On Wed, 1 May 2013, Bertel Lund Hansen wrote:
> Das Wort ist vom Deutschen eingeleiht [1].
> [1] Hei�t es so? Im D�nischen sagen wir "indl�nt".
Hier: "entlehnt".
Es gibt da zwei verwandte W�rter. Das eine, normalerweise benutze, ist
"leihen": eine Person leiht einer anderen Geld oder einen Gegenstand, d.h.
sie gibt ihr etwas vor�bergehend. Das Wort "leihen" ist dabei wie viele ihrer
�bersetzungen in andere Sprachen zweideutig: wenn eine Person der anderen
etwas leiht, dann leiht die andere von der einen etwas. Eindeutig sind
"verleihen" (befristet hergeben) und "entleihen" (befristet entgegennehmen).
Das Wort "leihen" und seine Ableitungen sind starke Verben "leihen -- lieh --
geliehen". Das Substantiv dazu ist "die Leihe".
Ein weiteres Substantiv von gleichen Verb ist "das Lehen". Es bezeichnete
urspr�nglich jedes zur Nutzung verliehene Gut, heute aber nur noch speziell
Grundbesitz, der im Mittelalter durch Herrscher an Untergebene gegeben wurde.
Von diesem Substantiv in dieser speziellen Bedeutung sind abgeleitet die
Verben "belehnen" (jemanden mit einem Lehen versehen) und "entlehnen" (ein
Lehen entgegennehmen). Diese Verben sind schwach: "(be/ent)lehnen
--(be/ent)lehnte -- (be/ent)lehnt". Mit dem anderen Wort "lehnen" (so
hinstellen oder hingestellt sein, dass es gest�tzt ist) haben sie nichts zu
tun.
"geleiht" ist also in beiden F�llen falsch: entweder "geliehen" oder
"entlehnt". Man verwendet das zweite: W�rter werden zwischen Sprachen nicht
geliehen, sondern entlehnt. Sie sind dann Lehnw�rter.
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Helmut Richter