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unechte palindrome

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Thomas Lübbeke

unread,
Feb 26, 2002, 4:01:33 PM2/26/02
to
Hi

ich suche Palindrome, die eigentlich keine sind.
Halt Wörter oder Sätze, die rückwärts gelesen einen anderen, am besten einen
in Verbindung stehenden Sinn haben.
Regal und Lager ist das einfachste...

wie heissen diese Dinger und wer kennt welche?

mfg Tom


--
"Unser Kopf ist rund, damit das Denken
seine Richtung ändern kann. F. Picabia"
http://www.chaotisch.com
ICQ: 984747

Tilman Heckel

unread,
Feb 26, 2002, 6:17:46 PM2/26/02
to
Thomas Lübbeke <t...@luebbeke.de> wrote:

> ich suche Palindrome, die eigentlich keine sind.
> Halt Wörter oder Sätze, die rückwärts gelesen einen anderen, am besten einen
> in Verbindung stehenden Sinn haben.
> Regal und Lager ist das einfachste...

Die berühmte Käsestadt Edam ...

Gruß
Til
--
Sagittarius (Nov. 22 - Dec. 21): Your life has been a litany of
failure, dashed expectations, and unfulfilled dreams, but at least
it's almost over.

Volker Zieke

unread,
Feb 26, 2002, 8:43:15 PM2/26/02
to
Meinst Du sowas?
O du relativ vitaler Udo.
Naive Neger regen Evi an.
Na Fakir, Paprikafan?
Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie.

Gruß Volker


"Thomas Lübbeke" <t...@luebbeke.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a5gt3e$7aava$1...@ID-12391.news.dfncis.de...

Ruediger Klenner

unread,
Feb 26, 2002, 7:36:05 PM2/26/02
to

"Thomas Lübbeke" <t...@luebbeke.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a5gt3e$7aava$1...@ID-12391.news.dfncis.de...
> Hi

Hi,
... leider nix zu deiner Frage, aber:

> --
> "Unser Kopf ist rund, damit das Denken
> seine Richtung ändern kann. F. Picabia"

Ist das wahr? Ich meine: Diese Sentenz habe ich bisher B.Brecht
zugeordnet. Wer ist Picabia und wie kam Brecht zu seinem Satz?

Und warum "unser Kopf" statt "der Kopf" --- war Picabia xenophob?

--
Mit freundlichen Grüßen
Ruediger Klenner

Joachim Fritz

unread,
Feb 27, 2002, 2:47:27 AM2/27/02
to
"Volker Zieke" <pri...@zieke.de> wrote in message news:<a5hdk8$7erle$1...@ID-98648.news.dfncis.de>...

ODER:

SATOR
AREPO
TENET
OPERA
ROTAS

Das kannst du so in ziemlich allen Richtungen lesen und bedeutet ca.:
Der Sähmann hält mit Mühe kaum die Räder....
Joachim Fritz

Tassilo Halbritter

unread,
Feb 27, 2002, 2:22:55 AM2/27/02
to
In article <1f88lom.10f...@frbg-d9b90c98.pool.mediaways.net>,

Tilman Heckel <URL:mailto:heck...@gmx.net> wrote:
> Thomas Lübbeke <t...@luebbeke.de> wrote:
>
> > ich suche Palindrome, die eigentlich keine sind.
> > Halt Wörter oder Sätze, die rückwärts gelesen einen anderen, am besten einen
> > in Verbindung stehenden Sinn haben.
> > Regal und Lager ist das einfachste...
>
> Die berühmte Käsestadt Edam ...
>

Gras - Sarg
Neger - Regen
Lage egal!

--
_____ _ _ mailto: halbritter.sanova-histo at aon.at
|__ __|| | | | "Ich benutze am Computer kein Korrekturprogramm,
| | | |_| | ich mache meine Fehler lieber selber!"
| | | _ | (nach R. Kusmierz in desd)
|_|a |_| |_|a

Volker Gringmuth

unread,
Feb 27, 2002, 4:05:16 AM2/27/02
to
Volker Zieke (pri...@zieke.de) wrote:

> Meinst Du sowas?

Wohl nicht - das sind "echte" Palindrome.

[TOFU entsorgt]
Gelegentlich <http://got.to/quote/> lesen.


vG

--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.

Steffen Buehler

unread,
Feb 27, 2002, 4:31:10 AM2/27/02
to
Tassilo Halbritter wrote:
>Gras - Sarg
>Neger - Regen
>Lage egal!


...und wenn man sowas durchgugelt, landet man auf Seiten wie
http://www.strz.uni-giessen.de/~skiera/palin.htm und erfährt,
daß diese Wörter Pseudopalindrome genannt werden. Einen ganzen
/Satz/ habe ich bisher aber noch nicht gesehen.


Viele Grüße
Steffen
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Mario Nepraunig

unread,
Feb 27, 2002, 4:38:34 AM2/27/02
to
Tassilo Halbritter <usene...@gmx.de> wrote:

> In article <1f88lom.10f...@frbg-d9b90c98.pool.mediaways.net>,
> Tilman Heckel <URL:mailto:heck...@gmx.net> wrote:
> > Thomas Lübbeke <t...@luebbeke.de> wrote:
> >
> > > ich suche Palindrome, die eigentlich keine sind.
> > > Halt Wörter oder Sätze, die rückwärts gelesen einen anderen,
am besten einen
> > > in Verbindung stehenden Sinn haben.
> > > Regal und Lager ist das einfachste...
> >

Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie!

--
"We are all walking abortions" - Manic Street Preachers

Thomas Lübbeke

unread,
Feb 27, 2002, 8:57:26 AM2/27/02
to
hi

> Ist das wahr? Ich meine: Diese Sentenz habe ich bisher B.Brecht
> zugeordnet. Wer ist Picabia und wie kam Brecht zu seinem Satz?
>
> Und warum "unser Kopf" statt "der Kopf" --- war Picabia xenophob?

hmm da könnte ich mich vertippt haben, moment, das haben wir gleich...
hab den spruch vom bildschirmschoner, den kennt ihr bestimmt alle hier.

hmmm, google spuckt u.a. das hier aus:
http://www.schulpsychologie.de/kollegen/sprueche.htm

da steht er z.b. auch so, wie ich ihn abgetippselt habe, ... bestimmt nen
übersetzungsfehler. :)

mfg Tom


Thomas Lübbeke

unread,
Feb 27, 2002, 9:00:38 AM2/27/02
to
hi

> > Meinst Du sowas?
>
> Wohl nicht - das sind "echte" Palindrome.

genau, da hätte ich ja nur hier http://www.ulfhinze.de/kram/palindrom.htm
nachschauen müssen.

Interessant ist, wenn rückwärts gelesen ein anderer Sinn rauskommt :)

ciao Tom


Sebastian Koppehel

unread,
Feb 27, 2002, 9:48:48 AM2/27/02
to
Joachim Fritz wrote:


> SATOR
> AREPO
> TENET
> OPERA
> ROTAS
>
> Das kannst du so in ziemlich allen Richtungen lesen und bedeutet ca.:
> Der Sähmann hält mit Mühe kaum die Räder....

Nein, das heißt es nicht. Leider hat das Ding nämlich den
Schönheitsfehler, daß "Arepo" sinnlos ist und als Name des
Saatbeauftragten aufgefaßt werden muß, was der Sache ein bißchen den
Reiz nimmt. Andere Deutungen: arepo gehört auf irgendwelchen
geheimnisvollen Wegen zu reptare = kriechen, ist keltisch für "auf dem
Acker", naja.

Also heißt es: Der Saatbeauftragte Arepo zieht mit Mühe die Räder.

Nett auch diese Schreibweise der Buchstaben:

P
A
A T O
E
R
PATERNOSTER
O
S
O T A
E
R

Die As und Os sind leider übrig und stehen daher für das Alpha und das
Omega...

- Sebastian

Florian Ritter

unread,
Feb 27, 2002, 10:56:53 AM2/27/02
to
Tassilo Halbritter <usene...@gmx.de> schreibt:

> > > ich suche Palindrome, die eigentlich keine sind.

> > > Halt W=F6rter oder S=E4tze, die r=FCckw=E4rts gelesen einen anderen, am=


> besten einen
> > > in Verbindung stehenden Sinn haben.
> > > Regal und Lager ist das einfachste...

> >=20
> > Die ber=FChmte K=E4sestadt Edam ...
> >=20


>
> Gras - Sarg
> Neger - Regen
> Lage egal!

Leporello - oller Opel
FR

Alfred Pfeiffer

unread,
Feb 27, 2002, 2:26:06 PM2/27/02
to
Steffen Buehler wrote:
> ...

> http://www.strz.uni-giessen.de/~skiera/palin.htm und erfährt,
> daß diese Wörter Pseudopalindrome genannt werden.
> Einen ganzen /Satz/ habe ich bisher aber noch nicht gesehen.

Dann sollte man sofort einen Ideenwettbewerb dazu starten.
Ich fang mal an:

Ein Geist siegt im Regen? - Neger mit Geist, sieg nie!

(oder andersrum :-)


Viele Grüße
Alfred Pfeiffer

Ralf Heinrich Arning

unread,
Feb 27, 2002, 6:34:39 PM2/27/02
to
Ruediger Klenner <Ruediger...@ruhr-uni-bochum.de> wrote:

> Wer ist Picabia

Ein Dadaist.

Auf die Schnelle: <http://www.twokmi-kimali.de/surr/picabia.html>

Es gibt Hunderte von Seiten im Netz.

Ralf

rp5...@rp-plus.de

unread,
Feb 28, 2002, 5:41:06 AM2/28/02
to
"Thomas Lübbeke" schrieb:

[...]


> Hi
>
> ich suche Palindrome, die eigentlich keine sind.
> Halt Wörter oder Sätze, die rückwärts gelesen einen anderen, am besten
> einen in Verbindung stehenden Sinn haben.
> Regal und Lager ist das einfachste...

Hab' eines, das zwar einen anderen Wortlaut, aber den gleichen Sinn hat:

"LEXIKON"

Mario Nepraunig

unread,
Feb 28, 2002, 7:06:07 AM2/28/02
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

> m.nep...@wien.archedata.at (Mario Nepraunig) schrieb:


>
>
> >> > > ich suche Palindrome, die eigentlich keine sind.
> >> > > Halt Wörter oder Sätze, die rückwärts gelesen einen anderen,
>

> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

> >> > > am besten einen in Verbindung stehenden Sinn haben.
>
> >> > > Regal und Lager ist das einfachste...
>
> >Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie!
>

> [ ] Du hast gemerkt, worum es geht.
>
> Welchen ANDEREN Sinn ergibt dieser Satz denn, wenn man ihn
> von hinten liest?
>
> Es ging um Pseudopalindrome.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Martin Gerdes

Oops... bin ich blöd...

Verena Guenther Goedde

unread,
Feb 28, 2002, 1:44:21 PM2/28/02
to

"Wolfgang Schwanke" <NURFUERSPA...@snafu.de> schrieb im
Newsbeitrag news:Xns91C2EB5F09D...@10.0.1.30...
> > > Boxe, Ex-OB!

> kann man dagegen nur ein tragisches Politikerschicksal vermuten. Welch
ein
> Abstieg. Oder soll er gar gegen seinen Rivalen ...?

Irgendwie sind die echten Palindrome doch die schöneren.

Die kürzeste mir bekannte Variante stammt vom Bermuda-Berlitz:

Adam zu Eva nach deren Erschaffung: "Madam, I'm Adam."

Viele Grüße
Verena

Tilman Heckel

unread,
Feb 28, 2002, 5:46:32 PM2/28/02
to
<rp5...@rp-plus.de> wrote:

> Hab' eines, das zwar einen anderen Wortlaut, aber den gleichen Sinn hat:
>
> "LEXIKON"

In welcher Sprache?

Gruß
Til

--
Cancer (June 22 - July 22): The lifetime supply of Twinkies you won
in that contest turns out to be only half a box, indicating that the
Hostess corporation knows something you don't.

Tassilo Halbritter

unread,
Feb 28, 2002, 5:50:46 PM2/28/02
to
In article <a5ltq7$iva$06$1...@news.t-online.com>, Verena Guenther Goedde

Das klingt ja fast nach Kürzest-Schüttelreimen:

Ik war Vikar!
Wo bist, Bovist?
Ob Po?
Amo Mao!

Andreas Kabel

unread,
Feb 28, 2002, 5:58:05 PM2/28/02
to
Tassilo Halbritter <usene...@gmx.de> writes:

> Ik war Vikar!
> Wo bist, Bovist?
> Ob Po?
> Amo Mao!

Parkort Carport.

--
Andreas Kabel | aka...@slac.stanford.edu
Stanford Linear Accelerator Center | +1(650)926-5069 (office)
2575 Sand Hill Road, MS 26 | +1(650)926-5368 (fax)
Menlo Park, CA 94025 | +1(650)917-8559 (home)

Sebastian Koppehel

unread,
Feb 28, 2002, 6:28:01 PM2/28/02
to
Tilman Heckel schrieb:

> <rp5...@rp-plus.de> wrote:
>
>> Hab' eines, das zwar einen anderen Wortlaut, aber den gleichen Sinn hat:
>>
>> "LEXIKON"
>
> In welcher Sprache?

Plattdeutsch, von nokieken = nachgucken.

- Sebastian

--
Klicken Sie hier, um eine persönliche Beziehung mit Gott zu starten.

("Kraft zum Leben")

Sebastian Koppehel

unread,
Feb 28, 2002, 6:25:39 PM2/28/02
to
Tassilo Halbritter schrieb:

> Das klingt ja fast nach Kürzest-Schüttelreimen:
> Ik war Vikar!
> Wo bist, Bovist?
> Ob Po?
> Amo Mao!

Du bist Buddhist.
Weh diesen Devisen.
Latente Talente.

Und zuletzt:

... Kosaken.

(Alle aus E. C. Hirsch: Der Witzableiter)

Olaf Skibbe

unread,
Feb 28, 2002, 7:42:28 PM2/28/02
to
Sebastian Koppehel <ba...@bastisoft.de> wrote:

> ... Kosaken.

Gabs schonmal einen Schüttelreimthread oder ist das die Gelegenheit,
einen zu eröffnen? Aber nicht die ollen Kamellen (jetzt keine Etümologie),
sondern neue, z.B.:

Das Schnüffeln mir von Kleber lob'ich
wird auch davon die Leber klobig.

(Die geäußerten Sachverhalte spiegeln _natürlich_ *nicht* die
Lebenseinsellung des Verfassers wieder (der ich nichtmal selbst bin).)

O.

Ralf R. Radermacher

unread,
Feb 28, 2002, 7:51:49 PM2/28/02
to
Olaf Skibbe <ski...@nexgo.de> wrote:

> Das Schnüffeln mir von Kleber lob'ich
> wird auch davon die Leber klobig.

Das erste Gebot des Straßenbahnfahrers:

Achte auf die Weichenlage,
sonst kommst du auf die Leichenwaage.

Ralf

--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.free-photons.de
manual cameras and picture galleries - updated 26 Sept. 2001
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses

Olaf Skibbe

unread,
Feb 28, 2002, 7:59:31 PM2/28/02
to
Ralf R. Radermacher <ra...@free-photons.de> wrote:

> Das erste Gebot des Straßenbahnfahrers:

> Achte auf die Weichenlage,
> sonst kommst du auf die Leichenwaage.

Für die romantischen Momente:

Elfriede, deine Wadenform
erinnert an 'nen Fadenworm.

O.

Ralf R. Radermacher

unread,
Feb 28, 2002, 8:07:41 PM2/28/02
to
Olaf Skibbe <ski...@nexgo.de> wrote:

> Für die romantischen Momente:
>
> Elfriede, deine Wadenform
> erinnert an 'nen Fadenworm.

Oder auch, bei allen Polierarbeiten zu beherzigen:

Du sollst jedoch nicht übertreiben,
und alles wieder trübe reiben.

Aua,

Olaf Skibbe

unread,
Feb 28, 2002, 10:08:21 PM2/28/02
to
Ralf R. Radermacher <ra...@free-photons.de> wrote:

> Oder auch, bei allen Polierarbeiten zu beherzigen:

> Du sollst jedoch nicht übertreiben,
> und alles wieder trübe reiben.

> Aua,

Wieso Aua, einem Frankfurter Polier (oder wie heißen die Polierarbeiten
verrichtenden?) würde das genau so von den Lippen gehen:
...übätreibe
..trübe reibe

(vielleicht auch "trübb reibe", die Frankfurter (und sonstige Südhessen
(duck)) wissens sicher besser.)

Da es schon so spät ist und ich heute irgendwo gelesen habe, daß im TV ab
1.00 Uhr Pornogravieh erlaubt sei, hier noch dies:

Schwer ist's, mit dem Schwanz zu geigen,
vom Dirigieren ganz zu schweigen.

(Von meinem alten Klavierlehrer erbrütet.)

Die Berufsgruppe, auf die das zutrifft, muß wohl nicht näher erläutert
werden; aber die zugehörige Aufführung muß man sich mal vorstellen.

O.

Sebastian Koppehel

unread,
Mar 1, 2002, 3:43:23 AM3/1/02
to
"Ralf R. Radermacher" wrote:

> Das erste Gebot des Straßenbahnfahrers:
>
> Achte auf die Weichenlage,
> sonst kommst du auf die Leichenwaage.

Besser wäre wohl: ... Weichenlagen / ... den Leichenwagen.

Erstaunlicherweise ziemlich unbekannt ist folgender Vers, dessen
Verfasser mir, dem Buch, aus dem ich ihn habe, sowie dem gugelbekannten
Usenet ebenso unbekannt ist:

Wie oft schon wurden Potentaten,
die anfangs schönste Taten boten
und als des Fortschritts Boten taten,
dann von Millionen Toten Paten!

Wenn's noch etwas zur aktuellen Politik sein darf:

Wenn in Berlin der Eichel spart,
tropft's Geld nur mehr nach Speichelart.

- Sebastian

Sebastian Koppehel

unread,
Mar 1, 2002, 4:35:50 AM3/1/02
to
I wrote:

> sowie dem gugelbekannten Usenet

Gemeint war "Internet", beides stimmt.

> - Sebastian

Tassilo Halbritter

unread,
Mar 1, 2002, 6:43:10 AM3/1/02
to
In article <3C7F3F2B...@bastisoft.de>, Sebastian Koppehel
<URL:mailto:ba...@bastisoft.de> wrote:

> Wie oft schon wurden Potentaten,
> die anfangs schönste Taten boten
> und als des Fortschritts Boten taten,
> dann von Millionen Toten Paten!
>

Da fällt mir doch eines der längsten Wörter ein, das mit
...potentatentantenattentäter endet. Manchmal auch mit
...lattengitterkotter. Weil es ein Hottentottenstottertrottel war,
der erwischt wurde.

Michael Hemmer

unread,
Mar 1, 2002, 8:10:54 AM3/1/02
to
Olaf Skibbe wrote:
> Für die romantischen Momente:
>
> Elfriede, deine Wadenform
> erinnert an 'nen Fadenworm.

Oder, um bei der Romomentik zu bleiben:

Erst spielten sie am Teich 'n Weilchen,
dann spielten sie mit weichen Teilchen.

Was einem Deutschlehrer so alles beibringen...
(Und was man so alles behält...)

Gruß,

Michael

Hans Pesserl

unread,
Mar 1, 2002, 9:41:52 AM3/1/02
to
Hallo,

Michael Hemmer schrieb:

> Erst spielten sie am Teich 'n Weilchen,
> dann spielten sie mit weichen Teilchen.

Damit ist aber nicht lustig spielen :-)

Liebe gruesse

Hans

Florian Ritter

unread,
Mar 1, 2002, 11:29:42 AM3/1/02
to
Sebastian Koppehel <ba...@bastisoft.de> schreibt:

> > Das erste Gebot des Straßenbahnfahrers:
> >
> > Achte auf die Weichenlage,
> > sonst kommst du auf die Leichenwaage.
>
> Besser wäre wohl: ... Weichenlagen / ... den Leichenwagen.

Nun ist auch schon der Vatter kalt,
Bald liegt er aud dem Katafalk.

Ralf R. Radermacher

unread,
Mar 1, 2002, 12:06:44 PM3/1/02
to
Tassilo Halbritter <usene...@gmx.de> wrote:

> ...lattengitterkotter. Weil es ein Hottentottenstottertrottel war,
> der erwischt wurde.

..und das mußt Du Dir jetzt noch in Mettmann... pardon... Me'mann
vorlesen lassen.

Denn da ha'n die Ho'ntto'n früher Ma'n inne Hü'n statt Be'n... ;)

Falls Du Dir's notieren willst... Da has'n Ze'l. :)

Arnulf Sopp

unread,
Mar 1, 2002, 12:42:04 PM3/1/02
to
Olaf Skibbe <ski...@nexgo.de>

schrieb am Fri, 1 Mar 2002 04:08:21 +0100:


> Da es schon so spät ist und ich heute irgendwo gelesen habe, daß im TV ab
> 1.00 Uhr Pornogravieh erlaubt sei, hier noch dies:
>

> ...

Jetzt trau ich mich auch:

Wenn wir uns auf Weiber legen,
ist es ihrer Leiber wegen.

Ich wurde mal von Mitsäufern aufgefordert, mir einen säuischen Vers
einfallen zu lassen, und da fiel mir dieser ein.

Tschüs!

Arnulf
--
http://www.hacktory.de

Tassilo Halbritter

unread,
Mar 1, 2002, 12:55:00 PM3/1/02
to
In article <1f8doqp.d94a4n1jdngb2N%ra...@free-photons.de>, Ralf R. Radermacher

<URL:mailto:ra...@free-photons.de> wrote:
> Tassilo Halbritter <usene...@gmx.de> wrote:
>
> > ...lattengitterkotter. Weil es ein Hottentottenstottertrottel war,
> > der erwischt wurde.
>
> ..und das mußt Du Dir jetzt noch in Mettmann... pardon... Me'mann
> vorlesen lassen.
>
> Denn da ha'n die Ho'ntto'n früher Ma'n inne Hü'n statt Be'n... ;)
>
> Falls Du Dir's notieren willst... Da has'n Ze'l. :)
>
> Ralf
>

Ich habe Freunde in Mettmann (meinst Du das Neandertalische?) und war schon öfter dort, das stumme tt ist mir noch nicht aufgefallen!
Mag sein, daß mitn Ausländer kein Platt geredet wird.

Tassilo Halbritter

unread,
Mar 1, 2002, 1:06:15 PM3/1/02
to
In article <a5oehd$ab4$1...@epsilon.on-luebeck.de>, Arnulf Sopp


Weicher Schanker?
Erst scherzt' er mit dem dreisten Lieschen,
dann schmerzten ihn die Leistendrüschen ...

Verlorne Liebesmüh?
Sie lagen unterm Plachenwagen
und mußten sich mit einem Wachen (= Weichen) plagen!

etc.

Diedrich Ehlerding

unread,
Mar 1, 2002, 12:56:27 PM3/1/02
to
Olaf Skibbe <ski...@nexgo.de> meinte:

>
> Gabs schonmal einen Schüttelreimthread oder ist das die Gelegenheit,
> einen zu eröffnen? Aber nicht die ollen Kamellen (jetzt keine Etümologie),

Nicht von mir; ob er neu ist weiß ich nicht, aber er war jedenfalls
in meinem Bekanntenkreis nicht allgemein verbreitet:

Maus heißt er.
Er ist Hausmeister.
Im Keller meist haust er,
und wie es heißt, maust er.

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD auf den üblichen Servern
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3

Verena Guenther Goedde

unread,
Mar 1, 2002, 2:20:45 PM3/1/02
to

"Arnulf Sopp" <arn...@hacktory.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a5oehd$ab4$1...@epsilon.on-luebeck.de...

> Jetzt trau ich mich auch:
>
> Wenn wir uns auf Weiber legen,
> ist es ihrer Leiber wegen.

Dann will ich mich auch mal trauen:

Was ihr da schreibt zur Frauenlust
erzeugt bei Frau'n nur lauen Frust.

> Ich wurde mal von Mitsäufern aufgefordert, mir einen säuischen Vers
> einfallen zu lassen, und da fiel mir dieser ein.

Ich verzichte auf eine entschuldigende Erklärung, danke aber für die
Anregung zum Mitdichten.

Viele Grüße
Verena

Olaf Skibbe

unread,
Mar 1, 2002, 3:13:43 PM3/1/02
to
Verena Guenther Goedde <ggbol...@t-online.de> wrote:

> Was ihr da schreibt zur Frauenlust
> erzeugt bei Frau'n nur lauen Frust.

Doch ein richt'ger Leiber-Wust
Erregt bei manchen Weibern Lust

(naja, nicht sehr elegant)

O.

Tilman Heckel

unread,
Mar 1, 2002, 5:21:31 PM3/1/02
to
Sebastian Koppehel <ba...@bastisoft.de> wrote:

> > In welcher Sprache?
>
> Plattdeutsch, von nokieken = nachgucken.

Danke
Til

Olaf Skibbe

unread,
Mar 1, 2002, 6:10:48 PM3/1/02
to
Habt ihr schon ausgeschüttelt?

Würde gern den Musik-Schüttel-Thread eröffnen mit

Im Kirchenchor gib's Bier vom Faß,
betrunken sind schon vier vom Baß.

und einen kleinen Wettbewerb eröffnen (Preis noch nicht ausgelobt, wer ist
reich?): Die Bachkantate mit der Zeile

"Wenn mich der Herrgott scheiden heißt"

hat mir schon eine Weile zu denken gegeben: Von Bach ist aus den wenigen
schriftlichen Dokumenten, die es von ihm gibt, bekannt, daß er einen Hang
zum Worwitz hatte. Wollte er uns hier einen angeschüttelten unvollendeten
Schüttelreim hinterlassen? Wer kann am besten vervollständigen?

Voller Spannung
O.

Martin Steinruecken

unread,
Mar 2, 2002, 3:50:04 PM3/2/02
to
Olaf Skibbe schrieb:

(räusper): Was mir dereinst wie Seide gleißt,
Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
Sind Fugen, leuchtend über's Ende.
...Und bald tritt Dylan aufs Gelände.

Schwerer Job, aber: M.

Ralf R. Radermacher

unread,
Mar 2, 2002, 3:55:11 PM3/2/02
to

...und wo wir gerade dabei sind, einiges in's Jenseits zu befördern,
hier noch einer aus der zoologischen Abteilung:

Er würgte eine Klapperschlang,
bis ihre Klapper schlapper klang.

Tassilo Halbritter

unread,
Mar 2, 2002, 6:02:27 PM3/2/02
to
In article <1f8fu05.1e32mrj1hr6om6N%ra...@free-photons.de>, Ralf R. Radermacher

<URL:mailto:ra...@free-photons.de> wrote:
>
> ...und wo wir gerade dabei sind, einiges in's Jenseits zu befördern,
> hier noch einer aus der zoologischen Abteilung:
>
> Er würgte eine Klapperschlang,
> bis ihre Klapper schlapper klang.
>
> Ralf
>

Den kenn ich flüssiger so:

Es klapperten die Klapperschlangen
bis ihre Klappern schlapp erklangen!

Kerstin Kliß

unread,
Mar 3, 2002, 7:28:58 AM3/3/02
to
Er lernte sie mit Perlen kennen,
jetzt geht sie mit den Kerlen pennen.


Gruß,
Kerstin

Olaf Skibbe

unread,
Mar 3, 2002, 8:11:42 AM3/3/02
to
Kerstin Kliß <kersti...@gmx.de> wrote:
> Er lernte sie mit Perlen kennen,
> jetzt geht sie mit den Kerlen pennen.

Du kennst die Wirkung von Perlen auf Männer? Siehe bzw. höre Helge
Schneiders "Phantasie in blau".

Gruß
O.

Rainer Schneehorst

unread,
Mar 3, 2002, 9:11:52 AM3/3/02
to

"Ralf R. Radermacher" schrieb:

> ..und das mußt Du Dir jetzt noch in Mettmann... pardon... Me'mann
> vorlesen lassen.
>
> Denn da ha'n die Ho'ntto'n früher Ma'n inne Hü'n statt Be'n... ;)
>
> Falls Du Dir's notieren willst... Da has'n Ze'l. :)
>
> Ralf
>


Gibt's für das "Me'manner T" (ich kenne es gut aus dem benachbarten
Wuppertal) einen wissenschaftlichen Ausdruck?

Rainer Schneehorst

Hans Pesserl

unread,
Mar 3, 2002, 5:20:21 PM3/3/02
to
Hallo,

Kerstin Kliß schrieb:


>
> Er lernte sie mit Perlen kennen,
> jetzt geht sie mit den Kerlen pennen.

Schwechater, recht hat er

falsch...

Recht hat sie ;-)

Liebe gruesse

Hans

>
> Gruß,
> Kerstin

Arnulf Sopp

unread,
Mar 3, 2002, 6:55:40 PM3/3/02
to
Olaf Skibbe <ski...@nexgo.de>

schrieb am Fri, 1 Mar 2002 01:42:28 +0100:


> Gabs schonmal einen Schüttelreimthread oder ist das die Gelegenheit,
> einen zu eröffnen?

Nun ist er bereits eröffnet.

Das längste mir bekannte Schüttelgereimte ist das Nibelungenlied in
der Fassung von Rolf Vatke. Ich habe es auf CD, gesprochen von
Hanns-Dieter Hüsch, unterlegt mit parodistischen Wagner-Motiven von
Funtastix.

Hier ein Auszug, der sich thematisch an die meisten der bisher hier
vorgestellten Schüttelreime anlehnt:

Doch Siegfried, der mit Kraft beschäftigt,
hat seine Meisterschaft bekräftigt.
Getarnt er bei Brunhilde weilte,
von Hochmut so die Wilde heilte,
hat Gunters Ehepflicht genügt
auf einem Feld, das nicht gepflügt.
Er konnte dabei spüren keck
durchwachsenen Walkürenspeck.

Verena Guenther Goedde

unread,
Mar 4, 2002, 8:13:55 AM3/4/02
to

"Olaf Skibbe" <ski...@nexgo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:op1p5a...@ID-126119.user.dfncis.de...
> Habt ihr schon ausgeschüttelt?

> > > "Wenn mich der Herrgott scheiden heißt"
> > hat mir schon eine Weile zu denken gegeben: Wer kann am besten
vervollständigen?

Hallo Olaf!

Natürlich könnte man ganz gemein meinen, vielleicht liebst du die etwas
derbere und weniger elegante Variante, dann wäre ja nahe liegend:

Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
er sogleich auf alle Heiden scheißt.

Aber vielleicht geht's doch noch ein bisschen stilvoller mit:

Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
er meine Leiden noch lobpreist,
was den Heiden nur beweist:
den Herrgott meiden sollst du meist.

Viele Schüttelgrüße - völlig unzweideutig gemeint -
Verena


Florian Ritter

unread,
Mar 4, 2002, 11:41:24 AM3/4/02
to
Arnulf Sopp <arn...@hacktory.de> schreibt:


> Das längste mir bekannte Schüttelgereimte ist das Nibelungenlied in
> der Fassung von Rolf Vatke. Ich habe es auf CD, gesprochen von
> Hanns-Dieter Hüsch, unterlegt mit parodistischen Wagner-Motiven von
> Funtastix.
>
> Hier ein Auszug, der sich thematisch an die meisten der bisher hier
> vorgestellten Schüttelreime anlehnt:
>
> Doch Siegfried, der mit Kraft beschäftigt,
> hat seine Meisterschaft bekräftigt.
> Getarnt er bei Brunhilde weilte,
> von Hochmut so die Wilde heilte,
> hat Gunters Ehepflicht genügt
> auf einem Feld, das nicht gepflügt.
> Er konnte dabei spüren keck
> durchwachsenen Walkürenspeck.

Sehr hübsch ist auch das Buch 'Die Opern Richard Wagners im Lichte des
deutschen Strafrechts'. Verf. - Namen erinnere ich nicht mehr - war beim
Erscheinen dieses epochalen Werks noch im Auswärtigen Dienst, später
Redakteur bei der FAZ; sein jüngstes, sehr schwaches Buch, handelt
mW von Attentaten in der Geschichte - FR

Michael Pronay

unread,
Mar 4, 2002, 12:10:04 PM3/4/02
to
Florian Ritter <flor...@yahoo.com> wrote:

> Sehr hübsch ist auch das Buch 'Die Opern Richard Wagners im Lichte
> des deutschen Strafrechts'. Verf. - Namen erinnere ich nicht mehr -
> war beim Erscheinen dieses epochalen Werks noch im Auswärtigen
> Dienst, später Redakteur bei der FAZ; sein jüngstes, sehr schwaches
> Buch, handelt mW von Attentaten in der Geschichte - FR

| Pidde, Ernst von (Pseudonym). Wagners Musikdrama "Der Ring des
| Nibelungen" im Lichte des deutschen Strafrechts. Frankfurt,
| Bärmeier & Nickel, 1968.

Aus dem Klappentext:

| "Tatenlos schauen Gunthers Mannen der Ermordung Siegfrieds zu.
| Mord, Totschlag, Tierquälerei, Jungfraueneinschläferung - eine
| Straftat jagt die andere in Richard Wagners Musikdrama "Der Ring
| des Nibelungen". Sieht so eine "saubere Oper" aus? Dürfen wir
| zulassen, daß Jugendliche sich derartige Szenen ansehen? Ist
| Richard Wagner noch zu retten? Mit diesen Fragen setzt sich Ernst
| von Pidde kühn und furchtlos auseinander."

M.

Florian Ritter

unread,
Mar 5, 2002, 7:14:42 AM3/5/02
to
Michael Pronay <pro...@gmx.at> schreibt: > Florian Ritter <flor...@yahoo.com> wrote:
>
> > Sehr hübsch ist auch das Buch 'Die Opern Richard Wagners im Lichte
> > des deutschen Strafrechts'. Verf. - Namen erinnere ich nicht mehr -
> > war beim Erscheinen dieses epochalen Werks noch im Auswärtigen
> > Dienst, später Redakteur bei der FAZ; sein jüngstes, sehr schwaches
> > Buch, handelt mW von Attentaten in der Geschichte - FR
>
> | Pidde, Ernst von (Pseudonym). Wagners Musikdrama "Der Ring des
> | Nibelungen" im Lichte des deutschen Strafrechts. Frankfurt,
> | Bärmeier & Nickel, 1968.

Ja, das Pseudonym wurde aber bald geliftet, wohl auch wegen des
großen Erfolgs (allerdings nicht an der Auflagenhöhe gemessen) und Verf.
hat im weiteren dieses Pseudonym auch nicht mehr verwendet.
Mir will aber der Klarname nicht einfallen.

Und dennoch schlug die Liebe mir
Ins wilde Jägerblut: FR

Olaf Skibbe

unread,
Mar 5, 2002, 6:47:08 PM3/5/02
to
Martin Steinruecken <M.C.Stei...@t-online.de> wrote:

> (räusper): Was mir dereinst wie Seide gleißt,
> Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
> Sind Fugen, leuchtend über's Ende.
> ...Und bald tritt Dylan aufs Gelände.

Das ist ja sehr schön, aber... ich bin ganz verunsichert: Ich dachte,
Schüttelreim würde man nur solche Reime nennen, bei denen die
Anfangsbuchstaben der Endsilben ausgetauscht werden (Du bist -- Buddhist).
Die Silben müssen nicht direkt aufeinanderfolgen und es können auch
mehrere Buchstaben ausgetauscht werden (ganz zu schweigen - ...).
Entscheidend ist der Klang, wie bei Reimen ja üblich.

Ist das allgemein anerkannt, oder kursieren da noch andere Definitionen?

Gruß
Olaf

Olaf Skibbe

unread,
Mar 5, 2002, 7:04:46 PM3/5/02
to
Verena Guenther Goedde <ggbol...@t-online.de> wrote:

> Hallo Olaf!

> Natürlich könnte man ganz gemein meinen, vielleicht liebst du die etwas
> derbere und weniger elegante Variante, dann wäre ja nahe liegend:

> Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
> er sogleich auf alle Heiden scheißt.

> Aber vielleicht geht's doch noch ein bisschen stilvoller mit:

> Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
> er meine Leiden noch lobpreist,
> was den Heiden nur beweist:
> den Herrgott meiden sollst du meist.

Auch hier habe ich, wie in der Antwort auf Martin Steinruecken
<a5rdqv$uua$07$1...@news.t-online.com> schon gesagt, Bedenken, ob man das
einen Schüttelreim nennen kann. Vielleicht können wir uns ja erstmal über
die Definition einig werden?

Die Frage, ob man der Kantatenzeile unter Umgehung der derben Variante
beikommen könne, war es, die mich bewog, sie euch vorzuwerfen. Ich hatte
bisher nur zusammengestümpert

Wenn mich der Herrgott scheiden heißt

obschon ich spielte Haydn meißt,
dann, weil ER sehr auf Haydn scheißt:
ER mich nun Haydn meiden heißt.

Am Rande: Ich sah mal den Reim

Manch alter Bayer hat am After Schorff
doch wahre Afterwerke schafft der Orff!

der angeblich von einem Komponisten-Konkurrenten stammt. Weiß wer woher?

> Viele Schüttelgrüße - völlig unzweideutig gemeint -

Schade um die nicht vorhandene Zweideutigkeit.
Gruß!
Olaf

João Luiz

unread,
Mar 5, 2002, 8:53:42 PM3/5/02
to
Sebastian Koppehel schrieb:

> Wie oft schon wurden Potentaten,
> die anfangs schönste Taten boten
> und als des Fortschritts Boten taten,
> dann von Millionen Toten Paten!

Erinnert mich den jiddischen Witz (Tate = Vater):

Was ist der Unterschied zwischen Baron Rothschild, Kaiser Wilhelm II. und
Zar Nikolaus Il.?
Rothschild hatte einen reichen Taten, Wilhelm einen tatenreichen Taten
und der Zar einen attentatenreichen Taten.

JL

Verena Guenther Goedde

unread,
Mar 6, 2002, 7:56:12 AM3/6/02
to

"Olaf Skibbe" <osk...@nexgo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:uem36a...@ID-126119.user.dfncis.de...

> Verena Guenther Goedde <ggbol...@t-online.de> wrote:
>
> > > Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
> > er sogleich auf alle Heiden scheißt.
>
> >
> Die Frage, ob man der Kantatenzeile unter Umgehung der derben Variante
> beikommen könne, war es, die mich bewog, sie euch vorzuwerfen. Ich
hatte
> bisher nur zusammengestümpert
>
> Wenn mich der Herrgott scheiden heißt
> obschon ich spielte Haydn meißt,
> dann, weil ER sehr auf Haydn scheißt:
> ER mich nun Haydn meiden heißt.
>
Hallo Olaf!
Ich denke, du hast Recht mit deiner Anmerkung.
Meyers Taschenlexikon - sicher kein Fachwerk, aber immerhin ein
Hinweis - schreibt sinngemäß:
Doppelreim: wird aus 2 aufeinanderfolgenden, selbstständig reimenden
Wortpaaren gebildet.
Sonderform: Schüttelreim: die Anfangskonsonanten oder auch -silben der
am Reim beteiligten Wörter werden ausgetauscht, so dass eine neue,
sinnvolle Wortfolge entsteht.
Klingt sogar noch komplizierter.
Da wären wir doch wieder bei der weniger niveauvollen Variante, wenn wir
uns nicht mit den sog. Doppelreimen begnügen wollen. Is eben nix mit
Schöngeisterei im Leben.
Viele Doppel-Schüttel-Reim-Grüße
Verena


Wolf Busch

unread,
Mar 6, 2002, 9:51:04 AM3/6/02
to
Verena Guenther Goedde schrieb:


> "Olaf Skibbe" <osk...@nexgo.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:uem36a...@ID-126119.user.dfncis.de...
> > Verena Guenther Goedde <ggbol...@t-online.de> wrote:
> >
> > > > Wenn mich der Herrgott scheiden heißt,
> > > er sogleich auf alle Heiden scheißt.
> >
> > >
> > Die Frage, ob man der Kantatenzeile unter Umgehung der derben Variante
> > beikommen könne, war es, die mich bewog, sie euch vorzuwerfen. Ich
> > hatte
> > bisher nur zusammengestümpert
> >
> > Wenn mich der Herrgott scheiden heißt
> > obschon ich spielte Haydn meißt,
> > dann, weil ER sehr auf Haydn scheißt:
> > ER mich nun Haydn meiden heißt.
> >
> Hallo Olaf!
> Ich denke, du hast Recht mit deiner Anmerkung.
> Meyers Taschenlexikon - sicher kein Fachwerk, aber immerhin ein
> Hinweis - schreibt sinngemäß:
> Doppelreim: wird aus 2 aufeinanderfolgenden, selbstständig reimenden
> Wortpaaren gebildet.

Ja, ein Doppelreim wäre beispielsweise:

... scheiden heißt
... leiden meist

> Sonderform: Schüttelreim: die Anfangskonsonanten oder auch -silben der
> am Reim beteiligten Wörter werden ausgetauscht, so dass eine neue,
> sinnvolle Wortfolge entsteht.
> Klingt sogar noch komplizierter.

Ist es auch. ;-) Im Gegensatz zum Doppelreim hat man beim
Schüttelreim nicht viel Auswahl, wenn ein Reim vorgegeben ist.

In der oben erwähnten Definition im Meyer ist nur vom
konsonantischen Schüttelreim die Rede (bei dem übrigens nicht
unbedingt die Anfangskonsonanten ausgetauscht werden müssen, der
Wechsel von Binnen- oder Endkonsonanten ist ebenso möglich).
Es gibt auch noch den vokalischen Schüttelreim, dort werden,
wie der Name schon sagt, nicht die (Anfangs-)Konsonanten, sondern
die Vokale vertauscht, z. B.:

Musenlieder - miesen Luder
Mitternacht - matter nicht

Das ergibt allerdings keinen Endreim. Wenn man aber den
konsonantischen mit dem vokalischen Schüttelreim kombiniert,
dann reimt sich das auch:

Das war das Fräulein Liebetraut,
das an den Folgen einer Traube litt.
Da wurden ihr im Magen Triebe laut,
weshalb sie schnell in eine Laube tritt.

Dieser Doppelschüttelreim ist von Erich Mühsam. »Liebetraut«
wird zunächst konsonantisch geschüttelt: »Triebe laut«. Diese
beiden Wörter werden dann noch einmal vokalisch geschüttelt:
Liebetraut -> Laube tritt
Triebe laut -> Traube litt

Diese Doppelschüttelreime sind sehr schwer zu konstruieren, es
sollte ja dabei etwas einigermaßen Sinnvolles herauskommen.

Der folgende Vierzeiler von Wilhelm Pinder ist ebenfalls eine
Kombination von konsonantischem und vokalischem Schüttelreim:

Den Arm um sie geschlungen zag,
fragt er mit sanftem Zungenschlag:
Was war das für ein Schlangenzug,
der mich in deine Zangen schlug?

Schöne Grüße,
Wolf

Verena Guenther Goedde

unread,
Mar 7, 2002, 5:14:52 AM3/7/02
to

"Wolf Busch" <tei...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a65aht$bqdnh$1...@ID-37554.news.dfncis.de...
Hallo Wolf,
vielen Dank für deine Hinweise. Ich denke, jetzt haben wir die
Definition.
Ich für meinen Teil bleib nun bei den Doppelreimen. Da kann man
wenigstens noch was reimen, was ein bisschen Sinn und Verstand hat, ohne
stundenlang zu grübeln.
Viele Grüße
Verena


Helmut Richter

unread,
Mar 8, 2002, 10:15:32 AM3/8/02
to
In article <a65aht$bqdnh$1...@ID-37554.news.dfncis.de>, Wolf Busch wrote:

> Das war das Fräulein Liebetraut,
> das an den Folgen einer Traube litt.
> Da wurden ihr im Magen Triebe laut,
> weshalb sie schnell in eine Laube tritt.

Den schönsten finde ich immer noch den zu Ehren des österreichischen
Dirigenten Mottl:

Spielt der Mottl den Tristan,
hör dir nicht von dem Trottel den Mist an.
Schaff dir ein Drittel Most an
und trink dir mit dem Mittel Trost an.

Helmut Richter

Tassilo Halbritter

unread,
Mar 8, 2002, 12:31:22 PM3/8/02
to
In article <slrna8hlcj....@lxhri01.lrz.lrz-muenchen.de>,

Der kürzeste und reinste Vierfachschüttler ist folgender (wenn auch
nicht ganz jugendfrei):

Auf der Liebesreise
sprach der Leibesriese
zu ihr: Reib es Liese!
Und sie rieb es leise!


Wer macht ein Haiku-Verslein draus?

Bernd Gramlich

unread,
Mar 8, 2002, 4:08:39 PM3/8/02
to
Helmut Richter wrote:

> Den schönsten finde ich immer noch den zu Ehren des österreichischen
> Dirigenten Mottl:
>
> Spielt der Mottl den Tristan,
> hör dir nicht von dem Trottel den Mist an.
> Schaff dir ein Drittel Most an
> und trink dir mit dem Mittel Trost an.

Von diesem Spottgedicht gibt es im Netz zahlreiche Versionen, aber
keine davon hält irgendein vernünftiges Versmaß ein. Da ich auch nicht
weiß, wie das Original lautet, will ich zumindest einmal jene saubere
Fassung wiedergeben, die ich einst als Schüler lernte:

Was gehst du nur in Mottels Tristan
und schaust dir dieses Trottels Mist an?
Geh, schaff dir doch ein Drittel Most an


und trink dir mit dem Mittel Trost an

--
Bernd Gramlich Quod scripsi, scripsi.

Michael Pronay

unread,
Mar 8, 2002, 6:39:02 PM3/8/02
to
Tassilo Halbritter <usene...@gmx.de> wrote:

> zu ihr: Reib es Liese!

Da fehlt ein Komma: "Reib es, Liese!"

M.

Michael Pronay

unread,
Mar 8, 2002, 6:40:59 PM3/8/02
to
a28...@mail.lrz-muenchen.de (Helmut Richter) wrote:

> Den schönsten finde ich immer noch den zu Ehren des österreichischen
> Dirigenten Mottl:

Der gute Mottl hieß Felix.

M., dessen Schulweg nicht nur die Felix-Mottl-Straße kreuzte, sondern
der eine Zeitlang auch daselbst wohnte.

Tassilo Halbritter

unread,
Mar 9, 2002, 12:14:42 AM3/9/02
to
In article <ant08172...@risc.233t.sarm>, Tassilo Halbritter
<URL:mailto:usene...@gmx.de> wrote:

>
> Der kürzeste und reinste Vierfachschüttler ist folgender (wenn auch
> nicht ganz jugendfrei):
>
> Auf der Liebesreise
> sprach der Leibesriese

> zu ihr: Reib es, Liese!


> Und sie rieb es leise!
>
>
> Wer macht ein Haiku-Verslein draus?
>

Alles muß man selber machen!

Liebesreiselust.
Liese rieb ihrem Riesen
im Mai einen ab.

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