On 31.12.2015 15:08, Walter Schmid wrote:
> Im Film von 1931 mit obigem Namen kommt ein Laden vor, über dem
> das Wort "Monatsgarderobe" prangt. Im Schaufenster darunter sieht
> man Kleider mit Preisschildern. Der Ort ist Berlin.
>
> Was könnte eine "Monatsgarderobe" denn genau sein?
| Sehr begehrt war Monatsgarderobe, abgelegte Anzüge von Kavalieren,
| die auf elegante und hochmoderne Kleidung abonniert waren.
|
(Paul Weiglin, "Berlin im Glanz: Bilderbuch der Reichshauptstadt von
1888 bis 1918", S. 93 (nach Google-Books).)
| In Breslau sind einige Straßen zwischen Oder und Ring mit derartigen
| Geschäften stark besetzt. Neben alten Sachen führen manche auch
| Arbeitergarderobe. Alte Uniformen, von Soldaten nach der Dienstzeit
| verkauft, und Offiziersequipierungen bilden die Zugstücke im
| Schaufenster. Der Kundenkreis dieser Geschäfte besteht aus den
| schlechtest gelohnten Arbeitern. Die zusammengekauften Sachen werden
| durch Flickschneider oft erst in einen verkaufsfähigen Zustand
| gebracht. Nur gut erhaltene Sachen, sogenannte Monatsgarderobe, d. h.
| im feinen Maßgeschäft hergestellte und nur kurze Zeit von feinen
| Leuten getragene Kleider, werden verkauft, wie sie eingekauft werden.
|
(Dr. August Winter, "Das Schneidergewerbe in Breslau", Schriften des
Vereins für Socialpolitik, LXVIII. Untersuchungen über die Lage des
Handwerks in Deutschland. Siebenter Band. Königreich Preußen. Dritter
Teil. Leipzig, 1896, S. 32.)
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Steve
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