Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

"behaken" oder "beharken"?

209 views
Skip to first unread message

Gunhild Simon

unread,
Sep 18, 2019, 4:34:36 AM9/18/19
to
Ich hatte immer, wenn ich von "sich beha(r)ken gehörthabe,
mir vprgestellt, es gehe - oder ginge - darum, sich in
seinen Meinungen ineinander zu "verhaken", also ohne
Geschmeidigkeit und Konsenswilligkeit einander zu begegnen.
Dann habe ich mich belehren lassen, es gehe darum, einander
wie mit Harken zu begegnen. Daher die Schreibweise mit "r",
"beharken".
...weswegen die beiden sich jetzt auch öffentlich behaken."
so gelesen im gestrigen ZEIT-Magazin- online
http://newsletterversand.zeit.de/ov?mailing=3J73AKNX-J4ZWK&m2u=3J7V1PRE-3J73AKNX-OWGFHN&wt_zmc=nl.int.zonaudev.zeit_online_zeitmagazinnewsletter_zmo_newsletter_190917.nl_ref.zeitde.bildtext.link.20190917&utm_medium=nl&utm_campaign=nl_ref&utm_content=zeitde_bildtext_link_20190917&utm_source=zeit_online_zeitmagazinnewsletter_zmo_newsletter_190917_zonaudev_int

Geht beides? Oder nur eins von beiden?
Was meint Ihr?

fragt Gunhild

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 18, 2019, 4:58:36 AM9/18/19
to
Die besseren Quellen von Ludwig Tieck bis Volker Braun gibt es für
"beharken".
https://www.google.com/search?q=%22beharken%22&tbm=bks&tbs=cdr:1,cd_min:1944,cd_max:1998&lr=lang_de

Ich erkenne hinter dem Wort immer eine Furie, die ihrem Opfer mit
den Fingernägeln der gespreizten Hand über das Gesicht harkt.
--
j/\a

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 18, 2019, 5:41:46 AM9/18/19
to
Am Wed, 18 Sep 2019 01:34:35 -0700 (PDT) schrieb Gunhild Simon:

> Ich hatte immer, wenn ich von "sich beha(r)ken gehörthabe,
> mir vprgestellt, es gehe - oder ginge - darum, sich in
> seinen Meinungen ineinander zu "verhaken", also ohne
> Geschmeidigkeit und Konsenswilligkeit einander zu begegnen.
> Dann habe ich mich belehren lassen, es gehe darum, einander
> wie mit Harken zu begegnen. Daher die Schreibweise mit "r",
> "beharken".

Ich kenne nur "beharken", und das eigentlich nur aus dem militärischen
Kontext. Angreifende Truppen werden mit dem MG beharkt.

Sowie eine Harke enge Furchen in ein Beet zieht, so zieht das
Maschinengewehr mit seinen Kugeln Schneisen der Verwüstung in die
feindlichen Reihen.

Ich vermute die Wortherkunft im 1.Weltkrieg, als diese Art der
Kriegsführung "in Mode" kam. Vermutlich findet man es bei Remarque ("Im
Westen nichts Neues") und bei Ernst Jünger ("In Stahlgewittern").

Grüße,

Frank

Ewald Pfau

unread,
Sep 18, 2019, 5:51:40 AM9/18/19
to
Gunhild Simon <gunhil...@yahoo.de>:

> Ich hatte immer, wenn ich von "sich beha(r)ken gehörthabe,
> mir vprgestellt, es gehe - oder ginge - darum, sich in
> seinen Meinungen ineinander zu "verhaken", also ohne
> Geschmeidigkeit und Konsenswilligkeit einander zu begegnen.
> Dann habe ich mich belehren lassen, es gehe darum, einander
> wie mit Harken zu begegnen. Daher die Schreibweise mit "r",
> "beharken".

ver-x ist nicht be-x ... und verhaken ist für so einen Fall nur reflexiv
sinnvoll, sich ineinander verhaken, sich einhaken, unterhaken. Behaken kenne
ich aber nicht, was soll das sein? Hoffnung auf sprachliche Symmetrie?

Hingegen ist beharken im einfachen Sinn transitiv, mit der Harke (mit dem
Rechen) etwas bearbeiten, und wenn es nicht der Acker ist, dann
übertragenerweise ein Kontrahent.

paco

unread,
Sep 18, 2019, 6:39:49 AM9/18/19
to
On Wed, 18 Sep 2019 01:34:35 -0700 (PDT), Gunhild Simon
<gunhil...@yahoo.de> wrote:

> wie mit Harken zu begegnen. Daher die Schreibweise mit "r",
> "beharken".
> ...weswegen die beiden sich jetzt auch öffentlich behaken."

> Geht beides? Oder nur eins von beiden?

Beides geht. Mit Haken und Ösen einander beharken.

Ein Hör- und daraus folgend Schreibfehler ist hingegen:
ein abgekatertes Spiel.

HC Ahlmann

unread,
Sep 18, 2019, 3:20:01 PM9/18/19
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

> Anderes Subthema: Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln. Für mich ist es ein
> himmelweiter Unterschied (sprachlich und sachlich), ob ich etwas
> "abhake" oder "abhacke".

Einige harken auch das Thema ab.

Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Klaus Dahlwitz

unread,
Sep 18, 2019, 3:27:35 PM9/18/19
to
Am 18.09.2019 um 21:19 schrieb HC Ahlmann:
> Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.

Hierzustadt könnte man das "c" in Backen ja noch als Dehnungs-c wie in
der alten Schreibweise für Barmbeck verstehen.

Klaus
--
Reeperbahnen sind Seilbahnen

Klaus Dahlwitz

unread,
Sep 18, 2019, 3:36:38 PM9/18/19
to
Am 18.09.2019 um 21:27 schrieb Klaus Dahlwitz:
> Am 18.09.2019 um 21:19 schrieb HC Ahlmann:
>> Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>
> Hierzustadt könnte man das "c" in Backen ja noch als Dehnungs-c wie in
> der alten Schreibweise für Barmbeck verstehen.

Der bessere Vergleich: das Niederungsgebiet Tiefstack.

Manfred Hoß

unread,
Sep 18, 2019, 4:23:15 PM9/18/19
to
Für mich geht nur "beharken". Zu den Bedeutungen von "beharken" meint
Küppers "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache":

beharken tr

1. jn beschießen. Hergenommen von der Ackerbearbeitung mit der Harke, dem
Karst; von da zur Bedeutung »umpflügen« weiterentwickelt. Sold in beiden
Weltkriegen.

2. jn mit vielen Schlägen oder Boxhieben eindecken. 1920 ff.

3. jm heftig zusetzen; etw nachdrücklich bearbeiten. 1920/30 ff.

4. heftige Fußballstöße ausführen. 1950 ff.
[Wörterbuch: beharken. Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, S. 3103
(vgl. Küpper-WddU, S. 87) (c) Marianne Küpper]

Gruß
Manfred.

Markus Ermert

unread,
Sep 19, 2019, 3:55:17 AM9/19/19
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

>: Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln.

Geht mir genauso. Dito Kücken und Küken.

Ich vermute, es ist sozusagen eine missbräuchliche Variante des
Dehnungs-ck. Von Leuten, die die Haken und Küken zwar nicht so kurz
aussprechen wie die Hacken und Lücken, aber doch kürzer als Warnbaken, die
sie büken.


Markus Ermert

unread,
Sep 19, 2019, 3:58:46 AM9/19/19
to
Markus Ermert <markussp...@gmail.com>

> Ich vermute, es ist sozusagen eine missbräuchliche Variante des
> Dehnungs-ck.

Ich meinte natürlich im Gegenteil das verkürzende c vorm k.



Detlef Meißner

unread,
Sep 19, 2019, 4:03:04 AM9/19/19
to
Markus Ermert schrieb:
> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>
>>> Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln.
>
> Geht mir genauso. Dito Kücken und Küken.

Oder Packet und Paket.

Detlef

--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)

Stefan Schmitz

unread,
Sep 19, 2019, 10:55:01 AM9/19/19
to
Am Donnerstag, 19. September 2019 10:03:04 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:
> Markus Ermert schrieb:
> > Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> >
> >>> Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
> >> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln.
> >
> > Geht mir genauso. Dito Kücken und Küken.
>
> Oder Packet und Paket.

Da kann man immerhin der Ansicht sein, wegen kurzem a gehöre das so.

Detlef Meißner

unread,
Sep 19, 2019, 11:13:37 AM9/19/19
to
Stefan Schmitz schrieb:
"Paket" sprichst du mit kurzem a?

Der Habakuk.

unread,
Sep 19, 2019, 11:18:07 AM9/19/19
to
Am 19.09.2019 um 17:13 schrieb Detlef Meißner:
> Stefan Schmitz schrieb:
>> Am Donnerstag, 19. September 2019 10:03:04 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:
>>> Markus Ermert schrieb:
>>>> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>>>>
>>>>>> Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>>>>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln.
>>>>
>>>> Geht mir genauso. Dito Kücken und Küken.
>>>
>>> Oder Packet und Paket.
>>
>> Da kann man immerhin der Ansicht sein, wegen kurzem a gehöre das so.
>
> "Paket" sprichst du mit kurzem a?
>
> Detlef
>
Jedenfalls kürzer als das e. Aber ich würds trotzdem nicht mit ck
schreiben.

--
*Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!*

Detlef Meißner

unread,
Sep 19, 2019, 1:17:25 PM9/19/19
to
Der Habakuk. schrieb:
> Am 19.09.2019 um 17:13 schrieb Detlef Meißner:
>> Stefan Schmitz schrieb:
>>> Am Donnerstag, 19. September 2019 10:03:04 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:
>>>> Markus Ermert schrieb:
>>>>> Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>>>>>
>>>>>>> Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>>>>>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln.
>>>>>
>>>>> Geht mir genauso. Dito Kücken und Küken.
>>>>
>>>> Oder Packet und Paket.
>>>
>>> Da kann man immerhin der Ansicht sein, wegen kurzem a gehöre das so.
>>
>> "Paket" sprichst du mit kurzem a?
>>
> Jedenfalls kürzer als das e. Aber ich würds trotzdem nicht mit ck schreiben.

Ich spreche es wie Rakete. Allerdings gibt es Leute, die "Rackete"
schreiben (und so heißen).

Manfred Hoß

unread,
Sep 19, 2019, 5:18:48 PM9/19/19
to
"Paket an, damit wir heute noch fertig werden." würdest du sicher nicht
schreiben.

Gruß
Manfred.

Manfred Hoß

unread,
Sep 19, 2019, 5:33:45 PM9/19/19
to
Am 19 Sep 2019 07:55:14 GMT schrieb Markus Ermert:

> Dito Kücken und Küken.

Wie viele hier kennen die Verkleinerungsform von "Küken"?

Gruß
Manfred.

Heinz Lohmann

unread,
Sep 19, 2019, 8:34:21 PM9/19/19
to
Am 19.09.2019 um 23:13 schrieb Detlef Meißner:
>>> Oder Packet und Paket.
>> Da kann man immerhin der Ansicht sein, wegen kurzem a gehöre das so.
> "Paket" sprichst du mit kurzem a?

Du nicht?
Duden 6:
paˈkeːt

--
mfg
Heinz Lohmann
Tamsui, Taiwan

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat. W.B.

Detlef Meißner

unread,
Sep 20, 2019, 2:55:58 AM9/20/19
to
Heinz Lohmann schrieb:
> Am 19.09.2019 um 23:13 schrieb Detlef Meißner:
>>>> Oder Packet und Paket.
>>> Da kann man immerhin der Ansicht sein, wegen kurzem a gehöre das so.
>> "Paket" sprichst du mit kurzem a?
>
> Du nicht?
> Duden 6:
> paˈkeːt

Ich schaue beim Sprechen nicht in den Duden.

Silben:
Pa-ket
Ra-kete
Ha-ken

Diedrich Ehlerding

unread,
Sep 20, 2019, 3:25:20 AM9/20/19
to
Detlef Meißner meinte:


>>> "Paket" sprichst du mit kurzem a?
>>
>> Du nicht?
>> Duden 6:
>> paˈkeːt
>
> Ich schaue beim Sprechen nicht in den Duden.
>
> Silben:
> Pa-ket
> Ra-kete
> Ha-ken

Der wesentliche Unterschied scheint mir in deinen Beispielen zu sein, ,
dass nur im Fall "Haken" die erste Silbe betont ist. Bei unbetonten Silben
fällt es mir schwer, lange und kurze Vokale zu unterscheiden -
tendenziell sind sie aber für mich eher kurz (hat jemand ein Beispiel für
lange unbetonte Vokale?); das a in "Haken" ist aber eindeutig lang (und
das in "hacken" kurz).
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Helmut Richter

unread,
Sep 20, 2019, 3:31:53 AM9/20/19
to
On Thu, 19 Sep 2019, Detlef Meißner wrote:

> Stefan Schmitz schrieb:
> > Am Donnerstag, 19. September 2019 10:03:04 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:
> > > Markus Ermert schrieb:
> > > > Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> > > >
> > > > > > Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
> > > > > Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln.
> > > >
> > > > Geht mir genauso. Dito Kücken und Küken.
> > >
> > > Oder Packet und Paket.
> >
> > Da kann man immerhin der Ansicht sein, wegen kurzem a gehöre das so.

Eigentlich nicht. Die explizite Längenbezeichnung eines Vokals (lang durch
Dehnungs-h oder Doppelvokal, kurz durch anschließenden Doppelkonsonanten,
auch -ck- oder -tz-) gibts fast nur in betonten Silben mit mindestens
einem Nebenton („Bäckerei“). „Packet“ passt da nicht rein.

(Die genannte Regel hat eine systematische Ausnahme bei manchen unbetonten
Nachsilben („Zeugnisse“, „Königinnen“, allerdings nicht „*Königge“.)

> "Paket" sprichst du mit kurzem a?

Ja, aber nicht wegen der Vokalqualität, sondern wegen der fehlenden
Betonung.

--
Helmut Richter

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 20, 2019, 4:08:59 AM9/20/19
to
Am Freitag, 20. September 2019 09:31:53 UTC+2 schrieb Helmut Richter:

> Die explizite Längenbezeichnung eines Vokals (lang durch
> Dehnungs-h oder Doppelvokal, kurz durch anschließenden Doppelkonsonanten,
> auch -ck- oder -tz-) gibts fast nur in betonten Silben mit mindestens
> einem Nebenton („Bäckerei“).

Dazu passen aber schlecht 'lahm', 'kam', 'Kamm'.

Gruß, ULF

Detlef Meißner

unread,
Sep 20, 2019, 4:19:09 AM9/20/19
to
Helmut Richter schrieb:
Betont man Paket auf der ersten Silbe, wird das a kürzer gesprochen,
als wenn man auf der zweiten Silbe betont.

Zwischen kurz und lang gibt es wohl auch noch halblang.

Helmut Richter

unread,
Sep 20, 2019, 4:40:10 AM9/20/19
to
Ja, um es als allgemeingültige Regel darzustellen, müsste man mehr
Sonderfälle explizit ausnehmen, was ich auch schon mal versucht habe, aber
dann wirds lang: https://hhr-m.userweb.mwn.de/de-vowels/

Es gilt auch die umgekehrte Regel: ist die Bezeichnung eines kurzen
betonten Vokals überflüssig, dann unterbleibt sie regelmäßig: „er kannte“
hat sein Doppel-n vom Wortstamm, wo die Vokalkürze bezeichnet werden muss;
ein Wort wie „die *Kannte“ statt „die Kante“ würde aber nicht in die
deutsche Orthografie passen. Auch da gibts Ausnahmen, für die alte
Morphemfugen sorgen wie bei „herrschen“.

Lange betonte Vokale werden dagegen oft überflüssigerweise zweimal
bezeichnet.

--
Helmut Richter

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 20, 2019, 5:01:34 AM9/20/19
to
Am Freitag, 20. September 2019 10:40:10 UTC+2 schrieb Helmut Richter:

> Lange betonte Vokale werden dagegen oft überflüssigerweise zweimal
> bezeichnet.

Bitte am Beispiel des Wortes 'damit' in konjunktionaler und
nichtkonjunktionaler Verwendung?

Gruß, ULF

Detlef Meißner

unread,
Sep 20, 2019, 8:09:04 AM9/20/19
to
Stefan Ram schrieb:
> Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> writes:
>> Duden 6:
>> paˈkeːt
>
> Obwohl ich es in keiner Quelle finde, habe ich das Gefühl
> als spräche ich Paket
>
> paˈkeːt
>
> aber packen
>
> ˈpɐkn̩
>
> mit [ɐ].

Dein Gefühl trügt dich nicht.

Christian Weisgerber

unread,
Sep 20, 2019, 8:30:06 AM9/20/19
to
On 2019-09-19, Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> wrote:

>> Dito Kücken und Küken.
>
> Wie viele hier kennen die Verkleinerungsform von "Küken"?

_Küken_ (direktes Gegenstück zu engl. _chicken_) ist schon eine
Verkleinerungsform. Pfeifer sagt, das niederdeutsche _Küken_ habe
_Küchlein_ verdrängt. Eine wiederum andere Verkleinerungssilbe zeigt
schwedisch _kyckling_.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Heinz Lohmann

unread,
Sep 21, 2019, 12:08:50 AM9/21/19
to
Am 20.09.2019 um 14:55 schrieb Detlef Meißner:
> Heinz Lohmann schrieb:
>> Am 19.09.2019 um 23:13 schrieb Detlef Meißner:
>>>>> Oder Packet und Paket.
>>>> Da kann man immerhin der Ansicht sein, wegen kurzem a gehöre das so.
>>> "Paket" sprichst du mit kurzem a?
>>
>> Du nicht?
>> Duden 6:
>> paˈkeːt
>
> Ich schaue beim Sprechen nicht in den Duden.

<loriot> Ach, was! </loriot>

[...]

> Detlef

Was hörst du denn meistens:
[ˈdɛtlɛf] oder [ˈde:tlɛf]

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 21, 2019, 6:47:27 AM9/21/19
to
Am Freitag, 20. September 2019 14:30:06 UTC+2 schrieb Christian Weisgerber:

> > Wie viele hier kennen die Verkleinerungsform von "Küken"?
>
> _Küken_ (direktes Gegenstück zu engl. _chicken_) ist schon eine
> Verkleinerungsform. Pfeifer sagt, das niederdeutsche _Küken_ habe
> _Küchlein_ verdrängt.

Die seien aber noch nicht komplett ausgestorben:
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCchlein

Gruß, ULF

Manfred Hoß

unread,
Sep 21, 2019, 3:13:27 PM9/21/19
to
Am Fri, 20 Sep 2019 11:33:05 -0000 (UTC) schrieb Christian Weisgerber:

> On 2019-09-19, Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> wrote:
>
>>> Dito Kücken und Küken.
>>
>> Wie viele hier kennen die Verkleinerungsform von "Küken"?
>
> _Küken_ (direktes Gegenstück zu engl. _chicken_) ist schon eine
> Verkleinerungsform. Pfeifer sagt, das niederdeutsche _Küken_ habe
> _Küchlein_ verdrängt. Eine wiederum andere Verkleinerungssilbe zeigt
> schwedisch _kyckling_.

"Küchlein" lernte ich vor Jahrzehnten kennen, als ich Modest Mussorgskis
"Bilder einer Ausstellung" zum ersten Mal hörte. Ein Teil daraus ist das
"Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen". Ein Wörterbuch verriet mir
seinerzeit, Küchlein sei die Verkleinerungsform von Küken.

Gruß
Manfred.

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 21, 2019, 5:53:07 PM9/21/19
to
Am 21.09.2019 um 21:13 schrieb Manfred Hoß:
>
> "Küchlein" lernte ich vor Jahrzehnten kennen, als ich Modest
> Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" zum ersten Mal hörte.
> Ein Teil daraus ist das "Ballett der Küchlein in ihren
> Eierschalen". Ein Wörterbuch verriet mir seinerzeit, Küchlein
> sei die Verkleinerungsform von Küken.

Wiki verrät, das Original heiße "Балет невылупившихся птенцов",
übersetzt "Ballett der unausgeschlüpften Küken".
--
j/\a

Florian Ritter

unread,
Sep 24, 2019, 6:14:53 AM9/24/19
to
Am Mittwoch, 18. September 2019 22:23:15 UTC+2 schrieb Manfred Hoß:
> Am Wed, 18 Sep 2019 01:34:35 -0700 (PDT) schrieb Gunhild Simon:
>
> > Ich hatte immer, wenn ich von "sich beha(r)ken gehörthabe,
> > mir vprgestellt, es gehe - oder ginge - darum, sich in
> > seinen Meinungen ineinander zu "verhaken", also ohne
> > Geschmeidigkeit und Konsenswilligkeit einander zu begegnen.
> > Dann habe ich mich belehren lassen, es gehe darum, einander
> > wie mit Harken zu begegnen. Daher die Schreibweise mit "r",
> > "beharken".
> > ...weswegen die beiden sich jetzt auch öffentlich behaken."
> > so gelesen im gestrigen ZEIT-Magazin- online
> > http://newsletterversand.zeit.de/ov?mailing=3J73AKNX-J4ZWK&m2u=3J7V1PRE-3J73AKNX-OWGFHN&wt_zmc=nl.int.zonaudev.zeit_online_zeitmagazinnewsletter_zmo_newsletter_190917.nl_ref.zeitde.bildtext.link.20190917&utm_medium=nl&utm_campaign=nl_ref&utm_content=zeitde_bildtext_link_20190917&utm_source=zeit_online_zeitmagazinnewsletter_zmo_newsletter_190917_zonaudev_int
> >
> > Geht beides? Oder nur eins von beiden?
> > Was meint Ihr?
>
> Für mich geht nur "beharken". Zu den Bedeutungen von "beharken" meint
> Küppers "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache":
>
> beharken tr
>
> 1. jn beschießen. Hergenommen von der Ackerbearbeitung mit der Harke, dem
> Karst; von da zur Bedeutung »umpflügen« weiterentwickelt. Sold in beiden
> Weltkriegen.

Irgendwie wirre - niemand bearbeitet einen Acker mit einer Harke,
da kommt die effektivere Egge zum Einsatz, es wird geeggt.
Wie Karst, also Kalkstein, da reinkommt ist mir unklar, ebenso "umpflügen".
"Sold" soll wohl soldatisch heißen - FR

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 24, 2019, 6:33:40 AM9/24/19
to
Am 24.09.2019 um 12:14 schrieb Florian Ritter:
> Am Mittwoch, 18. September 2019 22:23:15 UTC+2 schrieb Manfred Hoß:
>> Am Wed, 18 Sep 2019 01:34:35 -0700 (PDT) schrieb Gunhild Simon:
>>> [..]
>>> Dann habe ich mich belehren lassen, es gehe darum, einander
>>> wie mit Harken zu begegnen. Daher die Schreibweise mit "r",
>>> "beharken". [..]
>> Für mich geht nur "beharken". Zu den Bedeutungen von "beharken" meint
>> Küppers "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache":
>> beharken tr
>> 1. jn beschießen. Hergenommen von der Ackerbearbeitung mit der Harke, dem
>> Karst; von da zur Bedeutung »umpflügen« weiterentwickelt. Sold in beiden
>> Weltkriegen.
> Irgendwie wirre - niemand bearbeitet einen Acker mit einer Harke,
> da kommt die effektivere Egge zum Einsatz, es wird geeggt.
> Wie Karst, also Kalkstein, da reinkommt ist mir unklar, ebenso "umpflügen".
> "Sold" soll wohl soldatisch heißen - FR

Doch, der Karst ist auch ein altes Land- und Gartenbau-Gerät,
siehe <https://de.wikipedia.org/wiki/Karst_(Werkzeug)>
Heute wird er noch am ehesten von Witwen gebraucht, wenn die auf
den Friedhöfen ihre Männer begießen. Aber die nennen ihn anders.
Was das Ehepaar Küppers wieder daraus macht, erscheint mir auch
zweifelhaft - wie manches andere aus deren Wohn- und Wissensküche
überhaupt.
--
j/\a

Andreas Karrer

unread,
Sep 24, 2019, 1:09:20 PM9/24/19
to
* Florian Ritter <hansr...@googlemail.com>:
Ein Karst ist eine grosse Hacke mit zwei Zinken, vgl.
https://de.wikipedia.org/wiki/Karst_(Werkzeug)

In der Schweizer Armee wurde der Karabiner etwas abschätzig so
genannt - so wie der Karst das einfache Werkzeug der Bauern ist, ist
der Karabiner das der Füsiliere. Wohl auch wegen der Alliteration.
Noch in den 80ern gelegentlich für das Sturmgewehr. Nach dem
Idiotikon wurde schon das Milbank-Amsler-Gewehr von 1887 so genannt.

- Andi

Klaus Dahlwitz

unread,
Sep 24, 2019, 3:58:44 PM9/24/19
to
Am 24.09.2019 um 21:11 schrieb Martin Gerdes:
> hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) schrieb:
>
>>> Anderes Subthema: Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln. Für mich ist es ein
>>> himmelweiter Unterschied (sprachlich und sachlich), ob ich etwas
>>> "abhake" oder "abhacke".
>>
>> Einige harken auch das Thema ab.
>
>> Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>
> Heute in freier Wildbahn gefunden:
>
> https://www.teltarif.de/5g-autonomes-fahren-eu-wlan-g5/news/78047.html?page=all
>
> | Die Fahrzeuge können Funkbarken bekommen, die die Position an andere Autos melden.
>
Hierzustadt denkt man schon an autonom fahrende Schiffe (motorisiert,
keine Segelschiffe).

Klaus
--
"Halt mich nicht auf! Türblockierer halten alle auf."
Aufkleber an Türen des ET490 (S-Bahn-Hamburg)

Florian Ritter

unread,
Sep 24, 2019, 6:51:57 PM9/24/19
to
Am Dienstag, 24. September 2019 19:09:20 UTC+2 schrieb Andreas Karrer:

>>> Karst; von da zur Bedeutung »umpflügen« weiterentwickelt. Sold in beiden
>>> Weltkriegen.

>> Irgendwie wirre - niemand bearbeitet einen Acker mit einer Harke,
>> da kommt die effektivere Egge zum Einsatz, es wird geeggt.
>> Wie Karst, also Kalkstein, da reinkommt ist mir unklar,

> Ein Karst ist eine grosse Hacke mit zwei Zinken, vgl.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Karst_(Werkzeug)

In Norddeutschland wohl Radehacke, zum Einsatz in der
Hackfruchternte - Schwerstarbeit.
Als Studienanfänger war ich zum Ernteinsatz auf einem
pommerschen Rübenschlag bis zu Horizont. Dort hatte man,
wegen Arbeitskräftemangels, die Rüben schlicht herausgepflügt
und wir hatten die gefrorenen angeschnittenen Rüben ohne
Handschuhe in Körbe zu sammeln. Und so legte ich einen
heiligen Eid ab: Dies war in meinem Leben die letzte Arbeit
auf einem Acker.
Heute hat man ja Vollerntemaschinen zum Einbringen von
Rüben und Kartoffeln - wenn man mich so ein Ding bedienen
lassen würde, ich könnte eidbrüchig werden.

> In der Schweizer Armee wurde der Karabiner etwas abschätzig so
> genannt - so wie der Karst das einfache Werkzeug der Bauern ist, ist
> der Karabiner das der Füsiliere. Wohl auch wegen der Alliteration.
> Noch in den 80ern gelegentlich für das Sturmgewehr. Nach dem
> Idiotikon wurde schon das Milbank-Amsler-Gewehr von 1887 so genannt.

Hat Dein Jahrgang im Wehrdienst noch mit dem Karabiner geschossen?
Das Wachbataillon Berlin zieht zwar noch mit dem 98 k (k für
kurzer Lauf) auf, aber geschossen wird damit nicht mehr. Die
Schäfte sind über die Jahrzehnte bis fast zur Schwärze gedunkelt,
es werden aber auch einzelne Expl. nachgeschäftet, die stechen
dann durch ihre Helle heraus - FR

Andreas Karrer

unread,
Sep 25, 2019, 3:54:59 AM9/25/19
to
* Florian Ritter <hansr...@googlemail.com>:
> Am Dienstag, 24. September 2019 19:09:20 UTC+2 schrieb Andreas Karrer:
>
>> In der Schweizer Armee wurde der Karabiner etwas abschätzig so
>> genannt - so wie der Karst das einfache Werkzeug der Bauern ist, ist
>> der Karabiner das der Füsiliere. Wohl auch wegen der Alliteration.
>> Noch in den 80ern gelegentlich für das Sturmgewehr. Nach dem
>> Idiotikon wurde schon das Milbank-Amsler-Gewehr von 1887 so genannt.
>
> Hat Dein Jahrgang im Wehrdienst noch mit dem Karabiner geschossen?

Nö, die Rekruten wurden ab 1958 mit dem Sturmgewehr ("Stgw 57")
ausgerüstet, aber die alten Soldaten hatten noch bis in die
späten 70er ihre Karabiner 31. Damals war Durchdienen in der
Schweizer Armee nicht möglich, man machte mit 20 die Grundausbildung
und zwischen 20 und 32 acht, zwischen 32 und 45 wimre fünf
"Wiederholungskurse". Als ich 1977 mit der Grundausbildung anfing, sah
man noch gelegentlich alte Knaben mit Karabiner.

In der Schweiz schiessen Sportschützen in Schiessvereinen in der Regel
mit der Waffe, die sie im Militär gekriegt haben, die sie zuhause
aufbewahren und die sie, nach Ende der Dienstzeit, behalten dürfen¹.
Im Schiesstand sieht man deshalb noch heute Leute, die mit dem
Karabiner schiessen².



¹ Man kann die Knarre aber auch zurückgeben. Der Zeughausmensch
guckte meins an, stellte fest, dass es nicht gereinigt war und
meinte, dass er mir dafür 8 CHF berechnen müsse. Selten so gerne 8
Franken ausgegeben.

² Ich weiss es nicht aus eigener Anschauung. Zuletzt war ich um 1990
in einem Schiesstand.


- Andi

Andreas Karrer

unread,
Sep 25, 2019, 4:16:45 AM9/25/19
to
* Martin Gerdes <martin...@gmx.de>:
> hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) schrieb:
>
>>> Anderes Subthema: Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln. Für mich ist es ein
>>> himmelweiter Unterschied (sprachlich und sachlich), ob ich etwas
>>> "abhake" oder "abhacke".
>>
>>Einige harken auch das Thema ab.
>
>>Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>
> Heute in freier Wildbahn gefunden:
>
> https://www.teltarif.de/5g-autonomes-fahren-eu-wlan-g5/news/78047.html?page=all
>
>| Die Fahrzeuge können Funkbarken bekommen, die die Position an andere Autos melden.

Was eine Bake auf See ist, weiss ein binnenländischer Schreiber
vielleicht nicht, aber das Wort sollte er dennoch kennen, gerade im
Zusammenhang mit dem Strassenverkehr. Im Verkehrskundeunterricht hat er
nämlich gelernt, dass diese länglichen Schilder mit 1 bis 3 schrägen
Streifen Entfernungsbaken heissen.

In der Schweiz gibt es die nur vor Bahnübergängen, sie heissen
Distanzbaken; die Teile werden aber gerade entfernt. Viele kennen das
Wort "Bake" nicht und reimen sich ein "Distanzbalken" zusammen; heute
sind das Blechschilder, aber früher waren das tatsächlich Balken oder
Pfosten. So liest (oder besser las) man das das sogar in der
offiziellen Signalisationsverodnung, 3x "Distanzbalken", 2x Distanzbake
(https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19790235/200209230000/741.21.pdf)


- Andi

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 25, 2019, 4:22:50 AM9/25/19
to
Am Mittwoch, 25. September 2019 10:16:45 UTC+2 schrieb Andreas Karrer:

> Was eine Bake auf See ist, weiss ein binnenländischer Schreiber
> vielleicht nicht, aber das Wort sollte er dennoch kennen, gerade im
> Zusammenhang mit dem Strassenverkehr. Im Verkehrskundeunterricht hat er
> nämlich gelernt, dass diese länglichen Schilder mit 1 bis 3 schrägen
> Streifen Entfernungsbaken heissen.
>
> In der Schweiz gibt es die nur vor Bahnübergängen, sie heissen
> Distanzbaken; die Teile werden aber gerade entfernt. Viele kennen das
> Wort "Bake" nicht und reimen sich ein "Distanzbalken" zusammen; heute
> sind das Blechschilder, aber früher waren das tatsächlich Balken oder
> Pfosten. So liest (oder besser las) man das das sogar in der
> offiziellen Signalisationsverodnung, 3x "Distanzbalken", 2x Distanzbake
> (https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19790235/200209230000/741.21.pdf)

Bei der Singularform hat wohl die Autoverschlimmbesserungsfunktion
der Textverarbeitung nicht zugeschlagen...

Gruß, ULF

Detlef Meißner

unread,
Sep 25, 2019, 5:15:50 AM9/25/19
to
Andreas Karrer schrieb:
> * Martin Gerdes <martin...@gmx.de>:
>> hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) schrieb:
>>
>>>> Anderes Subthema: Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>>>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln. Für mich ist es ein
>>>> himmelweiter Unterschied (sprachlich und sachlich), ob ich etwas
>>>> "abhake" oder "abhacke".
>>>
>>> Einige harken auch das Thema ab.
>>
>>> Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>>
>> Heute in freier Wildbahn gefunden:
>>
>> https://www.teltarif.de/5g-autonomes-fahren-eu-wlan-g5/news/78047.html?page=all
>>
>>> Die Fahrzeuge können Funkbarken bekommen, die die Position an andere Autos
>>> melden.
>
> Was eine Bake auf See ist, weiss ein binnenländischer Schreiber
> vielleicht nicht, aber das Wort sollte er dennoch kennen, gerade im
> Zusammenhang mit dem Strassenverkehr. Im Verkehrskundeunterricht hat er
> nämlich gelernt, dass diese länglichen Schilder mit 1 bis 3 schrägen
> Streifen Entfernungsbaken heissen.

Sie können auch Baustellenbake, Warnbake, Leitbake, Sicherheitsbake,
Verkehrsbake heißen.

Detlef

Helmut Richter

unread,
Sep 25, 2019, 5:28:30 AM9/25/19
to
On Wed, 25 Sep 2019, Detlef Meißner wrote:

> > Was eine Bake auf See ist, weiss ein binnenländischer Schreiber
> > vielleicht nicht, aber das Wort sollte er dennoch kennen, gerade im
> > Zusammenhang mit dem Strassenverkehr. Im Verkehrskundeunterricht hat er
> > nämlich gelernt, dass diese länglichen Schilder mit 1 bis 3 schrägen
> > Streifen Entfernungsbaken heissen.
>
> Sie können auch Baustellenbake, Warnbake, Leitbake, Sicherheitsbake,
> Verkehrsbake heißen.

Umgekehrt gibt es auch Bakenbaustellen: die Baustelle besteht darin, dass
zwar kein Mensch arbeitet und kein Gerät rumsteht, dafür aber außerhalb
der Fahrstreifen regelmäßig rot-weiße Baken stehen. Die sind so
gefährlich, dass man auf der Autobahn maximal 60 km/h zugestehen kann,
auch wenn pro Richtung drei Fahrstreifen ohne jede Verengung bleiben. So
viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.

--
Helmut Richter

Klaus Dahlwitz

unread,
Sep 25, 2019, 6:07:45 AM9/25/19
to
Am 25.09.2019 um 10:16 schrieb Andreas Karrer:
> * Martin Gerdes <martin...@gmx.de>:
>> hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) schrieb:
>>
>>>> Anderes Subthema: Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>>>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln. Für mich ist es ein
>>>> himmelweiter Unterschied (sprachlich und sachlich), ob ich etwas
>>>> "abhake" oder "abhacke".
>>> Einige harken auch das Thema ab.
>>> Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>> Heute in freier Wildbahn gefunden:
>>
>> https://www.teltarif.de/5g-autonomes-fahren-eu-wlan-g5/news/78047.html?page=all
>>
>> | Die Fahrzeuge können Funkbarken bekommen, die die Position an andere Autos melden.
> Was eine Bake auf See ist, weiss ein binnenländischer Schreiber
> vielleicht nicht,

Baken als Seezeichen befinden sich üblicherweise an Land; Rettungsbaken
an festen Standorten z.B. in den Watten an der Nordseeküste.

Bark (Plural: Barken) ist ein Segelschiffstyp.

Klaus Dahlwitz

unread,
Sep 25, 2019, 6:18:29 AM9/25/19
to
Am 25.09.2019 um 12:07 schrieb Klaus Dahlwitz:
> Baken als Seezeichen befinden sich üblicherweise an Land; Rettungsbaken
> an festen Standorten z.B. in den Watten an der Nordseeküste.

Da Baken als Seezeichen doch deutlich anders aussehen können als Baken
an Bahnübergängen, hier 2 Links zu Artikeln, die die Kugelbake in
Cuxhaven sowie die Ostbake auf Neuwerk (diese sah ich zuletzt 2008 im
derangierten Zustand nach dem Orkan Kyrill im Januar 2007) beschreiben:

<https://de.wikipedia.org/wiki/Kugelbake>
<https://www.insel-neuwerk.de/ostbake.php5>

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 25, 2019, 7:38:29 AM9/25/19
to
Am Tue, 24 Sep 2019 21:11:45 +0200 schrieb Martin Gerdes:

> hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) schrieb:
>
>>> Anderes Subthema: Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leute die
>>> Wörter "Hacken" und "Haken" verwechseln. Für mich ist es ein
>>> himmelweiter Unterschied (sprachlich und sachlich), ob ich etwas
>>> "abhake" oder "abhacke".
>>
>>Einige harken auch das Thema ab.
>
>>Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>
> Heute in freier Wildbahn gefunden:
>
> https://www.teltarif.de/5g-autonomes-fahren-eu-wlan-g5/news/78047.html?page=all
>
>| Die Fahrzeuge können Funkbarken bekommen, die die Position an andere Autos melden.

"Funkbaken" kenne ich, das sind Sender, mit denen man seine Position
bestimmen kann (auf See oder im Flugzeug), oder die man auch verwendt, um
ein Empfngsgerät zu kalibrieren (weil die oft auf "runden" Frequenzen
senden).

Das was im Artikel beschrieben wird, sind eigentlich keine Funkbaken im
klassischen Sinne. Rechtschreibung hin oder her.

Grüße,

Frank

paco

unread,
Sep 25, 2019, 8:36:34 AM9/25/19
to
On Wed, 25 Sep 2019 11:28:27 +0200, Helmut Richter
<hr.u...@email.de> wrote:

> rot-weiße Baken stehen. Die sind so
> gefährlich, dass man auf der Autobahn maximal 60 km/h zugestehen
kann,

Die Baken sind nicht nur gefährlich, sie bringen auch hohen Profit
für die Baufirma.
Kein Wunder, dass man die Baken möglichst lange stehen lässt. Erhöhte
Unfallgefahr
und Dauerstaus spielen ja keine Rolle, Hauptsache die Kasse stimmt!

Eine einzige Bake kostet den Steuerzahler ca. 50 Euro pro Woche.

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 25, 2019, 11:35:29 AM9/25/19
to
Am 25.09.2019 um 14:36 schrieb paco:
>
> Eine einzige Bake kostet den Steuerzahler ca. 50 Euro pro Woche.

Sag uns, wo die Bake steht, für die du die 50 € jede Woche zahlst.
Dann fahren wir gerne an der auch mal vorbei. Da wissen wir wenigstens,
für wen um warum.
--
j/\a

Florian Ritter

unread,
Sep 25, 2019, 11:52:50 AM9/25/19
to
Am Mittwoch, 25. September 2019 11:28:30 UTC+2 schrieb Helmut Richter:

>> Sie können auch Baustellenbake, Warnbake, Leitbake, Sicherheitsbake,
>> Verkehrsbake heißen.

> Umgekehrt gibt es auch Bakenbaustellen: die Baustelle besteht darin, dass
> zwar kein Mensch arbeitet und kein Gerät rumsteht, dafür aber außerhalb
> der Fahrstreifen regelmäßig rot-weiße Baken stehen. Die sind so
> gefährlich, dass man auf der Autobahn maximal 60 km/h zugestehen kann,
> auch wenn pro Richtung drei Fahrstreifen ohne jede Verengung bleiben. So
> viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.

Die Baustelleneinrichtungen werden erst abgeräumt, wenn der
Auftraggeber die Schlußrechnung bezahlt hat - das kann eben
dauern.
Mir aus M. bekannt als Schrecken ohne Ende: Mittlerer Ring - FR

Florian Ritter

unread,
Sep 25, 2019, 12:03:59 PM9/25/19
to
Am Mittwoch, 25. September 2019 09:54:59 UTC+2 schrieb Andreas Karrer:

>> Hat Dein Jahrgang im Wehrdienst noch mit dem Karabiner geschossen?

> Nö, die Rekruten wurden ab 1958 mit dem Sturmgewehr ("Stgw 57")
> ausgerüstet, aber die alten Soldaten hatten noch bis in die
> späten 70er ihre Karabiner 31. Damals war Durchdienen in der
> Schweizer Armee nicht möglich, man machte mit 20 die Grundausbildung
> und zwischen 20 und 32 acht, zwischen 32 und 45 wimre fünf
> "Wiederholungskurse". Als ich 1977 mit der Grundausbildung anfing, sah
> man noch gelegentlich alte Knaben mit Karabiner.
>
> In der Schweiz schiessen Sportschützen in Schiessvereinen in der Regel
> mit der Waffe, die sie im Militär gekriegt haben, die sie zuhause
> aufbewahren und die sie, nach Ende der Dienstzeit, behalten dürfen¹.
> Im Schiesstand sieht man deshalb noch heute Leute, die mit dem
> Karabiner schiessen².

Hierlandes erfreut sich der 98 k in Teilen der Jägerschaft
einiger Beliebtheit; die Dinger sind aber oft bis zur
Unkenntlichkeit emporgeedelt - FR

> ¹ Man kann die Knarre aber auch zurückgeben. Der Zeughausmensch
> guckte meins an, stellte fest, dass es nicht gereinigt war und
> meinte, dass er mir dafür 8 CHF berechnen müsse. Selten so gerne 8
> Franken ausgegeben.

Faule Sau - FR

Heinz Lohmann

unread,
Sep 25, 2019, 9:12:58 PM9/25/19
to
Am 26.09.2019 um 04:33 schrieb Martin Gerdes:
> Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> schrieb:
>
>>>> Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>
>>> Heute in freier Wildbahn gefunden:
>
>>> https://www.teltarif.de/5g-autonomes-fahren-eu-wlan-g5/news/78047.html?page=all
>
>>> | Die Fahrzeuge können Funkbarken bekommen, die die Position an andere Autos melden.
>
>> Was eine Bake auf See ist, weiss ein binnenländischer Schreiber
>> vielleicht nicht, aber das Wort sollte er dennoch kennen, gerade im
>> Zusammenhang mit dem Strassenverkehr.
>
> Ob man dieses Wort allerdings mit r schreibt oder ohne, weiß ein
> Hiesiger aus dem eigenen Sprachgebrauch nicht. Er spricht die Wörter
> "Barke" und "Bake" genau gleich (gleiches gilt für "Haken" und
> "harken").
>

Ob wirklich 100% gleich klingend und unabhängig davon, was ein Hiesiger®
wirklich ist: Wie bei so vielen ähnlich klingenden Wörtern wird gern der
Kontext berücksichtigt.

Wenn ich mir die Wortpaare vorspreche, glaube ich, einen geringen
Unterschied beim "a" zu hören, aber ob das ein Gesprächspartner wirklich
heraushört? Gerade bei mir als Westfalen?

PS: So weiß wahrscheinlich in Oldenburg jeder, welche Stadt gemeint ist,
wenn er hört: "Ich fahr gleich nach [bʁeːm̩]."

Manfred Hoß

unread,
Sep 26, 2019, 12:28:04 AM9/26/19
to
Auch Feuerbake, Funkbake, Laternenbake, Leuchtbake, Rettungsbake und
Richtbake gibt es.

Gruß
Manfred.

HC Ahlmann

unread,
Sep 26, 2019, 12:54:36 AM9/26/19
to
Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> wrote:

> PS: So weiß wahrscheinlich in Oldenburg jeder, welche Stadt gemeint ist,
> wenn er hört: "Ich fahr gleich nach [b?e?m?]."

Der Oldenburger weiß auch, wo Em liegt (am Dollart).
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Roland Franzius

unread,
Sep 26, 2019, 1:26:45 AM9/26/19
to
Am 25.09.2019 um 22:33 schrieb Martin Gerdes:
> Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> schrieb:
>
>>>> Seltener gibt's dasselbe mt B statt H: Backen, Baken und Barken.
>
>>> Heute in freier Wildbahn gefunden:
>
>>> https://www.teltarif.de/5g-autonomes-fahren-eu-wlan-g5/news/78047.html?page=all
>
>>> | Die Fahrzeuge können Funkbarken bekommen, die die Position an andere Autos melden.
>
>> Was eine Bake auf See ist, weiss ein binnenländischer Schreiber
>> vielleicht nicht, aber das Wort sollte er dennoch kennen, gerade im
>> Zusammenhang mit dem Strassenverkehr.
>
> Ob man dieses Wort allerdings mit r schreibt oder ohne, weiß ein
> Hiesiger aus dem eigenen Sprachgebrauch nicht. Er spricht die Wörter
> "Barke" und "Bake" genau gleich (gleiches gilt für "Haken" und
> "harken").
>

Nein, ist aber eine Frage der Hörauflösung. Das r am Silbenende ist in
Hannover immer ein Schwa-a Vergl. Härkeklause und Häkelkrause.

Aber zB Westfalen würden sowas nicht hören, die sprechen eh ca 12db
lauter als die Niedersachsen und gehen sprichwörtlich zum Lachen in den
Kelle. Damit der Pfaffe nebenan nichts mitkriegt.

Und so ist im Ravensberger Land zb das r ein langgezoogenes aa, damit
der Lehrer weiß, ob es da ist.

Unsere damalige Sekretärin rief immer über den Flur: "Heaaaa Peeaal" und
hielt Heaabeaat Wehneaa für einen Sowwjetagenten.

--

Roland Franzius

Markus Ermert

unread,
Sep 26, 2019, 2:52:26 AM9/26/19
to
Florian Ritter <hansr...@googlemail.com> wrote:
>
> Das Wachbataillon Berlin zieht zwar noch mit dem 98 k (k für
> kurzer Lauf) auf, aber geschossen wird damit nicht mehr. Die
> Schäfte sind über die Jahrzehnte bis fast zur Schwärze gedunkelt,
> es werden aber auch einzelne Expl. nachgeschäftet, die stechen
> dann durch ihre Helle heraus - FR

Dafür gibt es die schöne Berufsgruppe der Schäfter.

Markus Ermert

unread,
Sep 26, 2019, 2:55:30 AM9/26/19
to
Klaus Dahlwitz <kdah...@gmx.net> wrote:
>
> Baken als Seezeichen befinden sich üblicherweise
> an Land; Rettungsbaken an festen Standorten
> z.B. in den Watten an der Nordseeküste.

Und dann gibt es noch den Backen, sportsprachlich-norgistisch für
Skisprungschanze.

Markus Ermert

unread,
Sep 26, 2019, 2:55:32 AM9/26/19
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:
> Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> wrote:

> Der Oldenburger weiß auch, wo Em liegt (am Dollart).

Ja, die ostfriesische Stadt mit einem Buchstaben. Bekannt aus
Kreuzworträtseln.

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 26, 2019, 4:45:42 AM9/26/19
to
Das sollte man mal in eine Rechtsgruppe überleiten.

Könnte ja immerhin sein, daß der Bauunternehmer
die Baken nur gemietet hat und trotz Zahlungseingang
Schlußrechnung in die Insolvenz geht.

Heinz Lohmann

unread,
Sep 26, 2019, 6:05:16 AM9/26/19
to
... und nicht zu vergessen: die Kugelbake in Cuxhaven.

Jetzt fehlt nur noch die Etymologie!

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 26, 2019, 7:13:36 AM9/26/19
to
Am 26.09.2019 um 12:05 schrieb Heinz Lohmann:
>
> Jetzt fehlt nur noch die Etymologie!

Kluge/Mitzka Etymol.Wb. de Gruyter Berlin 1960 meint dazu:
<http://www.buzemann.de/publ/bake.pdf>

Diese alten dicken Wälzer sind aber auch gar zu unpraktisch
zum ein zum scannen!
:(
--
j/\a

Florian Ritter

unread,
Sep 26, 2019, 11:43:51 AM9/26/19
to
Am Donnerstag, 26. September 2019 10:45:42 UTC+2 schrieb Ulf.K...@web.de:

>>> viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.

>> Die Baustelleneinrichtungen werden erst abgeräumt, wenn der
>> Auftraggeber die Schlußrechnung bezahlt hat - das kann eben
>> dauern.

Ein mir gut bekannter Unternehmer hatte für einen sehr
großen Konzern gebaut und den Fehler begangen, Schlußrechnung
in Höhe mehrer Millionen zustellen (man stellt kurz vor
Fertigstellung noch Teilrechnung, die Schlußrechnung
niedrig zu halten). Im anschließenden Rechtsstreit
wurden etliche Laufmeter Leitzordner gefüllt, mit
Gutachten, Gegengutachten &c. - das ganze zog sich
über Jahre, schließlich obsiegte in Gänze der
Bauunternehmer.

> Das sollte man mal in eine Rechtsgruppe überleiten.

> Könnte ja immerhin sein, daß der Bauunternehmer
> die Baken nur gemietet hat und trotz Zahlungseingang
> Schlußrechnung in die Insolvenz geht.

Nichts ist unmöglich - Teutonia!

Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer beobachtet, daß sich
eine Straßenbaumaßnahme dadurch ankündigt, indem das
beauftragte Tiefbauunternehmen umfangreiche Absperr-,
Umleitungsmaßnahmen &c. vornimmt, jedoch wochen- oder
monatelang nicht das geringste geschieht. Maschinen,
Material und Personal werden erst in Bewegung gesetzt,
wenn 1. Teilrechnung (Baustelleneinrichtung &c.) und
2. Teilrechnung (Akontozahlung entspr. VOB oder Vertrag)
ausgeglichen sind - FR

Florian Ritter

unread,
Sep 26, 2019, 11:48:24 AM9/26/19
to
Am Donnerstag, 26. September 2019 08:55:30 UTC+2 schrieb Markus Ermert:

>> Baken als Seezeichen befinden sich üblicherweise
>> an Land; Rettungsbaken an festen Standorten
>> z.B. in den Watten an der Nordseeküste.

> Und dann gibt es noch den Backen, sportsprachlich-norgistisch für
> Skisprungschanze.

Og bakom synger skogene - FR

Stefan Schmitz

unread,
Sep 26, 2019, 11:49:02 AM9/26/19
to
Am Donnerstag, 26. September 2019 07:26:45 UTC+2 schrieb Roland Franzius:

> Unsere damalige Sekretärin rief immer über den Flur: "Heaaaa Peeaal" und
> hielt Heaabeaat Wehneaa für einen Sowwjetagenten.

^ Ich glaube nicht, dass man an der Stelle ein e hört.

Florian Ritter

unread,
Sep 26, 2019, 11:59:37 AM9/26/19
to
Am Donnerstag, 26. September 2019 08:52:26 UTC+2 schrieb Markus Ermert:

>> Das Wachbataillon Berlin zieht zwar noch mit dem 98 k (k für
>> kurzer Lauf) auf, aber geschossen wird damit nicht mehr. Die
>> Schäfte sind über die Jahrzehnte bis fast zur Schwärze gedunkelt,
>> es werden aber auch einzelne Expl. nachgeschäftet, die stechen
>> dann durch ihre Helle heraus.

> Dafür gibt es die schöne Berufsgruppe der Schäfter.

Ist ja bekannt: Der Lauf schießt, der Schaft trifft!

Der Jäger, dessen rechtes Auge es an Sehfähigkeit mangelt,
läßt seine Langwaffen auf links umschäften - FR

Quinn C

unread,
Sep 26, 2019, 1:20:45 PM9/26/19
to
* Christian Weisgerber:

> On 2019-09-19, Manfred Hoß <rostk...@arcor.de> wrote:
>
>>> Dito Kücken und Küken.
>>
>> Wie viele hier kennen die Verkleinerungsform von "Küken"?
>
> _Küken_ (direktes Gegenstück zu engl. _chicken_) ist schon eine
> Verkleinerungsform.

Ja, aber von was? Sag jetzt nicht "Kuh".

--
binsaugnesseln, hummelsköl, mönchspfeffer, gugelköpf, minbrüdermüntz
FISCHART
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 26, 2019, 2:33:20 PM9/26/19
to
Am Donnerstag, 26. September 2019 17:43:51 UTC+2 schrieb Florian Ritter:

> Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer beobachtet, daß sich
> eine Straßenbaumaßnahme dadurch ankündigt, indem das
> beauftragte Tiefbauunternehmen umfangreiche Absperr-,
> Umleitungsmaßnahmen &c. vornimmt, jedoch wochen- oder
> monatelang nicht das geringste geschieht. Maschinen,
> Material und Personal werden erst in Bewegung gesetzt,
> wenn 1. Teilrechnung (Baustelleneinrichtung &c.) und
> 2. Teilrechnung (Akontozahlung entspr. VOB oder Vertrag)
> ausgeglichen sind

Nicht, daß der ADAC noch von derartigem Treiben Wind bekommt...

Christian Weisgerber

unread,
Sep 26, 2019, 3:30:07 PM9/26/19
to
On 2019-09-26, Quinn C <lispa...@crommatograph.info> wrote:

>>> Wie viele hier kennen die Verkleinerungsform von "Küken"?
>>
>> _Küken_ (direktes Gegenstück zu engl. _chicken_) ist schon eine
>> Verkleinerungsform.
>
> Ja, aber von was? Sag jetzt nicht "Kuh".

Etwas Lautmalerisches wie *Kuk, vergleiche englisch _cock_ und das
unabhängig geprägte französische _coq_.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Manfred Hoß

unread,
Sep 26, 2019, 4:16:36 PM9/26/19
to
Pfeifers "Etymologisches Wörterbuch" musst du nicht einscannen, denn was
dort steht, das findest du im DWDS.

"Bake f. ‘feststehendes Seezeichen’, heute auch auf bestimmte
Verkehrszeichen und Eisenbahnsignale übertragen. Mnd. bāke(n)
‘Feuerzeichen, Leuchtfeuer’, im 17. Jh. als seemännischer Ausdruck für
verschiedenartige, an Land oder im flachen Wasser errichtete
Orientierungsmarken ins Hd. übernommen, geht (wie mnl. baken n., nl. baak
f., baken n., anord. bākn n. ‘Zeichen, Bake’) auf afries. bāken, bēken n.
‘Signal, Feuerzeichen’ zurück. Das afries. Wort entspricht lautlich asächs.
bōkan ‘Zeichen, Wunderzeichen’, aengl. bēac(e)n ‘Zeichen, Erscheinung’,
engl. beacon ‘Bake, Leuchtfeuer’, ahd. bouhhan (8. Jh.), mhd. bouchen
‘Zeichen, Vorbild’ und setzt wie diese germ. *baukna- voraus, das sich
vielleicht über eine u-Erweiterung zu der in aind. bhā́ti ‘leuchtet,
scheint’, griech. phá͞inein (φαίνειν) ‘sichtbar machen, erscheinen lassen’,
aslaw. bělъ, russ. bélyj (белый) ‘weiß’ vorliegenden Wurzel ie. *bhā-,
*bhō- ‘glänzen, leuchten, scheinen’ stellen läßt; vgl. Pokorny 1, 105."
(Quelle: https://dwds.de/wb/Bake)

Gruß
Manfred.

Quinn C

unread,
Sep 26, 2019, 7:48:06 PM9/26/19
to
* Helmut Richter:

> So
> viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.

Und ich habe gerade gelernt, daß es außerhalb Brasiliens ein Blumenau
gibt!

--
von Muret ein gugeln guot
mit lûtrem vêhen bunde
V. D. HAGEN

Heinz Lohmann

unread,
Sep 26, 2019, 9:47:53 PM9/26/19
to
Am 27.09.2019 um 06:59 schrieb Martin Gerdes:
> Heinz Lohmann <go...@sofort-mail.de> schrieb:
>
>>> Ob man dieses Wort allerdings mit r schreibt oder ohne, weiß ein
>>> Hiesiger aus dem eigenen Sprachgebrauch nicht. Er spricht die Wörter
>>> "Barke" und "Bake" genau gleich (gleiches gilt für "Haken" und
>>> "harken").
>
>> Ob wirklich 100% gleich klingend und unabhängig davon, was ein Hiesiger®
>> wirklich ist:
>
> Hoppala! Ich dachte doch, daß mein aktueller Wohnort netzbekannt sei.
>
>> Wie bei so vielen ähnlich klingenden Wörtern wird gern der
>> Kontext berücksichtigt.
>
> Das ändert weder an falscher Schreibung noch an regionalen Gleichklang
> offiziell unterschiedlich geschriebener Wörter nichts.
>
>> Wenn ich mir die Wortpaare vorspreche, glaube ich, einen geringen
>> Unterschied beim "a" zu hören, aber ob das ein Gesprächspartner wirklich
>> heraushört? Gerade bei mir als Westfalen?
>
> Möglicherweise bildest Du Dir den Ausspracheunterschied auch einfach nur
> ein.
>

So isses.

Heinz Lohmann

unread,
Sep 26, 2019, 9:50:23 PM9/26/19
to
Am 26.09.2019 um 23:59 schrieb Florian Ritter:
> Der Jäger, dessen rechtes Auge es an Sehfähigkeit mangelt,
^^^^^^^^^^^^
Da stutze ich.
"dessen rechtem Auge"?

> läßt seine Langwaffen auf links umschäften - FR


Florian Ritter

unread,
Sep 27, 2019, 7:59:31 AM9/27/19
to
Am Donnerstag, 26. September 2019 20:33:20 UTC+2 schrieb Ulf.K...@web.de:

>> Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer beobachtet, daß sich
>> eine Straßenbaumaßnahme dadurch ankündigt, indem das
>> beauftragte Tiefbauunternehmen umfangreiche Absperr-,
>> Umleitungsmaßnahmen &c. vornimmt, jedoch wochen- oder
>> monatelang nicht das geringste geschieht. Maschinen,
>> Material und Personal werden erst in Bewegung gesetzt,
>> wenn 1. Teilrechnung (Baustelleneinrichtung &c.) und
>> 2. Teilrechnung (Akontozahlung entspr. VOB oder Vertrag)
>> ausgeglichen sind.

> Nicht, daß der ADAC noch von derartigem Treiben Wind bekommt...

Selbst dem AvD werden derartige Usancen bekannt sein - FR

Florian Ritter

unread,
Sep 27, 2019, 8:04:03 AM9/27/19
to
Am Freitag, 27. September 2019 01:48:06 UTC+2 schrieb Quinn C:

>> So viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.

> Und ich habe gerade gelernt, daß es außerhalb Brasiliens ein Blumenau
> gibt!

In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
gegründetes Pomerode - FR

Florian Ritter

unread,
Sep 27, 2019, 8:08:20 AM9/27/19
to
Am Freitag, 27. September 2019 03:50:23 UTC+2 schrieb Heinz Lohmann:

>> Der Jäger, dessen rechtes Auge es an Sehfähigkeit mangelt,

> Da stutze ich.
> "dessen rechtem Auge"?

Schon recht, guter Knecht - FR

Detlef Meißner

unread,
Sep 27, 2019, 8:48:51 AM9/27/19
to
Quinn C schrieb:
> * Helmut Richter:
>
>> So
>> viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.
>
> Und ich habe gerade gelernt, daß es außerhalb Brasiliens ein Blumenau
> gibt!

Eins?
https://de.wikipedia.org/wiki/Blumenau

Aber das in Brasilien kommt von Dr. Blumenau.

Detlef

--
Wenn es einen Muttersprachler gibt, der sich nicht ganz schlüssig ist
und zwei, die sich sicher sind, dann würde dies dafür sprechen, daß es
wahrscheinlicher ist, daß die zwei recht haben. (Stefan Ram)

Klaus Dahlwitz

unread,
Sep 27, 2019, 9:12:36 AM9/27/19
to
Am 27.09.2019 um 01:48 schrieb Quinn C:
> * Helmut Richter:
>
>> So
>> viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.
>
> Und ich habe gerade gelernt, daß es außerhalb Brasiliens ein Blumenau
> gibt!
>
Ich halte Blumenau nun nicht gerade für einen typischen brasilianischen
Namen.
Tipp: <https://www.openstreetmap.org> aufrufen und als Suchbegriff nur
Blumenau eingeben.

Klaus, der in der Freien und Hansestadt an der Elbe eine Straße namens
Blumenau kennt
--
500: Vielen Dank, dass Sie bei uns einsteigen!
Leider ist unser Server gerade ausgestiegen.
(Fehlermeldung von hochbahn.de)

Klaus Dahlwitz

unread,
Sep 27, 2019, 9:14:16 AM9/27/19
to
Am 27.09.2019 um 14:04 schrieb Florian Ritter:
> In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
> gegründetes Pomerode

In der Probstei gibt es ein Brasilien.

Klaus

Detlef Meißner

unread,
Sep 27, 2019, 10:25:36 AM9/27/19
to
Klaus Dahlwitz schrieb:
> Am 27.09.2019 um 14:04 schrieb Florian Ritter:
>> In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
>> gegründetes Pomerode
>
> In der Probstei gibt es ein Brasilien.

Und in Deutschland gibt es zwei "Amerika".

Heinz Lohmann

unread,
Sep 27, 2019, 11:18:22 AM9/27/19
to
Bekannt auch durch den Film "M, eine Stadt sucht einen Marder".

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 27, 2019, 3:17:02 PM9/27/19
to
Am Thu, 26 Sep 2019 08:43:50 -0700 (PDT) schrieb Florian Ritter:

> Am Donnerstag, 26. September 2019 10:45:42 UTC+2 schrieb Ulf.K...@web.de:
>
>>>> viele Monate lang auf der A96 zwischen M-Sendling und M-Blumenau.
>
>>> Die Baustelleneinrichtungen werden erst abgeräumt, wenn der
>>> Auftraggeber die Schlußrechnung bezahlt hat - das kann eben
>>> dauern.
>
> Ein mir gut bekannter Unternehmer hatte für einen sehr
> großen Konzern gebaut und den Fehler begangen, Schlußrechnung
> in Höhe mehrer Millionen zustellen (man stellt kurz vor
> Fertigstellung noch Teilrechnung, die Schlußrechnung
> niedrig zu halten).

So ist das! Denn bei Abschlagsrechnungen ist die Zahlungsfrist relativ kurz
(14 Kalendertage bei uns), während der Bauherr sich bei der Schlussrechnung
richtig viel Zeit lassen kann (6 Wochen und länger).

> Im anschließenden Rechtsstreit
> wurden etliche Laufmeter Leitzordner gefüllt, mit
> Gutachten, Gegengutachten &c. - das ganze zog sich
> über Jahre, schließlich obsiegte in Gänze der
> Bauunternehmer.

Rekord bei mir bisher 6 Jahre gegen eine Schuhverkäuferkette. Auch
gewonnen.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 27, 2019, 3:19:56 PM9/27/19
to
Und was sollte diese Lobbytruppe dagegen machen können? Die Verträge
bestehen ja, und werden auch eingehalten. Und selbst wenn nicht, welches
Recht hätte der ADAC da irgendwie zu meckern? Da könnte genausogut die
katholische Kirche meckern oder der Bauernverband. Der ADAC hat da ja kein
besonderes Privileg.

Grüße,

Frank

Markus Ermert

unread,
Sep 27, 2019, 6:33:09 PM9/27/19
to
Florian Ritter <hansr...@googlemail.com> wrote:

> In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
> gegründetes Pomerode - FR

Ausgesprochen „Pommechodschi“.

Und aus aktuellen Anlass: Die Fluggesellschaft Condor hat - ebenso wie die
einstige brasilianische Staatsairline Varig - südbrasilianisch-deutsche
Wurzeln.

Im Riograndenser Deutsch heißt „Es regnet“ et chuvt (chuva = Regen).

Florian Ritter

unread,
Sep 27, 2019, 7:27:51 PM9/27/19
to
Am Freitag, 27. September 2019 21:19:56 UTC+2 schrieb Frank Hucklenbroich:

>>> Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer beobachtet, daß sich
>>> eine Straßenbaumaßnahme dadurch ankündigt, indem das
>>> beauftragte Tiefbauunternehmen umfangreiche Absperr-,
>>> Umleitungsmaßnahmen &c. vornimmt, jedoch wochen- oder
>>> monatelang nicht das geringste geschieht. Maschinen,
>>> Material und Personal werden erst in Bewegung gesetzt,
>>> wenn 1. Teilrechnung (Baustelleneinrichtung &c.) und
>>> 2. Teilrechnung (Akontozahlung entspr. VOB oder Vertrag)
>>> ausgeglichen sind.

>> Nicht, daß der ADAC noch von derartigem Treiben Wind bekommt...

> Und was sollte diese Lobbytruppe dagegen machen können? Die Verträge
> bestehen ja, und werden auch eingehalten. Und selbst wenn nicht, welches
> Recht hätte der ADAC da irgendwie zu meckern? Da könnte genausogut die
> katholische Kirche meckern oder der Bauernverband. Der ADAC hat da ja kein
> besonderes Privileg.

Doch, hat er - er könnte in seinem Millionen Mitgliedern zugehenden
Periodikum (für mich unlesbar) diesbezüglich tendentielle
Berichterstattung lancieren. Man sollte die Macht solcher
Vereine nicht unterschätzen - FR

Florian Ritter

unread,
Sep 27, 2019, 7:42:52 PM9/27/19
to
Am Freitag, 27. September 2019 21:17:02 UTC+2 schrieb Frank Hucklenbroich:

>> Ein mir gut bekannter Unternehmer hatte für einen sehr
>> großen Konzern gebaut und den Fehler begangen, Schlußrechnung
>> in Höhe mehrer Millionen zustellen (man stellt kurz vor
>> Fertigstellung noch Teilrechnung, die Schlußrechnung
>> niedrig zu halten).

> So ist das! Denn bei Abschlagsrechnungen ist die Zahlungsfrist relativ kurz
> (14 Kalendertage bei uns)

Was heißt hier "bei uns"? 18 Werktage gem. VOB - ich habe durch nach
Nichtzahlung vollzogener Baustellenräumung schon Zahlung innert
Stunden erzwungen. Es geht doch...

, während der Bauherr sich bei der Schlussrechnung
> richtig viel Zeit lassen kann (6 Wochen und länger).

Soweit die Theorie, in praxi läßt er dann erschtemal einen
Gutachter los - und der Termin ist gekippt.
Aber das ist ein weites Feld - FR

Florian Ritter

unread,
Sep 27, 2019, 7:59:30 PM9/27/19
to
Am Samstag, 28. September 2019 00:33:09 UTC+2 schrieb Markus Ermert:

>> In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
>> gegründetes Pomerode.

> Ausgesprochen „Pommechodschi“.

Gibt es eine vernuscheltere Sprache als Portugiesisch?

> Und aus aktuellen Anlass: Die Fluggesellschaft Condor hat - ebenso wie die
> einstige brasilianische Staatsairline Varig - südbrasilianisch-deutsche
> Wurzeln.
>
> Im Riograndenser Deutsch heißt „Es regnet“ et chuvt (chuva = Regen).

Von Deutschbrasilianern bekam ich den Tip: Wenn du in Brasilien was
erreichen willst, wende dich an den in jeder größeren Stadt
existenten Deutschen Club und dir wird geholfen werden - FR

Nota: Negiere die Deutsch-Brasilianische Handelskammer

Manfred Hoß

unread,
Sep 28, 2019, 12:45:48 AM9/28/19
to
Am Fri, 27 Sep 2019 16:27:50 -0700 (PDT) schrieb Florian Ritter:

> Doch, hat er - er könnte in seinem Millionen Mitgliedern zugehenden
> Periodikum (für mich unlesbar) diesbezüglich tendentielle
> Berichterstattung lancieren. Man sollte die Macht solcher
> Vereine nicht unterschätzen - FR

"Tendenenziell" mit t statt z ist mir bislang noch nicht begegnet. Ist das
eine provintielle Schreibweise?

SCNR
Manfred.

Manfred Hoß

unread,
Sep 28, 2019, 12:47:44 AM9/28/19
to
Am Fri, 27 Sep 2019 16:27:50 -0700 (PDT) schrieb Florian Ritter:

> Doch, hat er - er könnte in seinem Millionen Mitgliedern zugehenden
> Periodikum (für mich unlesbar) diesbezüglich tendentielle
> Berichterstattung lancieren. Man sollte die Macht solcher
> Vereine nicht unterschätzen - FR

"Tendenziell" mit t statt z ist mir bislang noch nicht begegnet. Ist das

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 28, 2019, 2:21:44 AM9/28/19
to
Am Samstag, 28. September 2019 00:33:09 UTC+2 schrieb Markus Ermert:

> > In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
> > gegründetes Pomerode - FR
>
> Ausgesprochen „Pommechodschi“.
>
> Und aus aktuellen Anlass: Die Fluggesellschaft Condor hat - ebenso wie die
> einstige brasilianische Staatsairline Varig - südbrasilianisch-deutsche
> Wurzeln.

Indirekt. Was damals unter anderem von der Bundesbahn mitgegründet wurde,
ließ sich gesellschaftsrechtlich nicht unmittelbar auf die Tochter der alten
Lufthansa zurückführen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Condor_Flugdienst#Gründung_und_erste_Jahre

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 28, 2019, 2:23:53 AM9/28/19
to
Am Freitag, 27. September 2019 21:19:56 UTC+2 schrieb Frank Hucklenbroich:

> >> Der aufmerksame Verkehrsteilnehmer beobachtet, daß sich
> >> eine Straßenbaumaßnahme dadurch ankündigt, indem das
> >> beauftragte Tiefbauunternehmen umfangreiche Absperr-,
> >> Umleitungsmaßnahmen &c. vornimmt, jedoch wochen- oder
> >> monatelang nicht das geringste geschieht. Maschinen,
> >> Material und Personal werden erst in Bewegung gesetzt,
> >> wenn 1. Teilrechnung (Baustelleneinrichtung &c.) und
> >> 2. Teilrechnung (Akontozahlung entspr. VOB oder Vertrag)
> >> ausgeglichen sind
> >
> > Nicht, daß der ADAC noch von derartigem Treiben Wind bekommt...
>
> Und was sollte diese Lobbytruppe dagegen machen können? Die Verträge
> bestehen ja, und werden auch eingehalten. Und selbst wenn nicht, welches
> Recht hätte der ADAC da irgendwie zu meckern?

Wenn sogar Du das darfst, dann dürfen die auch. Und der
Maximierung von Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs
wird mit über Gebühr lange eingerichteten Baustellen
nicht Genüge getan.

Gruß, ULF

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 28, 2019, 2:25:29 AM9/28/19
to
Am Samstag, 28. September 2019 01:59:30 UTC+2 schrieb Florian Ritter:
> Am Samstag, 28. September 2019 00:33:09 UTC+2 schrieb Markus Ermert:
>
> >> In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
> >> gegründetes Pomerode.
>
> > Ausgesprochen „Pommechodschi“.
>
> Gibt es eine vernuscheltere Sprache als Portugiesisch?

Portugiesen würden das anders sprechen.

Detlef Meißner

unread,
Sep 28, 2019, 4:00:50 AM9/28/19
to
Christina Kunze schrieb:
> Am 28.09.2019 um 01:27 schrieb Florian Ritter:
>
> (ADAC)
>>
>> Doch, hat er - er könnte in seinem Millionen Mitgliedern zugehenden
>> Periodikum (für mich unlesbar) diesbezüglich tendentielle
>> Berichterstattung lancieren. Man sollte die Macht solcher
>> Vereine nicht unterschätzen - FR
>>
> Es geht zwar Millionen Mitgliedern zu, man kommt ja nicht darum herum, aber
> wer liest denn das?!

Du solltest nicht von dir auf andere schließen! :-)

Es gibt Untersuchungen über die Reichweite von Publikationen:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/261537/umfrage/reichweite-von-zeitschriften-in-deutschland/
https://www.ifd-allensbach.de/awa/medien/printmedien.html

Jakob Achterndiek

unread,
Sep 28, 2019, 4:22:58 AM9/28/19
to
Am 28.09.2019 um 00:33 schrieb Markus Ermert:
> Florian Ritter <hansr...@googlemail.com> wrote:
>
>> In Brasilien gibt's auch ein von pommerschen Auswanderern
>> gegründetes Pomerode - FR
> Ausgesprochen „Pommechodschi“.
> Und aus aktuellen Anlass: Die Fluggesellschaft Condor hat - ebenso wie die
> einstige brasilianische Staatsairline Varig - südbrasilianisch-deutsche
> Wurzeln.

Ebenso die kolumbianische SCADTA/Avianca.
In allen diesen Ländern waren es Flieger der ehemals kaiserlichen
deutschen Luftwaffe, die nach dem Krieg 1914/18 auch mal was Gutes
tun wollten.
--
j/\a

Stefan Schmitz

unread,
Sep 28, 2019, 9:04:53 AM9/28/19
to
Am Samstag, 28. September 2019 06:47:44 UTC+2 schrieb Manfred Hoß:
> Am Fri, 27 Sep 2019 16:27:50 -0700 (PDT) schrieb Florian Ritter:
>
> > Doch, hat er - er könnte in seinem Millionen Mitgliedern zugehenden
> > Periodikum (für mich unlesbar) diesbezüglich tendentielle
> > Berichterstattung lancieren. Man sollte die Macht solcher
> > Vereine nicht unterschätzen - FR
>
> "Tendenziell" mit t statt z ist mir bislang noch nicht begegnet.

Ich war mir sicher, dass das früher so geschrieben wurde. Wenn nein, was ist
der entscheidende Unterschied zwischen potentiell und tendenziell?

> Ist das
> eine provintielle Schreibweise?

Da hätte ich allerdings immer ein z geschrieben.

Florian Ritter

unread,
Sep 28, 2019, 3:11:12 PM9/28/19
to
Am Samstag, 28. September 2019 06:45:48 UTC+2 schrieb Manfred Hoß:

>> Doch, hat er - er könnte in seinem Millionen Mitgliedern zugehenden
>> Periodikum (für mich unlesbar) diesbezüglich tendentielle
>> Berichterstattung lancieren. Man sollte die Macht solcher
>> Vereine nicht unterschätzen.

> "Tendenenziell" mit t statt z ist mir bislang noch nicht begegnet. Ist das
> eine provintielle Schreibweise?

Der junge Bismarck, ans untere Ende der Tafel verbannt, sprach:
Wo ich sitze ist vorne.

FR

Florian Ritter

unread,
Sep 28, 2019, 3:22:41 PM9/28/19
to
Am Donnerstag, 26. September 2019 21:30:07 UTC+2 schrieb Christian Weisgerber:

>> Ja, aber von was? Sag jetzt nicht "Kuh".

> Etwas Lautmalerisches wie *Kuk, vergleiche englisch _cock_ und das
> unabhängig geprägte französische _coq_.

Da werfe ich den Gockel mang, der Schwabe sagt Göckele
zum Brathähnchen - FR

Markus Ermert

unread,
Sep 28, 2019, 5:23:43 PM9/28/19
to
Florian Ritter <hansr...@googlemail.com> wrote:
> Am Samstag, 28. September 2019 00:33:09 UTC+2 schrieb Markus Ermert:
Pomerode.
>
>> Ausgesprochen „Pommechodschi“.
>
> Gibt es eine vernuscheltere Sprache als Portugiesisch?

Der Brasilianer nuschelt ganz anders als der Portugiese. Nasaler, leiser,
weicher und mehr vorne.


Markus Ermert

unread,
Sep 28, 2019, 5:23:43 PM9/28/19
to
Christina Kunze <ku...@revesz.de> wrote:
> Am 28.09.2019 um 01:27 schrieb Florian Ritter:
>
> (ADAC)-Motorwelt
>>

> Es geht zwar Millionen Mitgliedern zu, man kommt ja nicht darum herum,
> aber wer liest denn das?!

Immer wieder erstaunlich, wie viele Leute denken, das Serviceangebot des
ADAC gebe es nur beim ADAC. Man kommt hervorragend um eine
ADAC-Mitgliedschaft herum. Ohne Nachteile.

Detlef Meißner

unread,
Sep 28, 2019, 5:26:55 PM9/28/19
to
Markus Ermert schrieb:
Wirklich?

Diedrich Ehlerding

unread,
Sep 29, 2019, 4:06:37 AM9/29/19
to
Florian Ritter meinte:

> Da werfe ich den Gockel mang,

Auch das "-el" dürfte ein Diminutivsuffix sein.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 29, 2019, 4:37:20 AM9/29/19
to
Am Sonntag, 29. September 2019 10:06:37 UTC+2 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Florian Ritter meinte:
>
> > Da werfe ich den Gockel mang,
>
> Auch das "-el" dürfte ein Diminutivsuffix sein.

http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&lemma=Gockel
zeigte Verwandschaft zu NL kok, FR coq auf...

Roland Franzius

unread,
Sep 29, 2019, 6:09:36 AM9/29/19
to
Am 29.09.2019 um 09:54 schrieb Diedrich Ehlerding:
> Florian Ritter meinte:
>
>> Da werfe ich den Gockel mang,
>
> Auch das "-el" dürfte ein Diminutivsuffix sein.
>

Da Glucke und Gockel wohl lautmalerisch sind, dürfte das -el eher eine
Art Funktionsbezeichnung wie in Onkel,Büttel und Trottel sein.

Zumindest aus Dreikäse-Sicht sind Hähne ziemlich gefährliche Tierchen.

--

Roland Franzius
It is loading more messages.
0 new messages