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Kein Klima!

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Volker Gringmuth

unread,
Apr 26, 2013, 3:55:40 AM4/26/13
to
Ich weiß nicht, ob’s im derzeit laufenden Thread zum Einfluß der deutschen
Sprache auf die globale Erwärmung verhandelt wird, aber die Frage stellt
sich mir schon länger:

Was ist ein Klimaskeptiker?

Jemand, der es gern sähe, wenn Klima ein für allemal verboten würde?

Genau so ein Rumpfwort wie „Atomgegner“, die ja anscheinend nicht gegen
sämtliche Atome sind, zumindest nicht gegen die, aus denen sie selbst
bestehen oder die an ihrem Stoffwechsel beteiligt sind.


vG

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 26, 2013, 4:03:50 AM4/26/13
to
On Fri, 26 Apr 2013 09:55:40 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>Ich wei� nicht, ob�s im derzeit laufenden Thread zum Einflu� der deutschen
>Sprache auf die globale Erw�rmung verhandelt wird, aber die Frage stellt
>sich mir schon l�nger:
>
>Was ist ein Klimaskeptiker?
>
>Jemand, der es gern s�he, wenn Klima ein f�r allemal verboten w�rde?

Nein. Es ist jemand, der daran zweifelt, da� der Klimawandel
anthropogene Ursachen hat. Doch das wu�test Du bestimmt und wolltest
nur die unzul�ssige Verk�rzung herausstellen.

>Genau so ein Rumpfwort wie �Atomgegner�, die ja anscheinend nicht gegen
>s�mtliche Atome sind, zumindest nicht gegen die, aus denen sie selbst
>bestehen oder die an ihrem Stoffwechsel beteiligt sind.

Korrekterweise sollte es
Radioaktive-Strahlung-in-der-N�he-von-Menschen-oder-Tieren-oder-Pflanzen-Gegner
hei�en.

Gru� Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln m�chte, ist es eine gute
Idee, f�r jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist nat�rlich keine gute Idee, alles zu ver�ffentlichen.
Oliver Cromm in desd === http://www.sicherheitslampe.de ===

Sergio Gatti

unread,
Apr 26, 2013, 5:07:06 AM4/26/13
to
Und was schlägst du als Alternative vor? Soll man jedes Mal
"Atombomben- und Atomkraftwerkgegner" sagen und schreiben?

mock

unread,
Apr 26, 2013, 5:43:17 AM4/26/13
to
On 26 Apr., 09:55, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:
> Ich weiß nicht, ob’s im derzeit laufenden Thread zum Einfluß der deutschen
> Sprache auf die globale Erwärmung verhandelt wird, aber die Frage stellt
> sich mir schon länger:
>
> Was ist ein Klimaskeptiker?

Klimaskeptiker sind ein Klimaleugnende. Es gibt zwei Spezies: Die
einen meinen, es gäbe keinen arabischen Frühling, die anderen
schütteln beim Blick aus dem Fenster oder, wenn das IPCC etwas
veröffentlicht, den Kopf.

Was das ist?

Das IPCC macht irrationale Aussagen über rationale Zahlen
(Kohlenstoffdioxidkonzentrationen in Gasen), und zeigt, dass das
Vertreten falscher Meinungen zum Absterben von Flora und Fauna führt.

Lars Gebauer

unread,
Apr 26, 2013, 5:48:38 AM4/26/13
to
* Uwe Schickedanz:
> On Fri, 26 Apr 2013 09:55:40 +0200, Volker Gringmuth
>> Genau so ein Rumpfwort wie �Atomgegner�, die ja anscheinend nicht gegen
>> s�mtliche Atome sind, zumindest nicht gegen die, aus denen sie selbst
>> bestehen oder die an ihrem Stoffwechsel beteiligt sind.
>
> Korrekterweise sollte es
> Radioaktive-Strahlung-in-der-N�he-von-Menschen-oder-Tieren-oder-Pflanzen-Gegner
> hei�en.

Hmm. Gibt es eigentlich einen Platz, an dem keinerlei radioaktive
strahlung me�bar ist? In den venezianischen Bleikammern m�glicherweise?

Lothar Frings

unread,
Apr 26, 2013, 5:50:18 AM4/26/13
to
Sergio Gatti tat kund:
Natürlich nicht, das wäre ja Unsinn. Man soll jedesmal
"Atombomben- und Atomkraftwerkgegner, Atombomben- und
Atomkraftwerkgegnerinnen und geschlechtlich Unentschiedene,
die gegen Atombomben und Atomkraftwerke eingestellt sind"
sagen und schreiben.

Lars Gebauer

unread,
Apr 26, 2013, 5:52:14 AM4/26/13
to
* Volker Gringmuth:
> Was ist ein Klimaskeptiker?
>
> Jemand, der es gern sähe, wenn Klima ein für allemal verboten würde?

Eher Jemand, der der Existenz des Klimas skeptisch gegenüber steht.

> Genau so ein Rumpfwort wie „Atomgegner“, die ja anscheinend nicht gegen
> sämtliche Atome sind, zumindest nicht gegen die, aus denen sie selbst
> bestehen oder die an ihrem Stoffwechsel beteiligt sind.

Die wollen typischerweise auch nichts von Chemie im Essen wissen.

Volker Gringmuth

unread,
Apr 26, 2013, 6:41:55 AM4/26/13
to
Lars Gebauer wrote:

> * Volker Gringmuth:
> > Was ist ein Klimaskeptiker?
> >
> > Jemand, der es gern sähe, wenn Klima ein für allemal verboten würde?
>
> Eher Jemand, der der Existenz des Klimas skeptisch gegenüber steht.

Ist keine bloße Provokation von mir; ich mußte mir den Begriff tatsächlich
erstmal ergoogeln, als ich ihm vor einiger Zeit erstmalig begegnete. Die
Verkürzung hat ihn zur Unverständlichkeit abstrahiert.

Als würde man den Raum zum Betrieb von Anlagen zur Verarbeitung
elektrischer Energie (nicht-abstrahiert-umständlich) nicht nur einen
elektrischen Betriebsraum (verständliche Abstraktion), sondern ein
Ladungszimmer machen.

> > Genau so ein Rumpfwort wie „Atomgegner“, die ja anscheinend nicht gegen
> > sämtliche Atome sind, zumindest nicht gegen die, aus denen sie selbst
> > bestehen oder die an ihrem Stoffwechsel beteiligt sind.
>
> Die wollen typischerweise auch nichts von Chemie im Essen wissen.

So schnell war noch kein Thread bei DHMO.


vG

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 26, 2013, 7:10:52 AM4/26/13
to
Am 26.04.2013, 11:07 Uhr, schrieb Sergio Gatti
<sergi...@meine-wahrheit-deine-wahrheit.de>:
So viel Genauigkeit wäre freilich eine Zumutung!!

Im Rahmen eines Wettbewerbs zur Verschönerung unserer Klassenräume
in einem Fertigteil-Beton-Kunststoff-Bunker hat meine UIII (heute
8. Klasse) eine neutral weißgraue Wand mit der Inschrift in großen
schwarzen Buchstaben versehen: » W i r s i n d d a g e g e n «
Das war durchaus dekorativ, hat aber viele Leute arg ratlos gemacht.

Den Preis hat eine Klasse bekommen, die ihre Betonsäulen mit bunten
Keramik-Scherben aus der Fabrik von Villeroy & Boch beklebt hatte.
Das hat uns *sehr* wohl getan. :)

j/\a
--
Message has been deleted

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 26, 2013, 7:25:31 AM4/26/13
to
Am 26.04.2013, 13:24 Uhr, schrieb Matthias Opatz <inv...@invalid.invalid>:

> Jakob Achterndiek gab zur Kenntnis:
>> Das hat uns *sehr* wohl getan.
>
> Oder wohlgetan?

ᅵGanz as de Herrn dat mᅵgen.ᅵ

j/\a
--

Lars Gebauer

unread,
Apr 26, 2013, 7:58:22 AM4/26/13
to
* Volker Gringmuth:
> Lars Gebauer wrote:
>> * Volker Gringmuth:
>>> Was ist ein Klimaskeptiker?
>>>
>>> Jemand, der es gern sähe, wenn Klima ein für allemal verboten
>>> würde?
>>
>> Eher Jemand, der der Existenz des Klimas skeptisch gegenüber
>> steht.
>
> Ist keine bloße Provokation von mir; ich mußte mir den Begriff
> tatsächlich erstmal ergoogeln, als ich ihm vor einiger Zeit erstmalig
> begegnete.

So? - Eigenartig. Ich kenne diesen begriff seit es diese "Klimadebatte"
gibt; also seit gefühlten Ewigkeiten.

Wer der Theorie der menschengemachten Erderwärmung (und vor allem den
damit begründeten *unbedingt* erforderlichen Maßnahmen) skeptisch
gegenüber steht, der ist halt ein "Klimaskeptiker". Alternativ auch
gerne ein (dummer) Troll. Totschlag"argument".

> Die Verkürzung hat ihn zur Unverständlichkeit abstrahiert.

Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".

(Wobei Klimaleugner allerdings sehr schön zeigt, um was es überhaupt
geht. Nämlich um simplen Glauben.)

> Als würde man den Raum zum Betrieb von Anlagen zur Verarbeitung
> elektrischer Energie (nicht-abstrahiert-umständlich) nicht nur einen
> elektrischen Betriebsraum (verständliche Abstraktion), sondern ein
> Ladungszimmer machen.

Das setzt voraus, daß es bei Klima(skeptiker|leugner) darum gegangen
wäre, einfach eine Bezeichnung zu finden. Darum ging es aber nie.
Gesucht wurden Kampfbegriffe einer sich auf wissenschaftliche Methoden
berufenden Religion gegen Ketzer und Häretiker.
Message has been deleted

mock

unread,
Apr 26, 2013, 8:14:59 AM4/26/13
to
On 26 Apr., 11:48, Lars Gebauer <lgeba...@arcor.de> wrote:

> Hmm. Gibt es eigentlich einen Platz, an dem keinerlei radioaktive
> strahlung meßbar ist? In den venezianischen Bleikammern möglicherweise?

Ja. Zwischen zwei radioaktiven Zerfällen im Bereich des Messgeräts.

Lothar Frings

unread,
Apr 26, 2013, 8:34:28 AM4/26/13
to
Jakob Achterndiek tat kund:

> Im Rahmen eines Wettbewerbs zur Verschönerung unserer Klassenräume
> in einem Fertigteil-Beton-Kunststoff-Bunker hat meine UIII (heute
> 8. Klasse) eine neutral weißgraue Wand mit der Inschrift in großen
> schwarzen Buchstaben versehen: » W i r   s i n d   d a g e g e n «

Wirklich? Ohne Rechtschreibfehler?

> Das war durchaus dekorativ, hat aber viele Leute arg ratlos gemacht.

Die kannten den Button aus den 80ern vielleicht nicht (mehr).
Message has been deleted

Walter Schmid

unread,
Apr 26, 2013, 8:36:40 AM4/26/13
to
nein, "Kernkraftgegner". Allein dieser Begriff ist
missverständnisabweisend. Jeder Laie versteht es und der Fachmann
leidet nicht. (Atom != Kern)

Gruss

Walter

Walter Schmid

unread,
Apr 26, 2013, 8:43:51 AM4/26/13
to
Am 26.04.2013 09:55, schrieb Volker Gringmuth:
> Ich weiß nicht, ob’s im derzeit laufenden Thread zum Einfluß der deutschen
> Sprache auf die globale Erwärmung verhandelt wird, aber die Frage stellt
> sich mir schon länger:
>
> Was ist ein Klimaskeptiker?

Jemand, der die aktuelle Mehrheitstheorie zum Klima bezweifelt,
und deshalb jegliche Klimapolitik bekämpft.

"Skeptiker" ist aber meistens ein Euphemismus. (Die
Skeptikervereinigung zweifelt nicht an der Existenz Gottes,
sondern sie ist überzeugt, dass es ihn nicht gibt. Man will
einfach die Mehrheit nicht unnötig mit Worten reizen.)

Gruss

Walter

mock

unread,
Apr 26, 2013, 8:50:02 AM4/26/13
to
On 26 Apr., 14:43, Walter Schmid <paulwaltersch...@vtxmail.ch> wrote:

> "Skeptiker" ist aber meistens ein Euphemismus. (Die
> Skeptikervereinigung zweifelt nicht an der Existenz Gottes,
> sondern sie ist überzeugt, dass es ihn nicht gibt. Man will
> einfach die Mehrheit nicht unnötig mit Worten reizen.)

Das ist sehr lobenswert. Wenn die Klimaskeptiker massenhaft
Blutdruckkrisen und Aneurysmarupturen auslösten, könnte sie niemand
leiden.

Lothar Frings

unread,
Apr 26, 2013, 9:06:38 AM4/26/13
to
Volker Gringmuth tat kund:

> Lars Gebauer wrote:
> > * Volker Gringmuth:
> > > Was ist ein Klimaskeptiker?
>
> > > Jemand, der es gern sähe, wenn Klima ein für allemal verboten würde?
>
> > Eher Jemand, der der Existenz des Klimas skeptisch gegenüber steht.
>
> Ist keine bloße Provokation von mir; ich mußte mir den Begriff tatsächlich
> erstmal ergoogeln, als ich ihm vor einiger Zeit erstmalig begegnete. Die
> Verkürzung hat ihn zur Unverständlichkeit abstrahiert.

Die Bedeutung geht nur nicht ohne Kontext aus dem
Wort hervor. Das hat es mit vielen anderen Wörtern
gemeinsam und es macht den Begriff nicht unverständlich.

Wie nennt man denn die entsprechenden Leute in deinem Vokabular?
Wenn wir das an sich obligatorische "Spinner" usw. mal überspringen.

Carsten Thumulla

unread,
Apr 26, 2013, 10:22:26 AM4/26/13
to
Am 26.04.2013 09:55, schrieb Volker Gringmuth:
>
> Was ist ein Klimaskeptiker?

Mach einfach eine Tabelle und liste die Schimpfworte und Fachbegriffe
auf,mit denen sich die beiden Seiten belegen, schᅵn lechts und rinks.
Dann stellt sich schnell raus, wer ein Rad ab hat.


Carsten
--
Wehret den Lᅵgen!

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 26, 2013, 11:08:15 AM4/26/13
to
Am 26.04.2013, 14:43 Uhr, schrieb Walter Schmid
<paulwalt...@vtxmail.ch>:

> Die Skeptikervereinigung [..]

Hier eine Auswahl. Welche meinst du?
<http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Skeptikern_und_Skeptikervereinigungen>

j/\a
--

Walter Schmid

unread,
Apr 26, 2013, 11:42:39 AM4/26/13
to
Die einzige deutsche natürlich, (ich weiss, dass die sich in
Fragen der Religionen /offiziell/ neutral geben. Das halte ich
für reine Taktik, denn Aberglaube bleibt Aberglaube, auch wenn er
staatlich anerkannt ist).

Gruss

Walter

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 26, 2013, 3:17:17 PM4/26/13
to
On Fri, 26 Apr 2013 11:48:38 +0200, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de>
wrote:

>* Uwe Schickedanz:
>> On Fri, 26 Apr 2013 09:55:40 +0200, Volker Gringmuth
>>> Genau so ein Rumpfwort wie �Atomgegner�, die ja anscheinend nicht gegen
>>> s�mtliche Atome sind, zumindest nicht gegen die, aus denen sie selbst
>>> bestehen oder die an ihrem Stoffwechsel beteiligt sind.
>>
>> Korrekterweise sollte es
>> Radioaktive-Strahlung-in-der-N�he-von-Menschen-oder-Tieren-oder-Pflanzen-Gegner
>> hei�en.
>
>Hmm. Gibt es eigentlich einen Platz, an dem keinerlei radioaktive
>strahlung me�bar ist? In den venezianischen Bleikammern m�glicherweise?

Es gibt Tiefenlabors in Salzbergwerken. Ich wei� von einem in England
und die PTB hat sich neuerdings in Grasleben einquartiert.
Dort ist die Oberfl�chen- und Hintergrundstrahlung ausgeschaltet.
sicherlich strahlt das Salz auch, doch das kann man be- und
rausrechnen.

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 26, 2013, 3:38:18 PM4/26/13
to
On Fri, 26 Apr 2013 14:22:44 +0200, Matthias Opatz
<inv...@invalid.invalid> wrote:

>Volker Gringmuth gab zur Kenntnis:
>
>> Genau so ein Rumpfwort wie �Atomgegner�
>
>Oder Atomenergie.

Auch nur ein Kampfbegriff der Atomgegner, es hei�t ja eigentlich
Kernenergie.

Aber Kerngegner klingt einfach nur bescheuert.

Florian Ritter

unread,
Apr 26, 2013, 3:39:21 PM4/26/13
to
On 26 Apr., 14:22, Matthias Opatz <inva...@invalid.invalid> wrote:

> > Genau so ein Rumpfwort wie Atomgegner
>
> Oder Atomenergie.

Kernenergie - FR
Message has been deleted

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 27, 2013, 1:11:20 AM4/27/13
to
On Sat, 27 Apr 2013 05:50:50 +0200, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature>
wrote:

>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> wrote in
>news:a3dkn8llrt6gph0nv...@4ax.com:
>
>[Atomgegner]
>
>> Korrekterweise sollte es
>> Radioaktive-Strahlung-in-der-N�he-von-Menschen-oder-Tieren-oder-Pflanze
>> n-Gegner hei�en.
>
>Hmm, besser "Gegner der technischen Nutzbarmachung von Atomkernspaltung
>und -fusion". Viele von denen haben nichts gegen radiologische
>Untersuchungsmethoden, besuchen gern mal ein Radonbad, verwenden Wecker
>mit Leuchtziffern, oder setzen ihre Haut aus kosmetischen Gr�nden gern
>der unabgeschirmten ionisierenden Strahlung eines gigantischen
>Fusionsreaktors aus.

Ja, das ist besser als meine Variante. Nur �ber das unabgeschirmt
m�ssen wir nochmal reden, da sind ein paar km Luft dazwischen.
Message has been deleted

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 27, 2013, 7:34:09 AM4/27/13
to
On Sat, 27 Apr 2013 11:06:56 +0200, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature>
wrote:

>Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> wrote in
>news:udnmn8piaetrua1nn...@4ax.com:
>
>> Ja, das ist besser als meine Variante. Nur �ber das unabgeschirmt
>> m�ssen wir nochmal reden, da sind ein paar km Luft dazwischen.
>
>Und 1/2 mm Sonnencreme

Der ist optional, die Atmosph�re kann man aber nicht einfach so
weglassen.

Peter J. Holzer

unread,
Apr 27, 2013, 8:11:35 AM4/27/13
to
On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>
> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr sch�n zeigt, um was es �berhaupt
> geht. N�mlich um simplen Glauben.)

Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner". Nach Deinem
Sprachverst�ndnis m�sste es da auch "um simplen Glauben" gehen.

hp


--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | Sysadmin WSR | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | h...@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpa�t. -- Ralph Babel
Message has been deleted

Jakob Achterndiek

unread,
Apr 27, 2013, 8:48:15 AM4/27/13
to
Am 27.04.2013, 14:11 Uhr, schrieb Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at>:

> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>
>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr schᅵn zeigt, um was es
>> ᅵberhaupt geht. Nᅵmlich um simplen Glauben.)
>
> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner". Nach Deinem
> Sprachverstᅵndnis mᅵsste es da auch "um simplen Glauben"
> gehen.

Bei dem Begriff geht es um eine Anmaᅵung:
Auch die glᅵubigen Christen *wissen* ja nix Genaues, nur
eben, was ihre Hirten ihnen erzᅵhlen und was man ihnen in
den Schriften, Erzᅵhlungen und Mythen ᅵberliefert hat.
Aber wer etwas anzweifeln wollte von dem, was sie selbst
zwar auch nicht mehr so ganz genau wissen kᅵnnen, wovon sie
aber ganz fest ᅵberzeugt sind, der ist ein Gottesleugner.
Und darum bᅵse, bᅵse, bᅵse!

Solche Anmaᅵung auf profane Geschichte zu ᅵbertragen,
war eine gesetzgeberische Blasphemie.

j/\a
--

mock

unread,
Apr 27, 2013, 9:31:53 AM4/27/13
to
On 27 Apr., 14:11, "Peter J. Holzer" <hjp-usen...@hjp.at> wrote:
> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeba...@arcor.de> wrote:
>
> > Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>
> > (Wobei Klimaleugner allerdings sehr schön zeigt, um was es überhaupt
> > geht. Nämlich um simplen Glauben.)
>
> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner". Nach Deinem
> Sprachverständnis müsste es da auch "um simplen Glauben" gehen.

So denken viele. Dabei ist "leugnen" nichts anderes als "negieren"
oder "sagen, dass nicht". Aber die Bewertung ist nicht automatisch
eine Religion. Sie wird erst dann zu einer, wenn sie den Anspruch
erhebt, andere müssten in derselben Weise bewerten. Das Wort selbst
wird bei jedem Menschen eine Notation haben, und sei es durch das
Schriftbild.

Grundsätzlich ist die Entkopplung von Wörtern und Werten zu begrüssen.
Solange das noch nicht realisiert ist, sollten Vergleiche nur auf
"anders" lauten, wie das in "Andersbegabte", "Anderspigmentierte" oder
"Andersgläubige" schon der Fall ist.

Also ist o. g. "Entkopplung von Wörtern und Werten" eigentlich nicht
zu begrüssen, sie ist nur anders.

Sam Sung

unread,
Apr 27, 2013, 9:43:42 AM4/27/13
to
Jakob Achterndiek:

> Bei dem Begriff geht es um eine Anma�ung

Boah, oh das soll er f�rderdar nicht bewillkommnen.

Andy Angerer

unread,
Apr 27, 2013, 10:10:43 AM4/27/13
to
Lars Gebauer formulierte aufs eloquenteste:

> * Volker Gringmuth:
>> Was ist ein Klimaskeptiker?
>> Jemand, der es gern sᅵhe, wenn Klima ein fᅵr allemal verboten wᅵrde?
>
> Eher Jemand, der der Existenz des Klimas skeptisch gegenᅵber steht.

Nein; jemand, der auch die Nachteile von Klimaanlagen wahrnimmt.

(Im Autosalon: "Klima; hatter Klima?" "Hatter! Hatter!")

--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de

Peter J. Holzer

unread,
Apr 27, 2013, 10:13:09 AM4/27/13
to
On 2013-04-27 12:25, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
> "Peter J. Holzer" <hjp-u...@hjp.at>
> wrote in news:slrnknng3n.ti...@hrunkner.hjp.at:
>> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
>>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>>
>>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr sch�n zeigt, um was es �berhaupt
>>> geht. N�mlich um simplen Glauben.)
>>
>> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner".
>
> Sch�nes Eigentor, vielen Dank.

Willst Du noch einmal dar�ber nachdenken, welche Schl�sse diese Antwort
nahelegt?

Lars Gebauer

unread,
Apr 27, 2013, 10:19:01 AM4/27/13
to
* Wolfgang Schwanke:
> Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> wrote in
> [Atomgegner]
>
>> Korrekterweise sollte es
>> Radioaktive-Strahlung-in-der-N�he-von-Menschen-oder-Tieren-oder-Pflanze
>> n-Gegner hei�en.
>
> Hmm, besser "Gegner der technischen Nutzbarmachung von Atomkernspaltung
> und -fusion". Viele von denen haben nichts gegen radiologische
> Untersuchungsmethoden, besuchen gern mal ein Radonbad, verwenden Wecker
> mit Leuchtziffern, oder setzen ihre Haut aus kosmetischen Gr�nden gern
> der unabgeschirmten ionisierenden Strahlung eines gigantischen
> Fusionsreaktors aus.

Meinst Du? - Ich f�rchte eher, die wissen einfach nicht, da� das auch
alles irgendwiewas mit dieser kreuzgef�hrlichen Radioaktivit�t zu tun hat.

Merkt man h�ufig bei Diskussionen betreffend "Atomm�ll": Da� ein
Gro�teil dieses "M�lls" nichts mit AKWs zu tun hat erstaunt diese Leute
immer wieder.
Message has been deleted

Peter J. Holzer

unread,
Apr 27, 2013, 10:24:00 AM4/27/13
to
On 2013-04-27 12:48, Jakob Achterndiek <achte...@buzemann.de> wrote:
> Am 27.04.2013, 14:11 Uhr, schrieb Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at>:
>> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
>>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>>
>>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr sch�n zeigt, um was es
>>> �berhaupt geht. N�mlich um simplen Glauben.)
>>
>> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner". Nach Deinem
>> Sprachverst�ndnis m�sste es da auch "um simplen Glauben"
>> gehen.
>
> Bei dem Begriff geht es um eine Anma�ung:
> Auch die gl�ubigen Christen *wissen* ja nix Genaues, nur
> eben, was ihre Hirten ihnen erz�hlen und was man ihnen in
> den Schriften, Erz�hlungen und Mythen �berliefert hat.
> Aber wer etwas anzweifeln wollte von dem, was sie selbst
> zwar auch nicht mehr so ganz genau wissen k�nnen, wovon sie
> aber ganz fest �berzeugt sind, der ist ein Gottesleugner.
> Und darum b�se, b�se, b�se!

Das Wort "leugnen" hat nichts mit Glauben oder Religion zu tun. Es
bedeutet schlicht "in Abrede stellen", sehr oft "wider besseres Wissen
in Abrede stellen". Selbst Petrus, der dem Christen bekannteste aller
Leugner, hat nicht geleugnet, dass Jesus Gott(essohn) sei (was er
tats�chlich nur glauben konnte), sondern dass er, Petrus, einer der
J�nger sei (was er wusste).

"A ist ein X-Leugner" hei�t keineswegs, dass X eine Frage des Glaubens
sei. Es hei�t, da� A die Existenz von X in Abrede stellt und
unterstellt, dass A das wider besseres Wissen tut.

> Solche Anma�ung auf profane Geschichte zu �bertragen,
> war eine gesetzgeberische Blasphemie.

Es gibt keinen Gott, daher auch keine Blasphemie.

Lars Gebauer

unread,
Apr 27, 2013, 10:24:58 AM4/27/13
to
* Peter J. Holzer:
> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>
>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr sch�n zeigt, um was es
>> �berhaupt geht. N�mlich um simplen Glauben.)
>
> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner".

Das ist mir bekannt ...

> Nach Deinem Sprachverst�ndnis m�sste es da auch "um simplen Glauben"
> gehen.

... weswegen ich diesen Begriff f�r einen kompletten Griff in's Klo halte.
Message has been deleted

Peter J. Holzer

unread,
Apr 27, 2013, 10:38:55 AM4/27/13
to
On 2013-04-27 14:21, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
> "Peter J. Holzer" <hjp-u...@hjp.at>
> wrote in news:slrnknnn7l.gv...@hrunkner.hjp.at:
>> On 2013-04-27 12:25, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>>> "Peter J. Holzer" <hjp-u...@hjp.at>
>>> wrote in news:slrnknng3n.ti...@hrunkner.hjp.at:
>>>> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
>>>>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>>>>
>>>>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr sch�n zeigt, um was es �berhaupt
>>>>> geht. N�mlich um simplen Glauben.)
>>>>
>>>> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner".
>>>
>>> Sch�nes Eigentor, vielen Dank.
>>
>> Willst Du noch einmal dar�ber nachdenken, welche Schl�sse diese Antwort
>> nahelegt?
>
> Warst du in einem fr�heren Leben bei der Inquisition? _Deine_ Antwort
> legt den Schluss nahe, dass du das was du "Klimaleugnung" nennst,
> maximal tabuisieren m�chtest.

Herr, wirf Hirn vom Himmel! Das grenzt ja an Verfolgungswahn.

Mir ging es um die Bedeutung des Worts "Leugner", insbesondere in
Zusammensetzungen.

Ein argumentatorisches Eigentor w�re meine Antwort nur gewesen, wenn
"Klimaleugner " analog zu "Holocaustleugner" w�re UND Lars Ansicht, dass
es da um simplen Glauben geht, auch auf "Holocaustleugner" zutr�fe.

Wenn Du also der Meinung bist, dass es keinen ernstzunehmenden Hinweis
darauf gibt, dass der Holocaust jemals stattgefunden hat, dass er nur
erfunden wurde bzw. der der Glaube daran aufrechterhalten wird, um
politische Ziele zu erreichen, und dass Kritik an diesem Glauben
tabuisiert wird, dann kannst Du schreiben "Sch�nes Eigentor".

Andy Angerer

unread,
Apr 27, 2013, 10:49:47 AM4/27/13
to
Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:

> Anekdote, erzᅵhlt von einem PR-Mann von e.on: Ein Besucher im AKW
> Brokdorf hatte Panik vor Radioaktivitᅵt. Er musste mᅵhsam ᅵberzeugt
> werden, an der Fᅵhrung durch den Reaktorblock teilzunehmen, bis er
> schlieᅵlich zustimmte. Wie sich dann herausstellte vergeblich. Er kam
> nicht durch die Aktivitᅵtssprᅵfung am Eingang. Er war selbst
> radioaktiver als alles, was ihm im Kraftwerksinnern begegnet wᅵre - von
> einer vorangegangenen medizinischen Untersuchung.

Nette Geschichte.
Und sehr lᅵblich, daᅵ du die Quelle angegeben hast.

Andy Angerer

unread,
Apr 27, 2013, 11:02:31 AM4/27/13
to
Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:

> "Peter J. Holzer" <hjp-u...@hjp.at>
> wrote in news:slrnknnn7l.gv...@hrunkner.hjp.at:
>
>> On 2013-04-27 12:25, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>>> "Peter J. Holzer" <hjp-u...@hjp.at>
>>> wrote in news:slrnknng3n.ti...@hrunkner.hjp.at:
>>>> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
>>>>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>>>>
>>>>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr schᅵn zeigt, um was es ᅵberhaupt
>>>>> geht. Nᅵmlich um simplen Glauben.)
>>>>
>>>> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner".
>>>
>>> Schᅵnes Eigentor, vielen Dank.
>>
>> Willst Du noch einmal darᅵber nachdenken, welche Schlᅵsse diese Antwort
>> nahelegt?
>
> Warst du in einem frᅵheren Leben bei der Inquisition? _Deine_ Antwort
> legt den Schluss nahe, dass du das was du "Klimaleugnung" nennst,
> maximal tabuisieren mᅵchtest. Und das belegt - ich bin sicher
> unfreiwillig - den Vorwurf des religiᅵsen Eiferertums.

Nun; der Klimawandel ist mindestens ebenso gut dokumentiert wie der
Holocaust. Im Gegensatz zu diesem betrifft er aber unsere Zukunft und nicht
nur unsere Vergangenheit. Und der Zweck des Leugnens ist hier, die
Notwendigkeit von Maᅵnahmen abzustreiten; im Grunde aus profitorientierten
Motiven. Die Frage zu stellen, warum, wenn Holocaustleugnen einen
Straftatbestand darstellt, Klimawandelleugnen das nicht ebenfalls tun
sollte, ist absolut berechtigt, und der Vorwurf des religiᅵsen Eiferertums
ist unsachlich und stellt in diesem Zusammenhang einfach billige Propaganda
dar.

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 27, 2013, 11:08:39 AM4/27/13
to
On Sat, 27 Apr 2013 16:49:47 +0200, Andy Angerer
<and...@angerer-bodenlos.de> wrote:

>Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:
>
>> Anekdote, erz�hlt von einem PR-Mann von e.on: Ein Besucher im AKW
>> Brokdorf hatte Panik vor Radioaktivit�t. Er musste m�hsam �berzeugt
>> werden, an der F�hrung durch den Reaktorblock teilzunehmen, bis er
>> schlie�lich zustimmte. Wie sich dann herausstellte vergeblich. Er kam
>> nicht durch die Aktivit�tsspr�fung am Eingang. Er war selbst
>> radioaktiver als alles, was ihm im Kraftwerksinnern begegnet w�re - von
>> einer vorangegangenen medizinischen Untersuchung.
>
>Nette Geschichte.
>Und sehr l�blich, da� du die Quelle angegeben hast.

Spielt aber keine Rolle, da der Schaverhalt tats�chlich so ist. Kurz
nach einer radiologischen Untersuchung kommst Du in keinen
atomrechtlichen Sicherheitsbereich, sofern bereits beim Eintritt
kontrolliert wird. Mancherorts wird erst beim hinausgehen gemessen -
dann kommst Du nicht raus, ohne dekontaminiert zu werden. Das ist
unangenehm, vor allem, wenn es nach der ersten Runde immer noch
anzeigt und du nochmal geschrubbt wirst.

Ich hoffe, da� inzwischen, gerade bei Besuchern, _vorher_ gefragt
wird, ob sie vor kurzem in der Radiologie waren...
Die Mitarbeiter sind eh belehrt.

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 27, 2013, 11:11:06 AM4/27/13
to
On Sat, 27 Apr 2013 17:02:31 +0200, Andy Angerer
<and...@angerer-bodenlos.de> wrote:

>Wolfgang Schwanke formulierte aufs eloquenteste:
>
>> "Peter J. Holzer" <hjp-u...@hjp.at>
>> wrote in news:slrnknnn7l.gv...@hrunkner.hjp.at:
>>
>>> On 2013-04-27 12:25, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>>>> "Peter J. Holzer" <hjp-u...@hjp.at>
>>>> wrote in news:slrnknng3n.ti...@hrunkner.hjp.at:
>>>>> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> wrote:
>>>>>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>>>>>
>>>>>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr sch�n zeigt, um was es �berhaupt
>>>>>> geht. N�mlich um simplen Glauben.)
>>>>>
>>>>> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner".
>>>>
>>>> Sch�nes Eigentor, vielen Dank.
>>>
>>> Willst Du noch einmal dar�ber nachdenken, welche Schl�sse diese Antwort
>>> nahelegt?
>>
>> Warst du in einem fr�heren Leben bei der Inquisition? _Deine_ Antwort
>> legt den Schluss nahe, dass du das was du "Klimaleugnung" nennst,
>> maximal tabuisieren m�chtest. Und das belegt - ich bin sicher
>> unfreiwillig - den Vorwurf des religi�sen Eiferertums.
>
>Nun; der Klimawandel ist mindestens ebenso gut dokumentiert wie der
>Holocaust. Im Gegensatz zu diesem betrifft er aber unsere Zukunft und nicht
>nur unsere Vergangenheit. Und der Zweck des Leugnens ist hier, die
>Notwendigkeit von Ma�nahmen abzustreiten; im Grunde aus profitorientierten
>Motiven. Die Frage zu stellen, warum, wenn Holocaustleugnen einen
>Straftatbestand darstellt, Klimawandelleugnen das nicht ebenfalls tun
>sollte, ist absolut berechtigt, und der Vorwurf des religi�sen Eiferertums
>ist unsachlich und stellt in diesem Zusammenhang einfach billige Propaganda
>dar.

Ja, so funktioniert Wissenschaft: Abweichungen werden strafrechtlich
verfolgt.

Lieber Gott, la� "die" nie, nie an die Macht kommen...
Message has been deleted

mock

unread,
Apr 27, 2013, 11:32:51 AM4/27/13
to
On 27 Apr., 16:38, "Peter J. Holzer" <hjp-usen...@hjp.at> wrote:

> Herr, wirf Hirn vom Himmel! Das grenzt ja an Verfolgungswahn.
>
> Mir ging es um die Bedeutung des Worts "Leugner", insbesondere in
> Zusammensetzungen.

Leugner sagen "nein". Das ist in unserer harmoniebedürftigen
Gesellschaft verpönt. Es wäre viel geholfen wenn man einen positiven
Begriff finden würde.

Ich schlage "Innozente" vor. Dann kann man wieder "ja" sagen.

Helmut Schellong

unread,
Apr 27, 2013, 11:47:58 AM4/27/13
to
Sergio Gatti wrote:
>> Genau so ein Rumpfwort wie „Atomgegner“, die ja anscheinend nicht gegen
>> sämtliche Atome sind

> Und was schlägst du als Alternative vor? Soll man jedes Mal "Atombomben- und Atomkraftwerkgegner"
> sagen und schreiben?

Ja, so ungefähr: Kernkraftwerkgegner.




--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong v...@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm

Helmut Schellong

unread,
Apr 27, 2013, 11:59:25 AM4/27/13
to
Wolfgang Schwanke wrote:
>> Ja, das ist besser als meine Variante. Nur �ber das unabgeschirmt
>> m�ssen wir nochmal reden, da sind ein paar km Luft dazwischen.
>
> Und 1/2 mm Sonnencreme

Die Wirkung der Abschirmungen wird durch die Zeitdauer eliminiert.



--
Mit freundlichen Gr��en
Message has been deleted

mock

unread,
Apr 27, 2013, 1:09:02 PM4/27/13
to
On 27 Apr., 18:57, "Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid>
wrote:

> Welche irrationalen Aussagen denn? Ist Klimabashing neuerdings kühl?

Das IPCC interpretiert wissenschaftliche Ergebnisse. Das ist selbst
keine Wissenschaft. "Klimaleugner" interpretieren sie anders.

Ich nehme dazu keine Stellung, habe aber etwas dagegen, wenn man
Aussagen nicht danach beurteilt, was sie sagen, sondern wer sie sagt.
Ich frage jemanden nach der Uhrzeit, auch wenn er Worte wie
"Bewusstseinsarbeit" im Munde führt oder die Linken wählt.
Message has been deleted
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mock

unread,
Apr 27, 2013, 1:38:06 PM4/27/13
to
On 27 Apr., 19:29, "Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid>
wrote:

> Ging es nicht um angeblich irratrionale Aussagen?

Ja. Das war natürlich nicht korrekt. Irrational heisst hier, für mich
irrational, also rational nicht nachvollziehbar. Dass es geistige
Ergüsse sind, will ich nicht bestreiten. Es sollte ein Wortspiel sein:
Irrationale Aussagen vs. rationale Zahlen (Quotienten ganzer Zahlen:
CO2-Menge / atmosphärische Gesamtgasmenge).

René

unread,
Apr 27, 2013, 2:54:26 PM4/27/13
to
On 2013-04-26 07:55:40 +0000, Volker Gringmuth said:

> Ich weiß nicht, ob’s im derzeit laufenden Thread zum Einfluß der deutschen
> Sprache auf die globale Erwärmung verhandelt wird, aber die Frage stellt
> sich mir schon länger:
>
> Was ist ein Klimaskeptiker?

Jemand, der meint, alles Firlefanz, in meinem Trabbi damals hats sowas
nicht gegeben.

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 27, 2013, 3:02:10 PM4/27/13
to
On Sat, 27 Apr 2013 13:54:26 -0500, Ren� <k98m...@gmail.com> wrote:

>On 2013-04-26 07:55:40 +0000, Volker Gringmuth said:
>
>> Ich wei� nicht, ob�s im derzeit laufenden Thread zum Einflu� der deutschen
>> Sprache auf die globale Erw�rmung verhandelt wird, aber die Frage stellt
>> sich mir schon l�nger:
>>
>> Was ist ein Klimaskeptiker?
>
>Jemand, der meint, alles Firlefanz, in meinem Trabbi damals hats sowas
>nicht gegeben.

Naja, die letzten hatten immerhin Ausstellfenster...

Florian Ritter

unread,
Apr 27, 2013, 4:48:47 PM4/27/13
to
On 27 Apr., 17:08, Uwe Schickedanz <Uwe_usenet.s...@nurfuerspam.de>
wrote:

> >> Anekdote, erzählt von einem PR-Mann von e.on: Ein Besucher im AKW
> >> Brokdorf hatte Panik vor Radioaktivität. Er musste mühsam überzeugt
> >> werden, an der Führung durch den Reaktorblock teilzunehmen, bis er
> >> schließlich zustimmte. Wie sich dann herausstellte vergeblich. Er kam
> >> nicht durch die Aktivitätssprüfung am Eingang. Er war selbst
> >> radioaktiver als alles, was ihm im Kraftwerksinnern begegnet wäre - von
> >> einer vorangegangenen medizinischen Untersuchung.
>
> >Nette Geschichte.
> >Und sehr löblich, daß du die Quelle angegeben hast.
>
> Spielt aber keine Rolle, da der Schaverhalt tatsächlich so ist. Kurz
> nach einer radiologischen Untersuchung kommst Du in keinen
> atomrechtlichen Sicherheitsbereich

Nur nach einigen, bei denen Radionuklide zum Einsatz kommen,
Röntgenbestrahlung oder MRT zählen auch zur Radiologie, machen den
Patienten aber nicht strahlen - FR

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 27, 2013, 4:54:57 PM4/27/13
to
On Sat, 27 Apr 2013 13:48:47 -0700 (PDT), Florian Ritter
<hansr...@googlemail.com> wrote:

>On 27 Apr., 17:08, Uwe Schickedanz <Uwe_usenet.s...@nurfuerspam.de>
>wrote:
>
>> >> Anekdote, erz�hlt von einem PR-Mann von e.on: Ein Besucher im AKW
>> >> Brokdorf hatte Panik vor Radioaktivit�t. Er musste m�hsam �berzeugt
>> >> werden, an der F�hrung durch den Reaktorblock teilzunehmen, bis er
>> >> schlie�lich zustimmte. Wie sich dann herausstellte vergeblich. Er kam
>> >> nicht durch die Aktivit�tsspr�fung am Eingang. Er war selbst
>> >> radioaktiver als alles, was ihm im Kraftwerksinnern begegnet w�re - von
>> >> einer vorangegangenen medizinischen Untersuchung.
>>
>> >Nette Geschichte.
>> >Und sehr l�blich, da� du die Quelle angegeben hast.
>>
>> Spielt aber keine Rolle, da der Schaverhalt tats�chlich so ist. Kurz
>> nach einer radiologischen Untersuchung kommst Du in keinen
>> atomrechtlichen Sicherheitsbereich
>
>Nur nach einigen, bei denen Radionuklide zum Einsatz kommen,
>R�ntgenbestrahlung oder MRT z�hlen auch zur Radiologie, machen den
>Patienten aber nicht strahlen - FR

Mir fiel der rechte Fachterminus gerade nicht ein, deshalb habe ich
mich ins allgemeine gerettet.

"Szintigraphie"

Florian Ritter

unread,
Apr 27, 2013, 4:55:32 PM4/27/13
to
On 27 Apr., 16:21, Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:

> >>> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner".
>
> >> Schönes Eigentor, vielen Dank.
>
> > Willst Du noch einmal darüber nachdenken, welche Schlüsse diese Antwort
> > nahelegt?
>
> Warst du in einem früheren Leben bei der Inquisition? _Deine_ Antwort
> legt den Schluss nahe, dass du das was du "Klimaleugnung" nennst,
> maximal tabuisieren möchtest.

Heißt das nicht tabuieren? FR

Florian Ritter

unread,
Apr 27, 2013, 5:08:59 PM4/27/13
to
On 27 Apr., 20:54, René <k98mau...@gmail.com> wrote:

> > Ich weiß nicht, ob’s im derzeit laufenden Thread zum Einfluß der deutschen
> > Sprache auf die globale Erwärmung verhandelt wird, aber die Frage stellt
> > sich mir schon länger:
>
> > Was ist ein Klimaskeptiker?
>
> Jemand, der meint, alles Firlefanz, in meinem Trabbi damals hats sowas
> nicht gegeben.

Nur mal so anbei: 20. - 22. Sept. ist in Rudolstadt Evenement wg. 140
Jahre Rudolstädter SC - FR

Oliver Jennrich

unread,
Apr 27, 2013, 6:17:08 PM4/27/13
to
Jedenfalls nicht mehr, als er das durch das K40 ohnehin schon tut.

Aber das größte Problem für deutsche KKW nach dem Tschernobyl-Unfall war
tatsächlich, dass die neue Schicht den Dienst nicht antreten konnte,
weil sie, nachdem sie durch das taufeuchte Gras gelatscht war, nicht
durch die Sicherheitsschleuse gekommen ist.

--
Space - The final frontier

René

unread,
Apr 27, 2013, 8:28:42 PM4/27/13
to
Leider unabkömmlich, habe schon Karten für Depeche Mode in Dallas am 24.

René

unread,
Apr 27, 2013, 8:32:50 PM4/27/13
to
On 2013-04-27 13:31:53 +0000, mock said:

> On 27 Apr., 14:11, "Peter J. Holzer" <hjp-usen...@hjp.at> wrote:
>> On 2013-04-26 11:58, Lars Gebauer <lgeba...@arcor.de> wrote:
>>
>>> Noch alberner finde ich das ebenso gerne benutzte "Klimaleugner".
>>
>>> (Wobei Klimaleugner allerdings sehr sch�n zeigt, um was es �berhaupt
>>> geht. N�mlich um simplen Glauben.)
>>
>> Es gibt auch den Begriff "Holocaustleugner". Nach Deinem
>> Sprachverst�ndnis m�sste es da auch "um simplen Glauben" gehen.
>
> So denken viele. Dabei ist "leugnen" nichts anderes als "negieren"
> oder "sagen, dass nicht". Aber die Bewertung ist nicht automatisch
> eine Religion.

Im Falle von Holocaust gilt aber schon "Wieviele? Hatte mir �berhaupt
so ville?" als Leugnung.

Message has been deleted

mock

unread,
Apr 27, 2013, 9:30:49 PM4/27/13
to
On 28 Apr., 02:32, René <k98mau...@gmail.com> wrote:

> Im Falle von Holocaust gilt aber schon "Wieviele? Hatte mir überhaupt
> so ville?" als Leugnung.

Ja, etwas Ähnliches hatte ich schon mal in einem anderen Strang zum
besten gegeben. Da ging es darum, dass auf die Aussage "6 Millionen
Juden sind im 3. Reich umgekommen" die Antwort "die genaue Zahl weiss
man überhaupt nicht" auch als Holocaustleugnung angesehen werden
könnte.

Wird es aber wohl nicht, dafür ist es einfach zu offenbar wahr. Die
Annahme, dass es tatsächlich keinesfalls 6000001 gewesen sein könnten,
ist einfach zu absurd. Man darf sich auch nicht ins Bockshorn jagen
lassen.

Volker Gringmuth

unread,
Apr 28, 2013, 1:00:36 AM4/28/13
to
Uwe Schickedanz wrote:

> Schaverhalt

Alter Ausdruck für Schafzucht?


vG

Volker Gringmuth

unread,
Apr 28, 2013, 1:05:07 AM4/28/13
to
mock wrote:

> > Mir ging es um die Bedeutung des Worts "Leugner", insbesondere in
> > Zusammensetzungen.
>
> Leugner sagen "nein".

Nein, Leugner streiten etwas ab, in der Regel einen ansonsten allgemein
anerkannten Sachverhalt.

Wenn mich jemand fragt, ob ich am Mittwoch Zeit habe, und ich sage „nein“,
dann bin ich damit noch kein Mittwochsleugner.

Wenn ich sage, der Mittwoch existiere überhaupt nicht und sei nur erfunden
worden, um die Arbeitswoche künstlich zu verlängern und zusätzlichen Profit
in die Kassen der Großindustrie zu spülen, dann bin ich Mittwochsleugner.


vG

Volker Gringmuth

unread,
Apr 28, 2013, 1:06:00 AM4/28/13
to
tabuirisifikationifizieren.


vG

Volker Gringmuth

unread,
Apr 28, 2013, 1:09:38 AM4/28/13
to
Andy Angerer wrote:

> (Im Autosalon: "Klima; hatter Klima?" "Hatter! Hatter!")

Wobei damit heute selbstmurmelnd keine Klimaanlage, sondern eine
Klimaautomatik gemeint ist. Verwöhnte Erstweltler schlagen, sofern sich dazu
herabgelassen habend, überhaupt in meinem vorsintflutlichen Auto Bj. 2003
mitzufahren, regelmäßig die Hände über dem hohlen Kopf zusammen ob des
Umstandes, daß ich die Temperatur der Klimatisierung, sofern händisch
aktiviert, noch selbst einstellen und nachregeln muß.

Ist doch furchtbar, so was.


vG

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 28, 2013, 2:02:22 AM4/28/13
to
Nein, die Wechselstaben verbuchtelt.

Gruß Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln möchte, ist es eine gute
Idee, für jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist natürlich keine gute Idee, alles zu veröffentlichen.

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 28, 2013, 2:03:54 AM4/28/13
to
On Sun, 28 Apr 2013 07:09:38 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>Andy Angerer wrote:
>
>> (Im Autosalon: "Klima; hatter Klima?" "Hatter! Hatter!")
>
>Wobei damit heute selbstmurmelnd keine Klimaanlage, sondern eine
>Klimaautomatik gemeint ist. Verw�hnte Erstweltler schlagen, sofern sich dazu
>herabgelassen habend, �berhaupt in meinem vorsintflutlichen Auto Bj. 2003
>mitzufahren, regelm��ig die H�nde �ber dem hohlen Kopf zusammen ob des
>Umstandes, da� ich die Temperatur der Klimatisierung, sofern h�ndisch
>aktiviert, noch selbst einstellen und nachregeln mu�.

In meinem ebenso vorsintflutlichen Fahrzeug eines deutschen
Herstellers mu� ich das nicht. So unterschiedlich kann das also sein.

Gru� Uwe

--
Wenn man seine eigenen Gedanken entwickeln m�chte, ist es eine gute
Idee, f�r jede Stunde, die man liest, mindestens zwei Stunden zu
schreiben. Es ist nat�rlich keine gute Idee, alles zu ver�ffentlichen.

Uwe Schickedanz

unread,
Apr 28, 2013, 2:06:52 AM4/28/13
to
On Sun, 28 Apr 2013 07:05:07 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>mock wrote:
>
>> > Mir ging es um die Bedeutung des Worts "Leugner", insbesondere in
>> > Zusammensetzungen.
>>
>> Leugner sagen "nein".
>
>Nein, Leugner streiten etwas ab, in der Regel einen ansonsten allgemein
>anerkannten Sachverhalt.
>
>Wenn mich jemand fragt, ob ich am Mittwoch Zeit habe, und ich sage �nein�,
>dann bin ich damit noch kein Mittwochsleugner.
>
>Wenn ich sage, der Mittwoch existiere �berhaupt nicht und sei nur erfunden
>worden, um die Arbeitswoche k�nstlich zu verl�ngern und zus�tzlichen Profit
>in die Kassen der Gro�industrie zu sp�len, dann bin ich Mittwochsleugner.

So ist es, und das wirft ein bezeichnendes Licht auf diejenigen, die
andersdenkende als Leugner bezeichnen. Es ist ein Kampfbegriff, um das
Gegen�ber abzuqualifizieren. (Disclaimer: den Holocaustleugner m�chte
ich hierbei mal ausklammern.)

Carsten Thumulla

unread,
Apr 28, 2013, 2:12:58 AM4/28/13
to
Am 27.04.2013 16:24, schrieb Lars Gebauer:
>
> ... weswegen ich diesen Begriff fᅵr einen kompletten Griff in's Klo halte.

... und weil es den Geist des Greifenden offenbart.


Carsten
--
Wehret den Lᅵgen!

Gunhild Simon

unread,
Apr 28, 2013, 2:35:32 AM4/28/13
to
On 28 Apr., 08:06, Uwe Schickedanz <Uwe_usenet.s...@nurfuerspam.de>
wrote:

...
> ... das wirft ein bezeichnendes Licht auf diejenigen, die
> andersdenkende als Leugner bezeichnen. ...

Ich würde hier "Andersdenkende" als Substantivierung, und nicht als
(fernes) Attribut auffassen: Weder ein Bezug zu "diejenigen" noch zu
"Leugner" ergäbe einen syntaktischen noch inhaltlichen Sinn.

Gruß
Gunhild

Thomas Schade

unread,
Apr 28, 2013, 2:54:08 AM4/28/13
to
On 28.04.2013 07:09, Volker Gringmuth wrote:
> Andy Angerer wrote:

>> (Im Autosalon: "Klima; hatter Klima?" "Hatter! Hatter!")
>
> Wobei damit heute selbstmurmelnd keine Klimaanlage, sondern eine
> Klimaautomatik gemeint ist. Verw�hnte Erstweltler schlagen, sofern sich dazu
> herabgelassen habend, �berhaupt in meinem vorsintflutlichen Auto Bj. 2003
> mitzufahren, regelm��ig die H�nde �ber dem hohlen Kopf zusammen ob des
> Umstandes, da� ich die Temperatur der Klimatisierung, sofern h�ndisch
> aktiviert, noch selbst einstellen und nachregeln mu�.
>
> Ist doch furchtbar, so was.

Das Grauen beginnt mit dem Einschalten. Bei mir Mitfahrende geben sich
regelm��ig entsetzt, wenn sie feststellen, dass die
Klimaanlage^c^c^c^c^c^cautomatik nicht eingeschaltet ist und reagieren
pikiert, wenn sie davon abgehalten werden, diesen vermeintlichen Fehler
durch Eingriff in das Hoheitsgebiet des Fahrers korrigieren zu wollen.


Ciao
Toscha
--
How does Moses make tea?
Hebrews it.

Christina Kunze

unread,
Apr 28, 2013, 3:07:01 AM4/28/13
to
Am 28.04.2013 08:03, schrieb Uwe Schickedanz:
> On Sun, 28 Apr 2013 07:09:38 +0200, Volker Gringmuth
> <vgrin...@gmx.net> wrote:
>
>> Andy Angerer wrote:
>>
>>> (Im Autosalon: "Klima; hatter Klima?" "Hatter! Hatter!")
>>
>> Wobei damit heute selbstmurmelnd keine Klimaanlage, sondern eine
>> Klimaautomatik gemeint ist. Verw�hnte Erstweltler schlagen, sofern sich dazu
>> herabgelassen habend, �berhaupt in meinem vorsintflutlichen Auto Bj. 2003
>> mitzufahren, regelm��ig die H�nde �ber dem hohlen Kopf zusammen ob des
>> Umstandes, da� ich die Temperatur der Klimatisierung, sofern h�ndisch
>> aktiviert, noch selbst einstellen und nachregeln mu�.
>
> In meinem ebenso vorsintflutlichen Fahrzeug eines deutschen
> Herstellers mu� ich das nicht. So unterschiedlich kann das also sein.

Bei Dir ist die Klimaanlage im Fensterheber integriert?

chr

Gunhild Simon

unread,
Apr 28, 2013, 3:09:46 AM4/28/13
to
On 28 Apr., 08:54, Thomas Schade <tos...@rrr.de> wrote:

...
>> ..., wenn sie davon abgehalten werden, diesen vermeintlichen Fehler
> durch Eingriff in das Hoheitsgebiet des Fahrers korrigieren zu wollen.

^^^^^^^^

"... zu korrigeren."


Gruß
Gunhild

Christina Kunze

unread,
Apr 28, 2013, 3:11:00 AM4/28/13
to
Vielleicht kann er sie ja vom Wollen abhalten?

chr

Roland Franzius

unread,
Apr 28, 2013, 3:30:54 AM4/28/13
to
Am 28.04.2013 08:54, schrieb Thomas Schade:
> Bei mir Mitfahrende geben sich
> regelm��ig entsetzt, wenn sie feststellen, dass die
> Klimaanlage^c^c^c^c^c^cautomatik nicht eingeschaltet ist und reagieren
> pikiert, wenn sie davon abgehalten werden, diesen vermeintlichen Fehler
> durch Eingriff in das Hoheitsgebiet des Fahrers korrigieren zu wollen.

Ab und an Wagen aussaugen und Fahrer regelm��ig zum Duschen anhalten.

Ich selbst habe allerdings noch nie ein Auto ohne Schiebedach gehabt.

--

Roland Franzius

Thomas Schade

unread,
Apr 28, 2013, 5:09:17 AM4/28/13
to
Das w�re zwar w�nschenswert, hat bis dato aber nie funktioniert.
Insofern hat Gunhild schon recht.


Ciao
Toscha
--
Flei� kann man vort�uschen,
aber faul muss man wirklich sein.

Manfred Hoß

unread,
Apr 28, 2013, 6:33:13 AM4/28/13
to
Darf ich den Fehler korrigieren?

Gru�
Manfred.

Roland Franzius

unread,
Apr 28, 2013, 7:10:25 AM4/28/13
to
Nur "zu".

--

Roland Franzius


Walter Schmid

unread,
Apr 28, 2013, 7:31:05 AM4/28/13
to
Am 27.04.2013 17:47, schrieb Helmut Schellong:
> Sergio Gatti wrote:
>>> Genau so ein Rumpfwort wie „Atomgegner“, die ja anscheinend nicht gegen
>>> sämtliche Atome sind
>
>> Und was schlägst du als Alternative vor? Soll man jedes Mal "Atombomben- und Atomkraftwerkgegner"
>> sagen und schreiben?
>
> Ja, so ungefähr: Kernkraftwerkgegner.

ah, nur die "Werke" sind gefährlich, die Abfälle nicht?

Wer an den "Atomausstieg" glaubt, glaubt daran, über 100'000
Jahre alt zu werden!

90% aller Menschen wissen, dass 90% aller Menschen sich selbst
überschätzen, aber sie meinen, zu den restlichen 10% zu gehören.

Gruss

Walter

Florian Ritter

unread,
Apr 28, 2013, 8:21:29 AM4/28/13
to
On 28 Apr., 07:00, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:

> > Schaverhalt
>
> Alter Ausdruck für Schafzucht?

Hier riecht's nach Afterschaf - FR

Florian Ritter

unread,
Apr 28, 2013, 8:24:51 AM4/28/13
to
On 28 Apr., 07:05, Volker Gringmuth <vgringm...@gmx.net> wrote:

> Wenn mich jemand fragt, ob ich am Mittwoch Zeit habe, und ich sage „nein“,
> dann bin ich damit noch kein Mittwochsleugner.
>
> Wenn ich sage, der Mittwoch existiere überhaupt nicht und sei nur erfunden
> worden, um die Arbeitswoche künstlich zu verlängern und zusätzlichen Profit
> in die Kassen der Großindustrie zu spülen, dann bin ich Mittwochsleugner.

Statt Großindustrie setze Kapitalistenschweine - FR

Florian Ritter

unread,
Apr 28, 2013, 8:38:58 AM4/28/13
to
On 28 Apr., 02:28, René <k98mau...@gmail.com> wrote:

> > Nur mal so anbei: 20. - 22. Sept. ist in Rudolstadt Evenement wg. 140
> > Jahre Rudolstädter SC
>
> Leider unabkömmlich, habe schon Karten für Depeche Mode in Dallas am 24.

Bitte, wenn Dir dieser Schwachsinn wichtiger ist...

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Oliver Jennrich

unread,
Apr 28, 2013, 3:58:23 PM4/28/13
to
"Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid> writes:

> begin quoting, Oliver Jennrich schrieb:
>
>> Aber das größte Problem für deutsche KKW nach dem Tschernobyl-Unfall war
>> tatsächlich, dass die neue Schicht den Dienst nicht antreten konnte,
>> weil sie, nachdem sie durch das taufeuchte Gras gelatscht war, nicht
>> durch die Sicherheitsschleuse gekommen ist.
>
> Als guten Christen wird ihnen die Fußwaschung geholfen haben.
>
> Es ist aber schon pervers, welche Aktivitäten die Niederschläge damals
> zeitweise hatten. Was nachdenklich machen sollte: In den Fünfziger und
> Sechziger Jahren lagen die Luft- und Niederschlagsaktivitäten aufgrund
> des Bombenfallouts öfter mal und für längere Zeiträume teilweise sogar
> noch höher. (Ich habe mit Daten kommen lassen und untersuche das
> gerade näher. Was vorher nicht geschah: Diese Daten gibt es nicht in
> maschinenlesbar, sondern nur als Scans kilometerlanger Aktenberge im
> Verkehrsministerium*). Ziemlich blamabel für die Wissenschaft.)

Das ist, wie immer, eine Frage des Geldes und der Bereitschaft zu
leiden. Ich bin mir sicher, man wird dir dankbar sein, wenn du die Daten
dann online stellst. Und das meine ich nicht sarkastisch - ganz im
Gegenteil.

Du kennst zooniverse.org?

> *)
> Weiß zufällig jemand eine gute Strategie, OCRte Zahlenreihen, für die
> keine Kontrollsummen o. ä. vorliegen, auf richtige Übertragung zu
> überprüfen? Meine Idee war, Fehlersaat einzustreuen und damit die
> Lektoren auf Zuverlässigkeit zu testen.

Hilft Statistik? Was weiß man über die theoretische Verteilung der
Ziffern? Benford's law?

Ich vermute allerdings, es dürfte einfacher sein, den umgekehrten Weg zu
beschreiten: Fehler zu den Daten inzufügen und ermitteln, welchen
Einfluss diese absichtlichen Fehler auf die Auswertung haben.

--
Space - The final frontier

Ewald Pfau

unread,
Apr 28, 2013, 5:13:23 PM4/28/13
to
Rüdiger Silberer <Use...@silberer.net>:

> Man kann verschiedener Meinung sein, ob es richtig ist Diskussionen über
> ein Thema zu verbieten. Ich bin da eher anderer Ansicht. Aber gewisse
> Parallelen sind schon zu erkennen.
>
> Und bevor ich auch noch mit der Gleichsetzung von "Klimaleugner" und
> "Holocaustleugner" überzogen werde, erkläre ich, daß ich keineswegs am
> Holocaust zweifele, nicht im geringsten.

Es wird vielleicht hilfreich sein können, im Sinne der Gangbarkeit die
Furchen von Hirnrissigkeit mit Zenons Paradox ein wenig aufzuglätten.
(als "Pfeil-Paradoxon" siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pfeil-Paradoxon)

Für Zeitgenossen von steinzeitaltertümlichem Zuschnitt, die viel zu rasch
und zu unbedarft zu erkenntnistheoretischem Vermächtnis und Reichtum
gekommen sind, kann das Paradox, dass der Stein, den man auf ein Ziel wirft,
per strikt linear aufgefädelter Logik nie ankommt, ein Hinweis sein, dass
sich gelegentlich lohnt, den Kopf ein wenig einzuziehen, wenn man denn schon
nichts hinzulernen will, weil wg. dem Zählen von Geld oder von strammem
Erkenntnisbeton o.ä. der Horizont mit Selbstgefälligkeit usw. zugewuchert
ist.

Das Paradox lehrt, dass in manchen Fällen gedankliche Positionen leerlaufen,
gleich, ob sie als belastbar bekannt sind, und erst wieder greifen, wenn als
Korrektiv eine Ausweitung der Positionen, mit vergrößertem Gesichtskreis,
auf die Sprünge hilft.

Das Steinzeitpersonal überlässt solche Details dann lieber den gekauften
dienstbaren Geistern von der etwas solideren Erkenntnisfraktion, schon gar
in gesellschaftlichen Zusammenhängen, wo das Zählen von Geld oder strammem
Erkenntnisbeton als so immens wichtiger gilt, als der Nachvollzug der
einfachen Ordnung der Dinge dieser Welt im Geiste.

****

Wenn dies legistisch mit Sanktionen garniert wird, im Fall des konkreten
Gedenkens daran, wo ein wildgelaufener Hurrapatriotismus immensen Schaden
angerichtet hat, dann wird das betreffend tonangebende Steinzeitpersonal
sich wohl unter seinesgleichen wähnen, dass es nicht eine Verschiebung des
Horizonts der Einsichten in den Bereich des Möglichen rücken mag.

So muss man dem Steinzeitpersonal, das einen verflossenen Ablauf der
Menschenistorie auch mehrere Generationen danach immer noch als statischen
Befund apostrophieren möchte, vielleicht selbst einmal auf die Finger
schauen. Man wird sehen können, dass die Festschreibung eines bornierten
Horizonts schlauerweise wiederum genau in deren Interesse ist, womit auch
korreliert, die Aufklärung nicht im kognitiven Sinn mit Blick auf
gesellschaftliche Abhängigkeiten zu betreiben: welches waren (und sind) die
Kapitalströme, für welche Investitionen, für welche Einflussnahmen? Wessen
Interessenslagen werden von welchen Parteien am rücksichtslosesten Deckung
erhalten?

Mit Klarheit vor solchem Hintergrund wären erlittene Traumatisierungen
einige wenige Generationen später ja wohl wenigstens soweit stabil in die
Spur zu bringen, dass ein Verbot von Verstandestätigkeit nurmehr skurril
wirken sollte, diesseits von sowieso sanktionierbarerer Beleidigung und von
haltloser Unterstellung mit Aufstachelung zum Unfrieden, im internationalen
Zusammenhang.

Aber nein, die kognitive Substanz ist auch hier dem Steinzeitpersonal
zuwider, das geht so weit, dass weniger die Klarheit der Darstellungen eine
Chance hat, als nur immer wieder mal ein neuer Aufguss von Ressentiments,
was im Lauf von Jahrzehnten die Richtung von Mythenbildungen einschlägt,
Salto rückwärts zur strammen Positionierung hinein in den bereits mit viel
Hingabe und zur guten Gewinnaussicht gepflegten Schmodder von Ressentiments,
innerhalb der Themenpaletten der Unterhaltungsgiganten.

Und da wird dem Diskurs die Order per Mufti erteilt, was für die erste
Generation sinnigerweise entschärfend durchgehen darf, aber hernach
tätschelt so nun das eine Steinzeitpersonal das andere ebensolche, das eine,
das beim Zählen von Geld und von Erkenntnisbeton nicht gestört sein will,
das andere, das an seinen Hurras im stupiden Patriotismus offenbar gezielt
festhalten soll, mit dem kleinen Anstandspflaster der legistischen Nennung
einer zufälligen Schmerzvokabel.

Und dann gibt es tatsächlich Oberwurschteln, die solche Szenerie, für sich
genommen als Armutszeugnis bereits hirnverbrannt - weil im Verlauf von
Jahrzehnten zunehmend nurmehr Unwillen kaschierend -, gleich noch in
Richtung anderer gedanklicher Felder des thematischen Diskurses ausweiten
wollen? Wg. Praktikabiliät des Diktatorischen?

Das Beispiel mit dem Paradox des Zenon zeigt, dass beim Blick alleine auf
Chauvinismus dann der Einblick in den Zustand des Faktischen verstellt wird,
wie dies ja ebenso vom Zusammenleben der Völker geprägt ist. Ach ja. Die
Exekutive will wieder Krieg (in .de zwar in Verfassungsrang verboten, das
schert immer weniger): Hurra! lautet so die Parole der Exekutive.

Wer gedanklich die Dinge auf die Reihe bringen will, wird als "linksextrem"
schikaniert (oder als "antifa"), weil, die Frage nach emanzipatorischen
Dimensionen stört immens die Gier nach dem Suhlen in Unterwerfung und
Kadavergehorsam, die sich vorzeitig selbst faschistisch nannte. Im Westen
somit nichts neues. Schon garnicht Klarheit als Grundlage zur Einsicht.

Das Steinzeitpersonal sieht den Stein auf sein Ziel zufliegen und ist (nach
der von Zenon in einem treffenden Punkt karikierten Steinzeitansicht)
offenbar wirklich felsenfest überzeugt, dass der Stein ewig weiterfliegt und
sein Ziel nie erreicht. So schaut Erkenntnisverweigerung aus. Klärung ist
unerwünscht.

****

Wohl lässt sich jener gedankliche Fortgang auch zu Fragen nach dem Zustand
des Planeten belasten. Unproduktiv und hirnverbrannt auch hier erstmal die
Zuspitzung auf eine Reizvokabel (wie es nebenan auch eine andere Klientel
mit "Kreationisten? ja! oder nein!?" so betreibt).

Damit kann keine Erkenntnis betrieben werden, nur Ausschluss und
Machterhalt. Wer sich aber nun erkundigen will, der wird sofort darüber
stolpern, dass die Fraktion der Leugner von menschengemachtem Klimawandel
irre reiche Onkels haben, was dem Fortschritt von gedanklichem Fortschritt
kaum geradeaus auf die Sprünge helfen wird, als da solche reichen Onkels
zuerst mal ihre eigenen Interessen haben.

Als zweites hilft die Zuspitzung nicht bei der Abwägung, in welche Richtung
es unerlässlich ist, seinen gedanklichen Horizont zu öffnen, sobald die bis
dahin applizierte Logik nurmehr Schlüsse zulässt, die sich selbst in den
Schwanz beißen. Schon alleine die Kasernierung von menschheitsrelevanten
Fragen selbst, in den hierzu völlig ungeeigneten Käfig einer kurzen
Schlagfertigkeit im Gewand von zweiwertiger Logik, ist schon ein absurdes
Schauspiel für sich, als da es, wie der Ansatz nahelegt, nur einem
Scheißspiel von Leugnern jeglicher Dynamik freundlich entgegenkommt.

Wer Antworten will, braucht den Spielraum zur Abklärung von Paradigmen, zur
ungewohnten Klassifizierung in irren Dimensionen, braucht das wie die Luft
zum Atmen, so etwas findet sich nicht in einem TINA-Kasperltheater.

Und letzteres, das tragische TINA-Theater als Verkleidung von finaler
Ausbeutung jeglichen Zuschnitts (mit der Formel bringen die Macher ihre
diktatorischen Absichten selbst auf den Punkt), kompromittiert als Karussel,
das mit jeder Umdrehung Tempo zulegt, alle relevante Gedankenfindung zur
Beschaffenheit der materiellen Substanz, weil die Frage dadurch nicht die
ist, wie kalt oder wie warm es ist, sondern vielmehr, wie sich die Aussicht
auf Kälte oder Hitze vorab schon in klingende Münze übersetzen lässt.

Hinwiederum wird man beim Zusammentragen und rudimentären Einsortieren
einfacher Fakten nicht umhin kommen, die nunmehrige Präsenz des Menschen als
die einer rücksichtslos wütenden Drecksau zu konstatieren, mit absehbar
trüben Konsequenzen für weiteres Leben auf dem Planeten.

Analog geht die Frage kaum um die genauere Taxierung der Drecksau, nein, da
regiert vielmehr (derzeit noch) die biederst denkbare protestantische Ethik,
mit Umlenkung der trüben Aussichten auf die ganz andere gedankliche Mühle,
die man 500 Jahre lang eintrainiert hat, ob eigene Rechtschaffenheit wohl
durch unerschöpfliche Regsamkeit sich weiterhin uminterpretieren lässt, zum
Lobgesang, den man sich als ewige Melodie glücklichen Schwelgens imaginiert.

Mehr Realität ist da nicht, auch dann nicht, wenn zugleich mit dem Singsang
schon klar absehbar sein sollte, dass auf dem Planeten für höhere Lebewesen
künftig kein Ort mehr sein sollte.

In solchen Blickwinkeln ist das in etwa die gleiche steinzeitliche Leier,
die Zenon karikiert, der Stein fliegt auf sein Ziel zu, aber er fliegt immer
weiter und kommt nie an, wenn die Hirntätigkeit nicht hinreicht zur
Ermunterung, den Blick soweit anzuheben, um angemessenere Modelle zur
Betrachtung zu wählen.

Die Frage, ob es dann-oder-dann um so-oder-so-viel Grad wärmer ist, hat mit
angemessenen Modellen wenig zu tun. Das ist die Reduktion der anstehenden
Fragestellungen für die Allerborniertesten von besagtem Steinzeitpersonal,
dass man vielleicht doch aus der Selbstzufriedenheit beim Zählen von Geld
und von Erkenntnisbeton einmal einen Blick riskierte, sodass vielleicht auch
einmal etwas anderes zu sehen ist, als immer nur die Widerspiegelung
vormaliger Projektionen.

Bei Zenons Paradox war der Blick mit zutreffender Stringenz erst gegeben mit
Eröffnung einer Art von Logik, die eine Infinitesimalrechnung erlaubt.

Das Dilemma mit obigen Positionen besteht darin, dass in einem Karussel von
nur machtpolitischem Kalkül als final zutreffende Wahrheit gehandelt wird,
was als Erkenntnis gerade opportun ist und faktische Unsicherheit wird als
Scharadenspiel umgemünzt, so einträglich wie möglich.

Das läuft auf das folgenschwere Hantieren mit brüchigen und unsauberen
Vorgaben global und als Dauerzustand hinaus. Solche Überheblichkeit, allzu
billig eingekaufte Selbsgewissheit, ist teuer. Wahrscheinlich ist sie zu
teuer.

Oliver Cromm

unread,
Apr 28, 2013, 6:41:14 PM4/28/13
to
* Wolfgang Schwanke:

> Uwe Schickedanz <Uwe_use...@nurfuerspam.de> wrote in
> news:a3dkn8llrt6gph0nv...@4ax.com:
>
> [Atomgegner]
>
>> Korrekterweise sollte es
>> Radioaktive-Strahlung-in-der-N�he-von-Menschen-oder-Tieren-oder-Pflanze
>> n-Gegner hei�en.
>
> Hmm, besser "Gegner der technischen Nutzbarmachung von Atomkernspaltung
> und -fusion". Viele von denen haben nichts gegen radiologische
> Untersuchungsmethoden,

Na, ich kenne niemand, der sich denen zum Spa� unterzieht, und
selbst bei R�ntgenbildern sind die meisten Deutschen eher
�berm��ig skeptisch. Inkonsequenz sehe ich da nicht.

> besuchen gern mal ein Radonbad, verwenden Wecker
> mit Leuchtziffern,

Solche mit radioaktiver Farbe habe ich lange nicht gesehen,
Eigentlich zeitlebens kaum, vielleicht hatten meine Eltern einen,
aber selber hatte ich immer nur solche, die gegen Morgen fast
nicht mehr zu sehen sind, weil sie nur nachleuchten, und meist eh
mit eingebauter Lampe. Neuerdings ist mein Wecker das Tablet.

> oder setzen ihre Haut aus kosmetischen Gr�nden gern
> der unabgeschirmten ionisierenden Strahlung eines gigantischen
> Fusionsreaktors aus.

Und da ist nicht Radioaktivit�t das Problem. Ja, die UV-Strahlung
wurde im Vergleich lange untersch�tzt, aber das �ndert sich auch
langsam. In Australien sind schon T-Shirts und knielange Hosen
normale Badekleidung, und das greift auch auf andere L�nder �ber.

--
XML combines all the inefficiency of text-based formats with most
of the unreadability of binary formats.
Oren Tirosh, comp.lang.python
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Christina Kunze

unread,
Apr 29, 2013, 12:17:19 AM4/29/13
to
Am 29.04.2013 00:41, schrieb Oliver Cromm:
>
> Na, ich kenne niemand, der sich denen zum Spaß unterzieht, und
> selbst bei Röntgenbildern sind die meisten Deutschen eher
> übermäßig skeptisch. Inkonsequenz sehe ich da nicht.

Meine Mutter, die bis vor ein paar Monaten in dem Bereich gearbeitet
hat, hatte in den letzten Jahrzehnten den EIndruck, dass sich viele
(durchaus nicht nur ältere) Patienten erst dann gut behandelt fühlen,
wenn möglichst technische Untersuchungen zum Einsatz kommen (z.B. CT und
MR).

Das ist auch meine Erfahrung bei Leuten, die sich mit medizinischen
Dingen (von der Anatomie bis zu den Behandlungsmethoden) nicht
auskennen. Sie scheinen bei "technischen" Untersuchungen eine größere
Chance zu sehen, ihre Beschwerden loszuwerden.

chr

Lothar Frings

unread,
Apr 29, 2013, 5:20:37 AM4/29/13
to
Oliver Cromm tat kund:

> * Wolfgang Schwanke:
>
> > Uwe Schickedanz <Uwe_usenet.s...@nurfuerspam.de> wrote in
> >news:a3dkn8llrt6gph0nv...@4ax.com:
>
> > [Atomgegner]
>
> >> Korrekterweise sollte es
> >> Radioaktive-Strahlung-in-der-Nähe-von-Menschen-oder-Tieren-oder-Pflanze
> >> n-Gegner heißen.
>
> > Hmm, besser "Gegner der technischen Nutzbarmachung von Atomkernspaltung
> > und -fusion". Viele von denen haben nichts gegen radiologische
> > Untersuchungsmethoden,
>
> Na, ich kenne niemand, der sich denen zum Spaß unterzieht, und
> selbst bei Röntgenbildern sind die meisten Deutschen eher
> übermäßig skeptisch. Inkonsequenz sehe ich da nicht.

Ich auch nicht. Dagegen das stetige Bemühen,
Röntgenaufnahmen entweder durch andere bildgebende
Verfahren zu ersetzen oder, wenn unbedingt nötig,
Dosis und bestrahlte Fläche zu minimieren.

>
> > besuchen gern mal ein Radonbad, verwenden Wecker
> > mit Leuchtziffern,

Radonbad??? Ich habe mal gehört, daß manche Leute
in Bergwerkstollen, wo Radon austritt, eine "Atemkur"
machen. Wäre aber zu klären, ob darunter "Atomgegener" sind.

>
> Solche mit radioaktiver Farbe habe ich lange nicht gesehen,
> Eigentlich zeitlebens kaum, vielleicht hatten meine Eltern einen,
> aber selber hatte ich immer nur solche, die gegen Morgen fast
> nicht mehr zu sehen sind, weil sie nur nachleuchten, und meist eh
> mit eingebauter Lampe. Neuerdings ist mein Wecker das Tablet.

Kürzlich ließ ich eine alte Armbanduhr überholen,
wobei ich erfahren mußte, daß die bisherige weiße
Leuchtfarbe nunmehro verboten ist. Die Zeiger
leuchten jetzt grün. Wie ein Minivan: Sieht beschissen
aus, ist aber modern.

>
> > oder setzen ihre Haut aus kosmetischen Gründen gern
> > der unabgeschirmten ionisierenden Strahlung eines gigantischen
> > Fusionsreaktors aus.
>
> Und da ist nicht Radioaktivität das Problem. Ja, die UV-Strahlung
> wurde im Vergleich lange unterschätzt, aber das ändert sich auch
> langsam. In Australien sind schon T-Shirts und knielange Hosen
> normale Badekleidung, und das greift auch auf andere Länder über.

Außerdem kann von unabgeschirmt keine Rede sein.
Das ganze Thema "Ozonloch" dreht sich schließlich um
Lücken in der Abschirmung.

Andreas Karrer

unread,
Apr 29, 2013, 5:21:25 AM4/29/13
to
Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote:
>
> Meine Mutter, die bis vor ein paar Monaten in dem Bereich gearbeitet hat,
> hatte in den letzten Jahrzehnten den EIndruck, dass sich viele (durchaus
> nicht nur ältere) Patienten erst dann gut behandelt fühlen, wenn
> möglichst technische Untersuchungen zum Einsatz kommen (z.B. CT und MR).
>
> Das ist auch meine Erfahrung bei Leuten, die sich mit medizinischen
> Dingen (von der Anatomie bis zu den Behandlungsmethoden) nicht auskennen.
> Sie scheinen bei "technischen" Untersuchungen eine größere Chance zu
> sehen, ihre Beschwerden loszuwerden.

Das ist eine Art Placebo-Effekt, der auch bei Leuten wirkt, die an sich
nicht daran glauben. Ich nehm mich da selbst nicht aus: Vor etwa 10 Jahren
hatte ich mir beim Snowboarden die linke Schulter ausgerenkt, Beweglichkeit
war eingeschränkt und der Schmerz ging nicht weg. Röntgen, Ultraschall ohne
besonderen Befund, also Physio und dann Cortison, was immerhin ein paar
Wochen half. Dann MR. In der Röhre bin ich fast eingeschlafen, aber danach
waren die Schmerzen nach kurzer Zeit weg und kamen nicht wieder.

Mein Hausarzt meinte nur trocken, dass ich gewiss nicht der erste sei, bei
dem die Untersuchungsmethode auch schon die Therapie gewesen sei. Teure
Untersuchungen hälfen besser. Er setze die teure Untersuchung bei Schmerzen
unklarer Ursache oft mit Absicht erst nach 3 Wochen an und erzähle dem
Patienten eindringlich, wie teuer das sei. Dann verschwänden die Symptome
oft innerhalb der 3 Wochen und auf die Untersuchung könne verzichtet
werden.

- Andi

Lothar Frings

unread,
Apr 29, 2013, 6:10:42 AM4/29/13
to
Christina Kunze tat kund:

> Meine Mutter, die bis vor ein paar Monaten in dem Bereich gearbeitet
> hat, hatte in den letzten Jahrzehnten den EIndruck, dass sich viele
> (durchaus nicht nur ältere) Patienten erst dann gut behandelt fühlen,
> wenn möglichst technische Untersuchungen zum Einsatz kommen (z.B. CT und
> MR).
>
> Das ist auch meine Erfahrung bei Leuten, die sich mit medizinischen
> Dingen (von der Anatomie bis zu den Behandlungsmethoden) nicht
> auskennen. Sie scheinen bei "technischen" Untersuchungen eine größere
> Chance zu sehen, ihre Beschwerden loszuwerden.

Man beachte, daß all dies Methoden der Diagnose und nicht
der Therapie sind. Daß ein Patient einem Verfahren eher
traut, mit dem man in den Patienten "hineinsehen" kann,
ist für mich eher selbstverständ- als erstaunlich. Einem
Automechaniker, der mal unter die Haube schaut, würde ich
auch eher trauen als einem, der den Fehler nur aus
Motorgeräusch und Abgasfarbe ermitteln will.
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