ich kann aus meiner Schulzeit (lang ist's her ...) noch genau ein
Gedicht auswendig, nämlich das Mövenlied. Allerdings weiß ich nicht
mehr, wer es geschrieben hat. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob die
zweite und die dritte Zeile der zweiten Strophe jeweils mit mit "und"
oder mit "ich" beginnen.
Kann mir da jemand helfen?
Danke
Jürgen
Hässlichen Dung
Jürgen Hoffmann wrote in message <37381958...@berlin.de>...
Na gut.
Die Möven sehen alle aus
als ob sie Emma hießen
Sie haben einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen
Ich schieße keine Möven tot
Ich laß sie lieber leben
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben
O Mensch du wirst nie nebenbei
der Möven Flug erreichen
Sofern du Emma heißest sei
zufrieden ihr zu gleichen
Nochma die Fragen:
Von wen ist das Gedicht?
Sind da (abgesehen von der Interpunktion), vor allem in der zweiten
Strophe, irgendwelche Fehler drin?
Danke
Jürgen
Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.
Ich schieße keine Möwe tot,
Ich laß sie lieber leben --
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.
O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.
So etwas kann man per Textsuche bei www.gutenberg.aol.de finden, es ist
von Christian MOrgenstern.
Der Vogel wird eigentlich mit w geschrieben, aber trotzdem finden sich
bei Altavista 240 Eintragungen "Möve".
Immer wird er offensichtlich nicht mit w geschrieben...
chr
chr
>Von Joachim Ringelnatz
Christina Kunze schrieb:
von Christian MOrgenstern.
Aha
Jürgen
--
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**** http://home.t-online.de/j.w.hoffmann ****
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Das "Möwenlied" ist aus den "Galgenliedern" von Morgenstern. Ringelnatz
hat zwar auch was auf den Vogel gedichtet ("Die Möwe"), aber bei ihm
hört sich das ziemlich anders an. Und im Gegensatz zu Morgenstern, der
sich scheut, das Tier totzuschießen, hebt Ringelnatz - nach einigem
Zögern - die Büchse ...
Ornitho-lyrische Grüße
Armin C.
>Harald Beyer schrieb:
>
>Von Joachim Ringelnatz
>
>
>
>Christina Kunze schrieb:
>
>von Christian MOrgenstern.
>
Kurt Schacknies schreibt:
von Christian Morgenstern.
Vorläufiges Endergebnis:
2:1 für Morgenstern
Mit Interpunktion (und leichten Korrekturen) sieht's das Gedicht
übrigens so aus:
Möwenlied
Die Möwen sehen alle aus
als ob sie Emma hießen.
Sie haben einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.
Ich schieße keine Möwe tot,
ich laß sie lieber leben -
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.
O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Sofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.
Gruß
KS
>>Christina Kunze schrieb:
>>
>>von Christian MOrgenstern.
>>
>Kurt Schacknies schreibt:
>
>von Christian Morgenstern.
>
> Sofern du Emma heißest, sei
> zufrieden, ihr zu gleichen.
Bei mir steht "Wofern" (so, wie ich es beim letzten Mal hingeschrieben
habe).
Christian Morgenstern: Alle Galgenlieder. Leipzig 53
Wat nu?
Christina
>> Sofern du Emma heißest, sei
>> zufrieden, ihr zu gleichen.
>
>
>Bei mir steht "Wofern" [...]
Oh, pardon!
Bei 'mir' auch.
>Wat nu?
Was schlägst du vor ...
KS
Keineswegs. Christian Morgenstern, "Galgenlieder".
Diedrich
--
.sig still under construction
und noch ne leichte Korrektur, jedenfalls nach meiner Ausgabe:
> Sofern du Emma heißest, sei
^Wofern
Quelle: Christian Morgenstern, Alle Galgenlieder; ich habe eine
Ausgabe im Insel-Verlag (IT 6). (Womit auch die Frage Ringelnatz
oder Morgenstern geklärt sein dürfte.)
>Der Vogel wird eigentlich mit w geschrieben, aber trotzdem finden sich
>bei Altavista 240 Eintragungen "Möve".
>Immer wird er offensichtlich nicht mit w geschrieben...
Insbesondere schreibt die Firma Mövenpick ihren Namen mit v, und
das dürfte eines der häufigeren Vorkommnisse des Wortes Möwe im
Alltag sein.
"Möwe" wird im Schweizerdeutschen wie "Möfe" ausgesprochen, und
es ist anzunehmen, dass sich der Gründer von Mövenpick, Ueli Prager,
damals in den späten Vierzigern nicht allzusehr mit Orthographie
herumgeplagt hat. Die Web-Seite von Mövenpick versucht, den
schlichten Orthographiefehler zu verschleiern:
"Dass er das W im Vogelnamen schliesslich durch ein V tauscht
und deshalb später Schullehrer fast zur Verzweiflung bringen
wird, hat letztlich damit zu tun, dass der Buchstabe V
treffender einen dahin fliegenden Möwenvogel nachzeichnet."
- Andi
--
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