z.B.
Er hat sich bereits betreffend die Unterlagen erkundigt. oder
Er hat sich bereits betreffend der Unterlagen erkundigt.
Betreffend die Tatsache hat sie sich schon abgefunden. oder
Betreffend der Tatsache hat sie sich schon abgefunden.
Betreffend den Umstand hat es keine Aenderung gegeben. oder
Betreffend des Umstandes hat es keine Aenderung gegeben.
ich behaupte den 4. Fall (akkusativ)! aber es scheinen immer welche
anderer Meinung zu sein....
- nach betreffend steht Genitiv
betreffend + Genitiv: betreffend des Umstandes
- vor betreffend steht Akkusativ:
Akkusativ + betreffend: den Umstand betreffend
Lars
> keinen. "Betreffend" kannst Du allenfalls nachstellen,
> davor setzt man dann Akkusativ.
> "Ich hatte eine Unterredung mit meinem Chef, meine Beförderung betreffend.
Ich hoffe, sie ist gut verlaufen. *g*
>>z.B.
>>Er hat sich bereits betreffend die Unterlagen erkundigt. oder
>>Er hat sich bereits betreffend der Unterlagen erkundigt.
> Ich halte beide Sätze für nicht richtig.
Unter gewissen Umständen, nämlich im Falle komplexer NGs oder
einer Aufzählung von NGs als Akkusativobjekte, wandern diese
hinter die Verbform:
"Er erkundigte sich(,) betreffend die Art, Anzahl und Ausstattung
der Geräte." So etwa. Daher möglicherweise die Verwirrung.
> "Er hat sich _betreffs_ der Unterlagen erkundigt."
>>Ich behaupte den 4. Fall (akkusativ)! aber es scheinen immer welche
>>anderer Meinung zu sein ...
Klar. In dieser Hinsicht sind die Linguisten so schlimm wie die
Juristen. Zwei Linguisten, drei Meinungen, vier Theorien, fünf
Terminologien.
> "Betreffend" ist keine Präposition, also ist die Frage als solche nicht
> richtig gestellt.
Diese Aussage erscheint mir, den Wahrheitsgehalt betreffend,
nach einiger Überlegung zutreffend.
Grüße
F.
Nun, betreffend deines Postings muß ich doch anmerken:
Mittlerweile ist es wohl doch eine Präposition, da es ja oft als solche
verwendet wird. Sei es, weil es mit "betreffs" verwechselt wird oder warum
auch immer.
Lars
> Martin Gerdes schrieb:
>> "Betreffend" kannst Du allenfalls nachstellen,
>> davor setzt man dann Akkusativ.
>
> Unter gewissen Umständen, nämlich im Falle komplexer NGs oder
> einer Aufzählung von NGs als Akkusativobjekte, wandern diese
> hinter die Verbform:
>
> "Er erkundigte sich(,) betreffend die Art, Anzahl und Ausstattung
> der Geräte." So etwa. Daher möglicherweise die Verwirrung.
Auch hier würde ich korrigieren und mich auch sonst Martin anschließen.
| Er erkundigte sich, die Art, Anzahl und Ausstattung der Geräte
| betreffend.
Umgedreht klingt's in meinen Ohren fürchterlich.
--
*Multitasking* /v./ Screwing up several things at once
>>>"Betreffend" kannst Du allenfalls nachstellen,
>>>davor setzt man dann Akkusativ.
>>Unter gewissen Umständen, nämlich im Falle komplexer NGs oder
>>einer Aufzählung von NGs als Akkusativobjekte, wandern diese
>>hinter die Verbform:
>>"Er erkundigte sich(,) betreffend die Art, Anzahl und Ausstattung
>>der Geräte." So etwa. Daher möglicherweise die Verwirrung.
> Auch hier würde ich korrigieren und mich auch sonst Martin anschließen.
Dem widerspreche ich nicht. Ich hätte sagen sollen: "wandern
.. schon mal" Jedenfalls habe ich es gelegentlich in o.g.
Reihenfolge gehört, sogar in Vorträgen /Vorlesungen.
> Umgedreht klingt's in meinen Ohren fürchterlich.
Nun, meine Schmerzschwelle liegt da offenbar etwas höher.
Aber Du hast recht, als Quasi-Präposition vorangestellt ist
es eher die Ausnahme, aus dem erwähnten Grunde.
Ich stelle mir grade die Frage, ob guter Stil etwas damit
zu tun haben könnte, dass die Vertrautheitserwartungen der
Hörerschaft hinsichtlich Grammatik und Vokabular bedient
werden.
F.
Betreffend dessen gugeln wir mal:
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 47.700 für "betreffs des".
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 95.200 für "betreffend des".
> Das machts allerdings noch längst nicht richtig.
Hmm, wer oder was machts denn richtig?
Lars
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 428.000 für "betreffend der".
Und mal was ganz anderes:
Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 50.900 für "betreffend dem"
Klingt auch nicht falsch.
>>> Das machts allerdings noch längst nicht richtig.
>
>> Hmm, wer oder was machts denn richtig?
>
> Interessante Frage. Was bleibt von der empirischen
> Sprachwissenschaft, wenn immer mehr Leuten Word den Griffel führt?
Daß Word daran schuld sei, glaube ich nicht. Die Word-Grammatikprüfung ist auf deiner Seite und moniert sowohl "betreffend dem" als
auch "betreffend des".
MUSEN ist der Genitiv nicht falsch, schmerzt der Dativ nicht im Ohr, klingt der Akkusativ aber merkwürdig, obwohl der doch richtig
sein soll.
Na gut, MUSEN endet das Wörtchen "eben" auch auf D und MUSEN würde am liebsten den Unterschied zw. daß und das abschaffen.
Lars
--
"Einer der erfolgreichsten 'Braesickes' der Geschichte hieß z.B. Karl
Marx." (Skandalos in dspm)
> Martin Gerdes schrieb:
>> So langsam wärs mal ein "Law": "Für jeden Fehler und jede
>> Sprachtorheit verzeichnet Google mindestens einen Treffer."
>
> Betreffend dessen gugeln wir mal:
> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 47.700 für "betreffs des".
> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 95.200 für "betreffend des".
Wow! Und die geben mir alle ein flaues Gefühl, auch nach der Lektüre von
mehreren Dutzend. Was MUSE noch akzeptiert, sind Wendungen ohne Artikel
in "undeklinierter" Form:
| Vorlage an den Landrat betreffend Nachrücken in den Landrat
>> Das machts allerdings noch längst nicht richtig.
>
> Hmm, wer oder was machts denn richtig?
Richtig richtig, also guter Stil, wird es erst, wenn es von vielen
Sprachprofis so benutzt wird; aber richtig falsch kann man es angesichts
obiger Zahl nur noch mit Mühe nennen.
--
Q: What do computer engineers use for birth control?
A: Their personalities.
> Ich stelle mir grade die Frage, ob guter Stil etwas damit
> zu tun haben könnte, dass die Vertrautheitserwartungen der
> Hörerschaft hinsichtlich Grammatik und Vokabular bedient
> werden.
Natürlich. Sogar "korrektes Deutsch" hat damit viel zu tun.
Daß es deshalb dennoch nicht beliebig ist, das ist das Wunder der
Sprache.
--
Microsoft designed a user-friendly car:
instead of the oil, alternator, gas and engine
warning lights it has just one: "General Car Fault"
> * Lars Braesicke wrote:
>
> > Martin Gerdes schrieb:
> >> So langsam wärs mal ein "Law": "Für jeden Fehler und jede
> >> Sprachtorheit verzeichnet Google mindestens einen Treffer."
> >
> > Betreffend dessen gugeln wir mal:
> > Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 47.700 für "betreffs des".
> > Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 95.200 für "betreffend des".
>
> Wow! Und die geben mir alle ein flaues Gefühl, ...
Warum alle? "betreffs des ..." ist doch richtig.
--
Yvonne Steiner
Die nicht. Alle mit "betreffend des". Alle, die ich gelesen habe.
--
Pentiums melt in your PC, not in your hand.
>>> Betreffend dessen gugeln wir mal:
>>> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 47.700 für "betreffs des".
>>> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 95.200 für "betreffend des".
>>
>> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 2.070.000 für "betreffend die".
>> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 800.000 für "betreffend den".
>
> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 428.000 für "betreffend der".
> Und mal was ganz anderes:
> Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 50.900 für "betreffend dem"
Hm. Wie zuverlässig sind diese Fundstellen-Zahlen? Kann mit
Sicherheit ausgeschlossen werden, dass keine Phrasengrenze
dazwischen liegt? In den meisten Fällen gehört wohl ein
Komma dazwischen, aber ob das stets korrekt gesetzt wurde...
Frank, der die Aussagekraft /betreffend die/ Ergebnisse anzweifelt
> Kann mit
> Sicherheit ausgeschlossen werden, dass keine Phrasengrenze
> dazwischen liegt?
^
Es war wohl schon zu spät am Abend. Zweimal Verneinung ist keine.
Streiche 'k' in 'keine'.
Gute Nacht.
Frinkrid
"Betreffs" dreht mir in jeder denkbaren und undenkbaren Verwendung den
Magen um. Ok, als Genitiv von "Betreff" lasse ich's mir noch gefallen.
Noch 'ne Alternative: "bezüglich".
Kai
--
http://www.westfalen.de/private/khms/
"... by God I *KNOW* what this network is for, and you can't have it."
- Russ Allbery (r...@stanford.edu)
> Na gut, MUSEN endet das Wörtchen "eben" auch auf D und MUSEN würde am
> liebsten den Unterschied zw. daß und das abschaffen.
Wogegen ich noch nie verstanden habe, warum Leute mit das-daß Probleme
haben - die Unterscheidung ist doch extrem einfach (und kommt häufig genug
vor, daß man auch nicht aus der Übung sein kann)!
Mit Auslautverhärtung, selbstverständlich, die ich natürlich nicht schreibe.
> Sag DUSE mal, es soll sich gelegentlich umgewöhnen. Hierzustadt heißt
> das "ehmt" (und nur so).
Meine Aussprache von "ebend" ist zumeist auch [e:mt]. Nur bin ich ja gebildet und schreibe natürlich "ebend", bestenfalls "ebendt".
>> und MUSEN würde am liebsten den Unterschied zw. daß und das
>> abschaffen.
>
> Du bist ja ein Revoluzzer! Daß haben sich nichtmal die Deformer
> getraut.
Ebendt!
Lars
> * Frank Husel wrote:
> > "Er erkundigte sich(,) betreffend die Art, Anzahl und Ausstattung
> > der Geräte." So etwa. Daher möglicherweise die Verwirrung.
>
> Auch hier würde ich korrigieren und mich auch sonst Martin anschließen.
>
> | Er erkundigte sich, die Art, Anzahl und Ausstattung der Geräte
> | betreffend.
MUSEN ist dieser Satz unvollständig; man erkundigt sich _nach_ etwas.
Wenn "betreffend" unbedingt dastehen muss, dann gelingt mir allerdings
nur diese kompliziert anmutende Formulierung:
Er erkundigte sich nach den Geräten; ihre Art, Anzahl und Ausstattung
betreffend.
Sonst aber geht es auch einfacher und besser:
Er erkundigte sich nach der Art, Anzahl und Ausstattung der Geräte.
Oder auch (regional): Er erkundigte sich über die Art, Anzahl und ..."
--
Yvonne Steiner
> kaih=9wr$BK4...@khms.westfalen.de (Kai Henningsen) schrieb:
>
> >> > Wow! Und die geben mir alle ein flaues Gefühl, ...
>
> >> Warum alle? "betreffs des ..." ist doch richtig.
>
> >"Betreffs" dreht mir in jeder denkbaren und undenkbaren Verwendung den
> >Magen um.
>
> Es hat (wie Dein Vorschlag) einen amtlichen Unterton, den man im
> nichtamtlichen Text haben will oder nicht haben will.
>
> >Ok, als Genitiv von "Betreff" lasse ich's mir noch gefallen.
>
> >Noch 'ne Alternative: "bezüglich".
>
> Das ist genauso amtlich.
>
> "Wegen" könnte man nehmen. Das war mal ein Dativ Plural. :-)
"wg." hat auch einen schlechten Ruf bekommen ...