In der heutigen Sendung der Tagesschau ist über des Kanzlers
sogenannte "Agenda 2010" berichtet worden.
Dabei ist die Jahreszahl nicht "Zweitausendzehn", sondern, wie im
Englischen üblich, "Zwanzig-Zehn" ausgesprochen worden!
Diese anglizistische Aussprache ist mir in letzter Zeit wiederholt zu
Ohren gekommen, doch es macht für mich einen bedeutsamen Unterschied,
ob man etwas Derartiges in der Kneipe oder in der Tagesschau zu hören
bekommt.
Wahrscheinlich hören wir bald von Leuten, die z.B. "in
Neunzehn-Siebzig" geboren wurden... ;-)
Gruss
PH
> Ein weiterer Anglizismus hat die hochsprachlichen Weihen empfangen!
>
> In der heutigen Sendung der Tagesschau ist über des Kanzlers
> sogenannte "Agenda 2010" berichtet worden.
>
> Dabei ist die Jahreszahl nicht "Zweitausendzehn", sondern, wie im
> Englischen üblich, "Zwanzig-Zehn" ausgesprochen worden!
Ja und?
> Wahrscheinlich hören wir bald von Leuten, die z.B. "in
> Neunzehn-Siebzig" geboren wurden... ;-)
Hast du bisher "Eintausendneunhundertsiebzig" gesagt?
Also mir ist eigentlich "Neunzehnhundertsiebzig" geläufiger. :) Darin,
daß "Zwanzighundertzehn" irgendwie blöd klingt, wirst du mir vielleicht
auch noch zustimmen - was soll also ernsthaft gegen "Zwanzigzehn"
sprechen? Bloß daß die Briten und Amerikaner es genauso machen?
Wirsing!
ltrebing
--
The first time you'll get a Microsoft product that doesn't suck will be
the day they start producing vacuum cleaners.
Lars Trebing | http://www.ltrebing.de/ | mailto:ltre...@ltrebing.de
> > daß "Zwanzighundertzehn" irgendwie blöd klingt, wirst du mir vielleicht
> > auch noch zustimmen - was soll also ernsthaft gegen "Zwanzigzehn"
> > sprechen?
>
> Ich hab aber auch noch nie jemanden zu 1990 neunzehnneunzig sagen hören oder
> zu 1980 neunzehnachzig.
Hiezulande ist das gang und gäbe (zu sagen, nicht zu schreiben!)
Ab 2000 habe ich diese Form noch nie gehört, aber ich kann mir gut
denken, dass sie ab zwanzigzehn (2010) dann beginnen wird.
Yvonne Steiner
Ich find's schaurig, und 20-10 ist diese grandiose Agenda mit Sicherheit
schon genauso Makulatur wie hoffentlich auch diese bemüht moderne
Schicki-Micki-Formulierung.
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
"Now there's a man with an open mind - you can feel the breeze from
here!" - Groucho Marx
> In der heutigen Sendung der Tagesschau ist über des Kanzlers
> sogenannte "Agenda 2010" berichtet worden.
>
> Dabei ist die Jahreszahl nicht "Zweitausendzehn", sondern, wie im
> Englischen üblich, "Zwanzig-Zehn" ausgesprochen worden!
Ich weiß, dass man im Dt. gewöhnlich das Englische vom Amerikanischen
unterscheidet. Im Amerikanischen sagen wir jetzt "two thousand three",
nicht "twenty-three," auch nicht "twenty-aught-three". Man sagte früher
auf dt. "Neunzehnhundertneunundneunzig," aber kaum kann ich mir
vorstellen, dass man auf dt. "Zwanzighundertdrei" sagen würde...
--E.A.C.
> Ich weiß, dass man im Dt. gewöhnlich das Englische vom Amerikanischen
> unterscheidet. Im Amerikanischen sagen wir jetzt "two thousand three",
> nicht "twenty-three," auch nicht "twenty-aught-three".
"Twenty-three" wäre auch ein wenig irreführend. ;-)
> Man sagte früher
> auf dt. "Neunzehnhundertneunundneunzig," aber kaum kann ich mir
> vorstellen, dass man auf dt. "Zwanzighundertdrei" sagen würde...
Das wird man nicht tun, denn "zwanzighundert" hat vier Silben, "zweitausend"
hingegen nur drei.
Ansonsten: "Elfhundertzweiundneunzig" ist eine bei Zahlenangaben (nicht nur
bei Jahreszahlen) nicht unübliche Sprechweise, so dass bisher meiner Meinung
nach überhaupt kein Unterschied zwischen Jahreszahlen und "normalen" Zahlen
vorlag. Das erste Jahr, bei dem dieser Unterschied auftreten kann, ist
2010.
CU
Thomas
> > Dabei ist die Jahreszahl nicht "Zweitausendzehn", sondern, wie im
> > Englischen üblich, "Zwanzig-Zehn" ausgesprochen worden!
Vielleicht will man sich an diese UN-Resolution (Nummer vergessen)
anlehnen, die für den Golfkrieg als, nun ja, Begründung herangezogen
wurde.
> Ich weiß, dass man im Dt. gewöhnlich das Englische vom Amerikanischen
> unterscheidet.
Ich dachte immer, diese Unterscheidung käme aus den USA. In Deutschland
wird leider viel zu häufig "amerikanisches Englisch" mit "Englisch
(allgemein)" gleichgesetzt.
> Im Amerikanischen sagen wir jetzt "two thousand three",
> nicht "twenty-three," auch nicht "twenty-aught-three".
Es gibt aber für höhere Jahreszahlen auch gegenteilige Beispiele. Z.B.
ein Lied von JJ Cale "In the year twenty-five-twenty-five (2525)".
> Man sagte früher
> auf dt. "Neunzehnhundertneunundneunzig," aber kaum kann ich mir
> vorstellen, dass man auf dt. "Zwanzighundertdrei" sagen würde...
Das tut tatsächlich niemand.
--
Philipp Boerker - Mixed-signals ICs Design Engineer
Infineon Technologies AG, COM ANS, MchB/KU II, R.910906
Rosenheimer Str. 116 81669 Muenchen
phone: +49 89 234 54 725 fax: +49 89 234 85 664
> Ich hab aber auch noch nie jemanden zu 1990 neunzehnneunzig
> sagen hören oder zu 1980 neunzehnachzig.
Aber vielleicht "achtzehnsiebzig-einundsiebzig"? Oder
"achtzehnachtundvierzig"? Ich (Berliner) kenne das als
vollkommen normal. "Zwanzigzehn" klingt für mich aller-
dings auch komisch...
Eben. Und zumindest MUSEN "funktioniert" die Sprechweise mit "hundert"
neben den Zahlen 100-999 nur noch bei den Zahlen 1100-1999. Ich kann
mich nicht erinnern, größere Zahlen nach diesem Muster ausgesprochen
gehört oder selbst ausgesprochen zu haben.
> Das erste Jahr, bei dem dieser Unterschied auftreten kann, ist 2010.
Und weil Jahreszahlen im "näheren Umkreis" des aktuellen Jahres ziemlich
oft ausgesprochen werden, tendiert man da zur Verkürzung ("siebziger
Jahre", "achtziger Jahre" und eben auch zur Verwendung der kürzeren Form
"neunzehnhundertneunzig" statt "tausendneunhundertneunzig"). Ich
behaupte also, daß verkürzte Sprechweisen für Jahreszahlen des 21.
Jahrhunderts sich bald auch ohne englischsprachigen Einfluß etablieren
würden.
>
> Es gibt aber für höhere Jahreszahlen auch gegenteilige Beispiele. Z.B.
> ein Lied von JJ Cale "In the year twenty-five-twenty-five (2525)".
>
Das war der nicht, sondern Zager & Evans.
<http://www.theiceberg.com/artist/3644/zager_and_evans/>.
Der Text:
<http://www.lyricsstyle.com/z/zagerevans/intheyear2525.html>
Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld
> Ich hab aber auch noch nie jemanden zu 1990 neunzehnneunzig sagen hören
oder
> zu 1980 neunzehnachzig.
Naja, dann liegt das vielleicht daran, daß man das da, wo Du wohnst, nicht
sagt. Hier in Berlin sagt man das so, und man sagte es auch schon so, als
amerikanische Sprachbeeinflussungsversuche noch am antiimperialistischen (1)
Schutzwall abprallten.
chr
(1) Und das ist schon so lange her, daß ich nicht mal mehr genau weiß, ob
das auch der korrekte Ausdruck war.
Philipp Boerker schrieb:
> Es gibt aber für höhere Jahreszahlen auch gegenteilige Beispiele. Z.B.
> ein Lied von JJ Cale "In the year twenty-five-twenty-five (2525)".
Ich hielt das immer für ein lied über das jahr '25, also wohl
1925, mit verdopplung als stilmittel ....
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
Philipp Boerker schrieb:
> Aber vielleicht "achtzehnsiebzig-einundsiebzig"? Oder
> "achtzehnachtundvierzig"? Ich (Berliner) kenne das als
> vollkommen normal. "Zwanzigzehn" klingt für mich aller-
> dings auch komisch...
Warte erst mal bis 2010, vielleicht hat sich dann was einge-
bürgert, das nicht komisch klingt.
Schröder betreibt hier jedenfalls aktive sprachformung, indem er
sich für die form "zwanzigzehn" entschieden hat, und als bundes-
kanzler hat er sicherlich auf den sprachgebrauch vieler leute
einfluss, wie auch immer diese zu seiner politik stehen mögen.
In Wien sind Jahreszahlangaben wie neunzehnvierundachtzig oder neun-
zehnzwanzig sogar sehr häufig (mündlich). Über 2000 hinaus habe ich
diese sozusagen 'zweistelligen' Angaben noch nie gehört.
Zum Englischen fällt mir der Song 'In the year twentyfive twentyfive'
(2525) ein ...
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Mögen alle Wesen glücklich sein!
| | | |_| | Mögen sie frei sein von Gier, Haß, Verblendung und
| | | _ | Leiden."
|_|a |_| |_|a (Buddhistischer Gruß)
Nein! Im Text werden eindeutig Aussagen über die Zukunft gemacht, was
die Menschheit in welchem Jahr erreicht haben wird.
Wobei man "erreicht" durchaus in Anführungszeichen setzen darf...
Gruß,
Michael
Ich halte das für einen völlig normalen Sprachgebrauch und verwende es
selbst.
Ciao Henning - süddeutsch.
> > Es gibt aber für höhere Jahreszahlen auch gegenteilige Beispiele. Z.B.
> > ein Lied von JJ Cale "In the year twenty-five-twenty-five (2525)".
>
> Das war der nicht, sondern Zager & Evans.
Danke für das Stopfen dieser Wissenslücke! Ich bin es
von JJ Cale gewohnt, daß alle Leute seine Songs für die
von anderen halten, daß ich einfach mal vermutet habe,
es müsse sein Song sein. Ist aber nicht meine Lieblings-
platte von ihm...
> Hochoffizielle Einladungskarten in England und Amerika sind praktisch
> immer in englischer Schreibschrift gehalten -- und zwar mit
> _ausgeschriebenen_ Zahlen.
Ist hier zwar off-topic, aber bei sovielen gebildeten
Leuten und einer gewissen bereits vorhandenen Distanz
zum Thema der Gruppe frag ich mal:
Weiß jemand, ob und wann das englische Zahlensystem von der
deutschen auf die "richtige" Ordnung umgestellt wurde, also
Reihenfolge Hunderter-Zehner-Einer gegenüber deutsch
Hunderter-Einer-Zehner? Ich habe mal Wilkie Collins' "The
Moonstone" gelesen, in dem zu meiner Verwunderung Zahlen
immer als z.B. "twohundred-two-and-fourty (242)" geschrieben
werden.
Gruß,
Oliver
--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.qsl.net/dl1yov
> >Ab 2000 habe ich diese Form noch nie gehört, aber ich kann mir gut
> >denken, dass sie ab zwanzigzehn (2010) dann beginnen wird.
> Ich find's schaurig, und 20-10 ist diese grandiose Agenda mit Sicherheit
> schon genauso Makulatur wie hoffentlich auch diese bemüht moderne
> Schicki-Micki-Formulierung.
Andererseits habe ich neulich in irgendeiner lokalen Parteibroschüre
von einem Projekt "Vision 2020" gelesen, in dem die politischen Ziele
bis zu diesem Jahr dargelegt wurden. Ich frage mich bis heute, ob den
Autoren das fast schon geniale Wortspiel (eine "Twenty-twenty-vision"
hat jemand ohne Sehfehler) bewußt war.
Viele Grüße
Steffen
Ich hab doch aber schon immer "neunzndreienachzich" gesagt.
>In Deutschland spricht man Jahreszahlen so:
>
>- 1 bis einschl. 999: "neunhundertneunundneunzig"
>- 1000 bis einschl. 1099: "eintausendneunundneunzig".
>- 1100 bis einsch. 1999: "neunzehnhundertneunundneunzig"
>- ab 2000 bis unbegrenzt: "zweitausenddrei", "zweitausendzehn"
>"zweitausendfünfhundertfünfundzwanzig"
>
Wirklich überall?
Bei uns in .at nicht so.
976 und 996, die beiden Anfangszahlen Österreichs: neunsechsundsiebzig
und neunsechsundneunzig
1492 = vierzehnzweiundneunzig
1848 = achtzehnachtundvierzig
usw.
Hab ich nie anders gesagt und nie anders gehört.
>"Zwanzigzehn" ist abweichend von diesem Schema gebildet.
>
Das allerdings auch nicht.
Reinhard
--
Ich mag die Wirklichkeit.
Sie schmeckt nach Brot.
(Jean Anouilh)
> tobias b koehler <t...@uncia.de> wrote in news:3EBB8811...@uncia.de:
>
>> Warte erst mal bis 2010, vielleicht hat sich dann was einge-
>> bürgert, das nicht komisch klingt.
>
> Und dann macht vielleicht noch jemand eine deutsche Coverversion des
> bekannten Hippie-Schlagers "In dem Jahr fünfundzwanzigfünfundzwanzig".
Streiche "dem Jahr" ...
- Sebastian
Rüdiger Silberer schrieb:
> Daß man größere Zahlen in Gruppen ausspricht, ist allgemein üblich.
> Niemand sagt Neunhundertsechsundsiebzigtausendundvierundsechzig, wenn
> er eine Telefonnummer meint.
Sondern neuen sieben sechs null sechs vier ...?
In gruppen spreche ich telephonnummern nur in sonderfällen wie
fünfzig dreißig zwanzig.
> In Deutschland spricht man Jahreszahlen so:
>
> - 1 bis einschl. 999: "neunhundertneunundneunzig"
> - 1000 bis einschl. 1099: "eintausendneunundneunzig".
> - 1100 bis einsch. 1999: "neunzehnhundertneunundneunzig"
> - ab 2000 bis unbegrenzt: "zweitausenddrei", "zweitausendzehn"
> "zweitausendfünfhundertfünfundzwanzig"
Ich halte, nach Lesen dieses Thread die verallgemeinerung "man" für /etwas/
gewaagt. Abgesehen davon möchte ich jetzt Einspruch erheben:
- ab 20[00] bis 20[99]: "zweitausend[...]"
- ab 2(1)[00] bis 2(9)[99]: "(ein..neun)undzwanzighundert[...]"
- für 3xxx bis 9xxx wie 2xxx.
- für 10000+ schweige ich mich jetzt mal aus. Bis dahin wird es die
Menschheit eh nicht mehr geben ...
--
Gruß, Bodo [DE: http://piology.org/ILOVEYOU-Signature-FAQ.html]
GEGEN TCG aka. TCPA: [DE: http://www.againsttcpa.com/protect-privacy.html]
Wer fragt ist nur drei Minuten Dumm.
> Thomas Gerlach wrote:
>
> Eben. Und zumindest MUSEN "funktioniert" die Sprechweise mit "hundert"
> neben den Zahlen 100-999 nur noch bei den Zahlen 1100-1999. Ich kann
> mich nicht erinnern, größere Zahlen nach diesem Muster ausgesprochen
> gehört oder selbst ausgesprochen zu haben.
einundzwanzig-hundert-siebzehn für 2117? warum nicht. Aber erst ab 2100!
Dann natürlich bis 2999 und 3000 wieder wie 2000 als "dreitausend..."
>> Das erste Jahr, bei dem dieser Unterschied auftreten kann, ist 2010.
zwei'tau'send'zehn
aber nicht "zwan'zig'zehn" sonder dann bitte richtig
"zwan'zig'hun'dert'zehn" und dann ist Variante 1 billiger. An 2100
funktioniert es ja nicht mehr, weil das dann
"zwei'tau'send'ein'hun'dert'..." heißen müsste, und dann ist
"ein'und'zwan'zig'hun'dert'..." irgendwie angenehmer zu sprechen, obwohl -
zumindest theoretisch - gleich lang.
Naja, überlassen wir die Jahreszahlen >=2100 den nächsten Generationen :-)
Ich werde wohl bei zweitausend... für 2000..2099 bleiben.
"Einundzwanzighundert" hat sechs Silben. "Zweitausendeinhundert" hat
ebenfalls sechs Silben; entsprechend für 2200 bis 2999.
Es gibt also meiner Meinung nach keinen Grund, ausgerechnet
"einundzwanzighundertsiebzehn" zu sagen, sondern allenfalls einen
"einundzwanzig-siebzehn" zu sagen.
Ansonsten gilt:
> Naja, überlassen wir die Jahreszahlen >=2100 den nächsten Generationen :-)
CU
Thomas
>> - ab 2(1)[00] bis 2(9)[99]: "(ein..neun)undzwanzighundert[...]"
>
> Das hab ich noch nie gehört. Kannst Du dafür Referenzen angeben?
Ich habe das im Deutschen auch noch nie gehört. Allerdings ist es im
Kontext englischer Produktbezeichnungen (Automarken, Computerhardware)
gängig, ein MOdell "3700" als "thirtysevenhundred" auszusprechen.
Insofern befürchte ich, dass diese Bezeichnungsweise sich aus unserer
Zweitamtssprache ins Werbedeutsch ausbreiten und dann Allgemeingut
werden wird.
Diedrich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
> Ich habe das im Deutschen auch noch nie gehört. Allerdings ist
> es im Kontext englischer Produktbezeichnungen (Automarken,
> Computerhardware) gängig, ein MOdell "3700" als
> "thirtysevenhundred" auszusprechen.
>
> Insofern befürchte ich, dass diese Bezeichnungsweise sich aus
> unserer Zweitamtssprache ins Werbedeutsch ausbreiten und dann
> Allgemeingut werden wird.
Durchaus nicht unwahrscheinlich. Im TV hört man z.B. eine Beginnzeit
um 19.00 Uhr als "nineteen hundred" angesagt.
M.
Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass sich "zwanzigzehn" bis
"zwanzigneununneunzig" durchsetzen wird. Es spart eine Silbe, klingt
nach englisch und hat daher MUSEN echte Chancen.
Ob wir schon demnächst "zwanzigvier" bis zwanzigneun" hören werden,
möchte ich mal dahingestellt lassen.
> - ab 2(1)[00] bis 2(9)[99]: "(ein..neun)undzwanzighundert[...]"
Hier bin ich ziemlich sicher, dass zumindest im süddeutschen Raum das
"hundert" ausfällt, wie es bislang auch schon der Fall ist.
Ciao Henning
Das stammt aus dem Sprachgebrauch des amerikanischen Militärs und wurde
IIRC offiziell bei der NATO eingeführt. Sieben Uhr morgens ist dann
"oh-seven hundred", sieben Uhr abends "nineteen hundred". Damit
unterscheidet sich das Militär vom zivilen Sprachgebrauch, der "seven
a.m." und "seven p.m." verwendet.
Ciao Henning
> Bodo Thiesen <bot...@gmx.de> wrote in
>
>> - für 10000+ schweige ich mich jetzt mal aus. Bis dahin wird es die
>> Menschheit eh nicht mehr geben ...
>
> Die heißen dann Weganer.
Schreibt sich das nicht "Veganer"?
SCNR,
- Sebastian
> Das stammt aus dem Sprachgebrauch des amerikanischen Militärs
> und wurde IIRC offiziell bei der NATO eingeführt. Sieben Uhr
> morgens ist dann "oh-seven hundred", sieben Uhr abends "nineteen
> hundred". Damit unterscheidet sich das Militär vom zivilen
> Sprachgebrauch, der "seven a.m." und "seven p.m." verwendet.
Im TV heißt's "seven hundred". Und wie sagen die dann halbe Stunden?
"Twenty one hundred thrity" oder "twenty one thirty"?
M.
>> daß "Zwanzighundertzehn" irgendwie blöd klingt, wirst du mir vielleicht
>> auch noch zustimmen - was soll also ernsthaft gegen "Zwanzigzehn"
>> sprechen?
>
>Ich hab aber auch noch nie jemanden zu 1990 neunzehnneunzig sagen hören oder
>zu 1980 neunzehnachzig.
Ich sag das manchmal so, z.B. wenn ich einen Text vorlese.
Grüße
Jörg.
--
"Recht hat er, der Dingsbums!"
Letzteres. Ist (auf Deutsch) wie von Henning schon erwähnt auch die übliche
Bundeswehr-Sprechweise: "Zapfenstreich in der Nacht von Sonntag auf Montag:
Nullzwohundert. Dienstbeginn um Nullsechsdreißig, Mittagessen um
Zwölfhundert."
Evtl. kam auch noch "Uhr" hinter die Zeit (und kein "um" davor). Jovo kann
bestimmt mehr dazu sagen. Ich habe schon ein bisschen BW-Amnesie. ;)
CU
Thomas
Die eigentliche Quelle ist nicht der Sprach-, sondern der
Schreibgebrauch. Die DTG hat folgendes Aussehen: 111948Bmay, ohne D also
bloß 1948B, was mancher dann den sonst üblichen Geplogenheiten
entsprechend als ganze Zahl spricht. Meines Erachtens ist das eine
unsinnige Sitte, wird auch von mir nicht so nachvollzogen. Allerdings
hatte ich bislang wenig im genormten Sprachraum zu tun; bei Luftwaffens
bspw. - die arbeiten ja zwangsläufig internationaler - mag das durchaus
Standard sein.
> Jovo kann bestimmt mehr dazu sagen. Ich habe schon ein bisschen
> BW-Amnesie. ;)
Wird wohl Zeit für eine Wehrübung?
> CU
> Thomas
Gruß jovo
>
>
> Rüdiger Silberer schrieb:
>
>> Daß man größere Zahlen in Gruppen ausspricht, ist allgemein üblich.
>> Niemand sagt Neunhundertsechsundsiebzigtausendundvierundsechzig, wenn
>> er eine Telefonnummer meint.
Sorry für's Huckepack-antworten (Lehnübersetzung), wenn ich auf Rüdigers
Artikel zu antworten versuche, schmiert Dialog ab.
Telefonnummern sind ein ganz anderes Problem, denn die zählen ja nichts,
im Unterschied zu Jahreszahlen. Statt Telefonnummern könnte man im
Zeitalter des Computers auch z.B. beliebige Wörter benutzen, etwa den
Namen des Inhabers. Ich frage mich, wann diese altmodischen Nummern
aufgegeben werden.
--
Oliver Cromm
Get the Oliver Out!
(The Advertising Slogan Generator)
> Die eigentliche Quelle ist nicht der Sprach-, sondern der
> Schreibgebrauch. Die DTG hat folgendes Aussehen: 111948Bmay, ohne D also
> bloß 1948B, was mancher dann den sonst üblichen Geplogenheiten
> entsprechend als ganze Zahl spricht.
Wobei das "Bravo" auch nicht unbedingt zivilem Sprachgebrauch entspricht. ;)
> Meines Erachtens ist das eine
> unsinnige Sitte, wird auch von mir nicht so nachvollzogen. Allerdings
> hatte ich bislang wenig im genormten Sprachraum zu tun; bei Luftwaffens
> bspw. - die arbeiten ja zwangsläufig internationaler - mag das durchaus
> Standard sein.
Dazu kann ich nicht so viel sagen. Ich erinnere mich da eigentlich nur an
unseren KpFw aus der Ausbildungskompanie (Heer, FmAufkl). Ich glaube, später
haben wir einfach "sechs Uhr" gesagt oder eben "0400" geschrieben. ;)
>> Jovo kann bestimmt mehr dazu sagen. Ich habe schon ein bisschen
>> BW-Amnesie. ;)
>
> Wird wohl Zeit für eine Wehrübung?
Nee, die W9er sollen erstmal noch die drei Monate Differenz und das Mehr an
Wehrsold abdienen. ;)
CU
Thomas
Ich weiss so ziemlich genau, wie die Telefonnummer "Zwo Null Zwo,
Fuenf Fuenf Fuenf, Eins Zwo Drei Vier" geschrieben wird, naemlich
202-555-1234, und dass diese Telefonnummer genau zehn Stellen haben
muss, sonst ist irgendwas fachls, waehrend ich mir beim Eingeben der
Anrufkennung "Klempner Jyasczynszky, in Washington, D.C." eher die
Finger breche oder bzw. mir die Zunge abbeisse und ausspucke.
> Es kommt "zulu" hinter die Zeit. Das bezeichnet die Zeitzone.
Naja, Zulu-Zeiten gab es bei uns nur in der Einsatzkompanie. In der
Ausbildung doch eher die aktuell gültige Zeit, also Alpha i´ Winter und
Bravo im Sommer.
CU
Thomas
Bekommst du das einzeilig hin? Die MID ist doch redundant, da sie schon
im header steht.
> > Das stammt aus dem Sprachgebrauch des amerikanischen Militärs und wurde
> > IIRC offiziell bei der NATO eingeführt. Sieben Uhr morgens ist dann
> > "oh-seven hundred", sieben Uhr abends "nineteen hundred". Damit
> > unterscheidet sich das Militär vom zivilen Sprachgebrauch, der "seven
> > a.m." und "seven p.m." verwendet.
>
> Englisch spricht man auch in England. Dort ist der Sprachgebrauch des US-
> Militärs von untergeordneter Bedeutung.
Diese spezielle Form der Zeitangabe stammt aber meines Wissens
tatsächlich aus dem Gebrauch des amerikanischen Militärs. Ob die Briten
sie übernommen haben, ist mir nicht bekannt, ich vermute es aber, da sie
schließlich NATO-Mitglied sind.
Jedoch ist mir völlig unklar, was du mit deiner Anmerkung überhaupt
ausdrücken willst. In England ist der Gebrauch der 24-Stunden Zeit im
zivilen Alltag aber häufiger als in den USA, wo er im zivilen Bereich
außerhalb der Luftfahrt ausgesprochen ungewöhnlich ist.
Ciao Henning
Da das "hundred" die (doppelte) Null bezeichnet, wird es durch das
"thirty" ersetzt: "twenty one thirty".
Ciao Henning
> tobias b koehler schrieb:
>
>>In gruppen spreche ich telephonnummern nur in sonderfällen wie
>>fünfzig dreißig zwanzig.
>
> Ich sage siebenundneunzig sechzig vierundsechzig, und ich glaube
> ich bin damit nicht allein.
Ja, das bereitet allen DaF-Lernern Kopfschmerzen...
--
Oliver Cromm
Fatal exception in module gravitation.dll. Instable state of cosmos.
The universe will be restarted now. Any unsaved data will be lost.
(after an idea from "Boarder Lord" at www.heise.de)
Ich antworte jetzt auf der Arbeit mit Xnews. Auch dieses Posting von
Rüdiger (<b9mg1f$110$02$2...@news.t-online.com>) hat wieder die Dialog-
Followup-Unterdrückung: ein Druck auf die Taste "F" läßt Dialog
abstürzen. Hat jemand eine Ahnung, was die Ursache sein könnte?
Problem beobachtet bei:
<b9mg1f$110$02$2...@news.t-online.com>
<b9j46a$jso$01$1...@news.t-online.com>
--
Oliver Cromm
> Ich frage mich, wann diese altmodischen Nummern
> aufgegeben werden.
Die früher üblichen Kombinationen aus einem sinnvollen und damit leicht
merkbaren alphanumerischen Teil und einem kürzeren numerischen Teil
waren deutlich praktischer.
Derartige Systeme gab es ja wohl noch kange in den USA und in einigen
europäischen Großstädten.
In Paris bestanden die Nummern früher aus drei Buchstaben für die
Abkürzung des Amts und vier Ziffern: ALMa 1234, OPEra 3456 usw.
Ich fand "SORbonne 63 13" jedenfalls deutlich einfacher zu merken als
707 63 13, geschweige denn 1 73 58 39 42. Acht oder gar neun Ziffern im
Ortsnetz sind schlichtweg die Folter.
Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated Apr. 11, 2003
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
> Ich fand "SORbonne 63 13" jedenfalls deutlich einfacher zu
> merken als 707 63 13, geschweige denn 1 73 58 39 42.
Tja, aber mit der steigenden Zahl der Anschlüsse war schon vor
Jahrzehnten Schluss damit.
M.
> Die eigentliche Quelle ist nicht der Sprach-, sondern der
> Schreibgebrauch. Die DTG hat folgendes Aussehen: 111948Bmay, ohne D also
> bloß 1948B,
Ach ja, an dieses merkwürdige Datumsformat erinnere ich mich.
> was mancher dann den sonst üblichen Geplogenheiten entsprechend als
> ganze Zahl spricht. Meines Erachtens ist das eine unsinnige Sitte,
> wird auch von mir nicht so nachvollzogen.
Ich kann mich auch nicht erinnern, das es bei uns irgendjemand so
ausgesprochen hätte.
> Allerdings hatte ich bislang wenig im genormten Sprachraum zu tun;
> bei Luftwaffens bspw. - die arbeiten ja zwangsläufig internationaler
> - mag das durchaus Standard sein.
Ich war in einem Marine-Fernmeldezentrum, so viel Bedarf das
auszusprechen gab es da auch nicht. Gesagt wurde meist so etwas wie
"13 Uhr Zulu".
>> Jovo kann bestimmt mehr dazu sagen. Ich habe schon ein bisschen
>> BW-Amnesie. ;)
>
> Wird wohl Zeit für eine Wehrübung?
Dafür hat die BW kein Geld.
mfg, simon .... üb
> Thomas Gerlach schrieb:
>> Naja, Zulu-Zeiten gab es bei uns nur in der Einsatzkompanie. In der
>> Ausbildung doch eher die aktuell gültige Zeit, also Alpha i´ Winter
>> und Bravo im Sommer.
>
> Stimmt, aber das wird normalerweise unterschlagen, während Zulu immer
> mitgenannt wird.
Aber hallo! Der Soldat lebt in der Lage, und in der Lage gib's nur
Zulu-Zeit. Darum verstehen sich ausnahmslos alle Zeitangaben als in
Zuluzeit ausgedrückt, es sei denn, es gibt keine Lage, oder das Szenario
ist in die Post-Nato-Ära verlegt, was ja durchaus den inskünftigen
Realitäten entspräche.
> ade
> Rüdiger
Ende - jovo
> Johannes Volkmar writes:
>
>> Die DTG hat folgendes Aussehen: 111948Bmay, ohne D also
>> bloß 1948B
> Ich kann mich auch nicht erinnern, das es bei uns irgendjemand so
> ausgesprochen hätte.
> Ich war in einem Marine-Fernmeldezentrum
Kunststück: Im Funksprechverkehr werden Zahl- und Zeitangaben
selbstverständlich verschleiert.
>>> Jovo kann bestimmt mehr dazu sagen. Ich habe schon ein bisschen
>>> BW-Amnesie. ;)
>>
>> Wird wohl Zeit für eine Wehrübung?
>
> Dafür hat die BW kein Geld.
Haben wir nicht alle geschworen oder -lobt, der Bundesrepublik treu zu
dienen? Dazu zählt dann auch der Verzicht auf bspw.
Steuerrückerstattungsbeträge, wenn dadurch die Reservisten in Schulung
gehalten werden können.
> mfg, simon .... üb
Gruß zurück jovo .... dien
>>>> Jovo kann bestimmt mehr dazu sagen. Ich habe schon ein bisschen
>>>> BW-Amnesie. ;)
>>>
>>> Wird wohl Zeit für eine Wehrübung?
>>
>> Dafür hat die BW kein Geld.
>
> Haben wir nicht alle geschworen oder -lobt, der Bundesrepublik treu zu
> dienen? Dazu zählt dann auch der Verzicht auf bspw.
> Steuerrückerstattungsbeträge, wenn dadurch die Reservisten in Schulung
> gehalten werden können.
Wer ist "wir alle"?
> Haben wir nicht alle geschworen oder -lobt, der Bundesrepublik treu zu
> dienen?
Hä???
Matthias
--
Die Kälte wächst gegen den Nordpol um 10 Grad, zuletzt hört sie
ganz auf. [Prof. Galletti]
Nun gut, Ergänzung: Und hätten wir nicht alle - wenn uns die Ungunst des
Schicksals oder der Geschichte nicht das Vergnügen, mehr noch: die
Erfüllung unseres heißesten Verlangens, nämlich den Ehrendienst zu
leisten, vorenthalten hätte - geschworen oder -lobt, der Bundesrepublik
treu zu dienen?
> Matthias
Gruß jovo
*g*
Was mir da gerade einfällt: Ist aus dem "und" der entsprechenden Formel eine
Rangfolge ableitbar für den Fall, dass die beiden Gelöbnisse einander
widersprechen?
CU
Thomas
>>> Die DTG hat folgendes Aussehen: 111948Bmay, ohne D also
>>> bloß 1948B
>
>> Ich kann mich auch nicht erinnern, das es bei uns irgendjemand so
>> ausgesprochen hätte.
>> Ich war in einem Marine-Fernmeldezentrum
>
> Kunststück: Im Funksprechverkehr werden Zahl- und Zeitangaben
> selbstverständlich verschleiert.
Bei uns im Fernemeldezentrum wurde selbstverständlich nur funk- und
ferngeschrieben. Das Problem ist also eher, das kaum vorgelesen wird.
>>> Wird wohl Zeit für eine Wehrübung?
>>
>> Dafür hat die BW kein Geld.
>
> Haben wir nicht alle geschworen oder -lobt, der Bundesrepublik treu zu
> dienen? Dazu zählt dann auch der Verzicht auf bspw.
> Steuerrückerstattungsbeträge, wenn dadurch die Reservisten in Schulung
> gehalten werden können.
Ich bezahle meine eigene Wehrübung?
mfg, simon .... l
> Haben wir nicht alle geschworen oder -lobt, der Bundesrepublik treu zu
> dienen?
Ähemm.
Erstens: wer sind "wir alle" - auch die Damen? Auch die vor 1970
geborenen Bewohner unserer Kolonie auf der Westbank von Oder und Neiße?
Zweitens: <linkeHandandieHosennahtleg, rechteHandaufsHerz> Wie gern wäre
ich dabei gewesen, hätte mich das Vaterland nur gerufen! </>
Drittens: welcher Bundesrepublik? (Ist Österreich nicht auch eine
solche?)
Viertens: Gut, dass es noch gesunde junge Männer gibt, die die Kranken
und Schwachen verteidigen!
Die"ungedient"drich
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungelesen entsorgt.
>
>Drittens: welcher Bundesrepublik? (Ist Österreich nicht auch eine
>solche?)
>
Wir sind zwar eine solche, aber wir heißen nicht so. Der offizielle
und allgemein gebräuchliche Staatsname ist: Republik Österreich.
Reinhard
--
Ich mag die Wirklichkeit.
Sie schmeckt nach Brot.
(Jean Anouilh)
Die Schwindsüchtigen sind in meiner Ergänzung enthalten: Ungunst des
Schicksals.
> wer sind "wir alle" - auch die Damen?
Nun, da die Damen unbedingt gleichgestellte Mitglieder der Gesellschaft
sein wollen, also ausdrücklich ihrer angestammten Privilegien entsagen,
sind auch sie natürlich mit erfaßt.
> Auch die vor 1970
> geborenen Bewohner unserer Kolonie auf der Westbank von Oder und Neiße?
Ungunst der Geschichte.
> <linkeHandandieHosennahtleg, rechteHandaufsHerz> Wie gern wäre
> ich dabei gewesen, hätte mich das Vaterland nur gerufen! </>
Obacht: Man setze nicht die stetig wandelnden Regierungen für das
Vaterland. 1807 hat auch kein König nach dem Volke gerufen; das holte er
erst 1813 nach, als dessen Jugend bereits in Scharen sich dem Wehklagen
in bittrer Drangsal nicht verschloß und Heim und Eltern verließ, das
teure Blut auf dem Altar des Vaterlandes zu opfern. Wer auf den Ruf der
Regierungen wartet, der leistet seinen Eid nicht dem Land und seinem
Volke, sondern den Führern.
> welcher Bundesrepublik? (Ist Österreich nicht auch eine solche?)
Das nimmt sich nichts, da man im zweiten Teil ja auch gelobt, das Recht
und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, und da
sindse dann eh alle mit dabei :-)
> Gut, dass es noch gesunde junge Männer gibt, die die Kranken und
> Schwachen verteidigen!
Auch diejenigen, die sich derzeit unter die Gesunden und Starken
rechnen, wollen im Grunde ihres Herzens verteidigt sein, auch wenn sie
sich vielleicht ein falsches Bild davon machen, was das große Wort
Verteidigung überhaupt beinhaltet, und deshalb nach Pflugscharen rufen.
> Die"ungedient"drich
> linke (..) Zweitens (..) Drittens (..) Viertens
Ein gewisses natürliches Talent ist, trotz einiger Ungeschliffenheit,
doch zu erkennen. Aber wen wundert das ernstlich? Hat doch schon
Scharnhorst weiland messerscharf erkannt: "Jeder Bürger ist der geborene
Verteidiger des Staates"
Gruß jovo
> Diedrich Ehlerding <diedrich....@t-online.de> wrote in
> news:5o7r9b...@diedrich.ehlerding.dialin.t-online.de:
>
>> Johannes Volkmar meinte:
>>
>>
>>> Haben wir nicht alle geschworen oder -lobt, der Bundesrepublik treu zu
>>> dienen?
>>
>> Ähemm.
>>
>> Erstens: wer sind "wir alle" - auch die Damen? Auch die vor 1970
>> geborenen Bewohner unserer Kolonie auf der Westbank von Oder und Neiße?
>
> Nicht zu vergessen der Besonderen Einheit West-Berlin. Und dann gibt's auch
> noch "weiße Jahrgänge", die irgendwann zwischen hmzehnhundertmurmel und
> hmzehnhunderthmundhmzich geboren sind, zu spät für die Wehrmacht und zu
> früh für die Bundeswehr.
Mein Vater (Jahrgang 35) ist ein solcher. Mein Bruder - Ersatzdienst.
Mich hat die Ungunst des Schicksals mit so schlechten Augen gestraft,
dass mir auch der Ersatzdienst erspart blieb. ;-)
Insofern ist meine unmittelbare Familie seit 1945 demilitarisiert.
Selbst einer von zwei DDR-Vettern war ein seltener Bausoldat.
Oliver
--
Oliver Cromm
Der imaginaere Mensch bekommt Oliver. Was tun Sie?
www.sloganizer.de
> Mich hat die Ungunst des Schicksals mit so schlechten Augen gestraft,
> dass mir auch der Ersatzdienst erspart blieb. ;-)
Dann mußt Du aber wirklich schlechte Augen haben. Mit (ehemals) sieben
Dioptrien haben sie mich T2 mit Sonderbelastung "Späher" gemustert...
Ich habe mir meinen Späheinsatz immer so vorgestellt: "Börker,
aufstehen!"
(Gefreiter Börker befolgt den Befehl. Ein Schuß fällt, Börker stürzt
tödlich verletzt zu Boden, der Offizier meldet seinem Vorgesetzten, daß
der Feind in der Nähe ist). Ich habe es aber ohnehin vorgezogen, den
Kriegsdienst zu verweigern...
> Insofern ist meine unmittelbare Familie seit 1945 demilitarisiert.
Bei mir auch...
--
Philipp Boerker - Mixed-signals ICs Design Engineer
Infineon Technologies AG, COM ANS, MchB/KU II, R.910906
Rosenheimer Str. 116 81669 Muenchen
phone: +49 89 234 54 725 fax: +49 89 234 85 664
> Oliver Cromm wrote:
>
>> Mich hat die Ungunst des Schicksals mit so schlechten Augen gestraft,
>> dass mir auch der Ersatzdienst erspart blieb. ;-)
>
> Dann mußt Du aber wirklich schlechte Augen haben. Mit (ehemals) sieben
> Dioptrien haben sie mich T2 mit Sonderbelastung "Späher" gemustert...
Die Gleichsetzung starke Kurzsichtigkeit = schlechtes Sehvermögen ist
ja in den Zeiten der künstlichen Sehhilfen auch nicht richtig. Wenn du
mit Hilfe einer Brille deine Sehschärfe auf 1,0 bringst, kannst du
sogar eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung im Straßenverkehr
erwerben, wenn du -8 D hast; mit Kontaktlinsen ist wohl noch mehr
drin.
Es gibt Leute mit viel geringerer Kurzsichtigkeit (z. B. 1 bis 2 D),
denen diese Erlaubnis trotzdem verwehrt ist.
- Sebastian
> Oliver Cromm wrote:
>
>> Mich hat die Ungunst des Schicksals mit so schlechten Augen gestraft,
>> dass mir auch der Ersatzdienst erspart blieb. ;-)
>
> Dann mußt Du aber wirklich schlechte Augen haben. Mit (ehemals) sieben
> Dioptrien haben sie mich T2 mit Sonderbelastung "Späher" gemustert...
Die Gleichsetzung starke Kurzsichtigkeit = schlechtes Sehvermögen ist
ja in den Zeiten der künstlichen Sehhilfen auch nicht richtig. Wenn du
mit Hilfe einer Brille deine Sehschärfe auf 1,0 bringst, kannst du
sogar eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung im Straßenverkehr
erwerben, wenn du -8 D hast; mit Kontaktlinsen ist wohl noch mehr
drin.
Es gibt Leute mit viel geringerer Kurzsichtigkeit (z. B. -1 bis -2 D),
> Philipp Boerker schrieb:
>
>> Oliver Cromm wrote:
>>
>>> Mich hat die Ungunst des Schicksals mit so schlechten Augen
>>> gestraft, dass mir auch der Ersatzdienst erspart blieb. ;-)
>>
>> Dann mußt Du aber wirklich schlechte Augen haben. Mit (ehemals)
>> sieben Dioptrien haben sie mich T2 mit Sonderbelastung "Späher"
>> gemustert...
Vielleicht kamen ja noch andere Sachen dazu (mager und blass), aber als
ich nach Krankheiten suchte, meinte der Arzt "sie brauche sich nicht
anstrengen, sie sind eh so gut wie draussen". Interessant fand ich,
dass er die Brille gemessen hat, aber nicht, wie gut ich mit der Brille
sehe. Mag auch sein, dass damals wegen der geburtenstarken Jahrgänge
leichter ausgemustert wurde.
> Die Gleichsetzung starke Kurzsichtigkeit = schlechtes Sehvermögen
> ist ja in den Zeiten der künstlichen Sehhilfen auch nicht richtig.
> Wenn du mit Hilfe einer Brille deine Sehschärfe auf 1,0 bringst,
> kannst du sogar eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung im
> Straßenverkehr erwerben, wenn du -8 D hast; mit Kontaktlinsen ist
> wohl noch mehr drin.
Nun, bei Militäreinsätzen ist ein Abhandenkommen der Brille, oder deren
Nutzloswerdung weit wahrscheinlicher als im Straßenverkehr, könnte das
eine Rolle spielen?
> Es gibt Leute mit viel geringerer Kurzsichtigkeit (z. B. -1 bis -2
> D), denen diese Erlaubnis trotzdem verwehrt ist.
Also ich hatte damals wohl 7,5 und 9 Dioptrien, heute etwas mehr. Dazu
Astigmatismus und periodisches Ausblenden des rechten Auges. Wegen
letzteren Problems schaffte ich auch den Sehtest zum Führerschein
(wenig später) erst nach einem "kurz durchatmen und noch mal von
vorne".
> > Dann mußt Du aber wirklich schlechte Augen haben. Mit (ehemals) sieben
> > Dioptrien haben sie mich T2 mit Sonderbelastung "Späher" gemustert...
>
> Die Gleichsetzung starke Kurzsichtigkeit = schlechtes Sehvermögen ist
> ja in den Zeiten der künstlichen Sehhilfen auch nicht richtig.
Schon richtig, gleichzeitig habe ich 130% Sehkraft. Im Feld
möchte ich aber weder auf Kontaktlinsentropfen noch auf ein
Sport-Brillengestell angewiesen sein...
> Sebastian Koppehel wrote:
>
>> > Dann mußt Du aber wirklich schlechte Augen haben. Mit (ehemals) sieben
>> > Dioptrien haben sie mich T2 mit Sonderbelastung "Späher" gemustert...
>>
>> Die Gleichsetzung starke Kurzsichtigkeit = schlechtes Sehvermögen ist
>> ja in den Zeiten der künstlichen Sehhilfen auch nicht richtig.
>
> Schon richtig, gleichzeitig habe ich 130% Sehkraft. Im Feld
> möchte ich aber weder auf Kontaktlinsentropfen noch auf ein
> Sport-Brillengestell angewiesen sein...
Nun, die Abhängigkeit von der Technik nimmt auf dem modernen
Schlachtfeld m. W. noch ganz andere Formen an.
- Sebastian
> > Schon richtig, gleichzeitig habe ich 130% Sehkraft. Im Feld
> > möchte ich aber weder auf Kontaktlinsentropfen noch auf ein
> > Sport-Brillengestell angewiesen sein...
>
> Nun, die Abhängigkeit von der Technik nimmt auf dem modernen
> Schlachtfeld m. W. noch ganz andere Formen an.
Nun, die Technik drängt ohnehin die Frage nach dem militärischen
Sinn von Spähern auf...
> Ein weiterer Anglizismus hat die hochsprachlichen Weihen empfangen!
>
> In der heutigen Sendung der Tagesschau ist über des Kanzlers
> sogenannte "Agenda 2010" berichtet worden.
>
> Dabei ist die Jahreszahl nicht "Zweitausendzehn", sondern, wie im
> Englischen üblich, "Zwanzig-Zehn" ausgesprochen worden!
>
> Diese anglizistische Aussprache ist mir in letzter Zeit wiederholt zu
> Ohren gekommen, doch es macht für mich einen bedeutsamen Unterschied,
> ob man etwas Derartiges in der Kneipe oder in der Tagesschau zu hören
> bekommt.
>
> Wahrscheinlich hören wir bald von Leuten, die z.B. "in
> Neunzehn-Siebzig" geboren wurden... ;-)
Genau zu diesem Thema gibt es in der Ausgabe der Zeit vom 15.5. ein
Interview mit einem Linguisten, das auch auf der Zeit-Website
kostenlos abgerufen werden kann:
http://www.zeit.de/2003/21/2010
Gruss
PH
"Diese ökonomisch Zu Gliedern. Dabei Folgt Es Dem Prinzip Des
»chunking«:", heißt es da. Entweder mir ist das Wortspiel-Niveau zu
hoch, oder die Texte werden von Hand abgetippt. Kann sich noch jemand
eine andere Entstehung so eines Fehlers erklären?
-fn-
Ich habe immer noch die Illusion, daß nachdem ein Journalist einen Text
von Hand geschrieben hat, er vor der Veröffentlichung noch einmal
gelesen wird, und das erst recht in einer doch hinreichend renommierten
Publikation wie der Zeit. Damit sollte also eine halbwegs korrekte
Textfassung digital verfügbar sein, die man einfach in die Internet-
Seite einspeisen kann -- und nicht dem armen Dorfwebmasterlein ein
Zeit-Abo schenken muß, damit er die Texte abtippen kann.
-fn-
> Im übrigen tut der Artikel Schröder zuviel der Ehre, er hat wahrlich
> nichts Neues kreiert, sondern einfach nachgeplappert wie es im
> Englischen üblich ist, weil das ja "modern" ist.
Daß unser Kanzler gerne mal etwas anglisiert ("Scoop", "Momentum",
..."), ist ja bekannt. Ich muß aber zugeben, daß ich, ohne irgendwas
nachzuplappern, auch manchmal das langwierige "hundert" weglasse.
Zumal ich das ohnehin nicht besonders fein artikuliere: "Neunzat-
dreinachtzig" usw.
- Sebastian
Felix Neumann <felix....@inka.de> schrieb:
Interessant ist der Artikel allemal. Schon allein wegen der nicht
gerade alltäglichen Namen: Hardarik Blühdorn, interviewt von Cosima
... Schmitt (eine klassische Antiklimax).
Zur Frage der redaktionellen Betreuung des Texts: Weiter unten kommt
auch noch was Nettes:
"Schließlich sagen wir auch »Aids« und nicht »A De I Es«." [sic]
Schönen Gruß
pcr
--
"I polished up that handle so carefullee
That now I am the Ruler of the Queen's Navee!"
(Gilbert and Sullivan: H.M.S. Pinafore) | http://parrots-and-jabberwocks.de
Felix Neumann schrieb:
Ein Wortspiel ist es nicht; dem verantwortlichen Online-Redakteur muß
ein Tastatur-Malheur passiert sein. In der gedruckt vor mir liegenden
Zeitausgabe heißt es:
<Zitat Blühdorn>
Weil das Gehirn ständig ungeheuer viele Informationen verarbeiten
muss, versucht es natürlich, diese ökonomisch zu gliedern. Dabei folgt
es dem Prinzip des "Chunking": (...)
</Zitat Blühdorn>
Jürgen
>
> -fn-
Peter Ringeisen schrieb:
> Felix Neumann <felix....@inka.de> schrieb:
> > Paul Holbach scripsit:
> >
> > > http://www.zeit.de/2003/21/2010
[...]
> Interessant ist der Artikel allemal. Schon allein wegen der nicht
> gerade alltäglichen Namen: Hardarik Blühdorn, interviewt von Cosima
> ... Schmitt (eine klassische Antiklimax).
Wenn du nach 'Hardarik' googelst, bekommst du nur Seiten von Hardarik
Blühdorn. Das sagt wohl alles. ;-) Der Vorname von Hardariks Bruder
ist nicht weniger originell: Ingolfur Blühdorn. Und beider Hobby auch
nicht: Schottischer Volkstanz. ;-) (Ich habe mal für 2,3 Semester in
ihrer Gruppe in Erlangen mehr schlecht als recht mitgetanzt, als beide
noch promovierten. Daher kenne ich die Brüder. Ihre Schwester kenne
ich nicht, ihren nicht minder originellen Namen habe ich leider
vergessen. )
> Zur Frage der redaktionellen Betreuung des Texts: Weiter unten kommt
> auch noch was Nettes:
> "Schließlich sagen wir auch »Aids« und nicht »A De I Es«." [sic]
Das steht auch original in der gedruckten Zeit. Wobei wir leider nicht
wissen, wem wir den Schwarzen Peter zuschieben können: Cosima oder
Hardarik? ;-)
Grüße,
Jürgen
Rüdiger Silberer schrieb:
[...]
> >Damit sollte also eine halbwegs korrekte
> >Textfassung digital verfügbar sein, die man einfach in die Internet-
> >Seite einspeisen kann -- und nicht dem armen Dorfwebmasterlein ein
> >Zeit-Abo schenken muß, damit er die Texte abtippen kann.
>
> Vielleicht steht es ja original so in der ZEIT, muß ich mal nachsehen.
Nein, das tut es nicht. Lies mein Posting von Sun, 18 May 2003
21:42:23.
Grüße,
Jürgen
"Ralf R. Radermacher" wrote:
> In Paris bestanden die Nummern früher aus drei Buchstaben für die
> Abkürzung des Amts und vier Ziffern: ALMa 1234, OPEra 3456 usw.
>
> Ich fand "SORbonne 63 13" jedenfalls deutlich einfacher zu merken als
> 707 63 13, geschweige denn 1 73 58 39 42. Acht oder gar neun Ziffern im
> Ortsnetz sind schlichtweg die Folter.
Erich Kästner schreibt in "Emil und die Detektive" dem kleinen
Dienstag die Berliner Telephonnummer "Bavaria 0579" zu.
Aber wie funktioniert das? Eigentlich kann das doch nur mit
dem "Fräulein vom Amt" klappen und müßte also mit Einführung
der direkten Durchwahl abgeschafft worden sein. Oder?
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Kommen wir jetzt zum ersten Preis in der Kategorie 'gute Werbeideen'. Hier
gewinnt Citroen für den begrüßenswerten Vorschlag, Claudia Schiffer in ein
Auto zu setzen und dieses dann mit Schmackes an eine Wand zu hauen."
-- http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~bunzel/
> Interessant ist der Artikel allemal. Schon allein wegen der nicht
> gerade alltäglichen Namen: Hardarik Blühdorn, interviewt von Cosima
> ... Schmitt (eine klassische Antiklimax).
Das gab mir Gelegenheit, das Genus von Klimax im Wörterbuch und in der
Verwendung nachzuschlagen. DWDS kennt nur feminin, aber der tatsächliche
Gebrauch ist mit zahlreichen maskulinen Klimaxen durchsetzt. Letzteres
war nämlich auch meine spontane Idee, ich vermute mal wegen "Höhepunkt".
Ich kann also die DaF-Lerner mal weider beruhigen, bei seltenen Wörtern
ist das Genus auch für Muttersprachler ein Problem.
Googeln in dieser Gruppe zeigt übrigens ausschließlich feminine
Verwendung. Schlagen wir sowas vielleicht sicherheitshalber nach vor dem
Posten in dieser Gruppe? ;-)
> Erich Kästner schreibt in "Emil und die Detektive" dem kleinen
> Dienstag die Berliner Telephonnummer "Bavaria 0579" zu.
> Aber wie funktioniert das?
Wenn's so ging/geht wie in New York (oder - leicht verändert - Paris, s.
Ralfs Beispiel) und die Berliner Telefonnummern damals sieben Ziffern
hatten, dann würde das "BAV" zu "228". Ähnlich wie Du die Ziffernfolge
0800-6358937 wählen würdest, wenn Dir jemand die Telefonnummer
"0800-MELTZER" gäbe :-)
Tschüs,
Christian
Ganz alte Telefone (aus den 20er Jahren) der Reichspost haben
tatsächlich Buchstaben auf der Wählscheibe, allerdings nur bis K. So
entspräche "Bavaria" vermutlich eher 21.
- Sebastian
--
Wir ernten, was wir nicht gesät haben, und wir säen, was wir nicht ernten
werden.
(An einem Forsthaus)
>
>Ganz alte Telefone (aus den 20er Jahren) der Reichspost haben
>tatsächlich Buchstaben auf der Wählscheibe, allerdings nur bis K. So
>entspräche "Bavaria" vermutlich eher 21.
>
In meiner Kinderzeit (50er Jahre des vorigen Jahrhunderts) gab's in
Wien noch solche Telefone, und die Notrufnummern, die ich als Kind in
der Volksschule zu lernen hatte, lauteten A 0 22 und A 0 33.
Heute heißen die 122 und 133.
Gabs in Österreich auch - bis ca. 1958. Die Anordnung auf der Wähl-
scheibe war nicht alfabetisch, sondern die 10 Buchstaben ZYLMURBAFI
bzw. IFABRUMLYZ (je nach Leserichtung) wurden verwendet.
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Mögen alle Wesen glücklich sein!
| | | |_| | Mögen sie frei sein von Gier, Haß, Verblendung und
| | | _ | Leiden."
|_|a |_| |_|a (Buddhistischer Gruß)
Ralf Kusmierz schrieb:
> > noch promovierten. Daher kenne ich die Brüder.
>
> Und wer ist Wolfraban?
Keine Ahnung, weißt du's?
> > Ihre Schwester kenne
> > ich nicht, ihren nicht minder originellen Namen habe ich leider
> > vergessen. )
>
> Immogen? Radelint?
So in dieser Preisklasse. ;-)
> Klärung dürfte die Genealogie bringen - solche Namen sind in der Familie
> gar nicht ungewöhnlich.
Und wo willst du nachsehen? Das Netz bringt's nicht, bei Google
kriegst du schon mit dem Eintrag 'Ingolfur Hardarik' Fehlanzeige.
Grüße,
Jürgen
> In article <370bab...@bastisoft.de>, Sebastian Koppehel
> <URL:mailto:ba...@bastisoft.de> wrote:
>>
>> Ganz alte Telefone (aus den 20er Jahren) der Reichspost haben
>> tatsächlich Buchstaben auf der Wählscheibe, allerdings nur bis K. So
>> entspräche "Bavaria" vermutlich eher 21.
Ich muß das etwas korrigieren: Ich habe so etwas bislang nur beim W28
gesehen, das zwar in der Tat aus den 20ern stammt, aber bis in die
40er Jahre hergestellt wurde.
> Gabs in Österreich auch - bis ca. 1958. Die Anordnung auf der Wähl-
> scheibe war nicht alfabetisch, sondern die 10 Buchstaben ZYLMURBAFI
> bzw. IFABRUMLYZ (je nach Leserichtung) wurden verwendet.
Ich hätte ja AEIOU vermutet ...
> die Notrufnummern, die ich als Kind in
> der Volksschule zu lernen hatte, lauteten A 0 22 und A 0 33.
> Heute heißen die 122 und 133.
Sag bloß, die Notrufnummern in Österreich sind anders als in Deutschland
(110 und 112). Gibt's dafür noch keine EU-Richtlinie?
Ich habe mal gehört, die Nummer 111 wäre früher in Deutschland eine
Notrufnummer gewesen, aber das wäre zu oft aus Versehen gewählt worden.
Kann das jemand bestätigen?
In AT:
122 Feuerwehr
133 Polizei
144 Rettung (= Krankenbeförderung)
Man beachte die alfabetische Anordnung!
112 ist die allgemeine Notrufnummer bei Handys.
999 war (ist?) in London Scotland Yard ...
Ja und sogar die Anordnung der Ziffern wurde gleichzeitig mit der
Aufgabe der zugeordneten Buchstaben geändert. Liefen die Ziffern auf
den alten Wählscheiben (aus Duroplast!) von 0 bis 9 (was heute wieder Computer gerechter wäre), so kam es nach der 'europäischen' Anpassung
zur Anordnung 1 bis 0, was eher unlogisch ist ...
> In article <8e3v7ulc...@ocromm.my-fqdn.de>, Oliver Cromm
> <URL:mailto:scherzk...@hotmail.com> wrote:
> > Reinhard Gonaus wrote:
> >
> > > die Notrufnummern, die ich als Kind in
> > > der Volksschule zu lernen hatte, lauteten A 0 22 und A 0 33.
> > > Heute heißen die 122 und 133.
> >
> > Sag bloß, die Notrufnummern in Österreich sind anders als in Deutschland
> > (110 und 112). Gibt's dafür noch keine EU-Richtlinie?
In der Schweiz sind sie jedenfalls anders; wir fahren halt gerne unsere
"Extrazügli". ;-)
118 Feuerwehr
117 Polizei
144 Rettung - (Rettungshelikopter [Rega] 1414)
> Ja und sogar die Anordnung der Ziffern wurde gleichzeitig mit der
> Aufgabe der zugeordneten Buchstaben geändert. Liefen die Ziffern auf
> den alten Wählscheiben (aus Duroplast!) von 0 bis 9 (was heute wieder Computer gerechter wäre), so kam es nach der 'europäischen' Anpassung
> zur Anordnung 1 bis 0, was eher unlogisch ist ...
... aber auf jeden Fall technische Gründe hatte. Vielleicht eine
Vereinheitlichung der Kodierung? Mit "1 bis 0"-Wählscheibentelefonen kann
man heute noch wählen (ein Impuls bei 1, zehn Impulse bei 0). Bei "0 bis 9"
müsste man sich mindestens andere Ziffern aufkleben oder merken.
CU
Thomas
> Sag bloß, die Notrufnummern in Österreich sind anders als in Deutschland
> (110 und 112). Gibt's dafür noch keine EU-Richtlinie?
Notrufnummern sind international sehr uneinheitlich. Für Amerikaner
hat der Porsch(e) 911 einen ganz anderen Namen als für uns.
- Andi
Österreich hat 122 Feuerwehr, 133 Polizei/Gendarmerie, 144 Rettung.
112 ist der Euro-Notruf.
--
»We've come up here for the weekend to play Apartments and Accountants. It's
an exciting role playing game set in a world of real estate, accountants and
technology.«
-- Simon the Sorcerer 2
>
>> Gabs in Österreich auch - bis ca. 1958. Die Anordnung auf der Wähl-
>> scheibe war nicht alfabetisch, sondern die 10 Buchstaben ZYLMURBAFI
>> bzw. IFABRUMLYZ (je nach Leserichtung) wurden verwendet.
>
>Ich hätte ja AEIOU vermutet ...
>
Ging nicht. Das war die Eigentumsmarke des Kaisers Friedrich III.
Hat man 1918 zu enteignen vergessen. ;-)
> Sag bloß, die Notrufnummern in Österreich sind anders als in Deutschland
> (110 und 112). Gibt's dafür noch keine EU-Richtlinie?
Die europäische Notrufnummer für Anrufe von Festnetz- *und*
Mobilfunk-Anschlüssen ist die 112. Inwieweit sie auch in
Nicht-EU-Ländern Verwendung findet, weiß ich nicht. Denn es gibt zwar
außer der Entscheidung des EU-Rates* auch eine Empfehlung des Europarats
zu dieser einheitlichen Nummer. Aber die 112 ist in Europa, wie es
scheint, zumindest außerhalb der EU nicht überall aktiviert.
In den meisten europäischen Ländern gibt es _zusätzlich_ zur 112 weitere
Notrufnummern; in DE zum Beispiel die 110 für die Polizei, teilweise die
115 für den Rettungsdienst usw. In einigen Nicht-EU-Ländern dagegen
gibt es offenbar _nur_ landesspezifische Nummern. Details (etwa welche
Notrufnummern welche Priorität haben) wissen vermutlich die "Cracks" in
de.etc.notfallrettung und ähnlichen Gruppen :-)
* http://europa.eu.int/ISPO/infosoc/legreg/docs/91396eec.html
(engl. Version der EU-Ratsentscheidung von 1991); siehe auch
http://www.bmi.bund.de/top/dokumente/Pressemitteilung/ix_85277.htm
Tschüs,
Christian
> In den meisten europäischen Ländern gibt es _zusätzlich_ zur 112 weitere
> Notrufnummern; in DE zum Beispiel die 110 für die Polizei, teilweise die
> 115 für den Rettungsdienst usw.
...und da passieren schon die tollsten Sachen. Wenn man z.B. in Aachen
nicht gleich merkt, daß man noch im belgischen GSM-Netz eingeloggt ist
und dann die 110 wählt, meldet sich das belgische Notruftelefon für
mißbrauchte Kinder - mit dem Anrufbeantworter.
Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated Apr. 11, 2003
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses
> Oliver Cromm <scherzk...@hotmail.com> wrote:
>
>> Sag bloß, die Notrufnummern in Österreich sind anders als in
>> Deutschland (110 und 112). Gibt's dafür noch keine EU-Richtlinie?
>
> Die europäische Notrufnummer für Anrufe von Festnetz- *und*
> Mobilfunk-Anschlüssen ist die 112.
Danke, besonders für die Quellen.
> In den meisten europäischen Ländern gibt es _zusätzlich_ zur 112
> weitere Notrufnummern; in DE zum Beispiel die 110 für die Polizei,
Ich dachte, die 110 wäre weiter verbreitet, weil das auch die Nummer
der Polizei in Japan ist, und im japanischen sogar der allgemeine
Ausdruck für Notrufnummern (es gibt also etwa die "Kinder-110" mit der
Tokyoter Rufnummer 03(3470)0110).
Die Feuerwehr erreicht man in Japan allerdings direkt per 119 (wohl die
amerikanische Nummer rückwärts, denn die Auskunft ist auch 114 und in
den V.S. 411).
--
Oliver Cromm
Fatal exception in module gravitation.dll. Instable state of cosmos.
The universe will be restarted now. Any unsaved data will be lost.
(after an idea from "Boarder Lord" at www.heise.de)
> Liefen die Ziffern
> auf den alten Wählscheiben (aus Duroplast!) von 0 bis 9 (was heute
> wieder Computer gerechter wäre), so kam es nach der 'europäischen'
> Anpassung zur Anordnung 1 bis 0, was eher unlogisch ist ...
Mechanisch kann ich mir allerdings nicht vorstellen, wie man dann für
die 0 zehn Impulse bekommen soll, und 0 Impulse können ja kaum eine
Wirkung gehabt haben. Bedeutete dann also die 0 einen Impuls, die 1
zwei Impulse etc.? Auch nicht unbedingt logisch.
Christian Feldhaus schrieb:
> Wenn's so ging/geht wie in New York (oder - leicht verändert - Paris, s.
> Ralfs Beispiel) und die Berliner Telefonnummern damals sieben Ziffern
> hatten, dann würde das "BAV" zu "228". Ähnlich wie Du die Ziffernfolge
> 0800-6358937 wählen würdest, wenn Dir jemand die Telefonnummer
> "0800-MELTZER" gäbe :-)
Es gibt da zwei systeme der (nicht eineindeutigen) zuordnung von
buchstaben zu ziffern:
Auf dem mobiltelephon sind die ziffern 0 und 1 nicht belegt,
ansonsten gilt 2 = ABC, 3 = DEF, 4 = GHI, 5 = JKL, 6 = MNO, 7 =
PQRS, 8 = TUV, 9 = WXYZ.
Und dann kenne ich noch ein system von älteren wählscheiben-
telephonen (nicht der Deutschen Bundespost), etwas mnemonischer
aufgebaut, dabei ist 1 = I und 0 = OQ, ich habe jedoch mangels
referenz nicht herausfinden können, wie die anderen ziffern
belegt sind.
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
Rüdiger Silberer schrieb:
>>Sondern neuen sieben sechs null sechs vier ...?
> ^^^^^ sagt man so?
Begeisterte hörer von kurzwellen-zahlenfunkstationen sagen das so.
Papa November!
Und der 11. September.
Ralf
--
It is easier to get into something than to get out of it.
Donald Rumsfeld
> Auf dem mobiltelephon sind die ziffern 0 und 1 nicht belegt,
> ansonsten gilt 2 = ABC, 3 = DEF, 4 = GHI, 5 = JKL, 6 = MNO, 7 =
> PQRS, 8 = TUV, 9 = WXYZ.
Das ist die in Deutschland (ich glaube, in der ganzen EU) angewendete
ITU-Norm E 161 Option A :-) Gilt für Festnetz- und Mobiltelefonie ...
Tschüs,
Christian