Leider finde ich das Verb "unterkringeln" nicht im Duden. Dann ist es wohl
ein Fehler, es in einem Deutsch-Aufsatz zu verwenden, nehme ich an.
Ich habe die korrekten Ausdrücke nun im Duden gefunden:
* unterringeln und unterschlängeln
Was dennoch verwundert:
Laut Google ist "unterkringeln" das bekannteste der drei Wörter.
Eine Frage habe ich nicht, aber vielleicht weiss jemand von den
Deutsch-Profis hier noch etwas dazu.
${greetings}
Daniel Gutekunst
> Leider finde ich das Verb "unterkringeln" nicht im Duden.
/Holzscheibe/, /grüngescheckt/, /bemutteln/ und /nachhüpfen/ stehen
vermutlich auch nicht drin.
> Dann ist es wohl
> ein Fehler, es in einem Deutsch-Aufsatz zu verwenden, nehme ich an.
Wären denn /Holzscheibe/, /grüngescheckt/, /bemutteln/ und /nachhüpfen/
Fehler?
/Kringenln/ steht doch drin (u. a. "zu Kringeln formen"), das kann ich
natürlich auch mit Bleistift- oder Tintenstrichen, und natürlich auch
unter Wörtern. Die Bestandteile und formale Wortbildung sind nicht zu
beanstanden, Sinn und Verständlichkeit sollten sich aus dem Kontext ergeben.
Matthias
--
Es kam mit Napoleon sogar so weit, dass sein erstes Kind sogar ein
Sohn war. Prof. Galletti
* Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de/ *
= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen =
>>Leider finde ich das Verb "unterkringeln" nicht im Duden.
>
> Findest Du das Wort: "Mülleimerdeckel" im Duden?
Da ist ja wohl ein kleiner Unterschied. Während "Müll-
eimerdeckel" eine naheliegende Zusammensetzung aus
Müll, Eimer und Deckel ist, deren Sinn sich genau aus
dieser Wortzusammensetzung ergibt, ist "unterkringeln"
ein Wort mit eigenem Sinn.
"Kringeln" kenne ich in mehreren Verwendungen, nicht
aber als eine Schreibtätigkeit.
Der Synonymen-Duden nennt zu "unterstreichen" (->
markieren): unterstreichen, unterschlängeln, unterringeln
Für mich käme unterkringeln in einer Prioritätenfolge
gleich nach unterstreichen. Die Wörter unterschlängeln,
unterringeln sind mir natürlich verständlich, aber nicht
geläufig (weder aktiv noch passiv).
Übrigens:
http://wortschatz.informatik.uni-leipzig.de/index.html
unterstreichen, Anzahl: 2144, Häufigkeitsklasse: 13, Google: 1.950.000
unterkringeln, keine Ergebnisse, Google: 28
unterringeln, Anzahl: 2, Häufigkeitsklasse: 22, Google: 26
unterschlängeln, keine Ergebnisse, Google: 22
Obwohl es eigentlich überraschend wäre, ist das Wort
vielleicht doch übersehen worden? Der OP kann sich
ja mal bei der Dudenredaktion erkundigen und uns die
Antwort wissen lassen.
UH
"Maschendrahtzaun", "Handschuhmacherin" und "Nierenbeckenentzündung"
stehen aber auch im Duden. :-)
> ist "unterkringeln" ein Wort mit eigenem Sinn.
Wenn man "kringeln" als "mit Kringeln (gekringelten Linien) versehen"
versteht, dann kann man den Sinn auch ableiten.
Aber der "Mülleimerdeckel" wurde ja deshalb erwähnt, weil der OP
anscheinend glaubte, daß man nur Wörter in einem Aufsatz verwenden
dürfe, die im Duden stehen.
> "Kringeln" kenne ich in mehreren Verwendungen, nicht
> aber als eine Schreibtätigkeit.
>
> Der Synonymen-Duden nennt zu "unterstreichen" (->
> markieren): unterstreichen, unterschlängeln, unterringeln
Immerhin steht im Synonymenduden (2. Aufl. 1986) unter dem Stichwort
"markieren" auch "einkringeln" und "umkringeln".
Schöne Grüße,
Wolf
> Du bist also ernsthaft der Auffassung, daß man sich die Bedeutung des
> Wortes "unterkringeln" nicht aus den Bestandteilen erschließen kann?
Ich bin derAuffassung, das ich Wörter wie "Mülleimerdeckel"
oder "Donaudampfschifffaahrtskapitän" jederzeit selbst kon-
struieren kann. Das Wort "unterkringeln" ist ein Wort mit
eigenem Sinn, den man zwar versteht, wenn der Kontext be-
kanant ist (sonst wohl eher nicht, wenn man das Wort nicht
bereits kennt). Vor allem aber gibt es m.E. keine allgemeine
Wortbildungsregel, nach der dies Wort frei gebildet wird (wie
beim "Donaudampfschifffaahrtskapitän").
UH
> ${hello}
>
> Leider finde ich das Verb "unterkringeln" nicht im Duden.
Ich auch nicht.
> Dann ist es wohl
> ein Fehler, es in einem Deutsch-Aufsatz zu verwenden, nehme ich an.
Nicht unbedingt.
> Ich habe die korrekten Ausdrücke nun im Duden gefunden:
> * unterringeln und unterschlängeln
Ah. Die kenne ich alle ebensowenig wie unterkringeln.
> Was dennoch verwundert:
> Laut Google ist "unterkringeln" das bekannteste der drei Wörter.
Google ist eben wahrer als der Duden. Obwohl: Die 28 Fundstellen sind nicht
gerade berauschend viel.
> Eine Frage habe ich nicht, ...
Aber ich: Heißt es "Max hat das falsche Wort untergekringelt" oder "Max hat
das richtige Wort unterkringelt"?
P. W.
--
Latinitatem colamus!
> Man kann einen Griffel auch zu Stummel spitzen.
Hat man ihn dann stummelgespitzt oder spitzgestummelt?
Respektive gestummelspitzt oder gespitzstummelt?
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie..."
(Prof. Schießle, FH Aalen)
Das wundert mich nicht, denn es ist unsinnig. Volkssprech.
Dann ist es wohl
> ein Fehler, es in einem Deutsch-Aufsatz zu verwenden, nehme ich an.
Als Tugend kann ich's mir schwer vorstellen, aber gleich einen Fehler zu
vermuten - kommt drauf an, was damit ausgedrückt werden soll, vielleicht
ein Beispiel für Volkssprech?
> Ich habe die korrekten Ausdrücke nun im Duden gefunden:
> * unterringeln und unterschlängeln
Die sind auch sinnvoller für den vermutlich gemeinten Sachverhalt, da
bei Lesern/Korrektoren in Gebrauch und vor allem praktikabel.
> Was dennoch verwundert:
> Laut Google ist "unterkringeln" das bekannteste der drei Wörter.
Google ist die Fundgrube für Sprach-Folklore. Daß ein Wort da vorkommt,
heißt nur, daß es Leute gibt, die es benutzen, aber nicht zugleich, daß
das Wort auch vernünftig wäre.
> Eine Frage habe ich nicht, aber vielleicht weiss jemand von den
> Deutsch-Profis hier noch etwas dazu.
Was ist ein Kringel? Ein mehr oder meist weniger rundes Gebilde. Man
kann's getrost *rundlich* nennen. Von mir aus eine gebogene Linie, deren
Anfang und Ende zusammenfallen; je handschriftlicher man sowas hinfetzt,
desto ungefährer ist das Zusammentreffen natürlich nur.
Aber malt man sowas *unter* ein Wort? Doch allenfalls drumrum.
"Umkringeln" wär also eine sinnvolle Möglichkeit der Wortmarkierung und
daher auch eine brauchbare Vokabel. Fürs *Unter*kringeln" ist zwischen
den Zeilen ohnehin selten Platz. Ich jedenfalls hab noch nie ein
*unter*kringeltes Wort gesehen.
>
> ${greetings}
>
> Daniel Gutekunst
Gruß, Rosabel
--
To reply, remove furry animal.
Deinen Nachnamen finde ich auch nicht im Duden, also paß auf, daß Du ihn
nicht aufs Papier bringst, das würde Dir auch als Fehler angestrichen.
--
bli
> Wenn man "kringeln" als "mit Kringeln (gekringelten Linien) versehen"
> versteht, dann kann man den Sinn auch ableiten.
Die Frage ist, was sind "gekringelte Linien", da "Kringel" kleine
Kreise sind:
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
/Abb. 1: gekringelte Linie (IMHO)/
> Aber der "Mülleimerdeckel" wurde ja deshalb erwähnt, weil der OP
> anscheinend glaubte, daß man nur Wörter in einem Aufsatz verwenden
> dürfe, die im Duden stehen.
>
>> "Kringeln" kenne ich in mehreren Verwendungen, nicht
>> aber als eine Schreibtätigkeit.
>>
>> Der Synonymen-Duden nennt zu "unterstreichen" (->
>> markieren): unterstreichen, unterschlängeln, unterringeln
>
> Immerhin steht im Synonymenduden (2. Aufl. 1986) unter dem Stichwort
> "markieren" auch "einkringeln" und "umkringeln".
Damit ist MUSEN gemeint, eine annähernd ellipsoide Strichmarkierung
um das betreffende Objekt zu machen, die aber in der Regel nicht
aus einer Schlangenlinie besteht.
Gruß
Andreas
o o o o
> Obwohl es eigentlich überraschend wäre, ist das Wort
> vielleicht doch übersehen worden?
Die Leipziger haben es übersehen; die Verbform "unterkringelt" haben sie
nämlich aufgeführt.
Auch ein unleserlicher Schriftzug (z. B. bei einer Unterschrift) wird
umgangssprachlich als Kringel bezeichnet. Damit ist irgendein
gebogener Schnörkel gemeint, aber in der Regel sicherlich kein
geschlossener Kreis.
Für "gekringelte/gekringeltes/gekringelten/gekringeltem" findet man
etliche Fundstellen im Netz, die ebenfalls zeigen, daß damit
keineswegs immer kleine Kreise gemeint sind.
Schöne Grüße,
Wolf
Ob unter- oder überkringelt. Es denk nun an
unter- und überkanditelt, das Wort find ich auch nicht.
Ob das alles mit Torte, Zucker und Backen zu tun hat?
>> Wenn man "kringeln" als "mit Kringeln (gekringelten Linien)
>> versehen" versteht, dann kann man den Sinn auch ableiten.
>
> Die Frage ist, was sind "gekringelte Linien",
> da "Kringel" kleine Kreise sind:
>
> o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
> /Abb. 1: gekringelte Linie (IMHO)/
Ich fand noch einige weitere Varianten. :-)
∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞
/Abb. 1(a): gekringelte Linie (Var. 1)/
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
/Abb. 1(b): gekringelte Linie (Var. 2)/
≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈≈
/Abb. 1(c): gekringelte Linie (Var. 3)/
ººººººººººººººººººººººººººººººººººººººººººººº
/Abb. 1(d): gekringelte Linie (Var. 4)/
@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@
/Abb. 1(e): gekringelte Linie (Var. 5)/
∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂∂
/Abb. 1(f): gekringelte Linie (Var. 6)/
ΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩΩ
/Abb. 1(g): gekringelte Linie (Var. 7)/
®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®
/Abb. 1(f): gekringelte Linie (Var. 8)/
©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©©
/Abb. 1(i): gekringelte Linie (Var. 9)/
>>> Der Synonymen-Duden nennt zu "unterstreichen" (->
>>> markieren): unterstreichen, unterschlängeln, unterringeln
>>
>> Immerhin steht im Synonymenduden (2. Aufl. 1986) unter dem Stichwort
>> "markieren" auch "einkringeln" und "umkringeln".
>
> Damit ist MUSEN gemeint, eine annähernd ellipsoide Strichmarkierung
> um das betreffende Objekt zu machen, die aber in der Regel nicht
> aus einer Schlangenlinie besteht.
Ausgehen von dem *Kreiskringel* (Abb. 1) könnten manche den/die
*Brezelkringel* (Abb. 1a) ebenfalls noch als Krinkel bezeichnen. Ich
denke hierbei an die Urform Brezel (als essbares Produkt) mit seinem
typischen Aussehen. Natürlich gelingt es nicht jedem Zuckerb_e_cker
die Form zu kopieren, weswegen auch andere Formen noch unter der
Bezeichnung Brezel firmieren.
http://www.speyer.de/de/tourist/pics/brezel.jpg
(BTW: Ich fand kein Wappen dieser Stadt, in der die Brezel schon seit
"tausenden" von Jahren enthalten sein soll! ;-( )
Eine kullinarische Variante des Brezelkringels, der *Simitkringel*
http://www.bleublancturc.com/images/Simit.jpg
und auf der
http://www.bleublancturc.com/auteurs.htm
Seite könnte man den Paten der Abb. 1b erkennen, der *Croissantkringel*
Abb 1c ist eine Form, die mehr saettigt.
Für Varianten 4-9 fand ich keine kullinaischen Pendants. Es könnte sich
um verunglückte Nachahmungen handeln. lol
cj, immer noch eine vollstaendige Kringeldokumentation suchend
(natürlich höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügend).
--
Das waren _nur_ die "analogen" Kringel. Digital wird('s) endlos
∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆
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und dann (gar) noch andere Schriften...
> "Mülleimerdeckel" ist ein Kompositum bestehend aus zwei Substantiva;
In Deutschunterricht ist Martin sehr interessiert, auch über den bloßen
Unterrichtsstoff hinaus. Er sollte wenigstens einen Teil dieses Eifer
auf den Mathematikunterricht verwenden ... ;o)
> "Mülleimerdeckel" ist ein Kompositum bestehend aus zwei Substantiva;
In Deutschunterricht ist Martin sehr interessiert, auch über den bloßen
Unterrichtsstoff hinaus. Er sollte wenigstens einen Teil dieses Eifers
> Das Kompositum "Mülleimerdeckel" ist aus "Mülleimer" und
> "Deckel" gebildet.
Das Bestimmungswort "Mülleimer" ist ein Kompositum, das wiederum aus
zwei Substantiven besteht. Aus wievielen Substantiven besteht denn
Busbahnhofabfahrtstafel? MUSEN: Auch wenn das Kompositum aus zwei
Bestandteilen gebildet ist, die zwar (wie auch das Ungetüm selbst)
Substantive sind, enthält das Ungetüm /insgesamt/ fünf Substantive.
Oder, um mal auf die Mathematik zu kommen:
*Dass eine Zigarettenschachtel eine Zigarette enthält*,
- bedeutet sprachlich, dass sie genau eine Zigarette enthält.
- bedeutet mathematisch, dass sie mindestens eine Zigarette enthält.
So gesehen enthält Busbahnhofabfahrtstafel ohne Zweifel ein,
zwei und auch drei Substantive.
So gesehen ziehe ich jetzto alle Zweifel an Martins mathemtischen
Fähigkeiten zurück.
"Mülleimerdeckel" ist ein Dekompositum. :)
Schöne Grüße,
Wolf
Nein, "Busbahnhofabfahrtstafel" enthält:
"Tafel",
"Fahrt",
"Abfahrt",
"Abfahrtstafel",
"Bus",
"Bahn",
"Hof",
"Bahnhof",
"Busbahnhof".
Also neun Substantive.
:-)
Lukas
> Matthias Opatz <spam-f...@onlinehome.de> writes:
>>>"Mülleimerdeckel" ist ein Kompositum bestehend aus zwei Substantiva;
>>In Deutschunterricht ist Martin sehr interessiert,
>
> Das Kompositum "Mülleimerdeckel" ist aus "Mülleimer" und
> "Deckel" gebildet.
Sicher, daß es nicht "Müll" und "Eimerdeckel" sind?
>>> Wenn man "kringeln" als "mit Kringeln (gekringelten Linien)
>>> versehen" versteht, dann kann man den Sinn auch ableiten.
>>
>> Die Frage ist, was sind "gekringelte Linien", da "Kringel" kleine
>> Kreise sind:
>
> Auch ein unleserlicher Schriftzug (z. B. bei einer Unterschrift) wird
> umgangssprachlich als Kringel bezeichnet.
MUSEN ist das Gekritzel, nicht Gekringel.
> Damit ist irgendein
> gebogener Schnörkel gemeint, aber in der Regel sicherlich kein
> geschlossener Kreis.
DUSEN.
> Für "gekringelte/gekringeltes/gekringelten/gekringeltem" findet man
> etliche Fundstellen im Netz, die ebenfalls zeigen, daß damit
> keineswegs immer kleine Kreise gemeint sind.
Man findet vieles im Netz :-)
Andreas
>>>> "Mülleimerdeckel" ist ein Kompositum bestehend aus zwei
>>>> Substantiva;
>>> In Deutschunterricht ist Martin sehr interessiert,
>>
>> Das Kompositum "Mülleimerdeckel" ist aus "Mülleimer" und
>> "Deckel" gebildet.
>
> Sicher, daß es nicht "Müll" und "Eimerdeckel" sind?
Was ja auch durch das Kompost um-
schrieben gewollt worden sein haette können... :-(
cj
> Eine kullinarische Variante des Brezelkringels, der *Simitkringel*
Auch wenn's beim Kringeln rund geht: Kul"L"inarisch
kommt nicht von "kullern".
:-) Andreas
> An einem Tage dürfen Bürger kostenlos ein Paket verschicken.
> Die Fußballtrainerin Meyer kommt mit zwei kleinen Paketen zum
> Postamt,
[...]
> "/Ein/ Paket! Es ist für sie /ein/ Paket! - Wenn sie nur
> wüßte, daß ich ihr tatsächlich /drei/ Pakete untergeschoben
> habe!" jubelt Tatjana Meyer.
Fragt sich nur, warum ist Tatjana Meyer Fußballtrainerin?
Waren die kleinen Pakete rund?
An'dasrundemußinseckige'dreas
>> Das Kompositum "Mülleimerdeckel" ist aus "Mülleimer" und
>> "Deckel" gebildet.
>
> "Mülleimerdeckel" ist ein Dekompositum. :)
Oder ein Kompostitum.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Ich dachte bisher immer, in den Bauteilen wäre das drin, was draufsteht..." -
"Hast Du wirklich geglaubt, in einem Elko, auf dem SCHALTFEST steht, würde alle
4 Jahre eine wilde Fete laufen?" (K.Nendza und R.Zocholl in de.sci.electronics)
>> Auch ein unleserlicher Schriftzug (z. B. bei einer Unterschrift) wird
>> umgangssprachlich als Kringel bezeichnet.
>
> MUSEN ist das Gekritzel, nicht Gekringel.
Kommt drauf an, ob eher gezickzackt oder gekreiselt.
Gerd
--
Non vitae sed scholae discimus (Seneca)
> Aus wievielen Substantiven besteht denn
> Busbahnhofabfahrtstafel? MUSEN: Auch wenn das Kompositum aus zwei
> Bestandteilen gebildet ist, die zwar (wie auch das Ungetüm selbst)
> Substantive sind, enthält das Ungetüm /insgesamt/ fünf Substantive.
Bus
Busbahnhof
Bahn
Bahnhof
Hof
Abfahrt
Abfahrtstafel
Fahrt
Tafel
Das sind neun tatsächlich enthaltene Substantive. Dazu kommen dann noch
diverse Zufalstreffer (Busbahn, USB, Ahn, Fab, Hofabfahrt, Ahr, STA).
Mit anderen Worten, es ist ziemlich sinnlos, substantivische Komposita
rekursiv zu zerlegen, denn die Bauteile müssen keine Substantive sein.
Im Beispiel ist »Abfahrt« aus Präposition + Substantiv konstruiert. Nach
Deiner die Struktur ignorierenden Logik, hätten wir es also mit einer
Aneinanderreihung eines lateinischen Endungsfragments, vierer
Substantive und einer Präposition zu tun.
Das finde ich ein wenig platt, denn gerade die Struktur ist das
Wesentliche. In aller Regel ist eine Zusammensetzung ein ganz
gewöhnlicher (rekursiver) Zweiwortsatz. Die Busbahnhofsabfahrtstafel
(m. E. immer mit zwei Fugen-S) ist dafür ein sehr gutes Beispiel.
Gerd
--
Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht. (Stoiber)
> Oder, um mal auf die Mathematik zu kommen:
> *Dass eine Zigarettenschachtel eine Zigarette enthält*,
> - bedeutet sprachlich, dass sie genau eine Zigarette enthält.
> - bedeutet mathematisch, dass sie mindestens eine Zigarette enthält.
Die umgangssprachliche Bedeutung hängt von der Betonung ab, meint MUSE.
--
Oliver C.
>>> Für "gekringelte/gekringeltes/gekringelten/gekringeltem" findet man
>>> etliche Fundstellen im Netz, die ebenfalls zeigen, daß damit
>>> keineswegs immer kleine Kreise gemeint sind.
>>
>> Man findet vieles im Netz :-)
>
> Wie wahr.
> Allerdings kann ich mir eine gekringelte Linie durchaus vorstellen.
> Wenn man eine Schlaufe an die nächste hängt, dann entsteht so etwas.
Aber nicht die Schlangenlinie, die hier behauptet
wird.
Gruß
Andreas
>> Allerdings kann ich mir eine gekringelte Linie durchaus vorstellen.
>> Wenn man eine Schlaufe an die nächste hängt, dann entsteht so etwas.
>
> Aber nicht die Schlangenlinie, die hier behauptet
> wird.
http://www.google.de/search?q=kringellinie
Es geht offenbar in fast allen Treffern und die softwaregestützte
Rechtschreibkontrolle bei der elektronischen Textverarbeitung.
Matthias
--
Sixtus V. war bei seiner Ernennung 35 Jahre alt, nachdem er vorher
65 Jahre krank gewesen. Prof. Galletti
In diesem Zusammenhang meint MUSE das nicht. In anderen,
z.B.:
- Ist da noch eine Zigarette drin?
wäre MUSEN eine Betonungsvariante denkbar, die auch
einen Bedeutungsunterschied hinsichtlich der möglichen
Zahl der Zigaretten beinhaltet, unter denen diese Frage
mit Ja zu beantworten wäre :-)
Gruß
Andreas
Wolf dachte wohl an "decomposing composers" (TM)
;-)
Andreas
> http://www.google.de/search?q=kringellinie
>
___
> Es geht offenbar in fast allen Treffern und die softwaregestützte
> Rechtschreibkontrolle bei der elektronischen Textverarbeitung.
Aha, jetzt geht mir der Strich auf (oder ~unter).
Man hatte beim Anstreichen einer Textstelle, aus welchen Gründen auch
immer (s'war vielleicht lustig zu lesen), keine ruhige Hand und ~elt.
Und daher kommt dann auch das "es ist zum ~n"
cj, alles ~logisch
> Also sprach/Thus spake Oliver Cromm:
>> Matthias Opatz meinte:
>>
>>> *Dass eine Zigarettenschachtel eine Zigarette enthält*,
>>> - bedeutet sprachlich, dass sie genau eine Zigarette enthält.
>>> - bedeutet mathematisch, dass sie mindestens eine Zigarette enthält.
>>
>> Die umgangssprachliche Bedeutung hängt von der Betonung ab, meint
>> MUSE.
>
> In diesem Zusammenhang meint MUSE das nicht.
Sicher kommt es auf die genaue Formulierung an. Was ich im Kopf hatte
ist etwa: was ist die richtige Antwort auf
(1) Enthält diese Zigarettenschachtel eine Zigarette?
(mit unbetontem "eine")
[ ] Ja, sogar mehrere
[ ] Nein, mehrere
--
Oliver C.
45n31, 73w34
Temperatur: 25°C (20 June 2005 5:00 PM EDT)
> Rolf Magnus <rama...@t-online.de> writes:
>>>Das Kompositum "Mülleimerdeckel" ist aus "Mülleimer" und
>>>"Deckel" gebildet.
>>Sicher, daß es nicht "Müll" und "Eimerdeckel" sind?
>
> Nein, aber "Mülleimer" ist im Verbund'nen und
> "Eimerdeckel" nicht. - Das ist schon ein Indiz.
Ein weiteres, gerne übersehenes Indiz ist das Nichtvorhandensein von
"Mülldeckel".
--
Oliver C.
45n31, 73w34
Temperatur: 19.6°C (20 June 2005 11:00 AM EDT)
Wenn Du's "überkandidelt" schreibst, dann schon. Aber was soll
eigentlich "unterkandidelt" sein? (Unterzwerche Frage, ich weiß.)
Gruß,
Michael
cj
--
<http://www.pgs.org/archive.asp> mit *Iwwersetzing* :-)
und kolumn(s), ein Fundus aus einer pfälzischen Kolonie.
'Hiwwe wie Driwwe' gibts auch noch...
BTW: überzwerch - 2.300; iwwerzwerch - 209 Treffer (Gedel G00gel)
> Über "kandidelt" gibt das Netz immer
> noch nix g'scheits her. Ich bitte um Aufschub (zu deiner unnerzwerchen
> Frage).
> Ich nehm' mal an, so einfach wird man im www nicht fündig werden. ;-(
Es gibt ja auch noch richtige Bücher - und die auf CD-ROM! Und da findet
sich "überkandidelt" nicht nur bei Dudens, sondern auch in diversen
Langenscheidts (incl. DaF); es scheint also schon einigermaßen
verbreitet zu sein. Zur Etymologie sagt das Duden-Universalwörterbuch:
"zu niederdeutsch kandidel= heiter, lustig, wohl zu lateinisch candidus=
heiter, ->Kandidat".
> 'Iwwerzwerch' hat zwar etwas Eingang in die Ergebnislisten der
> Suchmaschinen gefunden, aber steht immer noch deutlich im Schatten des
> verbastardisierten "überzwerch" mit der tüpüschün Lippenstellung.
:-)
Ja, mich belustigen solche pseudohochdeutschen Verschriftlichungen
wohlbekannter Dialektausdrücke auch immer wieder ...
> Und so wundert es mich auch nicht, dass 'iwwerkondidelt' (ja - besser
> mit "o")
Na, "a" passt für mich schon, aber mit "iwwer" hast Du natürlich Recht.
> und die 'tiefen' Kandidaten (mit "unner", "unter") ebenso (bis
> heute) unauffindbar bleiben.
Was mich - wie beim letzten Mal bereits angedeutet - schon gar nicht
verwundert, weil ich die Wörter auch nie gehört habe.
Gruß,
Michael
http://www.google.de/search?q=kringellinie+word - 22 Treffer
http://www.google.de/search?q=schlangenlinie+word - 183 Treffer
http://www.google.de/search?q=wellenlinie+word - 422 Treffer.
"Wellenlinie" ist das, was die Onlinehilfe von Word 97 verwendet.
Gruß
Andreas
Auf so eine Frage könnte ich jetzt recht unwirsch reagieren,
aber ich bleibe wie immer total wirsch.
Andreas
> "Wellenlinie" ist das, was die Onlinehilfe von Word 97 verwendet.
Das erklärt das häufigere Auftreten dieser Bezeichnung gegenüber anderen
und sagt absolut nichts aus gegen die Verwendung von "Kringellinie" in
derselben Bedeutung.
Eben - wie ich schrub und du nicht mitzitiertest: in der Frageform ist
der Unterschied da.
Gruß
Andreas
> Auf so eine Frage könnte ich jetzt recht unwirsch reagieren,
> aber ich bleibe wie immer total wirsch.
Grimm meint:
| WIRSCH, adj., adv., 'unwillig, zornig, übelgelaunt', wohl als neues
| simplex mit gleichem sinne zu unwirsch
Dudens Universalwörterbuch verbindet es mit /wirr/.
ACK, aus dem Blickwinkel korrekt. Aber mancher Hörer versteht
vielleicht das "zwerch" verquert ups verkehrt ups nicht genau. :-)
cj