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Aussprache "Genre"

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F. Newman

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
Hallo!
Ich bin Schüler, und wundere mich oft über die _unfranzösische_ Aussprache
des Wortes "Genre" einiger Deutschlehrer.
Da hier ja auch einige vertreten sind, erhoffe ich mir endlich eine
eindeutige Lösung (zur Not gibt's eine Mehrheitsentscheidung).

Alle Möglichkeiten bitte an f.ne...@gmx.de oder in diese NG.

MfG, ich...

--
"Verliere deine Fragen und du findest die Antworten."

Peter Brixius

unread,
Oct 25, 1998, 2:00:00 AM10/25/98
to
Klaer mich mal auf - wie kann man es denn anders als frz. aussprechen 8-?
Also - es kommt aus dem Franzoesischen und sollte auch so ausgesprochen
werden. Entweder macht man sich einen Insider-Scherz (verballhornt die
Aussprache à la ungebildet) oder man ist es ...
Gruss Peter
F. Newman schrieb in Nachricht <70qr4n$lm1$1...@news02.btx.dtag.de>...

Manfred Russ

unread,
Oct 26, 1998, 3:00:00 AM10/26/98
to
Am Sun, 25 Oct 1998 22:28:18 +0100 schrieb Peter Brixius:

> F. Newman schrieb in Nachricht <70qr4n$lm1$1...@news02.btx.dtag.de>...

> >Ich bin Schüler, und wundere mich oft über die _unfranzösische_ Aussprache


> >des Wortes "Genre" einiger Deutschlehrer.

> Klaer mich mal auf - wie kann man es denn anders als frz. aussprechen 8-?


> Also - es kommt aus dem Franzoesischen und sollte auch so ausgesprochen
> werden.

Ich könnte mir vorstellen, daß es Leute gibt, die das wie 'Schenre'
oder 'Schengr@' aussprechen.
(Sorry, ich kann kein ascii-hiphop, oder wie das heißt...)

--
winterliche Grüße,

Manfred

Gerald Endres

unread,
Oct 27, 1998, 3:00:00 AM10/27/98
to
gag...@gmx.de (W.Meyer-v. Gagern) schrieb:

>Ich hab's bis eben auch nicht glauben wollen, dass es eine
>'eingedeutschte' Aussprache gibt, musste sie mir aber eben im Fernsehen
>anhören. Hörte sich etwa so an: Gen-Reh

Im Osten Deutschlands einschließlich West-Berlin gibt es noch ein
Spezial-Französisch. Genre hört sich dabei ungefähr wie "Schanger" an,
und das ist nicht nur in der Umgangssprache so: "Schanger" wird von
Journalisten östlicher Herkunft häufig gebraucht, und genau so
sprechen sie es auch vor dem Mikrofon aus.
-Und wenn es in Radio und Fernsehen so zu hören ist, werden es viele
Deutschlehrer ebenfalls auf diese Weise sprechen.

Gruß
Gerald

--
http://www.snafu.de/~endres/


Ralf Heinrich Arning

unread,
Oct 27, 1998, 3:00:00 AM10/27/98
to

Peter Brixius wrote:

> Klaer mich mal auf - wie kann man es denn anders als frz. aussprechen 8-?

> […]


> F. Newman schrieb in Nachricht <70qr4n$lm1$1...@news02.btx.dtag.de>...

> >Hallo!


> >Ich bin Schüler, und wundere mich oft über die _unfranzösische_ Aussprache
> >des Wortes "Genre" einiger Deutschlehrer.

Mich irritiert eine Ausprache von Genre, die ich in Berlin meistens im Radio
höre:/'Zan^R/
/R/ steht hier für einen Vokal, nicht für einen Reibelaut, für den Laut, den
viele deutsche Sprecher am Ende von Wörtern auf -er einsetzen. Und das ist im
Vergleich zur französischen Ausprache auch der wesentliche Unterschied.

Ralf

--
Konrad Adenauer, 82, sagte am 23. Januar in seiner Bundestagsrede, die 42
Minuten dauerte, sechsundfünfzigmal "Meine Damen und Herren".
(SPIEGEL 7/1958, S. 48)

Sebastian Bähr

unread,
Nov 3, 1998, 3:00:00 AM11/3/98
to
> Im Osten Deutschlands einschließlich West-Berlin gibt es noch ein
> Spezial-Französisch. Genre hört sich dabei ungefähr wie "Schanger" an,
> und das ist nicht nur in der Umgangssprache so: "Schanger" wird von
> Journalisten östlicher Herkunft häufig gebraucht, und genau so
> sprechen sie es auch vor dem Mikrofon aus.
> -Und wenn es in Radio und Fernsehen so zu hören ist, werden es viele
> Deutschlehrer ebenfalls auf diese Weise sprechen.

*wunder* Wie soll man es denn sonst aussprechen?

SB


Gerald Endres

unread,
Nov 3, 1998, 3:00:00 AM11/3/98
to
"Sebastian Bähr" <sba...@rcs.urz.tu-dresden.de> schrieb:

>*wunder* Wie soll man es denn sonst aussprechen?

Hallo Sebastian,
die flapsige Antwort lautet: "auf französisch".
Mein Problem bei der Suche nach einer informativeren Antwort besteht
jetzt darin, daß ich die richtigen Lautschriftzeichen und die
Fachterminologie nicht beherrsche, und es mit meinen
Französisch-Kentnissen auch nicht weit her ist.
Ich versuche es mal so (und bitte um Korrektur):
Das "en" von "Genre" wird nicht, wie in der Ex-DDR üblich, als "ang"
gesprochen, sondern als ein nasaliertes "a", das "-re" am Ende wird
nicht zum "-er", sondern zu einem "r" mit einem nachklingenden,
stumpfen Auslaut irgendwo zwischen dem deutschen "e" und "ö"
(vergleichbar dem "e" in der korrekten Aussprache der deutschen
Endsilbe "-en")

Deine Reaktion bestätigt übrigens meine Aussage: Die Aussprache
"Schanger" wird in der ehemaligen DDR als hochsprchlich und korrekt
angesehen.

Martin Gerdes

unread,
Nov 3, 1998, 3:00:00 AM11/3/98
to
"Sebastian Bähr" <sba...@rcs.urz.tu-dresden.de> schrieb:

>> Im Osten Deutschlands einschließlich West-Berlin gibt es noch ein
>> Spezial-Französisch. Genre hört sich dabei ungefähr wie "Schanger" an,

>*wunder* Wie soll man es denn sonst aussprechen?

Weiches "sch" am Anfang; langes, nasaliertes "a" und r, also
etwa "scha~r" (ASCII-pur, phonetische Zeichen gehen hier
nicht)

Just dieses Wort wird auf einer Platte der Semperhouse-
Jazz-Band "Schanger" gesprochen. Ich kann mir schon
vorstellen, daß diese Sprechweise bei Euch gängig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Gerdes


Sibylle Gillabert

unread,
Nov 7, 1998, 3:00:00 AM11/7/98
to

Sebastian Bähr schrieb in Nachricht
<363EE0CB...@rcs.urz.tu-dresden.de>...

>> Im Osten Deutschlands einschließlich West-Berlin gibt es noch ein
>> Spezial-Französisch. Genre hört sich dabei ungefähr wie "Schanger" an,
>> und das ist nicht nur in der Umgangssprache so: "Schanger" wird von
>> Journalisten östlicher Herkunft häufig gebraucht, und genau so
>> sprechen sie es auch vor dem Mikrofon aus.
>> -Und wenn es in Radio und Fernsehen so zu hören ist, werden es viele
>> Deutschlehrer ebenfalls auf diese Weise sprechen.
>
>*wunder* Wie soll man es denn sonst aussprechen?
>
>SB
>
Hallo Sebastian.
Das "Spezial-Französisch" gibt es auch hier in Hamburch!!
Die Lautsprache weiter unten (Gerald Endres) ist richtig. Aber die
französischen Nasallaute
sind das Schwierigste und "Schanger" stört mich überhaupt nicht. Im
Gegenteil. Man sagt ja auch allüberall Klienteeel und nicht Klientäääl wie
es der clientèle weit näherkäme. Viel eher stört mich wenn Nasallaute dort
plaziert werden, wo sie nicht hingehören, wie in Citroen; gesprochen also
nicht Citroang sondern Citroennnn.

Sibylle

--


Michael Pronay

unread,
Nov 7, 1998, 3:00:00 AM11/7/98
to
Sibylle Gillabert schrieb in Nachricht
<3643a...@m3-hh-alpha.03.net>...

>Viel eher stört mich wenn Nasallaute dort plaziert werden,
>wo sie nicht hingehören, wie in Citroen; gesprochen also
>nicht Citroang sondern Citroennnn.

Ich geb' Dir recht, allerdings ist da die Autofirma nicht
ganz unschuldig daran, weil sie die ursprünglich auf dem
e stehenden Trema-Punkte ("Citroën") aus irgendwelchen
dubiosen Marketinggründen unter den Tisch fallen hat lassen.

Michael


Christian Feldhaus

unread,
Nov 7, 1998, 3:00:00 AM11/7/98
to
Michael Pronay <pro...@teleweb.at> wrote:

> Ich geb' Dir recht, allerdings ist da die Autofirma nicht
> ganz unschuldig daran, weil sie die ursprünglich auf dem
> e stehenden Trema-Punkte ("Citroën") aus irgendwelchen
> dubiosen Marketinggründen unter den Tisch fallen hat lassen.

So ganz dubios waren diese Gründe wohl nicht, denn solche
"Sonderzeichen" machen sich in international verwendeten Markennamen
nicht sonderlich gut. Im Englischen macht sich das Weglassen der Punkte
bei der Aussprache ohnehin nicht bemerkbar. Der Name dürfte auch so
etabliert sein, daß niemand auf die Idee käme, ihn niederländisch
"-trun" oder deutsch "-trön" auszusprechen ...

Der Reifenhersteller Michelin hingegen hat im deutschen Sprachraum
seinen französischen Ursprung über Bord geworfen. Die sagen, zum
Beispiel in TV-Werbespots, doch tatsächlich "Mi-che-lin", ohne jeden
Anflug von Nasalität. Irgendwann wird man die Michelin-Werke wohl für
einen Arzneimittelproduzenten halten ;-)

Tschüs,
Christian

Raimar

unread,
Nov 8, 1998, 3:00:00 AM11/8/98
to
Christian Feldhaus schrieb
[...]

>> weil sie die ursprünglich auf dem e stehenden
>>Trema-Punkte ("Citroën") aus irgendwelchen
>> dubiosen Marketinggründen unter den Tisch
>>fallen hat lassen.
>

[...]


>Der Name dürfte auch so etabliert sein, daß niemand auf
>die Idee käme, ihn niederländisch "-trun" oder
>deutsch "-trön" auszusprechen ...


Doch, ein "Sitro-en" erscheint wohl vielen Leuten zu simpel. Die eine
Hälfte der Sprecher denkt: "Wenn schon ein frz. Wort, dann muß da auch
was Typisches rein, eben ein wenigstens angedeuter Nasal." Die andere
Hälfte läßt sich vom Trema in der Nähe des "o" zu einem deutlichen
"-trön" verführen. Und die dritte Hälfte spricht es richtig aus, kommt
sich aber versnobt und unverstanden vor, hat sogar ein bißchen Angst,
als völlig ungebildet angesehen zu werden, weil die anderen in der
Mehrzahl sind, und geht schließlich den Kompromiß "-tro-eng" ein.

Die Maschinenfabriken in Mulhouse, Firma "Manurhin", hören sich hier oft
wie eine Mischung aus "Mandarin" und "Mandschurei" an, nämlich
"Manjurin", auf der ersten Silbe betont, das "j" wie in "Journal".
Spreche ich das französisch aus, dann ist die Kommunikation u.U.
gestört. Also passe ich mich an.

(Ja, ich weiß, es gibt nur 2 Hälften eines Ganzen. Aber wir machen ja
hier nicht Mathe, gel.)

--
Raimar

Michael Pronay

unread,
Nov 8, 1998, 3:00:00 AM11/8/98
to
Christian Feldhaus schrieb in Nachricht
<1di57ap.121...@as8-pri4.rp-plus.de>...

>
>Michael Pronay <pro...@teleweb.at> wrote:
>
>> Ich geb' Dir recht, allerdings ist da die Autofirma nicht
>> ganz unschuldig daran, weil sie die ursprünglich auf dem

>> e stehenden Trema-Punkte ("Citroën") aus irgendwelchen
>> dubiosen Marketinggründen unter den Tisch fallen hat lassen.
>
>So ganz dubios waren diese Gründe wohl nicht, denn solche
>"Sonderzeichen" machen sich in international verwendeten
>Markennamen nicht sonderlich gut. [...]

Soso. Dann seien wir Herrn Piëch dafür dankbar, daß er uns
das Hácek/Hatschek auf dem S von Skoda ("Škoda") bewahrt hat.
(Auf das c von Hácek gehört übrigens ebfalls ein ebensolches.)
Aber vielleicht mag's daran liegen, daß Piëchs eigener Name
so eine diakritische Besonderheit aufzuweisen hat, sodaß
der Träger auf solche Kleinigkeiten sensibler reagiert als
der Durchschnitt internationaler Marketinggesichter.

Michael
(der auf den Akut auf dem o in seinem Familiennamen nur im
Usenet auf Grund technischer Zwänge verzichtet.)


U. Faigle

unread,
Nov 10, 1998, 3:00:00 AM11/10/98
to
Raimar wrote:

> (Ja, ich weiß, es gibt nur 2 Hälften eines Ganzen. Aber wir machen ja
> hier nicht Mathe, gel.)
>

Es ist ein kurioses Vorurteil, dass es in "Mathe" nur 2 Haelften eines
Ganzen gaebe.

Tatsaechlich ist das Gegenteil richtig: "in Mathe" hat ein Kreis z.B.
unendlich viele
Haelften...

uf

Gernot Zander

unread,
Nov 10, 1998, 3:00:00 AM11/10/98
to
Hi,

in de.etc.sprache.deutsch Eva Zerz <ze...@mathematik.uni-kl.de> wrote:
> : seinen französischen Ursprung über Bord geworfen. Die sagen, zum


> : Beispiel in TV-Werbespots, doch tatsächlich "Mi-che-lin", ohne jeden
> : Anflug von Nasalität. Irgendwann wird man die Michelin-Werke wohl für

> Nicht im deutschen Sprachraum, nur in Deutschland. Vergleiche "Colgate"
> (in D: -gate wie Rate, nicht Bill Gates) und das unschlagbar komische
> "Tupperware" (in D: mit u wie in Butter und -ware wie Ware, nicht Software).
> In Oesterreich versucht man (zugegebenerweise nicht immer erfolgreich),
> diese Markennamen so wie in ihrem jeweiligen Herkunftsland auszusprechen.

Nun, diese Wörter sehen ja auch ziemliche deutsch aus (mit Ausnahme
von Colgate, da aber jeder die Penaten-Creme und Renate kennt, sagt
er vermutlich als Analogie eben Kollgahte.
Aber auch USA wird ganz selbstverständlich deutsch ausgesprochen,
obwohl die Wörter nicht übersetzt wurden wie z.B. bei UdSSR. VSA
sagt aber keiner...
Die Russen hingegen übersetzen und sprechen dann natürlich russisch
Sse Sche A.

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
MMX steht in Wahrheit für Multi_Megaperls_eXtension und die tanzenden
Bekloppten in den lustigen bunten Anzügen in Intels Werbespots sind
in Wirklichkeit nur zu heiß gebadet. (Lars Dannenberg)

Dr. Peter Kittel

unread,
Nov 11, 1998, 3:00:00 AM11/11/98
to
In article <1di57ap.121...@as8-pri4.rp-plus.de> cfel...@rp-plus.de (Christian Feldhaus) writes:
>Michael Pronay <pro...@teleweb.at> wrote:
>
>> Ich geb' Dir recht, allerdings ist da die Autofirma nicht
>> ganz unschuldig daran, weil sie die ursprünglich auf dem
>> e stehenden Trema-Punkte ("Citroën") aus irgendwelchen
>> dubiosen Marketinggründen unter den Tisch fallen hat lassen.
>
>So ganz dubios waren diese Gründe wohl nicht, denn solche
>"Sonderzeichen" machen sich in international verwendeten Markennamen
>nicht sonderlich gut.

Aber es gibt auch Ausnahmen andersrum, und zwar in Form dieser
Band "Möotly Crue" (sp?), die die ö-Punkte rein wegen des bizarren
Aussehens aufgenommen haben und sie meines Wissens *nicht* aussprechen.
Irgendwie doof.

Das erinnert mich an den alten Witz, wo eine Frau Inspirationen für
ein schönes Muster für ihren selbstgestrickten Pullover sucht und in
der Speisekarte eines China-Restaurants fündig wird. Später läuft
sie dann mit einem Pullover herum, auf dem groß steht "Dies ist ein
besonders leckerer Happen!", halt auf chinesisch, und alle Chinesen
lachen sich schlapp darüber. Ignoranz nennt man sowas wohl.

--
Best Regards, Dr. Peter Kittel // E-Mail:
Private Site in Frankfurt, Germany \X/ peterk @ combo.ganesha.com


Artos

unread,
Nov 11, 1998, 3:00:00 AM11/11/98
to
In article <peter...@combo.ganesha.com>, Dr. Peter Kittel

<URL:mailto:pet...@combo.ganesha.com> wrote:
>
>
> Das erinnert mich an den alten Witz, wo eine Frau Inspirationen für
> ein schönes Muster für ihren selbstgestrickten Pullover sucht und in
> der Speisekarte eines China-Restaurants fündig wird. Später läuft
> sie dann mit einem Pullover herum, auf dem groß steht "Dies ist ein
> besonders leckerer Happen!", halt auf chinesisch, und alle Chinesen
> lachen sich schlapp darüber. Ignoranz nennt man sowas wohl.
>
Variante dazu: Eine Frau sieht in Hongkong bei einer Eingeborenen ein
großes Messingamulett auf der Brust baumeln und vermutet, daß die
Schriftzeichen darauf irgendeinen magischen oder religiösen Bezug haben.
Nach langem Handeln verkauft die Chinesin die Plakette und die Europäerin
trägt sie stolz auf einer Party im Heimatland. Einen anwesenden Sinologen
bittet sie darum, die Schriftzeichen zu übersetzen und der verkündet den
peinlich berührten Umstehenden: "Prostituierte der Stadt Hongkong!"
--
_____ _ _
|__ __|| | | | Tassilo Halbritter http://members.aon.at/auga
| | | |_| | Vienna/AUSTRIA mailto:halbritter_at_acornusers.org
| | | _ | Antispam: Substitute _at_ in my address with @
|_|a |_| |_|a Even a blind pig stumbles across an Acorn now and then

Jaakob Kind

unread,
Nov 11, 1998, 3:00:00 AM11/11/98
to
Dr. Peter Kittel wrote:
>
> >
> >So ganz dubios waren diese Gründe wohl nicht, denn solche
> >"Sonderzeichen" machen sich in international verwendeten Markennamen
> >nicht sonderlich gut.
>
> Aber es gibt auch Ausnahmen andersrum, und zwar in Form dieser
> Band "Möotly Crue" (sp?), die die ö-Punkte rein wegen des bizarren
> Aussehens aufgenommen haben und sie meines Wissens *nicht* aussprechen.
> Irgendwie doof.
>
Weiss jemand, ob "H"aagen Dasz" irgendeine Bedeutung hat, oder soll das
auch nur moeglichst auslaendisch aussehen?
Wie sprechen die Amis das eigentlich?

Jaakob

Martin Roell

unread,
Nov 11, 1998, 3:00:00 AM11/11/98
to

>Weiss jemand, ob "H"aagen Dasz" irgendeine Bedeutung hat, oder soll das
>auch nur moeglichst auslaendisch aussehen?
>Wie sprechen die Amis das eigentlich?

Die Bedeutung weiss ich zwar nicht (ist, glaub' ich einfach ein dänischer
Name), aber die Amis sprechen es "Häägn-Dääsz" aus (sorry, meine Tastatur
hat kein "ess-zett", wie war doch gleich der code dafür?).

Gruss, Martin
«
--
"Wann hält Ulm an diesem Zug?" Albert Einstein

Martin Roell ( mro...@gmx.de ) ab sofort in Dresden!
http://mroell.conk.com Anmeldungen zu meinem PBEM erwuenscht!


Walter Theurer

unread,
Nov 11, 1998, 3:00:00 AM11/11/98
to
Der Name Haegen-Dasz (auf meiner Tastatur gibt es keine " mit Vokalen)
ist von einem New Yorker Speiseeisfabrikant in Brooklyn erfunden worden.
Der Name hat ueberhaupt keine Bedeutung und sollte nur exotisch wirken.
Das tut er auch aber Amerikaner raetseln seit langem ueber die
Bedeutung. Es gab schon Leute, die meinten, irgendeine skandinavische
Abstammung darin zu finden oder, die meinten das Eis sei aus
Skandinavien importiert! Schlecht ist das Zeug gar nicht (bis auf die
popigen Sorten - so "Peaches and Cream" oder "Peanut Butter and Jelly."
Ausgesprochen wird der Name einfach so wie man "Hagen Dass" auf Deutsch
aussprechen wuerde.

Martin Gerdes

unread,
Nov 12, 1998, 3:00:00 AM11/12/98
to
"U. Faigle" <fai...@math.utwente.nl> schrieb:

>> (Ja, ich weiß, es gibt nur 2 Hälften eines Ganzen. Aber wir machen ja

>> hier nicht Mathe, gell.)

>Es ist ein kurioses Vorurteil, dass es in "Mathe" nur 2 Haelften eines
>Ganzen gaebe.

>Tatsaechlich ist das Gegenteil richtig: "in Mathe" hat ein Kreis z.B.
>unendlich viele Haelften...

Zumindest gibt es keine "größere" und keine "kleinere"
Hälfte; das jedenfalls sagte der Lehrer nun zum wiederholten
Mal seiner unaufmerksamen Klasse.

"Aber - was sage ich - die größere Hälfte von Euch paßt ja
sowieso wieder nicht auf. <Seufz>"

U. Faigle

unread,
Nov 12, 1998, 3:00:00 AM11/12/98
to
Martin Gerdes wrote:

> "U. Faigle" <fai...@math.utwente.nl> schrieb:
>
> >> (Ja, ich weiß, es gibt nur 2 Hälften eines Ganzen. Aber wir machen ja
> >> hier nicht Mathe, gell.)
>
> >Es ist ein kurioses Vorurteil, dass es in "Mathe" nur 2 Haelften eines
> >Ganzen gaebe.
>
> >Tatsaechlich ist das Gegenteil richtig: "in Mathe" hat ein Kreis z.B.
> >unendlich viele Haelften...
>
> Zumindest gibt es keine "größere" und keine "kleinere"
> Hälfte; das jedenfalls sagte der Lehrer nun zum wiederholten
> Mal seiner unaufmerksamen Klasse.
>

Man sollte ein Fachgebiet nicht unbedingt an seinen Schullehrern messen.
Der Begriff "halb" wird in der Mathematik durchaus flexibel eingesetzt und
bedeutet nicht unbedingt, dass ein Ganzes in ganz genau zwei gleichgrosse
Teile zerlegt ist. So ist z.B. eine "Halbgruppe" nicht die Haelfte einer
"Gruppe" (egal ob groesser oder kleiner). (Wie auch im Schwaebischen ein
"Halbdackel" nicht die Haelfte eines Dackels ist...)

U. Faigle

Bertel Lund Hansen

unread,
Nov 12, 1998, 3:00:00 AM11/12/98
to
Martin Roell skrev:

>Die Bedeutung weiss ich zwar nicht (ist, glaub' ich einfach ein dänischer
>Name),

Daran zweifle ich. "Haagen" kommt deutsch vor, und "Dasz" haben
wir gar nicht. Wir haben nur Wörter mit z, wenn sie aus anderen
Länder kommen. "Sz" habe ich noch nie in dänischen Wörter
gesehen.

Ich habe eben nachgesachlagen. Im neuen Rectschreibewörterbuch
steht "puszta" - aber das kommt aus Ungarn.

Gruß, Bertel
--
(Meine E-mailadresse darf nicht geändert werden.)

Ralf Eichler

unread,
Nov 12, 1998, 3:00:00 AM11/12/98
to
On 10 Nov 1998 22:50:24 GMT, Wolfgang Schwanke wrote:

>"Vorsprung durk Tecknick", as they say in Germany.

Ja, und "Fa'fignugen" (Fahrvergnügen, Volkswagen). Unsere E-Mail-Freunde
in den USA haben uns damals, als der Spot dort lief, angeschrieben, ob wir
ihnen erklären könnten, was das ist. Man hat gemerkt, die Werbung hat
gewirkt.

R/\LF


Christian Weisgerber

unread,
Nov 12, 1998, 3:00:00 AM11/12/98
to
In article <peter...@combo.ganesha.com>,

Dr. Peter Kittel <pet...@combo.ganesha.com> wrote:

> Aber es gibt auch Ausnahmen andersrum, und zwar in Form dieser
> Band "Möotly Crue" (sp?), die die ö-Punkte rein wegen des bizarren
> Aussehens aufgenommen haben und sie meines Wissens *nicht* aussprechen.

»Mötley Crüe« für »motley crew«, was ein mehr oder minder feststehender
Begriff im Sinn von »ein bunter Haufen« ist. Ebenfalls weithin bekannt
ist »Motörhead«. Die Punkte sind rein kosmetisch.

Das wurde, wie vieles andere in dieser Szene auch, treffend von »Spinal
Tap« parodiert, deren Name ich nur mit fortgeschrittener Unicode-
Unterstützung korrekt wiedergeben könnte - die Punkte sitzen auf dem
»n«.

> Das erinnert mich an den alten Witz, wo eine Frau Inspirationen für
> ein schönes Muster für ihren selbstgestrickten Pullover sucht und in
> der Speisekarte eines China-Restaurants fündig wird.

Vor einer Weile bekam irgendeiner dieser Pariser Modemacher heftig
Zunder, als er seine Kleider gotteslästerlicherweise mit Koransuren
schmückte.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.rhein-neckar.de
carpe librum: books 'n' reviews <URL:http://www.carpe.com/buch/>

Gernot Zander

unread,
Nov 12, 1998, 3:00:00 AM11/12/98
to
Hi,

in de.etc.sprache.deutsch U. Faigle <fai...@math.utwente.nl> wrote:
> > (Ja, ich weiß, es gibt nur 2 Hälften eines Ganzen. Aber wir machen ja

> > hier nicht Mathe, gel.)

> Es ist ein kurioses Vorurteil, dass es in "Mathe" nur 2 Haelften eines
> Ganzen gaebe.

Das wird die größere Hälfte von euch nie verstehen :-)

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Der Mensch ist das einzige Tier, das errötet. Oder es nötig hat.
(Mark Twain)

Radiologische Gemeinschaftspraxis

unread,
Nov 13, 1998, 3:00:00 AM11/13/98
to
Christian Feldhaus wrote:
>
[schnippel]

> Der Reifenhersteller Michelin hingegen hat im deutschen Sprachraum
> seinen französischen Ursprung über Bord geworfen. Die sagen, zum
> Beispiel in TV-Werbespots, doch tatsächlich "Mi-che-lin", ohne jeden
> Anflug von Nasalität. Irgendwann wird man die Michelin-Werke wohl für
> einen Arzneimittelproduzenten halten ;-)
>

Der Kaesehersteller "Bresso" (vormals "Bressot") hat hingegen vor
geraumer Zeit klammheimlich sein "t" ueber Bord geworfen, damit die
Marke nicht als /brE'sot/ oder gar /'brEsot/ ausgesprochen wird.
Leider entzieht es sich meiner Kenntnis, ob sie jetzt /'brEso/
ausgesprochen wird...

Wahrscheinlich sah o.g. Reifenhersteller die Schreibweise "Mieschelaeng"
wohl doch zu albern aus.

Ich warte allerdings noch auf "Haed end schohlders", "Britschstohn" und
"Pempas".

Gruesse,

Alexander

Gerald Endres

unread,
Nov 13, 1998, 3:00:00 AM11/13/98
to
Pruene...@t-online.de (Radiologische Gemeinschaftspraxis) schrieb:

>Der Kaesehersteller "Bresso" (vormals "Bressot") hat hingegen vor
>geraumer Zeit klammheimlich sein "t" ueber Bord geworfen, damit die
>Marke nicht als /brE'sot/ oder gar /'brEsot/ ausgesprochen wird.
>Leider entzieht es sich meiner Kenntnis, ob sie jetzt /'brEso/
>ausgesprochen wird...
>
>Wahrscheinlich sah o.g. Reifenhersteller die Schreibweise "Mieschelaeng"
>wohl doch zu albern aus.

Hallo Alexander,
den Marketingexperten geht es eben nicht darum, ob ein Name nun
richtig oder falsch geschrieben und gesprochen wird, sie wollen
einfach Unsicherheit beim potentiellen Kunden vermeiden.
Wir alle gehen aus Angst vor eine Blamage Wörtern aus dem Weg, von
denen wir nicht wissen, wie wir sie aussprechen sollen.
Wenn Du im Laden stehst und die Wahl zwischen mehreren Artikeln hast,
wirst Du (unbewußt?) nicht gerade den nehmen, der dich vor der
Verkäuferin als Depp dastehen läßt, weil Du die Marke nicht richtig
aussprichst.
Um soche Hemm- und Peinlichkeitsschwellen zu vermeiden, propagiert
Michelin schlicht die "deutsche" Aussprache, hat Bresso die
Schreibweise der gewünschten Aussprache einfach anpaßt, und Daewoo
versuchte die richtige Sprechweise durch penetrantes Dahersingen zu
verbreiten.

Martin Gerdes

unread,
Nov 13, 1998, 3:00:00 AM11/13/98
to
na...@mips.rhein-neckar.de (Christian Weisgerber) schrieb:

>»Mötley Crüe« für »motley crew«, was ein mehr oder minder feststehender
>Begriff im Sinn von »ein bunter Haufen« ist.

"motley" ist das Kleid des Narren, wie Du bei

"The Motley Fool"
http://www.fool.com

nachlesen kannst. Der "bunte Haufen" kommt also hin.

Ingmar Greil

unread,
Nov 13, 1998, 3:00:00 AM11/13/98
to
Thus spake Jaakob Kind <ki...@stochastik.rwth-aachen.de> :

>Weiss jemand, ob "H"aagen Dasz" irgendeine Bedeutung hat, oder soll das
>auch nur moeglichst auslaendisch aussehen?

das ist AFAIK einfach ein name.

>Wie sprechen die Amis das eigentlich?

haagen-das.

ingmar

Sebastian Bähr

unread,
Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
> "Sonderzeichen" machen sich in international verwendeten Markennamen
> nicht sonderlich gut. Im Englischen macht sich das Weglassen der Punkte
> bei der Aussprache ohnehin nicht bemerkbar. Der Name dürfte auch so

> etabliert sein, daß niemand auf die Idee käme, ihn niederländisch
> "-trun" oder deutsch "-trön" auszusprechen ...

Doch, ich! :-( Mit felsenfester Ueberzeugung habe ich immer "-trön"
gesagt. Erschuetternd, wie hier lebenslange Gewissheiten innerhalb von
Sekunden zerstoert werden. :-(

SB

PS: Vielleicht sollte man dochmal einen Franzoesisch-Kurs belegen,
allerdings bin ich jetzt gerade durch Latein ausgelastet :-).


Sebastian Bähr

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Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
> Deutsche Markennamen werden in England uebrigens englisch ausgesprochen.
> Poersil

> , Bi Em Dabbelju

Genau. Als ich das zum ersten Mal hoerte, dachte ich "Bi Em Dabbelju? Was ist das
denn fuer eine Marke? Kenn' ich nicht." :-) Kurz darauf kam aber die Erleuchtung.

SB


volker multhopp

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Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
Sebastian Bähr wrote:

> > , Bi Em Dabbelju

> Genau. Als ich das zum ersten Mal hoerte, dachte ich "Bi Em Dabbelju? Was ist das
> denn fuer eine Marke? Kenn' ich nicht." :-) Kurz darauf kam aber die Erleuchtung.

Das Auto heisst auch "Beamer". Yuppies drive Beamers.

--Volker

Guido Wojaczek

unread,
Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
Sebastian Bähr wrote:

> > Deutsche Markennamen werden in England uebrigens englisch ausgesprochen.
> > Poersil
>

> > , Bi Em Dabbelju
>
> Genau. Als ich das zum ersten Mal hoerte, dachte ich "Bi Em Dabbelju? Was ist das
> denn fuer eine Marke? Kenn' ich nicht." :-) Kurz darauf kam aber die Erleuchtung.

BMW wurde in Großbritannien auch schon mal als 'bad, mad, wannabe' aufgelöst. Das war
für das Image der Marke nicht gerade förderlich.

Grüße.

Guido.


Christian Feldhaus

unread,
Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
Sebastian Bähr <sba...@rcs.urz.tu-dresden.de> wrote:

> Genau. Als ich das zum ersten Mal hoerte, dachte ich "Bi Em Dabbelju? Was
> ist das denn fuer eine Marke? Kenn' ich nicht." :-) Kurz darauf kam aber
> die Erleuchtung.

Während bei uns beispielsweise das Kürzel VW auch in der Aussprache sehr
handlich ist, klingt das englische Widabbelju längst nicht so kompakt.
Konsequenterweise hört man etwa in den USA viel öfter die Vollversion
"Volkswagen" -- englisch ausgesprochen natürlich ...

Tschüs,
Christian

Christian Feldhaus

unread,
Nov 14, 1998, 3:00:00 AM11/14/98
to
Radiologische Gemeinschaftspraxis <Pruene...@t-online.de> wrote:

> Ich warte allerdings noch auf "Haed end schohlders", "Britschstohn" und
> "Pempas".

O je :-) Der Trend geht aber wohl in die entgegengesetzte Richtung.
Kennst du noch den "Scotch-Britt"-Schwamm mit den zwei Oberflächen
(gelb/weich und grün/rauh)? Tja, passé, heißt jetzt "Scotch Brite" ...
Andere "deutsche Sonderwege", ich erinnere an Meister Proper statt Mr.
Proper oder Wick statt Vicks, dürften wohl auch bald den Bach der
Internationalisierung heruntergehen <g>.

Tschüs,
Christian

Dr. Peter Kittel

unread,
Nov 15, 1998, 3:00:00 AM11/15/98
to
In article <72gu59$r7a$2...@unlisys.unlisys.net> end...@snafu.de (Gerald Endres) writes:
>Pruene...@t-online.de (Radiologische Gemeinschaftspraxis) schrieb:
>
>>Der Kaesehersteller "Bresso" (vormals "Bressot") hat hingegen vor
>>geraumer Zeit klammheimlich sein "t" ueber Bord geworfen, damit die
>>Marke nicht als /brE'sot/ oder gar /'brEsot/ ausgesprochen wird.

Ich habe es schon ein paarmal erfolglos versucht, jetzt ein letztesmal:
Der Fußballspieler Stefan Kuntz schrieb sich meiner Erinnerung nach zu
seinen Kaiserslauterner Zeiten noch Kuhntz und hat dieses h im Namen
meiner Theorie nach weggelassen, weil jedermann unsicher war, wie das
auszusprechen war. Kann das evtl. endlich jemand bestätigen?

>den Marketingexperten geht es eben nicht darum, ob ein Name nun
>richtig oder falsch geschrieben und gesprochen wird, sie wollen
>einfach Unsicherheit beim potentiellen Kunden vermeiden.

Deshalb hat Daewoo ja auch viel Werbung bezahlt für einen Sprachkurs,
wie man bei diesem Namen das w wie ein j aussprechen soll.

>Wir alle gehen aus Angst vor eine Blamage Wörtern aus dem Weg, von
>denen wir nicht wissen, wie wir sie aussprechen sollen.

Und dann gibt es noch das Bestreben der Marketing-Leute, durch
Deutschtümelei beim deutschen Kunden heimatliche Solidargefühle
zu generieren. So spricht sich die deutsche IBM-Filiale ausdrücklich
als Ih-Beh-Emm aus mit der öffentlichen Begründung, "Wir sind eine
deutsche Firma".

>Um soche Hemm- und Peinlichkeitsschwellen zu vermeiden, propagiert
>Michelin schlicht die "deutsche" Aussprache,

Boeing hat das nicht so nötig, entsprechend hört man öfters mal
was von Böing... :-)

>Schreibweise der gewünschten Aussprache einfach anpaßt, und Daewoo
>versuchte die richtige Sprechweise durch penetrantes Dahersingen zu
>verbreiten.

Ach, Du nimmst mir ja die Worte aus dem Mund. Die spinnnen, die ...

Ralf Heinrich Arning

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to

"Dr. Peter Kittel" wrote:
>
>
> Ich habe es schon ein paarmal erfolglos versucht, jetzt ein letztesmal:
> Der Fußballspieler Stefan Kuntz schrieb sich meiner Erinnerung nach zu
> seinen Kaiserslauterner Zeiten noch Kuhntz und hat dieses h im Namen
> meiner Theorie nach weggelassen, weil jedermann unsicher war, wie das
> auszusprechen war. Kann das evtl. endlich jemand bestätigen?
>

Ich schlage vor, Du fragst ihn selbst. Schreib ihm über seinen Verein.
(Ich weiß allerdings nicht, wo er, wenn überhaupt noch, derzeit
spielt.) Du bekommst mindestens eine Autogrammpostkarte. Und
anschließend berichtest Du uns.
In einem Kicker-Sonderheft, das anläßlich eines Bundeligajubiläums
alle Spieler aufzählte, konnte ich keinen Hinweis finden.

Ralf
--
Signature under construction. Bitte haben Sie noch etwas Geduld.

Kai U. Mueller

unread,
Nov 17, 1998, 3:00:00 AM11/17/98
to
Ralf Heinrich Arning schrieb:

Irgendwo auf dem Speicher habe ich auch noch eine Kiste mit alten
Jahresheften, mindestens aus der Zeit, als der Spieler Kuntz
erstmals in Bochum sein Geld verdiente. Ich bin mir allerdings zu
99 % sicher, dass sich an der Schreibweise seines Namens nichts
geändert hat. Der Mann ist übrigens von Hause aus beurlaubter
Polizeibeamter, was meines Erachtens auch gegen eine Änderung
spricht. Allerdings schien mir der Name zu Ruhrgebietszeiten
gedehnter gesprochen worden zu sein. Eventuell hast du den Namen ja
nur als "Kuhntz" gehört, wenn WDR2 "Sport und Musik"-Reporter
loslegten.
Aber der Vorschlag des Sportfreundes Arning scheint mir sinnig
(zumal ich dann nicht in verstaubten Kisten suchen muss).

Kai (mein Jugendidol war Netzer, auch wenns später uncool wurde)
aus Aachen

Ralf Heinrich Arning

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to

"Kai U. Mueller" schrieb zu :
>
> meiner Antwort auf:
> >
> > Peters longstanding problem:


> > >
> > >
> > > Ich habe es schon ein paarmal erfolglos versucht, jetzt ein letztesmal:
> > > Der Fußballspieler Stefan Kuntz schrieb sich meiner Erinnerung nach zu
> > > seinen Kaiserslauterner Zeiten noch Kuhntz und hat dieses h im Namen
> > > meiner Theorie nach weggelassen, weil jedermann unsicher war, wie das
> > > auszusprechen war. Kann das evtl. endlich jemand bestätigen?

Peter, hast Du nicht früher ein Interview erwähnt?


> > >
> > Ich schlage vor, Du fragst ihn selbst. Schreib ihm über seinen Verein.
> > (Ich weiß allerdings nicht, wo er, wenn überhaupt noch, derzeit
> > spielt.) Du bekommst mindestens eine Autogrammpostkarte. Und
> > anschließend berichtest Du uns.
> > In einem Kicker-Sonderheft, das anläßlich eines Bundeligajubiläums
> > alle Spieler aufzählte, konnte ich keinen Hinweis finden.

Diesen Vorschlag halte ich aufrecht.

>
> Irgendwo auf dem Speicher habe ich auch noch eine Kiste mit alten
> Jahresheften, mindestens aus der Zeit, als der Spieler Kuntz
> erstmals in Bochum sein Geld verdiente. Ich bin mir allerdings zu
> 99 % sicher, dass sich an der Schreibweise seines Namens nichts
> geändert hat.

Am Wochenende holst Du Dir vom Speicher das fehlnde Prozent.

> Der Mann ist übrigens von Hause aus beurlaubter
> Polizeibeamter, was meines Erachtens auch gegen eine Änderung
> spricht.

Das ist kein zwingendes Argument.

> Allerdings schien mir der Name zu Ruhrgebietszeiten
> gedehnter gesprochen worden zu sein. Eventuell hast du den Namen ja
> nur als "Kuhntz" gehört, wenn WDR2 "Sport und Musik"-Reporter
> loslegten.

Das freilich ist ein Hinweis, der Peters Gedächtnis ankurbeln sollte.
Hypothese: Der Spieler Kuntz hat sich nur gegen eine falsche
Schreibweise gewehrt, die die Vokaldehnung mit einem "h" kennzeichnet,
obwohl das im Westfälisch-Ruhrpöttischen gar nicht nötig ist.

> Aber der Vorschlag des Sportfreundes Arning scheint mir sinnig
> (zumal ich dann nicht in verstaubten Kisten suchen muss).

Das eine schließt das andere nicht aus.


>
> Kai (mein Jugendidol war Netzer,

Schuhgröße 49, IIRC

> auch wenns später uncool wurde)

Nun ist er ja wieder en vogue, allerdings etwas gesetzter -- wie wir auch.


Ralf

--
Wer mal drinsitzt - ob mit oder ohne Schuld -
kommt nicht wieder 'raus.
Theodor Fontane

Mathias Koerber

unread,
Nov 18, 1998, 3:00:00 AM11/18/98
to
volker multhopp <vol...@erols.com> wrote:

: Sebastian B?hr wrote:
:
:> > , Bi Em Dabbelju
:
:> Genau. Als ich das zum ersten Mal hoerte, dachte ich "Bi Em Dabbelju? Was ist das

:> denn fuer eine Marke? Kenn' ich nicht." :-) Kurz darauf kam aber die Erleuchtung.

: Das Auto heisst auch "Beamer". Yuppies drive Beamers.

Here it's just: BM

: --Volker

--
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S'pore 148943 | Disclaimer: I speak only for myself
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- ??

er...@my-dejanews.com

unread,
Nov 19, 1998, 3:00:00 AM11/19/98
to
Hallo allerseits,

In article <1dihn7e.38...@as12-pri53.rp-plus.de>,


cfel...@rp-plus.de (Christian Feldhaus) wrote:
> Während bei uns beispielsweise das Kürzel VW auch in der Aussprache sehr
> handlich ist, klingt das englische Widabbelju längst nicht so kompakt.
> Konsequenterweise hört man etwa in den USA viel öfter die Vollversion
> "Volkswagen" -- englisch ausgesprochen natürlich ...

Oh ja. Uouugs-uägg(e)n. *grusel* Und zu allem Überfluß wird dann
auch noch die Schreibweise angepaßt: "Volkswagon". Da kriegt man
echt Probleme, denen zu erklären, daß man das wie "folks-vah-ghen"
aussprechen sollte... aber einfacher als das erwähnte
"fah-fare-gnu-ghen" ist es doch noch. ;-))

Naja... jedenfalls ist es schön, wieder bei Euch zu sein!

MfG,
Erik.
--
Erik Meltzer (eme at bs dot hup dot de), Braunschweig, Germany
"...but you still know nothin' about me!" -- Sting

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Karen & Hugo

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Nov 25, 1998, 3:00:00 AM11/25/98
to
> :> Genau. Als ich das zum ersten Mal hoerte, dachte ich "Bi Em Dabbelju? Was ist das
> :> denn fuer eine Marke? Kenn' ich nicht." :-) Kurz darauf kam aber die Erleuchtung.
>
> : Das Auto heisst auch "Beamer". Yuppies drive Beamers.
>
> Here it's just: BM

In Spanien, Argentinien u.a. heißt er auch "be eme", allerdings würde wohl kaum einer BM
schreiben - hoffe ich doch.

Karen.


Karen & Hugo

unread,
Nov 25, 1998, 3:00:00 AM11/25/98
to
> > Während bei uns beispielsweise das Kürzel VW auch in der Aussprache sehr
> > handlich ist, klingt das englische Widabbelju längst nicht so kompakt.

spanisches Spanisch: [uwe doble uwe]

> > Konsequenterweise hört man etwa in den USA viel öfter die Vollversion
> > "Volkswagen" -- englisch ausgesprochen natürlich ...
>
> Oh ja. Uouugs-uägg(e)n. *grusel*

Spanisch: [Uol-uage] mit Akzent auf dem "a"

Auch nicht besser.

Saludos, Karen.


Karen & Hugo

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Nov 25, 1998, 3:00:00 AM11/25/98
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