neulich habe habe ich eine kurze Erzählung von Wolf Wondratschek
gelesen: "43 Liebesgeschichten" (
http://www.literaturnische.de/prmi-wondratschek.htm ).
Da steht folgener Satz (Textteil "***...***"), dessen Bedeutung ich
als Ausländer nicht verstehen kann:
[Didi will immer. Olga ist bekannt dafür. Ursel hat schon dreimal Pech
gehabt. Heidi mach keinen Hehl daraus.
Bei Elke weiß man nicht genau. Petra zögert. Barbara schweigt. Andrea
hat die Nase voll. Elisabeth rechnet nach. Eva sucht überall. Ute ist
einfach zu kompliziert.
Gaby findet keinen. Sylvia findet es prima. Marianne bekommt Anfälle.
Nadine spricht davon. Edith weint dabei. Hannelore lacht darüber.
Erika freut sich wie ein Kind.] ***Bei Loni könnte man einen Hut
dazwischenwerfen.*** ...
Könnte mir jemand von euch sagen, ob es sich bei der Phrase "einen Hut
dazwischenwerfen" eine Redewendung handelt und was sie bedeutet?
Danke.
Schöne Grüße aus Südkorea
Byeongchang
> Könnte mir jemand von euch sagen, ob es sich bei der Phrase "einen Hut
> dazwischenwerfen" eine Redewendung handelt und was sie bedeutet?
Hallo,
ich bin zwar Eingeborener, kann Dir aber auch nicht weiterhelfen.
Ich kenne diesen Ausdruck nicht und kann mir auch nicht vorstellen,
was er bedeuten soll.
Das wollte ich mal mitteilen, bevor ein etwas literarisch Bewanderter
wie selbstverständlich mitteilt, was es bedeutet...
Gruß Dirk.
Diese Redewendung scheint auch nicht sehr häufig verwendet zu werden,
denn mit Google finde ich da nichts. Die Redewendung »seinen Hut
in den Ring werfen« (jemanden herausfordern), findet man dagegen
häufiger, aber das ist hier ja nicht gemeint.
> Das wollte ich mal mitteilen, bevor ein etwas literarisch Bewanderter
> wie selbstverständlich mitteilt, was es bedeutet...
In solchen Fällen hilft ein Blick in den Röhrich (Lexikon der
sprichwörtlichen Redensarten) weiter. Dort heißt es:
| Eine alte Form der Einsprache gegen die Ehe war das
| Werfen des Hutes oder der Mütze. Wenn im Hanauischen
| bei einer Eheverkündigung von der Kanzel eine Frau
| Einsprache erheben wollte, mußte sie ihre Mütze abnehmen
| und in die Kirche werfen. Die Redensart "'s Hüetl eini
| werfen" bedeutet: die Heirat rückgängig machen.
Schöne Grüße,
Wolf
>In solchen Fällen hilft ein Blick in den Röhrich (Lexikon der
>sprichwörtlichen Redensarten) weiter. Dort heißt es:
>
>| Eine alte Form der Einsprache gegen die Ehe war das
>| Werfen des Hutes oder der Mütze. Wenn im Hanauischen
>| bei einer Eheverkündigung von der Kanzel eine Frau
>| Einsprache erheben wollte, mußte sie ihre Mütze abnehmen
>| und in die Kirche werfen. Die Redensart "'s Hüetl eini
>| werfen" bedeutet: die Heirat rückgängig machen.
Sehr interessant, ich wußte garnicht, das es so ein Buch gibt. Was
sagt denn denn der Meister Röhrich bzgl. "Ist noch nicht in trockenen
Tüchern", ein Spruch, der von H. Wasser (F1-Kommentar bei RTL) gern
und häufig genutzt wird und mir jedesmal nur mit Widerhaken ins Ohr
dringt. ich kenne zwar Schäfchen oder Heu, die/das man im Trockenen
haben kann, Tücher sind mir jedoch fremd.
Gruß Uwe
--
http://homepages.compuserve.de/psch52/
Merkt man, dass ich mal regelmässig "Titanic!" gelesen habe?
Nein, aber man merkt daß du ganz gewaltig unter dem Niveau der Titanic
schreibst.C.Müller und M. Flatt in drsmf1
Der schweigt hier leider, aber in solchen Fällen hilft ein Blick
in die SAHARA. ;-) Das ist eine der beiden FAQ-Listen, die es hier
gibt. Die SAHARA und die umfangreiche de.etc.sprache.deutsch-FAQL
stehen auch im Netz, schau einfach mal bei http://faql.de vorbei.
Schöne Grüße,
Wolf
>SAHARA.
>Schöne Grüße,
>Wolf
Hab Dank!