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Klobrillenbart

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wort

unread,
Nov 9, 2011, 2:04:28 PM11/9/11
to
Guten Tag,
gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?
Gruß
Marcin

Oliver Jennrich

unread,
Nov 9, 2011, 2:41:33 PM11/9/11
to
wort <wo...@wp.pl> writes:

> Guten Tag,
> gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?

Was ist ein Klobrillenbart?

--
Space - The final frontier

Gunhild Simon

unread,
Nov 9, 2011, 2:48:59 PM11/9/11
to
On 9 Nov., 20:04, wort <w...@wp.pl> wrote:
> Guten Tag,
> gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?

Habe ich nie gehört
Ich stelle mir darunter den Polizistenbart vor. Der ist exakt
ausrasiert und umfaßt nur Schnurrbart und Kinnbart.

(Ich fand den früher mal schick - so um 1969. Aber nur kurz.)

Gruß
Gunhild

Roland Franzius

unread,
Nov 9, 2011, 3:07:05 PM11/9/11
to
Meine Forschungen ergeben nr 2

http://michaelpennt.blogspot.com/2006_12_03_archive.html

Scheint sich um eine Übersetzung aus dem Englischen zu handeln.

--

Roland Franzius

Thomas H.

unread,
Nov 9, 2011, 3:08:09 PM11/9/11
to

Erick T. Barkhuis

unread,
Nov 9, 2011, 3:22:32 PM11/9/11
to
wort:

>gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?


Wieso "neutral"? Das ist doch harmlos!

= = = = =

"Pratende kut"
[Ungefähr 76.400 Ergebnisse (0,23 Sekunden)]


--
Erick

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 9, 2011, 3:36:40 PM11/9/11
to
On 9 Nov., 21:22, "Erick T. Barkhuis" <erick.use-...@ardane.c.o.m>
wrote:
> wort:
>
> >gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?
>
> Wieso "neutral"? Das ist doch harmlos!

Harmlos fuer wen?

Man kann huebsche Ergaenzungen anbringen, wie die
Titelzeile erkennen laesst:

Klobrillenbart in Kombination mit urinsteinfarbene Hemden
soll besonders schick sein. Vielleicht auch nicht.

siehe:
http://www.inforiot.de/artikel/klobrillenbart-urinsteinfarbene-hemden

K.L.

Oliver Jennrich

unread,
Nov 9, 2011, 4:09:19 PM11/9/11
to
Roland Franzius <roland....@uos.de> writes:

> Am 09.11.2011 20:48, schrieb Gunhild Simon:
>> On 9 Nov., 20:04, wort<w...@wp.pl> wrote:
>>> Guten Tag,
>>> gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?
>>
>> Habe ich nie gehört
>> Ich stelle mir darunter den Polizistenbart vor. Der ist exakt
>> ausrasiert und umfaßt nur Schnurrbart und Kinnbart.
>>
>> (Ich fand den früher mal schick - so um 1969. Aber nur kurz.)
>
> Meine Forschungen ergeben nr 2

Ach so. Henriquatre.

Dorothee Hermann

unread,
Nov 9, 2011, 4:44:48 PM11/9/11
to
Am 09.11.2011 21:36, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

> Klobrillenbart in Kombination mit urinsteinfarbene Hemden
> soll besonders schick sein. Vielleicht auch nicht.
> siehe:
> http://www.inforiot.de/artikel/klobrillenbart-urinsteinfarbene-hemden

Ich finde es ja sehr anerkennenswert, dass Du Versuche mit Google machst
- aber Du hast "2006" erwischt (außerdem entbehrt der dortige Text nicht
einer gewissen Blödheit).

Versuch es doch mal mit:
Brandenburger Polizei Uniform
oder
http://kuerzer.de/mikkcj5XH


Dorothee



Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 9, 2011, 4:57:56 PM11/9/11
to
On 9 Nov., 22:44, Dorothee Hermann <DorotheeHerm...@gmx.net> wrote:
> Am 09.11.2011 21:36, schrieb Karl-Ludwig Diehl:
>
> > Klobrillenbart in Kombination mit urinsteinfarbene Hemden
> > soll besonders schick sein. Vielleicht auch nicht.
> > siehe:
> >http://www.inforiot.de/artikel/klobrillenbart-urinsteinfarbene-hemden
>
> Ich finde es ja sehr anerkennenswert, dass Du Versuche mit Google machst
> - aber Du hast "2006" erwischt (außerdem entbehrt der dortige Text nicht
> einer gewissen Blödheit).

Ja, das Auffindbare lohnt meist das Lesen
und die Erwaehnung nicht. Ob dann Googeln
sehr viel Sinn macht? Aber nett, dass Du Dich
daran aufgeilst, ich koenne sogar googeln. Ver-
mutlich muss ich aber erst einen Einsteiger-
kurs bei Dir belegen, um zu den richtigen Koen-
nern aufzusteigen.

K.L.

Thomas H.

unread,
Nov 10, 2011, 8:28:48 AM11/10/11
to

Thomas H.

unread,
Nov 10, 2011, 1:12:58 PM11/10/11
to
Message has been deleted

Oliver Cromm

unread,
Nov 10, 2011, 6:00:06 PM11/10/11
to
* Rüdiger Silberer:

> Am 09.11.2011 schrieb wort:
>
>> gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?
>
> Arschlochbart.
> Neutral ist wohl der Goatie.

Zumindest auf Englisch: Goatee. Der ist zwar neutral, bezeichnet
aber einen ganz anderen Bart - wie der Name schon sagt, einen
Geißen- , also Ziegenbart.

--
XML combines all the inefficiency of text-based formats with most
of the unreadability of binary formats.
Oren Tirosh, comp.lang.python
Message has been deleted

Oliver Cromm

unread,
Nov 14, 2011, 1:25:28 PM11/14/11
to
* Rüdiger Silberer:

> Am 11.11.2011 schrieb Oliver Cromm:
>
>> * Rüdiger Silberer:
>>
>>> Am 09.11.2011 schrieb wort:
>>>
>>>> gibt es eine neutrale Bezeichnung für den Klobrillenbart?
>>>
>>> Arschlochbart.
>>> Neutral ist wohl der Goatie.
>>
>> Zumindest auf Englisch: Goatee. Der ist zwar neutral, bezeichnet
>> aber einen ganz anderen Bart - wie der Name schon sagt, einen
>> Geißen- , also Ziegenbart.
>
> Aha, ich lese immer von dem Bart der nur rund um dem Mund wächst, also
> Oberlippe und Kinn, links und rechts des Mundes verbunden von einem
> Goatie. Und das bezeichnet indula niemals nie nicht einen Ziegenbart.

Ich bin dem mal etwas nachgegangen.

Ursprünglich bezeichnet /goatee/ den Ziegenbart - einen kleinen,
vorzugsweise spitzen Kinnbart. Alle Wörterbücher, die ich bisher
konsultiert habe, führen *nur* diese Bedeutung auf.

Ziemlich verbreitet scheint im Englischen zu sein, alle Kinnbärte
(ohne Backenbart) so zu bezeichnen. Es finden sich des weiteren
auch Beispiele, die nur von /goatee/ sprechen, wenn es sich in der
Tat um /moustache with goatee/ handelt (also Schnurrbart und
Kinnbart, ob verbunden oder nicht).

Eventuell ist das eine sich verbreitende nachlässige
Bezeichnungsweise.

Wie das Lehnwort "Goatee" oder "Goatie" speziell im Deutschen
verwendet wird, habe ich noch nicht betrachtet. Bisher war mir
nicht bewußt, daß das im Deutschen überhaupt vorkommt. Es wäre ja
nicht untypisch, wenn es für irgendeine Lücke im Vokabular
eingesetzt wird, wo es halbwegs paßt, "Ziegenbart" haben wir ja
schon.

--
The generation of random numbers is too important to be left to
chance.
Robert R. Coveyou
Message has been deleted

Andreas Karrer

unread,
Nov 14, 2011, 3:51:19 PM11/14/11
to
* Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info>:

> nicht bewu�t, da� das im Deutschen �berhaupt vorkommt. Es w�re ja
> nicht untypisch, wenn es f�r irgendeine L�cke im Vokabular
> eingesetzt wird, wo es halbwegs pa�t, "Ziegenbart" haben wir ja
> schon.

Ziegenbart klingt sowas von unhip, das gibt's gar nicht.

Da aber genau dieser Barttyp vor ein paar Jahren hip wurde, musste ein
ebensolches Wort her. Bemerkenswert w�re das nur, wenn es *nicht* ein
englisches Wort gewesen w�re.

Meinem unmassgeblichen Gesichtsbehaarungsempfinden nach ist das
Barttragen sowieso einer der Fehler, den jeder Mann einmal im Leben
macht, meist in j�ngeren Jahren. BTDT. Die meisten merken's dann
irgendwann. Zum Kaschieren von nicht vorhandenem Kinn mag's angehen.


- Andi

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 14, 2011, 6:29:07 PM11/14/11
to
On 14 Nov., 21:51, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
> * Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>:
>
> > nicht bewusst, da das im Deutschen berhaupt vorkommt. Es waere ja
> > nicht untypisch, wenn es fuer irgendeine Luecke im Vokabular
> > eingesetzt wird, wo es halbwegs passt, "Ziegenbart" haben wir ja
> > schon.
>
> Ziegenbart klingt sowas von unhip, das gibt's gar nicht.
> /..../

> Meinem unmassgeblichen Gesichtsbehaarungsempfinden nach ist das
> Barttragen sowieso einer der Fehler, den jeder Mann einmal im Leben
> macht, meist in juengeren Jahren. BTDT. Die meisten merken's dann
> irgendwann. Zum Kaschieren von nicht vorhandenem Kinn mag's angehen.

Was hat denn Bart mit sogenannten "juengeren Jahren" zu
tun? Wieso soll ein Bart "ein nichtvorhandenes Kinn" kaschie-
ren?

Bart verweist doch eigentlich ganz neutral auf "Maennlichkeit"
und ist Moden unterworfen.

K.L.

Oliver Cromm

unread,
Nov 14, 2011, 6:33:52 PM11/14/11
to
* Ralf Heinrich Arning:

> Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> wrote:
>
>> Wie das Lehnwort "Goatee" oder "Goatie" speziell im Deutschen
>> verwendet wird, habe ich noch nicht betrachtet. Bisher war mir
>> nicht bewußt, daß das im Deutschen überhaupt vorkommt. Es wäre ja
>> nicht untypisch, wenn es für irgendeine Lücke im Vokabular
>> eingesetzt wird, wo es halbwegs paßt, "Ziegenbart" haben wir ja
>> schon.
>
> Bei den coolen Jungs, so um die zwanzig, die so etwas in klassischer
> Form heutzutage tragen, wäre es wohl völlig uncool, von "Ziegenbart" zu
> sprechen.

Stimmt auch wieder. Damit steht dann aber wiederum "Goatee" nicht
für den Klobrillenbart zur Verfügung.

Gibt's denn keinen berühmten Träger, nach dem man das nennen
könnte, wie bei "Dali-Bart" oder (im Englischen) "the Fu-Manchu"?

--
Java is the SUV of programming tools.
A project done in Java will cost 5 times as much, take twice as
long, and be harder to maintain than a project done in a
scripting language such as PHP or Perl. - Philip Greenspun

Stephen Hust

unread,
Nov 14, 2011, 6:55:42 PM11/14/11
to
Oliver Cromm <lispa...@crommatograph.info> wrote:

> Stimmt auch wieder. Damit steht dann aber wiederum "Goatee"
> nicht für den Klobrillenbart zur Verfügung.
>
> Gibt's denn keinen berühmten Träger, nach dem man das nennen
> könnte, wie bei "Dali-Bart" oder (im Englischen) "the
> Fu-Manchu"?

Laut der englischen Wikipedia gehört diese Art von Bart zu den
"Van Dyke beards".

<http://en.wikipedia.org/wiki/Van_Dyke_beard>

Zum Van-Dyke-Bart oder Van-Dyck-Bart oder Vandyck-Bart usw. meint
Gillette.com:

| Diese Bartfrisur ist nach dem flämischen Porträtkünstler
| Anthonis van Dyck (17. Jahrhundert) benannt und setzt sich aus
| einem spitzen Ziegenbart plus dünnem Schnurrbart zusammen.

<http://www.gillette.com/glossary/de-DE/vandyck.shtml>

Wie stellt Ihr Euch einen "Ringbart" vor?

--
Steve

My e-mail address works as is.

Roland Franzius

unread,
Nov 15, 2011, 2:41:33 AM11/15/11
to
Am 15.11.2011 00:33, schrieb Oliver Cromm:
> * Ralf Heinrich Arning:
>
>> Oliver Cromm<lispa...@crommatograph.info> wrote:
>>
>>> Wie das Lehnwort "Goatee" oder "Goatie" speziell im Deutschen
>>> verwendet wird, habe ich noch nicht betrachtet. Bisher war mir
>>> nicht bewußt, daß das im Deutschen überhaupt vorkommt. Es wäre ja
>>> nicht untypisch, wenn es für irgendeine Lücke im Vokabular
>>> eingesetzt wird, wo es halbwegs paßt, "Ziegenbart" haben wir ja
>>> schon.
>>
>> Bei den coolen Jungs, so um die zwanzig, die so etwas in klassischer
>> Form heutzutage tragen, wäre es wohl völlig uncool, von "Ziegenbart" zu
>> sprechen.
>
> Stimmt auch wieder. Damit steht dann aber wiederum "Goatee" nicht
> für den Klobrillenbart zur Verfügung.
>
> Gibt's denn keinen berühmten Träger, nach dem man das nennen
> könnte, wie bei "Dali-Bart" oder (im Englischen) "the Fu-Manchu"?
>

Wilhelm I. v Oranien
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/index,page=1274068.html
und Maradona
http://thirdkit.com/wp-content/uploads/2010/07/slide_8190_109083_huge1.jpg

--

Roland Franzius

Christina Kunze

unread,
Nov 15, 2011, 2:52:24 AM11/15/11
to
Am 15.11.2011 00:29, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

> Wieso soll ein Bart "ein nichtvorhandenes Kinn" kaschie-
> ren?

Nun, fliehendes Kinn und Doppelkinn entsprechen nicht unbedingt dem
momentan geltenden Schönheitsideal, ersteres steht zudem in dem Ruf, auf
die Charakterschwäche seines Besitzers hinzuweisen.
Da lässt sich durch einen geschickt geformten Bart schon einiges erreichen.

chr

Lothar Frings

unread,
Nov 15, 2011, 3:30:22 AM11/15/11
to
Christina Kunze tat kund:
Nun, wenn man nicht dem momentan geltenden
Schönheitsideal entspricht, läßt sich durch eine
geschickt plazierte Papiertüte auch einiges
erreichen. Aber ob das das Problem löst?

Gunhild Simon

unread,
Nov 15, 2011, 5:08:51 AM11/15/11
to
On 14 Nov., 21:51, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:

...
>
> Meinem unmassgeblichen Gesichtsbehaarungsempfinden nach ist das
> Barttragen sowieso einer der Fehler, den jeder Mann einmal im Leben
> macht, meist in j ngeren Jahren. BTDT. Die meisten merken's dann
> irgendwann. Zum Kaschieren von nicht vorhandenem Kinn mag's angehen.

Ich sehe das Kaschierungsbemühen bei den älteren, doppelkinnbehafteten
Barträger.

Kürzlich begegnete mir ein besonders exzentrischer:
Der Bart hing zweigeteilt, graumeliert, mit blauen Stähnen
hervorgehoben und sorgsam gebürstet bis zur Höhe der Taille. Der
Träger der auffälligen Barttracht war im übrigen eher von sportlich-
eleganter Erscheinung.

Jedenfalls waren ihm alle Blicke sicher - und getuschelte Bemerkungen
auch.

Gruß
Gunhild

Roland Franzius

unread,
Nov 15, 2011, 5:23:53 AM11/15/11
to
Am 15.11.2011 11:08, schrieb Gunhild Simon:
>
> Jedenfalls waren ihm alle Blicke sicher - und getuschelte Bemerkungen
> auch.

Das letzte Mal, dass ich eine getuschelte Bemerkung gehört habe, muss
ein Vierteljahrhundert her sein. Gibt es das Wort wirklich noch?

--

Roland Franzius

Lothar Frings

unread,
Nov 15, 2011, 5:35:52 AM11/15/11
to
Roland Franzius tat kund:

> Das letzte Mal, dass ich eine getuschelte Bemerkung gehört habe, muss
> ein Vierteljahrhundert her sein. Gibt es das Wort wirklich noch?

Vielleicht hört du einfach schlechter.

Gunhild Simon

unread,
Nov 15, 2011, 6:05:33 AM11/15/11
to
On 15 Nov., 11:08, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
...
> Ich sehe das Kaschierungsbemühen bei den älteren, doppelkinnbehafteten
> Barträger.

Ich korrigiere: Bei den ...Bartträgern.

Gruß
I



Joachim Pense

unread,
Nov 15, 2011, 6:47:00 AM11/15/11
to
Am 15.11.2011 09:30, schrieb Lothar Frings:

>
> Nun, wenn man nicht dem momentan geltenden
> Schönheitsideal entspricht, läßt sich durch eine
> geschickt plazierte Papiertüte auch einiges
> erreichen. Aber ob das das Problem löst?

"...dass es manchmal gelingt, aus einem Hintern ein Gesicht zu machen,
wenn man ihn gut schminkt." U. Roski

Joachim

Joachim Pense

unread,
Nov 15, 2011, 6:53:51 AM11/15/11
to
Ich glaube, es heißt "ab und zu", nicht "manchmal". Zumindest kommt das
metrisch besser.

Joachim

Yvonne Steiner

unread,
Nov 15, 2011, 7:41:12 AM11/15/11
to
Die "Stähnen" hättest du auch gleich mit einschliessen können.

--
Yvonne Steiner

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 15, 2011, 8:48:48 AM11/15/11
to
On 15 Nov., 11:08, Gunhild Simon <gunhild.si...@yahoo.de> wrote:
> On 14 Nov., 21:51, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>
> ...
>
>
>
> > Meinem unmassgeblichen Gesichtsbehaarungsempfinden nach ist das
> > Barttragen sowieso einer der Fehler, den jeder Mann einmal im Leben
> > macht, meist in j ngeren Jahren. BTDT. Die meisten merken's dann
> > irgendwann. Zum Kaschieren von nicht vorhandenem Kinn mag's angehen.
>
> Ich sehe das Kaschierungsbemühen bei den älteren, doppelkinnbehafteten
> Barträger.

Ich sehe da eher ein Bemuehen, sich die taegliche Rasur
zu ersparen und etwas zu verwildern.

K.L.



Lothar Frings

unread,
Nov 15, 2011, 9:00:06 AM11/15/11
to
Karl-Ludwig Diehl tat kund:

> Ich sehe da eher ein Bemuehen, sich die taegliche Rasur
> zu ersparen und etwas zu verwildern.

In der Werbung ist der Dreitagebart jedenfalls
inzwischen ein Muß, wenn er sich nicht zwingend
verbietet.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 15, 2011, 9:26:43 AM11/15/11
to
Das "Bart-muss-ab-Movement" in seinem Kampf
gegen den Dreitagebart greift natuerlich auf das
Wort "Kaschierung" zurueck, um den Zwang, dass
er ab muss, zu gestalten. Ploetzlich fliehen Kinne.
Es fragt sich nur: Wohin?

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 15, 2011, 9:32:14 AM11/15/11
to
On 9 Nov., 22:44, Dorothee Hermann <DorotheeHerm...@gmx.net> wrote:

> Versuch es doch mal mit:
> Brandenburger Polizei Uniform
> oderhttp://kuerzer.de/mikkcj5XH

Ich fand diese Meldung:

"Unrasiertes fliehendes Kinn auf der Flucht erschossen!"

K.L.

Gerald Fix

unread,
Nov 15, 2011, 10:07:48 AM11/15/11
to
On Mon, 14 Nov 2011 13:25:28 -0500, Oliver Cromm
<lispa...@crommatograph.info> wrote:

>>> Zumindest auf Englisch: Goatee. Der ist zwar neutral, bezeichnet
>>> aber einen ganz anderen Bart - wie der Name schon sagt, einen
>>> Geißen- , also Ziegenbart.

>Ursprünglich bezeichnet /goatee/ den Ziegenbart - einen kleinen,
>vorzugsweise spitzen Kinnbart. Alle Wörterbücher, die ich bisher
>konsultiert habe, führen *nur* diese Bedeutung auf.

>Wie das Lehnwort "Goatee" oder "Goatie" speziell im Deutschen
>verwendet wird, habe ich noch nicht betrachtet. Bisher war mir
>nicht bewußt, daß das im Deutschen überhaupt vorkommt. Es wäre ja
>nicht untypisch, wenn es für irgendeine Lücke im Vokabular
>eingesetzt wird, wo es halbwegs paßt, "Ziegenbart" haben wir ja
>schon.

Hat es im Englischen keine weiterführende Bedeutung? Wieso wird das
bei Dilbert so ausführlich behandelt?

http://search.dilbert.com/comic/Goatee

--
Viele Grüße
Gerald Fix
Message has been deleted
Message has been deleted

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 15, 2011, 12:48:11 PM11/15/11
to
On 15 Nov., 17:11, rhausenet2...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning)
wrote:

> Im übrigen ist es ein Kreuz mit den Bartbezeichnungen. Ich kenne keine
> befriedigende Darstellung, die die Vielzahl der Bärte klar beschreibt
> und benennt.

Das deutet darauf hin, dass das Wort Bart zur
Bezeichnung eines Bartes voellig ausreicht.

K.L.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 15, 2011, 12:55:13 PM11/15/11
to
On 15 Nov., 18:06, rhausenet2...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning)
wrote:

> > Wieso wird das
> > bei Dilbert so ausführlich behandelt?
> >http://search.dilbert.com/comic/Goatee
>
> Besonders seltsam ist es, was da als Goatee bezeichnet wird.

Zusammen mit Kravatte sieht es wie ein
Flaschenoeffner aus:

http://dilbert.com/strips/comic/2010-12-15/

K.L.

Oliver Cromm

unread,
Nov 15, 2011, 1:26:37 PM11/15/11
to
* Ralf Heinrich Arning:
Ist mir nicht bewußt; ich nahm bisher an, dabei geht es um Bärte
überhaupt, denn ...

> Die Bildersuche der Tante erweckt den Eindruck, daß im Englischen alle
> Bärte ohne Backenbart "goatee" genannt werden.

Von den nachlässigen Zeitgenossen jedenfalls. Wie gesagt, in den
Wörterbücher ist das nicht angekommen.

--
Bill Gates working as a waiter:
- Waiter, there's a fly in my soup
- Try again, maybe it won't be there this time

Walter P. Zähl

unread,
Nov 15, 2011, 2:16:27 PM11/15/11
to
Und natürlich das Hemd offen, obwohl der Abstand der
beiden obersten Knöpfe deutlich anzeigt, dass dieses
Hemd nie und nimmer offen, sondern immer mit Krawatte
zu tragen ist.
Und so was nennt sich dann "Akademiker und Single
mit Niveau."

/Walter

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 15, 2011, 2:34:53 PM11/15/11
to
On 15 Nov., 20:16, Walter P. Zähl <spamsin...@zaehl.de> wrote:
Wobei "MIT NIVEAU" immer grossbuchstaeblich zu schrei-
ben Pflicht werden muss. Gottseidank: "Es gibt noch viel
zu aendern!"

K.L.

Mathias Kőrber

unread,
Nov 16, 2011, 12:52:54 AM11/16/11
to
On 16/11/11 0:11, Ralf Heinrich Arning wrote:

> Im übrigen ist es ein Kreuz mit den Bartbezeichnungen. Ich kenne keine

<http://www.topatoco.com/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=TO&Product_Code=WON-BEARDS&Category_Code=WON>

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 16, 2011, 8:22:11 AM11/16/11
to
On 16 Nov., 06:52, Mathias Kőrber <math...@koerber.org> wrote:
> On 16/11/11 0:11, Ralf Heinrich Arning wrote:
>
> > Im übrigen ist es ein Kreuz mit den Bartbezeichnungen. Ich kenne keine
>
> <http://www.topatoco.com/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=TO&Produc...>

Jemand sollte jetzt zum Thema ein Buch schreiben!

K.L.

Dorothee Hermann

unread,
Nov 16, 2011, 9:41:24 AM11/16/11
to
Am 16.11.2011 06:52, schrieb Mathias Kőrber:

> <http://www.topatoco.com/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=TO&Product_Code=WON-BEARDS&Category_Code=WON>

Den ganz rechts in der mittleren Reihe, den kenn ich!

Das muss der Vater von Rolf [1] sein.


Dorothee
[1] Ein riesig-netter Hund!

Dorothee Hermann

unread,
Nov 16, 2011, 9:41:42 AM11/16/11
to
Am 16.11.2011 14:22, schrieb Karl-Ludwig Diehl:
> On 16 Nov., 06:52, Mathias Kőrber schrieb
> Message-ID: <9ih1dm...@mid.individual.net>

>> <http://www.topatoco.com/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=TO&Produc...>

Der Link heißt *richtig*
<http://www.topatoco.com/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=TO&Product_Code=WON-BEARDS&Category_Code=WON>

> Jemand sollte jetzt zum Thema ein Buch schreiben!

Mach doch!


Dorothee
BtW: Wenn Du den Betreff wechselst, dann schreib es doch bitte mit
dazu, dann kann man den richtigen Link zum Beispiel, den Dein
Google verstümmelte, erkennen.


Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 16, 2011, 9:49:42 AM11/16/11
to

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 16, 2011, 9:50:15 AM11/16/11
to
On 16 Nov., 15:41, Dorothee Hermann <DorotheeHerm...@gmx.net> wrote:
> Am 16.11.2011 14:22, schrieb Karl-Ludwig Diehl:> On 16 Nov., 06:52, Mathias Kőrber schrieb
>
>  > Message-ID: <9ih1dmFjp...@mid.individual.net>
> <http://www.topatoco.com/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=TO&Produc...>
>
> > Jemand sollte jetzt zum Thema ein Buch schreiben!
>
> Mach doch!

Mir fehlt die Bartkompetenz. K.L.

Message has been deleted
Message has been deleted

Oliver Cromm

unread,
Nov 16, 2011, 12:56:12 PM11/16/11
to
* Ralf Heinrich Arning:
> Und es reicht, wenn Restaurants nur noch "Gericht" anbieten, ohne es
> näher zu bezeichnen? Oder mehrere Gerichte, nur durchnumeriert und mit
> verschiedenen Preisen?

Ich habe eine Anekdote gelesen, wo ein Japaner in den USA auf der
Speisekarte ein Gericht mit "Fisch" entdeckte. Er fragte den
Kellner, um was für einen Fisch es sich da handle. Der mußte erst
mal den Koch fragen, der das dann klärte: es sei Seefisch.

Dafür kann man in Japan eine Packung "Käse" kaufen.

--
Smith & Wesson--the original point and click interface

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 16, 2011, 1:01:34 PM11/16/11
to
On 16 Nov., 17:48, rhausenet2...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning)
wrote:
> Und es reicht, wenn Restaurants nur noch "Gericht" anbieten, ohne es
> näher zu bezeichnen?

"Gutes Essen zu moderaten Preisen" wuerde voellig
ausreichen. Was es jeweils gibt, sollte man sich mit
eigenen Augen ansehen duerfen.

> Oder mehrere Gerichte, nur durchnumeriert und mit
> verschiedenen Preisen?

In der Tuerkei wurden wir vor die Kochtoepfe gefuehrt,
um uns das Essen auszusuchen. Das war recht praktisch.

K.L.



Florian Ritter

unread,
Nov 16, 2011, 3:15:40 PM11/16/11
to
On 16 Nov., 18:56, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:

> Ich habe eine Anekdote gelesen, wo ein Japaner in den USA auf der
> Speisekarte ein Gericht mit "Fisch" entdeckte. Er fragte den
> Kellner, um was für einen Fisch es sich da handle. Der mußte erst
> mal den Koch fragen, der das dann klärte: es sei Seefisch.
>
> Dafür kann man in Japan eine Packung "Käse" kaufen.

Das Einkaufen in Leningrad war sehr einfach: eine Sorte Gummibrot,
eine Sorte Gummikäse, ein Sorte Gummiwurst (eine Art Fleischkäse),
eine Sorte Bier (zhigulovskoye, eine Bezeichnung wie Pilsner) - FR

Florian Ritter

unread,
Nov 16, 2011, 3:11:25 PM11/16/11
to
On 16 Nov., 17:48, rhausenet2...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning)
wrote:

> > Das deutet darauf hin, dass das Wort Bart zur
> > Bezeichnung eines Bartes voellig ausreicht.
>
> Und es reicht, wenn Restaurants nur noch "Gericht" anbieten, ohne es
> näher zu bezeichnen? Oder mehrere Gerichte, nur durchnumeriert und mit
> verschiedenen Preisen?

Das war in der That die sowjetische Methode. Im lit. Wilna spiesen wir
allmittäglich im Rest. "Palanga" (Polangen, Ostseebad der sowjet.
Nomenklaturkader im Memelland), Gediminas (sagenhafter lit. König)
Gatve (verwandt mit unserer Gasse - habta heute aba wieda wat jelernt
bei'n Herrn Ritter, wa) und auf der Tageskarte war lediglich "Menyu I"
und "Menyu II" zu entiffern, der Rest blieb aenigmatisch, die Preise
waren gleich, ebenso welches Menu man bestellte, jedes bestand - ganz
sowjetische Hochkultur - aus drei Gängen, Pervoye, Vtoroye, Tretiye
sowie einem Getränk (gen. firmenyi napitok), das aus dem mit Wasser
verdünnten Saft des als Tretiye gereichten eingeweckten Obstes
bestand. Na, da sehta ma, so einfach, schlicht, geschmacklos kann
Gastronomie sein - FR

Florian Ritter

unread,
Nov 16, 2011, 3:18:59 PM11/16/11
to
On 16 Nov., 18:31, rhausenet2...@t-online.de (Ralf Heinrich Arning)
wrote:

> > > Jemand sollte jetzt zum Thema ein Buch schreiben!
>
> > Mach doch!
>
> Bei ihm stünde darin: Bart Bart Bart Bart Bart Bart ...
>
> Aber in der Tat, so ein Buch "Die Bärte Europas -- vom Mittelalter bis
> zur Gegenwart. Namen, Moden und Verbote"

Sei der Thatsache eingedenk, daß Bartlosigkeit ein Vorrecht der
Windischgrätzdragoner ist!

> würde ich bei Gelegenheit aus einer Bibliothek ausleihen.

Kulturgeschichte der Bartrachten - FR

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 1:14:24 AM11/17/11
to
Florian Ritter wrote:

> Bartrachten

... würde ich für alles halten, was zwischen einem Kellnerfrack samt
Fliege und dem Häschen-Outfit samt Oben-ohne-Bedienung hinter dem
Tresen so getragen wird.

Helmut
--
Oder heißt das Bart-Rachten?

Roland Franzius

unread,
Nov 17, 2011, 2:14:37 AM11/17/11
to
Gewöhnlich sagt man statt Bartracht zB Gewinn und statt bartrachten
geldgieren.

--

Roland Franzius

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 4:43:28 AM11/17/11
to
Roland Franzius wrote:
> Am 17.11.2011 07:14, schrieb helmut.p.einfalt:
>> Florian Ritter wrote:
>>
>>>> Bartrachten
>> ... w�rde ich f�r alles halten, was zwischen einem Kellnerfrack
>> samt
>> Fliege und dem H�schen-Outfit samt Oben-ohne-Bedienung hinter dem
>> Tresen so getragen wird.
>>
>> Helmut
>> -- Oder hei�t das Bart-Rachten?
>
>
> Gew�hnlich sagt man statt Bartracht zB Gewinn und statt bartrachten
> geldgieren.

Bartracht = angewandter Dagobertismus?

Helmut
--
I can me out!

Florian Ritter

unread,
Nov 17, 2011, 7:45:43 AM11/17/11
to
On 17 Nov., 10:43, "helmut.p.einfalt"
<Helmut.p.einfalt_NOSPAM@DELETETHECAPS_aon.at> wrote:

> > Gew hnlich sagt man statt Bartracht zB Gewinn und statt bartrachten
> > geldgieren.
>
> Bartracht = angewandter Dagobertismus?

> I can me out!

Heavy on wire, this Helme - FR

Florian Ritter

unread,
Nov 17, 2011, 7:43:34 AM11/17/11
to
On 17 Nov., 07:14, "helmut.p.einfalt"
<Helmut.p.einfalt_NOSPAM@DELETETHECAPS_aon.at> wrote:

> > Bartrachten
>
> ... würde ich für alles halten, was zwischen einem Kellnerfrack samt
> Fliege und dem Häschen-Outfit samt Oben-ohne-Bedienung hinter dem
> Tresen so getragen wird.

Meine Kellnerfliege hieß Agathe.

> Oder heißt das Bart-Rachten?

Stell Dich, Helme *, nicht noch blöder als Du leider Gottes ohnehin
schon bist - FR

* So nannte sich ein schwuler Barmann in Berlin, der seine
Tuntenhaftigkeit zur Erheiterung der Gäste zelebrierte; einmal deutete
er auf mich und frug einen seiner warmen Freunde: Wo hast'n det
Schmaltier jerissen?

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 8:00:30 AM11/17/11
to
There throws it you the hay down, shaken, what?

Helmut
--
I throw myself now over the houses

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 8:04:05 AM11/17/11
to
Florian Ritter wrote:

>>> Bartrachten
>>
>> Oder heißt das Bart-Rachten?
>
> Stell Dich, Helme *, nicht noch blöder als Du leider Gottes ohnehin
> schon bist - FR

Heast Hawara, wüüst a Trafik?

Hömmal
--
Sag, Geselle, strebst
Du etwa die Inhaberschaft
einer Tabakverschleißstelle an?

Florian Ritter

unread,
Nov 17, 2011, 8:09:30 AM11/17/11
to
On 17 Nov., 14:04, "helmut.p.einfalt"
<Helmut.p.einfalt_NOSPAM@DELETETHECAPS_aon.at> wrote:

> >> Oder heißt das Bart-Rachten?
>
> > Stell Dich, Helme, nicht noch blöder als Du leider Gottes ohnehin
> > schon bist
>
> Heast Hawara, wüüst a Trafik?
>
> Hömmal

> Sag, Geselle, strebst
> Du etwa die Inhaberschaft
> einer Tabakverschleißstelle an?

Mauljucken?

FR

Oliver Cromm

unread,
Nov 17, 2011, 8:49:20 AM11/17/11
to
* helmut.p.einfalt:

> Florian Ritter wrote:
>> On 17 Nov., 10:43, "helmut.p.einfalt"
>> <Helmut.p.einfalt_NOSPAM@DELETETHECAPS_aon.at> wrote:
>>
>>>> Gew hnlich sagt man statt Bartracht zB Gewinn und statt
>>>> bartrachten
>>>> geldgieren.
>>>
>>> Bartracht = angewandter Dagobertismus?
>>
>>> I can me out!
>>
>> Heavy on wire, this Helme - FR
>
> There throws it you the hay down, shaken, what?

Now come I not more with.

--
Software gets slower, faster than hardware gets faster.
--Wirth's law

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 9:39:07 AM11/17/11
to
Oliver Cromm wrote:
>>>> Bartracht = angewandter Dagobertismus?
>>>
>>>> I can me out!
>>>
>>> Heavy on wire, this Helme - FR
>>
>> There throws it you the hay down, shaken, what?
>
> Now come I not more with.

"Da haut's dir das Heu herunter" ist die hochdeutsche Übersetzung
eines wienerischen Ausdrucks, der sowas besagt wie: "Da kiekste,
watt?", wobei der "Gschüttlte" (shaken) etwa das ist, was Kollege FR
als "mit der Klammerbeutel gepudert" bezeichnen tät.

Und "sich über die Häuser hauen" heißt sowas Ähnliches wie "abreißen
wie ein Vierzgerzwirn"... *ggg*

Helmut
--
Ne tirer la poignée
qu'en cas de danger
(Frosösische Pöhsie)

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 9:41:50 AM11/17/11
to
Florian Ritter wrote:
> On 17 Nov., 14:04, "helmut.p.einfalt"
> <Helmut.p.einfalt_NOSPAM@DELETETHECAPS_aon.at> wrote:
>
>>>> Oder heißt das Bart-Rachten?
>>
>>> Stell Dich, Helme, nicht noch blöder als Du leider Gottes ohnehin
>>> schon bist
>>
>> Heast Hawara, wüüst a Trafik?
>>
>
> Mauljucken?

I man i dram, do wüü anar an Foaschein fian Anasibzga!

Hömmal

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 17, 2011, 10:46:13 AM11/17/11
to
Wir hatten in Leningrad spezielle Supermaerkte zur Ver-
fuegung, in denen man sich gut versorgen konnte. K.L.

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 17, 2011, 12:28:00 PM11/17/11
to
Wohin fährt den die 71, Zentralfriedhof?

Gruß Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln möchte, ist es eine gute
Idee, für jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist natürlich keine gute Idee, alles zu veröffentlichen.
Oliver Cromm in desd === http://www.sicherheitslampe.de ===

helmut.p.einfalt

unread,
Nov 17, 2011, 12:47:57 PM11/17/11
to
Uwe Schickedanz wrote:
>>>> Heast Hawara, wüüst a Trafik?
>>>
>>> Mauljucken?
>>
>> I man i dram, do wüü anar an Foaschein fian Anasibzga!
>
> Wohin fährt den die 71, Zentralfriedhof?

*Der* Einundsiebziger (scil. "Wagen") fährt tatsächlich zum
Zentralfriedhof.
Kollege Schickedanz hat sich ein Billetl für den 38er verdient, der
was auf Grinzing fahrt!

Helmut
--
Dass kaana noch da T

Thomas Schade

unread,
Nov 17, 2011, 12:54:53 PM11/17/11
to
On 17.11.2011 18:28, Uwe Schickedanz wrote:
> On Thu, 17 Nov 2011 15:41:50 +0100, "helmut.p.einfalt"

>>I man i dram, do wüü anar an Foaschein fian Anasibzga!
>
> Wohin fährt den die 71, Zentralfriedhof?

Lustig; mal ein Satz, wo sich nicht sofort erkennen lässt, ob wirklich
'den' gemeint war, oder ob es sich um einen Typo für 'denn' handelt.


Ciao
Toscha
--
Die Karawane zieht weiter,
Dä Sultan hätt Doosch.

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 17, 2011, 1:03:34 PM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011 18:54:53 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
wrote:

>On 17.11.2011 18:28, Uwe Schickedanz wrote:
>> On Thu, 17 Nov 2011 15:41:50 +0100, "helmut.p.einfalt"
>
>>>I man i dram, do wüü anar an Foaschein fian Anasibzga!
>>
>> Wohin fährt den die 71, Zentralfriedhof?
>
>Lustig; mal ein Satz, wo sich nicht sofort erkennen lässt, ob wirklich
>'den' gemeint war, oder ob es sich um einen Typo für 'denn' handelt.

Es war ein Tippfehler, meine Tastatur hakt. "Die 71" für "die Linie
71" ist bei uns idiomatisch.

Thomas Schade

unread,
Nov 17, 2011, 1:09:21 PM11/17/11
to
On 17.11.2011 19:03, Uwe Schickedanz wrote:
> On Thu, 17 Nov 2011 18:54:53 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
> wrote:

>>>>I man i dram, do wüü anar an Foaschein fian Anasibzga!
>>>
>>> Wohin fährt den die 71, Zentralfriedhof?
>>
>>Lustig; mal ein Satz, wo sich nicht sofort erkennen lässt, ob wirklich
>>'den' gemeint war, oder ob es sich um einen Typo für 'denn' handelt.
>
> Es war ein Tippfehler, meine Tastatur hakt. "Die 71" für "die Linie
> 71" ist bei uns idiomatisch.

Das ist hier nicht anders. Aber auch mit diesem Hintergrundwissen passt
weiterhin 'den' wie 'denn'.


Ciao
Toscha
--
Den Reiz des Verbotenen kann man nur auskosten,
wenn man es sofort tut -
morgen ist es vielleicht schon erlaubt. (Jean Genet)

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 17, 2011, 2:45:10 PM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011 19:09:21 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
wrote:

>On 17.11.2011 19:03, Uwe Schickedanz wrote:
>> On Thu, 17 Nov 2011 18:54:53 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
>> wrote:
>
>>>>>I man i dram, do wüü anar an Foaschein fian Anasibzga!
>>>>
>>>> Wohin fährt den die 71, Zentralfriedhof?
>>>
>>>Lustig; mal ein Satz, wo sich nicht sofort erkennen lässt, ob wirklich
>>>'den' gemeint war, oder ob es sich um einen Typo für 'denn' handelt.
>>
>> Es war ein Tippfehler, meine Tastatur hakt. "Die 71" für "die Linie
>> 71" ist bei uns idiomatisch.
>
>Das ist hier nicht anders. Aber auch mit diesem Hintergrundwissen passt
>weiterhin 'den' wie 'denn'.

Stümpt.

Wenn mir einer eine Trafik oder besagten Foaschein anbieten würde,
hätte ich höchstwahrscheinlich ein Problem, weil ich bei dem Dialekt
unweigerlich schmunzeln müßte, was vermutlich die falsche Reaktion
wäre.

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 17, 2011, 3:06:43 PM11/17/11
to
On 16 Nov., 18:56, Oliver Cromm <lispamat...@crommatograph.info>
wrote:

> Ich habe eine Anekdote gelesen, wo ein Japaner in den USA auf der
> Speisekarte ein Gericht mit "Fisch" entdeckte. Er fragte den
> Kellner, um was für einen Fisch es sich da handle. Der mußte erst
> mal den Koch fragen, der das dann klärte: es sei Seefisch.

Ja, lustig. Aber mal ganz genau zurueck zum Thema:

Ein Oberlippenbart ist ein Bart an der Oberlippe.
Ein Schluesselbart ist natuerlich der Bart, den ein
Schluessel hat (Vollbart?).
Folglich ist ein "Klobrillenbart" der Bart an einer
Klobrille. Diese dient einerseits zum Durchschauen,
ob alles weggespuelt ist, deshalb Brille, andererseits
zum Sitzen. Beim flaumigen Klobrillenbart sitzt man
weich und bequem. Beim festen und zackigen Klo-
brillenbart ist das Sitzen bewusst unbequem, damit
auf dem WC keine Buecher, Zeitungen, usw. gelesen
werden. Schliesslich sollen ja auch noch weitere
Personen, eine nach der andere, die Toilette be-
nutzen duerfen. Denn in der Regel draengt die Zeit. :-)

K.L.




Thomas Schade

unread,
Nov 17, 2011, 3:23:08 PM11/17/11
to
On 17.11.2011 20:45, Uwe Schickedanz wrote:
> On Thu, 17 Nov 2011 19:09:21 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
> wrote:

>>> Es war ein Tippfehler, meine Tastatur hakt. "Die 71" für "die Linie
>>> 71" ist bei uns idiomatisch.
>>
>>Das ist hier nicht anders. Aber auch mit diesem Hintergrundwissen passt
>>weiterhin 'den' wie 'denn'.
>
> Stümpt.
>
> Wenn mir einer eine Trafik oder besagten Foaschein anbieten würde,
> hätte ich höchstwahrscheinlich ein Problem, weil ich bei dem Dialekt
> unweigerlich schmunzeln müßte, was vermutlich die falsche Reaktion
> wäre.

Man möcht sich nicht vorstellen, wie 'Fahrschein' in gewissen
ostdeutschen Dialekten klingen mag. Schmumzeln wäre aber auch da
vermutlich die erste Reaktion.


Ciao
Toscha
--
Beauty lies in the eyes of the beerholder.

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 17, 2011, 4:14:20 PM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011 21:23:08 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
wrote:

>Man möcht sich nicht vorstellen, wie 'Fahrschein' in gewissen
>ostdeutschen Dialekten klingen mag.

"Sichtkart" in meinem.

Thomas Schade

unread,
Nov 17, 2011, 4:20:19 PM11/17/11
to
On 17.11.2011 22:14, Uwe Schickedanz wrote:
> On Thu, 17 Nov 2011 21:23:08 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
> wrote:

>>Man möcht sich nicht vorstellen, wie 'Fahrschein' in gewissen
>>ostdeutschen Dialekten klingen mag.
>
> "Sichtkart" in meinem.

Das finde ich eine äußerst ungewöhnliche Aussprache für 'Fahrschein'.
Aber Spaß beiseite, bei 'Sichtkart' hätte ich bis gerade nicht die
geringste Idee gehabt, was das hätte sein können.


Ciao
Toscha
--
Finished with my woman 'cause she couldn't help me with my mind
people think I'm insane because I am frowning all the time
[Black Sabbath: Paranoid]

Matthias Opatz

unread,
Nov 17, 2011, 4:36:49 PM11/17/11
to
Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:
> Thomas Schade wrote:

>> Man möcht sich nicht vorstellen, wie 'Fahrschein' in gewissen
>> ostdeutschen Dialekten klingen mag.
>
> "Sichtkart" in meinem.

Sichtkart*e*. Das ist aber eine Zeitkarte, kein Schein für eine Fahrt.

Matthias

--
Nach der Schlacht von Leipzig sah man Pferde, denen 3, 4 und noch mehr
Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. Prof. Galletti
Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? ==> <http://www.galletti.de/>
== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==

Matthias Opatz

unread,
Nov 17, 2011, 4:40:11 PM11/17/11
to
Thomas Schade gab zur Kenntnis:

> Das finde ich eine äußerst ungewöhnliche Aussprache für 'Fahrschein'.
> Aber Spaß beiseite, bei 'Sichtkart' hätte ich bis gerade nicht die
> geringste Idee gehabt, was das hätte sein können.

Das fehlt ein e am Ende, es bezeichnet Wochen- und Monatskarten. Der
Name geht darauf zurück, dass diese beim Einsteigen entweder beim
Fahrer vorgezeigt oder für die anderen Fahrgäste sichtbar hochgehalten
werden sollte.

Das soll(te) Leute, die /weder/ ihren Fahrschein stempelten/lochten
/noch/ eine Zeitkarte hochhielten, von vorn herein als mutmaßliche
Schwarzfahrer erkennbar machen.

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 17, 2011, 4:37:39 PM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011 22:20:19 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
wrote:

>On 17.11.2011 22:14, Uwe Schickedanz wrote:
>> On Thu, 17 Nov 2011 21:23:08 +0100, Thomas Schade <tos...@rrr.de>
>> wrote:
>
>>>Man möcht sich nicht vorstellen, wie 'Fahrschein' in gewissen
>>>ostdeutschen Dialekten klingen mag.
>>
>> "Sichtkart" in meinem.
>
>Das finde ich eine äußerst ungewöhnliche Aussprache für 'Fahrschein'.
>Aber Spaß beiseite, bei 'Sichtkart' hätte ich bis gerade nicht die
>geringste Idee gehabt, was das hätte sein können.

Es handelt sich möglicherweise um einen Zwickauer oder westsächsischen
Regionalismus. In meiner Kindheit hatten Busse und Straßenbahnen
teilweise noch Schaffner, denen man diesen Fahrschein "zur Ansicht"
hinzeigte. Dazu müßte ich aber meine Eltern bzw. Großeltern befragen,
meine Erinnerung ist da sehr verschwommen. Als ich in die Schule kam,
war dieses System bereits abgelöst durch briefkastenänhliche Gebilde
aus Holz mit einer Glasscheibe. Die Sichkarten steckte man beim
Einsteigen einfach oben rein, und für alle Umsitzenden war zu sehen,
ob man eine Sichtkarte eingeworfen hatte oder nicht. Die Dinger gabs
als Block, jeweils 5 Stück ein Blatt, mit Perforation zum Abreißen.
Eine Sichtkarte war vielleicht 4 cm lang und 1,5 cm breit, kam 20 Pf.
(Kinder, Rentner und Schwerbehinderte die Hälfte) und man konnte im
Stadtgebiet beliebig weit fahren.

Später kamen dann Boxen, die hinter einer Plexiglasscheibe eine Art
Flügelzellenrad hatten, daß sich jeweils ein Segment im Uhrzeigersinn
weiterdrehte, wenn man rechts am Hebel zog. Hatte ein bißchen was von
einem einarmigen Banditen. Also Karte oben rein, fiel dann in eins der
sechs (oder acht?) Segmente, dann am Hebel gezogen, rechts kam ein
Beleg raus, den man abreißen mußte.

Noch später wurden Stempelautomaten ('Entwerter') eingeführt,
allerdings dann mit einem größeren Fahrschein aus grauem
Recyclingpapier. Der Stempel löste durch mechanischen Druck des immer
noch Sichtkarte genannten Fahrscheins aus, was mitunter schwierig war,
besonders, wenn der schon längere Zeit im Portemonnaie herumoxidierte.

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 17, 2011, 4:39:35 PM11/17/11
to
On Thu, 17 Nov 2011 22:36:49 +0100, Matthias Opatz
<inv...@invalid.invalid> wrote:

>Uwe Schickedanz gab zur Kenntnis:
>> Thomas Schade wrote:
>
>>> Man möcht sich nicht vorstellen, wie 'Fahrschein' in gewissen
>>> ostdeutschen Dialekten klingen mag.
>>
>> "Sichtkart" in meinem.
>
>Sichtkart*e*.

Der Zwickauer (Westerzgebirgisch, you remember) verschluckt gern die
Endungen und verschleift sie nicht nur.

>Das ist aber eine Zeitkarte, kein Schein für eine Fahrt.

Bei uns war das annersch.

Thomas Schade

unread,
Nov 17, 2011, 4:44:05 PM11/17/11
to
Dank dir für diese sehr ausführliche Ausführung ostdeutsches
Befördrungskulturgut betreffend; und dank auch an Matthias für seine
Erklärung nebenan.
Der Begriff 'Sichtkarte' gewinnt an Kontur, aber wie gesagt, selbst im
Kontext konnte ich mir die Bedeutung nur schemenhaft erschließen. Ohne
Kontext hätte ich der Aufforderung 'Die Sichtkarten bitte!' nur schwer
folge leisten können.

Andreas Karrer

unread,
Nov 17, 2011, 8:05:37 PM11/17/11
to
* Thomas Schade <tos...@rrr.de>:
>
> Dank dir für diese sehr ausführliche Ausführung ostdeutsches
> Befördrungskulturgut betreffend; und dank auch an Matthias für seine
> Erklärung nebenan.


Bei den hiesigen Verkehrsbetrieben wurden in den 60ern die Kondukteure
in den Anhängerwagen der Trams abgeschafft. In diesen Anhängern durfte
nur mitfahren, wer eine "Sichtkarte" (Monats- oder Jahreskarte für eine
bestimmte Strecke) hatte, sonst musste man im vorderen, bedienten Wagen
einsteigen und ein Billet lösen. Die unbedienten Wagen waren mit einem
Augensymbol gekennzeichnet.

http://www.g-st.ch/trambilder/20040602B/00008026.html

Warum die "Sichtkarten" hiessen ist mir eigentlich nie klar geworden,
denn normalerweise musst eman sie ja eben nicht zeigen, sondern nur bei
Kontrollen. Sie wurden aber auch noch später, als es längst auch im
vorderen Wagen keine Kondukteure (Schaffner) mehr gab, bisweilen so
genannt.

- Andi

Joachim Pense

unread,
Nov 18, 2011, 12:22:35 AM11/18/11
to
Am 17.11.2011 22:44, schrieb Thomas Schade:
> On 17.11.2011 22:37, Uwe Schickedanz wrote:
>> On Thu, 17 Nov 2011 22:20:19 +0100, Thomas Schade<tos...@rrr.de>
>> wrote:
>
>>>>> Man möcht sich nicht vorstellen, wie 'Fahrschein' in gewissen
>>>>> ostdeutschen Dialekten klingen mag.
>>>>
>>>> "Sichtkart" in meinem.
>>>
>>> Das finde ich eine äußerst ungewöhnliche Aussprache für 'Fahrschein'.
>>> Aber Spaß beiseite, bei 'Sichtkart' hätte ich bis gerade nicht die
>>> geringste Idee gehabt, was das hätte sein können.
>>
>> Es handelt sich möglicherweise um einen Zwickauer oder westsächsischen
>> Regionalismus. In meiner Kindheit hatten Busse und Straßenbahnen
>> teilweise noch Schaffner, denen man diesen Fahrschein "zur Ansicht"
>> hinzeigte. Dazu müßte ich aber meine Eltern bzw. Großeltern befragen,
>> meine Erinnerung ist da sehr verschwommen. Als ich in die Schule kam,
>> war dieses System bereits abgelöst durch briefkastenänhliche Gebilde
>> aus Holz mit einer Glasscheibe. Die Sichkarten steckte man beim
>> Einsteigen einfach oben rein, und für alle Umsitzenden war zu sehen,
>> ob man eine Sichtkarte eingeworfen hatte oder nicht. Die Dinger gabs
>> als Block, jeweils 5 Stück ein Blatt, mit Perforation zum Abreißen.
>> Eine Sichtkarte war vielleicht 4 cm lang und 1,5 cm breit, kam 20 Pf.
>> (Kinder, Rentner und Schwerbehinderte die Hälfte) und man konnte im
>> Stadtgebiet beliebig weit fahren.
>>
...
>
> Dank dir für diese sehr ausführliche Ausführung ostdeutsches
> Befördrungskulturgut betreffend; und dank auch an Matthias für seine
> Erklärung nebenan.
> Der Begriff 'Sichtkarte' gewinnt an Kontur, aber wie gesagt, selbst im
> Kontext konnte ich mir die Bedeutung nur schemenhaft erschließen. Ohne
> Kontext hätte ich der Aufforderung 'Die Sichtkarten bitte!' nur schwer
> folge leisten können.
>

Um 1970 rum hatte ich als Schüler in Mainz auch Sichtkarten für Stadtbus
oder für die Bahn, weiß nicht mehr genau. Es waren jedenfalls Monatskarten.

Joachim

Manfred Hoß

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Nov 18, 2011, 12:51:16 AM11/18/11
to
Am 18 Nov 2011 01:05:37 GMT schrieb Andreas Karrer:

> Bei den hiesigen Verkehrsbetrieben wurden in den 60ern die Kondukteure
> in den Anhängerwagen der Trams abgeschafft.

Mir sind die Personen nie persönlich begegnet und in dem Lied "Auf der
Schwäb'schen Eisenbahne" eigentlich nur in der Schreibweise "Konduktör".

Gruß
Manfred.

Andreas Karrer

unread,
Nov 18, 2011, 3:39:51 AM11/18/11
to
* Manfred Hoß <rostk...@arcor.de>:
Ich hatte ja weiter unten die Uebersetzung mitgeliefert.

In D wurden anno 1870/71 die frz. Bezeichnungen im Bahnwesen (auch bei
der Post) aktiv eingedeutscht; in der CH bleiben die Bezeichnungen wie
Perron, Barriere, Coupé, Kondukteur, Retourbillet usw. erhalten und
werden nach wie vor benutzt.

Mir ist eigentlich nicht klar, warum die Bezeichnungen französisch und
nicht englisch sind, schliesslich kam in der Anfangszeit die Technik
ja vor allem aus England und nicht aus Frankreich.

- Andi

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 18, 2011, 4:20:14 AM11/18/11
to
Am 18 Nov 2011 08:39:51 GMT schrieb Andreas Karrer:

> In D wurden anno 1870/71 die frz. Bezeichnungen im Bahnwesen (auch bei
> der Post) aktiv eingedeutscht; in der CH bleiben die Bezeichnungen wie
> Perron, Barriere, Coupé, Kondukteur, Retourbillet usw. erhalten und
> werden nach wie vor benutzt.
>
> Mir ist eigentlich nicht klar, warum die Bezeichnungen französisch und
> nicht englisch sind, schliesslich kam in der Anfangszeit die Technik
> ja vor allem aus England und nicht aus Frankreich.

Vielleicht, weil Französisch die Sprache der Diplomatie war? Auch im
Postwesen war französisch ja die internationale Sprache (und ist es heute
noch), und Post und Eisenbahn waren von Anfang an recht eng verzahnt.

Außerdem fuhren viele Bahnlinien durch Frankreich und die
französischsprachige Schweiz, wohingegen England nur per Schiff erreichbar
war. Warum hätte man da in Kontinentaleuropa englisch wählen sollen?

Grüße,

Frank

Matthias Opatz

unread,
Nov 18, 2011, 6:10:58 AM11/18/11
to
Andreas Karrer gab zur Kenntnis:

> Mir ist eigentlich nicht klar, warum die Bezeichnungen französisch und
> nicht englisch sind, schliesslich kam in der Anfangszeit die Technik
> ja vor allem aus England und nicht aus Frankreich.

In welche englischsprachigen Länder fuhr man denn damals so mit der
Eisenbahn? Also.

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 18, 2011, 6:18:18 AM11/18/11
to
On Fri, 18 Nov 2011 12:10:58 +0100, Matthias Opatz
<inv...@invalid.invalid> wrote:

>Andreas Karrer gab zur Kenntnis:
>
>> Mir ist eigentlich nicht klar, warum die Bezeichnungen französisch und
>> nicht englisch sind, schliesslich kam in der Anfangszeit die Technik
>> ja vor allem aus England und nicht aus Frankreich.
>
>In welche englischsprachigen Länder fuhr man denn damals so mit der
>Eisenbahn? Also.

Das kann nicht die ganze Wahrheit sein. In der Anfangszeit importierte
Deutschland rollendes Material aus England und übernahm auch die
Bezeichnungen. Um 1860 herum war beispielsweise "Lowry" für Güterwagen
in Gebrauch.
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Roland Franzius

unread,
Nov 19, 2011, 2:52:31 AM11/19/11
to
Solche Bezeichnungen werden nicht für benutzende Volk, sondern für die
handelnde Amtschaft entwickelt. Aus der Bezeichnung "Sichtkarte"
erschießt der Schaffner unmittelbar, dass er selbige weder stempeln,
lochen noch einreißen soll.

Adressaten waren zum Teil fünfzehnjährige Azubis mit Muttersprache
italienisch, ungarisch oder steyrisch.

--

Roland Franzius

Roland Franzius

unread,
Nov 19, 2011, 3:37:29 AM11/19/11
to
Wa heißt nur. Bis Ende Ausbau der internationalen Strecken um 1930
erreichte man fast jedes europäische Land bequemer zu Schiff.

Bis in die 1950er Jahre war französisch die Normfremdsprache in Europa,
weil niemand im gesamten Osten, einschließlich Rußland, Balkan und
Osmanischem Reich, die romanischen Länder eh nicht, Bedarf für die
Englische Sprache hatten.

Die Präferenz für Englisch beschränkte sich auf Skandinavien, die
Seefahrernationen Niederlande und Portugal und sowie dann zunehmend
hierzulande natürlich Hannover und Hamburg als quasi-britisches
Hoheitsgebiet und Westniederpreußen mit dem Aufschwung der deutschen
Handelsflotten nach 1815.

--

Roland Franzius

Matthias Opatz

unread,
Nov 19, 2011, 6:13:34 AM11/19/11
to
Roland Franzius gab zur Kenntnis:

> Solche Bezeichnungen werden nicht für benutzende Volk, sondern für die
> handelnde Amtschaft entwickelt. Aus der Bezeichnung "Sichtkarte"
> erschießt der Schaffner unmittelbar, dass er selbige weder stempeln,
> lochen noch einreißen soll.
>
> Adressaten waren zum Teil fünfzehnjährige Azubis mit Muttersprache
> italienisch, ungarisch oder steyrisch.

Inne DDR? Ah geh!
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Thomas Schade

unread,
Nov 20, 2011, 8:19:47 AM11/20/11
to
Monatskarten sind auch mir bekannt, trotzdem ich bis auf eine
bedauerliche Phase in meiner Vita nie gezwungen war, eine mein Eigen zu
nennen. Dennoch bleibt mir 'Sichtkarte' weiterhin fremd und ich bin mir
sicher, diesen Begriff bis zu diesem Faden nicht einmal 'passiv' gekannt
zu haben.


Ciao
Toscha
--
Der Bildungsminister:
Lesen gefährdet Ihre Dummheit.

Joachim Pense

unread,
Nov 20, 2011, 10:02:04 AM11/20/11
to
Nur zur Präzisierung: sie hießen WIMRE offiziell "Monatssichtkarten".

Joachim

Walter P. Zähl

unread,
Nov 20, 2011, 5:26:20 PM11/20/11
to
Ist mir aber auch als Sammelbegriff für Wochen- oder Monatskarten geläufig.
Netz- oder Jahreskarten gab's in meinem Umfeld nicht, als ich noch
regelmäßig
mit dem Bus unterwegs war.
Und heute hat man natürlich die BahnCard oder als Student eben eine
Netzkarte
als Teil des Studenten^WStudierendenausweises. Ob die dann auch Sichtkarte
genannt wird, weiß ich nicht. Die Funktion hat sie jedenfalls.

/Walter
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