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Polackin

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wo...@wp.pl

unread,
Jul 26, 2015, 3:57:12 AM7/26/15
to
Guten Morgen,

gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher Polacken-Braut sagen?

Gruß
Marcin

Uwe Schickedanz

unread,
Jul 26, 2015, 5:14:32 AM7/26/15
to
On Sun, 26 Jul 2015 00:57:11 -0700 (PDT), wo...@wp.pl wrote:

>Guten Morgen,
>
>gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher Polacken-Braut sagen?

Laß es weg. Es sei denn, Du willst absichtlich verletzend sein.
Neutral wäre Polin. Polka ist im deutschen unüblich.

Gruß Uwe

--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
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Oliver Jennrich

unread,
Jul 26, 2015, 6:26:21 AM7/26/15
to
wo...@wp.pl writes:

> Guten Morgen,
>
> gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher
> Polacken-Braut sagen?

Das kommt darauf an, in wessen Sprachgebrauch du suchst.

Polacke ist sehr abwertend und ist in der Regel als Beleidigung
gemeint. Wenn der Begriff jemals neutral belegt war, dann vermutlich im
frühen 19. Jahrhundert oder noch früher. Spätestens seit dem ersten
Weltkrieg und dem damit verbundenen Verlust der Reichsgebiete an Polen
ist es abwertend gemeint, ich vermute schon zu Zeiten in denen Posen
noch zum dt. Reich bzw. Preußen gehörte, war das nicht wesentlich
anders - es ist selten dass man freundliche Worte für die
fremdsprachliche Minderheit findet.

Heute findet man das Wort vermutlich nur noch im Sprachgebrauch des
tiefbraunen Umfeld.

Der Begriff Polacken-Braut macht es schlimmer. Egal ob nun
Rocker-Braut, Nazi-Braut oder Polacken-Braut - es schwingt immer die
Bedeutung mit, dass die betreffende Dame nicht nur sexuell mit dem
Hauptakteur verbunden ist, sondern entweder seine Einstellungen
bzw. Charakteristiken teilt oder (eher noch schlimmer) dümmlich-naiv
folgt oder über keinen eigenen Willen oder Persönlichkeit verfügt (wie
z.B. bei der 'Internet-Braut').

In diesem Sinne ist 'Polackin' die neutralere Form - verwenden würde ich
sie allerdings außerhalb der Wiedergabe von z.B. einer wörtlichen Rede
ganz sicher nicht.

Fazit: Wenn du nicht *ganz* genau weißt, was du mit dem Begriff
anrichtest, dann lass ihn weg und verwende einen anderen.

Wenn es z.B. um die Heirat eines Deutschen mit einer Polin geht, würde
ich 'polnische Verlobte' oder 'polnische Ehefrau' verwenden.

--
Space - The final frontier

Lars Bräsicke

unread,
Jul 26, 2015, 6:57:06 AM7/26/15
to
Am 26.07.2015 um 09:57 schrieb wo...@wp.pl:
> Guten Morgen,
>
> gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher Polacken-Braut sagen?

Da ist ja ein Unterschied:
Eine Polackin ist Abkömmling von Polacken.
Eine Polackenbraut ist eine Deutsche, die sich mit Polacken einlässt.

Und PC-Hinweis:
Man würde natürlich nichts von beiden sagen. :)

horst-d.winzler

unread,
Jul 26, 2015, 7:18:27 AM7/26/15
to
Am 26.07.2015 um 12:26 schrieb Oliver Jennrich:
> wo...@wp.pl writes:
>
>> Guten Morgen,
>>
>> gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher
>> Polacken-Braut sagen?
>
> Das kommt darauf an, in wessen Sprachgebrauch du suchst.
>
> Polacke ist sehr abwertend und ist in der Regel als Beleidigung
> gemeint. Wenn der Begriff jemals neutral belegt war, dann vermutlich im
> frühen 19. Jahrhundert oder noch früher. Spätestens seit dem ersten
> Weltkrieg und dem damit verbundenen Verlust der Reichsgebiete an Polen
> ist es abwertend gemeint, ich vermute schon zu Zeiten in denen Posen
> noch zum dt. Reich bzw. Preußen gehörte, war das nicht wesentlich
> anders - es ist selten dass man freundliche Worte für die
> fremdsprachliche Minderheit findet.

Im 19. + frühen 20. Jahrhundert arbeiteten Polen als Saisonarbeiter auf
den großen Gütern Ostelbiens. Vermutlich stammt der Begriff "Polake" in
Anlehnung an "Kulake" von dort?

Als Polaken wurden später (>1945) Flüchtlinge/Vertriebene aus dem
Deutschen Osten bezeichnet. Denn engegen dem Mythos wurden sie
keineswegs mit offenen Armen empfangen. Folgendes Zitat belegt die
damalige Stimmung:
"Hinaus mit den Flüchtlingen aus unserem Dorf! Gebt ihnen die Peitsche
statt Unterkunft - dem Sudetengesindel! Es lebe unser Bayernland!"


> Wenn es z.B. um die Heirat eines Deutschen mit einer Polin geht, würde
> ich 'polnische Verlobte' oder 'polnische Ehefrau' verwenden.
>

Der Begriff "Polake" dient dazu, jemanden zu erniedrigen.

--
mfg hdw

Holger Marzen

unread,
Jul 26, 2015, 7:26:28 AM7/26/15
to
Weil es nicht gegendert ist. Es muss natürlich Polack_In heißen, wobei
ich nicht weiß, wie man den Unterstrich und den Binnenmajuskel lautmäßig
umsetzt.

Hardliner_Innen-Genderpöstchenergatter_Innen an Unis könnten sogar
Polackx fordern.

Oliver Jennrich

unread,
Jul 26, 2015, 7:37:12 AM7/26/15
to
"horst-d.winzler" <horst.d...@web.de> writes:

> Am 26.07.2015 um 12:26 schrieb Oliver Jennrich:
>> wo...@wp.pl writes:
>>
>>> Guten Morgen,
>>>
>>> gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher
>>> Polacken-Braut sagen?
>>
>> Das kommt darauf an, in wessen Sprachgebrauch du suchst.
>>
>> Polacke ist sehr abwertend und ist in der Regel als Beleidigung
>> gemeint. Wenn der Begriff jemals neutral belegt war, dann vermutlich im
>> frühen 19. Jahrhundert oder noch früher. Spätestens seit dem ersten
>> Weltkrieg und dem damit verbundenen Verlust der Reichsgebiete an Polen
>> ist es abwertend gemeint, ich vermute schon zu Zeiten in denen Posen
>> noch zum dt. Reich bzw. Preußen gehörte, war das nicht wesentlich
>> anders - es ist selten dass man freundliche Worte für die
>> fremdsprachliche Minderheit findet.
>
> Im 19. + frühen 20. Jahrhundert arbeiteten Polen als Saisonarbeiter
> auf den großen Gütern Ostelbiens. Vermutlich stammt der Begriff
> "Polake" in Anlehnung an "Kulake" von dort?

Eher als Eindeutschung (und Verballhornung) der Eigenbezeichnung der
Polen.

> Als Polaken wurden später (>1945) Flüchtlinge/Vertriebene aus dem
> Deutschen Osten bezeichnet. Denn engegen dem Mythos wurden sie
> keineswegs mit offenen Armen empfangen. Folgendes Zitat belegt die
> damalige Stimmung:
> "Hinaus mit den Flüchtlingen aus unserem Dorf! Gebt ihnen die Peitsche
> statt Unterkunft - dem Sudetengesindel! Es lebe unser Bayernland!"

Nicht neues in der Provinz. Alles was von außen kommt ist böse[tm].

Ähnliches berichten auch die vertriebenen Schlesier aus den
inzuchtgeplagten Dörfern der Südheide.

Hans

unread,
Jul 26, 2015, 7:53:01 AM7/26/15
to
Am 26.07.2015, 13:18 Uhr, schrieb horst-d.winzler <horst.d...@web.de>:



[.....]
>>
>
> Der Begriff "Polake" dient dazu, jemanden zu erniedrigen.
>

Laut Wörterbuch heißt "polak" Pole auf Polnisch.

Hans

Jakob Achterndiek

unread,
Jul 26, 2015, 8:16:30 AM7/26/15
to
Am 26.07.2015, 13:18 Uhr, schrieb horst-d.winzler <horst.d...@web.de>:

> Folgendes Zitat belegt die damalige Stimmung:
> "Hinaus mit den Flüchtlingen aus unserem Dorf! Gebt ihnen die Peitsche
> statt Unterkunft - dem Sudetengesindel! Es lebe unser Bayernland!"

So ein schönes Zitat aber auch!
Und gar nicht ein klitzekleines bißchen Quellen-Nachweis dazu?
Nu ja, man kann nicht alles haben. :(
Winzlermund eben.

j/\a
--

Oliver Jennrich

unread,
Jul 26, 2015, 8:31:56 AM7/26/15
to
Süddeutsche Zeitung vom 20.3.1947, sagt jedenfalls Paul Erker in
"Revolution des Dorfes?", erschienen in "Von Stalingrad zur
Währungsreform: zur Sozialgeschichte des Umbruchs in Deutschland",
Martin Broszat, Klaus-Dietmar Henke, Hans Woller Oldenbourg Verlag, 1990

Soweit google books.

> Winzlermund eben.

Mindestens eine wiederholt auftauchende Behauptung in der Literatur. Und
mit Zugang zum Archiv der SZ leicht nachprüfbar. Schade eigentlich, dass
das nicht digitalisiert ist.

Jakob Achterndiek

unread,
Jul 26, 2015, 8:52:56 AM7/26/15
to
Am 26.07.2015, 14:32 Uhr, schrieb Oliver Jennrich
<oliver....@gmx.net>:

> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> writes:
>
>> Am 26.07.2015, 13:18 Uhr, schrieb horst-d.winzler
>> <horst.d...@web.de>:
>>
>>> Folgendes Zitat belegt die damalige Stimmung:
>>> "Hinaus mit den Flüchtlingen aus unserem Dorf! Gebt ihnen die
>>> Peitsche statt Unterkunft - dem Sudetengesindel! Es lebe unser
>>> Bayernland!"
>>
>> So ein schönes Zitat aber auch!
>> Und gar nicht ein klitzekleines bißchen Quellen-Nachweis dazu?
>> Nu ja, man kann nicht alles haben. :(
>
> Süddeutsche Zeitung vom 20.3.1947, sagt jedenfalls Paul Erker in
> "Revolution des Dorfes?", erschienen in "Von Stalingrad zur
> Währungsreform: zur Sozialgeschichte des Umbruchs in Deutschland",
> Martin Broszat, Klaus-Dietmar Henke, Hans Woller Oldenbourg Verlag, 1990
>
> Soweit google books.

Als vorläufige Hintergrund-Lektüre empfehle ich schon mal
<http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528851.html>
Da wird das Buch in einen Zusammenhang gestellt und gewichtet.

Weiteres dann vielleicht, wenn jemand das Zitat und den für die
Gewichtung notwendigen Kontext gefunden hat.

j/\a
--

Oliver Jennrich

unread,
Jul 26, 2015, 9:03:27 AM7/26/15
to
"Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> writes:

> Am 26.07.2015, 14:32 Uhr, schrieb Oliver Jennrich
> <oliver....@gmx.net>:
>
>> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> writes:
>>
>>> Am 26.07.2015, 13:18 Uhr, schrieb horst-d.winzler
>>> <horst.d...@web.de>:
>>>
>>>> Folgendes Zitat belegt die damalige Stimmung:
>>>> "Hinaus mit den Flüchtlingen aus unserem Dorf! Gebt ihnen die
>>>> Peitsche statt Unterkunft - dem Sudetengesindel! Es lebe unser
>>>> Bayernland!"
>>>
>>> So ein schönes Zitat aber auch!
>>> Und gar nicht ein klitzekleines bißchen Quellen-Nachweis dazu?
>>> Nu ja, man kann nicht alles haben. :(
>>
>> Süddeutsche Zeitung vom 20.3.1947, sagt jedenfalls Paul Erker in
>> "Revolution des Dorfes?", erschienen in "Von Stalingrad zur
>> Währungsreform: zur Sozialgeschichte des Umbruchs in Deutschland",
>> Martin Broszat, Klaus-Dietmar Henke, Hans Woller Oldenbourg Verlag, 1990
>>
>> Soweit google books.
>
> Als vorläufige Hintergrund-Lektüre empfehle ich schon mal
> <http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528851.html>
> Da wird das Buch in einen Zusammenhang gestellt und gewichtet.

Das Gewicht des Buches ist ja relativ unerheblich für die Authetizität
des Zitats. Selbst wenn da der größte Mist drinsteht - die Quellenangabe
'SZ vom 20.3.1947' sollte ausreichend sein, das Zitat zu verifizieren.

> Weiteres dann vielleicht, wenn jemand das Zitat und den für die
> Gewichtung notwendigen Kontext gefunden hat.

Ich habe meine Zweifel ob die Dorfbibliothek hier die SZ von 1947
rumliegen hat, und so sehr interessiert, dass ich mich dazu auf den Weg
nach Den Haag oder gar Amsterdam mache, bin ich nicht.

Dass nicht zu jeder Zeit alle die Flüchtlinge enthusiastisch willkommen
geheißen haben, dazu reichen mir die von mir befragten Zeitzeugen, die
die Stimmung ihnen gegenüber als Kinder und Jugendliche erlebt haben.

Walter Schmid

unread,
Jul 26, 2015, 9:14:15 AM7/26/15
to
Am 26.07.2015 um 11:42 schrieb Sepp Neuper:
> wo...@wp.pl schrieb:
>
>> gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher Polacken-Braut sagen?
>
> Wenn ich nicht wüßte, daß du auch "normale" Frage stellen kannst,
> würde ich das jetzt als Trollversuch einordnen.


Zumal eine Polacken-Braut auch eine Japanerin sein könnte.

Gruss

Walter

--
Kürzestsig (länger)

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Diedrich Ehlerding

unread,
Jul 26, 2015, 11:22:28 AM7/26/15
to
horst-d.winzler meinte:

> Im 19. + frühen 20. Jahrhundert arbeiteten Polen als Saisonarbeiter auf
> den großen Gütern Ostelbiens. Vermutlich stammt der Begriff "Polake" in
> Anlehnung an "Kulake" von dort?

"Polak" ist keine Anlehnung an irgendwas anderes,, sondern einfach einfach
das polnische Wort für "Pole".

Diedrich
--
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HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Oliver Jennrich

unread,
Jul 26, 2015, 11:27:08 AM7/26/15
to
Rüdiger Silberer <Use...@Silberer.net> writes:
> Aber um das Zitat einordnen zu können, wäre es mehr Information dazu
> schon hilfreich. Die SZ ist in dem Fall ja nur höchstens eine
> Sekundärquelle.

Ich vermute (!) dass der SZ-Artikel eben genau so viel Quelle darstellt,
wie Zeitungsartikel zu aktuellen Ereignissen nun mal Quelle sind. Als
Sekundärquelle (also eine Quelle die andere Quellen zitiert) vermute ich
ihn nicht. Mit ein wenig Glück hat der Artikel sogar ein Bild des Schildes.

Jakob Achterndiek

unread,
Jul 26, 2015, 11:31:18 AM7/26/15
to
Am 26.07.2015, 15:04 Uhr, schrieb Oliver Jennrich
<oliver....@gmx.net>:

> [..] dazu reichen mir die von mir befragten Zeitzeugen, [..]

Zeitzeugenbefragung ist ja gerade wieder groß in Mode.
Ich empfehle, deren Antworten mit Vorsicht zu genießen.
Weil: "Zeitzeuge" (geb. 1931) bin ich selbst. :(

j/\a
--

Oliver Jennrich

unread,
Jul 26, 2015, 11:40:53 AM7/26/15
to
"Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> writes:

> Am 26.07.2015, 15:04 Uhr, schrieb Oliver Jennrich
> <oliver....@gmx.net>:
>
>> [..] dazu reichen mir die von mir befragten Zeitzeugen, [..]
>
> Zeitzeugenbefragung ist ja gerade wieder groß in Mode.
> Ich empfehle, deren Antworten mit Vorsicht zu genießen.

Natürlich. Jede Zeugenaussage ist nur eine persönliche Schilderung des
Erlebten. Ich fand es nur beeindruckend, wenn jemand erzählt, dass ihm
im niedersächsischen Dorf auch schon mal der blanke Hass
entgegengeschlagen ist - und zwar nur weil er Schlesier
bzw. 'Flüchtlingskind' war. 30 Jahre später war es in dem selben Dorf
nicht viel besser wenn es um die 'Gastarbeiterkinder' ging (wir hatten
genau *eine* Familie im Ort wohnen).

> Weil: "Zeitzeuge" (geb. 1931) bin ich selbst. :(

Jeder hat sicher so seine eigenen Erfahrungen gemacht. Gute wie
schlechte. Aus meiner Familie (Jhrg 37-40) höre ich beides.

Das Problem ist - es braucht nur einen der Sprüche macht wie 'Nehmt die
Wäsche von der Leine, die Flüchtlinge sind da'. Ebenso wie es nur einen
braucht, um Flüchtlingsheime anzuzünden aber ganz viele, um sie wieder
zu löschen.

Diedrich Dirks

unread,
Jul 26, 2015, 12:45:47 PM7/26/15
to
Jakob Achterndiek:

> (geb. 1931)

Wow! Ein 84-jähriger im Usenet!

dd (geb. 1937)

horst-d.winzler

unread,
Jul 26, 2015, 2:47:51 PM7/26/15
to
Am 26.07.2015 um 17:41 schrieb Oliver Jennrich:
> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> writes:

> Natürlich. Jede Zeugenaussage ist nur eine persönliche Schilderung des
> Erlebten. Ich fand es nur beeindruckend, wenn jemand erzählt, dass ihm
> im niedersächsischen Dorf auch schon mal der blanke Hass
> entgegengeschlagen ist - und zwar nur weil er Schlesier
> bzw. 'Flüchtlingskind' war.

Nicht unwesentlich war die jeweilige Religionszugehörigkeit. Katholische
Schlesier in protestantischen Gegenden ging ja noch. Umgekehrt konnte es
zu hohen Unverträglichkeiten kommen.
Katholisch zu katholisch war dann schon optimal.

Nicht grundlos waren damals auffallende, religiöse Symbole am
Arbeitsplatz verpönt. Wer sich trotz Mahnung nicht daran hielt, konnte
wg. Verletzung des Arbeitsfriedens entlassen werden.
Eine gute Sitte, wie ich finde. Warum heutzutage davon abgegangen wird,
erschließt sich mir nicht. Gerade bezüglich der vielen Einwanderer aus
anderen Kulturkreisen.

> 30 Jahre später war es in dem selben Dorf
> nicht viel besser wenn es um die 'Gastarbeiterkinder' ging (wir hatten
> genau *eine* Familie im Ort wohnen).

In den dörflichen Gemeinschaften kann eigentlich nur reüssieren wer in
den Schützenverein und/oder die freiwillige Feuerwehr eintritt. Sollte
man eigentlich wissen. Diesbezüglich wird sich daran trotz oder gerade
wg. der Globalisierung so schnell nichts ändern.

>> Weil: "Zeitzeuge" (geb. 1931) bin ich selbst. :(
>
> Jeder hat sicher so seine eigenen Erfahrungen gemacht. Gute wie
> schlechte. Aus meiner Familie (Jhrg 37-40) höre ich beides.
>
> Das Problem ist - es braucht nur einen der Sprüche macht wie 'Nehmt die
> Wäsche von der Leine, die Flüchtlinge sind da'. Ebenso wie es nur einen
> braucht, um Flüchtlingsheime anzuzünden aber ganz viele, um sie wieder
> zu löschen.
>

Bei solchen und ähnlichen Sprüchen hilft am Besten (weg)lächeln und
Gleichmut bewahren. Auf keinen Fall sollte man diese Sprüche zu hoch
aufhängen wollen.

--
mfg hdw

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Lars Bräsicke

unread,
Jul 26, 2015, 5:04:10 PM7/26/15
to
Am 26.07.2015 um 17:10 schrieb Diedrich Ehlerding:
> horst-d.winzler meinte:
>
>> Im 19. + frühen 20. Jahrhundert arbeiteten Polen als Saisonarbeiter auf
>> den großen Gütern Ostelbiens. Vermutlich stammt der Begriff "Polake" in
>> Anlehnung an "Kulake" von dort?
>
> "Polak" ist keine Anlehnung an irgendwas anderes,, sondern einfach einfach
> das polnische Wort für "Pole".

Auch würde mich die Kenntnis des Wortes Kulake im Deutschland des 19.
Jh. überraschen.
Bevor Stalin und Konsorten das Wort zum Kampfbegriff kürten, war es doch
(zumindest hier) unbekannt.

Juergen Grosse

unread,
Jul 26, 2015, 5:25:14 PM7/26/15
to
Am 26.07.2015 um 23:03 schrieb Lars Bräsicke:

...
> Auch würde mich die Kenntnis des Wortes Kulake im Deutschland des 19.
> Jh. überraschen. Bevor Stalin und Konsorten das Wort zum
> Kampfbegriff kürten, war es doch (zumindest hier) unbekannt.

Es kommt bei Engels an einigen Stellen vor.

"Wenn die Zeit herannaht, wo die Steuern fällig werden, so kommt der
Wucherer, der Kulak – häufig ein reicher Bauer derselben Gemeinde - ,
und bietet sein bares Geld an."
[Engels: Soziales aus Rußland. Marx/Engels: Ausgewählte Werke, S. 13117
(vgl. MEW Bd. 18, S. 558)
http://www.digitale-bibliothek.de/band11.htm]


Tschüs, Jürgen

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Diedrich Dirks

unread,
Jul 26, 2015, 6:49:24 PM7/26/15
to
Sepp Neuper:

>> Wow! Ein 84-jähriger im Usenet!
>
> In einigen Jahren wird das zum Standard.

Es steht zu befürchten.

Reinhold {Rey} Aman

unread,
Jul 26, 2015, 8:34:01 PM7/26/15
to
Sepp Neuper wrote:
>
> Walter Schmid schrieb:
>>
>> Zumal eine Polacken-Braut auch eine Japanerin sein könnte.
>>
> Diese sprachliche Verbindung ist mir nicht geläufig.
>
Polacken-Braut:

1: eine polnische Braut.
2: die Braut eines Polen. (Woher sie stammt ist unwichtig.)

Ebenso:

Russen-Braut:

1: eine russische Braut.
2: die Braut eines Russen. (Woher sie stammt ist unwichtig.)

~~~ Reinhold {"Wörter!"} Aman ~~~

Thomas Schade

unread,
Jul 27, 2015, 1:38:52 AM7/27/15
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> Wrote in message:

> Richard ist oder war noch ein paar Jährchen älter. Ich hatte
> gelegentlich mit Ihm Kontakt per E-Mail, aber auf die letzte Mail ist
> keine Antwort mehr gekommen (trotz Nachhake).

Der Begriff 'Nachhake' ist anstandslos verständlich. Dennoch ist
er mir völlig fremd, ich kenne hier nur 'trotz Nachhaken'.
Handelt es sich bei 'Nachhake' um einen einfachen Tippfehler oder
sagst du tatsächlich so?


Ciao
Toscha
--
This signature intentionally left blank.


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http://usenet.sinaapp.com/

Christina Kunze

unread,
Jul 27, 2015, 2:16:40 AM7/27/15
to
Und in der Umgangssprache noch mehr als das: eine beliebige (vor allem
junge) Frau, die ich aus meiner Perspektive den Polen/Russen zuordne.
Denk mal an die Rockerbraut, die Bezeichnung sagt überhaupt nichts über
die Eheschließungsabsichten der Betreffenden aus.

chr

horst-d.winzler

unread,
Jul 27, 2015, 3:34:51 AM7/27/15
to
Kaum, denn die statistische Lebenserwartung liegt etwas über 7 Jahre.

--
mfg hdw

Jakob Achterndiek

unread,
Jul 27, 2015, 4:22:04 AM7/27/15
to
Am 27.07.2015, 08:16 Uhr, schrieb Christina Kunze <ku...@revesz.de>:

> Am 27.07.2015 um 02:34 schrieb Reinhold {Rey} Aman:
>> Polacken-Braut:
>> [..]
>> Russen-Braut:
>> [..]
>
> Und in der Umgangssprache noch mehr als das: eine beliebige
> (vor allem junge) Frau, die ich aus meiner Perspektive den
> Polen/Russen zuordne.
> Denk mal an die Rockerbraut, die Bezeichnung sagt überhaupt
> nichts über die Eheschließungsabsichten der Betreffenden aus.

Aber die Konnotation ist pejorativ, weil schon das Grundwort,
"der Polacke" oder "der Russe", hier abschätzig gemeint ist. Die
respektive ~braut ist eine, "die sich mit so jemandem einläßt."

Ich vermute, das ist bei jemandem, der das Wort ausspricht, auch
so bewußt und so gewollt.

j/\a
--

JaWo

unread,
Jul 27, 2015, 4:42:28 AM7/27/15
to
Am 26.07.2015 um 11:14 schrieb Uwe Schickedanz:
>>
>> gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher Polacken-Braut sagen?
>
> Laß es weg. Es sei denn, Du willst absichtlich verletzend sein.
> Neutral wäre Polin.

So ist es. Wie singt der 'Bettelstudent'?
"Der Polin Reiz bleibt unerreicht!"

Und weiter:

"Die Polin hat von allen Reizen
Die exquisitesten vereint;
Womit die andern einzeln geizen,
Bei ihr als ein Bukett erscheint.
Die Nase hat sie griechisch-römisch,
Glutaugen von der Spanierin,
Der üpp'ge Mund ist slawisch-böhmisch,
Und lieblich wienerisch das Kinn.
Von der Pariserin das Füsschen,
Und von der Britin die Figur,
Von allem Reizenden ein bisschen,
Doch immer grad' das Beste nur.
Sie borgt sogar von der Mongolin
Etwas Pikanterie vielleicht –
Und g'rade dadurch wird die Polin
Von keinem andern Weib erreicht!"


> Polka ist im deutschen unüblich.

Aber bei Tänzern beliebt. :-)

Jakob Achterndiek

unread,
Jul 27, 2015, 7:04:27 AM7/27/15
to
Am 27.07.2015, 00:00 Uhr, schrieb Martin Gerdes <martin...@gmx.de>:

> Diedrich Dirks <dd...@sofortmail.de> schrieb:
> Richard ist oder war noch ein paar Jährchen älter. [..]

Das Lebensalter finde ich in diesem Zusammenhang nur dann interessant,
wenn jemand neu einsteigt. Wie es sich da in der Twitter- oder Facebook-
Szene verhält, weiß ich nicht - für die fühle ich mich jedenfalls zu alt.

Aber schön sind die Erinnerungen an die Frühzeit, als die Leitungen
noch von der Bundespost überwacht wurden: Erste Verbindungen über den
Akustik-Koppler; dann die Anschaffung eines Anruf-Beantworters, NUR
um von der Post eine Dose mit zwei Anschlüssen legalisiert zu bekommen,
deren einen dann der Commodore Pet 8032 zur Verbindung mit dem örtlichen
Computer-Club mißbrauchte. Diese Erfahrungen teile ich aber mit jenen
heute etwa 55-Jährigen, die damals meine Schüler waren und die mir das in
langen Frei- und Nachmittags-Stunden am schuleigenen Pet 2001 überhaupt
erst beigebracht haben.

j/\a
--

Walter Schmid

unread,
Jul 27, 2015, 7:27:10 AM7/27/15
to
Man sollte nie von sich selbst auf andere schliessen!

Meine beträgt laut online-Test 13 Jahre, - aber dann bin ich erst 83.

Walter Schmid

unread,
Jul 27, 2015, 7:28:38 AM7/27/15
to
Am 27.07.2015 um 00:00 schrieb Martin Gerdes:
> Diedrich Dirks <dd...@sofortmail.de> schrieb:
> Richard ist oder war noch ein paar Jährchen älter. Ich hatte
> gelegentlich mit Ihm Kontakt per E-Mail, aber auf die letzte Mail ist
> keine Antwort mehr gekommen (trotz Nachhake). Könnte schon sein, daß er
> uns nun von oben zuguckt.


Richard wer?
Message has been deleted

Uwe Schickedanz

unread,
Jul 27, 2015, 9:41:42 AM7/27/15
to
On Mon, 27 Jul 2015 15:16:59 +0200, Heinz Brueckner
<Ha-He-...@t-online.de> wrote:

>am Mon, 27 Jul 2015 10:22:02 +0200 schrieb "Jakob Achterndiek"
><achte...@buzemann.de>:
>
>>
>> Aber die Konnotation ist pejorativ, weil schon das Grundwort,
>> "der Polacke" oder "der Russe", hier abschätzig gemeint ist. Die
>> respektive ~braut ist eine, "die sich mit so jemandem einläßt."
>
>"... zwei Polen aus der Polackei.
>Weil sie es nicht mochten leiden,
>dass einer für den andern zahlt,
>zahlte keiner von den beiden." - H.Heine

Quod licet iovi, non licet bovi.

Gruß Uwe

--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Gunhild Simon

unread,
Jul 27, 2015, 11:17:32 AM7/27/15
to
Am Montag, 27. Juli 2015 13:28:38 UTC+2 schrieb Walter Schmid:

...
> > Richard ist oder war noch ein paar Jährchen älter. Ich hatte
> > gelegentlich mit Ihm Kontakt per E-Mail, aber auf die letzte Mail ist
> > keine Antwort mehr gekommen (trotz Nachhake). Könnte schon sein, daß er
> > uns nun von oben zuguckt.
>
>
> Richard wer?

Ich glaube, sein Nachname war Loebner.
Er lebt - oder lebte - in GB.

Auch Yvonne, deren Quengelei auf mich eher
jugendlich wirkte, hat das Nachhaken ignoriert,
wenn ich mich so ausdrücken darf.

Gruß
Gunhild

Jakob Achterndiek

unread,
Jul 27, 2015, 1:29:04 PM7/27/15
to
Am 27.07.2015, 15:41 Uhr, schrieb Uwe Schickedanz
<Uwe_use...@nurfuerspam.de>:

> On Mon, 27 Jul 2015 15:16:59 +0200, Heinz Brueckner
>> "... zwei Polen aus der Polackei.
>> [..] - H.Heine

> Quod licet iovi, non licet bovi.

Irgend ein kluger Mensch hat gemeint, den Spruch müsse man umkehren:
"Was jeder Ochse sich erlaubt, das sollte Jupiter sich verbieten."

Die von Heinz Brueckner ungenau zitierten "Zwei Ritter" waren im
Pariser Exil Heines Schicksalsgenossen:
| Crapülinski und Waschlapski,
| Polen aus der Polackei,
| Fochten für die Freiheit, gegen
| Moskowitertyrannei.
| Fochten tapfer und entkamen
| Endlich glücklich nach Paris –

j/\a
--

Uwe Schickedanz

unread,
Jul 27, 2015, 4:06:29 PM7/27/15
to
Ich weiß. Aber das heißt ja nicht, daß man es nicht verballhornen
darf, und der entscheidende Satz stimmte ja überein.
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Message has been deleted

Dr. Falstaff

unread,
Jul 27, 2015, 11:46:06 PM7/27/15
to
> In Nürnberg stand der Polizist neben dem A3-Kopierer und fragte: "Ist das das Modem?"
_______________________
< Ist ja wie bei Werner >
-----------------------
\
\
__
UooU\.'@@@@@@`.
\__/(@@@@@@@@@@)
(@@@@@@@@)
`YY~~~~YY'
|| ||


Thomas Schade

unread,
Jul 28, 2015, 1:33:24 AM7/28/15
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> Wrote in message:
> Thomas Schade <tos...@rrr.de> schrieb:
>
>>> Richard ist oder war noch ein paar Jährchen älter. Ich hatte
>>> gelegentlich mit Ihm Kontakt per E-Mail, aber auf die letzte Mail ist
>>> keine Antwort mehr gekommen (trotz Nachhake).
>
>>Der Begriff 'Nachhake' ist anstandslos verständlich. Dennoch ist
>> er mir völlig fremd, ich kenne hier nur 'trotz Nachhaken'.
>> Handelt es sich bei 'Nachhake' um einen einfachen Tippfehler oder
>> sagst du tatsächlich so?
>
> So sage ich bisweilen tatsächlich und stelle das Wort in eine Reihe mit
> "Tanke" oder "Schalte".

Bei solcher Denke ist diese Schreibe nachvollziehbar. ;)

J J Panury

unread,
Jul 28, 2015, 4:37:40 AM7/28/15
to
Eine der wenigen Schönheiten des usenet ist, dass die Körperlichkeit
hinter dem Text *keine* Rolle spielt bzw. zu spielen habe.

Ich empfinde Angaben zur Lebensdauer oder zu anderen biografischen
Details als Regelbruch.
Diese Entlastung von der Körperbiografie ist doch eine wunderbare
Chance! Aber das scheint weithin nicht wahrgenommen zu werden. Im
Gegenteil: Noch im körperlosen Medium wird drauflos gekörpert wie nur
in jeglichem Umkleideraum.
Auch ich selbst halte mich ja keineswegs konsequent an das Körper- und
Biografielosigkeits-Gebot, - aber ich merke das, und es ist mir nicht
recht.

Aber da stehe ich wohl ziemlich einsam, wie sich ja schon vor
gefühlten zwohundert Jahren in den - vergleichsweise hochklassigen -
Realnamendiskussionen zeigte.

J*ohneAlter*J

Walter Schmid

unread,
Jul 28, 2015, 5:00:23 AM7/28/15
to
Am 28.07.2015 um 10:37 schrieb J J Panury:
> Eine der wenigen Schönheiten des usenet ist, dass die Körperlichkeit
> hinter dem Text *keine* Rolle spielt bzw. zu spielen habe.
>
> Ich empfinde Angaben zur Lebensdauer oder zu anderen biografischen
> Details als Regelbruch.


Endlich wissen wir: Du bist eine Frau! ;-)


> Diese Entlastung von der Körperbiografie ist doch eine wunderbare
> Chance! Aber das scheint weithin nicht wahrgenommen zu werden. Im
> Gegenteil: Noch im körperlosen Medium wird drauflos gekörpert wie nur
> in jeglichem Umkleideraum.
> Auch ich selbst halte mich ja keineswegs konsequent an das Körper- und
> Biografielosigkeits-Gebot, - aber ich merke das, und es ist mir nicht
> recht.
>
> Aber da stehe ich wohl ziemlich einsam, wie sich ja schon vor
> gefühlten zwohundert Jahren in den - vergleichsweise hochklassigen -
> Realnamendiskussionen zeigte.


Es kommt auf das Thema an. Bei technischen oder rein sprachlichen
Fragen spielt das Alter der Fragesteller oder der Antwortenden
keine Rolle. Aber sobald es um Geschichte geht, sieht die Welt
eben anders aus, je nach dem ob man z.B. 1933 bis 45 selbst
erlebt hat oder nur als Leser rezipiert, und ob als Kind oder als
Teen-Ager erlebt, usw.

horst-d.winzler

unread,
Jul 28, 2015, 5:16:54 AM7/28/15
to
Am 28.07.2015 um 11:00 schrieb Walter Schmid:
> Am 28.07.2015 um 10:37 schrieb J J Panury:

> Es kommt auf das Thema an. Bei technischen oder rein sprachlichen
> Fragen spielt das Alter der Fragesteller oder der Antwortenden
> keine Rolle.

Bei dem schnellen wandel in Technik und Wissenschaft spielt das Alter
der Beteiligten oft durchaus eine Rolle.

> Aber sobald es um Geschichte geht, sieht die Welt
> eben anders aus, je nach dem ob man z.B. 1933 bis 45 selbst
> erlebt hat oder nur als Leser rezipiert, und ob als Kind oder als
> Teen-Ager erlebt, usw.
>

Die Zeit von 1933 bis 1945 kennzeichnet sich bei vielen Zeitgenossen
durch eine Zeitamnesie. Diese Zeitspanne scheint es oft einfach nicht zu
geben.

--
mfg hdw

Walter Schmid

unread,
Jul 28, 2015, 5:31:43 AM7/28/15
to
Am 28.07.2015 um 11:16 schrieb horst-d.winzler:
> Am 28.07.2015 um 11:00 schrieb Walter Schmid:
>> Am 28.07.2015 um 10:37 schrieb J J Panury:
>
>> Es kommt auf das Thema an. Bei technischen oder rein sprachlichen
>> Fragen spielt das Alter der Fragesteller oder der Antwortenden
>> keine Rolle.
>
> Bei dem schnellen wandel in Technik und Wissenschaft spielt das Alter
> der Beteiligten oft durchaus eine Rolle.


Da hätte ich gerne ein Beispiel, wo die Antwort vom Alter des
Fragestellers abhängt.

Was ein "Alpha-Kevin" ist, versteht ein 15jähriger so gut wie
eine 90jährige, wenn man es ihm/ihr erklärt.

Lars Bräsicke

unread,
Jul 28, 2015, 7:02:41 AM7/28/15
to
Am 28.07.2015 um 11:00 schrieb Walter Schmid:

> Es kommt auf das Thema an. Bei technischen oder rein sprachlichen
> Fragen spielt das Alter der Fragesteller oder der Antwortenden
> keine Rolle.

Nun, auch bei sprachlichen Fragen gibt es rollenspieldende Unterschiede
zwischen den Altersgruppen.

Walter Schmid

unread,
Jul 28, 2015, 7:27:44 AM7/28/15
to
Klar, aber dann geht es um das Alter der Menschen im behandelten
Kontext - nicht dem der darüber redenden.


Gruss

Walter

--
Eltern, die glauben, ihre Kinder seien ihr Eigentum, muss man die
Kinder wegnehmen.

J J Panury

unread,
Jul 28, 2015, 8:11:08 AM7/28/15
to
Walter Schmid <paulwalt...@vtxmail.ch> schrieb:

>Klar, aber dann geht es um das Alter der Menschen im behandelten
>Kontext - nicht dem der darüber redenden.

So sollte es sein. Aber wie schnell werden die je eigenen Biografien
argumentweise ausgebreitet! Oder noch nichtmal das, sondern eben nur
so, Brabbel halber.
Aber ist ja auch egal.
Ist eben Parkbank auf elektronisch.
Echte Parkbänke gibt's ja auch kaum noch. Man muss heute ja immer
gleich verzehren.

Olaf Dietrich

unread,
Jul 28, 2015, 8:51:59 AM7/28/15
to
J J Panury <io.f...@online.de>:
> Eine der wenigen Schönheiten des usenet ist, dass die Körperlichkeit
> hinter dem Text *keine* Rolle spielt bzw. zu spielen habe.

Zum Gruppenthema: »daß die Körperlichkeit keine Rolle zu spielen
habe« - ist das für Dich gleichbedeutend mit »... keine Rolle zu
spielen hat«? Warum der Konjunktiv? Um die apodiktische Feststellung
(mit der ich nicht einverstanden bin) gleich wieder abzuschwächen?
Oder um den Gebotscharakter (»man möge das so machen«) zu
verstärken - das paßt aber nicht richtig in die Satzkonstruktion
oben.


> Ich empfinde Angaben zur Lebensdauer oder zu anderen biografischen
> Details als Regelbruch.

Gerade in dieser Gruppe ist sie thematisch häufig sinnvoll,
wenn es um den (naturgemäß biographieabhängigen) Sprachgebrauch
geht. Wo und wann war oder ist eine Formulierung gebräuchlich?


> Diese Entlastung von der Körperbiografie ist doch eine wunderbare
> Chance!

Für eine körperlose Diskussion langweiliger Papiertheorien?
(Die Gegenfrage ist natürlich auch übers Ziel hinausgeschossen -
Linguistik, Sprachgeschichte, Rechtschreibung etc. lassen sich
in vielen Fällen ohne biographische Details diskutieren.)


> Aber das scheint weithin nicht wahrgenommen zu werden. Im
> Gegenteil: Noch im körperlosen Medium wird drauflos gekörpert wie nur
> in jeglichem Umkleideraum.

»Umkleideraum«? ... »psychoanal natür'ch hochintressant« (mit Dank an FR)


Olaf

J J Panury

unread,
Jul 28, 2015, 9:54:42 AM7/28/15
to
o...@dtrx.de (Olaf Dietrich) schrieb:

>J J Panury <io.f...@online.de>:
>> Eine der wenigen Schönheiten des usenet ist, dass die Körperlichkeit
>> hinter dem Text *keine* Rolle spielt bzw. zu spielen habe.
>
>Zum Gruppenthema: »daß die Körperlichkeit keine Rolle zu spielen
>habe« - ist das für Dich gleichbedeutend mit »... keine Rolle zu
>spielen hat«? Warum der Konjunktiv? Um die apodiktische Feststellung
>(mit der ich nicht einverstanden bin) gleich wieder abzuschwächen?
>Oder um den Gebotscharakter (»man möge das so machen«) zu
>verstärken - das paßt aber nicht richtig in die Satzkonstruktion
>oben.

Letzteres.
Was passt denn da deiner Meinung nach nicht in die Satzkonstruktion?
>
>
>> Ich empfinde Angaben zur Lebensdauer oder zu anderen biografischen
>> Details als Regelbruch.
>
>Gerade in dieser Gruppe ist sie thematisch häufig sinnvoll,
>wenn es um den (naturgemäß biographieabhängigen) Sprachgebrauch
>geht. Wo und wann war oder ist eine Formulierung gebräuchlich?

Was daran interessant sein soll, erschließt sich mir eh nicht.
Aber egal, jedem seins.
>
>
>> Diese Entlastung von der Körperbiografie ist doch eine wunderbare
>> Chance!
>
>Für eine körperlose Diskussion langweiliger Papiertheorien?
>(Die Gegenfrage ist natürlich auch übers Ziel hinausgeschossen -

'Entf' existiert.

>Linguistik, Sprachgeschichte, Rechtschreibung etc. lassen sich
>in vielen Fällen ohne biographische Details diskutieren.)

Ja, isses denn!
>
>
>> Aber das scheint weithin nicht wahrgenommen zu werden. Im
>> Gegenteil: Noch im körperlosen Medium wird drauflos gekörpert wie nur
>> in jeglichem Umkleideraum.
>
>»Umkleideraum«? ... »psychoanal natür'ch hochintressant« (mit Dank an FR)

Umkleideraum als als metaphorisches Beispiel für körperbetontes
Milieu. Es hätte auch irgendwas anderes in der Art sein können.
(Muss man hier eigentlich alles bis in' Kies runter erklären??)

Olaf Dietrich

unread,
Jul 28, 2015, 10:37:11 AM7/28/15
to
J J Panury <io.f...@online.de>:
> o...@dtrx.de (Olaf Dietrich) schrieb:
>>J J Panury <io.f...@online.de>:
>
>>> Eine der wenigen Schönheiten des usenet ist, dass die Körperlichkeit
>>> hinter dem Text *keine* Rolle spielt bzw. zu spielen habe.
>>
>>Zum Gruppenthema: »daß die Körperlichkeit keine Rolle zu spielen
>>habe« - ist das für Dich gleichbedeutend mit »... keine Rolle zu
>>spielen hat«? Warum der Konjunktiv? Um die apodiktische Feststellung
>>(mit der ich nicht einverstanden bin) gleich wieder abzuschwächen?
>>Oder um den Gebotscharakter (»man möge das so machen«) zu
>>verstärken - das paßt aber nicht richtig in die Satzkonstruktion
>>oben.
>
> Letzteres.
> Was passt denn da deiner Meinung nach nicht in die Satzkonstruktion?

Leicht reduziert, um es klarer zu machen, schreibst Du:

Schön ist, daß die Körperlichkeit keine Rolle zu spielen habe.

Da paßt der Konjunktiv des Nebensatzes nicht zur Aussage des
Hauptsatzes.

Grammatisch (nicht unbedingt inhaltlich) gefällt mir:

Schön ist, daß die Körperlichkeit keine Rolle spielt.

J J sagt, daß die Körperlichkeit keine Rolle zu spielen habe.

Erstrebenswert ist, daß die Körperlichkeit keine Rolle spielen möge.

und in diesem Sinne dann eventuell auch:

Erstrebenswert ist, daß sie keine Rolle zu spielen habe.

Kombiniert mit »Eine der wenigen Schönheiten des usenet ist«
funktioniert der letzte Nebensatz nach meinem Empfinden nicht.
(Ich wüßte aber gerne, wie das andere hier sehen.)

(Über Deine »Schönheiten« stolpere ich übrigens auch, da hätte ich
»Vorzüge« oder ähnliches erwartet.)

Olaf
Message has been deleted

J J Panury

unread,
Jul 28, 2015, 1:26:31 PM7/28/15
to
o...@dtrx.de (Olaf Dietrich) schrieb:

>Leicht reduziert, um es klarer zu machen, schreibst Du:
>
> Schön ist, daß die Körperlichkeit keine Rolle zu spielen habe.
>
>Da paßt der Konjunktiv des Nebensatzes nicht zur Aussage des
>Hauptsatzes.

Ah, verstehe.
Meine Konstruktion ist elliptisch. Die Langform lautete so wie
"Schön ist, dass es eine ungeschriebene Regel im usenet gibt, die
besagt, dass die Körperlichkeit von Diskutanden keine Rolle zu spielen
habe".
Den Mittelteil habe ich, die Verhältnisse im usenet als bekannt
voraussetzend, weg gelassen.

*Ob* es so eine "ungeschriebene Regel" nun tatsächlich gibt, oder ob
ich das nur gern so hätte, lassen wir mal beiseite.


>(Über Deine »Schönheiten« stolpere ich übrigens auch, da hätte ich
>»Vorzüge« oder ähnliches erwartet.)

'Schönheiten' ist schöner. :)

Manfred Hoß

unread,
Jul 28, 2015, 2:11:08 PM7/28/15
to
Am Tue, 28 Jul 2015 11:16:51 +0200 schrieb horst-d.winzler:

> Die Zeit von 1933 bis 1945 kennzeichnet sich bei vielen Zeitgenossen
> durch eine Zeitamnesie. Diese Zeitspanne scheint es oft einfach nicht zu
> geben.

So wie hier? https://www.youtube.com/watch?v=6ahV905r7pA

Gruß
Manfred.

Florian Ritter

unread,
Jul 28, 2015, 5:15:48 PM7/28/15
to
Am Montag, 27. Juli 2015 15:17:00 UTC+2 schrieb Heinz Brueckner:

> > Aber die Konnotation ist pejorativ, weil schon das Grundwort,
> > "der Polacke" oder "der Russe", hier abschätzig gemeint ist. Die
> > respektive ~braut ist eine, "die sich mit so jemandem einläßt."
>
> "... zwei Polen aus der Polackei.
> Weil sie es nicht mochten leiden,
> dass einer für den andern zahlt,
> zahlte keiner von den beiden." - H.Heine

Und auch in Polen ist nichts zu holen,
Man kommt von dort nicht unbestohlen,
In Danzig fängt die See wohl an.

> Was kann man im Egalladen kaufen?
> Wurscht.

Ich kaufe nur im Umsonstladen - FR

Florian Ritter

unread,
Jul 28, 2015, 5:45:39 PM7/28/15
to
Am Dienstag, 28. Juli 2015 14:51:59 UTC+2 schrieb Olaf Dietrich:

> > Aber das scheint weithin nicht wahrgenommen zu werden. Im
> > Gegenteil: Noch im körperlosen Medium wird drauflos gekörpert wie nur
> > in jeglichem Umkleideraum.

> »Umkleideraum«? ... »psychoanal natür'ch hochintressant« (mit Dank an FR)

Oh, der Dank hat an ASch zu gehen, den ich zitierte - FR

Manfred Hoß

unread,
Jul 29, 2015, 1:09:37 AM7/29/15
to
Am Mon, 27 Jul 2015 15:16:59 +0200 schrieb Heinz Brueckner:

> am Mon, 27 Jul 2015 10:22:02 +0200 schrieb "Jakob Achterndiek"
> <achte...@buzemann.de>:
>
>>
>> Aber die Konnotation ist pejorativ, weil schon das Grundwort,
>> "der Polacke" oder "der Russe", hier abschätzig gemeint ist. Die
>> respektive ~braut ist eine, "die sich mit so jemandem einläßt."
>
> "... zwei Polen aus der Polackei.
> Weil sie es nicht mochten leiden,
> dass einer für den andern zahlt,
> zahlte keiner von den beiden." - H.Heine

"Zwei Ritter

Crapülinski und Waschlapski,
Polen aus der Polackei,
Fochten für die Freiheit, gegen
Moskowitertyrannei.

Fochten tapfer und entkamen
Endlich glücklich nach Paris –
Leben bleiben, wie das Sterben
Für das Vaterland, ist süß.

Wie Achilles und Patroklus,
David und sein Jonathan,
Liebten sich die beiden Polen,
Küßten sich: »Kochan! Kochan!«

Keiner je verriet den andern,
Blieben Freunde, ehrlich, treu,
Ob sie gleich zwei edle Polen,
Polen aus der Polackei.

Wohnten in derselben Stube,
Schliefen in demselben Bette;
Eine Laus und eine Seele,
Kratzten sie sich um die Wette.

Speisten in derselben Kneipe,
Und da keiner wollte leiden,
Daß der andre für ihn zahle,
Zahlte keiner von den beiden.

Auch dieselbe Henriette
Wäscht für beide edle Polen;
Trällernd kommt sie jeden Monat –
Um die Wäsche abzuholen.

Ja, sie haben wirklich Wäsche,
Jeder hat der Hemden zwei,
Ob sie gleich zwei edle Polen,
Polen aus der Polackei.

Sitzen heute am Kamine,
Wo die Flammen traulich flackern;
Draußen Nacht und Schneegestöber
Und das Rollen von Fiakern.

Eine große Bowle Punsch
(Es versteht sich, unverzückert,
Unversäuert, unverwässert)
Haben sie bereits geschlückert.

Und von Wehmut wird beschlichen
Ihr Gemüte; ihr Gesicht
Wird befeuchtet schon von Zähren,
Und der Crapülinski spricht:

»Hätt ich doch hier in Paris
Meinen Bärenpelz, den lieben
Schlafrock und die Katzfellnachtmütz',
Die im Vaterland geblieben!«

Ihm erwiderte Waschlapski:
»O du bist ein treuer Schlachzitz,
Denkest immer an der Heimat
Bärenpelz und Katzfellnachtmütz'.

Polen ist noch nicht verloren,
Unsre Weiber, sie gebären,
Unsre Jungfraun tun dasselbe,
Werden Helden uns bescheren,

Helden, wie der Held Sobieski,
Wie Schelmuffski und Uminski,
Eskrokewitsch, Schubiakski,
Und der große Eselinski.«

[Heine: Romanzero. Heine: Werke, S. 696ff.
(vgl. Heine-WuB Bd. 2, S. 36-38)
http://www.digitale-bibliothek.de/band7.htm ]

Gruß
Manfred.

Georg Wieser

unread,
Jul 29, 2015, 1:51:04 PM7/29/15
to
Am 26.07.2015 um 15:14 schrieb Walter Schmid:
> Am 26.07.2015 um 11:42 schrieb Sepp Neuper:
>> wo...@wp.pl schrieb:
>>
>>> gibt es diese Form im Sprachgebrauch oder würde man eher Polacken-Braut sagen?
>>
>> Wenn ich nicht wüßte, daß du auch "normale" Frage stellen kannst,
>> würde ich das jetzt als Trollversuch einordnen.
>
>
> Zumal eine Polacken-Braut auch eine Japanerin sein könnte.
>
> Gruss
>
> Walter
>

So wie auch ein Japaner ein Saupreiß sein kann... ein Saupreiß ein
japanischer ;-)

horst-d.winzler

unread,
Jul 29, 2015, 11:48:43 PM7/29/15
to
Ein Japaner kann zwar ein "Saupreiß" sein. Aber das eine Japanerin eine
Polacken-Braut sein soll, habe ich noch nie gehört. Mag von der
örtlichen Anzahl der Japanerinnen abhängen?
--
mfg hdw

Walter Schmid

unread,
Jul 30, 2015, 4:27:47 AM7/30/15
to
Wenn die Braut eines Polacken eine Japanerin ist, dann ist sie
eine Polackenbraut. Ist das so schwer zu verstehen?


Gruss

Walter

--
Wenn die Lottozahlen "ohne Gewehr" gezogen werden: womit
schiessen die dann?


horst-d.winzler

unread,
Jul 30, 2015, 6:12:14 AM7/30/15
to
Nö, was du-vermulich-meinst hieße eher: Panna mloda Polski. ;-)

--
mfg hdw

Stefan Froehlich

unread,
Aug 1, 2015, 3:59:31 AM8/1/15
to
On Mon, 27 Jul 2015 17:17:29 Gunhild Simon wrote:
> Am Montag, 27. Juli 2015 13:28:38 UTC+2 schrieb Walter Schmid:
> > > Richard ist oder war noch ein paar Jährchen älter. [...]

> > Richard wer?

> Ich glaube, sein Nachname war Loebner.
> Er lebt - oder lebte - in GB.

Jupp.

<http://reusenet.froehlich.priv.at/posting.php?msgid=%3C313030303232313247FE460779%40zetnet.co.uk%3E>

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - denn beschwipste Liebe schlaucht nicht.
(Sloganizer)

Tobias Crefeld

unread,
Aug 3, 2015, 3:36:01 PM8/3/15
to
achte...@buzemann.de meinte am 27.07.15
zum Thema "Re: Gruppensenior (was: Polackin)":

> um von der Post eine Dose mit zwei Anschlüssen legalisiert zu bekommen,
> deren einen dann der Commodore Pet 8032 zur Verbindung mit dem örtlichen
> Computer-Club mißbrauchte. Diese Erfahrungen teile ich aber mit jenen
> heute etwa 55-Jährigen, die damals meine Schüler waren und die mir das
> in langen Frei- und Nachmittags-Stunden am schuleigenen Pet 2001
> überhaupt erst beigebracht haben.

Ha, offenbar angelesenes Wissen!! =:)

PET hiess nur der 2001, der 8032 hatte bestenfalls ein vorangestelltes
CBM, was aber auch nur das Kuerzel des Herstellers ist, also eigentlich
nur "8032". Im Gegensatz zum 3032 bereits 80 Zeichen pro Zeile, aber
ansonsten dasselbe Teil (ebenfalls) in gruen. ;)


Wofuer PET steht, weiss ich auch nicht, aber das war wohl am eher der
legitime Vorgaenger von C64 & Co.: Massenspeicher auf Kassette und eine
Folt... aeh, Folientastatur, die jede Tippse zum Weinen gebracht haette.

Gluecklicherweise war zu meiner Schulzeit ein erheblicher Teil der Eltern
bei MPI oder TUM stationiert, so dass nach einem kurzen Intermezzo mit
zwei 3032 samt umgesteckter Doppelfloppy knapp zehn 8032 samt einer IEEE-
488-Vernetzung der Doppelfloppy ("Fileserver") plus Matrixdrucker
("Netzwerkdrucker") angeschafft wurden.
Bei allen sonstigen Maengeln der Schule - bei Technik musste man nur laut
ruelpsen und schon stand der Foerderverein mit offener Schatzschatulle
Gewehr bei Fuss. PET blieb uns auf diese Weise erspart und zum Dank hatte
die Schule drei Jahre spaeter eine weitgehend automatische Kurs- und
Raumplanung im Ein-MHz-Takt in Betrieb - auch wenn das "autorouting" trotz
diverser Umsetzungen nach Assembler / Maschinencode eine naechtliche 12h-
Aktion blieb.

--
Gruss,
Tobias.

Diedrich Ehlerding

unread,
Aug 4, 2015, 12:42:18 PM8/4/15
to
Tobias Crefeld meinte:

> Wofuer PET steht, weiss ich auch nicht,

NAch meiner Erinnerung: Personal Electronic Transactor

Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Uwe Schickedanz

unread,
Aug 4, 2015, 1:15:07 PM8/4/15
to
On Mon, 03 Aug 2015 21:42:03 +0200, Diedrich Ehlerding
<diedrich....@t-online.de> wrote:

>Tobias Crefeld meinte:
>
>> Wofuer PET steht, weiss ich auch nicht,
>
>NAch meiner Erinnerung: Personal Electronic Transactor

Und was bedeutet das?

Gruß Uwe

--
"Wer grün wählt, wählt den Krieg, das ist so sicher
wie das Amen in der Kirche" Willy Wimmer
=== http://www.sicherheitslampe.de ===

Thomas Lorenz

unread,
Aug 4, 2015, 2:05:54 PM8/4/15
to
Am 04.08.2015 um 19:15 schrieb Uwe Schickedanz:
> On Mon, 03 Aug 2015 21:42:03 +0200, Diedrich Ehlerding
> <diedrich....@t-online.de> wrote:
>
>> Tobias Crefeld meinte:
>>
>>> Wofuer PET steht, weiss ich auch nicht,
>>
>> NAch meiner Erinnerung: Personal Electronic Transactor
>
> Und was bedeutet das?
>
> Gruß Uwe
>
Es heißt in etwa: persönlicher elektronischer Verhandlungspartner. Aber
was es bedeutet? Mir deucht bei solcherlei Benamsungen, erst steht die
vermeintliche Abkürzung fest, die gut und flüssig klingen muss und
vielleicht selbst einen Sinn ergibt: PET. Dann bastelt man sich eine
technisch klingende Wortreihe.
MfG


Oliver Cromm

unread,
Aug 5, 2015, 12:59:32 PM8/5/15
to
* Rüdiger Silberer:

> Am 27.07.2015 schrieb Martin Gerdes:
>
>> Thomas Schade <tos...@rrr.de> schrieb:
>>
>>>Der Begriff 'Nachhake' ist anstandslos verständlich. Dennoch ist
>>> er mir völlig fremd, ich kenne hier nur 'trotz Nachhaken'.
>>> Handelt es sich bei 'Nachhake' um einen einfachen Tippfehler oder
>>> sagst du tatsächlich so?
>>
>> So sage ich bisweilen tatsächlich und stelle das Wort in eine Reihe mit
>> "Tanke" oder "Schalte".
>
> Die ich beide grauenvoll finde.
> Meine Kinder sagen solche Wörter nicht.

Wenn Du anwesend bist :)

--
Strategy: A long-range plan whose merit cannot be evaluated
until sometime after those creating it have left the organization.

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 5, 2015, 1:48:55 PM8/5/15
to
Am 31.07.2015, 18:52 Uhr, schrieb Rüdiger Silberer <Use...@silberer.net>:

> Am 27.07.2015 schrieb Martin Gerdes:

>> So sage ich bisweilen tatsächlich und stelle das Wort in eine
>> Reihe mit "Tanke" oder "Schalte".
>
> Die ich beide grauenvoll finde.
> Meine Kinder sagen solche Wörter nicht.

Hierorts gibt es eine Tanke, die heißt sogar Tanke:
<http://www.lanzinger-caravan.de/Tanke/tanke.html>

Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
Luftdruck prüfen dürfe.

j/\a
--

Christina Kunze

unread,
Aug 5, 2015, 3:50:16 PM8/5/15
to
Am 28.07.2015 um 17:00 schrieb Heinz Brueckner:
> am Mon, 27 Jul 2015 19:29:02 +0200 schrieb "Jakob Achterndiek"
> <achte...@buzemann.de>:
>
>> Die von Heinz Brueckner ungenau zitierten "Zwei Ritter" waren im
>> Pariser Exil Heines Schicksalsgenossen:
>> | Crapülinski und Waschlapski,
>> | Polen aus der Polackei,
>> | Fochten für die Freiheit, gegen
>> | Moskowitertyrannei.
>> | Fochten tapfer und entkamen
>> | Endlich glücklich nach Paris –
>
> Ja, die Pünktchen dafür hab ich vergessen.
>
> Ich hebe meine Brust, die weiße,
> und in Ermanglung eines Kopfs
> lächle ich mit dem Steiße.

Das ist meine Lieblingsstelle bei Heine.

chr

Tobias Crefeld

unread,
Aug 5, 2015, 4:23:36 PM8/5/15
to
Use...@Silberer.net meinte am 04.08.15

> Für Umlaute hat es aber wie es aussieht nicht mehr gereicht.

Das ist richtig. Standard, also ohne Monochrom-Zusatzkarte gab es de facto
nur einen 7-Bit-Zeichensatz, weil das 8. Bit nur eine Invertierung
bewirkte.
IIRC konnten die Rechner ohne Umschaltung auf einen weiteren Zeichensatz
NICHT MAL KLEINBUCHSTABEN DARSTELLEN, WEIL SEMI-GRAFIK DEN ENTSPRECHENDEN
CODE-RAUM BELEGTE.
--
Gruss,
Tobias.

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 5, 2015, 6:15:48 PM8/5/15
to
.. die ich als Heine-Verehrer aber erst verstehe, nachdem ich
noch einmal nachgelesen habe, daß da von keinem ich, sondern
von der kopflosen Hofmeisterin der ebenfalls guillotinierten
Königen Marie Antoinette die Rede ist.

j/\a
--

Thomas Schade

unread,
Aug 6, 2015, 1:57:07 AM8/6/15
to
"Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> Wrote in message:

> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
> Luftdruck prüfen dürfe.

Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.


Ciao
Toscha
--
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http://usenet.sinaapp.com/

Walter Schmid

unread,
Aug 6, 2015, 3:25:57 AM8/6/15
to
Am 06.08.2015 um 07:57 schrieb Thomas Schade:
> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> Wrote in message:
>
>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>> Luftdruck prüfen dürfe.
>
> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.


Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?

Carsten Thumulla

unread,
Aug 6, 2015, 3:34:56 AM8/6/15
to
Walter Schmid schrieb:
> Am 06.08.2015 um 07:57 schrieb Thomas Schade:
>> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> Wrote in message:
>>
>>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>>> Luftdruck prüfen dürfe.
>>
>> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.
>
> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?

ca. 1200
https://www.unitjuggler.com/pressure-umwandeln-von-bar-nach-mmHg.html?val=1,5


Carsten
--
"Ist eine liebevolle Familie ein unfairer Vorteil?"
Rüdiger

Klaus Dahlwitz

unread,
Aug 6, 2015, 4:34:33 AM8/6/15
to
Walter Schmid <paulwalt...@vtxmail.ch> schrieb:
> Am 06.08.2015 um 07:57 schrieb Thomas Schade:
>> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> Wrote in message:
>>
>>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>>> Luftdruck prüfen dürfe.
>>
>> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.
>
>
> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?

<https://de.wikipedia.org/wiki/Torr>

Klaus
--
BOFH excuse #406:
Bad cafeteria food landed all the sysadmins in the hospital.

horst-d.winzler

unread,
Aug 6, 2015, 5:15:21 AM8/6/15
to
Am 06.08.2015 um 09:26 schrieb Walter Schmid:
> Am 06.08.2015 um 07:57 schrieb Thomas Schade:
>> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> Wrote in message:
>>
>>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>>> Luftdruck prüfen dürfe.
>>
>> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.
>
>
> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?
>

Du willst mit einem Blutdruckmessgerät den Luft-Überdruck im Reifen messen?

--
mfg hdw

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 6, 2015, 5:55:37 AM8/6/15
to
Am 06.08.2015, 07:57 Uhr, schrieb Thomas Schade <tos...@rrr.de>:

> "Jakob Achterndiek" <achte...@buzemann.de> Wrote in message:
>
>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>> Luftdruck prüfen dürfe.
>
> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.

Früher haben mein Tankwärter und ich uns noch gut verstanden.
Und als ich anläßlich einer Preiserhöhung mal bemerkte, die
würden es noch dahin bringen, daß ein Liter Benzin aus der
Wüste genauso teuer wird wie ein Liter Milch aus der Kuh, da
haben wir beide herzlich gelacht.

j/\a
--

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 6, 2015, 7:08:12 AM8/6/15
to
Am 06.08.2015, 12:20 Uhr, schrieb Matthias Opatz <inv...@invalid.invalid>:

> Dies schrieb Jakob Achterndiek:
>
>> Früher haben mein Tankwärter und ich uns noch gut verstanden.
>> Und als ich anläßlich einer Preiserhöhung mal bemerkte, die
>> würden es noch dahin bringen, daß ein Liter Benzin aus der
>> Wüste genauso teuer wird wie ein Liter Milch aus der Kuh, da
>> haben wir beide herzlich gelacht.
>
> Das muss aber nicht bedeuten, dass Benzin heute zu teuer ist.
> Mir scheint eher Milch zu billig zu sein.

Ja, und "das ist der Putin in schuld" - wie der Westfale sagt. Weil:
Seit der sich seine Krim zurückgeholt hat, kriegt er von uns keine
Milch mehr. Die kriegt jetzt ALDI, und ALDI macht alles zu billig.

j/\a
--

Juergen Grosse

unread,
Aug 6, 2015, 9:08:21 AM8/6/15
to
Am 06.08.2015 um 09:26 schrieb Walter Schmid:


...
>> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.

> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?


Gar nicht so trivial. Wer schon ein bisschen länger Auto fährt, erinnert
sich noch der Einheit atü (Atmosphäre Überdruck). Und er erinnert sich
weiter, dass beim Übergang von atü zu bar sich eigentlich kaum etwas
geändert hat, es sind immer noch rund 1,8 bis 2,2, die in einen
durchschnittlichen Reifen hineingehören. Wir lassen uns also immer noch
den _Über_druck gegenüber dem atmosphärischen Druck anzeigen.

Wem die Einheit Torr oder Millimeter Quecksilbersäule (m. W. in der
Schweiz identisch, in der BRD ab der sechsten Dezimalstelle nicht ganz
identisch) nichts mehr sagen, der wird vielleicht die Dichte von
Quecksilber (rd. 13,5 g/cm^3)kennen und durch Umrechnen von den 10
Metern Wassersäule sich den 760 mm Hg annähern können.

Also haben wir in unserem Autoreifen ungefähr (2 + 1) x 760 mm Hg = 2280
mm Hg.

Weniger leicht fiel mir vor Jahrzehnten, als ich in den Schulferien mit
dem Moped durch Großbritannien reiste, einmal in Edinburgh die
Umrechnung zwischen pound per square inch und (damals noch) atü.
Jedenfalls platzte der Reifen, als ich an einer Tankstelle seinen
vermeintlichen Unterdruck korrigieren wollte. Ich hätte wohl ohnehin
nicht mehr fahren sollen.


Tschüs, Jürgen

J J Panury

unread,
Aug 6, 2015, 9:54:39 AM8/6/15
to
Juergen Grosse <gro...@hansenet.de> schrieb:

>Weniger leicht fiel mir vor Jahrzehnten, als ich in den Schulferien mit
>dem Moped durch Großbritannien reiste, einmal in Edinburgh die
>Umrechnung zwischen pound per square inch und (damals noch) atü.

Eine Nation, in der Leute nach Steinen gewogen werden, kann man wohl
ohnehin nicht ernst nehmen, oder?

>Jedenfalls platzte der Reifen, als ich an einer Tankstelle seinen
>vermeintlichen Unterdruck korrigieren wollte. Ich hätte wohl ohnehin
>nicht mehr fahren sollen.

Ja, man sollte nie atü mit Promille durcheinander kriegen!

Dorothee Hermann

unread,
Aug 6, 2015, 10:10:47 AM8/6/15
to
Am 06.08.2015 um 15:54 schrieb J J Panury:
> Juergen Grosse schrieb:
^^^^^^^^

Krieg kann schon mal ein Durcheinander sein?


Dorothee
--
34,4 Grad im Schatten ist ein wenig zu heiß!

J J Panury

unread,
Aug 6, 2015, 11:40:43 AM8/6/15
to
Dorothee Hermann <Dorothe...@gmx.net> schrieb:
Och geh komm jetz...!

Juergen Grosse

unread,
Aug 6, 2015, 11:51:39 AM8/6/15
to
Am 06.08.2015 um 09:34 schrieb Carsten Thumulla:


...
>> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?

> ca. 1200
> https://www.unitjuggler.com/pressure-umwandeln-von-bar-nach-mmHg.html?val=1,5


Abgesehen
>
davon, dass 1,5 bar für einen Autoreifen eher sehr wenig sind,
selbst die von mir zuvor genannten 1,8 bis 2,2 bar liegen eher an der
unteren Grenze, lässt du außer Acht, dass es sich bei den genannten
Werten um den Überdruck gegenüber dem normalen atmosphärischen Druck
handelt.

Stiege ein kleines Männchen mit einem Quecksilberthermometer tatsächlich
in einen Autoreifen, so mäße es dort natürlich den gesamten Druck, du
müsstest zu deinen (oder anderen) Werten also noch 760 mm Hg
hinzuzählen. Was dann die Frage aufwürfe, wie man eine derart lange
Quecksilbersäule in den Reifen schaffen sollte.

Das ist aber ohnehin egal, da Quecksilberbarometer seit ein paar Jahren
in der EU und seit kurzem auch in der Schweiz verboten sind. Und ein
Galinstan-Barometer wäre ungefähr doppelt so lang.


Tschüs, Jürgen

Thomas Schade

unread,
Aug 6, 2015, 12:20:11 PM8/6/15
to
On 06.08.2015 14:26, Walter Schmid wrote:
> Am 06.08.2015 um 07:57 schrieb Thomas Schade:

>>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>>> Luftdruck prüfen dürfe.
>>
>> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.
>
>
> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?

Das ist eine etwas eigenwillige Frage. Die Breite eines Reifens wird
gemeinhin in mm angegeben, der Durchmesser an der Felge in Zoll, die
Höhe der Flanke als Prozentsatz der Breite, der Fülldruck üblicherweise
in Bar. Luftdruck hingegen ist, was um den Reifen herum ist, wen sollte
der an einer Tanke interessieren? Selbst auf der Rennstrecke - vulgo
Renne - interessiert der beim Füllen der Reifen nicht.


Ciao
Toscha
--
wir halten uns an regeln
wenn man uns regeln lässt
[Rammstein: Haifisch]

Walter Schmid

unread,
Aug 6, 2015, 12:32:09 PM8/6/15
to
Am 06.08.2015 um 18:20 schrieb Thomas Schade:
> On 06.08.2015 14:26, Walter Schmid wrote:
>> Am 06.08.2015 um 07:57 schrieb Thomas Schade:
>
>>>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>>>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>>>> Luftdruck prüfen dürfe.
>>>
>>> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.
>>
>>
>> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?
>
> Das ist eine etwas eigenwillige Frage.

Ich hatte das ";-)" vergessen! :-(

Thomas Schade

unread,
Aug 6, 2015, 12:41:27 PM8/6/15
to
On 06.08.2015 23:32, Walter Schmid wrote:
> Am 06.08.2015 um 18:20 schrieb Thomas Schade:
>> On 06.08.2015 14:26, Walter Schmid wrote:

>>>>> Was ich inzwischen schmerzlich vermisse, ist eine Seniorentanke,
>>>>> an der ein hilfreicher Mensch mich fragt, ob er auch mal den
>>>>> Luftdruck prüfen dürfe.
>>>>
>>>> Dafür braucht man keine Tanke, das leistet jedes Barometer.
>>>
>>>
>>> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?
>>
>> Das ist eine etwas eigenwillige Frage.
>
> Ich hatte das ";-)" vergessen! :-(

Iwo, ich wollte halt dennoch die Vorlage nutzen. :)


Ciao
Toscha
--
Everybody knows that the war is over
Everybody knows the good guys lost
Everybody knows the fight was fixed
The poor stay poor, the rich get rich [Leonard Cohen]

Stefan Schmitz

unread,
Aug 6, 2015, 12:47:10 PM8/6/15
to
Am Donnerstag, 6. August 2015 13:08:12 UTC+2 schrieb Jakob Achterndiek:

> Ja, und "das ist der Putin in schuld" - wie der Westfale sagt.

Wie kommt der eigentlich zu dieser Redeweise? Und warum ausgerechnet er?

Bei wer-weiß-was behauptet jemand, es heiße eigentlich "du bist das hin schuld"
und "das hin" stehe für "daran".

Oliver Cromm

unread,
Aug 6, 2015, 12:50:18 PM8/6/15
to
* Thomas Schade:

> On 06.08.2015 14:26, Walter Schmid wrote:
>
>> Wieviele mmHg hat denn so ein Autoreifen?
>
> Das ist eine etwas eigenwillige Frage. Die Breite eines Reifens wird
> gemeinhin in mm angegeben, der Durchmesser an der Felge in Zoll, die
> Höhe der Flanke als Prozentsatz der Breite, der Fülldruck üblicherweise
> in Bar. Luftdruck hingegen ist, was um den Reifen herum ist, wen sollte
> der an einer Tanke interessieren? Selbst auf der Rennstrecke - vulgo
> Renne -

Das war hoffentlich eine Erfinde.

> interessiert der beim Füllen der Reifen nicht.

"Fülldruck" höre ich hier zum ersten Mal.

Höre? Naja, es steht mir vor dem geistigen Ohr. Nein, das stimmt
auch wieder nicht, Mist.

--
XML combines all the inefficiency of text-based formats with most
of the unreadability of binary formats.
Oren Tirosh, comp.lang.python

Oliver Cromm

unread,
Aug 6, 2015, 12:51:21 PM8/6/15
to
* Jakob Achterndiek:
Wir kriegen sie dagegen nicht, selbst der Import aus Ontario ist
verboten.

--
If the aeroplane industry had advanced at the same rate as the
computer industry, today's planes could circumnavigate the world
in ten seconds, be two inches long, and crash twice a day.
Peter Moylan in alt.usage.english

Thomas Schade

unread,
Aug 6, 2015, 1:07:21 PM8/6/15
to
On 06.08.2015 23:50, Oliver Cromm wrote:
> * Thomas Schade:

>> der an einer Tanke interessieren? Selbst auf der Rennstrecke - vulgo
>> Renne -
>
> Das war hoffentlich eine Erfinde.

Leider nicht ...

>> interessiert der beim Füllen der Reifen nicht.
>
> "Fülldruck" höre ich hier zum ersten Mal.

Wenn 'hier' desd ist, dann geht es mir genauso.


Ciao
Toscha
--
Vegetarian: Old indian word for 'bad hunter'.

Dorothee Hermann

unread,
Aug 6, 2015, 1:52:08 PM8/6/15
to
Am 06.08.2015 um 17:40 schrieb J.J. Panury:

>>> Ja, man sollte nie atü mit Promille durcheinander kriegen!
>> ^^^^^^^^

>> Krieg kann schon mal ein Durcheinander sein?

> Och geh komm jetz...!

*grins*


Dorothee

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