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"gulgern"

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Matthias Kranz

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Apr 24, 1998, 3:00:00 AM4/24/98
to

In einem Gedicht des Dresdner Lyrikers Thomas Rosenlöcher las
ich folgende Stelle:
"Weiß auch nicht, was der Bach mich traurig macht.
Ein jedes Rauschen längst schon hingerauscht,
längst überglitzert jedes Glitzerns Glanz,
und doch das Gulgern, horch, zum erstenmal,
sei es dank einer Wurzel Regsamkeit,
hervorgegulgert unterm Untergulgern, (...)"
Was ist "gulgern"? Kennt jemand dieses Wort, vielleicht als
Dialektausdruck? Und was genau bedeutet es?
Für Auskünfte dankt im voraus:
M. Kranz


Markus Gail

unread,
Apr 24, 1998, 3:00:00 AM4/24/98
to

Matthias Kranz <kr...@wupper.bib.uni-wuppertal.de> wrote:

> Was ist "gulgern"? Kennt jemand dieses Wort, vielleicht als
> Dialektausdruck? Und was genau bedeutet es?

Wahrscheinlich eine Lautmalerei. (Wie heißt eigentlich das zugehörige
Fremdwort?)

--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
--------------------- Freiheit ist eine Zumutung. Aber sie ist zumutbar.
Can Apple Save Microsoft?
http://www.thessasource.com/editorials/save_editorial.html

Dirk Bindmann

unread,
Apr 24, 1998, 3:00:00 AM4/24/98
to

Matthias Kranz <kr...@wupper.bib.uni-wuppertal.de> schrieb:

> Was ist "gulgern"? Kennt jemand dieses Wort, vielleicht als
> Dialektausdruck? Und was genau bedeutet es?

"Gulgern" (gulkern, gulchern, gulksen, gulgsen) bezeichnet ein Geräusch,
ähnlich dem, das beim Ausgießen einer Flüssigkeit aus einer Flasche
entsteht. Es entspricht dem im Duden aufgeführten "glucksen".

Herzliche Grüße
Dirk

Reinhard Zwirner

unread,
Apr 24, 1998, 3:00:00 AM4/24/98
to

Markus Gail wrote:

>
> Matthias Kranz <kr...@wupper.bib.uni-wuppertal.de> wrote:
>
> > Was ist "gulgern"? Kennt jemand dieses Wort, vielleicht als
> > Dialektausdruck? Und was genau bedeutet es?
>
> Wahrscheinlich eine Lautmalerei. (Wie heißt eigentlich das zugehörige
> Fremdwort?)

Vielleicht handelt es sich ja auch bloß um einen absichtlichen
Buchstabendreher: gulgern <--> gurgeln

Ciao, Reinhard

toni gross

unread,
Apr 24, 1998, 3:00:00 AM4/24/98
to

Matthias Kranz schrieb:

> Was ist "gulgern"?

Deutsches Woerterbuch
Jakob und Wilhelm Grimm
Band 9 Greander - Gymnastik
Spalte 1071

GULKEN, GULKERN
bezeichnet das geraeusch von fluessigkeiten, die durch eine enge
gehen
vgl. golkern, kolken, kolkern, kulken, klucken, glucken, glucksen
u.s.w.

also, da gluckert was.

ein gulckglasz hebend...toni gross


Christina Kunze

unread,
Apr 24, 1998, 3:00:00 AM4/24/98
to

Markus Gail schrieb in Nachricht
<1d808n0.12v...@nafp2-050.rz.uni-frankfurt.de>...


>Wahrscheinlich eine Lautmalerei. (Wie heißt eigentlich das zugehörige
>Fremdwort?)


Onomatopoetikum?

Christina


marionc

unread,
Apr 25, 1998, 3:00:00 AM4/25/98
to

Suche dringend Hilfe zur Interpretation des Gedichts "An alle
Fernsprechteilnehmer" von H.M. Enzensberger! Könnt Ihr mir URL's nennen,
oder mir die wichtigsten Interpretationsaspekte nennen? Lyrik war noch nie
meine Stärke!!! Es ist dringend (bis Montag, 27.4.98)!!! DANKE

Markus Gail

unread,
Apr 25, 1998, 3:00:00 AM4/25/98
to

Christina Kunze <christi...@student.hu-berlin.de> wrote:

Genau das war's! Danke.

Oliver Gassner

unread,
Apr 25, 1998, 3:00:00 AM4/25/98
to

Posted & mailed, da es "eilt".


"marionc" <mar...@metronet.de> wrote/schrieb:

>Suche dringend Hilfe zur Interpretation des Gedichts "An alle
>Fernsprechteilnehmer" von H.M. Enzensberger! Könnt Ihr mir URL's nennen,
>oder mir die wichtigsten Interpretationsaspekte nennen?

- Satzbau
- Wortwahl
- Bildbereiche
- gesellschaftliche Bezüge
- Rhetorik (Affirmation, Appell)
- Bezüge zu aehnlichen (para)appellativen Texten HMEs
- Bezüge zu MHEs Aufsatz "Poesie und Politik" in "Einzelheiten II"

> Lyrik war noch nie
>meine Stärke!!!

Im Unterricht aufpassen. Meien schueler haben einiges gelernt...

> Es ist dringend (bis Montag, 27.4.98)!!!

Ich sollte am Dienstag eine Herzklappenoperation durchfuehern; haste
mir ne URL?

>DANKE

Bitte ;)

Oliver Gassner

PS: Bitte lies news:de.newusers.infos - da stehen wichtige Hinweose
zur Netiquette (z.B. ueber die Benutzung von vollen Namen etc.)
--
Spock [zu einer Wache]: "Excuse me, Sir. There is a multi-legged creature
sitting on your shoulder." ['Wischt' der Wache das Ungezifer weg. Wache
sinkt zu Boden.] -- TOS: "A Taste of Armageddon" (zit. nach: Foto-Roman.)
Literatur am Draht --> http://www.carpe.com/lit/


Erwin Jurschitza

unread,
Apr 25, 1998, 3:00:00 AM4/25/98
to

Oliver Gassner schrieb in Nachricht <3547b4e0...@news.pf.bawue.de>...

>Im Unterricht aufpassen. Meien schueler haben einiges gelernt...

>PS: Bitte lies news:de.newusers.infos - da stehen wichtige Hinweose


>zur Netiquette (z.B. ueber die Benutzung von vollen Namen etc.)

Ja, und daß man seine Mails nochmal lesen soll, bevor man sie
rausschickt. Es fällt mir bei dir immer wieder auf, daß es nur so
von Tippfehlern wimmelt. "Deien schueler" würdest es um die
Ohren hauen.

Nichts für ungut, aber wer austeilt, muß auch einstecken.


Erwin Jurschitza
http://www.digitale-bibliothek.de

Oliver Gassner

unread,
Apr 25, 1998, 3:00:00 AM4/25/98
to

"Erwin Jurschitza" <ejur...@directmedia.de> wrote/schrieb:

>Nichts für ungut, aber wer austeilt, muß auch einstecken.

Jo.

Meine Meinung: Wem meine Postings zuviele Buchstabendreher enthalten,
der moege sein Killfile bemuehen. Das ist eine Abwaegung zwischen
"Steilheit" und Infogehalt. ;)

OG

schl...@ntb.ch

unread,
Apr 25, 1998, 3:00:00 AM4/25/98
to

In article <1d808n0.12v...@nafp2-050.rz.uni-frankfurt.de>,

ga...@gmx.de (Markus Gail) wrote:
>
> Matthias Kranz <kr...@wupper.bib.uni-wuppertal.de> wrote:
>
> > Was ist "gulgern"? Kennt jemand dieses Wort, vielleicht als
> > Dialektausdruck? Und was genau bedeutet es?
>
> Wahrscheinlich eine Lautmalerei. (Wie heißt eigentlich das zugehörige
> Fremdwort?)
>

Substantiv: das Onomatopoetikon/Onomatopoetikum oder die Onomatopöie:
Kuckuck, Wauwau ...

Hans Schlegel

-----== Posted via Deja News, The Leader in Internet Discussion ==-----
http://www.dejanews.com/ Now offering spam-free web-based newsreading

Reinhold Aman

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

Oliver Gassner wrote:

> "Erwin Jurschitza" <ejur...@directmedia.de> wrote/schrieb:
>
> >Nichts für ungut, aber wer austeilt, muß auch einstecken.
>
> Jo.
>
> Meine Meinung: Wem meine Postings zuviele Buchstabendreher enthalten,
> der moege sein Killfile bemuehen. Das ist eine Abwaegung zwischen
> "Steilheit" und Infogehalt. ;)

Nun meine Meinung: Vor vielen Monaten habe ich den Oliver mit einem von
Tippfehlern wimmelnden Posting verarscht -- aber gutmütig, um ihn auf
seine in dieser Newsgruppe einmalige Schlamperei hinzuweisen. Ich wies
damals darauf hin, daß er als *Lehrer* einen besonders schlechten
Eindruck auf die Leser und Ausländer macht, die diese NG lesen. Keine
Reaktion, keine Verbesserung. Vor einigen Wochen versuchte ich es noch
einmal. Das hat natürlich auch nichts geholfen.

Oliver, du scheinst mir einfach *stur* zu sein oder so *besessen*
davon, deine vielen Postings "mit jüdischer Hast" [*] ins Usenet
schmeissen zu müssen. Dein Angebot, dich ins Killfile zu verbannen, ist
kindlich-trotzig.

Es dauert doch weniger als eine Minute, deine kurzen Posts wenigstens
*einmal* nach Tippfehlern durchzulesen, bevor du auf den "Send Now"
Knopf drückst. Warum tust du das nicht? Was machst du mit den 15
Sekunden oder der Minute, die du gewonnen hast, weil du deine
schlampigen Postings ohne zu lesen ins All jagst? Ach ja, mit der
ersparten Minute kannst du schon wieder eine andere Mail abzischen
lassen.

Nimm es dir doch einmal zu Herzen und verbessere deine vielen
Tippfehler (es sei denn, du leidest an Dyslexia; in diesem Falle
entschuldige ich mich für meine gutgemeinte Kritik). Wie gesagt, sollst
du als *Lehrer* ein Vorbild sein. Zweitens befaßt sich diese NG
ausgerechnet mit der *deutschen Sprache*, die du so verhunzt. Drittens
ist es *unhöflich*, den Lesern deine von Tippfehlern strotzenden
Postings hinzuwerfen, die den Eindruck ergeben, daß du deine Leser nicht
respektierst. Viertens *schadest* du dir nur selbst damit, den Eindruck
eines schlampigen, hastigen, oberflächlichen Schreiberlings zu
hinterlassen, über dessen Unterrichtsqualität man sich seine Gedanken
macht.

Dein dir so wichtiger "Infogehalt" verliert viel an Wert, denn man
überlegt sich, wie gut deine hastige Information sein kann, wenn sie so
hastig hingeschmissen wird.

Was du auch tust, ich gewinne nichts davon, ob du dich nun endlich
verbesserst oder ob du so weiterschlampst wie bisher. Mir ist das
schnuppe. Doch *dein Ruf* in dieser NG kann sich nur verbessern, und du
wirst ernstgenommen und respektiert, wenn du mehr Respekt für dich und
deine Leser zeigst.

Das ist mein letzter Beitrag zum Thema O.G. Lies ihn *langsam* in
aller Ruhe durch und denke darüber nach. Ich weiß bestimmt, daß ich mit
dieser Bitte an dich vielen anderen aus dem Herzen spreche.

Mit kollegialen und freundlichen Grüßen,

-- Reinhold


[*] Herr Faigle, ersparen Sie sich bitte Ihre entrüsteten, höhnischen
oder dummen Bemerkungen wegen der "jüdischen Hast". Das ist ein
treffender Ausdruck, wenn er auch in Deutschland verboten ist. Er wird
von mir bekannten Juden benutzt, die Selbstironie schätzen. Sie wollen
doch sicher den Juden nicht verbieten, Witze über sich selbst zu
machen. Außerdem bin ich vielleicht selbst ein Jud.

--
Reinhold Aman
Santa Rosa, CA 95402-6123, USA
http://www.sonic.net/maledicta/

Dietmar Meier

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

Hi,

Reinhold Aman schrieb in Nachricht <354316...@sonic.net>...
>[...] Herr Faigle, ersparen Sie sich bitte Ihre entrüsteten, höhnischen


>oder dummen Bemerkungen wegen der "jüdischen Hast". Das ist ein
>treffender Ausdruck, wenn er auch in Deutschland verboten ist. Er wird
>von mir bekannten Juden benutzt, die Selbstironie schätzen. Sie wollen
>doch sicher den Juden nicht verbieten, Witze über sich selbst zu
>machen. Außerdem bin ich vielleicht selbst ein Jud.

- Wenn Du Oliver Gassner wegen seiner Tippfehler kritisierst, solltest
Du nicht dabei auf die Grossschreibung der Anrede achten? Oder hast
Du Dich da nur mehrfach vertippt? ;)
- Die Kritik an Herrn Faigle sehe ich als unsachlich und nicht der
Netiquette entsprechend an. >:( Diese Newsgroup ist unmoderiert und
solange er die Form wahrt, soll er posten, was ihm am Sprachgebrauch
uebel aufstoesst.
- Man ist nicht 'vielleicht selbst ein Jud'; wenn man sich zum
juedischen Glauben bekennt, sollte man es eigentlich wissen.
- Wenn sich Dir bekannte Juden einen sie urspruenglich herabwuerdigenden
Ausdruck selbstironisch zueigen machen, ist es eben nicht dasselbe
wie die Benutzung dieses Ausdrucks durch Dich, da Du einen anderen
Bezug zu diesem Ausdruck hast. Zwei andere Beispiele: Wenn manche
Kinder suedeuropaeischer Einwanderer im Ruhrgebiet sich selbst als
'Ruhrpottkanaken' bezeichnen ist das nicht vergleichbar mit der
Beschimpfung 'Du Kanake' durch Aussenstehende. Wenn das hiesige
Kabarettduo 'Der Teloek' betont geschmacklose Witze ueber die
Koerperbehinderung eines seiner Mitstreiter macht, ist das nicht
vergleichbar mit der zu meiner Schulzeit haeufigen Beschimpfung unter
Kindern 'Du Spasti'.

Ciao, Dietmar H. G. Meier
--
E-Mail: mailto:Dietmar...@ruhr-uni-bochum.de
WWW: http://surf.to/dhgm

Gerald Fix

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

On Sun, 26 Apr 1998 15:21:48 +0200, "Dietmar Meier"
<Dietmar...@ruhr-uni-bochum.de> wrote:

> Bezug zu diesem Ausdruck hast. Zwei andere Beispiele: Wenn manche
> Kinder suedeuropaeischer Einwanderer im Ruhrgebiet sich selbst als
> 'Ruhrpottkanaken' bezeichnen ist das nicht vergleichbar mit der
> Beschimpfung 'Du Kanake' durch Aussenstehende. Wenn das hiesige

Wie läßt sich aus der Bezeichnung "jüdische Hast" in irgendeiner Form
eine Beleidigung à la "Kanake" herauslesen?

G.

Dietmar Meier

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

Hi,

Gerald Fix schrieb in Nachricht <354446e5...@news.circular.de>...


>Wie läßt sich aus der Bezeichnung "jüdische Hast" in irgendeiner Form
>eine Beleidigung à la "Kanake" herauslesen?

Aufgrund ihrer Herkunft als Ausdruck antisemitischer Ressentiments
(Unueberlegtheit im Handeln als 'typisch juedische' Eigenart).
Btw, 'Kanake' bedeutet urspruenglich auch nur 'Einwohner der
Suedseeinseln'.

Reinhard Zwirner

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

Dietmar Meier wrote:
> [schnippel]

> - Wenn Du Oliver Gassner wegen seiner Tippfehler kritisierst, solltest
> Du nicht dabei auf die Grossschreibung der Anrede achten? Oder hast
> Du Dich da nur mehrfach vertippt? ;)

Hallo Dietmar,

ich weiß gar nicht, was Du hast. Reinhold hält sich nur an die neuen
RS-Regeln...

Tschüs, Reinhard

Gerald Fix

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

On Sun, 26 Apr 1998 17:18:44 +0200, "Dietmar Meier"
<Dietmar...@ruhr-uni-bochum.de> wrote:

>Aufgrund ihrer Herkunft als Ausdruck antisemitischer Ressentiments
>(Unueberlegtheit im Handeln als 'typisch juedische' Eigenart).
>Btw, 'Kanake' bedeutet urspruenglich auch nur 'Einwohner der
>Suedseeinseln'.

Das heißt, du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Kanake - ursprünglich positiv, jetzt beleidigend gebraucht.
jüdische Hast - ursprünglich beleidigend, hier nicht so gebraucht.

Ich verstehe das Problem immer noch nicht.

G.

Dirk Bindmann

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

Konrad Dalit <du...@usa.net> schrieb:

> "Jüdische Hast" finde ich nett. Ich hörte den Ausspruch schon einmal von
> Reinhold und werde ihn in meinen Wortschatz einfließen lassen.

Ist diese Redewendung in irgendeiner Gegend Deutschlands üblich. Ich
habe sie noch nie gehört. Woher stammt diese Wendung? Sind Juden
hastiger als andere Leute?

Danke!
Dirk

Reinhold Aman

unread,
Apr 26, 1998, 3:00:00 AM4/26/98
to

Dietmar Meier wrote:

> Reinhold Aman schrieb in Nachricht <354316...@sonic.net>...
> >[...] Herr Faigle, ersparen Sie sich bitte Ihre entrüsteten, höhnischen
> >oder dummen Bemerkungen wegen der "jüdischen Hast". Das ist ein
> >treffender Ausdruck, wenn er auch in Deutschland verboten ist. Er wird
> >von mir bekannten Juden benutzt, die Selbstironie schätzen. Sie wollen
> >doch sicher den Juden nicht verbieten, Witze über sich selbst zu
> >machen. Außerdem bin ich vielleicht selbst ein Jud.
>
> - Wenn Du Oliver Gassner wegen seiner Tippfehler kritisierst, solltest
> Du nicht dabei auf die Grossschreibung der Anrede achten? Oder hast
> Du Dich da nur mehrfach vertippt? ;)

Die neue Rechtschreibung erlaubt Kleinschreibung von "du, dich, dir"
usw. in persönlicher Korrespondenz. Keine Tippfehler. Ich les' mein
Zeug, bevor ich's abschicke.

> - Die Kritik an Herrn Faigle sehe ich als unsachlich und nicht der
> Netiquette entsprechend an. >:(

Schade, daß Sie nicht da waren, als er saudumm und höhnisch auf zwei
meiner Postings reagierte.

> Diese Newsgroup ist unmoderiert und solange er die Form wahrt,
> soll er posten, was ihm am Sprachgebrauch uebel aufstoesst.

Mit Verlaub, Sie stoßen mir sauer auf, weil Sie nicht wissen, wovon Sie
reden, aber trotzdem schwätzen. Es wäre besser gewesen, zuerst die oben
erwähnten Beiträge in Deja News zu lesen, dann Ihren Senf dazu geben.

> - Man ist nicht 'vielleicht selbst ein Jud'; wenn man sich zum
> juedischen Glauben bekennt, sollte man es eigentlich wissen.

Es mag Sie überraschen, daß es Juden gibt, die sich nicht zum jüdischen
Glauben bekennen.

> - Wenn sich Dir bekannte Juden einen sie urspruenglich herabwuerdigenden
> Ausdruck selbstironisch zueigen machen, ist es eben nicht dasselbe
> wie die Benutzung dieses Ausdrucks durch Dich, da Du einen anderen

> Bezug zu diesem Ausdruck hast.

Sie reden wieder Käse, junger Mann. *Ich* weiß, welchen Bezug ich zu
diesem Ausdruck habe, aber Sie nicht.

> Zwei andere Beispiele: Wenn manche
> Kinder suedeuropaeischer Einwanderer im Ruhrgebiet sich selbst als
> 'Ruhrpottkanaken' bezeichnen ist das nicht vergleichbar mit der
> Beschimpfung 'Du Kanake' durch Aussenstehende. Wenn das hiesige

> Kabarettduo 'Der Teloek' betont geschmacklose Witze ueber die
> Koerperbehinderung eines seiner Mitstreiter macht, ist das nicht
> vergleichbar mit der zu meiner Schulzeit haeufigen Beschimpfung unter
> Kindern 'Du Spasti'.

Alles alter Hut. Die Neger dürfen einander "nigger" nennen; die
Weißen, die einen wirklichen "nigger" (nicht "Schwarzen") objektiv als
"nigger" bezeichnen, sind "Rassisten".

"Jüdische Hast" ist für feinfühlige und zartseelige Deutsche ein
*schröcklich* antisemitischer Ausdruck. Im jüdischen Geschäftsleben
geht's halt zack-zack ("time is money"). Die meisten stehen nicht
gelangweilt im Laden oder Lager oder im Büro rum, sondern arbeiten
schnell, oft hastig, um die Arbeit zu erledigen. Es ist eine objektive
Bezeichnung der Handlungsweise vieler Juden (und Griechen und Chinesen
und Italiener, zumindest hier in den Staaten). Bei allen Stereotypen
gibt es viele Ausnahmen, doch alle Stereotypen basieren auf Realität.

Dietmar Meier

unread,
Apr 27, 1998, 3:00:00 AM4/27/98
to

Hi,

Konrad Dalit schrieb in Nachricht <1d83umv.12o...@ppp-c14.freiepresse.de>...

> [...] daß mit der *neuen* Rechtschreibung das *Du* in Briefen
> kleingeschrieben wird. Ich finde eine solche Regelung überflüssig,
> zeichnet das großgeschriebene *Du* doch eine Form von Höflichkeit aus.

Kann ich nur unterstreichen - bzw. kann ich mit meinem doofen Newsreader
natuerlich nicht unterstreichen, wuerde ich aber gerne. :)

> "Jüdische Hast" finde ich nett.

Kannst Du ja ruhig nett finden, die oeffentliche Verwendung ist meines
Erachtens aufgrund der urspruenglich herabwuerdigenden Faerbung aber ein
sehr unsensibles Verhalten.

> Statt gleich sein Messer zu zücken, könnte der Türke/Italiener/Grieche
> sagen: [...]
Ach? So sind sie also, die Suedlaender? Etwas hoeheres Niveau, bitte,
lieber Konrad... ;)

> Wenn mich jemand "Nazi" tituliert [...]
Warum passiert Dir sowas???

> Was hältst Du eigentlich vom Humor und den Witzen Harald Schmidts?
Schwer zu beurteilen. Einerseits schreibt er seine Witze nicht selbst,
es ist ein ganzer Stab fester und freier Mitarbeiter damit befasst,
dementsprechend unterschiedlich sind die Qualitaeten der Witze auch.
Schmidt ist nur ein sehr guter Schauspieler, darueberhinaus aber auch
sehr schlagfertig (und das ist dann der eigentliche Schmidtsche Humor).
Jedenfalls hat natuerlich jeder das Recht, mit Witzen bedacht zu werden,
rollstuhlfahrende, blinde, schwarze Homosexuelle ebenso wie Du und ich
und Bettina Boettinger. Hat aber absolut gar nichts damit zu tun, welche
Ausdruecke man in nicht-humoristischem Kontext verwenden sollte oder nicht!

IM...@welfen-netz.com

unread,
Apr 27, 1998, 3:00:00 AM4/27/98
to

In article <3556dbaf...@news.pf.bawue.de>,

oliver-...@bigfoot.de (Oliver Gassner) wrote:
>
> "Erwin Jurschitza" <ejur...@directmedia.de> wrote/schrieb:
>
> >Nichts f=FCr ungut, aber wer austeilt, mu=DF auch einstecken.

>
> Jo.
>
> Meine Meinung: Wem meine Postings zuviele Buchstabendreher enthalten,
> der moege sein Killfile bemuehen. Das ist eine Abwaegung zwischen
> "Steilheit" und Infogehalt. ;)
>
> OG
oops, verlaufen,
sorry
ingo

Reinhard Zwirner

unread,
Apr 27, 1998, 3:00:00 AM4/27/98
to

Konrad Dalit wrote:
>
> [schnipp]
> Ich pflege nur meine - regelmäßig in der Lokalpresse (und im
> morgendlichen Polizeifunk) wieder bestätigten - Vorurteile. Nein, ich
^^^^^^^^^^^
> [schnapp]

Hallo Konrad,

Du hörst doch nicht etwa den Polizeifunk mit ;-)? Tz, tz, tz...

Kopfschüttelnd, Reinhard

Tassilo Halbritter

unread,
Apr 28, 1998, 3:00:00 AM4/28/98
to

In article <6i09jn$sk4$1...@news01.btx.dtag.de>, Dirk Bindmann
Ja, in Wien nicht unüblich. Noch gebräuchlicher ist: Hier geht es zu, wie in
einer Judenschule ....
Damit wird auf die dort laut rezitierenden Schüler bezug genommen, während
in den Christenschulen es ja immer (?) mäuschenstill zu sein hatte ...

--
--------------------------------------------------------------------
| Tassilo Halbritter | http://members.aon.at/artos
| Vienna/AUSTRIA | mailto:tassilo.halbritter_at_aon.at
----- Antispam: Ersetze das _at_ in meiner Adresse durch @ ---------


Christian Wetzel

unread,
Apr 28, 1998, 3:00:00 AM4/28/98
to

Konrad Dalit:

> Reinhard Zwirner <reinhard...@hannover.netsurf.de> wrote:
>
> > Du hörst doch nicht etwa den Polizeifunk mit ;-)? Tz, tz, tz...
>

> Das habe ich mal früher in meiner Sturm-und-Drang-Zeit mit einem
> Multiband-Empfänger gemacht.
>
> Nein, der Polizeifunk ist eine morgendliche Sendung hier im lokalen
> Öffentlich-Rechtlichen, wo die Polizei über die neuesten Verbrechen des
> letzten Tages und in der vorangegangenen Nacht in unserer Stadt und
> Region berichtet.

So stelle ich mir einen gelungenen Start in den Tag vor. ;-)

Um mal wieder etwas on-topisch zu werden:
"morgendlich": Hier kommt das "d" ganz offensichtlich
von (veraltet) "morgend", was so viel wie "morgig"
heißen soll. Aber woher kommt das "d" in "Morgende",
was viele Leute als Plural von "Morgen" verwenden?
Ist das nur eine Analogie zu "Abende"? Und warum
klingt es in meinen Ohren seltsam, wenn man korrekter-
weise "er verbringt seine Morgen im Café" sagt?

grübelnd,
Christian

U. Faigle

unread,
Apr 28, 1998, 3:00:00 AM4/28/98
to

Reinhold Aman (am...@sonic.net) wrote:
: Dietmar Meier wrote:
:
: > - Die Kritik an Herrn Faigle sehe ich als unsachlich und nicht der
: > Netiquette entsprechend an. >:(

: Schade, daß Sie nicht da waren, als er saudumm und höhnisch auf zwei
: meiner Postings reagierte.


Da muss ich doch fuer `Herrn Faigle' ein Wort einlegen. "Saudumm" und
"hoehnisch"? Nein, so kenne ich ihn gar nicht. Er ist mir als
hoeflicher und feinsinniger Zeitgenosse bekannt, der vor allem
das Gute will ("pro bono, contra malum").


U. Faigle


--

Dirk Bindmann

unread,
Apr 28, 1998, 3:00:00 AM4/28/98
to

Tassilo Halbritter <lo...@bottom.of.my.sig> schrieb:

> > Ist diese Redewendung in irgendeiner Gegend Deutschlands üblich. Ich
> > habe sie noch nie gehört. Woher stammt diese Wendung? Sind Juden
> > hastiger als andere Leute?
> >
> >
> Ja, in Wien nicht unüblich. Noch gebräuchlicher ist: Hier geht es zu, wie in
> einer Judenschule ....
> Damit wird auf die dort laut rezitierenden Schüler bezug genommen, während
> in den Christenschulen es ja immer (?) mäuschenstill zu sein hatte ...

Danke. Aus meiner Gegend kenne ich nur eine Wendung, die sich auf Juden
bezieht: "glänzen wie ein Judenei". Die jüdischen Kleinhändler rieben
die Eier früher mit Speck ein, damit sie sich besser verkaufen ließen.

Herzliche Grüße
Dirk

Michael Kauffmann

unread,
Apr 28, 1998, 3:00:00 AM4/28/98
to

Dirk Bindmann wrote:

> Aus meiner Gegend kenne ich nur eine Wendung, die sich auf
> Juden bezieht:

Wenn wir jetzt solche sammeln, noch ein Beitrag von mir:

"Das hat noch kein Jude den Markt hinuntergepfiffen." (im Dialekt
auszusprechen) bedeutet "Das steht noch lange nicht fest".

Michael Kauffmann

Christina Kunze

unread,
Apr 28, 1998, 3:00:00 AM4/28/98
to

Christian Wetzel schrieb in Nachricht
<35458B...@linguistik.uni-erlangen.de>...
Konrad Dalit:


>Um mal wieder etwas on-topisch zu werden:
>"morgendlich": Hier kommt das "d" ganz offensichtlich
>von (veraltet) "morgend", was so viel wie "morgig"
>heißen soll. Aber woher kommt das "d" in "Morgende",

Ich dachte, auch das "d" in "morgendlich" sei eine Analogie (nämlich zu
"abendlich").

Den Plural "Morgende" habe ich noch nie gehört. Ist der eine regionale
Erscheinung?

Christina


Otto Stolz

unread,
Apr 28, 1998, 3:00:00 AM4/28/98
to

Konrad Dalit:
> Nebenbei: Ist "kleingeschrieben" nach neuer Rechtschreibung nicht
> falsch? Heißt es nicht "klein geschrieben"? Ein Fehler des Dudens?

Kein Fehler sondern Absicht.

Mit kleinem Anfangsbuchstaben wird "kleingeschrieben", mit kleiner
Schrift (oder im übertragenen Sinn mit kleiner Bedeutung) wird dagegen
"klein geschrieben".
Vgl. <http://www.ids-mannheim.de/grammis/reform/inhalt.html#B>.

Und das sind die einschlägigen Regeln:

§ 36: Substantive, Adjektive, Verbstämme, Adverbien oder Pronomen
können mit Adjektiven oder Partizipien Zusammensetzungen bilden.
Man schreibt sie zusammen.

Dies betrifft
...
3. Zusammensetzungen, bei denen das dem Partizip zugrunde liegende
Verb entsprechend § 33 bzw. § 34 mit dem ersten Bestandteil
zusammengeschrieben wird,

§ 34: Partikeln, Adjektive oder Substantive können mit Verben trennbare
Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur im Infinitiv, im
Partizip I und im Partizip II sowie im Nebensatz bei Endstellung
des Verbs zusammen.

Dies betrifft
...
2.Zusammensetzungen aus Adverb oder Adjektiv + Verb, bei denen
...
2. der erste Bestandteil in dieser Verbindung weder erweiterbar
noch steigerbar ist, wobei die Negation nicht nicht als
Erweiterung gilt, zum Beispiel: bereithalten, bloßstellen,
fernsehen, festsetzen (= bestimmen), freisprechen (= für
nicht schuldig erklären), gutschreiben (= anrechnen),
hochrechnen, schwarzarbeiten, totschlagen, wahrsagen (=
prophezeien)

In diese Reihe gehören auch klein- und großschreiben (im Sinne des
obigen Duden-Zitats), da man die Wahl des einen oder anderen Anfangs-
buchstaben weder erweitern noch steigern kann.

Gruß,
Otto Stolz

Joern Richts

unread,
Apr 29, 1998, 3:00:00 AM4/29/98
to

Otto Stolz <Otto....@uni-konstanz.de> writes:

> § 34: Partikeln, Adjektive oder Substantive können mit Verben trennbare
> Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur im Infinitiv, im
> Partizip I und im Partizip II sowie im Nebensatz bei Endstellung
> des Verbs zusammen.
>
> Dies betrifft
> ...
> 2.Zusammensetzungen aus Adverb oder Adjektiv + Verb, bei denen
> ...
> 2. der erste Bestandteil in dieser Verbindung weder erweiterbar
> noch steigerbar ist,

Schreibt man dann auch `schwangerwerden' zusammen? `Schwanger' läßt
sich ja auch nicht steigern.

Jörn

Dr. Peter Kittel

unread,
Apr 29, 1998, 3:00:00 AM4/29/98
to

In article <6i0hqo$nur$2...@sun579.rz.ruhr-uni-bochum.de> "Dietmar Meier" <Dietmar...@ruhr-uni-bochum.de> writes:
>Konrad Dalit schrieb in Nachricht <1d83umv.12o...@ppp-c14.freiepresse.de>...
>
>> "Jüdische Hast" finde ich nett.
>
>Kannst Du ja ruhig nett finden, die oeffentliche Verwendung ist meines
>Erachtens aufgrund der urspruenglich herabwuerdigenden Faerbung aber ein
>sehr unsensibles Verhalten.

Ich weiss nicht. Das gibt es als stehenden Ausdruck, der darauf
anspielt, dass strengglaeubige Juden angeblich wirklich den ganzen
Tag ueber fleissig in Bewegung sein sollen, dazu also erzogen werden.
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich das aus einem Buch mit
juedischen Witzen, von einem juedischen Autor. Also ist das meinem
Eindruck nach gar keine negative Aussage, sondern nur ein bildhafter
Vergleich mit einer frueher wohl alltaeglichen Beobachtung.

--
Best Regards, Dr. Peter Kittel // http://www.pios.de of PIOS
Private Site in Frankfurt, Germany \X/ office: peterk @ pios.de


Friedrich Volkmann

unread,
May 1, 1998, 3:00:00 AM5/1/98
to

On Tue, 28 Apr 1998 20:23:58 +0200, Otto Stolz
<Otto....@uni-konstanz.de> wrote:

[Uh, lauter Paragrafen!]

Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
;-)

Grüße
Friedrich Volkmann

Chris Waigl

unread,
May 4, 1998, 3:00:00 AM5/4/98
to

Friedrich Volkmann schrieb:

>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
>;-)

Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
Logik?

-- Christine


--
Un communiste, c'est quelqu'un | Jean-Louis Sagot-Duvauroux
qui veut avoir du temps pour | April 4, 1998, stage du PCF
être saisi par l'amour. | "homosexualité, lutte contre
| les discriminations"

Tassilo Halbritter

unread,
May 4, 1998, 3:00:00 AM5/4/98
to

In article <354cf979....@news.club-internet.fr>, Chris Waigl

Ich kann den französischen Spruch (über den Kommunisten) zwar
übersetzen, verstehen tu ich den Witz allerdings nicht. Hast Du eine
bessere Übersetzung?

Chris Waigl

unread,
May 4, 1998, 3:00:00 AM5/4/98
to

Tassilo Halbritter schrieb:

>Chris Waigl <URL:mailto:cwa...@club-internet.fr> wrote:
>>
>> --
>> Un communiste, c'est quelqu'un | Jean-Louis Sagot-Duvauroux
>> qui veut avoir du temps pour | April 4, 1998, stage du PCF
>> être saisi par l'amour. | "homosexualité, lutte contre
>> | les discriminations"
>>
>
>Ich kann den französischen Spruch (über den Kommunisten) zwar
>übersetzen, verstehen tu ich den Witz allerdings nicht. Hast Du eine
>bessere Übersetzung?

Nachdem Du Deine nicht verrätst, kann ich auch nicht sagen, ob die
folgende _besser_ ist: "Ein Kommunist, das ist jemand, der Zeit haben
möchte, sich von der Liebe ergreifen zu lassen." Ist kein Witz, sondern
nur eine m.E. recht originelle Definition, natürlich mit einem Augenzwinkern
und ein wenig Selbstironie zu nehmen. Aufgelesen habe ich sie in einem
Vortrag des marxistischen (jedoch nicht der PCF angehörenden) Philosophen
Sagot-Duvauroux, eines höchst erfrischenden Redners, zum Thema (sinngemäß)
"Macht, Kommunismus, Sexualität; das Individuum im Zentrum der kommunistischen
Blickrichtung [visée]".

Beantwotet das Deine Frage?

Christine

--
Margaret Kochamma told her to Stoppit.
So she Stoppited. -- Arundhati Roy, The God of Small Things

Tassilo Halbritter

unread,
May 4, 1998, 3:00:00 AM5/4/98
to

In article <354d535a....@news.club-internet.fr>, Chris Waigl

<URL:mailto:cwa...@club-internet.fr> wrote:
> Tassilo Halbritter schrieb:
> >Chris Waigl <URL:mailto:cwa...@club-internet.fr> wrote:
> >>
> >> --
> >> Un communiste, c'est quelqu'un | Jean-Louis Sagot-Duvauroux
> >> qui veut avoir du temps pour | April 4, 1998, stage du PCF
> >> être saisi par l'amour. | "homosexualité, lutte contre
> >> | les discriminations"
> >>
> >
> >Ich kann den französischen Spruch (über den Kommunisten) zwar
> >übersetzen, verstehen tu ich den Witz allerdings nicht. Hast Du eine
> >bessere Übersetzung?
>
> Nachdem Du Deine nicht verrätst, kann ich auch nicht sagen, ob die
> folgende _besser_ ist: "Ein Kommunist, das ist jemand, der Zeit haben
> möchte, sich von der Liebe ergreifen zu lassen." Ist kein Witz, sondern
> nur eine m.E. recht originelle Definition, natürlich mit einem Augenzwinkern
> und ein wenig Selbstironie zu nehmen. Aufgelesen habe ich sie in einem
> Vortrag des marxistischen (jedoch nicht der PCF angehörenden) Philosophen
> Sagot-Duvauroux, eines höchst erfrischenden Redners, zum Thema (sinngemäß)
> "Macht, Kommunismus, Sexualität; das Individuum im Zentrum der kommunistischen
> Blickrichtung [visée]".
>
> Beantwotet das Deine Frage?
>
Das Problem ist "etre saisi", das nach dem Langenscheidt "tief erschüttert
sein" bedeutet. Möglicherweise auch ein Wortspiel mit all den andern Bedeutungen von "saisi/saisir"?

Christina Kunze

unread,
May 4, 1998, 3:00:00 AM5/4/98
to

Chris Waigl schrieb in Nachricht
<354cf979....@news.club-internet.fr>...


>>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
>>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
>>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
>

>Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
>Logik?


Auweia! und Kleinschreibung wird großgeschrieben. Na sowas. <wunder>

Christina


Christina Kunze

unread,
May 4, 1998, 3:00:00 AM5/4/98
to

Christina Kunze

unread,
May 4, 1998, 3:00:00 AM5/4/98
to

Ulf Hinze

unread,
May 5, 1998, 3:00:00 AM5/5/98
to

Moin, Moin Kinners!

christi...@student.hu-berlin.de (Christina Kunze) schrieb am 04.05.98
unter dem Betreff "Re: kleingeschrieben":

> >>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
> >>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
> >>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben
> >Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.

> Auweia! und Kleinschreibung wird großgeschrieben. Na sowas. <wunder>

Aber zum Trost kann man ja auch Großschrift klein schreiben. ;-)))

--
Tschuess E-Mail: u...@linden.han.de
Ulf WWW: http://www.stud.uni-hannover.de/~hinze/sprache.htm

Oliver Gassner

unread,
May 5, 1998, 3:00:00 AM5/5/98
to

cwa...@club-internet.fr (Chris Waigl) wrote/schrieb:

>Friedrich Volkmann schrieb:


>
>>Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
>>"zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
>>"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben

>>;-)


>
>Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
>Logik?

Bitte lies die Regeln, dann komm wieder ;)

Danke.

OG
--
"Nicht fuer die Luchse, fuer den Nebel lernen wir." (N.N.)

Literatur am Draht --> http://www.carpe.com/lit/
Home --> http://lit-inf.home.pages.de/


Jens Wuepper

unread,
May 5, 1998, 3:00:00 AM5/5/98
to

Michael Kauffmann schrieb:

> Wenn wir jetzt solche sammeln, noch ein Beitrag von mir:

> "Das hat noch kein Jude den Markt hinuntergepfiffen." (im Dialekt
> auszusprechen) bedeutet "Das steht noch lange nicht fest".

Ihr sammelt ja auch die Unfreundlichen:

Im niederdeutschen Dialekt kenne ich "Juud" für "eingetrockneter Nasen-
schleim; Popel" - es gehört allerdings nicht zu meinem aktiven Wort-
schatz.

MfG
Jens
--
Jens Wüpper wue...@math.uni-hamburg.de Carpe diem!

Chris Waigl

unread,
May 5, 1998, 3:00:00 AM5/5/98
to

Tassilo Halbritter schrieb:

>Das Problem ist "etre saisi", das nach dem Langenscheidt "tief erschüttert
>sein" bedeutet. Möglicherweise auch ein Wortspiel mit all den andern Bedeutungen
>von "saisi/saisir"?

Auweia, das ist m.E. eines der üblichen Langenscheid-Pobleme. In den drei
Jahren, die ich in Frankreich lebe, habe ich die Französisch-Reihe als
überaus schlecht kennengelernt. Die Angaben sind oft unidiomatisch und
manchmal schlichtweg falsch. [Anekdote von meinem esten Frankreichaufenthalt:
Ich wollte Heftpflaster kaufen, in einer Apotheke. Langenscheid sagt mir
"plâtrage", ein Wort, das keiner meiner Feunde hier kennt. Die Apothekerin,
unverstehend, bot mir eine "bande plâtrée" an, eine Gipsbinde.]

Ich denke nicht einmal, daß ein Wortspiel dabei ist. "Saisir" bedeuted
"packen, [umfassend] ergreifen".

-- Christine

--
J'ai choisi l'Histoire par manque d'idees, de convictions
et de connaissances.
-- Singe Anne & Ange Marine, "Coeur contre coeur"

Chris Waigl

unread,
May 5, 1998, 3:00:00 AM5/5/98
to

Oliver Gassner schrieb:

> cwa...@club-internet.fr (Chris Waigl) wrote/schrieb:


>>Aber "Getrenntschreibung" wird zusammengeschrieben.
>>Logik?
>
>Bitte lies die Regeln, dann komm wieder ;)

Ach, Oliver, das Beispiel sprang mir in den Sinn, weil es
mir bei der Lektüre des folgenden Werkes aufgefallen war:

Duden-Taschenbücher, Die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung,
Dudenverlag Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich;

siehe insbes. II ("Das Amtliche Regelwerk") B ("Getrennt- und
Zusammenschreibung").

Dein ewiges, unreflektiertes Wiederholen der Ansicht alle
Kritiker der Neuregelung hätten doch eh' keine Ahnung von ihrem
Inhalt, langweilt und ist inkorrekt. Nicht daß ich bezweifle,
daß dies für die Masse der Durchschnitts-Deutschen der Fall ist,
jedoch gibt es auch fundierte Kritik von Fachleuten. Meinungsverschieden-
heiten gehören zum Geschäft.

Ich behaupte nicht, zu jenen Fachleuten zu gehören; meine Kritik ist
meinem täglichen Umgang mit Sprache entnommen und die ihr zugrundeliegenden
Daten bzgl. der alten & neuen Reglen im o.g. Werk nachgeprüft.

a) [relativ von geringerem Gewicht als b)] Ich hätte mir gewünscht, daß
bei "vebläuen, belämmert, Quäntchen" die alte Schreibweise weiterhin
eine zulässige Alternative wäre. In _meinem_pesönlichen_Zugang_ zu Sprache
spielt Etymologie nun einmal eine wichtige strukturierende Rolle.

b) Getrennt- und Zusammenschreibung bei Verben. Mich stört es, daß bei einem
der auffälligsten Strukturmerkmale des Deutschen, nämlich der Bildung
von zusammengesetzten Wötern, nunmehr eine inkonsiztenz zwischen Substantiven
und Verben/Partizipien eingeführt wird. Das obige Paar ist ein gutes Beispiel:
"getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben, das abgeleitete Substantiv
"Getrenntschreibung" jedoch zusammen. ICh könnte mehr Beispiele und
Überlegungen brigen, nenne hier aber nur kurz den Verlust an Feinheit, der
dadurch entsteht, daß "aneinander denken" und "aneinanderlegen" nun beide
getrennt zu schreiben sind: Die Art und Weise, wie das Präfix hier die Aktion
(denken bzw. legen) verändert, sind vollkommen verschieden.

Wer immer will, kann darüber anderer Meinung sein als ich.

Otto Stolz

unread,
May 6, 1998, 3:00:00 AM5/6/98
to

Friedrich Volkmann:

> Es ist doch alles ganz logisch, z.B.:
> "zusammenschreiben" wird zusammengeschrieben
> "getrennt schreiben" wird getrennt geschrieben

Na klar! Und um das Wort "lila" zu schreiben, greifst du zu
einem andern Stift. Ich möchte bloß wissen, mit welchen Farb-
stiften man den Satz "Der grün-gelb isolierte Draht wird als
Schutzleiter verwendet." zu schreiben hat :-)

Gruß,
Otto Stolz

Chris Waigl

unread,
May 7, 1998, 3:00:00 AM5/7/98
to

Tassilo Halbritter schrieb:

>Das Problem ist "etre saisi", das nach dem Langenscheidt "tief erschüttert
>sein" bedeutet. Möglicherweise auch ein Wortspiel mit all den andern Bedeutungen
>von "saisi/saisir"?

Auweia, das ist m.E. eines der üblichen Langenscheidt-Pobleme. In den drei


Jahren, die ich in Frankreich lebe, habe ich die Französisch-Reihe als
überaus schlecht kennengelernt. Die Angaben sind oft unidiomatisch und
manchmal schlichtweg falsch. [Anekdote von meinem esten Frankreichaufenthalt:
Ich wollte Heftpflaster kaufen, in einer Apotheke. Langenscheid sagt mir
"plâtrage", ein Wort, das keiner meiner Feunde hier kennt. Die Apothekerin,
unverstehend, bot mir eine "bande plâtrée" an, eine Gipsbinde.]

Ich denke nicht einmal, daß ein Wortspiel dabei ist. "Saisir" bedeuted
"packen, [umfassend] ergreifen".

-- Christine

broetc...@gmail.com

unread,
Feb 5, 2020, 11:11:56 AM2/5/20
to
Ja so könnte man es beschreiben. Ich verwende diesen Begriff bei einer Kaffeemaschine. Wenn das Wasser aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht, saugt die kleine Pumpe Luft mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der Flüssigkeit beigemischt. Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne von sich. Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.(Sie gulgert).Der Kaffee ist durch!

Detlef Meißner

unread,
Feb 5, 2020, 12:26:52 PM2/5/20
to
broetc...@gmail.com schrieb:
Sind da nicht die Buchstaben versautcht worden?

Detlef

--
Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten
Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese
Sprache zu lernen. (Mark Twain)

Der Habakuk.

unread,
Feb 5, 2020, 12:32:31 PM2/5/20
to
Am 05.02.2020 um 18:26 schrieb Detlef Meißner:
> broetc...@gmail.com schrieb:
>> Ja so könnte man es beschreiben. Ich verwende diesen Begriff bei
>> einer Kaffeemaschine. Wenn das Wasser aus dem Vorratsbehälter zur
>> Neige geht, saugt die kleine Pumpe Luft mit ein. Diese wird in
>> kleinen Bläschen der Flüssigkeit beigemischt. Dabei sondert die
>> Kaffeemaschine seltsame Töne von sich. Dieses Geräusch kündigt ein
>> baldiges Ende an.(Sie gulgert).Der Kaffee ist durch!
>
> Sind da nicht die Buchstaben versautcht worden?
>
> Detlef
>
Eine Kaffeemaschine gurgelt nicht! Allenfalls macht sie Geräusche, die
so ähnlich klingen.

--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*

Oliver Voß

unread,
Feb 5, 2020, 12:36:04 PM2/5/20
to
Am 05.02.20 um 18:32 schrieb Der Habakuk.:

> Eine Kaffeemaschine gurgelt nicht! Allenfalls macht sie Geräusche, die
> so ähnlich klingen.
>
Genau. Sie prötkert, oder röchelt.

Gruß,

Oliver

Detlef Meißner

unread,
Feb 5, 2020, 12:36:06 PM2/5/20
to
Der Habakuk. schrieb:
> Am 05.02.2020 um 18:26 schrieb Detlef Meißner:
>> broetc...@gmail.com schrieb:
>>> Ja so könnte man es beschreiben. Ich verwende diesen Begriff bei einer
>>> Kaffeemaschine. Wenn das Wasser aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht,
>>> saugt die kleine Pumpe Luft mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der
>>> Flüssigkeit beigemischt. Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne
>>> von sich. Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.(Sie gulgert).Der
>>> Kaffee ist durch!
>>
>> Sind da nicht die Buchstaben versautcht worden?
>>
>> Detlef
>>
> Eine Kaffeemaschine gurgelt nicht!
^^^^^^
Du hat noch einen Versuch!

Detlef

--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)

Sergio Gatti

unread,
Feb 5, 2020, 12:49:54 PM2/5/20
to
Oliver Voß hat am 05.02.2020 um 18:36 geschrieben:
Prötkern? In welchem Dialekt?

Thomas Schade

unread,
Feb 5, 2020, 1:03:45 PM2/5/20
to
On 05.02.2020 18:49, Sergio Gatti wrote:
> Oliver Voß hat am 05.02.2020 um 18:36 geschrieben:

> Prötkern? In welchem Dialekt?

Ohne das Wort überhaupt zu kennen, meine Vermutung ist Westfalen, genau
genommen das Münsterland, bis hin zum östlichen Ruhrgebiet.


Ciao
Toscha
--
Ich weiß nicht, wieso ich euch so hasse, Fahrradfahrer dieser Stadt.
[Tocotronic: Freiburg]

Detlef Meißner

unread,
Feb 5, 2020, 1:54:20 PM2/5/20
to
Sergio Gatti schrieb:
Vielleicht meint er "prötern" oder "pröttern".

Dorothee Hermann

unread,
Feb 5, 2020, 2:52:56 PM2/5/20
to
Am 05.02.20 um 18:36 schrieb Oliver Voß:
Das heißt "pröttkern", Du Westfale!
;-)


Dorothee

Dorothee Hermann

unread,
Feb 5, 2020, 2:52:57 PM2/5/20
to
Am 05.02.20 um 17:11 schrieb Broetchenrad:
^^^^^^^^^^^^
Nur mal so: Für was wollte Dich Deine Mami mit diesem Namen strafen?


> Ja so könnte man es beschreiben.

"Gulgern"? (Ist das sächsisch?)
Eher gluckern, oder röcheln, oder gurgeln, oder so etwas
lautmalerisch-ähnliches!
Was würde denn Frau Erika Fuchs sagen?

> Ich verwende diesen Begriff bei einer Kaffeemaschine. Wenn das Wasser
> aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht, saugt die kleine Pumpe Luft
> mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der Flüssigkeit beigemischt.
> Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne von sich.
> Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.

Und sagt einem Eingeweihten, dass Kaffeemaschinchen älteren Datums ist
und wieder einmal entkalkt werden sollte!

> (Sie gulgert)

Das "l" passt für mich irgendwie nicht zum Geräusch!

> Der Kaffee ist durch!

Nö! Das Wasser.


Dorothee

Detlef Meißner

unread,
Feb 5, 2020, 3:03:44 PM2/5/20
to
Dorothee Hermann schrieb:
> Am 05.02.20 um 17:11 schrieb Broetchenrad:
>
>> Ich verwende diesen Begriff bei einer Kaffeemaschine. Wenn das Wasser
>> aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht, saugt die kleine Pumpe Luft
>> mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der Flüssigkeit beigemischt.
>> Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne von sich.
>> Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.
>
> Und sagt einem Eingeweihten, dass Kaffeemaschinchen älteren Datums ist
> und wieder einmal entkalkt werden sollte!
>
>> (Sie gulgert)
>
>> Der Kaffee ist durch!
>
> Nö! Das Wasser.
>
Bei dem Geräusch scheint es sich wirklich um Kaffee(pulver) zu handeln.
;-)

Quinn C

unread,
Feb 5, 2020, 3:06:24 PM2/5/20
to
* Detlef Meißner:

> Der Habakuk. schrieb:
>> Am 05.02.2020 um 18:26 schrieb Detlef Meißner:
>>> broetc...@gmail.com schrieb:
>>>> Ja so könnte man es beschreiben. Ich verwende diesen Begriff bei einer
>>>> Kaffeemaschine. Wenn das Wasser aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht,
>>>> saugt die kleine Pumpe Luft mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der
>>>> Flüssigkeit beigemischt. Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne
>>>> von sich. Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.(Sie gulgert).Der
>>>> Kaffee ist durch!
>>>
>>> Sind da nicht die Buchstaben versautcht worden?
>>>
>>> Detlef
>>>
>> Eine Kaffeemaschine gurgelt nicht!
> ^^^^^^
> Du hat noch einen Versuch!

Sie gluckert. Dialektal kann das wie "gluggert" klingen.

Die Frage war von 1998. Schon damals hat jemals in Grimms Wörterbuch
die Variante "gulken, gulkern" ausgemacht. Es gibt noch mehr.

--
dasz jederman sehe, wie falsch unsere gugelmönche zu ihres ordens
verteidigung der ersten kirchenexempel anziehen Calvin
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Detlef Meißner

unread,
Feb 5, 2020, 3:11:51 PM2/5/20
to
Quinn C schrieb:

> Die Frage war von 1998.

Ich glaube, das ist ein neuer Rekord!

Detlef

--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)

Dorothee Hermann

unread,
Feb 5, 2020, 3:40:42 PM2/5/20
to
Am 05.02.20 um 21:11 schrieb Detlef Meißner:
> Quinn C schrieb:
>> Die Frage war von 1998.

> Ich glaube, das ist ein neuer Rekord!

Tatsächlich?
(Wäre so etwas eine Erwähnung in "... Statistik" wert) ;-)


Ehe ich antwortete, hatte ich schon gesucht/gefunden:
https://groups.google.com/forum/#!search/%22gulgern%22/de.etc.sprache.deutsch/BkgEuQvYXig/OX_S0BAlBAAJ


Aber ich wollte es nicht (wieder mal) erwähnen, dass da jemand ein wenig
spät dran ist - und außerdem driftete der damalige Thread in eine andere
Richtung ab.


Dorothee

Frank Hucklenbroich

unread,
Feb 5, 2020, 3:54:26 PM2/5/20
to
Am Wed, 5 Feb 2020 08:11:54 -0800 (PST) schrieb broetc...@gmail.com:

> Ja so könnte man es beschreiben. Ich verwende diesen Begriff bei einer Kaffeemaschine. Wenn das Wasser aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht, saugt die kleine Pumpe Luft mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der Flüssigkeit beigemischt. Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne von sich. Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.(Sie gulgert).Der Kaffee ist durch!

Sie gluckert dann?!

Grüße,

Frank

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 5, 2020, 3:59:12 PM2/5/20
to
Am 05.02.2020 um 17:11 schrieb broetc...@gmail.com:
> Ja so könnte man es beschreiben. Ich verwende diesen Begriff bei einer Kaffeemaschine. Wenn das Wasser aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht, saugt die kleine Pumpe Luft mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der Flüssigkeit beigemischt. Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne von sich. Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.(Sie gulgert).Der Kaffee ist durch!

Wenn unsere Kinder das mit heißem Tee taten, dann "schlürften" sie.
Durften sie aber eigentlich nicht. Die Kaffeemaschine darf?
--
j/\a

Bertel Lund Hansen

unread,
Feb 5, 2020, 5:23:05 PM2/5/20
to
Dorothee Hermann skrev:

>> (Sie gulgert)

> Das "l" passt für mich irgendwie nicht zum Geräusch!

Es gibt aber ein L in deinen drei Vorschlägen.

Frage: Muss "drei" auch gebeugt werden (dreien)?

--
/Bertel - aus Dänemark

Quinn C

unread,
Feb 5, 2020, 6:13:33 PM2/5/20
to
* Jakob Achterndiek:
"Schlürfen" beschreibt für mich nicht ein Geräusch, sondern eine
Tätigkeit, die man mit dem Mund durchführt. Mangels eines solchen kann
die Kaffeemaschine das nicht.

--
gugelgans, f., alberne gans, schelte:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 6, 2020, 6:56:08 AM2/6/20
to
Am Mittwoch, 5. Februar 2020 23:23:05 UTC+1 schrieb Bertel Lund Hansen:

> Es gibt aber ein L in deinen drei Vorschlägen.
>
> Frage: Muss "drei" auch gebeugt werden (dreien)?

Ganz im Gegenteil, bei attributiver
Benutzung der Kardinalzahl lasse man das.

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 6, 2020, 11:37:56 AM2/6/20
to
Am 06.02.2020 um 00:13 schrieb Quinn C:
>
> "Schlürfen" beschreibt für mich nicht ein Geräusch, sondern eine
> Tätigkeit, die man mit dem Mund durchführt.

Gibt es keinen linguistischen Fachausdruck dafür, daß ein
Geräusch mit demselben Wort belegt wird wie die Tätigkeit,
die dieses hervorbringt?

> Mangels eines solchen kann die Kaffeemaschine das nicht.

Oh, da waren unsere Kaffeemaschinen wahre Wunderwerke;
Die konnten sogar ohne Beine stehen - schon lange vor
der Roboter-Zeit und verhältnismäßig billig.
--
j/\a

Quinn C

unread,
Feb 6, 2020, 1:05:29 PM2/6/20
to
* Ulf.K...@web.de:
Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:

| Bawej, Izabela: Sprachliche Fehler und ihre Ursachen im Lichte dreier
| Spracherwerbshypothesen (2018)
<https://fbc.pionier.net.pl/details/nnrzk02>

--
es sol kain leitgeb eim paurnknecht nicht mer parigen
dann sein gurtelgewant, ... swert und gugel wert ist
österr. weist.

Quinn C

unread,
Feb 6, 2020, 1:05:33 PM2/6/20
to
* Jakob Achterndiek:

> Am 06.02.2020 um 00:13 schrieb Quinn C:
>>
>> "Schlürfen" beschreibt für mich nicht ein Geräusch, sondern eine
>> Tätigkeit, die man mit dem Mund durchführt.
>
> Gibt es keinen linguistischen Fachausdruck dafür, daß ein
> Geräusch mit demselben Wort belegt wird wie die Tätigkeit,
> die dieses hervorbringt?

Das würde ich unter Metonymie einordnen.

In meinem Deutsch wird es aber halt so nicht belegt. Ich würde von einem
"Schlürfgeräusch" sprechen.

>> Mangels eines solchen kann die Kaffeemaschine das nicht.
>
> Oh, da waren unsere Kaffeemaschinen wahre Wunderwerke;
> Die konnten sogar ohne Beine stehen - schon lange vor
> der Roboter-Zeit und verhältnismäßig billig.

So manche Sprache unterscheidet bei Dingen erst gar nicht zwischen
"stehen, sitzen, liegen". Das Deutsche ist in der Hinsicht recht
kleinlich.

--
Um Begrenzung zu entfernen und sicher Ihre Kreditkarte laden Sie
sich bitte und füllen Sie das beigefügte Formular aus.
-- SPAMPOESIE

Jakob Achterndiek

unread,
Feb 6, 2020, 2:50:00 PM2/6/20
to
Am 06.02.2020 um 19:05 schrieb Quinn C:
> * Jakob Achterndiek:
>
>> Gibt es keinen linguistischen Fachausdruck dafür, daß ein
>> Geräusch mit demselben Wort belegt wird wie die Tätigkeit,
>> die dieses hervorbringt?
> Das würde ich unter Metonymie einordnen.
> In meinem Deutsch wird es aber halt so nicht belegt. [..]

Gräm dich nicht! Ich gebe dir gern etwas von meinem Deutsch ab.
Bei mir läge das sonst ungebraucht herum.
--
j/\a

Bertel Lund Hansen

unread,
Feb 6, 2020, 4:00:17 PM2/6/20
to
Quinn C skrev:

> Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:

Tut - oder muss?

> | Bawej, Izabela: Sprachliche Fehler und ihre Ursachen im Lichte dreier
> | Spracherwerbshypothesen (2018)
> <https://fbc.pionier.net.pl/details/nnrzk02>

Wie wäre es mit folgendem Beispiel?

Sprachliche Fehler und ihre Ursachen
im Lichte deiner drei(er) Spracherwerbshypothesen.

Quinn C

unread,
Feb 6, 2020, 5:05:14 PM2/6/20
to
* Bertel Lund Hansen:

> Quinn C skrev:
>
>> Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:
>
> Tut - oder muss?

>>| Bawej, Izabela: Sprachliche Fehler und ihre Ursachen im Lichte dreier
>>| Spracherwerbshypothesen (2018)
>> <https://fbc.pionier.net.pl/details/nnrzk02>

In Fällen wie diesem muß es MUSEN sein. Sonst sollte man die
"von"-Konstruktion verwenden, wie bei größeren Zahlen, die nicht gebeugt
werden:

... im Lichte von fünf Spracherwerbshypothesen.

Das -e von Lichte würde ich hingegen heutzutage als fakultativ
einstufen, auch in formalem Schreibstil.

> Wie wäre es mit folgendem Beispiel?
>
> Sprachliche Fehler und ihre Ursachen
> im Lichte deiner drei(er) Spracherwerbshypothesen.

In diesem Fall "drei". Das folgt der allgemeinen Regel, daß nur eine
Konstituente stark gebeugt wird. Vergleiche:

... im Lichte neuer Spracherwerbshypothesen.
... im Lichte deiner neuen Spracherwerbshypothesen.

--
GUGELIEREN, vb., schwelgen: dann das ander jar war ein solch gugelieren
bei dem guten most J. HEROLT
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Helmut Richter

unread,
Feb 6, 2020, 5:10:20 PM2/6/20
to
On Thu, 6 Feb 2020, Bertel Lund Hansen wrote:

> > Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:
>
> Tut - oder muss?

Man muss es in starker Deklination tun, d.h. wenn Genus und Kasus noch nicht
durch eine Endung (z.B. am bestimmten Artikel oder am Possessivpronomen)
bezeichnet wurden. Die Idee dieser Logik ist hier beschrieben:
https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-decl/general/#monoflexion

Ich finde, das ist eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Grammatik.

Die Endung ist also ähnlich wie an Adjektiven:

stark dekliniert:
im Lichte *bekannter* Spracherwerbshypothesen
im Lichte *dreier* Spracherwerbshypothesen
im Lichte *dreier* *bekannter* Spracherwerbshypothesen

schwach dekliniert:
im Lichte der *bekannten* Spracherwerbshypothesen
im Lichte der *drei* Spracherwerbshypothesen
im Lichte der *drei* *bekannten* Spracherwerbshypothesen
im Lichte deiner *drei* *bekannten* Spracherwerbshypothesen

Und man tut es eigentlich nicht jenseits der drei; aber wenn man es tun
müsste, aber nicht tun will, muss man auf Konstruktionen mit „von“
ausweichen:

im Lichte von Spracherwerbshypothesen
im Lichte von neunzehn Spracherwerbshypothesen

aber nicht:

* im Lichte Spracherwerbshypothesen (falsch: Genitiv nicht markiert)
* im Lichte neunzehn Spracherwerbshypothesen (falsch: Genitiv nicht markiert)
* im Lichte neunzehner Spracherwerbshypothesen
(Genitiv richtig markiert, aber falsch: so große Zahlen wie neunzehn
bekommen nie eine Genitivendung)

Genauer stehts hier:
https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-decl/phrase/#adjective

Wahrscheinlich versteht man die Schnipsel aus dem längeren Artikel nicht, wenn
man nicht die übrigen Teile wenigstens ungefähr liest.

--
Helmut Richter

Gunhild Simon

unread,
Feb 7, 2020, 2:37:14 AM2/7/20
to
Am Donnerstag, 6. Februar 2020 23:10:20 UTC+1 schrieb Helmut Richter:
> On Thu, 6 Feb 2020, Bertel Lund Hansen wrote:
>
> > > Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:
> >
> > Tut - oder muss?
>
> Man muss es in starker Deklination tun, d.h. wenn Genus und Kasus noch nicht
> durch eine Endung (z.B. am bestimmten Artikel oder am Possessivpronomen)
> bezeichnet wurden. Die Idee dieser Logik ist hier beschrieben:
> https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-decl/general/#monoflexion
>
> Ich finde, das ist eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Grammatik.
>
> Die Endung ist also ähnlich wie an Adjektiven:
>
> stark dekliniert:
> im Lichte *bekannter* Spracherwerbshypothesen
...
Vielen Dank für de konzise Zusammenfassung.
Es ist das, was ich hier, in dieser Gruppe,
jenseits von respektlosen Anwürfen wie "Vollquottel",
"zu doof für ...", "Ab in den Filter!" erwarte.
Man kann ja auch beim Lesen ignorieren oder scrollen.
(Gelegentlich mache ich mir auch meine Gedanken
darüber, wofür der eine oder andere nichts mehr kann:
Senilität, Kontaktarmut, Behinderung, Beschränktheit).

Gruß
Gunhild



Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 7, 2020, 3:03:47 AM2/7/20
to
Am Donnerstag, 6. Februar 2020 19:05:29 UTC+1 schrieb Quinn C:

> >> Es gibt aber ein L in deinen drei Vorschlägen.
> >>
> >> Frage: Muss "drei" auch gebeugt werden (dreien)?
> >
> > Ganz im Gegenteil, bei attributiver
> > Benutzung der Kardinalzahl lasse man das.
>
> Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:
>
> | Bawej, Izabela: Sprachliche Fehler und ihre Ursachen im Lichte dreier

Klar, das gehört so. Meine Erklärung war zu knapp.
Deine jetzt aber auch.

> | Spracherwerbshypothesen (2018)
> <https://fbc.pionier.net.pl/details/nnrzk02>

Aber eher nicht mit Possessiv- oder sonstigem Artikel:

*wegen Deiner/der dreier Vorschläge.

Gruß, ULF

Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 7, 2020, 3:06:02 AM2/7/20
to
Am Freitag, 7. Februar 2020 08:37:14 UTC+1 schrieb Gunhild Simon:
> Am Donnerstag, 6. Februar 2020 23:10:20 UTC+1 schrieb Helmut Richter:
> > On Thu, 6 Feb 2020, Bertel Lund Hansen wrote:
> >
> > > > Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:
> > >
> > > Tut - oder muss?
> >
> > Man muss es in starker Deklination tun, d.h. wenn Genus und Kasus noch nicht
> > durch eine Endung (z.B. am bestimmten Artikel oder am Possessivpronomen)
> > bezeichnet wurden. Die Idee dieser Logik ist hier beschrieben:
> > https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-decl/general/#monoflexion
> >
> > Ich finde, das ist eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Grammatik.
> >
> > Die Endung ist also ähnlich wie an Adjektiven:
> >
> > stark dekliniert:
> > im Lichte *bekannter* Spracherwerbshypothesen
> ...
> Vielen Dank für de konzise Zusammenfassung.
> Es ist das, was ich hier, in dieser Gruppe,
> jenseits von respektlosen Anwürfen wie "Vollquottel",
> "zu doof für ...", "Ab in den Filter!" erwarte.

Du willst hier schulmeistern? Bislang warst Du,
soweit ich das ersah, nicht Adressatin solcher
Anwürfe.

Der Habakuk.

unread,
Feb 7, 2020, 3:33:31 AM2/7/20
to
Am 07.02.2020 um 08:37 schrieb Gunhild Simon:
> Am Donnerstag, 6. Februar 2020 23:10:20 UTC+1 schrieb Helmut Richter:
>> On Thu, 6 Feb 2020, Bertel Lund Hansen wrote:
>>
>>>> Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:
>>>
>>> Tut - oder muss?
>>
>> Man muss es in starker Deklination tun, d.h. wenn Genus und Kasus noch nicht
>> durch eine Endung (z.B. am bestimmten Artikel oder am Possessivpronomen)
>> bezeichnet wurden. Die Idee dieser Logik ist hier beschrieben:
>> https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-decl/general/#monoflexion
>>
>> Ich finde, das ist eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Grammatik.
>>
>> Die Endung ist also ähnlich wie an Adjektiven:
>>
>> stark dekliniert:
>> im Lichte *bekannter* Spracherwerbshypothesen
> ...
> Vielen Dank für de konzise Zusammenfassung.
> Es ist das, was ich hier, in dieser Gruppe,
> jenseits von respektlosen Anwürfen wie "Vollquottel",
> "zu doof für ...", "Ab in den Filter!" erwarte.

Obwohl du ja zumindest teilweise auch mich damit gemeint hast, kann
ich das unterschreiben. Solche Plänkeleien nerven eigentlich nur.
Insbesondere die Unbeteiligten, die damit konfrontiert werden. Ich
sollte mich also wohl darin üben, solche Anwürfe (Vollquottel etc.)
der einschlägigen Kantonisten hier einfach zu ignorieren.

> Man kann ja auch beim Lesen ignorieren oder scrollen.
> (Gelegentlich mache ich mir auch meine Gedanken
> darüber, wofür der eine oder andere nichts mehr kann:
> Senilität, Kontaktarmut, Behinderung, Beschränktheit).
>
> Gruß
> Gunhild
>
>
>
>


--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*

Detlef Meißner

unread,
Feb 7, 2020, 4:40:22 AM2/7/20
to
Ulf.K...@web.de schrieb:
Ich glaube, sie möchte schlichten.
Frauen haben, im Gegensatz zu Männern, häufig ein Harmoniebedürfnis.

Bertel Lund Hansen

unread,
Feb 7, 2020, 4:52:53 AM2/7/20
to
Helmut Richter skrev:

> Man muss es in starker Deklination tun, d.h. wenn Genus und Kasus noch nicht
> durch eine Endung (z.B. am bestimmten Artikel oder am Possessivpronomen)
> bezeichnet wurden. Die Idee dieser Logik ist hier beschrieben:
> https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-decl/general/#monoflexion

> Ich finde, das ist eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Grammatik.

Mein Deutschlehrer in der Grundschule verglich es mit einem Laden
mit zwei Fenstern. Wenn die Ware nicht im ersten Fenster gezeigt
wird, muss man es im anderen Fenster zeigen. Dieses Prinzip
vergesse ich nicht - bewusst. Meine dänische Bewusstheit 'zwingt'
mich aber ab und zu Deutsch mit dänischer Grammatik zu schreiben,
obwohl ich durch ein bisschen Nachdenken einen Fehler entdecken
könnte.

In diesem Fall handelte es sich aber um Zahlwörter, und es kam
mir vor, dass sie ab und zu gebeugt werden, und deshalb fragte
ich.

> Die Endung ist also ähnlich wie an Adjektiven:

Danke für die grundliche Erklärung.

Gunhild Simon

unread,
Feb 7, 2020, 5:15:32 AM2/7/20
to
Am Freitag, 7. Februar 2020 09:06:02 UTC+1 schrieb Ulf.K...@web.de:


...
> Du willst hier schulmeistern? Bislang warst Du,
> soweit ich das ersah, nicht Adressatin solcher
> Anwürfe.

Muß man namentlich betroffen sein, um einen schlechten
Diskussionsstil zu kritisieren? Reicht es nicht, wenn
man - indirekt - damit konfrontiert wird?

Ja, da bin ich Schulmeister, wenn es darum geht,
Unqualifiziertes zu brandmarken.

Es gibt ja auch Gegenbeispiele - Wie lange noch? - die
monolithengleich und unbeirrbar sachlich und fachlich
bleiben.

Dennoch, es sind schon viele weggeblieben - vielleicht
auch aus anderen - bedauerlicheren - Gründen.
Dein eigenes Auftauchen wurde ja auch nicht von ungefähr
mit einem gewissen Wiedererkennungswert bedacht.

Gruß
Gunhild

Voce dalla Germania

unread,
Feb 7, 2020, 5:44:43 AM2/7/20
to
Dorothee Hermann hat am 05.02.2020 um 20:52 geschrieben:
> Am 05.02.20 um 17:11 schrieb Broetchenrad:
> ^^^^^^^^^^^^
> Nur mal so: Für was wollte Dich Deine Mami mit diesem Namen strafen?
>
>
>> Ja so könnte man es beschreiben.
>
> "Gulgern"? (Ist das sächsisch?)
> Eher gluckern, oder röcheln, oder gurgeln, oder so etwas
> lautmalerisch-ähnliches!
> Was würde denn Frau Erika Fuchs sagen?


Übrigens, da niemand Dorothees Frage aufgegriffen hat und auch niemand
den Betreff geändert hat: Meinen alle tatsächlich "gulgern"?

Helmut Richter

unread,
Feb 7, 2020, 6:01:28 AM2/7/20
to
On Fri, 7 Feb 2020, Bertel Lund Hansen wrote:

> Helmut Richter skrev:
>
> > Man muss es in starker Deklination tun, d.h. wenn Genus und Kasus noch nicht
> > durch eine Endung (z.B. am bestimmten Artikel oder am Possessivpronomen)
> > bezeichnet wurden. Die Idee dieser Logik ist hier beschrieben:
> > https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-decl/general/#monoflexion
>
> > Ich finde, das ist eine der größten Schwierigkeiten der deutschen Grammatik.
>
> Mein Deutschlehrer in der Grundschule verglich es mit einem Laden
> mit zwei Fenstern. Wenn die Ware nicht im ersten Fenster gezeigt
> wird, muss man es im anderen Fenster zeigen.

... muss man *sie* ...

Ein sehr schönes Bild für die Situation.

Die genauen Regeln ersetzt sie natürlich nicht, und in manchen Fällen
werden auch Muttersprachler unsicher.

--
Helmut Richter

Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 7, 2020, 6:28:02 AM2/7/20
to
Am Freitag, 7. Februar 2020 11:44:43 UTC+1 schrieb Voce dalla Germania:

> Meinen alle tatsächlich "gulgern"?

Aber sicher. Es bedeutet so etwas wie "Voce".

Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 7, 2020, 6:28:15 AM2/7/20
to
Am Freitag, 7. Februar 2020 11:15:32 UTC+1 schrieb Gunhild Simon:

> Dein eigenes Auftauchen wurde ja auch nicht von ungefähr
> mit einem gewissen Wiedererkennungswert bedacht.

Dieser Satz klingt - mit Verlaub - geschwurbelt.
Was gedachtest Du damit auszudrücken?

Gunhild Simon

unread,
Feb 7, 2020, 7:58:56 AM2/7/20
to
Ich war mir nicht vollkommen sicher:
Ich hatte den Eindruck, daß Du einigen bereits bekannt warst.
Vielleicht aus anderen Gruppen, wie mir erst jetzt bewußt
wird.
Nur - wie mir scheint, ist hier ist eigentlich deine fachliche
Heimat.
Daher meine Annahme, daß Du bereits vor meiner Zeit -
also vor 2005 - hier mitdiskutiert hast.

Ich kannte Dich bis dato gar nicht, hatte aber keine
Vorbehalte, wie ich sie jedoch aus den Beiträgen anderer
ersehen konnte:
So wie etwa in der Rekursion auf dich nur deinen
Nachnamen zu nennen, was auf mich
vertraulich und sogar ein bißchen unhöflich wirkte.

Andererseits werden echte Newbies oft nicht ernst
genommen, also weniger beachtet.

Allerdings sind qualifizierte Gelegenheitsposter davon
ausgenommen.

Als ich hier eingestiegen bin, fand ich den Anfang schwer,
und ich mußte mich gegen allerlei Anfeindungen wappnen.
H.R., D.H., C.K. und O.C. habe ich ihre Unterstützung damals
hoch angerechnet. Andere haben mich dagegen stante pede mit
dem Filter bedroht. Aber das waren teils leere Drohungen,
um mich einzuschüchtern. Deshalb bin ich da wachsam.

Gruß
Gunhild

Gunhild Simon

unread,
Feb 7, 2020, 8:34:24 AM2/7/20
to
Am Donnerstag, 6. Februar 2020 00:13:33 UTC+1 schrieb Quinn C:
...
> "Schlürfen" beschreibt für mich nicht ein Geräusch, sondern eine
> Tätigkeit, die man mit dem Mund durchführt. Mangels eines solchen kann

> die Kaffeemaschine das nicht.

Schlürfende, glucksende, gurgelnde, schmatzende Geräusche
macht man zwar mit dem Mund. Aber gerade diese
Beschreibungen, sogar wenn sie persönlich eingesetzt sind,
verleihen einem Text mehr Farbe, als wenn es eigene
Fähigkeiten oder Eigenschaften einer Sache wären:
- der Stabmixer schlürft
- das Wasser gluckst
- die Espressomachine gurgelt
- das Messer schmatzt

Gruß
Gunhild




Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 7, 2020, 10:29:57 AM2/7/20
to
Am Freitag, 7. Februar 2020 13:58:56 UTC+1 schrieb Gunhild Simon:
> Am Freitag, 7. Februar 2020 12:28:15 UTC+1 schrieb Ulf.K...@web.de:
> > Am Freitag, 7. Februar 2020 11:15:32 UTC+1 schrieb Gunhild Simon:
> >
> > > Dein eigenes Auftauchen wurde ja auch nicht von ungefähr
> > > mit einem gewissen Wiedererkennungswert bedacht.
> >
> > Dieser Satz klingt - mit Verlaub - geschwurbelt.
> > Was gedachtest Du damit auszudrücken?
>
> Ich war mir nicht vollkommen sicher:
> Ich hatte den Eindruck, daß Du einigen bereits bekannt warst.
> Vielleicht aus anderen Gruppen, wie mir erst jetzt bewußt
> wird.
> Nur - wie mir scheint, ist hier ist eigentlich deine fachliche
> Heimat.

Ich habe mich fachlich auf mehreren Gebieten umgetan.

> Daher meine Annahme, daß Du bereits vor meiner Zeit -
> also vor 2005 - hier mitdiskutiert hast.

Durchaus.

> Ich kannte Dich bis dato gar nicht, hatte aber keine
> Vorbehalte, wie ich sie jedoch aus den Beiträgen anderer
> ersehen konnte:
> So wie etwa in der Rekursion auf dich nur deinen
> Nachnamen zu nennen, was auf mich
> vertraulich und sogar ein bißchen unhöflich wirkte.

Ich nehme es schlicht als unhöflich
und nehme es so hin. Möchte auch sein,
daß ich, wenn mir jemand unhöflich kommt,
den Vornamen weglasse.

> Andererseits werden echte Newbies oft nicht ernst
> genommen, also weniger beachtet.
>
> Allerdings sind qualifizierte Gelegenheitsposter davon
> ausgenommen.
>
> Als ich hier eingestiegen bin, fand ich den Anfang schwer,
> und ich mußte mich gegen allerlei Anfeindungen wappnen.
> H.R., D.H., C.K. und O.C. habe ich ihre Unterstützung damals
> hoch angerechnet. Andere haben mich dagegen stante pede mit
> dem Filter bedroht. Aber das waren teils leere Drohungen,
> um mich einzuschüchtern.

Ich hate auch schon jemanden um Wiederaufnahme
in den Filter gebeten. Filterblasiertheit schadet
zwar der Erkenntnis, beruhigt aber manch Diskussion.

Gruß, ULF

Detlef Meißner

unread,
Feb 7, 2020, 11:46:06 AM2/7/20
to
Gunhild Simon schrieb:

> Als ich hier eingestiegen bin, fand ich den Anfang schwer,
> und ich mußte mich gegen allerlei Anfeindungen wappnen.
> H.R., D.H., C.K. und O.C. habe ich ihre Unterstützung damals
> hoch angerechnet. Andere haben mich dagegen stante pede mit
> dem Filter bedroht.

Es ist überall dasselbe: Es sind Konkurrenzängste.

> Aber das waren teils leere Drohungen,
> um mich einzuschüchtern.

Was ich mich immer frage: Warum?

Dass so ein Verhalten sehr häufig vorkommt, z.B. bei einem neuen
Schüler in einer Klasse, ist bekannt, aber im Usenet, wo fast nur
Akademiker gepostet haben ...

Deshalb bin ich da wachsam.

Ein dickes Fell reicht auch.
Manche kann man auch zur Weißglut bringen. ;-)

Detlef

--
Die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.

Bertel Lund Hansen

unread,
Feb 7, 2020, 12:05:18 PM2/7/20
to
Gunhild Simon skrev:

> Als ich hier eingestiegen bin, fand ich den Anfang schwer,
> und ich mußte mich gegen allerlei Anfeindungen wappnen.
> H.R., D.H., C.K. und O.C. habe ich ihre Unterstützung damals
> hoch angerechnet. Andere haben mich dagegen stante pede mit
> dem Filter bedroht. Aber das waren teils leere Drohungen,
> um mich einzuschüchtern. Deshalb bin ich da wachsam.

Das passt nicht mit meinem Eindruck von der Gruppe. Und ich denke
nicht an mein eigenes Erlebnis - die Leute sind gegen mich
besonders freundlich gewesen (bis ich etwas blödes geschrieben
habe). Aber die generelle Stimmung kommt mir behaglich vor. Dass
irgendeiner sich ab und zu scharf formuliert, ändert nichts
dabei.

Ich war auch hier in 2005, aber ich habe keine Erinnerung davon.

Der Habakuk.

unread,
Feb 7, 2020, 12:05:44 PM2/7/20
to
Am 07.02.2020 um 17:46 schrieb Detlef Meißner:
> Gunhild Simon schrieb:
>
>> Als ich hier eingestiegen bin, fand ich den Anfang schwer, und ich
>> mußte mich gegen allerlei Anfeindungen wappnen.
>> H.R., D.H., C.K. und O.C. habe ich ihre Unterstützung damals hoch
>> angerechnet. Andere haben mich dagegen stante pede mit dem Filter
>> bedroht.
>
> Es ist überall dasselbe: Es sind Konkurrenzängste.
>
>> Aber das waren teils leere Drohungen, um mich einzuschüchtern.
>
> Was ich mich immer frage: Warum?
>
> Dass so ein Verhalten sehr häufig vorkommt, z.B. bei einem neuen
> Schüler in einer Klasse, ist bekannt, aber im Usenet, wo fast nur
> Akademiker gepostet haben ...

Die Zeiten sind längst vorbei.
>
> Deshalb bin ich da wachsam.
>
> Ein dickes Fell reicht auch.
> Manche kann man auch zur Weißglut bringen. ;-)

Aber doch nicht einen frontalunterrichtgestählten alten Lehrer!

Florian Ritter

unread,
Feb 7, 2020, 12:50:51 PM2/7/20
to
Am Donnerstag, 6. Februar 2020 19:05:29 UTC+1 schrieb Quinn C:

> Nicht im Dativ, wie im obigen Beispiel. Im Genitiv tut man es aber noch:
>
> | Bawej, Izabela: Sprachliche Fehler und ihre Ursachen im Lichte dreier
> | Spracherwerbshypothesen (2018)
> <https://fbc.pionier.net.pl/details/nnrzk02>

Der Verweis zeigt die Originalarbeit in polnischer Sprache.
2018 auf Deutsch erschienen?
Titel erinnert an: "Die Opern Richard Wagners im Lichte des deutschen
Strafrechts".

FR

Quinn C

unread,
Feb 7, 2020, 3:30:00 PM2/7/20
to
* Detlef Meißner:

> Ulf.K...@web.de schrieb:
>> Am Freitag, 7. Februar 2020 08:37:14 UTC+1 schrieb Gunhild Simon:

>>> [...]

>> Du willst hier schulmeistern?
>
> Ich glaube, sie möchte schlichten.
> Frauen haben, im Gegensatz zu Männern, häufig ein Harmoniebedürfnis.

Aber Vorsicht in mündlichen Diskussionen: "Frauen sind oft Schlichter"
könnte mißverstanden werden.

--
GOGEL, adj., ausgelassen, lustig, übermütig; lascivus.
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Sergio Gatti

unread,
Feb 7, 2020, 3:46:32 PM2/7/20
to
Quinn C hat am 07.02.2020 um 21:30 geschrieben:
> * Detlef Meißner:
>> Ich glaube, sie möchte schlichten.
>> Frauen haben, im Gegensatz zu Männern, häufig ein Harmoniebedürfnis.
>
> Aber Vorsicht in mündlichen Diskussionen: "Frauen sind oft Schlichter"
> könnte mißverstanden werden.


Man kann "Frauen schlichten öfter" sagen, wenn man "schlichten"
unbedingt benutzen will.

Übrigens, was soll an einem Harmoniebedürfnis so schlimm sein? Tann und
AfD-Wähler ausgenommen.

Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 8, 2020, 7:37:10 AM2/8/20
to
Bei den dreien könnte man stundenlang verweilen.

Hier liegt allerdings die Dativendungsware gleich in
zwei Wortfenstern.

Helmut Richter

unread,
Feb 8, 2020, 9:12:52 AM2/8/20
to
So ist es. Die Dativendung am Zahlwort hat andere Regeln als die
Genitivendung: sie ist unabhängig von der Position (ob stark oder schwach
gebeugte Adjektive dort verwendet worden wären) und hängt stattdessen
davon ab, ob das Zahlwort das letzte Wort der Nominalphrase ist.

Nicht letztes Wort:

Er half drei Kollegen.
Er half den drei Kollegen.
er half seinen drei Kollegen.
Er half drei anderen.

Letztes Wort:

Er half dreien.
Er half den dreien.

Wäre ja zu einfach, wenn Dativendungen denselben Regeln gehorchten wie
Genitivendungen.

--
Helmut Richter

Frank Nitzschner

unread,
Feb 8, 2020, 12:12:56 PM2/8/20
to
Dorothee Hermann schrieb :

> "Gulgern"? (Ist das sächsisch?)

Ja. Auch fürs Geräusch welches Wasser im Abfluß
oder beim Leeren eines Kanisters macht. Z.B.

Grüsse
Frank

Peter Blancke

unread,
Feb 9, 2020, 3:46:15 AM2/9/20
to
Am 2020-02-07, Florian Ritter <hansr...@googlemail.com> schrieb:

> Titel erinnert an: "Die Opern Richard Wagners im Lichte des
> deutschen Strafrechts".

Recte: "Richard Wagners 'Der Ring des Nibelungen' im Lichte des
deutschen Strafrechts" von Ernst von Pidde, Verlag Barmeier und
Nikel.

Köstlich zu lesen, wurde mir als Wagnerianer 1993 von meinen Eltern
zugedacht. Beispiel daraus:

"Fröhlich nicht
hängt Freia
den Rauhen über dem Rücken."

Ist nach von Pidde natürlich ein Verstoß gegen Par. 239 des StGB,
auch wenn ebendieser Par. als Raubobjekt Menschen meint, so muß er
doch auch auf Götter anwendbar sein, da hier "argumentum a minore ad
majus" gilt.

Gruß,

Peter Blancke

--
Hoc est enim verbum meum!

Florian Ritter

unread,
Feb 10, 2020, 8:33:51 AM2/10/20
to
Am Sonntag, 9. Februar 2020 09:46:15 UTC+1 schrieb Peter Blancke:

>> Titel erinnert an: "Die Opern Richard Wagners im Lichte des
>> deutschen Strafrechts".

> Recte: "Richard Wagners 'Der Ring des Nibelungen' im Lichte des
> deutschen Strafrechts" von Ernst von Pidde

Pseudonym, civiliter Jörg von Uthmann, gibt als Arbeitsschwerpunkt
an: Kultur im weitesten Sinne des Mordes.
War im diplomatischen Dienst, Mitarbeiter von FAZ und Tagesspiegel - FR

Ralf Joerres

unread,
Feb 11, 2020, 11:44:02 AM2/11/20
to
Am Mittwoch, 5. Februar 2020 21:06:24 UTC+1 schrieb Quinn C:
> * Detlef Meißner:
>
> > Der Habakuk. schrieb:
> >> Am 05.02.2020 um 18:26 schrieb Detlef Meißner:
> >>> broetc...@gmail.com schrieb:
> >>>> Ja so könnte man es beschreiben. Ich verwende diesen Begriff bei einer
> >>>> Kaffeemaschine. Wenn das Wasser aus dem Vorratsbehälter zur Neige geht,
> >>>> saugt die kleine Pumpe Luft mit ein. Diese wird in kleinen Bläschen der
> >>>> Flüssigkeit beigemischt. Dabei sondert die Kaffeemaschine seltsame Töne
> >>>> von sich. Dieses Geräusch kündigt ein baldiges Ende an.(Sie gulgert).Der
> >>>> Kaffee ist durch!
> >>>
> >>> Sind da nicht die Buchstaben versautcht worden?
> >>>
> >>> Detlef
> >>>
> >> Eine Kaffeemaschine gurgelt nicht!
> > ^^^^^^
> > Du hat noch einen Versuch!
>
> Sie gluckert. Dialektal kann das wie "gluggert" klingen.

Unter anderem gluckert die, ziemlich gegen Ende. Meine schnurgelt eher, so
vom Geräusch her, genauer gesagt schlurgelt, weil 'schlürfen' ist auch
dabei, aber das assoziiert dann wieder 'schlurfen' und 'schlören' und
'Schluri'. Außerdem spotzt meine manchmal, so ähnlich wie beim Dampfbügel-
eisen der 'Dampfstoß'. Manchmal gibt's auch so'n Geräusch, was man schon
mal im Wasserabfluss vom Waschbecken hört, wenn in einer anderen Wohnung
im Mietshaus Wasser abfließt, so'n dumpfes Glucksen, wie ein nach innen
gesprochenen 'g' (war ne Weile bei uns Sport in der Schule, das zu üben).

Mich faszinieren solche Wörter, die wie gerade erfunden wirken, manchmal
sind sie auch erfunden. Ob 'gulgern' so'ne gelungene Erfindung ist, also
ick weeß nich...

Im Bereich 'Sinneseindrücke' gibt's ne ganze Menge Wortbedarf und nur einen
ziemlich begrenzten Wortvorrat, da muss man vielleicht schonmal nachhelfen.
Bald wird man sich was für E-Autos ausdenken müssen, was passt da für das
Motorgeräusch? Hab selbst noch keinen E-Wagen gehört.

Gruß Ralf Joerres

Detlef Meißner

unread,
Feb 11, 2020, 11:48:35 AM2/11/20
to
Ralf Joerres schrieb:

> Im Bereich 'Sinneseindrücke' gibt's ne ganze Menge Wortbedarf und nur einen
> ziemlich begrenzten Wortvorrat, da muss man vielleicht schonmal nachhelfen.
> Bald wird man sich was für E-Autos ausdenken müssen, was passt da für das
> Motorgeräusch? Hab selbst noch keinen E-Wagen gehört.

Stromen.:-)

Detlef

--
Verordnetes Gendern _ist_ Fundamentalismus!
[Henning Sponbiel]
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