> Was ist "gulgern"? Kennt jemand dieses Wort, vielleicht als
> Dialektausdruck? Und was genau bedeutet es?
Wahrscheinlich eine Lautmalerei. (Wie heißt eigentlich das zugehörige
Fremdwort?)
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
--------------------- Freiheit ist eine Zumutung. Aber sie ist zumutbar.
Can Apple Save Microsoft?
http://www.thessasource.com/editorials/save_editorial.html
> Was ist "gulgern"? Kennt jemand dieses Wort, vielleicht als
> Dialektausdruck? Und was genau bedeutet es?
"Gulgern" (gulkern, gulchern, gulksen, gulgsen) bezeichnet ein Geräusch,
ähnlich dem, das beim Ausgießen einer Flüssigkeit aus einer Flasche
entsteht. Es entspricht dem im Duden aufgeführten "glucksen".
Herzliche Grüße
Dirk
Vielleicht handelt es sich ja auch bloß um einen absichtlichen
Buchstabendreher: gulgern <--> gurgeln
Ciao, Reinhard
> Was ist "gulgern"?
Deutsches Woerterbuch
Jakob und Wilhelm Grimm
Band 9 Greander - Gymnastik
Spalte 1071
GULKEN, GULKERN
bezeichnet das geraeusch von fluessigkeiten, die durch eine enge
gehen
vgl. golkern, kolken, kolkern, kulken, klucken, glucken, glucksen
u.s.w.
also, da gluckert was.
ein gulckglasz hebend...toni gross
Markus Gail schrieb in Nachricht
<1d808n0.12v...@nafp2-050.rz.uni-frankfurt.de>...
>Wahrscheinlich eine Lautmalerei. (Wie heißt eigentlich das zugehörige
>Fremdwort?)
Onomatopoetikum?
Christina
"marionc" <mar...@metronet.de> wrote/schrieb:
>Suche dringend Hilfe zur Interpretation des Gedichts "An alle
>Fernsprechteilnehmer" von H.M. Enzensberger! Könnt Ihr mir URL's nennen,
>oder mir die wichtigsten Interpretationsaspekte nennen?
- Satzbau
- Wortwahl
- Bildbereiche
- gesellschaftliche Bezüge
- Rhetorik (Affirmation, Appell)
- Bezüge zu aehnlichen (para)appellativen Texten HMEs
- Bezüge zu MHEs Aufsatz "Poesie und Politik" in "Einzelheiten II"
> Lyrik war noch nie
>meine Stärke!!!
Im Unterricht aufpassen. Meien schueler haben einiges gelernt...
> Es ist dringend (bis Montag, 27.4.98)!!!
Ich sollte am Dienstag eine Herzklappenoperation durchfuehern; haste
mir ne URL?
>DANKE
Bitte ;)
Oliver Gassner
PS: Bitte lies news:de.newusers.infos - da stehen wichtige Hinweose
zur Netiquette (z.B. ueber die Benutzung von vollen Namen etc.)
--
Spock [zu einer Wache]: "Excuse me, Sir. There is a multi-legged creature
sitting on your shoulder." ['Wischt' der Wache das Ungezifer weg. Wache
sinkt zu Boden.] -- TOS: "A Taste of Armageddon" (zit. nach: Foto-Roman.)
Literatur am Draht --> http://www.carpe.com/lit/
>Im Unterricht aufpassen. Meien schueler haben einiges gelernt...
>PS: Bitte lies news:de.newusers.infos - da stehen wichtige Hinweose
>zur Netiquette (z.B. ueber die Benutzung von vollen Namen etc.)
Ja, und daß man seine Mails nochmal lesen soll, bevor man sie
rausschickt. Es fällt mir bei dir immer wieder auf, daß es nur so
von Tippfehlern wimmelt. "Deien schueler" würdest es um die
Ohren hauen.
Nichts für ungut, aber wer austeilt, muß auch einstecken.
Erwin Jurschitza
http://www.digitale-bibliothek.de
>Nichts für ungut, aber wer austeilt, muß auch einstecken.
Jo.
Meine Meinung: Wem meine Postings zuviele Buchstabendreher enthalten,
der moege sein Killfile bemuehen. Das ist eine Abwaegung zwischen
"Steilheit" und Infogehalt. ;)
OG
Substantiv: das Onomatopoetikon/Onomatopoetikum oder die Onomatopöie:
Kuckuck, Wauwau ...
Hans Schlegel
-----== Posted via Deja News, The Leader in Internet Discussion ==-----
http://www.dejanews.com/ Now offering spam-free web-based newsreading
Nun meine Meinung: Vor vielen Monaten habe ich den Oliver mit einem von
Tippfehlern wimmelnden Posting verarscht -- aber gutmütig, um ihn auf
seine in dieser Newsgruppe einmalige Schlamperei hinzuweisen. Ich wies
damals darauf hin, daß er als *Lehrer* einen besonders schlechten
Eindruck auf die Leser und Ausländer macht, die diese NG lesen. Keine
Reaktion, keine Verbesserung. Vor einigen Wochen versuchte ich es noch
einmal. Das hat natürlich auch nichts geholfen.
Oliver, du scheinst mir einfach *stur* zu sein oder so *besessen*
davon, deine vielen Postings "mit jüdischer Hast" [*] ins Usenet
schmeissen zu müssen. Dein Angebot, dich ins Killfile zu verbannen, ist
kindlich-trotzig.
Es dauert doch weniger als eine Minute, deine kurzen Posts wenigstens
*einmal* nach Tippfehlern durchzulesen, bevor du auf den "Send Now"
Knopf drückst. Warum tust du das nicht? Was machst du mit den 15
Sekunden oder der Minute, die du gewonnen hast, weil du deine
schlampigen Postings ohne zu lesen ins All jagst? Ach ja, mit der
ersparten Minute kannst du schon wieder eine andere Mail abzischen
lassen.
Nimm es dir doch einmal zu Herzen und verbessere deine vielen
Tippfehler (es sei denn, du leidest an Dyslexia; in diesem Falle
entschuldige ich mich für meine gutgemeinte Kritik). Wie gesagt, sollst
du als *Lehrer* ein Vorbild sein. Zweitens befaßt sich diese NG
ausgerechnet mit der *deutschen Sprache*, die du so verhunzt. Drittens
ist es *unhöflich*, den Lesern deine von Tippfehlern strotzenden
Postings hinzuwerfen, die den Eindruck ergeben, daß du deine Leser nicht
respektierst. Viertens *schadest* du dir nur selbst damit, den Eindruck
eines schlampigen, hastigen, oberflächlichen Schreiberlings zu
hinterlassen, über dessen Unterrichtsqualität man sich seine Gedanken
macht.
Dein dir so wichtiger "Infogehalt" verliert viel an Wert, denn man
überlegt sich, wie gut deine hastige Information sein kann, wenn sie so
hastig hingeschmissen wird.
Was du auch tust, ich gewinne nichts davon, ob du dich nun endlich
verbesserst oder ob du so weiterschlampst wie bisher. Mir ist das
schnuppe. Doch *dein Ruf* in dieser NG kann sich nur verbessern, und du
wirst ernstgenommen und respektiert, wenn du mehr Respekt für dich und
deine Leser zeigst.
Das ist mein letzter Beitrag zum Thema O.G. Lies ihn *langsam* in
aller Ruhe durch und denke darüber nach. Ich weiß bestimmt, daß ich mit
dieser Bitte an dich vielen anderen aus dem Herzen spreche.
Mit kollegialen und freundlichen Grüßen,
-- Reinhold
[*] Herr Faigle, ersparen Sie sich bitte Ihre entrüsteten, höhnischen
oder dummen Bemerkungen wegen der "jüdischen Hast". Das ist ein
treffender Ausdruck, wenn er auch in Deutschland verboten ist. Er wird
von mir bekannten Juden benutzt, die Selbstironie schätzen. Sie wollen
doch sicher den Juden nicht verbieten, Witze über sich selbst zu
machen. Außerdem bin ich vielleicht selbst ein Jud.
--
Reinhold Aman
Santa Rosa, CA 95402-6123, USA
http://www.sonic.net/maledicta/
Reinhold Aman schrieb in Nachricht <354316...@sonic.net>...
>[...] Herr Faigle, ersparen Sie sich bitte Ihre entrüsteten, höhnischen
>oder dummen Bemerkungen wegen der "jüdischen Hast". Das ist ein
>treffender Ausdruck, wenn er auch in Deutschland verboten ist. Er wird
>von mir bekannten Juden benutzt, die Selbstironie schätzen. Sie wollen
>doch sicher den Juden nicht verbieten, Witze über sich selbst zu
>machen. Außerdem bin ich vielleicht selbst ein Jud.
- Wenn Du Oliver Gassner wegen seiner Tippfehler kritisierst, solltest
Du nicht dabei auf die Grossschreibung der Anrede achten? Oder hast
Du Dich da nur mehrfach vertippt? ;)
- Die Kritik an Herrn Faigle sehe ich als unsachlich und nicht der
Netiquette entsprechend an. >:( Diese Newsgroup ist unmoderiert und
solange er die Form wahrt, soll er posten, was ihm am Sprachgebrauch
uebel aufstoesst.
- Man ist nicht 'vielleicht selbst ein Jud'; wenn man sich zum
juedischen Glauben bekennt, sollte man es eigentlich wissen.
- Wenn sich Dir bekannte Juden einen sie urspruenglich herabwuerdigenden
Ausdruck selbstironisch zueigen machen, ist es eben nicht dasselbe
wie die Benutzung dieses Ausdrucks durch Dich, da Du einen anderen
Bezug zu diesem Ausdruck hast. Zwei andere Beispiele: Wenn manche
Kinder suedeuropaeischer Einwanderer im Ruhrgebiet sich selbst als
'Ruhrpottkanaken' bezeichnen ist das nicht vergleichbar mit der
Beschimpfung 'Du Kanake' durch Aussenstehende. Wenn das hiesige
Kabarettduo 'Der Teloek' betont geschmacklose Witze ueber die
Koerperbehinderung eines seiner Mitstreiter macht, ist das nicht
vergleichbar mit der zu meiner Schulzeit haeufigen Beschimpfung unter
Kindern 'Du Spasti'.
Ciao, Dietmar H. G. Meier
--
E-Mail: mailto:Dietmar...@ruhr-uni-bochum.de
WWW: http://surf.to/dhgm
> Bezug zu diesem Ausdruck hast. Zwei andere Beispiele: Wenn manche
> Kinder suedeuropaeischer Einwanderer im Ruhrgebiet sich selbst als
> 'Ruhrpottkanaken' bezeichnen ist das nicht vergleichbar mit der
> Beschimpfung 'Du Kanake' durch Aussenstehende. Wenn das hiesige
Wie läßt sich aus der Bezeichnung "jüdische Hast" in irgendeiner Form
eine Beleidigung à la "Kanake" herauslesen?
G.
Gerald Fix schrieb in Nachricht <354446e5...@news.circular.de>...
>Wie läßt sich aus der Bezeichnung "jüdische Hast" in irgendeiner Form
>eine Beleidigung à la "Kanake" herauslesen?
Aufgrund ihrer Herkunft als Ausdruck antisemitischer Ressentiments
(Unueberlegtheit im Handeln als 'typisch juedische' Eigenart).
Btw, 'Kanake' bedeutet urspruenglich auch nur 'Einwohner der
Suedseeinseln'.
> - Wenn Du Oliver Gassner wegen seiner Tippfehler kritisierst, solltest
> Du nicht dabei auf die Grossschreibung der Anrede achten? Oder hast
> Du Dich da nur mehrfach vertippt? ;)
Hallo Dietmar,
ich weiß gar nicht, was Du hast. Reinhold hält sich nur an die neuen
RS-Regeln...
Tschüs, Reinhard
>Aufgrund ihrer Herkunft als Ausdruck antisemitischer Ressentiments
>(Unueberlegtheit im Handeln als 'typisch juedische' Eigenart).
>Btw, 'Kanake' bedeutet urspruenglich auch nur 'Einwohner der
>Suedseeinseln'.
Das heißt, du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
Kanake - ursprünglich positiv, jetzt beleidigend gebraucht.
jüdische Hast - ursprünglich beleidigend, hier nicht so gebraucht.
Ich verstehe das Problem immer noch nicht.
G.
> "Jüdische Hast" finde ich nett. Ich hörte den Ausspruch schon einmal von
> Reinhold und werde ihn in meinen Wortschatz einfließen lassen.
Ist diese Redewendung in irgendeiner Gegend Deutschlands üblich. Ich
habe sie noch nie gehört. Woher stammt diese Wendung? Sind Juden
hastiger als andere Leute?
Danke!
Dirk
Die neue Rechtschreibung erlaubt Kleinschreibung von "du, dich, dir"
usw. in persönlicher Korrespondenz. Keine Tippfehler. Ich les' mein
Zeug, bevor ich's abschicke.
> - Die Kritik an Herrn Faigle sehe ich als unsachlich und nicht der
> Netiquette entsprechend an. >:(
Schade, daß Sie nicht da waren, als er saudumm und höhnisch auf zwei
meiner Postings reagierte.
> Diese Newsgroup ist unmoderiert und solange er die Form wahrt,
> soll er posten, was ihm am Sprachgebrauch uebel aufstoesst.
Mit Verlaub, Sie stoßen mir sauer auf, weil Sie nicht wissen, wovon Sie
reden, aber trotzdem schwätzen. Es wäre besser gewesen, zuerst die oben
erwähnten Beiträge in Deja News zu lesen, dann Ihren Senf dazu geben.
> - Man ist nicht 'vielleicht selbst ein Jud'; wenn man sich zum
> juedischen Glauben bekennt, sollte man es eigentlich wissen.
Es mag Sie überraschen, daß es Juden gibt, die sich nicht zum jüdischen
Glauben bekennen.
> - Wenn sich Dir bekannte Juden einen sie urspruenglich herabwuerdigenden
> Ausdruck selbstironisch zueigen machen, ist es eben nicht dasselbe
> wie die Benutzung dieses Ausdrucks durch Dich, da Du einen anderen
> Bezug zu diesem Ausdruck hast.
Sie reden wieder Käse, junger Mann. *Ich* weiß, welchen Bezug ich zu
diesem Ausdruck habe, aber Sie nicht.
> Zwei andere Beispiele: Wenn manche
> Kinder suedeuropaeischer Einwanderer im Ruhrgebiet sich selbst als
> 'Ruhrpottkanaken' bezeichnen ist das nicht vergleichbar mit der
> Beschimpfung 'Du Kanake' durch Aussenstehende. Wenn das hiesige
> Kabarettduo 'Der Teloek' betont geschmacklose Witze ueber die
> Koerperbehinderung eines seiner Mitstreiter macht, ist das nicht
> vergleichbar mit der zu meiner Schulzeit haeufigen Beschimpfung unter
> Kindern 'Du Spasti'.
Alles alter Hut. Die Neger dürfen einander "nigger" nennen; die
Weißen, die einen wirklichen "nigger" (nicht "Schwarzen") objektiv als
"nigger" bezeichnen, sind "Rassisten".
"Jüdische Hast" ist für feinfühlige und zartseelige Deutsche ein
*schröcklich* antisemitischer Ausdruck. Im jüdischen Geschäftsleben
geht's halt zack-zack ("time is money"). Die meisten stehen nicht
gelangweilt im Laden oder Lager oder im Büro rum, sondern arbeiten
schnell, oft hastig, um die Arbeit zu erledigen. Es ist eine objektive
Bezeichnung der Handlungsweise vieler Juden (und Griechen und Chinesen
und Italiener, zumindest hier in den Staaten). Bei allen Stereotypen
gibt es viele Ausnahmen, doch alle Stereotypen basieren auf Realität.
Konrad Dalit schrieb in Nachricht <1d83umv.12o...@ppp-c14.freiepresse.de>...
> [...] daß mit der *neuen* Rechtschreibung das *Du* in Briefen
> kleingeschrieben wird. Ich finde eine solche Regelung überflüssig,
> zeichnet das großgeschriebene *Du* doch eine Form von Höflichkeit aus.
Kann ich nur unterstreichen - bzw. kann ich mit meinem doofen Newsreader
natuerlich nicht unterstreichen, wuerde ich aber gerne. :)
> "Jüdische Hast" finde ich nett.
Kannst Du ja ruhig nett finden, die oeffentliche Verwendung ist meines
Erachtens aufgrund der urspruenglich herabwuerdigenden Faerbung aber ein
sehr unsensibles Verhalten.
> Statt gleich sein Messer zu zücken, könnte der Türke/Italiener/Grieche
> sagen: [...]
Ach? So sind sie also, die Suedlaender? Etwas hoeheres Niveau, bitte,
lieber Konrad... ;)
> Wenn mich jemand "Nazi" tituliert [...]
Warum passiert Dir sowas???
> Was hältst Du eigentlich vom Humor und den Witzen Harald Schmidts?
Schwer zu beurteilen. Einerseits schreibt er seine Witze nicht selbst,
es ist ein ganzer Stab fester und freier Mitarbeiter damit befasst,
dementsprechend unterschiedlich sind die Qualitaeten der Witze auch.
Schmidt ist nur ein sehr guter Schauspieler, darueberhinaus aber auch
sehr schlagfertig (und das ist dann der eigentliche Schmidtsche Humor).
Jedenfalls hat natuerlich jeder das Recht, mit Witzen bedacht zu werden,
rollstuhlfahrende, blinde, schwarze Homosexuelle ebenso wie Du und ich
und Bettina Boettinger. Hat aber absolut gar nichts damit zu tun, welche
Ausdruecke man in nicht-humoristischem Kontext verwenden sollte oder nicht!
Hallo Konrad,
Du hörst doch nicht etwa den Polizeifunk mit ;-)? Tz, tz, tz...
Kopfschüttelnd, Reinhard
--
--------------------------------------------------------------------
| Tassilo Halbritter | http://members.aon.at/artos
| Vienna/AUSTRIA | mailto:tassilo.halbritter_at_aon.at
----- Antispam: Ersetze das _at_ in meiner Adresse durch @ ---------
> Reinhard Zwirner <reinhard...@hannover.netsurf.de> wrote:
>
> > Du hörst doch nicht etwa den Polizeifunk mit ;-)? Tz, tz, tz...
>
> Das habe ich mal früher in meiner Sturm-und-Drang-Zeit mit einem
> Multiband-Empfänger gemacht.
>
> Nein, der Polizeifunk ist eine morgendliche Sendung hier im lokalen
> Öffentlich-Rechtlichen, wo die Polizei über die neuesten Verbrechen des
> letzten Tages und in der vorangegangenen Nacht in unserer Stadt und
> Region berichtet.
So stelle ich mir einen gelungenen Start in den Tag vor. ;-)
Um mal wieder etwas on-topisch zu werden:
"morgendlich": Hier kommt das "d" ganz offensichtlich
von (veraltet) "morgend", was so viel wie "morgig"
heißen soll. Aber woher kommt das "d" in "Morgende",
was viele Leute als Plural von "Morgen" verwenden?
Ist das nur eine Analogie zu "Abende"? Und warum
klingt es in meinen Ohren seltsam, wenn man korrekter-
weise "er verbringt seine Morgen im Café" sagt?
grübelnd,
Christian
: Schade, daß Sie nicht da waren, als er saudumm und höhnisch auf zwei
: meiner Postings reagierte.
Da muss ich doch fuer `Herrn Faigle' ein Wort einlegen. "Saudumm" und
"hoehnisch"? Nein, so kenne ich ihn gar nicht. Er ist mir als
hoeflicher und feinsinniger Zeitgenosse bekannt, der vor allem
das Gute will ("pro bono, contra malum").
U. Faigle
--
> > Ist diese Redewendung in irgendeiner Gegend Deutschlands üblich. Ich
> > habe sie noch nie gehört. Woher stammt diese Wendung? Sind Juden
> > hastiger als andere Leute?
> >
> >
> Ja, in Wien nicht unüblich. Noch gebräuchlicher ist: Hier geht es zu, wie in
> einer Judenschule ....
> Damit wird auf die dort laut rezitierenden Schüler bezug genommen, während
> in den Christenschulen es ja immer (?) mäuschenstill zu sein hatte ...
Danke. Aus meiner Gegend kenne ich nur eine Wendung, die sich auf Juden
bezieht: "glänzen wie ein Judenei". Die jüdischen Kleinhändler rieben
die Eier früher mit Speck ein, damit sie sich besser verkaufen ließen.
Herzliche Grüße
Dirk
Wenn wir jetzt solche sammeln, noch ein Beitrag von mir:
"Das hat noch kein Jude den Markt hinuntergepfiffen." (im Dialekt
auszusprechen) bedeutet "Das steht noch lange nicht fest".
Michael Kauffmann
Christian Wetzel schrieb in Nachricht
<35458B...@linguistik.uni-erlangen.de>...
Konrad Dalit:
>Um mal wieder etwas on-topisch zu werden:
>"morgendlich": Hier kommt das "d" ganz offensichtlich
>von (veraltet) "morgend", was so viel wie "morgig"
>heißen soll. Aber woher kommt das "d" in "Morgende",
Ich dachte, auch das "d" in "morgendlich" sei eine Analogie (nämlich zu
"abendlich").
Den Plural "Morgende" habe ich noch nie gehört. Ist der eine regionale
Erscheinung?
Christina
Kein Fehler sondern Absicht.
Mit kleinem Anfangsbuchstaben wird "kleingeschrieben", mit kleiner
Schrift (oder im übertragenen Sinn mit kleiner Bedeutung) wird dagegen
"klein geschrieben".
Vgl. <http://www.ids-mannheim.de/grammis/reform/inhalt.html#B>.
Und das sind die einschlägigen Regeln:
§ 36: Substantive, Adjektive, Verbstämme, Adverbien oder Pronomen
können mit Adjektiven oder Partizipien Zusammensetzungen bilden.
Man schreibt sie zusammen.
Dies betrifft
...
3. Zusammensetzungen, bei denen das dem Partizip zugrunde liegende
Verb entsprechend § 33 bzw. § 34 mit dem ersten Bestandteil
zusammengeschrieben wird,
§ 34: Partikeln, Adjektive oder Substantive können mit Verben trennbare
Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur im Infinitiv, im
Partizip I und im Partizip II sowie im Nebensatz bei Endstellung
des Verbs zusammen.
Dies betrifft
...
2.Zusammensetzungen aus Adverb oder Adjektiv + Verb, bei denen
...
2. der erste Bestandteil in dieser Verbindung weder erweiterbar
noch steigerbar ist, wobei die Negation nicht nicht als
Erweiterung gilt, zum Beispiel: bereithalten, bloßstellen,
fernsehen, festsetzen (= bestimmen), freisprechen (= für
nicht schuldig erklären), gutschreiben (= anrechnen),
hochrechnen, schwarzarbeiten, totschlagen, wahrsagen (=
prophezeien)
In diese Reihe gehören auch klein- und großschreiben (im Sinne des
obigen Duden-Zitats), da man die Wahl des einen oder anderen Anfangs-
buchstaben weder erweitern noch steigern kann.
Gruß,
Otto Stolz
> § 34: Partikeln, Adjektive oder Substantive können mit Verben trennbare
> Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur im Infinitiv, im
> Partizip I und im Partizip II sowie im Nebensatz bei Endstellung
> des Verbs zusammen.
>
> Dies betrifft
> ...
> 2.Zusammensetzungen aus Adverb oder Adjektiv + Verb, bei denen
> ...
> 2. der erste Bestandteil in dieser Verbindung weder erweiterbar
> noch steigerbar ist,
Schreibt man dann auch `schwangerwerden' zusammen? `Schwanger' läßt
sich ja auch nicht steigern.
Jörn
Ich weiss nicht. Das gibt es als stehenden Ausdruck, der darauf
anspielt, dass strengglaeubige Juden angeblich wirklich den ganzen
Tag ueber fleissig in Bewegung sein sollen, dazu also erzogen werden.
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich das aus einem Buch mit
juedischen Witzen, von einem juedischen Autor. Also ist das meinem
Eindruck nach gar keine negative Aussage, sondern nur ein bildhafter
Vergleich mit einer frueher wohl alltaeglichen Beobachtung.
--
Best Regards, Dr. Peter Kittel // http://www.pios.de of PIOS
Private Site in Frankfurt, Germany \X/ office: peterk @ pios.de
[Uh, lauter Paragrafen!]
Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
;-)
Grüße
Friedrich Volkmann
>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
>;-)
Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
Logik?
-- Christine
--
Un communiste, c'est quelqu'un | Jean-Louis Sagot-Duvauroux
qui veut avoir du temps pour | April 4, 1998, stage du PCF
être saisi par l'amour. | "homosexualité, lutte contre
| les discriminations"
Ich kann den französischen Spruch (über den Kommunisten) zwar
übersetzen, verstehen tu ich den Witz allerdings nicht. Hast Du eine
bessere Übersetzung?
Nachdem Du Deine nicht verrätst, kann ich auch nicht sagen, ob die
folgende _besser_ ist: "Ein Kommunist, das ist jemand, der Zeit haben
möchte, sich von der Liebe ergreifen zu lassen." Ist kein Witz, sondern
nur eine m.E. recht originelle Definition, natürlich mit einem Augenzwinkern
und ein wenig Selbstironie zu nehmen. Aufgelesen habe ich sie in einem
Vortrag des marxistischen (jedoch nicht der PCF angehörenden) Philosophen
Sagot-Duvauroux, eines höchst erfrischenden Redners, zum Thema (sinngemäß)
"Macht, Kommunismus, Sexualität; das Individuum im Zentrum der kommunistischen
Blickrichtung [visée]".
Beantwotet das Deine Frage?
Christine
--
Margaret Kochamma told her to Stoppit.
So she Stoppited. -- Arundhati Roy, The God of Small Things
Chris Waigl schrieb in Nachricht
<354cf979....@news.club-internet.fr>...
>>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
>>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
>>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
>
>Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
>Logik?
Auweia! und Kleinschreibung wird großgeschrieben. Na sowas. <wunder>
Christina
christi...@student.hu-berlin.de (Christina Kunze) schrieb am 04.05.98
unter dem Betreff "Re: kleingeschrieben":
> >>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
> >>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
> >>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
> >Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
> Auweia! und Kleinschreibung wird großgeschrieben. Na sowas. <wunder>
Aber zum Trost kann man ja auch Großschrift klein schreiben. ;-)))
--
Tschuess E-Mail: u...@linden.han.de
Ulf WWW: http://www.stud.uni-hannover.de/~hinze/sprache.htm
>Friedrich Volkmann schrieb:
>
>>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
>>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
>>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
>>;-)
>
>Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
>Logik?
Bitte lies die Regeln, dann komm wieder ;)
Danke.
OG
--
"Nicht fuer die Luchse, fuer den Nebel lernen wir." (N.N.)
Literatur am Draht --> http://www.carpe.com/lit/
Home --> http://lit-inf.home.pages.de/
> Wenn wir jetzt solche sammeln, noch ein Beitrag von mir:
> "Das hat noch kein Jude den Markt hinuntergepfiffen." (im Dialekt
> auszusprechen) bedeutet "Das steht noch lange nicht fest".
Ihr sammelt ja auch die Unfreundlichen:
Im niederdeutschen Dialekt kenne ich "Juud" für "eingetrockneter Nasen-
schleim; Popel" - es gehört allerdings nicht zu meinem aktiven Wort-
schatz.
MfG
Jens
--
Jens Wüpper wue...@math.uni-hamburg.de Carpe diem!
>Das Problem ist "etre saisi", das nach dem Langenscheidt "tief erschüttert
>sein" bedeutet. Möglicherweise auch ein Wortspiel mit all den andern Bedeutungen
>von "saisi/saisir"?
Auweia, das ist m.E. eines der üblichen Langenscheid-Pobleme. In den drei
Jahren, die ich in Frankreich lebe, habe ich die Französisch-Reihe als
überaus schlecht kennengelernt. Die Angaben sind oft unidiomatisch und
manchmal schlichtweg falsch. [Anekdote von meinem esten Frankreichaufenthalt:
Ich wollte Heftpflaster kaufen, in einer Apotheke. Langenscheid sagt mir
"plâtrage", ein Wort, das keiner meiner Feunde hier kennt. Die Apothekerin,
unverstehend, bot mir eine "bande plâtrée" an, eine Gipsbinde.]
Ich denke nicht einmal, daß ein Wortspiel dabei ist. "Saisir" bedeuted
"packen, [umfassend] ergreifen".
-- Christine
--
J'ai choisi l'Histoire par manque d'idees, de convictions
et de connaissances.
-- Singe Anne & Ange Marine, "Coeur contre coeur"
> cwa...@club-internet.fr (Chris Waigl) wrote/schrieb:
>>Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
>>Logik?
>
>Bitte lies die Regeln, dann komm wieder ;)
Ach, Oliver, das Beispiel sprang mir in den Sinn, weil es
mir bei der Lektüre des folgenden Werkes aufgefallen war:
Duden-Taschenbücher, Die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung,
Dudenverlag Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich;
siehe insbes. II ("Das Amtliche Regelwerk") B ("Getrennt- und
Zusammenschreibung").
Dein ewiges, unreflektiertes Wiederholen der Ansicht alle
Kritiker der Neuregelung hätten doch eh' keine Ahnung von ihrem
Inhalt, langweilt und ist inkorrekt. Nicht daß ich bezweifle,
daß dies für die Masse der Durchschnitts-Deutschen der Fall ist,
jedoch gibt es auch fundierte Kritik von Fachleuten. Meinungsverschieden-
heiten gehören zum Geschäft.
Ich behaupte nicht, zu jenen Fachleuten zu gehören; meine Kritik ist
meinem täglichen Umgang mit Sprache entnommen und die ihr zugrundeliegenden
Daten bzgl. der alten & neuen Reglen im o.g. Werk nachgeprüft.
a) [relativ von geringerem Gewicht als b)] Ich hätte mir gewünscht, daß
bei "vebläuen, belämmert, Quäntchen" die alte Schreibweise weiterhin
eine zulässige Alternative wäre. In _meinem_pesönlichen_Zugang_ zu Sprache
spielt Etymologie nun einmal eine wichtige strukturierende Rolle.
b) Getrennt- und Zusammenschreibung bei Verben. Mich stört es, daß bei einem
der auffälligsten Strukturmerkmale des Deutschen, nämlich der Bildung
von zusammengesetzten Wötern, nunmehr eine inkonsiztenz zwischen Substantiven
und Verben/Partizipien eingeführt wird. Das obige Paar ist ein gutes Beispiel:
"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben, das abgeleitete Substantiv
"Getrenntschreibung" jedoch zusammen. ICh könnte mehr Beispiele und
Überlegungen brigen, nenne hier aber nur kurz den Verlust an Feinheit, der
dadurch entsteht, daß "aneinander denken" und "aneinanderlegen" nun beide
getrennt zu schreiben sind: Die Art und Weise, wie das Präfix hier die Aktion
(denken bzw. legen) verändert, sind vollkommen verschieden.
Wer immer will, kann darüber anderer Meinung sein als ich.
Na klar! Und um das Wort "lila" zu schreiben, greifst du zu
einem andern Stift. Ich möchte bloß wissen, mit welchen Farb-
stiften man den Satz "Der grün-gelb isolierte Draht wird als
Schutzleiter verwendet." zu schreiben hat :-)
Gruß,
Otto Stolz
>Das Problem ist "etre saisi", das nach dem Langenscheidt "tief erschüttert
>sein" bedeutet. Möglicherweise auch ein Wortspiel mit all den andern Bedeutungen
>von "saisi/saisir"?
Auweia, das ist m.E. eines der üblichen Langenscheidt-Pobleme. In den drei
Jahren, die ich in Frankreich lebe, habe ich die Französisch-Reihe als
überaus schlecht kennengelernt. Die Angaben sind oft unidiomatisch und
manchmal schlichtweg falsch. [Anekdote von meinem esten Frankreichaufenthalt:
Ich wollte Heftpflaster kaufen, in einer Apotheke. Langenscheid sagt mir
"plâtrage", ein Wort, das keiner meiner Feunde hier kennt. Die Apothekerin,
unverstehend, bot mir eine "bande plâtrée" an, eine Gipsbinde.]
Ich denke nicht einmal, daß ein Wortspiel dabei ist. "Saisir" bedeuted
"packen, [umfassend] ergreifen".
-- Christine