Ist dieser Vorname in Norddeutschland noch gängig?
mfg
Heinz Lohmann
Tanshui, Taiwan
25.13N 121.29E
--
Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not
truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music.
Music is the best. F.Z. 1940-1993
HL> Ich lese gerade eine Novelle von Storm, John Riew', und frage mich
HL> dabei, wie dieser Vorname wohl ausgesprochen wird:
HL> Wie das englische Dschon oder einfach Ioon?
Als Nachname wie bei Gottfried John auf jeden Fall in der letzteren,
deutschen Art. Bei Vornamen kommt es wohl auf die Vorlieben der
jeweiligen Familie an, wie die diesen ausgesprochen haben wollen.
MfG,
Lüko Willms http://www.mlwerke.de
/--------- L.WI...@jpberlin.de -- Alle Rechte vorbehalten --
"Die Interessen der Nation lassen sich nicht anders formulieren als unter
dem Gesichtspunkt der herrschenden Klasse oder der Klasse, die die
Herrschaft anstrebt." - Leo Trotzki (27. Januar 1932)
> Ich lese gerade eine Novelle von Storm, John Riew', und frage mich
> dabei, wie dieser Vorname wohl ausgesprochen wird:
> Wie das englische Dschon oder einfach Ioon?
Ich vermute mal letzteres. Als wir in der Schule das Gedicht "John
Schehr und Genossen" lernen mußten, versuchte unsere Deutschlehrerin
vergeblich, sich mit der deutschen Aussprache gegen ihre
amerikanisierten Schüler durchzusetzen.
daniel.
--
Daniel Küstner
pgp public key on request
Nimm eine fremde Hand und geh ins Unbekannte.
Meinst du, dass Theodor Storm ihn eventuell englisch ausgesprochen hat?
D.h. dass es früher schon zwei Aussprachen gab?
Yeah folks, das meinen gewisse Leute.
Wir haben auch den deutschen Schriftsteller Uwe Johnson - der heisst
bestimmt nicht Ju-ui Dschonnsen.
Poul Erik Joergensen
--
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> "Heinz Lohmann" <lese...@despammed.com> skrev i en meddelelse
> news:c46aed$2dloqj$1...@ID-24646.news.uni-berlin.de
>
>>Meinst du, dass Theodor Storm ihn eventuell englisch ausgesprochen
>>hat? D.h. dass es früher schon zwei Aussprachen gab?
>
>
> Yeah folks, das meinen gewisse Leute.
> Wir haben auch den deutschen Schriftsteller Uwe Johnson - der heisst
> bestimmt nicht Ju-ui Dschonnsen.
Stimmt schon. Allerdings schrieb Storms Zeitgenosse Fontane das Gedicht
John Maynard. D.h., die englische Aussprache war (wenn auch im
amerikanischen Kontext) durchaus unter deutschen Dichtern bekannt.
> Stimmt schon. Allerdings schrieb Storms Zeitgenosse Fontane das Gedicht
> John Maynard. D.h., die englische Aussprache war (wenn auch im
> amerikanischen Kontext) durchaus unter deutschen Dichtern bekannt.
Du hast das Zauberwort erwischt: Kontext! :)
Matthias
--
Wenn man vier Würfel hat und will sechs Sechsen werfen, so wird dies
nicht immer gelingen. Prof. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? => http://www.galletti.de/ **
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Ist das so sicher?
Vielleicht hat Fontane Joon Meinart gelesen - wer weiß?
Im selben Gedicht reimt Fontane Buffalo/ froh, Buffalo/ lichterloh, wo/
Buffalo, Hallo/ Buffalo - hier kann er offenbar kein Englisch.
Betrachten wir danach den Anfang des Gedichtes, wo wir lesen:
John Maynard war unser Steuermann,
Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
Er hat uns gerettet, er traegt die Kron,
Er starb fuer uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.
Ich hoere die Woerter so: Kron - Lohn - Joon.
Poul Erik Joergensen
DK
Mh - könnte sein, so hab ich das noch gar nicht gesehen.
In anderen Gedichten mit englischen Themen, reimt er so:
Lied des James Monmouth:
alters/ Walters [Lucy Walters]
Johanna Gray:
Hier wird Anne Boleyn "Anna Bulen" genannt (kein Reim).
Archibald Douglas:
Archibald/ Wald.
Linlithgow/ froh [also die deutsche Aussprache [o:], die in deutschen
Personen- und Ortsnamen vorkommen, z.B. Basedow, Buckow].
Damit ist nicht gesagt, dass Fontane kein Englisch konnte. Nur dass wir die
in seinen Gedichten vorkommenden englischen Woerter nicht unbedingt mit
englischer Aussprache lesen muessen.
Poul Erik Joergensen
In anderen Gedichten mit englischen Themen reimt er so:
Lied des James Monmouth:
alters/ Walters [Lucy Walters]
Johanna Gray:
Hier wird Anne Boleyn "Anna Bulen" genannt (kein Reim).
Archibald Douglas:
Archibald/ Wald.
Linlithgow/ froh [also die deutsche Aussprache [o:], die in deutschen
Personen- und Ortsnamen vorkommen, z.B. Basedow, Buckow].
Damit ist nicht gesagt, dass Fontane kein Englisch konnte. Nur dass wir die
in seinen Gedichten vorkommenden englischen Woerter nicht unbedingt mit
englischer Aussprache lesen muessen.
Poul Erik Joergensen
In anderen Gedichten mit englischen Themen, reimt er so:
Lied des James Monmouth:
alters/ Walters [Lucy Walters]
Johanna Gray:
Hier wird Anne Boleyn "Anna Bulen" genannt (kein Reim).
Archibald Douglas:
Archibald/ Wald.
Linlithgow/ froh [also die deutsche Aussprache [o:], die in deutschen
Personen- und Ortsnamen vorkommt, z.B. Basedow, Buckow].
Damit sei nicht gesagt, dass Fontane kein Englisch konnte. Nur dass wir die
in seinen Gedichten vorkommenden englischen Woerter nicht unbedingt mit
englischer Aussprache lesen muessen.
Poul Erik Joergensen
In anderen Gedichten mit englischen Themen reimt er so:
Lied des James Monmouth:
alters/ Walters [Lucy Walters]
Johanna Gray:
Hier wird Anne Boleyn "Anna Bulen" genannt (kein Reim).
Archibald Douglas:
Archibald/ Wald.
Linlithgow/ froh [also die deutsche Aussprache [o:], die in deutschen
Personen- und Ortsnamen vorkommt, z.B. Basedow, Buckow].
Damit sei nicht gesagt, dass Fontane kein Englisch konnte. Nur dass wir die
in seinen Gedichten vorkommenden englischen Woerter nicht unbedingt mit
englischer Aussprache lesen muessen.
Poul Erik Joergensen
> HL> Ich lese gerade eine Novelle von Storm, John Riew', und frage mich
> HL> dabei, wie dieser Vorname wohl ausgesprochen wird:
> HL> Wie das englische Dschon oder einfach Ioon?
>
> Als Nachname wie bei Gottfried John auf jeden Fall in der letzteren,
> deutschen Art.
Oder wie bei Otto John, auf dessen Buch "Falsch und zu spät" ich, da
sich heuer der 20. Juli zum 60. Male jährt, hinweisen möchte.
O. J. eine etwas dubiose Erscheinung. Im Kriege wohl Agent der
Alliierten, erster Chef des bundesdeutschen Verassungsschutzes
(Adenauer war gegen die besetzung mot O. J.), dann Ende der 50er nach
Ost-Bln. entschwunden, später im Westen im Zuchthaus, nach der Wende
erfolglos um Rehabilitierung bemüht.
Uwe Johnson wird auch deutsch ausgesprochen (die Fam. kommt wohl aus
Schweden, jedenfalls schreibt U. J. irgendwo, sein Großvater wäre
schwedische Soldat gewesen).
> Bei Vornamen kommt es wohl auf die Vorlieben der
> jeweiligen Familie an, wie die diesen ausgesprochen haben wollen.
Ein Kommilitone hieß mit Vornamen Helmut James, wobei James englisch
ausgesprochen werden sollte. Wir taten natürlich einen Deibel und
nannten ihn "Jammeß" - FR
> > Meinst du, dass Theodor Storm ihn eventuell englisch ausgesprochen
> > hat? D.h. dass es früher schon zwei Aussprachen gab?
>
> Yeah folks, das meinen gewisse Leute.
> Wir haben auch den deutschen Schriftsteller Uwe Johnson - der heisst
> bestimmt nicht Ju-ui Dschonnsen.
Naja, in Neu York wurde er schon so angesprochen und nannte sich dann
selbst so.
Sein Alter ego in den "Jahrestagen" ist ja Dietrich Erichson (Di-i):
Dietrich ist der zweite Vornamen U. Johnsons, Erich der Vorname seines
Vaters.
Die Fam. Johnson kam wohl aus Schweden - FR
> Uwe Johnson wird auch deutsch ausgesprochen (die Fam. kommt wohl aus
> Schweden, jedenfalls schreibt U. J. irgendwo, sein Großvater wäre
> schwedische Soldat gewesen).
>
> > Bei Vornamen kommt es wohl auf die Vorlieben der
> > jeweiligen Familie an, wie die diesen ausgesprochen haben wollen.
>
> Ein Kommilitone hieß mit Vornamen Helmut James, wobei James englisch
> ausgesprochen werden sollte. Wir taten natürlich einen Deibel und
> nannten ihn "Jammeß" - FR
>
Solange ihr ihn nicht 'Schammes' genannt habt ...
--
_____ _ _ mailto: halbritter at acornusers.org
|__ __|| | | | "Ich schick dir dann ein Engobe!"
| | | |_| | "Was soll denn das sein?"
| | | _ | "Naja, ich wollte Email nur fachlich ausdrücken!"
|_|a |_| |_|a (Dialog in einer Newsgroup)
> John Maynard war unser Steuermann,
> Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
*Aushielt* er, ...
Hat diese Verbform eigentlich einen Namen? Man liest das sehr selten,
ich kenne sie nur von Regieanweisungen in Theaterstücken:
Getöse, auftritt der Betrunkene
und aus einem andern Gedicht (C.F. Meyer, die Füsse im Feuer):
Eintritt der Edelmann. "Du träumst! Zu Tische, Gast ..."
In beiden Gedichten ist die Form von der Silbenanzahl nicht zwingend
("Er hielt aus" oder "Der Edelmann tritt ein" würde auch passen),
allenfalls vom Sprechrhythmus her.
- Andi
> * Poul Erik Jørgensen <8...@NNNos.dk>:
>
>> John Maynard war unser Steuermann,
>> Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
>
> *Aushielt* er, ...
Nein, weder ARS noch NRS.
> Hat diese Verbform eigentlich einen Namen? Man liest das sehr selten,
> ich kenne sie nur von Regieanweisungen in Theaterstücken:
Geht die Tür nicht auf? - Auf geht sie schon, bloß zu geht sie nicht.
(Und gewiß nicht »Aufgeht sie schon«.)
Die Wortstellung im Deutschen hat bekanntlich viel mit Betonung,
Symmetrie, Topik & Fokus usw. zu tun. Und was wir so gerne als
»trennbare Verben« bezeichnen, das sind eigentlich nur besonders
gut etablierte Kombinationen von Präpositionen und Verben.
- Sebastian
--
Mit allen verfügbaren Mitteln will die Europäische Union den internationalen
Terrorismus bekämpfen. Zum Auftakt des Gipfeltreffens in Brüssel befassten sich
die Staats- und Regierungschefs mit einer gemeinsamen Solidaritätserklärung.
(Spiegel Online)
> "Daniel Küstner" <ne...@kuestner.org> skrev i en meddelelse
> news:4066FAAC...@kuestner.org
>> Poul Erik Jørgensen wrote:
>>> Ist das so sicher?
>>> Vielleicht hat Fontane Joon Meinart gelesen - wer weiß?
>>
>> Mh - könnte sein, so hab ich das noch gar nicht gesehen.
> In anderen Gedichten mit englischen Themen reimt er so:
> Lied des James Monmouth:
> alters/ Walters [Lucy Walters]
> Johanna Gray:
> Hier wird Anne Boleyn "Anna Bulen" genannt (kein Reim).
> Archibald Douglas:
> Archibald/ Wald.
> Linlithgow/ froh [also die deutsche Aussprache [o:], die in deutschen
> Personen- und Ortsnamen vorkommt, z.B. Basedow, Buckow].
Ich frage mich, was daran so falsch
sein soll - die Aussprache [o:] für -ow ist jedenfalls der lokalen nah
genug, und auch der Reim Archibald/Wald klingt nicht fremd. "Bulen"
für Boleyn mit Betonung auf der ersten Silbe und Schwa ist auch nicht
abwegig.
> Damit sei nicht gesagt, dass Fontane kein Englisch konnte. Nur dass wir die
> in seinen Gedichten vorkommenden englischen Woerter nicht unbedingt mit
> englischer Aussprache lesen muessen.
Bei Archibald Douglas und Johanna Gray liegt der Verdacht nahe, daß er
mit der schottischen Aussprache gut genug vertraut war.
--
Space - the final frontier
> > John Maynard war unser Steuermann,
> > Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
> *Aushielt* er, ...
"Aus hielt er" muss schon richtig sein, denn hier entscheidet ja allein
der Satzbau darüber, ob "aus" und "hielt" nebeneinander stehen. Im
Satzbeginn "Er hielt aus" wäre nur die Reihenfolge der Wörter vertauscht
und ich schreibe da ja nicht "Er hieltaus".
> Getöse, auftritt der Betrunkene
Getöse, *auf* tritt der Betrunkene. Das vorgezogene "auf" betont den
Auftritt im Gegensatz zum Abgang, würde ich sagen. Aber wenn der
Regisseur brüllt: "auftritt der Betrunkene", meint er sicher "Auftritt:
der Betrunkene". ;-)
Aber die Form, wie sie in meinem Schulbuch stand. Das ist sicher keine
literaturkritische Autorität, aber dennoch finde ich das Gedicht mit
Google (auch keine Autorität, aber ein Hinweis) 144mal mit "aus hielt"
und 51mal mit "aushielt". Muss wohl etwas dran sein.
Es fragt sich also, wie Fontane das ursprünglich geschrieben hat, und in
welcher Richtung die Orthographie "behutsam" angepasst wurde.
Das Gedicht steht für mich für eine der peinlichsten Szenen in meiner
Schulzeit. Ich sollte das Gedicht rezitieren:
ak: "Die Möwe fliegt über den Eiresee, Gischt schäumt ..."
(Geraune in der Klasse)
Lehrer: Hm, Andi, du beginnst vielleicht besser nochmal von vorn.
ak: Äh, hmm, "Die Taube fliegt ..."
(Klasse tobt, ak sucht Mauseloch)
- Andi
>> John Maynard war unser Steuermann,
>> Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
>
> *Aushielt* er, ...
MUSEN nein. Trennbare Verben als Prädikat eines einfachen Aussagesatzes
sind stets getrennt.
Diese Stellung wird verwendet, wenn das Präfix, das ja bei Verbtrennung
hinten stünde, betont werden soll. Ich denke an die dramatische Szene
im "Herrn der Ringe": "Seite an Seite lagen sie, und herab stürzte sich
Gwaihir, und herab kamen Landroval und Meneldor der Schnelle; ..." -
eine Konstruktion, die im englischen Original ebenso vorliegt: "Side by
side they lay; and down swept Gwaihir, and down came Landroval and
Meneldor the swift; ..."
Würdest Du hier auch "herabstürzte" und "herabkamen" schreiben? Ich
nicht.
> Getöse, auftritt der Betrunkene
Das halte ich für eine fachsprachliche Besonderheit, ähnlich dem
mathematischen "Sei x eine Primzahl" statt "x sei eine Primzahl".
Schön persifliert hat das Kempowski zu "Ansage mir frisch!"
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Use any version of Microsoft Frontpage to create your site. (This won't prevent
people from viewing your source, but no one will want to steal it.)"
Tipp gegen Quellcode-Klau <http://www.vortex-webdesign.com/help/hidesource.htm>
>> *Aushielt* er, ...
>
> "Aus hielt er" muss schon richtig sein, denn hier entscheidet ja
> allein der Satzbau darüber, ob "aus" und "hielt" nebeneinander
> stehen. Im Satzbeginn "Er hielt aus" wäre nur die Reihenfolge der
> Wörter vertauscht und ich schreibe da ja nicht "Er hieltaus".
Und auch nicht "er aushielt".
So langsam anschließe ich mich aber Mark Twains Meinung, man sollte die
trennbaren Verben abschaffen.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann,
warum seine Prognose nicht gestimmt hat. (Winston Churchill)
> eine Konstruktion, die im englischen Original ebenso vorliegt: "Side by
> side they lay; and down swept Gwaihir, and down came Landroval and
> Meneldor the swift; ..."
Das widerspricht ja alles mir bekannten Satzstellungsregeln für das
Englische, und die sind ja bekanntlich strenger als im Deutschen.
Oder ist das ein Märchen aus dem ostdeutschen Englischunterricht?
(Überweisung nach de.etc.sprache.misc)
> Uwe Johnson wird auch deutsch ausgesprochen (die Fam. kommt wohl aus
Gips eigentlich eine Tendenz, ob mit [z] oder [s]? Ich sage
eindeutig "John[s]on", was aber Einfluss aus Englisch und
Schwedisch sein kann. Meine Angetraute sagt "John[z]on", aber
die sagt auch, da sehr frankophil, "[s]aison", wo ich das Wort
ordentlich eingemeindet habe ;-)
Gruß,
Achim
>*Aushielt* er, ...
>
>Hat diese Verbform eigentlich einen Namen? Man liest das sehr selten,
>ich kenne sie nur von Regieanweisungen in Theaterstücken:
Ich bin mir sehr sicher, solche Wendungen bei Max Frisch gelesen zu
haben (und zwar nicht als Regieanweisungen): "Aufspringt er." usw.
Mich hat das sofort an "up he jumped" erinnert. Tolkien wurde ja schon
erwähnt.
Grüße
Christian
Deshalb sag ich oft meinen DaF-Studenten, dass es sich eigentlich um
*zusammenschreibbare* Verben handelt, da man sie meist in getrennter
Form sieht.
Nur mein Sempf.
Ein ähnlicher Fall ist Meyers »Auf_steigt der Strahl und fallend gießt/
Er voll der Marmorschale Rund«. Das müßte man eigentlich getrennt
schreiben, denn normalerweise (also im Aussage-Hauptsatz) steht die
Personalform des Verbs in der Mitte des Satzes, davor ist das sog.
Vorfeld, dahinter das Nachfeld. In den diskutierten Fällen steht
im Vorfeld nur der Verbzusatz, man kann ihn als ein selbständiges
Satzglied ansehen, deshalb wird hier die Getrenntschreibung bevorzugt.
Natürlich kann in dichterischer Sprache die Personalform auch an der
Spitze des Satzes stehen:
»Sah ein Knab ein Röslein stehn« (Goethe).
»Kommt ein Reiter ihm entgegen« (Chamisso).
Hier fehlt jeweils ein »es«, das in diesen Fällen normalerweise das
Vorfeld füllt. Das zweite Beispiel zeigt aber auch, daß man
unterscheiden muß zwischen:
A. »Kommt ein Reiter ihm entgegen«
B. »Entgegen kommt ihm ein Reiter«
In A. steht die Personalform an der Spitze, in B. haben wir dagegen den
gewöhnlichen Satzplan (Vorfeld - Personalform des Verbs - Nachfeld).
Schöne Grüße,
Wolf
> > Uwe Johnson wird auch deutsch ausgesprochen (die Fam. kommt wohl aus
> > Schweden, jedenfalls schreibt U. J. irgendwo, sein Großvater wäre
> > schwedische Soldat gewesen).
> >
> > > Bei Vornamen kommt es wohl auf die Vorlieben der
> > > jeweiligen Familie an, wie die diesen ausgesprochen haben wollen.
> >
> > Ein Kommilitone hieß mit Vornamen Helmut James, wobei James englisch
> > ausgesprochen werden sollte. Wir taten natürlich einen Deibel und
> > nannten ihn "Jammeß" - FR
>
> Solange ihr ihn nicht 'Schammes' genannt habt ...
Mach nur so weiter, dann rutschst Du auf Gringmuths Niewoh ap.
Im III: Reich wurde ja der Forschungsreisende Sven Hedin sehr popularisiert.
Kaum jemand weiß, daß noch sein Großvater Rabbiner in Frankfurt a. d. Oder war.
Wenn dis der Führer hätte gewußt - FR
> >> Vielleicht hat Fontane Joon Meinart gelesen - wer weiß?
> >
> > Mh - könnte sein, so hab ich das noch gar nicht gesehen.
>
> In anderen Gedichten mit englischen Themen, reimt er so:
>
> Lied des James Monmouth:
> alters/ Walters [Lucy Walters]
>
> Johanna Gray:
> Hier wird Anne Boleyn "Anna Bulen" genannt (kein Reim).
>
> Archibald Douglas:
> Archibald/ Wald.
> Linlithgow/ froh [also die deutsche Aussprache [o:], die in deutschen
> Personen- und Ortsnamen vorkommen, z.B. Basedow, Buckow].
>
> Damit ist nicht gesagt, dass Fontane kein Englisch konnte.
Fontane konnte natürlich fließend Englisch.
Bereits um 1850 schloß er die Übersetzung des Romans "The
Money-lender" von Catherine Grace Gore ab.
Er war mehrfach in England, u.a. 1852 im Auftrage der "Zentralstelle
für Preßangelegenheiten" und der "Preußischen (Adler-)Zeitung" in
London.
(Quelle: Th. Fontane. Autobiographische Schriften III/2, Anmerkungen
zu Band III/1, Register, Zeittafel, Berlin und Weimar, Aufbau: 1982) -
FR
> Nur mein Sempf.
Womit wir die Offizielle Liste der nf-Wörter überarbeiten müssen.
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Der Montag hat doch mehr Stunden als der Freitag - oder? (Hägar)
Falsch? Wer hat das gesagt? Gesagt wurde nur, es ist nicht Englisch.
> Ein Kommilitone hieß mit Vornamen Helmut James, wobei James englisch
Nachname Moltke?
Gruß,
Achim
> > Ein Kommilitone hieß mit Vornamen Helmut James, wobei James englisch
>
> Nachname Moltke?
Verwexelstu da vielleicht was? Hm? FR
Nö, ich dachte, es sei eventuell ein Verwandter von
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MoltkeHelmuthJames/ -
sehe gerade die th-Schreibung, also doch ein Unterschied.
Aber die Vornamenkombination ist nicht gerade häufig.
Gruß,
Achim
> >>>Ein Kommilitone hieß mit Vornamen Helmut James, wobei James englisch
> >>
> >>Nachname Moltke?
> >
> > Verwexelstu da vielleicht was? Hm? FR
>
> Nö, ich dachte, es sei eventuell ein Verwandter von
> http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MoltkeHelmuthJames/ -
> sehe gerade die th-Schreibung, also doch ein Unterschied.
>
> Aber die Vornamenkombination ist nicht gerade häufig.
Ich dachte an H. J. Graf Yorck von Wartenberg.
Uns Jammeß war ein Rantzau; könnte sogar sein, daß die mit den Moltkes
verwandt sind - FR
> Ich dachte an H. J. Graf Yorck von Wartenberg.
Also, _falls_ Du einen kennst, der so heißt, kann man selbstverständlich
nichts dagegen sagen.
Wenn Du allerdings die bekannte Familie Yorck von Wartenb_u_rg meinst,
dann könnte entweder ein Hans David Ludwig von Bedeutung sein (er schloß
die Konvention von Tauroggen) oder ein Peter, der im Widerstand gegen
Hitler eng mit Helmuth James Graf von Moltke zusammenwirkte.
Ob es in der Familie ebenfalls einen Helmuth James gab oder gibt, das
weiß ich nicht. Du? Ich muß allerdings zugeben, daß ich die Vornamen der
beiden Yorcks von hier oben auch erst einmal nachschlagen mußte. ;-)
Gruß
Ingo
--
Ingo Dierck, dierck & meyer mediengestaltung
mailto:ingo....@addcom.de
> > Ich dachte an H. J. Graf Yorck von Wartenberg.
>
> Also, _falls_ Du einen kennst, der so heißt, kann man selbstverständlich
> nichts dagegen sagen.
>
> Wenn Du allerdings die bekannte Familie Yorck von Wartenb_u_rg meinst,
> dann könnte entweder ein Hans David Ludwig von Bedeutung sein (er schloß
> die Konvention von Tauroggen) oder ein Peter, der im Widerstand gegen
> Hitler eng mit Helmuth James Graf von Moltke zusammenwirkte.
Ich bekenne mich der Verwechslung schuldig und will es nie wieder machen - FR
> Ich bekenne mich der Verwechslung schuldig und will es nie wieder machen - FR
Tztz, hätte ich jemals jemanden niedergemacht, daß er sich hier zu einer
Schuld bekennen müßte?
Nein. Jeder soll geraden Blickes hier seine Meinungen, Hinweise, Fragen
und auch seine Irrtümer präsentieren - von Fehlern spreche ich nicht,
das hat gleich wieder was moralisches.
Gruß
Ingo, der ein Anhänger des gemäßigten Umgangstones ist, gerade von einer
katastrophalen Generalprobe kommt und dementsprechend seinen Moralischen
schiebt.
> Ach je - denk dran: nur wenn die Generalprobe fürchterlich ist,
> wird die Premiere ein Erfolg!
Zwar glaube ich nicht an derlei Regeln, dennoch: Die Generalprobe _war_
fürchterlich, das erste Konzert mäßig und das zweite dann endlich gut.
Bach, h-moll-Messe: schwierig eben. Aber nun geht's an das nächste
Projekt.
Gruß
Ingo
> Schön. Viel Freude dabei und noch ein schönes Osterfest
Danke schön!