ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
Dass es in Informatik, Mathematik u.ä. zuhauf Beispiele gibt ist logisch,
doch wo im 'täglichen Leben' findet das Prinzip Selbstaufruf Anwendung?
Ist die Rekursion eine rein mathematische bzw. algorithmische Erfindung? Ein
Beispiel wie das Durchsuchen eines Wörterbuchs (Öffnen in der Mitte, gucken
ob Wort auf der Seite, wenn kleiner -> zurück, wenn größer -> vor) ist nicht
gemeint, da es einem Algorithmus entspricht.
Roland
--
Roland Beintner, Hamburg PGP-Key on request
Tomorrow we will run faster, stretch our arms farther.[...]
So we beat on, boats against the current, borne back ceaselessly into
the past. (F. Scott Fitzgerald --- The Great Gatsby)
Dazu befragen wir doch mal das Duden-Fremdwörterbuch:
Rekursion: -->Rekursivität.
Rekursivität: Eigenschaft einer Grammatik (...) d. h., die
-->Konstituenten eines jeden Satzes entsprechen jeweils neuen
Sätzen (...)
Konstituente: sprachliche Einheit, die Teil einer größeren,
komplexeren Einheit ist (Sprachw.)
Also wenn die Funktion Nachschauen() hier nicht rekursiv ist...
Gruß,
Michael
> Dazu befragen wir doch mal das Duden-Fremdwörterbuch:
>
> Rekursion: -->Rekursivität.
Das entspricht ja schon fast dem alten Programmiererwitz:
rekursiv: -->rekursiv
> Rekursivität: Eigenschaft einer Grammatik (...) d. h., die
> -->Konstituenten eines jeden Satzes entsprechen jeweils neuen
> Sätzen (...)
>
> Konstituente: sprachliche Einheit, die Teil einer größeren,
> komplexeren Einheit ist (Sprachw.)
>
> Also wenn die Funktion Nachschauen() hier nicht rekursiv ist...
In gewissem Sinne schon, aber ein wirkliches Alltagsbeispiel ist es auch
nicht...
Gruß vom Klaus
> ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
> Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
Stell dich mit einem Spiegel vor einen Spiegel.
(Oder filme mit Videokamera einen angeschlossenen Monitor)
John
> ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
> Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
> Dass es in Informatik, Mathematik u.ä. zuhauf Beispiele gibt ist logisch,
> doch wo im 'täglichen Leben' findet das Prinzip Selbstaufruf Anwendung?
Zum Beispiel im deutschen Satzbau. Allerdings sollte sie nach ein paar
Instanzen abbrechen. So hat z. B. ein Nebensatz mit einem Hauptsatz
gemeinsam, daß er Nebensetze enthalten kann:
Der Mann, der das Haus gebaut hat, das am Fluß steht, der durch das
Tal mäandert - ist nett.
- Sebastian
--
Get a pocket computer, try to do what you used to do, yeah.
(Blondie, "Picture This")
> Hi,
>
> ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
> Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
> Dass es in Informatik, Mathematik u.ä. zuhauf Beispiele gibt ist
> logisch, doch wo im 'täglichen Leben' findet das Prinzip Selbstaufruf
> Anwendung?
Beispiele für indirekte Rekursion gibt es im Kinderlied:
"Ein Loch ist im Eimer ..." mit dem Ergebnis, dass man zur Reparatur des
Lochs in eben diesem Eimer Wasser holen müsste, und der hat ein Loch.
"Ein Mops kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei"... auf dessen
Grabstein dann genau dieses Lied steht.
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Das ist ja schon mehr diese Kategorie:
endless loop: see "loop, endless"
...
loop, endless: see "endless loop"
>> Also wenn die Funktion Nachschauen() hier nicht rekursiv ist...
>
> In gewissem Sinne schon, aber ein wirkliches Alltagsbeispiel ist es auch
> nicht...
Inwiefern denn nicht?
Gruß,
Michael
> Hi,
>
> ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
> Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
> Dass es in Informatik, Mathematik u.ä. zuhauf Beispiele gibt ist logisch,
> doch wo im 'täglichen Leben' findet das Prinzip Selbstaufruf Anwendung?
Ein Satz, der einen Relativsatz, der wie dieser durch immer neue Ebenen, die
sich nach Belieben, das nur durch die Aufnahmefähigkeit des Zuhörers, der
solchen Konstruktionen, die in desd von Zeit zu Zeit als Beispiel, das nicht
gerade vorbildlich ist, vorkommen, hilflos ausgeliefert ist, beschränkt ist,
häufen können, unterbrochen ist, enthält, ist ein Beispiel für die Rekursion in
Relativsätzen.
Gruß
Ralf Kern
> Ist die Rekursion eine rein mathematische bzw. algorithmische Erfindung? Ein
> Beispiel wie das Durchsuchen eines Wörterbuchs (Öffnen in der Mitte, gucken
> ob Wort auf der Seite, wenn kleiner -> zurück, wenn größer -> vor) ist nicht
> gemeint, da es einem Algorithmus entspricht.
Was haltet ihr von dem häufig auf Schildern zu lesenden Satz
"Unbefugten ist der Zutritt verboten"? Sind die nicht gerade deshalb
unbefugt, weil ihnen der Zutritt verboten ist? Oder ist stattdessen
vorstellbar, dass Befugten der Zutritt verboten ist?
Halt nur so 'ne Idee von mir
Till
--
"I think this situation absolutely requires that a really futile,
stupid gesture be done on somebody's part!" - Eric 'Otter' Stratton
> ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
> Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
Zirka 1963 habe ich bei meinem Onkel auf dem Küchentisch eine
Martini-Rossi-Flasche gesehen. Auf dem Etikett war eine Art Sonne mit
Gesicht abgebildet, die sich die Lippen leckt. Auf der Stirn steht eine
Martini-Flasche, auf deren Etikett... Das faszinierte mich enorm.
Bilder auf http://www.elve.net/padv/en/liqmart.htm
Ich war damals 6 Jahre alt und ziemlich neugierig. Wenn meine Mutter
meiner Fragerei überdrüssig war, begann sie mit der Geschichte:
Es isch emal en Maa gsii,
de hätt en hohle Zaa ghaa,
und i dem Zaa häts es Truckli ghaa,
und i dem Truckli isch es Schächteli gsii,
und i dem Schächteli häts es Briefli ghaa,
und i dem Briefli häts es Zäddeli ghaa,
und uf dem Zäddeli isch gschtande:
"Es isch emal en Maa gsii..."
(Es war einmal ein Mann,
der hatte einen hohlen Zahn,
in dem Zahn war ein Kistchen,
in dem Kistchen war ein Schächtelchen,
in dem Schächtelchen war ein Briefchen,
in dem Briefchen war ein Zettelchen,
und auf dem Zettelchen stand:
"Es war einmal ein Mann...")
> Ist die Rekursion eine rein mathematische bzw. algorithmische Erfindung?
Informatiker sind ja in der Regel sowas von fantasielos. IMHO sollten
die erst mal was Gescheites lernen. Wer nur Informatik kann, kann gar
nichts, aber das gilt letztlich für alle Wissenschaften.
- Andi
Damit streust Du bei mir den Finger in die Wunde:
http://tinyurl.com/7mxz (Google Groups)
Gruß,
Michael
Ebenfalls aus der Kindheit:
A: "Wo gehst'n hin?"
B: "Ins Kino."
A: "Was läuft denn da?"
B: "Quo vadis?"
A: "Was heißt denn das?"
B: "Wo gehst'n hin?"
A: "Ins Kino."
(...)
Josef
> Till Neumann wrote:
>> Was haltet ihr von dem häufig auf Schildern zu lesenden Satz
>> "Unbefugten ist der Zutritt verboten"?
> Damit streust Du bei mir den Finger in die Wunde:
>
> http://tinyurl.com/7mxz (Google Groups)
Na ja, dass das Thema hier nicht ganz neu ist, habe ich mir schon
gedacht, wenn auch nicht nachgegurgelt. Zum aktuellen Thread passt
dann aber auch das in der damaligen Diskussion erwähnte "Sie sind nicht
berechtigt, unrechtmäßige Kopien dieses Datenträgers zu erstellen".
Gruß
Till
--
"But being as this is a .44 Magnum, ... you've got to ask yourself one
question: Do I feel lucky? Well, do ya punk?" - Harry Callahan
oder: Um Rekursion zu verstehen, muss man Rekursion verstehen.
--
/X\arco ICQ#59397823
give me life, give me pain,
give me myself again
. .
---------oOOo-(_)-oOOo--------> www.bakera.de <--
>Der Mann, der das Haus gebaut hat, das am Fluß steht, der durch das
>Tal mäandert - ist nett.
... aber nicht rekursiv.
Bye
woffi
--
"A philosopher," said the theologian, "is like a blind man in a
darkened room looking for a black cat that isn't there."
"That's right," the philosopher replied, "and if he were a
theologian, he'd find it." - Anonymous
> Hi,
>
> ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
> Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
<http://www.mcescher.com/Gallery/back-bmp/LW355.jpg>
Oder überhaupt der mittlere bis späte Escher:
<http://www.mcescher.com/>.
Ralf
Das ist eine Tautologie, aber keine Rekursion.
Der Satz "Unbefugten ist der Zutritt verboten" ist weder eine Tautologie
noch eine Rekursion. Da in der oben zititierten Diskussion ziemlicher
Unsinn verzapft wurde, hier noch ein paar Gedanken zu diesem allseits
beliebten und trotzdem gern mißverstandenen Thema:
In öffentlichen Gebäuden (Schulen, Behörden, Kaufhäuser, Bahnhöfe, ...)
z. B. gibt es drei Sorten von Räumen:
1. Räume, die dauernd verschlossen sind. Zu ihnen haben per definitionem
nur Befugte (= Berechtigte) Zutritt.
2. Räume, die allen offenstehen (Wartesäle, Hörsäle, Verkaufsräume,
...). Dort darf oder soll sogar jeder hineingehen.
3. Räume, die aus praktischen Gründen nicht immer verschlossen gehalten
werden können, weil laufend (befugte) Leute hinein- oder herausgehen (z.
B. Lagerräume, Heizungskeller usw.). Trotzdem soll nicht jeder
hineingehen dürfen. Da steht dann "Unbefugten ist der Zutritt verboten"
an der Tür, und wer als Unbefugter dort hineingeht, tut gut daran, eine
gute Ausrede parat zu haben ("Haben Sie hier den Hausmeister gesehen?").
Mit Tautologie oder Rekursion hat das nichts zu tun.
Gruß
Ralf Kern
> Beispiele für indirekte Rekursion gibt es im Kinderlied:
>
> "Ein Loch ist im Eimer ..." mit dem Ergebnis, dass man zur Reparatur des
> Lochs in eben diesem Eimer Wasser holen müsste, und der hat ein Loch.
Verwechselst Du das mit Lieses und Heinrichs Topf,
oder gibt es da noch ein anderes Lied?
Matthias
--
__________________________________________________________
NewsGroups individuell filtern mit http://www.NewsSIEVE.de
>>Ist die Rekursion eine rein mathematische bzw. algorithmische
>>Erfindung?
> Im Alltag wird "Rekursion", wenn überhaupt, im übertragenen Sinne für
> selbstbezügliche Sachen benutzt. Das bekannteste Beispiel wäre das Akronym
> GNU, das bekanntlich für "GNU ist Not Unix" steht. Es enthält sich selbst
> in der Entschlüsselung. Kommt auch wieder aus der Computerecke, aber ist
> kein Algorithmus im engen Sinne.
Ok, Rekursive Abkürzungen sind mir auch in den Sinn gekommen (wie: PHP = PHP
Hypertext Processor) - aber für ein 'natürliches' Beispiel sind mir diese zu
konstruiert.
>>Ein Beispiel wie das Durchsuchen eines Wörterbuchs (Öffnen
>>in der Mitte, gucken ob Wort auf der Seite, wenn kleiner -> zurück,
>>wenn größer -> vor) ist nicht gemeint, da es einem Algorithmus
>>entspricht.
>
> Das wäre ein Beispiel für Iteration.
Ich dachte an die rekursive Variante:
suche(linkeGrenze, rechteGrenze);
Roland
>>"Ein Loch ist im Eimer ..." mit dem Ergebnis, dass man zur Reparatur des
>>Lochs in eben diesem Eimer Wasser holen müsste, und der hat ein Loch.
>
> Verwechselst Du das mit Lieses und Heinrichs Topf,
> oder gibt es da noch ein anderes Lied?
Soweit ich das mitbekommen habe (bin gerade von Hamburg nach Österreich
gezogen) ist dies die "südlichere" Variante der dummen Liese.
Roland
--
Roland Beintner, Hamburg/Linz PGP-Key on request
Es gibt: http://home.t-online.de/home/walterv/medium_t.htm#einloch
Und dann noch Sachen wie "Ein Hund kam in die Küche" usw. Bei "ich bin der
ich bin" kommt man ebenfalls ins Grübeln ...
Auch "die unendliche Geschichte" hat einen rekursiven Abschnitt, nämlich wenn
Bastian den Mann trifft, der ebendiese Geschichte aufschreibt. Für mich der
beste Teil des Buches.
Viele Grüße
Steffen
> oder: Um Rekursion zu verstehen, muss man Rekursion verstehen.
Mit einem "zunächst" oder "zuvor" als drittletztem Wort finde ich das
noch viel witziger (und rekursiver [sofern das steigerbar ist {was es
wahrscheinlich nicht ist <wodurch ich mir aber den Witz verdürbe>}]).
vG, Klammern ausreizend
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Wirklich praxisnah wären Münzen zu EUR 0,99."
(Wolfgang Schwanke in de.etc.sprache.deutsch)
> Es war einmal ein Mann,
> der hatte sieben Söhne.
> Die sieben Söhne sprachen:
> "Vater, erzähle uns eine Geschichte!"
> Da fing der Vater an:
IMHO das beste sprachliche Beispiel für Rekursion, weil es eine
"Schachtelungstiefe" enthält, die MUSEN notwendiger Bestandteil einer
Rekursion ist.
Im Gegensatz z.B. zum "alten Oberförster" geht es bei den Sieben Söhnen
immer eine Zitat-Ebene hinauf.
Aber in der Mathematik wird's wirklich sehr viel klarer. Am liebsten
nehme ich dazu die rekursive Definition der Fakultät:
n! = (n-1)! * n
(weil das auch Nicht-Mathe-Asse begreifen, notfalls nach Erklärung).
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wenn Dir jemand einen Spiegel vorhält, und Du erblickst ein Schwein,
dann muß das nicht der sein, der den Spiegel hält.
(Peter Becker, http://www.peter-becker.de)
> Ein Satz, der einen Relativsatz, der wie dieser durch immer neue Ebenen, die
> sich nach Belieben, das nur durch die Aufnahmefähigkeit des Zuhörers, der
> solchen Konstruktionen, die in desd von Zeit zu Zeit als Beispiel, das nicht
> gerade vorbildlich ist, vorkommen, hilflos ausgeliefert ist, beschränkt ist,
> häufen können, unterbrochen ist, enthält, ist ein Beispiel für die Rekursion in
> Relativsätzen.
Bin ich der einzige, der dabei an Douglas Adams denken muss? :)
Aber dieses, wie auch die Beispiele für Lieder oder die Martiniflasche,
beweisen immerhin, dass es keinen algorithmischen Zusammenhang für Rekursion
braucht.
Danke an alle für die Denkanregungen,
Roland
--
Roland Beintner, Hamburg/Linz PGP-Key on request
> "Roland Beintner" <usen...@beintner.de> schrieb
> > ich habe gerade versucht, Beispiele für einen allgemeinen Gebrauch der
> > Rekursion zu finden, und bin etwas ratlos.
>
> Stell dich mit einem Spiegel vor einen Spiegel.
> (Oder filme mit Videokamera einen angeschlossenen Monitor)
>
Wie ist das, wenn ich mich, zwischen zwei Spiegel stelle, und mich in
einem dritten Spiegel darin dann in einer endlosen Reihe, immer wieder
in einem scheinbar neuen Spiegel sehe,
könnte man das eine optische Rekursion (bzw. Rekursivität) nennen?
Hiesse es dann ggf.: Ich sehe mich rekursiv,
- oder: mein Spiegelbild ist rekursiv?
Yvonne Steiner
--
[ Non Vitae sed Attestationibus discimus. Nicht für das Leben sondern für Bescheinigungen lernen wir. ]
"Yvonne Steiner" <y...@swissonline.ch> schrieb im Newsbeitrag news:1fs0grz.eg6ozp1nomu68N%y...@swissonline.ch...
Eine Schleife (endlos im Kreis laufendes Muster), wie z.B. der oben erzählte Scherz
vom 'quo vadis?'-Mißverständnis ist nicht selbstbezüglich,
Dein Spiegeltunnel ist's wohl.
Es ist nämlich das Ding in sich selbst, also selbstbezüglich.
Manche mögen einen Unterschied zw. der Art Selbstbezug sehen den z.B. das Wort 'ich' ausdrückt,
also einem bloßen Verweis, und der Art Selbstbezug, die auf sich selbst zuückgeift,
(wie z.B. Baron Münchhausen, der sich an den eigenen Haaren aus dem Wasser zog),
um diesen Unterschied verständlich zu verdeutschen, schlage ich das Wort Selbstbezug
für ersteres, und das Wort Rückkopplung oder Selbstgriff für letzteres vor.
Als Verdeutschung zum Adjektiv 'rekursiv' eignet sich dann rückkoppelnd, bzw. selbstgreifend.
Wider die Schlammfluten der Fremdwörterei.
Gruß vom Klaus.
> On Mon, 17 Mar 2003 17:31:43 +0100, Sebastian Koppehel wrote:
>
>>Der Mann, der das Haus gebaut hat, das am Fluß steht, der durch das
>>Tal mäandert - ist nett.
>
> ... aber nicht rekursiv.
Sogar endrekursiv.
- Sebastian
--
SOWEIT ES DAS ANWENDBARE RECHT ZULÄSST, SCHLIESST DER AUTOR JEDE GEWÄHR-
LEISTUNG, OB AUSDRÜCKLICH ODER GESETZLICH, EINSCHLIESSLICH, ABER NICHT
BESCHRÄNKT AUF DIE GESETZLICHEN GARANTIEN DER HANDELBARKEIT UND DER EIGNUNG
FÜR EINEN BESONDEREN ZWECK, BEZÜGLICH DIESES NEWSBEITRAGES AUS.
>Aber in der Mathematik wird's wirklich sehr viel klarer. Am liebsten
>nehme ich dazu die rekursive Definition der Fakultät:
>
> n! = (n-1)! * n
>
>(weil das auch Nicht-Mathe-Asse begreifen, notfalls nach Erklärung).
Der Informatiker in mir kann sich allerdings nicht verkneifen anzumerken,
dass kein geistig gesunder Mensch eine Fakultätsfunktion auch rekursiv
programmieren würde. Es sei denn als Übungsaufgabe, wenn etwas einfaches
mit Rekursion gewünscht ist.
Bye
woffi
--
Top Ten Times in history when saying F**K was appropriate:
2) "I need this parade like I need a f**king hole in my head!"
- J.F.K.
Ich hätte das in einer Zeile selbsterklärend geschrieben:
Rekursion: -->Rekursion.
Die Ende-Bedinunge dieser Schleife ist das Aha-Erlebnis.
--
Hubert Partl pa...@mail.boku.ac.at
ZID BOKU Wien http://homepage.boku.ac.at/partl/
*****************************************************
******* MAKE LOVE, NOT WAR! ***********************
> Bin ich der einzige, der dabei an Douglas Adams denken muss? :)
Douglas Adams baut[1] seine Satzungetüme nicht so primitiv... :)
vG
___________
[1] besser: baute
>>> Der Mann, der das Haus gebaut hat, das am Fluß steht, der durch das
>>> Tal mäandert - ist nett.
>>
>> ... aber nicht rekursiv.
>
> Sogar endrekursiv.
Ist das eine ähnliche Steigerung wie "geil" - "endgeil"?
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Wellen sind auch Teilchen und Teilchen sind auch Wellen. Ausnahmen gibt es beim
Bäcker, wo Donauwellen nicht als Donauteilchen gelten und Puddingteilchen nie
als Puddingwellen verkauft würden." (Frank Feger in de.sci.astronomie)
> Der Informatiker in mir kann sich allerdings nicht verkneifen
> anzumerken, dass kein geistig gesunder Mensch eine
> Fakultätsfunktion auch rekursiv programmieren würde.
Das mag sein, ich bin kein Informatiker und trage auch keinen in mir
(Wie machst du das? Ist die Männerschwangerschaft bei euch schon
üblich?).
Ich finde nur das Beispiel sehr anschaulich.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Der Montag hat doch mehr Stunden als der Freitag - oder? (Hägar)
> Wolfgang Krietsch schrieb:
>
>> On Mon, 17 Mar 2003 17:31:43 +0100, Sebastian Koppehel wrote:
>>
>>>Der Mann, der das Haus gebaut hat, das am Fluß steht, der durch das
>>>Tal mäandert - ist nett.
>>
>> ... aber nicht rekursiv.
>
> Sogar endrekursiv.
Die Regel, die Du angegeben hattest ("... Nebensatz enthalten"), ist
nicht endrekursiv. "Der Mann, der das Haus, das am Fluss, der durch
das Tal maeandert, steht, gebaut hat, ist nett."
> On Tue, 18 Mar 2003 09:07:33 +0100, Volker Gringmuth wrote:
>
>>Aber in der Mathematik wird's wirklich sehr viel klarer. Am liebsten
>>nehme ich dazu die rekursive Definition der Fakultät:
>>
>> n! = (n-1)! * n
>>
>>(weil das auch Nicht-Mathe-Asse begreifen, notfalls nach Erklärung).
>
> Der Informatiker in mir kann sich allerdings nicht verkneifen anzumerken,
> dass kein geistig gesunder Mensch eine Fakultätsfunktion auch rekursiv
> programmieren würde.
Ach ja. Und wenn ich in C++ zur Compilezeit eine Fakultaet brauche? Hmm?
Da bleibt mir nur Template-Metaprogrammierung, und da musst Du mir eine
Iteration erstmal zeigen.
>Sogar endrekursiv.
Woe siehst Du denn da den Selbstbezug? Ich sehe eine Auflistung von Dingen,
die alle in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen, aber keine
Rekursion.
>Das mag sein, ich bin kein Informatiker und trage auch keinen in mir
>(Wie machst du das? Ist die Männerschwangerschaft bei euch schon
>üblich?).
Mir hat man beim Studium einen implantiert.
>Ich finde nur das Beispiel sehr anschaulich.
AOL.
Bye
woffi
--
Great spirits have always encountered violent opposition
from mediocre minds.
- Albert Einstein
> ba...@bastisoft.de (Sebastian Koppehel) writes:
>
>> Wolfgang Krietsch schrieb:
>>
>>> On Mon, 17 Mar 2003 17:31:43 +0100, Sebastian Koppehel wrote:
>>>
>>>>Der Mann, der das Haus gebaut hat, das am Fluß steht, der durch das
>>>>Tal mäandert - ist nett.
>>>
>>> ... aber nicht rekursiv.
>>
>> Sogar endrekursiv.
>
> Die Regel, die Du angegeben hattest ("... Nebensatz enthalten"), ist
> nicht endrekursiv.
Die von mir angegebene Regel ist nicht einmal linear rekursiv, denn
ich schrieb ja "Nebensetze" (sic - keinem aufgefallen?):
Der Mann, der das Haus, das am See stand, und den Anleger, der
dazugehörte, gebaut hat, ist nett.
Der Kauf einer Hose kann rekursiv sein.
Die Funktionsschritte sind dann:
1. Den Laden betreten
2. RECURSION
2.1 eine neue Hose vom Ständer nehmen;
2.2 in die Umkleidekabine gehen;
2.3 vorige Hose ausziehen und über den Stuhl hängen;
2.4 neue Hose anziehen;
2.5 Kabine verlassen und vor den Spiegel treten;
2.6 ABBRUCHSBEDINGUNG:
WENN neue Hose nicht paßt oder nicht gefällt: --> 2. (RECURSION);
ODER Ende der recursiven Prozedur;
3. neue Hose bezahlen.
Die Recursionstiefe entspricht der Anzahl der Hosen (einschließlich
der alten eigenen "Null-Hose"), die noch in der Kabine über dem
Stuhl hängen. Diese müssen von Verkäufer abgeräumt werden, damit
das Kaufprogramm ordentlich abgeschlossen werden kann.
4. Den Laden verlassen.
--
Meno
> Kommt auch wieder aus der Computerecke...
Hm. Zu Computer fällt mir noch ein:
'keyboard not detected. press F1 for help'
Zumindest technisch gesehen selbstbezüglich?
--
Mit freundlichen Grüssen:
Rüdiger Klenner
Lässt mich an stack (Kellerspeicher) denken, nicht an Rekursion. Bzw...
ich seh die Abbruchbedingung in der Mitte nicht und auch nix
Selbstbezügliches.
Ein Satz,
der einen Relativsatz
der wie dieser durch immer neue Ebenen,
die sich nach Belieben,
das nur durch die Aufnahmefähigkeit des Zuhörers,
der solchen Konstruktionen,
die in desd von Zeit zu Zeit als Beispiel,
das nicht gerade vorbildlich ist,
vorkommen,
hilflos ausgeliefert ist,
beschränkt ist,
häufen können,
unterbrochen ist,
enthält,
ist ein Beispiel für die Rekursion in Relativsätzen.
Es ist einfach nur ausfaktorisiert!
> Der Kauf einer Hose kann rekursiv sein.
> Die Funktionsschritte sind dann:
>
> 1. Den Laden betreten
> 2. RECURSION
> 2.1 eine neue Hose vom Ständer nehmen;
> 2.2 in die Umkleidekabine gehen;
> 2.3 vorige Hose ausziehen und über den Stuhl hängen;
> 2.4 neue Hose anziehen;
> 2.5 Kabine verlassen und vor den Spiegel treten;
> 2.6 ABBRUCHSBEDINGUNG:
> WENN neue Hose nicht paßt oder nicht gefällt: --> 2. (RECURSION);
> ODER Ende der recursiven Prozedur;
> 3. neue Hose bezahlen.
Das scheint mir eher ein klassisches Beispiel einer Iteration zu sein
denn einer Rekursion.
Franz
> Der Kauf einer Hose kann rekursiv sein.
> Die Funktionsschritte sind dann:
>[...]
> 2.6 ABBRUCHSBEDINGUNG:
> WENN neue Hose nicht paßt oder nicht gefällt: --> 2. (RECURSION);
> ODER Ende der recursiven Prozedur;
Sowas würde ich Iteration nennen. Da sich jede Iteration als Rekursion
schreiben lässt, so auch diese, kann das Kriterium nicht sein, ob eine
rekursive Formulierung möglich ist, sondern ob sie dem Wesen des Problems
und seiner Lösung entspricht. Ich sehe drei mögliche solche "Wesen":
- Suche nach x, so dass F(x) mit F:M->{wahr, falsch}, hier Suche nach
Hose, die passt und gefällt: Iteration, Programmierung mit for ...
- Suche nach x, so dass x=f(x) mit f:M->M, hier kaum anwendbar: Iteration,
Programmierung mit while ... . Ein Beispiel aus der Lebenspraxis wäre
das Stimmen eines Instruments: man hört auf, wenn das Weitermachen das
Ergebnis nicht mehr ändert.
- Reduktion auf ein einfacheres Problem, hier: nach Ausschluss einer Hose
wird das analoge Problem, unter den übrigbleibenden eine passende zu
finden, mit denselben Mitteln angegangen wie das ursprüngliche Problem,
außer wenn keine Hose mehr übrig ist, in welchem Falle der Hosenkauf als
gescheitert angesehen wird. Programmierung mit Prozeduren, die sich
mittelbar oder unmittelbar selbst aufrufen.
Also, wenn ich Hosen kaufe, dann nur nach Methode 1.
Bei vielen Beispielen hier à la "Rekursion, siehe Rekursion" hat übrigens
der Rekursionsanfang (algorithmisch das Ende) gefehlt.
Ich habe noch kein überzeugendes Beipiel aus dem täglichen Leben gesehen.
Helmut Richter
> "Wolfgang Schwanke" <REMOVE.use...@wschwanke.de> schrieb
>
>> Kommt auch wieder aus der Computerecke...
>
> Hm. Zu Computer fällt mir noch ein:
>
> 'keyboard not detected. press F1 for help'
"... to continue"
> Zumindest technisch gesehen selbstbezüglich?
Nein, und auch nicht wirklich witzig, da man natürlich die F1-Taste
drücken soll, nachdem man die Tastatur wieder eingesteckt hat. Mancher
würde aber gerne ohne Tastatur booten, und der ärgert sich dann über
diese Meldung.
- Sebastian
Wenn der Interpreter, der das Template-Metaprogramm ausführt, gut ist,
optimiert er natürlich überflüssige Stackbenutzung weg und macht damit
aus der endrekursiven Funktion eine Iteration. Es gibt auch
"natürlichere" Umstände, unter denen man hier die rekursive Lösung
benutzen würde, z. B. bei der funktionalen Programmierung.
- Sebastian
> On Tue, 18 Mar 2003 12:38:58 +0100, Sebastian Koppehel wrote:
>
>>Sogar endrekursiv.
>
> Woe siehst Du denn da den Selbstbezug? Ich sehe eine Auflistung von Dingen,
> die alle in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen,
Die stehen aber nicht hintereinander, sondern ineinander. Man sieht's
nur nicht so gut.
> aber keine Rekursion.
Ich schrieb's doch, die rekursive Regel ist, daß zu den möglichen
Bestandteilen von Nebensätzen Nebensätze gehören.
- Sebastian
> Lässt mich an stack (Kellerspeicher) denken, nicht an Rekursion. Bzw...
> ich seh die Abbruchbedingung in der Mitte nicht und auch nix
> Selbstbezügliches.
Die Fachsprache der Code-Stricker hat 'stacked' und 'nested' und
letzteres hat ersteres eigebaut (nachdem Ruecksprunge gestapelt sind).
Das sollte denn ziemlich genau 'gestapelt' und 'verschachtelt' sein,
auch wenn eine Stapelbedingung fuer das 'verschachtelt' nicht so direkt
klar ist (im Deutschen klingt dafuer der Gegensatz 'ineinander' bzw.
'uebereinander' staerker an).
Technisch gesehen hat eine Rekursion die Rueckspruenge in den eigenen
Kontext auf dem Stapel. Das Sprachbild mit den Schachteln versagt dabei.
Salut...
Für diese seltenen Fälle gibt es das BIOS-Setup:
Halt on: All errors/All but keyboard/...
Da das BIOS aber meistens auf Englisch ist, ist das hier in
de.etc.sprache.deutsch off-topic ;-)
Gruß,
Michael
>>Der Informatiker in mir [...]
>
> Das mag sein, ich bin kein Informatiker und trage auch keinen in mir
> (Wie machst du das? Ist die Männerschwangerschaft bei euch schon
> üblich?).
Bei Informatikern soll es durchaus vorkommen, dass sie mal einen Kindprozess
starten...
TKNW,
"Uwe Schickedanz" <nospa...@onlinehome.de> schrieb im thread
'Eispickel'
>
> Auch Mörder wollen leben. Günter Jauch auf Phoenix
irgendwie schon selbstbezüglich?
> > Lässt mich an stack (Kellerspeicher) denken, nicht an Rekursion.
Bzw...
> > ich seh die Abbruchbedingung in der Mitte nicht und auch nix
> > Selbstbezügliches.
> Technisch gesehen hat eine Rekursion die Rueckspruenge in den eigenen
> Kontext auf dem Stapel.
... zur Grundlage? Klar, man braucht einen Speicher für die 'Vorgänger'.
Aber die Abbruchbedingung macht's.
> Das Sprachbild mit den Schachteln versagt dabei.
Bei der Schachtel in der Schachtel ist es der Raum, in den
hineingesteckt/gespeichert wird. Beim Bild im Bild (Spiegel im Spiegel)
die Fläche, die rekursiv speichert.
Aber der Witz ist doch die selbstbezügliche Abbruchbedingung... die
Rekursionswurzel? (Sonst ist es nur 'nested')
Ich vermute jetzt mal, 'richtige' Rekursion wär sprachlich zu
kompliziert... Ein Gegenbeispiel gab's hier doch noch nicht, oder hab
ich was verpasst?
Und unter Windows 95 beim Starten:
such den Stecker, und dann spiel Karten (Poker oder Bridge?):
search plug and play cards
Ab Windows 98 hieß das dann leider eindeutig
search plug-and-play cards
Apropos südlich: "'s war en Dag wie heid. 's hod gschdiarmd und
gschnait. Uff oimol glopfts on de Dier. 'Kumm roi, hock di no, eß was,
drink was, vozehl e Gschicht!' -- Do hodda ohgfongo zu vozehle: 's war
en Dag wie heid ..."
-fn-
> Andreas Kabel schrieb:
>
>> Wolfgang Krietsch <xwo...@gmx.de> writes:
>>
>>> On Tue, 18 Mar 2003 09:07:33 +0100, Volker Gringmuth wrote:
>>>
>>>> n! = (n-1)! * n
>>>>
>>>>(weil das auch Nicht-Mathe-Asse begreifen, notfalls nach Erklärung).
>>>
>>> Der Informatiker in mir kann sich allerdings nicht verkneifen anzumerken,
>>> dass kein geistig gesunder Mensch eine Fakultätsfunktion auch rekursiv
>>> programmieren würde.
>>
>> Ach ja. Und wenn ich in C++ zur Compilezeit eine Fakultaet brauche? Hmm?
>> Da bleibt mir nur Template-Metaprogrammierung, und da musst Du mir eine
>> Iteration erstmal zeigen.
>
> Wenn der Interpreter, der das Template-Metaprogramm ausführt, gut ist,
> optimiert er natürlich überflüssige Stackbenutzung weg und macht damit
> aus der endrekursiven Funktion eine Iteration.
Erstens ist die naive rekursive Implementation der Fakultaet nicht
endrekursiv. Zweitens ging es um die rekursive *Formulierung*, die mir
drittens als einzige Moeglichkeit fuer die beschriebene Anwendung
bleibt. Und viertens ist mir ganz egal, wie er das macht, und den
Implementatoren wahrscheinlich auch, solange nur das Ergebnis zur
Kompilierzeit vorliegt; das ist ja gerade der Witz bei der
Metaprogrammierung.
> "Ralf Kern" <Ralf-Ulr...@fh-nuernberg.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:3E75FC22...@fh-nuernberg.de...
>> Roland Beintner wrote:
>>
>>
>> Ein Satz, der einen Relativsatz, der wie dieser durch immer neue
> Ebenen, die
>> sich nach Belieben, das nur durch die Aufnahmefähigkeit des Zuhörers,
> der
>> solchen Konstruktionen, die in desd von Zeit zu Zeit als Beispiel, das
> nicht
>> gerade vorbildlich ist, vorkommen, hilflos ausgeliefert ist,
> beschränkt ist,
>> häufen können, unterbrochen ist, enthält, ist ein Beispiel für die
> Rekursion in
>> Relativsätzen.
>>
>
> Lässt mich an stack (Kellerspeicher) denken, nicht an Rekursion.
Das liegt auch relativ nahe. Kellermaschinen sind eine Methode,
Rekursion zu implementieren.
>>Technisch gesehen hat eine Rekursion die Rueckspruenge in den eigenen
>>Kontext auf dem Stapel.
> .... zur Grundlage? Klar, man braucht einen Speicher für die 'Vorgänger'.
> Aber die Abbruchbedingung macht's.
Dem 'Abbruch' muss ich widersprechen, soweit das ja nur eine Hoffnung
ist, und die endlose Rekursion ein Horror, soweit Kopfrechnen
Stapelrechnen ist und somit jedem gelaeufig, wie das ist, wenn der
Stapel ueberlaeuft (dann braucht man ein Blatt Papier) - was bei
Ueberlauf aber dem Begriff nicht zuwidergeht, sondern nur dem Ergebnis
des Vorgangs.
>> Das Sprachbild mit den Schachteln versagt dabei.
> Bei der Schachtel in der Schachtel ist es der Raum, in den
> hineingesteckt/gespeichert wird. Beim Bild im Bild (Spiegel im Spiegel)
> die Fläche, die rekursiv speichert.
Ja aber dass etwas gleichzeitig mehrfach in _derselben_ Schachtel
steckt, das geht doch nicht. Mit dem englischen 'nest' geht das
hingegen. Aber ich geb zu, 'verschachtelt' wird wohl ziemlich synonym
mit 'nested' gebraucht.
> Aber der Witz ist doch die selbstbezügliche Abbruchbedingung... die
> Rekursionswurzel? (Sonst ist es nur 'nested')
Ich haeng da nicht so dran, ob das aufhoert oder nicht, ausser wg.
unnoetigem Energieverbrauch - aber das ist sowieso absurd geworden (um 5
kB zu tippen und abzuliefern geht die Machine mit 100 MB schon in die Knie).
Wenn das mit einer menschelnden Projektion von Gruppendynamik uebersetzt
wird, dann kann ich die Betonung auf Abbruch leichter nachvollziehen.
Gegeben ein Modul das intern 100 Pfade hat und die Pfad eingangs einen
Entscheidungsapparat, und solange das was herauskommt nicht das ist was
herauskommen soll, wird es ein weiteres Mal vorn hineingesteckt. Dieser
Entscheidungsapparat gaebe dann die Abbruchbedingung, als eine von 100
moeglichen Pfaden, und anhand der maschinellen Rekursion werden danach
noch die Pfad-Reste abgegangen. Damit laesst sich vieles als eigentlich
rekursiv interpretieren.
> Ich vermute jetzt mal, 'richtige' Rekursion wär sprachlich zu
> kompliziert... Ein Gegenbeispiel gab's hier doch noch nicht, oder hab
> ich was verpasst?
Auf etwas rekurrieren ist doch nur, sich auf etwas zu beziehen. In der
maschinellen Version braucht es Platz fuer die Rekursionstiefe wenn das
wiederholt wird und weil das logisch gesehen stupide ist, hat man wohl
das schoene Wort fuer eine bestimmte Art des Wiederholens reserviert.
Und die Rueckbezueglichkeit ist dann eine Bezueglichkeit, die aufsetzt
auf dem bislang gewonnenen Zusammenhang, und fuer jeden Durchgang steht
ein eigener Satz von Hilfsvariablen zur Verfuegung (im Gegensatz zur
gemeinen Allerweltsschleife, die mit einem Satz von Variablen auskommen
muss).
Aber bei _gedanklicher_ Rekursion ist doch wiederum eine andere
Konnotation dabei, die wird nicht programmiert, weil in Programmen nur
Algorithmen ablaufen. Das sind tausend Details, die bei einer Bezugnahme
jeweils haengenbleiben und - gegeneinander wiederum in Bezug gesetzt -
sehr schnell eine Unuebersichtlichkeit der moeglichen Permutationen
hinterlassen. Wenn man es doch programmtechnisch sehen will: wenn
dieselben Variablenplaetze in mehreren Durchlaeufen rueckbezueglich
manipuliert werden, 'rekursiv' im normalsprachlichen Sinn also wohl eher
dem aehnlich ist, wie, auf Machinen uebersetzt, neuronale Netze arbeiten.
> Also, wenn ich Hosen kaufe, dann nur nach Methode 1.
Wie wär's mit Maßschneidern?
> Bei vielen Beispielen hier à la "Rekursion, siehe Rekursion" hat
> übrigens der Rekursionsanfang (algorithmisch das Ende) gefehlt.
>
> Ich habe noch kein überzeugendes Beipiel aus dem täglichen Leben
> gesehen.
Dann versuch' ich mal. Segler werden es kennen: das Problem der
Kurskorrektur. Aufgabe: Segle von A nach B so, daß die Fahrtstrecke
möglichst kurz ist. Lösung: Steuere das Boot so, daß das vorgegebene
Ziel B stets genau voraus liegt, daß sich das Boot also entlang einer
imaginären Gerade von A nach B bewegt. Wegen Wasser- und Windströmung
sind ständig Kurskorrekturen durchzuführen. Weil aber die Wirkung eines
Korrekturvorganges nicht instantan eintritt, gibt es ein delta t
zwischen den einzelnen Korrekturschlägen (tatsächlich stracks von A
nach B für delta t -> 0). Dabei ist jede neue nötige Korrektur eine
unmittelbare Folge sowohl der vorangegangenen Korrekturschläge als auch
des Anfangsortes A. Wasser- und Windströmung sind als Parameter
entweder konstant oder zeitlich veränderlich.
> Helmut Richter
Gruß jovo
> Sebastian Koppehel wrote:
>> Ruediger Klenner schrieb:
>>>'keyboard not detected. press F1 for help'
>>
>> "... to continue"
>>
>>>Zumindest technisch gesehen selbstbezüglich?
>>
>> Nein, und auch nicht wirklich witzig, da man natürlich die F1-Taste
>> drücken soll, nachdem man die Tastatur wieder eingesteckt hat. Mancher
>> würde aber gerne ohne Tastatur booten, und der ärgert sich dann über
>> diese Meldung.
>
> Für diese seltenen Fälle gibt es das BIOS-Setup:
> Halt on: All errors/All but keyboard/...
Und wie kommt man da rein ohne Keyboard?
- Sebastian
Mich beschleicht irgendwie der Verdacht, dass diese Frage ernst gemeint
sein könnte... Ansonsten bitte ich um Nennung günstiger Bezugsquellen
für Batterien ;-)
Man steckt eben einmal eine Tastatur ein (wenn der Server nicht ab
Händler bis aufs ï-Tüpfelchen vorkonfiguriert ist, wird sich das ohnehin
kaum vermeiden lassen), ändert im BIOS-Setup bewusste Option auf "All
but keyboard", und fürderhin zeigt sich der Rechner beim Start
unbeeindruckt von der Abwesenheit der (natürlich deutschen, um
wenigstens den Anschein peripherer Themenbezogenheit zu wahren) Tastatur.
Gruß,
Michael
>Mich beschleicht irgendwie der Verdacht, dass diese Frage ernst gemeint
>sein könnte... Ansonsten bitte ich um Nennung günstiger Bezugsquellen
>für Batterien ;-)
Wenn wir schon beim Thema "Verstehen wie's gemeint ist" sind:
>... bis aufs ï-Tüpfelchen ...
Hat das einen bestimmten Grund, dass dieses i bei Dir zwei Tüpfelchen
hat? (Das nehme ich natürlich an. Daher, um die Antwort "Ja" zu
vermeiden: Welchen?)
;-)
Grüße
Christian
Ein ziemlich langweiliges Thema übrigens. Missverständnisse sind doch
viel aufregender ;-)
>>... bis aufs ï-Tüpfelchen ...
>
> Hat das einen bestimmten Grund, dass dieses i bei Dir zwei Tüpfelchen
> hat? (Das nehme ich natürlich an. Daher, um die Antwort "Ja" zu
> vermeiden: Welchen?)
Du willst die Antwort "Ja" vermeiden? Gut, hier ist sie also, Deine
Antwort: Nein! - Nein, es hatte wirklich keinen besonderen Grund; die
besonders pointierte Schreibweise entsprang einem Auge des Launenblicks.
Höchstens vielleicht weil sich die Punkte so schön ähnlich sehen,
besonders der eine.
Gruß,
Michael
> Sebastian Koppehel wrote:
>> Michael Hemmer schrieb:
>>>
>>>Für diese seltenen Fälle gibt es das BIOS-Setup:
>>> Halt on: All errors/All but keyboard/...
>>
>> Und wie kommt man da rein ohne Keyboard?
>
> Mich beschleicht irgendwie der Verdacht, dass diese Frage ernst gemeint
> sein könnte...
Nun, eine rhetorische Frage ist ja auch eine ernste Frage.
> Man steckt eben einmal eine Tastatur ein
Damit verletzt du aber die Regel meiner Fragestellung. Was macht man,
wenn man keine Tastatur da hat? Man kriegt das Teil ohne weiteres
nicht hochgefahren.
> (wenn der Server nicht ab
> Händler bis aufs ï-Tüpfelchen vorkonfiguriert ist, wird sich das ohnehin
> kaum vermeiden lassen), ändert im BIOS-Setup bewusste Option auf "All
> but keyboard", und fürderhin zeigt sich der Rechner beim Start
> unbeeindruckt von der Abwesenheit der (natürlich deutschen, um
> wenigstens den Anschein peripherer
Ho ho!
> Themenbezogenheit zu wahren) Tastatur.
Danke, aber mit der Bedienung von PCs bin ich schon vertraut - und
auch wenn das nicht so wäre, hätte sich der Sinn dieser BIOS-Funktion
mir mittlerweile sicher erschlossen.
So natürlich ist das übrigens ganz und gar nicht; die Sun-Workstations
im Informatik-Rechenzentrum der Uni Hamburg etwa werden ausschließlich
mit US-Tastatur ausgestattet, was sich bei der Programmiertätigkeit
sehr wohltuend auswirkt - die Erfinder von Programmiersprachen nehmen
auf unsere Zeichenanordnung wenig Rücksicht, wenn sie fröhlich-frisch
solchen Zeichen wie { } [ ] | \ ~ entscheidende Bedeutung verleihen;
für die persönliche Korrespondenz sind diese Tastaturen eher
hinderlich. Die Windows-PCs in derselben Einrichtung sind mit
deutschen Tastaturen ausgestattet.
- Sebastian