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kritisch aber stabil

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Stefan Schmitz

unread,
Jan 6, 2014, 4:29:28 PM1/6/14
to
Schumis Zustand ist "kritisch, aber stabil".

Was bedeuten diese beiden Adjektive eigentlich in der Medizin?
Ich hätte sie eher als Gegensätze verstanden, die nicht gleichzeitig zutreffen
können.

Oliver Jennrich

unread,
Jan 6, 2014, 4:36:26 PM1/6/14
to
Ich verstehe sie auch außerhalb der Medizin nicht als
Gegensätze. Kritisch bezieht sich auf die Situation, stabil aof die
zeitliche Entwicklung.

--
Space - The final frontier

Thomas Schade

unread,
Jan 6, 2014, 4:41:35 PM1/6/14
to
On 06.01.2014 22:29, Stefan Schmitz wrote:

> Schumis Zustand ist "kritisch, aber stabil".
>
> Was bedeuten diese beiden Adjektive eigentlich in der Medizin?

Kritisch: Nach wie vor nicht �ber den Berg, vielleicht sogar noch
lebensbedrohend.
Stabil: Es gibt keine Ver�nderung; weder zum Guten, noch zum Schlechten.

> Ich h�tte sie eher als Gegens�tze verstanden, die nicht gleichzeitig zutreffen
> k�nnen.

Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?


Ciao
Toscha
--
Angewandte Geometrie:
Eine Pizza mit dem Radius z und der Dicke a hat das Volumen Pi*z*z*a

Werner Tann

unread,
Jan 6, 2014, 4:41:57 PM1/6/14
to
Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> schrieb:

>Schumis Zustand ist "kritisch, aber stabil".
>
>Was bedeuten diese beiden Adjektive eigentlich in der Medizin?

Ohne Ahnung von der medizinischen Verwendung zu haben, bedeutet es
rein sprachlich einen Zustand, der im roten Bereich liegt, aber ohne
Tendenz, sich weiter zu verschlechtern. Also in gleichen
Zeitintervallen: -3, -3.1, -3, -3 ... Bei -5 ist das System tot oder
kaputt.

Kritisch und nicht stabil w�re -3,-3.3, -3.4, -3.6 ...

Lanarcam

unread,
Jan 6, 2014, 4:44:11 PM1/6/14
to
Heisst das nicht besser als bedrohlich oder gefärhlig aber ohne
veränderung?

Oliver Jennrich

unread,
Jan 6, 2014, 4:51:11 PM1/6/14
to
'Kritisch' und 'stabil' sind in der Medizin übliche Begriffe, also
Fachsprache. Umgangssprachlich kann man das sicher auch so formulieren,
wie du es vorgeschlagen hast - lebensbedrohlicher Zustand der sich aber
zur Zeit nicht verschlechtert.
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Werner Tann

unread,
Jan 7, 2014, 2:23:06 AM1/7/14
to
r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) schrieb:

>r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>>Dieses Zitat legt es nahe, da� ein kritischer Zustand ein
>>Zustand der Krise sein k�nnte. Da� also das Wort �kritisch

Gibt's Dich neuerdings als Fortsetzungsroman?

Volker Gringmuth

unread,
Jan 7, 2014, 3:37:06 AM1/7/14
to
Thomas Schade wrote:

> > Ich hätte sie eher als Gegensätze verstanden, die nicht gleichzeitig
> > zutreffen können.
>
> Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?

MUSEN nimmt er den hierher:

„Zustand kritisch“: Es besteht Anlaß zur Sorge.
„Zustand stabil“: Es besteht kein Anlaß zur Sorge.


vG

Roland Franzius

unread,
Jan 7, 2014, 3:53:25 AM1/7/14
to
Am 07.01.2014 04:05, schrieb Stefan Ram:
> r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>> 1883 Manch. Guardian 17 Oct. 5/2 Mrs. H--'s throat
>
> Eventuell noch �lter! Kurt R�ttgers schreibt 1975:
>
> �Das Wort "Kritik" leitet sich ebenso wie das Wort "Krise" aus
> griechisch xr�nEin und hei�t dort schneiden, beurteilen, entscheiden;�

Wie einst schon Zwingli und Melanchthon zu Luthern: Es ist ein Chreutz
mit euch und dem Kriechischen ..

Also an dieser Stelle lieber Tacitus oder Wittgenstein statt Wowereit.

--

Roland Franzius

Christina Kunze

unread,
Jan 7, 2014, 4:49:44 AM1/7/14
to
Würde Dir "unverändert kritisch" besser gefallen?

chr

Volker Gringmuth

unread,
Jan 7, 2014, 5:59:28 AM1/7/14
to
Christina Kunze wrote:

> Würde Dir "unverändert kritisch" besser gefallen?

Aber deutlich. (Die Formulierung, nicht der Zustand.)


vG

Werner Tann

unread,
Jan 7, 2014, 6:23:36 AM1/7/14
to
Christina Kunze <ku...@revesz.de> schrieb:

>W�rde Dir "unver�ndert kritisch" besser gefallen?

Das kann unver�ndert kritisch, (aber) sich stetig verschlechternd,
bedeuten.

-3, -3.5, -4, -4.5 verschlechtert sich stetig, aber der Grad der
Verschlechterung pro Zeiteinheit (0.5) ist konstant/unver�ndert!

Joachim Pense

unread,
Jan 7, 2014, 8:37:46 AM1/7/14
to
Am 07.01.2014 09:37, schrieb Volker Gringmuth:
Ich würde sagen:
"Zustand kritisch": Es besteht noch Anlass zur Hoffnung.
"Zustand stabil": nichts geht mehr.

Joachim
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Stefan Schmitz

unread,
Jan 7, 2014, 11:04:54 AM1/7/14
to
Am Dienstag, 7. Januar 2014 09:37:06 UTC+1 schrieb Volker Gringmuth:
> Thomas Schade wrote:
>
> > > Ich hätte sie eher als Gegensätze verstanden, die nicht gleichzeitig
> > > zutreffen können.
> >
> > Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?
>
> MUSEN nimmt er den hierher:
>
> „Zustand kritisch“: Es besteht Anlaß zur Sorge.

MUSEN: Akute Lebensgefahr.

> „Zustand stabil“: Es besteht kein Anlaß zur Sorge.

MUSEN: Keine akute Gefahr.
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Oliver Cromm

unread,
Jan 7, 2014, 12:35:01 PM1/7/14
to
* Stefan Ram:

> Peut-�tre que cela pourrait �tre un anglicisme!

Ich �bersetze mal, da hier vermutlich nicht jeder Franz�sisch
beherrscht:

Es k�nnte sein, da� das ein Anglizismus sein k�nnte.

Es k�nnte eventuell m�glich sein, da� darin vielleicht eine
Redundanz stecken k�nnte. Unter Umst�nden.

--
Software is getting slower
more rapidly than hardware becomes faster
--Wirth's law

Thomas Schade

unread,
Jan 7, 2014, 1:17:34 PM1/7/14
to
Ram's Anatomy


Ciao
Toscha
--
Wenn man immer nur kann wenn man soll,
aber nie darf wenn man will,
dann mag man auch nicht, wenn man muss.

Thomas Schade

unread,
Jan 7, 2014, 1:21:27 PM1/7/14
to
'Stabil' heißt für mich nur 'unverändert'; einen andauernden, sich nicht
verändernden Zustand 'in Lebensgefahr' empfinde ich dennoch als stabil.


Ciao
Toscha
--
Help a man when he is in trouble and he will remember you
when he is in trouble again.
[Pearls of Scottish wisdom]

Lars Bräsicke

unread,
Jan 7, 2014, 1:36:07 PM1/7/14
to
Am 07.01.2014 19:21, schrieb Thomas Schade:
> On 07.01.2014 09:37, Volker Gringmuth wrote:
>> Thomas Schade wrote:
>
>>>> Ich hätte sie eher als Gegensätze verstanden, die nicht gleichzeitig
>>>> zutreffen können.
>>>
>>> Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?
>>
>> MUSEN nimmt er den hierher:
>>
>> „Zustand kritisch“: Es besteht Anlaß zur Sorge.
>> „Zustand stabil“: Es besteht kein Anlaß zur Sorge.
>
> 'Stabil' heißt für mich nur 'unverändert';

Nein, stabil ist etwas, was nicht nur unverändert, sondern auch
veränderungsresistent ist.

> einen andauernden, sich nicht
> verändernden Zustand 'in Lebensgefahr' empfinde ich dennoch als stabil.

Ich würde diesen eher als labil sehen.
Auch labile Zustände können anhalten, gewinnen dadurch aber nicht an
Stabilität.

Worin sollte bei einer Stabilität noch die Lebensgefahr bestehen?

Stefan Schmitz

unread,
Jan 7, 2014, 3:02:57 PM1/7/14
to
Am Dienstag, 7. Januar 2014 19:21:27 UTC+1 schrieb Thomas Schade:

> 'Stabil' heißt für mich nur 'unverändert'; einen andauernden, sich nicht
> verändernden Zustand 'in Lebensgefahr' empfinde ich dennoch als stabil.

Instabil wird er also, wenn die Lebensgefahr endet?

Thomas Schade

unread,
Jan 7, 2014, 3:06:14 PM1/7/14
to
On 07.01.2014 21:02, Stefan Schmitz wrote:
> Am Dienstag, 7. Januar 2014 19:21:27 UTC+1 schrieb Thomas Schade:

>> 'Stabil' hei�t f�r mich nur 'unver�ndert'; einen andauernden, sich nicht
>> ver�ndernden Zustand 'in Lebensgefahr' empfinde ich dennoch als stabil.
>
> Instabil wird er also, wenn die Lebensgefahr endet?

Der �bergang von 'in Lebensgefahr' hin zu 'au�er Lebensgefahr' ist
nat�rlich eine instabile Phase. Danach stabilisiert sich die Lage dann
wieder.


Ciao
Toscha
--
A life spent resisting temptations is a wasted life.
[Paulo Coelho]
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Christina Kunze

unread,
Jan 7, 2014, 4:45:42 PM1/7/14
to
Nein, das bedeutet �blicherweise, dass es kritisch ist, aber nicht mehr
schlechter wird.

chr

Sam Sung

unread,
Jan 7, 2014, 4:50:52 PM1/7/14
to
Christina Kunze schrieb:
Also doch keine Lebensgefahr mehr, so, wie die Managerin dementierte?

+
kaum tangiert - stark tangiert - schwach tangiert

Sam Sung

unread,
Jan 7, 2014, 5:04:45 PM1/7/14
to
Oder vielleicht bedeutet dass sich keiner mehr wagt, an seiner
Situation (Beatmung, k�nstliches Koma) viel oder auch nur we
nig zu �ndern...

Sam Sung schrieb:
+
Message has been deleted

Volker Gringmuth

unread,
Jan 8, 2014, 12:51:37 PM1/8/14
to
Werner Tann wrote:

> -3, -3.5, -4, -4.5 verschlechtert sich stetig, aber der Grad der
> Verschlechterung pro Zeiteinheit (0.5) ist konstant/unverändert!

Dann sollen sie doch einfach sagen, ob a) der Zustand oder b) die wievielte
seiner Ableitungen konstanz ist.


vG

Dr. Falstaff

unread,
Jan 8, 2014, 3:24:56 PM1/8/14
to
____________________________________
/ Der Zustand von Ramses II ist auch \
\ kritisch aber stabil /
------------------------------------
\
\
__
UooU\.'@@@@@@`.
\__/(@@@@@@@@@@)
(@@@@@@@@)
`YY~~~~YY'
|| ||


Stefan Schmitz

unread,
Jan 8, 2014, 4:41:03 PM1/8/14
to
Am Dienstag, 7. Januar 2014 17:29:15 UTC+1 schrieb Matthias Opatz:
> Stefan Schmitz gab zur Kenntnis:

> > MUSEN: Keine akute Gefahr.
>
> Ist ein Deich stabil, droht keine Gefahr. Ist er es nicht, kann er
> brechen, und hinterm Damm ein Hochwasserstand ein Zeit lang stabil
> sein.

Bei Stabilität eines Gesundheitszustands denke ich eher an den Deich
als an den Wasserstand. Also eher an Belastbarkeit als an Konstanz.

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 4:42:47 PM1/8/14
to
Stefan Schmitz schrieb:
> Am Dienstag, 7. Januar 2014 17:29:15 UTC+1 schrieb Matthias Opatz:
>> Stefan Schmitz gab zur Kenntnis:
>
>>> MUSEN: Keine akute Gefahr.
>>
>> Ist ein Deich stabil, droht keine Gefahr. Ist er es nicht, kann er
>> brechen, und hinterm Damm ein Hochwasserstand ein Zeit lang stabil
>> sein.
>
> Bei Stabilit�t eines Gesundheitszustands denke ich eher an den Deich
> als an den Wasserstand. Also eher an Belastbarkeit als an Konstanz.

Aber Lebensgefahr ist in keinster Weise "stabil" - das geht nicht zusammen.
+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 4:49:48 PM1/8/14
to
Stefan Schmitz schrieb:
> Am Mittwoch, 8. Januar 2014 22:42:47 UTC+1 schrieb Sam Sung:
>> Stefan Schmitz schrieb:
>
>>> Bei Stabilit�t eines Gesundheitszustands denke ich eher an den Deich
>>> als an den Wasserstand. Also eher an Belastbarkeit als an Konstanz.
>>
>> Aber Lebensgefahr ist in keinster Weise "stabil" - das geht nicht zusammen.
>
> Gratuliere. Du hast erkannt, warum ich den Thread gestartet habe.

Vielleicht bekommen wir beide mal zusammen den Nobelpreis f�r Literatur!
+

Stefan Schmitz

unread,
Jan 8, 2014, 4:48:23 PM1/8/14
to
Am Mittwoch, 8. Januar 2014 22:42:47 UTC+1 schrieb Sam Sung:
> Stefan Schmitz schrieb:

> > Bei Stabilität eines Gesundheitszustands denke ich eher an den Deich
> > als an den Wasserstand. Also eher an Belastbarkeit als an Konstanz.
>
> Aber Lebensgefahr ist in keinster Weise "stabil" - das geht nicht zusammen.

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 4:56:57 PM1/8/14
to
Oliver Jennrich schrieb:
> Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> writes:
>
>> Schumis Zustand ist "kritisch, aber stabil".
>>
>> Was bedeuten diese beiden Adjektive eigentlich in der Medizin?
>> Ich h�tte sie eher als Gegens�tze verstanden, die nicht gleichzeitig zutreffen
>> k�nnen.
>
> Ich verstehe sie auch au�erhalb der Medizin nicht als
> Gegens�tze. Kritisch bezieht sich auf die Situation, stabil aof die
> zeitliche Entwicklung.

Wie willst du denn LIVE die "zeitliche Entwicklung" �hmmm "beurteilen",
wenn nicht als Hypothese/Prognose - aber eine "stabile zeitliche
Entwicklung" wird erst im Nachhinein statistisch erfasst.

Stefan hat implizit recht mit seiner Frage, "kritisch, aber stabil"
geht nicht LIVE, sondern nur sp�ter in Form von Datamining...
+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:05:20 PM1/8/14
to
Oliver Jennrich schrieb:
> Lanarcam <lana...@yahoo.fr> writes:
>> Le 06/01/2014 22:36, Oliver Jennrich a �crit :
>>> Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> writes:
>>>
>>>> Schumis Zustand ist "kritisch, aber stabil".
>>>>
>>>> Was bedeuten diese beiden Adjektive eigentlich in der Medizin?
>>>> Ich h�tte sie eher als Gegens�tze verstanden, die nicht gleichzeitig zutreffen
>>>> k�nnen.
>>>
>>> Ich verstehe sie auch au�erhalb der Medizin nicht als
>>> Gegens�tze. Kritisch bezieht sich auf die Situation, stabil aof die
>>> zeitliche Entwicklung.
>>>
>> Heisst das nicht besser als bedrohlich oder gef�rhlig aber ohne
>> ver�nderung?
>
> 'Kritisch' und 'stabil' sind in der Medizin �bliche Begriffe, also
> Fachsprache. Umgangssprachlich kann man das sicher auch so formulieren,
> wie du es vorgeschlagen hast - lebensbedrohlicher Zustand der sich aber
> zur Zeit nicht verschlechtert.

"Zur Zeit nicht verschlechtert" gilt irgendwie fast f�r alles.

"Kritisch, aber stabil" ist einfach Polemik, aber eher Stuss,
dem man niemand in einem Massenmedium anbietet, weder vors�tzlich
noch beim Schlafwandeln, weil dadurch einfach viele Leute defacto
verbl�det werden (damit will ich nicht sagen, dass es sich verbl�det
nicht angenehmer, weil weniger sensibel, leben l�sst - die letzten,
die daran so �ffentlich wie m�glich herumgedeutelt hat waren solche
Martin Luther).

+
Der in Gott versetzte Mensch wird von Freude durchkitzelt,
in allem, was er tut und l�sst! Meister Eckhart

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:08:05 PM1/8/14
to
Christina Kunze schrieb:
> Am 07.01.2014 09:37, schrieb Volker Gringmuth:
>> Thomas Schade wrote:
>>
>>>> Ich hļæ½tte sie eher als Gegensļæ½tze verstanden, die nicht gleichzeitig
>>>> zutreffen kļæ½nnen.
>>>
>>> Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?
>>
>> MUSEN nimmt er den hierher:
>>
>> ļæ½Zustand kritischļæ½: Es besteht Anlaļæ½ zur Sorge.
>> ļæ½Zustand stabilļæ½: Es besteht kein Anlaļæ½ zur Sorge.
>
> Wļæ½rde Dir "unverļæ½ndert kritisch" besser gefallen?

Das ist ein Unterschied, weil stabil, nicht unverļæ½ndert ist, denn
"stabil" ist eine Prognose und "unverļæ½ndert ist" ist ein Faktum
(also eine nachtrļæ½gliche Feststellung und nicht live).

+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:09:28 PM1/8/14
to
Martin Gerdes schrieb:

> Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> schrieb:
>
>>> W�rde Dir "unver�ndert kritisch" besser gefallen?
>
>>Aber deutlich. (Die Formulierung, nicht der Zustand.)
>
> Und wie w�re: "Er schwebt unver�ndert in Lebensgefahr"?

Ja, aber nicht "Er schwebt stabil in Lebensgefahr".

> Ich halte "kritisch" in diesem Zusammenhang f�r einen Anglizismus.

Nein, sondern "stabil" ist da (hoffentlich unfreiwillig) grotesk.

+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:11:01 PM1/8/14
to
Christina Kunze schrieb:
Aber woher willst du denn das wissen - das ist eine Prognose, also
deshalb nicht von der �rzteschaft, sondern von den Medien...

+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:11:45 PM1/8/14
to
Volker Gringmuth schrieb:

> Werner Tann wrote:
>
>> -3, -3.5, -4, -4.5 verschlechtert sich stetig, aber der Grad der
>> Verschlechterung pro Zeiteinheit (0.5) ist konstant/unver�ndert!
>
> Dann sollen sie doch einfach sagen, ob a) der Zustand oder b) die wievielte
> seiner Ableitungen konstanz ist.

;) �cht lurstik... ;)

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:13:03 PM1/8/14
to
Joachim Pense schrieb:

> Am 07.01.2014 09:37, schrieb Volker Gringmuth:
>> Thomas Schade wrote:
>>
>>>> Ich hļæ½tte sie eher als Gegensļæ½tze verstanden, die nicht gleichzeitig
>>>> zutreffen kļæ½nnen.
>>>
>>> Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?
>>
>> MUSEN nimmt er den hierher:
>>
>> ļæ½Zustand kritischļæ½: Es besteht Anlaļæ½ zur Sorge.
>> ļæ½Zustand stabilļæ½: Es besteht kein Anlaļæ½ zur Sorge.
>>
>
> Ich wļæ½rde sagen:
> "Zustand kritisch": Es besteht noch Anlass zur Hoffnung.
> "Zustand stabil": nichts geht mehr.

;) (nein, pssst, was denke ich denn da - das ist nicht zum Lachen).
+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:16:36 PM1/8/14
to
Stefan Schmitz schrieb:
> Am Dienstag, 7. Januar 2014 09:37:06 UTC+1 schrieb Volker Gringmuth:
>> Thomas Schade wrote:
>>
>>> > Ich hļæ½tte sie eher als Gegensļæ½tze verstanden, die nicht gleichzeitig
>>> > zutreffen kļæ½nnen.
>>>
>>> Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?
>>
>> MUSEN nimmt er den hierher:
>>
>> ļæ½Zustand kritischļæ½: Es besteht Anlaļæ½ zur Sorge.
>
> MUSEN: Akute Lebensgefahr.
>
>> ļæ½Zustand stabilļæ½: Es besteht kein Anlaļæ½ zur Sorge.
>
> MUSEN: Keine akute Gefahr.

UND NUN beides zusammen:

Zustand Vereinigung(kritisch,stabil) =
Zustand Vereinigung(Akute Lebensgefahr,Keine akute Gefahr)

Mift - muss schon wieder lachen ;)
+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:19:00 PM1/8/14
to
Matthias Opatz schrieb:
> Stefan Schmitz gab zur Kenntnis:
>
>>> ļæ½Zustand stabilļæ½: Es besteht kein Anlaļæ½ zur Sorge.
>>
>> MUSEN: Keine akute Gefahr.
>
> Ist ein Deich stabil, droht keine Gefahr.

Und trotzdem stirbt jeder irgendwann mal...

> Ist er es nicht, kann er brechen,

Das geht auch, wenn ein Deich "ohne Gefahr stabil" ist,
siehe die Historie.

> und hinterm Damm ein Hochwasserstand ein Zeit lang stabil sein.

Das ist es: es kann noch ein Weilchen beatmet werden, bevor
das Unvermeidliche, zbl

> Ein Wasserstand, der die Ernte vernichtet und Hļæ½user flutet.

geschieht...
+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:20:11 PM1/8/14
to
Thomas Schade schrieb:

> On 07.01.2014 09:37, Volker Gringmuth wrote:
>> Thomas Schade wrote:
>
>>> > Ich hļæ½tte sie eher als Gegensļæ½tze verstanden, die nicht gleichzeitig
>>> > zutreffen kļæ½nnen.
>>>
>>> Den Gegensatzcharakter erkenne ich nicht, woher nimmst du den?
>>
>> MUSEN nimmt er den hierher:
>>
>> ļæ½Zustand kritischļæ½: Es besteht Anlaļæ½ zur Sorge.
>> ļæ½Zustand stabilļæ½: Es besteht kein Anlaļæ½ zur Sorge.
>
> 'Stabil' heiļæ½t fļæ½r mich nur 'unverļæ½ndert';

Eben - das ist "Statistik im Nachhinein"...

> einen andauernden, sich nicht
> verļæ½ndernden Zustand 'in Lebensgefahr' empfinde ich dennoch als stabil.

Ja - das ist eben deine Prognose - aber nicht die der ļæ½rzteschaft...
+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:24:16 PM1/8/14
to
Thomas Schade schrieb:

> On 07.01.2014 21:02, Stefan Schmitz wrote:
>> Am Dienstag, 7. Januar 2014 19:21:27 UTC+1 schrieb Thomas Schade:
>
>>> 'Stabil' hei�t f�r mich nur 'unver�ndert'; einen andauernden, sich nicht
>>> ver�ndernden Zustand 'in Lebensgefahr' empfinde ich dennoch als stabil.

Das ist Mathe, und nichts anderes.

>> Instabil wird er also, wenn die Lebensgefahr endet?
>
> Der �bergang von 'in Lebensgefahr' hin zu 'au�er Lebensgefahr' ist
> nat�rlich eine instabile Phase.

> Danach stabilisiert sich die Lage dann wieder.

Aber auf welche Seite f�llt eine Karte (stabil lebendig oder stabil tot)
bei Anwendung des Terms "stabile Lebensgefahr", wenn man diesen Ausdruck
rational �berdenkt...

+

Sam Sung

unread,
Jan 8, 2014, 5:27:46 PM1/8/14
to
Werner Tann schrieb:
> Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> schrieb:
>
>>Schumis Zustand ist "kritisch, aber stabil".
>>
>>Was bedeuten diese beiden Adjektive eigentlich in der Medizin?
>
> Ohne Ahnung von der medizinischen Verwendung zu haben, bedeutet es
> rein sprachlich einen Zustand, der im roten Bereich liegt, aber ohne
> Tendenz, sich weiter zu verschlechtern. Also in gleichen
> Zeitintervallen: -3, -3.1, -3, -3 ... Bei -5 ist das System tot oder
> kaputt.
>
> Kritisch und nicht stabil w�re -3,-3.3, -3.4, -3.6 ...

OK, wobei diese Zahlen eine Gesamt-Interpretation bedeuten, und
zwar humanerseits und nicht aus einer Expertensystem/Datenbank.

"kritisch, aber stabil" bedeutet vielleicht: bei Beatmung stirbt
der K�rper nicht, aber die Hirnstr�me sind bereits "kritisch"...

+

Christina Kunze

unread,
Jan 9, 2014, 1:25:58 PM1/9/14
to
Am 08.01.2014 23:09, schrieb Sam Sung:
> Martin Gerdes schrieb:
>
>> Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> schrieb:
>>
>>>> W�rde Dir "unver�ndert kritisch" besser gefallen?
>>
>>> Aber deutlich. (Die Formulierung, nicht der Zustand.)
>>
>> Und wie w�re: "Er schwebt unver�ndert in Lebensgefahr"?
>
> Ja, aber nicht "Er schwebt stabil in Lebensgefahr".

Wenn er die ganze Zeit gleich stark in LEbensgefahr schwebt (etwa, wenn
sich seine Werte st�ndig nah an einer gef�hrlichen Grenze halten), kann
sein Zustand kritisch (weil lebensgef�hrlich), aber stabil (weil
unver�ndert dasselbe) sein.

>> Ich halte "kritisch" in diesem Zusammenhang f�r einen Anglizismus.

Das wei� ich nicht, glaube aber diesen Ausdruck im medizinischen Kontext
schon sehr lange zu kennen, so dass er auch auf Medizinergratein
zur�ckgehen kann, denn von der Krisis ist auch in Texten des 19.
Jahrhunderts die Rede.

chr


Sam Sung

unread,
Jan 9, 2014, 2:29:15 PM1/9/14
to
Christina Kunze schrieb:
> Am 08.01.2014 23:09, schrieb Sam Sung:
>> Martin Gerdes schrieb:
>>
>>> Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> schrieb:
>>>
>>>>> Wļæ½rde Dir "unverļæ½ndert kritisch" besser gefallen?
>>>
>>>> Aber deutlich. (Die Formulierung, nicht der Zustand.)
>>>
>>> Und wie wļæ½re: "Er schwebt unverļæ½ndert in Lebensgefahr"?
>>
>> Ja, aber nicht "Er schwebt stabil in Lebensgefahr".
>
> Wenn er die ganze Zeit gleich stark in LEbensgefahr schwebt (etwa, wenn
> sich seine Werte stļæ½ndig nah an einer gefļæ½hrlichen Grenze halten),

Welche Werte - Schumacher liegt unter Kļæ½hlung auf der Intensivstation
in Vollnarkose und wird beatmet; diesen kontrollierten Zustand kann
man noch 50 Jahre lang aufrechterhalten, wenn er stabil ist.

> kann sein Zustand kritisch (weil lebensgefļæ½hrlich), aber stabil
> (weil unverļæ½ndert dasselbe) sein.

Es besteht kein akuter Handlungsbedarf bzw. man kann nur warten
(auch monatelang), wie sich die "stabile Lebensgefahr" entwickelt,
bis nļæ½mlich eventuell Komplikationen auftreten, wie eine Sepsis,
die man eventuell nicht beherrschen kann, oder auch Herzprobleme,
dann mļæ½ssen noch weitere Gerļæ½te eingeschaltet werden. Erst wenn
Schumacher ausser Lebensgefahr ist, kann und wird man sich wagen,
die Intensivmassnahmen vorsichtig zurļæ½ckzufahren.

Schumis Managerin sagte: Zustand "unverļæ½ndert kritisch, aber stabil",
das ļæ½rztliche Bulletin sagt: ļæ½Der klinische Zustand von Michael
Schumacher wird als stabil angesehen und kontinuierlich beaufsichtigt.
Das zustļæ½ndige ļæ½rzteteam unterstreicht jedoch, dass sie nicht aufhļæ½ren
werden, die Situation von Michael als kritisch zu betrachtenļæ½.
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