Am 03.12.2013 17:37, schrieb Florian Ritter:
> Dorothee Hermann schrieb:
>> Stefan Ram schrieb:
>>> »und wenn sie auch die Absicht hat, den Freunden
>>> wohlzuthun, so fühlt man Absicht und man ist verstimmt.«.
>> Auch Wilhelm Busch hat etwas ähnliches (Anlehnung?) geschrieben:
>> "Man fühlt die Absicht und ist verstimmt".
> Das immer falsch zitierte:
> Man merkt die Absicht und man wird verstimmt
> lautet an seinem Fundort in Goethes "Tasso", Akt 2,
> Sz. 1, ganz anders. Tasso entgegnet daselbst, als die
> Prinzessin ihn wegen seines Hanges zur Einsamkeit tadelt
> und ihm vorwirft, daß er der Gräfin Leonore Sanvitale
> nie habe näher treten wollen:
> So liebenwürdig sie erscheinen kann,
> Ic weiß nicht, wie es ist, konnt' ich nur selten
> Mit ihr ganz offen sein, und wenn sie auch
> Die Absicht hat, den Freunden wohlzutun,
> So fühlt man Absicht und man ist verstimmt.
> (Büchmann, Geflügelte Worte, 1928, S. 8)
Wieso "falsch zitierte"?
Ich unterschied doch deutlich Goethe und ein vereinfachtes Zitat,
das Wilhelm Busch zugeschrieben wird.
|Taſſo.
|Ich habe dir gehorcht, ſonſt hätt’ ich mich
|Von ihr entfernt anſtatt mich ihr zu nahen.
|So liebenswürdig ſie erſcheinen kann,
|Ich weiß nicht wie es iſt, konnt’ ich nur ſelten
|Mit ihr ganz offen ſeyn, und wenn ſie auch
|Die Abſicht hat, den Freunden wohlzuthun,
|So fühlt man Abſicht und man iſt verſtimmt.
"Sämmliche Werke, Band 1, von Johann Wolfgang von Goethe,
Seite 596. [1]
Dorothee
[1]
http://books.google.de/books?id=1JYtAAAAYAAJ&pg=PA596&lpg=PA596&dq=den+Freunden+wohlzuthun,+so+f%C3%BChlt+man+Absicht+und+man+ist+verstimmt&source=bl&ots=vYTGebU9fV&sig=j_53ARJ_qJn4FowhzE6_QV7YSbM&hl=de&sa=X&ei=5wmeUs_sD6OVywOnzYDYAw&ved=0CEEQ6AEwAw#v=onepage&q=den%20Freunden%20wohlzuthun%2C%20so%20f%C3%BChlt%20man%20Absicht%20und%20man%20ist%20verstimmt&f=false