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Die Amis - ein Schimpfwort?

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Hanspeter Mathys

unread,
May 4, 2011, 8:19:41 AM5/4/11
to
Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner". Die "Russkis" oder "der
Russe" sind aus dem deutschen Sprachgebrauch längst verschwunden. Kein
Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".

Gruss
hape

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 4, 2011, 8:30:00 AM5/4/11
to
On May 4, 2:19 pm, Hanspeter Mathys <hanspeter-mat...@bluewin.ch>
wrote:

> Kein Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".

Das taete mich wundern.

K.L.

Walter Schmid

unread,
May 4, 2011, 9:05:04 AM5/4/11
to
Hanspeter Mathys schrieb:

Ein für allemal: Wenn ich "Ami" schreibe, dann nur der Kürze
wegen. Eine Abwertung ist so wenig gemeint wie Bewunderung.

Wenn ich "Kreationist" schreibe, ist es extrem abwertend gemeint.
Oder gibt es ein eindeutigeres Schimpfwort dafür?

Nicht jeder Ami ist Kreationist!

Gruss

Walter

--
In 'Sozialen Netzen' und Foren sollte man nicht *mitmachen*,
sondern dort für das weitherum völlig unbekannte Usenet *Reklame*
machen. (Nein, ich bin zu faul, mich selbst deswegen dort
anzumelden).

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 4, 2011, 10:34:03 AM5/4/11
to
On May 4, 3:05 pm, Walter Schmid <paulwaltersch...@vtxmail.ch> wrote:
> Hanspeter Mathys schrieb:
>
> > Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
> > diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
> > die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner". Die "Russkis" oder "der
> > Russe" sind aus dem deutschen Sprachgebrauch längst verschwunden. Kein
> > Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".
>
> Ein für allemal: Wenn ich "Ami" schreibe, dann nur der Kürze
> wegen. Eine Abwertung ist so wenig gemeint wie Bewunderung.
>
> Wenn ich "Kreationist" schreibe, ist es extrem abwertend gemeint.
> Oder gibt es ein eindeutigeres Schimpfwort dafür?
>
> Nicht jeder Ami ist Kreationist!

Der groesste Haufen, der einem im "Amiland" begegnet,
sind vermutlich Latinos und Kreative.

K.L.


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Lars Bräsicke

unread,
May 4, 2011, 7:38:19 PM5/4/11
to

Bei "Ami" fällt mir immer sofort "der alte Ami Rik DeLisle" ein, ein
Rundfunkmoderator wisconsinischer Provenienz, der sich stets selbst so
zu benennen pflegte und womöglich noch pflegt.
Er hat es sicher nicht sonderlich abwertend gebraucht.

Florian Ritter

unread,
May 4, 2011, 8:14:34 PM5/4/11
to
On 4 Mai, 14:19, Hanspeter Mathys <hanspeter-mat...@bluewin.ch> wrote:

> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet.

Eigentlich nicht, genausowenig wie bei Tommies für Engländer.

> Die "Russkis" oder "der Russe" sind aus dem deutschen Sprachgebrauch längst > verschwunden.

Russkis war eigentlich nie im Schwange, die hießen im Landserjargon
Iwans, "der Iwan" oder schlicht Russen (nichtruss. Völkerschaften
eingeschlossen), in der NVA "Kolja" - FR

René

unread,
May 4, 2011, 9:16:25 PM5/4/11
to
On 2011-05-04 17:24:46 -0500, Matthias Opatz <m...@privacy.net> said:

>> Kein Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".
>

> Stimmt das?

Ich hab es noch nie gehört irl.

Paul Ney

unread,
May 5, 2011, 12:43:38 AM5/5/11
to

"Hanspeter Mathys" <hanspete...@bluewin.ch> schrieb am 04.05.2011
14:19 den Newsbeitrag news:92cuis...@mid.individual.net

> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".

M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
Bezeichnung für US-Amerikanern. Ob das auch auf "yankee" zutrifft?
Übrigens, nicht wenige Südamerikaner wollen sich so gar nicht bezeichnen
lassen und verstehen sich als Lateinamerikaner.

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

Joachim Pense

unread,
May 5, 2011, 12:50:17 AM5/5/11
to
Am 05.05.2011 06:43, schrieb Paul Ney:
>
> "Hanspeter Mathys" <hanspete...@bluewin.ch> schrieb am 04.05.2011
> 14:19 den Newsbeitrag news:92cuis...@mid.individual.net
>
>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".
>
> M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
> Bezeichnung für US-Amerikanern.

War "Ami" überhaupt jemals abwertend?

Joachim

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 2:32:41 AM5/5/11
to
On May 5, 6:50 am, Joachim Pense <s...@pense-mainz.eu> wrote:
> Am 05.05.2011 06:43, schrieb Paul Ney:
>
>
>
> > "Hanspeter Mathys" <hanspeter-mat...@bluewin.ch> schrieb am 04.05.2011
> > 14:19 den Newsbeitragnews:92cuis...@mid.individual.net

>
> >> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
> >> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
> >> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".
>
> > M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
> > Bezeichnung für US-Amerikanern.
>
> War "Ami" überhaupt jemals abwertend?

Die Deutschen haben die "Amis" sehr bewundert. Wenn ich
an den Westerwald denke, sagte man ihnen dort Faehigkeiten
nach, die wir Deutschen gar nicht haben. Das Bild vom
"reichen Onkel" aus Amerika, oder der sagenhafte Aufstieg
"vom Tellerwaescher zum Millionaer" praegten das Bild
vom "Ami". Zu diesem Bild gehoerte auch "der" "Bungalow",
ein Wohnhaustyp, der nach dem letzten Weltkrieg im
Westerwald sehr viel gebaut wurde.

Als die Amerikaner im 1.Weltkrieg bis in den Westerwald
mit ihren Fahrzeugen vorrueckten, waren die Bewohner
sprachlos. Sie selbst bewegten sich fast ausschliesslich
mit ihren Pferdefuhrwerken. Automobile gab es noch
kaum. Die "Amis" hatten "alles":

http://4.bp.blogspot.com/_kL4VOte57yY/SSgepuVbR-I/AAAAAAAAAZc/IV1avMkfL40/s1600-h/MT+Grosser+Markt+34.jpg

Das Foto zeigt einen Wagenpark "der Amerikaner" im
Stadtzentrum von Montabaur im Westerwald, als sie
ihren amerikanischen Nationalfeiertag in Montabaur
mit einem Umzug feierten, waehrend sie die Stadt be-
setzt hielten, bevor sie nach Kriegsende des 1.Weltkrieges
abrueckten und das Gebiet den Franzosen ueberliessen,
die bis etwa 1926 blieben.

Seit wann spuckt das Wort "Ami" in deutschen Koepfen?

K.L.


G.O.Tuhls

unread,
May 5, 2011, 2:52:19 AM5/5/11
to
On 5 Mai, 08:32, Karl-Ludwig Diehl wrote:

[something about a region called "Westerwald"]

Ist diese Gegend, in der dem Vernehmen nach der Wind so kalt pfeift,
jemals irgendwie überregional sinnprägend gewesen?

In der einst sog. Selbständigen politischen Einheit Westberlin stand
"der Ami" bis in die Sechzigerjahre für alles Positive und
Erstrebenswerte. Und "der Russe" stand vor der Tür.

Gruß
G.O.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 3:08:53 AM5/5/11
to
On May 5, 8:52 am, "G.O.Tuhls" <g.o.tu...@googlemail.com> wrote:
> On 5 Mai, 08:32, Karl-Ludwig Diehl wrote:
>
> [something about a region called "Westerwald"]
>
> Ist diese Gegend, in der dem Vernehmen nach der Wind so kalt pfeift,
> jemals irgendwie überregional sinnprägend gewesen?

Ich bin vor wenigen Jahren in den Westerwald gegangen,
u.a. um solchen Fragen nachzugehen. Vorher bewegte
ich mich hauptsaechlich in Grossstaedten.
Der Stadt-Land-Gegensatz wird sehr gut deutlich,
wenn man sich nach Grossstadtaufenthalten lange Zeit
in einer Region wie Westerwald aufhaelt. Taunus,
Hunsrueck, Eifel, usw. sind aehnlich strukturiert.

Der Westerwald ist ein Tonabbaugebiet mit keramischer
Industrie, usw.
Im Westerwald organisierte sich Raiffeisen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_Raiffeisen
Daraus:
"Sein Lebenswerk setzte er während seiner Amtszeit in
Flammersfeld fort: Raiffeisen erkannte das Leiden der
Landbevölkerung, die durch Missernten oft auf Wucherer
angewiesen waren. So gründete er den Flammersfelder
Hülfsverein zur Unterstützung unbemittelter Landwirte,
bei dem die Bauern Geld ansparen, aber auch zum An-
kauf von Vieh und Gerät günstig leihen konnten. So half
er der Landwirtschaft und verhinderte endlich die Verar-
mung der bäuerlichen Bevölkerung. In Heddesdorf vollen-
dete Raiffeisen nicht nur seinen Straßenbau, sondern
gründete 1864 auch den Heddesdorfer Darlehnskassen-
verein. Dieser wurde Beispiel vieler Genossenschafts-
banken, von denen es heute 330.000 in aller Welt gibt.
1865 wurde er, 47-jährig, aufgrund seines Augenleidens
pensioniert, widmete sich aber weiter dem Aufbau seiner
Genossenschaft."

Der Westerwald birgt wesentlich mehr.

Den regionalen Raum auf seine Werte hin zu "durchfor-
sten", macht sicher viel Sinn. Im Prinzip wuerde ich
gerne jeden deutschen laendlichen Raum genauer be-
trachten wollen.

> In der einst sog. Selbständigen politischen Einheit Westberlin stand
> "der Ami" bis in die Sechzigerjahre für alles Positive und
> Erstrebenswerte. Und "der Russe" stand vor der Tür.

Umgekehrt gefragt: Wieso stand "der Russe" fuer alles
Schlechte? Und wie sahen "die Deutschen" "den Deutschen"
parallel dazu? Im Westen vom Wirtschaftswunder geblendet,
im Osten vom Sozialismus gewendet? Komische Zeiten.

K.L.


Frank Hucklenbroich

unread,
May 5, 2011, 4:23:47 AM5/5/11
to
Am Thu, 5 May 2011 06:43:38 +0200 schrieb Paul Ney:

> "Hanspeter Mathys" <hanspete...@bluewin.ch> schrieb am 04.05.2011
> 14:19 den Newsbeitrag news:92cuis...@mid.individual.net
>
>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".
>
> M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
> Bezeichnung für US-Amerikanern. Ob das auch auf "yankee" zutrifft?

Yankee kenne ich eher als Schimpfwort für US-Amerikaner. Yankees sind die
hemdsärmligen Cowboys, die nicht viel in der Birne haben. In Südamerika
wird das gerne verwendet, dort als "Yanqui".

> Übrigens, nicht wenige Südamerikaner wollen sich so gar nicht bezeichnen
> lassen und verstehen sich als Lateinamerikaner.

Was ja auch nachvollziehbar ist.

Die nennen ihre nördlichen Nachbarn (neben "Yanqui") ja auch gerne
"Gringos", womit ebenfalls hauptsächlich US-Amerikaner gemeint sind. Wenn
man z.B. als Deutscher in Südamerika unterwegs ist, kann ein "No Gringos,
somoz Alemanes" direkt die Laune des Gegenüber steigen lassen. Gringos sind
tendentiell verhaßt, Europäer nicht (mal abgesehen von Spaniern und
Portugiesen, da gibt es mitunter gewisse hinstorisch gewachsene
Ressentiments).

Grüße,

Frank

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 4:35:20 AM5/5/11
to
On May 5, 10:23 am, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>
wrote:

Wenn
> man z.B. als Deutscher in Südamerika unterwegs ist, kann ein "No Gringos,
> somoz Alemanes" direkt die Laune des Gegenüber steigen lassen. Gringos sind
> tendentiell verhaßt, Europäer nicht (mal abgesehen von Spaniern und
> Portugiesen, da gibt es mitunter gewisse hinstorisch gewachsene
> Ressentiments).

Dieses "No gringos, somos alemanes" schafft
wirklich sofort einen Perspektivwechsel. Es
kann Dir aber passieren, dass jemand auf
"los germanos" und "los nazis" umschwenkt,
um Dich zu aergern. Dann befindest Du Dich
in der "Yankee"-Situation und ueber Dich wird
hergezogen.

Auf Manhattan wurde ich beim Einkauf einiger
Flaschen Bier gefragt, woher ich stamme. Als
ich sagte, aus Deutschland, schallte mir ein
"Hitler ist super!" entgegen. Die hatten den
Obama-Hitler-Vergleich falsch verarbeitet, als
die Palin-Fraktion letzthin solche dummen
Vergleiche produzierte, um Wahlen zu gewinnen.

Die Massenbegeisterung in den Staaten fuer
einen "Systemwechsel" und die Wahl eines
Schwarzen zum Praesidenten waren dummer-
weise mit der "Massenbegeisterung" fuer Hit-
ler im kaputten Deutschland gleichgesetzt
worden.

K.L.

Roland Franzius

unread,
May 5, 2011, 4:49:57 AM5/5/11
to

Ja, ich meine mich auch an derartige Stellen by Karl May zu erinnern.

--

Roland Franzius

Jürgen R.

unread,
May 5, 2011, 4:52:47 AM5/5/11
to

"Matthias Opatz" <m...@privacy.net> schrieb im Newsbeitrag
news:bl54orcbbhx1$.1m2t1nwze96l2$.dlg@40tude.net...
> Hanspeter Mathys schrieb:


>
>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet.
>

> Muss nicht. Manchmal einfach nur salopp.


>
>> Korrekt wäre doch:
>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner". Die "Russkis"
>

> Nie gehört


>
>> oder "der Russe" sind aus dem deutschen Sprachgebrauch längst
>> verschwunden.
>

> Kann ich nicht bestätigen. Oder meinst Du nur Zeitungsdeutsch?


>
>> Kein Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".
>

> Stimmt das?

Nein, aber "Hun" ist vielleicht verbreiteter. Auch "Fritz", "Heinie", "Nazi"
und
"Boche" gibt es noch.

>
> Matthias
>
> --
> Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
> Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. Prof. Galletti
> Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? ==> <http://www.galletti.de/>
> == Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==

Hanspeter Mathys

unread,
May 5, 2011, 4:58:48 AM5/5/11
to
Am 05.05.2011 10:23, schrieb Frank Hucklenbroich:

Dier Wortherkunft von "Yankee" ist ein anderer:
Der Spitzname „Yankee" wurde von den Südstaatlern (Dixies) abschätzig
für die Soldaten der Union gebraucht (amerikanischer Bürgerkrieg).

Die *Dixies* gegen die *Yankees*
hape

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 5:03:13 AM5/5/11
to

Karl May? :-))

Es gibt Buecher, die nachhaltig praegen, das stimmt.

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 5:05:33 AM5/5/11
to
On May 5, 10:58 am, Hanspeter Mathys <hanspeter-mat...@bluewin.ch>
wrote:

> Am 05.05.2011 10:23, schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>
>
>
>
> > Am Thu, 5 May 2011 06:43:38 +0200 schrieb Paul Ney:
>
> >> "Hanspeter Mathys"<hanspeter-mat...@bluewin.ch>  schrieb am 04.05.2011
> >> 14:19 den Newsbeitragnews:92cuis...@mid.individual.net

>
> >>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
> >>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
> >>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".
>
> >> M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
> >> Bezeichnung für US-Amerikanern. Ob das auch auf "yankee" zutrifft?
>
> > Yankee kenne ich eher als Schimpfwort für US-Amerikaner. Yankees sind die
> > hemdsärmligen Cowboys, die nicht viel in der Birne haben. In Südamerika
> > wird das gerne verwendet, dort als "Yanqui".
>
> >> Übrigens, nicht wenige Südamerikaner wollen sich so gar nicht bezeichnen
> >> lassen und verstehen sich als Lateinamerikaner.
>
> > Was ja auch nachvollziehbar ist.
>
> > Die nennen ihre nördlichen Nachbarn (neben "Yanqui") ja auch gerne
> > "Gringos", womit ebenfalls hauptsächlich US-Amerikaner gemeint sind. Wenn
> > man z.B. als Deutscher in Südamerika unterwegs ist, kann ein "No Gringos,
> > somoz Alemanes" direkt die Laune des Gegenüber steigen lassen. Gringos sind
> > tendentiell verhaßt, Europäer nicht (mal abgesehen von Spaniern und
> > Portugiesen, da gibt es mitunter gewisse hinstorisch gewachsene
> > Ressentiments).
>
> > Grüße,
>
> > Frank
>
> Dier Wortherkunft von "Yankee" ist ein anderer:
> Der Spitzname „Yankee" wurde von den Südstaatlern (Dixies) abschätzig
> für die Soldaten der Union gebraucht (amerikanischer Bürgerkrieg).
>
> Die *Dixies* gegen die *Yankees*

Immer wieder gut, daran zu erinnern.

Das "Dixies" hat sich den "Latinos"
offensichtlich nicht so eingepraegt,
"yanqui" gefaellt ihnen besser, um
sich zu "be-eumeln".

K.L.

Paul Ney

unread,
May 5, 2011, 8:36:05 AM5/5/11
to

"Joachim Pense" <sn...@pense-mainz.eu> schrieb am 05.05.2011 06:50 den
Newsbeitrag news:92eokh...@mid.individual.net

So allg. könnte ich das nicht beantworten; wer Heute Anti-USA eingestellt
ist, könnte sich durch Aussprache bzw. Betonung "verraten".

Rückblick aufs Kriegsende: Einige Zeit mußten alle Druckerzeugnisse von
der Militärregierung genehmigt werden, "Ami" kommt in keinem der mir
bekannten Büchern vor. Das mag auch von einer Art Selbstdisziplin der
Autoren kommen.

MfG, PY [Paul_Ney/at/t-online.de]

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Roland Franzius

unread,
May 5, 2011, 8:49:21 AM5/5/11
to
Am 05.05.2011 14:40, schrieb Ralf Heinrich Arning:

> Hanspeter Mathys<hanspete...@bluewin.ch> wrote:
>
>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet.
>
> Das hängt davon ab, mit welchen Leuten Du verkehrst.

>
>> Korrekt wäre doch:
>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner". Die "Russkis" oder "der
>> Russe" sind aus dem deutschen Sprachgebrauch längst verschwunden. Kein
>> Amerikaner spricht mehr von den "Krauts".
>
> "Russki" ist mir völlig fremd. Meinst Du vielleicht "der Iwan"? Das sagt
> auch keiner mehr.
>
> Die verschärfte Verallgemeinerungsform im Singular (der Ami, der Russe,
> der Yugo) mag bei schlichten Gemütern noch verbreitet sein, gehört
> ansonsten der Vergangenheit an. Wenn "Ami" in dieser Weise gebraucht
> wird, dann ist es möglicherweise abwertend gemeint. Der Plural gibt das
> nicht her.
>
> Wenn von "den Amis" die Rede ist, hängt es vom Zusammenhang ab, wie es
> gemeint ist. Wenn im Eishockey "die Amis gegen die Finnen" spielen,
> liegt darin überhaupt keine Abwertung. Sollte jemand sagen, daß "die
> US-Amerikaner gegen die Finnen" spielen, beschliche mich das ungute
> Gefühl, daß dieser Mensch dreißig Lichtjahre hinterm Mond lebt.

Außerdem spuckt der Phrasendrescher bei sportlichem Anlass immer
"US-Boys" oder wenn es um Geld geht, Wallstreet-Junkies aus.

--

Roland Franzius

=IP=

unread,
May 5, 2011, 9:29:06 AM5/5/11
to
Am 05.05.2011 10:58, schrieb Hanspeter Mathys:
[...]
> Dier Wortherkunft
... also Ethymologie ...

> von "Yankee" ist ein anderer:

Man/frau darf jetzt gespannt sein?

> Der Spitzname „Yankee" wurde von den Südstaatlern (Dixies) abschätzig
> für die Soldaten der Union gebraucht (amerikanischer Bürgerkrieg).

Hervorragend ... nur nix Genaues zur angekündigten Klärung
der Wortherkunft! Denn Wortherkunft meint
etwas anderes als Wortgebrauch!

> Die *Dixies* gegen die *Yankees*

Is ja gut! ... Trotzdem ein Schuss in den Ofen!

> hape
... im zweiten Anlauf?


-Ingrid-

Michael J

unread,
May 5, 2011, 10:16:33 AM5/5/11
to
Joachim Pense:

> War "Ami" überhaupt jemals abwertend?

in "Bel Ami" schon mal nicht!
/M

René

unread,
May 5, 2011, 11:41:14 AM5/5/11
to
On 2011-05-05 03:23:47 -0500, Frank Hucklenbroich
<Hucklen...@aol.com> said:

> Yankee kenne ich eher als Schimpfwort für US-Amerikaner. Yankees sind die
> hemdsärmligen Cowboys, die nicht viel in der Birne haben.

Und die würden sich an selbige Birne fassen, weil für _die_ ist
"Yankee" das Schimpfwort für Leute aus den Nordstaaten.

Joachim Pense

unread,
May 5, 2011, 11:45:08 AM5/5/11
to

Ich kannte Yankee auch immer nur als Bezeichnung für Nordstaatler. Ich
bin überrascht, dass es für Amis allgemein so verbreitet ist.

Joachim

Florian Ritter

unread,
May 5, 2011, 12:19:39 PM5/5/11
to

NVA-Feldwebel hatten bei Nachlässigkeiten der Wachen des Kasernements
die Befürchtung, der Ami könnte auf dem Appellplatz stehen und
Kaugummis verteilen.

FR

Florian Ritter

unread,
May 5, 2011, 12:23:26 PM5/5/11
to
On 5 Mai, 09:08, Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:

> Den regionalen Raum auf seine Werte hin zu "durchfor-
> sten", macht sicher viel Sinn. Im Prinzip wuerde ich
> gerne jeden deutschen laendlichen Raum genauer be-
> trachten wollen.

Ich mache mich erbötig, Dich als Erntehelfer bei der
Hackfruchtkampagne in Vorpommern zu vermitteln - vor allem bei Frost
ist das ein eindrückliches Erlebnis.

FR

Florian Ritter

unread,
May 5, 2011, 12:28:19 PM5/5/11
to
On 5 Mai, 10:35, Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:
> On May 5, 10:23 am, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com>

> Dieses "No gringos, somos alemanes" schafft


> wirklich sofort einen Perspektivwechsel. Es
> kann Dir aber passieren, dass jemand auf
> "los germanos" und "los nazis" umschwenkt,
> um Dich zu aergern. Dann befindest Du Dich
> in der "Yankee"-Situation und ueber Dich wird
> hergezogen.
>
> Auf Manhattan wurde ich beim Einkauf einiger
> Flaschen Bier gefragt, woher ich stamme. Als
> ich sagte, aus Deutschland, schallte mir ein
> "Hitler ist super!" entgegen. Die hatten den
> Obama-Hitler-Vergleich falsch verarbeitet, als
> die Palin-Fraktion letzthin solche dummen
> Vergleiche produzierte, um Wahlen zu gewinnen.

Als ein Kollege meines Vaters in Paraguay eintraf, hatte man zu seinen
Ehren einen LKW aufs Flugfeld parkiert, an dessen seitlicher Bordwand
mit weißer Ölfarbe geschrieben stand: Heil Hitler!

FR

Florian Ritter

unread,
May 5, 2011, 12:29:53 PM5/5/11
to
On 5 Mai, 10:49, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:

> > Die nennen ihre nördlichen Nachbarn (neben "Yanqui") ja auch gerne
> > "Gringos", womit ebenfalls hauptsächlich US-Amerikaner gemeint sind. Wenn
> > man z.B. als Deutscher in Südamerika unterwegs ist, kann ein "No Gringos,
> > somoz Alemanes" direkt die Laune des Gegenüber steigen lassen. Gringos sind
> > tendentiell verhaßt, Europäer nicht (mal abgesehen von Spaniern und
> > Portugiesen, da gibt es mitunter gewisse hinstorisch gewachsene
> > Ressentiments).
>
> Ja, ich meine mich auch an derartige Stellen by Karl May zu erinnern.

Franzius läßt mal wieder den Bildungsbürger meterlang raushängen - FR

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 12:38:09 PM5/5/11
to

Das Gefriertrocknen von tapferen Rittern
geht auf die Andenvoelker zurueck. Vor-
schlag ausgezeichnet, Sir!

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 12:51:26 PM5/5/11
to

Ich kann's mir vorstellen. Es gibt dort viele Besonder-
heiten. Als ich von Brasilien aus die Grenze passieren
wollte, meinte man, der Eintritt in ihr Paradies koste
50 Dollar. Ich konnte ihn auf 20 Dollar herunterhandeln.
Meinen Pass bekam ich trotzdem nicht mehr zurueck.
Den musste ich spaeter ueber die Deutsche Botschaft
in Asuncion aus einem ihrer Staatsgebaeude wieder-
holen lassen. Das Botschaftspersonal hatte mich danach
irgendwohin verschleppt, wo sich in laendlicher Gegend
ein Restaurant befand, um mich in die einheimische
Kueche einzufuehren. Die beiden Girls hatten viel
Spass mit mir, da sie Unmengen an Fleisch auftischen
liessen, um zu sehen, wie ich reagiere, usw. Es war
eine sehr lustige Zeit.

K.L.


Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 12:52:42 PM5/5/11
to

Lagerfeld schwaermte neulich von so
einem "Bel Ami".

K.L.

Oliver Cromm

unread,
May 5, 2011, 12:56:55 PM5/5/11
to
* Joachim Pense:

Aus der Außensicht gibt es doch gar keine Nord- und Südstaatler, das ist
heutzutage nur Innenperspektive. Und der Großteil der heutigen
Bevölkerung ist eh weder - noch, weil nach der Vereinigung eingewandert.

--
Microsoft designed a user-friendly car:
instead of the oil, alternator, gas and engine
warning lights it has just one: "General Car Fault"

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 1:02:54 PM5/5/11
to
On May 5, 6:56 pm, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:
> * Joachim Pense:

>
> > Am 05.05.2011 17:41, schrieb Ren :
> >> On 2011-05-05 03:23:47 -0500, Frank Hucklenbroich
> >> <Hucklenbroic...@aol.com> said:
>
> >>> Yankee kenne ich eher als Schimpfwort fuer US-Amerikaner. Yankees sind die
> >>> hemdsaermligen Cowboys, die nicht viel in der Birne haben.
>
> >> Und die wuerden sich an selbige Birne fassen, weil fuer _die_ ist "Yankee"
> >> das Schimpfwort fuer Leute aus den Nordstaaten.
>
> > Ich kannte Yankee auch immer nur als Bezeichnung fuer Nordstaatler. Ich
> > bin ueberrascht, dass es fuer Amis allgemein so verbreitet ist.
>
> Aus der Aussensicht gibt es doch gar keine Nord- und Suedstaatler, das ist
> heutzutage nur Innenperspektive. Und der Grossteil der heutigen
> Bevoelkerung ist eh weder - noch, weil nach der Vereinigung eingewandert.

Das stimmt auf's Haarkleinste. In Lateinamerika
spricht jeder von Yanquis. Die wenigsten kennen
die US-Geschichte, aber alle den Yankee oder
gringo.

K.L.


Joachim Pense

unread,
May 5, 2011, 1:07:08 PM5/5/11
to
Am 05.05.2011 18:56, schrieb Oliver Cromm:
> * Joachim Pense:
>

>> Ich kannte Yankee auch immer nur als Bezeichnung für Nordstaatler. Ich
>> bin überrascht, dass es für Amis allgemein so verbreitet ist.
>
> Aus der Außensicht gibt es doch gar keine Nord- und Südstaatler, das ist
> heutzutage nur Innenperspektive. Und der Großteil der heutigen
> Bevölkerung ist eh weder - noch, weil nach der Vereinigung eingewandert.
>

Das hab ich aber anders in Erinnerung. In den 60ern und 70ern war das
noch klar ein Thema. Rassenunruhen, Southern Rock, die rechten
Südstaaten-Demokraten, Auch Literaturfilmfernsehen, die Zweiteilung
wurde betont. Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
auch die meisten gelesen.


Joachim

Joachim Pense

unread,
May 5, 2011, 1:08:05 PM5/5/11
to
Am 05.05.2011 19:02, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

>
> Das stimmt auf's Haarkleinste. In Lateinamerika
> spricht jeder von Yanquis. Die wenigsten kennen
> die US-Geschichte, aber alle den Yankee oder
> gringo.
>

"Meine" Kolumbianer sagen Gringo.

Joachim

Volker Gringmuth

unread,
May 5, 2011, 1:58:29 PM5/5/11
to
Karl-Ludwig Diehl wrote:

> Lagerfeld schwaermte neulich von so
> einem "Bel Ami".

Jo klar. Um Pispers zu zitieren: Es ist ein ganz wundervolles Land, das
Problem sind die Menschen, die dort wohnen und deren Gemütsverfassung
mit „naiv“ noch sehr wohlwollend umschrieben ist. Sie wissen von der
Weltpolitik nur eines: „Wir sind die Guten“.


vG

--
"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erhöhen, gefährden wir Arbeitsplätze in der Zigarettenindustrie. Und das
meinen die auch nicht ironisch! Also, Herr Schäuble, wenn Sie das Ausüben
von Anschlägen zu sehr erschweren, gefährden Sie Arbeitsplätze in der
Dynamitstangenindustrie!" (Volker Pispers, "Bis neulich")

René

unread,
May 5, 2011, 2:40:37 PM5/5/11
to

Das kommt, weil die hispanischen Mitbewohner alle ein bissi langsam
schalten, wenn die Ampel umspringt, und das ständige Gebrüll: "It's
green! GO!" der Anglos sich einprägt.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 3:51:16 PM5/5/11
to

Mein deutsch-kolumbianischer Nachwuchs
sagt das nicht, da gut erzogen.

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 5, 2011, 3:58:02 PM5/5/11
to
On May 5, 7:58 pm, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:
> Karl-Ludwig Diehl wrote:
> > Lagerfeld schwaermte neulich von so
> > einem "Bel Ami".
>
> Jo klar. Um Pispers zu zitieren: Es ist ein ganz wundervolles Land, das
> Problem sind die Menschen, die dort wohnen /.../ Sie wissen von der

> Weltpolitik nur eines: „Wir sind die Guten“.

Keine Ahnung, wer Pipers ist, aber er scheint, so wie ich
nicht, "alle 310.955.497 Amerikaner" zu kennen und ist des-
wegen ein Berufener, der etwas ueber die "32 Einwohner pro km²"
dieses Landes aussagen kann.

Gut, dass es solche Menschen gibt. Wir waeren sonst ohne
Orientierung und litten an dieser modernen Krankheit der
"Orientierungslosigkeit".

K.L.

Wolfgang Krietsch

unread,
May 5, 2011, 5:29:02 PM5/5/11
to
Joachim Pense wrote:

>War "Ami" überhaupt jemals abwertend?

Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".

Bye

woffi

--
Congratulations - you're the first human to fail the Turing-Test.
(Dilbert)

Oliver Cromm

unread,
May 5, 2011, 6:08:50 PM5/5/11
to
* Volker Gringmuth:

> Es ist ein ganz wundervolles Land, das
> Problem sind die Menschen, die dort wohnen

Eine Feststellung, die erfahrungsgemäß über jedes Land getroffen wird.
Von Besuchern, wie auch Auswanderern oder potentiellen solchen.

--
Press any key to continue or any other key to quit.

Oliver Cromm

unread,
May 5, 2011, 6:08:51 PM5/5/11
to
* Joachim Pense:

> Am 05.05.2011 18:56, schrieb Oliver Cromm:
>> * Joachim Pense:
>>
>
>>> Ich kannte Yankee auch immer nur als Bezeichnung für Nordstaatler. Ich
>>> bin überrascht, dass es für Amis allgemein so verbreitet ist.
>>
>> Aus der Außensicht gibt es doch gar keine Nord- und Südstaatler, das ist
>> heutzutage nur Innenperspektive. Und der Großteil der heutigen
>> Bevölkerung ist eh weder - noch, weil nach der Vereinigung eingewandert.
>
> Das hab ich aber anders in Erinnerung. In den 60ern und 70ern war das
> noch klar ein Thema. Rassenunruhen, Southern Rock, die rechten
> Südstaaten-Demokraten,

Das hast Du falsch verstanden. Natürlich kann man sich mit der
historischen Zweiteilung und ihren Folgen in der amerikanischen
Gesellschaft beschäftigen; zu dem Zweck nimmt man tunlichst die
Innenperspektive ein.

Wenn es aber zu einer anderen Gelegenheit um die Amerikaner als Besatzer
in Deutschland oder den amerikanischen Kulturimperialismus geht, dann
nehme ich die Außenperspektive ein, da sind sie alle nur noch
Amerikaner. Bei den Soldaten ist das ganz deutlich, die handeln ja im
offiziellen Auftrag der Vereinigten Staaten, nicht der Nord- oder der
Südstaaten. Sonst wäre ich vielleicht zu dem Schluß gekommen, es handle
sich um georgischen Imperialismus (Carter + Coca-Cola).

Und dann, mal abgesehen vom inhaltlichen, könnte ich den Begriff Yankee
in der engeren Bedeutung nicht gezielt anwenden, weil mir der
Gegenbegriff fehlt.

> Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
> auch die meisten gelesen.

Und um das damalige Deutschland zu verstehen, hättest Du die Chronik der
Sperlingsgasse und Schach von Wuthenow empfohlen, um mal zwei etwa
gleich aktuelle Werke zu nennen?

Es gibt ja noch viel mehr Perspektiven, als ich wußte:

| To foreigners, a Yankee is an American.
| To Americans, a Yankee is a Northerner.
| To Northerners, a Yankee is an Easterner.
| To Easterners, a Yankee is a New Englander.
| To New Englanders, a Yankee is a Vermonter.
| And in Vermont, a Yankee is somebody who eats pie for breakfast.
<http://en.wikipedia.org/wiki/Yankee>

--
'Ah yes, we got that keyboard from Small Gods when they threw out their
organ. Unfortunately for complex theological reasons they would only
give us the white keys, so we can only program in C'.
Colin Fine in sci.lang

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Florian Ritter

unread,
May 5, 2011, 6:26:18 PM5/5/11
to
On 5 Mai, 18:38, Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:

> > Ich mache mich erbötig, Dich als Erntehelfer bei der
> > Hackfruchtkampagne in Vorpommern zu vermitteln - vor allem bei Frost
> > ist das ein eindrückliches Erlebnis.
>
> Das Gefriertrocknen von tapferen Rittern geht auf die Andenvoelker zurueck.

Wie darf ich das verstehen?

> Vorschlag ausgezeichnet, Sir!

Tadellose Haltung, der Mann - zurücktreten ins Glied!

FR

Florian Ritter

unread,
May 5, 2011, 6:32:12 PM5/5/11
to
On 5 Mai, 19:58, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:

> > Lagerfeld schwaermte neulich von so einem "Bel Ami".

Klare Sache, er meinte mich.

> Jo klar. Um Pispers zu zitieren (...)

Also, mal gelinde gesagt, Dein Verhältnis zu dessen Hervorbringungen
erscheint mir etwas problematisch - FR

Roland Franzius

unread,
May 6, 2011, 1:30:44 AM5/6/11
to
Am 06.05.2011 00:08, schrieb Oliver Cromm:
> * Volker Gringmuth:
>
>> Es ist ein ganz wundervolles Land, das
>> Problem sind die Menschen, die dort wohnen
>
> Eine Feststellung, die erfahrungsgemäß über jedes Land getroffen wird.
> Von Besuchern, wie auch Auswanderern oder potentiellen solchen.
>

Kazantzakis soll das auch über seine Landsleute gesagt haben:
Griechenland wäre das schönste Land der Welt, wenn dort keine Griechen
lebten.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
May 6, 2011, 1:51:49 AM5/6/11
to
Am 06.05.2011 00:11, schrieb Rüdiger Silberer:
> Am 05.05.2011 schrieb Joachim Pense:
>
>> Am 05.05.2011 06:43, schrieb Paul Ney:
>>>
>>> "Hanspeter Mathys"<hanspete...@bluewin.ch> schrieb am 04.05.2011
>>> 14:19 den Newsbeitrag news:92cuis...@mid.individual.net
>>>
>>>> Wenn von "den Amis" die Rede ist, beschleicht mich das ungute Gefühl,
>>>> diese Bezeichnung werde bewusst abwertend verwendet. Korrekt wäre doch:
>>>> die "US-Amerikaner", ev. auch "die Amerikaner".
>>>
>>> M.W. ist "Ami" schon seit längerer Zeit keine (irgendwie) negative
>>> Bezeichnung für US-Amerikanern.

>>
>> War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
>
> Meiner Meinung nach war es nie abwertend. Bei uns im Ansbacher Raum
> werden die hier stationierten Amerikaner schon immer so genannt.

Ami, Tommi, Iwan waren die Kurzbezeichungen der Feinde im WWII und
wurden demgemäß je nach Inhalt der Nachricht abwertend oder
furchterregend eingesetzt. Der Tommi ist ein armes Schwein, aber eine
ehrliche Haut, der Ami verteilt haufenweise Granaten und rückt erst dann
vor, wenn keiner mehr schießt, um dann Kaugummi zu verteilen. Wenn der
Iwan vor der Tür steht, versteckt man die weiblichen Familienangehörigen
oder diese erschießen sich mit der vorsorglich beim letzten Fronturlaub
vom Ehemann daheim gelassenen Pistole.

Tommi und Iwan habe ich im Westen nach dem 5.5.55 nicht mehr gehört, die
verbliebene Präsenz der Briten im Norden der BRD war kaum wahrnehmbar,
nach den IRA-Anschlägen überhaupt nicht mehr.

Die Präsenz der Amis war dagegen, besonders zwischen Frankfurt, Würzburg
und Bad Reichenhall, unübersehbar. Hessen und Bayern machten irgendwie
immer den Eindruck besetzter Länder. Erst nach den RAF-Anschlägen
entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
für die tourende Freizeittruppe.

--

Roland Franzius

Joachim Parsch

unread,
May 6, 2011, 2:37:33 AM5/6/11
to

Wolfgang Krietsch schrieb:


>
> Joachim Pense wrote:
>
> >War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
>
> Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
> über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".

"Amerikaner" sage ich nur manchmal beim Bäcker, wenn ich einen flachen
Teigrundling mit Schokoladen- und/oder Zuckerglasur käuflich erwerben will.

Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika sind im hier üblichen
Sprachgebrauch völlig neutral "Amis", eine abwertende Bedeutung kann dabei
nur durch den Kontext entstehen.

Gruß
Joachim

Gerald Fix

unread,
May 6, 2011, 2:53:03 AM5/6/11
to
On Thu, 05 May 2011 23:29:02 +0200, Wolfgang Krietsch
<wof...@nurfuerspam.de> wrote:

>Joachim Pense wrote:
>
>>War "Ami" überhaupt jemals abwertend?
>
>Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
>über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".

Das kann ich nicht bestätigen. Ich verwende das Wort neutral.

--
Viele Grüße
Gerald Fix

Gerald Fix

unread,
May 6, 2011, 2:53:03 AM5/6/11
to
On Fri, 06 May 2011 07:51:49 +0200, Roland Franzius
<roland....@uos.de> wrote:

>vom Ehemann daheim gelassenen Pistole.

Daheimgelassenen, oder?

34.2. scheint da keinen Spielraum zu lassen.

Joachim Parsch

unread,
May 6, 2011, 2:54:34 AM5/6/11
to

Oliver Cromm schrieb:
>
> * Joachim Pense:


> > Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
> > auch die meisten gelesen.
>
> Und um das damalige Deutschland zu verstehen, hättest Du die Chronik der
> Sperlingsgasse und Schach von Wuthenow empfohlen, um mal zwei etwa
> gleich aktuelle Werke zu nennen?

Ganz unabhängig von den genannten Werken halte ich zeitgenössische
fiktionale Literatur durchaus für gut geeignet, um Einblick in Kulturen
und Lebensweisen zu erhalten.

Fontane ist da sicher nicht schlecht (das genannte Werk kenne ich allerdings
nicht), von Raabe habe ich bis jetzt noch nichts gelesen.

Gruß
Joachim

Roland Franzius

unread,
May 6, 2011, 3:20:13 AM5/6/11
to
Am 06.05.2011 08:53, schrieb Gerald Fix:
> On Fri, 06 May 2011 07:51:49 +0200, Roland Franzius
> <roland....@uos.de> wrote:
>
>> vom Ehemann daheim gelassenen Pistole.
>
> Daheimgelassenen, oder?
>
> 34.2. scheint da keinen Spielraum zu lassen.
>

Ja, ich hätte genauer "daheim zurückgelassenen" schreiben müssen. Geräte
lässt man ia nicht daheim.

--

Roland Franzius

Volker Gringmuth

unread,
May 6, 2011, 3:59:23 AM5/6/11
to
Oliver Cromm wrote:

> * Volker Gringmuth:
>
> > Es ist ein ganz wundervolles Land, das
> > Problem sind die Menschen, die dort wohnen
>
> Eine Feststellung, die erfahrungsgemäß über jedes Land getroffen wird.
> Von Besuchern, wie auch Auswanderern oder potentiellen solchen.

’türlich. Es gibt wohl auch kein Land, das noch nicht in irnkeiner
geographischen Publikation als „Land der Gegensätze“ attributiert worden
wäre.


vG

--
"Das ist Große Koalition: Die einen sagen, wir brauchen ein Auto; die
anderen sagen, wir brauchen ein Motorrad; was wird gekauft? Ein Mülleimer!
Großartig! Super!" (Volker Pispers, "Bis neulich")

Volker Gringmuth

unread,
May 6, 2011, 4:03:47 AM5/6/11
to
Roland Franzius wrote:

> Wenn der Iwan vor der Tür steht, versteckt man die weiblichen Familienangehörigen

Jaja, das war nicht einfach, da der Russe ja seit 1948 praktisch permanent
vor der Tür stand. Kann sich noch jemand an die Hysterie erinnern, mit der
die Frauen damals 1990 bei der Befreiung auf Tageslicht reagiert haben?


vG

--
"Wenn auf einem Parteitag zwei Leute für denselben Job kandidieren, dann
schreibt die Presse gleich von einer Kampf-kan-di-da-tur! Oooh, eine
Kampfkandidatur! Wenn nur einer antritt, dann ist es 'ne Wahl." (Volker
Pispers, "Bis neulich")

Andreas Scharrer

unread,
May 6, 2011, 4:10:17 AM5/6/11
to
Am 06.05.2011 07:51, schrieb Roland Franzius:

> Die Präsenz der Amis war dagegen, besonders zwischen Frankfurt, Würzburg
> und Bad Reichenhall, unübersehbar. Hessen und Bayern machten irgendwie
> immer den Eindruck besetzter Länder. Erst nach den RAF-Anschlägen
> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
> für die tourende Freizeittruppe.

Mittlerweile verwenden sie zwar ganz normale deutsche Kennzeichen an
ihren Privatfahrzeugen, man erkennt sie aber trotzdem sofort:
zweizeiliges Nummernschild, ungewöhnliche Blinker.

Frank Hucklenbroich

unread,
May 6, 2011, 4:31:38 AM5/6/11
to

Werden die "Lookalike"-Kennzeichen nicht mehr verwendet?

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:HK-Nummernschild.jpg&filetimestamp=20060709115349

Ich meine, davon sieht man noch einige.

Die meisten Fahrzeuge fallen natürlich auch so auf (dicke Pickup-Trucks,
andere Modellbezeichnungen, weiße Blinker u.s.w.).

Grüße,

Frank

Wolfgang Krietsch

unread,
May 6, 2011, 4:34:48 AM5/6/11
to
Gerald Fix wrote:

Dann mag das auch an den Leuten liegen, die ich kenne und die das Wort
überhaupt verwenden. Mag auch daran liegen, dass ich in den letzten Jahren
ein paar mal in den USA wahr und in meinem privaten Umfeld sich einige dazu
berufen fühlen, mir zu erklären, warum sie "zu den doofen Amis" nicht
fahren würden.

Andreas Scharrer

unread,
May 6, 2011, 4:54:27 AM5/6/11
to
Am 06.05.2011 10:31, schrieb Frank Hucklenbroich:

> Am Fri, 06 May 2011 10:10:17 +0200 schrieb Andreas Scharrer:
>
>> Am 06.05.2011 07:51, schrieb Roland Franzius:

[...]


>>> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
>>> für die tourende Freizeittruppe.
>>
>> Mittlerweile verwenden sie zwar ganz normale deutsche Kennzeichen an

>> ihren Privatfahrzeugen, [...]

Werden zumindest nicht mehr neu ausgegeben, soweit ich weiß.
HK und AD waren ja unauffällig, AF aber eher kontraproduktiv.

Frank Hucklenbroich

unread,
May 6, 2011, 7:13:07 AM5/6/11
to
Am Fri, 06 May 2011 10:34:48 +0200 schrieb Wolfgang Krietsch:

> Gerald Fix wrote:
>
>>On Thu, 05 May 2011 23:29:02 +0200, Wolfgang Krietsch
>><wof...@nurfuerspam.de> wrote:
>>
>>>
>>>Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
>>>über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".
>>
>>Das kann ich nicht bestätigen. Ich verwende das Wort neutral.
>
> Dann mag das auch an den Leuten liegen, die ich kenne und die das Wort
> überhaupt verwenden. Mag auch daran liegen, dass ich in den letzten Jahren
> ein paar mal in den USA wahr und in meinem privaten Umfeld sich einige dazu
> berufen fühlen, mir zu erklären, warum sie "zu den doofen Amis" nicht
> fahren würden.

Der Spruch mit den "doofen Amis" ist aber schon Jahrzehnte alt. Ich
erinnere mich noch an einen Besuch bei einem Autohändler im Jahre 1990, der
eine US-Version des Mazda MX-5 (die hießen "Miata") zum Verkauf anbot. Nach
den Unterschieden zur europäischen Version befragt meinte er, daß diese
Autos sich nur starten ließen, wenn die Kupplung durchgetreten sei. Zitat:
"Damit die doofen Amis beim Start nicht gegen die Garagenwand fahren, wenn
sie die Kupplung vergessen haben".

In der Anleitung meines amerikanischen Autos finden sich auch so ein paar
Schmankerl, die in eine ähnliche Richtung gehen ("Das Fahren mit geöffneter
Motorhaube ist gefährlich, da es die Sicht behindert").

Ja, ich weiß, daß diese Sprüche da stehen, um teure Schadenersatzklagen zu
verhindern. Trotzdem werden die vorhandenen Vorurteile da natürlich aufs
Feinste bedient.

Grüße,

Frank

Lothar Frings

unread,
May 6, 2011, 7:44:30 AM5/6/11
to
Frank Hucklenbroich tat kund:

> Der Spruch mit den "doofen Amis" ist aber schon Jahrzehnte alt. Ich
> erinnere mich noch an einen Besuch bei einem Autohändler im Jahre 1990, der
> eine US-Version des Mazda MX-5 (die hießen "Miata") zum Verkauf anbot. Nach
> den Unterschieden zur europäischen Version befragt meinte er, daß diese
> Autos sich nur starten ließen, wenn die Kupplung durchgetreten sei. Zitat:
> "Damit die doofen Amis beim Start nicht gegen die Garagenwand fahren, wenn
> sie die Kupplung vergessen haben".
>
> In der Anleitung meines amerikanischen Autos finden sich auch so ein paar
> Schmankerl, die in eine ähnliche Richtung gehen ("Das Fahren mit geöffneter
> Motorhaube ist gefährlich, da es die Sicht behindert").
>
> Ja, ich weiß, daß diese Sprüche da stehen, um teure Schadenersatzklagen zu
> verhindern. Trotzdem werden die vorhandenen Vorurteile da natürlich aufs
> Feinste bedient.

Tatsache ist doch, daß selbst der amerikanische
Staat seine Untertanen für blöd genug hält,
um von den Herstellern wie kleine Kinder behandelt
zu werden. Sonst könnte man dort aufgrund fehlender
Idioten-Hinweise nicht derart riesige Summen
erklagen. Tatsache ist auch, daß einer meiner
früheren Arbeitgeber eine Anfrage aus den USA(!)
bekam, ob man ein bestimmtes Programm so designen
könne, daß es auch von Analphabeten bedient werden
kann. Sollten viel mehr Amerikaner schon mal von
z. B. Dänemark gehört haben oder in der Lage sein,
Deutschland von Österreich zu unterscheiden als
man gemeinhin glaubt, würde mich das freuen.

Joachim Pense

unread,
May 6, 2011, 7:45:18 AM5/6/11
to
Am 06.05.2011 13:13, schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Fri, 06 May 2011 10:34:48 +0200 schrieb Wolfgang Krietsch:
>
>> Gerald Fix wrote:
>>
>>> On Thu, 05 May 2011 23:29:02 +0200, Wolfgang Krietsch
>>> <wof...@nurfuerspam.de> wrote:
>>>
>>>>
>>>> Also ich meine eigentlich, "Ami" nur in ZUsammenhang mit Spott und Häme
>>>> über "die Amis" zu hören. Ansonsten sagen die Leute eher "Amerikaner".
>>>
>>> Das kann ich nicht bestätigen. Ich verwende das Wort neutral.
>>
>> Dann mag das auch an den Leuten liegen, die ich kenne und die das Wort
>> überhaupt verwenden. Mag auch daran liegen, dass ich in den letzten Jahren
>> ein paar mal in den USA wahr und in meinem privaten Umfeld sich einige dazu
>> berufen fühlen, mir zu erklären, warum sie "zu den doofen Amis" nicht
>> fahren würden.
>
> Der Spruch mit den "doofen Amis" ist aber schon Jahrzehnte alt. Ich

Die Leute finden die Amis doof, aber das steckt für mich nicht in dem
Wort "Ami". Man könnte auch "die dummen Amerikaner" sagen. Oder "die
coolen Amis", wenn man sie gut findet.

Du wirst nicht "die coolen Froschfresser" sagen wollen, wenn du dich
positiv über Franzosen äußern möchtest.

Joachim

Roland Franzius

unread,
May 6, 2011, 8:22:58 AM5/6/11
to

Zahlenmäßig gibt es viel mehr gebildete Amerikaner als Europäer,
prozentual mag der Satz in Dänemark höher liegen. Mit den Doofen ist es
ähnlich, die Dummheit kennt bekanntlich keinerlei Grenzen.

Politisches Grundmuster ist halt, dass "der Amerikaner" sein Parlament
und seine Regierung für zu blöd hält, als dass er sich irgendwas von
denen da in der Raumstation Washington vorschreiben lassen will.

Wegen der staatlichen Gängelung in allem und jedem sind die ja hier
einst weggemacht, oft bei Nacht und Nebel übers Wiehengebirge und durchs
Moor, weil nicht nur das Betreten des Rasens vorm Schloss sondern auch
das Auswandern landesherrlicherseits verboten war.

--

Roland Franzius

Wolfgang Krietsch

unread,
May 6, 2011, 8:32:12 AM5/6/11
to
Joachim Pense wrote:

>
>Die Leute finden die Amis doof, aber das steckt für mich nicht in dem
>Wort "Ami". Man könnte auch "die dummen Amerikaner" sagen. Oder "die
>coolen Amis", wenn man sie gut findet.

Ja, das meinte ich: es mag sein, dass es in meinem Umfeld zufällig eine
Korrelation gibt zwischen der Verwendung des Wortes "Ami" und dem
Fürdoofhalten derselben, und dass ich dann unbewusst aus dieser Korrelation
eine Kausalität abgeleitet habe.

Message has been deleted

Joachim Pense

unread,
May 6, 2011, 9:48:01 AM5/6/11
to
Am 06.05.2011 14:32, schrieb Wolfgang Krietsch:
> Joachim Pense wrote:
>
>>
>> Die Leute finden die Amis doof, aber das steckt für mich nicht in dem
>> Wort "Ami". Man könnte auch "die dummen Amerikaner" sagen. Oder "die
>> coolen Amis", wenn man sie gut findet.
>
> Ja, das meinte ich: es mag sein, dass es in meinem Umfeld zufällig eine
> Korrelation gibt zwischen der Verwendung des Wortes "Ami" und dem
> Fürdoofhalten derselben, und dass ich dann unbewusst aus dieser Korrelation
> eine Kausalität abgeleitet habe.
>

Das vermute ich recht stark.

Joachim

Oliver Cromm

unread,
May 6, 2011, 3:17:03 PM5/6/11
to
* Joachim Parsch:

> Oliver Cromm schrieb:
>>
>> * Joachim Pense:
>>> Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
>>> auch die meisten gelesen.
>>
>> Und um das damalige Deutschland zu verstehen, hättest Du die Chronik der
>> Sperlingsgasse und Schach von Wuthenow empfohlen, um mal zwei etwa
>> gleich aktuelle Werke zu nennen?
>
> Ganz unabhängig von den genannten Werken halte ich zeitgenössische
> fiktionale Literatur durchaus für gut geeignet, um Einblick in Kulturen
> und Lebensweisen zu erhalten.

Ich auch, aber der Kernpunkt meines Einwandes ist, daß die von Joachim
genannten Werke alles andere als zeitgenössisch waren, zu unseren
Lebzeiten.

--
Performance: A statement of the speed at which a computer system works.
Or rather, might work under certain circumstances. Or was
rumored to be working over in Jersey about a month ago.

Message has been deleted

Walter P. Zähl

unread,
May 6, 2011, 8:07:12 PM5/6/11
to
Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> wrote:
> * Joachim Parsch:
>
>> Oliver Cromm schrieb:
>>>
>>> * Joachim Pense:
>>>> Huckleberry Finn und Onkel Toms Hütte hatten eigentlich
>>>> auch die meisten gelesen.
>>>
>>> Und um das damalige Deutschland zu verstehen, hättest Du die Chronik der
>>> Sperlingsgasse und Schach von Wuthenow empfohlen, um mal zwei etwa
>>> gleich aktuelle Werke zu nennen?
>>
>> Ganz unabhängig von den genannten Werken halte ich zeitgenössische
>> fiktionale Literatur durchaus für gut geeignet, um Einblick in Kulturen
>> und Lebensweisen zu erhalten.
>
> Ich auch, aber der Kernpunkt meines Einwandes ist, daß die von Joachim
> genannten Werke alles andere als zeitgenössisch waren, zu unseren
> Lebzeiten.

Ich vermeide das Wort "zeitgenössisch", weil ich nie ganz sicher bin,
ob der Zeitgenosse sich auf den Schreiber (Maler, ...) oder auf en
Konsumenten bezieht.

Huckleberry Finn ist durchaus zeitgenössische Literatur, bezogen
auf Sklavenhaltung in den USA ...

/Walter

Roland Franzius

unread,
May 7, 2011, 1:47:05 AM5/7/11
to
Am 07.05.2011 00:28, schrieb Oliver Cromm:

> * Roland Franzius wrote:
>
>> Zahlenmäßig gibt es viel mehr gebildete Amerikaner als Europäer,
>> prozentual mag der Satz in Dänemark höher liegen.
>
> Wirklich *viel mehr*, wo die Bevölkerungszahl der USA nur 40% der von
> Europa bzw. 60% der der EU beträgt?
>
> Mehr als oft angenommen wird, sicher.

Die Unermeßlichkeit der Dummheit in den Weiten Europas liegt um gut ein
Jahrhundert hinter der in den Weiten der USA. Hier konzentriert sich die
Kultur auf die klassische Banane zwischen Milano und London, in den USA
immerhin auf zwei Küsten und die Seen.

Solche Problemzonen wie den Vatikan, Süditalien, den Balkan oder den
kürzlich befreiten Osten haben die halt allenfalls an der mexikanischen
Grenze, ein paar Meilen ums Capitol herum und in Utah.

Na ja, und beeindruckend sind halt diese exzellenten, nach dem deutschen
Organisationsvorbild, aber im Gegensatz dazu als demokratische
Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden vor hundert Jahren
hochgezogenen kleinen Universitäten. Mindestens eine gibt in fast jedem
Bundesstaat.

Dort kann man alles studieren, wovon man hier nur träumt, und sei es
kreatives Schreiben, Musikmangement, die Grammatik der niederdeutschen
Sprache, die Geschichte der Mathematik in Göttingen im neunzehnten
Jahrundert oder die schwarze Musik als Mittel der amerikanischen
Außenpolitik im kalten Krieg.

--

Roland Franzius

Joachim Pense

unread,
May 7, 2011, 2:25:32 AM5/7/11
to
Am 07.05.2011 02:07, schrieb Walter P. Zähl:

>
> Huckleberry Finn ist durchaus zeitgenössische Literatur, bezogen
> auf Sklavenhaltung in den USA ...
>

Ich denke, das Buch war bereits zu der Zeit, als es geschrieben wurde
eine Reminiszenz an eine mehrere Jahrzehnte zurückliegende Zeit, die es
so gar nicht mehr gab.

Joachim

Frank Hucklenbroich

unread,
May 9, 2011, 8:06:45 AM5/9/11
to
Am Fri, 6 May 2011 04:44:30 -0700 (PDT) schrieb Lothar Frings:

> Sollten viel mehr Amerikaner schon mal von
> z. B. Dänemark gehört haben

Das kennt man doch aus "Hägar the horrible".

> oder in der Lage sein,
> Deutschland von Österreich zu unterscheiden als
> man gemeinhin glaubt, würde mich das freuen.

Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
der Schweiz.

Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.

Grüße,

Frank

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 9, 2011, 8:13:24 AM5/9/11
to
On May 6, 7:51 am, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:
> Erst nach den RAF-Anschlägen
> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
> für die tourende Freizeittruppe.

Interessant zu lesen. War das wirklich so?

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 9, 2011, 8:19:59 AM5/9/11
to

So jagt eine Vermutung kausalierend die andere.
Sind das Zeiten....

K.L.

Roland Franzius

unread,
May 9, 2011, 8:22:06 AM5/9/11
to

Seit den Zeiten vom eisernen Kanzler bekommen viele Deutschen nicht mal
das Deutschen auf die Reihe, so häufig ändert sich die Landesgröße.

--

Roland Franzius

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 9, 2011, 8:25:33 AM5/9/11
to

Seit dem Aufkommen der EU geht man vom Deutschen eher ab
und sucht den Anschluss an das Internet.

K.L.

Joachim Pense

unread,
May 9, 2011, 9:04:09 AM5/9/11
to
Am 09.05.2011 14:06, schrieb Frank Hucklenbroich:

>
> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
> der Schweiz.
>

Iran (IR) gern mit Irland (IE).

Joachim

Frank Hucklenbroich

unread,
May 9, 2011, 10:20:30 AM5/9/11
to

Diese "Lookalike"-Tarnkennzeichen mit HK waren IIRC doch eine Reaktion auf
9/11. Oder gabs die schon vorher?

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
May 9, 2011, 10:23:09 AM5/9/11
to

...und dann kaufen wir uns einen Fahrschein nach Brest und wundern uns,
wieso es da keine Franzosen gibt ;-)

Grüße,

Frank

René

unread,
May 9, 2011, 10:28:03 AM5/9/11
to

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 9, 2011, 11:00:10 AM5/9/11
to
On May 9, 4:28 pm, René <k98mau...@gmail.com> wrote:
> On 2011-05-09 09:20:30 -0500, Frank Hucklenbroich
> <Hucklenbroic...@aol.com> said:
>
> > Am Mon, 9 May 2011 05:13:24 -0700 (PDT) schrieb Karl-Ludwig Diehl:
>
> >> On May 6, 7:51 am, Roland Franzius <roland.franz...@uos.de> wrote:
> >>> Erst nach den RAF-Anschlägen
> >>> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
> >>> für die tourende Freizeittruppe.
>
> >> Interessant zu lesen. War das wirklich so?
>
> > Diese "Lookalike"-Tarnkennzeichen mit HK waren IIRC doch eine Reaktion auf
> > 9/11. Oder gabs die schon vorher?
>
> > Grüße,
>
> > Frank
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_der_US-Streitkr%C3%A4fte...

Gut, dass ihr euch den Kopf darueber zerbrecht.
Ich sammle dann die Scherben ein. Abgesehen
davon: diesen Autokennzeichen widmete ich bis-
lang keine Augenblicke. Folglich: mir unbekannt.
Gut zu wissen, was es alles gibt.

K.L.


Florian Ritter

unread,
May 9, 2011, 12:02:56 PM5/9/11
to
On 9 Mai, 16:28, René <k98mau...@gmail.com> wrote:

> >>> Erst nach den RAF-Anschlägen
> >>> entfielen zB die amerikanischen Nummernschilder und die Protzblechkisten
> >>> für die tourende Freizeittruppe.
>
> >> Interessant zu lesen. War das wirklich so?
>
> > Diese "Lookalike"-Tarnkennzeichen mit HK waren IIRC doch eine Reaktion auf
> > 9/11. Oder gabs die schon vorher?

> http://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_der_US-Streitkr%C3%A4fte...

Dort ist die Panzerkaserne Böblingen als derzeitiger Stationierungsort
von US-Streitkräften angeführt. Das war früher nicht der Fall, da lag
die Deutsch-Französ. Panzerbrigade, die ist wohl verlegt oder
aufgelöst worden - FR

Thomas Schade

unread,
May 9, 2011, 12:54:14 PM5/9/11
to
On 09.05.2011 14:06, Frank Hucklenbroich wrote:

> Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
> bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.

Stimmt, ich ernte regelmäßig Unglauben wenn ich mir erlaube, darauf
hinzuweisen, dass SL für 'Sierra Leone' steht, und eben /nicht/ für
Slowenien.


Ciao
Toscha
--
Wenn Frauen die Welt regierten, gäbe es keine Kriege.
Nur ein paar eifersüchtige Länder, die nicht miteinander reden.

Florian Ritter

unread,
May 9, 2011, 1:02:41 PM5/9/11
to
On 9 Mai, 14:06, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com> wrote:

> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
> der Schweiz.
>
> Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
> bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.

Von Slawonien ganz zu schweigen - FR

Thomas Schade

unread,
May 9, 2011, 1:06:26 PM5/9/11
to

Heißt das Land, wo die Schlawiner wohnen, nicht Schlawinien?


Ciao
Toscha
--
They sentenced me to twenty years of boredom
For trying to change the system from within
[Leonard Cohen]

Volker Gringmuth

unread,
May 9, 2011, 1:18:01 PM5/9/11
to
Frank Hucklenbroich wrote:

> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
> der Schweiz.

Und die mit Chile. Oder wars China?


vG

--
"Das ist Große Koalition: Die einen sagen, wir brauchen ein Auto; die
anderen sagen, wir brauchen ein Motorrad; was wird gekauft? Ein Mülleimer!
Großartig! Super!" (Volker Pispers, "Bis neulich")

Florian Ritter

unread,
May 9, 2011, 1:18:26 PM5/9/11
to
On 9 Mai, 19:06, Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:

> >> Von so Feinheiten wie Slowenien und der Slowakei nicht zu reden, aber das
> >> bekommen wohl auch viele Deutschen nicht so ganz auf die Reihe.
>

> > Von Slawonien ganz zu schweigen.


>
> Heißt das Land, wo die Schlawiner wohnen, nicht Schlawinien?

Schon wieder falsch! FR

Uwe Schickedanz

unread,
May 9, 2011, 1:41:31 PM5/9/11
to
On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>Frank Hucklenbroich wrote:
>
>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>> der Schweiz.
>
>Und die mit Chile. Oder wars China?

Jedenfalls irgendwo da unten.

Gruß Uwe

--
Du wirst auch in Zukunft damit leben müssen, daß nicht alle
meine Usenet-Beiträge Antworten auf gestellte Fragen sind.
Ralph Babel in desd
=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Thomas Schade

unread,
May 9, 2011, 1:46:30 PM5/9/11
to

Wieso 'schon wieder'?


Ciao
Toscha
--
Bildung ist, was übrig bleibt,
wenn wir das Gelernte vergessen haben.
[Marquis of Halifax]

Dieter Bruegmann

unread,
May 9, 2011, 2:04:12 PM5/9/11
to
Uwe Schickedanz (9.5.2011 19:41):

> On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
> <vgrin...@gmx.net> wrote:
>
>> Frank Hucklenbroich wrote:
>>
>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>> der Schweiz.
>>
>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>
> Jedenfalls irgendwo da unten.

Unten? China ist doch da hinten links!


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: SWR - Planet Wissen - Blick ins All: Die Rätsel des Universums

Thomas Schade

unread,
May 9, 2011, 3:26:40 PM5/9/11
to
On 09.05.2011 20:04, Dieter Bruegmann wrote:
> Uwe Schickedanz (9.5.2011 19:41):
>> On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
>> <vgrin...@gmx.net> wrote:

>>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>>> der Schweiz.
>>>
>>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>>
>> Jedenfalls irgendwo da unten.
>
> Unten? China ist doch da hinten links!

China links? Von wo aus denn gesehen?


Ciao
Toscha
--
5 kleine Jägermeister wurden kontrolliert,
Ein Polizist nahm's zu genau, da war'n sie noch zu viert.
[Die Toten Hosen]

Karl-Ludwig Diehl

unread,
May 9, 2011, 3:30:33 PM5/9/11
to
On May 9, 9:26 pm, Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:
> On 09.05.2011 20:04, Dieter Bruegmann wrote:
>
> > Uwe Schickedanz (9.5.2011 19:41):
> >> On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
> >> <vgringm...@gmx.net> wrote:
> >>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
> >>>> der Schweiz.
>
> >>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>
> >> Jedenfalls irgendwo da unten.
>
> > Unten? China ist doch da hinten links!
>
> China links? Von wo aus denn gesehen?

von Mexiko aus gesehen.

K.L.

Dieter Bruegmann

unread,
May 9, 2011, 3:32:21 PM5/9/11
to
Thomas Schade (9.5.2011 21:26):

> On 09.05.2011 20:04, Dieter Bruegmann wrote:
>> Uwe Schickedanz (9.5.2011 19:41):
>>> On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
>>> <vgrin...@gmx.net> wrote:
>
>>>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>>>> der Schweiz.
>>>>
>>>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>>>
>>> Jedenfalls irgendwo da unten.
>>
>> Unten? China ist doch da hinten links!
>
> China links? Von wo aus denn gesehen?

Von rechts, von wo aus denn sonst?


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

80 * Tauchschniedel +72$ * Käusemacke 17 * Hei-Vieh +47€ * NeBieriker
tel +31 * Walkampf 64,13€ * Zwickmühle 23,62$ * Flächköpper +29,52% *

Thomas Schade

unread,
May 9, 2011, 3:35:42 PM5/9/11
to
On 09.05.2011 21:32, Dieter Bruegmann wrote:
> Thomas Schade (9.5.2011 21:26):
>> On 09.05.2011 20:04, Dieter Bruegmann wrote:
>>> Uwe Schickedanz (9.5.2011 19:41):
>>>> On Mon, 9 May 2011 19:18:01 +0200, Volker Gringmuth
>>>> <vgrin...@gmx.net> wrote:

>>>>>> Österreich wird traditionell mit Australien verwechselt, und Schweden mit
>>>>>> der Schweiz.
>>>>>
>>>>> Und die mit Chile. Oder wars China?
>>>>
>>>> Jedenfalls irgendwo da unten.
>>>
>>> Unten? China ist doch da hinten links!
>>
>> China links? Von wo aus denn gesehen?
>
> Von rechts, von wo aus denn sonst?

Die Vorstellung fällt schwer, aber es leuchtet ein.


Ciao
Toscha
--
Guilty 'til Proved Innocent!
[The Specials]

Volker Gringmuth

unread,
May 9, 2011, 3:43:58 PM5/9/11
to
Thomas Schade wrote:

> China links? Von wo aus denn gesehen?

Von zahlreichen anderen Staatsformen.


vG

--
"Der Sprecher der CSU hat mal gesagt, wenn wir die Tabaksteuer zu sehr
erhöhen, gefährden wir Arbeitsplätze in der Zigarettenindustrie. Und das
meinen die auch nicht ironisch! Also, Herr Schäuble, wenn Sie das Ausüben
von Anschlägen zu sehr erschweren, gefährden Sie Arbeitsplätze in der
Dynamitstangenindustrie!" (Volker Pispers, "Bis neulich")

Thomas Schade

unread,
May 9, 2011, 3:50:20 PM5/9/11
to
On 09.05.2011 21:43, Volker Gringmuth wrote:
> Thomas Schade wrote:

>> China links? Von wo aus denn gesehen?
>
> Von zahlreichen anderen Staatsformen.

Nun ist, jedenfalls bei strenger Auslegung, China keine Staatsform.


Ciao
Toscha
--
If you don't sin Jesus died for nothing.

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