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Seltenes Verb?

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Heinz Lohmann

unread,
Sep 10, 2017, 12:13:17 AM9/10/17
to
Gerade im DLF gelesen:

"Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."

Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
zusammenreimen, was damit gemeint ist.

Geht es anderen auch so? Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher
nachzuschlagen?

<http://www.deutschlandfunk.de/debattenkultur-im-bundestag-eine-ziemliche-zumutung.720.de.html?dram:article_id=395482>

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Detlef Meißner

unread,
Sep 10, 2017, 1:40:24 AM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:
> Gerade im DLF gelesen:
>
> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>
> Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
> zusammenreimen, was damit gemeint ist.
>
> Geht es anderen auch so? Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher
> nachzuschlagen?

Ich würde, ohne nachzuschlagen, behaupten, das hat was mit Dompteur zu tun.

Detlef

H.-P. Schulz

unread,
Sep 10, 2017, 5:24:59 AM9/10/17
to
Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> schrieb:

>Gerade im DLF gelesen:
>
>"Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
>domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>
>Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
>zusammenreimen, was damit gemeint ist.
>
>Geht es anderen auch so? Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher
>nachzuschlagen?

Ich denke an den Dompteur, den Zirkusartisten.
Auf Deutsch: Löwenbändiger
Also liegt es nah, 'domptieren' als 'bändigen' zu verstehen. Und das
passt ja auch im obigen Text.

So, jetzt das Französisch-Deutsch Wörterbuch her ...
aah.. ja, hier: dompter: bändigen, dressieren ... (usw.)

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 10, 2017, 5:46:00 AM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:

> Gerade im DLF gelesen:
> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
> <http://www.deutschlandfunk.de/debattenkultur-im-bundestag-eine-ziemliche-zumutung.720.de.html?dram:article_id=395482>
> [..] Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher nachzuschlagen?>

Happichma kombiniert:
Frisieren tut der Friseur - massieren tut der Masseur - domptieren tut
der Dompteur. Das hättich also gewußt, weil: happich schon gesehen. :)

Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!
--
j/\a

Tobias J. Becker

unread,
Sep 10, 2017, 6:59:39 AM9/10/17
to
Jakob Achterndiek schrieb am 10.09.2017, 11:45 Uhr:
> Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
> Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
> mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
> das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!


Ich als Gymnasialdompteur finde das beleidigend!

Tobias

Roland Franzius

unread,
Sep 10, 2017, 8:56:46 AM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 11:45 schrieb Jakob Achterndiek:
> Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:
>
>> Gerade im DLF gelesen:
>> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
>> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>> <http://www.deutschlandfunk.de/debattenkultur-im-bundestag-eine-ziemliche-zumutung.720.de.html?dram:article_id=395482>
>> [..] Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher nachzuschlagen?>
>
> Happichma kombiniert:
> Frisieren tut der Friseur - massieren tut der Masseur - domptieren tut
> der Dompteur. Das hättich also gewußt, weil: happich schon gesehen. :)
>

https://www.littre.org/ belehrt uns, es kommt von domare, Frequentiv
domitare, also ungefähr KratzeKatze zu HausKatze umfunktionieren.

> Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
> Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
> mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
> das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!
>

Weithin hat sich die letzhin die Bezeichnung ..flüsterer durchgesetzt,
da ja die Mehrzahl der Raubtiere, die dem Dompteur zum Opfer fallen,
zuvor schwer kindheitstraumatisiert sind.

Peitsche in der Tierlehre ist heute so out wie Rohrstock in Rostock.

--

Roland Franzius

Detlef Meißner

unread,
Sep 10, 2017, 9:10:03 AM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 14:56 schrieb Roland Franzius:

> Peitsche in der Tierlehre ist heute so out wie Rohrstock in Rostock.
>
Aber knallen darf man damit noch.

Detlef

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 10, 2017, 10:43:10 AM9/10/17
to
Moin,

Am Sonntag, 10. September 2017 14:56:46 UTC+2 schrieb Roland Franzius:

> > Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
> > Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
> > mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
> > das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!
> >
>
> Weithin hat sich die letzhin die Bezeichnung ..flüsterer durchgesetzt,
> da ja die Mehrzahl der Raubtiere, die dem Dompteur zum Opfer fallen,
> zuvor schwer kindheitstraumatisiert sind.

Andererseits zählen die Pferde
nicht zu den Raubtieren.

Gruß, ULF

H.-P. Schulz

unread,
Sep 10, 2017, 11:13:31 AM9/10/17
to
Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> schrieb:

>Am 10.09.2017 um 14:56 schrieb Roland Franzius:
>
>> Peitsche in der Tierlehre ist heute so out wie Rohrstock in Rostock.
>>
>Aber knallen darf man damit noch.

In der Tierdressur, zumal Raubkatzen, ist diese "Peitsche" nie zu
etwas anderem eingesetzt worden: Knallen (selten!) und führen.

Detlef Meißner

unread,
Sep 10, 2017, 11:20:39 AM9/10/17
to
Wir haben Pferde direkt in der Nachbarschaft. Vom Gestank her könnte man
es meinen.

Detlef

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 10, 2017, 11:34:50 AM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 16:43 schrieb Ulf.K...@web.de:
>
>> Weithin hat sich die letzhin die Bezeichnung ..flüsterer durchgesetzt,
>> da ja die Mehrzahl der Raubtiere, die dem Dompteur zum Opfer fallen,
>> zuvor schwer kindheitstraumatisiert sind.
>
> Andererseits zählen die Pferde
> nicht zu den Raubtieren.
>

Aber jeder Segler alter Schule weiß: "Das Pferd ist ein wildes Tier,
welches dem Seemann nach dem Leben trachtet."
--
j/\a

René Marquardt

unread,
Sep 10, 2017, 11:54:48 AM9/10/17
to
Klingt geradezu lebensgepferdlich.

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 10, 2017, 11:58:06 AM9/10/17
to
Am Sun, 10 Sep 2017 12:13:13 +0800 schrieb Heinz Lohmann:

> Gerade im DLF gelesen:
>
> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."

Das ist ungewöhnlich, aber auch schön pointiert.

> Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
> zusammenreimen, was damit gemeint ist.

Der Dompteur domptiert im Zirkus die Löwen, Bären oder Tiger. Zumindest in
meiner Kindheit gab es sowas noch, heutzutage ist das selten geworden (ich
las kürzlich, daß Ringling Brothers in den USA aufgegeben haben, und das
war einer der tradiotionsreichsten Zirkusbetriebe). Ich erinnere mich noch
an einen Zirkusbesuch mit meinem Opa bei Simoneit-Barum, die hatten
schwarze Panther. Das war Mitte der 70er.

> Geht es anderen auch so? Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher
> nachzuschlagen?

Auch wenn es als Verb ungewöhnlich ist, habe ich sofort gewusst,worum es
geht.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 10, 2017, 12:00:51 PM9/10/17
to
Segler haben Pferde an Bord? Wozu, außer man will Amerika kolonisieren?

Von Schildkröten als Lebendproviant habe ich ja schon gehört, aber Pferde?

Grüße,

Frank

Detlef Meißner

unread,
Sep 10, 2017, 12:04:16 PM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 17:57 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Sun, 10 Sep 2017 12:13:13 +0800 schrieb Heinz Lohmann:
>
>> Gerade im DLF gelesen:
>>
>> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
>> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>
> Das ist ungewöhnlich, aber auch schön pointiert.
...
>
> Auch wenn es als Verb ungewöhnlich ist, habe ich sofort gewusst,worum es
> geht.

Aber wenn von Claudia Roth die Rede gewesen wäre, dann wär's nicht so
eindeutig.

Detlef

René Marquardt

unread,
Sep 10, 2017, 12:05:51 PM9/10/17
to
On Sunday, September 10, 2017 at 11:00:51 AM UTC-5, Frank Hucklenbroich wrote:
> Am Sun, 10 Sep 2017 17:34:45 +0200 schrieb Jakob Achterndiek:
>
> > Am 10.09.2017 um 16:43 schrieb Ulf.K...@web.de:
> >>
> >>> Weithin hat sich die letzhin die Bezeichnung ..flüsterer durchgesetzt,
> >>> da ja die Mehrzahl der Raubtiere, die dem Dompteur zum Opfer fallen,
> >>> zuvor schwer kindheitstraumatisiert sind.
> >>
> >> Andererseits zählen die Pferde
> >> nicht zu den Raubtieren.
> >>
> >
> > Aber jeder Segler alter Schule weiß: "Das Pferd ist ein wildes Tier,
> > welches dem Seemann nach dem Leben trachtet."
>
> Segler haben Pferde an Bord? Wozu, außer man will Amerika kolonisieren?

Wenn man in die Rossbreiten kommt, wo einen häufig eine lang
anhaltende Windstille erwischen kann, werden die Pferde vorgespannt,
zum Schiff ziehen.

Dorothee Hermann

unread,
Sep 10, 2017, 12:09:01 PM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 18:00 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Sun, 10 Sep 2017 17:34 schrieb Jakob Achterndiek:
>> Aber jeder Segler alter Schule weiß: "Das Pferd ist ein wildes
>> Tier, welches dem Seemann nach dem Leben trachtet."

> Segler haben Pferde an Bord? Wozu, außer man will Amerika
> kolonisieren?

> Von Schildkröten als Lebendproviant habe ich ja schon gehört, aber
> Pferde?

Für Gulasch.
Und Pferdemist ist gut als Dünger für die Tomaten.
Denn die werden gern an Bord des Segelschiffes gezüchtet.

Tipp: 'Peerd'
;-)

Dorothee

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 10, 2017, 12:09:10 PM9/10/17
to
Moin,

Am Sonntag, 10. September 2017 17:58:06 UTC+2 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Sun, 10 Sep 2017 12:13:13 +0800 schrieb Heinz Lohmann:
>
> > Gerade im DLF gelesen:
> >
> > "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
> > domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>
> Das ist ungewöhnlich, aber auch schön pointiert.

Die Erika Steinbach hat er durch ein Koreferat
zu ihrer persönlichen Erklärung zur
"Ehe für alle" bzw. zur Freigabe der
Abstimmung domptiert.

http://www.focus.de/politik/videos/abstimmung-ueber-ehe-fuer-alle-im-bundestag-als-erika-steinbach-mit-merkel-abrechnet-erteilt-ihr-norbert-lammert-eine-lektion_id_7301515.html

Link zum Plenarprotokoll gerade nicht zu Hand.

Es ging um die Abstimmungsfreigabe wg. Gewissensfrage,
wozu Lammert anmerkte, Freigabe könne es
nicht geben, weil Abgeordnete immer nur und
ausschließlichst nach ihrem Gewissen entschieden,
und ließ Steinbach nicht mehr zu Wort kommen.

Gruß, ULF

Diedrich Ehlerding

unread,
Sep 10, 2017, 12:09:45 PM9/10/17
to
Heinz Lohmann meinte:

> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>
> Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
> zusammenreimen, was damit gemeint ist.

"domptieren" finde ich nicht allzu auffällig und assoziiere es mit
"Dompteur". Im Gespräch unter Kollegen mit IT-Kontext über andere Kollegen
ist die Beschreibung "Herr/Frau $X domptiert $Y-Systeme" nicht selten, mit
der (anerkennend gemeinten) Bedeutung "$X beherrscht die Hard/Software $Y
aus dem ff und kann auch ihre seltener benutzten, aber ggf. äußerst
nützlichen Funktionen sicher und zweckentsprechend nutzen".

Auf Norbert Lammert gemünzt verstehe ich das als "geht souverän mit den im
Bndestag vertretenen Parteien und Fraktionen um".
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Sergio Gatti

unread,
Sep 10, 2017, 1:40:16 PM9/10/17
to
Tobias J. Becker hat am 10.09.2017 um 12:58 geschrieben:
Und ich als ehemaliger Gymnasiast und Vater von zwei
ehemaligen Gymnasiasten finde deine Eigenbezeichnung
beleidigend.

Damit wir auch mal über die deutsche Sprache diskutieren:
Wer bevorzugt die erste und wer die zweite Form
1. Vater von zwei ehemaligen Gymnasiasten
2. vater zweier ehemaliger Gymnasiasten
a) mündlich,
b) schriftlich?

Detlef Meißner

unread,
Sep 10, 2017, 1:49:16 PM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 19:40 schrieb Sergio Gatti:
> Tobias J. Becker hat am 10.09.2017 um 12:58 geschrieben:
>> Jakob Achterndiek schrieb am 10.09.2017, 11:45 Uhr:
>>> Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
>>> Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
>>> mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
>>> das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!
>>
>> Ich als Gymnasialdompteur finde das beleidigend!
>
> Und ich als ehemaliger Gymnasiast und Vater von zwei
> ehemaligen Gymnasiasten finde deine Eigenbezeichnung
> beleidigend.

Wer wird da beleidigt?
>
> Damit wir auch mal über die deutsche Sprache diskutieren:
> Wer bevorzugt die erste und wer die zweite Form
> 1. Vater von zwei ehemaligen Gymnasiasten
> 2. vater zweier ehemaliger Gymnasiasten
> a) mündlich,
> b) schriftlich?
>
2 schriftlich und mündlich
1 mündlich, wenn's nicht so drauf ankommt

Detlef

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 10, 2017, 2:09:16 PM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 19:40 schrieb Sergio Gatti:
> Tobias J. Becker hat am 10.09.2017 um 12:58 geschrieben:
>>
>> Ich als Gymnasialdompteur finde das beleidigend!
>
> Und ich als ehemaliger Gymnasiast und Vater von zwei
> ehemaligen Gymnasiasten finde deine Eigenbezeichnung
> beleidigend.

Sie ist aber als ein Vergleich sehr zutreffend!
Stell dir nur vor: Du stehst vor einer Meute, die dich
jederzeit zugrunde richten könnte, und hast ihr gegenüber,
um das zu verhindern, keine anderen Waffen als deine Augen,
deine Stimme und deine Körperhaltung. Ich habe als Mentor
Referendarinnen weinen sehen! Und einen hatte ich - ach,
lassen wir das; aus dem jedenfalls ist am Ende auch kein
Dompteur geworden.

> Damit wir auch mal über die deutsche Sprache diskutieren:
> Wer bevorzugt die erste und wer die zweite Form
> 1. Vater von zwei ehemaligen Gymnasiasten
> 2. vater zweier ehemaliger Gymnasiasten
> a) mündlich,
> b) schriftlich?
>

Ich sowohl 2a) als auch 2b).
--
j/\a

Diedrich Ehlerding

unread,
Sep 10, 2017, 2:17:37 PM9/10/17
to
Sergio Gatti meinte:

> Wer bevorzugt die erste und wer die zweite Form
> 1. Vater von zwei ehemaligen Gymnasiasten
> 2. vater zweier ehemaliger Gymnasiasten
> a) mündlich,

ich verwende sowohl 1 als auch 2

> b) schriftlich?

2

Juergen Barsuhn

unread,
Sep 10, 2017, 3:36:38 PM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:
> Gerade im DLF gelesen:
>
> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>
> Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
> zusammenreimen, was damit gemeint ist.

Fast hätte ich vermutet, dass es sich hier um eine Wortschöpfung des
Deutschlandfunks handelt. Aber
https://www.dwds.de/wb/domptieren
(Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart)
kennt zwei Fundstellen aus 2004. Ältere Wörterbücher wissen noch nichts
vom Domptieren.
Es ist schon hohe Wortkunst, den scheidenden Bundestagspräsidenten als
Raubtierbändiger zu bezeichnen und die Damen und Herren Abgeordneten des
Hohen Hauses entsprechend einzustufen, ohne jemanden dabei beleidigend
nahe zu treten.

Gruß
Jürgen

xylo...@gmail.com

unread,
Sep 10, 2017, 3:42:09 PM9/10/17
to
Am Sonntag, 10. September 2017 20:09:16 UTC+2 schrieb Jakob Achterndiek:

>>> Ich als Gymnasialdompteur finde das beleidigend!

>> Und ich als ehemaliger Gymnasiast und Vater von zwei
>> ehemaligen Gymnasiasten finde deine Eigenbezeichnung
>> beleidigend.

> Sie ist aber als ein Vergleich sehr zutreffend!
> Stell dir nur vor: Du stehst vor einer Meute, die dich
> jederzeit zugrunde richten könnte, und hast ihr gegenüber,
> um das zu verhindern, keine anderen Waffen als deine Augen,
> deine Stimme und deine Körperhaltung. Ich habe als Mentor
> Referendarinnen weinen sehen! Und einen hatte ich - ach,
> lassen wir das; aus dem jedenfalls ist am Ende auch kein
> Dompteur geworden.

Und ich habe erlebt, wie in einer Präsentation vor
Großkopferten den Vortragenden eine Blockade überkam derart,
daß er aus dem Raum geführt werden mußte - FR

Detlef Meißner

unread,
Sep 10, 2017, 3:56:22 PM9/10/17
to
Es steht dort nichts davon, Abgeordnete zu domptieren, sondern Parteien.

Detlef

Manfred Hoß

unread,
Sep 10, 2017, 4:30:19 PM9/10/17
to
Am Sun, 10 Sep 2017 21:36:35 +0200 schrieb Juergen Barsuhn:

> Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:
>> Gerade im DLF gelesen:
>>
>> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
>> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>>
>> Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
>> zusammenreimen, was damit gemeint ist.
>
> Fast hätte ich vermutet, dass es sich hier um eine Wortschöpfung des
> Deutschlandfunks handelt. Aber
> https://www.dwds.de/wb/domptieren
> (Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart)
> kennt zwei Fundstellen aus 2004. Ältere Wörterbücher wissen noch nichts
> vom Domptieren.

In Band 125 der Digitalen Bibliothek, "Deutsche Literatur von Luther bis
Tucholsky", taucht domptieren einmal auf:

"Langte ich dann enttäuscht und fatiguirt auf unserm Hofe wieder an, so
mußte die gute Margarethe kommen, um mit mir zu schwimmen und durch das
frische, kühle Element meine erschöpften Kräfte zu restauriren. Stundenlang
hatte ich mich gewöhnt, im Wasser zu leben. Es war mir homogen geworden und
ich bewegte mich darin ganz mit demselben Behagen, mit welchem andere
Kinder sich auf der Erde ergötzen. Oft kehrte ich erst spät nach
Mitternacht zu der geängsteten Dornefeld zurück, die bleich, mit gefalteten
Händen da saß vor den Folianten, welche über die Erziehung des weiblichen
Geschlechtes geschrieben worden sind, und Gott um die Weisheit bat, das
rechte Buch zu finden, die Zauberformel, einen Charakter wie den meinen zu
domptiren."
[Fanny Lewald: Diogena. Deutsche Literatur von Luther bis Tucholsky, S.
350934
(vgl. Lewald-Diogena, S. 20)]

Der Roman "Diogena" erschien 1847.

Gruß
Manfred.

Andreas Karrer

unread,
Sep 10, 2017, 4:45:13 PM9/10/17
to
* Juergen Barsuhn <jw.ba...@t-online.de>:
> Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:

>> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
>> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>
> Fast hätte ich vermutet, dass es sich hier um eine Wortschöpfung des
> Deutschlandfunks handelt. Aber
> https://www.dwds.de/wb/domptieren
> (Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart)
> kennt zwei Fundstellen aus 2004. Ältere Wörterbücher wissen noch nichts
> vom Domptieren.

Naja, Wörterbücher hinken der Verwendung hinterher.

wortschatz.uni-leipzig hat zwei Fundstellen bei der Hannoverschen
Allgemeinen und eine bei profil.at. Häufigkeitsklasse 22, "Dompteur"
ist Häufigkeitsklasse 16, also etwa 64x häufiger.

Google-Suche für "domptiert":
spiegel.de 10
zeit.de 8
profil.at 3
welt.de 3
sueddeutsche.de 2
nzz.ch 1
faz.net 1
fr-online.de 1
bild.de 0

Also: Selten, aber keine ad-hoc-Bildung.


- Andi

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 10, 2017, 5:22:41 PM9/10/17
to
Am 10.09.2017 um 22:45 schrieb Andreas Karrer:
>> Am 10.09.2017 um 06:13 zitierte Heinz Lohmann:
>
>>> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl
>>> der Parteien domptiert. [..]
> [..]
> Also: Selten, aber keine ad-hoc-Bildung.
>

Immerhin so selten und auffällig, daß man geneigt sein könnte,
es für eine etwas affektierte Wahl zu halten, Ich bin nicht
ganz sicher, vermute aber, daß die meisten Nomen dieser Gruppe
(Friseur, Masseur und viele andere) aus den Verben abgeleitet
sind. Beim Dompteur ist es offenbar umgekehrt: Das Nomen ist
geläufig, das Verb eine seltene Ausnahme und wirkt deshalb
aufgesetzt und pointierend.

Auf der Suche nach einer Parallele fällt mir jetzt nur der
Claqueur ein. Ein Publikum, das claquiert (oder auch nur
klackiert), müßte wohl noch erfunden werden. (Oder findest Du,
Andreas, auch dafür ältere Quellen?)
--
j/\a

Roland Franzius

unread,
Sep 10, 2017, 5:34:43 PM9/10/17
to
Nun wüsste ich nicht zu sagen warum 1847 die freie Verwendung
französischen Wortimportguts verwunderlicher sein sollte als die
amerikanischer nach 1948

http://dict.leo.org/franz%C3%B6sisch-deutsch/dompte

Das heißt allerdings bezähmen oder ähnlich Harmloses im Umgange mit dem
Backfische.

--

Roland Franzius

--

Roland Franzius

Tobias J. Becker

unread,
Sep 10, 2017, 7:23:31 PM9/10/17
to
Sergio Gatti schrieb am 10.09.2017, 19:40 Uhr:
> Tobias J. Becker hat am 10.09.2017 um 12:58 geschrieben:
>> Jakob Achterndiek schrieb am 10.09.2017, 11:45 Uhr:
>>> Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
>>> Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
>>> mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
>>> das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!
>>
>>
>> Ich als Gymnasialdompteur finde das beleidigend!
>
>
> Und ich als ehemaliger Gymnasiast und Vater von zwei
> ehemaligen Gymnasiasten finde deine Eigenbezeichnung
> beleidigend.

Genau das ist der Punkt.

Kinder sind keine Tiere - und Tiere eben keine Kinder.

Von daher finde ich "Tierlehrer", auch wenn ich das Ansinnen dahinter
verstehe, dann doch eine Hausnummer zu hoch gegriffen.

Tobias

Heinz Lohmann

unread,
Sep 11, 2017, 1:39:11 AM9/11/17
to
Am 10.09.2017 um 13:40 schrieb Detlef Meißner:
> Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:
>> Gerade im DLF gelesen:
>>
>> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
>> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>>
>> Ich lese das Verb zum ersten Mal und kann mir nur ungefähr
>> zusammenreimen, was damit gemeint ist.
>>
>> Geht es anderen auch so? Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher
>> nachzuschlagen?
>
> Ich würde, ohne nachzuschlagen, behaupten, das hat was mit Dompteur zu tun.
>

<loriot>Ach, was!</loriot>


--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 11, 2017, 4:13:11 AM9/11/17
to
Am 11.09.2017 um 01:22 schrieb Tobias J. Becker:
>
>>> [ .. Gymnasialdompteur .. ]
>
> Genau das ist der Punkt.
> Kinder sind keine Tiere - und Tiere eben keine Kinder.
>

Deshalb müssen auch Wörter wie "Stuhlbein" und "Schraubenkopf"
ein für alle Mal aus dem Gutmenschendeutsch verschwinden!
--
j/\a

Ralf Joerres

unread,
Sep 11, 2017, 5:41:46 AM9/11/17
to
Am Sonntag, 10. September 2017 11:46:00 UTC+2 schrieb Jakob Achterndiek:
> Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:
>
> > Gerade im DLF gelesen:
> > "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
> > domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
> > <http://www.deutschlandfunk.de/debattenkultur-im-bundestag-eine-ziemliche-zumutung.720.de.html?dram:article_id=395482>
> > [..] Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher nachzuschlagen?>
>
> Happichma kombiniert:
> Frisieren tut der Friseur - massieren tut der Masseur - domptieren tut
> der Dompteur. Das hättich also gewußt, weil: happich schon gesehen. :)
>
> Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
> Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
> mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
> das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!

Die scheinen mitzulesen, findet sich jetzt nur noch in der
Versionsgeschichte. Man muss denen mit ihren ideologischen
Verquastheiten nur immer wieder mal auf die Füße treten,
scheint hier und da zu helfen.
Gruß RJ

Detlef Meißner

unread,
Sep 11, 2017, 5:51:04 AM9/11/17
to
Am 10.09.2017 um 11:45 schrieb Jakob Achterndiek:
> Am 10.09.2017 um 06:13 schrieb Heinz Lohmann:
>
>> Gerade im DLF gelesen:
>> "Zu gern hätte man erlebt, wie Norbert Lammert die Vielzahl der Parteien
>> domptiert. Im Bundestag natürlich - nicht in den Talkshows."
>> <http://www.deutschlandfunk.de/debattenkultur-im-bundestag-eine-ziemliche-zumutung.720.de.html?dram:article_id=395482>
>> [..] Weiß jemand die genaue Bedeutung, ohne vorher nachzuschlagen?>
>
> Happichma kombiniert:
> Frisieren tut der Friseur - massieren tut der Masseur - domptieren tut
> der Dompteur. Das hättich also gewußt, weil: happich schon gesehen. :)
>
> Schön, wie Wikipedia den Szuch der Szeit abbildet: Sie vermeldet unter
> Berufung auf Meyers Großes Konversations-Lexikon, man habe das bisher
> mit "Tierbändiger" übersetzt. Aber heute, ermahnt und Wiki, nenne man
> das, bitteschön, einen "Tierlehrer"!
>
"Tierlehrer" passt ja auch prima zur "Hundeschule".

Detlef

Helmut Richter

unread,
Sep 11, 2017, 6:27:43 AM9/11/17
to
Am 11.09.2017 um 11:41 schrieb Ralf Joerres:

> Die scheinen mitzulesen, findet sich jetzt nur noch in der
> Versionsgeschichte. Man muss denen mit ihren nur immer wieder mal auf die Füße treten,
> scheint hier und da zu helfen.

Ich weiß nicht, wer "die" sind, "denen" man auf die Füße treten muss,
und ich sehe auch keinen *generellen* Trend zu "ideologischen
Verquastheiten". In Einzelfällen gibts das natürlich bei Tausenden von
Mitwirkenden, dass da jemand sein privates ideologisches Süppchen kochen
will, aber obwohl ich mich über sowas auch schon geärgert habe, bin ich
vor allem erstaunt, dass es *lange* nicht so schlimm ist, wie man
normalerweise befürchten sollte.

Und diese Diskussion hier scheint mir das zu unterstreichen. Wenn
generell verlangt wird, NRS-konform zu schreiben, und sich NRS-widrige
Scheußlichkeiten wie "Stellvertretende Vorsitzende" mit großem S
(igitt!) jahrelang halten, kann es mit der Durchsetzung der behaupteten
Ideologie nicht so schlimm sein.

--
Helmut Richter

Ralf Joerres

unread,
Sep 11, 2017, 7:37:53 AM9/11/17
to
'Die' sind die Wikipedia-Macher. Ich kann mich täuschen, aber ich meine
in der dt. Wikipedia einen gewissen Hang zu politischer Korrektheit zu
beobachten. Ich würde das nicht als 'ideologisches Süppchen kochen'
bezeichnen, beziehungsweise: *Eine* Bedeutung von 'ideologisch' ist die
eines Kampfbegriffs und einer Abwehr- und Abwertvokabel gegen eine
Weltsicht, die andere Wertmaßstäbe anlegt als der Mainstream oder als
die vom jeweiligen Nutzer des Wortes 'ideologisch' geteilte Weltsicht.
Dieses 'ideologisch' meint: 'schlecht, weil voreingenommen' und beruft
sich auf eine propagandistisch verbreitete Bedeutungszuschreibung. Ich
kenne das als 'links, sozialistisch, kommunistisch' = 'ideologisch'
= von vornherein falsch.

Eine andere Bedeutung ist neutraler und meint ein unausweichliches
Bezogen-Sein auf und Gefangen-Sein in einem Wertekontext, der von einer
sozialen Gruppe geteilt wird. In dieser Bedeutung ist jeder Standpunkt
vor allem in der politischen, aber auch in der geisteswissenschaftlichen
Auseinandersetzung 'ideologisch' überformt, und das ist auch nicht zu
verurteilen, sondern notwendigerweise so. Da Wikipedia auch politische,
soziale und geisteswissenschaftliche Themen darstellt, sind diese
Inhalte in diesem Sinne auf die eine oder andere Weise ideologisch
gefärbt.

Aus der Wikipedia wurde am 10. September 2017 die alte Formulierung:

"Der Begriff 'Dompteur' ist mittlerweile veraltet und wird immer
seltener gebraucht. Stattdessen bezeichnet man einen Dompteur heute
eher schlicht als 'Tierlehrer'"

entfernt und ersetzt durch:

"Weitergefasst ist der Begriff des Tierlehrers, der auch Dresseure
und Dressuren z.B. für Filmaufnahmen, Polizei, Blindenhunde u.ä.
umfasst."

( https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dompteur&type=revision&diff=168948579&oldid=162549957 )

Nun mag sich jeder seine Gedanken dazu machen, was sowohl den
ursprünglichen Autoren zu seiner ursprünglichen Formulierung als
auch den Redigierer zu seiner Textänderung veranlasst haben mag.

Gruß Ralf Joerres

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 11, 2017, 7:59:14 AM9/11/17
to
Am 11.09.2017 um 13:37 schrieb Ralf Joerres:
>
> [..] Da Wikipedia auch politische,
> soziale und geisteswissenschaftliche Themen darstellt, sind diese
> Inhalte in diesem Sinne auf die eine oder andere Weise ideologisch
> gefärbt.
> [..]
> Nun mag sich jeder seine Gedanken dazu machen, was sowohl den
> ursprünglichen Autoren zu seiner ursprünglichen Formulierung als
> auch den Redigierer zu seiner Textänderung veranlasst haben mag.
>

Ganz abgesehen davon, daß die neuerliche Behauptung in der Wiki,
so werde verfahren, nur einem Wunsch, aber nicht den Tatsachen
entspricht.
--
j/\a

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 11, 2017, 8:04:44 AM9/11/17
to
Moin,

Am Sonntag, 10. September 2017 19:40:16 UTC+2 schrieb Sergio Gatti:

> Damit wir auch mal über die deutsche Sprache diskutieren:
> Wer bevorzugt die erste und wer die zweite Form
> 1. Vater von zwei ehemaligen Gymnasiasten
> 2. vater zweier ehemaliger Gymnasiasten
> a) mündlich,
> b) schriftlich?

Form 2 verwende ich definitiv nicht schriftlich,
aus gutem Grund.

Gruß, ULF

Diedrich Ehlerding

unread,
Sep 11, 2017, 2:35:43 PM9/11/17
to
Ralf Joerres meinte:

> Nun mag sich jeder seine Gedanken dazu machen, was sowohl den
> ursprünglichen Autoren zu seiner ursprünglichen Formulierung als
> auch den Redigierer zu seiner Textänderung veranlasst haben mag.

<getrockneteWeinbeerenausscheid>
Ich plädiere hier für die Deklination "den ursprünglichen Autor", nicht
"den Autoren". Oder aber, wenn du den Plural meinst, für "... zu ihrer
ursprünglichen Formulierung".
</>
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