann h�rst
insgesamt drei oder vier mal die Lohner dich zweisprachig namens der
�hbebe Personenverkehrs Ahgeh willkommen hei�en und anschlie�end
erkl�ren, was der R�hldschett ist und dass er auch nicht mehr kostet als
die anderen Z�ge, und dass es neben der �hkonomi auch eine F�ast und
einen Priemium-Klasse gibt samt der diversen Vorteile, und dann h�rst
sehr schnell nimmer hin...

Andreas Karrer

unread,
Dec 14, 2009, 4:44:29 PM12/14/09
to
* Helmut P. Einfalt <helmut.p.einfalt_DELETETHIS@_XXX_aon.at>:

> Aber wennst im R�ldschett von Salzburg nach Wien West f�hrst, dann h�rst

Oh, nach dem 3. Artikel ist der Groschen gefallen. Die R�ldschetz kommen
ja jetzt auch nach Z�rich.

> �hbebe Personenverkehrs Ahgeh willkommen hei�en und anschlie�end
> erkl�ren, was der R�hldschett ist und dass er auch nicht mehr kostet als
> die anderen Z�ge, und dass es neben der �hkonomi auch eine F�ast und
> einen Priemium-Klasse gibt samt der diversen Vorteile, und dann h�rst
> sehr schnell nimmer hin...

Cool, wollte schon immer mal 3. Klasse fahren.

- Andi

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Christina Kunze

unread,
Dec 14, 2009, 5:49:45 PM12/14/09
to
"Ralf Heinrich Arning" <rha...@t-online.de> schrieb
> Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote:
>> >
>> Legitim nicht, aber SEHR weit verbreitet.
>
> Mu� Jakob Dir erst mit Menos Gro�tante drohen?

H�? Was hab ich wieder nicht mitgekriegt?

chr

Christina Kunze

unread,
Dec 14, 2009, 5:54:25 PM12/14/09
to
"Helmut P. Einfalt" <helmut.p.einfalt_DELETETHIS@_XXX_aon.at> schrieb

> Aber wennst im R�ldschett

Jetzt hab ich endlich kapiert, was das ist.

chr

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Oliver Cromm

unread,
Dec 14, 2009, 6:19:33 PM12/14/09
to
* Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:

> Ralf Heinrich Arning schrieb:
>
>> Umgangssprache
>
> Das meinte ich nicht.

Dann erkl�re Dich doch bitte n�her. Ich fand die Formulierung auch
unauff�llig.

--
da kamen abermals in das Elsas uber die Zaberer steig ein volck, die
nante man auch die Engell�nder und gugeler B. HERTZOG

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Oliver Cromm

unread,
Dec 14, 2009, 6:44:20 PM12/14/09
to
* Matthias Opatz <m...@privacy.net> wrote:

> Oliver Cromm schrieb:


>
>> Dann erkl�re Dich doch bitte n�her. Ich fand die Formulierung auch
>> unauff�llig.
>

> Auf Michaels Sprachebene in dieser Gruppe h�tte ich "als" erwartet.
>
> Aber ich habe gelernt, dass in BY und AT auch "wie" als regionale
> Hochsprache gilt.
>
> In Sachsen ist das, mal �berspitzt, "bildungsferner Sprachgebrauch".

Interessant, also "schlimmer" als blo� Umgangssprache? In Hessen ist es
im Dialekt wohl normal, und flie�t daher nat�rlich auch in die
Umgangssprache ein, �hnlich wie "gr��er wie".

Ich habe auch nicht den Eindruck, da� Michael hier stets hochreines
Schriftdeutsch schreibt. F�r mich liegt dieses "wie" auf einer �hnlichen
Ebene wie folgende Michael-Zitate:

| da geht's zuerst einmal hinauf ins Hochparterre, dann ins Mezzanin,
| und dann erst bist Du im ersten Stock,

| Dort hat sie definitiv *gar nix* zu suchen.

| Die Alfetta. Die Ente hingegen, die z�hlt nicht wirklich.

| So, und noch kurz die Ingrid gemacht:

| Hab grad seine [...] zu lesen begonnen.

u.v.a.m.

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Helmut P. Einfalt

unread,
Dec 15, 2009, 12:48:55 AM12/15/09
to
Oliver Cromm beliebte zu schreiben :

> * Helmut P. Einfalt wrote:
>
>> erkl�ren, was der R�hldschett ist
>
> Danke, ich konnte das nunmehr in ergoogelbare Schreibweise �bersetzen.
> Bei der ersten Erw�hnung, noch mit (Wiener?) L�ngung, kam ich nicht
> drauf.

Ich mein' -- es ist ein Zug wie jeder andere auch, der halt eine
halbwegs zeitgem��e Geschwindigkeit f�hrt und zugegebenerma�en schon in
der "�hkonomi"-Klasse tadellosen Komfort bietet, wenn er nicht gerade
�berf�llt ist, aber "Schienend�se" oder "Gleiswasserstrahl" h�tt' man
ihn auch nicht nennen m�ssen.

Andererseits, Itse-�h ist auch nicht viel sch�ner...

Andreas Höfeld

unread,
Dec 15, 2009, 2:08:30 AM12/15/09
to
Matthias Opatz schrieb:
> Andreas H�feld schrieb:
>> Matthias Opatz schrieb:
>>> Dieter Bruegmann schrieb:
>>>
>>>> Wenn der dann jede Kleinigkeit lautstark kommentiert, geht's auf den
>>>> Geist.
>>> Mir scheint "auf den Geist gehen" auch ziemlich reflexiv.
>>>
>>> Ja, klar, Du beweist gerade, dass nicht ...
>> Dunkel ist deiner fr�hmorgendlichen Rede Sinn.
>
> Mit kommt es bei Lichte auch nicht mehr ganz koscher vor.

Auch nicht besser ;-)

> /Auf den Geist gehen/ ist eine Verbalphrase, die sich anders
> verh�lt als es das Verb isoliert tut. Aber wie verh�lt sie sich?
>
> Reflexiv nicht, denn es geht nicht /sich/ auf den Geist.
>
> Transitiv auch nicht, denn es geht auch nicht /*den* Dieter/
> auf den Geist.
>
> MUSEN sollte es aber /mir/ oder /einem/ (oder einfach /jmd./)
> auf den Geist gehen, und nicht auf den Geist gehen. Oder?
>
> Wie hei�t das?

Dativ-erfordernd?

Andreas

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 15, 2009, 3:40:34 AM12/15/09
to
Am Mon, 14 Dec 2009 18:19:33 -0500 schrieb Oliver Cromm:

> * Frank Hucklenbroich wrote:
>
>> Am Mon, 14 Dec 2009 09:26:41 -0500 schrieb Oliver Cromm:
>>
>>> Digitales Leiern, wie es beim Nachlassen der Batterie vorkommt, klingt

>>> aber erst recht grauslich. [...] Das sollte nat�rlich in Bahnen nicht


>>> vorkommen.
>>
>> Wenn Bahn keinen Saft mehr hat d�rfte die Ansage das geringste Problem sein
>> ;-)
>

> Auch bei Dieselloks? Wie beim gr��ten Teil aller Bahntransporte
> hierzulande?
>
> Inklusive den meisten Montrealer Vorortz�gen:
> <http://en.wikipedia.org/wiki/Agence_m%C3%A9tropolitaine_de_transport>
>
> Unweit meines Hauses:
> <http://www.railpictures.net/viewphoto.php?id=17895&nseq=14>

Das ist nicht unbedingt das, was mir unter Stra�enbahn oder U-Bahn
vorstelle - das sind doch schon ausgewachsene Z�ge. Wohl eher mit der
S-Bahn in Deutschland vergleichbar, oder den RER in Frankreich.

Trotzdem interessant zu sehen, da� die bei Euch mit Diesel fahren.

Gr��e,

Frank

Michael Pronay

unread,
Dec 15, 2009, 5:43:08 AM12/15/09
to
Christian Seidl <se...@indoger.unizh.ch> wrote:

>> Die Wiener Linien (vormals "Wiener Stadtwerke -
>> Verkehrsbetriebe") sind ganz stolz darauf, dass einer ihrer

>> Angestellten die B�nder bzw. neuerdings die Chips besprochen

>> hat. Der spricht soweit ganz okay, bis auf die Tatsache, das

>> "Stra�e" bei ihm wie "Gasse" klingt, was mich jedesmal rei�t.

> Mich hat es auch gerissen, als ich das seinerzeit zum ersten Mal

> geh�rt habe ("Alser Strasse ��Stadtbahn ��Kurzstreggengrenze",

> im 43er, eh scho wissen, als es noch keine U-Bahn gab). Es ist

> aber gut (�lter-)wienerisch. Peter Wiesinger, *der* Kenner der
> �sterreichischen Mundarten, hat diesen Umstand (und dass man das
> so in den Tramwaydurchsagen h�rt) sogar in einem Aufsatz zum
> �sterreichischen Deutsch erw�hnt.
>
> Die Regel im (�lteren) Wienerischen lautet(e), dass Langvokale
> vor scharfem Reibelaut (also /ff/, /ss/) durchg�ngig gek�rzt
> werden.

Also, wenn ich ehrlich bin: Geh�rt habe ich das in meiner Umgebung
tats�chlich noch nie. Umgangssprachlich/dialektalisch scheint's
mir tats�chlich �blich: "in da Oisastrossn, auf Numma fierafiazg"
beispielsweise (um im Umlauf des 43ers zu bleiben) oder im
Wienerlied.

>> Die �BB besch�ftigt wenigstens einen Profi: eine (inzwischen

>> pensionierte) ORF-TV-Sprecherin, Chris Lohner. Die sich aber

>> nicht immer an die amtliche Lautung der Bahnhofsnamen h�lt:

>> "Neumarkt in Steiermark" wird bei ihr - MUSEN durchaus zu recht
>> - "Neumarkt in der Steiermark".

> Du wirst doch nicht einem wilden Bergvolk hinter dem Semmering

> befehlen wollen, wie sie ihre Misth..., �h, Siedlungen zu
> benennen haben?!

Papperlapapp. Das "in Steiermark" ist mitnichten aktueller
hintersemmering-bergv�lkischer Sprachgebrauch, sondern eher
Adelsspeak (und/oder reichlich veraltet). Bei "Herzog in
Steiermark" klingelt's bei mir.

Im Gro�en Titel seiner kaiserlichen und k�niglichen Apostolischen
Majest�t taucht "Steiermark" �brigens �berhaupt nicht auf, da
hei�t's nur:

... Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Krain
und der Bukowina; ...

M.

Michael Pronay

unread,
Dec 15, 2009, 5:44:54 AM12/15/09
to
Oliver Cromm <lispa...@yahoo.de> wrote:

>> L�mpchen? Das sind Dreifarben-LED mit je einem roten, gelben
>> und gr�nen Chip, vermutlich in der klassischen 5-mm-Bauform.
>> Gabs im Laden so etwa ab 1982.

> Ah, dann sind die wohl nachger�stet und nicht original von um
> 1970.

Mit Sicherheit nicht. Sowas h�tte ich mir gemerkt.

M.

Wolfram Heinrich

unread,
Dec 15, 2009, 6:03:19 AM12/15/09
to
Am Tue, 15 Dec 2009 11:43:08 +0100 schrieb Michael Pronay:

> Im Großen Titel seiner kaiserlichen und königlichen Apostolischen
> Majestät taucht "Steiermark" übrigens überhaupt nicht auf, da
> heißt's nur:

>
> ... Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Krain
> und der Bukowina; ...
>

Als ich mal sah, wie einer Franz Joseph als "Herzog von Auschwitz"
titulierte, da dachte ich bei mir, das sei denn doch etwas übertrieben, den
Alten Herrn für die Judenvernichtung mitverantwortlich zu machen. Bis ich
erfuhr, daß er tatsächlich u. a. ein Herzog von Auschwitz war.

Ciao
Wolfram
--
Keine neuen Atombomben, solange die alten nicht verbraucht sind.
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>

Michael Pronay

unread,
Dec 15, 2009, 6:35:48 AM12/15/09
to
Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

> Als ich mal sah, wie einer Franz Joseph als "Herzog von
> Auschwitz" titulierte, da dachte ich bei mir, das sei denn doch
> etwas übertrieben, den Alten Herrn für die Judenvernichtung
> mitverantwortlich zu machen. Bis ich erfuhr, daß er
> tatsächlich u. a. ein Herzog von Auschwitz war.

Wenn's Dich interessiert, was er noch alles war, bittesehr:

<http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Titel_des_Kaisers_von_%C3%9
6sterreich>

oder

<http://snipurl.com/tp6ec>

M.

Wolfram Heinrich

unread,
Dec 15, 2009, 6:40:17 AM12/15/09
to
Am Tue, 15 Dec 2009 12:35:48 +0100 schrieb Michael Pronay:

> Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:
>
>> Als ich mal sah, wie einer Franz Joseph als "Herzog von
>> Auschwitz" titulierte, da dachte ich bei mir, das sei denn doch

>> etwas übertrieben, den Alten Herrn für die Judenvernichtung
>> mitverantwortlich zu machen. Bis ich erfuhr, daß er
>> tatsächlich u. a. ein Herzog von Auschwitz war.

>
> Wenn's Dich interessiert, was er noch alles war, bittesehr:
>
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Titel_des_Kaisers_von_%C3%9
> 6sterreich>
>

Ebendort hatte ich nachgeschlagen, weil ich nicht mehr wußte, ob er nun
Herzog von Auschwitz oder Fürst von Auschwitz war. Trotzdem danke für die
Mühe.

Ciao
Wolfram
--
Daß alle Menschen Brüder sein sollten, hat sich jemand ausgedacht, der
keinen Bruder hatte.
Charles Chincholles

Michael Pronay

unread,
Dec 15, 2009, 7:00:27 AM12/15/09
to
Wolfram Heinrich <in...@theodor-rieh.de> wrote:

>> <http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Titel_des_Kaisers_von_
>> %C3%9 6sterreich>

> Ebendort hatte ich nachgeschlagen, weil ich nicht mehr wußte,
> ob er nun Herzog von Auschwitz oder Fürst von Auschwitz war.
> Trotzdem danke für die Mühe.

Bitte gern!

(Bei mir am Schreibtisch liegt: "Ernst Trost: 'Das blieb vom
Doppeladler. Vorwort von Friedrich Torberg', 9. aktualisierte
Auflage, Amlathea Signum, Wien 2002", wo der Gro�e Titel hinten
auf S. 440 abgedruckt ist.)

M.

Christian Seidl

unread,
Dec 15, 2009, 7:23:21 AM12/15/09
to
On 15 Dez., 12:35, Michael Pronay <m...@privacy.net> wrote:

> Wenn's Dich interessiert, was er noch alles war, bittesehr:
>
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Titel_des_Kaisers_von_%C3%9
> 6sterreich>

Ich erinnere mich an einen Sketch in der Satiresendung im Radio
(damals noch "Aufguss bitte!"), da ging's darum, wer mehr Funktionen
hat: der Kaiser Franz Joseph oder Karl Sekanina.

Sekanina hat gewonnen.

*Das* waren Zeiten! Das waren Staatsmänner!

Ch.

Helmut P. Einfalt

unread,
Dec 15, 2009, 11:28:49 AM12/15/09
to
Christian Seidl beliebte zu schreiben :

> Ich erinnere mich an einen Sketch in der Satiresendung im Radio


> (damals noch "Aufguss bitte!"), da ging's darum, wer mehr Funktionen
> hat: der Kaiser Franz Joseph oder Karl Sekanina.
>
> Sekanina hat gewonnen.

No na, wie h�tt denn des ausgschaut, wenn der Kaiser Franz Joseph f�r an
Fu�ballverein Mitgliedsbeitrag einsammeln gegangen w�r?

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Wolfram Heinrich

unread,
Dec 15, 2009, 1:07:40 PM12/15/09
to
Am Tue, 15 Dec 2009 17:28:49 +0100 schrieb Helmut P. Einfalt:

> Christian Seidl beliebte zu schreiben :
>
>> Ich erinnere mich an einen Sketch in der Satiresendung im Radio
>> (damals noch "Aufguss bitte!"), da ging's darum, wer mehr Funktionen
>> hat: der Kaiser Franz Joseph oder Karl Sekanina.
>>
>> Sekanina hat gewonnen.
>

> No na, wie hätt denn des ausgschaut, wenn der Kaiser Franz Joseph für an
> Fußballverein Mitgliedsbeitrag einsammeln gegangen wär?
>
Na hätt er jedsmal, wenn er was bekommen hätt sagen können: "Es war sehr
schön, es hat mich sehr gefreut."

Ciao
Wolfram
--
Der Franze hat gsagt, wenn ihn jeder mit "Euer Eminenz" anreden würd und an
seinem Finger zutzeln tät, dann, sagt er, wär er auch gern demütig.

Walter P. Zaehl

unread,
Dec 15, 2009, 2:41:09 PM12/15/09
to
Matthias Opatz schrieb:
> Oliver Cromm schrieb:

>
>> Interessant, also "schlimmer" als blo� Umgangssprache?
>
> Jedenfalls ein Fall, wo Sprecher zuweilen von anderen Sprechern
> berichtigt werden (Sch�ler untereinander; Lehrer oder Eltern die
> Kinder - oder auch umgekehrt; unter nahestehenden Kollegen).
>

Etwa so etwas wie "am tun am machen am sein"?

Wo ist UFH, wenn man ihn braucht!?

/Walter

Reinhard Gonaus

unread,
Dec 15, 2009, 3:40:58 PM12/15/09
to
Helmut P. Einfalt schrieb:

Immerhin existiert der Fragebogen noch, den er pflichgem�� ausf�llte, um
das allererste Sparbuch bei der neu gegr�ndeten k.k. Postsparkasse zu
er�ffnen.
Unter "Beruf" steht "Beamter" und "selbst�ndig".

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