Das passt aber nicht immer. Wenn ich etwa vom Computer eine
Abgleichsliste automatisch erstellen lasse und diese dann kontrol-
liere ist das kaum eine "manuelle" Kontrolle. Welches bessere
Wort gibt es, um in einem weitgehend automatischen Verarbe-
itungsprozess auf einzelne vom Menschen durchzuführende Teil-
schritte hinzuweisen? (Ich suche nicht nach einer Umformulierung
sondern nach einem Ersatz für das Wort "manuell".)
W.
Warum? Ich halte manuell für passend.
Es gibt viele Dinge und Tätigkeiten, die in ihrer Computerausführung
den alten Namen behalten haben. Oder würdest du auch den Begriff
Handbuch ablehnen, wenn es nur online vorliegt?
--
Viele Grüße
Gerald Fix
hier: visuell, optisch
Das hängt wohl davon ab, was von Fall zu Fall mit 'automatisch'
überhaupt gemeint ist.
Beim Computer von 'automatisch' zu sprechen ist sowieso Humbug, denn
dafür ist das Ding ja da, er kann überhaupt nicht anders. Meinst du
'automatisch' i.S.v. 'Ursache-Folge-Automatismus', also
Selbstauslösung, wäre wohl 'nicht automatisch' das Richtige, man sagt
aber oft 'von Hand' oder 'manuell', wobei die willentliche
Entscheidung des Handelnden zur Durchführung gemeint ist. Mir fehlt
allerdings jetzt auch ein Wort, das in allen Kontexten passen würde.
Ich verstehe deinen Einwand so, dass 'manuell' nicht passt, weil man
bei einer solchen Kontrolle eben vorzugsweise nicht mit der Hand
arbeitet, sondern mit dem Auge bzw. mit der Rübe. Trotzdem ist m.E.
der Ausdruck 'von Hand' hier durchaus üblich.
Du wirst es wohl von Fall zu Fall anders formulieren müssen, etwa
'(persönlich) in Augenschein nehmen, 'von Hand' machen, 'von Fall zu
Fall' /'fallweise' entscheiden, eine '(persönliche) Nachkontrolle
durchführen', oder wie auch immer. Mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein.
F.
Doch: er kann auf Eingaben warten. Dazu wurde extra die
any-key-Taste erfunden.
Gruss
Walter
--
In 'Sozialen Netzen' und Foren sollte man nicht *mitmachen*,
sondern dort für das weitherum völlig unbekannte Usenet *Reklame*
machen. (Nein, ich bin zu faul, mich selbst deswegen dort
anzumelden).
"persönliche Kontrolle", "per Augenmaß", "individuelle Kontrolle",
> Das passt aber nicht immer. Wenn ich etwa vom Computer eine
> Abgleichsliste automatisch erstellen lasse und diese dann kontrol-
> liere ist das kaum eine "manuelle" Kontrolle. Welches bessere
> Wort gibt es, um in einem weitgehend automatischen Verarbe-
> itungsprozess auf einzelne vom Menschen durchzuführende Teil-
> schritte hinzuweisen? (Ich suche nicht nach einer Umformulierung
> sondern nach einem Ersatz für das Wort "manuell".)
Manuell, warum nicht? Oder gleich "händisch": war m.W. früher ein nur
österreichisches Wort, ist nzwischen aber auch in Deutschland verbreitet.
--
Helmut Richter
>>Beim Computer von 'automatisch' zu sprechen ist sowieso Humbug, denn
>>dafür ist das Ding ja da, er kann überhaupt nicht anders.
>
> Doch: er kann auf Eingaben warten. Dazu wurde extra die
> any-key-Taste erfunden.
Ist das die, die über die ganze Tastatatatur verteilt ist?
F.
> > Doch: er kann auf Eingaben warten. Dazu wurde extra die
> > any-key-Taste erfunden.
>
> Ist das die, die über die ganze Tastatatatur verteilt ist?
Ein User beschwerte sich mal, er habe mittlerweile die Shift-, die Ctrl-
und die Alt-Taste ausprobiert, aber es passiere nichts.
vG
--
"Wenn alle Chinesen, alle Inder so viele Autos wie wir haben, dann können
wir alle nochmal den Zündschlüssel umdrehen, 15 Minuten rumfahren, und dann
ist das Öl weg. Für immer. Und die Atmosphäre natürlich auch." (Volker
Pispers, "Bis neulich")
> In vielen Fällen ist "manuell" das Gegenteil von automatisch.
>
> Das passt aber nicht immer. Wenn ich etwa vom Computer eine
> Abgleichsliste automatisch erstellen lasse und diese dann kontrol-
> liere ist das kaum eine "manuelle" Kontrolle.
Es sollte wohl klargestellt sein, welche Zurdnung gemeint ist, wenn
'manuell' vs. 'automatisch' ein Gegensatzpaar bilden. Das ist mittlerweile
im Alltagsquack wohl elementar verankert. Diese Polarität bildet selbst
schon den Prüfstein zur Einordnung anderer Dinge bzw. Situationen.
Wenn man sich damit anlegen will, sollte man erstmal recht genau aufs eigene
Maul schauen - in dem Fall, bevor daran zu kritteln wäre, hakte es bei mir
bereits bei den hier en passant mitgeschickten Details:
Was soll das heißen, ein Rechner erstellt die Liste 'automatisch'?
Es ergibt sich:
1. Die Wendung ist redundant, weil "er!" kann garnicht anders.
2. sollte da noch nicht einmal ein 'er!' stehen, nur eine
Passiv-Konstruktion im Sinn einer Handlung.
Rechner handeln nicht.
Sie stehlen höchstens Leuten die Zeit.
Es verbleibt vom obigen Satz dann etwas wesentlich stabileres, wie etwa ein
'die durch einen Programmlauf erstellte Liste wurde manuell überprüft.'
Darüber kann man präzise reden.
Über so etwas wie 'Der Computer hat das automatisch gemacht' kann man nur
reden, wenn man zuvor die Farben der Welt auf ein paar wenige Bonbonfarben
reduziert hat. Mir schwant, das gibt ein Kuddelmuddel, sobald man den Mund
aufmacht, wahrscheinlich auch, weil bei den Bonbonfarben die Grundfarben
fehlen und hernach jeder Tanz um genauere Abgrenzungen irgendwo mit etwa
denselben Morastschattierungen endet.
Auf dem bonbonfarbenen Planeten sind das dann Dialogen von der Art:
- Ihre Adresse, bitte!
- Die wird hier nicht gebraucht!
- Aber der Computer will sie!
- Dann schreiben Sie: Micky Maus, Quackhausen.
Auch wenn die Tendenz zur freiwilligen Selbstverdummung weiterhin anhält und
auch noch massiv gefördert wird, wird hoffentlich dennoch das kleine
Engagement zur lapidaren kleinen Erkenntnis der Alltäglichkeit zu vertreten
sein, Details des Alltags in trockener, genügsamer Beschreibung auf den
Punkt bringen zu können.
***
Wenn man der Genauigkeit auf der Spur sein will, sollte man dann auch das
andere Detail genauer in Augenschein nehmen, von wegen 'manuell'.
In der obigen Wendung ist das von der Bedeutung her stabil und unzweideutig
- nicht, weil es etwas mit den Händen zu tun hätte, sondern, weil es im
Sprachgebrauch die stabile Gegenposition von 'automatisch' bildet. Das hat
sich auf einer abstrakteren Schiene verselbständigt, als dass man es erst
noch auf eine triviale Dingsprache herunterziehen müsste.
Wenn man also genauer hinschauen will, wird man nicht umhinkommen, das
Gegensatzpaar als solches in Augenschein zu nehmen. Und hier wohnt dem
Manuellen die für jeden Augenblick mitgegebene Überraschung inne, was immer
es ist, was da geschoben wird, es könnte plötzlich ganz anders geschoben
werden, als da dies nun jemandem einfiel, dies zu tun.
Es geht um die Anwesenheit der Person und die einer Situation innewohnende
plötzliche Unabsehbarkeit kraft dieser Anwesenheit. In dem Sinn steht es im
Gegensatz zu 'automatisch'.
Der Automat führt Abläufe einem vorgegebenen Schema entsprechend weiter. Da
könnte man nun den Sermon ausweiten, über den Ehrgeiz aller Feldwebel des
Planeten, wenn es so schön für Ego und Selbstgewissheit ist, dass per
Knopfdruck in der blanken Empirie wenigstens nach Algorithmen der Kitzel
bedient wird, zur allfälligen Genugtuung möge ihro Herrlichkeit die Welt zu
Füßen liegen. Und wieviele Algorithmen muss man nun verketten, bis solcher
Feldwebel dem Automaten auf die Schulter klopfen will?
Wäre etwa ein Schwarm von insektengroßen Automaten mit vernetzter
kriegerischer Intelligenz schon als ein 'Er!' anzusprechen?
Ich bin eigentlich auch hier für den Versuch, die Genauigkeit durchzuhalten
und das "Er!" dem kranken Hirn vorzubehalten, dem solcher (leider garnicht
irreale) Wahnsinn entspringt.
Wenn es aber nach menschlichem Ermessen keine Möglichkeit mehr gibt, das
Handeln und Wandeln solcher Dingwesen abzusehen, wird man trivialerweise
auch nicht mehr von Automaten reden können. Das ist ein anderes Spiel, für
das dann die Rede noch nicht gefunden wurde, schlimmer noch, wofür der Rede
wahrscheinlich eher noch ein bonbonfarbener Morast als zutreffende
sprachliche Kategorie verkauft werden soll.
***
> Welches bessere Wort gibt es, um in einem weitgehend automatischen
> Verarbe- itungsprozess auf einzelne vom Menschen durchzuführende Teil-
> schritte hinzuweisen? (Ich suche nicht nach einer Umformulierung sondern
> nach einem Ersatz für das Wort "manuell".)
Ich muss Dich enttäuschen, aber Sprache rekrutiert sich eher weniger aus
einem Herumbasteln an einzelnen Nennungen in einem Lexikon. Als sublime
Form jener Feldwebel-Allüren mag solches Jagen und Horten durchgehen. Das
sei dann das Wort in einer Vitrine - aber was soll das dort, wenn es um
sprachliche Verständigung geht?
Man benutzt das Gegensatzpaar da, wo es leicht verstanden wird, und wenn man
etwas anderes sagen will, drückt man das auch aus. In dem Fall fand ich die
Vokabel "Programmlauf" naheliegend, weil es das ist, was gemeint ist.
"Manuelle Prüfung der Liste" liegt dann schräg zwischen den Kategorien, ist
aber präzise zu verstehen, weil das die Bedeutung festlegende Gegensatzpaar
stabiler Sprachgebrauch ist.
Als Ästhet wird man dann an einer windschiefen Konstruktion etwas
auszusetzen haben, selbst wenn sie hervorragend funktioniert. Dann lässt
sich auch das rasch ummodeln: "Die generierte Liste wurde zur Überprüfung
durchgesehen".
Auf der Strecke bleibt wohl der Wunsch, auch metamäßig ein wenig gebastelt
zu haben. Aber man kann nicht alles haben - besser wohl, man bemüht sich um
klaren Ausdruck dessen, was zutrifft. Nebelwerferei gibt es so schon genug.
>>>Doch: er kann auf Eingaben warten. Dazu wurde extra die
>>>any-key-Taste erfunden.
>>
>>Ist das die, die über die ganze Tastatatatur verteilt ist?
>
> Ein User beschwerte sich mal, er habe mittlerweile die Shift-, die Ctrl-
> und die Alt-Taste ausprobiert, aber es passiere nichts.
Na, da hat er wohl beim Verschub die Kontrolle
verloren und sah dann $PROMPT entsprechend alt aus.
F.
>Frank Husel wrote:
>
>> > Doch: er kann auf Eingaben warten. Dazu wurde extra die
>> > any-key-Taste erfunden.
>>
>> Ist das die, die über die ganze Tastatatatur verteilt ist?
>
>Ein User beschwerte sich mal, er habe mittlerweile die Shift-, die Ctrl-
>und die Alt-Taste ausprobiert, aber es passiere nichts.
Deshalb gibt es auf der Fernbedienung meines DVD-Recorders eine Taste,
die mit "Anykey" beschriftet ist.
Gruß Uwe
--
Du wirst auch in Zukunft damit leben müssen, daß nicht alle
meine Usenet-Beiträge Antworten auf gestellte Fragen sind.
Ralph Babel in desd
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Was ist ein Watson-Captcha?
> > Welches bessere
> > Wort gibt es, um in einem weitgehend automatischen Verarbe-
> > itungsprozess auf einzelne vom Menschen durchzuf hrende Teil-
> > schritte hinzuweisen?
>
> H ndisch.
Matisch.
FR
fleck-, prack- oder einfach schwach-?
F.
> >>>Welches bessere
> >>>Wort gibt es, um in einem weitgehend automatischen Verarbe-
> >>>itungsprozess auf einzelne vom Menschen durchzuf hrende Teil-
> >>>schritte hinzuweisen?
>
> >>H ndisch.
>
> > Matisch.
>
> fleck-, prack- oder einfach schwach-?
Sine sine - FR
Oder Idio-?
--
Klonen von Zeitmessern von hoechster Qualitaet.
Wozu zahlen tausende Euro fuer Edel chronometer brand,
wenn alles was Sie brauchen ist Reputation von dem Brand.
Spampoesie
Aber wenigstens den CAPTCHA um hier in der Gruppe zu schbämmen, schaff
ich auch nach 10 Dosen des isotonischen Energydrinks meines Sponsors
noch mit links.
http://beker.name/OttakringerCHAPTCHA.gif