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epibrieren

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Jens Krömer

unread,
Jul 15, 2000, 3:00:00 AM7/15/00
to
Hallo Gemeinde,

in einem Seminar hörte ich, daß das Wort "epibrieren" keine Bedeutung
hat. Es wird nur dazu genutzt, in Umfragen die Wahrheitsliebe des
Probanden zu erforschen. "Wie oft epibrieren Sie?" - "Sie Ferkel!" - "2
bis 4 mal täglich!" - "Eher selten."
Die Werbewirtschaft hat angeblich weitere Wörter, die nur zu diesem
Zweck genutzt werden.
Stimmt diese Aussage? Gibt es im Netz eine Aufstellung der Wörter?

Mit freundlichem Gruß

Jens

Tassilo Halbritter

unread,
Jul 16, 2000, 3:00:00 AM7/16/00
to
In article <3970C635...@t-online.de>, Jens Krömer

Der österreichische Rundfunk macht öfters Scherzinterviews mit Fremdwörtern.
Zuletzt wurde etwa gefragt: Es hat sich herausgestellt, daß die meisten
Lehrer Pädagogen sind. Was sagen Sie dazu?
Wüste (Pädophilen-)Beschimpfungen kamen als Antwort.
Du siehst, man muß kein Fremdwort erfinden, sondern nur den Kontext!

--

_____ _ _ mailto: halbritter_at_acornusers.org
|__ __|| | | |
| | | |_| | The Acorn User Group Austria (AUGA) is at:
| | | _ |
|_|a |_| |_|a http://members.aon.at/auga


Matthias Holzer

unread,
Jul 16, 2000, 3:00:00 AM7/16/00
to
Tassilo Halbritter <tas...@aon.at> schrieb:

>Der österreichische Rundfunk macht öfters Scherzinterviews mit Fremdwörtern.
>Zuletzt wurde etwa gefragt: Es hat sich herausgestellt, daß die meisten
>Lehrer Pädagogen sind. Was sagen Sie dazu?
>Wüste (Pädophilen-)Beschimpfungen kamen als Antwort.
>Du siehst, man muß kein Fremdwort erfinden, sondern nur den Kontext!

Vor kurzem auf Ö3 gehört: "Sind Sie dafür, daß Schüler auch ohne ein
Nichtgenügend aufsteigen können?" Antwort: "Nein, da fehlt ja jeder
Leistungsansporn."

MfG
MH

--
Die zehn Gebote Gottes: 279 Wörter.
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung: 300 Wörter.
Die EU-Verordnung über den Import von Karamelbonbons: 25911 Wörter.

Anette Stegmann

unread,
Jul 16, 2000, 3:00:00 AM7/16/00
to
"Jens Krömer" <jens.k...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3970C635...@t-online.de...

> in einem Seminar hörte ich, daß das Wort "epibrieren" keine Bedeutung

"epi" kommt aus dem griechischen und heisst doch so etwas wie
"darauf (oertlich und zeitlich), daneben, bei, darueber" [lt.
Fremdwoerterduden],
nach meiner Spracherfahrung aber auch im Sinne von "allbedeckend,
allueberdeckend,
die ganzen Flaeche fuellend".

"brieren" konnte ich leider nicht ermitteln. "vibrieren" kommt aus dem
gr.-lat. und wenn es sich aus "vi" und "brieren" zusammensetzt, dann hat
es auch einzeln einen Sinn. Bitte mitteilen, wenn jemand es weiß.
(Daher xpost desm und fup2 desd)

Sonst wuerde ich denken, dass "epibrieren" vielleicht zusammengezogen
aus "epivibrieren" kommt.

Ausserdem ist es auf jeden Fall eine Konstruktion, die ein Fremdwort
darstellen
soll. In unserer Sprache koennen seltene Fremdwoerter auch benutzt werden,
um Handlungen nicht so deutlich auf Deutsch aussprechen zu muessen. Also
soll
es eine Handlung bezeichnen, die der Leser wohl wiederholt ausfuehrt, aber
die so anstoessig ist, dass sie nicht auf Deutsch bezeichnet werden soll.
(Der Grund fuer das Fremdwort kann eben nicht eine seltene Handlung sein,
fuer die es einfach kein deutsches Wort gibt.) Dadurch wird schon ein
bestimmtes
Bedeutungsspektrum suggeriert.

Die ganze menschliche Kommunikation beruht darauf, dass man zwar nicht immer
alle Details versteht, aber versucht zu erahnen, was gemeint sein koennte.

Ich hoere manchmal Fremdwoerter, die ich nicht kenne, und versuche dann ihre
Bedeutung fuer mich zu rekonstruieren.

Diese Fragebogenleute erwarten sicher an anderen Stellen, dass man versucht
zu verstehen, wie etwas gemeint ist und genau eines der vorgegebenen
Kaestchen ankreuzt.

Im Web gibt es eine Geschichte, in der dieses Wort vorkommt.


João Luiz

unread,
Jul 17, 2000, 3:00:00 AM7/17/00
to
Tassilo Halbritter schrieb:

> Du siehst, man muß kein Fremdwort erfinden, sondern nur den Kontext!

Ein sehr guter brasilianischer Schrifsteller, Luís Fernando Veríssimo,
hat so eine Geschichte über das Verb "defenestrar" geschrieben. Nicht
breitbekannt, es kommt aus dem französchischen "defenêtrer" --durchs
Fenster werfen. Eine Menge (unsinnig u. komisch) über die Entstehung
des Verbs wird diskutiert.
Am Ende die Szene:
Liegt ein Mann auf der Straße:
"Ich wurde defenestriert*."
"Der Arme! Und danach haben sie ihn durchs Fenster geworfen."

(*Ja, Martin [Gerdes], mit sexueller Untertönung zu verstehen.) :-))

JL

Alexander Nald

unread,
Jul 17, 2000, 3:00:00 AM7/17/00
to
Hallo!

Ich habe einmal eine nette (angeblich wahre) Geschichte über einen
Mann gelesen, der im Schwimmbad war und dort bemerkt hat, dass bei der
Aufschrift "Wassertiefe" das "W" und das "e" fehlten. Einer Eingebung
folgend hat er sich daraus das neue Wort "assertiv" gebastelt und bei
Besprechungen hin und wieder eingeworfen ("Ihr Argument ist mir nicht
assertiv genug!"). Es hat ihn angeblich bis heute noch niemand
gefragt, was das eigentlich bedeutet.

Schöne Grüße
AlN

Anette Stegmann

unread,
Jul 17, 2000, 3:00:00 AM7/17/00
to
"Alexander Nald" <lexo...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3972BD8...@hotmail.com...

> Besprechungen hin und wieder eingeworfen ("Ihr Argument ist mir nicht
> assertiv genug!"). Es hat ihn angeblich bis heute noch niemand
> gefragt, was das eigentlich bedeutet.

Nun, das ist doch klar. Weil jeder es entweder
als Anglizismus[1] oder als "assertorisch"[2]
oder als Bildung zu "Assertion"[3] verstanden hat.

[1] engl. assertive: 1. postiv, bestimmt, ausdruecklich.
2. dogmatisch. 3. assertorisch 4. anmassend.

[2] dt. assertorisch: behauptend, versichernd.

[3] dt. Assertion: bestimmte, einfach feststellende
Behauptung, Versicherung, Feststellung.


Stefan Soher

unread,
Jul 17, 2000, 3:00:00 AM7/17/00
to
Matthias Holzer schreibt am Sun, 16 Jul 2000 08:14:17 GMT:

>Vor kurzem auf Ö3 gehört: "Sind Sie dafür, daß Schüler auch ohne ein
>Nichtgenügend aufsteigen können?" Antwort: "Nein, da fehlt ja jeder
>Leistungsansporn."

"Manche Pestizide sind in Österreich verboten. Finden Sie, daß man auch
Suizide verbieten soll?"
"Wird schon seinen Grund haben, daß die wer verbieten will. Wahrscheinlich
sind sie gesundheitsschädlich."

Epibrieren ist aber AFAIK tatsächlich eine Scherzbildung. Am häufigsten in
der Frage "Entschuldigen Sie, wo kann man hier diskret/billig epibrieren?"
Natürlich mit der ganzen Wortfamilie Epibrat, Epibration, epibrativ,
Epibrator usw.

Stefan

Michael

unread,
Jul 17, 2000, 3:00:00 AM7/17/00
to
Jens Krömer schrieb in Nachricht <3970C635...@t-online.de>...
>Hallo Gemeinde,

Hallo Jens!

>"Wie oft epibrieren Sie?" - "Sie Ferkel!" - "2
>bis 4 mal täglich!" - "Eher selten."


Ich habe fast die selbe Frage & Antworten vor etwa 30 Jahren in einem
Jugendbuch mit dem Wort "repubieren" gelesen.

Servus!
M

Stefan Zwischenbrugger

unread,
Jul 17, 2000, 3:00:00 AM7/17/00
to
Matthias Holzer wrote:

> >Der österreichische Rundfunk macht öfters Scherzinterviews mit Fremdwörtern.
> >Zuletzt wurde etwa gefragt: Es hat sich herausgestellt, daß die meisten
> >Lehrer Pädagogen sind. Was sagen Sie dazu?
> >Wüste (Pädophilen-)Beschimpfungen kamen als Antwort.

> >Du siehst, man muß kein Fremdwort erfinden, sondern nur den Kontext!

Wadde hadde dude da: "Schäferhund hat Gold im Mund"...

Lothar Frings

unread,
Jul 18, 2000, 3:00:00 AM7/18/00
to
Tassilo Halbritter <tas...@aon.at> tat kund:

>
> Zuletzt wurde etwa gefragt: Es hat sich herausgestellt, daß die
> meisten Lehrer Pädagogen sind. Was sagen Sie dazu?

Dazu sage ich: Schön wär's...

Gruß
Lodda

Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.

Florian Weimer

unread,
Jul 18, 2000, 3:00:00 AM7/18/00
to
Alexander Nald <lexo...@hotmail.com> writes:

> Ich habe einmal eine nette (angeblich wahre) Geschichte über einen
> Mann gelesen, der im Schwimmbad war und dort bemerkt hat, dass bei der
> Aufschrift "Wassertiefe" das "W" und das "e" fehlten. Einer Eingebung
> folgend hat er sich daraus das neue Wort "assertiv" gebastelt und bei

> Besprechungen hin und wieder eingeworfen ("Ihr Argument ist mir nicht
> assertiv genug!"). Es hat ihn angeblich bis heute noch niemand
> gefragt, was das eigentlich bedeutet.

"assertiv" ist kein Nonsenswort und in genanntem Kontext durchaus
plausibel verwendbar, auch wenn es sich vermutlich um einen
Anglizismus handelt.

Ansgar Fehnker

unread,
Jul 18, 2000, 3:00:00 AM7/18/00
to
Jens Krömer schreef:
>
> Hallo Gemeinde,

>
> in einem Seminar hörte ich, daß das Wort "epibrieren" keine Bedeutung
> hat. Es wird nur dazu genutzt, in Umfragen die Wahrheitsliebe des
> Probanden zu erforschen.
[..]
> Stimmt diese Aussage?

Das Wort 'epibreren' hat scheinbar eine niederländischer Beamter
erfunden (ndl '-eren' entspricht der Endung -'ieren'). Der (ebenfalls
niederländische) Dichter Carmiggelt hat das Wort aufgeschnappt und
rund 1950 weiterverbreitet. Es bedeutet soviel wie 'Eine nicht näher
zu spezifizierende Tätigkeit' und wird benutzt um Nichtstun zu
verschleiern. 'Ich epibriere gerade Dateien/Akten' heisst soviel 'Ich
hab nichts zu tun'.

Das behauptet auf jedenfalls die niederländische Gesellschaft "Onze
Taal", die wiederum den dicken Van Dale (den niederländische Duden)
zitiert. So steht's auf http://www.onzetaal.nl/advies/epibreren.html.
Aber wie das Wort dann aus den Büchern Carmiggelts in die
Werbeindustrie gelangt ist? Keine Ahnung.


Grüsse

Ansgar

Flavio Deisler

unread,
Jul 18, 2000, 3:00:00 AM7/18/00
to
gibt's eigentlich effibriesten?

Christina Kunze

unread,
Jul 19, 2000, 3:00:00 AM7/19/00
to
Flavio Deisler schrieb in Nachricht ...
>gibt's eigentlich effibriesten?

Ja. Es ist Griechisch und heißt "verspotten".
Vor der Rechtschreibreform schrieb man es "ef-ybrisdein".

chr

Nein, es ist nicht ernst gemeint.

Alfred Wagner

unread,
Jul 19, 2000, 3:00:00 AM7/19/00
to
christi...@rz.hu-berlin.de schreibt:

>Flavio Deisler schrieb in Nachricht ...
>>gibt's eigentlich effibriesten?
>
>Ja. Es ist Griechisch und hei?t "verspotten".

>Vor der Rechtschreibreform schrieb man es "ef-ybrisdein".
>
>chr
>Nein, es ist nicht ernst gemeint.

Und ich dachte, das seien Anhänger von Effi Briest. :-)
-F.


Sebastian Koppehel

unread,
Jul 19, 2000, 3:00:00 AM7/19/00
to
Hallo,

Jens Krömer schrieb:

> in einem Seminar hörte ich, daß das Wort "epibrieren" keine Bedeutung
> hat. Es wird nur dazu genutzt, in Umfragen die Wahrheitsliebe des

> Probanden zu erforschen. "Wie oft epibrieren Sie?" - "Sie Ferkel!" - "2


> bis 4 mal täglich!" - "Eher selten."

Nebenbei bemerkt:

Vor kurzem wurde ein Thread mit dem Subject "Intimrasur Forum" nach
dsnu umgelenkt, und in Unkenntnis des ursprünglichen Inhalts las ich
versehentlich "Intrimasur". Nun interessierte es mich nicht sonder-
lich, wofür dieses Wort stünde, aber ich spekulierte - warum, kann ich
wirklich nicht logisch erklären - daß es irgendetwas aus dem
österreichisch-schweizerischen Sprachraum sein könnte. Immerhin haben
die auch so komische Wörter wie "Matura" anstelle von Abitur... nun
ja. Auch irgendetwas aus dem Bereich der Burschenschaften könnte man
sich vorstellen, immerhin gibt es dort die Mensur...

Irgendwann habe ich dann mal genauer hingeschaut und wurde erleuchtet.
Ich glaube, ich sollte das Wort mal beiläufig im Gespräch einstreuen:
Herr Müller hat bei sich neulich eine Intrimasur vornehmen lassen,
wußten Sie schon?

(-:

- Sebastian

--
*** *** Sebastian Koppehel ***
* * * * *** Lower Saxony / Germany *** * *
* * * * * * **
*** *** Don't have sex with your axe! ***

Andreas Kabel

unread,
Jul 19, 2000, 3:00:00 AM7/19/00
to
use...@bastisoft.de (Sebastian Koppehel) writes:


>
> Irgendwann habe ich dann mal genauer hingeschaut und wurde erleuchtet.


Ich kenne einen, der hat in verwandtem Kontext geraetselt, was
"tabulos" sein koennte. Das Problem war, dass er es analog
"nebuloes" betont hat.

Gruss,

Andreas

--
Andreas Kabel | aka...@slac.stanford.edu
Stanford Linear Accelerator Center | +1(650)926-5069 (office)
2575 Sand Hill Road, MS 26 | +1(650)926-5368 (fax)
Menlo Park, CA 94025 | +1(650)917-8559 (home)

Thomas vJdE

unread,
Jul 27, 2000, 3:00:00 AM7/27/00
to
Hallo Jens

Jens Krömer schrieb:

[...] [epibrieren]


> Die Werbewirtschaft hat angeblich weitere Wörter, die nur zu diesem
> Zweck genutzt werden.
> Stimmt diese Aussage? Gibt es im Netz eine Aufstellung der Wörter?

Ich kenne, von früher, "repunsieren".

T.

August der Dritte

unread,
Aug 13, 2013, 9:56:51 AM8/13/13
to
Am Samstag, 15. Juli 2000 09:00:00 UTC+2 schrieb Jens Krömer:
> Hallo Gemeinde,
>
> in einem Seminar hörte ich, daß das Wort "epibrieren" keine Bedeutung
> hat. Es wird nur dazu genutzt, in Umfragen die Wahrheitsliebe des
> Probanden zu erforschen. "Wie oft epibrieren Sie?" - "Sie Ferkel!" - "2
> bis 4 mal täglich!" - "Eher selten."
> Die Werbewirtschaft hat angeblich weitere Wörter, die nur zu diesem
> Zweck genutzt werden.
> Stimmt diese Aussage? Gibt es im Netz eine Aufstellung der Wörter?
>
> Mit freundlichem Gruß
>
> Jens

Hallo Jens,

vielleicht hilft Dir dieser Link weiter, nachdem die Gemeinde nur am Wort epibrieren gefallen gefunden hat: http://www.kunst-worte.de/

LG August III.

mock

unread,
Aug 13, 2013, 10:22:57 AM8/13/13
to
Am Donnerstag, 27. Juli 2000 09:00:00 UTC+2 schrieb Thomas vJdE:
> Hallo Jens
>
> Jens Krömer schrieb:
>
> [...] [epibrieren]
> > Die Werbewirtschaft hat angeblich weitere Wörter, die nur zu diesem
> > Zweck genutzt werden.
> > Stimmt diese Aussage? Gibt es im Netz eine Aufstellung der Wörter?
>
> Ich kenne, von früher, "repunsieren".
>
> T.

"Repunsieren" ist genial. Man sollte es schlatten.

mock

unread,
Aug 13, 2013, 11:03:19 AM8/13/13
to
Am Dienstag, 13. August 2013 15:56:51 UTC+2 schrieb August der Dritte:
>
> vielleicht hilft Dir dieser Link weiter, nachdem die Gemeinde nur am Wort epibrieren gefallen gefunden hat: http://www.kunst-worte.de/

Als Anregung ganz nett. Noch ein paar Ideen:

Schalljuni: Ein Instrument, welches zu spät zum Einsatz kommt
Rhesusschaben: Makakenkakerlaken
fumeralisieren: Seinen Standpunkt als Raucher vertreten

Sind jetzt keine ohne Bedeutung, aber geben tut's die auch nicht.

Lothar Frings

unread,
Aug 13, 2013, 11:09:25 AM8/13/13
to
August der Dritte tat kund:

> Am Samstag, 15. Juli 2000 09:00:00 UTC+2 schrieb Jens Krömer:

[...]

> Hallo Jens,
> vielleicht hilft Dir dieser Link weiter, nachdem die Gemeinde
> nur am Wort epibrieren gefallen gefunden hat:

13 Jahre - wer schnell hilft, hilft doppelt.

Walter Schmid

unread,
Aug 13, 2013, 1:02:35 PM8/13/13
to
ich würde es fnaren.

Gruss

Walter

Message has been deleted

Florian Ritter

unread,
Aug 13, 2013, 6:27:14 PM8/13/13
to
Am Dienstag, 13. August 2013 21:46:22 UTC+2 schrieb Stefan Ram:

> Epibrierte Oliven:

> http://blog.giallozo oafferano.it/paola67/wp-content/uploads/2012/06/DSCN0366.jpg

> (gegebenenfalls »o o« aus obiger Zeile entfernen)

> (epi = auf, Brie = Briekäse).

Der Schreibende meint im Sinne der geneigten Leserschaft zu sprechen,
wenn er diesen epochalen Beitrag zum Schlußwort der Aussprache
erklärt - FR

Walter Schmid

unread,
Aug 14, 2013, 2:48:00 AM8/14/13
to
> wenn er diesen epochalen Beitrag zum Schlußwort der AusspracheEss

Und was ist dann hypobrieren?

Gruss

Walter

Dorothee Hermann

unread,
Aug 14, 2013, 5:44:55 AM8/14/13
to
Am 14.08.2013 08:48, schrieb Walter Schmid:

"epibrieren" = Niederlᅵndisch, seit 1954, "geschᅵftig tun".


> Und was ist dann hypobrieren?

'Kᅵse in der Bank'?


Dorothee
--
"Dieser Post kᅵnnte geringfᅵgige Mengen an Ironie enthalten,
doch wurde auf Emoticons, Inflektive oder den doppelten Zirkumflex
verzichtet". Xrvar Nuahat jbure.

Lothar Frings

unread,
Aug 14, 2013, 7:03:36 AM8/14/13
to
Dorothee Hermann tat kund:

> "epibrieren" = Niederländisch, seit 1954, "geschäftig tun".

Der Google-Übersetzer kennt es allerdings nicht.

Aber neue Wörter haben es schwer, wenn nicht
irgendein Pressefuzzi sowas wie "Wutbürger"
lanciert. Mein "sekurisch" will ja auch keiner,
wie es aussieht.

mock

unread,
Aug 14, 2013, 8:19:16 AM8/14/13
to
Am Mittwoch, 14. August 2013 13:03:36 UTC+2 schrieb Lothar Frings:
>
> Aber neue Wörter haben es schwer, wenn nicht
>
> irgendein Pressefuzzi sowas wie "Wutbürger"
>
> lanciert. Mein "sekurisch" will ja auch keiner,
>
> wie es aussieht.

Die Zeit ist einfach noch nicht reif dafür.

Das Wichtigste wurde noch gar nicht erörtert (mock's law): Sagt man "Epibriererin", oder ist "Epibreuse" nicht frauenverachtend? Bei Ferkeleien muss man ja sensibel sein.

Juergen Grosse

unread,
Aug 14, 2013, 11:00:41 AM8/14/13
to
Am 14.08.2013 13:03, schrieb Lothar Frings:
>> "epibrieren" = Niederl�ndisch, seit 1954, "gesch�ftig tun".
> Der Google-�bersetzer kennt es allerdings nicht.

Wohl aber das "Van Dale Groot woordenboek hedendaags Nederlands":

"epi�bre�ren
(onovergankelijk werkwoord; epibreerde, heeft ge�pibreerd)

(schertsend) niet nader aan te geven werkzaamheden verrichten,
waarvan men de indruk wil geven dat ze belangrijk zijn"


Tsch�s, J�rgen

mock

unread,
Aug 14, 2013, 11:27:55 AM8/14/13
to
Am Mittwoch, 14. August 2013 17:00:41 UTC+2 schrieb Juergen Grosse:
>
> Wohl aber das "Van Dale Groot woordenboek hedendaags Nederlands":
>
> "epi·bre·ren
>
> (onovergankelijk werkwoord; epibreerde, heeft geëpibreerd)
> (schertsend) niet nader aan te geven werkzaamheden verrichten,
> waarvan men de indruk wil geven dat ze belangrijk zijn"

Mein Google Groups bietet mir an, das auf Deutsch zu übersetzen (hui!). Es kommt heraus:

(Scherz) nicht zu geben, Arbeit, weiter
was man zu spüren, dass sie wichtig sind, will, "den Eindruck

Kann ich verstehen, wie ich will, oder?

Lothar Frings

unread,
Aug 14, 2013, 11:37:22 AM8/14/13
to
mock tat kund:
Für mich klingt es wie "Nicht näher bezeichnete Arbeit[*]
verrichten, um den Eindruck zu erwecken, man sei wichtig".

-----
[*] Vielleicht ist "unnötige Arbeit" gemeint.

Juergen Grosse

unread,
Aug 14, 2013, 12:10:24 PM8/14/13
to
Am 14.08.2013 17:37, schrieb Lothar Frings:

...
>>> (schertsend) niet nader aan te geven werkzaamheden verrichten,
>>> waarvan men de indruk wil geven dat ze belangrijk zijn"
...
> F�r mich klingt es wie "Nicht n�her bezeichnete Arbeit[*] verrichten,
> um den Eindruck zu erwecken, man sei wichtig".

> [*] Vielleicht ist "unn�tige Arbeit" gemeint.

So ungef�hr: "Nicht (n�her) zu pr�zisierende T�tigkeiten verrichten, von
denen man den Eindruck erwecken will, sie seien wichtig."


Tsch�s, J�rgen


Dorothee Hermann

unread,
Aug 14, 2013, 12:30:11 PM8/14/13
to
Am 14.08.2013 13:03, schrieb Lothar Frings:

> Mein "sekurisch" will ja auch keiner, wie es aussieht.

;-) Mittlerweile: "Ungefᅵhr 71 Ergebnisse (0,17 Sekunden)".


Dorothee

Lothar Frings

unread,
Aug 15, 2013, 2:58:30 AM8/15/13
to
Dorothee Hermann tat kund:

> Am 14.08.2013 13:03, schrieb Lothar Frings:

> > Mein "sekurisch" will ja auch keiner, wie es aussieht.

> > ;-) Mittlerweile: "Ungefähr 71 Ergebnisse (0,17 Sekunden)".

Ich habe auch Google. Die Treffer beziehen sich nach
schnellem Augenschein alle auf meinen Vorschlag in desd.
Mit diesem Wort könnte man endlich mal das
scheußliche "versicherungstechnisch" loswerden.

Außerdem hätte ich gleich noch ein Wort, das
dringend benötigt wird: ein Hauptwort für
"sanitär". Viele Röhrichs schreiben aus Verzweiflung
schon "Sanitär" auf ihre Wagen.

Volker Gringmuth

unread,
Aug 15, 2013, 3:26:18 AM8/15/13
to
Lothar Frings wrote:

> Mit diesem Wort könnte man endlich mal das
> scheußliche "versicherungstechnisch" loswerden.

„assekurantistisch“ wäre meine Vorschlagistik dafür.

Nachdem es das Adjektiv „sicher“ gibt, wie wäre es dann einfach mit
„versicher“? ;-)


vG, Erikative wiederverkreiselnd

Daniela Duerbeck

unread,
Aug 18, 2013, 8:31:26 PM8/18/13
to
Stefan Ram wrote:

> Auch die Italiener haben sich bisher nicht �ber das von mir
> 2011 in einer Newsgroup verwendete � autorecipronimo �
> beschwert, welches ich mir ebenfalls nach dem selben Prinzip
> selber zusammengebaut habe.

Meine Lieblingsseite zum Bilden neuer (wissenschaftlich) klingender
W�rter ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_griechischer_Wortst%C3%A4mme_in_deutschen_Fremdw%C3%B6rtern

Ich mu� mal nach dem lateinischen Analogon suchen, schlie�lich k�nnen ja
W�rter auch griechisch-lateinisch gebildet werden. "Automobil"
beispielsweise.
Es sollte ja besser "Autoziped" oder "Ipsomobil" hei�en, n�ch?

Viele Gr��e von Dani

P.S: Sch�ne W�rter: Oenolith (Weinstein), Oenosoph, oenophil, oenophob,
lithophil, lithophob, ichtyolith (versteinerter Fisch?), ichtyophob ...
(Keine Ahnung, was es davon wirklich gibt ...)

Daniela Duerbeck

unread,
Aug 18, 2013, 8:39:33 PM8/18/13
to
Lothar Frings wrote:
> Dorothee Hermann tat kund:
>
>> "epibrieren" = Niederl�ndisch, seit 1954, "gesch�ftig tun".
>
> Der Google-�bersetzer kennt es allerdings nicht.
>
> Aber neue W�rter haben es schwer, wenn nicht
> irgendein Pressefuzzi sowas wie "Wutb�rger"
> lanciert. Mein "sekurisch" will ja auch keiner,
> wie es aussieht.

Da sehe ich deutlich mehr Chancen f�r meine griechischen Fachbegriffe.

Oenophobie, also Furcht vor Wein finde ich jetzt nicht in google.
Kryophobie gibt es doch schon.

Daniela Duerbeck

unread,
Aug 18, 2013, 8:43:54 PM8/18/13
to
mock wrote:

> Das Wichtigste wurde noch gar nicht er�rtert (mock's law): Sagt man "Epibriererin", oder ist "Epibreuse" nicht frauenverachtend? Bei Ferkeleien muss man ja sensibel sein.

Man sucht einen Epibrateur (m/w)
Schwerstbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt behandelt.

Daniela Duerbeck

unread,
Aug 18, 2013, 8:46:26 PM8/18/13
to
Juergen Grosse wrote:

> So ungef�hr: "Nicht (n�her) zu pr�zisierende T�tigkeiten verrichten, von
> denen man den Eindruck erwecken will, sie seien wichtig."

Also einen "Gschaftlhuber"?

Volker Gringmuth

unread,
Aug 19, 2013, 1:30:05 AM8/19/13
to
Daniela Duerbeck wrote:

> Es sollte ja besser "Autoziped" oder "Ipsomobil" heißen, näch?

„Autokinet“ ist hier zu Gruppe der griechische Standard.


vG
Message has been deleted

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 19, 2013, 3:56:28 AM8/19/13
to
Am 19.08.2013, 02:31 Uhr, schrieb Daniela Duerbeck
<daniela....@gmx.de>:

> Viele Grᅵᅵe von Dani
>
> P.S: Schᅵne Wᅵrter: Oenolith (Weinstein), Oenosoph, oenophil,
> oenophob, lithophil, lithophob, ichtyolith (versteinerter Fisch?),
> ichtyophob ... (Keine Ahnung, was es davon wirklich gibt ...)

Nicht zu vergessen die "Homophobie": Der Selbsthaᅵ. :(

j/\a
--

Lothar Frings

unread,
Aug 19, 2013, 5:01:23 AM8/19/13
to
Jakob Achterndiek tat kund:

> Nicht zu vergessen die "Homophobie": Der Selbsthaß.

"Homo" heißt "gleich", nicht "selbst".

Uwe Schickedanz

unread,
Aug 19, 2013, 9:03:10 AM8/19/13
to
On Mon, 19 Aug 2013 02:01:23 -0700 (PDT), Lothar Frings
<Lothar...@gmx.de> wrote:

>Jakob Achterndiek tat kund:
>
>> Nicht zu vergessen die "Homophobie": Der Selbstha�.
>
>"Homo" hei�t "gleich", nicht "selbst".

Das ist doch dasselbe.

ENGE,

Gru� Uwe

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Contrary to public opinion Germans do not know
everything, they just know everything better"
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