heute ist mir der Nachname "Blau" begenet - in Form einer
Lieferwagenbeschriftung. Es handelte sich um einen Handwerksbetrieb dessen
Inhaber (kein Malermeister *g*) tatsächlich Blau hieß.
Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname auftauchen
vielen mir vorallem Schwarz und Braun ein, seltener ist schon der Name
Weiß. Dan viel mir noch (Claudia) Roth ein, aber da dieser Name mit th
geschrieben wird hat es wohl nichts mit der Farbe zu tun.
Der Name Grün scheint in Deutschland sehr selten zu sein und entstammt
wohl, mehr noch als Weiß wohl dem deutsch-jüdischen Kulturkreis. Dies würde
ja auf - wenn man es als Farbe gelten läßt - Silber und Gold ebenso
zutreffen. Im Englischen scheint der Name Green wiederum häufiger zu sein.
Wie ist es zu erklären, dass bestimmte Farben praktisch gar nicht als Namen
auftauchen? Wer heißt schon Gelb? Und wie kann man es erklären, dass Schwar
und Braun als Namen eher geläufig sind? Wie wiederum sind "jüdische" Namen
zu erklären? (Versuch meinerseits: Von Handwerksberufen abstammende Namen
wie Schmidt und Becker tauchen hier nicht auf, da Juden im Mittelalter das
Ausüben von Handwerksberufen verboten war.)
> Wie ist es zu erklären, dass bestimmte Farben praktisch gar nicht als Namen
> auftauchen? Wer heißt schon Gelb?
Immerhin 85 Leute stehen mit diesem Namen im Telefonbuch. Einige davon
dürften noch Angehörige haben, andere nicht eingetragen sein.
Jens
--
POTIVS AMICVM QVAM DICTVM PERDERE
> Wie wiederum sind "jüdische" Namen zu erklären?
Sie sind erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Judenemanzipation
entstanden und wirken darum moderner und bildhafter als sonstige
Familiennamen. Bei ihrer Entstehung ging es beileibe nicht überall
emanzipatorisch zu.
--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.
>Ingo G. Becker wrote:
>
>> Wie wiederum sind "jüdische" Namen zu erklären?
>
>Sie sind erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Judenemanzipation
>entstanden
Was genau hat sich damals abgespielt?
Gruß, Leo
> Hallo,
>
> heute ist mir der Nachname "Blau" begenet - in Form einer
> Lieferwagenbeschriftung. Es handelte sich um einen Handwerksbetrieb dessen
> Inhaber (kein Malermeister *g*) tatsächlich Blau hieß.
Hier ist ein Gartengestalter, der Lichtblau heißt.
> Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname auftauchen
> vielen mir vorallem Schwarz und Braun ein, seltener ist schon der Name
> Weiß. Dan viel mir noch (Claudia) Roth ein, aber da dieser Name mit th
> geschrieben wird hat es wohl nichts mit der Farbe zu tun.
In Kombinationen gibt's dann noch etliche mehr. Schneeweiß z.B. oder ist
das dem jüdischen Namensfeld zuzuordnen?
P
> Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname auftauchen
> vielen mir vorallem Schwarz und Braun ein, seltener ist schon der Name
> Weiß. Dan viel mir noch (Claudia) Roth ein, aber da dieser Name mit th
> geschrieben wird hat es wohl nichts mit der Farbe zu tun.
Aber doch. Bis ins Ende des 19.Jahrhunderts wurde "roth" mit "th" geschrieben.
Und diese vier Farben sind typische Haarfarben, was vermutlich ihre
stärkere Verbreitung als Familiennamen erklärt: erst Spitzname eines
Individuums mit irgendwie auffälliger Haarfarbe, dann auf seine Sippschaft
übertragen.
"Blond", eine relativ späte Entlehnung aus dem Fr., fehlt hier. Wie hat
man die Haarfarbe blonder Menschen früher genannt und gibt es dazu einen
Familiennamen?
Helmut Richter
> In article <h3t0nvbi73go.1a...@40tude.net>, Ingo G. Becker wrote:
>
>> Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname auftauchen
>> vielen mir vorallem Schwarz und Braun ein, seltener ist schon der Name
>> Weiß. Dan viel mir noch (Claudia) Roth ein, aber da dieser Name mit th
>> geschrieben wird hat es wohl nichts mit der Farbe zu tun.
>
> Aber doch. Bis ins Ende des 19.Jahrhunderts wurde "roth" mit "th" geschrieben.
>
Hier könnte allerdings auch eine Analogie zu entsprechenden Ortsnamen,
die auf "-roth" bzw. "-rath" enden vorliegen. Diese Ortsnamensendungen
bedeuten soviel wie "Rodung", d.h. bei der Ortsgründung wurde ein
Waldstück abgeholzt. Möglicherweise kommt der Name "Roth" auch daher
(Bewohner einer Rodung).
Gruß,
Oliver
--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.qsl.net/dl1yov
Städtepartnerschaft Delbrück - Roncq: http://oliver-voss.privat.t-online.de
Was genau geschehen ist, kann vielleicht ein anderer besser erklären; in
jedem Fall kam es z.B. in der Donaumonarchie dazu, dass auch die
jüdischen Familien einen Familiennamen erhalten sollten, und nicht immer
waren die k.u.k. Standesbeamten judenfreundlich. Da kam es dann, neben
"Roth", "Gelb", "Grün", "Blau", "Veilchenduft", "Mandelzweig" usw. auch
zu unschönen Namen wie "Mandelbelag", "Gesäßgezwitscher" usw.:
Schlomo kommt vom Standesamt zurück und sagt zu seiner Frau Sara, die
ihn voll banger Erwartung anschaut: "Wir heißen jetzt 'Schweißgesicht."
"Waj geschrien!", ruft sie. "Hättest du nicht etwas Besseres kriegen
können?" "Du hast gut reden", erwidert er. "Allein das 'w' hat mich
schon fünfzig Taler gekostet."
In anderer Weise typisch ist auch dies:
Ein Berliner Hausbesitzer räsoniert: "Es ist ja wirklich seltsam. Im
Parterre wohnt bei mir der Herr Mandelzweig, in der Belle Etage die
Familie Wohlgeruch, darüber das Ehepaar Veilchenduft und ganz oben der
Herr Mandelzweig - und dennoch riecht das ganze Haus nur nach Knoblauch!"
(WIMNI habe ich beides bei Salzia Landmann gelesen.)
Ciao,
Hatto
--
In a world without fences and walls - who needs gates and windows?
> "Blond", eine relativ späte Entlehnung aus dem Fr., fehlt hier. Wie hat
> man die Haarfarbe blonder Menschen früher genannt
Laut Dudens Fremdwörterbuch ist es:
| ... vereinzelt schon im Mhd. und Mnd. als "blunt" bezeugt".
| Wegen der zahlreichen frz. Farbadjektive, die germ. Ursprungs sind,
| (beachte z. B. frz. /blanc, bleu, gris, brun/ = dt. /blank, blau,
| grau, braun), liegt auch für frz. /blond/ Entlehnung aus dem Germ.
| nahe.
> und gibt es dazu einen
> Familiennamen?
Blunt, Bluntschi, Bluntschli (gibt es in der Schweiz).
--
Yvonne Steiner
> Die Blaus hatten wahrscheinlich Vorfahren in der Punk-
> Szene.
Oder in Springfield.
--
"Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, daß die Summe
von Nullen eine gefährliche Zahl ist."
[Stanislaw Jerzy Lec]
>> und gibt es dazu einen
>> Familiennamen?
>
>Blunt, Bluntschi, Bluntschli (gibt es in der Schweiz).
Wer kennte den Bluntschli nicht :-)
--
Viele Grüße
Gerald Fix
> "Blond", eine relativ späte Entlehnung aus dem Fr., fehlt hier. Wie hat
> man die Haarfarbe blonder Menschen früher genannt
Laut Dudens Herkunftswörterbuch ist es:
| ... vereinzelt schon im Mhd. und Mnd. als "blunt" bezeugt".
| Wegen der zahlreichen frz. Farbadjektive, die germ. Ursprungs sind,
| (beachte z. B. frz. /blanc, bleu, gris, brun/ = dt. /blank, blau,
| grau, braun), liegt auch für frz. /blond/ Entlehnung aus dem Germ.
| nahe.
> und gibt es dazu einen
> Familiennamen?
Blunt, Bluntschi, Bluntschli (gibt es in der Schweiz).
--
Yvonne Steiner
<jüdische Namen-Witze>
>
> (WIMNI habe ich beides bei Salzia Landmann gelesen.)
>
Zuerst eine rhetorische Frage: Kennst Du den?
Ein Zar hat einen sehr reichen jüdischen Bankier, der Siebenarsch
heißt. Als dieser Geldverleiher dem Zaren wieder einmal einen großen
Dienst (Schuldennachlaß?) erweist sagt er in Geberlaune: "Jude,
du hast einen Wunsch frei!"
Darauf druckst dieser herum: "Ich bin ein bekannter Geldmann und
naja, mein Name ..."
Der Zar: "Ich will überaus gnädig sein und dir einen Arsch erlassen.
Ab sofort heißt du Sechsarsch!"
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Ich schick dir dann ein Engobe!"
| | | |_| | "Was soll denn das sein?"
| | | _ | "Naja, ich wollte Email nur fachlich ausdrücken!"
|_|a |_| |_|a (Dialog in einer Newsgroup)
> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> schrieb:
>
>> Die Blaus hatten wahrscheinlich Vorfahren in der Punk-
>> Szene.
>
> Oder in Springfield.
LOL
Die würde man dann auch noch an Hautfarbe, Kieferstellung etc. erkennen.
P
> Wie hat man die Haarfarbe blonder Menschen frueher genannt und
> gibt es dazu einen Familiennamen?
Geelhaar.
Plattduetsche Schnack:
Abend rod - Wedder good,
Abend geel - Wedder scheel.
FR
Die sind gelb.
--
bli
marge s.
>>> Die Blaus hatten wahrscheinlich Vorfahren in der Punk-
>>> Szene.
>>
>> Oder in Springfield.
>
> Die sind gelb.
Die Haare? Eine unbedeutende Minderheit der Springfielder ist
gelbhaarig.
--
Ebay ist ein Sammlung geistesgestörter Programmierer und Designer!
[Wolfgang Gerber in d.e.h.a]
>Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname auftauchen [...]
Im Dänischen findet man (übersetzt):
Weiss, Grün, Braun, Rot, Grau, Schwarz, Gelb, Rosa, Himmelblau.
und:
Dunkel, Licht, Blond
und:
Gold, Silber, Bronze, Kupfer
"Weiss" und "Grün" heissen etwa 1000 Personen. "Braun" heissen
etwa 500 Personen. Die anderen Namen sind selten (weniger als
100).
Die ensprechenden Deutschen Farbenamen findet man aber auch, z.B.
75 die "Grün" heissen.
Hier kann man nachschlagen, wie viele Dänen etwas bestimmtes
heissen:
http://www.dst.dk/Statistik/Navne/HvorMange.aspx
("Søg" = "Suche" und "Ryd" = "Rod")
Wenn weniger als 3 Personen einen Name tragen, ist die Antwort
jedes Mal: "Es gibt 0, 1 oder 2 mit dem Name". Sie glauben, dass
sie dabei einige gegen etwas beschutzen, aber ich verstehe nicht
warum.
Hier sind etwas ähnliches von Norwegen:
http://www.ssb.no/navn/
Gibt es sowas für Deutschen Namen?
--
Gruß, Bertel
Nicht zu vergessen de geelen Blomen int greune Land.
In Kindertagen war die Liedzeile "Safran macht den Kuchen geel" für mich
allerdings immer opak.
- Sebastian
> >> Wie wiederum sind "jüdische" Namen zu erklären?
> >
> >Sie sind erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Judenemanzipation
> >entstanden
>
> Was genau hat sich damals abgespielt?
Vor dem 19. Jahrhundert hatten Juden keine Familiennamen. Im Zuge der
zunehmenden Bürokratisierung wurden sie dann seit ca. 1800 angehalten,
Familiennamen anzunehmen. Die Namen, die wir nun heute als typisch
"jüdisch" ansehen, so à la "Veilchenduft" und "Rosenzweig" haben sie
sich *selber* gegeben, und zwar folgten sie dem damals vorherrschenden
romantischen Zeitgeist: zurück zur Natur!
Ein analoges Phänomen kann man in Schweden beobachten, wo die
einfacheren
Leute - aber Christen! - auch erst im 19. Jahrhundert Familiennamen
annahmen und gleichfalls in die Natur gingen, vgl. z.B.
- Lagerlöf "Lorbeerlaub"
- Lindgren "Lindenzweig"
- Blomkvist "Blumenzweig"
Die sog. "Ekelnamen", die man als typisch jüdisch kennt, à la
"Afterduft", sind ausgesprochen selten und weniger häufig, als man
gemeinhin annimmt. Die gehen auf antisemitische Standesbeamte zurück,
die Juden, die sich weigerten oder zögerten, halt aus eigener Macht-
vollkommenheit Namen verpassten.
Christian
--
Posted via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG
*Diese* Namen wurden den Juden eben nicht von Beamten gegeben, sondern
die legten sie sich selbst zu, vgl. mein anderes Posting.
Im Übrigen ist "Roth" ja auch bei Christen verbreitet; ein völlig
harmloser Name, der sich ursprünglich von der roten Haarfarbe des
Trägers ableitet, genau so wie die vielen italienischen "Rossi" (das
ist, nebenbei, in Italien zusammen mit der süditalienischen Variante
Russo der häufigste Name überhaupt).
Solch unschöne Namen (Ekelnamen), wie genannt, sind nur aus österr. Galizien
bekannt, als dort 1805 per Erlaß von Beamten Nachnamen zugeteilt wurden.
Ekelnamen sind hingegen auch bei Nichtjuden nicht unverbreitet und bei Juden
nicht unbedingt häufiger.
Die Entstehung jüd. Nachnamen insgesamt dürfte nicht weniger unterschiedlich
abgelaufen sein, als die nichtjüdischer Nachnamen.
Namen wie Spira, Schapiro, Sapir stammen vom Namen der Stadt Speyer ab, wo
einst im Mittelalter vielen Juden lebten. Es spricht daher auch vieles
dafür, daß diese Namen ein entsprech. Alter haben.
Manche seltsame Namen ergeben sich aus Häusernamen, wie sie in jüd.
Stadtvierteln des ausgehenden Mittelalters üblich waren (Rothschild,
Nußbaum, Knoblauch)
Andere, wie "Mandelstamm", "Rosenduft", "Goldstein" entstammen eher dem
Zeitgeschmack des 19. Jh. und wurden von den Namensträgern selbst gewählt.
Patronymika wie Mendelsohn, Isaaksohn, Katzenelson etc. entstammen
entsprech. Tradition und wurden nur eingedeutscht und vom Patronym zum
Familiennamen festgeschrieben (ben Salomon > Salomonsohn)
Lars
> Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname auftauchen
> vielen mir vorallem Schwarz und Braun ein, seltener ist schon der Name
> Weiß. Dan viel mir noch (Claudia) Roth ein, aber da dieser Name mit th
> geschrieben wird hat es wohl nichts mit der Farbe zu tun.
Doch, doch. In Namen sind oftmals ältere Schreibweisen erhalten
geblieben.
Die 4 Farben, die du aufzählst - Schwarz, Weiß (auch, im Norden,
Witt(e)), Braun, Rot(h) -, sind allesamt nach der auffälligen Haar-
farbe des ersten Trägers abgeleitet. Drum fehlen Blau und Grün,
"Blond" als Wort im Mittelalter noch nicht existierte und überhaupt
blonde Leute in Germanien ja relativ häufig sind, so dass die blonde
Haarfarbe als charakteristisches Merkmal wegfällt.
Ob Namen wie Gold und Silber auch dazuzählen, ist zweifelhaft; man
könnte auch an ehemalige Gold- und Silberschmiede denken.
> Wie ist es zu erklären, dass bestimmte Farben praktisch gar nicht als Namen
> auftauchen? Wer heißt schon Gelb? Und wie kann man es erklären, dass Schwar
> und Braun als Namen eher geläufig sind? Wie wiederum sind "jüdische" Namen
> zu erklären? (Versuch meinerseits: Von Handwerksberufen abstammende Namen
> wie Schmidt und Becker tauchen hier nicht auf, da Juden im Mittelalter das
> Ausüben von Handwerksberufen verboten war.)
Stimmt. Weiteres hab ich in einem anderen Posting geschrieben.
> "Blond", eine relativ späte Entlehnung aus dem Fr., fehlt hier. Wie
> hat
> man die Haarfarbe blonder Menschen früher genannt und gibt es dazu
> einen Familiennamen?
Nach dtv-Namenslexikon:
"Gehlkopf, Gehl-, Gel(l)-, Geelha(a)r, Gehler und Fla(ch)shaar meinen den
Blonden"
Lars
[Roth]
> Hier könnte allerdings auch eine Analogie zu entsprechenden Ortsnamen,
> die auf "-roth" bzw. "-rath" enden vorliegen. Diese Ortsnamensendungen
> bedeuten soviel wie "Rodung", d.h. bei der Ortsgründung wurde ein
> Waldstück abgeholzt. Möglicherweise kommt der Name "Roth" auch daher
> (Bewohner einer Rodung).
Das ist im Einzelfall wohl möglich, allerdings kommt es drauf an, wo
einer "Roth" heißt, denn nicht in allen Teilen des Sprachgebietes
- wurde im Mittelalter so ausgiebig gerodet
- heißt "Rodung" = "Rot"; im Süddeutschen heißt es eher "Greut", "Grüt",
"Riet".
> Solch unschöne Namen (Ekelnamen), wie genannt, sind nur aus österr. Galizien
> bekannt, als dort 1805 per Erlaß von Beamten Nachnamen zugeteilt wurden.
Kein Ekelname und auch sonst off-topic, aber ich kann mir den nicht verkneifen:
Two Jews from the old country meet on the lower east side of New York.
Yossi Rabinovich says, "Hello, Mottle, how are you?"
Mottle says, "My new name is Sean Fergusson"
Yossi says, "Why did you change your name?
Mottle answers that when he was on Ellis Island a friend suggested he
pick a simple English name like John Smith.
"I kept repeating to myself .. John Smith ... John Smith ... John Smith.
When I got to the front of the line, a big Irish inspector glared at
me, and shouted, "What is your name?"
Everything went blank, and I mumbled, "Schon vergessen".
Helmut Richter
> Two Jews from the old country meet on the lower east side of New
> York. Yossi Rabinovich says, "Hello, Mottle, how are you?"
> Mottle says, "My new name is Sean Fergusson"
> Yossi says, "Why did you change your name?
> Mottle answers that when he was on Ellis Island a friend suggested
> he pick a simple English name like John Smith.
> "I kept repeating to myself .. John Smith ... John Smith ... John
> Smith. When I got to the front of the line, a big Irish inspector
> glared at me, and shouted, "What is your name?"
>
> Everything went blank, and I mumbled, "Schon vergessen".
LOL
Lars
> Die Blaus hatten wahrscheinlich Vorfahren in der Punk-
> Szene.
Dürften (Indigo-)Färber gewesen sein.
Matthias
--
Nach dem Tode Richards des Dritten war wenig mehr für seine Rettung
zu erwarten. Prof. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de **
- Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen --
>Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname auftauchen
>vielen mir vorallem Schwarz und Braun ein, seltener ist schon der Name
Erst vor wenigen Wochen trafen -- unvorbereitet -- bei mir die Herren
Braun und Schwarz zusammen. Beide fühlten sich anfangs veralbert, als
ich sie miteinander bekanntmachte ...
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
+++ Willst Du früh zur Arbeitsstelle: +++
+++ nimm' die S-Bahn - pünktlich - schnelle! +++
>> Die Blaus hatten wahrscheinlich Vorfahren in der Punk-
>> Szene.
Duerften (Indigo-)Faerber gewesen sein.
Indigo war zur Zeit der Entstehung von Familiennamen hierlandes so
selten, dass es keine Rolle gespielt haben duerfte. Es gab aber
Blaufarbtoene fuer Textilien aus einheimischen Pflanzen (Blaudruck,
wohl auch auf Beiderwand).
Was war das fuer ein Farbstoff, durch den Erfurt reich geworden ist?
Wurde, wenn mir recht ist, aus einer Weid genannten Pflanze hergestellt
- FR
> Erst vor wenigen Wochen trafen -- unvorbereitet -- bei mir
> die Herren Braun und Schwarz zusammen.
Doktor Braun, bitte, soviel Zeit muss sein - FR
> Was war das fuer ein Farbstoff, durch den Erfurt reich geworden ist?
> Wurde, wenn mir recht ist, aus einer Weid genannten Pflanze hergestellt
Färberwaid. Ein paar Hundert Meter von dieser Tastatur entfrent liegt ein
Waid(mahl)stein.
Umgangssprachlich wird die aus Waid daraus gewonnene Farbe auch Indigo
genannt, gleichwohl fachsprachlich nicht ganz korrekt (Original-Indigo ist
wohl eine asiatische Färberpflanze, Wortverwandschaft Indien). Jedenfalls
hatte ich Färberwaid gemeint.
Siehe auch <http://de.wikipedia.org/wiki/Indigo>
Bei der Färberwaidgewinnung muss es furchtbar gestunken haben, jedenfalls
hat die Waidimprägnierung unseres Dachstuhls dies wochenlang getan ...
>flor...@yahoo.com schrieb:
>
>> Was war das fuer ein Farbstoff, durch den Erfurt reich geworden ist?
>> Wurde, wenn mir recht ist, aus einer Weid genannten Pflanze hergestellt
>
>Färberwaid. Ein paar Hundert Meter von dieser Tastatur entfrent liegt ein
>Waid(mahl)stein.
Ah, welcher Ort?
>
>Umgangssprachlich wird die aus Waid daraus gewonnene Farbe auch Indigo
>genannt, gleichwohl fachsprachlich nicht ganz korrekt (Original-Indigo ist
>wohl eine asiatische Färberpflanze, Wortverwandschaft Indien).
Neinnein, fachsprachlich ganz und gar nicht korrekt - Färberwaid
ist eine heimische Pflanze, Indigo Import aus Indien. Letzteres
kam wohl so richtig erst durch das British Empire in Schwang; es
verblasste wohl weniger schnell (aber immer noch genug, wie man
vom Jeanswaschen weiß. Nicht verblassendes Blau kam dann erst mit
den Anilin- und Indanthrenfarben auf, also mit der
Chemieindustrie). Indigo ist ein Küpenfarbstoff und wurde mit
Pferdeurin verküpt, zu diesem Zwecke besaßen die Färbereien große
Gelände, auf denen sie viele Pferde hielten.
Gestunken hat das sicher auch nicht zu knapp.
>Jedenfalls
>hatte ich Färberwaid gemeint.
>
>Siehe auch <http://de.wikipedia.org/wiki/Indigo>
>
>Bei der Färberwaidgewinnung muss es furchtbar gestunken haben, jedenfalls
>hat die Waidimprägnierung unseres Dachstuhls dies wochenlang getan ...
Hast du irgendwo was Genaueres über das Färben mit Waid?
Würde mich aus quasi-nostalgischen Gründen sehr interessieren!
>> Färberwaid. Ein paar Hundert Meter von dieser Tastatur entfrent liegt ein
>> Waid(mahl)stein.
>
> Ah, welcher Ort?
http://www.ilmferien.de/ => Fotos (No. 7)
Er liegt nur so da, ist auch nicht Weltbewegendes, weil hierzulande in jedem
zweiten Dorf so ein Ding auf dem Anger rumliegt.
> Hast du irgendwo was Genaueres über das Färben mit Waid?
> Würde mich aus quasi-nostalgischen Gründen sehr interessieren!
Ich hab hier ein kleines Büchlein (ja, die doppelte Verkleinerung ist
gerechtfertigt) von Horst Benneckenstein mit dem Titel "Waidstadt Erfurt"
(Reihe "Kleiner Erfurt-Almanach", Bd 2), Erfurt 1991, ISBN 3-13368-068-4;
darin sind die Anbau, Farbherstellung, Handel und sonstiges Historisches
beschrieben. Ist eigentlich vergriffen, aber http://www.elbeteam.de/ führt
es als gebraucht (ist aber möglicherweise ungebrauchte Restauflage, der
Verlag ist vor ein paar Jahren abgewickelt worden).
Mit geeigneten Suchbegriffen und Geduld findest Du aber bestimmt auch
Online-Informationen.
>
>
> Bei der Färberwaidgewinnung muss es furchtbar gestunken haben, jedenfalls
> hat die Waidimprägnierung unseres Dachstuhls dies wochenlang getan ...
>
Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, gab es mal eine Maus-Sendung, in der
erklärt wurden, dass die Färber während des Färbens untätig in der Sonne
lagen.
Sie machten "blau".
Na ob das stimmt?
Es ist schon ein paar Jahre her, da stellte sich einem Bekannten von
mir, der den Nachnamen "Henninger" hat, ein Herr Prost vor - der sich
dann auch entsprechend veralbert fühlte.
Schön finde ich auch die Kombination zweier Freunde, die mit Nachnamen
Kurz bzw. Lang heißen.
Ciao,
Hatto
--
WWW-Links auf Usenet-Postings? Ganz einfach:
http://groups.google.com/groups?selm=XXXXXXX
und statt "XXXXXXX" die Msg-ID ohne Klammern
Die Msg-ID steht in den Kopfzeilen/Quelltext
> Helmut Richter schrieb:
[einen netten Witz]
> LOL
Dann möchte ich auch mal:
Ein jüdisches Ehepaar in einer Ausstellung moderner Kunst kann sich
nicht einigen, ob das Bild, vor dem sie stehen, eine Landschaft oder ein
Porträt darstellt. Schließlich fragen sie den Wärter nach dem Namen des
Werkes. "Mandelbaum an der Riviera." Der Mann, triumphierend: "Siehst
du!"
Viele Grüße
Steffen
>Schön finde ich auch die Kombination zweier Freunde, die mit Nachnamen
>Kurz bzw. Lang heißen.
Oder wenn die körperliche Erscheinung dem Namen Hohn spricht. Mein
großer Scheff z.B. heißt Kurz, ist aber eher lang geraten. So rum
geht's ja immer noch...
Gruß Uwe
--
Wenn irgendetwas »Reform« heißt in Deutschland, sind
übelwollende Spießgesellen am Werk, um eine Sache, die
zuvor einigermaßen erträglich war, rücksichtslos
zugrundezurichten. Thomas Blum, "Jungle World", 21.7.2004
>> Erst vor wenigen Wochen trafen -- unvorbereitet -- bei mir
>> die Herren Braun und Schwarz zusammen.
>Doktor Braun, bitte, soviel Zeit muss sein - FR
Woher Du weißt? (Da bin ich ja echt erstaunt!)
> heute ist mir der Nachname "Blau" begenet - in Form einer
> Lieferwagenbeschriftung. Es handelte sich um einen
> Handwerksbetrieb dessen Inhaber (kein Malermeister *g*)
> tatsächlich Blau hieß.
>
> Als ich dann mal überlegte, welche Farben noch als Famillienname
> auftauchen vielen mir vorallem Schwarz und Braun ein, seltener
> ist schon der Name Weiß.
Ich glaub, ich hab's schon einmal hierzugruppe geschrieben:
Vor 25 Jahren, als am Insitut für österreichische und deutsche
Rechtsgeschichte der Universität Wien von Studienassistenten alte
Akten des "Schiedsgerichts der Wiener Warenbörse" aus der
Zwischenkriegszeit auf irgendwelche interessante Details
durchgeackert wurden, fiel mir ein Akt in die Hände: Im Clinch
lagen zwei Händler, die Herren Grün und Blau, jeweils vertreten
durch die Rechtsanwälte Dr. Weiß und Dr. Schwarz. Kein Witz!
Die Zeiten sind seit dem Wirken Adolfs des Unseligen endgültig
vorbei.
M.
Die Zeiten sind leider seit dem Wirken Adolfs des Unseligen
endgültig vorbei.
M.
>Es ist schon ein paar Jahre her, da stellte sich einem Bekannten von
>mir, der den Nachnamen "Henninger" hat, ein Herr Prost vor - der sich
>dann auch entsprechend veralbert fühlte.
Das ist der Moment, in dem man als Unbeteiligter diese Alltagskomik
genießen darf ... :-)
> Hi,
>
> Michael Pronay wrote:
>> Seit wann gibt's denn Reichsmark?
>
> ich kann Dir aus dem Hut leider nur sagen, dass
> es die _bis_ 1948 gab.
> Geraten: seit dem 1. Januar 1876? Ich weiss aber
> nicht, ob "Reichsmark" nicht erst wesentlich später
> auf den Scheinen stand.
<http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsmark>
| Die Reichsmark (Abkürzung RM) war von 1924 bis 1948 offizielles
| Zahlungsmittel der Weimarer Republik bzw. des Deutschen Reiches.
Vorher gabs seit 1871 Gold- und Silbermark.
<http://de.wikipedia.org/wiki/Goldmark>
Sascha Broich
--
Den Blick hielt er nach rechts gewandt,
der Bus kam leider linker Hand.
(VOX Werbung Six Feet Under)
Hatto von Hatzfeld wrote:
> Schlomo kommt vom Standesamt zurück und sagt zu seiner Frau Sara, die
> ihn voll banger Erwartung anschaut: "Wir heißen jetzt 'Schweißgesicht."
> "Waj geschrien!", ruft sie. "Hättest du nicht etwas Besseres kriegen
> können?" "Du hast gut reden", erwidert er. "Allein das 'w' hat mich
> schon fünfzig Taler gekostet."
das kenne ich von meinem Ur(!)grossvater als Episode aus Berlin
während der Eindeutschung der jüdischen Namen. Der Name ist war
allerdings "Schweisshund" und die Währung "Reichsmark".
Grüße,
Andreas.
>Ein jüdisches Ehepaar in einer Ausstellung moderner Kunst kann sich
>nicht einigen, ob das Bild, vor dem sie stehen, eine Landschaft oder ein
>Porträt darstellt. Schließlich fragen sie den Wärter nach dem Namen des
>Werkes. "Mandelbaum an der Riviera." Der Mann, triumphierend: "Siehst
>du!"
Man *darf* bei diesem Witz erwähnen, ob der Mann für Landschaft oder
Porträt war ...
--
Viele Grüße
Gerald Fix
> das kenne ich von meinem Ur(!)grossvater als Episode aus Berlin
> während der Eindeutschung der jüdischen Namen. Der Name ist war
> allerdings "Schweisshund" und die Währung "Reichsmark".
Seit wann gibt's denn Reichsmark?
Neugierig,
M.
Michael Pronay wrote:
> Seit wann gibt's denn Reichsmark?
ich kann Dir aus dem Hut leider nur sagen, dass
es die _bis_ 1948 gab.
Grüße,
Andreas.
Michael Pronay wrote:
> Seit wann gibt's denn Reichsmark?
ich kann Dir aus dem Hut leider nur sagen, dass
es die _bis_ 1948 gab.
Geraten: seit dem 1. Januar 1876? Ich weiss aber
nicht, ob "Reichsmark" nicht erst wesentlich später
auf den Scheinen stand.
Grüße,
Andreas.
> Ein jüdisches Ehepaar in einer Ausstellung moderner Kunst kann sich
> nicht einigen, ob das Bild, vor dem sie stehen, eine Landschaft oder ein
> Porträt darstellt. Schließlich fragen sie den Wärter nach dem Namen des
> Werkes. "Mandelbaum an der Riviera." Der Mann, triumphierend: "Siehst
> du!"
Ich fände
| Darauf beide wie aus einem Mund, den jeweils anderen triumphierend
| ansehend: "Siehste!"
die bessere Pointe.
>Oder wenn die körperliche Erscheinung dem Namen Hohn spricht. Mein
>großer Scheff z.B. heißt Kurz, ist aber eher lang geraten. So rum
>geht's ja immer noch...
Ich kenne auch eine kleine Frau Groß (ja, ist nicht das Beispiel, auf
das Du anspieltest).
Gruß,
INge
>>> Seit wann gibt's denn Reichsmark?
> | Die Reichsmark (Abkürzung RM) war von 1924 bis 1948 offizielles
> | Zahlungsmittel der Weimarer Republik bzw. des Deutschen Reiches.
>
> Vorher gabs seit 1871 Gold- und Silbermark.
Dann ist die Story vom jüdischen Urgroßvater, der in dieser Zeit
einen deutschen Namen gekriegt hätte, ein urbanes Märchen.
M.
Ähm, nun ja, der Witz ist doch, daß eben dies keine Rolle spielt.
Lars
Vielleicht hat sie ja einen Herrn Groß geheiratet...?
Ch.
--
Posted via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG
>Helga Schulz schrieb:
>> Matthias Opatz <spam-c...@onlinehome.de> schrieb vorher:
>
>>> Färberwaid. Ein paar Hundert Meter von dieser Tastatur entfrent liegt ein
>>> Waid(mahl)stein.
>>
>> Ah, welcher Ort?
>
>http://www.ilmferien.de/ => Fotos (No. 7)
>
>Er liegt nur so da, ist auch nicht Weltbewegendes, weil hierzulande in jedem
>zweiten Dorf so ein Ding auf dem Anger rumliegt.
>
>> Hast du irgendwo was Genaueres über das Färben mit Waid?
>> Würde mich aus quasi-nostalgischen Gründen sehr interessieren!
>
>Ich hab hier ein kleines Büchlein (ja, die doppelte Verkleinerung ist
>gerechtfertigt) von Horst Benneckenstein mit dem Titel "Waidstadt Erfurt"
>(Reihe "Kleiner Erfurt-Almanach", Bd 2), Erfurt 1991, ISBN 3-13368-068-4;
>darin sind die Anbau, Farbherstellung, Handel und sonstiges Historisches
>beschrieben. Ist eigentlich vergriffen, aber http://www.elbeteam.de/ führt
>es als gebraucht (ist aber möglicherweise ungebrauchte Restauflage, der
>Verlag ist vor ein paar Jahren abgewickelt worden).
>
Vielen Dank! Werd ich gleich mal gucken.
>Mit geeigneten Suchbegriffen und Geduld findest Du aber bestimmt auch
>Online-Informationen.
Naja, das wär eher was für Heimat- oder Wirtschaftsgeschichte,
daß es dazu viel Verläßliches im Web gibt, erwarte ich eigentlich
nicht..
> Die Zeiten sind seit dem Wirken Adolfs des Unseligen endgültig
> vorbei.
Zu dessen Zeit wurmte es den Murr, daß der Wurm gemurrt hat, so der
Volksmund
Theophil Wurm war württembergischer Landesbischof, Wilhelm Murr Gauleiter.
Gruß
HR
--
sunt nova grata tria: medicus, meretrix, melodia
Das erinnert mich an den Schüttelreim mit dem Namen eines österrei-
chischen Gauleiters ...
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Ich schick dir dann ein Engobe!"
| | | |_| | "Was soll denn das sein?"
| | | _ | "Naja, ich wollte Email nur fachlich ausdrücken!"
|_|a |_| |_|a (Dialog in einer Newsgroup)
Michael Pronay wrote:
> Dann ist die Story vom jüdischen Urgroßvater, der in dieser Zeit
> einen deutschen Namen gekriegt hätte, ein urbanes Märchen.
fast: mein Urgrossvater erzählte eine Geschichte , die nicht
ihn persönlich betraf. Insofern liegt eine Nähe zum zynischen
Witz nahe. Allerdings wurden zwischen 1933 und 1938 Namen
zwangsweise geändert (AFAIK mussten Juden jüdische Vornamen
annehmen). Ich vermutete bisher einen Zusammenhang mit diesen
Geschehnissen. Evtl. wurden auch Familiennamen "kenntlich"
gemacht, weiss ich aber nicht mit Gewissheit.
Grüße,
Andreas.
> [...]
Ansonsten fällt mit noch spontan das Sägewerk in Mainz-
Gonsenheim ein, Inhaber: Franz Barbara.
--
Klaus Pommerening [http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/]
Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik
Johannes-Gutenberg-Universität, 55101 Mainz
Wenn der Mann der Meinung war, es handle sich um eine Landschaft, wo
ist dann der Witz?
Naechste Woche haben wir einen geleckten Arsch dass Dir das Wasser
im Munde zusammenlauft - FR
Ich verstehe Dein Verständnisproblem nicht.
"Mandelbaum an der Riviera" kann sowohl ein Portrait wie auch eine
Landschaft beschreiben. Egal wer von beide was glaubt und wer fragt:
Beide können sich durch die Antwort des Wärters bestätigt fühlen.
Meine Vermutung: Sie sprachen beide zugleich.
Reinhard
--
Ich mag die Wirklichkeit.
Sie schmeckt nach Brot.
(Jean Anouilh)
> Naechste Woche haben wir einen geleckten Arsch dass Dir das Wasser
> im Munde zusammenlauft
Aus der KKml, eingegangen am 16.2.2005:
| zu Dr. Sperber ...
|
| Liebe Liste, nicht direkt Karl Kraus aber sicher von Interesse:
| Im Anwaltsblatt Nr. 2, 2005, Seite 62, ist ein Dr. Wrabetz aus
| Wien auf der Spurensuche nach Dr. Hugo Sperber und gibt einiges
| an interessanten Details hier wohl zum 1. Mal der Öffentlichkeit
| bekannt. Auszüge davon sende ich über die kkml.
|
| Sperber Hugo wurde am 26. 11. 1885 in der Wallensteinstraße 34
| als Sohn des Fabrikanten Jacob Sperber und der Ottilia Etelka
| geb Sommer geboren. Der Vater starb relativ früh, in den
| Inskriptionsunterlagen der Universität Wien ist 1904 der Vormund
| G. Lewy, Generaldirektor, Wien 1., Hegelgasse 5, angegeben.
| Sperber besuchte das Gymnasium in Baden und studierte von 1904
| bis 1908 an der Universität Wien Jus. Zusätzlich hörte er
| Vorlesungen aus Geschichte, Kunstgeschichte, klassischer
| Philologie und Philosophie. Zu seinen Lehrern gehörten
| Bernatzik, Wlassak, Schwind und Grünhut. Am 22. 12. 1909 fand
| die Promotion Sperbers zum Dr. jur. statt. ...
|
| Dem "Hauptgrundbuchblatt" des k. u. k. Feldjägerbataillons Nr.
| 25 ist zu entnehmen, dass der "Rechtshörer" Sperber 1906 bei der
| Assentierung 176 em groß, Haare schwarz, Augen braun, Angesicht
| rund, etwa der Schilderung Torbergs entsprach. ...
|
| Sperber diente als Einjähriger Freiwilliger bei den Jägern,
| rückte 1915 zum k. k. Landwehrinfanterieregiment als
| Advokaturskonzipient ein, kämpfte in der Landsturmmarschkompanie
| am russischen Kriegsschauplatz, wurde am 7. 6. 1916 durch einen
| Schulterschuss verwundet, da war er bereits Hof- und
| Gerichtsadvokat mit dem Kanzleisitz Landesgerichtsstraße 20,
| ging aber, inzwischen Leutnant, ausgezeichnet mit dem Karl-
| Truppenkreuz und dem Verwundetenabzeichen 1917 ins Feld und
| diente bis zum Kriegsende schließlich als Reserveoberleutnant.
|
| Den genauen im Kriegsarchiv erhaltenen Aufzeichnungen ist auch
| zu entnehmen, dass Sperber englisch, französisch und italienisch
| sprach. Zu Torbergs Schilderung der nicht sonderlich gepflegten
| Erscheinung des Dr. Sperberpasst die Bestrafung des Einj. Freiw.
| Feldwebel-Kadett-Aspirant aus 1916 wegen vorschriftswidriger
| Adjustierung und vorschriftswidrigen Tragen des Haupthaares ...
|
| 1938 nach dem sogenannten "Anschluss" wurde Sperber gleich
| verhaftet und kam in das Konzentrationslager Buchenwald. Ein
| "Augenzeuge" berichtet, dass Sperber "in einem Außenkommando
| beim Bau von Wohnungen für SS Mannschaften (eingeteilt wurde),
| das schwerste Kommando des Lagers, viele sind in der Früh weg
| und auf der Tragbahre zum Zählappell zurückgekommen, auch Dr.
| Sperber. Er bekam draußen Nierenblutungen, war einige Tage im
| Lazarett, dann starb er wie viele andere, den Grund konnte man
| sich denken, aber in den Krankenbüchern stand als Diagnose
| Herzschlag."
|
| Dies war das grausam tragische Ende eines heiter spöttischen,
| geistreichen Lebenskünstlers, der seinen Beruf mit Eifer und mit
| großem sozialem Engagement ausübte. Als Junggeselle und
| "unterstützendes Mitglied des Wiener Nachtlebens" war er ein
| Bohemien, für die Ernsthaftigkeit seiner Lebensführung spricht
| hingegen seine fachliche Ausbildung, sein
| Militär-(Kriegs-)Dienst, seine Bildung, für seine idealistische
| Gesinnung, dass er beruflich und volksbildnerisch "an der Basis"
| diente, Menschen half und auf parteipolitische Protektion
| verzichtete. ...
|
| Bleibt noch auf den äußerst dankenswerten Hinweis von Dr.
| Baumgartner Wien, einzugehen, dass Sperber Autor von zwei
| Broschüren war: "Die Lüge im Strafrecht", 1927 in Wien im Verlag
| Dr. Zahn & Dr. Diamant und "Todesgedanke und Lebensgestaltung",
| 1930 im Verlag Moritz Perles erschienen. Letztere versteht sich
| als ein Loblied auf Adlers Individualpsychologie.
|
| Schönen Abend wünscht
| Harald Stockhammer, Innsbruck.
M.
>> Wenn der Mann der Meinung war, es handle sich um eine Landschaft, wo
>> ist dann der Witz?
>
>Ich verstehe Dein Verständnisproblem nicht.
>
>"Mandelbaum an der Riviera" kann sowohl ein Portrait wie auch eine
>Landschaft beschreiben. Egal wer von beide was glaubt und wer fragt:
>Beide können sich durch die Antwort des Wärters bestätigt fühlen.
Ich erzähl den Witz mal ausführlicher.
Ein Ehepaar besucht ein Museum. Vor einem abstrakten Bild bleiben Sie
stehen. "Das ist eine Landschaft" sagt der Mann. "Nein", erwidert die
Frau, "ein Porträt". Sie befragen den Wärter, wie das Bild heiße.
"Mandelbaum an der Riviera". "Siehst du", sagt der Mann triumphierend.
Witzig?
> Horst Ruth schrieb:
> Ansonsten fällt mit noch spontan das Sägewerk in Mainz-
> Gonsenheim ein, Inhaber: Franz Barbara.
Das ist kein weiblicher Vorname, auch wenn eine biblische Ährenleserin so
heißt. Mein "Ruth" ist ein behördlich (Pfarrer) verballhorntes
alemannisches Rued/Ruod.
> Allerdings wurden zwischen 1933 und 1938 Namen
> zwangsweise geändert (AFAIK mussten Juden jüdische Vornamen
> annehmen).
WIMRE mußten die Juden sich zusätzlich zu ihren eigentlichen Vornamen
jeweils Sarah oder Israel nennen, aber wurde denn an ihren eigentlichen
Namen etwas geändert?
Eigentlich ging es hier gerade darum, ob die Geschichte vom teuer erkauften
w im Namen zwischen 1924 und 48 geschehen sein kann bzw. ob sich diese
Stadtlegende zu Recht in dieser Zeit ansiedeln läßt. Ich halte das für
äußerst unwahrscheinlich.
chr
Witze, die erklärt werden, sind aber eigentlich keine mehr.
chr
Ja. Das ist der Witz daran.
Erzählen muss man ihn halt können. Wie den mit der Nummer 492.
> >> die Herren Braun und Schwarz zusammen.
>
> >Doktor Braun, bitte, soviel Zeit muss sein
>
> Woher Du weisst? (Da bin ich ja echt erstaunt!)
Tja, Mathias, ich habe im Rahmen des einsemestrigen Lehrganges
Parapsychologie fuer multipel behinderte Mitglieder der Gewerkschaft
Bau Steine Erden die Faehigkeit erworben, mich in den Hohen Bezirken
bewegen zu koennen, die Dir, leider, auf lebelang verschlossen bleiben
werden.
> +++ nimm' die S-Bahn - pünktlich - schnelle! +++
Aber, nimm's bitte als helfenden Trost, Dir bleibt natuerlich, Dich mit
S-Bahnfahrplaenen zu beschaeftigen. Und dies kann fuer einen jungen
Menschen, der wie Du noch auf der Suche ist, ja etwas sehr, sehr
schoenes sind - FR
>> Naechste Woche haben wir einen geleckten Arsch dass Dir das
>> Wasser im Munde zusammenlauft
> Aus der KKml, eingegangen am 16.2.2005:
Gruess Gott, Herr Doktor, was machen die Buberln?
KKml? Kaiserlich-Koeniglich marxistisch-leninistisch?
In einem Ramschladen gefunden "Der Beifall war endenwollend", hatte ich
noch nicht. Da man fuffssich EUR nicht wechseln konnte, bekam ich's
geschenkt. Ich halte gerade bei Brecht - FR
> [...] Und dies kann fuer einen jungen Menschen, der wie Du
> noch auf der Suche ist, ja etwas sehr, sehr schoenes sind
> - FR
Kann man so auf Deutsch schreiben: ... kann ... sind?
--
Herluf
- DK-3140
Nein. Es sollte "sein" heißen.
--
An manchen Tagen geht alles schief, dafür klappt an anderen gar nix.
> Man *darf* bei diesem Witz erwähnen, ob der Mann für Landschaft oder
> Porträt war ...
Man muß aber nicht.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.
(Mark Twain)
> Ja. Das ist der Witz daran.
> Erzählen muss man ihn halt können. Wie den mit der Nummer 492.
Hohohoho!
768.
Wieso lacht ihr nicht?
chr
>>> [...] Und dies kann fuer einen jungen Menschen, der wie Du
>>> noch auf der Suche ist, ja etwas sehr, sehr schoenes sind
>> Kann man so auf Deutsch schreiben: ... kann ... sind?
> Nein. Es sollte "sein" heissen.
Nein. Der gemeine Berliner benutzt "sind" fuer "sein" - FR
Wohl eher "sin" bzw. "sinn".
Und außerdem:
| Kann man so auf Deutsch schreiben
--
Die Frage ist so gut, daß ich sie nicht durch meine Antwort verderben
möchte.
> 768.
Haaahahahahahahahaha!
> Wieso lacht ihr nicht?
Taub?
Matthias
--
Nach dem Tode Richards des Dritten war wenig mehr für seine Rettung
zu erwarten. Prof. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de **
- Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen --
Nein, schlecht erzählt!
> > >> die Herren Braun und Schwarz zusammen.
> >
> > >Doktor Braun, bitte, soviel Zeit muss sein
> >
> > Woher Du weisst? (Da bin ich ja echt erstaunt!)
> Tja, Mathias,
Die wahre Erklärung ist freilich die: wir wissen angesichts der
intelligenten Schreibe von Mathias, daß sein Umgang nur aus
Doktoren bestehen kann. ;-)
> ich habe im Rahmen des einsemestrigen Lehrganges
> Parapsychologie fuer multipel behinderte Mitglieder der Gewerkschaft
> Bau Steine Erden
Nun, auch Herr Hiller nimmt regelmäßig an einem Event, wie man heutzutage
sagt, teil, das die gleiche Abkürzung hat.
Im übrigen sprechen wir von und aus Berlin, das ist die Stadt,
wo in der Hardenbergstr. zwischen Zoo und Ernst-Reuter-Platz ein
Urologe namens Leistenschneider praktiziert.
ENGE,
-kut
> Hatto von Hatzfeld wrote:
>
>>Schlomo kommt vom Standesamt zurück und sagt zu seiner Frau Sara, die
>>ihn voll banger Erwartung anschaut: "Wir heißen jetzt 'Schweißgesicht."
>>"Waj geschrien!", ruft sie. "Hättest du nicht etwas Besseres kriegen
>>können?" "Du hast gut reden", erwidert er. "Allein das 'w' hat mich
>>schon fünfzig Taler gekostet."
>
> das kenne ich von meinem Ur(!)grossvater als Episode aus Berlin
> während der Eindeutschung der jüdischen Namen. Der Name ist war
> allerdings "Schweisshund" und die Währung "Reichsmark".
Das kenne ich so:
"Sehr geehrter Herr Schindler! Das 'w', das an dem Schweißhund, den Sie
mir verkauft haben, zuviel ist, ..."
Kommen keine Juden drin vor. Allerdings nennt man Schweißhunde ja wohl
außerhalb des weidmännischen Sprachgebrauchs Bluthunde, oder?
- Sebastian
> Christina Kunze schrieb:
>
>> 768.
>
> Haaahahahahahahahaha!
>
>> Wieso lacht ihr nicht?
>
> Taub?
Auf dem Ohr schon.
--
Oliver C.
45n31, 73w34
Temperatur: 8.3°C
>> Kann man so auf Deutsch schreiben: ... kann ... sind?
> Nein. Es sollte "sein" heißen.
Dankeschön.
Ja, ich weiß - in meine Frage habe ich das Wort 'so' falsch
angebracht. :-) Ist folgender Wortstellung richtiger?
"Kann man auf Deutsch so schreiben?".
--
Mit freundlichen Gruß
Herluf Holdt, DK 3140
>> ich habe im Rahmen des einsemestrigen Lehrganges
>> Parapsychologie fuer multipel behinderte Mitglieder
>> der Gewerkschaft Bau Steine Erden
> Nun, auch Herr Hiller nimmt regelmaessig an einem Event, wie
> man heutzutage sagt, teil, das die gleiche Abkuerzung hat.
Hm? Welche Abkuerzung? Welcher Event?
> Im uebrigen sprechen wir von und aus Berlin, das ist die Stadt,
> wo in der Hardenbergstr. zwischen Zoo und Ernst-Reuter-Platz ein
> Urologe namens Leistenschneider praktiziert.
Ein mir bekannter Urologe, Roedel mit Namen, sehr assysrisch aussehend,
erschien bei meinen Eltern und begehrte mich zu sprechen.
Ich fand eine schriftliche Nachricht meines Vaters vor: "Es erschien
hier Sigmund Freud und gab sich als Troedel aus..."
Ach so, Termin dafd 29. currentis 20 hct a.a.O. - FR
>>> Nein. Es sollte "sein" heissen.
>> Nein. Der gemeine Berliner benutzt "sind" fuer "sein".
> Wohl eher "sin" bzw. "sinn".
Auch "sind", kannste mir glauben. Ich habe noch das Berlinisch der
Angestellten im Hause meiner Eltern waehrend meiner ersten Lebensjahre
im Ohr. Die sagte "sind". Auch verkuendete sie, sie habe einen Neger
gesehen, "der war schwatt wie die Nacht". Die war so wie Inge Meisel
gerne sein gewollt hatte. Wohnte in einer Laubenkolonie (wo auch ich
abgeliefert wurde wenn meine Eltern ins Ausland fuhren). Im
Kolonie-Konsum machte sich ein Polizist wichtig, was von der Guten
allsogleich im Keim erstickt wurde: "Na, Maenneken, nu kommse ma wieder
runter, wir koennen uns hier alle noch jut erinnern, det sie vor einje
Jahre noch mit ne andre Uniform rumjerannt sind." FR
>> Allerdings wurden zwischen 1933 und 1938 Namen zwangsweise
>> geändert (AFAIK mussten Juden jüdische Vornamen annehmen).
> Es mußte *zusätzlich* bei Frauen der Vorname Sara und bei
> Männern, wenn ich mich recht erinnere, Israel, geführt werden.
Ja.
>> Ich vermutete bisher einen Zusammenhang mit diesen
>> Geschehnissen. Evtl. wurden auch Familiennamen "kenntlich"
>> gemacht, weiss ich aber nicht mit Gewissheit.
> Davon ist mir nichts bekannt.
Da war auch nix.
M.
>> Allerdings wurden zwischen 1933 und 1938 Namen zwangsweise
>> geändert (AFAIK mussten Juden jüdische Vornamen annehmen).
> WIMRE mußten die Juden sich zusätzlich zu ihren eigentlichen
> Vornamen jeweils Sarah oder Israel nennen, aber wurde denn an
> ihren eigentlichen Namen etwas geändert?
Nein. Sie mussten sich allerdings nicht nur "Sara" und "Israel"
nennen, sondern diese als zweite Vornamen führen, auch in ihren
Dokumenten.
> Eigentlich ging es hier gerade darum, ob die Geschichte vom
> teuer erkauften w im Namen zwischen 1924 und 48 geschehen sein
> kann bzw. ob sich diese Stadtlegende zu Recht in dieser Zeit
> ansiedeln läßt. Ich halte das für äußerst unwahrscheinlich.
Nicht unwahrscheinlich, sondern völlig unmöglich.
M.
>>> Naechste Woche haben wir einen geleckten Arsch dass Dir das
>>> Wasser im Munde zusammenlauft
>> Aus der KKml, eingegangen am 16.2.2005:
> Gruess Gott, Herr Doktor, was machen die Buberln?
Jetzt steh ich auf der Schaufel. Wie war das mit den Buberln?
> KKml? Kaiserlich-Koeniglich marxistisch-leninistisch?
Karl-Kraus-Mailingliste, eingerichtet von Gisbert Damaschke:
Speziell zu KK: <http://www.damaschke.de/kk/>
Miszellen zu Lucky Luke: <http://www.damaschke.de/ll/story.php>
> In einem Ramschladen gefunden "Der Beifall war endenwollend",
> hatte ich noch nicht. Da man fuffssich EUR nicht wechseln
> konnte, bekam ich's geschenkt. Ich halte gerade bei Brecht - FR
Müsste sein: dtv 674 (1970) oder 1488 (1979). Da gibt's übrigens
noch einen zweiten Auswahlband aus dem "Fünften Rad am
Thespiskarren": "Mensch Maier! sagte der Lord. Kleines kritisches
Welttheater", dtv 1059 (1975/77).
M.
Siebenhundert ... nein, ich spreche das jetzt nicht aus. Ich kann
solcherlei Schlüpfrigkeiten nicht witzig finden.
- Sebastian
>Siebenhundert ... nein, ich spreche das jetzt nicht aus. Ich kann
>solcherlei Schlüpfrigkeiten nicht witzig finden.
Wieso 7xx? _Das_ wäre der 139.
Gruß Uwe
--
Wenn irgendetwas »Reform« heißt in Deutschland, sind
übelwollende Spießgesellen am Werk, um eine Sache, die
zuvor einigermaßen erträglich war, rücksichtslos
zugrundezurichten. Thomas Blum, "Jungle World", 21.7.2004
Uwe Schickedanz schrieb:
> _Das_ wäre der 139.
Über sowas macht man keine Witze.
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Der Stil dieser [Hoax-] Virenmail klingt meistens wie in höchster Panik
geschrieben. Warum eigentlich? Steht das Virus bewaffnet neben dem Autor
und bedroht ihn?"
-- Marcus Kircher auf der fremodul-Mailingliste
Die gemeine Berlinerin nicht.
chr
(Ich dachte immer, das ist bei Dir ein plattdeutsches Einsprengsel.)
In diesem Fall verstehe ich es auch nicht, da die einzige Information,
die man daraus ziehen könnte, nämlich, ob es jemanden mit diesem Namen
gibt oder nicht, nicht besonders schützenswert ist.
Vermutlich ist das eine Funktion der darunterliegenden Datenbank, die
auch sensiblere Daten enthält.
Z.B.: "Wieviele Bertel Lund Hansens wohnen am Sundvej 69A, Horsens?"
oder "Wie hoch ist das Durchschnittseinkommen der Personen namens Bertel
Lund Hansen, wohnhaft Sundvej 69A, Horsens?"
Bei Datenbanken, die Individualdaten enthalten, aber nur für
statistische Zwecke genutzt werden dürfen, soll eine Mindestgröße der
Ergebnismenge dafür sorgen, dass man keine Daten über einzelne Personen
herausfinden kann. Das lässt sich aber trivial umgehen, indem man zwei
Abfragen startet, deren Differenz die gesuchte Person bildet. Z.B.:
"Wieviele weibliche Personen wohnen in Horsens und wie hoch ist deren
Durchschnittseinkommen?" "Wieviele Personen wohnen in Horsens die
weiblich sind oder Bertel Lund Hansen heißen und am Sundvej 69A wohnen,
und wie hoch ist deren Durchschnittseinkommen?" Dagegen hilft ev. Runden
oder Randomisieren der Ergebnisse.
hp
--
_ | Peter J. Holzer | Weil wir die materielle Welt nicht so
|_|_) | Sysadmin WSR | wahrnehmen, wie sie ist, sind Sachen wie
| | | h...@hjp.at | JPEG, MP3 usw. möglich.
__/ | http://www.hjp.at/ | -- Heiko Schlenker in drsm.
Wir kannten ihn schon.