"Ich habe etwas im Kalender eingetragen"
oder
"Ich habe etwas in den Kalender eingetragen"?
Leider finde ich in Google beide Versionen.
Was ist grammatisch richtig?
Umgangssprachlich vielleicht beides korrekt?
Man sagt:
"Ins Grundbuch eintragen"
aber
"Im Klassenbuch eintragen"
Gruß
Bernd
Ich würde sagen: "Im Klassenbuch eingetragen". Schließlich steht die
Eintragung im Klassenbuch.
.
Wenn Du ausdrücken willst, wohin etwas gelangt, dann folgt der
Akkusativ. Wenn Du den Akzent dauf legt, wo es sich befindet, wo es
steht, dann ist der Dativ eher angezeigt.
Gruß
Gunhild
Gruß
Gunhild
> Hallo,
>
> "Ich habe etwas im Kalender eingetragen"
> oder
> "Ich habe etwas in den Kalender eingetragen"?
>
> Leider finde ich in Google beide Versionen.
>
> Was ist grammatisch richtig?
> Umgangssprachlich vielleicht beides korrekt?
Zu diesem Thema gab es kürzlich den Thread
"...Zeitung...wickelt man"; es ging darum, ob man
etwas "in der Zeitung" oder "in die Zeitung" einwickelt.
Schau doch da mal nach.
> Hallo,
>
> "Ich habe etwas im Kalender eingetragen"
> oder
> "Ich habe etwas in den Kalender eingetragen"?
Kommt drauf an.
"Ich habe etwas im Kalender eingetragen" kann auch bedeuten: Da steht schon
ein Eintrag an einem bestimmten Tag (der vielleicht schon vor l�ngerer Zeit
gemacht wurde).
"Ich habe etwas in den Kalender eingetragen" = Ich habe da (gerade) etwas
hineingeschrieben.
> Leider finde ich in Google beide Versionen.
>
> Was ist grammatisch richtig?
Grammatisch geht beides. Die 1. Version kann allerdings zwei Bedeutungen
haben (s.o.), daher w�rde ich zur 2. tendieren.
> Umgangssprachlich vielleicht beides korrekt?
Korrekt schon, aber u.U. mi�verst�ndlich.
Gr��e,
Frank
> �Ich habe etwas im K�fig wild.�
>
> (D.h., �Ich habe etwas im K�fig, das wild ist.�.)
>
> Solche Formulierungenn k�nnten au�erhalb eines poetischen
> Kontextes leicht auch mal etwas markiert wirken.
>
Das darfst du laut sagen.
Ciao
Wolfram
--
Alles, was einer Erkl�rung bedarf, ist die Erkl�rung nicht wert.
VOLTAIRE
<http://derfranzehatgsagt.blogspot.com/> <www.theodor-rieh.de/heinrich>
<www.mpu-forum.eu> <http://www.youtube.com/watch?v=oDjbbkGVT4Q>
> > »Ich habe etwas im Käfig wild.«
>
> > (D.h., »Ich habe etwas im Käfig, das wild ist.«.)
>
> > Solche Formulierungenn könnten außerhalb eines poetischen
> > Kontextes leicht auch mal etwas markiert wirken.
>
> Das darfst du laut sagen.
Besser: Du hast etwas in der Sage laut und unter der Kalotte hohl.
Mein Wahlspruch: immer populär bleiben - FR
Nein.
Das ist zutiefst umgangssprachlich.
Das doppelte Perfekt ist zwar nicht formal fehlerhaft, aber
inhaltlich. Denn es wird ja kein Zeitverhältnis durch Infinitive
ausgedrückt, wofür man sonst die vorzeitige Vergangenheit, das
eigentlich dem Deutschen gar nicht eigene Plusquamperfekt nutzen kann.
Es gibt neben dem Infinitiv Präsens - "eintragen" - den Infinitiv
Perfekt, der lautet "eingetragen haben". Dann gibt es noch den
Infinitiv Passiv: "eingetragen werden". Damit ist aber auch schon
Schluß.
Im Lateinischen gibt es gar einen Infinitiv Futur.
Gruß
Gunhild
>
> Im Lateinischen gibt es gar einen Infinitiv Futur.
>
> Gru�
> Gunhild
-----------------------------------------------
Halt Dich fest!
Im Portugiesischen gibt es einen Infinitiv
(infinitivo pessoal), der konjugierbar ist.
Gru�
Wolfgang
------------------------------------------------
Hat Ingrid damit ausgedient? Oder "stefant" man künftig ab Level 3?
mi"SCNR"ke
> "Ich habe etwas im Kalender eingetragen"
> oder
> "Ich habe etwas in den Kalender eingetragen"?
>
> Leider finde ich in Google beide Versionen.
>
> Was ist grammatisch richtig?
> Umgangssprachlich vielleicht beides korrekt?
Ist MUSEN ident.
> Man sagt:
> "Ins Grundbuch eintragen"
> aber
> "Im Klassenbuch eintragen"
Etwas "ins Klassenbuch" eingetragen ist ebenso geläufig;
ich sehe da, wie gesagt, keinen Unterschied: geht beides.
"Und wie geht's weiter?" -- "Die Offenlassung wird im
Grundbuch vermerkt/eingetragen...". Föllig unauffällig.
mike
> Ist MUSEN ident.
"Ident" kenne ich nur von Ösis. Du scheinst keiner zu sein.
Was heißt das in Deutschland? Oder bedeutet es auch in A was anderes
als "identisch"?
> "Ich habe etwas im Kalender eingetragen" kann auch bedeuten: Da steht schon
> ein Eintrag an einem bestimmten Tag (der vielleicht schon vor längerer Zeit
> gemacht wurde).
Wo sagt man das denn so?
Bei mir hieße das "Ich habe einen Eintrag im Kalender" oder "Bei mir
ist etwas im Kalender eingetragen".
Upps -- ich habe einfach nur identisch abgek.; in der Mathematik
ist der Ausdruck "ident sein" geläufig, aber auch sprachlich
scheint ident und identisch in D/A/CH identisch zu sein.
mike
> r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>> r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>>> r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>
> Hat Ingrid damit ausgedient? Oder "stefant" man k�nftig ab Level 3?
Weder - noch. Langgediente desd-Insassen wissen, da� man damit einen
h�heren Dan erwirbt.
--
Christen sind hoffnungslos optimistisch,
Buddhisten sind hoffnungsvoll pessimistisch.
Oliver C.
>> Im Lateinischen gibt es gar einen Infinitiv Futur.
>>
> Halt Dich fest!
> Im Portugiesischen gibt es einen Infinitiv
> (infinitivo pessoal), der konjugierbar ist.
Sachen soll's geben, die gibt's gar nich.
Die Finnen ham sogar gleich drei Infinitive.
Die bekommen von der Unendlichkeit gar nicht
genug.
Ham die Kelten nich sogar sowas
wie flektierbare Pr�positionen?
Wer bietet noch etwas Schr�geres aus der geographischen
Nachbarschaft an? (Hawaiianisch g�ldet nich)
F.
Vielleicht als Abkürzung der leicht verständlichen Bezeichnung
"idempotent" aus dem Liebesleben?
--
Roland Franzius
>
> Wer bietet noch etwas Schrägeres aus der geographischen
> Nachbarschaft an? (Hawaiianisch güldet nich)
Nicht nötig.
Denn wenn man "gegessen gehabt haben" und gegangen gewesen sein"
bilden kann, warum nicht auch "gegessen haben werden" und "gegangen
gewesen sein"?
Also formal ist gar ein Infinitiv Futur II machbar. Jedoch ist das
kein Deutsch, wie überhaupt die vollendeten Zeiten nur konstruiert
sind, um Zeitverhältnisse aus dem Lateinischen wiederzuspiegeln.
Also auf der syntaktischen Ebene nur so etwas wie nihiltrotzquam.
Gell, Wolfram?
Gruß
Gunhild
Gabs da nicht noch irgendwo Zahlw�rter mit Geschlecht, der eins, die
zwei, das drei?
--
Roland Franzius
> On 18 Mai, 13:45, Frank Hucklenbroich <Hucklenbroic...@aol.com> wrote:
>
>> "Ich habe etwas im Kalender eingetragen" kann auch bedeuten: Da steht schon
>> ein Eintrag an einem bestimmten Tag (der vielleicht schon vor l�ngerer Zeit
>> gemacht wurde).
>
> Wo sagt man das denn so?
Umgangssprachlich habe ich das hier (NRW) durchaus schon geh�rt.
> Bei mir hie�e das "Ich habe einen Eintrag im Kalender" oder "Bei mir
> ist etwas im Kalender eingetragen".
Das ist nat�rlich eindeutiger.
Gr��e,
Frank
> Ham die Kelten nich sogar sowas
> wie flektierbare Pr�positionen?
>
Dann stimmts vielleicht doch, da� die Bajuwaren keltischen Ursprungs sind.
Im Bairischen sagt man etwa "obst du jetzt 1 Ruh gibst", bzw. "obts ihr
jetzt 1 Reh gebts", "damitst was lernst", "damits was lernts".
Ciao
Wolfram
--
Sensi-Bel
Einheit f�r medienwirksame Empfindsamkeit auf der nach oben offenen
Wecker-Skala.
> Ham die Kelten nich sogar sowas
> wie flektierbare Pr�positionen?
>
Dann stimmts vielleicht doch, da� die Bajuwaren keltischen Ursprungs sind.
Im Bairischen sagt man etwa "obst du jetzt 1 Ruh gibst", bzw. "obts ihr
jetzt 1 Ruh gebts", "damitst was lernst", "damits was lernts".
> > Bei mir hieße das "Ich habe einen Eintrag im Kalender" oder "Bei mir
> > ist etwas im Kalender eingetragen".
>
> Das ist natürlich eindeutiger.
Ich habe etwas im Kalender eindeutig - FR
>> Im Portugiesischen gibt es einen Infinitiv
>> (infinitivo pessoal), der konjugierbar ist.
>
>
> Sachen soll's geben, die gibt's gar nich.
> Die Finnen ham sogar gleich drei Infinitive.
> Die bekommen von der Unendlichkeit gar nicht
> genug.
>
> Ham die Kelten nich sogar sowas
> wie flektierbare Pr�positionen?
> F.
--------------------------------------------
Ich glaube, die Pr�pos. kann man sozusagen
konjugieren, d.h. man verbindet sie mit
dem jeweiligen Personalpronomen, so �hnlich
wie im Ungar., also: auf mir, mit euch,
unter uns; usw.
--------------------------------------------
> Gabs da nicht noch irgendwo Zahlwörter mit Geschlecht, der eins,
> die zwei, das drei?
Hm.. Alemannisch? Samaritanisches Aramäisch?
mike
> On 19 Mai, 02:58, Frank Husel <nom...@invalid.com> wrote:
>> JaWo schrieb:
>>> Es schrieb Gunhild Simon:
>>>>
>>>> Im Lateinischen gibt es gar einen Infinitiv Futur.
>>
>> Wer bietet noch etwas Schrägeres aus der geographischen
>> Nachbarschaft an? (Hawaiianisch güldet nich)
>
> Nicht nötig.
>
> Denn wenn man "gegessen gehabt haben" und gegangen gewesen sein"
> bilden kann, warum nicht auch "gegessen haben werden" und "gegangen
> gewesen sein"?
> Also formal ist gar ein Infinitiv Futur II machbar.
Im "Anhalter" wird auch über sehr merkwürdige Tempora in Verbindung
mit Zeitreisen berichtet... ;-)
mike
> Stefan Ram schrieb:
>
>> Dieser Satz steht im Pr�sens, �eingetragen� ist hier
>> ein Adjektiv, wie �wild� in
>>
>> �Ich habe etwas im K�fig wild.�
>>
>> (D.h., �Ich habe etwas im K�fig, das wild ist.�.)
>>
>> Solche Formulierungenn k�nnten au�erhalb eines poetischen
>> Kontextes leicht auch mal etwas markiert wirken.
>
> Markiert? Was meinst Du mit markiert? Affektiert?
In der Linguistik meint man mit "markiert" oft das Gegenteil von
"neutral".
Beispiel:
Neutrale Satzstellung:
Ich gebe ihm das Buch.
Markierte Satzstellung (daf�r braucht man einen Grund):
Ihm gebe ich das Buch.
Stark markierte Satzstellung (nur im Gedicht):
Das Buch ihm gebe ich.
--
gugelgesang, m., m�nchsgesang, pejorativ
GRIMM, Deutsches W�rterbuch
>>>>Im Lateinischen gibt es gar einen Infinitiv Futur.
>
>>Wer bietet noch etwas Schr�geres aus der geographischen
>>Nachbarschaft an? (Hawaiianisch g�ldet nich)
>
> Nicht n�tig.
> Denn wenn man "gegessen gehabt haben" und gegangen gewesen sein"
> bilden kann, warum nicht auch "gegessen haben werden" und "gegangen
> gewesen sein"?
Ja, das hab ich sogar schon vor Jahren in einer frz. Grammatik
gefunden, das lief da unter dem Stichwort "temps surcompos�s"
oder so �hnlich.
> Also formal ist gar ein Infinitiv Futur II machbar. Jedoch ist das
> kein Deutsch, wie �berhaupt die vollendeten Zeiten nur konstruiert
> sind, um Zeitverh�ltnisse aus dem Lateinischen wiederzuspiegeln.
Also, getz muss ich doch noch was loswerden. Klar ist, dass man die
Infinitive nach mehreren Kategorien systematisch durchbeugen kann,
also sind die Anzahlen der Formen miteinander zu multiplizieren,
sofern etwas fehlt, ist das Paradigma eben defektiv.
Dass man die Infinitive temporal in mind. drei Formen durchnudeln
kann, ist geschenkt. Dann kann man sie auch noch aktiv und passiv
bilden, das Ganze also mal zwei, auch gut. Das sind ja auch
'normale' g�ngige Kategorien des Verbs, solche Formen kann man
auch in anderen Sprachen ausmachen, man findet sie in Grammatiken
und kann sie auch aus S�tzen isolieren.
Die finn. Infinitive sind allerdings noch in weiteren Formen vorhanden.
Es gibt den Inf. I, der als 'gew�hnlicher' Inf. auftritt, oder
auch mit einer Form, die Ziel und Zweck bezeichnet, also final
ist. (Der erw�hnte portugiesische Infinitiv hat wohl die gleiche
Funktion, der kriegt halt 'ne Personalendung als Subjekt verpasst,
fertig. Ich weise nebenbei drauf hin, dass freischwebende Infintive
und Partizipien als verk�rzte S�tze zu deuten sind. Wie ging das
noch mit diesem verdammten spanischen Infintiv? Ich kann mir das
nie merken...)
Dann gibt's den Inf. II, der eine Zeit bzw. die Gleichzeitigkeit
bezeichnet (also temporal ist), oder eine Art und Weise (also
modal ist).
Dann gips den Inf. III, der hat gleich mehrere Unterformen und mehrere
Funktionen, z.B. Ausdruck eines andauernden Zustands, den Abschluss
eines Vorgangs, das Beginnen einer Handlung, usw. (Das scheint also
die so genannten Aktionsarten abzudecken). Au�erdem wird hier noch
durch andere Unterformen ein Instrumental oder ein Modalis
ausgedr�ckt.
Ach ja, und 'nen Inf. IV haben die Finnen auch noch, der dr�ckt eine
Notwendigkeit oder einen Zwang aus, was das Dt. schlicht mit einem
Modalverb 'm�ssen' oder mit 'sein zu' ausdr�ckt (wie in "Das ist noch
zu tun').
F�r alles gibt es nat�rlich in anderen Sprachen andere Ausdrucks-
mittel, im Dt. zum Beispiel 'um zu'+Inf., Pr�positionalkonstruktionen
wie 'w�hrend + Inf(Gen.)', 'beim + Inf., usw. usf. Alles keine
Hexerei, was die eine Sprache mit syntaktischen Konstruktionen
oder mit Hilfsw�rtern macht, macht die andere eben mit integrierten
Bestandteilen bzw. Affixen. (Deutsch ist hier eher analytisch,
Finnisch ist synthetisch). �brigens ist die Frage, um welches
von beiden es sich dabei handelt, oft nur Definitionssache bzw.
Konvention.
Nebenbei stelle ich dabei immer wieder fest, wie ungenau gewisse
Ausdrucksmittel im Dt. zuweilen sind und nur durch den Kontext
vereindeutigt werden.
So, nu reicht's aber. Musste das meiste sowieso aus der Grammatik
zusammensuchen. Jetzt mal die die neuen Matratzen in Betrieb nehmen.
F.