wer kann mir folgende Provinzialismen aus Günter Grass' Roman "Die
Blechtrommel" verständlich ins Hochdeutsche übersetzen beziehungsweise
lexikalisch erläutern?
- Poggenkniefe
- Sgraffito
- Wrucken
- Flißacken
- Bulven
Vielen Dank vorab für alle hilfreiche Auskunft,
mfG Stefan Bartels
> - Poggenkniefe
Ist das ein Spiel mit pocket knife?
> - Sgraffito
Eine Maltechnik, bzw. das Ergebnis davon.
> - Wrucken
WIMRE: Runkelrüben
Matthias
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Bernd Holzum
> Bulwen sind Kartoffeln
> Wruken Mohrrüben, wenn ich mich recht erinnere
Nein, Wruken sind Rüben.Und ein Wrukeneintopf schmeckt
sehr gut.
BGE
Die Geschmäcker sind verschieden. Meine selige Mutter aus Danzig hat ihn
gemacht, meine Frau hat ihn auch versucht - es waren niederschmetternde
Geschmackserlebnisse!
Joachim
Ja, manchmal auch Kröten.
> Kniefe sagt mir nichts.
Ein Knief ist ein Messer (vgl. engl. knife).
Und weil »Froschmesser« oder »Krötenmesser« nicht besonders sinnvoll
klingt, muß man jetzt aber trotzdem noch ins Wörterbuch schauen. ;-)
Laut dem Plattdeutsch-hochdeutschem Wörterbuch von Renate
Hermann-Winter ist ein Poggenknief ein »schlechtes, stumpfes Messer«.
Schöne Grüße,
Wolf
>"Stefan Bartels" <stev...@epost.de> wrote ...
>>
>> - Poggenkniefe
>
>Poggen sind Frösche auf plattdeutsch. Kniefe sagt mir nichts.
"Knief" ist platt für "Messer". Ein "Poggenknief" dürfte damit dem
entsprechen, was ich aus meiner Jugend als "Froschkiekser" kenne, also
ein Taschenmesser, das so schlecht (billig, alt, stumpf, wacklig ...)
ist, dass es höchstens dazu taugen könnte, Frösche damit totzustechen,
nicht aber für die "eigentlichen" Aufgaben eines Taschenmessers (vor
allem das Schnitzen).
--
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>Die Geschmäcker sind verschieden. Meine selige Mutter aus Danzig hat ihn
>gemacht, meine Frau hat ihn auch versucht - es waren niederschmetternde
>Geschmackserlebnisse!
Bei beiden?
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
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> On Sun, 17 Nov 2002 08:47:14 +0100, Joachim Pense
> <joachi...@t-online.de> wrote:
>
>>Die Geschmäcker sind verschieden. Meine selige Mutter aus Danzig hat ihn
>>gemacht, meine Frau hat ihn auch versucht - es waren niederschmetternde
>>Geschmackserlebnisse!
>
> Bei beiden?
>
Bei beiden.
Joachim
Und in Bildern von Kindergartenkindern und Grundschülern, denn
primitives Sgraffito durch Übereinandermalen mehrere dicker,
grellbunter Farbschichten mit Wachsmalstiften, ihr anschließendes
Zudecken mit schwarzem Wachsmalstift und das Hineinkratzen von Motiven
in verschiedene Tiefe ist äußerst beliebt. Es kommen z.B. nette
Fensterbilder heraus, wenn das Papier nicht allzu dick ist und die
Farben hell genug sind.
Ein Schaber für Sgraffiti ist fast jeder handelsüblichen Packung
Wachsmalstifte bereits beigelegt, oft findet sich auf der Unterseite
der Dose bzw. der Schachtel oder auf einem Beipackzettel sogar eine
Anleitung dazu, wie man Sgraffiti herstellt.
mawa
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