Heißt das "Frauenstraße"?
Nun lese - und sehe - ich diese Bezeichnung "-plan" auch vielfach in
Tellkamps Roman "Der Turm".
Noch häufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
offenbar soviel wie Weg bedeutet.
Kann jemand zu diesen für mich ungewöhnlichen Bezeichnungen etwas -
Herkunft, Sinn und genauerer Bedeutung - sagen?
Gruß
Gunhild
> Noch häufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> offenbar soviel wie Weg bedeutet.
>
> Kann jemand zu diesen für mich ungewöhnlichen Bezeichnungen etwas -
> Herkunft, Sinn und genauerer Bedeutung - sagen?
In skandinavischen Sprachen (Norwegisch, Isländisch, Färöisch) gibt es
Vokabeln wie "leið", in der ungefähren Bedeutung "Weg" oder
"Richtung"; siehe http://de.wiktionary.org/wiki/lei%C3%B0
vgl. ansonsten das deutsche "leiten", engl. "lead".
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
> Rang.
>
> Hei�t das "Frauenstra�e"?
Wohl eher "Frauenplatz". Frz. 'plein' als Bezeichnung f�r 'frei, offen,
in grossen Mengen vorhanden' (plein air, plein de ...) ebeno im
Engl. 'plain' und 'plenty'.
>
>
> Nun lese - und sehe - ich diese Bezeichnung "-plan" auch vielfach in
> Tellkamps Roman "Der Turm".
>
> Noch h�ufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> offenbar soviel wie Weg bedeutet.
So �hnlich wie '-stiege' oder '-steig'. Die 'Leiter' stammt wohl vom
selben Wortstamm.
--
Space - The final frontier
> Nun lese - und sehe - ich diese Bezeichnung "-plan" auch vielfach in
> Tellkamps Roman "Der Turm".
>
> Noch h�ufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> offenbar soviel wie Weg bedeutet.
>
> Kann jemand zu diesen f�r mich ungew�hnlichen Bezeichnungen etwas -
> Herkunft, Sinn und genauerer Bedeutung - sagen?
Hierzu steht im Grimm nach: <http://tinyurl.com/c4pe4s>
Und wie kommt Tellkamp auf solche Namen?
Sie entspringen m�glicherweise seinem unverkennbar sensuell ausgerichteten, den
Leser verzaubern - um nicht zu sagen bet�ren - wollenden Schreibstil:
| Die Turm-Bewohner residieren in Villen, die phantastische Namen wie �Haus
| Karavelle�, �Tausendaugenhaus� oder �Haus Abendstern� tragen, die Stra�e
| dagegen wird zur �Mondleite�. Das alles deutet auf eine m�rchenhafte
| Verwandlung der Wirklichkeit hin. Die als nachteilig empfundene Realit�t wird
| zur Traumwelt verkl�rt.
<http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1385/>
| Kl�nge, Ger�che, Farben werden besungen, eine heitere, duftende,
| durchsonnte Idylle. Die Stra�en droben im Refugium der "T�rmer"
| hei�en "Wolfsleite" und "Mondleite" und "Planetenweg", die Villen
| "Haus Abendstern" und "Tausendaugenhaus", das in der Dunkelheit
| wirkt, als sei es "in das Buchenge�st wie in eine gro�e Nachtkoralle
| gewebt".
<http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=60746658&top=SPIEGEL>
| Auch im Dresden der Gegenwart gibt es inzwischen Stadtf�hrungen nach
| der Vorlage des Romans, wird "Der Turm" mit dem virtuellen Archiv
| eigener Erinnerungen gelesen. Aber da sind nicht nur authentische
| Orte wie etwa das Turmviertel, der Wei�e Hirsch. Dessen DDR-Grau
| �bermalt Tellkamp verschattet-romantisch, wenn er den Stra�en Namen
| wie "Mondleite" und "Planetenweg" gibt, ...
<http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,2659721>
--
Yvonne Steiner
> Nun lese - und sehe - ich diese Bezeichnung "-plan" auch vielfach in
> Tellkamps Roman "Der Turm".
>
> Noch h�ufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> offenbar soviel wie Weg bedeutet.
>
> Kann jemand zu diesen f�r mich ungew�hnlichen Bezeichnungen etwas -
> Herkunft, Sinn und genauerer Bedeutung - sagen?
Hierzu steht im Grimm: <http://tinyurl.com/c4pe4s>
> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
> Rang.
> Hei�t das "Frauenstra�e"?
Eher -platz. Vor dem Haus meiner Gro�mutter gab es in meiner Kindheit
noch einen "W�scheplan", einen Grasplatz, wo uns das Spielen, �berhaupt
das Betreten, verboten war, weil dort WIMRE wei�e Bettw�sche zum
Bleichen ausgebreitet wurde.
> Noch h�ufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> offenbar soviel wie Weg bedeutet.
Das ist MUSEN ein Weg, der ein ziemlich starkes Gef�lle aufweist. Hier
in Dresden gibt es die Plattleite, die hinunter ins Elbtal f�hrt;
besonders zu Silvester mit einigen Gl�sern intus und bei Glatteis eine
abenteuerliche Tour.
Qno
--
�Und wenn man Lem gelesen hat, ist ohnehin alles gesagt
in der Science Fiction.� (Frank Sch�tzing)
> Nun lese - und sehe - ich diese Bezeichnung "-plan" auch vielfach in
> Tellkamps Roman "Der Turm".
>
> Noch h�ufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> offenbar soviel wie Weg bedeutet.
>
> Kann jemand zu diesen f�r mich ungew�hnlichen Bezeichnungen etwas -
> Herkunft, Sinn und genauerer Bedeutung - sagen?
Hierzu steht Folgendes im Grimm: <http://tinyurl.com/c4pe4s>
Und wie kommt Tellkamp auf solche Namen?
Sie entspringen m�glicherweise seinem unverkennbar sensuell ausgerichteten,
den Leser verzaubern - um nicht zu sagen bet�ren - wollenden, Schreibstil:
| Die Turm-Bewohner residieren in Villen, die phantastische Namen
| wie �Haus Karavelle�, �Tausendaugenhaus� oder �Haus Abendstern�
| tragen, die Stra�e dagegen wird zur �Mondleite�.
| Das alles deutet auf eine m�rchenhafte Verwandlung der Wirklichkeit
| hin. Die als nachteilig empfundene Realit�t wird zur Traumwelt
| verkl�rt.
<http://kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1385/>
| Kl�nge, Ger�che, Farben werden besungen, eine heitere, duftende,
| durchsonnte Idylle. Die Stra�en droben im Refugium der "T�rmer"
| hei�en "Wolfsleite" und "Mondleite" und "Planetenweg", die Villen
| "Haus Abendstern" und "Tausendaugenhaus", das in der Dunkelheit
| wirkt, als sei es "in das Buchenge�st wie in eine gro�e Nachtkoralle
| gewebt".
> | Kl�nge, Ger�che, Farben werden besungen, eine heitere,
> | duftende, durchsonnte Idylle. Die Stra�en droben im Refugium
> | der "T�rmer" hei�en "Wolfsleite" und "Mondleite" und
> | "Planetenweg", die Villen "Haus Abendstern" und
> | "Tausendaugenhaus", das in der Dunkelheit wirkt, als sei es
> | "in das Buchenge�st wie in eine gro�e Nachtkoralle gewebt".
>
> <http://tinyurl.com/cqy574>
Bei mir ums Eck steht die "Villa Komet", ganz reell
(mitsamt Mosaik, einen Kometen darstellend), aus der
Gr�nderzeit. Auf der anderen Seite der Stra�e liegt
allerdings die Universit�ts-Sternwarte (in einem
ziemlich gro�en bewaldeten Areal), was die
Namensgebung durchaus erkl�ren k�nnte.
M.
> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
> Rang.
>
> Hei�t das "Frauenstra�e"?
Wie schon gesagt: Frauenplatz. Holl�ndisch plein, iirc.
M.
Welch weites Feld tust Du da auf?
Schwertleite ist die ursprüngliche Form der Ritterpromotion, die
später meistens durch den Ritterschlag ersetzt wurde, und eine der
Walküren, die in Richard Wagners Walküre auftreten.
Sie heißen als Abkömmlinge von Wegen oft Stiege. So gibt es eine
Querstraße zur Hegestraße, die sich Hegestieg nennt. Berühmter ist der
Jungfernstieg.
Auf der Steiluferseite der Elbe gibt es eine Vielzahl von Treppen, die
sind nicht nur reale Treppen, selbst für ein Mountainbike
unpassierbar, die heißen auch so. Daher haben viele Adressen in
Blankenese, da wo es hügelwärts - ich glaube es gibt der "Berge" drei,
einer davon ist der Süllberg - gelegen ist, eine solche Bezeichnung:
XYs-Treppe.
http://www.blog.institut1.de/2009/das-elbufer-am-falkenstein/
An der Övelgönne heißt eine der Treppen Himmelsleiter.( Das ist die,
die von der Elbchaussee zur "Strandperle", dem angesagtesten
Getränkekiosk der Hansestadt bei gutem Wetter - führt - falls die mal
einer suchen sollte.)
In einem anderen Viertel, dem Gänge-Viertel, heißen die schmalen
Gassen Gänge, Bäckerbreitergang zum Beispiel. In diesem Viertel ist
Brahms aufgewachsen und da wo es jetzt so romantisch aussieht, wütete
die einst die Cholera.
Ich danke allen, die zu meiner Vorstellungsbildung von Leite und Plan
beigetragen haben. Die Leiten sind ja ausführlich illustriert worden -
Mondleite, Wolfsleite, Holländische Leite. Jetzt habe ich mr auch noch
mal die Zeichnung im Innendeckel genauer betrachtet. Da gibt es einen
Unteren und einen Oberen Plan. Und wie ich Goethes Heimstatt neben dem
berühmten Gartenhaus nun besser einordnen kann - sehe ich darin je
einen Platz.
Gruß
Gunhild
> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
> Rang.
>
> Hei�t das "Frauenstra�e"?
>
> Nun lese - und sehe - ich diese Bezeichnung "-plan" auch vielfach in
> Tellkamps Roman "Der Turm".
Wenn ich "plan" h�re oder lese denke ich unter anderem auch an die
Bedeutung "eben". Ob -plan in Frauenplan daher r�hrt kann ich nicht sagen,
da es sich aber wie hier gesagt um einen Platz handelt, so halte ich diese
Herkunft f�r durchaus m�glich.
Gru�
Manfred.
> > Noch häufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> > offenbar soviel wie Weg bedeutet.
>
> Das ist MUSEN ein Weg, der ein ziemlich starkes Gefälle aufweist. Hier
> in Dresden gibt es die Plattleite, die hinunter ins Elbtal führt;
> besonders zu Silvester mit einigen Gläsern intus und bei Glatteis eine
> abenteuerliche Tour.
Kenne ich aus dem Erzgebirge. Nach Maxen (ist das nicht Müglitztal?)
führen die Sommer- und die Winterleite. Die Sommerleite ist so steil,
daß sich mal die Ladung eines LKWs verselbständigte - FR
> In skandinavischen Sprachen (Norwegisch, Isländisch, Färöisch) gibt es
> Vokabeln wie "leið", in der ungefähren Bedeutung "Weg" oder
> "Richtung"; siehe http://de.wiktionary.org/wiki/lei%C3%B0
Im heutigen Norwegisch ist AFAIK diese Bedeutung schon lange verschwunden,
geblieben ist nur noch das Verb für "leiten" oder "führen". Das galt
anscheinend schon vor bald hundert Jahren, als der englische Choral "Lead,
kindly light" auf Neunorwegisch mit "Leid, milde ljos" übersetzt wurde.
Hans
Ja, aber ob das aus dem Niederdeutschen kommt oder gleich aus dem
Franz�sischen entlehnt ist?
> Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> writes:
>
>> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
>> Rang.
>>
>> Hei�t das "Frauenstra�e"?
>
> Wohl eher "Frauenplatz". Frz. 'plein' als Bezeichnung f�r 'frei, offen,
> in grossen Mengen vorhanden'
Die Hauptbedeutung von "plein" ist eher "voll", in gewisser Weise das
Gegenteil von "offen".
> (plein air, plein de ...) [ebenso] im
> Engl. 'plain' und 'plenty'.
Warum nicht an englisch "plane", deutsch "plan", "planieren" denken? Im
Franz�sischen auch z.B. in "terre-plein".
--
The generation of random numbers is too important to be left to chance.
Robert R. Coveyou
Von lat. planum, eben. Der Frauenplan ist der Platz vor dem Frauentor,
zu dem die Frauentorstrasse f�hrt. Vermutlich war in der N�he des Tores
mal eine Kirche Zu den lieben Frauen oder ein Frauenkloster. Nach
Reformation und Schleifen der Stadtbefestigung sind die namensgebenden
Objekte vermutlich verschwunden.
Hier k�nnte man sie vielleicht noch finden
http://img.zvab.com/member/10623h/7100194.jpg
>
> Noch h�ufiger begegnet mir das Wort "-leite", etwa "Mondleite", das
> offenbar soviel wie Weg bedeutet.
>
> Kann jemand zu diesen f�r mich ungew�hnlichen Bezeichnungen etwas -
> Herkunft, Sinn und genauerer Bedeutung - sagen?
Eine Leite ist topografisch ein flacher, langer Hang. Es gibt den
H�henzug Hainleite s�dlich des Harzes in Th�ringen. Offenbar gibt es
einen generischen Zusammenhang der Begriffe ziehen, Zug, leiten, Leitung.
--
Roland Franzius
> * Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> wrote:
>
>> Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> writes:
>>
>>> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
>>> Rang.
>>>
>>> Hei�t das "Frauenstra�e"?
>>
>> Wohl eher "Frauenplatz". Frz. 'plein' als Bezeichnung f�r 'frei, offen,
>> in grossen Mengen vorhanden'
>
> Die Hauptbedeutung von "plein" ist eher "voll", in gewisser Weise das
> Gegenteil von "offen".
>
>> (plein air, plein de ...) [ebenso] im
>> Engl. 'plain' und 'plenty'.
>
> Warum nicht an englisch "plane", deutsch "plan", "planieren" denken?
In desd? Ich bitte dich. Da suche ich lieber nach serbokroatischen
Wurzeln als dass ich mich als Anglizismen-Verwender oute...
Laut Wikipedia ist es ein steiler Hang.
Die Leiten die ich kenne, sind auch eher steil, aber das ist in der
Gegend normal.
hp
>Michael Pronay <m...@privacy.net> writes:
>
>> Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> wrote:
>>
>>> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
>>> Rang.
>>>
>>> Heißt das "Frauenstraße"?
>>
>> Wie schon gesagt: Frauenplatz. Holländisch plein, iirc.
>
>Ja, aber ob das aus dem Niederdeutschen kommt oder gleich aus dem
>Französischen entlehnt ist?
"Plan" ist auch eine ältere Bezeichnung für Flurstück. In dieser
Bedeutung ist es mir im mitteldeutschen Raum, im Lande Preußen, im 19.
Jh. häufig begegnet. Meist in Verbindung mit No. xx - die Preußen
waren ja so ordentlich.
Gruß Uwe
--
Wie spricht man denn das Leerzeichen mit Akut aus? "Hmp!" oder so?
vG o
L_
=== http://www.sicherheitslampe.de === OL
> On Sun, 03 May 2009 22:07:41 +0200, Oliver Jennrich
> <oliver....@gmx.net> wrote:
>
>> Michael Pronay <m...@privacy.net> writes:
>>
>>> Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> wrote:
>>>
>>>> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
>>>> Rang.
>>>>
>>>> Hei�t das "Frauenstra�e"?
>>>
>>> Wie schon gesagt: Frauenplatz. Holl�ndisch plein, iirc.
>>
>> Ja, aber ob das aus dem Niederdeutschen kommt oder gleich aus dem
>> Franz�sischen entlehnt ist?
>
> "Plan" ist auch eine �ltere Bezeichnung f�r Flurst�ck. In dieser
> Bedeutung ist es mir im mitteldeutschen Raum, im Lande Preu�en, im 19.
> Jh. h�ufig begegnet. Meist in Verbindung mit No. xx - die Preu�en
> waren ja so ordentlich.
In Hamburg gibt es eine kurze Stra�e namens "Plan" - direkt gegen�ber
dem Rathaus zwischen Rathausmarkt und Bergstra�e.
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Kindertag (Japan)
>Der Frauenplan ist der Platz vor dem Frauentor,
>zu dem die Frauentorstrasse f�hrt. Vermutlich war in der N�he des Tores
>mal eine Kirche Zu den lieben Frauen oder ein Frauenkloster.
Also gleich mehrere "liebe Frauen" w�rden mich als Kirchenname
nun sehr verwundern - bisher kam mir das in der Einzahl
ausschlie�lich als Marienbeiname unter.
>On Sun, 03 May 2009 22:07:41 +0200, Oliver Jennrich
><oliver....@gmx.net> wrote:
>
>>Michael Pronay <m...@privacy.net> writes:
>>
>>> Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de> wrote:
>>>
>>>> Goethe wohnte in Weimar am Frauenplan. Das hat schon literarischen
>>>> Rang.
>>>>
>>>> Hei�t das "Frauenstra�e"?
>>>
>>> Wie schon gesagt: Frauenplatz. Holl�ndisch plein, iirc.
>>
>>Ja, aber ob das aus dem Niederdeutschen kommt oder gleich aus dem
>>Franz�sischen entlehnt ist?
>
>"Plan" ist auch eine �ltere Bezeichnung f�r Flurst�ck. In dieser
>Bedeutung ist es mir im mitteldeutschen Raum, im Lande Preu�en, im 19.
>Jh. h�ufig begegnet. Meist in Verbindung mit No. xx - die Preu�en
>waren ja so ordentlich.
Ja und wie, nichtmal die Grenzen zwischen zwei Bauernh�fen haben
sie vermessen und eingezeichnet - dabei ist das doch _der_ Fall
�berhaupt, der immer Streit gibt!
>>"Plan" ist auch eine ältere Bezeichnung für Flurstück. In dieser
>>Bedeutung ist es mir im mitteldeutschen Raum, im Lande Preußen, im 19.
>>Jh. häufig begegnet. Meist in Verbindung mit No. xx - die Preußen
>>waren ja so ordentlich.
>
>Ja und wie, nichtmal die Grenzen zwischen zwei Bauernhöfen haben
>sie vermessen und eingezeichnet - dabei ist das doch _der_ Fall
>überhaupt, der immer Streit gibt!
Das war ja auch nicht so wichtig wie die Größe des Plans, nach der
schließlich die zu entrichtende Steuer festgelegt wurde.
> Da suche ich lieber nach serbokroatischen Wurzeln
Bitte unterlasse diese Anspielungen auf Insassen meines Killfiles.
--
Smith & Wesson--the original point and click interface