Es geht um "Herr der Ringe, Band 2: Die zwei Türme", viertes Buch,
viertes Kapitel: "Kräuter und Kaninchenpfeffer".
Samweis Gamdschie lässt sich von Gollum zwei Kaninchen bringen. Er kocht
das Kaninchen in einem Topf Wasser zusammen mit einigen Kräutern
(vermutlich einige Lorbeerblätter, Thymian und Salbei).
In seinem Rucksack trägt er außer Zunderbüchse, Töpfen, Besteck und
etwas Salz nichts bei sich, was er für das Gericht hätte verwenden
können. Vor allem kein Pfeffer.
Weshalb wird das Gericht dann Kaninchen*pfeffer* genannt? Bezeichnet
"Pfeffer" in diesem Zusammenhang etwas ganz anderes als das Gewürz?
Ich weiß, das ist eine merkwürdige Frage. :)
X-Post <d.e.s.d> und <d.r.m>, F'up2 <d.e.s.d>
Gruß,
MI
--
: Michael Jendryschik : mic...@jendryschik.de : http://jendryschik.de/ :
: Einführung in XHTML, CSS und Webdesign http://jendryschik.de/wsdev/ :
: Monatlich das Beste aus de.alt.netdigest http://best-of-netdigest.de/ :
> Weshalb wird das Gericht dann Kaninchen*pfeffer* genannt? Bezeichnet
> "Pfeffer" in diesem Zusammenhang etwas ganz anderes als das Gewürz?
Es gibt auch Reh-, Schweine-, Hasenpfeffer. Mein Lexikon sagt dazu
"Ragout aus nicht zum Braten geeigneten Kleinteilen in würziger Sauce".
"Pfeffer" könnte also allgemein "Gewürz" bedeuten, wie auch in
"Pfefferkuchen".
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
Das Kapitel heißt im Original: "Of Herbs and Stewed Rabbit"
Dann noch mal schnell gegoogelt und heraus kommt:
http://eat.epicurious.com/dictionary/food/index.ssf?DEF_ID=2110
Ciao Henning
>> Weshalb wird das Gericht dann Kaninchen*pfeffer* genannt? Bezeichnet
>> "Pfeffer" in diesem Zusammenhang etwas ganz anderes als das Gewürz?
>
>Es gibt auch Reh-, Schweine-, Hasenpfeffer. Mein Lexikon sagt dazu
>"Ragout aus nicht zum Braten geeigneten Kleinteilen in würziger Sauce".
>"Pfeffer" könnte also allgemein "Gewürz" bedeuten, wie auch in
>"Pfefferkuchen".
Richtig, Pfefferkuchen, du hast Recht. Darauf bin ich nicht gekommen.
Diedrich Ehlerding schrieb:
> Es gibt auch Reh-, Schweine-, Hasenpfeffer. Mein Lexikon sagt dazu
> "Ragout aus nicht zum Braten geeigneten Kleinteilen in würziger Sauce".
Cedric Dumonts Küchenlexikon meint zum Pfeffer, das sei "Ragout von in
Marinade aus Weinbrand oder Cognac und geh. Zwiebel _eingelegten_
Wildfleischstücken..." Wichtig ist hier "eingelegt", weil erst die Marinade
und das stundenlange Einlegen darin das Wildfleisch zum Pfeffer macht. Vgl.
auch "da liegt der Hase im Pfeffer".
Henning Schlottmann wrote:
> Das Kapitel heißt im Original: "Of Herbs and Stewed Rabbit"
Wenn Samweis Gamdschie (wer immer das ist...) die Kaninchen so zubereitet,
kocht er einen Stew (Dumont: engl.: Eintopf-, Schmorgericht) und keinen
Pfeffer. (Kaninchen lässt sich gut als Stew zubereiten, gerade zur
Osterzeit. Manchen etwas zähen Hasen hingegen mariniert mit Vorteil bevor
man ihn kocht.)
Deshalb irrt meiner Meinung nach der Übersetzer, wenn er das Kapitel mit
"Kräuter und Kaninchenpfeffer" betitelt.
Edgar
385. *Kaninchenpfeffer*
Das Fleisch wird in passende Ragoutstücke gehauen, mit einigen
Lorbeerblättern, Salz, Nelken, und Pfefferkörnern einen Tag in Essig
gelegt. Dann wird es mit Wasser und etwas Salz aufgesetzt und
ausgeschäumt, der Essig mit den Gewürzen nebst recht viel zu Würfeln
geschnittene Zwiebeln hinzugeschüttet und das Fleisch darin gargekocht.
1/2 Stunde vor dem Anrichten wird die Soße mit in Butter braungemachtes
Mehl recht gebunden gemacht und ein Löffel Sirup dazugegeben. Auf diese
Weise zubereitet, ist das Kaninchenpfeffer dem Hasenpfeffer sehr
ähnlich, das Fleisch aber ist trockener.
383. *Hasenpfeffer*
Die Vorderbeine nebst Bauchhaut des Hasen werden in Stücke geschnitten,
gehörig gewaschen und die Haare, die sich etwa darin finden sollten, gut
abgespült, der Kopf wird gespalten und solcher mit Herz, Leber und Lunge
gewaschen. Will man das Fleisch vor dem Gebrauch einige Tage
aufbewahren, so schütte man Essig darauf und wende es täglich um. Von
diesem Essig kann beim Kochen soviel als nötig ist hinzugegeben werden.
Beim Gebrauch setze man das Fleisch nicht ganz mit Wasser bedeckt und
dem nötigen Salz aufs Feuer, schäume es aus und füge hinzu: Recht viel
in Würfel geschnittene Zwiebeln, ganzen Pfeffer und Nelken, einige
Lorbeerblätter, ein Stück Butter, Essig und in Butter braungemachtes
Mehl, welches man alsdann hineingeben kann, ohne es erst mit Wasser
anzurühren. Wenn das Fleisch gar ist, rührt man ein Stück Zucker, auch
nach Belieben ein Glas Rotwein an die Soße. Hat man frisches Hasenblut,
vermische man solches mit etwas Essig und koche es, wenn der
Hasenpfeffer fertig ist, eben durch, dann aber muß man anfangs nur wenig
Mehl dazutun, weil das Blut die Soße dicklich macht. Sie gewinnt dadurch
sehr an Farbe und angenehmem Geschmack, der noch durch einen Teelöffel
Maggiwürze gehoben wird. Das Hasenblut darf, sogleich mit etwas Essig
angerührt und an einem kalten Ort gestellt, nicht über 3 Tage aufbewahrt
werden.
Quelle:
Henriette Davidis Original-Kochbuch
(für einfache und feine Küche)
neu bearbeitet von Nanette Burg
Druck und Verlag von Gustav Kühn, Neuruppin
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
*Hasenpfeffer*
Zutaten für 6 Personen:
1 Hase, küchenfertig
Salz
Pfeffer
etwas Mehl
375 g Speck, durchwachsen
2 Zwiebeln
1/4 l Rotwein
1/4 l Hühnerbrühe
2 EL Weinbrand
1 TL Johannesbeergelee
1 Lorbeerblatt
2 TL Zitronensaft
1 Tasse Hasenblut
Zubereitung:
Den Hasen zerteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und in Mehl wälzen. Den
Speck in Würfel schneiden, auslassen und anschließend aus der Pfanne
nehmen. In dem Fett die Hasenteile stark anbraten, herausnehmen und zum
Speck geben. In dem Bratensud die kleingeschnittene Zwiebel glasig
braten. Anschließend den Rotwein, die Brühe, den Weinbrand, das
Johannesbeergelee und das Lorbeerblatt zugeben, aufkochen lassen. Jetzt
den Speck und die Hasenteile wieder zugeben und alles noch einmal etwa 1
Stunde kochen lassen. Zum Schluß die Sauce mit Zitronensaft abschmecken
und mit Hasenblut andicken. Dabei kräftig rühren.
Als Beilage die klassische Wildbeigabe: Rotkohl und Klöße.
Das ist die westfälische Sonntagsversion vom Hasenpfeffer. Ein ganzer
Hase wurde nur in Ausnahmefällen oder aber eben sonntags als Pfeffer ver
arbeitet. Normalerweise nahm man auch in Westfalen Hasenteile: Kopf,
Hals, Vorderbeine, Bauchlappen, Rippchen und von den Innereien Herz,
Leber und Lunge.
Quelle:
Unvergessene Küche (Die schönsten Rezepte aus den deutschen
Landschaften)
Herausgegeben von der Zeitschrift essen&trinken
Alle Rechte bei Gruner + Jahr AG & Co., Hamburg
Sonderausgabe 1979
>Erklären kann ich es mir nur so: Wenn man über die sprachl.
>Spitzfindigkeiten des Buches diskutieren möchte, sollte man sich an die
>Original- und nicht die übersetzte Version halten. Es gibt nämlich so
>etwas, wie dichterische Freiheit der Übersetzer. Dieser wählte vielleicht,
>anstelle von Kaninchenragout, den Begriff Kaninchenpfeffer, weil Kaninchen-
>oder Hasenpfeffer hierzulande eingeführter ist - kaum jemand sagt dazu
>Ragout.
Ich habe "Pfeffer" in diesem Zusammenhang noch nie gehört, "Ragout"
schon eher. Und ich unterstelle der Übersetzerin, mit Absicht
"Kaninchenpfeffer" gewählt zu haben.
>Kaninchen- oder Hasenpfeffer wird übrigens durchaus mit viel Pfeffer und
>Nelken gewürzt (Pfeffer i. Mittelalter = Sammelbegriff für
>Spezereien/Gewürze)
Das würde den gewählten Begriff erklären.
>Die Szene war, glaube ich mich erinnern zu können, auch im Film zu sehen.
>Ich leg mal nachher die DVD ein (engl. orig. Version), schaun mer mal, ob
>der Begriff 'stew' fällt.
Wenn ich mich richtig erinnere, macht Sam im Film Bratkartoffeln, aber
ich kann mich irren.
On Sun, 20 Apr 2003 19:04:03 +0200, "Karla Baumann" <kab...@web.de> wrote:
>Kaninchen- oder Hasenpfeffer wird übrigens durchaus mit viel Pfeffer und
>Nelken gewürzt (Pfeffer i. Mittelalter = Sammelbegriff für
>Spezereien/Gewürze) sowie Essig, Rotwein, evtl. Lebkuchen, ausserdem
>Hasenblut o. Kaninchenblut. Das Rezept gibt es übrigens wirklich seid dem
>Mittelalter.
Ist die deutschsprachige Bezeichnung "Pfeffer" für eine solche Zubereitung
wirklich so alt? Denn die Rezepte aus dem Mittelalter, die mir bekannt sind,
verwenden im Originaltext alle die italienische bzw. französische
Bezeichnungen "civero" oder "civeri" bzw. "civé" oder "civet", die heute noch
in Italien bzw. Frankreich verwendet werden. Wenn jemand es wissen sollte,
würde es mich schon sehr interessieren, ab wann die Bezeichnung "Pfeffer" für
diese Zubereitungsart in der deutschen Sprache eingeführt worden ist!
Salut
René
Wilbrett jm pfeffer einzúmachenn
Ain frisch wilbret seúd jn zwaý tail wasser vnnd jn wein/
vnnd wan es gesotten jst, so schneids zú stúcken vnnd legs jn
ain pfeffer, lasß nún ain weil darin sieden, machs als so, nim
rúckin brott, schneit die herten rinden darúon vnnd schneit
das brot zú stúcken aines fingers tick/ vnnd so brait, als der
laib an jm selber jst, bren das ob dem feúr, das es anfacht
ann baiden orten schwartz wirt, thú das von stúnd an jn ain
kalt wasser, lasß nit lang darin ligen, thú es darnach jn ain
kessel/ gúsß die brie daran, darin das willbret gesotten jst,
seichs dúrch ain túch, hack zwiffel vnnd speck gar klain, lasß
vnnderainander schwaisen, thú nit zú wenig jnn den pfeffer,
gewirtz jn woll, lasß jn einsieden, thú ain essich daran, so hast
ain gúten pfeffer.
Gruss,
Karla
Wems an Wildbrett mangelt, dem sei hier *Dachhase* anempfohlen.
Das Einlegen in Buttermilch über zween Tag hin, macht das Fleisch
vorzüglich mild und mürbe.
Tschau,
Gordon
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Katzenpfeffer
[Wintermenü]
Zutaten:
1 küchenfertige Katze, in acht Teile zerlegt
250 g Räucherspeck, Salz
schwarzer Pfeffer, Mehl
2 Zwiebeln, etwas Rotwein
¼ l Fleischbrühe
1 Lorbeerblatt
1 Prise Piment
50 g Honigkuchen
3 EL Johannisbeergelee
Katzenteile abspülen und trockentupfen. Speck würfeln und in einem
Bräter
auslassen. Katzenteile salzen, pfeffern und in Mehl wenden. Im Speckfett
rundherum braun anbraten, dann aus dem Bräter nehmen. Die geschälten,
gehackten Zwiebeln in dem Bratfett glasig werden lassen. Speck und
Katzenteile wieder zufügen. Mit Rotwein und Fleischbrühe aufgießen,
Lorbeerblatt und Piment zufügen. Katzenpfeffer bei sehr milder Hitze 60
Minuten schmoren lassen.
Honigkuchen fein reiben. Die Soße damit andicken. Mit Johannisbeergelee
und
Zitronensaft abschmecken.
Dazu: Kartoffelklöße und Rotkohl.
Quelle:
http://www.christian-kirsch.de/alf/alfrez.html
"Karla Baumann" <kab...@web.de> tippselte:
>Überprüfung per Googlen auf engl. Lord of the Ring fan sites ergab nur den
>Begriff Rabbit stew, kümmere dich also nicht um fehlenden Pfeffer (d.
>Übersetzer hat das so gewählt).
>Typisch englisches Allerweltskochen: heisses Wasser und ein paar schlappe
>Kräuter...
Aber irgendwas fehlt noch, die Pfefferminzsosse. Oder isst man die nur
zu Wildschwein? :-))
Grüsse
Rolf und Hera
>Wems an Wildbrett mangelt, dem sei hier *Dachhase* anempfohlen.
Gegeben, daß das ein Witz ist, vermisse ich hier die Stelle: "Man
kürze den Schwanz..."
Gruß Uwe
--
Gäbe es einene Usenet-TÜV, wäre OjE sicherlich
nicht zur Kommunikation zugelassen.
Stephan Dörner in desd
http://www.mc-kw-meerane.de
> Man hat das Katzenessen den "Zigeunern" nachgesagt. Ich habe
> keinen Zweifel, daß daran etwas ist.
Etwa soviel wie am ius primae noctis?
> Woher hat man wohl das Katzenfell bekommen, das die Volksmedizin
> als probates Mittel gegen Rheuma nennt und das in so manchem
> Haushalt vorhanden war?
Kein Problem: Katzen pflegen so häufig zu werfen, dass ein
regelmäßiges Im-Sack-Verschnüren mit anschließendem Versenken im
Teich ein mannigfaches Motiv ländlicher Folklore ist. Also sich
ein Katzenfell zu besorgen scheint mir ein vergleichsweise
geringes Problem, das muss man das Tier nicht gleich fressen.
M.
>Bis heute werden in Asien Hunde speziell zum Verzehren gezüchtet. Das
>ist bei uns zwar nicht üblich, aber einen richtigen Grund dafür, warum
>"man" beispielsweise Kaninchen ißt, die in erster Näherung gleichgroßen
>und gleich fleischigen Katzen aber nicht, kann ich nicht erkennen.
Vor ca. 15 Jahren stand in er Gebührensatzung für die Fleischbeschau
noch die Gebühr, die für die Beschau eines geschlachteten Hundes zu
entrichten war. Immerhin war also die Hundeschlachtung bürokratisch
geregelt :-)
Gruß, Michael
Daran kann ich nichts Ungewöhnliches erkennen. Es besteht im Deutschen
ja eine gewisse Tradition, zwischen Herren- und Sklavenrassen zu
unterscheiden. Ganz ohne Zweifel gehörten die Hunde zu den letzteren;
man muß sich als Mensch schon regelrecht der dominanten Rolle erwehren,
damit ein Hund nicht liebedienerisch herangewedelt kommt. Katzen
hingegen sind stolz und eigensinnig, Herrentiere eben und darum
mancherorts zu Recht als göttlich verehrt. Ihre Beziehung zum Menschen
ist horizontal angelegt, und deshalb verbietet sich, daß sie zur Speise
dienen.
> Gruß, Michael
Gruß zurück jovo
Noch nach dem 2. Weltkrieg gab es in Deutschland (und in Österreich)
spezielle Schlachthöfe für Katzen und Hunde. Was sich durch eine
gesetzliche Regelung leicht belegen läßt. Ich glaube die Gestze wur-
den erst vor ca. 10 Jahren aufgehoben.
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben;
| | | |_| | man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken."
| | | _ | (Karl Kraus)
|_|a |_| |_|a
>Bis heute werden in Asien Hunde speziell zum Verzehren gezüchtet. Das
>ist bei uns zwar nicht üblich, aber einen richtigen Grund dafür, warum
>"man" beispielsweise Kaninchen ißt, die in erster Näherung gleichgroßen
>und gleich fleischigen Katzen aber nicht, kann ich nicht erkennen.
Ähm - Katzen sind keine pflanzenfressenden Säugetiere?
> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> schrieb:
>
>>Bis heute werden in Asien Hunde speziell zum Verzehren gezüchtet.
>>Das ist bei uns zwar nicht üblich, aber einen richtigen Grund
>>dafür, warum "man" beispielsweise Kaninchen ißt, die in erster
>>Näherung gleichgroßen und gleich fleischigen Katzen aber nicht,
>>kann ich nicht erkennen.
>
> Ähm - Katzen sind keine pflanzenfressenden Säugetiere?
Gerüchten zufolge schmecken Katzen nicht. Das begründet aber nicht,
warum man keine Tauben mehr isst.
Ich habe mal einem Indonesier mein Reptilienbuch gezeigt, der
kommentierte dauernd nur "lecker", "das essen wir auch" ;-)
--
Oliver Cromm
The best sign for intelligent life in space is
that they're not visiting us
>Gerüchten zufolge schmecken Katzen nicht. Das begründet aber nicht,
>warum man keine Tauben mehr isst.
Wie kommst Du jetzt auf Tauben? Oder meinst Du Gehörlose? Die
allerdings wurden SWIW auch früher nicht gegessen. Wie dem auch sei,
ich habe erst kürzlich Täubchen gegessen. Das Problem heutztage dürfte
eher sein, Täubchen zu bekommen. Die lassen sich nunmal nicht
industriell wie anderes Geflügel halten.
> Wie dem auch sei,
> ich habe erst kürzlich Täubchen gegessen. Das Problem heutztage dürfte
> eher sein, Täubchen zu bekommen. Die lassen sich nunmal nicht
> industriell wie anderes Geflügel halten.
Gibt's denn in Meerane und Umgebung keinen Bahnhof? Oder
Taubenzüchterverein? Obwohl: Die Mitglieder letzterer sind auch bei uns
spürbar weniger geworden. Na ja, das Fernmeldewesen entwickelt sich eben
auch weiter. Weshalb Tauben bei mir nur ungern auf der Tafel gesehen
sind, hat einen ganz einfachen Grund: Für eine Raubritternatur wie die
meinige ist an den Viechern einfach zu wenig dran. Die mageren Skelette
abzunagen erfordert mehr Energie, als durch den Genuß des, zugegeben
schmackhaften, Fleisches wieder hereinkommt.
> Gruß Uwe
Gruß zurück jovo
>Gibt's denn in Meerane und Umgebung keinen Bahnhof?
Zwickau bitte, soviel Zeit muß sein. Es gibt, doch a) wie willst Du
der Viecher habhaft werden; b) willst Du wirklich diese verwilderten
Holztauben essen?
>Oder
>Taubenzüchterverein?
Das schon, daher bekomme ich ja hin und wieder welche. Allerdings
züchten die Leute aus unerfindlichen Gründen seit etwa 12 Jahren
vermehrt Brief- bzw. Rassetauben, die zum Schlachten zu schade sind.
:-)
>Na ja, das Fernmeldewesen entwickelt sich eben
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Das wäre natürlich ein Grund, alle diesbezüglichen Werte abzustoßen...
> Grund: Für eine Raubritternatur wie die
>meinige ist an den Viechern einfach zu wenig dran. Die mageren Skelette
>abzunagen erfordert mehr Energie, als durch den Genuß des, zugegeben
>schmackhaften, Fleisches wieder hereinkommt.
Wohl war. Und doch soll es Menschen geben, die wesentlich kleinere
Vögel mit großem Genuß verspeisen.
> Zwickau bitte, soviel Zeit muß sein.
Oh, ich bitte um Verzeihung. War mir nicht ganz sicher, wollte aber
nicht noch einmal groß nachforschen und entschied mich drum für den Sitz
des MC. Aber von hier aus gesehen, sind die Entfernungen ja gar nicht
einmal so bedeutend.
> doch a) wie willst Du der Viecher habhaft werden;
Das dürfte doch wohl keine ernsthafte Herausforderung sein, leisten doch
die ankirrenden Überflußler ganze Arbeit.
> b) willst Du wirklich diese verwilderten
> Holztauben essen?
Ich ja aus bekannten Gründen sowieso nicht. Ansonsten: Man nimmt, was
man kriegen kann.
>> Na ja, das Fernmeldewesen entwickelt sich eben
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> Das wäre natürlich ein Grund, alle diesbezüglichen Werte abzustoßen...
Ich sagte nicht, in welche Richtung die Entwicklung verläuft ...
> Und doch soll es Menschen geben, die wesentlich kleinere
> Vögel mit großem Genuß verspeisen.
Ja, besonders wenn sie orange sind und der Nachbarin gehören.
>> doch a) wie willst Du der Viecher habhaft werden;
>
>Das dürfte doch wohl keine ernsthafte Herausforderung sein,
*ggg*
Natürlich nicht. Schließlich bin ich Sportschütze und bis 40m bei
Windstille ist das mit meinem 312er kein Problem.
> leisten doch
>die ankirrenden Überflußler ganze Arbeit.
Hier liegt das Problem. Was meinst Du, wieviel Tauben Du schaffst, bis
die Polzilei auftaucht?
>>> Na ja, das Fernmeldewesen entwickelt sich eben
>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> Das wäre natürlich ein Grund, alle diesbezüglichen Werte abzustoßen...
>
>Ich sagte nicht, in welche Richtung die Entwicklung verläuft ...
Falsche Antwort, setzen, fünf! (Hint: google mal in dafddr nach der
"Kuh im Propeller") ;-)
[Bahnhofstauben]
>>> doch a) wie willst Du der Viecher habhaft werden;
>>
>> Das dürfte doch wohl keine ernsthafte Herausforderung sein,
>
> *ggg*
> Natürlich nicht. Schließlich bin ich Sportschütze und bis 40m bei
> Windstille ist das mit meinem 312er kein Problem.
Na ja, ich hatte an eine ökonomisch wie ökologisch sinnvollere Methode
gedacht. Munition zählt zwar zu den MVG, sollte aber angesichts
allfälliger Versorgungsengpässe sparsam gebraucht werden. Und ich sach
noch: "Kurze Feuerstöße!", sach ich ...
>> leisten doch die ankirrenden Überflußler ganze Arbeit.
>
> Hier liegt das Problem. Was meinst Du, wieviel Tauben Du schaffst, bis
> die Polzilei auftaucht?
Mit einem Netz? Etliche.
>>>> Na ja, das Fernmeldewesen entwickelt sich eben
>>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>>> Das wäre natürlich ein Grund, alle diesbezüglichen Werte abzustoßen...
>>
>> Ich sagte nicht, in welche Richtung die Entwicklung verläuft ...
>
> Falsche Antwort, setzen, fünf! (Hint: google mal in dafddr nach der
> "Kuh im Propeller") ;-)
Ach so. Aber weswegen sollten die Pauren wider die Post protestieren?
Wüßte jedenfalls von keinem Fall, daß ein Pferd oder eine Kuh an
erdvergrabenen Kabeln Schaden genommen hätte.
>Na ja, ich hatte an eine ökonomisch wie ökologisch sinnvollere Methode
>gedacht.
Sinnvoller als ein LG?
>Munition zählt zwar zu den MVG, sollte aber angesichts
>allfälliger Versorgungsengpässe sparsam gebraucht werden. Und ich sach
>noch: "Kurze Feuerstöße!", sach ich ...
Na ja... Das Hänel 312 ist ein Einzellader...
>Mit einem Netz? Etliche.
Dann müssen unsere Tauben intelligenter sein oder ihr habt andere
Netze.
>Ach so. Aber weswegen sollten die Pauren wider die Post protestieren?
>Wüßte jedenfalls von keinem Fall, daß ein Pferd oder eine Kuh an
>erdvergrabenen Kabeln Schaden genommen hätte.
Es ging um die Phrase: "das ..., es entickelt sich." Leider finde ich
den URL nicht mehr, kann mich dunkel erinnern, daß mal ein Politiker
eine Rede zum Thema Unterschiede zwischen Wessis und Ossis hgehalten
hat, in der er dieses Gedicht ungefähr so benutzte: Wenn ich jetzt
sagen würde, "Die Mikroelekronik, sie entwickelt sich." dann würden
alle Ossis aus dem Saal rennen und ihre Infineon-Aktien verkaufen.
> Johannes Volkmar schrieb:
>
>> Na ja, ich hatte an eine ökonomisch wie ökologisch sinnvollere
>> Methode gedacht.
>
> Sinnvoller als ein LG?
Erst einmal ist für so einen mickrigen Vogel jedes Geschoß verschwendet.
Alsdann erzeugt die Schießerei unnötig Lärm. Und schließlich sind
Bahnhöfe besonders sicherheitsrelevante Objekte, das Führen von
Schußwaffen deshalb an diesem Orte zu Recht eingeschränkt.
>> Munition zählt zwar zu den MVG, sollte aber angesichts
>> allfälliger Versorgungsengpässe sparsam gebraucht werden. Und ich
>> sach noch: "Kurze Feuerstöße!", sach ich ...
>
> Na ja... Das Hänel 312 ist ein Einzellader...
Es geht hier ums Prinzip, und wo's ums Prinzip geht, da sind übertrieben
dargestellte Beispiele oft sehr hilfreich, die Botschaft an den
Adressaten zu bringen.
Auf Übungen bspw. neigen MG-Schütze und MG-Zwo dazu, sich des als Last
empfundenen Ballasts durch stundenlanges Dauerfeuer baldmöglichst zu
entledigen.
>> Mit einem Netz? Etliche.
>
> Dann müssen unsere Tauben intelligenter sein oder ihr habt andere
> Netze.
Schon mal auf die Art versucht? Die durchschnittliche deutsche
Bahnhofstaube ist ja dermaßen kirre, daß man sie sogar, wenn man die
Sauerei nicht scheut, mit einem Tritt erlegen kann.
> Es ging um die Phrase: "das ..., es entickelt sich."
Ja, das geht ja aus der Geschichte hervor.
> Leider finde ich
> den URL nicht mehr, kann mich dunkel erinnern, daß mal ein Politiker
> eine Rede zum Thema Unterschiede zwischen Wessis und Ossis hgehalten
> hat, in der er dieses Gedicht ungefähr so benutzte: Wenn ich jetzt
> sagen würde, "Die Mikroelekronik, sie entwickelt sich." dann würden
> alle Ossis aus dem Saal rennen und ihre Infineon-Aktien verkaufen.
Mal abgesehen davon, daß ich dem ganzen Gebaren ohnehin abgeneigt bin;
das ist wohl ein Beispiel der nur sehr mangelhaft vollzogenen
DDR-Sozialisation, deren ich von Hrn. Gutschmidt ganz zu Recht geziehen
werde.