Gruss
hape
> Kein Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".
Das taete mich wundern.
K.L.
Ein für allemal: Wenn ich "Ami" schreibe, dann nur der Kürze
wegen. Eine Abwertung ist so wenig gemeint wie Bewunderung.
Wenn ich "Kreationist" schreibe, ist es extrem abwertend gemeint.
Oder gibt es ein eindeutigeres Schimpfwort dafür?
Nicht jeder Ami ist Kreationist!
Gruss
Walter
--
In 'Sozialen Netzen' und Foren sollte man nicht *mitmachen*,
sondern dort für das weitherum völlig unbekannte Usenet *Reklame*
machen. (Nein, ich bin zu faul, mich selbst deswegen dort
anzumelden).
Der groesste Haufen, der einem im "Amiland" begegnet,
sind vermutlich Latinos und Kreative.
K.L.
Bei "Ami" fällt mir immer sofort "der alte Ami Rik DeLisle" ein, ein
Rundfunkmoderator wisconsinischer Provenienz, der sich stets selbst so
zu benennen pflegte und womöglich noch pflegt.
Er hat es sicher nicht sonderlich abwertend gebraucht.
> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet.
Eigentlich nicht, genausowenig wie bei Tommies für Engländer.
> Die "Russkis" oder "der Russe" sind aus dem deutschen Sprachgebrauch längst > verschwunden.
Russkis war eigentlich nie im Schwange, die hießen im Landserjargon
Iwans, "der Iwan" oder schlicht Russen (nichtruss. Völkerschaften
eingeschlossen), in der NVA "Kolja" - FR
>> Kein Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".
>
> Stimmt das?
Ich hab es noch nie gehört irl.
> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".
M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
Bezeichnung für US-Amerikanern. Ob das auch auf "yankee" zutrifft?
Übrigens, nicht wenige Südamerikaner wollen sich so gar nicht bezeichnen
lassen und verstehen sich als Lateinamerikaner.
MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]
War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
Joachim
Die Deutschen haben die "Amis" sehr bewundert. Wenn ich
an den Westerwald denke, sagte man ihnen dort Faehigkeiten
nach, die wir Deutschen gar nicht haben. Das Bild vom
"reichen Onkel" aus Amerika, oder der sagenhafte Aufstieg
"vom Tellerwaescher zum Millionaer" praegten das Bild
vom "Ami". Zu diesem Bild gehoerte auch "der" "Bungalow",
ein Wohnhaustyp, der nach dem letzten Weltkrieg im
Westerwald sehr viel gebaut wurde.
Als die Amerikaner im 1.Weltkrieg bis in den Westerwald
mit ihren Fahrzeugen vorrueckten, waren die Bewohner
sprachlos. Sie selbst bewegten sich fast ausschliesslich
mit ihren Pferdefuhrwerken. Automobile gab es noch
kaum. Die "Amis" hatten "alles":
Das Foto zeigt einen Wagenpark "der Amerikaner" im
Stadtzentrum von Montabaur im Westerwald, als sie
ihren amerikanischen Nationalfeiertag in Montabaur
mit einem Umzug feierten, waehrend sie die Stadt be-
setzt hielten, bevor sie nach Kriegsende des 1.Weltkrieges
abrueckten und das Gebiet den Franzosen ueberliessen,
die bis etwa 1926 blieben.
Seit wann spuckt das Wort "Ami" in deutschen Koepfen?
K.L.
[something about a region called "Westerwald"]
Ist diese Gegend, in der dem Vernehmen nach der Wind so kalt pfeift,
jemals irgendwie überregional sinnprägend gewesen?
In der einst sog. Selbständigen politischen Einheit Westberlin stand
"der Ami" bis in die Sechzigerjahre für alles Positive und
Erstrebenswerte. Und "der Russe" stand vor der Tür.
Gruß
G.O.
Ich bin vor wenigen Jahren in den Westerwald gegangen,
u.a. um solchen Fragen nachzugehen. Vorher bewegte
ich mich hauptsaechlich in Grossstaedten.
Der Stadt-Land-Gegensatz wird sehr gut deutlich,
wenn man sich nach Grossstadtaufenthalten lange Zeit
in einer Region wie Westerwald aufhaelt. Taunus,
Hunsrueck, Eifel, usw. sind aehnlich strukturiert.
Der Westerwald ist ein Tonabbaugebiet mit keramischer
Industrie, usw.
Im Westerwald organisierte sich Raiffeisen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_Raiffeisen
Daraus:
"Sein Lebenswerk setzte er während seiner Amtszeit in
Flammersfeld fort: Raiffeisen erkannte das Leiden der
Landbevölkerung, die durch Missernten oft auf Wucherer
angewiesen waren. So gründete er den Flammersfelder
Hülfsverein zur Unterstützung unbemittelter Landwirte,
bei dem die Bauern Geld ansparen, aber auch zum An-
kauf von Vieh und Gerät günstig leihen konnten. So half
er der Landwirtschaft und verhinderte endlich die Verar-
mung der bäuerlichen Bevölkerung. In Heddesdorf vollen-
dete Raiffeisen nicht nur seinen Straßenbau, sondern
gründete 1864 auch den Heddesdorfer Darlehnskassen-
verein. Dieser wurde Beispiel vieler Genossenschafts-
banken, von denen es heute 330.000 in aller Welt gibt.
1865 wurde er, 47-jährig, aufgrund seines Augenleidens
pensioniert, widmete sich aber weiter dem Aufbau seiner
Genossenschaft."
Der Westerwald birgt wesentlich mehr.
Den regionalen Raum auf seine Werte hin zu "durchfor-
sten", macht sicher viel Sinn. Im Prinzip wuerde ich
gerne jeden deutschen laendlichen Raum genauer be-
trachten wollen.
> In der einst sog. Selbständigen politischen Einheit Westberlin stand
> "der Ami" bis in die Sechzigerjahre für alles Positive und
> Erstrebenswerte. Und "der Russe" stand vor der Tür.
Umgekehrt gefragt: Wieso stand "der Russe" fuer alles
Schlechte? Und wie sahen "die Deutschen" "den Deutschen"
parallel dazu? Im Westen vom Wirtschaftswunder geblendet,
im Osten vom Sozialismus gewendet? Komische Zeiten.
K.L.
> "Hanspeter Mathys" <hanspete...@bluewin.ch> schrieb am 04.05.2011
> 14:19 den Newsbeitrag news:92cuis...@mid.individual.net
>
>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".
>
> M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
> Bezeichnung für US-Amerikanern. Ob das auch auf "yankee" zutrifft?
Yankee kenne ich eher als Schimpfwort für US-Amerikaner. Yankees sind die
hemdsärmligen Cowboys, die nicht viel in der Birne haben. In Südamerika
wird das gerne verwendet, dort als "Yanqui".
> Übrigens, nicht wenige Südamerikaner wollen sich so gar nicht bezeichnen
> lassen und verstehen sich als Lateinamerikaner.
Was ja auch nachvollziehbar ist.
Die nennen ihre nördlichen Nachbarn (neben "Yanqui") ja auch gerne
"Gringos", womit ebenfalls hauptsächlich US-Amerikaner gemeint sind. Wenn
man z.B. als Deutscher in Südamerika unterwegs ist, kann ein "No Gringos,
somoz Alemanes" direkt die Laune des Gegenüber steigen lassen. Gringos sind
tendentiell verhaßt, Europäer nicht (mal abgesehen von Spaniern und
Portugiesen, da gibt es mitunter gewisse hinstorisch gewachsene
Ressentiments).
Grüße,
Frank
Dieses "No gringos, somos alemanes" schafft
wirklich sofort einen Perspektivwechsel. Es
kann Dir aber passieren, dass jemand auf
"los germanos" und "los nazis" umschwenkt,
um Dich zu aergern. Dann befindest Du Dich
in der "Yankee"-Situation und ueber Dich wird
hergezogen.
Auf Manhattan wurde ich beim Einkauf einiger
Flaschen Bier gefragt, woher ich stamme. Als
ich sagte, aus Deutschland, schallte mir ein
"Hitler ist super!" entgegen. Die hatten den
Obama-Hitler-Vergleich falsch verarbeitet, als
die Palin-Fraktion letzthin solche dummen
Vergleiche produzierte, um Wahlen zu gewinnen.
Die Massenbegeisterung in den Staaten fuer
einen "Systemwechsel" und die Wahl eines
Schwarzen zum Praesidenten waren dummer-
weise mit der "Massenbegeisterung" fuer Hit-
ler im kaputten Deutschland gleichgesetzt
worden.
K.L.
Ja, ich meine mich auch an derartige Stellen by Karl May zu erinnern.
--
Roland Franzius
"Matthias Opatz" <m...@privacy.net> schrieb im Newsbeitrag
news:bl54orcbbhx1$.1m2t1nwze96l2$.dlg@40tude.net...
> Hanspeter Mathys schrieb:
>
>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet.
>
> Muss nicht. Manchmal einfach nur salopp.
>
>> Korrekt wäre doch:
>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner". Die "Russkis"
>
> Nie gehört
>
>> oder "der Russe" sind aus dem deutschen Sprachgebrauch längst
>> verschwunden.
>
> Kann ich nicht bestätigen. Oder meinst Du nur Zeitungsdeutsch?
>
>> Kein Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".
>
> Stimmt das?
Nein, aber "Hun" ist vielleicht verbreiteter. Auch "Fritz", "Heinie", "Nazi"
und
"Boche" gibt es noch.
>
> Matthias
>
> --
> Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
> Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. Prof. Galletti
> Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? ==> <http://www.galletti.de/>
> == Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Dier Wortherkunft von "Yankee" ist ein anderer:
Der Spitzname „Yankee" wurde von den Südstaatlern (Dixies) abschätzig
für die Soldaten der Union gebraucht (amerikanischer Bürgerkrieg).
Die *Dixies* gegen die *Yankees*
hape
Karl May? :-))
Es gibt Buecher, die nachhaltig praegen, das stimmt.
K.L.
Immer wieder gut, daran zu erinnern.
Das "Dixies" hat sich den "Latinos"
offensichtlich nicht so eingepraegt,
"yanqui" gefaellt ihnen besser, um
sich zu "be-eumeln".
K.L.
So allg. könnte ich das nicht beantworten; wer Heute Anti-USA eingestellt
ist, könnte sich durch Aussprache bzw. Betonung "verraten".
Rückblick aufs Kriegsende: Einige Zeit mußten alle Druckerzeugnisse von
der Militärregierung genehmigt werden, "Ami" kommt in keinem der mir
bekannten Büchern vor. Das mag auch von einer Art Selbstdisziplin der
Autoren kommen.
MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]
Außerdem spuckt der Phrasendrescher bei sportlichem Anlass immer
"US-Boys" oder wenn es um Geld geht, Wallstreet-Junkies aus.
--
Roland Franzius
Man/frau darf jetzt gespannt sein?
> Der Spitzname „Yankee" wurde von den Südstaatlern (Dixies) abschätzig
> für die Soldaten der Union gebraucht (amerikanischer Bürgerkrieg).
Hervorragend ... nur nix Genaues zur angekündigten Klärung
der Wortherkunft! Denn Wortherkunft meint
etwas anderes als Wortgebrauch!
> Die *Dixies* gegen die *Yankees*
Is ja gut! ... Trotzdem ein Schuss in den Ofen!
> hape
... im zweiten Anlauf?
-Ingrid-
> War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
in "Bel Ami" schon mal nicht!
/M
> Yankee kenne ich eher als Schimpfwort für US-Amerikaner. Yankees sind die
> hemdsärmligen Cowboys, die nicht viel in der Birne haben.
Und die würden sich an selbige Birne fassen, weil für _die_ ist
"Yankee" das Schimpfwort für Leute aus den Nordstaaten.
Ich kannte Yankee auch immer nur als Bezeichnung für Nordstaatler. Ich
bin überrascht, dass es für Amis allgemein so verbreitet ist.
Joachim
NVA-Feldwebel hatten bei Nachlässigkeiten der Wachen des Kasernements
die Befürchtung, der Ami könnte auf dem Appellplatz stehen und
Kaugummis verteilen.
FR
> Den regionalen Raum auf seine Werte hin zu "durchfor-
> sten", macht sicher viel Sinn. Im Prinzip wuerde ich
> gerne jeden deutschen laendlichen Raum genauer be-
> trachten wollen.
Ich mache mich erbötig, Dich als Erntehelfer bei der
Hackfruchtkampagne in Vorpommern zu vermitteln - vor allem bei Frost
ist das ein eindrückliches Erlebnis.
FR
> Dieses "No gringos, somos alemanes" schafft
> wirklich sofort einen Perspektivwechsel. Es
> kann Dir aber passieren, dass jemand auf
> "los germanos" und "los nazis" umschwenkt,
> um Dich zu aergern. Dann befindest Du Dich
> in der "Yankee"-Situation und ueber Dich wird
> hergezogen.
>
> Auf Manhattan wurde ich beim Einkauf einiger
> Flaschen Bier gefragt, woher ich stamme. Als
> ich sagte, aus Deutschland, schallte mir ein
> "Hitler ist super!" entgegen. Die hatten den
> Obama-Hitler-Vergleich falsch verarbeitet, als
> die Palin-Fraktion letzthin solche dummen
> Vergleiche produzierte, um Wahlen zu gewinnen.
Als ein Kollege meines Vaters in Paraguay eintraf, hatte man zu seinen
Ehren einen LKW aufs Flugfeld parkiert, an dessen seitlicher Bordwand
mit weißer Ölfarbe geschrieben stand: Heil Hitler!
FR
> > Die nennen ihre nördlichen Nachbarn (neben "Yanqui") ja auch gerne
> > "Gringos", womit ebenfalls hauptsächlich US-Amerikaner gemeint sind. Wenn
> > man z.B. als Deutscher in Südamerika unterwegs ist, kann ein "No Gringos,
> > somoz Alemanes" direkt die Laune des Gegenüber steigen lassen. Gringos sind
> > tendentiell verhaßt, Europäer nicht (mal abgesehen von Spaniern und
> > Portugiesen, da gibt es mitunter gewisse hinstorisch gewachsene
> > Ressentiments).
>
> Ja, ich meine mich auch an derartige Stellen by Karl May zu erinnern.
Franzius läßt mal wieder den Bildungsbürger meterlang raushängen - FR
Das Gefriertrocknen von tapferen Rittern
geht auf die Andenvoelker zurueck. Vor-
schlag ausgezeichnet, Sir!
K.L.
Ich kann's mir vorstellen. Es gibt dort viele Besonder-
heiten. Als ich von Brasilien aus die Grenze passieren
wollte, meinte man, der Eintritt in ihr Paradies koste
50 Dollar. Ich konnte ihn auf 20 Dollar herunterhandeln.
Meinen Pass bekam ich trotzdem nicht mehr zurueck.
Den musste ich spaeter ueber die Deutsche Botschaft
in Asuncion aus einem ihrer Staatsgebaeude wieder-
holen lassen. Das Botschaftspersonal hatte mich danach
irgendwohin verschleppt, wo sich in laendlicher Gegend
ein Restaurant befand, um mich in die einheimische
Kueche einzufuehren. Die beiden Girls hatten viel
Spass mit mir, da sie Unmengen an Fleisch auftischen
liessen, um zu sehen, wie ich reagiere, usw. Es war
eine sehr lustige Zeit.
K.L.
Lagerfeld schwaermte neulich von so
einem "Bel Ami".
K.L.
Aus der Außensicht gibt es doch gar keine Nord- und Südstaatler, das ist
heutzutage nur Innenperspektive. Und der Großteil der heutigen
Bevölkerung ist eh weder - noch, weil nach der Vereinigung eingewandert.
--
Microsoft designed a user-friendly car:
instead of the oil, alternator, gas and engine
warning lights it has just one: "General Car Fault"
Das stimmt auf's Haarkleinste. In Lateinamerika
spricht jeder von Yanquis. Die wenigsten kennen
die US-Geschichte, aber alle den Yankee oder
gringo.
K.L.
>> Ich kannte Yankee auch immer nur als Bezeichnung für Nordstaatler. Ich
>> bin überrascht, dass es für Amis allgemein so verbreitet ist.
>
> Aus der Außensicht gibt es doch gar keine Nord- und Südstaatler, das ist
> heutzutage nur Innenperspektive. Und der Großteil der heutigen
> Bevölkerung ist eh weder - noch, weil nach der Vereinigung eingewandert.
>
Das hab ich aber anders in Erinnerung. In den 60ern und 70ern war das
noch klar ein Thema. Rassenunruhen, Southern Rock, die rechten
Südstaaten-Demokraten, Auch Literaturfilmfernsehen, die Zweiteilung
wurde betont. Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
auch die meisten gelesen.
Joachim
>
> Das stimmt auf's Haarkleinste. In Lateinamerika
> spricht jeder von Yanquis. Die wenigsten kennen
> die US-Geschichte, aber alle den Yankee oder
> gringo.
>
"Meine" Kolumbianer sagen Gringo.
Joachim
> Lagerfeld schwaermte neulich von so
> einem "Bel Ami".
Jo klar. Um Pispers zu zitieren: Es ist ein ganz wundervolles Land, das
Problem sind die Menschen, die dort wohnen und deren Gemütsverfassung
mit „naiv“ noch sehr wohlwollend umschrieben ist. Sie wissen von der
Weltpolitik nur eines: „Wir sind die Guten“.
vG
--
"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erhöhen, gefährden wir Arbeitsplätze in der Zigarettenindustrie. Und das
meinen die auch nicht ironisch! Also, Herr Schäuble, wenn Sie das Ausüben
von Anschlägen zu sehr erschweren, gefährden Sie Arbeitsplätze in der
Dynamitstangenindustrie!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
Das kommt, weil die hispanischen Mitbewohner alle ein bissi langsam
schalten, wenn die Ampel umspringt, und das ständige Gebrüll: "It's
green! GO!" der Anglos sich einprägt.
Mein deutsch-kolumbianischer Nachwuchs
sagt das nicht, da gut erzogen.
K.L.
Keine Ahnung, wer Pipers ist, aber er scheint, so wie ich
nicht, "alle 310.955.497 Amerikaner" zu kennen und ist des-
wegen ein Berufener, der etwas ueber die "32 Einwohner pro km²"
dieses Landes aussagen kann.
Gut, dass es solche Menschen gibt. Wir waeren sonst ohne
Orientierung und litten an dieser modernen Krankheit der
"Orientierungslosigkeit".
K.L.
>War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".
Bye
woffi
--
Congratulations - you're the first human to fail the Turing-Test.
(Dilbert)
> Es ist ein ganz wundervolles Land, das
> Problem sind die Menschen, die dort wohnen
Eine Feststellung, die erfahrungsgemäß über jedes Land getroffen wird.
Von Besuchern, wie auch Auswanderern oder potentiellen solchen.
--
Press any key to continue or any other key to quit.
> Am 05.05.2011 18:56, schrieb Oliver Cromm:
>> * Joachim Pense:
>>
>
>>> Ich kannte Yankee auch immer nur als Bezeichnung für Nordstaatler. Ich
>>> bin überrascht, dass es für Amis allgemein so verbreitet ist.
>>
>> Aus der Außensicht gibt es doch gar keine Nord- und Südstaatler, das ist
>> heutzutage nur Innenperspektive. Und der Großteil der heutigen
>> Bevölkerung ist eh weder - noch, weil nach der Vereinigung eingewandert.
>
> Das hab ich aber anders in Erinnerung. In den 60ern und 70ern war das
> noch klar ein Thema. Rassenunruhen, Southern Rock, die rechten
> Südstaaten-Demokraten,
Das hast Du falsch verstanden. Natürlich kann man sich mit der
historischen Zweiteilung und ihren Folgen in der amerikanischen
Gesellschaft beschäftigen; zu dem Zweck nimmt man tunlichst die
Innenperspektive ein.
Wenn es aber zu einer anderen Gelegenheit um die Amerikaner als Besatzer
in Deutschland oder den amerikanischen Kulturimperialismus geht, dann
nehme ich die Außenperspektive ein, da sind sie alle nur noch
Amerikaner. Bei den Soldaten ist das ganz deutlich, die handeln ja im
offiziellen Auftrag der Vereinigten Staaten, nicht der Nord- oder der
Südstaaten. Sonst wäre ich vielleicht zu dem Schluß gekommen, es handle
sich um georgischen Imperialismus (Carter + Coca-Cola).
Und dann, mal abgesehen vom inhaltlichen, könnte ich den Begriff Yankee
in der engeren Bedeutung nicht gezielt anwenden, weil mir der
Gegenbegriff fehlt.
> Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
> auch die meisten gelesen.
Und um das damalige Deutschland zu verstehen, hättest Du die Chronik der
Sperlingsgasse und Schach von Wuthenow empfohlen, um mal zwei etwa
gleich aktuelle Werke zu nennen?
Es gibt ja noch viel mehr Perspektiven, als ich wußte:
| To foreigners, a Yankee is an American.
| To Americans, a Yankee is a Northerner.
| To Northerners, a Yankee is an Easterner.
| To Easterners, a Yankee is a New Englander.
| To New Englanders, a Yankee is a Vermonter.
| And in Vermont, a Yankee is somebody who eats pie for breakfast.
<http://en.wikipedia.org/wiki/Yankee>
--
'Ah yes, we got that keyboard from Small Gods when they threw out their
organ. Unfortunately for complex theological reasons they would only
give us the white keys, so we can only program in C'.
Colin Fine in sci.lang
> > Ich mache mich erbötig, Dich als Erntehelfer bei der
> > Hackfruchtkampagne in Vorpommern zu vermitteln - vor allem bei Frost
> > ist das ein eindrückliches Erlebnis.
>
> Das Gefriertrocknen von tapferen Rittern geht auf die Andenvoelker zurueck.
Wie darf ich das verstehen?
> Vorschlag ausgezeichnet, Sir!
Tadellose Haltung, der Mann - zurücktreten ins Glied!
FR
> > Lagerfeld schwaermte neulich von so einem "Bel Ami".
Klare Sache, er meinte mich.
> Jo klar. Um Pispers zu zitieren (...)
Also, mal gelinde gesagt, Dein Verhältnis zu dessen Hervorbringungen
erscheint mir etwas problematisch - FR
Kazantzakis soll das auch über seine Landsleute gesagt haben:
Griechenland wäre das schönste Land der Welt, wenn dort keine Griechen
lebten.
--
Roland Franzius
Ami, Tommi, Iwan waren die Kurzbezeichungen der Feinde im WWII und
wurden demgemäß je nach Inhalt der Nachricht abwertend oder
furchterregend eingesetzt. Der Tommi ist ein armes Schwein, aber eine
ehrliche Haut, der Ami verteilt haufenweise Granaten und rückt erst dann
vor, wenn keiner mehr schießt, um dann Kaugummi zu verteilen. Wenn der
Iwan vor der Tür steht, versteckt man die weiblichen Familienangehörigen
oder diese erschießen sich mit der vorsorglich beim letzten Fronturlaub
vom Ehemann daheim gelassenen Pistole.
Tommi und Iwan habe ich im Westen nach dem 5.5.55 nicht mehr gehört, die
verbliebene Präsenz der Briten im Norden der BRD war kaum wahrnehmbar,
nach den IRA-Anschlägen überhaupt nicht mehr.
Die Präsenz der Amis war dagegen, besonders zwischen Frankfurt, Würzburg
und Bad Reichenhall, unübersehbar. Hessen und Bayern machten irgendwie
immer den Eindruck besetzter Länder. Erst nach den RAF-Anschlägen
entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
für die tourende Freizeittruppe.
--
Roland Franzius
Wolfgang Krietsch schrieb:
>
> Joachim Pense wrote:
>
> >War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
>
> Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
> über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".
"Amerikaner" sage ich nur manchmal beim Bäcker, wenn ich einen flachen
Teigrundling mit Schokoladen- und/oder Zuckerglasur käuflich erwerben will.
Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika sind im hier üblichen
Sprachgebrauch völlig neutral "Amis", eine abwertende Bedeutung kann dabei
nur durch den Kontext entstehen.
Gruß
Joachim
>Joachim Pense wrote:
>
>>War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
>
>Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
>über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".
Das kann ich nicht bestätigen. Ich verwende das Wort neutral.
--
Viele Grüße
Gerald Fix
>vom Ehemann daheim gelassenen Pistole.
Daheimgelassenen, oder?
34.2. scheint da keinen Spielraum zu lassen.
Oliver Cromm schrieb:
>
> * Joachim Pense:
> > Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
> > auch die meisten gelesen.
>
> Und um das damalige Deutschland zu verstehen, hättest Du die Chronik der
> Sperlingsgasse und Schach von Wuthenow empfohlen, um mal zwei etwa
> gleich aktuelle Werke zu nennen?
Ganz unabhängig von den genannten Werken halte ich zeitgenössische
fiktionale Literatur durchaus für gut geeignet, um Einblick in Kulturen
und Lebensweisen zu erhalten.
Fontane ist da sicher nicht schlecht (das genannte Werk kenne ich allerdings
nicht), von Raabe habe ich bis jetzt noch nichts gelesen.
Gruß
Joachim
Ja, ich hätte genauer "daheim zurückgelassenen" schreiben müssen. Geräte
lässt man ia nicht daheim.
--
Roland Franzius
> * Volker Gringmuth:
>
> > Es ist ein ganz wundervolles Land, das
> > Problem sind die Menschen, die dort wohnen
>
> Eine Feststellung, die erfahrungsgemäß über jedes Land getroffen wird.
> Von Besuchern, wie auch Auswanderern oder potentiellen solchen.
’türlich. Es gibt wohl auch kein Land, das noch nicht in irnkeiner
geographischen Publikation als „Land der Gegensätze“ attributiert worden
wäre.
vG
--
"Das ist Große Koalition: Die einen sagen, wir brauchen ein Auto; die
anderen sagen, wir brauchen ein Motorrad; was wird gekauft? Ein Mülleimer!
Großartig! Super!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
> Wenn der Iwan vor der Tür steht, versteckt man die weiblichen Familienangehörigen
Jaja, das war nicht einfach, da der Russe ja seit 1948 praktisch permanent
vor der Tür stand. Kann sich noch jemand an die Hysterie erinnern, mit der
die Frauen damals 1990 bei der Befreiung auf Tageslicht reagiert haben?
vG
--
"Wenn auf einem Parteitag zwei Leute für denselben Job kandidieren, dann
schreibt die Presse gleich von einer Kampf-kan-di-da-tur! Oooh, eine
Kampfkandidatur! Wenn nur einer antritt, dann ist es 'ne Wahl." (Volker
Pispers, "Bis neulich")
> Die Präsenz der Amis war dagegen, besonders zwischen Frankfurt, Würzburg
> und Bad Reichenhall, unübersehbar. Hessen und Bayern machten irgendwie
> immer den Eindruck besetzter Länder. Erst nach den RAF-Anschlägen
> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
> für die tourende Freizeittruppe.
Mittlerweile verwenden sie zwar ganz normale deutsche Kennzeichen an
ihren Privatfahrzeugen, man erkennt sie aber trotzdem sofort:
zweizeiliges Nummernschild, ungewöhnliche Blinker.
Werden die "Lookalike"-Kennzeichen nicht mehr verwendet?
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:HK-Nummernschild.jpg&filetimestamp=20060709115349
Ich meine, davon sieht man noch einige.
Die meisten Fahrzeuge fallen natürlich auch so auf (dicke Pickup-Trucks,
andere Modellbezeichnungen, weiße Blinker u.s.w.).
Grüße,
Frank
Dann mag das auch an den Leuten liegen, die ich kenne und die das Wort
überhaupt verwenden. Mag auch daran liegen, dass ich in den letzten Jahren
ein paar mal in den USA wahr und in meinem privaten Umfeld sich einige dazu
berufen fühlen, mir zu erklären, warum sie "zu den doofen Amis" nicht
fahren würden.
> Am Fri, 06 May 2011 10:10:17 +0200 schrieb Andreas Scharrer:
>
>> Am 06.05.2011 07:51, schrieb Roland Franzius:
[...]
>>> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
>>> für die tourende Freizeittruppe.
>>
>> Mittlerweile verwenden sie zwar ganz normale deutsche Kennzeichen an
>> ihren Privatfahrzeugen, [...]
>
> Werden die "Lookalike"-Kennzeichen nicht mehr verwendet?
> http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:HK-Nummernschild.jpg&filetimestamp=20060709115349
Werden zumindest nicht mehr neu ausgegeben, soweit ich weiß.
HK und AD waren ja unauffällig, AF aber eher kontraproduktiv.
> Gerald Fix wrote:
>
>>On Thu, 05 May 2011 23:29:02 +0200, Wolfgang Krietsch
>><wof...@nurfuerspam.de> wrote:
>>
>>>
>>>Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
>>>über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".
>>
>>Das kann ich nicht bestätigen. Ich verwende das Wort neutral.
>
> Dann mag das auch an den Leuten liegen, die ich kenne und die das Wort
> überhaupt verwenden. Mag auch daran liegen, dass ich in den letzten Jahren
> ein paar mal in den USA wahr und in meinem privaten Umfeld sich einige dazu
> berufen fühlen, mir zu erklären, warum sie "zu den doofen Amis" nicht
> fahren würden.
Der Spruch mit den "doofen Amis" ist aber schon Jahrzehnte alt. Ich
erinnere mich noch an einen Besuch bei einem Autohändler im Jahre 1990, der
eine US-Version des Mazda MX-5 (die hießen "Miata") zum Verkauf anbot. Nach
den Unterschieden zur europäischen Version befragt meinte er, daß diese
Autos sich nur starten ließen, wenn die Kupplung durchgetreten sei. Zitat:
"Damit die doofen Amis beim Start nicht gegen die Garagenwand fahren, wenn
sie die Kupplung vergessen haben".
In der Anleitung meines amerikanischen Autos finden sich auch so ein paar
Schmankerl, die in eine ähnliche Richtung gehen ("Das Fahren mit geöffneter
Motorhaube ist gefährlich, da es die Sicht behindert").
Ja, ich weiß, daß diese Sprüche da stehen, um teure Schadenersatzklagen zu
verhindern. Trotzdem werden die vorhandenen Vorurteile da natürlich aufs
Feinste bedient.
Grüße,
Frank
> Der Spruch mit den "doofen Amis" ist aber schon Jahrzehnte alt. Ich
> erinnere mich noch an einen Besuch bei einem Autohändler im Jahre 1990, der
> eine US-Version des Mazda MX-5 (die hießen "Miata") zum Verkauf anbot. Nach
> den Unterschieden zur europäischen Version befragt meinte er, daß diese
> Autos sich nur starten ließen, wenn die Kupplung durchgetreten sei. Zitat:
> "Damit die doofen Amis beim Start nicht gegen die Garagenwand fahren, wenn
> sie die Kupplung vergessen haben".
>
> In der Anleitung meines amerikanischen Autos finden sich auch so ein paar
> Schmankerl, die in eine ähnliche Richtung gehen ("Das Fahren mit geöffneter
> Motorhaube ist gefährlich, da es die Sicht behindert").
>
> Ja, ich weiß, daß diese Sprüche da stehen, um teure Schadenersatzklagen zu
> verhindern. Trotzdem werden die vorhandenen Vorurteile da natürlich aufs
> Feinste bedient.
Tatsache ist doch, daß selbst der amerikanische
Staat seine Untertanen für blöd genug hält,
um von den Herstellern wie kleine Kinder behandelt
zu werden. Sonst könnte man dort aufgrund fehlender
Idioten-Hinweise nicht derart riesige Summen
erklagen. Tatsache ist auch, daß einer meiner
früheren Arbeitgeber eine Anfrage aus den USA(!)
bekam, ob man ein bestimmtes Programm so designen
könne, daß es auch von Analphabeten bedient werden
kann. Sollten viel mehr Amerikaner schon mal von
z. B. Dänemark gehört haben oder in der Lage sein,
Deutschland von Österreich zu unterscheiden als
man gemeinhin glaubt, würde mich das freuen.
Die Leute finden die Amis doof, aber das steckt für mich nicht in dem
Wort "Ami". Man könnte auch "die dummen Amerikaner" sagen. Oder "die
coolen Amis", wenn man sie gut findet.
Du wirst nicht "die coolen Froschfresser" sagen wollen, wenn du dich
positiv über Franzosen äußern möchtest.
Joachim
Zahlenmäßig gibt es viel mehr gebildete Amerikaner als Europäer,
prozentual mag der Satz in Dänemark höher liegen. Mit den Doofen ist es
ähnlich, die Dummheit kennt bekanntlich keinerlei Grenzen.
Politisches Grundmuster ist halt, dass "der Amerikaner" sein Parlament
und seine Regierung für zu blöd hält, als dass er sich irgendwas von
denen da in der Raumstation Washington vorschreiben lassen will.
Wegen der staatlichen Gängelung in allem und jedem sind die ja hier
einst weggemacht, oft bei Nacht und Nebel übers Wiehengebirge und durchs
Moor, weil nicht nur das Betreten des Rasens vorm Schloss sondern auch
das Auswandern landesherrlicherseits verboten war.
--
Roland Franzius
>
>Die Leute finden die Amis doof, aber das steckt für mich nicht in dem
>Wort "Ami". Man könnte auch "die dummen Amerikaner" sagen. Oder "die
>coolen Amis", wenn man sie gut findet.
Ja, das meinte ich: es mag sein, dass es in meinem Umfeld zufällig eine
Korrelation gibt zwischen der Verwendung des Wortes "Ami" und dem
Fürdoofhalten derselben, und dass ich dann unbewusst aus dieser Korrelation
eine Kausalität abgeleitet habe.
Das vermute ich recht stark.
Joachim
> Oliver Cromm schrieb:
>>
>> * Joachim Pense:
>>> Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
>>> auch die meisten gelesen.
>>
>> Und um das damalige Deutschland zu verstehen, hättest Du die Chronik der
>> Sperlingsgasse und Schach von Wuthenow empfohlen, um mal zwei etwa
>> gleich aktuelle Werke zu nennen?
>
> Ganz unabhängig von den genannten Werken halte ich zeitgenössische
> fiktionale Literatur durchaus für gut geeignet, um Einblick in Kulturen
> und Lebensweisen zu erhalten.
Ich auch, aber der Kernpunkt meines Einwandes ist, daß die von Joachim
genannten Werke alles andere als zeitgenössisch waren, zu unseren
Lebzeiten.
--
Performance: A statement of the speed at which a computer system works.
Or rather, might work under certain circumstances. Or was
rumored to be working over in Jersey about a month ago.
Ich vermeide das Wort "zeitgenössisch", weil ich nie ganz sicher bin,
ob der Zeitgenosse sich auf den Schreiber (Maler, ...) oder auf en
Konsumenten bezieht.
Huckleberry Finn ist durchaus zeitgenössische Literatur, bezogen
auf Sklavenhaltung in den USA ...
/Walter
Die Unermeßlichkeit der Dummheit in den Weiten Europas liegt um gut ein
Jahrhundert hinter der in den Weiten der USA. Hier konzentriert sich die
Kultur auf die klassische Banane zwischen Milano und London, in den USA
immerhin auf zwei Küsten und die Seen.
Solche Problemzonen wie den Vatikan, Süditalien, den Balkan oder den
kürzlich befreiten Osten haben die halt allenfalls an der mexikanischen
Grenze, ein paar Meilen ums Capitol herum und in Utah.
Na ja, und beeindruckend sind halt diese exzellenten, nach dem deutschen
Organisationsvorbild, aber im Gegensatz dazu als demokratische
Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden vor hundert Jahren
hochgezogenen kleinen Universitäten. Mindestens eine gibt in fast jedem
Bundesstaat.
Dort kann man alles studieren, wovon man hier nur träumt, und sei es
kreatives Schreiben, Musikmangement, die Grammatik der niederdeutschen
Sprache, die Geschichte der Mathematik in Göttingen im neunzehnten
Jahrundert oder die schwarze Musik als Mittel der amerikanischen
Außenpolitik im kalten Krieg.
--
Roland Franzius
>
> Huckleberry Finn ist durchaus zeitgenössische Literatur, bezogen
> auf Sklavenhaltung in den USA ...
>
Ich denke, das Buch war bereits zu der Zeit, als es geschrieben wurde
eine Reminiszenz an eine mehrere Jahrzehnte zurückliegende Zeit, die es
so gar nicht mehr gab.
Joachim
> Sollten viel mehr Amerikaner schon mal von
> z. B. Dänemark gehört haben
Das kennt man doch aus "Hägar the horrible".
> oder in der Lage sein,
> Deutschland von Österreich zu unterscheiden als
> man gemeinhin glaubt, würde mich das freuen.
Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
der Schweiz.
Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.
Grüße,
Frank
Interessant zu lesen. War das wirklich so?
K.L.
So jagt eine Vermutung kausalierend die andere.
Sind das Zeiten....
K.L.
Seit den Zeiten vom eisernen Kanzler bekommen viele Deutschen nicht mal
das Deutschen auf die Reihe, so häufig ändert sich die Landesgröße.
--
Roland Franzius
Seit dem Aufkommen der EU geht man vom Deutschen eher ab
und sucht den Anschluss an das Internet.
K.L.
>
> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
> der Schweiz.
>
Iran (IR) gern mit Irland (IE).
Joachim
Diese "Lookalike"-Tarnkennzeichen mit HK waren IIRC doch eine Reaktion auf
9/11. Oder gabs die schon vorher?
Grüße,
Frank
...und dann kaufen wir uns einen Fahrschein nach Brest und wundern uns,
wieso es da keine Franzosen gibt ;-)
Grüße,
Frank
http://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_der_US-Streitkr%C3%A4fte_in_Deutschland
Gut, dass ihr euch den Kopf darueber zerbrecht.
Ich sammle dann die Scherben ein. Abgesehen
davon: diesen Autokennzeichen widmete ich bis-
lang keine Augenblicke. Folglich: mir unbekannt.
Gut zu wissen, was es alles gibt.
K.L.
> >>> Erst nach den RAF-Anschlägen
> >>> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
> >>> für die tourende Freizeittruppe.
>
> >> Interessant zu lesen. War das wirklich so?
>
> > Diese "Lookalike"-Tarnkennzeichen mit HK waren IIRC doch eine Reaktion auf
> > 9/11. Oder gabs die schon vorher?
> http://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_der_US-Streitkr%C3%A4fte...
Dort ist die Panzerkaserne Böblingen als derzeitiger Stationierungsort
von US-Streitkräften angeführt. Das war früher nicht der Fall, da lag
die Deutsch-Französ. Panzerbrigade, die ist wohl verlegt oder
aufgelöst worden - FR
> Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
> bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.
Stimmt, ich ernte regelmäßig Unglauben wenn ich mir erlaube, darauf
hinzuweisen, dass SL für 'Sierra Leone' steht, und eben /nicht/ für
Slowenien.
Ciao
Toscha
--
Wenn Frauen die Welt regierten, gäbe es keine Kriege.
Nur ein paar eifersüchtige Länder, die nicht miteinander reden.
> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
> der Schweiz.
>
> Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
> bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.
Von Slawonien ganz zu schweigen - FR
Heißt das Land, wo die Schlawiner wohnen, nicht Schlawinien?
Ciao
Toscha
--
They sentenced me to twenty years of boredom
For trying to change the system from within
[Leonard Cohen]
> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
> der Schweiz.
Und die mit Chile. Oder wars China?
vG
--
"Das ist Große Koalition: Die einen sagen, wir brauchen ein Auto; die
anderen sagen, wir brauchen ein Motorrad; was wird gekauft? Ein Mülleimer!
Großartig! Super!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
> >> Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
> >> bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.
>
> > Von Slawonien ganz zu schweigen.
>
> Heißt das Land, wo die Schlawiner wohnen, nicht Schlawinien?
Schon wieder falsch! FR
>Frank Hucklenbroich wrote:
>
>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>> der Schweiz.
>
>Und die mit Chile. Oder wars China?
Jedenfalls irgendwo da unten.
Gruß Uwe
--
Du wirst auch in Zukunft damit leben müssen, daß nicht alle
meine Usenet-Beiträge Antworten auf gestellte Fragen sind.
Ralph Babel in desd
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Wieso 'schon wieder'?
Ciao
Toscha
--
Bildung ist, was übrig bleibt,
wenn wir das Gelernte vergessen haben.
[Marquis of Halifax]
> On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
> <vgrin...@gmx.net> wrote:
>
>> Frank Hucklenbroich wrote:
>>
>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>> der Schweiz.
>>
>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>
> Jedenfalls irgendwo da unten.
Unten? China ist doch da hinten links!
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
NP: SWR - Planet Wissen - Blick ins All: Die Rätsel des Universums
>>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>>> der Schweiz.
>>>
>>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>>
>> Jedenfalls irgendwo da unten.
>
> Unten? China ist doch da hinten links!
China links? Von wo aus denn gesehen?
Ciao
Toscha
--
5 kleine Jägermeister wurden kontrolliert,
Ein Polizist nahm's zu genau, da war'n sie noch zu viert.
[Die Toten Hosen]
von Mexiko aus gesehen.
K.L.
> On 09.05.2011 20:04, Dieter Bruegmann wrote:
>> Uwe Schickedanz (9.5.2011 19:41):
>>> On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
>>> <vgrin...@gmx.net> wrote:
>
>>>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>>>> der Schweiz.
>>>>
>>>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>>>
>>> Jedenfalls irgendwo da unten.
>>
>> Unten? China ist doch da hinten links!
>
> China links? Von wo aus denn gesehen?
Von rechts, von wo aus denn sonst?
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
80 * Tauchschniedel +72$ * Käusemacke 17 * Hei-Vieh +47€ * NeBieriker
tel +31 * Walkampf 64,13€ * Zwickmühle 23,62$ * Flächköpper +29,52% *
>>>>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>>>>> der Schweiz.
>>>>>
>>>>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>>>>
>>>> Jedenfalls irgendwo da unten.
>>>
>>> Unten? China ist doch da hinten links!
>>
>> China links? Von wo aus denn gesehen?
>
> Von rechts, von wo aus denn sonst?
Die Vorstellung fällt schwer, aber es leuchtet ein.
Ciao
Toscha
--
Guilty 'til Proved Innocent!
[The Specials]
> China links? Von wo aus denn gesehen?
Von zahlreichen anderen Staatsformen.
vG
--
"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erhöhen, gefährden wir Arbeitsplätze in der Zigarettenindustrie. Und das
meinen die auch nicht ironisch! Also, Herr Schäuble, wenn Sie das Ausüben
von Anschlägen zu sehr erschweren, gefährden Sie Arbeitsplätze in der
Dynamitstangenindustrie!" (Volker Pispers, "Bis neulich")
>> China links? Von wo aus denn gesehen?
>
> Von zahlreichen anderen Staatsformen.
Nun ist, jedenfalls bei strenger Auslegung, China keine Staatsform.
Ciao
Toscha
--
If you don't sin Jesus died for nothing.